Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 181084
Eingetragen
25.10.2016
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwickeln, Vermarkten und Vertreiben von Softwareerzeugnissen sowie von Diensten im Bereich der digitalen Vermarktung.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Precis Holding ABSWE
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Phiture GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

A. Grundlagen des Unternehmens, Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Phiture GmbH wurde am 11.10.2016 gegründet und ist seitdem im digitalen Marketing, der Wachstumsberatung und der Entwicklung von Softwarelösungen für mobile Anwendungen (Apps) tätig. Das Kundenspektrum reicht von internationalen Großunternehmen bis in den „Start Up“- und „Scale Up“-Sektor. Dabei erwirtschaftet die Phiture GmbH einen Großteil ihrer Umsätze außerhalb Deutschlands, insbesondere im europäischen Ausland und über ihre Tochtergesellschaft Phiture Inc. in den USA.

Die Phiture GmbH hat sich über diverse Veröffentlichungen zum Thema Wachstum von Apps, insbesondere durch das Standardwerk „The Mobile Growth Stack Framework“ durch Andrew Carvell, einem der beiden Gründer, am Markt als Meinungsführer fest etabliert. Die Anwendung und Weitergabe der daraus resultierenden Expertise an die Kunden ist ein wesentlicher Treiber des Wachstums der letzten Jahre.

Die Phiture GmbH teilt sich in vier Profit Center auf, die die Dienstleistungen App Store Optimisation (ASO), Performance Marketing (PM), “Customer Relationship Management / Retention” und „Media Ad Spend“ umfassen. Der Bereich ASO erwirtschaftete mit 42,5 % den größten Teil der Umsätze in 2024.

Als Beratungsunternehmen sind wesentliche Einsatzfaktoren für die Geschäftstätigkeit im Bereich Personal sowie Freelancer zu sehen. Wesentliche Geschäftsprozesse sind neben den Verwaltungsprozessen die Geschäftsentwicklung und der Vertrieb sowie die Erbringung der Beratungsleistungen in Kundenprojekten. Darüber hinaus sind die Analyse- und Automatisierungsprozesse im Phiture AI Lab zu nennen.

Die Gesellschaft hat ihren Stammsitz in Berlin mit durchschnittlich rund 63 Mitarbeitern in 2024. Der Arbeitsstandard ist „Remote First“, d.h., die Mitarbeiter arbeiten mehrheitlich mobil. Damit folgt die Phiture GmbH dem New-Work Gedanken und hat die Zusammenarbeit und die Prozesse vollständig darauf ausgerichtet.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut der gesamtwirtschaftlichen Projektion der Europäischen Zentralbank von März 2025 lag das weltweite Wirtschaftswachstum in 2024 bei 3,4 %. Laut dem 8. Wirtschaftsbericht der Europäischen Zentralbank stieg die Wirtschaftstätigkeit im für die Phiture GmbH relevanten Dienstleistungssektor dabei überproportional. Der im vierten Quartal zunehmende konjunkturelle Gegenwind verdeutlichte die fragile Aussicht für 2025. Die Inflation in den OECD-Ländern schwächte sich in 2024 ab, doch der zugrunde liegende Preisdruck hielt an.

Wesentlicher Treiber für die Geschäftsentwicklung der Phiture GmbH ist neben der allgemeinen Konjunkturentwicklung der Markt für Apps. Laut der Analysefirma Sensor Tower hat sich das Wachstum des weltweiten App-Marktes in 2024 gegenüber 2023 nochmals verstärkt. Die Umsätze für Apps und Downloads auf den Haupt-Plattformen von Apple (IOS) und Google (Google Play) wuchsen in 2024 um 12,5 %. Während die Anzahl der Downloads leicht zurückging, stieg die durchschnittliche Nutzungszeit der Apps um 2,9 % gegenüber 2023 auf 3,5 Stunden pro Tag. Besonders starke Umsatzzuwächse verzeichneten neben den Apps zur Nutzung generativer, künstlicher Intelligenz sogenannte Connecting Mobile to In Person-Apps, bei denen persönliche Aktivitäten durch die App begleitet werden, wie z.B. Fitness- oder Shopping-Apps. Zusätzlich blieb ein starker Fokus auf Spiele-Apps und Apps, welche den Handel mit Kryptowährungen ermöglichen. Eine Studie von Statista erwartet auch zukünftig ein starkes Wachstum des App-Marktes von 7,5 % p.a. bis 2029. Dies stützt die Wachstumsprognose der Phiture GmbH.

3. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Das unternehmensinterne Steuerungssystem basiert primär auf der Steuerung nach Umsatz und EBITDA, also dem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Der Umsatz stieg in 2024 gegenüber 2023 um 12,4 % auf TEUR 21.450. Nach einem schwachen Start in das Jahr 2024 konnten die Umsätze von Quartal zu Quartal gesteigert werden. Getrieben durch das starke Wachstum des Gesamtmarktes verstärkten Kunden ihre Ausgaben in die Entwicklung und das Wachstum ihrer Apps deutlich. Gleichzeitig griffen die Einsparungen und Effizienzgewinne aus dem in 2023 durchgeführten Restrukturierungsprogramm. Im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie lagerte die Phiture GmbH in 2024 ihr Geschäft mit Kunden in den USA in die US-amerikanische Phiture Inc. aus, welche eine 100%ige Tochtergesellschaft der Phiture GmbH ist. Die Phiture Inc. fungiert dabei als reine Vertriebsgesellschaft, so dass in 2024 die Leistungserbringung und in Konsequenz die Projektmargen auf Basis des geschlossenen Transferpreis- Vertrages überwiegend in der Phiture GmbH anfielen. Das EBITDA der Phiture GmbH konnte deutlich auf TEUR 2.760 mehr als vervierfacht werden. Analog stieg das Geschäftsergebnis auf TEUR 1.902 um mehr als das Fünffache. Im Umsatz überstieg das Jahr die prognostizierten Werte deutlich. Die erwartete deutliche Ergebnissteigerung trat vollumfänglich ein und lag sogar über der Prognose. Die Unternehmensleitung bewertet die Geschäfts- und Unternehmensentwicklung in 2024 sehr positiv, da die Neuausrichtung des Unternehmens deutliche Erfolge zeigte und die Phiture GmbH den profitablen Wachstumspfad der Vorjahre wieder aufnehmen konnte.

B. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist von TEUR 9.559 zum 31.12.2023 um TEUR 968 auf TEUR 10.527 zum 31. Dezember 2024 gestiegen.

Der Anstieg ist wesentlich auf die Erhöhung der liquiden Mittel um TEUR 1.348 von TEUR 4.979 auf TEUR 6.327 zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken im Zuge der Verlagerung des US-amerikanischen Geschäftes in die Phiture Inc. zum Stichtag von TEUR 3.316 um TEUR 2.091 auf TEUR 1.224. Gleichzeitig stiegen die Forderungen gegen die Phiture Inc. auf 2.444 (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken überwiegend im Zuge der Begleichung von Steuerforderungen aus dem Jahr 2023 und dem Rückgang der Guthaben bei Zahlungsdienstleistern um TEUR 708 gegenüber 2023 auf TEUR 69.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 322 auf TEUR 1.746 im Zuge intensiver Werbeschaltungen im Rahmen des Weihnachtsgeschäftes im Auftrag unserer Kunden. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten sank deutlich um TEUR 1.523 auf TEUR 44 im Zuge der Verlagerung des US-amerikanischen Geschäftes in die Phiture Inc. Der Anstieg der Rückstellungen um TEUR 296 auf TEUR 952 ist wesentlich auf hohe Bonus- und Steuerrückstellungen zurückzuführen, welche die Inanspruchnahme der Restrukturierungsrückstellungen aus 2023 mehr als ausgleichen. Die Bonusrückstellungen stehen im direkten Zusammenhang mit der positiven Geschäftsentwicklung. Die Auszahlung erfolgt im Februar 2025. Der Anstieg der Steuerrückstellungen resultiert aus noch nicht veranlagten Steuern, die über den geleisteten Vorauszahlungen liegen. Das Eigenkapital steigt deutlich um TEUR 1.902 auf TEUR 7.711.

2. Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich weiterhin wesentlich aus dem Eigenkapital von TEUR 7.711, welches aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung gegenüber dem 31.12.2023 deutlich gestiegen ist. In Konsequenz stieg die Eigenkapitalquote auf 73,3 % (Vorjahr: 60,8 %). Der operative Cash Flow der Gesellschaft erhöhte sich in 2024 deutlich auf TEUR 1.303 von TEUR 130 in 2023. Haupttreiber war der starke Anstieg des Ergebnisses, der durch die in Summe höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen und aus Lieferungen und Leistungen teilweise ausgeglichen wurde. Die Gesellschaft konnte ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen.

3. Ertragslage

Der Umsatz konnte von TEUR 19.077 im Jahr 2023 um TEUR 2.373 auf TEUR 21.450 im Jahr 2024 gesteigert werden. Wie im Vorjahr ist der Anstieg allerdings vollumfänglich auf den Bereich Media Ad Spend zurückzuführen, der die Kostenerstattung der Schaltung von Werbung im Auftrag unserer Kunden beinhaltet. Im Bereich Retention sanken die Umsätze gegenüber 2023 um 40,2 %. Die Bereiche ASO (plus 8,8 % gegenüber 2023) und PM (plus 11,4 %) konnten bestehende Mandate erweitern und neue hinzugewinnen, so dass der Rückgang im Bereich Retention vollständig ausgeglichen wurde.

Die Aufwendungen für Leistungen und Materialeinsatz stiegen in 2024 um TEUR 2.173 auf TEUR 11.799 (Vorjahr: TEUR 9.626) an. Der Anstieg ging wesentlich einher mit höheren Aufwendungen für Media Ad Spend um TEUR 2.514. Im Rahmen des Restrukturierungsprogrammes konnten die langfristigen Freelancer-Leistungen deutlich um TEUR 571 gesenkt werden. Zum Ausgleich von Leistungsspitzen stiegen gegenläufig die kurzfristigen Freelancer-Leistungen um TEUR 230 an. Der Personalaufwand sank deutlich in 2024 um TEUR 1.560 auf TEUR 5.117 (Vorjahr: TEUR 6.737) als Ergebnis der Effizienzgewinne aus dem Restrukturierungsprogramm.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Geschäftsjahr 2024 deutlich um TEUR 828 auf TEUR 1.860 (Vorjahr: TEUR 2.688). Neben verschiedenen Einspareffekten aus dem Restrukturierungsprogramm war der wesentliche Treiber ein Rückgang der Aufwendungen aus der Währungsumrechnung um TEUR 471. Dieser geht einher mit einem Rückgang der Erträge aus der Währungsumrechnung, welcher neben dem Rückgang von Versicherungsentschädigungen in 2024 die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtszeitraum um minus TEUR 511 auf TEUR 147 maßgeblich erklärt. Hintergrund ist die bereits in 2023 begonnene Reduzierung der Fremdwährungsbestände in US Dollar sowie die Auslagerung des US-Geschäftes in die Phiture Inc.

Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2024 ein EBITDA von TEUR 2.760 aus, welches im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.077 stieg beziehungsweise mehr als vervierfacht werden konnte. Bei gegenüber 2023 gesunkenen Abschreibungen von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 112) und den Ergebnissen entsprechend höherem Steueraufwand von TEUR 872 (Vorjahr: TEUR 235) erzielte die Gesellschaft einen deutlich gesteigerten Jahresüberschuss von TEUR 1.902 (Vorjahr: TEUR 345).

C. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung und wesentlichen Chancen und Risiken

1. Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftliche Projektion der Europäischen Zentralbank aus dem März 2025 geht von einem Wachstum der Weltwirtschaft in 2025 von 3,4 % aus, bevor es in den Folgejahren auf 3,2 % in 2026 und 2027 sinkt. Positive Impulse kommen von robusten Konsumausgaben in den USA sowie finanzpolitischen Maßnahmen in China. Allerdings bleiben geopolitische Risiken - darunter der Ukraine-Krieg, Spannungen im Nahen Osten und die Schwäche des chinesischen Immobilienmarkts - bestehen. Zusätzliche US-Zölle gegenüber China sowie dessen partielle Vergeltungsmaßnahmen sind bereits in der Projektion berücksichtigt. Auch eine restriktivere Einwanderungspolitik und Steuerverlängerungen in den Vereinigten Staaten sind enthalten. In China wird ein verlangsamtes Wachstum angesichts der ungünstigen demografischen Entwicklung erwartet. Das überproportionale Wachstum des App-Marktes, wie von Statista in den kommenden Jahren erwartet, signalisiert überproportionale Wachstumschancen für die Phiture GmbH. Die Phiture GmbH ist ordentlich in das Geschäftsjahr 2025 gestartet. Im ersten Quartal des Jahres konnten die Umsätze gegenüber dem ersten Quartal 2024 deutlich gesteigert werden, blieben aber hinter dem außerordentlich starken vierten Quartal 2024 erwartungsgemäß zurück. Neben der Verlängerung wichtiger Mandate konnte eine aussichtsreiche Vertriebspipeline aufgebaut werden und umfangreiche Verträge mit strategischen Neukunden gestartet werden. Gleichzeitig liefen vereinzelt Mandate aus oder wurden Kundenseitig nicht verlängert. Die neuentwickelten Angebote im Einsatz künstlicher Intelligenz erweisen sich verstärkt als Wettbewerbsvorteil sowie Umsatztreiber. Die Neuausrichtung der Organisation weg von den bisherigen Service- Angeboten im Bereich ASO, PM und Retention hin zu kundenzentrierten Teams und übergreifender Wachstumsberatung trägt weiter zu gesteigerter Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit bei. Die Geschäftsführung erwartet für 2025 ein deutliches Umsatzwachstum, welches mit einer deutlichen Steigerung des EBITDA und Jahresüberschusses gegenüber 2024 einhergeht. Zur weiteren Verbesserung der Kostenbasis und Qualität hat die Geschäftsführung ein Programm zur Erreichung operativer Exzellenz verabschiedet, welches insbesondere Schnittstellen in der Angebotsphase optimiert sowie zusätzliche Automatisierungen und den Einsatz von künstlicher Intelligenz in die eigentlichen Dienstleistungen integriert. Die Phiture GmbH konnte die Professionalisierung ihrer Abläufe bereits durch die ISO/IEC 27001:2022 Zertifizierung am 21. Februar 2025 belegen. Die Phiture Al Labs setzen den Fokus in 2025 zunehmend auf das Wachstum der bereits erfolgreich am Markt lancierten „Software As A Service“-Produkte, bei denen im Gegensatz zum Lizenzmodell die eigentliche Online-Nutzung bezahlt wird. Aus der Kombination des langfristig erwarteten Wachstums des App-Marktes, der starken Positionierung der Phiture GmbH am Markt sowie der neu etablierten „Software As A Service“-Produkte ist die Geschäftsführung optimistisch, das profitable Wachstum in 2025 weiterführen zu können. Die zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen basieren auf den heutigen Erwartungen und Annahmen und bergen daher eine Reihe von Risiken und Chancen, die zu Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ führen können.

2. Risikobericht

Die App-Ausgaben unserer Kunden sind hoch positiv korreliert mit der wirtschaftlichen Situation in den jeweiligen Ländern. Das wesentliche Marktrisiko besteht daher in einer Eintrübung oder gar einem abrupten Abriss der (Welt-)Konjunktur mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Ausgabebudgets der Kunden und auf die wirtschaftliche Situation der Phiture GmbH. Entscheidend für die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung wird laut der gesamtwirtschaftlichen Projektion der EZB das Ausbleiben von Eskalationen in den aktuellen geopolitischen Konflikten sowie eine Zunahme des Handelsprotektionismus sein. Ein strategisches bzw. technisches Risiko bleiben neue Richtlinien oder Ausrichtungen des Apple- oder Google-App-Stores und deren Auswirkungen auf die Phiture Dienstleistungen. Allerdings hat die Phiture GmbH in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, darauf mit Innovationen und Anpassungen ihres Dienstleistungsportfolios reagieren zu können. Des Weiteren ist der wirtschaftliche Erfolg der Phiture GmbH stark abhängig von der Verfügbarkeit qualifizierter Fach- und Führungskräfte. Entsprechende Weiterbildungsprogramme (z.B. jährliches Weiterbildungsbudget, monatliche Weiterbildungstage) für Mitarbeiter sichern die fachliche Kompetenz des Personals. Wettbewerbsrisiken sind vorhanden, aufgrund der hohen Innovationskraft und guten Positionierung der Phiture GmbH am Markt jedoch als überschaubar einzustufen.

Das Kundenportfolio der Phiture GmbH ist ausreichend diversifiziert, wobei der Umsatzanteil des größten Kunden in 2024 bei 38 % (Vorjahr: 36 %) lag. Für das erste Halbjahr 2025 konnte dieses Mandat bereits verlängert werden. Langfristig soll die Kundenbasis verbreitert und zunehmend diversifiziert werden. Die Neukundengewinnung als auch die Verlängerung und Absicherung bestehender Mandate ist unverändert herausfordernd und der Innovationsdruck, insbesondere aus den sich rasant entwickelnden Möglichkeiten beim Einsatz künstlicher Intelligenz, steigt.

Auf Basis der hohen Eigenkapitalquote, der signifikanten liquiden Mittel sowie der Unternehmensplanung kann davon ausgegangen werden, dass keines der genannten Risiken bestandsgefährdend ist.

3. Chancenbericht

Der Phiture GmbH bieten sich eine Vielzahl von Chancen. Als erstes ist die starke, langfristige Wachstumsprognose für den weltweiten App-Markt zu nennen, welche die Nachfrage nach den Dienstleistungen der Phiture GmbH treibt. Die Phiture GmbH hat eine strategische Initiative gestartet, um ihre Kostenbasis und die Qualität ihrer Dienstleistungen weiter zu verbessern, was sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Profitabilität stärken wird. Die Verlagerung des US-amerikanischen Geschäfts in die Phiture Inc. ermöglicht die gezieltere Ansprache der Kunden im US-amerikanischen Markt.

Die Geschäftsführung erwartet, dass die Möglichkeiten, die sich aus den dynamischen Fortschritten im Einsatz künstlicher Intelligenz ergeben, die Dienstleistungen der Phiture GmbH und ihrer Wettbewerber deutlich beeinflussen werden. Vor dem Hintergrund der aufgebauten entsprechenden IT-Kompetenzen, der Etablierung der Phiture AI Labs und daraus entstehender Innovationen sieht sich die Phiture GmbH bestens gerüstet. Dies birgt sowohl Chancen auf zusätzliches Wachstum als auch höhere Profitabilität. Insbesondere zu nennen sind hier die bereits am Markt etablierten „Sofware As A Service“-Produkte.

Insgesamt erwartet die Geschäftsführung aufgrund der hohen Innovationskraft, der Dynamik und des starken Veränderungswillen der Mitarbeiter, dass Risiken mitigiert und Chancen genutzt werden, sodass das profitable Wachstum in den kommenden Geschäftsjahren fortgeführt werden kann.

4. Risikomanagement und Steuerungssystem

Neben dem unternehmensinternen Steuerungssystem der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren hat die Phiture GmbH eine digitalisierte Stundenabrechnung sowie eine Deckungsbeitragsrechnung auf Ebene der Einzelprojekte etabliert, auf deren Basis die Profitabilität pro Kunde ermittelt und im Rahmen des monatlichen Berichtswesens überwacht wird. Die bestehenden Aufträge und der Auftragseingang werden kontinuierlich aktualisiert und in eine rollierende Prognose eingearbeitet, sodass ein Frühwarnsystem auf Ebene der Phiture GmbH besteht. Diese Prognose wird laufend in der Geschäftsführung und dem Führungskreis besprochen sowie mögliche Maßnahmen abgeleitet.

Unterschrift

 

Berlin, den 11. Juni 2025

Carvell, Andrew

Daan, Moritz

Dr. Penny, Vasilii Pablo

Bilanz zum 31. Dezember 2024

AKTIVA

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106.157,67 119.673,56
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.078,28 91.055,16
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.075,04 17.075,04
Summe Anlagevermögen 202.310,99 227.803,76
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.224.389,96 3.315.537,82
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.443.788,92 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 69.260,38 777.633,13
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.326.600,77 4.978.651,76
Summe Umlaufvermögen 10.064.040,03 9.071.822,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 260.756,69 259.189,29
Summe Aktiva 10.527.107,71 9.558.815,76

PASSIVA

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.250,00 -12.250,00
Eingefordertes Kapital 12.750,00 12.750,00
II. Gewinnvortrag 5.797.067,21 5.451.942,39
III. Jahresüberschuss 1.901.609,11 345.124,82
Summe Eigenkapital 7.711.426,32 5.809.817,21
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 200.861,84 20.186,76
2. Sonstige Rückstellungen 751.629,78 636.125,37
Summe Rückstellungen 952.491,62 656.312,13
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.746.262,58 1.424.519,49
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.746.262,58 1.424.519,49
2. Sonstige Verbindlichkeiten 72.765,00 101.109,86
- davon aus Steuern 64.464,93 91.121,73
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 72.765,00 101.109,86
Summe Verbindlichkeiten 1.819.027,58 1.525.629,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten 44.162,19 1.567.057,07
Summe Passiva 10.527.107,71 9.558.815,76

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

2024 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 21.449.610,44 19.076.655,99
2. Sonstige betriebliche Erträge 147.003,22 657.587,70
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung 83.330,63 470.823,24
3. Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.799.188,46 9.625.980,71
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.374.610,15 5.701.226,22
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 802.774,33 1.035.667,58
- davon für Altersversorgung 1.168,80 36,00
Summe Personalaufwand 5.177.384,48 6.736.893,80
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 77.107,32 111.893,21
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.860.246,65 2.688.340,14
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 100.836,69 571.989,85
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91.022,66 8.676,03
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 872.100,30 234.687,04
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 0,00 15.171,86
Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 1.901.609,11 345.124,82

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. HGB und des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses gemäß § 276 und § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Gemäß § 293 Abs. 1 HGB ist die Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Phiture GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: HRB 181084 B

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 bis 263 HGB). Darüber hinaus hat die Gesellschaft die ergänzenden Vorschriften zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Kapitalgesellschaften beachtet. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen über Nutzungsdauern von zwei bis sechs Jahren vermindert.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten sowie Skonti und gewährte Rabatte berücksichtigt. Geringwertige Anlagegüter (Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000) wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt. Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250 wurden mit den Anschaffungskosten als Aufwand gebucht. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände unter Anwendung der linearen Methode vorgenommen. Hierbei werden Nutzungsdauern von drei bis dreizehn Jahren zu Grunde gelegt.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt bzw. zum am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Wertberichtigungen wurden, soweit erforderlich, für spezielle Einzelwertrisiken sowie Pauschalwertrisiken vorgenommen.

Flüssige Mittel

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen angesetzt.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und berücksichtigen alle bis zur Jahresabschlusserstellung erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste, die den abgelaufenen Geschäftsjahren zuzurechnen sind. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Soweit die Rückstellungen eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen, werden sie entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Fremdwährungstransaktionen werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der jeweiligen Transaktion in EUR umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden unter Beachtung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsgewinne und -verluste, die sich aus der Abwicklung solcher Transaktionen und aus der Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag ergeben, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel nach § 284 Abs. 3 HGB enthalten.

Angaben zu den Posten und Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen wesentlich aus Forderungen aus Kapitalerträgen in Höhe von TEUR 29 (i. Vj.: TEUR 6), Guthaben bei Zahlungsdienstleistern in Höhe von TEUR 26 (i. Vj.: TEUR 160), Forderungen aus Umsatzsteueranmeldungen gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 7 (i. Vj.: TEUR 30) sowie Kautionen in Höhe von TEUR 7 (i. Vj.: TEUR 7). Die Kaution in Höhe von TEUR 7 (i. Vj.: TEUR 7) weist eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren auf. Die Rückforderungen aus Steuerüberzahlungen gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 514 zum 31. Dezember 2023 wurden vollständig beglichen und liegen zum Stichtag bei TEUR 0.

Die übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Zum 31. Dezember 2024 bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 2.443 gegen verbundene Unternehmen (i. Vj.: keine Forderungen).

Angaben zum Eigenkapital

Das Stammkapital entspricht der im Gesellschaftsvertrag und im Handelsregister eingetragenen Höhe und wird zum Nennwert bilanziert.

Angaben zu den Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Rückstellungen für Personalkosten TEUR 429 (i. Vj.: TEUR 431)

Rückstellung für Aufbewahrungspflicht TEUR 6 (i. Vj.: TEUR 5)

Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 37 (i. Vj.: TEUR 73)

Übrige sonstige Rückstellungen TEUR 279 (i. Vj.: TEUR 127)

Der Anstieg der Rückstellungen um TEUR 296 auf TEUR 952 ist neben dem Anstieg der sonstigen Rückstellungen wesentlich auf Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 201 (i. Vj.: TEUR 20) für noch nicht veranlagte Steuern zurückzuführen. Die Rückstellungen für Personalkosten blieben stabil, da die Inanspruchnahme der Restrukturierungsrückstellungen aus 2023 die Bildung der Bonusrückstellungen für 2024 ausgleicht. Die Bonusrückstellungen stehen im direkten Zusammenhang mit der positiven Geschäftsentwicklung. Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten Kosten für ausstehende Rechnungen, insbesondere für einen Freelancing-Dienstleister und die Schwerbehindertenabgabe. Der Anstieg ist wesentlich getrieben durch erfolgsabhängige Prämien für langfristig beauftragte Freelancer für das Jahr 2024.

Angaben zu den Posten und Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2024 bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 64 (i. Vj.: TEUR 78) enthalten.

Passive Rechnungsabgrenzung

Die Einnahmen in Höhe von TEUR 44, die zum Stichtag als passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen werden, werden bis September 2025 als Umsatzerlöse realisiert.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Es liegen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen mögliche Verpflichtungen aus einem Virtual-Stock-Ownership-Plan (VSOP) mit Mitarbeitern des Unternehmens für den Fall eines Exits der Phiture GmbH. Zum Abschlussstichtag lagen auszahlungsrelevante Ereignisse nicht vor und waren auch im Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht konkretisiert, sodass eine bilanzielle Berücksichtigung gemäß BFH-Urteil vom 15. März 2017 nicht erfolgt ist.

Bis zum 31. Dezember 2024 wurden VSOP-Vereinbarungen mit Mitarbeitern getroffen, die 14,0 % der Anteile an der Phiture GmbH entsprechen. Dabei waren 9,5 % der Anteile an der Phiture GmbH zum 31. Dezember 2024 bereits zugeteilt und damit unverfallbar, außer im Fall von Insolvenz oder einem Bad-Leaver-Ereignis.

Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen am Bilanzstichtag TEUR 164 und resultieren aus einem Mietvertrag, der am 30. September 2026 endet.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren im Unternehmen durchschnittlich 63 Mitarbeiter (i. Vj.: 92) beschäftigt. Davon waren 57 Arbeitnehmer vollzeitbeschäftigt und 6 Arbeitnehmer teilzeitbeschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Carvell, Andrew

Geschäftsführer der Phiture GmbH (seit: 11. Oktober 2016)

Daan, Moritz

Geschäftsführer der Phiture GmbH (seit: 11. Oktober 2016)

Dr. Penny, Vasilii Pablo

Geschäftsführer der Phiture GmbH (seit: 21. Januar 2019)

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Geschäftsführung verzichtet gem. § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Vergütung.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis 2024 Eigenkapital 2024
in EUR in EUR
Phiture Inc. / New York (U.S.) 100 % 31.894,30 38.830,25

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss von EUR 1.901.609,11 soll in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift

 

Berlin, den 11. Juni 2025

Carvell, Andrew

Daan, Moritz

Dr. Penny, Vasilii Pablo

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2024 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 155.297,44 12.000,00 0,00 167.297,44
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 427.436,08 40.211,01 76.097,45 391.549,64
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.075,04 0,00 0,00 17.075,04
Summe 599.808,56 52.211,01 76.097,45 575.922,12
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2024 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand am 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.623,88 25.515,89 0,00 61.139,77
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 336.380,92 51.591,43 75.500,99 312.471,36
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 372.004,80 77.107,32 75.500,99 373.611,13
Buchwerte
Stand am 31.12.2024 Stand am 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106.157,67 119.673,56
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.078,28 91.055,16
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.075,04 17.075,04
Summe 202.310,99 227.803,76

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Phiture GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Phiture GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 7. Juli 2025

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer

David Reinhard, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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