Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Kreuznach HRB 4203
Vorher
Vino Weine und Ideen GmbHPieroth Retail GmbH
Eingetragen
19.12.2000
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit GetränkenEinzelhandel mit Getränken
Gegenstand
Der Einzelhandel mit Weinen, Schaumweinen, Spirituosen sowie ergänzenden Produkten (Gläser Accessoires, Lebensmittel).

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Henning Retzlaff
seit 28.1.2025
Geschäftsführer
Thomas Thelen
seit 13.12.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vino Weinhandels GmbH

Burg-Layen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Vino Weinhandels GmbH (im Folgenden kurz "Vino" oder "Gesellschaft") mit Sitz in Burg Layen verkauft in eigenen Filialen sowie über einen Online-Shop Wein, Schaumwein, Spirituosen, Wein-Accessoires und Feinkostartikel überwiegend an Endverbraucher. Bundesweit betreibt Vino aktuell 19 Filialen, schwerpunktmäßig im Ruhrgebiet, im Rhein-Main-Gebiet sowie in Bayern. Eine weitere Filiale in Trier wird in Kürze eröffnet. Daneben gibt es in Dortmund eine Handelsagentur mit einem Ladengeschäft.

Das Sortiment umfasst mehr als 350 Weine aus aller Welt, mit Schwerpunkten auf Weinen aus Deutschland, Italien und Frankreich.

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Rindchen's Weinkontor GmbH & Co. KG, Bönningstedt. Diese ist ihrerseits eine Tochtergesellschaft der Schloss Wachenheim AG, einem der größten Hersteller von Schaumwein und Perlwein in Europa.

II. Wirtschaftsbericht

1. Marktumfeld

Nachdem die gesamtwirtschaftliche Entwicklung - in Deutschland wie in vielen anderen Ländern - in 2022 von massiven Teuerungen an den Energie- und Rohstoffmärkten, hohen Inflationsraten und damit verbundenen Kaufkraftverlusten für die Verbraucher sowie steigenden Zinsen geprägt war, haben sich einige der belastenden Faktoren im ersten Halbjahr 2023 wieder leicht entspannt. Dies betrifft in erster Linie sinkende Energiepreise, aber auch positive Impulse aus nachlassenden Lieferengpässen sowie eine allmähliche Verbesserung der Situation an wichtigen Rohstoffmärkten. Stützend wirkte zudem die Abkehr Chinas von der strikten Null-Covid-Politik.

Dämpfende Wirkungen gehen dagegen weiterhin von der Inflation aus, die ihren Höhepunkt in den meisten Ländern zwar überwunden haben dürfte, sich jedoch weiterhin nur allmählich und uneinheitlich abschwächen wird und insofern in diesem sowie im kommenden Jahr voraussichtlich noch auf einem höheren Niveau verbleibt. Dadurch werden die Belastungen aus dem hieraus resultierenden Kaufkraftentzug und damit die bremsenden Einflüsse auf die Konjunkturentwicklung noch einige Zeit andauern.

Verschärft wird diese Entwicklung durch eine fortgesetzte geldpolitische Straffung und weiter steigende Zinsen, mit entsprechend dämpfenden Wirkungen auf die Investitionsneigung der Unternehmen. Daneben sind die Dauer sowie das Ausmaß der Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine sowie dem Angriff der Hamas auf Israel Anfang Oktober 2023 - auch mit Blick auf mögliche weitere Eskalationen - nach wie vor kaum vorhersehbar. Auch andere belastende Faktoren für die Weltwirtschaft, etwa geopolitische Spannungen wie beispielsweise zwischen den USA und China, sind nach wie vor existent.

Für das gesamte Kalenderjahr 2023 wird für Deutschland ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um rund 0,5 % prognostiziert. Für 2024 wird wieder ein leichtes Wachstum zwischen 1 % und 2 % erwartet.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die damit verbundenen Preissteigerungen haben die Verbraucherstimmung in Deutschland spürbar belastet. Nachdem der Binnenkonsum in den letzten Jahren in zahlreichen Ländern eine wesentliche Stütze des Wirtschaftswachstums war, sind die relevanten Indikatoren für Einkommenserwartung und Konsumneigung seit Herbst 2021 spürbar getrübt. Hintergrund waren insbesondere gestiegene Lebenshaltungskosten infolge der hohen Inflation sowie Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung. Zwar haben sich die entsprechenden Indikatoren im Laufe des Geschäftsjahres 2022/23 vor dem Hintergrund rückläufiger Inflationsraten sowie zunehmend optimistischeren Einkommenserwartungen wieder leicht verbessert, liegen jedoch weiterhin deutlich unter dem Niveau der vergangenen Jahre. Infolge der Preisentwicklungen auf den relevanten Beschaffungsmärkten musste auch Vino, ungeachtet der für Verbraucher schwierigen Situation, Preiserhöhungen umsetzen.

Die Branche befindet sich weiterhin in einem reifen Marktumfeld, das durch einen hohen Wettbewerbsdruck geprägt ist. Dabei bleibt die Bedeutung des stationären Fachhandels gerade im gehobenen Preissegment (Ladenverkaufspreise zwischen EUR 5,00 und EUR 15,00) aus Sicht von Vino weiterhin bestehen: Zahlreiche Weine können in den Filialen kostenlos und unverbindlich verkostet werden; zudem findet eine kompetente Beratung vor Ort statt. Damit differenzieren wir uns gegenüber Discountern, Lebensmittelhändlern und SB-Warenhäusern. Zudem schätzen Kunden auch die Möglichkeit, Nachkäufe nach vorheriger Beratung im Geschäft online zu tätigen.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden Umsatzerlöse (finanzieller Leistungsindikator) von insgesamt TEUR 14.605 erzielt (Vorjahr TEUR 13.604).

Hierin enthalten sind Erlöse von TEUR 1.479 aus der Veräußerung der Zentrallagerbestände an die Alleingesellschafterin (Rindchen's Weinkontor GmbH & Co. KG), die seit Juli 2022 den operativen Einkauf der Gesellschaft, d.h. die Abwicklung der kompletten Warenbeschaffung, übernommen hat. Während das Category Management weiterhin in der Verantwortung von Vino liegt, erfolgt die Beschaffung und die Einlagerung zunächst zentral durch die Alleingesellschafterin, zusammen mit deren eigenen Bezügen und Beständen und im eigenen Namen sowie auf eigene Rechnung. Die für die Belieferung der Filialen und Kunden benötigten Waren werden dann erst kurz vor der Auslieferung entsprechender Bestellungen - sowohl der eigenen Weinfachgeschäfte als auch von externen Kunden - seitens Vino erworben. Zur Umsetzung dieser neuen Struktur war insofern eine Zusammenführung der Lagerbestände beider Gesellschaften erforderlich.

Bereinigt um diese Verkäufe belaufen sich die Umsatzerlöse in 2022/23 auf TEUR 13.126, was gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 3,5 % bedeutet. Eine hohe Inflation und ein entsprechend gedämpftes Konsumklima bei gleichzeitig notwendigen Preiserhöhungen unserer Produkte infolge von Beschaffungspreissteigerungen führte zu einer Konsumzurückhaltung bzw. einem Ausweichen der Verbraucher auf günstigere Produkte. Insofern waren die um die Verkäufe der Zentrallagerbestände bereinigten Umsatzerlöse trotz Erhöhungen der Abgabepreise rückläufig. Unsere Zielsetzungen, leichte Umsatzsteigerungen zu erzielen, haben wir daher verfehlt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 133 (Vorjahr TEUR 115), welche überwiegend Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 64 (Vorjahr TEUR 35), Nebenkostenerstattungen von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 30) sowie Versicherungserstattungen von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 27) enthalten.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) liegt - bereinigt um die oben beschriebenen Effekte aus der Veräußerung der Zentrallagerbestände an die Alleingesellschafterin - mit 48,1 % spürbar über dem Niveau des Vorjahres (46,4 %). Dies ist auf gestiegene Beschaffungspreise für Wein zurückzuführen. Insgesamt liegt der Materialaufwand bei TEUR 7.789 (Vorjahr TEUR 6.312).

Die Personalaufwendungen belaufen sich auf TEUR 2.599 (Vorjahr TEUR 2.699). Dieser Rückgang resultiert aus Veränderungen in der Mitarbeiterstruktur. Gegenläufig haben sich Lohn- und Gehaltssteigerungen ausgewirkt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt im Geschäftsjahr 2022/23 95 (Vorjahr 94).

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen TEUR 129 (Vorjahr TEUR 170).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 4.618 nach TEUR 4.521 im Geschäftsjahr 2021/22. Die Steigerung ist insbesondere auf höhere Miet- und Mietnebenkosten sowie gestiegene Werbeaufwendungen zurückzuführen. Gegenläufig haben sich hauptsächlich die Lager- und Logistikaufwendungen reduziert.

Wesentliche Finanzierungsaufwendungen sind im Geschäftsjahr 2022/23 - wie bereits im Vorjahr - nicht angefallen.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2022/23 ein Jahresfehlbetrag von TEUR 395 (Vorjahr Jahresüberschuss von TEUR 6) erwirtschaftet. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf den Rückgang des Geschäftsvolumens und gestiegene Weinbezugspreise zurückzuführen, und liegt unter unseren Erwartungen eines leicht verbesserten Jahresergebnisses.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Vino belief sich zum Stichtag auf TEUR 3.027 (Vorjahr TEUR 3.487).

Das Anlagevermögen ist von TEUR 290 auf TEUR 183 zurückgegangen. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen zurückzuführen.

Der Bilanzwert des Vorratsvermögens liegt zum 30. Juni 2023 bei TEUR 1.380 und damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahresstichtages (TEUR 2.831). Dies hängt wesentlich mit der unter "Ertragslage" beschriebenen Veräußerung der Zentrallagerbestände an die Alleingesellschafterin und den damit einhergehenden geringeren Beständen zusammen. Gegenläufig haben sich höhere Bezugspreise ausgewirkt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Stichtag auf TEUR 283 nach TEUR 50 im Vorjahr. Der deutliche Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 2 auf TEUR 788 steht im Zusammenhang mit der Veräußerung der Zentrallagerbestände an die Alleingesellschafterin, durch den sich das Finanzierungsvolumen entsprechend reduziert hat. Hierdurch hat sich der Saldo aus der Konzernfinanzierung von einer Verbindlichkeit im Vorjahr zu einer Forderung gedreht. Die Sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 284, Vorjahr TEUR 200) beinhalten überwiegend Forderungen gegenüber Zahlungsdienstleistern sowie aus nicht ertragsabhängigen Steuern.

Die Bankguthaben und flüssigen Mittel belaufen sich auf TEUR 98 (Vorjahr TEUR 103).

Infolge des Jahresfehlbetrags in 2022/23 ist das Eigenkapital auf TEUR 836 zurückgegangen (Vorjahr TEUR 1.231). Entsprechend war auch die Eigenkapitalquote rückläufig und beträgt zum 30. Juni 2023 27,6 % (30. Juni 2022: 35,3 %).

Die Rückstellungen valutieren mit TEUR 860 und damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 841). Leichten Steigerungen bei den Lieferantenrückstellungen stehen rückläufige Beträge insbesondere bei den personalbezogenen Rückstellungen gegenüber.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 98 (Vorjahr TEUR 575) korrespondiert mit der Entwicklung der Vorräte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 826 (Vorjahr TEUR 643), was in erster Linie auf einer höheren Zahllast aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Alleingesellschafterin resultiert. Auch die sonstigen Verbindlichkeiten sind von TEUR 197 auf TEUR 407 angestiegen, hauptsächlich infolge einer erhaltenen Kompensationszahlung im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung eines Mietvertrags, für die die entsprechenden Bedingungen vollumfänglich erst nach dem Bilanzstichtag erfüllt waren.

Finanzlage

Die Finanzierung der Vino Weinhandels GmbH erfolgt durch die Schloss Wachenheim AG der Muttergesellschaft der Alleingesellschafterin der Rindchen's Weinkontor GmbH & Co. KG im Rahmen einer Cash-Pooling-Vereinbarung. Die entsprechenden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten werden in der Bilanz als solche gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Wesentliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

Daneben weist die Gesellschaft zum 30. Juni 2023 liquide Mittel von TEUR 98 aus (Vorjahr TEUR 103). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Kassenbestände in den Filialkassen.

Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2022/23 belaufen sich auf TEUR 22; diese betreffen überwiegend die Geschäftsausstattung der Filialen.

III. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Vino ist aus ihrer Geschäftstätigkeit heraus zahlreichen Risiken, d.h. Entwicklungen oder Ereignissen, die sich negativ auf die Erreichung der Unternehmensziele auswirken können, ausgesetzt. Das Risikomanagement hat die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erfassen und zu bewerten, damit wir gegebenenfalls zeitnah gegensteuern können.

Im Zentrum unseres Risikomanagementsystems steht die Risikoinventur. Hierbei erfassen wir in einem IT-gestützten Risikomanagementsystem regelmäßig die relevanten Risiken und bewerten sie im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens und die möglichen Auswirkungen auf das Unternehmen. Im Rahmen des Risikomanagements versuchen wir, durch gewissenhafte Prüfungen und Analysen finanzielle sowie operative Risiken in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Die vorhandenen Kontrollmechanismen funktionieren und haben sich in der Vergangenheit bewährt. Dennoch werden wir auch in Zukunft die Risiko-Controlling- und Informationssysteme permanent weiterentwickeln.

Gleichzeitig gilt es, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen und diese im Rahmen strategischer und operativer Entscheidungen gegen die entsprechenden Risiken abzuwägen. Dabei sind Chancen solche Entwicklungen und Ereignisse, die in der Zukunft zu einer positiven Abweichung zu unseren Prognosen bzw. zu unseren Unternehmenszielen führen.

Im Folgenden werden die Chancen und Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, beschrieben und erläutert.

Die Geschäftsentwicklung der Vino ist in hohem Maße von der Konsumlaune in Deutschland abhängig. Negative Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, aber auch exogene Schocks (z.B. aus kriegerischen Auseinandersetzungen und anderen geopolitischen Unruhen, Terroranschlägen, aber auch durch behördliche Anordnungen zur Pandemiebekämpfung) können sich nachteilig auf die privaten Konsumausgaben und damit auch auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken. Umgekehrt können aus einer Erholung der Konjunktur auch positive Einflüsse resultieren.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in den für uns wichtigen Beschaffungs- und Absatzländern war im Geschäftsjahr 2022/23 maßgeblich von massiven Verteuerungen an den Energie- und Rohstoffmärkten, Verfügbarkeitsengpässen, hohen Inflationsraten und damit verbundenen Kaufkraftverlusten für die Verbraucher geprägt. Zwar haben sich einige der belastenden Faktoren in den ersten Monaten 2023 wieder leicht entspannt, und insbesondere die Inflation dürfte ihren Höhepunkt in den meisten Ländern überwunden haben. Dennoch wird sich diese im Geschäftsjahr 2023/24 nur allmählich und uneinheitlich abschwächen und insofern in diesem sowie im kommenden Jahr voraussichtlich noch auf einem höheren Niveau verbleiben, mit weiterhin dämpfenden Einflüssen auf die Verbraucherstimmung.

Allerdings könnte sich die Situation in den nächsten Monaten auch wieder verschärfen, insbesondere mit Blick auf mögliche weitere Eskalationen der Kriege in der Ukraine sowie in Israel. Folgen hieraus können erneute Belastungen aus Rohstoff- und Energiepreisen sein, die zu weiteren Kostenanstiegen für Unternehmen, aber auch zu erneuten Kaufkraftverlusten für private Haushalte führen. Diese, aber auch andere belastende Faktoren, wie andere geopolitische Spannungen oder Handelskonflikte, können sich kurz- oder mittelfristig spürbar auf die Geschäftsentwicklung auswirken, insbesondere in dem für Vino wichtigen Jahresendgeschäft.

Auf der Absatzseite bestehen Risiken in einem hohen Preisbewusstsein der Verbraucher sowie einem verschärften Wettbewerb in einem stabilen Marktumfeld. Der weitere Ausbau von Bekanntheit und Image ist daher essentiell für unsere Geschäftsentwicklung. Das Verpassen von Trends kann sich ebenso wie eine Verfehlung der Verbraucherpräferenzen nachteilig auf die geplante Geschäftsentwicklung und unsere Wettbewerbsposition auswirken. Auch können gesellschaftliche Entwicklungen, die dem Konsum von Wein und anderen alkoholischen Getränken kritisch gegenüberstehen, negative Umsatzeffekte haben. Chancen ergeben sich dagegen insbesondere aus der Weiterentwicklung des Produktportfolios speziell durch Exklusivimporte und Sonderfüllungen, aber auch durch eine gezielte Weiterentwicklung des Markengeschäfts, einem weiteren Ausbau des Online-Geschäfts sowie dem Angebot an entalkoholisierten Produkten.

Weitere Risiken liegen in der Preisentwicklung und der Verfügbarkeit von Wein. Als Naturprodukt hängen Preise und Qualität von den jeweiligen Ernten in den für uns relevanten Anbauregionen ab, aber auch von der Entwicklung des Lohnniveaus sowie der Kosten für Glas, Düngemittel, Treibstoffe, Energie und Pflanzenschutz. Mit unseren langjährigen Lieferantenverbindungen sowie einer weiteren Diversifizierung der Einkaufsquellen wirken wir den daraus resultierenden Risiken entgegen. Gegenläufig können sich bei hoher Verfügbarkeit und rückläufigen Beschaffungspreisen auch Chancen für die Gesellschaft ergeben.

Der Erfolg der Vino ist wesentlich von der Qualifikation und der Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhängig. Risiken, die einerseits aus der Fluktuation, andererseits aus einem zunehmenden Mangel an verfügbaren Fach- und Führungskräften resultieren, begegnen wir mit Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, leistungsgerechten Vergütungen sowie einer vorausschauenden Personalplanung.

Da der überwiegende Teil des Geschäftsvolumens in Form von Bar-, EC- oder Kreditkartenumsätzen realisiert wird, sind Ausfallrisiken gering. Zudem besteht ein aktives Forderungsmanagement. Abhängigkeiten von bestimmten Kunden sind nicht gegeben. Währungsrisiken existieren nicht, da Verkäufe und Beschaffungen nahezu ausschließlich in Euro abgewickelt werden. Finanzierungs- und Zinsrisiken begegnen wir durch die Einbindung in das Cash-Pooling der Schloss Wachenheim AG, IT-Risiken durch die enge Anbindung an die Systeme der Muttergesellschaft.

Weitere wesentliche Risiken sind nach unserer Einschätzung nicht gegeben.

IV. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hatten, sind nicht bekannt.

V. Ausblick

In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2023/24 ist die Verbraucherstimmung weiterhin eingetrübt. Eine nach wie vor hohe Inflation und gestiegene Lebenshaltungskosten belasten - trotz zunehmender Kompensationen durch Lohn- und Gehaltserhöhungen - die verfügbaren Einkommen der Verbraucher. Gleichzeitig hält dadurch auch die Verteuerung der Warenbezugskosten für die Gesellschaft an, was in dieser schwierigen Situation weitere Preiserhöhungen notwendig macht.

Dennoch gehen wir für 2023/24 von einem wieder aufwärts gerichteten Geschäftsverlauf aus. Mit einem attraktiven Produktsortiment, das wir weiterhin mit umfassenden Marketingaktivitäten stützen, und einer hohen Beratungskompetenz in unseren Filialen werden wir auch in Zeiten steigender Preise unsere Strategien zur Weiterentwicklung des Unternehmens fortsetzen. Hierzu zählt auch die Eröffnung weiterer Filialen, jüngst in Bremen und in wenigen Wochen auch in Trier. Ein weiterer Fokus ist nach wie vor auch die Stärkung des Online-Bereichs, sowie eine noch engere Verzahnung zwischen stationärem Handel und Online-Verkauf.

Beschaffungsseitig wird uns die in 2022/23 abgeschlossene Integration der Gesellschaft in die operativen Beschaffungsprozesse unserer Alleingesellschafterin Rindchen's Weinkontor GmbH & Co. KG helfen, steigenden Kosten durch entsprechende Effizienzsteigerungen entgegenzuwirken, und den Service für unsere Kunden weiter zu verbessern.

Für die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023/24 gehen wir daher wieder von leichten Steigerungen aus. Eine entsprechende Entwicklung erwarten wir auch für die Rohmarge. Daneben erwarten wir - unter diesen Prämissen - eine gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/23 deutliche Verbesserung des Jahresergebnisses.

Wir weisen jedoch darauf hin, dass äußere Einflüsse, insbesondere aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, möglichen weiteren Eskalationen im Zusammenhang mit den Kriegen in der Ukraine und in Israel sowie möglichen weiteren Verfügbarkeitsengpässen bei Wein und anderen relevanten Rohstoffen, zu einer spürbaren Unterschreitung dieser Prognose führen können.

 

Burg Layen, den 6. November 2023

Thomas Thelen

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.06.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.739,00 15.729,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.672,00 40.991,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.618,00 8.654,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.606,00 224.461,00
173.896,00 274.106,00
182.635,00 289.835,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.379.657,43 2.831.050,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.354.071,14 251.040,61
(davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 787.534,71; Vorjahr: EUR 1.840,86)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 97.861,54 103.398,31
3.014.225,11 3.475.324,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.171,07 11.528,40
3.027.396,18 3.486.853,26

Passiva

30.06.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 4.003.293,42 4.003.293,42
III. Verlustvortrag -3.272.521,88 -3.278.560,71
IV. Jahresfehlbetrag (i.Vj. Jahresüberschuss) -395.181,75 6.038,83
835.589,79 1.230.771,54
B. Rückstellungen 860.437,63 841.249,45
C. Verbindlichkeiten 1.331.368,76 1.414.832,27
(davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 826.206,93; Vorjahr: EUR 643.291,85)
3.027.396,18 3.486.853,26

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

30.06.2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 6.948.782,22 7.405.926,69
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.131.276,90 -2.254.696,58
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -468.012,25 -443.977,81
davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00) -2.599.289,15 -2.698.674,39
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -128.837,39 -169.922,26
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.617.838,92 -4.521.353,17
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,00
6. davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -435,51 -6.666,64
davon an verbundene Unternehmen: EUR 136,15 (Vorjahr: EUR 6.580,90)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.437,00 -811,82
9. Ergebnis nach Steuern -395.181,75 8.498,41
10. Sonstige Steuern 0,00 -2.459,58
11. Jahresfehlbetrag (i.Vj. Jahresüberschuss) -395.181,75 6.038,83

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Vino Weinhandels GmbH, Burg Layen, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Bad Kreuznach unter der Nummer HRB 4203 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wurde nach den handelsrechtlich geltenden Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Erforderliche Zusatzangaben für einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen teilweise im Anhang.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungskostenminderungen und planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern betragen für Gebäude 25 bis 50 Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre.

Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 250,00 Euro werden grundsätzlich im Jahr der Anschaffung als Aufwand geltend gemacht. Darüber hinaus werden alle abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als 250,00 Euro netto und bis zu 800,00 Euro netto, die im Geschäftsjahr angeschafft wurden, sofort abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten. Diese umfassen auch die anteiligen Frachtkosten und sonstige Anschaffungsnebenkosten. Bestandsrisiken aufgrund geminderter Verwendbarkeit werden durch Abschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Erkennbaren Risiken ist durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Jubiläumsrückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Anwendung von versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von ursprünglich auf fremde Währung lautenden Posten erfolgt gemäß § 256a HGB.

III. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich.

in TEUR Immaterielle Vermögensgegenstände Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Anschaffungskosten
Stand am 01.07.2022 28 439 138 2.201 2.806
Zugänge 3 - - 19 22
Abgänge - - - - -
Umbuchungen - - - - -
Stand am 30.06.2023 31 439 138 2.220 2.828
Abschreibungen
Stand am 01.07.2022 12 398 129 1.977 2.516
Zugänge 10 17 2 100 129
Abgänge - - - - -
Stand am 30.06.2023 22 415 131 2.077 2.645
Buchwert zum 30.06.2022 16 41 9 224 290
Buchwert zum 30.06.2023 9 24 7 143 183

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gibt es wie im Vorjahr nicht.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 788 (Vorjahr TEUR 2); hiervon betreffen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 2) die Alleingesellschafterin Rindchen's Weinkontor GmbH & Co. KG, Bönningstedt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlage werden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit einem Rechnungszinssatz von 2,71 % p.a. abgezinst; ferner wird ein Rententrend von 2,0 % p.a. zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 9 (Vorjahr TEUR 9).

Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtung erfolgt mittels der sog. Projected-Unit-Credit- Methode (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlage werden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Die Verpflichtung wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem Rechnungszinssatz von 1,97 % p.a. abgezinst.

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten solche aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 507 (Vorjahr TEUR 97) sowie aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Alleingesellschafterin Rindchen's Weinkontor GmbH & Co. KG, Bönningstedt, i.H.v. TEUR 319 (Vorjahr TEUR 67).

Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse von TEUR 14.605 (Vorjahr TEUR 13.604) erzielt. Diese wurden wie im Vorjahr ausschließlich im Inland erzielt. In Höhe von TEUR 13.031 (Vorjahr TEUR 13.511) betreffen die Umsatzerlöse den Vertrieb von Wein, Schaumweinen, Spirituosen und Feinkost über Filialen und Online-Shop an Endverbraucher.

Daneben sind in den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2022/23 TEUR 1.479 aus der Veräußerung der Zentrallagerbestände an die Alleingesellschafterin (Rindchen's Weinkontor GmbH & Co. KG) enthalten. Seit Juli 2022 erfolgt der operative Einkauf der Gesellschaft, d.h. die Abwicklung der kompletten Warenbeschaffung, durch die Alleingesellschafterin. Während das Category Management weiterhin in der Verantwortung von Vino liegt, erfolgt die Beschaffung und die Einlagerung zunächst zentral durch die Alleingesellschafterin, zusammen mit deren eigenen Bezügen und Beständen und im eigenen Namen sowie auf eigene Rechnung. Die für die Belieferung der Filialen und Kunden benötigten Waren werden dann erst kurz vor der Auslieferung entsprechender Bestellungen - sowohl der eigenen Weinfachgeschäfte als auch von externen Kunden - seitens Vino erworben. Zur Umsetzung dieser neuen Struktur war insofern eine Zusammenführung der Lagerbestände von der Gesellschaft und ihrer Alleingesellschafterin erforderlich; seitdem hat Vino keine Zentrallagerbestände mehr.

Die sonstigen Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2022/23 TEUR 95 (Vorjahr TEUR 93).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 105 (Vorjahr TEUR 76), davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 64 (Vorjahr TEUR 35) und Nebenkostenerstattungen von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 30).

Die Abschreibungen auf Sachanlagen beinhalten wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich insgesamt auf TEUR 5.586. Davon sind bis 30.06.2024 TEUR 1.294 und in Folgejahren insgesamt TEUR 4.292 fällig.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2023
Administration 6
Vertrieb 89
95

Mitglieder der Geschäftsführung:

Andy Schmelzer, Geschäftsführer der HWK Hamburgische Weinhandelskompanie GmbH, Bönningstedt (bis 2. November 2023)

Thomas Thelen, Geschäftsführer der HWK Hamburgische Weinhandelskompanie GmbH, Bönningstedt (seit 2. November 2023)

Es werden die Befreiungsvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB angewandt.

Mutterunternehmen

Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Rindchen's Weinkontor GmbH & Co. KG, Bönningstedt, Deutschland. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Schloss Wachenheim AG, Trier, Deutschland, einbezogen (kleinster Kreis). Das Mutterunternehmen der Schloss Wachenheim AG, die Günther Reh Aktiengesellschaft, Leiwen (Handelsregister beim Amtsgericht Wittlich), erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis. Beide Konzernabschlüsse werden im Unternehmensregister offengelegt.

Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB beträgt TEUR 15 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hatten, sind nicht bekannt.

 

Burg Layen, den 6. November 2023

Vino Weinhandels GmbH

Thomas Thelen

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Vino Weinhandels GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vino Weinhandels GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vino Weinhandels GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 28. November 2023

Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Arno Kramer, Wirtschaftsprüfer

Annika Fröde, Wirtschaftsprüferin

Sonstige Angaben:

Der Jahresabschluss der Vino Weinhandels GmbH, Burg-Layen, zum 30. Juni 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 21. Dezember 2023 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

17 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.