SDV Winter GmbHLiquidiert

Winter-Ring 1, 95466 Weidenberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bayreuth HRB 4246
Eingetragen
19.1.2006
Branche
BeteiligungsgesellschaftenVerlegen von ZeitschriftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Produktion und Vertrieb von Druckerzeugnissen sowie die Erbringung von Dienst- und Beratungsleistungen, die erforderlich und geeignet sind, ganzheitliche Mailings zu erstellen. Der Gesellschaftszweck wird erreicht durch Fortführung des Betriebsbereiches "Direct-Mailing" in der Betriebsstätte Weidenberg der Winter AG mit dem Sitz in Unterschleißheim unter Ausschluss der Haftung für die im Betrieb des Geschäftes begründeten Verbindlichkeiten der Winter AG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Rainer Tremel
seit 30.11.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Ungelöste Beteiligungen (7)

NameAnteil
SDV Medien+Service GmbHEigenbeteiligung
2.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SDV Medien+Service GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SDV Winter GmbH

Weidenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

SDV WINTER GMBH, WEIDENBERG

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Auch im Geschäftsjahr 2021 wurde die Entwicklung der SDV Winter GmbH maßgeblich durch die direkten und indirekten Folgen der Corona-Pandemie geprägt.

Durch die Verschärfung der Regelungen des Infektionsschutzgesetzes wurde die Geschäftstätigkeit vieler unserer Kunden eingeschränkt, so dass diese abermals ihre Marketingbudgets reduzierten. Kunden aus den Bereichen Automotive, Touristik und Einzelhandel fehlte die Geschäftsgrundlage zum Bewerben. Kunden aus dem Bereich Versandhandel reduzierten ihre Werbeaufwendungen, da sie mit der Bewältigung des gestiegenen Online-Bestellvolumens überdurchschnittlich stark beschäftigt waren. Parallel nutzten manche Kunden der SDV Winter GmbH aber auch die Chance, durch eine Ausweitung ihrer Marketingaktivitäten ihr Geschäft zu stärken. Durch das breit gefächerte Kundenportfolio konnte die SDV Winter GmbH deshalb die unterschiedlichen Entwicklungen der Kunden gut kompensieren.

Daneben beeinflussten die staatlichen Vorgaben zum Arbeitsschutz (Home-Office-Pflicht, betriebliche Testpflicht u.a.) maßgeblich die Produktions- und Verwaltungsprozesse, sowohl organisatorisch als auch kostenseitig.

Zusätzlich erschwerten Preisanstiege und volatile Beschaffungsmärkte das Einkaufsmanagement, verteuerten die Produktion. Insbesondere der Papiermarkt zeichnete sich seit dem Sommer 2021 von einer bislang ungekannten Papierknappheit, unvorhersehbaren Preisentwicklungen, unverbindlichen Lieferterminen und langen Lieferfristen aus.

Zum Jahreswechsel 2020/2021 hat außerdem ein Großkunde die Zusammenarbeit mit der SDV-Gruppe beendet. Dieser Kunde hat eine eigene Produktionsstätte erworben und erbringt die bisher im SDV eingekauften Leistungen nun in Eigenregie. Der damit verbundene Umsatzverlust konnte kurzfristig noch nicht ausgeglichen werden.

Die Geschäftsführung und Mitarbeiter arbeiteten mit hohem Engagement daran, die damit verbundenen zusätzlichen Herausforderungen, Unsicherheiten und Beschränkungen zu beherrschen, so dass die SDV-Gruppe jederzeit in der Lage war, ihren Verpflichtungen vollumfänglich nachzukommen.

In der SDV Winter GmbH waren im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 93 Mitarbeiter und 1 Auszubildenden beschäftigt. Das Hauptaugenmerk im Bereich Personal lag auf der Vermeidung von Infektionsfällen sowie der bestmöglichen Sicherstellung von Vollbeschäftigung und Erhalt der Arbeitsplätze.

Im Geschäftsjahr 2021 sind Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 766 vorgenommen worden. Im Fokus stand dabei die Modernisierung und Erweiterung der Digitaldruckkapazitäten. Die weiteren Investitionen betrafen im Wesentlichen Ersatzmaßnahmen. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte zusammen mit der Deutschen Leasing sowie aus eigenen Mitteln.

2. Das wirtschaftliche Umfeld

Die Werbewirtschaft in Deutschland hat nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Nielsen in 2021 einen Bruttoumsatz von 37,96 Mrd. Euro erwirtschaftet, gegenüber dem Vorjahr endete das Jahr mit einem Plus von 6,6 %. Nach dem pandemiebedingten Rückgang im ersten Corona-Jahr liegen damit die Werbeeinnahmen sogar signifikant über dem Vorkrisenjahr 2019.

Dabei beschleunigte die Corona-Pandemie den Strukturwandel innerhalb der Medien: neben der digitalen Werbung konnten vor allem das Fernsehen und die Zeitungen deutliche Zuwächse erzielen. Werbesendungen und Kinowerbung litten hingegen unter der weiter wachsenden Online-Nutzung und den daraus resultierenden Budgetshifts in den digitalen Werbemarkt. So erzielte der Bereich Werbesendungen nach Angaben von Nielsen 2021 einen Bruttoumsatz von 2,49 Mrd. Euro und verlor damit gegenüber dem Vorjahr 9,3 % der Umsätze, gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 sogar 18,4 %.

Bei der Analyse der Werbesendungen liegen volladressierte Werbesendungen sowohl hinsichtlich Nutzerzahlen als auch hinsichtlich der Gesamtaufwendungen deutlich vor den teil- und nichtadressierten Werbesendungen. Nach Angaben der Deutschen Post verwendet jedes siebte Unternehmen in Deutschland personalisierte und adressierte Werbesendungen (Mailings) bzw. Kataloge, um mit seinen Kunden bzw. möglichen Interessenten in Dialog zu treten oder zu bleiben. Vor allem der Handel nutzte die Vorteile von physischen Mailings.

Eng verknüpft mit den Entwicklungen des Werbemarktes ist die Entwicklung der deutschen Druckindustrie, dem Hersteller zahlreicher Werbeträger. Der Umsatz der deutschen Druckindustrie liegt nach Berechnungen des Bundesverbandes für Druck und Medien im Jahr 2021 annähernd auf Vorjahresniveau. Auch wenn die Auflagen vieler gedruckter Produkte sinkt, kann sich Print mit seinen Qualitäten - Haptik, Glaubwürdigkeit und Beständigkeit weiterhin behaupten.

Laut einer Branchenbefragung des Bundesverbandes Druck und Medien verzeichneten die befragten Unternehmen in den letzten Jahren starke Kostensteigerungen, insbesondere beim grafischen Papier, der Energie sowie den Transportkosten. Aufgrund des anhaltenden Wettbewerbsdrucks konnten viele Unternehmen diese Steigerungen aber nicht vollumfänglich an ihre Kunden weitergeben, so dass der Gewinn der Branche noch deutlicher als der Umsatz zurückging.

Für das 1. Halbjahr 2022 erwarten die vom Bundesverband Druck und Medien befragten Unternehmen keine Entspannung der Lage. Auch im Frühjahr 2022 ist die Branche massiv von der Situation auf den Papiermärkten beeinträchtigt. Die eingetrübten Unternehmenserwartungen werden weiterhin von dem zusätzlichen Druck auf die Lieferketten und den steigenden Preisen für Vorleistungsgüter geleitet. Vor dem Hintergrund des Ukrainekriegs kommen Unsicherheiten über die Preislage und Versorgungssicherheit mit Erdgas und Energie hinzu.

3. Darstellung der Lage

Ertragslage

Die SDV Winter GmbH hat im Geschäftsjahr 2021 ihre Marktposition gehalten. Die bestehenden Kunden setzten mehrheitlich die Zusammenarbeit fort, darüber hinaus konnten trotz zahlreicher Kontaktbeschränkungen Neukunden akquiriert werden. Der ausgewiesene Umsatzrückgang in Höhe von TEUR 4.561 resultiert im Wesentlichen aus dem Verlust eines Großkunden, der coronabedingten Auftragsreduzierung und aus dem Bereich Portomanagement.

Die Betriebsleistung hat sich im Jahr 2021 um TEUR 3.896 bzw. 19,3 % auf TEUR 16.327 reduziert. Da der Materialaufwand jedoch um TEUR 2.322 bzw. 19,9 % annähernd proportional zur Betriebsleistung gesunken ist, reduzierte sich der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.574 bzw. 18,4 %.

Der Personalaufwand reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 202. Diese Einsparung resultiert zum einen aus gesunkenen Mitarbeiterzahlen und zum anderen aus Einsparungen durch Nutzung der Kurzarbeit. Gegenläufig hierzu waren steigende Löhne und Gehälter zu verzeichnen.

Die Abschreibungen liegen 57 TEUR unter Vorjahresniveau. Ursächlich dafür ist, dass die Investitionen aus 2021 noch nicht vollumfänglich in die Abschreibung eingeflossen sind.

Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne periodenfremde Bestandteile) um TEUR 305 resultiert im Wesentlichen aus der Senkung der Verwaltungsaufwendungen , insbesondere aus der Verwaltungsumlage für die in der Muttergesellschaft tätigen Mitarbeiter des IT-, Vertriebs- und kaufmännischen Bereiches (TEUR 204). Zusätzlich sanken die Betriebsaufwendungen, insbesondere die Reparaturaufwendungen (TEUR 47).

In Folge der beschriebenen Entwicklungen der Einzelposten ist das Betriebsergebnis von TEUR 1.202 auf TEUR 154 gesunken.

Das Finanzergebnis liegt auf Vorjahresniveau.

In der Gesamtbetrachtung liegt das Unternehmensergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung bei TEUR 129 (Vj. TEUR 1.177) und damit deutlich unter dem Vorjahr.

Die im Vorjahr für 2021 auf der Grundlage eines gleichbleibenden Umsatzes erwartete konstante Umsatzrendite wurde nicht erreicht.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SDV Winter GmbH ist von TEUR 8.108 auf TEUR 10.077 gestiegen.

Das Anlagevermögen ist aufgrund der erfolgten Investitionen um TEUR 275 gestiegen. Das Umlaufvermögen stieg stichtagsbezogen um TEUR 1.698. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen der Anstieg des Vorratsvermögens (um TEUR 770) aufgrund der Bevorratung mit Papier, um die Risiken von Lieferengpässen teilweise vorzubeugen. Die unfertigen Leistungen sind aufgrund eines Großauftrages, der zum 31. Dezember 2021 nicht abgeschlossen war, stichtagsbedingt gestiegen. Darüber hinaus steigen die Forderungen gegen Gesellschafter (um TEUR 672). Erhöht hat sich ebenfalls der Finanzmittelbestand um TEUR 439. Gegenläufig entwickelt haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (um 69 TEUR), die Forderungen im Verbundbereich (um TEUR 62) sowie die sonstigen Vermögensgegenstände (um TEUR 53).

Auf der Passivseite führten insbesondere der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen (um TEUR 2.197) aufgrund der Vorauszahlung von zwei Großkunden für noch nicht abgeschlossene Aufträge sowie die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (um TEUR 393) zur Erhöhung der Bilanzsumme. Bilanzverkürzend haben der Abbau der Verbindlichkeiten im Verbundbereich (um TEUR 271), die Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten (um TEUR 124), die rückläufige Entwicklung der Rückstellungen (um TEUR 96) sowie der Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (um TEUR 92) gewirkt.

Dem Umlaufvermögen von TEUR 7.331 (Vj. TEUR 5.633) steht ein kurzfristiges Fremdkapital von TEUR 5.391 (Vj. TEUR 3.111) gegenüber. Damit ist zum Bilanzstichtag das kurzfristige Fremdkapital vollständig durch das kurzfristig gebundene Vermögen gedeckt.

Das Anlagevermögen ist zu 171,5 % (Vj. 167,3 %) durch wirtschaftliches Eigenkapital bzw. lang- und mittelfristiges Fremdkapital gedeckt.

Durch die Erhöhung der Bilanzsumme und dem aufgrund der vollständigen Gewinnabführung unveränderten Eigenkapitals ist die Eigenkapitalquote auf 41,0 % (Vj. 51,0 %) gesunken.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in 2021 TEUR 1.659 (Vj. TEUR 2.697).

Aus der Investitionstätigkeit resultiert ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 766 (Vj. TEUR 229).

Im Bereich der Finanzierungstätigkeit erfolgte ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 454 (Vj. TEUR 1.517). Dieser Mittelabfluss resultiert in Höhe von TEUR 198 aus Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten. Aus der Aufnahme von Finanzkrediten flossen dem Unternehmen TEUR 585 zu.

Der Finanzmittelfonds zum Jahresende, der aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten besteht, ist auf TEUR 3.365 (Vj. TEUR 2.926) gestiegen. Hierin enthaltene sind die erhaltenen Anzahlungen, die sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.197 erhöhten.

Die Liquiditätslage im Berichtszeitraum war stabil. Wesentliche Verbindlichkeiten konnten unter Ausnutzung von Rabatten und Skonti bezahlt werden.

4. Zukünftige Entwicklung

Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet die SDV Winter GmbH ein weiterhin angespanntes Marktumfeld, das von Materialknappheit und hohen Energie- und Papierpreisen bestimmt wird. Auch wenn die Preisanstiege für Druckprodukte an die Kunden weitergegeben werden können, führt dies möglicherweise mittel- und langfristig zu einer Reduktion im Auftragsvolumen oder einer Abwanderung von Aufträgen. Hinzu kommen die Unwägbarkeiten des Ukraine-Krieges.

Der mittelfristigen wirtschaftlichen Entwicklung der SDV Winter GmbH blickt die Geschäftsführung dennoch grundsätzlich optimistisch entgegen: durch die kontinuierliche und offene Kommunikation sowie die flexible Zusammenarbeit mit den Kunden und Lieferanten wurden die Geschäftsbeziehungen gefestigt. Kombiniert mit der führenden Marktstellung, dem modernen Maschinenpark, dem vorhandenen technischen Know-how sowie dem erfahrenen Management erwartet die SDV Winter GmbH eine Verbesserung der Umsatz- und Ergebnissituation für 2022.

Daneben erarbeitet die SDV-Gruppe seit Sommer 2021 ein umfassendes Konzept zur digitalen Transformation. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Erweiterung des Produktportfolios um innovative digitale Produkte und Services.

Für die kommenden Jahre erwartet die Unternehmensführung eine positive Geschäftsentwicklung. Die Geschäftsleitung geht davon aus, in den Geschäftsjahren 2022 bis 2024 Umsatzrenditen von 3 - 5 % zu erwirtschaften, denen ein steigender Umsatz zugrunde liegt. Dabei basieren diese Planungsannahmen auf den zahlreichen strategischen, personellen und organisatorischen Maßnahmen, die in den letzten Monaten erarbeitet wurden.

Durch die erfolgreiche Verteidigung der ISO 27001-Zertifizierung hebt sich die SDV weiterhin vom Wettbewerb ab und sichert sich die Zusammenarbeit mit den Bestandskunden und ermöglicht den Zugang zu Neukunden, deren bisherige Druckpartner die Anforderungen des Datenschutzes teilweise nicht vollumfänglich gerecht werden können. Durch die aus dem Management-Informations-System gewonnenen Informationen ist die Geschäftsleitung jederzeit in der Lage, ihr Kunden- und Produktportfolio unter Wirtschaftlichkeitspunkten zu betrachten und anzupassen sowie die internen Produktionsabläufe zu optimieren.

Zur Realisierung der Wachstumspläne beabsichtigt die SDV Winter GmbH in den kommenden Jahren weitere Investitionen vorzunehmen. Für das Geschäftsjahr 2022 werden Investitionen in die Erweiterung der Personalisierungs- und Weiterverarbeitungskapazitäten in Höhe von TEUR 388 geplant.

5. Chancen- und Risikobericht

Die unternehmerischen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens oder das Erreichen strategisch wichtiger Ziele existentiell gefährden könnten, unterliegen der regelmäßigen Kontrolle der Geschäftsführung. Den branchenbedingten Risiken begegnet die SDV Winter GmbH durch entsprechende vertragliche Gestaltungen mit den Kunden und Lieferanten.

Nach Analyse der bestehenden Risiken ist der Fortbestand der Gesellschaft aus heutiger Sicht nicht gefährdet. In allen Risikobereichen haben sich keine grundlegenden Veränderungen gegenüber der in den Vorjahren gegebenen Situation ergeben.

Risiken in der zukünftigen Entwicklung könnten sich unter anderem aus der Verschärfung der Lieferengpässe, dem erheblichen Wettbewerbsdruck, möglichen behördlich angeordneten Einschränkungen des wirtschaftlichen Lebens sowie der Folgen des Ukraine-Krieges ergeben.

Um rechtzeitig auf Marktveränderungen reagieren zu können, beobachtet die SDV Winter GmbH intensiv den Markt. Bei einer Verschärfung des Wettbewerbes durch neue Konkurrenzprodukte oder sich wandelnde Kundenbedürfnisse wird die eigene Produkt- und Preisstrategie angepasst.

Durch Fokussierung auf die Stärken der Gesellschaft, wie umfangreiche technologische Erfahrungen sowie hochmotivierte und engagierte Fach- und Führungskräfte mit ihren umfassenden Kenntnissen und Erfahrungen, sollen die bestehenden Marktpotentiale und die damit verbundenen Chancen für die Gesellschaft effektiv genutzt werden.

Um frühzeitig drohenden Umsatzrückgängen oder einer Verschlechterung der Ertragssituation entgegenwirken zu können, stimmt die Geschäftsführung monatlich die erzielten Umsätze und Ergebnisse mit den aufgestellten Planzahlen ab. Bei Abweichungen vom Plankorridor wird die SDV Winter GmbH unverzüglich reagieren und je nach Ursache (Verschärfung der Konkurrenzsituation, steigende Einkaufspreise, Qualitätsprobleme, mangelnde Außendienstaktivitäten usw.) die eigene Strategie anpassen.

 

Dresden, den 1. August 2022

gez. Markus Schmid, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

SDV WINTER GMBH, WEIDENBERG

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.733.100,95 2.458.111,42
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 53,00 53,00
1. entgeltlich erworbene Software 53,00 53,00
II. Sachanlagen 2.733.047,95 2.458.058,42
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.130.557,15 1.182.720,33
2. technische Anlagen und Maschinen 1.429.919,57 1.080.107,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 172.571,23 195.230,86
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.330.623,73 5.632.528,26
I. Vorräte 1.311.765,79 541.854,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.653.755,85 2.164.510,45
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 47.780,99 (Vorjahr: EUR 110.247,90)    
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.365.102,09 2.926.163,19
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 13.737,10 17.152,98
  10.077.461,78 8.107.792,66

PASSIVA

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. EIGENKAPITAL 4.131.775,13 4.131.775,13
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 400.000,00 400.000,00
III. Gewinnvortrag 3.631.775,13 3.631.775,13
B. RÜCKSTELLUNGEN 480.656,00 576.605,25
C. VERBINDLICHKEITEN 5.465.030,65 3.399.412,28
- davon gegenüber Kreditinstitute: EUR 879.543,29 (Vorjahr: EUR 487.006,76)    
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 21.258,42 (Vorjahr: EUR 292.649,32)    
- davon aus Steuern: EUR 27.801,09 (Vorjahr: EUR 24.709,05)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 535,58 (Vorjahr: EUR 121,33)    
  10.077.461,78 8.107.792,66

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

2021
EUR
2020
EUR
1. Rohergebnis 7.025.640,47 8.638.383,33
2. Personalaufwand -3.838.351,78 -4.040.369,08
a) Löhne und Gehälter -3.177.687,79 -3.352.505,59
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -660.663,99 -687.863,49
- davon für Altersversorgung: EUR 4.629,74 (Vorjahr: EUR 4.829,28)    
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -490.667,67 -548.024,38
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.542.841,72 -2.847.564,46
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.259,54 14.972,97
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 14.259,54 (Vorjahr: EUR 14.972,97)    
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -32.599,84 -33.927,10
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 60,00 (Vorjahr: EUR 70,00)    
7. Ergebnis nach Steuern 135.439,00 1.183.471,28
8. sonstige Steuern -6.328,03 -5.992,96
9. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -129.110,97 -1.177.478,32
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

SDV WINTER GMBH, WEIDENBERG

Vorbemerkung

Von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 327 HGB wurde Gebrauch gemacht.

I. ALLGEMEINES

Der Sitz der SDV Winter GmbH ist Weidenberg. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 4246 im Handelsregister B des Amtsgerichtes Bayreuth eingetragen.

Die SDV Winter GmbH, Weidenberg, hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie dem Gesetz für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Es wurden die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Anlagevermögen

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauer bei der entgeltlich erworbenen Software wird mit 3 Jahren angesetzt. Im Bereich der Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten werden Nutzungsdauern zwischen 29 und 33 Jahren, bei den technischen Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 11 Jahren sowie bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen zwischen 3 und 13 Jahren berücksichtigt. Bei angeschafften gebrauchten Wirtschaftsgütern wird die Nutzungsdauer entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Restnutzung geschätzt.

Die im Geschäftsjahr neu angeschafften Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG sofort in voller Höhe als Aufwand behandelt, wenn die Voraussetzungen des § 6 Abs. 2 EStG erfüllt sind.

2. Umlaufvermögen

Die Bewertung der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit ergeben, sind berücksichtigt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt zum gleitenden Durchschnittspreis.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt unter Beachtung des beizulegenden Wertes mit den Einzel- und Gemeinkosten des Material- und Fertigungsbereiches. Verwaltungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des entsprechenden Anlagevermögens wurden in die Wertansätze einbezogen. Die verlustfreie Bewertung wurde beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand (ohne Umsatzsteuer) in Höhe von ca. 1 % vorgenommen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen sind Ausgaben, die erst für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag Aufwand darstellen.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Bildung der Rückstellungen erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrag in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahmen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

A. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen vollständig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten Forderungen aus Darlehen in Höhe von TEUR 1.764 (Vj. TEUR 1.079) und antizipative Beträge aus noch nicht abzugsfähiger Vorsteuer in Höhe von TEUR 27 (Vj. TEUR 39).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

davon mit einer Restlaufzeit
mehr als 1 Jahr
Gesamtbetrag 31.12.2021
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
gesamt
TEUR
darunter: mehr als fünf Jahre
TEUR
Gesamt 5.465 4.915 550 0
Vorjahr 3.400 3.111 289 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 874 (Vj. TEUR 487) durch die Sicherungsübereignungen der finanzierten Maschinen besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 570 (Vj. TEUR 609) und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 6 (Vj. TEUR 3).

IV. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

1. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit einem verbundenen Unternehmen für eine an beide Gesellschaften insgesamt gewährte Betriebsmittelrahmenlinie von TEUR 1.000. Zum Stichtag besteht keine Inanspruchnahme der Rahmenkreditlinie.

Darüber hinaus haftet die Gesellschaft gemeinsam mit dem verbundenen Unternehmen wechselseitig für alle bestehenden und zukünftigen Forderungen aus der Rückzahlung von Investitionsdarlehen und aus Leasingverträgen durch Übertragung von Sicherheitseigentum zugunsten der finanzierenden Bank bzw. des Leasinggebers in Höhe von insgesamt TEUR 1.993.

Darüber hinaus wurden Verbindlichkeiten des Gesellschafters gegenüber Kreditinstituten durch eine Grundschuld über TEUR 1.700 (Vj. TEUR 0) auf das Betriebsgrundstück der SDV Winter GmbH besichert.

Ferner hat die Gesellschaft mit dem verbundenen Unternehmen eine gegenseitige gesamtschuldnerische Mithaftungserklärung, im Rahmen der von beiden Gesellschaften vereinbarten Factoringfinanzierungen, abgegeben. Die Haftung betrifft, dass die zum Kauf an den Factor angedienten Forderungen rechtlichen Bestand haben, abtretbar und nicht mit Einreden oder Einwendungen behaftet sind. Maximal können an den Factor für beide Unternehmen gemeinsam jeweils Forderungen in Höhe von TEUR 4.000 abgetreten werden.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass das verbundene Unternehmen in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen aus den genannten Verträgen, insbesondere aus Darlehensrückzahlungen und Leasingverpflichtungen, mit eigenen Mitteln nachkommen zu können.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bis Laufzeitende von insgesamt TEUR 291 (Vj. TEUR 302).

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2021 betrug die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten (ohne Auszubildende und Geschäftsführung):

2021 2020
Angestellte 21 22
Gewerbliche Mitarbeiter 72 79
  93 101

2. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer sind bestellt:

Herr Markus Schmid, Schwandorf,

gleichzeitig Geschäftsführer der SDV Medien+Service GmbH, Dresden, und der SDV Direct World GmbH, Dresden

bis 31.12.2021: Herr Franz Schiederer, München,

gleichzeitig Geschäftsführer der SDV Medien+Service GmbH, Dresden, und der SDV Direct World GmbH, Dresden

Unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die nach § 285 Nr. 9 Buchstabea erforderliche Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung.

3. Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den freiwilligen Konzernabschluss der SDV Medien+Service GmbH, Dresden, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen erstellt, der gleichzeitig dem größten Kreis entspricht. Dieser wird nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2017 mit ihrer Alleingesellschafterin, der SDV Medien+Service GmbH, Dresden, mit Wirkung zum 1. Januar 2017 einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

5. Nachtragsbericht

Der Ukraine-Krieg stellt ein wesentliches Ereignis nach dem Abschlussstichtag dar. Dadurch bedingt können ökonomische Auswirkungen in bedeutsamen Ausmaß in vielen Bereichen der Gesellschaft entstehen. Die finanziellen Auswirkungen für die Gesellschaft sind derzeit nicht abschließend beurteilbar. Ein bestandsgefährdendes Risiko sieht die Geschäftsführung unter Berücksichtigung der bestehenden Auftragslage und der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft zum derzeitigen Zeitpunkt nicht.

Es haben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

 

Dresden, den 1. August 2022

gez. Markus Schmid, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Software 241.016,92 0,00 0,00 241.016,92
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.940.428,27 0,00 0,00 1.940.428,27
2. technische Anlagen und Maschinen 4.000.293,69 743.665,55 26.450,00 4.717.509,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 635.307,88 22.249,68 2.048,20 655.509,36
  6.576.029,84 765.915,23 28.498,20 7.313.446,87
  6.817.046,76 765.915,23 28.498,20 7.554.463,79
Abschreibungen
Stand am 1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Software 240.963,92 0,00 0,00 240.963,92
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 757.707,94 52.163,18 0,00 809.871,12
2. technische Anlagen und Maschinen 2.920.186,46 393.851,21 26.448,00 3.287.589,67
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 440.077,02 44.653,28 1.792,17 482.938,13
  4.117.971,42 490.667,67 28.240,17 4.580.398,92
  4.358.935,34 490.667,67 28.240,17 4.821.362,84
Buchwerte
Stand am 31.12.2021
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Software 53,00 53,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.130.557,15 1.182.720,33
2. technische Anlagen und Maschinen 1.429.919,57 1.080.107,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 172.571,23 195.230,86
  2.733.047,95 2.458.058,42
  2.733.100,95 2.458.111,42

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SDV Winter GmbH, Weidenberg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SDV Winter GmbH, Weidenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SDV Winter GmbH, Weidenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 1. August 2022

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Fischl, Wirtschaftsprüfer

gez. Hofmann, Wirtschaftsprüfer

Beschlüsse der Gesellschaftsversammlung vom 19. September 2022:

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 mit einem Jahresüberschuss von EUR 0 und einer Bilanzsumme von EUR 10.077.461,78 wird festgestellt.

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