Potpourri GmbH
Selbe AdresseSonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Moritz Voßschulte seit 19.8.2016 | Geschäftsführer |
Alfred Voßschulte jun. seit 2.5.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Grigeo Hygiene UAB | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Huchtemeier Papier GmbHDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023der Huchtemeier Papier GmbHGeschäftsmodell der Huchtemeier Papier GmbHDas Familienunternehmen Huchtemeier Papier GmbH (Huchtemeier) blickt auf eine mehr als 127-jährige Geschichte zurück. Während Altpapier und Recycling langjährige Schwerpunkte des Unternehmens waren, stehen heute Tissue und Hygienepapiere im Fokus und machen mehr als 90% des Umsatzes aus. Die Produktion der Waren findet heute hauptsächlich in Partnerbetrieben in Polen, Ungarn und Rumänien statt. Huchtemeier ist an den Produktionsstandorten unterschiedlich stark integriert und investiert. I.d.R. übernimmt Huchtemeier Teile der Rohstoffbeschaffung und -finanzierung, das Produktmanagement für den Export, Qualitätssicherung, führt im Umfeld der Produktionsbetriebe eigene Läger und ist mit eigenem Personal vor Ort, um diese Leistungen zu steuern. Die operative Produktion wurde in den letzten 20 Jahren zunehmend an Partnerbetriebe in familiärer Struktur outgesourct. Besonders in den gegenwärtigen Zeiten hoher Planungsunsicherheit profitiert Huchtemeier von der Flexibilität dieser Strukturen. Schwerpunkt der operativen Tätigkeit von Huchtemeier sind die Vermarktung von Tissue Halbfertigwaren (s.g. Mutterrollen), Rohstoffen sowie fertigen Tissue-Produkten, wie z.B. Toilettenpapier, Falthandtüchern, Servietten, medizinische Liegenauflagen und Industrieputzrollen. Rohstoffe und Halbfertigwaren werden europaweit von Tissue Fabriken bezogen und an Tissue-Verarbeitungsbetriebe verkauft und geliefert. Das Produktsortiment teilt sich in kundenindividuelle Artikel (z.T. Private Label) und Standardartikel, die unter den Marken "Expect" und "Green Hygiene" vertrieben werden. Die Produkte werden i.d.R. an Fachhändler für Großverbraucher (z.B. HoReCa, Pflege, Reinigung) vertrieben. Die Belieferung erfolgt Paletten- oder LKW-weise. Servietten und Medizinalartikel werden i.d.R. individuell projektbezogen konfektioniert und vertrieben. Kerntätigkeiten von Huchtemeier sind Vertrieb, Logistik, Produktentwicklung, Produkt- und Qualitätsmanagement, Sourcing, Finanzierung und Marketing. Im wettbewerblichen Marktumfeld der Tissue-Branche ergeben sich Wettbewerbsvorteile für Huchtemeier aus einem seit langem gewachsenem Netzwerk in der europäischen Tissue-Industrie, einer effizienten Kostenstruktur, der persönlichen Pflege nachhaltiger Kundenbeziehungen, umfangreichem Know-How, Flexibilität, weitreichender Digitalisierung sowie einer aktiv gestalteten Unternehmenskultur. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war von signifikanten wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt. Die deutsche Wirtschaft erlebte eine Rezession, wobei das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent zurückging. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Die Inflation blieb ein dominierendes Thema, mit einer Rate von knapp 6 Prozent, trotz bereits hoher Vorjahreswerte. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Hohe Energiepreise, der andauernde Krieg in der Ukraine und geopolitische Spannungen beeinflussten die wirtschaftliche Stabilität maßgeblich. Die Tissue-Industrie zeigte sich widerstandsfähig gegenüber den Rahmenbedingungen. Die Nachfrage nach Hygienepapieren und Tissue-Rohstoffen blieb stabil, unterstützt durch das wachsende Bewusstsein für Hygiene und Gesundheit. Gleichzeitig trugen sinkende Produktions- und Einkaufskosten zu einer positiven Ergebnisentwicklung bei. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind die Kennzahlen Umsatz und Rohertrag. Geschäftsverlauf und Lage Die Huchtemeier Papier GmbH hat im Jahr 2023 in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld operiert. Die Beschaffungskosten für wesentliche Materialien und Energiekosten sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was eine positive Entwicklung der Betriebsergebnisse begünstigte. Nach dem rapiden Umsatzsprung von 2021 zu 2022 wurde in 2023 ein minimaler Umsatzrückgang von 89.147.745 EUR auf 88.454.397 EUR verzeichnet. Im Vorjahresbericht wurde ein Deflationseffekt beim Umsatz prognostiziert. Diese Erwartung hat sich bestätigt, da der Umsatz im aktuellen Jahr um rund 1 % zurückgegangen ist. Der Materialaufwand sank von 83.197.339 EUR auf 80.998.536 EUR, was zur Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern von 2.222.239 EUR auf 3.081.651 EUR beitrug. Das Rohergebnis hat sich von 6.128.091 EUR auf 7.612.793 EUR verbessert. Der Jahresüberschuss stieg von 1.495.254,31 EUR auf 2.168.222,50 EUR. Im Jahr 2023 wurden drei zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, um dem Wachstum Rechnung zu tragen und die zukünftige Entwicklung zu sichern. Zusammen mit Gehaltsanpassungen führte dies zu einem Anstieg der Personalkosten von 1.755.076 EUR auf 2.067.875 EUR. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 deutlich verbessert. Die Liquidität stieg von 2.689.806 EUR auf 5.135.598 EUR, was auf ein starkes operatives Ergebnis und ein effektives Liquiditätsmanagement zurückzuführen ist. Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich durch Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung der Gesellschaft von 261.010 EUR auf 350.180 EUR erhöht. Die Buchwerte der Finanzanlagen wurden weiterhin zu Anschaffungskosten bilanziert. Im Bereich des Umlaufvermögens wurden die Vorräte gegenüber dem Vorjahr von 2.940.339 EUR auf 2.523.782 EUR gesenkt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken, korrelierend zu den Umsatzerlösen, von 4.543.533 EUR auf 4.484.507 EUR. Das Guthaben bei Kreditinstituten stieg von 2.689.806 auf 5.135.598 EUR. Ursächlich für den signifikanten Anstieg ist das operative Geschäft. Auf der Passivseite zeigen sich die wesentlichen Veränderungen in einem um 1.688.223 EUR gestiegenen Eigenkapital aufgrund des höheren Jahresüberschusses im Vergleich zum Vorjahr. Zudem sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen geschäfts- und stichtagsbedingt um 834.835 EUR gestiegen. Gesamtaussage Im Berichtsjahr wurde das Jahresergebnis deutlich gesteigert. Es ist eine überproportionale Entwicklung zu verzeichnen. In einem schwankenden Marktumfeld konnte die Gesellschaft gut wirtschaften und Ertragskraft zulegen. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 11.208.667,13 EUR auf 13.295.318,90 EUR, während die Verbindlichkeiten leicht von 7.507.938,15 EUR auf 7.584.796,36 EUR stiegen. PrognoseberichtTrotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten blickt Huchtemeier optimistisch in die Zukunft. Das Geschäftsfeld der Hygienepapiere und Tissue-Rohstoffe zeigt sich weiterhin robust. Der Ifo-Geschäftsklima-Index hat sich im Laufe des Jahres verbessert, was auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Gesamtlage schließen lässt und auf eine Erholung der Weltwirtschaft hinweist. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Huchtemeier Papier GmbH eine stabile Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau. Der Rohertrag wird sich gegenüber dem Vorjahr aller Voraussicht nach leicht senken. Der Grund dafür sind zuletzt wieder steigende Rohstoffkosten (Altpapier und Zellstoff) bei einem gleichzeitig sehr wettbewerblichen Marktumfeld. Die Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und die Erhöhung der Marktpräsenz werden fortgesetzt, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit des Unternehmens zu sichern. RisikoberichtWirtschaftliche Abhängigkeiten von Geschäftspartnern Huchtemeier verfolgt das Ziel, dass keine Abhängigkeiten von Kunden und Lieferanten entstehen. Es gibt keine existenziellen Partnerschaften, deren Leistungen nicht in ähnlicher Form austauschbar sind. Kunden-Bonitätsrisiken Das Risiko des Zahlungsausfall von Debitoren wird sehr kontinuierlich überwacht und aktiv gemanagt. Dabei besteht im Unternehmen der Grundsatz, keine unversicherten Umsätze zu machen. D.h. Debitoren werden grundsätzlich nur beliefert, sofern ein aktiver Versicherungsschutz, i.d.R. via Factoring (Deutsche Factoring / Euler Hermes), besteht. Von diesem Grundsatz wird fallweise nach aktiver Entscheidung der Geschäftsleitung abgewichen. Gründe für diese Entscheidung können in strategischer Bedeutung des Geschäfts, Verrechnungen (Kunden = Lieferant) oder einen aus guten Grund vom Kreditversicherer abweichenden Risikoeinschätzung liegen. Es werden keine Einzelrisiken von mehr als 500 T EUR und kein Gesamt-Kreditrisiko von mehr als 1 Mio EUR in Kauf genommen. Investitionstätigkeit der Wettbewerber Der Preis- und Margen-Druck in der Papierindustrie steht im starken Zusammenhang mit den verfügbaren Produktionskapazitäten und der Gesamtnachfrage. Unmittelbar sind derartig Wettbewerbseffekte im Bereich der Rohstoffe und Halbfabrikate spürbar. Bei den Fertigprodukten treten die Wirkungen zeitversetzt und gedämpft auf. Es besteht das Risiko, dass Wettbewerber mit zusätzlichen Kapazitäten den Preisdruck erhöhen. Der Geschäftsleitung sind laufende Investitionsvorhaben bekannt, jedoch befinden sich diese im üblichen Umfang und es ist nicht zu erwarten, dass das Marktgleichgewicht dadurch grundsätzlich verändert wird. Im Falle neu entstehender Produktionskapazitäten entsteht für Huchtemeier regelmäßig die Chance einer neuen Vermarktungspartnerschaft. Branchenkonsolidierung Huchtemeiers Geschäftsmodell profitiert teilweise von einer fragmentierten Produktions- und Verarbeitungsbranche. Der Trend einer allgemeinen Branchenkonsolidierung birgt daher ein Risiko für unsere Vermarktungschancen. Es wird als strategisches Ziel verstanden, das eigene Leistungsspektrum auch für multinationale Geschäftspartner in Konzernstruktur attraktiv zu gestalten. IT-Risiken Huchtemeier betreibt eine kontinuierliche Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Die wesentlichen Bausteine hierfür sind das ERP-System, cloudbasierte Office-Lösungen und ein selbstentwickeltes CRM-System. Es besteht das Risiko, dass Systeme ausfallen oder angegriffen werden und dadurch den Geschäftsprozess stören oder vorübergehend zum Erliegen bringen. Huchtemeier beugt diesen Risiken durch mehrstufige Backup-Prozesse, Schutzeinrichtungen, professionelle IT-Partner und die Schulung der Mitarbeiter vor. Personalrisiken In einem wettbewerblichen Arbeitsmarkt ist Huchtemeier darauf angewiesen, neue Mitarbeitende einzustellen und bestehende Mitarbeitende langfristig an das Unternehmen zu binden. Dem Risiko der Mitarbeiterfluktuation wird aktiv vorgebeugt, was i.d.R. mit Maßnahmen einhergeht, die das Unternehmen auch für neue Mitarbeitende attraktiv machen. Maßgeblich ist in diesem Zusammenhang die Gestaltung einer offenen und motivierenden Unternehmenskultur. Finanzwirtschaftliche Risiken In Folge guter wirtschaftlicher Ergebnisse konnte Huchtemeier die Eigenkapitalquote stärken und verfügt über auskömmliche Liquiditätsreserven i. H. v. min. 30 % der Bilanzsumme (am Bilanzstichtag 38 %). Huchtemeier nutzt im Rahmen des Factorings eine Außenfinanzierung. Entsprechend führen die steigenden Leitzinsen der Eurozone zu höheren Finanzierungskosten. Im Falle weiter steigender Zinsen könnten diese Finanzierungskosten das Ergebnis belasten. Diesem Risiko wird Rechnung getragen, indem die Gesellschaft auch zukünftig Gewinne anteilig thesaurieren und damit die Eigenkapitaldecke stärken wird. Weitere Stellschrauben sind der Umgang mit Zahlungszielen und die Entscheidung bzgl. neuer Geschäfte mit hoher Kapitalbindung. Polen ist nach Deutschland das Land mit der größten wirtschaftlichen Verflechtung. Es gibt Zahlungsvereinbarungen in der Landeswährung Zloty. Auch im Falle von auf Euro lautender Geschäftsbeziehungen beeinflusst der Wechselkurs stark die Interessenlage der Geschäftspartner. Huchtemeier sichert das Wechselkursrisiko zwischen EUR und Zloty teilweise durch Termingeschäfte ab. Fazit Risikobericht Trotz der volatilen äußeren wirtschaftlichen Umstände und eines sich schnell verändernden Marktumfeldes werden von der Geschäftsleitung derzeit keine Risiken wahrgenommen, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten. ChancenberichtDie Mehrzahl der zuvor genannten Risiken hat eine spiegelbildliche Chancen-Komponente, auf die an dieser Stelle nicht näher eingegangen wird (z.B. Wechselkurs, Zins etc. können sich ebenso positiv wie negativ entwickeln). Darüber hinaus werden von der Geschäftsleitung folgende explizite Chancen wahrgenommen: Als Ergebnis strategischer Sortimentserweiterungen, Markenbildung, Kommunikationsmaßnahmen und aktiver Vertriebsarbeit verzeichnet Huchtemeier eine vielseitig gesteigerte Wahrnehmung bei potenziellen Geschäftspartnern. Neue Beschaffungs- und Absatzmöglichkeiten ergeben sich vergleichsweise häufig. Dies könnte ein wesentlicher Faktor bzgl. des zukünftigen Geschäftswachstum sein. Das hohe gesellschaftliche Bewusstsein für Nachhaltigkeit kann zu mehr Nachfrage nach Recyclingprodukten führen, bzgl. derer Huchtemeier im Sortiment sehr gut aufgestellt ist. Explizit der Absatz der ökologischen Produkte der Marke "Green Hygiene" sollte von diesem Trend weiterhin profitieren. Sortimentserweiterungen im Bereich Medizinalprodukte / Inkontinenz bieten Synergieeffekte mit dem Hygienepapier-Portfolio und eröffnen zusätzliche Absatzchancen für neue und bestehende Produkte. Wirtschaftlich gute Jahre der jüngeren Unternehmensgeschichte waren im Umfeld der Pandemie und der darauffolgenden Rohstoff- und Energiekrise zu verzeichnen.
Dortmund, 21. August 2024 gez. Alfred Voßschulte gez. Moritz Voßschulte BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Dortmund und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter HRB Nr. 19842 eingetragen. Die Huchtemeier Papier GmbH ist zum 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft hat die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften bei der Aufstellung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Anhangs teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in der Gliederung gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Bilanz darf nach § 268 Abs. 1 HGB auch unter Berücksichtigung der vollständigen oder teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt werden. II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Anlagevermögen a) Immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung linear abgeschrieben. b) Sachanlagen Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten erfasst und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung linear abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden analog zu § 6 Abs. 2 EStG im Zeitpunkt des Zugangs vollständig abgeschrieben. c) Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. 2. Vorräte Die Waren wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Wenn der am Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger als die Anschaffungskosten war, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende Wert angesetzt. Geleistete und erhaltene Anzahlungen wurden mit dem Nominalwert angesetzt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. 4. Liquide Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten ie liquiden Mittel und der Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nominalwert bilanziert. 5. Eigenkapital Das Eigenkapital wurde zum Nominalwert bilanziert. Im Bilanzgewinn in Höhe von 4.169.215,45 € ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 2.480.992,95 € enthalten. 6. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) gebildet. Sie wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 8 Jahren angesetzt. Zum 31. Dezember 2023 betrug dieser Zinssatz 1,39 %. Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurden jährliche Rentensteigerungen von 2,00 % unterstellt. Mit dem am 17. März 2016 in Kraft getretenen Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie wurde festgelegt, dass der maßgebliche Rechnungszins zur Berechnung der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen, spätestens für Bilanzstichtage, die nach dem 31. Dezember 2015 beginnen, auf der Grundlage des durchschnittlichen Marktzinses über zehn Jahre zu ermitteln ist. Zuvor waren es sieben Jahre. Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt zum 31. Dezember 2023 danach 95,00 €. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 8. Währungsumrechnung Beträge in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. III. ANGABEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen (Anlagespiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) wird am Ende des Anhangs dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 748 T€ eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 50 T€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Im Berichtsjahr wurden wesentliche Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Deutsche Factoringbank GmbH & Co. KG, Ratingen, übertragen. Das Risiko des Zahlungsausfalls trägt die Factoringgesellschaft. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 203 T€ (Vorjahr: 792 T€) enthalten. 5. sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind (§ 285 Nr. 3a HGB): Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen. Die zukünftigen Verpflichtungen aus längerfristigen Verträgen betragen (Nominalwerte):
Der Zweck und der Vorteil von Miet- und Leasingverträgen bestehen in der Verbesserung der Liquidität. Das Risiko der Leasingverträge besteht in einem zukünftigen Abfluss von Liquidität durch Zahlungsverpflichtungen aus den Miet- und Leasingverträgen. IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und sonstigen Aufwendungen umfassen unter anderem einen Betrag von 224 €, der aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen resultiert. V. SONSTIGE ANGABEN 1. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (Angestellte) betrug 40 Personen. 2. Geschäftsführung und Vertretung Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023: • Herr Magister Alfred Voßschulte jr.; • Herr Dipl.-Kfm. Moritz Voßschulte. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9 a HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Anteilsbesitz Die nachfolgende Übersicht stellt den Beteiligungsbesitz der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 dar:
4. Vorgänge von besonderer Bedeutung Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Dortmund, den 21. August 2024 gez. Alfred Voßschulte gez. Moritz Voßschulte Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Huchtemeier Papier GmbH, Dortmund Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Huchtemeier Papier GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Huchtemeier Papier GmbH, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Dortmund, 21. August 2024 audalis
Treuhand GmbH
durch gez. Dr. Michael Kohler, Wirtschaftsprüfer gez. Carolin Viktoria Krulick, Wirtschaftsprüferin |
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