Finova Feinschneidtechnik GmbH

Am Weidenbroich 24, 42897 Remscheid, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 11720
Eingetragen
1.8.2003
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Präzisionsstahlrohren
Gegenstand
die Herstellung von Präzisionsteilen auf Basis der Feinschneidtechnologie für alle Bereiche der Industrie, ferner die Entwicklung von Präzisionsteilen und Baugruppen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Christian Sänger
seit 21.6.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Reichardt AGLIE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Finova Feinschneidtechnik GmbH

Remscheid

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Amtsgericht Wuppertal, HRB 11720

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsmodell

Die Finova Feinschneidtechnik GmbH fertigt Großserien von hochpräzisen Metallteilen im Feinschneidverfahren und veredelt diese bis zur einbaufertigen Baugruppe. Mit über 60 Jahren Erfahrung ist Finova Spezialist für das Feinschneidverfahren, die weiteren Veredlungsprozesse und die Entwicklung der artikelspezifischen Werkzeuge und Vorrichtungen. Dieses Know-how setzt Finova ein, um ihren Kunden Bauteile und Baugruppen mit wirtschaftlichem und technischem Mehrwert zu bieten.

Unsere Kunden sind zum einen Automobilhersteller und deren Zulieferer weltweit. Die Produkte fließen zum Beispiel in automobile Schließsysteme, PKW-Getriebe, Motoren und Sitzstrukturen.

Zum anderen liefern wir Produkte für den Non-Automotive-Sektor wie zum Beispiel die Handwerkzeugindustrie, Haushaltsgeräte, den Anlagenbau und andere industrielle Anwendungen.

2. Umsatz und Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Umsatz 22.459 TEUR, der damit unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Unter Berücksichtigung einer Bestandsveränderung in Höhe von -1.069 TEUR ergibt sich eine Gesamtleistung von 21.390 TEUR für das Geschäftsjahr.

Der Materialaufwand liegt mit 64,3 % der Gesamtleistung prozentual über dem des Vorjahres. Die Erhöhung resultiert aus der Verarbeitung von hochpreisigerem Material und veränderten Bezugspreisen.

Absolut wenden wir im Geschäftsjahr 13.752 TEUR für Rohmaterial, Hilfs- und Betriebsstoffe und Fremdleistungen auf.

Im Berichtszeitraum liegt der Rohertrag bei 7.639 TEUR. Zusammen mit 2.705 TEUR sonstigen betrieblichen Erträgen ergibt sich ein Rohergebnis von 10.344 TEUR, was 48,3 % der Gesamtleistung entspricht.

Der Personalaufwand ist durch Personaleinstellung absolut gesehen gestiegen und liegt mit einer Quote von 30,9 % über dem Niveau des Vorjahres.

Die Betriebskosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 482 TEUR höher ausgefallen. Dies ist im Wesentlichen auf die Beschäftigung von Leiharbeitnehmern zurückzuführen.

Bei den Vertriebskosten sind höhere Aufwendungen für Sonderfahrten angefallen, sodass sich diese Kostenposition um 236 TEUR im Vergleich zum Jahr 2022 erhöht hat.

In Summe erhöht sich der betriebliche Aufwand auf 9.663 TEUR.

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen und des Finanzergebnisses ergibt sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von -199 TEUR.

Wie im letztjährigen Lagebericht prognostiziert liegt unser operatives Ergebnis deutlich unter dem Vorjahresergebnis, da im diesjährigen Ergebnis ein außergewöhnlicher einmaliger Ertrag von TEUR 2.665 enthalten ist.

3. Finanzierung und Investitionen

Aufgrund des kleineren Jahresfehlbetrages hat sich der Cash Flow im engeren Sinn im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit verschlechterte sich von 899 TEUR auf 797 TEUR. Der Mittelabfluss durch Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen betrug 229 TEUR.

Es ergab sich durch Tilgungen und Zinszahlungen ein negativer Cash Flow aus Finanzierungstätigkeiten von 496 TEUR. Im Saldo verbesserte sich der Finanzmittelbestand von 599 TEUR auf 670 TEUR.

4. Personal

Im Jahresdurchschnitt wurden 109 Mitarbeiter beschäftigt. Somit wurden 4 Mitarbeiter mehr beschäftigt als 2022.

5. Organisation

Nach den weitreichenden Veränderungen der Organisation in der Vergangenheit wurden im Jahr 2023 die Bereiche Vertrieb und Einkauf gestärkt. Darüber hinaus gab es zu der Mitte des Jahres einen Geschäftsführerwechsel. Der Fokus lag weiter auf den Optimierungen der Prozesse, um eine höhere Effizienz zu etablieren.

6. Chancen und Risiken

In Deutschland nimmt die Anzahl der Elektroautos auf den Straßen stetig zu. Sowohl die Politik als auch die Automobilindustrie haben in den letzten Jahren verstärkt auf den Ausstieg aus der Verbrennungstechnologie und den Übergang zu Elektromotoren gesetzt. Die EU hat 2023 beschlossen, dass ab 2035 keine neuen Benzin- und Dieselautos mehr zugelassen werden dürfen, mit Ausnahme von E-Fuels. Der Bedarf an Teilen verändert sich und führt zu einem stetig sinkenden Bedarf an Feinschneidteilen für Autos. Aufgrund unserer derzeitigen Produktionsschwerpunkte bleibt das Risiko der Abhängigkeit von der Automobilindustrie weiterhin bestehen. Um dem entgegenzuwirken, ist eine Diversifizierung des Portfolios und der Ausbau des Non-Automotive-Sektors erforderlich.

Chance sehen wir durchaus in anderen Branchen, in denen ebenfalls, wie in der Automobilindustrie, hohe Stückzahlen benötigt werden. Hierauf sind die Vertriebstätigkeiten fokussiert worden.

Auch im Jahr 2023 erlebten wir auf der Beschaffungsseite eine angespannte Marktlage, welche auf die weiterhin hohe Inflation von 5,3 % im Jahresdurchschnitt zurückzuführen ist.

7. Ausblick

Anfang 2024 gingen die Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland deutlich zurück, nachdem die Bundesregierung die staatliche Förderung, den Umweltbonus, eingestellt hatte. Dadurch rückte das Ziel, bis 2030 insgesamt 15 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben, in weite Ferne.

Hieraus ergeben sich bei der Produktion einiger Bauteile für den Verbrennungsmotor Laufzeitverlängerungen und Volumenerhöhungen, die zukünftig zu höheren als den bisher erwarteten Umsätzen führen werden.

Dennoch wird das Jahr 2024 durch verstärkte Vertriebstätigkeiten geprägt sein, um weitere Märkte zu erreichen und die Deckungsbeiträge unserer bestehenden Artikel zu verbessern.

Mit Wirkung vom 01.07.2024 ist bei uns ein Gesellschafterwechsel eingetreten. Die Firma Callista Asset Management 19 GmbH erwarb von der Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG deren 100-prozentige Beteiligung an unserer Gesellschaft. Unsere neue Gesellschafterin verstärkte in diesem Zusammenhang die Geschäftsführung und sorgte über den Weg des Factoring für eine wesentliche Verbesserung der Liquiditätslage. Wir unternehmen gegenwärtig auf allen betrieblichen Ebenen des Unternehmens Anstrengungen, um die Ertragskraft der Finova Feinschneidtechnik GmbH deutlich zu verbessern.

Wir gehen davon aus, dass unsere neue Gesellschafterin einen etwaigen operativen Verlust des Geschäftsjahres 2024 sowie den zum 31.12.2023 bestehenden Fehlbetrag an Eigenkapital durch Forderungsverzichte gegenüber unserer Gesellschaft in einem Umfang ausgleichen wird, dass die Firma Finova Feinschneidtechnik GmbH zum 31.12.2024 ein positives Eigenkapital ausweisen wird.

 

Remscheid, den 17.09.2024

gez. Dirk Heers

gez. Christian Sänger

Bilanz zum 31.12.2023

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 171.096,48 129.781,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.393,00 37.666,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.915.672,00 2.494.538,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.366,00 66.310,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.755,55 15.720,00
2.037.186,55 2.614.234,68
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 42.694,41 45.283,04
52.694,41 55.283,04
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.565.317,29 7.064.357,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.101.295,50 6.474.117,19
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 670.012,06 598.709,47
10.336.624,85 14.137.183,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.464,90 29.716,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 664.004,67 464.674,48
13.283.071,86 17.430.873,62

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Gewinnrücklage 13.506,00 13.506,00
III. Gewinn-/Verlustvortrag (-) -738.180,48 250.668,98
IV. Jahresfehlbetrag (-) -199.330,19 -988.849,46
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 664.004,67 464.674,48
0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.255.780,73 1.135.938,15
C. Verbindlichkeiten 12.027.291,13 16.294.935,47
13.283.071,86 17.430.873,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 10.343.443,74 8.234.830,13
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.540.839,22 -5.002.449,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.073.841,34 -996.718,83
davon für Altersversorgung: EUR 30.572,15
-6.614.680,56 -5.999.168,73
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -753.834,53 -726.975,92
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.047.919,94 -2.409.611,95
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 140.990,28 125.738,71
davon aus der Aufzinsung von Forderungen: EUR 131.438,32
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -266.772,68 -212.537,70
davon an verbundene Unternehmen: EUR 62.016,00
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 18.877,00
7. Ergebnis nach Steuern -198.773,69 -987.725,46
8. Sonstige Steuern (-) -556,50 -1.124,00
9. Jahresfehlbetrag (-) -199.330,19 -988.849,46

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Finova Feinschneidtechnik GmbH hat ihren Sitz in Remscheid und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Wuppertal unter HRB 11720.

Wir sind eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das übrige abnutzbare Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unter Vorräte ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogenen Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse umfassen die Einzelkosten für Fertigung und Material sowie die aktivierungspflichtigen Teile der Gemeinkosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kredit- und Ausfallrisiko in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen lagen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen erstellte Gutachten vor, die auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit-Methode) erstellt worden sind. Dem ermittelten Bilanzwert liegt unter Verwendung der Sterbetafeln 2018 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck ein Rechnungszins von 1,82 % p. a. zugrunde, eine Gehaltsdynamik von 0 % sowie eine Rentendynamik zwischen

0 % und 2 %. Hierbei handelt es sich um den 10-Jahres-Durchschnittszins. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz und demjenigen mit dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz beträgt EUR 9.287,00.

Dieser Unterschiedsbetrag ist für Gewinnausschüttungen gesperrt.

Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 898.854,20 58.559,25 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.356.153,37 0,00 22.361,68 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 14.564.757,61 102.316,00 503.301,79 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.061.193,46 74.832,28 12.444,07 15.720,00
Anlagen im Bau 15.720,00 4.755,55 0,00 -15.720,00
17.997.824,44 181.903,83 538.107,54 0,00
Finanzanlagen
Beteiligungen 10.000,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 45.283,04 1.578,27 4.166,90 0,00
55.283,04 1.578,27 4.166,90 0,00
18.951.961,68 242.041,35 542.274,44 0,00
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023 Abschreibungen kumuliert 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Abschreibungen Geschäftsjahr
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 957.413,45 769.072,72 17.244,25 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.333.791,69 1.318.486,69 6.912,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 14.163.771,82 12.070.219,61 681.182,00 503.301,79
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.139.301,67 1.994.883,46 48.496,28 12.444,07
Anlagen im Bau 4.755,55 0,00 0,00 0,00
17.641.620,73 15.383.589,76 736.590,28 515.745,86
Finanzanlagen
Beteiligungen 10.000,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 42.694,41 0,00 0,00 0,00
52.694,41 0,00 0,00 0,00
18.651.728,59 16.152.662,48 753.834,53 515.745,86
Abschreibungen kumuliert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 786.316,97 171.096,48 129.781,48
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.325.398,69 8.393,00 37.666,68
Technische Anlagen und Maschinen 12.248.099,82 1.915.672,00 2.494.538,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.030.935,67 108.366,00 66.310,00
Anlagen im Bau 0,00 4.755,55 15.720,00
15.604.434,18 2.037.186,55 2.614.234,68
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 10.000,00 10.000,00
Sonstige Ausleihungen 0,00 42.694,41 45.283,04
0,00 52.694,41 55.283,04
16.390.751,15 2.260.977,44 2.799.299,20

2. Latente Steuern

Latente Steuern werden unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB nicht angesetzt.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und einer unverzinslichen Darlehensforderung. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte unter Verwendung eines Steuersatzes von 30 %.

3. Rückstellungen

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind in einem Fall durch Vermögensgegenstände in Form von Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungsverträgen gesichert. Die Ansprüche dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtung und sind dem Zugriff übriger Gläubiger durch eine Verpfändungserklärung entzogen. Sie wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit der Pensionsverpflichtung verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der entsprechenden Pension beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.246, der Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens beläuft sich auf TEUR 610.

Das Beibehaltungswahlrecht gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde für die Verpflichtung zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Anspruch genommen. Die Überdeckung beträgt zum 31.12.2023 TEUR 1,2.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen (Posten über EUR 100.000,00):

31.12.2023 31.12.2022
a) Gewährleistungen 107.000,00 110.000,00
b) Urlaubslöhne und -gehälter und Zeitguthaben 243.329,45 155.711,34

4. Verbindlichkeiten

mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag bis zu einem Jahr mehr als 5 Jahren gesicherte Beträge Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 268.452,93 237.587,09 0,00 268.452,93 1), 2)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 107.252,50 107.252,50 0,00 *) *)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 934.010,27 934.010,27 0,00 *) *)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.500.175,57 2.500.175,57 0,00 *) *)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.910.807,83 66.946,17 0,00 ./. ./.
6. Sonstige Verbindlichkeiten 306.592,03 306.592,03 0,00 ./. ./.
12.027.291,13 4.152.563,63 0,00 268.452,93

1) Sicherungsübereignung

2) Globalzession

*) Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen in vollem Umfang Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin Mendritzki Holding GmbH & Co. KG.

6. Art und Zweck von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Die Zahlungsverpflichtungen aus Leasing- und Mieterdarlehensverträgen betragen für die gesamte Restlaufzeit der Verträge TEUR 570,1.

7. Haftungsverhältnisse

a) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Postbank am 02.10.2017 einen Darlehensvertrag über EUR 9 Mio. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 1.285.714,32
b) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Volksbank in Südwestfalen eG am 24.06.2019 einen Kreditrahmenvertrag als Bestandteil eines Konsortialkreditvertrages über EUR 5,25 Mio. Für diesen Kredit hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31.12.2023 auf EUR 1.000.000,00
c) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Commerzbank AG am 24.06.2019 einen Kreditrahmenvertrag als Bestandteil eines Konsortialkreditvertrages über EUR 6,3 Mio. Für diesen Kredit hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 2.650.000,00
d) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Postbank am 24.06.2019 einen Kreditrahmenvertrag als Bestandteil eines Konsortialkreditvertrages über EUR 5,25 Mio. Für diesen Kredit hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 1.682.713,05
e) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Bayerischen Landesbank am 24.06.2019 einen Kreditrahmenvertrag als Bestandteil eines Konsortialkreditvertrages über EUR 4,2 Mio. Für diesen Kredit hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 264.426,26
f) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Volksbank in Südwestfalen eG am 24.06.2019 einen Darlehensvertrag als Bestandteil eines Konsortialkreditvertrages über EUR 6 Mio. zur Mitfinanzierung der Akquisition der französischen Paturle Holding SAS. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 2.220.000,00
g) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Volksbank in Südwestfalen eG am 24.06.2019 einen Darlehensvertrag als Bestandteil eines Konsortialkreditvertrages über EUR 5,25 Mio. zur Finanzierung der allgemeinen Betriebsmittel. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 2.750.000,00
h) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Postbank am 24.06.2019 einen Darlehensvertrag als Bestandteil eines Konsortialkreditvertrages über EUR 6 Mio. zur Mitfinanzierung der Akquisition der französischen Paturle Holding SAS. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 2.220.000,00
i) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Postbank am 24.06.2019 einen Darlehensvertrag als Bestandteil eines Konsortialkreditvertrages über EUR 5,25 Mio. zur Finanzierung der allgemeinen Betriebsmittel. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 2.750.000,00
j) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Commerzbank AG am 24.06.2019 einen Darlehensvertrag als Bestandteil eines Konsortialkreditvertrages über EUR 7,2 Mio. zur Mitfinanzierung der Akquisition der französischen Paturle Holding SAS. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 2.664.000,00
k) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Commerzbank AG am 24.06.2019 einen Darlehensvertrag als Bestandteil eines Konsortialkreditvertrages über EUR 6,3 Mio. zur Finanzierung der allgemeinen Betriebsmittel. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 3.300.000,00
l) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Bayerischen Landesbank am 24.06.2019 einen Darlehensvertrag als Bestandteil eines Konsortialkreditvertrages über EUR 4,8 Mio. zur Mitfinanzierung der Akquisition der französischen Paturle Holding SAS. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 1.776.000,00
m) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Bayerischen Landesbank am 24.06.2019 einen Darlehensvertrag als Bestandteil eines Konsortialkreditvertrages über EUR 4,2 Mio. zur Finanzierung der der allgemeinen Betriebsmittel. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 2.200.000,00
n) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Volksbank in Südwestfalen eG am 03.11.2020 einen Darlehensvertrag über EUR 5 Mio. zur Finanzierung des sich aus der COVID-19-Pandemie ergebenden Betriebsmittelbedarfs und zur Sicherstellung des operativen Geschäftsbetriebes. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die gesamt- schuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 3.750.000,00
o) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Postbank am 29.10.2020 einen Darlehensvertrag über EUR 5 Mio. zur Finanzierung des sich aus der COVID-19-Pandemie ergebenden Betriebsmittelbedarfs und zur Sicherstellung des operativen Geschäftsbetriebes. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 3.750.000,00
p) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Commerzbank am 03.11.2020 einen Darlehensvertrag über EUR 6 Mio. zur Finanzierung des sich aus der COVID-19-Pandemie ergebenden Betriebsmittelbedarfs und zur Sicherstellung des operativen Geschäftsbetriebes. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 4.500.000,00
q) Die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG schloss mit der Bayerischen Landesbank am 10.11.2020 einen Darlehensvertrag über EUR 4 Mio. zur Finanzierung des sich aus der COVID-19-Pandemie ergebenden Betriebsmittelbedarfs und zur Sicherstellung des operativen Geschäftsbetriebes. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die Gesellschaft die gesamt- schuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 3.000.000,00
r) Die Firma Reinhold Mendritzki Kaltwalzwerk GmbH & Co. KG schloss am 16.10./17.10.2017 mit der Commerzbank AG einen Darlehensvertrag über EUR 8 Mio. Für diese Darlehen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 888.800,00
s) Die Firma Reinhold Mendritzki Kaltwalzwerk GmbH & Co. KG schloss am 20.10./04.12.2017 mit der Volksbank in Südwestfalen eG einen Darlehensvertrag über EUR 5 Mio. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.
Das Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 555.440,00
Summe der Haftungen 31.12.2023 EUR 43.207.093,63
31.12.2022 EUR 44.860.256,78
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 31.12.2023 EUR 43.207.093,63
31.12.2022 EUR 44.860.256,78

Das Haftungsrisiko aus Haftungen für Verbindlichkeiten der Firma Mendritzki Holding GmbH

& Co. KG sowie der Firma Reinhold Mendritzki Kaltwalzwerk GmbH & Co. KG wird wegen deren guter Vermögenslage als gering eingeschätzt.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Ertrag aus der Veräußerung des Rechtes auf Erwerb der Betriebsimmobilie in Remscheid, Am Weidenbroich 24, an die Schwestergesellschaft Mendritzki Immobilien GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 2.665 enthalten.

2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinserträge von EUR 10.606,85 aus einem verpfändeten Bankguthaben wurden gem. § 246 Abs. 2 HGB mit dem Aufzinsungsaufwand von EUR 17.736,00 aus einer Pensionsrückstellung verrechnet und der Saldo hier ausgewiesen.

IV. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführer und Bezüge der Geschäftsführer

Als Geschäftsführer waren im Berichtsjahr bzw. ist gegenwärtig bestellt:

Herr Dipl.-Ing. (FH) Martin Watermann, MBA (bis zum 31.08.2023)

Herr Dipl.-Ing. (FH) Christian Sänger (seit dem 01.06.2023)

Herr Dirk Heers (seit dem 01.09.2024)

Hinsichtlich der Angabepflicht der Geschäftsführer-Gesamtbezüge sowie der Angabepflicht bezüglich der gebildeten Pensionsrückstellungen für und Ruhegeldzahlungen an ehemalige Geschäftsführer wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

2. Mitarbeiterzahl

Im Jahresdurchschnitt setzte sich die Belegschaft wie folgt zusammen:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 70 71
Angestellte 39 34
109 105

3. Rangrücktritt

Zur Beseitigung einer etwaigen materiellen Überschuldung hat die Berichtsfirma mit der Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG eine Rangrücktritts- und Belassungsvereinbarung getroffen.

Danach tritt die Firma Mendritzki Holding GmbH & Co. KG mit ihren Darlehensforderungen gegenüber der Berichtsfirma in dem Umfang und solange hinter sämtliche Forderungen derzeitiger und künftiger Gläubiger der Berichtsfirma, die keinen Rangrücktritt erklärt haben, zurück, wie eine materielle Überschuldung ohne den Rangrücktritt bestehen würde.

4. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Mendritzki Holding GmbH & Co. KG, Plettenberg. Die Mendritzki Holding GmbH & Co. KG stellt für den größten Kreis der Unternehmen einen Konzernabschluss auf, in welchen die Finova Feinschneidtechnik GmbH als Tochterunternehmen einbezogen wird.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Geschäftsführer schlägt vor, das sich aus dem Jahresfehlbetrag und dem Gewinnvortrag zusammensetzende Ergebnis von EUR -937.510,67 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Die Mendritzki Holding GmbH & Co. KG veräußerte mit Vertrag vom 31.05.2024 ihre einhundertprozentige Beteiligung an unserer Gesellschaft an die Callista Asset Management 19 GmbH mit Wirkung vom 01.07.2024.

 

Remscheid, den 05.09.2024

gez. Dirk Heers

gez. Christian Sänger

Nachrichtlich:

Der Jahresabschluss wurde durch die Gesellschafterversammlung am 10.12.2024 festgestellt.

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Finova Feinschneidtechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Finova Feinschneidtechnik GmbH, Remscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Finova Feinschneidtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung der Abschlussprüfer für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhaltes

Wir machen auf die Ausführungen der Geschäftsführer unter Ziffer 7. "Ausblick" des Lageberichtes aufmerksam. Die Geschäftsführer gehen davon aus, dass die neue Alleingesellschafterin einen operativen Verlust des Geschäftsjahres 2024 und den zum 31.12.2023 nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag voraussichtlich durch den Verzicht auf Forderungen gegenüber der Gesellschaft ausgleichen wird. Sollte ein derartiger Forderungsverzicht wider Erwarten durch die Alleingesellschafterin nicht ausgesprochen werden und sollte sich das operative Ergebnis der Gesellschaft nicht spätestens im Geschäftsjahr 2025 deutlich verbessern, wäre die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährdet.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhaltes nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung der Abschlussprüfer für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahrsab- abschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lüdenscheid, den 20.09.2024

Dr. Andrea Prinz, Wirtschaftsprüferin

Dr. Klaus Prinz, Wirtschaftsprüfer

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