Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 20398
Eingetragen
16.2.2004
Branche
Großhandel mit Werkzeugen und KleineisenwarenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Handel mit Werkzeugen und ähnlichen Erzeugnissen, sowie mit Produkten aus dem Bereich Arbeitssicherheit und technischer Betriebsausstattung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wolfgang Brunner
seit 6.7.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
600.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WVG Werkzeug-Vertrieb GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.000,00 8
II. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.783,00 21.783,00 17
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.593.674,64 4.230
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.934.960,65 1.814
III Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 61.431,84 7.590.067,13 14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.157,48 84
7.649.007,61 6.167

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600
II. Gewinnvortrag 3.314.971,47 2.505
III. Jahresüberschuss 962.841,68 4.877.813,15 832
B. Rückstellungen 717.255,00 941
C. Verbindlichkeiten 2.049.689,46 1.284
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.250,00 5
7.649.007,61 6.167

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. J anuar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
T€
1. Rohergebnis 7.086.697,32 6.840
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.997.778,25 3.047
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 626.911,68 3.624.689,93 626
3. Abschreibungen auf Sachanlagen 5.635,04 9
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.085.769,87 1.948
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.550,64 1
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 947,27 1
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 405.609,06 372
8. Ergebnis nach Steuern 969.596,79 838
9. Sonstige Steuern 6.755,11 6
10. Jahresüberschuss 962.841,68 832

Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

A. Vorbemerkungen

Die WVG Werkzeug-Vertrieb GmbH hat ihren Sitz in Augsburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg (Reg.Nr. HRB 20398). Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches sowie den Bestimmungen der Satzung.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und - sofern ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist - über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände bilanziert. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen nach der linearen oder nach der degressiven Abschreibungsmethode auf Basis der maßgeblichen steuerrechtlichen Vorschriften. Die Abschreibungen auf Zu- und Abgänge erfolgen pro rata temporis. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode wird durchgeführt, sobald die linearen Restraten die degressiven Raten übersteigen.

Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 250,-- sind sofort als Aufwand erfasst. Die Bewertungsfreiheit für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten über € 250,-- bis € 800,-- wird in Anspruch genommen. Gleichzeitig wird der Abgang im Zugangsjahr unterstellt.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung der gleitenden Durchschnittsmethode oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenen Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine ausreichende Pauschalwertberichtigung (1 %) auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen vorgenommen. Mit pauschalen Abschlägen wird dem Risiko aus Warenretouren, Preisnachlassen sowie Kundenskonti Rechnung getragen.

Salden gegenüber nahe stehende Unternehmen betreffen solche Unternehmen, bei denen die Gesellschafter unmittelbar oder mittelbar identisch sind.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

In den Steuerrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten enthalten. Die Höhe der Rückstellungen entspricht dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag.

Die Rückstellungen für Zuwendungen anlässlich eines Dienstjubiläums (Jubiläumszuwendungen) sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Bewertung erfolgt mit der PUC-Methode (Projected Unit Credit Verfahren) mit einem Rechnungszins von 1,74 % p.a. (i.Vj. 1,44 % p.a.). Die Berücksichtigung der Fluktuation erfolgt mit den Werten der Heubeck-Richttafeln. Sofern die erforderliche Betriebszugehörigkeit bis zur gesetzlichen Regelaltersgrenze nicht erreicht werden kann, entfällt die Rückstellungsbildung. Es wird ein Einkommenstrend von 2 % p.a. unterstellt. Als Wert eines Tages Sonderurlaub wird 1/220 des Jahreseinkommens angesetzt. Für den Arbeitgeberanteil der Sozialabgaben erfolgt ein pauschaler Zuschlag von 20 %.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen werden saldiert. Im Fall eines aktiven Gesamtsaldos wird auf dessen Ansatz verzichtet.

C. Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel am Ende dieses Anhangs dargestellt.

2. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr vollständig innerhalb eines Jahres fällig und nicht besichert.

3. Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit € 302,60 (i.Vj. T€ 0) Erträge aus der Währungsumrechnung.

In den Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung sind € 7.014,74 (i.Vj. T€ 7) aus Aufwendungen für Altersversorgung enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten mit € 65,46 (i.Vj. T€ 0) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

Die Zinserträge beinhalten € 200,00 (i.Vj. T€ 0) aus der Abzinsung der sonstigen Rückstellungen und die Zinsaufwendungen beinhalten € 411,00 (i.Vj. T€ 0) aus der Aufzinsung einer Rückstellung.

D. Finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus am Bilanzstichtag vereinbarten Miet- und Leasingverbindlichkeiten betragen T€ 891 (davon T€ 358 gegenüber nahe stehenden Unternehmen); in 2024 sind hiervon fällig T€ 358 (davon T€ 102 gegenüber nahe stehenden Unternehmen). Die Mietverträge umfassen hierbei einen Zeitraum bis zum Jahr 2027, die Leasingverträge bis zum Jahr 2028.

E. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2023 62 (i. Vj. 63) Mitarbeiter beschäftigt.

2. Geschäftsführung

Die Gesellschaft wurde in 2023 durch den Geschäftsführer, Herrn Wolfgang Josef Brunner, vertreten.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB sowie des § 285 Nr. 14 HGB verzichtet.

3. Mutterunternehmen

Mutterunternehmen i.S.d. § 285 Nr. 14 a HGB ist die Richter+Frenzel GmbH + Co. Beteiligungs KG mit Sitz in Augsburg.

4. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

F. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnvortrag zuzüglich Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Augsburg, den 24. Juni 2024

gez. Wolfgang Josef Brunner

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 24. September 2024 festgestellt.

Die Gesellschafter Versammlung hat am 24. September 2024 beschlossen:

Der Jahresüberschuss 2023 wird dem Gewinnvortrag (3.314.971,47 €) zugeführt und auf neue Rechnung vorgetragen.

Entwicklung des Anlagevermögens des Geschäftsjahres 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 39.219,59 0,00 0,00 39.219,59
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 921,21 0,00 0,00 921,21
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.507,98 2.692,04 2.692,04 46.507,98
47.429,19 2.692,04 2.692,04 47.429,19
86.648,78 2.692,04 2.692,04 86.648,78
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 31.219,59 0,00 0,00 31.219,59
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 921,21 0,00 0,00 921,21
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.781,98 5.635,04 2.692,04 32.724,98
30.703,19 5.635,04 2.692,04 33.646,19
61.922,78 5.635,04 2.692,04 64.865,78
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.000,00 8.000,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.726,00 13.783,00
16.726,00 13.783,00
24.726,00 21.783,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Einleitung

Das 2004 gegründete Unternehmen WVG Werkzeug-Vertrieb GmbH ist Teil der familiengeführten Richter+Frenzel Unternehmensgruppe. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Werkzeugen - vorwiegend im Bereich Sanitär-Heizungs-Klimatechnik (SHK) - sowie mit Produkten aus dem Bereich Arbeitssicherheit und technischer Betriebsausstattung. Dabei liefern wir nur an gewerbliche Kunden aus den Bereichen Industrie, Handel und Handwerk. Die Auslieferung der Ware erfolgt per Paketversand von unserem Zentrallager in Suhl an Kunden in ganz Deutschland. Wichtigster Kunde ist unsere Schwestergesellschaft Richter+Frenzel GmbH + Co. KG (im Folgenden R+F KG) mit ihren mehr als 180 Standorten, einer der führenden deutschen Großhändler für Sanitär- und Haustechnik. Über das Vertriebsnetz der R+F KG wird letztendlich ein Großteil unseres Umsatzes generiert.

Als Serviceleistung bieten wir die fachgerechte Reparatur von Werkzeugen durch externe Vertragswerkstätten an. Im Bereich Dienstleistung generieren wir relevante Umsätze mit der Vermietung von mobilen Heizungsanlagen, speziell für den Baubereich.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft in 2023 war geprägt von geopolitischen Spannungen und den Folgen der Energiekrise. Rückläufige Investitionen beeinflussten die Konjunktur - unter anderem aufgrund von steigenden Zinsen und somit ungünstigen Finanzierungsbedingungen. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte erstmals seit 2020, und zwar mit einem preisbereinigten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts ("BIP") um -0,3 % gegenüber 2022. Während das BIP in den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres noch stagnierte, sank es im letzten Quartal deutlich (Quelle: Statistisches Bundesamt; Stand Februar 2024). Sowohl die privaten und staatlichen Konsumausgaben als auch Investitionen unterlagen in 2023 einem deutlichen Rückgang, wenngleich die Haushaltseinkommen noch einmal stark und die Einnahmen des Staates moderat stiegen. Die Bruttowertschöpfung stieg in verschiedenen Bereichen im Vergleich zum Vorjahr an - insbesondere im Dienstleistungsbereich. Im Baugewerbe stieg die Bruttowertschöpfung preisbereinigt nur sehr leicht, im produzierenden Gewerbe sowie im zusammengefassten Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe war sie deutlich rückläufig. Die durch die Pandemie angespannte Situation der internationalen Lieferketten hat sich 2023 etwas erholt, die Preise befinden sich jedoch überwiegend noch auf einem hohen Niveau. Ursache hierfür sind unverändert auf hohem Niveau befindliche Beschaffungspreise der Industrie, im Wesentlichen auf Grund höherer Rohstoffpreise, bedingt durch Rohstoffengpässe, deutlich gestiegener Finanzierungskosten sowie weiterhin hoher Frachtraten für Container.

Baukosten und Zinsen sanken leicht, verblieben jedoch auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Im wichtigen Sektor des Wohnungsneubaus wurden mit rund 260.100 neu genehmigten Wohnungen im Berichtsjahr deutlich weniger genehmigt als im Vorjahr (-26,6 %) und insbesondere als die von der 2021 gewählten Bundesregierung als jährliches Ziel ausgerufenen 400.000 Wohnungen.

Entgegen der Entwicklung des Bauhauptgewerbes konnte die Haustechnikbranche in 2023 It. Umsatzerhebung DG-Haustechnik erneut ein überproportionales, im Wesentlichen preisgetriebenes Umsatzplus von 10,2 % gegenüber dem Vorjahr erzielen. Nach wie vor investierten Eigenheimbesitzer in eine altersgerechte und barrierefreie Bad-Sanierung- und Modernisierung. Weiterhin wirkte sich der unveränderte Trend zum privaten "Erlebnisbad" positiv auf die Sanitär-Branchenentwicklung aus. In der zweiten Jahreshälfte 2023 hatte die Unklarheit hinsichtlich Fördermöglichkeiten für Heiztechnik auf Basis erneuerbarer Energie für Verunsicherung gesorgt. Diese hält bis ins Jahr 2024 an und wirkte sich stark auf den Absatz von Wärmepumpen aus. Lt. Zentralverband des SHK-Handwerks konnte das deutsche Sanitär- und Heizungsbauerhandwerk seine Umsätze auch in 2023 erneut steigern. Auch die R+F KG, als unser wichtigster Kunde, profitierte im Berichtsjahr mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum von der positiven Entwicklung im SHK Bereich. Für die SHK-Werkzeugbranche liegen wie in den Vorjahren auch für 2023 keine spezifischen statistischen Kennzahlen vor.

2. Umsatz und Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse der WVG Werkzeug-Vertrieb GmbH stiegen in 2023 um 7,7 % im Vergleich zum Vorjahr und liegen deutlich über Plan. Damit liegt die Berichtsgesellschaft in 2023 beim Umsatz leicht unter der Entwicklung der gesamten Haustechnikbranche.

3. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 sind Investitionen in Höhe von T€ 3 in die Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt worden.

4. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Wir erzielten im Berichtsjahr mit T€ 963 einen Jahresüberschuss noch einmal deutlich über dem guten Vorjahresniveau und deutlich über dem geplanten Jahresergebnis. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wird als sehr zufriedenstellend bewertet.

C. Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € 1,5 Mio. und somit um 24,0 % auf € 7,7 Mio. erhöht. Im Wesentlichen resultiert dies aus einer Erhöhung der Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen um € 1,2 Mio. von im Vorjahr € 0,7 Mio. auf € 1,9 Mio. in 2023, welche durch das Cash-Pooling bedingt ist. Auf der Passivseite hat sich im Wesentlichen das Eigenkapital um € 0,9 Mio. auf € 4,9 Mio. erhöht und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von € 1,0 Mio. auf € 1,7 Mio.

Durch die Einbindung in ein Cash-Pooling innerhalb der Richter+Frenzel Gruppe weist die WVG Werkzeug-Vertrieb GmbH kaum liquide Mittel aus. Zum Jahresende ist ein Cash-Pooling-Guthaben in Höhe von T€ 1.303 (i. Vj. T€ 360) in den Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen enthalten.

2. Finanz- und Ertragslage

Für das Berichtsjahr ergibt sich trotz der gestiegenen Bilanzsumme eine Eigenkapitalquote auf Vorjahreshöhe von 63,8 %.

Der Cashflow in seiner Grundform (Jahresüberschuss + Abschreibung + Veränderung langfristige Rückstellungen) errechnet sich mit T€ 968 (i. Vj. T€ 832) und erhöhte sich im Wesentlichen auf Grund des um T€ 131 gestiegenen Jahresüberschusses.

Der Jahresüberschuss 2023 von T€ 963 stieg im Vergleich zum Vorjahr (T€ 832). Wesentlicher Grund hierfür war eine Zunahme des Umsatzes. Das Rohergebnis hat sich absolut um T€ 238 erhöht, der relative Rohgewinn bezogen auf die Umsatzerlöse ging um 0,8 %-Punkte zurück.

D. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Voraussichtliche Entwicklung und Chancen

Die Geschäftstätigkeit der WVG Werkzeug-Vertrieb GmbH hängt maßgeblich von der zukünftigen Geschäftsentwicklung der R+F KG ab. Die R+F KG verzeichnet in den ersten vier Monaten 2024 eine rückläufige Auftrags- und Umsatzentwicklung im Vergleich zum Jahr 2023, bedingt durch die stark nachlassende Dynamik im Haustechnikmarkt. Für 2024 und 2025 planen wir mit Umsatzerlösen leicht unterhalb des Niveaus von 2023 sowie mit Jahresergebnissen deutlich unter dem außergewöhnlich guten Ergebnis von 2023.

Zinsen und Energiekosten auf nach wie vor hohem Niveau, die klimaneutrale Umstellung der Wirtschaft, veränderte politische Vorgaben im Bereich der Heizungstechnik sowohl für den Gewerbe- als auch im privaten Hausbau sowie die Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Ukraine-Krieg belasten die konjunkturelle Entwicklung sowie die Investitionsbereitschaft von Wirtschaft und Konsumenten und damit auch die wirtschaftliche Situation unseres Hauptkunden Richter+Frenzel GmbH + Co. KG. Wir gehen aktuell davon aus, dass unser wichtigster Kunde für 2024 eine Umsatzgröße unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 erreichen wird.

Entsprechend erwarten wir in diesem Zeitraum einen korrespondierenden Umsatzrückgang. Durch eine permanente Anpassung der Kostenstruktur, vorwiegend in den Marketingkosten, wollen wir das Erreichen der Planergebnisse sicherstellen.

2. Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung

a. Warenbestandsrisiko

Aufgrund der für ein Handelsunternehmen typischen Lagerbestände ist ein Lagerrisiko für ungängige Bestände immer latent vorhanden. Diesem wird durch angemessene Gängigkeitsabschläge Rechnung getragen. Zur Reduzierung des Lagerrisikos aus Bruch und Schwund wird angestrebt, diesem durch organisatorische Maßnahmen und Schulungen von Mitarbeitern vorzubeugen. Das allgemeine Risiko aus der Lagerhaltung ist gegen die üblichen Elementargefahren adäquat versichert. Ein gestiegenes Geschäftsvolumen und Sondereinkäufe zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit führen aktuell zu höheren Warenbeständen als geplant. Dem hieraus steigenden Warenbestandsrisiko wird durch entsprechende Zuführung zur Risikovorsorge bilanziell Rechnung getragen.

b. Debitorenrisiko

Unverändert werden weiterhin ein Großteil des Umsatzes mit Unternehmen der Richter+Frenzel Gruppe getätigt. Im Berichtsjahr lag der Anteil unverändert bei 80 %. Das Risiko eines Ausfalles aus den verbleibenden Kundenforderungen ist durch unser intensives und konsequentes Forderungsmanagement sehr beschränkt. Wir haben im Berichtsjahr 2023 unsere Vorsorge für kritische Forderungen dem aktuellen Risikoumfeld angepasst. Erhöhte Ausfallrisiken auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung werden laufend geprüft und bewertet und bei Bedarf hierzu eine bilanzielle Vorsorge getroffen.

c. Lieferantenrisiko

Nennenswerte Lieferantenrisiken bestehen aktuell nicht. Die 2024 eintretende Entwicklung der Rohstoffpreise wird sich auch in der Entwicklung der Verkaufspreise widerspiegeln. Dem Sicherstellen von Lieferketten im Zuge von zukünftig eintretenden Krisen wird durch geeignete Maßnahmen Rechnung getragen. Verstärkt wird für wichtige Sortimentsartikel laufend sowohl der nationale als auch der internationale Beschaffungsmarkt nach Alternativlieferanten analysiert.

d. IT-Risiko

Die Berichtsgesellschaft nutzt die IT-Systeme und Dienstleistungen der Richter+Frenzel GmbH + Co. KG. Diese startete Im September 2021 mit der Systemumstellung von SAP R3 auf SAP S4/HANA (Transformationsprojekt R+F nimbus). Nach erfolgreicher Migration des Teilbereiches "Finance" starteten im September 2022 die weiteren Teilprojekte "Logistik und Beschaffung". Der Umfang und die Komplexität dieses Projektes werden in den kommenden Jahren zu höheren IT-Umlagekosten führen und eigene, umfangreiche Mitarbeiterkapazitäten binden. Wie bei jeder großen Systemumstellung ergeben sich neben der Chance, die gesamte Organisation einschließlich der Arbeitsabläufe zukunftsgerichtet und effektiv neu aufzustellen, auch signifikante Risiken aus Anlaufschwierigkeiten der neuen Systemumgebung und deren Auswirkung auf den laufenden Geschäftsbetrieb. Dem wird durch intensives Projektcontrolling und durch eine schrittweise Einführung der Software Rechnung getragen. R+F nimbus ist und bleibt ein für die Zukunftsfähigkeit der Berichtsgesellschaft sowie der gesamten Richter+Frenzel Gruppe entscheidendes Projekt, bei dem sukzessive in den nächsten Jahren sämtliche Unternehmensbereiche umgestellt werden.

Den Risiken aus dem Betrieb, der Nutzung und der Kommunikation (insbesondere webbasierter Anwendungen) von und mit IT-Systemen wird durch Datensicherungs- und Recoverysysteme, Datenschutzprogramme sowie organisatorische Vorkehrungen und Kontrollen begegnet. Diese Maßnahmen wurden im Vorjahr erneut verstärkt, um dem weiter gestiegenen Bedrohungen durch Hacker- und Phishingangriffe entgegenzuwirken. Hier sind insbesondere die Etablierung eines 24/7 Security Operation Centers zur schnelleren Erkennung von Angriffen und Verkürzung der Reaktionszeit für Gegenmaßnahmen, sowie die Einführung einer Security Awareness Lösung, zu nennen. Aus unserer Sicht bestehen aktuell keine außergewöhnlichen IT-Risiken.

e. Finanzierungsrisiken

Zur administrativen Vereinfachung der Liquiditätssteuerung sowie zur Zinsoptimierung wurde zum 01. August 2018 ein Cash-Pooling innerhalb der operativ tätigen Gesellschaften der Richter+Frenzel Gruppe implementiert. Durch die Teilnahme am Cash-Pooling der Richter+Frenzel Gruppe ist für die WVG Werkzeug-Vertrieb GmbH die erforderliche Betriebsmittelfinanzierung sichergestellt. Ein Zinsausgleich zwischen der Berichtsgesellschaft sowie der poolführenden R+F KG wird vorgenommen. Die im Juli 2023 abgeschlossene Anschlussfinanzierung der R+F KG sichert die erforderlichen Kreditlinien über eine Laufzeit von fünf Jahren.

Wir waren im Berichtsjahr jederzeit in der Lage unsere Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Liquiditätsrisiken sind derzeit nicht erkennbar.

f. Abschließende Risikobeurteilung

Die bei der Planerstellung erkennbaren Marktrisiken sind in der Planung 2024 und 2025 berücksichtigt. Die möglichen Auswirkungen sowie Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere aus geopolitischen Einflüssen, und deren Auswirkungen auf die SHK-Werkzeug- und auch Haustechnikbranche, werden laufend analysiert und bei Bedarf in aktuellen Szenario Berechnungen dargestellt, lassen sich aber derzeit nicht einschätzen; hieraus könnten sich nicht vorhersehbare Risiken ergeben.

Bestandsgefährdende Risiken lassen sich zurzeit nicht erkennen.

 

Augsburg, im Juni 2024

gez. Wolfgang Josef Brunner

Vorstehender Jahresabschluss wurde nur in verkürzter Form offengelegt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde folgender Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers erteilt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WVG Werkzeug-Vertrieb GmbH, Augsburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WVG Werkzeug-Vertrieb GmbH, Augsburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WVG Werkzeug-Vertrieb GmbH, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 01. J anuar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der J ahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 20. September 2024

Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Sebastian Eder, Wirtschaftsprüfer

Regina Pöckl, Wirtschaftsprüferin

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