Stammdaten

Register
Amtsgericht Düren HRB 9205
Eingetragen
14.10.2022
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBeteiligungsgesellschaftenGewinnung von Kaolin und anderem kaolinhaltigen Ton und Lehm
Gegenstand
ist die Ausbeute von Lava- und Basaltvorkommen, Aufbereitung der Lavaund Basaltprodukte, das Handeln mit diesen Produkten, der gewerbliche Gütertransport, die Verwaltung eigenen Vermögens und ferner alle Tätigkeiten, die mit dem vorgenannten im Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Kaufmann
seit 1.7.2024
Geschäftsführer
Steven Junglas
seit 1.7.2024
Geschäftsführer
René Stolz
seit 14.10.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lava Stolz GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lava Stolz GmbH

Dahlem-Baasem

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht des Wirtschaftsjahres 2023

1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Berichtsjahr besser als zu Jahresbeginn erwartet und wuchs mit 2,7% zwar etwas langsamer als im Vorjahr (3%), jedoch nur leicht unter dem langfristigen Trend. Die wachstumsdämpfenden Effekte einer markanten und synchronen Straffung der Geldpolitik vieler Notenbanken wurden dabei durch positive Impulse vonseiten der Fiskalpolitik und niedrigere Energie- und Rohstoffpreise abgemildert. Allerdings gab es deutliche Unterschiede zwischen und teils auch innerhalb der einzelnen Regionen. Die unerwartete Widerstandskraft der US-Wirtschaft in Anbetracht der massiven geldpolitischen Straffung war der Hauptgrund für diese positive Entwicklung, aber auch einige große Schwellenländer wie Indien oder Brasilien konnten die Erwartungen übertreffen. Dagegen zeigten sich die Volkswirtschaften Europas und Chinas eher schwach. In diesem Umfeld verlangsamte sich auch der Welthandel und schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um rund 2%.

In der Eurozone entwickelte sich die Wirtschaft deutlich verhaltener, obwohl die enormen Belastungen durch hohe Energiepreise gegenüber dem Vorjahr spürbar nachließen. Trotzdem blieb der Industriesektor massiv unter Druck und schrumpfte im Gesamtjahr deutlich. Der private Konsum stagnierte über weite Strecken angesichts weiterhin hoher, wenn auch rückläufiger Inflationsraten und steigender Zinsen. Die Inflation in der Eurozone lag im Jahresdurchschnitt mit 5,4% nach wie vor deutlich über dem Notenbankziel von rund 2%, sodass auch die Europäische Zentralbank an ihrem Kurs der geldpolitischen Straffung festhielt; der Leitzins stieg im Jahresverlauf um weitere 200 Basispunkte auf 4,5%. Nachdem die Wirtschaft der Eurozone im ersten Halbjahr, auch dank Aufholeffekten nach der Pandemie und nachlassender Lieferkettenstörungen, noch ein kleines Wachstum verzeichnen konnte, ging die Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte wieder leicht zurück. Im Gesamtjahr ergab sich damit lediglich ein Plus von 0,5%.

In Deutschland dauerte die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation und die Materialengpässe gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November.

Aufgrund der Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Die Investitionskonjunktur zeigte sich wie bereits im Vorjahr gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, andererseits gaben die Bauinvestitionen abermals nach. Alles in allem ging von den Bruttoanlageinvestitionen ein leicht negativer Impuls (-0,1 %-Punkte) für das preisbereinigte Wirtschaftswachstum aus. Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2 % beziehungsweise 3,4 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren.

2 Aktuelle Lage

In der Lava- und Basaltbranche war die Nachfrage gut/stabil und von den Krisen relativ unbeeindruckt, absatzseitig ist die Marktnische weniger konjunkturabhängig als andere Branchen. Die Lava Stolz GmbH setzt auf eine nachhaltige Rohstoffbasis und einer damit verbundenen Geschäftskontinuität. Dies liegt zum einen an teilweise längerfristigen Aufträgen, die über Jahre hinweg laufen. Zum anderen wird Lava und Basalt benötigt, besonders im Hinblick auf immer häufiger auftretende Naturkatastrophen und der sanierungsbedürftigen Infrastruktur ist tendenziell von einem Wachstum des Marktes auszugehen, da der Bedarf an Rohstoffen wächst.

3 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Gesellschaft ein Rohergebnis von TEUR 17.664 (Vj. TEUR 17.157) erzielen. Es wurde ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 2.256 (Vj. TEUR 320) sowie ein Jahresüberschuss von TEUR 1.766 (Vj. TEUR 33) erzielt. Die Kosten konnten überwiegend stabil gehalten werden, lediglich bei den Personalkosten war ein Anstieg von 264 TEUR zu verzeichnen. Zeitgleich konnten die Fahrzeugkosten gegenüber dem Vorjahr deutlich aufgrund der Reinvestitionen im Fuhrpark und Reduzierung der Energiepreise gesenkt werden.

4 Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.422 auf Mio. EUR 15,4 erhöht.

Dabei hat das Anlagevermögen investitionsbedingt und TEUR 206 und das Umlaufvermögen i. W. durch den Verbundbereich sowie die sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel um TEUR 1.215 zugenommen.

Die Eigenkapitalquote erreicht trotz stark gestiegener Bilanzsumme beachtliche 24,4 Prozent (Vorjahr 14,3 Prozent). Absolut ist das Eigenkapital ergebnisbedingt von Mio. EUR 2,0 auf Mio. EUR 3,8 gestiegen.

Zur Finanzierung der Investitionen wurden langfristige Darlehen bei Kreditinstituten aufgenommen, die Mietkaufdarlehen planmäßig getilgt. Die langfristige Kapitalbasis wurde damit von 60,7 % auf 69,4 % verbessert.

Die Finanzlage ist stabil. Alle Zahlungsverpflichtungen wurden pünktlich erfüllt.

Insgesamt ist die Vermögens- und Finanzlage geordnet, solide und eine gute Grundlage für die weitere positive Geschäftsentwicklung.

5 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung, Ausblick

Die Firma Lava Stolz GmbH kann auf jahrzehntelange Erfahrungswerte zurückblicken. Durch die kontinuierlichen Investitionen und Expansion, ist das Unternehmen heute mit seinen Standorten marktgerecht aufgestellt. Durch die langfristige Rohstoffsicherung, sowie die Leistungsfähigkeit des Fuhrparks, können langfristige Partnerschaften geschlossen werden. Die Rohstoffe werden in einer Vielzahl von Bauprojekten benötigt und sind Grundlage künftiger Geschäftschancen, zum Bespiel im Straßenbau, Sportplatzbau, Substrate, etc. Die Firma Lava Stolz ist mit ihrem aktuellen Vorkommen und den langfristigen Abbaugenehmigungen langfristig konkurrenzfähig.

Die Gesellschaft hängt maßgeblich von der Entwicklung der Baubranche, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor ab. Hier können sich Marktrisiken durch mangelnde Finanzbudgets öffentlicher Haushalte oder das Nachfrageverhalten privater Investoren ergeben. Auch geopolitische Faktoren, verbunden mit der Preisentwicklung wichtiger Betriebsstoffe (Diesel, Energie), können die Risikosituation des Unternehmens entscheidend beeinflussen.

Bei „normalem“ Geschäftsverlauf geht die Geschäftsführung von einer positiven Entwicklung der Gesellschaft in 2024 aus. Ernsthafte Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Die Auswirkungen der hohen Inflation auf das Nachfrageverhalten bleibt abzuwarten, ebenso hinsichtlich der anhaltenden Lieferkettenprobleme und der geänderten Zinspolitik.

Zur Stärkung der „Recycling-Kompetenz“ hat die Gesellschaft am 19.05.2025 ein Betriebsgrundstück sowie Anlagevermögen angeschafft. Von der Gesellschafterin wurden mit gleichem Datum sämtliche Anteile an einer Recycling-Gesellschaft erworben.

 

Hillesheim, den 18.07.2025

gez. René Stolz

gez. Dirk Kaufmann

gez. Steven Junglas

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.166.218,51 10.959.762,91
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 282.373,88 261.363,54
II. Sachanlagen 9.891.948,81 9.473.606,81
III. Finanzanlagen 991.895,82 1.224.792,56
B. Umlaufvermögen 4.217.785,70 3.002.704,22
I. Vorräte 262.100,00 216.850,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.350.059,46 1.583.441,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.605.626,24 1.202.412,56
Summe Aktiva 15.384.004,21 13.962.467,13

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.757.713,96 1.991.962,45
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.933.456,26 1.933.456,26
III. Gewinnvortrag 33.506,19
IV. Jahresüberschuss 1.765.751,51 33.506,19
B. Rückstellungen 3.618.543,98 3.820.224,89
C. Verbindlichkeiten 7.946.962,27 7.844.433,79
D. Passive latente Steuern 60.784,00 305.846,00
Summe Passiva 15.384.004,21 13.962.467,13

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.663.965,66 17.157.475,36
2. Personalaufwand 4.775.453,58 4.511.928,91
a) Löhne und Gehälter 3.840.346,03 3.598.044,14
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 935.107,55 913.884,77
davon für Altersversorgung 79.569,90 74.753,77
3. Abschreibungen 2.638.661,42 2.535.880,09
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.638.661,42 2.535.880,09
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.543.924,50 9.744.867,88
5. Erträge aus Beteiligungen 868.255,83 136.527,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.481,94 253,59
davon Erträge aus Abzinsung 42.261,97
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 232.896,74
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 128.113,52 181.700,05
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 94.468,84
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 442.780,53 241.749,20
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 245.062,00
10. Ergebnis nach Steuern 1.812.873,14 78.129,82
11. sonstige Steuern 47.121,63 44.623,63
12. Jahresüberschuss 1.765.751,51 33.506,19

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes für mittelgroße Kapitalgesellschaften beachtet.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die gesetzlichen Gliederungsschemata gem. § 266 Abs. 2 und 3 bzw. § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata wurden gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB um den Posten "Genossenschaftsanteile" erweitert.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 i.V. mit Abs. 4 Satz 2 HGB.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Lava Stolz GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Dahlem-Baasem
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Düren
Register-Nr.: HRB 9205

Angabe und Erläuterung angepasster Vorjahreszahlen

Die im Vorjahr unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Beträge gegenüber Beteiligungsunternehmen von EUR 2.499,32 wurden in die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umgegliedert (vgl. Aktivposten B.II.3.).

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von 800,00 EUR wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die in den Grundstücken enthaltenen Bodenschätze wurden im Verhältnis der im Jahr abgebauten Masse zum Gesamtvorkommen (Ausbeutegrad) abgeschrieben (Abschreibung für Substanzverringerung).

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert berücksichtigt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel wurden zu Nennwerten bewertet. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung, erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage wurde mit dem Einbringungswert berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr sowie Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Ermittlung des Werts der Rekultivierungs- und Rückbauverpflichtung erfolgt nach dem Barwertverfahren unter Berücksichtigung des Ausbeutegrades über die jeweilige Restlaufzeit der Betriebsgenehmigungen der Lava- und Basaltgruben. Hierbei wird eine jährliche Kostensteigerung von 2 % unterstellt. Die jeweiligen Abzinsungssätze entsprechen der Rückstellungsabzinsungsverordnung zum 31.12.2023.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Ansatz passiver latenter Steuern erfolgte auf den Unterschiedsbetrag zwischen der Handels- und der Steuerbilanz, die aus unterschiedlichen Abschreibungsregeln und Bewertungsvorschriften für Rückstellungen resultieren, unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von 28,83 %.

III. Angaben zu Bilanz

1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagengitter für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage I/4) zu entnehmen.

2. Angabe zu Forderungen

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 311,6 TEUR und entfällt komplett auf die sonstige Vermögensgegenstände.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in voller Höhe, die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mit 1.948,10 EUR aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

3. Angaben zu Forderungen gegen Geschäftsführer

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Geschäftsführer in Höhe von 296.553,11 EUR (Vj. 16.882,53 EUR) enthalten. Es handelt sich um kurzfristige Vorlagen. Eine Verzinsung erfolgt nicht.

4. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage resultiert aus der Ausgliederung zum 24.08.2022 und wurde gemäß den Regelungen des Ausgliederungsvertrags als Aufgeld und unter Berücksichtigung latenter Steuern angesetzt.

5. Sonstige Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

TEUR
Personal 325
Rekultivierung und Rückbau 2.722
Sonstige 137
3.184

6. Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeiten zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 5.285,0 1.352,6 3.618,0 314,4
(Vorjahr) (3.537,8) (844,8) (2.266,5) (426,5)
aus Lieferungen und Leistungen 1.333,8 1.333,8 0,0 0,0
(Vorjahr) (693,4) (693,4) (0,0) (0,0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (662,7) (662,7) (0,0) (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 1.328,2 1.066,3 261,9 0,0
(Vorjahr) (2.950,5) (2.012,4) (912,8) (25,3)
davon aus Steuern 155,7
(Vorjahr) (280,2)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 19,4
(Vorjahr) (46,1)
Summe 7.947,0 3.752,7 3.879,9 314,4
(7.844,4) (4.213,3) (3.179,3) (451,8)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe und die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 775.600,43 EUR durch Sicherungsübereignung von Vermögensgegenständen, Grundschulden und Forderungsabtretungen besichert.

7. Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 60.784,00 EUR. Im Einzelnen setzt sich der Steuersaldo wie folgt zusammen:

01.01. Auflösung 31.12.
aktive latente Steuern (EUR) -364.450,00 23.284,00 -341.166,00
passive latente Steuern (EUR) 670.296,00 -268.346,00 401.950,00
305.846,00 -245.062,00 60.784,00

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In dem GV-Posten sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 42.261,97 EUR (Vj. 0,00 EUR).

2. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Der GV-Posten enthält in voller Höhe außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen.

3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den GV-Posten “Zinsen und ähnliche Aufwendungen” sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von 0,00 EUR (Vj. 94.468,84 EUR) enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Angabe über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 % der Anteile

Firmenname Anteilshöhe
%
Jahresergebnis 2023
EUR
Eigenkapital zum 31.12.2023
EUR
Stolz Luxembourg S.a.r.l., Rodershausen 100 37.874,53 516.620,23
Eifel-Lava-Hohenfels GmbH & Co. KG, Hohenfels-Essingen 50 336.511,65 1.848.389,59

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 84 , aufgegliedert in 70 gewerbliche Arbeitnehmer und 14 Angestellte.

3. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: René Stolz ausgeübter Beruf: Unternehmer Gesamtverantwortung
Weitere Geschäftsführer: Dirk Kaufmann (ab 01.07.2024) ausgeübter Beruf: Ressortleitung
Steven Junglas (ab 01.07.2024) ausgeübter Beruf: Ressortleitung

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz enthaltenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen von 1.520 TEUR p.a.

5. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.765.751,51 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres wurden ein Betriebsgrundstück sowie Anlagevermögen einer Recycling-Gesellschaft erworben (vgl. die Erläuterungen im Lagebericht). Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ereignet.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Dahlem-Baasem, den 05.03.2025

gez. René Stolz

gez. Dirk Kaufmann

gez. Steven Junglas

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 375.296,06 84.427,18 0,00
2. geleistete Anzahlungen 32.765,54 22.746,26 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 408.061,60 107.173,44 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.425.372,49 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 12.598.968,92 2.687.310,00 177.193,49
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.987.778,15 347.112,32 310.845,59
Summe Sachanlagen 26.012.119,56 3.034.422,32 488.039,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.371,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 1.157.091,56 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 330,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.224.792,56 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 27.644.973,72 3.141.595,76 488.039,08
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.996,92 491.720,16
2. geleistete Anzahlungen -31.996,92 23.514,88
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 515.235,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.425.372,49
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 15.109.085,43
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 10.024.044,88
Summe Sachanlagen 0,00 28.558.502,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 67.371,00
2. Beteiligungen 0,00 1.157.091,56
3. Genossenschaftsanteile 0,00 330,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.224.792,56
Summe Anlagevermögen 0,00 30.298.530,40
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 146.698,06 86.163,10 0,00 0,00 232.861,16
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 146.698,06 86.163,10 0,00 0,00 232.861,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 420.960,68 59.924,00 0,00 0,00 480.884,68
2. technische Anlagen und Maschinen 8.144.512,92 1.485.111,00 119.255,49 0,00 9.510.368,43
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.973.039,15 1.007.463,32 305.201,59 0,00 8.675.300,88
Summe Sachanlagen 16.538.512,75 2.552.498,32 424.457,08 0,00 18.666.553,99
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 232.896,74 0,00 0,00 232.896,74
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 232.896,74 0,00 0,00 232.896,74
Summe Anlagevermögen 16.685.210,81 2.871.558,16 424.457,08 0,00 19.132.311,89
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 258.859,00 228.598,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 23.514,88 32.765,54
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 282.373,88 261.363,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.944.487,81 3.004.411,81
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.598.717,00 4.454.456,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.348.744,00 2.014.739,00
Summe Sachanlagen 0,00 9.891.948,81 9.473.606,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 67.371,00 67.371,00
2. Beteiligungen 0,00 924.194,82 1.157.091,56
3. Genossenschaftsanteile 0,00 330,00 330,00
Summe Finanzanlagen 0,00 991.895,82 1.224.792,56
Summe Anlagevermögen 0,00 11.166.218,51 10.959.762,91

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.07.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Lava Stolz GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lava Stolz GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lava Stolz GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 22.07.2025

AUDITTAX Prof. Raber GmbH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Klaus Weber, Wirtschaftsprüfer

Maik Schmieder, Wirtschaftsprüfer

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