WISAG Business Catering Nordost Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nick Zimmermann seit 23.6.2015 | Geschäftsführer |
Heiko Schmitt seit 8.5.2015 | Prokura |
Mike Krüger seit 29.9.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Studio Hamburg GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Studio Hamburg GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Studio Hamburg GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Studio Hamburg GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 30. Mai 2023 Grant
Thornton AG
von Oertzen, Wirtschaftsprüfer Marlena Presser, Wirtschaftsprüfer KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Amtsgericht Hamburg HRB 9032KonzernanhangI. ALLGEMEINES Die Studio Hamburg Gruppe ist ein Konzern im handelsrechtlichen Sinne. Die Studio Hamburg GmbH, Hamburg, als Mutterunternehmen des Konzerns ist jedoch nicht verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen, da der Norddeutsche Rundfunk, gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts, Hamburg, einen befreienden Konzernabschluss gemäß § 291 HGB aufstellt, in den die Studio Hamburg GmbH als verbundenes Unternehmen einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Studio Hamburg Gruppe ist demzufolge freiwillig nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der vom DRSC festgelegten deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) des GmbHG aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Vorjahr wurden nicht verpfändete Rückdeckungsversicherungsansprüche für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.681 mit Pensionsverpflichtungen saldiert. Die Saldierung wurde zum 31. Dezember 2022 aufgehoben. Insoweit sind die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungsansprüche und die Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2022 nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar. II. BEFREIUNGSTATBESTÄNDE Die folgenden Tochterunternehmen der Studio Hamburg GmbH machen von den Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch und verzichten auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen 2022:
III. KONSOLIDIERUNGSKREIS
Die Anteile am Kapital entsprechen jeweils den Stimmrechten. Veränderungen in 2022 Im Geschäftsjahr 2022 haben sich folgende Änderungen des Konsolidierungskreises der Studio Hamburg Gruppe ergeben:
IV. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Die nicht dem jeweiligen Mutterunternehmen gehörenden Anteile am Eigenkapital einbezogener Unternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals des Konzerns unter dem Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter bilanziert. Die sich ergebenden aktivischen und passivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden bis 2002 mit den Rücklagen verrechnet. Aktivische Unterschiedsbeträge für Ersterwerbe ab 2003 werden als Firmenwerte innerhalb des Postens Immaterielle Vermögensgegenstände erfasst. Die Ermittlung des Unterschiedsbetrages erfolgte zum Erwerbszeitpunkt. Die Firmenwerte wurden über 5 Jahre linear abgeschrieben. Dieser Zeitraum entsprach dem Zeithorizont der Wirtschaftsplanungen der Gruppenunternehmen. Die letzte planmäßige Abschreibung der Firmenwerte erfolgte in 2021. Die Bewertung der assoziierten Unternehmen erfolgte nach der Equity-Methode in der Variante der Buchwertmethode gemäß § 312 Abs. 1 HGB zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Sich ergebende aktivische und passivische Unterschiedsbeträge wurden im Posten Anteile an assoziierten Unternehmen erfasst. Die Ermittlung des Unterschiedsbetrages erfolgte zum Erwerbszeitpunkt. Die in den assoziierten Unternehmen enthaltenen aktivischen Unterschiedsbeträge (Firmenwerte) wurden mit 20 % p.a. abgeschrieben. Unterschiedsbeträge bestanden letztmalig zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020. Das Ergebnis aus der Änderung des Equity-Wertes wird nach Kürzung von Ertragssteuern in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung unter den Posten Erträge aus assoziierten Unternehmen erfasst. Die Auf- und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Statusänderung werden erfolgswirksam als Erwerbs- und Veräußerungsvorgang erfasst. Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge von verbundenen Unternehmen wurden eliminiert. Wesentliche Drittschuldenverhältnisse (Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises haben gegenüber verschiedenen konsolidierten Unternehmen gleichzeitig Ansprüche und Verpflichtungen) werden bei Erfüllung der Voraussetzungen zur Aufrechnungslage eliminiert. Eine Eliminierung der Zwischenergebnisse ist wegen untergeordneter Bedeutung für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns unterblieben. Auf Konsolidierungsvorgänge (§ 306 HGB) werden Steuerabgrenzungen mit einem konzerneinheitlichen Steuersatz vorgenommen. Der Konzernabschlussstichtag entspricht dem des Mutterunternehmens und aller einbezogenen Unternehmen. Die Jahresabschlüsse der Studio Hamburg UK Limited, London, und Cleaner 2 SH UK Limited, London, werden zum Stichtagskurs (Bilanz) bzw. Durchschnittskurs (Gewinn- und Verlustrechnung) umgerechnet. V. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Alle in den konsolidierten Abschluss einbezogenen Tochterunternehmen haben grundsätzlich im Berichtsjahr die nachfolgend genannten, bei der Studio Hamburg GmbH üblichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen zwischen 2 und 33 Jahren. Soweit erforderlich, werden bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Gegenständen des Sachanlagevermögens bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Für bewegliche abnutzbare Wirtschaftsgüter, die nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 01. Januar 2018 angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 lagen, wurde ein Sammelposten gebildet. Dieser wird linear über fünf Jahre abgeschrieben. Bewegliche abnutzbare Wirtschaftsgüter, die nach dem 31. Dezember 2017 angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 lagen, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Wertpapiere des Anlagevermögens und sonstige Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden mit dem Deckungskapital zuzüglich der Überschussbeteiligung (Aktivwert) bewertet und, soweit dem Zugriff fremder Dritter durch Verpfändung entzogen (sog. Deckungsvermögen), mit den bestehenden Pensionsverpflichtungen saldiert. Der beizulegende Zeitwert des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß den Mitteilungen der Versicherer. Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die unfertigen Leistungen/Erzeugnisse und fertigen Erzeugnisse des Vorratsvermögens werden mit den direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie den Fertigungsgemeinkosten und ggf. gemindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden von dem Bestand offen abgesetzt bzw. als noch zu erbringende Leistung passiviert. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalbetrag bewertet. Soweit erforderlich werden für die Kreditrisiken angemessene Wertberichtigungen gebildet. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalbetrag bewertet. Erhaltene Investitionszuschüsse werden passiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der begünstigten Anlagegegenstände aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Der maßgebliche Rechnungszins für die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermittelt sich aus einer Durchschnittsbildung der letzten 10 Jahre bei einer angenommen Restlaufzeit von 15 Jahren. Der angewandte Rechnungszins gem. § 253 Abs. 2 HGB wird von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht und beträgt 1,79 % (Vorjahr 1,87 %) p.a. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % (bzw. 1,0 % für Neuzusagen nach 2001) zugrunde gelegt, sowie eine altersabhängig gewichtete Fluktuation unterstellt. Die bilanzierten Pensionszusagen stellen zum Teil nicht versicherungsgebundene Pensionszusagen dar, die wiederum zum Teil durch Rückdeckungsversicherungen gedeckt sind. Die Bilanzierung des kongruent rückgedeckten Teils dieser Pensionsverpflichtungen erfolgt mit dem Aktivwert der bestehenden Rückdeckungsversicherung (sog. Bilanzierung nach dem Aktivprimat mit dem Erfüllungsbetragsverfahren). Rückstellungen für Verpflichtungen aufgrund von Mitarbeiterjubiläen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,45 % p.a. (Vorjahr 1,35 % p.a.) bewertet. Der maßgebliche Rechnungszins für die Bewertung der Rückstellungen für Mitarbeiterjubiläen ermittelt sich aus einer Durchschnittsbildung der letzten 7 Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation zwischen 10,0 % (im Alter 20) und 0,0 % (im Alter 50) p.a. unterstellt. Die zukünftige Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Sozialversicherung wird mit 2,0 % p.a. angenommen. Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Preis- und Kostensteigerungen bei langfristigen Rückstellungen werden auf Basis der allgemeinen Inflationserwartung berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsbeträge werden mit dem Wechselkurs zum Entstehungstag der Forderungen oder Verbindlichkeiten umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesen Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Auf die Aktivierung darüber hinaus bestehender aktiver latenter Steuern verzichten die Gesellschaften in Ausübung des Ansatzwahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Auf eine Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bei assoziierten Unternehmen an die konzerneinheitlichen Grundsätze wurde verzichtet, da davon ausgegangen werden kann, dass eine solche Anpassung unwesentlich wäre, wenn sie tatsächlich erfolgen würde. VI. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER KONSOLIDIERTEN BILANZ UND KONSOLIDIERTEN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens zeigt der beigefügte Anlagenspiegel. Im Vorjahr wurden planmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von TEUR 11 vorgenommen; im Berichtsjahr lagen keine vor. 2. Assoziierte Unternehmen Zum Stichtag 31. Dezember 2022 bestehen keine auf assoziierte Unternehmen entfallenden Unterschiedsbeträge. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 4.577 (Vorjahr: TEUR 3.286) den Saldo aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen den Saldo aus sonstigen Vermögensgegenständen bzw. Verbindlichkeiten. Davon betreffen TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 20) die Gesellschafterin. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in Höhe von TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 346) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 63, Vorjahr: TEUR 83) sowie ein Darlehen (TEUR 219, Vorjahr: TEUR 104). Im Vorjahr enthielten die Forderungen noch sonstige Ansprüche von TEUR 159. 4. Konzerneigenkapital Das gezeichnete Kapital der Studio Hamburg GmbH beträgt unverändert zum Vorjahr DM 48.600.000,00 (EUR 24.848.785,43). Der aus den Geschäftsjahren vor 2003 mit den Gewinnrücklagen verrechnete Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung setzt sich wie folgt zusammen:
5. Erhaltene Investitionszuschüsse Die erhaltenen Investitionszuschüsse wurden planmäßig in Höhe von TEUR 335 (Vorjahr: TEUR 333) entsprechend der Abschreibung der Vermögensgegenstände, für die sie gewährt wurden, aufgelöst. 6. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag zwischen der Anwendung des Zinssatzes auf der Grundlage eines durchschnittlichen Zinssatzes für 10 bzw. 7 Jahre (§ 253 Abs. 6 S. 1 und 3 HGB) beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 930 (Vorjahr: TEUR 1.958). Die Ergebnisabführungssperre entsprechend § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 779 (Vorjahr: TEUR 1.583). Der Altersversorgungsaufwand setzt sich zusammen aus der Zinskomponente (Ausweis unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen) von TEUR -581 (Vorjahr: TEUR -690) sowie dem Zinsänderungsergebnis TEUR -211 (Vorjahr: TEUR -1.475) und dem sonstigen Ergebnis von TEUR - 354 (Vorjahr: TEUR +1.107); die beiden zuletzt genannten Positionen werden im Personalaufwand (Aufwendungen für Altersversorgung) in Höhe von TEUR 781 saldiert und in Höhe von TEUR 216 in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Von den Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2022 von insgesamt TEUR 34.908 (Vorjahr: TEUR 33.762) wurden TEUR 8.436 (Vorjahr: TEUR 9.540) mit entsprechendem Deckungsvermögen saldiert. Erträge aus der Bewertung des Deckungsvermögens, sofern diese mit den Pensionsverpflichtungen zu saldieren sind, wurden in Höhe von TEUR 392 (Vorjahr: TEUR 562) mit den Aufwendungen aus der Bildung der Pensionsverpflichtungen verrechnet. 7. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerrückstellungen für das laufende Geschäftsjahr sowie für das Vorjahr. In den sonstigen Rückstellungen sind wie im Vorjahr Aufwendungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 8.869; Vorjahr: TEUR 8.178), für nachlaufende Kosten von abgeschlossenen Projekten bzw. Abrechnungen (TEUR 12.664; Vorjahr: TEUR 15.410), für öffentlich-rechtliche Verpflichtungen (TEUR 2.122; Vorjahr: TEUR 1.450) sowie für Drohverluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 2.048) enthalten. 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
- zum 31. Dezember 2021:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 16.520 (Vorjahr: TEUR 17.921) durch Grundschulden sowie in Höhe von TEUR 3.673 (Vorjahr: 3.740) durch Globalzessionen der Gesellschaften der Studio Hamburg Gruppe (Mehrheitsbeteiligungen) für ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.747 (Vorjahr: 2.249) besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen betreffen vor allem ein Darlehen (TEUR 175, Vorjahr: TEUR 512). 9. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Geschäftsbereichen erzielt:
Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen im Inland erzielt. 10. Erträge aus der Währungsumrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 73). 11. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 55). 12. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens In den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens werden Erträge aus Überschussbeteiligungen von Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 195 (Vorjahr: TEUR 19) ausgewiesen. 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 0) aus der Abzinsung von Rückstellungen. 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten TEUR 584 (Vorjahr: TEUR 704) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen die Zinsen und ähnliche Aufwendungen TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 0). 14. Steuern vom Einkommen und Ertrag inkl. Überleitungsrechnung Die Steuern vom Einkommen und Ertrag von insgesamt TEUR 3.571 (Vorjahr: TEUR 2.186) betreffen mit TEUR 1.959 (Vorjahr: TEUR 1.185) die Studio Hamburg GmbH und mit TEUR 1.612 (Vorjahr: TEUR 1.001) konsolidierte Tochterunternehmen ohne Ergebnisabführungsvertrag. Der Konzernjahresüberschuss vor Ertragsteuern beträgt TEUR 12.913 (Vorjahr: TEUR 12.616), die erwartete Ertragssteuerbelastung unter der Prämisse eines Steuersatzes von 31 % beträgt TEUR 4.003 (Vorjahr: TEUR 3.911). Die Differenz zur tatsächlichen Steuerbelastung von TEUR 3.571 (Vorjahr: TEUR 2.186) beträgt somit TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 1.725) und beruht vor allem auf der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen bei der Studio Hamburg GmbH, soweit diese unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung verrechnet werden können, sowie auf zeitliche Bewertungsunterschiede. 15. Latente Steuern Aufgrund von temporären Differenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz im Anlagevermögen und aufgrund von Differenzen in der Schuldenkonsolidierung bestehen passive latente Steuern, die mit aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen hauptsächlich aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen saldiert wurden. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgte mit einem konzerneinheitlichen Steuersatz von 15 % für Körperschaftsteuer, 5,5 % für Solidaritätszuschlag und 16,5 % für Gewerbesteuer. Der Konzern verzichtet auf die Aktivierung darüberhinausgehender aktive latenten Steuern gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 274 Abs.1 Satz 2 HGB. 16. Besondere Ereignisse sowie periodenfremde und außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 359 (Vorjahr TEUR 0) aus der Weiterbelastung von coronabedingten Mehrkosten im Zusammenhang mit Produktionen aus Vorjahren. Außergewöhnliche bzw. periodenfremde Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellung TEUR 2.664 (Vorjahr: TEUR 2.774) aus Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen und aperiodischen Lieferantenrückvergütungen in Höhe von TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 344), aus Erträgen von Versicherungsleistungen in Höhe von TEUR 1.730 sowie auf Grund des Wegfalls von Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von TEUR 213 (Vorjahr: TEUR 481). Weitere sonstige betriebliche Erträge resultieren aus dem Verkauf von Anteilen an einem verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.326 (Vorjahr: Ertrag aus dem Abgang von Anlagevermögen: TEUR 62). Im Vorjahr bestanden außergewöhnliche Aufwendungen für Abwertungen und Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt TEUR 245. Des Weiterem beinhaltete der Materialaufwand im Vorjahr Aufwendungen für Abwertungen im Bereich des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 1.284. Der Personalaufwand enthält in den Aufwendungen für Altersversorgung ein Zinsänderungsergebnis aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR -211 (Vorjahr: TEUR -1.475). Zudem beinhalten die Aufwendungen für Altersversorgung Aufwendungen für außerordentliche Zuführungen zur Rückstellung für Pensionsverpflichtung aus der Anpassung der Bewertungsparametern zu den Pensionsverpflichtungen und aus der erstmaligen Umsetzung des IDW RH FAB 1.021 von insgesamt TEUR 1.709 (Vorjahr: TEUR 0). Ferner enthält der Personalsaufwand Aufwendungen aus der Zuführung bei Rückstellungen für Restrukturierungen in Höhe von TEUR 1.228 (Vorjahr: TEUR 1.069). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten außergewöhnliche Belastungen bzw. periodenfremde Aufwendungen aus der Zuführung für Rückstellungen für nachlaufende Kosten für abgeschlossene Projekte bzw. Abrechnungen in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 1.108), für Drohverluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 2.048 (Vorjahr: TEUR 0), periodenfremde Aufwendungen aufgrund von nachlaufenden Lizenzabrechnungen in Höhe von TEUR 209 (Vorjahr: TEUR 0) sowie der Höhe nach außergewöhnliche Aufwendungen aus der Einzelwertberichtigung von Forderungen in Höhe von TEUR 412 (Vorjahr: TEUR 92). Des Weiteren enthielten im Vorjahr die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Höhe nach außergewöhnliche Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 328. VII. SONSTIGE ANGABEN 1. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern sind bzw. waren bestellt:
Das Mutterunternehmen nimmt für die Angabe der Geschäftsführerbezüge die Befreiungsregelung gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Die Bezüge ehemaliger Geschäftsführungsmitglieder betrugen TEUR 515 (Vorjahr: TEUR 533); die für diesen Personenkreis gebildeten Pensionsrückstellungen betrugen am 31. Dezember 2022 TEUR 9.634 (Vorjahr: TEUR 8.096) (Erfüllungsbetrag). 2. Aufsichtsrat Zu den Aufsichtsratsmitgliedern sind bzw. waren bestellt:
Die Aufsichtsratsbezüge betrugen insgesamt TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 54). 3. Angaben zu Arbeitnehmern Während des Geschäftsjahres waren ohne Geschäftsführung (des Mutterunternehmens) durchschnittlich 735 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 736), davon 127 in Teilzeit (Vorjahr: 132), 6 Mitarbeiter in Arbeitsphase Altersteilzeit (Vorjahr: 2) und 51 in Ausbildung (Vorjahr: 54). 4. Haftungsverhältnisse Es bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften gegenüber Kunden bzw. Lieferanten sowie gegenüber einer Bank im Wesentlichen zur Absicherung von erhaltenen Anzahlungen, Vertragserfüllungen und Gewährleistungen sowie für Miet-, Darlehenszahlungen in Höhe von insgesamt TEUR 45.375 (Vorjahr: TEUR 33.443). Das Risiko des Eintretens der Haftung wird wie im Vorjahr als unwahrscheinlich eingeschätzt, da in der Vergangenheit allen vertraglichen Verpflichtungen nachgekommen wurde und keine Anzeichen bestehen, dass dies zukünftig nicht der Fall sein wird. 5. Finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen für Büro-, Gewerbe-/Produktionsflächen, Kopierer und Fahrzeuge in Höhe von insgesamt TEUR 10.088 (Vorjahr: TEUR 5.086) mit folgenden Fristigkeiten:
Im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Beteiligung bestanden Kaufpreisanpassungen bei Erreichen bestimmter Ertragsziele bis Ende 2018. Eine Kaufpreisanpassung ist erfolgt und wurde im Jahresabschluss 2019 der Studio Hamburg Produktion Gruppe GmbH berücksichtigt. Darüber hinaus bestehen Put- und Call-Optionen für die restlichen 50% Gesellschaftsanteile. Die Put- und Call-Optionen sind spätestens bis zum 01. Januar 2026 auszuüben. Der Kaufpreis richtet sich unter anderem nach den zukünftigen Jahresergebnissen dieses Beteiligungsunternehmens. Zum Bilanzstichtag bestanden Bestellobligos für ausstehende Lieferungen für das Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 7.393 (Vorjahr: TEUR 3.369) und für das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 442 (Vorjahr: TEUR 120). 6. Konzernabschluss Oberstes Mutterunternehmen ist der Norddeutscher Rundfunk Gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts (NDR), Hamburg. Der NDR stellt aufgrund des Staatsvertrages für den NDR einen Konzernabschluss auf, in den die Studio Hamburg GmbH als verbundenes Unternehmen einbezogen wird. Die Studio Hamburg GmbH betrachtet daher alle Unternehmen, die in einem direkten oder indirekten Mutter-Tochter-Verhältnis zum NDR stehen, als verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB. Der Konzernabschluss des NDR wird im Bundesanzeiger offengelegt. 7. Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der Studio Hamburg Gruppe für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für das Mutterunternehmen (Studio Hamburg GmbH) und seinen verbundenen Unternehmen entfällt mit TEUR 143 ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. 8. Ergebnisverwendung Im Dezember 2022 erfolgte eine Vorabausschüttung an die Gesellschafterin der Studio Hamburg GmbH in Höhe von TEUR 1.750 (Vorjahr: TEUR 4.000). Der restliche Betrag des erwirtschafteten Jahresüberschusses der Studio Hamburg GmbH soll auf neue Rechnungen vorgetragen werden. 9. Nachtragsbericht Mit Wirkung zum 01. Januar 2023 wird die Polyphon Pictures GmbH auf die POLYPHON Film- und Fernsehgesellschaft mbH verschmolzen. Ferner wurde beschlossen, ebenfalls mit Wirkung zum 01. Januar 2023 die Sabelli Film- und Fernsehproduktion GmbH auf die Studio Hamburg Postproduction GmbH zu verschmelzen. Darüber hinaus haben sich nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben oder sind bekannt, die wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft haben.
Hamburg, den 30. Mai 2023 Johannes Züll Entwicklung des Anlagevermögens
Konzern-Kapitalflussrechnung
Infolge zugefügter Zeilen und geänderter Zuordnung sind die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst worden. Die Kapitalflussrechnung geht von Finanzmittelbeständen (Finanzmittelfonds) und deren Veränderungen aus. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Konzerns 1. Darstellung des Geschäftsmodells Die Studio Hamburg Gruppe ist eine etablierte Firmengruppe im Film- und Fernsehsegment mit den Schwerpunkten "Produzententätigkeiten" (Geschäftsbereich Produktion & Distribution) und "technische Dienstleistungen inklusive Studiovermietung" (Geschäftsbereich Atelier & Technik). Auftraggeber der Studio Hamburg Gruppe sind im Wesentlichen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, private Fernsehsender, Streaming Plattformen im In- und Ausland sowie Produktionsunternehmen von Dritten. Dem Geschäftsbereich Produktion & Distribution sind die Gruppenfirmen der Film- und Fernsehproduktionen sowie des Filmrechtehandels zugeordnet. Im Wesentlichen werden die Umsätze dieses Geschäftsbereiches mit Auftragsproduktionen generiert. Dabei handelt es sich insbesondere um unterschiedlichste TV-Formate wie Serien und Reihen, Dailies, Movies, Talk-Sendungen, Dokumentationen oder Naturfilmproduktionen. Die Gruppenfirmen mit dem Betätigungsfeld der technischen Dienstleistungen für Film- und Fernsehproduktionen sowie der Studiovermietung sind im Geschäftsbereich Atelier & Technik allokiert. Dem Geschäftsbereich Holding & Services sind die Studio Hamburg GmbH und die STUDIOKÜCHE Catering GmbH, die für die gastronomische Versorgung der Landesfunkhäuser des NDR zuständig ist, zugeordnet. Die Muttergesellschaft des Konzerns der Studio Hamburg Gruppe ist die Studio Hamburg GmbH. Der Konsolidierungskreis zum Stichtag 31. Dezember 2022 umfasst unterhalb der Studio Hamburg GmbH insgesamt 23 (Vorjahr: 23) Mehrheitsbeteiligungen (im Wesentlichen mit 100% - Anteil) sowie 4 (Vorjahr: 4) assoziierte Unternehmen. Die Studio Hamburg GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der NDR Media GmbH und gehört somit zum Konzernverbund des NDR. Die Studio Hamburg GmbH führt als Holding insbesondere die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der Studio Hamburg Gruppe. Dies umfasst neben der strategischen Steuerung, M&A und Gremienbetreuung, Funktionen wie Beteiligungscontrolling, Revision, Finanzierung, Konzern-Rechnungslegung, Öffentlichkeitsarbeit, Personalentwicklung und Gesellschaftsrecht. Des Weiteren erfolgen durch die Studio Hamburg GmbH zentrale Dienstleistungsfunktionen für Tochtergesellschaften in den Bereichen Personalwesen, Justitiariat, Buchhaltung, Zahlungsabwicklung und Cash-Pooling. Die Studio Hamburg GmbH verwaltet als Eigentümerin die Gebäude-Infrastruktur des Hamburger und Berliner Studiogeländes in Jenfeld bzw. Adlershof. Auf dem Studiogelände in Jenfeld betreibt sie die Filmkantine. Mit Wirkung zum 01. Januar 2022 wurde der IT-Bereich der Studio Hamburg GmbH innerhalb der Studio Hamburg Gruppe auf das Tochterunternehmen Studio Hamburg MCI GmbH übertragen. Dadurch wird die IT-Kompetenz der Studio Hamburg Gruppe nunmehr in einer Gesellschaft gebündelt. 2. Angaben zu Konzerngesellschaften und Beteiligungen Die Studio Hamburg Gruppe verfügt im Geschäftsbereich Produktion & Distribution über Tochtergesellschaften, die schwerpunktmäßig in Hamburg und Berlin, aber unter anderem auch an den Standorten Kiel, Lüneburg, Baden-Baden, München, Köln sowie London ansässig sind. Darüber hinaus hält der Produktionsbereich Beteiligungen an Joint-Ventures in Hamburg, Köln und Potsdam. Der Vertrieb von Rechten, DVDs und der Erwerb von Filmrechten erfolgt aus Hamburg, München und Berlin. Mit Wirkung zum 01. Januar 2022 wurde die CINECENTRUM Berlin Film- und Fernsehproduktion GmbH auf die REAL FILM BERLIN GMBH verschmolzen. An der REAL FILM BERLIN GMBH hat sich ein Dritter zu Anfang 2022 mit 49% beteiligt. Ebenfalls mit Wirkung zum 01. Januar 2022 wurde die B.vision Media GmbH auf die Riverside Entertainment GmbH verschmolzen. Dafür hatte die Riverside Entertainment GmbH zuvor die weiteren 50% der Anteile an der B.vision Media GmbH erworben. Mit notarieller Beurkundung vom 7. April 2022 wurde die 307 production GmbH mit Sitz in Köln gegründet. Die Gesellschaft wurde am 26. Juli 2022 in das Handelsregister eingetragen. 100% der Anteile hält die Studio Hamburg Produktion Gruppe GmbH. Am 24. Juni 2022 wurde die Cleaner 2 SHUK Limited mit Sitz in London gegründet. Alleinige Gesellschafterin ist die Studio Hamburg UK Limited. Mit Wirkung vom 22. September 2022 wurde die Studio Hamburg Enterprises GmbH umbenannt in OneGate Media GmbH. In diesem Zuge wurde die externe Kommunikation des Unternehmens überarbeitet und mit neuem Kundenfokus umgesetzt. Der erste erfolgreiche Auftritt fand im Herbst auf der internationalen TV-Messe Mipcom statt. Im Geschäftsbereich Atelier & Technik ist die Studio Hamburg Gruppe über Tochtergesellschaften an den Standorten Hamburg, Köln, Berlin und Schwerin präsent. Die HD-Übertragungswagen haben ihren Einsatz im Wesentlichen im nord- und ostdeutschen Raum. Das Projekt- und Consultinggeschäft beinhaltet Projekte in ganz Deutschland sowie auch im Ausland. Die Bereiche der Synchronisation und der Postproduktion, beide mit Sitz in Hamburg, sind auch mit Synchronstudios bzw. Räumlichkeiten für Filmnachbearbeitung in Berlin vertreten. Der Werkstattbereich für den Deko- und Bühnenbau hat seinen Sitz auf dem Studiogelände in Hamburg-Jenfeld sowie eine Niederlassung in Berlin-Adlershof. Mit Eintragung ins Handelsregister wurde die Studio Hamburg Atelierbetriebs GmbH am 05. Januar 2022 in Studio Hamburg Design Works GmbH umfirmiert. Zu den Veränderungen im Geschäftsjahr 2022 betreffend die Beteiligungsstruktur bzw. den Konsolidierungskreis der Studio Hamburg Gruppe verweisen wir auf den Konzernanhang. II. Wirtschaftsbericht 1. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs Die wirtschaftliche Lage der Studio Hamburg Gruppe stellt sich insgesamt aufgrund eines wie im Vorjahr deutlich positiven Konzern-Jahresergebnisses weiterhin als sehr gefestigt dar. Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2022 ist insgesamt wiederum sehr zufriedenstellend verlaufen und dies weiterhin unter den erschwerten Rahmenbedingungen der Covid-19 Pandemie und den zusätzlichen Herausforderungen von erheblichen, kurzfristigen Preissteigerungen. Das Konzern-Jahresergebnis vor Ertragssteuern des Berichtsjahres 2022 der Studio Hamburg Gruppe wird gegenüber der Planung, wie im Vorjahr, nochmals deutlich übertroffen. Maßgeblich verantwortlich hierfür waren weiterhin angepasste Produktionsprozesse an die veränderten Rahmenbedingungen durch die Covid-19 Pandemie und der damit verbundenen konsequenten Anwendung umfassender Hygienekonzepte sowie eine sehr gute Auslastung der technischen Betriebe des Geschäftsbereichs Atelier & Technik. Während der Geschäftsbereich Produktion & Distribution sein Planergebnis insgesamt deutlich nicht erreichen konnte und auch insgesamt signifikant unterhalb Vorjahresniveau liegt, hat der Geschäftsbereich Atelier & Technik sein Planergebnis deutlich übertroffen und das hervorragende Vorjahresergebnis fast halten können. Kurzarbeit war im Berichtsjahr in einigen, wenigen Geschäftsaktivitäten weiterhin erforderlich, jedoch insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Der Markt für Produktionsfirmen der Studio Hamburg Gruppe hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert und ist weiterhin stabil, dies betrifft insbesondere die Auftragslage für fiktionale Formate. Die Budgets der Sendeanstalten entsprechen in der Größenordnung in etwa denen des Vorjahres. Die weiterhin anhaltende Diskussion um die Rundfunkgebühren hat allerdings dazu geführt, dass die Budgets nicht entsprechend der Inflationsrate erhöht wurden, was insbesondere durch erhebliche Preissteigerungen im Berichtsjahr die Deckungsbeiträge der Produktionen signifikant reduzierte. Erschwerend kommt hinzu, dass die Festlegung des Auftragspreises mit der Auftragsvergabe von bis zu einem Jahr Vorlauf zum Produktionsbeginn erfolgt und kurzfristige Preisanpassungen kaum möglich sind. Kurzfristige Kostensteigerungen gehen damit häufig zu Lasten der Marge. Vorteil der Studio Hamburg Produktionsfirmen bleibt weiterhin die gemischte Kundenstruktur aus öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern. Nach wie vor vergeben die öffentlich-rechtlichen Sender das größere Auftragsvolumen im deutschen Markt für fiktionale und dokumentarische Produktionen, jedoch haben die privaten Sender spürbar aufgeholt. Die großen Sender RTL und Sat.1 setzen wieder verstärkt auf deutschsprachige Produktionen, wovon der Produktionsmarkt in Deutschland insgesamt profitiert. Auch kleinere Sender sind vermehrt in den Markt eingetreten. Die großen SVoD (Subscription-Video-on-Demand) Portale Netflix und Amazon Prime haben inzwischen weitere Produktionen im deutschen Markt beauftragt, bleiben aber wirtschaftlich nach wie vor von überschaubarer Bedeutung für den Produktionsstandort. Abzuwarten bleibt weiterhin, ob der deutsche Produktionsmarkt spürbar von den neuen SVoD Anbietern wie Disney+, Apple+ oder Paramount+ (CBSViacom) profitieren wird. Insgesamt ist jedoch festzustellen, dass der Wettbewerb der großen Senderfamilien mit den S-VoD Portalen (Amazon, Netflix, Disney+) und dem Pay-TV Sender Sky sich weiter verschärft hat. Immer mehr neue Player (Apple+, Joyn, RTL+, Peacock, HBOmax, Paramount+) drängen auf den Markt und beauftragen verstärkt regionalen Content. Gleichzeitig überprüfen die Streaming-Plattformen ihr Geschäftsmodell und achten stärker auf Kosten und Wirksamkeit ihrer Investitionen. Der Wettbewerb um die besten Kreativen besteht weiterhin und der Fachkräftemangel wie auch die Inflation treiben die Kosten im Gagenbereich in die Höhe. Dies führt zu höheren Produktionskosten. Umsatzseitig führen die Budgetgrenzen der Öffentlich-Rechtlichen, das Absinken der Werbemärkte und die Kostenkontrolle der Streamer dazu, dass der Druck wächst, die Finanzierung mit mehreren Partnern einschließlich verschiedener Förderungsinstitutionen aufzustellen und somit auch der Trend zu internationalen Koproduktionen. Die Covid-19 Pandemie hat das Produzieren im Berichtsjahr weiterhin erheblich erschwert und verteuert. Während des Berichtsjahres kam es auch wieder durch Covid-19 Fälle zu temporären Produktionsunterbrechungen. Covid-19 bedingte Produktionsmehrkosten wurden nicht vollständig von Finanzierungspartnern übernommen und haben somit neben den inflationsbedingten Preissteigerungen den Kostendruck auf die Produktionen weiter erhöht. Insgesamt ist es den fiktional ausgerichteten Tochter- und Beteiligungsfirmen unter den Herausforderungen des Berichtsjahres nach wie vor gelungen, ihre Position grundsätzlich zu behaupten. Die wesentlichen Serienproduktionen konnten gehalten und durchgeführt werden. Die durch die Produktionsunternehmen erwirtschafteten Deckungsbeiträge haben weiterhin zur guten Ertragslage beigetragen. Zusätzliche Ausschüttungen von Rechteverwertern und Verwertungsgesellschaften (Gema, VFF etc.) beeinflussen positiv diese Ertragslage. Insofern bewirkt die Strategie, neben reinen Auftragsproduktionen auch zunehmend hochwertige Koproduktionen mit mittel- bis langfristigen Chancen auf Erlöse aus der Verwertung durchzuführen, eine Stabilisierung der Ergebnissituation. Das Planergebnis der Doclights GmbH, die im Bereich Dokumentationen, Naturfilm und Factual Entertainment tätig ist, wurde im Berichtsjahr insgesamt übertroffen. Erlöse aus der Verwertung der Programme haben zur Stabilisierung des Ergebnisses beigetragen. Weiterhin hat die Covid-19 Pandemie im Berichtsjahr insbesondere den Markt für Unterhaltungsproduktionen beeinflusst, jedoch war es möglich, mit den entsprechenden bewährten Hygienekonzepten die Produktionen wie geplant durchzuführen. Der Riverside Entertainment GmbH ist es gelungen, den geplanten Umsatz zu steigern und das geplante Ergebnis deutlich zu übertreffen. Im Vertriebsbereich ist die Studio Hamburg Gruppe mit ihrer Tochtergesellschaft OneGate Media GmbH (im Folgendem OneGate genannt) mit Sitz in Hamburg in den relevanten Verwertungsbereichen gut aufgestellt. Der Markt für die OneGate ist nach wie vor durch Sparzwänge der Sender und die Intensivierung des Wettbewerbs gekennzeichnet. Der Markt im Bereich DVD ist nach wie vor rückläufig, jedoch weiterhin für die OneGate von Bedeutung. Im Bereich DVD kommt es für die OneGate abermals darauf an, das Absatzgeschehen stärker zu kontrollieren, neue Absatzwege zu schaffen, Nischenbereiche zu erschließen und die bestehenden Vertriebsstrukturen auszubauen. Insgesamt ist es der OneGate gelungen, den Planumsatz und das Planergebnis 2022 zu übertreffen, jedoch konnte trotz eines Umsatzes auf dem hohen Niveau des Vorjahres das hervorragende Ergebnis des Vorjahres nicht erzielt werden. Im Bereich der Studioproduktion ist für die Studio Berlin GmbH der nationale Wettbewerb mit den großen Studiobetrieben in Köln (MMC), Berlin (Studio Babelsberg) und München (Bavaria) sowie mehreren lokalen Wettbewerbern von Bedeutung. Mit der MMC in Köln besteht ein intensiver Wettbewerb um Produktionen im Bereich der Unterhaltung. Im Bereich der Außenübertragung stellen TV-Skyline, HD-Broadcast, TVN und Top Vision beachtenswerte Wettbewerber dar. Um die bestehende Marktposition zu behaupten, setzt Studio Berlin auf gut ausgebildete und dienstleistungsorientierte Mitarbeiter sowie auf eine moderne und effiziente technische Infrastruktur. Im Bereich der Postproduktion ist der Wettbewerb naturgemäß aufgrund der höheren Anzahl von Anbietern und einer starken Segmentierung intensiver. Insgesamt hat sich die Nachfrage der Sender im vergangenen Jahr nach neuen und bewährten Formaten trotz Corona und der Auswirkungen des Ukrainekriegs in Form von Preissteigerungen und Lieferengpässen stabilisiert und in einigen Segmenten auch deutlich erhöht. Der Serienhype der Streaming-Anbieter führt zu einer höheren Auslastung der Studiobetriebe und auch dazu, dass die privaten und öffentlich-rechtlichen Sender durch den bestehenden Konkurrenzdruck neue Formate entwickeln und produzieren lassen. Es werden mehr direkte Produktionen für Streaming-Plattformen der privaten Fernsehsender beauftragt, allerdings mit kleineren Budgets. Seit einigen Jahren bestätigt sich bei den technischen Dienstleistungen die Tendenz zu kürzeren Vertragslaufzeiten, sehr kurzen Beauftragungszeiten, sinkenden Deckungsbeiträgen, einer schnelleren Veralterung der Technik und damit einhergehenden kürzeren Investitionszyklen. Zusätzlich besteht ein spürbarer Fachkräftemangel. Zudem belasten die Auswirkungen des Ukrainekrieges und der hohen Inflation mit zum Teil deutlichen Preissteigerungen und Lieferverzögerungen das Erreichen des geplanten Ergebniszieles. Insbesondere die Beschaffungskosten für Energie, Wärme und Kraftstoff führen unmittelbar zu einer Reduzierung von Margen bzw. zu einer Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Indirekt wirken sich diese Kostensteigerungen aber auch bei anderen Lieferanten und freiem Produktionspersonal aus, die ihre Preise im Laufe des Berichtsjahres deutlich erhöht haben. Trotz stabiler Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr fällt durch deutlich gestiegene Beschaffungs- und Betriebskosten das Ergebnis der Studio Berlin GmbH im Berichtsjahr gegenüber Vorjahr deutlich geringer aus. Gegenüber der Planung 2022 fallen Umsatz und Ergebnis des Berichtsjahres jedoch besser aus. Der Werkstattbereich der Studio Hamburg Design Works GmbH mit Sitz in Hamburg (im Folgenden Design Works genannt) stellt weiterhin eine verlässliche Größe dar. Das Berichtsjahr 2022 war für die Design Works zu Beginn weiterhin von der Corona-Pandemie geprägt. Durch Hygienekonzepte und Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz sowie durch die jeweilig verantwortlichen Produktionsfirmen wurde gewährleistet, dass das Fernsehgeschäft, teils in den Studios in Hamburg und Berlin, wie geplant realisiert werden konnte und der Werkstattbetrieb somit im normalen Geschäft TV-Kulissen auf- und abbauen konnte. Wirtschaftlich prägend für das Berichtsjahr 2022 der Design Works waren Großprojekte, die in den Geschäftsfeldern "Event und Werbung", "Dekorationsbau für Studios und Extern" sowie "Musical und Theater" umgesetzt werden konnten. Lieferengpässe beim Materialeinkauf und die damit auch einhergehenden Preissteigerungen haben das Ergebnis im Berichtsjahr belastet, jedoch konnte die Design Works durch eine sehr gute Auftragslage bei Umsatz und Ergebnis das Vorjahr und den Plan erheblich übertreffen. Als Systemhaus im Bereich professioneller Broadcast IT- und Medientechnik agiert die Studio Hamburg MCI GmbH mit Sitz in Hamburg (im Folgenden MCI genannt) weiterhin in einem durch anhaltenden Preiskampf gekennzeichneten Marktumfeld. Die Covid-19 Pandemie hat auch das Berichtsjahr 2022 beeinflusst. Insbesondere war die MCI mit Lieferschwierigkeiten und Preiserhöhungen durch Lieferanten konfrontiert. Im Vertrieb und den dort abgewickelten Direktgeschäften wurden im 1.Halbjahr kundenseitige Kaufzurückhaltungen festgestellt. Im zweiten Halbjahr hat sich die Lage verbessert und die Verluste aus dem 1. Halbjahr konnten kompensiert werden. Auch die Aufträge im Projektgeschäft werden von den Preiserhöhungen der Lieferanten wie auch von Lieferschwierigkeiten beeinflusst, wobei es seitens der Lieferanten oftmals längere Bindefristen gibt. Längere Lieferfristen führen zum einen zu einer Preisinstabilität, zum anderen aber auch zu Projektverschiebungen ins nächste Geschäftsjahr. Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen in 2022 ist es MCI gelungen, durch Nachverhandlungen bei Lieferanten, Einfordern von Mehrleistungen beim Kunden sowie Anpassung von Stundensätzen ein positives Jahresergebnis, welches über Planwert liegt, zu erzielen. Die Geschäftsaktivitäten der Studio Hamburg Postproduction GmbH, Hamburg, waren auch im Berichtsjahr nur im geringen Umfang den Risiken der Covid-19 Pandemie ausgesetzt. Im Jahr 2022 ist es gelungen, Umsatz und Ergebnis gegenüber der Planung leicht auszubauen. Das Ergebnis 2022 liegt auf Niveau des Vorjahres. Aufgrund der weiterhin geringen Auftragslage bei der Tochtergesellschaft Sabelli Film- und Fernsehproduktion GmbH wurde entschieden, diese auf die Studio Hamburg Postproduction GmbH mit Wirkung zum 01. Januar 2023 zu verschmelzen. Die Geschäftsaktivitäten in der Region Mecklenburg-Vorpommern sollen über eine Zweigniederlassung in Schwerin wahrgenommen werden. Auch 2022 war ein sehr erfolgreiches Jahr für die Studio Hamburg Synchron GmbH. Von Januar bis Dezember waren die fünf Aufnahmestudios und die Mischung in Hamburg sowie die Studios in Berlin voll ausgelastet. In Hamburg mussten über Wochen die Aufnahmen in zwei Schichten durchgeführt werden, um die Aufträge fristgerecht bearbeiten zu können. In Berlin mussten zeitweise zusätzliche Studios angemietet werden. Die Covid-19 Pandemie verursachte zwar in beiden Standorten immer wieder krankheitsbedingte Ausfälle, die aber durch schnelles Umdisponieren gelöst werden konnten. Im Sommer des Berichtsjahres konnten in der Berliner Dependance zwei bis dahin gemietete Studios gekauft werden. Somit kann in Zukunft noch wirtschaftlicher produziert werden. Anders als in anderen Wirtschaftsbereichen ist in der Synchronbranche bisher noch nichts von Lieferkettenproblemen zu spüren. Auch der Ukrainekrieg hatte bis Jahresende keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft. Die Inflation bewirkt, dass einige Sprecher ihre Gagen erhöht oder Erhöhungen angekündigt haben. Bislang konnten Gagenerhöhungen an die Kunden weitergegeben werden. Durch die sehr gute Auftragslage war das Jahr 2022 das bisher umsatzstärkste Jahr der Studio Hamburg Synchron GmbH. Sowohl Umsatz und Ergebnis konnten im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr und der Planung deutlich gesteigert werden. 2. Lage des Konzerns ERTRAGSLAGE Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der Studio Hamburg Gruppe sind die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) und das Konzern-Jahresergebnis vor Ertragssteuern. Die wesentlichen Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder die wesentlichen Veränderungen dieser Positionen zum Vorjahr werden wie folgt erläutert:
Durch ein höheres Projekt- und Produktionsvolumen zum Vorjahr steigt die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) deutlich um TEUR 37.852 auf TEUR 330.347 (+ 12,9 %). Sowohl der Geschäftsbereich Produktion & Distribution wie auch der Geschäftsbereich Atelier & Technik haben vor allem zu dieser Steigerung beigetragen. Die Erhöhung der Gesamtleistung zum Vorjahr verteilt sich wie folgt: Für den Geschäftsbereich Produktion & Distribution lag eine um TEUR 25.464 (+13,3 %) höhere Gesamtleistung vor. Der Geschäftsbereich Atelier & Technik verzeichnete eine Steigerung um TEUR 10.543 (+11,1 %). Der Geschäftsbereich Holding & Services zeigt nach Wegfall von Corona-Beschränkungen eine deutliche Belebung des Kantinenbetriebes an den NDR-Standorten und am Standort der Studio Hamburg Gruppe in Hamburg-Jenfeld und verzeichnet eine Erhöhung der Gesamtleistung um TEUR 1.845 (+27,3 %). Im Berichtsjahr führten größere nicht abgeschlossene Produktionen zu einer positiven Bestandsveränderung im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten außergewöhnliche bzw. periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 7.076 (Vorjahr: TEUR 3.661). Die danach um Sondereffekte bereinigten sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 1.770 und liegen somit leicht unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 1.888). Die Steigerung der sonstigen betrieblichen Erträge aus Sondereffekten zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus signifikant höheren Versicherungsleistungen und dem Ertrag aus dem Verkauf von 49% der Anteile an einem verbundenen Unternehmen. Der höhere Materialaufwand geht grundsätzlich einher mit dem Anstieg der Gesamtleistung, wobei der Materialaufwand des Vorjahres einen Zusatzaufwand (Sondereffekt) von TEUR 1.284 aufgrund der verlustfreien Bewertung unfertiger Erzeugnisse enthielt. Im Berichtsjahr fielen derartige Aufwendungen nicht an. Bereinigt um den zuvor genannten Zusatzaufwand des Vorjahres fällt der Materialaufwand zum Vorjahr um 17,3 % höher aus und führt zu einem ungünstigeren Anteil zur Gesamtleistung (73,9 %, Vorjahr 71,1 %). Dieses ungünstigere Verhältnis ist insbesondere auf Preissteigerungen zurückzuführen. Durch den überproportional höheren Materialaufwand fallen insbesondere bei den Produktionsfirmen die Deckungsbeiträge zum Vorjahr deutlich geringer aus. Somit konnte trotz erheblicher Steigerung der Gesamtleistung nur ein moderater Anstieg des operativen Rohergebnisses (Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge abzgl. Materialaufwand und jeweils ohne Sondereffekte) von TEUR 86.443 im Vorjahr auf TEUR 87.801 im Berichtsjahr (plus TEUR 1.358 bzw. + 1,6 %) erzielt werden. Die Erhöhung des Personalaufwandes (TEUR +2.683) begründet sich bei nahezu unveränderten Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aus Gehaltsanpassungen sowie aus Zusatzaufwendungen aufgrund von Restrukturierungen, aus der Anpassung von Bewertungsparametern zu den Pensionsverpflichtungen und aus der erstmaligen Umsetzung des I DW RH FAB 1.021. Diese Zusatzaufwendungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 3.148. Im Vorjahr enthielt der Personalaufwand Zusatzaufwendungen in Höhe von TEUR 2.544. Die Aufwendungen für Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ergeben sich überwiegend aus den planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens. Das Vorjahr beinhaltet Zusatzaufwendungen für außerplanmäßige Abschreibungen und Abgänge des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt TEUR 245. Im Berichtsjahr sind derartige Zusatzaufwendungen nicht angefallen. Der Anstieg bei den Abschreibungen zum Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus der erstmaligen ganzjährigen Abschreibung des im Laufe des Vorjahres in Betrieb genommenen Übertragungswagens. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Zusatzaufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.806 (Vorjahr: TEUR 1.528). Diese resultieren im Wesentlichen aus Zuführungen in den sonstigen Rückstellungen für Drohverluste aus schwebenden Geschäften sowie für Einzelwertberichtigungen auf Forderungen. Bereinigt um diese Zusatzaufwendungen liegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 16.980 über dem Vorjahresniveau von TEUR 15.317. Die Steigerung um TEUR 1.663 resultiert im Wesentlichen aus höheren Transport- und Reiseaufwendungen. Insgesamt konnte die Studio Hamburg Gruppe ihre Stellung im Medienmarkt mit ihren Leistungen in den beiden Geschäftsbereichen Produktion & Distribution und Atelier & Technik im Jahr 2022 weiterhin auf gutem Ertragsniveau behaupten, jedoch hat sich der Margendruck nicht zuletzt durch die Preissteigerungen seit Ausbruch des Ukrainekrieges deutlich verstärkt. Das Konzern-Jahresergebnis 2022 vor Ertragssteuern von TEUR + 12.913 (Vorjahr: TEUR +12.616) enthält außergewöhnliche bzw. periodenfremde Sachverhalte (Sondereffekte). Insgesamt haben sich diese Sondereffekte im Geschäftsjahr 2022 positiv auf das Konzernjahresergebnis in Höhe von TEUR 1.481 (Vorjahr: Belastung TEUR 1.940) ausgewirkt. Die Sondereffekte enthalten außergewöhnliche bzw. periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 7.435 (Vorjahr: TEUR 3.661) und außergewöhnliche bzw. periodenfremde Aufwendungen von insgesamt TEUR 5.954 (Vorjahr: TEUR 5.601). Wird das positive Konzern-Jahresergebnis 2022 bereinigt um die Steuern von Einkommen und Ertrag, den Zinsaufwendungen und -erträgen, den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und der Erträge aus assoziierten Unternehmen sowie die Sondereffekte ergibt sich das operative Betriebsergebnis der Studio Hamburg Gruppe in Höhe von TEUR + 1 2.062 (Vorjahr: TEUR + 15.225). Wie zuvor dargelegt resultiert die Reduzierung des operativen Betriebsergebnisses im Wesentlichen aus einem überproportionalen Anstieg des Materialaufwandes in Folge von Preissteigerungen und der Erhöhung des Personalaufwandes. FINANZLAGE Der Finanzbedarf der Studio Hamburg Gruppe wird weitgehend durch Betriebsmittelkreditlinien sowie Immobiliendarlehen von Banken gedeckt. Des Weiteren bestehen kurzfristige Kreditlinien seitens des NDR und der Gesellschafterin NDR Media GmbH, die zum Stichtag nicht beansprucht waren. Die Studio Hamburg GmbH führt den Cash-Pool der Studio Hamburg Gruppe, dem fast alle Tochtergesellschaften angeschlossen sind. Hierüber werden die Mehrheitsbeteiligungen der Gruppe mit ausreichender Liquidität für das operative Geschäft versorgt. Aufgrund der weiterhin guten Geschäftsentwicklung der Gruppe im Berichtsjahr 2022 konnte, wie auch bereits im Vorjahr, die Fremdverschuldung von TEUR 21.661 auf TEUR 20.203 weiter abgebaut werden. Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen am Bilanzstichtag TEUR 9.182 (Vorjahr: TEUR 1.072). Unter Berücksichtigung der Abnahme der Finanzschulden nahm der Finanzmittelfonds um TEUR 5.499 im Geschäftsjahr zu. Die im Geschäftsjahr erfolgten Investitionen und die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen konnten vollständig aus dem Cashflow aus der laufenden Finanzierungstätigkeit finanziert bzw. geleistet werden. VERMÖGENSLAGE Die wesentlichen Positionen der Bilanz oder die wesentlichen Veränderungen dieser Positionen zum Vorjahr werden wie folgt erläutert:
Bei den Sachanlagen beinhalten die Veränderungen fast ausschließlich die planmäßigen Abschreibungen und die Aktivierung von Zugängen, die im technischen Bereich weitgehend auf Ersatzinvestitionen sowie im Bereich der Gebäude auf einen Zukauf eines Gebäudeteils entfallen. Bei den Finanzanlagen haben sich die Anteile an assoziierten Unternehmen aufgrund geringerer Ergebnisse der Equity-Beteiligungen im Berichtsjahr reduziert. Der höhere Bestand bei den Rückdeckungsversicherungen resultiert im Wesentlichen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.681, die entgegen dem Vorjahr nicht mehr mit den dazugehörigen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen saldiert werden, da keine entsprechenden Verpfändungserklärungen bestehen. Dies erklärt auch im Wesentlichen die Zunahme der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum Vorjahr. Mithin bewirkte die Anpassung der Bewertungsparameter für die Pensionsrückstellungen und die erstmalige Umsetzung des IDW RH FAB 1.021 eine Erhöhung der Pensionsrückstellungen um TEUR 1.709. Die Veränderungen der Vorräte sowie der Forderungen ergeben sich aus dem operativen Geschäft der einzelnen Gruppenfirmen. Die Vorräte liegen leicht über dem Vorjahresniveau. Der höhere Bestand an Forderungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der höheren Gesamtleistung des Projekt- und Produktionsgeschäfts und ist stichtagsbezogen. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung erhöhten sich die Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 8.110. Das Konzerneigenkapital erhöhte sich aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung um insgesamt TEUR 6.868 auf TEUR 39.628. Im Dezember 2022 wurde eine Vorabausschüttung an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.750 geleistet. Diese ist mindernd im Konzerneigenkapital berücksichtigt; dies gilt auch für die Ausschüttungen des Vorjahres in Höhe von TEUR 4.000. Eine weitere Ausschüttung des Ergebnisses 2022 ist nicht vorgesehen. Die Zusammensetzung in Art und Höhe der sonstigen Rückstellungen ist weitgehend unverändert zum Vorjahr. Die Verbindlichkeiten insgesamt nahmen um TEUR 5.402 zu. Dies ist im Wesentlichen auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Ihre Zunahme im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der höheren Gesamtleistung des Projekt- und Produktionsgeschäfts und ist stichtagsbezogen. Daneben nahmen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 1.458 aufgrund planmäßiger Tilgungen von langfristigen Bau-Darlehen ab. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die Ergebnisentwicklung der Studio Hamburg Gruppe ist wie in der Vergangenheit auch zukünftig entscheidend von der Entwicklung ihrer Tochtergesellschaften in den beiden Geschäftsbereichen Produktion & Distribution und Atelier & Technik und der damit erzielten Ergebnisse der Gruppengesellschaften abhängig. Die Studio Hamburg Gruppe rechnet gemäß der Planung für das Geschäftsjahr 2023 mit einer Gesamtleistung leicht oberhalb des Vorjahres. Jedoch zeigen die Planungen für 2023 der Gruppengesellschaften deutlich eingetrübte Erwartungen. Die aktuelle Situation ist durch einen hohen Auftragsbestand auf der einen Seite und Materialengpässe, steigende Energiekosten und Arbeitskräftemangel auf der anderen Seite gekennzeichnet. Für 2023 wird tendenziell ein konjunktureller Abschwung erwartet. Insgesamt gehen die Planungen für 2023 von anhaltenden Kostensteigerungen sowohl im Sach- als auch im Personalbereich aus, was zu erheblichen Ergebnisbelastungen führt. Somit rechnet die Studio Hamburg Gruppe mit einem Konzern-Jahresergebnis vor Ertragssteuern für 2023 signifikant unterhalb des entsprechenden Ergebnisses des Vorjahres. Nach wie vor gibt es immer wieder Beeinträchtigungen durch Corona-Infektionen bei der Realisierung von Produktionen oder Projekten. Mögliche Beeinträchtigungen sind je nach Einschätzung der Geschäftsführungen in den Einzelplänen der Gruppengesellschaften abgebildet worden. In den Planungen wird davon ausgegangen, dass trotz möglicher Corona-Beeinträchtigungen das für 2023 prognostizierte Auftragsvolumen realisiert werden kann. 2. Chancenbericht Sollten gegenüber den getroffenen Planungsannahmen eine stärkere Auslastung der Studios bzw. Beauftragung technischer Dienstleistungen, die Realisierung von Preissteigerungen gegenüber Kunden sowie eine erfolgreichere Etablierung neuer Formate des Produktionsbereiches erfolgen, hätte dies eine positive Auswirkung auf die prognostizierte Ergebnisentwicklung. Des Weiteren bestehen grundsätzlich bei den bereits akquirierten Projekten und Produktionen der Gruppenfirmen durch einen besseren und günstigeren Projekt- bzw. Produktionsverlauf auch Chancen, Ergebnisverbesserungen gegenüber der Planung zu erzielen, was jedoch bei den aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten eine große Herausforderung darstellt. 3. Risikobericht In der Studio Hamburg Gruppe ist ein Risikomanagement etabliert. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird je Tochtergesellschaft laufend unter Berücksichtigung der Marktentwicklungen über Monatsabschlüsse und Abgleich mit der Unternehmensplanung und der Unternehmensstrategie fortgeschrieben und beobachtet. Dabei werden insbesondere auch Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, denen die Gesellschaften bzw. Gruppenfirmen ausgesetzt sind, besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Zur rechtzeitigen Erkennung möglicher bestandsgefährdender Risiken werden im Rahmen eines Risikofrüherkennungssystems je Berichtsjahr die identifizierten Risiken für die Studio Hamburg Gruppe quantifiziert. Die Ergebnisse inklusive der erarbeiteten Gegenmaßnahmen sind in einem Risikoreport zusammenfassend dokumentiert. Unterjährig erfolgt die Risikokommunikation im Rahmen der Berichterstattung der verantwortlichen Organe sowohl innerhalb der Studio Hamburg Gruppe als auch gegenüber dem Gesellschafter und Aufsichtsrat der Studio Hamburg GmbH. Neben dem allgemeinen Risiko aus der Entwicklung der Medienbranche und des Teilsegments des Film- und Fernsehmarktes können im Wesentlichen folgende spezielle Risiken für die beiden Haupt-Geschäftsbereiche der Studio Hamburg Gruppe identifiziert werden:
Risiken der Planunterschreitung bei Gruppenfirmen liegen grundsätzlich in einem zu geringen Auftragsvolumen, insbesondere im fixkostenintensiven Bereich der technischen Dienstleistungen, sowie in ungeplanten Preissteigerungen im Rahmen von langfristig angelegten Filmproduktionen, welche nicht an die Auftraggeber weitergegeben oder durch andere Kosteneinsparungen im Rahmen der Produktion kompensiert werden können. Des Weiteren besteht grundsätzlich bei den Projekten und Produktionen der Gruppenfirmen bei einem schwierigen und ungünstigeren Projekt- bzw. Produktionsverlauf das Risiko der Nichterreichung der geplanten Deckungsbeiträge. Dadurch können insgesamt Ergebnisreduzierungen gegenüber der Planung erfolgen mit entsprechender Auswirkung auf die Finanzierungssituation der Studio Hamburg Gruppe. Auch 2023 kann es für Firmen der Studio Hamburg Gruppe durch Corona-Infektionen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die den geschäftlichen Erfolg in erheblichem Maße beinträchtigen, geben. So kann es weiterhin dazu kommen, dass Mitarbeitende bzw. Mitwirkende erkranken oder in Quarantäne müssen und ihrer Arbeit nicht wie gewohnt nachkommen können. Daraus resultierende Beeinträchtigungen bei der Durchführung von Produktionen bzw. Projekten könnten erhebliche, wirtschaftlich nachteilige Folgen mit sich bringen. Diese können von längerfristigen Verschiebungen, nicht weiter belastbaren Mehrkosten bis hin zur Absage von Produktionen bzw. Projekten reichen. Somit könnten signifikante Zusatzbelastungen, welche derzeit nicht absehbar sind und in der Planungen 2023 nicht berücksichtigt werden konnten, auf die betroffenen Gruppenfirmen zukommen. Bei den operativen Tochtergesellschaften im Bereich Produktion kann es bei kofinanzierten Produktionen im Rahmen deren Finanzierung durch den Ausfall von Filmförderungen zu Verschiebungen oder gar Abbruch der Produktionen kommen. Mögliche Liquiditätsrisiken hieraus aufgrund notwendiger Zwischen-/Vorfinanzierungen von Produktionen werden durch die Einbindung dieser Tochtergesellschaften in den Cash-Pool der Studio Hamburg Gruppe reduziert. Zugleich ergibt sich die Notwendigkeit der Studio Hamburg GmbH, als Cash-Pool-Führer, ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen bzw. dafür notwendige Finanzierungsquellen rechtzeitig einzuplanen und zu sichern. Ein zusätzliches finanzielles Risiko für das kommende Geschäftsjahr 2023 stellt weiterhin der Krieg in der Ukraine dar und daraus resultierend mögliche weitere Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite. Die Gesellschaften der Studio Hamburg Gruppe sind von einer derartigen Entwicklung grundsätzlich mittelbar betroffen. So werden weiterhin hohe Energiepreise erwartet und darüber hinaus können einzelne Gruppengesellschaften von Lieferengpässen bei Material betroffen sein. Hier werden entsprechende Alternativen in der Zulieferung weiterhin geprüft werden müssen. Wirtschaftliche oder rechtliche Bestandsgefährdungsrisiken sind für die Studio Hamburg GmbH bzw. für die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften derzeit nicht erkennbar.
Hamburg, den 30. Mai 2023 Johannes Züll |
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