STADAC GmbHLiquidiert
Altländer Straße 91, 21680 Stade, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STADAC GmbHStadeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht zum Jahresabschluss zum 31.12.2022I. Grundlagen des Unternehmens Die STADAC GmbH ist im Handelsregister unter HR B 209 618, Amtsgericht Tostedt, eingetragen und der Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, insbesondere der Marken BMW und MINI sowie der Vertrieb von Ersatzteilen und Zubehör und dem Service dieser Fahrzeuge. Die Gesellschaft hat ihren Firmensitz in Stade und unterhält vier Zweigniederlassungen in Buxtehude, Buchholz in der Nordheide, Norderstedt und Ahrensburg. Das Unternehmen besteht seit 1979 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 47 Arbeiter und 117 Angestellte beschäftigt, zusätzlich dazu kamen durchschnittlich 19 gewerbliche Auszubildende und 7 kaufmännische Auszubildende. Die STADAC GmbH ist durch formwechselnde Umwandlung auf den 01.01.2022 aus der STADAC GmbH & Co. KG entstanden. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingung 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland in 2022 Nach dem Wirtschaftswachstum im Jahr 2021 (+2,7 % Prozent BIP) konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 wieder um 1,9 Prozent (Bruttoinlandsprodukt) wachsen. Der Jahresdurchschnitt in den Jahren 2011-2021 lag bei einem Prozent Wachstum des BIP. Prägende Faktoren für das Wirtschaftsjahr 2022 waren die Folgen des russischen Überfalls auf die Ukraine (deutlich gestiegene Energiekosten), sowie seit der Corona Pandemie anhaltende Lieferengpässe, Inflation und Fachkräftemangel. Der Handel und das Baugewerbe waren im vergangenen Jahr rückläufig, während die Gastronomiebranche sowie die Unterhaltungsbranche sich erholen konnten. Treibende Faktoren des Wirtschaftswachstums waren die wieder gestiegene Konsumnachfrage und Ausrüstungsinvestitionen. Quellen: Statistisches Bundesamt: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % gestiegen (Abrufbar unter: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html) 2. Entwicklung der Branche Wie in den Vorjahren ist die Entwicklung der Automobilbranche durch die Trends von erhöhtem Umweltbewusstsein der Kundschaft und die damit einhergehende Elektrifizierung der Fahrzeuge von den Herstellern, sowie dem veränderten Fahrverhalten und zusätzlich der fortschreitenden Digitalisierung durch Assistenzsysteme in Fahrzeugen und im Automobilhandel sowie Werkstattgeschäft geprägt. Abermals ist die Inländerfahrleistung auch in 2022 weiter gesunken und lag bei 12.545 Kilometer pro PKW. Demgegenüber steht jedoch eine wachsende PKW Dichte in Deutschland. Der Bestand wuchs von 48,5 Millionen Fahrzeuge am 1.1.2022 auf 48,8 Millionen Fahrzeuge am 1.1.2023. Dieses stellt einen Rekordwert dar. Erhöhtes Umweltbewusstsein und staatliche Förderprogramme führten auch in 2022 zu einer deutlichen Steigerung von Hybriden und batterieelektrischen Fahrzeugen bei den Neuzulassungen. Wurden im Jahr 2021 ca. 330.000 elektrifizierte Fahrzeuge zugelassen, waren dies in 2022 ca. 440.000 Fahrzeuge, was einer Steigerung von etwa 31 Prozent entspricht. Nach dem Abflauen der Corona Pandemie sind die Zahlen der Neuzulassungen um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2,65 Millionen Neuzulassungen angestiegen. Hiermit wurde der rückläufige Trend aus den Vorjahren gebrochen. Dieser bleibt aber im Vergleich zu den Werten vor der Corona Pandemie auf deutlich niedrigerem Niveau. Entgegen diesem Trend hatten die Marken BMW und MINI einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen. Der Rückgang lag bei den Neuzulassungen bei -5,7 Prozent (BMW) und -6,5 Prozent (MINI). Audi und Mercedes hingegen als Hauptkonkurrenten im Premium Segment konnten die Neuzulassungen um 17,3 Prozent respektive 8,3 Prozent steigern. Insgesamt kam die Marke BMW auf einen Anteil von 7,9 Prozent (Vorjahr: 8,5) der Neuzulassungen und konnte somit weniger Fahrzeuge neu zulassen als die direkte Konkurrenzmarke im Premiumsegment Audi (8,0 Prozent) und musste sich erneut der Marke Mercedes-Benz mit einem Anteil von 9,0 Prozent geschlagen geben. Der Marktanteil der Marke MINI fiel um 0,1 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent und liegt damit auf dem Niveau von 2020. Der positive Trend des Vorjahres konnte hier nicht fortgeführt werden. Die Gesamtbesitzumschreibungen bei den Pkw folgten dem Vorjahrestrend und gingen weiter zurück. Sie verringerten sich im PKW-Bereich um 15,8 Prozent auf 5,6 Millionen. Das Jahr 2022 war insbesondere auch geprägt von steigenden Zinsen und damit einhergehenden steigenden Finanzierungs- und Leasingraten. Preiserhöhungen durch die Hersteller und niedrige Restwerte forcierten die Problematik der hohen Raten weiter. Quellen: Allianz Direkt Elektroautostatistiken (abrufbar unter: https://www.allianzdirect.de/zahlen-daten-fakten/elektroauto-statistiken/) Kraftfahrtbundesamt Inländerfahrleistung (abrufbar unter: https://www.kba.de/DE/Statistik/Kraftverkehr/VerkehrKilometer/vk_inlaenderfahrleistung/2022/verkehr_in_kilometern_kurzbericht pdf.pdf;jsessionid=9502D06815261B2544FBE65AD8C96396.live21323?__blob=publicationFile&v=3) Statistisches Bundesamt - PKW Dichte erneut auf Rekordhoch (abrufbar unter: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/09/PD23_N048_46.html#:~:text=So%20war%20der%20Anteil%20der,auf%206%2C2%20%25%20an. ) Kraftfahrzbundesamt - Fahrzeugzulassungen Dezember 2022 (abrufbar unter: https://www.kba.de/SharedDocs/Downloads/DE/Statistik/Fahrzeuge/FZ8/fz8_202212.pdf?__blob=publicationFile&v=7) Kraftfahrzeugbundesamt - Jahresbilanz 2022 (abrufbar unter: https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Besitzumschreibungen/Jahresbilanz_Besitzumschreibungen/jahresbilanz_node.html) 3. Entwicklung der STADAC GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 3.1 Absatzentwicklung Das Jahr 2022 wurde von der Gesellschaft mit einem Rohertrag von 15,4 Mio EUR abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr, welches einen Rohertrag von 13,6 Mio EUR aufwies, stieg der Rohertrag also um 14 Prozent. Der Rohertrag im Neuwagenbereich stieg um T€ 530 während der Rohertrag im Gebrauchtwagenbereich um T€ 414 zunahm. Im Geschäftsbereich After Sales konnte der Teileumsatz und der Serviceumsatz leicht gesteigert werden. Entsprechend steigerten sich die Lohnerlöse. 3.2 Investitionen Die Neuanschaffungen betrugen im Geschäftsjahr 296 T€ (Vorjahr 213 T€), welche insbesondere zwei Photovoltaikanlagen, informationstechnische Ausstattung, ein Rechnungseingangsworkflow sowie Werkstattausrüstung beinhalten. 3.3 Personal- und Sozialbereich Die Zahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) ist gegenüber dem Vorjahr auf durchschnittlich 164 Mitarbeiter (Vorjahr 172) gesunken. Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 26 Auszubildende (Vorjahr 29). III. Darstellung der Lage 1. Ertragslage Der Rohertrag hat sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 1,8 Mio. EUR auf 15,4 Mio EUR verbessert. Sowohl der Personalaufwand, der Zinsaufwand als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind leicht gegenüber dem Vorjahr gesunken. Aufgrund des Rechtsformwechsels ist insbesondere der Personalaufwand nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Abschreibungen haben sich gegenüber 2021 leicht erhöht und lagen bei TEUR 120. Durch eine gute Marktlage vor allem im Fahrzeugvertrieb aufgrund des geringen Angebotes und eine effizientere Kostenstruktur konnte der Jahresüberschuss von TEUR 303 (in 2021) auf TEUR 1.617 deutlich verbessert werden. Dadurch stiegen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 122 in 2021 auf TEUR 723 in 2022. 2. Finanzlage Die Finanzen der STADAC GmbH sind geordnet. Die Gesellschaft verfügt über eine ausreichende Kapitalausstattung durch Kreditinstitute. Zudem wird die finanzielle Lage der Gesellschaft insbesondere durch die Gesellschafter- und Verbundfinanzierungen sowie durch kurzfristige Kredite für Fahrzeugfinanzierungen verbessert. 3. Vermögenslage Das wirtschaftliche Eigenkapital (Summe aus bilanziellem Eigenkapital zuzüglich der Verbindlichkeiten aus Gesellschafter- und Verbundverbindlichkeiten im Verhältnis zur Bilanzsumme) beträgt 36,9 Prozent (im Vorjahr: 31,6 Prozent). Die Steigerung resultiert überwiegend aus der Thesaurierung des Jahresüberschusses. Die Bilanzsumme ist um TEUR 1.171 auf TEUR 18.604 gestiegen. Dieses resultiert auf der Aktivseite vor allem aus dem höheren Bestand an Fahrzeugen im Umlaufvermögen. Auf der Passivseite spiegelt sich der Anstieg der Bilanzsumme in den Positionen Jahresüberschuss, Steuerrückstellungen und in den Kreditverbindlichkeiten wider. Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 296. IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Risiken und Chancen 1. Zukünftige Entwicklung Der Umsatz in den ersten acht Monaten im Geschäftsjahr 2023 lag etwa 1,33 % unter dem Vorjahresumsatz. Dies resultiert aus einem Umsatzrückgang in der Sparte Neuwagen. Im Fahrzeugverkauf verzeichnet die Gesellschaft bis dato einen Rückgang im Neuwagenumsatz (-9,9 %) und einen leichten Anstieg im Gebrauchtwagenumsatz (+5,7 %). Im After Sales konnten die Umsätze sowohl im Bereich Teilevertrieb (+14,6 %) als auch im Bereich Service (+4,3 %) gesteigert werden. Insgesamt sind aufgrund der sich ändernden Marktlage für das Jahr 2023 ein leicht gesunkener Gesamtumsatz und ein schwächeres Unternehmensergebnis zu erwarten. 2. Chancen Eine kürzliche Studie der HUK Coburg zeigt, dass das Auto für über 70 Prozent der Bürger im Zentrum ihrer Mobilität steht. Trotz des politischen Gegenwindes für die Automobilbranche sagen 72 % (Vorjahr 67 %) der Studienteilnehmer, dass für Sie das Auto als Mobilitätsform auch in Zukunft ihre Mobilitätsbedürfnisse erfüllt. Das Auto bleibt also die favorisierte Mobilitätsform der Deutschen. Dieses gilt auch für die Zukunft. Gerade bei den 16-24 Jährigen ist der Anstieg des Autos als favorisierte Mobilitätsform überproportional groß (vgl. https://www.huk.de/fahrzeuge/ratgeber/mobilitaetsstudie.html). Von diesem Trend zur individuellen Mobilität kann die STADAC also weiter profitieren und befindet sich in einer Branche mit großer Nachfrage und Zukunft. Weiterhin hat die STADAC mit der BMW Group einen starken und stabilen Hersteller an ihrer Seite, der attraktive Modelle produziert. In der momentanen Marktlage durchleben einige Hersteller und Handelsbetriebe existenzielle Krisen, sodass die Partnerschaft der Gesellschaft mit der BMW Group sich auch in dieser Situation als vorteilshaft erweist. Die Lieferschwierigkeiten, welche alle Hersteller betrifft, führte am Gesamtmarkt insbesondere im ersten Halbjahr 2023 zu einer Verringerung des Angebots bei weiterhin hoher Nachfrage. Dieses hat bis ins erste Halbjahr 2023 die Preise stabilisiert, welche vorher durch den Intrabrand-Wettbewerb stark unter Druck standen. Hierdurch konnten bessere Erträge durchgesetzt werden, von welcher die STADAC derzeit profitieren kann. Zum Jahresende ist die Lieferfähigkeit des Herstellers gestiegen, hat jedoch noch nicht den Vor-Corona-Stand erreicht. Auch von der Modellpolitik des Herstellers profitiert die STADAC. Die BMW Group setzt auf einen breitgefächerten Motorenmix von Fahrzeugen mit Otto-, Diesel-, Hybrid- und Elektromotoren, sodass für alle Kunden das passende Konzept gefunden werden kann. Die Werke der BMW Group werden grundsätzlich so ausgerichtet, dass alle Motoren der Nachfrage entsprechend kurzfristig eingebaut werden können. Dieses stellt unter den Automobilherstellern des Premiumsegments ein Alleinstellungsmerkmal dar. Sowohl der Volkswagen- als auch der Mercedes-Benz-Konzern fahren hier andere Strategien. Zudem stehen kurzfristig neue Modelle an bzw. wurden schon eingeführt, welche zusätzliche Verkaufschancen für die STADAC bieten: MINI wird die gesamte Modellpalette erneuern und bei BMW stehen mit dem 3er Facelift und dem neuen 5er erneuert Fahrzeuge im Business-Segment zur Verfügung. Der Vertrieb von SUVs erhält durch das Facelift beim X3, X4, X5 und X6 neue Impulse für den Vertrieb. Im hochpreisigen Oberklassensegment tun sich durch den neuen BMW 7er und den BMW XM neue Chancen auf. Die BMW AG hat angekündigt, in jeder Baureihe ein elektrifiziertes Fahrzeug anbieten zu wollen. Dieses ermöglicht es der STADAC, die Kunden entsprechend des gesteigerten Umweltbewusstseins und Ihrer persönlichen Bedürfnisse mit den passenden Fahrzeugen zu versorgen. Durch die neuen Antriebsmöglichkeiten und die Diskussion um den Verbrennungsmotor sind viele Kunden aufgrund dieser neuen Antriebsarten und den Diskussionen um den Verbrennungsmotor verunsichert. Gerade hier kann die STADAC mit ihrem auf persönlicher, individueller Betreuung und Beratung aufbauenden Dienstleistungsgedanken punkten. Die Kunden profitieren hierbei von einem erfahrenen Team, mit dem gerade die vielen Stammkunden schon lange vertraut sind um die Metropolregion Hamburg. Im Bereich der Marke MINI erfährt diese derzeit eine große Nachfrage. MINI PKW sind aufgrund der Kompaktheit und des Images als Lifestyle Marke gerade für den urbanen Raum um die Metropolregion Hamburg attraktiv. Seit seinem Erscheinen ist der MINI SE sehr nachgefragt. Die konstant hohe Nachfrage durch die Kundschaft zeigt das Potential auf, welches MINI bei der weiteren Elektrifizierung seiner Baureihen bietet. Im After Sales stellt die Elektrifizierung der Automobile ganz neue Herausforderungen für den Bereich des Werkstattservices da. Hier kann die STADAC durch die gute Ausbildung ihrer Techniker auch in Zukunft eine gute Betreuung der Kunden garantieren. Diese Betreuung wird in Zukunft auch weniger von Nicht-Vertragshändlern angeboten werden können, sodass hier für die STADAC eine gewisse Kompensation ermöglicht wird. Eine weitere Chance, durch die viele Risiken der vergangenen Jahre gemindert werden können, stellt das von der BMW Group in Aussicht gestellte Agenturmodell, welches 2024 für die Marke MINI und 2026 für die Marke BMW eingeführt werden soll. Die Preise werden dann für alle Händler gleich vom Hersteller vorgegeben, sodass der Intrabrand-Wettbewerb reduziert wird bzw. wegfällt. Auch der Neuwagen und Vorführwagenbestand wird dann laut aktueller Planung in Händen des Herstellers sein, sodass hier das Risiko für den Händler erheblich reduziert wird. Somit kommt es mehr auf eine gute Kundenbetreuung an, auf welche die STADAC schon seit jeher viel Wert liegt. Ähnlich wie bei den Hauptkonkurrenten stellt auch die STADAC fest, dass Angebote im unteren Preissegment fehlen. Hier ist die Gesellschaft bemüht, Lösungen für das kommende Jahr zu schaffen und neue Vertriebsmöglichkeiten zu erschließen. 3. Risiken Wie alle Hersteller hat auch die BMW AG weiterhin mit den Auswirkungen von Liefereng- pässen zu kämpfen. Dieses führt zu Verzögerungen in der Neuwagenproduktion und somit zu längeren Lieferzeiten für den Kunden. Trotz Besserung ist ein vollständiges Ende des Halbleitermangels derzeit nicht in Sicht und wird dadurch wahrscheinlich auch entsprechende Auswirkungen auf die Neuwagenproduktion haben. Dieses könnte dazu führen, dass die Nachfrage insbesondere nach Neuwagen weiterhin stagniert. Es könnte zu erwarten sein, dass bei besserer Verfügbarkeit der Fahrzeuge die Intrabrand Situation wieder verschärft wird und die Rendite aus dem Neuwagengeschäft deutlich sinken könnte. Der russische Angriff auf die Ukraine hat die Situation hier noch weiter verschärft. Dieser führte auch zu einer schwachen wirtschaftlichen Gesamtlage in Deutschland, welche sich insbesondere durch geringes Wachstum widerspiegelt. Die hohen Energiepreise in Deutschland, welche auch die STADAC betreffen, sind zu einem Wettbewerbsnachteil geworden und führen zu Überlegungen bei großen Konzernen, das Land zu verlassen. Dieses würde entsprechende Auswirkungen auf die Kaufkraft und die Nachfrage haben, welche auch die STADAC betreffen würde. Die wirtschaftliche Entwicklung hat zudem zu gestiegenen Zinsen geführt, welches sich direkt in den Finanzierungs- und Leasingraten niederschlägt. Preiserhöhungen durch den Hersteller und niedrigeren Restwerten verschärfen diese Problematik. Hieraus resultiert eine gesunkene Nachfrage, gerade im Bereich des preissensiblen Privatkundenmarktes. Zudem zeichnet sich der Trend ab, dass die Menschen durchschnittlich weniger mit ihren Fahrzeugen fahren. Dieses hat vor allem für den After Sales Bereich Konsequenzen, da für die Kundenfahrzeuge weniger Wartungsbedarf besteht und der Gesellschaft damit Umsatz im Service und Teiledienst fehlt. Die STADAC versucht sich hier mit diversen Projekten der Digitalisierung zu optimieren, welche digitale Terminvereinbarung, Auftragserweiterungen und den Fertigstellungsstatus des Fahrzeugs im Werkstattprozess beinhalten. Ein weiteres Risiko für den After Sales Bereich stellt der geringe Wartungsbedarf von Elektrofahrzeugen dar. Hier wird die Gesellschaft durch gute Weiterbildungen ihrer Techniker als Servicepartner für die Kunden weiterhin den kompletten Serviceumfang auch bei elektrifizierten Fahrzeugen vollumfänglich abdecken. Dieses ist notwendig, da insbesondere im Bereich After Sales der Fachkräftemangel zu spüren ist. Des Weiteren stehen den bereits genannten Vorteilen des Agentursystems auch Risiken gegenüber. In den Handelsorganisationen anderer Marken hat die Einführung des Agentursystems nicht nur Vorteile für die Händlerschaft mit sich gebracht. Der steigende Anteil von Fahrzeugen chinesischen Fabrikats bedeutet eine höhere Konkurrenz zu den deutschen Marken und könnte zu Verkaufsrückgängen führen. Ein Risiko im Automobilhandel besteht im Gebrauchtwagengeschäft. Hier sind die richtige Bewertung und der anschließende richtige Einkauf von Gebrauchtwagen entscheidend für den Erfolg. Es ist daher wichtig für die Gesellschaft, dass entsprechend dieser Marktsituation bedacht und sinnvoll Gebrauchtwagen zugekauft bzw. in Zahlung genommen werden. In diesem Bereich profitiert die STADAC von der Zusammenarbeit mit der Dekra, die jedes gebrauchte Fahrzeug, welches die Gesellschaft ankauft, professionell bewertet. Aktuell steht die automobile Mobilität unter Druck durch die Politik. Das Autofahren in urbanen Räumen wird durch lokale Gesetzgebung insbesondere in Stadtzentren erschwert. Dieses könnte dazu führen, dass Kunden gezwungenermaßen ihr Auto weniger nutzen oder dieses gar ganz abgeben.
30.11.2023 STADAC GmbH gez. Geschäftsführung BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich gemäß § 267 HGB um eine mittelgroße GmbH. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem in § 266 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschema. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Vorführ- und Dienstwagen werden aufgrund der Veräußerungsabsicht im Umlaufvermögen ausgewiesen. Kreditorische Debitoren werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Geringwertige Vermögensgegenstände (bis zu einem Wert von € 800,00) werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Geschäftsjahr des Zugangs auch handelsrechtlich voll abgeschrieben. Die Vorräte umfassen Fahrzeuge und Fahrzeugteile. Die Bewertung der Fahrzeuge erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Soweit dies im Einzelfall erforderlich war, sind Abschreibungen auf den Marktwert bzw. den beizulegenden Wert vorgenommen worden. Die Ersatzteile werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus Lagerdauer und verringerter Verwertbarkeit ergeben, sind durch ausreichende Abwertungen berücksichtigt. Der Grundsatz einer verlustfreien Bewertung ist für alle Bestände eingehalten. Die erhaltenen Anzahlungen wurden nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB mit den Vorräten verrechnet. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. Liquide Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Betrag angesetzt, der Aufwand für einen bestimmten Zeitraum in Folgeperioden darstellt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigten alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Zinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Betrag angesetzt, der Ertrag für einen bestimmten Zeitraum in Folgeperioden darstellt. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Der Anlagenspiegel, aus dem die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich ist, ist in einer Anlage zu diesem Anhang beigefügt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten vor allem Rücknahmeverpflichtungen aus Leasingverträgen (T€ 1.572), rückständigen Arbeitnehmerurlaub (T€ 182), die Tantieme für die Geschäftsführung (T€ 1.302), mögliche Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 191) sowie Prüfungs- und Beratungskosten (T€ 48). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 5.276 durch eine Mantelsicherungsübereignung von Kraftfahrzeugen abgesichert. Verbindlichkeitenspiegel
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen sind in voller Höhe sonstige Verpflichtungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen haben in den nächsten drei Jahren eine Höhe von T€ 3.296. IV. Sonstige Angaben Die Geschäfte der Gesellschaft werden durch folgende Personen geführt: Herrn Werner Leuchtenberger, Automobilkaufmann, Stade Herrn Philip Leuchtenberger, Kfz-Betriebswirt, Norderstedt Herrn Martin Leuchtenberger, Kfz-Betriebswirt, Grünendeich Herrn Lorenz Leuchtenberger, Betriebswirt, Agathenburg Die Summe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Jahr 2022 beträgt T€ 388. Die Gesellschaft beschäftigte neben den Geschäftsführern durchschnittlich 47 Arbeiter und 117 Angestellte und 26 Auszubildende. Insgesamt hat die Gesellschaft durchschnittlich 190 Mitarbeiter beschäftigt. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von €1.616.729,22 auf neue Rechnung vorzutragen. Anlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
Stade, den 30. November 2023 gez. Werner Leuchtenberger gez. Philip Leuchtenberger gez. Martin Leuchtenberger gez. Lorenz Leuchtenberger Geschäftsführung Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 21.12.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die STADAC GmbH, Stade Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der STADAC GmbH, Stade, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STADAC GmbH, Stade, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrecht- lichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stade, den 30. November 2023 Hammann
Wiegers Schnirring PartG mbB
gez. Dipl.-Betrw. Thiemo Wiegers, Wirtschaftsprüfer Hinweis gem. § 328 Abs. 1 a) Satz 2 HGB: Der Jahresabschluss und der Lagebericht werden wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. |
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