Perimeter Solutions DE GmbH

Industriestraße 300, 50354 Hürth, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 94430
Vorher
SCUR-Alpha 958 GmbHSK Invictus DE GmbH
Eingetragen
28.11.2017
Branche
Herstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und DesinfektionsmittelnGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb chemischer Produkte und die Erbringung von damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen jedweder Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Eilert Berns
seit 10.2.2025
Geschäftsführer
Johannes Meyer
seit 10.2.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Perimeter Holdings LLCUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Perimeter Holdings LLC
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Perimeter Solutions DE GmbH

Hürth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Perimeter Solutions DE GmbH, Hürth

A. Grundlagen

1. Geschäftsmodell

Die Perimeter Solutions DE GmbH (im Folgenden "Gesellschaft") produziert und vertreibt am Standort Hürth Phosphor-Pentasulfid (P2S5), welches primär für die Herstellung von Schmierstoffadditiven benötigt wird. Die Gesellschaft ist eine 100 % Tochter der SK Invictus Group S.a.r.l., Luxemburg. Oberste Mutter ist die Perimeter Solutions SA, Luxemburg.

Die Gesellschaft unterhält im Wesentlichen Geschäftsbeziehungen zu europäischen Niederlassungen global agierender Konzerne. Im außereuropäischen Raum unterhält die Gesellschaft langjährige Geschäftsbeziehungen in Asien und Afrika.

2. Steuerungssystem

Die wirtschaftliche Planung und Steuerung der Geschäftseinheiten erfolgt über die von der Geschäftsführung verabschiedeten Rahmenvorgaben, die im Strategieprozess weiter ausgestaltet werden. In der operativen Budgetplanung werden in einer 1-Jahres-Betrachtung diese Mittelfristplanungen in konkrete, messbare Ziele übersetzt. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird durch die laufende Überprüfung der Geschäftsentwicklung mit regelmäßig aktualisierten Einschätzungen wesentlicher Steuerungs- und Leistungskennzahlen vervollständigt. In deren Rahmen werden die Umsetzung der strategischen Ziele verfolgt und Maßnahmen zur Gegensteuerung bei Planabweichungen eingeleitet.

3. Wichtige Kennzahlen

Ein vorrangiges Ziel ist die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswerts, der sich aus den Geschäftsbereichen generiert. Zur Planung, Steuerung und Kontrolle unserer Geschäftsentwicklung verwenden wir die Steuerungsgrößen Umsatzerlöse und das EBITDA, definiert als handelsrechtlicher Jahresüberschuss vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Diese stellen die finanziellen Leistungsindikatoren dar.

Die finanziellen Leistungsindikatoren werden eingebettet in und ergänzt durch ein System wertorientierter Steuerungsgrößen, die das Management in erster Linie bei strategischen Entscheidungen im Hinblick auf die Optimierung des Portfolios sowie bei der Ressourcenallokation für Akquisitionen und Investitionen unterstützen. Qualitativen Faktoren, wie Sicherheit, Personalentwicklung und Kundenzufriedenheit, misst die Gesellschaft zudem hohe Bedeutung bei und versucht, diese kontinuierlich zu verbessern.

Um vorausschauend handeln und zeitnah reagieren zu können, hat die Gesellschaft ein Warnsystem auf Basis der Steuerungskennzahlen festgelegt. Das Management verfolgt die Entwicklung der Kenngrößen anhand eines monatlichen Berichtswesens. Damit wird sichergestellt, dass es auf aktuelle Geschäftsentwicklungen unverzüglich reagieren kann. Parallel dazu sorgt die Gesellschaft durch eine fundierte Ursachenanalyse dafür, dass Risiken minimiert und Chancen genutzt werden.

4. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt aktuell keine eigenen Forschungs- oder Entwicklungsprojekte.

5. Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2023 waren 26 festangestellte Mitarbeiter und 1 Geschäftsführer beschäftigt. Unsere qualifizierten Mitarbeiter und deren "Know-how" sind eine wichtige Erfolgsgröße für unsere Geschäftsentwicklung. Daher werden unsere Mitarbeiter regelmäßig durch vielfältige Maßnahmen trainiert. Die aktive Weiterbildung und Qualifizierung verstehen wir als eine wesentliche Aufgabe, um auch zukünftig dem demographischen Wandel erfolgreich zu begegnen und Nachwuchsführungskräfte gezielt auf ihre zukünftigen Tätigkeiten vorbereiten zu können.

Der Wettbewerb um Fachkräfte ist unverändert hoch. Zur Gewinnung und Sicherung von qualifiziertem Fachpersonal wird der lokale Arbeitsmarkt ständig und aktiv beobachtet. Zusätzlich wird die Sicherung von qualifizierten Mitarbeitern durch eigene Ausbildungsplätze vorangetrieben.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft in 2023 in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. 1

1 Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschland bis 2023 | Statista
Das globale Wachstum in der Chemieindustrie war im Jahr 2023 insgesamt sehr schwach (2023: +1,7 %, 2022: +2,1 %), aber regional stark unterschiedlich. Während die Chemieindustrie in China auf der Basis amtlicher Zahlen dynamisch um rund 7,5 % zunahm, ging sie im Rest der Welt insgesamt um 3,9 % zurück. Besonders stark waren die Produktionseinbußen in der EU. Hier war nach einem Rückgang um 5,2 % im Jahr 2022 ein weiteres Sinken der Produktion um 7,6 % im Jahr 2023 zu verzeichnen. 2

Für die Branche in Deutschland war 2023 ein schlechtes Jahr. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 8 Prozent zurück. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, liegt der Rückgang bei 11 Prozent. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge. Die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich rund 77 Prozent nicht ausgelastet. Damit liegt die Produktion seit neun Quartalen unterhalb der wirtschaftlich notwendigen Grundauslastung von 82 Prozent. 3

2 Chemische Industrie - BASF-Bericht 2023

3 Stürmische Zeiten für die Branche - Bilanz der chemisch-pharmazeutischen Industrie 2023 (chemie.de)

2. Wettbewerbssituation

Der Spezialchemikalien- und Additivmarkt, in dem sich die Gesellschaft bewegt, ist stark konsolidiert. Durch eine permanente Beobachtung des Marktes werden sich ergebende Chancen und Risiken frühzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen zu deren Minimierung ergriffen. Weiterhin beobachten wir eine leichte Tendenz zur Verlagerung der Fertigung in den asiatischen, aber auch nordamerikanischen Raum, die mittelfristig eine Veränderung der europäischen Marktsituation im Spezialchemikalien- und Additivgeschäft erkennen lässt.

3. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 war maßgeblich geprägt von den prognostizierten Anpassungsmaßnahmen der Kunden, nämlich dem Abbau ihrer Vorräte, welches wir - wie prognostiziert - deutlich in der negativen Entwicklung unserer Umsatzerlöse spüren konnten. Das EBITDA lag trotzdem mit EUR 8,5 Mio. im Geschäftsjahr 2023 über unseren Erwartungen von EUR 6-7 Mio., welches unter anderem auf eine nicht so erwartete positive Entwicklung der Wechselkurse zurückzuführen war.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a. Vermögenslage

Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt TEUR 15.546 (Vj. TEUR 19.093) und ergibt sich im Wesentlichen aus dem entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert zum 28.03.2018. Dieser verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um die planmäßige Abschreibung.

Der Buchwert der Sachanlagen beträgt TEUR 8.191 gegenüber TEUR 9.163 im Vorjahr. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt TEUR 615 in das Sachanlagevermögen investiert, wovon der wesentliche Teil auf den Bereich technischen Anlagen und Maschinen, auch unter den Anlagen im Bau, entfällt.

Der größte Posten des Vorratsvermögens sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 5.121 (Vj. TEUR 2.957). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den strategischen Aufbau eines Rohstoffes zurückzuführen. Die Rohstoffe haben erfahrungsgemäß eine grundsätzliche Umschlagsgeschwindigkeit von 6 Monaten. Erzeugnisse und Waren werden erfahrungsgemäß innerhalb von maximal 2 Monaten umgeschlagen. Die Beschaffung auf den globalen Märkten gestaltete sich zwar nicht mehr so schwierig und zeitintensiv, jedoch haben die Rohstoffpreise auf den Weltmärkten deutlich zugelegt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden in Höhe von insgesamt TEUR 2.183 (Vj. TEUR 7.246) bilanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind absatzbedingt geringer als im Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken um TEUR 3.877 auf nunmehr TEUR 31 im Wesentlichen aufgrund der Rückzahlung eines Darlehens an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von USD 4 Mio.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen TEUR 865 (Vj. TEUR 795).

Die Steuerrückstellungen haben sich um die aufgrund des steuerbilanziellen Jahresüberschusses des Geschäftsjahres gebildeten Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 831 erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen betragen insgesamt TEUR 4.708 (Vj. TEUR 4.635). In den sonstigen Rückstellungen enthalten ist ein Betrag in Höhe von TEUR 2.251 (Vj. TEUR 2.320) für die zu erwartenden, von der Invictus U.S. Holdings, LLC an unsere Gesellschaft zu belastenden Kosten, die im Zusammenhang mit der konzernweiten Akquisition des Oil Additives und Fire-Safety Geschäfts von ICL Ltd. entstanden sind. Ferner sind Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.502 (Vj. TEUR 1.454) enthalten.

Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt TEUR 31.742 (Vj. TEUR 39.554). Wesentlicher Bestandteil ist ein von unserer Muttergesellschaft, der Invictus Group, S.a.r.l, an unsere Gesellschaft ausgereichtes Darlehen in Höhe von USD 50 Mio., welches für den Kauf des Betriebs zum 28.03.2018 bestimmt war und in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ist. Es valutiert zum 31. Dezember 2023 mit USD 33,3 Mio. (Vj. USD 39,9 Mio.), während die Zinsverbindlichkeiten aus diesem Darlehen zum Stichtag mit USD 0,0 Mio. (Vj. USD 0,4 Mio.) valutieren. Die Tilgung in Höhe von USD 6,5 Mio. wurde im Jahr 2023 nicht durch Wechselkurseffekte überkompensiert, so dass sich der Bilanzwert des Darlehens zum Stichtag insgesamt um TEUR 7.023 verringert hat.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 -5,9 % (Vj. -6,3%). Einen wesentlichen Einfluss hatten dabei die im Geschäftsjahr positiven Wechselkurseffekte. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von TEUR 2.909 im Vorjahr konnte auf TEUR 2.322 reduziert werden.

b. Finanzlage

Die Kapitalstruktur unserer Gesellschaft ist im Wesentlichen geprägt durch ein Gesellschafterdarlehen sowie kurzfristige Lieferantenverbindlichkeiten. Eine Inanspruchnahme von Bankdarlehen oder Kreditlinien erfolgt derzeit nicht. Das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 5.082 (Vj. TEUR 4.192). Zur Finanzierung des Asset Deals hat die Gesellschafterin SK Invictus Group S.a.r.l der Gesellschaft ein Fremdwährungsdarlehen in Höhe von 50 Mio. USD, mit Wirkung zum 28.03.2018 und einer Laufzeit bis spätestens zum 28.03.2026, gewährt. Das Darlehen ist unbesichert und kann jederzeit ohne zusätzliche Kosten getilgt bzw. fällig gestellt werden. Aus Vorsichtsgründen hat die Gesellschaft beschlossen, diese Darlehensverbindlichkeiten als kurzfristig zu klassifizieren. Die Verzinsung erfolgt mit einem Zinssatz von 5,48 % (Vj. 5,48 %). Aus den Tilgungen sowie den Zinszahlungen für dieses Darlehen resultiert ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 8.328. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie gegenläufig der Erhalt der Rückzahlung des Darlehens von einem verbundenen Unternehmen führen insgesamt zu einem positiven Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 3.119. Aufgrund dessen sowie des positiven Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 6.098 war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 jederzeit gewährleistet.

c. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft ein Rohergebnis in Höhe von TEUR 16.107 (Vj. TEUR 22.714). Das Rohergebnis setzt sich aus den Umsatzerlösen, den Bestandsveränderungen, den sonstigen betrieblichen Erträgen sowie dem Materialaufwand zusammen. Insgesamt schloss die Gesellschaft das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 588 (Vj. TEUR 2.466) ab. Die Umsatzerlöse haben sich, wie bereits dargestellt, deutlich reduziert. Der Materialaufwand ist ebenfalls korrespondierend geringer. Dem gesunkenen Rohertrag standen gesunkene Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 3.040 (Vj. TEUR 3.286) aufgrund geringerer Zuführung zu Personalrückstellungen gegenüber. Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.946 (Vj. TEUR 2.305) sind aufgrund der unterjährig erfolgten Tilgungen geringer ausgefallen. Die Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert lag konstant bei TEUR 3.692 (Vj. TEUR 3.692). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.610 (Vj. TEUR 8.258) sind währungskursbereinigt im Wesentlichen aufgrund von direkt mit den Umsatzerlösen zusammenhängenden Kosten, wie z.B. Transportaufwand und sonstigen Vertriebskosten, gesunken. Insgesamt ergaben sich Gewinne aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 991 (Vj. Verluste 2.449). Der Steueraufwand entwickelte sich wie das Jahresergebnis rückläufig.

d. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft werden seitens der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung unter der Berücksichtigung der oben gemachten Ausführungen trotz allem als zufriedenstellend bewertet.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

Auf der Basis unserer langjährigen Expertise, den starken Geschäftsbeziehungen und der guten regionalen Lage sehen wir, trotz der anhaltenden politischen Unsicherheiten und Beeinträchtigungen in der Freizügigkeit des globalen Handels, Potenziale und Chancen, die gerade aus diesen Risiken erwachsen. Wir fokussieren uns zurzeit auf unsere Stärken, wie die hohe Qualität unserer Produkte, aber auch auf unser "Know-how" in Zusammenarbeit mit alten und neuen Kunden, erfolgreiche Lösungskonzepte zu erarbeiten. Ebenfalls ist die, aufgrund der Flexibilisierung der Rohstoffbeschaffung und durch die Investitionen der letzten Jahre, sicherere Rohstoffversorgung in den aktuellen Zeiten ein starkes Argument, den Bedarf einer zuverlässigen Rohstoffversorgung unserer Kunden zu gewährleisten. In der aktuellen Situation helfen uns unsere hohe Verfügbarkeit, die guten Anwendungskenntnisse im sicheren Umgang mit unseren Produkten und die daraus resultierenden Möglichkeiten, unsere Kunden optimal zu beraten und zu versorgen.

2. Risikobericht

Im Nachfolgenden werden die Risiken ihrer Bedeutung für die Gesellschaft in absteigender Reihenfolge dargestellt. Die Risikoeinschätzung erfolgt für einen Planungszeitraum von einem Jahr und unter Einbezug der ergriffenen Maßnahmen zur Risikobegrenzung.

Gesellschafterdarlehen

Die Gesellschaft hat zur Finanzierung des Asset Deals ein Darlehen in Höhe von ursprünglich 50 Mio. USD von der Gesellschafterin SK Invictus Group S.a.r.l. aufgenommen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Tilgungen i.H. von 6,5 Mio. USD geleistet. In dem Geschäftsjahr 2024 wurden bisher nochmals 6,7 Mio. USD getilgt. Der offene Saldo beträgt damit zum 31. Dezember 2023 hat zur Mio. und derzeit USD 26,7 Mio. Das Darlehen ist sofort auf Anforderung von SK Invictus Group S.a.r.l., spätestens am 28. März 2026, fällig. Die Geschäftsführung geht derzeit nicht davon aus, dass das Darlehen vor 2026 an SK Invictus Group S.a.r.l. zurückzuzahlen ist. Sollte SK Invictus Group S.a.r.l. das Darlehen dennoch kurzfristig zurückfordern, ist die Gesellschaft nicht in der Lage, das Darlehen aus dem operativen Cash-Flow zurückzuzahlen. Mit der Gesellschafterin wurde vertraglich vereinbart, dass ihre Darlehensforderung bis zum 31. Dezember 2025 nur aus zukünftigen Gewinnen und sonstigem freien Vermögen beglichen werden und dass darüber hinaus die Darlehensforderung nicht eingefordert wird, soweit die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit unverändert fortführt. Insofern ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet, sofern das Gesellschafterdarlehen kurzfristig fällig gestellt wird bzw. es der Gesellschaft nicht gelingt, bei Fälligstellung des Darlehens eine Drittfinanzierung zu erlangen. Diese Gegebenheit zeigt das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Konzentration auf wenige Kunden und Lieferanten

Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer geringen Anzahl an Kunden und Lieferanten in hohem Maße von dem Fortbestand und der Entwicklung dieser Geschäftsbeziehungen abhängig. Trotz der Flexibilisierung der Rohstoffbeschaffung und der neugeknüpften Kundenbeziehungen bleibt die Kundenzahl begrenzt. Zur weiteren Flexibilisierung der Rohstoffbeschaffung im Bereich des Phosphors wird derzeit eine weitere Bezugsquelle geprüft und in die Beschaffungsstrategie implementiert. Beim zweiten Rohstoff, Schwefel, muss die Entwicklung, gerade im europäischen Markt aufgrund sich abzeichnender Tendenzen, genau beobachtet werden. Die GmbH ist hier im Rahmen ihres Riskmanagements auf dem Weg der Diversifizierung. Ein grundsätzliches Preisänderungsrisiko besteht immer dann, wenn die Preisänderungen nicht alle Marktteilnehmer in gleichem Maße betreffen, da in diesen Fällen die Preissteigerungen nicht an die Kunden durchgereicht werden können.

Fremdwährungsrisiken

Weiterhin bestehen bezüglich der Finanzierungsstruktur Währungsrisiken aufgrund von Wechselkursschwankungen im Hinblick auf das von der Gesellschafterin SK Invictus Group S.a.r.l. erhaltene Fremdwährungsdarlehen in Höhe von USD 33,3 Mio. Dieses Risiko wird von der Gesellschaft nicht weiter abgesichert. Darüber hinaus kauft die Gesellschaft einen großen Teil der Vorräte in USD ein. Im Falle einer ungünstigen Entwicklung des Wechselkurses besteht das Risiko, dass das Jahresergebnis entsprechend geringer ausfällt.

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken existieren für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Alle Kundenforderungen werden regelmäßigen Überprüfungen unterzogen, um das Ausfallrisiko zu minimieren.

Aufgrund der langjährigen Kundenbeziehungen und deren guten Zahlungsverhalten war das Risiko als sehr gering einzustufen. Durch die aktuellen Störungen des globalen Handels und Zahlungsverkehrs steigt dieses Risiko mit der Dauer der Störungen jedoch an.

Energiemangelsituation

Die durch den Russland-Ukraine-Konflikt verursachten Risiken im Bereich der Energieversorgung, was Preis und Verfügbarkeit angeht, bestehen nach wie vor und bleiben schwer einzuschätzen. Entsprechende Risikovorsorge wurde für einen Teilbereich vorgenommen und sichert die Verfügbarkeit soweit möglich ab. Das aktuell hohe Preisniveau wurde eingepreist und besteht für alle Volkswirtschaften innerhalb der EU und ist somit für alle Spieler in diesem Marktsegment in etwa gleich. Eine vollständige Abkopplung vom Energieversorgungssystem bleibt jedoch unmöglich und somit verbleibt ein gewisses Risiko für den Fall von Netzausfallsituationen.

Sonstige Risiken

Allgemeine regulatorische und protektionistische Eingriffe in den Welthandel, insbesondere der Handelsstreit zwischen China und den USA, die geostrategischen Interessenveränderungen in den Ost-West-Beziehungen sowie der Ukraine-Krieg und die daraus möglichen Verschiebungen in den Produktionsstrategien unserer global aufgestellten Kunden, stellen Risiken für unser Unternehmen dar. Dies könnte sich auch auf unsere Möglichkeiten des günstigen Rohstoffbezugs, sowohl beim Rohstoffeinkauf als auch dessen Logistik, auswirken. Der Rohstoff Phosphor ist nur aus wenigen Ländern beschaffbar. Sollte es hier zu zusätzlichen Exportrestriktionen und/oder zu Transportbeschränkungen kommen, kann dies die direkte Beschaffung verteuern oder den verstärkten Bezug aus anderen zugängigen Quellen erforderlich machen.

Sämtliche Kunden der Gesellschaft agieren in einem internationalen Umfeld und sind somit potenziell den Effekten von Handelskriegen, Strafzöllen, Embargolisten oder anderen bürokratischen Hemmnissen ausgesetzt. Negative Auswirkungen würden somit auch mittel- oder unmittelbar die Gesellschaft berühren. Die sich insbesondere in den letzten Jahren abzeichnenden und beschleunigenden Entwicklungen scheinen diese Risiken zunehmend in den Vordergrund zu rücken.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

In Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten (Forderungen und Verbindlichkeiten) unterliegen wir vor allem den oben bereits dargestellten Liquiditäts- und Ausfallrisiken sowie dem Risiko der Veränderung von Währungskursen. Hinsichtlich der Risikomanagementzeile und- Methoden verweisen wir ebenfalls auf die oben gemachten Ausführungen.

Derivate Finanzinstrumente werden nicht genutzt.

3. Prognosebericht

Vor dem Hintergrund der hier beschriebenen Chancen und Risiken sowie der gesamtwirtschaftlichen Lage erwarten wir für 2024, bei sich leicht erholenden Absatzzahlen, moderat steigende Umsatzerlöse sowie einen deutlichen Anstieg des EBITDA gegenüber 2023. Dies wurde im Rahmen des Budgeterstellungsprozesses 2024 entwickelt und verabschiedet.

Dem liegen die folgenden Erwartungen zur wirtschaftlichen Entwicklung zugrunde:

Für die Europäische Union (EU) wird von einem weitgehend unveränderten Wachstum des BIP ausgegangen (2024: +0,8 %, 2023: +0,5 %). 4

4 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen - BASF-Bericht 2023

Die globale Chemieindustrie (ohne Pharma) wird 2024 mit 2,7 % voraussichtlich stärker wachsen als im Vorjahr (2023: +1,7 %). In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird ein schwaches Wachstum nach dem starken Rückgang im Vorjahr (2024: +0,8 %, 2023: -4,9 %) erwartet. 5

5 Chemische Industrie - BASF-Bericht 2023

Die Perimeter Solutions DE GmbH ist zum aktuellen Zeitpunkt der Berichterstattung nach wie vor von den durch den Ukraine-Krieg sowie weiteren politisch und krisenbedingt hervorgerufenen Kostensteigerungen insbesondere im Bereich der Rohstoffe und Energien, aber auch durch bereits erfolgten sowie die noch zu erwartenden Lohnsteigerungen, betroffen. Von weiteren inflationsbedingten Kostensteigerungen bei energieintensiven Erzeugnissen und im Bereich der hochwertigen, vom demographischen Wandel betroffenen Dienstleistungen, ist auszugehen.

Aufgrund der oben beschriebenen Verbesserung der Ertragslage, gehen wir insgesamt davon aus, die Rückzahlung unseres Gesellschafterdarlehens fortführen zu können, welches zu einer weiteren leichten Verbesserung der Vermögens- und Finanzlage führen sollte. Dies betrachten wir grundsätzlich als eine positive Entwicklung.

Wie in den Vorjahren ist eine zuverlässige Prognose daher insgesamt in Anbetracht der sich sehr dynamisch entwickelnden Situation sehr schwierig. Aufgrund der momentan zu beobachtenden Volatilität der Wechselkurse können sich zudem Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage, insbesondere aus Wechselkursschwankungen, ergeben. Wir verweisen dazu auf unsere Ausführungen im Risikobericht.

 

Hürth, 8. Oktober 2024

Perimeter Solutions DE GmbH

Die Geschäftsführung

Herbert Neumann

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 164.038,91 20.028,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.381.594,98 15.545.633,89 19.073.177,78 19.093.206,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.618.871,89 1.788.685,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.402.761,14 4.993.994,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.598.656,50 1.914.462,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 571.169,03 8.191.458,56 466.215,14 9.163.357,41
23.737.092,45 28.256.564,13
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.121.482,49 2.956.515,08
2. Unfertige Erzeugnisse 38.181,31 51.676,32
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 917.829,89 6.077.493,69 622.259,70 3.630.451,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.010.475,10 3.236.545,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.850,46 3.907.964,19
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 30.850,46 (Vorjahr: EUR 155.511,56)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 141.569,67 2.182.895,23 101.344,68 7.245.854,78
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.082.055,16 4.192.433,35
13.342.444,08 15.068.739,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.653,19 10.197,95
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.321.716,72 2.909.442,51
39.405.906,44 46.244.943,82

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 10.641.868,71 10.641.868,71
III. Verlustvortrag -13.576.311,22 -16.042.176,08
IV. Jahresüberschuss 587.725,79 2.465.864,86
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.321.716,72 0,00 2.909.442,51 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 864.649,00 795.296,00
2. Steuerrückstellungen 2.091.561,45 1.261.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 4.708.029,09 7.664.239,54 4.634.541,05 6.690.837,05
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 982.376,59 994.903,29
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.685.265,23 38.485.784,62
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 363.205,77 (Vorjahr: EUR 742.624,20)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 74.025,08 73.418,86
- davon aus Steuern EUR 37.151,17 (Vorjahr: EUR 40.386,96)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.920,47 (Vorjahr: EUR 2.449,69) 31.741.666,90 39.554.106,77
39.405.906,44 46.244.943,82

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 16.107.235,87 22.713.828,64
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.421.142,37 2.466.152,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 618.779,00 3.039.921,37 819.574,00 3.285.726,61
- davon für Altersversorgung: EUR 210.432,57 (Vorjahr: EUR 312.544,76)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.288.889,11 5.279.602,75
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.610.222,49 8.258.463,34
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 15.816,00 (Vorjahr: EUR 3.039.948,86)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 196.571,76 143.505,92
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 148.058,93 (Vorjahr: EUR 143.505,92)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 48.512,83 (Vorjahr: EUR 0,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.945.884,42 2.305.258,71
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.930.066,42 (Vorjahr: EUR 2.296.441,91)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 15.818,00 (Vorjahr: EUR 8.816,80)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 830.561,45 1.261.000,00
8. Ergebnis nach Steuern 588.328,79 2.467.283,15
9. Sonstige Steuern 603,00 1.418,29
10. Jahresüberschuss 587.725,79 2.465.864,86

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Perimeter Solutions DE GmbH, Hürth

I. Allgemeine Erläuterungen

Die Perimeter Solutions DE GmbH mit Sitz in 50354 Hürth, eingetragen im Registergericht Amtsgericht Köln unter Registernummer HRB 94430, ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise gesondert im Anhang dargestellt.

Hinsichtlich der wesentlichen Unsicherheiten, die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen, verweisen wir auf den Abschnitt C.2 "Risikobericht" im Lagebericht. Die Geschäftsführung geht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus und hat dementsprechend den Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Da die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer vom Geschäfts- oder Firmenwert nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden die planmäßigen Abschreibungen gem. § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB über einen Zeitraum von zehn Jahren vorgenommen. Die Nutzungsdauer der übrigen immateriellen Vermögens-gegenstände beträgt 5 Jahre.

Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und soweit abnutzbar abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Die Abschreibung der Gebäude erfolgt über eine Nutzungsdauer von 10 bis 25 Jahren. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in der Regel 5 bis 10 Jahre. In Ausnahmefällen, u.a. bei EDV-Anlagen, liegt die Abschreibungsdauer bei 2 bis 5 Jahren.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (§ 253 Abs. 3 S. 5 HGB).

Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden in Höhe der handelsrechtlichen Untergrenze nach § 255 Abs. 2 S. 2 HGB bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit einem Wert von EUR 250 bis EUR 1.000 wurden bis zum 31.12.2019 in einem Sammelposten erfasst, der jährlich mit 20 % gewinnmindernd abgeschrieben wird. Ab dem Geschäftsjahr 2020 werden Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit einem Wert bis 800 EUR im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Wiederbeschaffungskosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bzw. die voraussichtlichen Verkaufspreise für fertigen und unfertigen Erzeugnisse abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach gleitend gewogenen Durchschnittspreisen.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 S. 2 HGB (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Zum Bilanzstichtag bestehen aktive latente Steuern. Passive latente Steuern bestehen keine. Der sich nach Saldierung ergebende Aktivüberhang wird in Ausübung des Aktivierungswahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in der Bilanz nicht angesetzt.

Da das Eigenkapital durch Verluste aufgebraucht ist und sich ein Überschuss der Passivposten über die Aktivposten ergibt, wird dieser Betrag am Schluss der Bilanz auf der Aktivseite gesondert unter der Bezeichnung "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet.

Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte, durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % p.a. angesetzt.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,3 % zugrunde gelegt. Es wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit den Beträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages. Bei der Ermittlung der Erfüllungsbeträge werden soweit notwendig Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, wie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelt, abgezinst. Verbindlichkeitsrückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Methoden bewertet. Als Bewertungsmethode wurde die Projected Unit Credit Method (laufendes Einmalprämienverfahren) angewendet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Zur Berücksichtigung der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Die Abzinsung erfolgte mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjähre in Höhe von 1,75 %, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als Einkommenstrend wurden 2,5% angesetzt.

In Höhe der geschätzten Aufwendungen für die zukünftige Rückbauverpflichtung für das Produktionswerk in Hürth wurde eine entsprechende Rückstellung für Rückbauverpflichtungen gebildet, die über den Zeitraum des zugrundeliegenden Vertrags bis zum frühesten Eintritt der Verpflichtung ratierlich angesammelt wird. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags wurde eine Preissteigerungsrate von durchschnittlich 2,8% berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgte mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,67 %, der sich aus der Restmietdauer ergibt.

Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf Fremdwährung lautende Forderungen und Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sowie liquide Mittel werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Umlaufvermögen

Die Aufgliederung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nach Restlaufzeiten ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit über einem Jahr
31.12.2023 Vorjahr 31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.010 3.237 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 31 3.908 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 142 101 0 0
2.183 7.246 0 0

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 31 (Vj. TEUR 156) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 3.752).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn statt sieben Jahre (Rechnungszins 7-Jahresdurchschnitt 1,75 % p.a.) resultiert ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 37). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt (§ 253 Abs. 6 HGB).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Transaktionskosten aus Asset Deal 2.251 2.320
Rückbauverpflichtungen 1.502 1.454
Personalrückstellungen 316 407
Ausstehende Rechnungen 411 209
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 228 245
4.708 4.635

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Art der Verbindlichkeit Bis zu 1 Jahr Über 1 Jahr Davon mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 982 0 0
(Vorjahr) (995) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.685 0 0
(Vorjahr) (38.486) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 74 0 0
(Vorjahr) (73) (0) (0)
Gesamt 31.741 0 0
(Vorjahr) (39.554) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 30.685 (Vj. TEUR 38.486) betreffen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 30.322 (Vj. TEUR 37.743), die aus einem Darlehen und den dafür anfallenden Zinsen der Alleingesellschafterin SK Invictus Group, S.a.r.l. mit Sitz in Luxemburg resultieren. Das Darlehen ist sofort auf Anforderung von SK Invictus Group S.a.r.l., spätestens jedoch im Jahr 2026 fällig. Mit der Gesellschafterin wurde jedoch vereinbart, dass ihre Darlehensforderung bis zum 31. Dezember 2025 nur aus zukünftigen Gewinnen und sonstigem freien Vermögen beglichen werden und dass darüber hinaus die Darlehensforderung nicht eingefordert wird, soweit die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit unverändert fortführt. Aus Vorsichtsgründen hat die Gesellschaft beschlossen, diese Darlehensverbindlichkeit als kurzfristig zu klassifizieren, da die Rückzahlung grundsätzlich jedoch jederzeit von der Gesellschafterin eingefordert werden kann. Übrige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 363 (Vj. TEUR 743) aus Liefer- und Leistungsbeziehungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.145 (Vj. TEUR 642) enthalten realisierte Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 32 (Vj. TEUR 591), welche aus der Rückzahlung einer Darlehensforderung gegen die Schwestergesellschaft und den Darlehenstilgungen gegenüber der Muttergesellschaft sowie den darauf entfallenen Zinsansprüchen resultieren.

Die Summe der realisierten sowie unrealisierten Erträge aus der Währungsumrechnung beläuft sich auf TEUR 1.007 (Vj. TEUR 591).

Es wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.610 (Vj. TEUR 8.258) enthalten unrealisierte Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 16 (Vj. TEUR 3.018), welche im Wesentlichen aus der Umrechnung der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sowie aus der Umrechnung der Rückstellung für Transaktionskosten aus der Übernahme des Geschäftsbetriebes resultierten.

Die Summe der realisierten sowie unrealisierten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung beläuft sich auf TEUR 16 (Vj. TEUR 3.040).

Die Zinserträge resultieren in Höhe von TEUR 148 (Vj. TEUR 144) aus der Verzinsung aus dem an die Schwestergesellschaft Perimeter Solutions LP, mit Firmensitz in 8000 Maryland Avenue, Clayton, Vereinigte Staaten von Amerika, überlassenen Darlehen sowie aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 49 (Vj. TEUR 0).

Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen in Höhe von TEUR 1.930 (Vj. TEUR 2.296) aus der Verzinsung der von der SK Invictus Group, S.a.r.l., mit Firmensitz in Luxemburg, gewährten Darlehen sowie aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 16 (Vj. TEUR 9).

V. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

Angestellte: 23 (Vorjahr: 23)

Leitende Angestellte: 2 (Vorjahr: 2)

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023:

Herbert Neumann, hauptberuflich Geschäftsführer, Köln

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden, wie auch im Vorjahr, keine Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus bereits abgeschlossenen Leasing-, Miet- und Pachtverträgen sowie bestehenden Abnahmeverpflichtungen resultieren finanzielle Verpflichtungen von insgesamt TEUR 262 (Vj. TEUR 325).

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der SK Invictus Group S.a.r.l mit Sitz in Luxemburg, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Perimeter Solutions SA mit Sitz in Luxemburg, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Perimeter Solutions SA wird auf der Firmenhomepage sowie der SEC-Website offengelegt. Die SK Invictus Group S.a.r.l. ist nicht verpflichtet, den Konzernabschluss offenzulegen und nimmt diese Erleichterung in Anspruch.

Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 588 zusammen mit dem Verlustvortrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 13.576 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Gesellschaft hat im Jahr 2024 Tilgungen in Höhe von insgesamt USD 6,7 Mio. auf das zur Finanzierung des Asset Deals von der Gesellschafterin SK Invictus Group S.a.r.l. aufgenommene Darlehen von ursprünglich USD 50 Mio. geleistet. Der offene Saldo beträgt damit USD 26,7 Mio.

Darüber hinaus sind zum Bilanzstichtag keine weiteren wesentlichen Ereignisse mit direkter Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bekannt geworden.

 

Hürth, den 8. Oktober 2024

Perimeter Solutions DE GmbH

Geschäftsführung

Herbert Neumann

Feststellung des Jahresabschlusses:

Auf der Gesellschafterversammlung vom 20. November 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugang Abgang Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.888,95 169.407,13 0,00 0,00 220.296,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 36.915.827,98 0,00 0,00 0,00 36.915.827,98
36.966.716,93 169.407,13 0,00 0,00 37.136.124,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.455.748,64 0,00 0,00 0,00 2.455.748,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.277.295,87 112.321,15 60.365,20 208.411,66 8.537.663,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.223.689,06 148.072,79 73.727,04 40.750,00 4.338.784,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 466.215,14 354.115,55 0,00 -249.161,66 571.169,03
15.422.948,71 614.509,49 134.092,24 0,00 15.903.365,96
52.389.665,64 783.916,62 134.092,24 0,00 53.039.490,02
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.860,01 25.397,16 0,00 56.257,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.842.650,20 3.691.582,80 0,00 21.534.233,00
17.873.510,21 3.716.979,96 0,00 21.590.490,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 667.063,61 169.813,14 0,00 836.876,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.283.301,27 908.655,40 57.054,33 4.134.902,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.309.226,42 493.440,61 62.538,72 2.740.128,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.259.591,30 1.571.909,15 119.593,05 7.711.907,40
24.133.101,51 5.288.889,11 119.593,05 29.302.397,57
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 164.038,91 20.028,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.381.594,98 19.073.177,78
15.545.633,89 19.093.206,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.618.871,89 1.788.685,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.402.761,14 4.993.994,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.598.656,50 1.914.462,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 571.169,03 466.215,14
8.191.458,56 9.163.357,41
23.737.092,45 28.256.564,13

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Perimeter Solutions DE GmbH, Hürth

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Perimeter Solutions DE GmbH, Hürth - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Perimeter Solutions DE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe "I. Allgemeine Erläuterungen" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "C.2 Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft zur Finanzierung des Asset Deals ein Darlehen in Höhe von ursprünglich 50 Mio. US-Dollar von der Gesellschafterin SK Invictus Group S.a.r.l. aufgenommen hat. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Tilgungen in Höhe von USD 6,5 Mio. geleistet. In dem Geschäftsjahr 2024 wurden nochmals USD 6,7 Mio. getilgt. Der offene Saldo beträgt zum 31. Dezember 2023 USD 33,3 Mio. und derzeit USD 26,7 Mio. Das Darlehen ist sofort auf Anforderung von SK Invictus Group S.a.r.l., spätestens am 28. März 2026, fällig. Die gesetzlichen Vertreter gehen derzeit nicht davon aus, dass das Darlehen vor 2026 an SK Invictus Group S.a.r.l. zurückzuzahlen ist. Sollte SK Invictus Group S.a.r.l. das Darlehen dennoch kurzfristig zurückfordern, ist die Gesellschaft nicht in der Lage, das Darlehen aus dem operativen Cash-Flow zurückzuzahlen. Mit der Gesellschafterin wurde vertraglich vereinbart, dass ihre Darlehensforderung bis zum 31. Dezember 2025 nur aus zukünftigen Gewinnen und sonstigem freien Vermögen beglichen wird und dass darüber hinaus die Darlehensforderung nicht eingefordert wird, soweit die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit unverändert fortführt. Insofern ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet, sofern das Gesellschafterdarlehen kurzfristig fällig gestellt wird bzw. es der Gesellschaft nicht gelingt, bei Fälligstellung des Darlehens eine Drittfinanzierung zu erlangen. Wie in "I. Allgemeine Erläuterungen" im Anhang und Abschnitt "C.2 Risikobericht" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 14. November 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ahrend, Wirtschaftsprüfer

Schubert, Wirtschaftsprüferin

Hinweis gem. § 328 Abs. 1a HGB: Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Inhalt des aufgestellten Jahresabschlusses.

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