ShiMai GmbH & Co. Betriebs KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Ritosek seit 18.6.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 1.15% | |
| 1.15% | |
| 1.10% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbHEigenbeteiligung | 4.33% |
Candis GmbHEigenbeteiligung | 1.93% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
23 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 23 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Candis GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Candis GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Candis GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Candis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt ",Il. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" des Anhangs und die Angaben in Abschnitt "4.1 Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass im Prognosezeitraum geplant ist, die Cashflows aus Kundeneinzahlungen im Vergleich zu 2023 (EUR 6,4 Mio.) um EUR 6,5 Mio. und die Bruttomarge im Vergleich zu 2023 (89%) um etwa vier Prozentpunkte zu erhöhen sowie die Ausgaben und Forderungen streng, gemäß dem Liquiditätsplan zu kontrollieren, beziehungsweise aktives Working Capital Management zu betreiben. Insgesamt gehen die gesetzlichen Vertreter daher im Prognosezeitraum von verbesserten, jedoch weiterhin negativen operativen Cashflows aus. Dementsprechend weist die Liquiditätsplanung für die Folgemonate weiterhin negative operative Cashflows aus. Diese sollen durch den zum Aufstellungszeitpunkt bestehenden Bank- und Kassenbestand in Höhe von EUR 10,9 Mio. abgedeckt werden und sind laut Liquiditätsplanung ausreichend, um die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Prognosezeitraum aufrechtzuerhalten. Da die Planung mit Unsicherheiten behaftet ist, ist die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit davon abhängig, dass die der Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Prämissen, insbesondere zur Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der operativen Kosten, eintreten beziehungsweise die geplante Entwicklung der Umsatzerlöse nicht wesentlich unterschritten und die geplante Entwicklung der operativen Kosten nicht wesentlich überschritten werden. Werden diese Prämissen nicht erreicht oder weichen diese wesentlich von der Planung ab, kann sich ein weiterer Finanzierungsbedarf ergeben, der eine zusätzliche Finanzierung durch die Gesellschafter oder eine anderweitige externe Finanzierung erforderlich machen würde. Für Ende des Jahres 2024 ist eine entsprechende Kapitalerhöhung geplant, für die zum heutigen Zeitpunkt jedoch keine rechtlich bindenden Erklärungen vorliegen. Die Gesellschaft wird zur Fortführung ihrer Unternehmenstätigkeit nach Ablauf des Prognosezeitraums voraussichtlich bis zur Erreichung nachhaltiger positiver operativer Cashflows zusätzlich von einer weiteren externen Zuführung liquider Mittel abhängig sein. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Hinweis auf Erstprüfung Der Jahresabschluss der Candis GmbH für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr, der Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ist, wurden nicht geprüft.
Berlin, 30. September 2024 EY
GmbH & Co. KG
Dr. Ingo Röders, Wirtschaftsprüfer Arash Nasirifar, Wirtschaftsprüfer Amtsgericht Berlin (Charlottenburg), HRB 168078BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Candis GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer 168078 geführt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und hat größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Auf die im Lagebericht in Abschnitt 4.1 "Risikobericht" beschriebenen bestandsgefährdenden Risiken wird verwiesen. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Rückstellungen, die Schulden sowie der Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB). Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Aktiva Anlagevermögen Von dem Wahlrecht zum Ansatz selbst geschaffener Immaterieller Vermögensgegenstände wird kein Gebrauch gemacht. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear vorgenommen. Die Abschreibungszeiträume basieren auf der jeweils voraussichtlichen Nutzungsdauer (Laptops 3 Jahre, Telefon 5 Jahre, Kamera 7 Jahre, Kühlschrank 10 Jahre, Möbel 13 Jahre). Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die unterjährig erworben wurden, werden zeitanteilig abgeschrieben. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird zum Nennwert angesetzt. Passiva Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden nach Maßgabe des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Beträgt ihre Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden die Rückstellungen mit einem der jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremde Währung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 HGB) beachtet. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 wird gesondert im Anlagenspiegel dargestellt. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Zahlungen für Leistungen, die in Folgeperioden (vollständig) erbracht werden. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital beträgt € 169.685,00 und ist in voller Höhe eingezahlt. Im Berichtsjahr wurde das gezeichnete Kapital um € 38.406,00 erhöht. Die Zuzahlung in die Kapitalrücklage betrug € 11.907.634,90 erhöht. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen Urlaubsrückstellungen (€ 253.900,00), Rückstellungen für Personalkosten (€ 422.070,00), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (€ 74.921,47) sowie Rückstellungen für die Erstellung des Jahresabschlusses 2023 nebst dessen Prüfung und für die Erstellung der Steuererklärungen der Jahre 2022 und 2023 (€ 75.000,00). Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt € 2.138.333,37 (Vorjahr: € 3.790.555,69). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren bestehen wie im Vorjahr nicht. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Unter diesem Posten werden unter anderem die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen(€ 56.110,64, Vorjahr: € 43.268,50) und Erträge aus der Kooperation mit einem Kreditkartenanbieter (€ 209.231,06, Vorjahr: € 12.552,70) sowie Erträge aus Währungsumrechnung (€ 202,12, Vorjahr: € 561,02) ausgewiesen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter diesem Posten werden unter anderem Werbekosten € 1.094.678,31 (Vorjahr: € 1.684.182,22) Raumkosten (€ 242.608,24, Vorjahr: € 286.922,16), Aufwendungen für Lizenzen (€ 566.066,64, Vorjahr: € 469.748,85) und Aufwendungen für Fremdleistungen und Fremdarbeiten (€ 1.283.882,18, Vorjahr: € 1.583.710,08) sowie Aufwendungen für Währungsumrechnung (€ 1.309,37, Vorjahr: € 3.817,37) ausgewiesen. V. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 19.784,75 und betreffen Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen. Belegschaft Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 99 Mitarbeiter. Geschäftsführer ist Herr Christian Ritosek, Kaufmann. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es gab keine berichtspflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von € 8.260.230,04 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 27. September 2024 Christian Ritosek, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 (Anlagenspiegel)
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Contents 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Forschung & Entwicklung 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1 Wirtschaftliches Umfeld, Marktumfeld und Geschäftsverlauf 2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf 3. Prognosebericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 3.2 Geschäftsentwicklung 3.3 Umsatz- und Ergebnisprognose 3.4 Investitionen und Personalentwicklung 3.5 Schlussbemerkung 4. Risiko- und Chancenbericht 4.1 Risikobericht 4.2 Chancenbericht A. Digitale Transformation B. Änderung der rechtlichen Gegebenheiten (E-Invoicing) C. Strategische Partnerschaften und Kooperationen D. Erweiterung der Zielsegmente durch neue Softwaremodule E. Erschließung neuer Märkte (Internationalisierung) F. Neue Funktionalitäten G. Ausbau von Zahlungsfunktionen und Erschließung neuer Einnahmemodelle 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 Geschäftsmodell Die Candis GmbH (im folgenden auch "Candis"), mit Sitz in Berlin, Deutschland, ist ein Technologieunternehmen, das sich auf die Entwicklung und Bereitstellung cloudbasierter Softwarelösungen zur Automatisierung von Finanz- und Buchhaltungsprozessen spezialisiert hat. Unsere Software erhöht die Effizienz und Genauigkeit der Buchhaltung in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) und reduziert dabei manuelle Prozesse. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen ermöglicht unsere Lösung die automatisierte Verarbeitung von Rechnungseingängen, einschließlich der Kontierung und Verbuchung. Unsere Software lässt sich in bestehende Buchhaltungssysteme integrieren und unterstützt Unternehmen bei einer schnelleren, genaueren und kosteneffizienteren Abwicklung ihrer Finanzprozesse. Im B2B-Segment, vorwiegend im deutschen Markt, bieten wir unseren Kunden verschiedene Lizenzmodelle an, die sich in Funktionsumfang und Laufzeit unterscheiden. Mit über 4.000 Kunden, die monatlich etwa 350.000 Belege verarbeiten, und einer Vielzahl innovativer Funktionen, ist Candis eine Lösung für Unternehmen, die ihre Buchhaltungsprozesse optimieren möchten. 1.2 Forschung & Entwicklung Im Geschäftsjahr 2023 wurden über 4 Mio. EUR in Forschung und Entwicklung (F&E) investiert. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Ausbau unseres Entwicklungsteams, das aus qualifizierten Produktmanagern besteht. Durch die enge Zusammenarbeit mit Branchenexperten und kontinuierliche Kundenbefragungen wird unsere Softwarelösung ständig weiterentwickelt und an die aktuellen Bedürfnisse des Marktes angepasst. Unsere Investitionen in F&E zielen darauf ab, nicht nur bestehende Funktionen zu optimieren, sondern auch neue Geschäftsmodelle zu erschließen und innovative Lösungen zu entwickeln, die den sich wandelnden Anforderungen des Finanz- und Buchhaltungsmarktes gerecht werden. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1 Wirtschaftliches Umfeld, Marktumfeld und Geschäftsverlauf Auch im Jahr 2023 sind die Nachwirkungen der Corona-Pandemie noch spürbar. Die Nachfrage nach digitalen Lösungen, flexiblen Arbeitsplätzen und innovativer Technologie steigt weiterhin in nahezu allen Unternehmensbereichen. Viele Unternehmen haben ihre Bürokapazitäten reduziert und in den vergangenen Jahren vermehrt Arbeitskräfte für Remote-Arbeit eingestellt. Die Generation Z, die zunehmend in den Arbeitsmarkt eintritt, trägt ebenfalls dazu bei, dass die Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Candis konnte im Jahr 2023 seine Kundenbasis weiter ausbauen und durch erhebliche Investitionen in F&E die Funktionspalette seiner Softwarelösungen verbessern und erweitern. Im Laufe des Jahres wurden mehrere neue Features und Produktverbesserungen eingeführt, um die Effizienz und Benutzerfreundlichkeit unserer Lösungen weiter zu steigern:
Durch diese umfangreichen Produktupdates und neuen Features konnte Candis den wachsenden Anforderungen seiner Kunden gerecht werden. 2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Trotz weiterhin geplanter, negativer operativer Cashflows, der Entwicklung der internen "Key Performance Indicators" (KPIs) und Finanzzahlen in den vergangenen Jahren sowie des Rückgangs der Finanzierungen für Start-ups, konnte Candis im Geschäftsjahr eine Finanzierungsrunde in Höhe von 12 Mio. EUR mit einem neuen Investor schließen. Die Gesellschaft ist mit einem gezeichneten Eigenkapital von 169.685 EUR (Vorjahr: 131.279 EUR) ausgestattet. Die Kapitalrücklage zum 31.12.2023 beträgt 42.558.972 EUR (Vorjahr: 30.651.337 EUR). Die Zahlungsfähigkeit und das Bedienen finanzieller Verpflichtungen der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr aufgrund der durchgeführten Finanzierungsrunde gewährleistet. Offene Forderungen gegen Kunden belaufen sich auf TEUR 112 und bestehen hauptsächlich aus noch nicht fälligen Rechnungen. Alle Lieferanten wurden gemäß der Fälligkeit von der Candis bedient. Die operativen Zahlungsmittelzuflüsse aus Einzahlungen der Kunden i. H. v. knapp 6,4 Mio. EUR, ergeben sich aus den Abomodellen der Candis Lizenz und den Provisionszahlungen der Kreditkarten Partner. Den größten Anteil der operativen Zahlungsmittelabflüsse machen die Auszahlungen an die Mitarbeiter aus, die im Jahr 2023 8,9 Mio. EUR ausmachten. Zusätzlich wurden Auszahlungen an Employer of Records und Freelancer geleistet (ca. 1,2 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2023 wurden 1,5 Mio. EUR auf die Darlehen der Silicon Valley Bank (SVB), Kalifornien, zurückgezahlt. Zum 31. Dezember 2023 verbleibt nur noch ein SVB-Darlehen (im August 2023 an Bootstrap Europe III SCSp, Luxemburg, übertragen) mit einem Saldo von 2,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023. Dieses Darlehen wird mit einer monatlichen Rate von 83.000 EUR bis 2026 getilgt. Das Darlehen der Investitionsbank Berlin (IBB), Berlin, wurde im März 2024 vollständig getilgt. Die Umsatzerlöse liegen mit TEUR 5.771 (Vorjahr TEUR 3.866) über dem Vorjahresniveau. Dabei wurden mit Jahresabonnements Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 4.812 erzielt (Vorjahr TEUR 3.007). Die zum Stichtag im passiven Rechnungsabgrenzungspostens abgegrenzten und zukünftig als Umsatzerlöse realisierbaren Kundenvorauszahlungen liegen um TEUR 3.836 (Vorjahr TEUR 2.857) über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Ausbau des Neukundengeschäfts zurückzuführen. Der Personalaufwand ist aufgrund von Auszahlungen von Boni zum Jahresende um insgesamt TEUR 1.516 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) liegt bei 177 % (Vorjahr 243 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.087 auf TEUR 3.993 gesunken. Grund dafür sind geringere Marketingaufwendungen sowie Aufwendungen für Fremdleistungen und Personalbeschaffung. Der Cashflow 2023 ist insgesamt noch negativ, allerdings entspricht die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage nach Ansicht der Geschäftsführung im Wesentlichen den Planungen und Prognosen des Vorjahres. Wir verweisen ergänzend auf unsere Ausführungen zum vorliegenden, bestandsgefährdenden Risiko in Abschnitt "4.1 Risikobericht". 2.3 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Candis trotz der weiterhin spürbaren Nachwirkungen der Corona-Pandemie und der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten ihre Marktposition stärken und ausbauen. Die anhaltende Nachfrage nach digitalen Lösungen und die zunehmende Verlagerung hin zu Remote-Arbeitsplätzen haben das Wachstum und die Weiterentwicklung unserer cloudbasierten Buchhaltungslösungen positiv beeinflusst. In der Prognose aus dem Vorjahr haben wir einen Gesamtumsatz von EUR 6,4 Mio. erwartet. Der tatsächliche Gesamtumsatz liegt um TEUR 71 (-1 %) leicht unter der Prognose. Das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibung und Steuern (EBITDA) wurde mit EUR 6,2 Mio. erwartet; das tatsächliche EBITDA liegt jedoch um TEUR 566 (-9 %) unter der Prognose. Dies ist auf zusätzliche Aufwendungen im Bereich F&E zurückzuführen, die um TEUR 765 (17 %) über der Prognose lagen. Insgesamt hat sich die wirtschaftliche Lage der Candis GmbH im Jahr 2023 - trotz weiterhin geplanter, negativer operativer Cashflows - positiv entwickelt. Wir haben nicht nur unsere Umsätze gesteigert, sondern nach Ansicht der Geschäftsführung auch unsere Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt weiter gestärkt. Mit einem klaren Fokus auf Innovation und Kundenzufriedenheit sind wir unseres Erachtens bestens aufgestellt, um auch in den kommenden Jahren erfolgreich zu wachsen und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Da wir derzeit noch keine die Kosten deckenden Umsätze erwirtschaften, liegt im Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts ein bestandsgefährdendes Risiko vor. Hierzu verweisen wir ergänzend auf unsere Ausführungen in Abschnitt "4.1. Risikobericht". 3. Prognosebericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2024 erwartet die Candis GmbH eine Entwicklung wie im Wirtschaftsjahr 2023, in dem die Prognose weitestgehend erfüllt wurde, getragen von einer fortschreitenden Digitalisierung und einem erhöhten Bedarf an cloudbasierten Lösungen zur Automatisierung von Finanzprozessen. Die fortgesetzte Verbreitung von Homeoffice und die Anpassung an neue Arbeitsmodelle tragen ebenfalls zur wachsenden Nachfrage nach unseren Produkten bei. Insgesamt erwarten wir weitere Verbesserungen auf dem Weg zu mittel- bis langfristig ausgeglichenen, operativen Cashflows. Im Prognosezeitraum wird unsere Gesellschaft ihre Kosten (bzw. geplanten Zahlungsmittelabflüsse) mit den geplanten Umsatzerlösen und entsprechenden Zahlungsmittelzuflüssen jedoch noch nicht decken können. 3.2 Geschäftsentwicklung Aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Produktportfolios, der Erweiterung unserer Marktpräsenz und der strategischen Partnerschaften geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Candis GmbH auch im Jahr 2024 ein signifikantes Umsatzwachstum verzeichnen wird. Wir planen, unsere Innovationskraft weiter zu stärken und unseren Kunden zusätzliche Mehrwerte zu bieten, was zu einer Steigerung der Kundenzufriedenheit und -bindung beitragen soll. 3.3 Umsatz- und Ergebnisprognose Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen leichten Anstieg des Gesamtumsatzes auf 10,0 Mio. EUR (einschließlich Kundenanzahlungen) und eine Bruttomarge von 91% im Vergleich zu 2023 (6,6 Mio. EUR und 89%). In den ersten 6 Monaten des Jahres 2024 hat Candis einen Umsatz von 4,6 Mio. EUR und einen Bruttogewinn von 4,3 Mio. EUR (mit einer Bruttomarge von 93%) erzielt. Damit wurde die Managementprognose von 4,4 Mio. EUR Umsatz und 3,9 Mio. EUR Bruttogewinn (Bruttomarge 89%) für das erste Halbjahr 2024 erfüllt. Die Einführung neuer Funktionen und Softwaremodule, wie die erweiterte DATEV-Schnittstelle, das Kreditkartenmanagement und das Reisekostenmodul, wird voraussichtlich zu einem weiteren Anstieg der Nachfrage führen. Zudem rechnen wir mit einer weiteren Erhöhung unserer internationalen Kundenbasis durch die geplante Expansion in neue Märkte. Die Personalaufwendungen sollen entsprechend der Planung nur inflationsbedingt steigen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sollen laut der Planung identisch zu 2023 bleiben (bei ca. 4 Mio. EUR). Das Management prognostiziert für 2024 ein EBITDA von -3,7 Mio. EUR (-6,9 Mio. EUR im Jahr 2023) bei einem erwarteten Umsatzwachstum und einer Reduzierung der Kosten. 3.4 Investitionen und Personalentwicklung Die Candis GmbH plant, auch im Jahr 2024 erhebliche Investitionen in F&E zu tätigen, um weiterhin eine technologische Fortentwicklung zu erreichen. Wir werden unser Entwicklungsteam weiter ausbauen und gezielt in die Schulung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter investieren. Der Personalbestand wird voraussichtlich trotz des geplanten Wachstums des Unternehmens konstant bleiben bzw. nur leicht im F&E ansteigen. 3.5 Schlussbemerkung Die Candis GmbH blickt zuversichtlich auf das Geschäftsjahr 2024. Durch kontinuierliche Innovation, den Ausbau unserer Marktpräsenz und die Anpassung an die Bedürfnisse unserer Kunden sind wir überzeugt, dass wir auch in Zukunft erfolgreich wachsen und unsere Position als Anbieter cloudbasierter Buchhaltungslösungen weiter festigen werden. Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass die geplanten Maßnahmen und Strategien dazu beitragen werden, das Unternehmen mittelfristig zu wirtschaftlicher Stabilität zu führen und langfristig den Erfolg der Candis GmbH zu ebnen. Zum Aufstellungsdatum befindet sich unser Unternehmen allerdings weiterhin in einer Phase, in welcher die erzielten Umsatzerlöse noch nicht ausreichen, um unsere betrieblichen Kosten zu decken. Auf die Beschreibung des diesbezüglich vorliegenden, bestandsgefährdenden Risikos in Abschnitt "4.1 Risikobericht" dieses Lageberichts sei daher verwiesen. 4. Risiko- und Chancenbericht 4.1 Risikobericht Die Candis GmbH ist in einem dynamischen Umfeld tätig, das durch technologische Veränderungen, Wettbewerb und wirtschaftliche Unsicherheiten geprägt ist. Das Unternehmen hat eine Reihe von Maßnahmen implementiert, um diese Risiken zu minimieren, darunter Investitionen in Technologie, strategische Partnerschaften und ein striktes Risikomanagement. Trotz dieser Maßnahmen bleiben Restrisiken bestehen, die die Geschäftstätigkeit beeinflussen können. Insgesamt zeigt sich jedoch, dass Candis grundsätzlich gut aufgestellt ist, um diesen Risiken proaktiv zu begegnen und den Weg zu langfristiger Stabilität und zum Erfolg des Unternehmens zu ebnen. Dennoch verbleibt ein bestandsgefährdendes Risiko für die Gesellschaft, welches wir im Folgenden näher erläutern. Das Management plant für die nächsten zwölf Monate (ab Datum der Aufstellung des Lageberichts), die Cashflows aus Kundeneinzahlungen im Vergleich zu 2023 (EUR 6,4 Mio.) um EUR 6,5 Mio. und die Bruttomarge im Vergleich zu 2023 (89%) um etwa vier Prozentpunkte zu erhöhen sowie die Ausgaben und Forderungen streng, gemäß dem Liquiditätsplan zu kontrollieren, beziehungsweise aktives Working Capital Management zu betreiben. Die Geschäftsleitung plant derzeit keine Reduzierung der Ausgaben für F&E, da die Einführung neuer Funktionen und Softwaremodule für die Kundenakquise entscheidend ist. Das Entwicklungsteam wurde im ersten Halbjahr 2024 weiter ausgebaut. Der Cashflow der Candis GmbH kann durch eine steigende Nachfrage nach Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz, effizientere Kundenakquise und damit verbundene Kostensenkungen im Marketing, sowie Ausweitung der Akquise auf Partner in Deutschland positiv beeinflusst werden. Insgesamt gehen wir daher im Prognosezeitraum von verbesserten, jedoch weiterhin negativen operativen Cashflows aus. Dementsprechend weist die Liquiditätsplanung für die Folgemonate weiterhin negative operative Cashflows aus. Diese sollen durch den zum Aufstellungszeitpunkt bestehenden Bank- und Kassenbestand in Höhe von 10,9 Mio. EUR abgedeckt werden und sind laut Liquiditätsplanung ausreichend, um die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Prognosezeitraum aufrechtzuerhalten. Da die Planung mit Unsicherheiten behaftet ist, ist die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit davon abhängig, dass die der Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Prämissen, insbesondere zur Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der operativen Kosten, eintreten beziehungsweise die geplante Entwicklung der Umsatzerlöse nicht wesentlich unterschritten und die geplante Entwicklung der operativen Kosten nicht wesentlich überschritten werden. Werden diese Prämissen nicht erreicht oder weichen diese wesentlich von der Planung ab, kann sich ein weiterer Finanzierungsbedarf ergeben, der eine zusätzliche Finanzierung durch die Gesellschafter oder eine anderweitige externe Finanzierung erforderlich machen würde. Für Ende des Jahres 2024 ist eine entsprechende Kapitalerhöhung geplant, für die zum heutigen Zeitpunkt jedoch keine rechtlich bindenden Erklärungen vorliegen. Die Gesellschaft wird zur Fortführung ihrer Unternehmenstätigkeit nach Ablauf des Prognosezeitraums voraussichtlich bis zur Erreichung nachhaltiger positiver operativer Cashflows zusätzlich von einer weiteren externen Zuführung liquider Mittel abhängig sein. Insofern liegt ein bestandsgefährdendes Risiko vor. Zum 31.12.2023 gab es 2 bestehende Darlehen. Das Darlehen mit der IBB wurde im März 2024 vollständig getilgt. Das Darlehen der SVB läuft mit einer monatlichen Rückzahlung von TEUR 83 bis 2026. Durch regelmäßige Überprüfungen, Schulungen und schnelle Reaktionen auf den Wettbewerb schafft das Management eine Grundlage dafür, dass das geplante und bislang erreichte Umsatzwachstum auch für die Zukunft beibehalten werden kann. Trotz der vielen positiven Entwicklungen, bestehen übliche Risiken, wie technologische Risiken, Marktrisiken, rechtliche Risiken, finanzielle Risiken und Reputationsrisiken. • technologische Risiken Die rasche Entwicklung neuer Technologien kann bestehende Entwicklungen der Gesellschaft obsolet machen. Es muss weiterhin viel in F&E investiert werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Abhängigkeit von externen Partnern kann zu erheblichen Störungen führen. • Marktrisiken Kunden können schnell ihre Präferenzen ändern, sodass eine gewisse Anpassungsfähigkeit des Unternehmens notwendig ist. • rechtliche Risiken Datenschutz und Cybersecurity hat in den letzten Jahren eine erhebliche Rolle gewonnen. Diese wird vermutlich in Zukunft weiter wachsen. • finanzielle Risiken Wie erwähnt, ist die Gesellschaft auf die Investoren angewiesen. Es besteht immer ein Restrisiko, dass der Markt sich entsprechend verändert und eine Finanzierungsrunde nicht in der notwendigen Zeit zustande kommt oder nur eine geringe Finanzierungsrunde zustande kommt. Die Gesellschaft erwartet im Prognosezeitraum weiterhin negative operative Cashflows. Auf die Erläuterung des bestandsgefährdenden Risikos in den vorherigen Abschnitten wird diesbezüglich verwiesen. • Reputationsrisiken Vorfälle wie Datenlecks, fehlerhafte Produkte können das Vertrauen der Kunden und Partner schädigen. 4.2 Chancenbericht Die Candis GmbH sieht sich trotz der bestehenden Umfeldrisiken auch einer Reihe von Chancen gegenüber, die das Potenzial haben, das Wachstum und die Wettbewerbsposition des Unternehmens weiter zu stärken. Im Folgenden werden die wesentlichen Chancen dargestellt, die sich für die Candis GmbH ergeben haben: A. Digitale Transformation Die fortlaufende Digitalisierung von Geschäftsprozessen bietet der Candis GmbH bedeutende Chancen, ihre Position als Anbieter von Automatisierung des Rechnungseingangs weiter auszubauen. Durch die Entwicklung innovativer Lösungen und die Anpassung an die sich ändernden Kundenanforderungen kann das Unternehmen neue Marktchancen erschließen und die Kundenzufriedenheit erhöhen. Der Trend zur Digitalisierung hat zu einer erhöhten Nachfrage nach unseren cloudbasierten Lösungen geführt, was uns ermöglicht, unser Produktangebot stetig weiterzuentwickeln und neue Funktionalitäten hinzuzufügen. B. Änderung der rechtlichen Gegebenheiten (E-Invoicing) Durch die Anpassung unserer Softwarelösungen an die neuen gesetzlichen Anforderungen können wir unseren Kunden einen erheblichen Mehrwert bieten und unsere Marktposition stärken. Die Implementierung von E-Invoicing-Funktionen hilft Unternehmen, ihre Rechnungsprozesse zu optimieren und die Effizienz zu steigern, was zu einer höheren Kundenzufriedenheit und Bindung führt. C. Strategische Partnerschaften und Kooperationen Die Bildung von strategischen Partnerschaften und Kooperationen mit anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Technologieanbietern bietet der Candis GmbH die Möglichkeit, Synergien zu nutzen, das Leistungsangebot zu erweitern und gemeinsam neue Geschäftsfelder zu erschließen. Durch diese Zusammenarbeit können wir unsere technologische Expertise ausbauen, Zugang zu neuen Märkten gewinnen und innovative Lösungen schneller auf den Markt bringen. Diese Partnerschaften stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit und ermöglichen es uns, unseren Kunden ein breiteres Spektrum an Dienstleistungen anzubieten. D. Erweiterung der Zielsegmente durch neue Softwaremodule Die Entwicklung und Einführung neuer Softwaremodule eröffnet der Candis GmbH die Möglichkeit, neue Zielsegmente zu erschließen und zusätzliche Einnahmequellen zu generieren. Durch die Erweiterung unseres Produktportfolios um Module wie Reisekostenmanagement, Zahlungsabwicklung und Kreditkartenintegration können wir den spezifischen Bedürfnissen unserer Kunden noch besser gerecht werden und neue Kundengruppen ansprechen. E. Erschließung neuer Märkte (Internationalisierung) Die Internationalisierung unserer Geschäftsaktivitäten bietet erhebliche Wachstumschancen. Der Eintritt in neue Märkte, insbesondere in Europa und darüber hinaus, ermöglicht es der Candis GmbH, ihre Kundenbasis zu erweitern und von den unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Marktpotenzialen zu profitieren. Durch die Anpassung unserer Produkte an lokale Anforderungen und die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern können wir unsere internationale Präsenz stärken und nachhaltiges Wachstum erzielen. F. Neue Funktionalitäten Die kontinuierliche Erweiterung unserer Software um neue Funktionalitäten stellt eine wichtige Wachstumsstrategie dar. Funktionen wie die Candis Visa Kreditkarten, direkte Rechnungsfreigabe und erweiterte Smartphone-App- Funktionen bieten unseren Kunden zusätzlichen Mehrwert und steigern die Effizienz ihrer Finanzprozesse. Diese Innovationen tragen dazu bei, unsere Kundenbasis zu erweitern und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. G. Ausbau von Zahlungsfunktionen und Erschließung neuer Einnahmemodelle Der Ausbau unserer Zahlungsfunktionen bietet erhebliche Chancen für die Candis GmbH. Durch die Integration neuer Zahlungsmethoden und die Entwicklung von Funktionen zur Zahlungsabwicklung können wir unseren Kunden zusätzliche Dienstleistungen anbieten und neue Einnahmemodelle erschließen. Dies ermöglicht uns, unseren Umsatz zu diversifizieren und zusätzliche Wachstumspotenziale zu realisieren. Insgesamt bieten diese Chancen der Candis GmbH hervorragende Möglichkeiten, ihre Marktstellung zu festigen und weiter auszubauen. Nicht desto trotz sind auch die Risiken zu berücksichtigen.
Berlin, 27. September 2024 Christian Ritosek, Geschäftsführer Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2024 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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