Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 741263
Eingetragen
21.12.2020
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erwerben, Halten und Veräußern von Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der WALDNER-Gruppe, insbesondere der Metall-Sparte, sowie deren Führung und Kontrolle.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Bieg
seit 18.11.2024
Geschäftsführer
Stephan Schaale
seit 6.10.2023
Geschäftsführer
Jochen Früh
seit 21.12.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Waldner Holding GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
40.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WALDNER SE

Wangen im Allgäu

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Konzern-Lagebericht

1. GRUNDLAGE DES UNTERNEHMENS

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Unter dem Dach der WALDNER Holding SE & Co. KG agiert die WALDNER Gruppe in den operativen Geschäftsbereichen Füll- und Verschließmaschinen, Process- & Automation Solutions, Laborraumlösungen und Schuleinrichtungen. Aus ihren Wurzeln im Bereich der Milchbe- und -verarbeitung entwickeln diese Gesellschaften seit über 115 Jahren innovative und führende Lösungen für unsere Kunden weltweit.

Unser Geschäftsbereich Laborraumlösungen wird getragen von der WALDNER Laboreinrichtungen SE & Co. KG, Wangen im Allgäu und beliefert weltweit Kunden aus der Pharma-, Chemie- und petrochemischen Industrie sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen. Zur Unterstützung haben wir Gruppengesellschaften in China, England, Frankreich, Indien, Italien, Spanien, USA, Singapur, Australien, der Schweiz und den Niederlanden. Die Aktivitäten unserer russischen Gesellschaft haben wir zurückgefahren. Daneben sind wir mit Büros in wichtigen Märkten präsent. Mit WALDNER "DIMENSIONS" setzen wir Maßstäbe für individuell geplante, wandelbare 'all in one'- Raumkonzepte.

Wir verstehen uns als Systemanbieter und stellen unseren Kunden Planungskompetenz zur Verfügung. So können wir im Zusammenspiel mit unseren Kunden individuelle Lösungen für technische Gesamtplanung mit Spezialisierung in Labor-, Medizin- und Medientechnik anbieten.

Im Februar 2023 haben wir die Firma Laboratory Systems Group Pty Ltd., Australien erworben. Mit diesem Schritt erweitern wir unsere Kundenbasis im wichtigen Wachstumsmarkt Australien.

Im Geschäftsbereich Schuleinrichtungen entwickelt die Hohenloher Schuleinrichtungen GmbH & Co. KG inspirierende Einrichtungslösungen für naturwissenschaftliche Fachräume, fächerübergreifende MINT-Lernlandschaften sowie Raumkonzepte und Medienversorgungssysteme für forschendes Lernen. Neben dem Unternehmenssitz in Öhringen unterhalten wir eine Produktionsgesellschaft in Ungarn. Die Gruppengesellschaften im Ausland nutzen wir wegen deren Nähe zu den internationalen Märkten auch für den Geschäftsbereich Schuleinrichtungen.

Unser Geschäftsbereich Füll- und Verschließmaschinen entwickelt, plant und verkauft innerhalb der Hermann WALDNER GmbH & Co. KG Verpackungsmaschinen für Lebensmittel- und Tiernahrungshersteller. Ebenfalls innerhalb der Hermann WALDNER GmbH & Co. KG verkauft die Wassertechnik Produkte, die darauf zielen, Flüssigkeiten hygienisch sowie ökonomisch zu entsorgen. Kunden sind Krankenhäuser und Großküchen sowie Kunden aus der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.

Der Geschäftsbereich Process- & Automation Solutions beschäftigt sich innerhalb der Hermann WALDNER GmbH & Co. KG sowie der HAS Technologie GmbH mit der Entwicklung, Planung und dem Verkauf von Prozessanlagen sowie Automationslösungen für die Biotech- und Pharmaindustrie, Kochanlagen für Fruchtzubereitung sowie Trocknungsanlagen, Isolatoren und Containment-Systeme aus Edelstahl für die Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie.

Im Juli 2022 haben wir die HAS Technologie GmbH erworben. Dies stärkt unsere Kompetenz bei Automatisierungssystemen für unsere Prozessanlagen, für verschiedenste Branchenlösungen sowie bei der Entwicklung von Hard- und Softwarelösungen maßgeblich.

Auf Service für unsere Kunden legen wir in allen Geschäftsbereichen größten Wert. Wir haben leistungsstarke Teams vor Ort, die vor allem im Bereich Laboreinrichtungen unter dem Dach des 'Global Customer Service' gebündelt sind.

1.2 Einheitliche Organisation

Unter dem Motto "oneWALDNER" haben wir die Einzelgesellschaften in eine aufeinander abgestimmte Organisation überführt. Die WALDNER Holding SE & Co. KG führt die Gruppe und nimmt unternehmensübergreifende Zentralfunktionen wahr, vor allem in den Bereichen Informationstechnologie, Datamanagement, Personal, Facility Management, Versicherungen, Legal, Compliance, Zoll-/ Export, Finanzen und Controlling sowie Marketing.

1.3 Forschung und Entwicklung

Im Rahmen einer intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ergänzt und erweitert die WALDNER Gruppe ihr Produktportfolio regelmäßig. Der Fokus liegt hierbei auf dem Ausbau unserer Kernkompetenzen und der Erhöhung des Kundennutzens. Wir setzen auf Knowhow und Innovationskraft unserer Ingenieure. Wesentliche Teile unseres technischen Produktportfolios sind jüngeren Datums.

Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft sind unsere hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau.

Gruppenweit organisiert wird dies durch einen jährlichen Innovationsprozess mit Förderung der insgesamt besten Ideen.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft kommt auch im Jahr 2023 kaum in Schwung. Der Internationale Währungsfonds kürzte seine Konjunktur-Prognose im Oktober gegenüber Juli leicht um 0,1 Punkte auf 2,9 Prozent. Im Jahr 2023 dürfte das Wachstum bei 3,0 Prozent liegen. Die Perspektiven für die USA wurden hochgeschraubt, schlechter sind die Aussichten dagegen für China und Europa. Deutschland dürfte als einzige große Volkswirtschaft dieses Jahr schrumpfen. Der Währungsfonds rechnet damit, dass die Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent zurückgeht. Auch die Erholung 2024 soll langsamer verlaufen, als bislang prognostiziert wurde. Im kommenden Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands nur um 0,9 Prozent zulegen. Zuvor lag die IWF-Erwartung noch bei 1,3 Prozent.

Die Erholung von der Corona-Krise und dem russischen Angriff auf die Ukraine falle zudem von Staat zu Staat sehr unterschiedlich aus, erklärte der IWF. Viele Schwellen- und Entwicklungsländer seien noch deutlich von ihrem Kurs entfernt, der vor der Pandemie vorausgesagt worden war. Kritisch kann sich weiterhin auch der Nahost-Konflikt auswirken.

Global dürfte die Teuerungsrate 2023 von 8,7 auf 6,9 Prozent zurückgehen, 2024 dann auf 5,8 Prozent. In den meisten Fällen dürften die Inflationsziele laut IWF bis 2025 nicht erreicht werden. Auch in Deutschland steigen die Preise zwar weiter, aber nicht mehr ganz so stark: Die Prognose für 2023 liegt bei 6,3 Prozent in diesem und 3,5 Prozent im nächsten Jahr.

Bereits seit mehreren Quartalen spüren viele Maschinenbauer eine Abschwächung der Auftragseingänge, so der VDMA in seinem Konjunktur-Report International. Die Ergebnisse verschiedener Stimmungsumfragen deuten darauf hin, dass die Investitionszurückhaltung auch in den kommenden Monaten anhalten wird. Trotz vielfältigen Investitionsbedarfs fehlt es weiterhin an Impulsen, denn geopolitische Risiken und Kriege, Inflation und höhere Kreditkosten drücken weltweit auf die Stimmung der Investoren.

Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien erneut an der Spitze stehen dürfte.

Die deutsche Wirtschaft tritt, so der BDI in seinem Quartalsbericht QIII/2023, nach der Rezession im Winterhalbjahr auf der Stelle. Er rechnet für das gesamte Jahr 2023 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent.

Die Wachstumsimpulse aus dem Außenhandel sind deutlich schwächer geworden. Die preisbereinigten Exporte dürften in diesem Jahr um 0,5 Prozent zurückgehen. Die Ausfuhren nach China und in die USA gingen zuletzt deutlich zurück. Auch der private Konsum bremst das Wachstum aus. Die Reallöhne sind drei Jahre lang gesunken und erholen sich nur langsam.

Die Industrieproduktion wird derzeit getragen von den hohen Auftragsbeständen im Investitionsgüterbereich. Diese werden langsam abgearbeitet. Lieferengpässe nehmen ab, dafür werden ausbleibende Aufträge immer häufiger zum Produktionshindernis Nummer eins.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland ist im August auf 85,7 Punkte gefallen. Das war der vierte Rückgang in Folge und der niedrigste Wert seit Oktober 2022. Die Unternehmen waren nicht nur mit der aktuellen Geschäftslage unzufrieden, auch der Ausblick auf die kommenden Monate war mehrheitlich pessimistisch. Das Stimmungstief betraf alle Sektoren. Erstmals seit Dezember 2022 sind bei den Dienstleistern die Pessimisten in der Überzahl. Noch trüber ist die Stimmung im Handel. Im Bauhauptgewerbe setzte der Geschäftsklimaindikator seine Talfahrt den vierten Monat in Folge fort. Die Beurteilung von aktueller Lage und Geschäftsaussichten haben sich weiter eingetrübt. Auch im verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex weiter gefallen. Die Unternehmen waren vor allem mit den laufenden Geschäften unzufrieden.

Gleichzeitig steigt die Beschäftigung in Deutschland. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Juli 2023 saisonbereinigt nochmals leicht um 15.000 auf nunmehr 45,92 Millionen gestiegen.

Den Ergebnissen der 165. Steuerschätzung zufolge entwickeln sich die Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen unter Berücksichtigung der seit Mai in Kraft getretenen Steuerrechtsänderungen mit einem Volumen von 916,1 Mrd. Euro in diesem Jahr schlechter als noch in der Mai-Schätzung erwartet. Im nächsten Jahr wurde der Schätzansatz gegenüber Mai nur wenig nach oben angepasst. Für die Jahre ab 2025 werden insgesamt begrenzte Mehreinnahmen erwartet.

Innerhalb der Baubranche ist es in den vergangenen Monaten zu massiven Einbrüchen gekommen. Neue Projekte werden nicht entwickelt, laufende Projekte in vielen Fällen gestoppt. Die Auswirkung der SIGNA-Insolvenz in Deutschland sind für uns derzeit nicht absehbar.

Es bleibt dabei, dass die Gesamtheit der gesundheitlichen, wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten und die hohe Zahl ungelöster aktueller Krisen für unsere Entwicklung Risiken birgt. Entscheidungshorizonte bleiben verkürzt, was in unseren, auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit angewiesenen Branchen, grundsätzlich keine günstigen Parameter sind.

Extrem belastend wirkt derzeit unverändert der eklatante Mangel an Facharbeitern sowie das allgemein deutlich steigende Lohn- und Gehaltsniveau im qualifizierten Bereich.

In unseren Branchen nehmen wir jedoch unverändert ein anders Bild wahr. Während wir im Bereich Füll- und Verschließmaschinen weiterhin von dem während der Corona-Phase nochmals verstärkten Trend zur heimischen Tierhaltung profitieren, ist der Trend zu Investitionen in Bildung und Forschung im In- und Ausland ungebrochen. Hier spielt auch die Integration der Zugewanderten in unser Bildungssystem eine zunehmend wichtige und stabilisierende Rolle. Hiervon profitieren unsere Geschäftsbereiche Laborraumlösungen und Schuleinrichtungen. Process- & Automation Solutions liegen schließlich im Trend zur Stärkung der heimischen Pharmaindustrie die, im Gegensatz zur Chemieindustrie, bisher von den Folgen steigenden Energiekosten kaum betroffen ist. Zusätzlich verzeichnen wir eine starke Nachfrage nach Automationslösungen.

Zusammenfassend sind wir insgesamt zufrieden und weiterhin zuversichtlich. Dies primär aufgrund der branchenspezifisch positiven Rahmenbedingungen in der Versorgung mit Lebensmitteln einerseits, der Forschung, Entwicklung und Herstellung von Medikamenten andererseits. Die vergleichsweise stabile Entwicklung der finanziellen Rahmenbedingungen der öffentlichen Haushalte lässt uns darauf hoffen, dass sich der Megatrend 'Bildung', auch zur Stützung der günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch Förderung von Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt, positiv entwickelt.

2.2 Langfristige Auftragsfertigung, projektbezogene Vorratsbestände

Unser Geschäft ist in allen Bereichen geprägt von den Besonderheiten langfristiger Auftragsfertigung. In dem Geschäftsbereich Füll- und Verschließmaschinen liegen unsere Stärken bei großen Maschinen für technisch hochspezialisierte und anspruchsvolle Anwendungen. Bei Laborraumlösungen sind wir ebenfalls als Partner für technisch komplexe Projekte positioniert.

In den letzten Jahren ist der Anteil von Großprojekten kontinuierlich angestiegen, weil wir in diesem Marktsegment unsere technologischen Stärken zur Geltung bringen können. Wir bilanzieren nach der Completed-Contract-Methode des HGB. Umsatzerlöse werden erst realisiert, wenn das Gesamterfüllungsrisiko auf unsere Kunden übergegangen ist. Vor dem Gefahrübergang bilanzieren wir unfertige Erzeugnisse zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten.

Durch die bei technologisch anspruchsvollen, hochwertigen Projekten längeren Projektlaufzeiten sind unsere Bestände an unfertigen Erzeugnissen in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Große Teile der Bestände sind projektindividuell hergestellt oder angeschafft und durch Kundenanzahlungen finanziert. Dies zeigt die nachfolgende Übersicht über die unfertigen Erzeugnisse:

2022/2023
TEUR
2021/2022
TEUR
Auftragsbezogene Bestände Inland 76.634 67.649
Übrige unfertige Erzeugnisse 8.420 11.412
Abschläge auf unfertige Erzeugnisse - 7.649 - 9.910
Bilanzansatz 77.405 69.151

Die Reduktion der Abschläge auf unfertige Erzeugnisse resultiert primär aus der verbesserten Preisqualität des Auftragsbestandes. Neben den dargestellten Abschlägen auf unfertige Erzeugnisse enthält unsere Vorratsbewertung weitere Abschläge auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von T€ 4.717 (Vorjahr T€ 4.250).

2.3 Geschäftsverlauf

Mit einem Auftragseingang in Höhe von 391 Mio. € konnte die Gesamtjahresplanung (268 Mio. €) deutlich (+45,9 Prozent) überschritten werden. Unser Auftragsbestand liegt mit 403,4 Mio. € über dem Vorjahresniveau (+22,6 Prozent).

Im Geschäftsjahr 2022/2023 haben wir in allen vier Geschäftsbereichen erfreuliche Auftragseingänge erzielt. Dies ist vor dem Hintergrund der adversen Rahmenbedingungen mit massiven Kostensteigerungen, leistungshemmendem Fachkräftemangel und hohen politischen Unsicherheiten bemerkenswert.

Die Geschäftsbereiche Füll- und Verschließmaschinen und Process- & Automation Solutions verzeichneten bei einem jeweils sehr guten Auftragseingang Belastungen der Ertragskraft, als Resultat sowohl deutlich gestiegener Kosten als auch projektbezogener Verluste. Die gestiegenen Kosten konnten kaum an die Kunden weitergegeben werden.

Die Entwicklung des Geschäftsbereichs Schuleinrichtungen hat sich stabilisiert. In Summe hat dies zu einem sehr guten Geschäftsverlauf über dem Niveau der Planung geführt. Das Ergebnis lag wiederum deutlich über dem Plan. Die Auftragseingänge bilden eine gute wirtschaftliche Basis für das laufende Geschäftsjahr.

Auch der Geschäftsbereich Laborraumlösungen hat sich im zurückliegenden Geschäftsjahr über dem Niveau der Planung erfolgreich gegen die adversen Rahmenbedingungen gestemmt. Das Marktumfeld ist weiterhin anspruchsvoll, jedoch ist die Steigerung der Investitionen im medizinischen Bereich weiterhin spürbar.

Die Maßnahmen der Ertragssteigerung wurden weitestgehend abgeschlossen. Insbesondere das margenorientierte Management hat sich bewährt und aufgrund wesentlicher Einflüsse bei der Bearbeitung eines Großprojektes als bedeutend für die Leistungsentwicklung erwiesen.

Die Abwicklungsprozesse wurden weiterhin optimiert - dies mit entsprechenden Effekten auf den Materialaufwand und vor allem die Strukturkosten. Primär auf Basis des deutlich verbesserten Auftragsmixes und -durchlaufs konnte das Ergebnis des Geschäftsbereichs deutlich verbessert werden.

Im Jahresdurchschnitt konnten wir eine insgesamt stabile Beschäftigungssituation halten.

Der Umsatz der Gruppe konnte um rd. 34,0 Mio. € auf 324,0 Mio. € gesteigert werden. Auch das Rohergebnis konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 16,5 Mio. € auf 214,5 Mio. € erhöht werden. Die bei uns projektbedingt schwankende Materialaufwandsquote, bezogen auf die Gesamtleistung, ist von 34,0 Prozent auf 36,2 Prozent gestiegen. Der Personalaufwand ist um 10,3 Mio. € von 100,8 Mio. € auf 111,1 Mio. € gestiegen. Das Betriebsergebnis hat sich bei 18,2 Mio. € stabilisiert. Die Gesamtkostenentwicklung liegt auf dem Niveau der Planung für das Berichtsjahr.

Das Finanzergebnis liegt mit -1,4 Mio. € ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres (-1,4 Mio. €).

Insgesamt konnte so auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 16,7 Mio. € gefestigt werden. Der Jahresüberschuss steigt von rd. 10,5 Mio. € im Vorjahr auf 11,8 Mio. €.

Unsere Planungen wurden damit deutlich übertroffen.

2.4 Lage

Im vergangenen Geschäftsjahr haben sich für WALDNER die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nur teilweise stabilisiert. Zwar konnten Kostensteigerungen deutlich reduziert und in manchen Fällen auch zurückgeführt werden. Die Änderung im Zinsumfeld, hohe Krankenstände und vor allem der Mangel an qualifizierten Fachkräften zwingen uns jedoch weiterhin, kurzfristig und flexibel zu reagieren. Im Bereich des Exports bemerken wir außerdem die Auswirkungen der deutlichen Kostensteigerungen der vergangenen Jahre.

Die Geschäftsbereiche der Hermann Waldner GmbH & Co. KG werden im laufenden Jahr unter hoher Auslastung arbeiten und stabile Ergebnisbeiträge erwirtschaften.

Chancen einer Verbesserung sehen wir weiterhin bei der Integration der Bereiche Laborraumlösungen und Schuleinrichtungen im Export. Bei Laborraumlösungen wird das Ertragsteigerungsprogramm weiterhin in die internen Prozesse überführt.

Durch aktives Gemeinkostenmanagement werden sowohl im Bereich Schuleinrichtungen als auch im Bereich Laborraumlösungen die signifikanten Kostensteigerungen der vergangenen Jahre teilweise kompensiert.

Im Rahmen umfangreicher Prozessanalysen, der Überarbeitung der Produktstruktur und des IT-Bebauungsplanes werden in den kommenden beiden Jahren in mehreren Schritten gewachsene Strukturen und Abläufe durch zeitgemäße Lösungen ersetzt. Dies wird in den kommenden Jahren Umstellungskosten nach sich ziehen. Langfristig rechnen wir mit einer deutlichen Senkung der Prozesskosten. Die Implementierung von SAP/S4 Hana in der Schuleinrichtungs-Gruppe befindet sich in der Umsetzungsphase.

2.4.1 Ertragslage

Unsere Tätigkeitsbereiche und Absatzmärkte liegen im Laborbau (Laborraumlösungen) inklusive Schulen mit naturwissenschaftlichen Einrichtungen (Schuleinrichtungen) sowie dem Maschinen- (Füll- und Verschließmaschinen) und Anlagenbau (Process- & Automation Solutions) im In- und Ausland. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden in allen Geschäftsbereichen Erträge erwirtschaftet.

Die Umsatzerlöse stammen zu 69,6 Prozent aus dem Laborbau inklusive Schulen mit naturwissenschaftlichen Einrichtungen (Labor + Schuleinrichtungen) und zu 30,4 Prozent aus dem Maschinen- und Anlagenbau (Füll- und Verschließmaschinen sowie Process- & Automation Solutions) sowie zu 56,8 Prozent aus dem In- und zu 43,2 Prozent aus dem Ausland.

Unser Materialeinsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Prozentual stieg dieser von 34,0 Prozent auf 36,2 Prozent in Bezug auf die Gesamtleistung. Dies vor allem aufgrund reduzierter Projektmargen in den Geschäftsbereichen Füll- und Verschließmaschinen sowie Process- & Automation Solutions. In den anderen Geschäftsbereichen konnten trotz Kostensteigerungen höhere Margen gegenüber Vorjahr, mittels Preisanpassungen, Preisgleitklauseln und effizienten Prozessen, erzielt werden.

Die Zahl eigener Mitarbeiter stieg um 116 MA von 1.563 MA im Vorjahr auf 1.689 MA im Berichtsjahr. Einen personellen Zuwachs gab es bei Labor (+ 61 MA), vor allem durch die weitere Reduktion der Leihabeiter (+5 MA), den Kauf der Firma Laboratory Systems Group Pty. Ltd., Australien (+32 MA), die Entwicklung unseres indischen Joint-Venture (+18 MA) sowie der Reduktion bei unserem russischen Tochterunternehmen (-5 MA). In den Geschäftsbereichen aus dem Maschinen- und Anlagenbau betrug der Zuwachs 58 MA. Dieser ist im Jahresdurchschnitt primär begründet in dem Zukauf der Firma HAS Technologie GmbH (+ 46 MA). Geringer war der Zuwachs im Geschäftsbereich Schuleinrichtungen) und sonstigen Konzernbereichen (+5 MA).

Der Personalaufwand erhöhte sich deutlich um 10,3 Mio. €. Dies resultiert sowohl aus den tariflichen Lohnsteigerungen, als auch dem Personalzuwachs. Unsere Beschäftigungslage ist in Summe gut. Alle Bereiche waren insgesamt zufriedenstellend bis hoch ausgelastet, wobei sich die Auslastung im Geschäftsbereich Laborraumlösungen diskontinuierlich entwickelt hat.

Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr moderat um 5,4 Prozent (4,1 Mio. €). Das Finanzergebnis von 1,4 Mio. € beinhaltet vor allem Zinsen für Gesellschafterdarlehen (T€ 1.122). Der Konzernjahresüberschuss liegt mit 11,8 Mio. € um 1,3 Mio. € (+12,4 Prozent) über dem Vorjahreswert

(10,5 Mio. €).

2.4.2 Finanzlage

Unsere Finanzlage ist gut. Die liquiden Mittel sind projektbedingt im Vergleich zum Vorjahr um -17,1 Mio. € gesunken. Sie belaufen sich auf 38,6 Mio. € (Vorjahr 55,7 Mio. €), bei ebenfalls (-0,7 Mio. €) reduziertem Stand der Bankverbindlichkeiten. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung von Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Dies wurde im vergangenen Geschäftsjahr nochmals intensiviert.

Die Anzahlungen unserer Kunden haben sich stabilisiert. Für die Finanzierung der Vorräte musste ein geringfügiger Wert i.H.v. 7,5 Mio. € selbst finanziert werden (Vorjahr: 8,9 Mio. €).

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und stillen Gesellschaftern sind auf Grund unserer Gesellschafterstruktur und unserer Rechtsform mit 17,6 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr 21,1 Prozent) ein wesentlicher Bestandteil unserer Eigenmittel.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich lediglich auf 7,3 Prozent der Bilanzsumme. Für Kundenanzahlungen werden überwiegend entsprechende Bankbürgschaften gestellt. Die unfertigen Erzeugnisse konnten im vergangenen Jahr weitgehend durch Kundenanzahlungen und den operativen Cash-Flow finanziert werden. Das Digitalisierungs- und Prozessprojekt "PRO-FIT" wird im Rahmen eines Sale- & Lease-Back Modells finanziert, welches in den Folgejahren zurückgeführt werden wird.

Die in dem Geschäftsjahr getätigten Investitionen belaufen sich auf 11,0 Mio. €. Es handelt sich einerseits um verschiedene Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Software, andererseits um den Erwerb der Anteile an der HAS Technologie GmbH, sowie dem Erwerb der Anteile an der Laboratory Systems Group Pty Ltd., Australien. Aus der Veräußerung der Grundstücke unserer Tochtergesellschaft ISE Ilmenauer Systemeinrichtungen GmbH & Co. KG in Ilmenau wurden Mittelzuflüsse mit 1,56 Mio. € erzielt.

Die Liquidität des Unternehmens war jederzeit gewährleistet und ist zukünftig gesichert.

2.4.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist auf 156,6 Mio. € (Vorjahr 149,1 Mio. € /+ 4,8 Prozent) gestiegen. Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg nochmals um 10,4 Mio. € auf 60 Mio. € (+20,9 Prozent).

Selbst angesichts der gestiegenen Bilanzsumme erhöht sich die Eigenkapitalquote deutlich, und zwar von 33,3 Prozent auf 38,3 Prozent. Die Eigenmittelquote - bestehend aus dem bilanziellen Eigenkapital sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und stillen Gesellschaftern - ist in der Folge ebenfalls gestiegen. Sie liegt bei 55,9 Prozent (Vorjahr 54,4 Prozent).

Die Vorräte, kurzfristigen Forderungen und Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich. Das Anlagevermögen ist durch langfristige Mittel finanziert.

2.4.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere Unternehmensteuerung nutzen wir die Kennzahlen "Umsatz pro Mitarbeiter", Umsatzrentabilität", "Rohertragsquote" sowie "Cash Flow".

Die Umsatzrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis Jahresüberschuss zu den Umsatzerlösen. Die Rohertragsquote ergibt sich aus der Differenz zwischen der Gesamtleistung und des Materialaufwandes, im Verhältnis zur Gesamtleistung. Die Ermittlung des Cash Flow erfolgt aus dem Jahresergebnis, den Abschreibungen und der Dotierung bzw. Auflösung von langfristigen Pensionsrückstellungen.

Trotz der im Geschäftsjahr um 126 MA gestiegenen Anzahl an Mitarbeitern (davon 78 durch Zukäufe) hat sich die Kennzahl Umsatz pro Mitarbeiter von 185,5 T€ auf 196,4 T€ erhöht.

Die Umsatzrentabilität stabilisiert sich bei 3,6 Prozent. Die Ergebnissteigerung beruht auf der Verbesserung der Ergebnisse der Bereich Laborraumlösungen sowie Schuleinrichtungen. Unser Maschinen- und Anagenbau verzeichnet projektbedingt reduzierte Erträge.

Das Rohergebnis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei einer um 12 Prozent gestiegenen Konzerngesamtleistung lediglich um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, auf 214,5 Mio. € erhöht. Dies ist im Wesentlichen durch reduzierte Projektmargen in den Geschäftsbereichen Füll- und Verschließmaschinen, sowie Process- & Automations-Solutions begründet.

Der Cash Flow hat sich von 14,9 Mio. € im Vorjahr auf 17,9 Mio. € erhöht.

Der Finanzmittelbestand im Berichtsjahr ist um 14,6 Mio. € gesunken, er liegt bei weiterhin komfortablen 38,6 Mio. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus den erhöhten Forderungen (+ 19,2 Mio. €) sowie hohen Investitionen (9,8 Mio. €).

Andererseits erhöhten sich im Wesentlichen die sonstigen Verbindlichkeiten (+ 4,3 Mio. €) sowie die erhaltenen Anzahlungen (+ 7,9 Mio. €).

Besonderen Wert wurde und wird auf die Qualifizierung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch gezielte Förderung und Weiterbildung gelegt. Mit sehr hoher Aufmerksamkeit widmen wir uns außerdem der qualifizierten Ausbildung von Nachwuchskräften, z. B. im Rahmen unseres "Newcomer" Projektes. Stolz sind wir auf mehrere IHK-Preisträger. Neben den Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wurden weitere Fördermaßnahmen und Coachings genutzt, um Prozesse, Zusammenarbeit und Kundenkontakte zu verbessern.

Den Fachkräftebedarf decken wir vorrangig durch eigene Aus- und Weiterbildung. Fortgesetzt wurden neben dem unternehmensübergreifenden Traineeprogramm das Weiterbildungsprogramm "Lern von mir". Sowohl im Geschäftsjahr 2022/2023 als auch im laufenden Jahr haben wir wieder zahlreiche Auszubildende eingestellt und erhöhten so kontinuierlich die Ausbildungsquote. Gegen den allgemeinen Trend konnten im laufenden Jahr 44 junge Menschen für den Einstieg mit Ausbildung oder dualem Studium für WALDNER gewonnen werden.

Für das aktuelle Führungsteam wurden die Qualifizierungsmaßnahmen im Sinne der Ziele der strategischen Unternehmensentwicklung nochmals intensiviert.

Die Verbesserung interner Prozesse ist uns ein großes Anliegen. Unser Prozessentwicklungsprojekt "PRO-FIT", in dessen Rahmen auch die Einführung von SAP S/4-Hana umgesetzt wird, erfordert große Aufmerksamkeit und bindet Ressourcen. Um solche Projekte zum Erfolg zu führen, akquirieren wir weiterhin gezielt hoch qualifizierte Mitarbeiter zur dauerhaften Verstärkung des mittleren Managements.

Zusätzlich beschäftigt sich die Gruppe verstärkt mit umweltschonenden und zur Energieeinsparung geeigneten Maßnahmen, die kontinuierlich umgesetzt werden. So konnte der Stromverbrauch am Standort Wangen in den vergangenen 5 Jahren trotz steigender Gesamtleistung, um ca. 31 Prozent, der Verbrauch von Heizöl um ca. 93 Prozent gesenkt werden. Waldner bezieht seit Anfang des Jahres zu 100 % Ökostrom. Durch den Wechsel zu einem anderen Stromversorger senken wir nun unsere CO2 Emissionen insgesamt deutlich und haben diese beim Strom auf Null abgesenkt. Wo immer möglich verwenden wir unsere Dächer für Photovoltaikanlagen, deren Ertrag wir zu 98 % selbst nutzen. Durch die Investition in eine neue Pulverbeschichtungsanlage werden wir diesen Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzen.

3 PROGNOSEBERICHT

Unsere Geschäftsbereiche sind zukunftsfähig aufgestellt. Wir kümmern uns mit den Bereichen Bildung und Forschung wie auch Lebensmitteltechnologie und Verfahrenstechnik um Zukunftsmärkte, in denen wir mit technologischer Kompetenz fest verankert sind.

Üblichen konjunkturellen Schwankungen können wir uns gleichwohl nicht entziehen. In allen vier Geschäftsbereichen verzeichneten wir im vergangenen Geschäftsjahr Wachstumsimpulse die sich, in insgesamt unsicheren Zeiten, positiv ausgewirkt haben und werden.

Um die positive Entwicklung und die Marktstellung der WALDNER Gruppe zu unterstützen und zu ergänzen, wurden im Berichtsjahr wiederum - insbesondere in den Geschäftsbereichen Laborraumlösungen, Füll- und Verschließmaschinen und den Process- & Automation Solutions - verschiedene Möglichkeiten einer horizontalen und vertikalen Diversifikation geprüft. Durch Zukäufe der Firmen HAS Technologie GmbH und Laboratory Systems Group Pty. Ltd. konnten diese erfolgreich zum Abschluss gebracht werden.

Derzeit sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Durch eine systematische Erfassung und aktive Steuerung versuchen wir, Risiken zu reduzieren und das Ausmaß nicht vermeidbarer Schäden so gering wie möglich zu halten. Zur Beobachtung der Marktentwicklung und zur Festlegung von Verkaufszielen werden im Wesentlichen die Auftragseingänge, Konjunkturdaten in den Zielmärkten, Marktstudien und die Einschätzung des Vertriebs herangezogen.

Auf Basis einer sich stabilisierenden Entwicklung im Export, einer sich deutlich bessernden Situation im europäischen Umfeld, greifender Maßnahmen beim Ausbau unserer Aktivitäten im Geschäftsbereich Schuleinrichtungen sowie der nicht zuletzt durch den Zukauf der HAS Technologie GmbH positiven Entwicklung in den Geschäftsbereichen Füll- und Verschließmaschinen und Process- & Automation Solutions rechnen wir gegenüber dem Vorjahr mit einer verbesserten Geschäftsentwicklung.

Insgesamt erwarten wir für das laufende und das folgende Geschäftsjahr ein in unseren Branchen weiter gutes konjunkturelles Umfeld und gehen nicht davon aus, dass sekundäre Effekte aus den Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit, inklusive der Kostensteigerungen wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäft haben werden. Die Versorgungssituation schätzen wir hierbei derzeit als beherrschbar ein. Entscheidend für den unternehmerischen Erfolg wird weiterhin bleiben, die gestiegenen Kosten durch vorausblickende Kalkulation, Preisänderungsklauseln sowie gute und transparente Kommunikation an unsere Kunden weiterzugeben. Dies ist, insbesondere im Bereich des langfristigen Projektgeschäftes, elementar. Da wir in allen Bereichen unseres Konzerns über hohe Auftragsbestände verfügen, rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr mit einer guten Kapazitätsauslastung, die jedoch zeitweise durch kundenseitig verursachte Verzögerungen auf den Baustellen starken Schwankungen unterliegen kann. Die Nachfrage des laufenden Geschäftsjahres in den Bereichen Füll- und Verschließmaschinen, Process- und Automation Solutions sowie Schuleinrichtungen liegen in den ersten Monaten bereits über Plan. Es werden weiterhin große Anstrengungen unternommen, Kosteneinsparungspotentiale zu nutzen, um die Gesamtkosten zu reduzieren. Zudem müssen die Risiken in der Projektabwicklung deutlich reduziert werden.

Wir planen, auch weiterhin in allen Geschäftsbereichen Geld zu verdienen. Primär aufgrund der Verbesserung im Geschäftsbereich Laborraumlösungen und einer Stabilisierung der Geschäftsbereiche Schuleinrichtungen, Füll- und Verschließmaschinen, sowie Process- & Automation Solutions erwarten wir auch für die Gruppe in den kommenden Jahren eine steigende Ertragskraft bei stabilen Umsätzen. Die Weiterentwicklung unserer internen Prozesse im Rahmen der Ertragssteigerung sowie der Fortführung von PRO-FIT, hat die laufenden Kosten temporär ansteigen lassen.

Zusammenfassend rechnen wir für die beiden kommenden Geschäftsjahre mit einem gegenüber 2022/2023 moderat steigenden Ergebnis.

4. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

4.1 Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Sofern sich die Konjunktur durch die Fortführung der internationalen, isolationistischen Politik, die Auswirkungen der Pandemie und vor allem kriegerischen Auseinandersetzungen dauerhaft abschwächt, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden negativ beeinflussen und sich negativ auf Investitionsentscheidungen unserer Kunden auswirken. Insbesondere die deutlichen Rückschritte für den freien Handel in der Welt betrachten wir weiterhin mit Sorge. Die Zins- und inzwischen auch konjunkturbedingte Krise in der Bauindustrie wird sich ebenfalls negativ auf unsere Branche sowie auf unsere Lieferanten auswirken. Daraus können erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken für unser Unternehmen entstehen.

Ertragsorientierte Risiken:

Der hohe Wettbewerbsdruck hat in den relevanten Branchen weiter zugenommen. Abwicklungsbezogenen Risiken bei Großprojekten begegnen wir mit fortlaufender Modernisierung unserer Prozesse, Methoden und Werkzeuge. In allen vier Geschäftsbereichen analysieren wir permanent die sich verändernden Kunden- und Marktbedürfnisse, um unserem Anspruch als Innovationsgeber gerecht zu werden. Die kostenintensive Abwicklung bei Labor sowie die weitere Arbeit am IT-Bebauungsplan und PRO-FIT führt weiterhin zu leistungswirtschaftlichen Risiken.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Kundenanzahlungen stellen einen wesentlichen Teil unserer Finanzierung dar. Bisher ist die Entwicklung in diesem Bereich weitgehend stabil. Wegen enger Kundenbeziehungen und der Marktstellung der Konzernunternehmen sind wir zuversichtlich, uns auch weiterhin vor allem über Kundenanzahlungen finanzieren zu können. Dem Risiko reduzierter Anzahlungen begegnen wir durch die Vereinbarung ausreichender Linien sowie die Nutzung staatlicher und privatwirtschaftlicher Methoden der Ausfallsicherung. Die Zahlungsfähigkeit der Gruppe ist jederzeit gewährleistet.

Kundenaufträge werden überwiegend in Euro abgewickelt. Aufträge in fremder Währung werden im Rahmen von kongruenten Devisentermingeschäften gegen Währungsrisiken abgesichert.

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sowie ausreichenden Finanzierungslinien nicht erkennbar.

4.2 Chancenbericht

Alle Geschäftsbereiche waren in den vergangenen Jahren nur geringfügig von konjunkturellen Schwankungen betroffen. Aufgrund der positiven Rahmenbedingungen sehen wir der künftigen Entwicklung daher zuversichtlich entgegen.

Auch künftig erwarten wir für unsere Kernbereiche Lebensmitteltechnologie sowie Bildung und Forschung zusätzliche Wachstumsimpulse, so dass die allgemeinen Schwankungen im konjunkturellen Umfeld uns nur gedämpft treffen werden. Durch die Erweiterung der Unternehmensgruppe mit der Firma HAS Technologie GmbH werden wir die Bereiche Pharma und Chemie in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Durch die Übernahme der Firma Laboratory Systems Group Pty. Ltd., Australien erweitern wir unseren Marktzugang in dem Wachstumsmarkt Australien.

Das internationale Geschäft im Bereich Schuleinrichtungen liegt bei unserer Labor-Gesellschaft, weil dort bereits eine internationale Vertriebsstruktur vorhanden ist. Das Potential dieser sehr erfolgreichen Veränderung werden wir auch in den kommenden Jahren ausbauen.

Wir sind in Branchen tätig, in denen Innovationskraft und Kundenorientierung herausragende Bedeutung haben. Nach unserer Erfahrung bringt die allgemeine konjunkturelle Entwicklung Chancen für Forschungs- und Bildungsprojekte mit sich, die wir durch konsequente Marktbearbeitung mit unseren hohen Qualitätsansprüchen, mit Optimierung interner Abläufe sowie mit gezielter Förderung und Weiterbildung der Mitarbeiter verfolgen werden. Daher sehen wir, trotz der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, positiv in die Zukunft.

4.3 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Unser Kundenstamm ist solvent und bonitätsstark. Mit einem Großteil der Kunden arbeiten wir seit mehreren Jahren zusammen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Die kurzfristige Finanzierung ist über Eigenmittel, Kundenanzahlungen, Lieferantenkredite und Kontokorrentlinien gedeckt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen wir über ein adäquates Debitorenmanagement.

Unsere Risikopolitik bezüglich der Finanzpositionen ist konservativ. Das Finanz- und Risikomanagement ist auf die Sicherstellung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art ausgerichtet. Aufträge in fremder Währung werden im Rahmen von Devisentermingeschäften gegen Währungsrisiken abgesichert.

5 GESAMTAUSSAGE

Als international tätige Unternehmensgruppe ist WALDNER einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt. Wir sind in Branchen tätig, die strukturell Wachstum versprechen. Dem Wettbewerbsdruck müssen wir uns stellen, ebenso wie der aufgrund der Langfristigkeit vieler Projekte besonders hohen Anfälligkeit für Änderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld, wie Inflation und Protektionismus.

Weiterhin stehen wir intern vor organisatorischen Herausforderungen bei der kontinuierlichen Modernisierung interner Prozesse. Chancen und Risiken werden durch eine zeitnahe Kennzahlenanalyse erkannt und im Führungskreis des Unternehmens regelmäßig bewertet. Unser Controlling überwacht Chancen und Risiken entsprechend ihrer Tragweite und unterstützt die Geschäftsführung bei vorbeugenden Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Zusätzliche Maßnahmen waren nicht zu ergreifen. Durch ein fortlaufendes Reporting der wesentlichen Kennzahlen aller unserer Gesellschaften, eine detaillierte monatliche Erfolgsrechnung und regelmäßige Forecasts sind wir jederzeit über die wirtschaftliche Lage unserer Beteiligungen informiert. Risiken, welche die Entwicklung des Konzerns nachhaltig beinträchtigen oder gefährden könnten, liegen derzeit nicht vor. Planabweichungen werden kurzfristig analysiert, besprochen und Maßnahmen zur Zielerreichung festgelegt.

Durch unser Leitbild "oneWALDNER" und die etablierte Führungsholding versprechen wir uns deutlich mehr Geschwindigkeit und Effizienz bei der Umsetzung entsprechender Maßnahmen. Seit 2023 gliedern wir uns in vier unternehmensübergreifende, selbständig agierende Geschäftsbereiche. Die zugrundeliegende Organisation werden wir konsequent weiterentwickeln. Die Erfahrungen des zurückliegenden Geschäftsjahres ermutigen uns, auf Kurs zu bleiben.

 

Wangen im Allgäu, 30. November 2023

Konzern-Bilanz

Aktivseite

30.06.2023 30.06.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 552.231,43 421.401,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.729.494,92 . 2.754.980,23
8.281.726,35 3.176.381,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.991.337,17 17.079.169,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.076.797,65 1.376.343,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.853.510,68 10.352.724,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 211.414,88 32.250,00
28.133.060,38 28.840.487,70
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 214.484,12 25.693,06
36.629.270,85 32.042.562,50
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.592.703,01 26.998.180,68
2. Unfertige Erzeugnisse 77.404.739,08 69.151.225,81
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 419.506,04 227.695,57
4. Geleistete Anzahlungen 4.340.458,72 5.886.177,36
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -101.242.552,15 -93.392.082,79
7.514.854,70 8.871.196,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 63.746.796,58 44.511.701,17
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr: € 0,00 (VJ: € 0,00)
2. Sonstige Vermögensgegenstände 7.721.538,70 6.303.617,68
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr: € 1.379,65 (VJ: € 1.379,65) 71.468.335,28 50.815.318,85
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 38.591.698,16 55.740.152,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.072.290,06 1.260.066,28
davon Disagio € 0,00 (VJ: € 0,00)
D. Aktive latente Steuern 286.115,00 382.196,00
156.562.564,05 149.111.493,16

Passivseite

30.06.2023 30.06.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 125.000,00 125.000,00
II. Kapitalanteile der Kommanditisten 6.650.000,00 6.650.000,00
III. Kapitalrücklage 9.300.000,00 9.300.000,00
IV. Gewinnrücklagen 42.561.612,06 32.383.199,41
V. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -163.246,58 67.031,69
VI. Anteile Gesellschafter 1.515.613,23 1.094.877,23
59.988.978,71 49.620.108,33
B. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 25.310.454,02 25.977.861,03
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.576.388,00 1.454.325,00
2. Steuerrückstellungen 1.301.263,80 7.990.562,76
3. Sonstige Rückstellungen 43.016.432,72 38.902.730,45
45.894.084,52 48.347.618,21
D. Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern 2.209.883,85 5.529.559,25
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.914.181,70 2.598.236,33
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.391.010,73 11.481.955,39
3. Sonstige Verbindlichkeiten 9.705.740,52 5.402.111,62
davon aus Steuern: € 7.076.247,98 (Vj. € 3.315.253,15) 23.010.932,95 19.482.303,34
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 239.510,56 (Vj. € 149.196,99)
F. Passive latente Steuern 148.230,00 154.043,00
156.562.564,05 149.111.493,16

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2022/2023 2021/2022
1. Umsatzerlöse 324.022.827,98 290.003.469,27
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 8.445.323,74 2.620.505,78
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.770.254,15 7.638.938,43
336.238.405,87 300.262.913,48
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -113.442.893,09 -95.072.176,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.265.684,32 -7.146.498,60
-121.708.577,41 -102.218.674,91
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -92.599.400,94 -83.767.286,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -18.493.682,33 -17.024.951,97
davon für Altersversorgung: € 518.689,87 (Vorjahr: € 513.350,08) -111.093.083,27 -100.792.238,33
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.036.433,71 -4.377.760,77
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -79.211.757,77 -75.133.459,57
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 195,00 255,94
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 234.133,51 176.191,77
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.704.716,82 -1.571.518,71
-1.470.388,31 -1.395.071,00
11. Ergebnis vor Steuern 16.718.165,40 16.345.708,90
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.721.931,71 -5.701.088,36
13. Ergebnis nach Ertragsteuern 11.996.233,69 10.644.620,54
14. Sonstige Steuern -206.146,47 -157.122,08
15. Konzernjahresüberschuss 11.790.087,22 10.487.498,46
16. Einstellung in die Gewinnrücklagen -10.418.133,10 -9.444.961,94
17. Gutschrift auf den Darlehenskonten der Gesellschafter -1.371.954,12 -1.042.536,52
18. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Konzern-Kapitalflussrechnung

2022/2023
T€
2021/2022
T€
1. Liquide Mittel (Kasse, Bank) am Geschäftsjahresanfang 55.740 68.078
abzüglich jederzeitig fällige Bankverbindlichkeiten am Geschäftsjahresanfang -2.598 -2.980
53.142 65.098
2. Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Jahresüberschuss 11.790 10.487
+ Abschreibungen 6.036 4.378
+/- Veränderung Pensionsrückstellung 122 16
Cash Flow nach DVFA/SG 17.948 14.881
Veränderungen der Bilanzposten (ohne liquide Mittel) durch laufende Geschäftstätigkeit
Vorräte (einschließlich geleisteter Anzahlungen) -6.494 -14.022
erhaltene Anzahlungen 7.850 -12.283
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -19.235 2.864
Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern 1.851 2.880
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -91 4.092
sonstige Verbindlichkeiten 4.304 -1.248
passive latente Steuern -6 -6
aktive latende Steuern, Rechnungsabgrenzung und übrige Vermögensgegenstände 26 -2.110
Rückstellungen -3.076 -6.521
Konsolidierungsbedingte Zu- und Abgänge von Bilanzpositionen 30 903
Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.068 -70
Zinsaufwendungen / Zinserträge 1.471 1.395
Ertragsteuerzahlungen -6.449 -2.352
Ertragsteueraufwand 4.722 5.701
Cash-Flow aus laufender Tätigkeit 1.783 -5.896
3. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit
Veränderungen der Bilanzposten durch Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen 0 0
Auszahlungen für Investitionen von immateriellen Vermögensgegenständen -6.998 -137
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.720 216
Auszahlungen für Investitionen von Gegenständen des Sachanlagevermögens -3.963 -3.114
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0
Auszahlungen für Investitionen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens -25 0
Erwerb von konsolidierten Unternehmen -768 -731
Erhaltene Zinsen 234 176
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -9.800 -3.590
4. Währungsdifferenzen -230 269
5. Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit
Einlagen Gesellschafterdarlehen 0 33
Entnahmen Gesellschafterdarlehen -2.531 -2.124
Auszahlungen stiller Gesellschafter -5.170 0
Zinsen Gesellschafterkonten 1.122 784
Gezahlte Zinsen -1.638 -1.432
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -8.217 -2.739
6. Liquide Mittel (Kasse, Bank) am Geschäftsjahresende 38.592 55.740
abzüglich jederzeitig fällige Bankverbindlichkeiten am Geschäftsjahresende -1.914 -2.598
36.678 53.142

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Summe:
Gezeichnetes Kapital
Kommanditkapital
Kapitalrücklage
Konzern-Eigenkapital zum 30.06.2022 49.620.108 125.000 6.650.000 9.300.000
Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2022/2023 11.790.087
Gutschrift auf den Darlehenskonten der Gesellschafter -1.371.954
Veränderung Kapitalkonten Gesellschafter 420.736
Einstellung und Verrechnung Gewinnrücklagen -239.720
Währungsdifferenzen des laufenden Geschäftsjahres -230.279
Konzern-Eigenkapital zum 30.06.2023 59.988.978 125.000 6.650.000 9.300.000
Gewinnrücklagen
Währungsdifferenzen
Konzern-Eigenkapital zum 30.06.2022 32.383.199 67.032
Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2022/2023 11.790.087
Gutschrift auf den Darlehenskonten der Gesellschafter -1.371.954
Veränderung Kapitalkonten Gesellschafter
Einstellung und Verrechnung Gewinnrücklagen -239.720
Währungsdifferenzen des laufenden Geschäftsjahres -230.279
Konzern-Eigenkapital zum 30.06.2023 42.561.612 -163.247
Entwicklung des Eigenkapitals im Vorjahr: Summe:
Gezeichnetes Kapital
Kommanditkapital
Kapitalrücklage
Konzern-Eigenkapital zum 30.06.2021 40.888.630 52.000 6.650.000 9.300.000
Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2021/2022 10.487.498
Erhöhung gezeichnetes Kapital (WALDNER SE) 73.000 73.000
Gutschrift auf den Darlehenskonten der Gesellschafter -1.042.537
Erwerb Minderheitenanteil -730.656
Einstellung und Verrechnung Gewinnrücklagen -324.533
Währungsdifferenzen des laufenden Geschäftsjahres 268.706
Konzern-Eigenkapital zum 30.06.2022 49.620.108 125.000 6.650.000 9.300.000
Entwicklung des Eigenkapitals im Vorjahr: Gewinnrücklagen
Währungsdifferenzen
Konzern-Eigenkapital zum 30.06.2021 23.940.711 -201.674
Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2021/2022 10.487.498
Erhöhung gezeichnetes Kapital (WALDNER SE)
Gutschrift auf den Darlehenskonten der Gesellschafter -1.042.537
Erwerb Minderheitenanteil -677.940
Einstellung und Verrechnung Gewinnrücklagen -324.533
Währungsdifferenzen des laufenden Geschäftsjahres 268.706
Konzern-Eigenkapital zum 30.06.2022 32.383.199 67.032
Anteile Gesellschafter
Außenstehende Anteilseigner
Konzern-Eigenkapital zum 30.06.2022 1.094.877 0
Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2022/2023 0
Gutschrift auf den Darlehenskonten der Gesellschafter
Veränderung Kapitalkonten Gesellschafter 420.736
Einstellung und Verrechnung Gewinnrücklagen
Währungsdifferenzen des laufenden Geschäftsjahres
Konzern-Eigenkapital zum 30.06.2023 1.515.613 0
Entwicklung des Eigenkapitals im Vorjahr: Anteile Gesellschafter
Außenstehende Anteilseigner
Konzern-Eigenkapital zum 30.06.2021 1.094.877 52.716
Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2021/2022 0
Erhöhung gezeichnetes Kapital (WALDNER SE)
Gutschrift auf den Darlehenskonten der Gesellschafter
Erwerb Minderheitenanteil -52.716
Einstellung und Verrechnung Gewinnrücklagen
Währungsdifferenzen des laufenden Geschäftsjahres
Konzern-Eigenkapital zum 30.06.2022 1.094.877 0

Konzern-Anhang

Der Konzernabschluss wurde von der WALDNER SE als persönlich haftende Gesellschafterin der Waldner Holding SE & Co. KG nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt. Die Walder SE hat ihren Sitz in Wangen (Allgäu) und ist in Deutschland eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Ulm unter der Registernummer HRB 743161.

Bewertungs- und Ausweisvorschriften für große Kapitalgesellschaften wurden beachtet.

Zusatzangaben, die für einzelne Positionen der Konzernbilanz bzw. der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesetzlich gefordert sind, haben wir weitgehend in den Anhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen wir nach dem Gesamtkostenverfahren auf.

Konsolidierungskreis

Unser Konzernabschluss umfasst die persönlich haftende Gesellschafterin, die WALDNER SE, die Waldner Holding SE & Co. KG sowie sämtliche ihrer Tochtergesellschaften.

Im Juli 2022 wurden sämtliche Anteile an der HAS Technologie GmbH, Bodnegg erworben.

Weiterhin wurde im Rahmen eines asset-Deals der Geschäftsbetrieb der Laboratory Systems Group Pty Ltd., Australien erworben.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 28. Juni 2023 hat die Ilmenauer Systemeinrichtungen GmbH als Komplementärin der ISE Ilmenauer Systemeinrichtungen GmbH & Co. KG den Austritt aus der Kommanditgesellschaft erklärt und ist damit aus der Kommanditgesellschaft ausgeschieden. Mit dem Ausscheiden der Ilmenauer Systemeinrichtungen GmbH sind Vermögen und Schulden der ISE Ilmenauer Systemeinrichtungen GmbH & Co. KG auf die Alleinkommanditistin Waldner Holding SE & Co. KG angewachsen.

Der Konzernabschluss ist befreiender Konzernabschluss nach §§ 264 Abs. 3, 264b HGB für die einbezogenen inländischen Gesellschaften.

Ansatz- und Bewertungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden nach den in unserem Konzernhandbuch festgelegten einheitlichen Bewertungs- und Bilanzierungsgrundsätzen erstellt.

Vermögensgegenstände bewerten wir höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Vorräte bewerten wir zu durchschnittlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Soweit Risiken ersichtlich waren, haben wir angemessene Abschreibungen vorgenommen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Es wurde unter Verwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Zinsfuß von 1,80 % gerechnet. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. In den Vorjahren (Jahresabschlüsse bis 30. Juni 2015) wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet. Der Differenzbetrag zwischen dem 7-Jahres- und dem 10-Jahresdurchschnittszins der bilanzierten Pensionszusagen beträgt € 33.823,00. Für der Anpassungspflicht unterliegende Zusagen wurde ein Rententrend von 2,0 % berücksichtigt. Ein Gehaltstrend wurde nicht eingerechnet. Die Aufwendungen aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen betrugen € 22.212,00.

Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtung erfolgt nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der so genannten Anwartschaftsbarwertmethode sowie den Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Zur Ermittlung der Rückstellung wurden ein Rechnungszinsfuß von 0,68 % sowie ein Gehaltstrend von 3,50 % zugrunde gelegt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von einem Jahr ergibt.

Die Rückstellung für Jubiläumszahlungen wurde nach der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) mittels den Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Zur Ermittlung der Rückstellung wurden ein Rechnungszinsfuß von 1,57 % sowie ein Gehaltstrend von 3,50 % zugrunde gelegt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die Aufwendungen aus der Abzinsung der Rückstellungen für Jubiläumszahlungen und für Altersteilzeitverpflichtungen betrugen € 11.294,00.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten des Konzerns abzudecken. Sie betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich, Garantieleistungen, Drohverluste, ausstehende Rechnungen, Restrukturierungen und Nachlaufkosten für Projekte. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitmodelle erfolgte nach den Vorgaben des Instituts der Wirtschaftsprüfer. Die Verpflichtungen wegen italienischer Ruhestandsregelungen werden bei den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Eine Abzinsung von langfristigen Rückstellungen wurde bis auf die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen und Jubiläumszahlungen nicht vorgenommen, da wir davon ausgehen, dass die Effekte aus der Abzinsung und die Effekte aus künftigen Kostensteigerungen sich gegenseitig aufheben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und die Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern wurden wegen gesellschaftsrechtlicher Besonderheiten jeweils in einem gesonderten Bilanzposten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten haben wir mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden, soweit sie auf das Vorratsvermögen entfallen, wie im Vorjahr offen auf der Aktivseite bei der Position "Vorräte" abgesetzt. Wie im Vorjahr konnten die gesamten Anzahlungen von den Vorräten offen abgesetzt werden, so dass kein übersteigender Betrag verblieb, der auf der Passivseite bei der Position "Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" auszuweisen wäre.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung haben wir nach einer modifizierten Stichtagskursmethode vorgenommen. Die Posten der Bilanz wurden zu Stichtagskursen umgerechnet. Bei den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir zunächst den durchschnittlichen Währungskurs des vergangenen Geschäftsjahres ermittelt und mit diesem Kurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen haben wir innerhalb des Konzerneigenkapitals offen ausgewiesen. Die Abweichungen zu Stichtagskursen waren ohne größere Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Infolge der Umrechnung mit Stichtagskursen ergeben sich Umrechnungsdifferenzen, die ergebnisneutral behandelt werden.

Konsolidierung

Für Erwerbsvorgänge vor erstmaliger Anwendung des BilMoG wurden bei der Kapitalkonsolidierung aufgrund der Übergangsregelung des Art. 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB die Buchwerte ohne Aufdeckung stiller Reserven fortgeführt. Die Anschaffungskosten der Anteile werden auf die Beträge des Eigenkapitals zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung haben wir im Jahr der Erstkonsolidierung mit Rücklagen verrechnet.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Zwischengewinne aus konzerninternen Warenlieferungen, Umsätze und Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert.

Konzernbilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf nachfolgendem Anlagenspiegel zusammengestellt.

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.07.2022
Währungsdifferenzen
Zugang Erstkonsolidierung
Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.114.142,19 3.354,76 157.055,26 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.826.286,67 0,00 0,00 0,00
13.940.428,86 3.354,76 157.055,26 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.864.692,78 51.979,13 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.057.911,85 -2.012,16 101.749,12 96.750,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.352.342,73 -77.418,81 408.805,55 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.250,00 0,00 0,00 -96.750,00
91.307.197,36 -27.451,84 510.554,67 0,00
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 25.693,06 0,00 164.364,16 0,00
25.693,06 0,00 164.364,16 0,00
105.273.319,28 -24.097,08 831.974,09 0,00
Anschaffungs- / Herstellungskosten
Zugänge
Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 321.882,27 175.652,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.676.066,08 0,00
6.997.948,35 175.652,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 85.239,92 2.929.097,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.110.380,03 8.086.188,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.491.301,28 1.796.762,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 275.914,88 0,00
3.962.836,11 12.812.048,91
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 24.426,90 0,00
24.426,90 0,00
10.985.211,36 12.987.701,65
Anschaffungs- / Herstellungskosten Stand
30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.420.781,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.502.352,75
20.923.134,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.072.813,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.278.590,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.378.268,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 211.414,88
82.941.087,39
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 214.484,12
214.484,12
104.078.706,00
Abschreibungen
Stand 01.07.2022
Währungsdifferenzen
Zugang Erstkonsolidierung
Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.692.740,68 3.464,26 156.915,01 191.082,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.071.306,44 0,00 0,00 1.701.551,39
10.764.047,12 3.464,26 156.915,01 1.892.633,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.785.523,48 18.955,12 0,00 666.095,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.681.568,43 9.582,90 80.107,93 503.475,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.999.617,75 -26.786,78 276.246,85 2.974.229,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
62.466.709,66 1.751,24 356.354,78 4.143.800,22
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
73.230.756,78 5.215,50 513.269,79 6.036.433,71
Abschreibungen
Abgänge
Stand 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 175.651,74 5.868.550,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 6.772.857,83
175.651,74 12.641.408,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.389.097,25 21.081.476,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.072.942,30 12.201.792,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.698.549,34 21.524.757,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
12.160.588,89 54.808.027,01
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 0,00
12.336.240,63 67.449.435,15
Buchwerte
Stand 30.06.2023
Stand 30.06.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 552.231,43 421.401,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.729.494,92 2.754.980,23
8.281.726,35 3.176.381,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.991.337,17 17.079.169,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.076.797,65 1.376.343,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.853.510,68 10.352.724,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 211.414,88 32.250,00
28.133.060,38 28.840.487,70
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 214.484,12 25.693,06
214.484,12 25.693,06
36.629.270,85 32.042.562,50

Soweit aus Anteilskäufen im Rahmen der Kapitalkonsolidierung Unterschiedsbeträge verbleiben, werden diese als Geschäfts- und Firmenwert aktiviert und linear abgeschrieben. Den Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Hohenloher-Gruppe schreiben wir über fünfzehn Jahre ab, weil wir das Geschäftsmodell als nachhaltig tragfähig ansehen. Der Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr erworbenen Anteile an der HAS Technologie GmbH wird über fünf Jahre abgeschrieben, weil das auf Digitalisierung begründete Geschäftsmodell der Gesellschaft den schnelllebigen Entwicklungen dieser Branche unterliegt. Im Übrigen schreiben wir noch vorhandene Firmenwerte auf 10 Jahre ab.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus der Zwischengewinneliminierung (T€ 286). Diese sind mit einem unternehmensindividuellen Steuersatz von 12,3 % ermittelt.

Das ausgewiesene gezeichnete Kapital setzt sich aus dem Grundkapital der Waldner SE in Höhe von € 125.000,00 zusammen. Im Posten Kapitalanteile der Kommanditisten wird das Kommanditkapital der Waldner Holding SE & Co. KG, der Waldner Grundstücks GmbH & Co. KG und der WALDNER Finance SE & Co. KG ausgewiesen. Der Posten Anteile Gesellschafter enthält die variablen Kapitalkonten der Kommanditisten.

Die in einem gesonderten Bilanzposten ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren. Die ebenfalls in einem gesonderten Bilanzposten ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern haben nach Beendigung der stillen Beteiligung eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 1.914.181,70 haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Diese sind nicht besichert.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte.

Transaktionen mit nahe stehenden Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche bzw. Absatzmärkte:

gesamt
T€
Inland
T€
Ausland
T€
Labor- und Schuleinrichtungen 225.633 117.612 108.021
Metallverarbeitung 98.390 22.492 75.898
gesamt 324.023 140.104 183.919

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen von T€ 224 und sonstige periodenfremde Erträge von T€ 1.523 sowie Erträge aus Währungsumrechnung von T€ 534.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus der Erhöhung von Wertberichtigungen auf Forderungen von T€ 398 und sonstige periodenfremde Aufwendungen von T€ 888 sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung von T€ 1.132 enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus Abzinsungen von T€ 17 verbucht.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In der Position sind Aufwendungen aus Abzinsungen von T€ 34 enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In der Position sind Aufwendungen aus der Minderung aktiver latenter Steuern von T€ 96 und Erträge aus der Minderung passiver latenter Steuern von T€ 6 enthalten.

Kurssicherung

Bei größeren Aufträgen vereinbaren wir mit unseren Kunden Zahlungspläne, teilweise auch in Schweizer Franken, in Singapur-Dollar und in australischen Dollar. Die hieraus resultierenden künftigen Zahlungen tauschen wir bereits bei Auftragseingang durch Kurssicherungsgeschäfte, die an den Zahlungsplan angepasst sind, in Euro um, damit wir bei künftigen Wechselkurs-Schwankungen der Fremdwährungen keine Risiken tragen müssen. Es bestehen zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte über 5.122.596,06 CHF, über 184.000,00 SGD und über 1.587.494,00 AUD. Die Barwerte zum Bilanzstichtag betragen ./. TEUR 9,0. Es wurden Bewertungseinheiten gebildet.

Weiterhin hat eine ausländische Tochtergesellschaft Devisentermingeschäfte über 1.600.000,00 Euro abgeschlossen. Die Barwerte zum Bilanzstichtag betragen ./. TEUR 111,4.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Es bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 12.603, wovon T€ 8.800 auf Leasingverpflichtungen für neue EDV-Programme entfallen; es wird hierzu auf die nachfolgenden Erläuterungen zu wesentlichen Verträgen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, verwiesen.

Wesentliche Verträge, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind

Mit Vertrag vom 25. Juni 2019 wurde eine Vereinbarung über die Lieferung, Anpassung und Implementierung eines dem Anforderungsprofil der Waldner-Gruppe entsprechenden gruppenübergreifend funktionierenden, integrierten Konzerntemplates (ERP-System) auf Basis der SAP-Geschäftsprozessbibliothek und der All-for-One-Einführungsmethode "Aktives Prototyping" abgeschlossen.

Mit Vertrag vom 26. Juni 2019 wurde mit der CHG-Meridian AG eine Vereinbarung über den Verkauf der kompletten ERP-Systemlösung und einer anschließenden Vermietung von der CHG-Meridian AG (sog. Sale-and-Lease-back) abgeschlossen. Die Mindestmietdauer wurde mit 54 Monaten vereinbart. Die Bereitschaft der CHG-Meridian AG als Vermieterin zur Finanzierung der Systemlösung über 54 Monate Mindestmietdauer ist der Höhe nach beschränkt auf maximal € 15.000.000,00 (zzgl. gesetzl. Umsatzsteuer).

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Gesellschaft Anteil
1. Waldner Holding SE & Co. KG, Wangen 100%
2. Waldner Laboreinrichtungen SE & Co. KG, Wangen 100%
3. WALDNER Beteiligungs GmbH, Wangen 100%
4. WALDNER Metall GmbH, Wangen 100%
5. Hermann Waldner GmbH & Co. KG, Wangen 100%
6. Waldner Labor- und Schuleinrichtungen GmbH, Wangen 100%
7. Anton Waldner GmbH, Wangen 100%
8. HAS Technologie GmbH, Bodnegg 100%
9. interpac Verpackungsmaschinen GmbH, Wangen 100%
10. WALDNER Auslandsbeteiligungen GmbH, Wangen 100%
11. Waldner Grundbesitz GmbH, Wangen 100%
12. Waldner Grundstücks GmbH & Co. KG, Wangen 100%
13. WALDNER alpha GmbH, Wangen 100%
14. WALDNER concepts + innovations GmbH & Co. KG, Wangen 100%
15. WALDNER Finance SE & Co. KG, Wangen 100%
16. WALDNER India GmbH, Wangen 100%
17. Waldner S.R.L, Biassono/Italien 100%
18. Waldner AG, Neuhaus/Schweiz 100%
19. Waldner S.A.R.L., Heudebouville/Frankreich 100%
20. Waldner Benelux B.V., Eersel/Niederlande 100%
21. Waldner Limited, Oxford/Großbritannien 100%
22. Labortech Waldner S.L., Madrid/Spanien 100%
23. Waldner Inc., Boston/USA 100%
24. OOO Waldner Rus, Moskau/Russland 100%
25. Waldner India Private Limited, Mumbai/Indien 100%
26. GD Waldner India Private Limited, Vadodara/Indien (Joint Venture) 49%
27. WALDNER PTE. LTD., Singapur 100%
28. WALDNER (Shanghai) Technology Co. Ltd., Shanghai/China 100%
29. LABORATORY Systems GROUP PTY LTD, Sydney/Australien 100%
30. Hohenloher Schuleinrichtungen GmbH & Co. KG, Öhringen 100%
31. Hohenloher Lernwelten GmbH, Öhringen 100%
32. Ilmenauer Systemeinrichtungen GmbH, Ilmenau 100%
33. GFP Gesellschaft für Produktentwicklung und Produktivitätsplanung mbH, Öhringen 100%
34. Schaffitzel GmbH, Handel mit Spezialmöbel, Linz/Österreich 100%
35. Hohenloher Speciálbutór Gyártó és Forgalmazó Korlátolt Felelósségú Társaság, Ungarn 100%
36. Mitarbeiterhilfe des Hohenloher Spezialmöbelwerkes e.V. 100%
37. eretec Laborplanung GmbH & Co. KG, Gummersbach 100%
38. eretec Laborplanung Verwaltungs GmbH, Gummersbach 100%

Auf weitere Angaben wird verzichtet, § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB.

Die Konsolidierung beruht auf der Beherrschung der Gruppengesellschaften durch die WALDNER SE nach § 290 Abs. 2 HGB. Beteiligungsquoten werden aus Sicht des Gesellschafterkreises angegeben.

Die ISE Ilmenauer Systemeinrichtungen GmbH & Co. KG ist auf die Waldner Holding SE & Co. KG angewachsen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahrs

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022/2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Das allgemeine politische und wirtschaftliche Umfeld, vor allem die Entwicklung in der Ukraine und in Israel sowie die allgemeinen Preissteigerungen stellen uns vor intensive Herausforderungen. Auch die Materialverfügbarkeit ist deutlich schwieriger geworden. Unternehmerische Risiken, die hieraus erwachsen, werden von uns kontinuierlich überwacht. Dennoch können wir nicht ausschließen, dass unsere Planungen angepasst werden müssen.

Angaben zur Steuerabgrenzung gem. § 285 Nr. 29 HGB

Die Abgrenzung passiver latenter Steuern betrifft die Gewerbesteuer der Waldner Grundstücks GmbH & Co. KG. Den Berechnungen liegt ein Steuersatz von 12,25 % zu Grunde. Für Geschäfts- und Fabrikgebäude wurde steuerlich eine Rücklage nach § 6b EStG übertragen, hierdurch ist der steuerliche Wertansatz T€ 1.210 niedriger als der Ansatz in der Handelsbilanz. Hieraus ergeben sich passive latente Steuern von T€ 148.

Sonstige Angaben

Mitglieder des Aufsichtsrats sind

Dr. Jörg O. Waiblinger, Wirtschaftsprüfer, Ulm (Vorsitzender),

Karl Angele, Dipl.-Ing. (FH), Leutkirch-Friesenhofen,

Dr. Nele Honecker, Organisationsberaterin, Blaustein.

Aufsichtsratsvergütungen wurden nicht gewährt.

Bei der Waldner Holding SE & Co. KG, der Waldner Laboreinrichtungen SE & Co. KG, der Hermann Waldner GmbH & Co. KG , der Hohenloher Schuleinrichtungen GmbH & Co. KG und bei weiteren verbundenen Unternehmen besteht ein Beirat, für den die Vorschriften des Aktiengesetzes nicht anwendbar sind. Er ist personengleich mit dem Aufsichtsrat der WALDNR SE besetzt. Die Gesamtbezüge der Beiratsmitglieder haben sich insgesamt auf € 29.040,00 belaufen, Kredite wurden nicht gewährt.

Die Abschlussprüferhonorare für die Prüfung des Konzernabschlusses der WALDNER SE sowie der einbezogenen Tochtergesellschaften betragen T€ 90.

Auf die Angabe der Bezüge der Organmitglieder wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Im Jahresdurchschnitt waren insgesamt 1.689 Mitarbeiter (davon 693 Arbeiter und 996 Angestellte) und 84 Auszubildende beschäftigt. Von den Beschäftigten entfallen auf das Inland 1.452 Personen und auf das Ausland 321 Personen.

Dieser Konzernabschluss ist befreiender Konzernabschluss im Sinne des § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes genannten inländischen Unternehmen.

 

Wangen im Allgäu, den 30. November 2023

Jochen Früh

Stephan Schaale

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WALDNER SE, Wangen im Allgäu

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der WALDNER SE, Wangen im Allgäu, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30.06.2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WALDNER SE, Wangen im Allgäu, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30.06.2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wangen im Allgäu, den 18. Dezember 2023

Dr. Esters & Prof. Dr. Joos & Seifert GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Seifert, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 21.12.2023 gebilligt.

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zum Jahres- und Konzernabschluss 2022/23

der Waldner SE

Beratung und Überwachung des Vorstands

Der Aufsichtsrat hat während der Berichtszeit die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß und umfassend wahrgenommen. Er überwachte die Geschäftsführung und beriet den Vorstand bei der Leitung des Konzerns.

Er ist vom Vorstand regelmäßig über die Geschäftsentwicklung, die beabsichtigte geschäftspolitische Ausrichtung, grundlegende strategische Fragen sowie über bedeutsame Einzelvorgänge eingehend schriftlich und mündlich unterrichtet worden. Bei wesentlichen Vorgängen hat sich der Vorstand mit dem Aufsichtsrat beraten.

Schwerpunkte der Beratungen

Gemeinsames Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige und langfristige Steigerung des Unternehmenswerts. Der Aufsichtsrat stand dem Vorstand bei der Leitung des Konzerns regelmäßig beratend zur Seite. Er hat die Strategie mit dem Vorstand abgestimmt und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat und insbesondere seinen Vorsitzenden umfassend und zeitnah informiert. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen wurde der Aufsichtsrat eingebunden. Die zustimmungsbedürftigen Maßnahmen wurden geprüft und die erforderlichen Beschlüsse sowohl in Sitzungen als auch im Umlaufverfahren gefasst. Zwischen den Sitzungen informierte der Vorstand über Vorgänge von besonderer Bedeutung.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats war stets über wesentliche Entscheidungen durch den Vorstand unterrichtet.

Im Geschäftsjahr 2022/23 haben insgesamt 3 Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Die Schwerpunkte waren vor allem die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Konzerns, der Geschäftsverlauf einzelner Geschäftsfelder, die Finanz- und Investitionsplanung, personelle Entscheidungen, die Risikosituation sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens.

Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden nicht gebildet. Eine Bilanzsitzung des Aufsichtsrats zum Jahresabschluss 2021/22 fand statt am 21.12.2022, die Bilanzsitzung zum Jahresabschluss 2022/23 hat stattgefunden am 21.12.2023.

Als Vorsitzender des Aufsichtsrats stand ich außerhalb der durchgeführten Sitzungen im direkten Dialog mit dem Vorstand, um mich über aktuelle unternehmerische und strategische Fragenstellungen abzustimmen.

Jahresabschluss und Konzernabschluss

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde in der Bilanzsitzung am 21.12.2023 besprochen.

Weiterhin wurde in dieser Sitzung der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022/23 besprochen, welchen die vom Aufsichtsratsvorsitzenden als Konzernabschlussprüfer beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Esters & Prof. Dr. Joos & Seifert GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Wangen im Allgäu geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen hat. Der Bericht des Konzernabschlussprüfers wurde in die Aussprache und Prüfung des Jahresabschlusses einbezogen. Der Konzernabschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und ist für Erläuterungen zur Verfügung gestanden.

Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlageberichtseinerseits geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 30.6.2023 und den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.7.2022 bis 30.6.2023 gebilligt, der damit festgestellt ist.

Dank an die Beschäftigten

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre im abgelaufenen Geschäftsjahr erbrachten Leistungen, ihren engagierten Einsatz und die geleistete Arbeit zur Erreichung der Unternehmensziele.

 

Wangen, den 21.12.2023

Der Aufsichtsrat

Dr. Jörg O. Waiblinger, Vorsitzender

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