Herstellung von Wärmepumpen
PTx Trimble GmbH
Franz-Kleine-Straße 18, 33154 Salzkotten, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Hahnas seit 2.7.2025 | Prokura |
Julia Holtgreve seit 2.7.2025 | Prokura |
Frederic Devienne seit 31.5.2024 | Geschäftsführer |
Roger Neil Batkin seit 31.5.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
PTx Trimble LLC | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PTx Trimble GmbH (vormals: Müller-Elektronik GmbH)SalzkottenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,7 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag im November mit 10,3 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im Oktober etwa 17.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um etwa 1 Prozent zulegen. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 262 Mrd. Euro. Der allgemeine Geschäftsklimaindex für die Landmaschinenindustrie in Europa hat sich nach dem starken Rückgang in den Vormonaten wieder leicht verschlechtert. Im Februar sank der Index von -50 auf -52 Punkte (auf einer Skala von -100 bis +100). Während sich die Geschäftsklimaindizes für Transport- und Viehzuchtausrüstungen bis zu einem gewissen Grad auf weniger negative Werte verbessert haben, sind die Indizes für die Hersteller von Traktoren und Erntemaschinen auf historische Tiefststände gefallen. Insgesamt halten über alle Segmente hinweg erneut mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer die aktuelle Geschäftslage für ungünstig, und sogar zwei Drittel erwarten in den kommenden sechs Monaten einen Umsatzrückgang. Eine allmähliche Stabilisierung zeichnete sich lediglich bei den Erwartungen für die kommenden Auftragseingänge ab (ein Indikator, der nicht in die Berechnung des Gesamtbarometerindex einfließt). Quelle: CEMA Business Barometer Report February 2024 Weltwirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent
*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam. **) Fiskaljahr vom 1.4. bis 31.3. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,8 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,3 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,7 Prozent, wobei China (+4,1 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,4 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, November 2023 Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen. Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023 Deutsche Konjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 Prozent). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA 1. Umsatzentwicklung Im Geschäftsjahr Januar bis Dezember 2023 hat die Müller-Elektronik GmbH einen Umsatz von 92.222 TEUR erzielt. 2. Rohergebnis Das Rohergebnis in diesem Zeitraum betrug 48.103 TEUR, eine Steigerung zum Vorjahresergebnis von 46.095 TEUR. 3. Investitionen Im Berichtszeitraum wurden Investitionen von 1.012 TEUR getätigt. 4. Entwicklung der Vorräte Das Vorratsvermögen zum 31.12.2023 stieg erneut um 621 TEUR, oder 1,6% auf 38.333 TEUR. Im Dezember 2022 betrugen die Vorräte 37.712 TEUR. 5. Finanzierungsmaßnahmen Aufgrund der Zugehörigkeit zum TRIMBLE-Konzern wird etwaiger Finanzierungbedarf ausschließlich konzernintern gedeckt. 6. Personal- und Sozialbereich Die Personalpolitik verfolgt nach wie vor das Ziel, bei notwendigen Personalergänzungen oder bei Fluktuation qualifizierte Fachleute zu gewinnen, sowie die Qualifikation der vorhandenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zu verbessern. Als Leistungsanreiz werden überdurchschnittliche Leistungen übertariflich entlohnt. Die Mitarbeiterzahl ist im Vergleich zum Vorjahreswert gesunken (Durchschnitt 2023: 474 Mitarbeiter, davon 67 Teilzeitkräfte, Durchschnitt 2022: 492 Mitarbeiter, davon 121 Teilzeitkräfte). 7. Vermögenslage Die Müller-Elektronik GmbH verfügt über ein Sachanlagevermögen (inkl. Imm. Vermögen für Lizenzen) von 15.887 TEUR. Die Finanzanlagen reduzierten sich im Jahr 2023 von 39 TEUR auf 20 TEUR. Weitere Hauptbestandteile des Vermögens sind die Vorräte mit 38.333 TEUR, sowie die Kundenforderungen mit 7.650 TEUR. Das gesamte Umlaufvermögen hat einen Bilanzwert von 48.579 TEUR (Dezember 2022: 51.043 TEUR). Das entspricht 48,4% der Bilanzsumme von 100.342 TEUR (Dezember 2022: 107.381 TEUR). 9. Finanzlage Am Ende des Geschäftsjahres 2023 belief sich das Eigenkapital der Müller-Elektronik GmbH auf 20.656 TEUR (im Vorjahr 14.639 TEUR). Der Anstieg des Eigenkapitals resultiert aus dem Jahresüberschuss von 6.017 TEUR. 9. Ertragslage Als Betriebsergebnis (vor Zins- und Beteiligungsergebnis, nach Steuern) wurde ein positives Ergebnis von 12.129 TEUR ausgewiesen. Das entspricht einer Erhöhung von 2.656 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (9.473 TEUR). Nach Berücksichtigung des Beteiligungsergebnisses, des Zinsergebnisses sowie der Steuern weist die Unternehmung einen Jahresüberschuss von 6.017 TEUR aus. Im Vorjahr betrug der Jahresüberschuss 5.092 TEUR. 10. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf den folgenden Kennzahlen:
Das Rohergebnis ergibt sich aus Umsatzerlöse, +/- der Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen, zzgl. der aktivierten Eigenleistungen, abzüglich des Materialaufwandes. Das EBIT berechnet sich aus dem Jahresüberschuss/-fehlbetrag korrigiert um Steueraufwand/ -ertrag und zzgl. Zinsaufwand/-Ertrag sowie Verschmelzungs- und Anwachsungsergebnis. Das EBITDA ist definiert als EBIT zzgl. Abschreibungen auf Sachanlagen sowie Abschreibungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter. Der Cashflow ergibt sich aus dem Jahresüberschuss zuzüglich der Abschreibungen sowie des Verschmelzungs- und Anwachsungsergebnis. B. Chancen- und Risikobericht - Landmaschinenmarkt Der Landmaschinenmarkt, besonders im Bereich der Traktoren, Mähdrescher und Häcksler, konzentriert sich nach wie vor auf wenige Global-Player. Diese Hersteller betreiben eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilungen im Bereich Elektronik, wodurch es für Elektronikanbieter schwer ist, ihre Produkte abzusetzen. Durch den Zusammenschluss mit TRIMBLE konnten bereits Synergien identifiziert und Wachstumsimpulse verzeichnet werden. - Mitbewerber Es zeigt sich, dass weitere Elektronikanbieter, z.T. aus anderen Branchen, in den Markt drängen. Es gilt den eigenen Technologievorsprung zu halten, bzw. auszubauen. - Chancen Die technische Entwicklung sowie der Einsatz von modernen Maschinen in der Landwirtschaft nimmt weltweit stetig zu. Hier sehen wir die Möglichkeit, mit neuen Innovationen unsere Stellung am Markt zu festigen und auf Dauer weiter auszubauen. Der Einsatz von Landmaschinen in den Schwellenländern nimmt ebenfalls stetig zu und bietet somit Potential für weiteres Wachstum. Hier können wir auch einfachere Technik einsetzen und über Partner vertreiben. Problematisch hierbei ist es, geeignete Partner zu finden. C. Prognosebericht Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent). Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024 Deutsche Konjunktur Nach Ansicht des ifo Instituts (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.) dürfte die Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 allenfalls verhalten zulegen. Das Institut rechnet für 2024 nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,7 Prozent. Mit dem im Haushaltsausschuss vereinbarten Bundeshaushalt wurden nach Schätzung des ifo Instituts zusätzliche Einsparungen in Höhe von knapp 19 Milliarden Euro beschlossen. Unternehmen und Haushalte werden dadurch mehr belastet oder weniger entlastet, und die Staatsausgaben werden gekürzt. Unter dem Strich wird das die gesamtwirtschaftliche Erholung etwas dämpfen. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug, und der Zinshöhepunkt dürfte nach Ansicht des Instituts bereits überschritten sein. Das Institut rechnet mit einer Inflationsrate von 2,2 Prozent für 2024. Damit läge sie nur noch geringfügig über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 % der EZB. Kapitalmarkt- und Kreditzinsen sinken bereits seit Anfang November, und im Frühsommer dürfte die Europäische Zentralbank eine erste Leitzinssenkung beschließen. Diese Entwicklung dürfte auch die deutschen Absatzmärkte stützen, zumal auch dort mit einem Kaufkraftplus zu rechnen ist. Schließlich sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen und im laufenden Jahr zu den Konjunkturtreibern werden. Insgesamt jedoch dürfte selbst das Jahresende 2024 noch schwach ausfallen. Quelle: Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. (ifo Institut) Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute, und der Maschinenbau ist als reiner Investitionsgüterlieferant ein Spätzykliker. Zwar gibt es erste, noch sehr zaghafte Signale, dass ein Tiefpunkt der Bestellungen bald erreicht ist. Das ifo-Geschäftsklima für den Maschinenbau hat sich zuletzt stabilisiert, und der Orderrückgang hat sich zum Jahresende 2023 etwas abgeschwächt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine mögliche Bodenbildung bei der Auslandsnachfrage noch nicht als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor hinzugekommen. Aufgrund der trüben Aussichten haben viele Unternehmen ihre Einstellungsabsichten derzeit zwar zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen. Quelle: VDMA (Originaltext) - Landmaschinenmarkt Unsere Zielgruppe sind Landmaschinenhersteller. Die Schwerpunkte sind Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz und Ernte. Unter der Voraussetzung, dass wir den Anforderungen unserer Kunden genügen, ist uns der Markt mittelfristig verhältnismäßig sicher. Nach wie vor lenken wir unsere Aktivitäten weltweit auf neue Märkte. Zusätzliches Potential ergibt sich durch den Vertrieb über das konzerninterne Händlernetz. - Mitbewerber Mitbewerbern begegnen wir im Allgemeinen mit hoher Kompetenz unserer Mitarbeiter, guter Qualität und Verfügbarkeit der Produkte. - Voraussichtliche Umsatz- und Ergebnisentwicklung Wir beurteilen die langfristige Entwicklung unseres Unternehmens weiterhin positiv, wobei die Auswirkungen der angesprochenen Unsicherheiten (Ukraine-Krieg, Inflation, Energieversorgung, Fachkräftemangel) aktuell noch nicht abgeschätzt werden können. Die Beschaffungssituation für Bauteile am Weltmarkt hat sich in den letzten Monaten entspannt. Wir erwarten eine Fortsetzung dieser Entwicklung in den kommenden Monaten. Das Geschäftsjahr 2024 haben wir mit einem Umsatz von 80 Mio. EUR und einem Ergebnis vor Steuern von 5 Mio. EUR geplant. D. Forschungs- und Entwicklungsbericht Um die technisch führende Position im Bereich der Agrarelektronik auszubauen, wird die Mitarbeiteranzahl in der Entwicklungsabteilung angepasst. E. Zweigniederlassungen Seit der Verschmelzung mit der WTK-Elektronik GmbH, Neustadt i. Sachsen im Geschäftsjahr 2020 weisen wir diesen Standort als weitere Betriebsstätte aus.
Salzkotten, den 21. Mai 2024 Frederic Devienne Roger Batkin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Müller-Elektronik GmbH hat ihren Sitz in Salzkotten. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter HRB 14156 eingetragen. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr eine große Kapitalgesellschaft gem. § 264 HGB i.V.m. § 267 Abs. 3 und 4 HGB und daher prüfungspflichtig. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und Co. über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beachtet worden. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden ist nach handelsrechtlichen Vorschriften vorgenommen worden. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet. Als Sachanlagevermögen werden Grundstücke mit Bauten sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen. Sie werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die AfA-Sätze entsprechen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Für geringwertige Wirtschaftsgüter erfolgt der Bilanzansatz gem. § 6 Abs. 2 und 2a EStG. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Abwertungsbedarf bestand nicht. Bei den Vorräten erfolgte die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Einkaufspreisen abzüglich eines Abschlages für Skonti; die unfertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung des jeweiligen Grades der Fertigstellung bewertet; bei den fertigen Erzeugnissen erfolgte die Bewertung zu Herstellungskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Möglichen Ausfallrisiken wurde durch Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ausweis erfolgt zum Nennwert. Bei der Bildung der Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten angemessen Rechnung getragen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur BilanzDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 671.356,68 (im Vorjahr € 946.182,70). Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von € 267.141,13 (im Vorjahr € 442.135,57). Die Bildung des Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen erfolgte nach R 6.5 EStR. Es wurde das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB ausgeübt. Die Rückstellung für Pensionen wurden unter den nachfolgenden Annahmen ermittelt: - Sterbetafel nach Prof. Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" - Rechnungszins 1,83 % (Der Rechnungszinssatz wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB nach der Vereinfachungsregelung ermittelt) - Es wurde das Bewertungsverfahren Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) angewandt. - Ein Rententrend von 1,00 % p.a. wurde angesetzt (§ 16 BetrAVG) Der Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Rückstellung für Pensionen nach Maßgabe des zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beläuft sich auf € 38.566,00. Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs.6 HGB. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.126.954,12 (Vorjahr € 961.005,86) Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten zusammengefasst dargestellt:
Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag die folgenden finanziellen Verpflichtungen:
IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Berichtsjahr erfolgte eine Auflösung des Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen in Höhe von € 3.000,00. In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus Abzinsungen in Höhe von € 77.205,00 enthalten. V. Sonstige AngabenGeschäftsführer der Gesellschaft sind: Herr Jürgen Kesper, Raunheim, (Deutschland) Rechtsanwalt (bis 25.04.2024) Herr Robbert Reeder, Ijsselstein (Niederlande), Finanzdirektor Europa (bis 25.04.2024) Herr Frederic Devienne, Volketswil (Schweiz), Vice President EME and Global Fendt-Valtra Finance EME Regional Lead, Finance (ab 25.04.2024) Herr Roger Batkin, Birmingham (England), Senior Vice President General Counsel & Corporate Secretary, Legal (ab 25.04.2024) Im Geschäftsjahr 2023 ist vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar von € 15.372,40 berechnet worden (§ 285 S. 1 Nr. 17 HGB)
Name und Sitz von Unternehmen, von denen die Gesellschaft mindestens 20 % der Anteile besitzt (§ 285 S. 1 Nr. 11 HGB
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Trimble Inc., Sunnyvale, Kalifornien, USA einbezogen. Die Beschäftigtenzahl betrug im Wirtschaftsjahr 2023 durchschnittlich 474 (im Vorjahr 492), Mitarbeiter, davon 67 Teilzeitkräfte und 16 Auszubilde.
Salzkotten 21. Mai 2024 Frederic Devienne Roger Batkin
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Müller-Elektronik GmbH, Salzkotten Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Müller-Elektronik GmbH, Salzkotten - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Müller-Elektronik GmbH, Salzkotten, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigung) oder Irrtümer ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümer resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Paderborn, den 31. Mai 2024 Pader
Treuhand- und Revisions- GmbH & Co. KG
Christian Wiebel, Wirtschaftsprüfer |
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