Hunter Douglas GmbHLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 30807
Eingetragen
5.5.1994
Branche
Herstellung von Ausbauelementen aus MetallHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen MetallenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
a) Die Fertigung und der Vertrieb von Jalousien, Stores, Rolladen, Rollos und sonstigen Sonnensschutz- und anderen Schutzvorrichtungen für Fenster, Türen und Fassaden sowie von Bauelementen aller Art, b) der Handel, die Lagerung, die Aufbereitung und die Bearbeitung von Metall, Altmetall und Schrott, die Herstellung von und der Handel mit Maschinen und Maschinenteilen sowie deren Installation und Wartung sowie die Vermittlung von börsengängigen und nicht börsengängigen Optionsverträgen für den Kauf und Verkauf von Metallen und anderen Produkten, c) Forschung und Entwicklung im Bereich der Produkte des Hunter Douglas-Konzern, d) die Beteiligung an anderen Gesellschaften und Unternehmen sowie die Geschäftsführung bei Beteiligungsgesellschaften und Unternehmen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Hunter Douglas GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

Die Hunter Douglas GmbH, Düsseldorf, ist als deutsches Tochterunternehmen eines internationalen Konzerns mit mehreren Niederlassungen im Bereich Sicht- und Sonnenschutz tätig. Die Endprodukte werden auftragsbezogen nach Maß angefertigt und weitgehend im Inland über den Facheinzelhandel vermarktet. Daher sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im wesentlichen von der Entwicklung des privaten und kommerziellen Neubau- und Renovierungsbedarfs in Deutschland bestimmt.

Baugenehmigungen und Einzelhandelsumsätze

Die Anzahl der Baugenehmigungen ist in 2011 um weitere 11,5 % (2010: + 3 %) auf 213.000 (2010: 191.000) gestiegen. Auch der Einzelhandelsumsatz konnte den Vorjahrestrend (+ 0,2 %) fortsetzen (+ 0,2 %), ebenso das Bruttosozialprodukt (BIP), das mit + 3,0 % (2010: + 3,7 %) weiterhin deutlich über dem Niveau vergleichbarer Industrienationen lag. Lediglich einige EU-Staaten in Nord- und Osteuropa sowie die Türkei konnten höhere Wachstumsraten (3,9 bis 8,5 %) erzielen. Zu befürchten ist allerdings, dass die zunehmende Staatsverschuldung und die Stabilitätsbemühungen der EU-Staaten ("Rettungsschirm") das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren negativ belasten werden. Nachteilig wirkte sich die Preisentwicklung aus: Während insbesondere der Energie- und Transportbereich zu einer Erhöhung der Gesamtkosten um + 2,3 % (2010: + 1,1 %) beitrug, blieb das Preisniveau der langlebigen Gebrauchsgüter, zu denen die Endprodukte der Gesellschaft gehören, um -0,1 % hinter dem Vorjahresniveau zurück.

Für die Systemanbieter in unserer Branche bestand daher auch weiterhin das Problem, dem erhöhten Kostendruck standzuhalten und machbare Umsatzzuwächse möglichst ohne Margenverzicht zu realisieren.

Geschäftsentwicklung in den Niederlassungen

Hunter Douglas GmbH konnte mit gezielten Marketingmaßnahmen und der bewährten Ausrichtung der einzelnen Niederlassungen auf unterschiedliche Marktsegmente und Kundengruppen dieser Anforderung weitgehend gerecht werden und einen Umsatzzuwachs von 13,5 % (2010: 4,4 %) mit einer Renditeeinbuße von - 1,4 % (2010: + 6,5 %) realisieren.

Hunter Douglas Produktion mit Sitz in Glauchau ist verantwortlich für die Maßkonfektion einiger europaweit vermarkteter Sonnenschutz-Systeme der Hunter Douglas-Gruppe. Dieser Service ist insbesondere für verbundene Unternehmen tätig und konnte mit dem Gewinn weiterer Vertriebspartner in 2011 - nach Konsolidierung - 15,2 % mehr Umsatz erzielen.

Hunter Douglas Komponents mit Sitz in Kassel betreibt auf Kommissionsbasis das Komponentengeschäft der Gesellschaft. Zielkunden sind Konfektionäre der Sonnenschutzbranche in Deutschland, Österreich und in der Schweiz, die mit Einzelteilen, Textilien und Fertigungsmaschinen versorgt werden. Dieses Geschäft konnte dank der hohen Marktakzeptanz und gezielter Marketingmaßnahmen den langjährigen positiven Trend bestätigen und den Umsatz um 2,3 % ausbauen.

Die Niederlassung Flexalum Sonnenschutzsysteme in Düsseldorf ist auf die Belieferung des Fachhandwerks, insbesondere der Rollladen- und Jalousiebauer spezialisiert. Dieser Kundenkreis vertreibt vorwiegend Außensonnenschutz (Außenraffstores, Markisen, Screens, Rollläden, Insektenschutz etc.) und ist in besonderer Weise mit den schwierigen Bedingungen im Objektgeschäft konfrontiert. In diesem Segment konnte die Gesellschaft wie im Vorjahr einen zweistelligen Zuwachs erzielen (+ 13,2 %).

Die Niederlassung Hunter Douglas Entwicklungsgesellschaft in Bremerhaven entwickelt für den Hunter Douglas-Konzern Sonnenschutzsysteme, die sich unter dem Markennamen EOS® schnell am deutschen Markt etablieren konnten und wesentlich zu dem positiven Umsatzverlauf der Gesellschaft beigetragen haben. Diese Niederlassung hat keine Außenumsätze.

Die Hauptniederlassung der Hunter Douglas GmbH in Düsseldorf ist nur administrativ tätig.

Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Alle Verkaufsniederlassungen konnten in 2011 an der positiven Marktentwicklung partizipieren. Der Gesamtumsatz betrug 56,4 Mio EUR (+ 13,5 %) und gliedert sich wie folgt auf (in Mio EUR):

Geschäftsbereiche 2011 2010 Veränderung
Produktionsumsatz 41,0 35,6 + 5,4
Handelsumsatz 10,3 9,1 + 1,2
Kommissionsumsatz 5,1 4,9 + 0,2
Sonstige Umsätze und Erlösschmälerungen 0,0 0,1 - 0,1
Bruttoumsatz 56,4 49,7 + 6,7

Bedingt durch die gestiegenen Produktionskosten und die verschärften Wettbewerbsbedingungen konnte die Kostenbelastung nicht voll aufgefangen werden. Dennoch blieb der Jahresüberschuss mit 6,58 Mio EUR (2010: 6,68 Mio) auf einem zufriedenstellenden Niveau. Auf Grund des seit 2004 bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wird das Jahresergebnis an die Muttergesellschaft, Hunter Douglas Holding GmbH & Co. KG, abgeführt.

Darstellung der Geschäftslage und der wesentlichen Leistungsindikatoren

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat sich wie folgt entwickelt (in Mio EUR):

Vermögenslage 2011 2010 Veränderung
Anlagevermögen 0,31 0,30 + 0,01
Vorräte 10,20 8,90 + 1,30
Sonst. Umlaufvermögen 8,77 6,63 + 2,14
Eigenkapital 3,57 3,57 unv.
Fremdkapital 15,71 12,26 + 3,45

Die Neuinvestitionen von 174 TEUR lagen nur leicht über dem Abschreibungsniveau (146 TEUR). Die Bilanzsumme von 19,3 Mio EUR (2010: 15,8 Mio) ist überwiegend durch Eigenkapital und Verbindlichkeiten aus dem Verbundbereich finanziert (88,5 %, 2010: 88,6 %). Die Forderungen im Verbundbereich haben umsatzbedingt um 2,1 Mio EUR zugenommen, die Lagerbestände um 1,3 Mio EUR. Demgemäß erhöhten sich auch die zur Refinanzierung eingesetzten Verbindlichkeiten im Verbundbereich und damit auch die Bilanzsumme um ca. 3,5 Mio EUR. Bei gleichbleibender Eigenkapitalausstattung ging die Eigenkapitalquote in 2011 auf 18,5 % zurück (2010: 22,5 %). Die Bilanzrelation im Verhältnis zum Umsatz erhöhte sich leicht auf 34,1 % (2010: 31,8 %).

Finanzlage 2011 2010 Veränderung
Betrieblicher Cash Flow + 6,73 + 6,83 - 0,10
Veränderung Umlaufkapital - 0,04 - 0,61 + 0,57
Nettoinvestitionen - 0,15 - 0,10 - 0,05
Ergebnisabführung / Ausschüttung - 6,58 - 6,68 + 0,10
Veränderung der Zahlungsmittel - 0,04 - 0,56 + 0,52

Die Gesellschaft ist - wie im Vorjahr - mit 1,5 Mio EUR Liquidität (7,8 % der Bilanzsumme) finanziell solide ausgestattet und in der Lage, die laufenden Verbindlichkeiten in der 1. Kondition zu bedienen.

Ertragslage (in Mio EUR) 2011 2010 Veränderung
Betriebserträge 60,18 53,28 + 6,90
Betriebsaufwand - 53,50 - 46,57 - 6,93
Finanzergebnis & Steuern - 0,10 - 0,03 - 0,07
Jahresergebnis vor Abführung 6,58 6,68 - 0,10

Die Nettorendite ist mit 10,93 % (2010: 12,53 %) der Betriebserträge weiterhin zweistellig. Ertragsabhängige Steuern fallen nur bei der Muttergesellschaft an.

Personelle Performance

Mit der Umsatzausweitung ist auch die Mitarbeiteranzahl leicht angestiegen. Im Jahresdurchschnitt waren 99 (2010: 93) Mitarbeiter beschäftigt. Damit erhöhten sich die Betriebserträge pro Mitarbeiter um 35 TEUR. Dank der eigenen Entwicklungskapazitäten und der Betätigung in den verschiedensten Vertriebsstrukturen ist eine breit angelegte Fachkompetenz gewährleistet.

Produktentwicklungen

Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Produktfamilien im Bezug auf Technik, Stoffauswahl und Design werden den Sonnenschutzherstellern und Fachhandelskunden Wettbewerbsvorteile angeboten. Darüber hinaus wird angestrebt, mit mehr Bedienkomfort, zusätzlichen Sonderformen und Produkteigenschaften - z.B. hinsichtlich Isolation und Recyclebarkeit - der zunehmenden ökologischen Sensibilität Rechnung zu tragen und weitere Marktfelder zu erschließen. Insbesondere das Wabenplissée Duette®, das neben der Sicht- und Sonnenschutzfunktion auch im Winter zu Heizkosteneinsparungen beiträgt, konnte auf der internationalen Fachmesse "R+T 2012" den positiven Trend des Vorjahres bestätigen und verfügt im Internet mit "duette.de" über eine einheitliche Vertriebsplattform für über 1.000 Fachhändler, die von den deutschen Hunter Douglas - Systemherstellern beliefert werden.

Ausblick 2012

Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine besonderen Vorkommnisse aufgetreten, die in diesem Bericht aufgeführt werden müssten.

Risikobericht

Zu den allgemeinen Marktrisiken, die den Geschäftsverlauf beeinflussen können, gehören im Privatbereich insbesondere die Auswirkungen von Arbeitsmarktproblemen (Entlassungen, Leiharbeit, Billiglöhnen), die Bereitstellung von bezahlbaren Baugrundstücken, die Förderung von Wohneigentum und die Entwicklung der Lebenshaltungskosten. Im gewerblichen Bereich hängt die Investitionsbereitschaft weitgehend von der konjunkturellen Entwicklung sowie von der Entwicklung der Produktionskosten, der Abgabenbelastung und der Inflationsrisiken am Wirtschaftsstandort Deutschland ab.

Angesichts der engen Wettbewerbssituation kommt als zusätzlicher Risikofaktor die Entwicklung der eigenen Lohn- und Materialkosten in Betracht, da überdurchschnittliche Kostensteigerungen kaum an die Kunden weiterbelastet werden könnten. Diesem Risiko versucht die Gesellschaft schon seit Jahren, durch eine Erhöhung des Automatisierungsgrades, den Ausbau von Schwerpunktproduktionsstätten und der Ausweitung der vertikalen Integration im Konzern - von der Fabrikation der Grundmaterialien bis zur Konfektion des Endproduktes - zu begegnen.

Da die Gesellschaft ein breites Spektrum von konkurrierenden Produkten anbietet, die auch über unterschiedliche, miteinander konkurrierende, Vertriebskanäle vermarktet werden, ist zu erwarten, dass strukturelle Probleme einzelner Produkte oder Vertriebswege durch Mehrumsätze in den anderen Produktbereichen und Vertriebskanälen kompensiert werden könnten. Alternative Produktionsstandorte in verschiedenen Ländern sollen dazu beitragen, bei national auftretenden Risiken oder Umweltkatastrophen Ausweichmöglichkeiten zu haben.

Besondere Umweltrisiken sind mit den von der Gesellschaft vermarkteten Produkten nicht verbunden. Das Zahlungsausfallrisiko wird, soweit erforderlich, durch Kreditversicherungen abgedeckt. Ein konsequentes Cashmanagement und die weitgehend konzerneigene Materialversorgung und Finanzierung des Geschäftes tragen neben anderen Vorteilen auch dazu bei, Liquiditäts- und Preisrisiken deutlich zu reduzieren.

Die Risikovorsorge wird in den Jahresbudgets, in der laufenden Planung und im konzernweiten Berichtswesen angemessen berücksichtigt. Für notwendige Anpassungen und Vorkehrungen stehen geeignete Instrumentarien zur Verfügung, die vom Controlling der Gesellschaft und des Konzerns (Interne Audits) laufend überwacht werden. Daher kommen wir zu dem Ergebnis, dass es derzeit keine Anhaltspunkte für eine Existenzgefährdung der Gesellschaft gibt.

Beurteilung der Geschäftslage und der voraussichtlichen Entwicklung

Die im Lagebericht dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren - insbesondere die Verbesserungen im Umsatz bei nahezu gleichbleibendem Ertrag, die Umsatzrendite von 11,65 % sowie die getroffenen Maßnahmen des Risikomanagements lassen den Schluss zu, dass die Gesellschaft in 2011 eine stabile Entwicklung genommen hat und für die Bewältigung potentieller Risiken ausreichend gerüstet ist.

Neben den bereits erwähnten Marktindikatoren dürften die Vorteile der Produkte im Bezug auf Energie- und Kosteneinsparung, höheren Bedienungskomfort und vielseitigere Verwendungsmöglichkeiten die Marktchancen in den nächsten beiden Jahren positiv beeinflussen.

Negative Einflüsse auf das Konsumentenverhalten können insbesondere aus den Konsequenzen der Finanz- und Währungskrise und der damit verbundenen Risiken für das Wirtschaftswachstum, sowie aus höheren Energie-, Gesundheits- und Sozialbelastungen erwachsen. Angesichts der Abhängigkeit vom Erdöl und der Schwierigkeiten beim Ausbau alternativer Energien können auch die Auseinandersetzungen in der Golfregion mit dazu beitragen, die allgemeine Verunsicherung zu erhöhen und das durchweg positive Konsumentenverhalten der letzten beiden Jahre wieder abzubremsen.

Um jede sich bietende Umsatzchance nutzen zu können, setzt Hunter Douglas GmbH weiterhin auf die Pflege und den Ausbau guter Kundenbeziehungen und die stetige Weiterentwicklung der Produktpalette und des Lieferservices. Weitere Wachstumsimpulse werden von der positiven Weiterentwicklung verbundener Konzerngesellschaften und der damit breiter gefächerten Marktpräsenz der Hunter Douglas Gruppe erwartet.

Angesichts des seit Jahren verlässlichen Umgangs der Gesellschaft mit potentiellen Marktrisiken und der - auch in Krisenzeiten - bewährten Servicestrategie ist zusammenfassend davon auszugehen, dass die Gesellschaft sich der potentiellen Marktrisiken bewusst ist, und dass sie in den nächsten beiden Jahren stabile Umsätze und ein positives Ergebnis erzielen kann. Diese Einschätzung wird durch die Entwicklung der ersten sechs Monate 2012 bestätigt.

 

Düsseldorf, 24. September 2012

Leendert Reijtenbagh

Adrianus Kuiper

Friedrich Wilhelm Petrat

Gerard Hassink

Ingo Verfürden

Michiel Tonino

Bilanz zum 31. Dezember 2011

(Alle Angaben in €)

Aktiva

31.12.2011 31.12.2010
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 43.816,96 72.913,22
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.859,25 5.315,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 231.817,72 199.571,35
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
310.058,52 303.364,16
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.197.480,77 8.902.115,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.614.518,46 1.561.342,27
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.340.089,90 3.221.598,69
3. Sonstige Vermögensgegenstände 246.313,66 248.358,88
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.507.381,17 1.549.864,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 67.568,39 47.903,62
19.283.410,87 15.834.547,30

Passiva

31.12.2011 31.12.2010
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 153.387,56 153.387,56
II. Kapitalrücklage 3.384.519,21 3.384.519,21
III. Bilanzgewinn 27.989,96 27.989,96
3.565.896,73 3.565.896,73
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 948.815,31 887.437,42
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 789.648,18 368.745,66
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 789.648,18 (Vj.: 368.745,66)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.516.061,06 10.456.059,76
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 13.516.061,06 (Vj.: 10.456.059,76)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 447.406,33 528.768,25
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 447.406,33 (Vj.: 528.768,25)
davon aus Steuern 397.676,82 (Vj.: 488.853,35)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.839,76 (Vj.: 23.954,63)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 15.583,26 27.639,48
19.283.410,87 15.834.547,30

Gewinn - und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011

(Alle Angaben in €)

2011 2010
1. Rohergebnis 18.749.553,73 17.978.200,01
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 5.688.343,98 - 5.369.506,09
b) Soziale Abgaben - 859.677,48 - 865.938,58
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 146.123,94 - 154.595,17
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 5.372.701,69 - 4.878.674,84
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 168,65 249,13
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 96.054,23 - 30.649,12
davon an verbundene Unternehmen: 96.032,29 (Vj.: 30.330,66)
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.586.821,06 6.679.085,34
8. Sonstige Steuern - 2.419,58 - 2.193,48
9. Aufwand aus Gewinnabführung - 6.584.401,48 - 6.676.891,86
10. Jahresüberschuß 0,00 0,00
11. Gewinnvortrag 27.989,66 27.989,66
12. Bilanzgewinn 27.989,66 27.989,66

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

1. Allgemeine Angaben

1 Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

2 Die zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben wurden im wesentlichen in den Anhang übernommen.

3 Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt worden.

4 Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

5 Auf die Vermögensgegenstände und Schulden wurden, soweit gesetzlich zulässig, die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Vorjahres angewandt.

6 Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer gleichmäßig abgeschrieben.

7 Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Zugänge im Jahr der Anschaffung oder Herstellung werden zeitanteilig pro rata temporis abgeschrieben. Anlagegegenstände mit einem Einzelwert von bis zu € 150,-- werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt und Anlagegegenstände mit einem Einzelwert von mehr als € 150,00 und bis € 1.000,00 in einem Sammelposten zusammengefasst und pauschal über 5 Jahre abgeschrieben.

8 Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

9 In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

10 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel werden grundsätzlich mit ihren Nennwerten ausgewiesen. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen für Ausfallrisiko, Zahlungsabzüge und Zinsentgang abgesetzt; zweifelhafte Forderungen werden einzeln abgewertet.

11 Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekanntgewordenen Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen.

12 Verbindlichkeiten werden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

13 Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in ausländischer Währung werden mit zeitnahen Wechselkursen eingebucht und zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

3. Angaben zur Bilanz

14 Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in einem gesonderten Anlagespiegel dargestellt.

15 Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 11.659.

16 Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

17 Die sonstigen Rückstellungen betreffen im wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Gewährleistungsrisiken, Kundenboni, Aufbewahrung von Unterlagen und ausstehende Eingangsrechnungen.

18 Haftungsverhältnisse bestehen aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von T€ 4. Das Risiko für eine Inanspruchnahme wird gering eingeschätzt.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

19 Periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 113 resultieren im wesentlichen aus Entschädigungen sowie der Auflösungen von Rückstellungen.

5. Sonstige Angaben

20 Sonstige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von insgesamt rund T€ 1.021.

21 Die Geschäftsführung wurde während des Geschäftsjahres wahrgenommen von den Herren

 

Leendert Reijtenbagh, Kaufmann

 

Adrianus Kuiper, Kaufmann

 

Gerard Hassink, Kaufmann

 

Friedrich Wilhelm Petrat, Kaufmann

 

Michiel Tonino, Kaufmann

 

Ingo Verfürden, Kaufmann, ab 1. Januar 2011

 

Konrad Welfonder, Kaufmann, bis 31. Mai 2011

 

Jens Ulrich Noltemeyer, Kaufmann, bis 25. Januar 2011

22 Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr T€ 639.

23 Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren 99 Arbeitnehmer beschäftigt.

24 Der Konzernabschluß für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Hunter Douglas N.V., Rotterdam aufgestellt und ist in den Geschäftsräumen der Gesellschaft einsehbar.

25 Zum Bilanzstichtag wurden Anteile an folgenden Unternehmen gem. § 285 Nr. 11 HGB gehalten:

Name, Sitz Anteil
in %
Nennkapital
Eigenkapital zum 31.12.2011
Jahresergebnis
2011
Hunter Douglas Holding Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100 % 25.564,59 71.406,62 6.101,34

 

Düsseldorf, 24. September 2012

Leendert Reijtenbagh

Adrianus Kuiper

Friedrich Wilhelm Petrat

Gerard Hassink

Ingo Verfürden

Michiel Tonino

Entwicklung des Anlagevermögens 2011

Entwicklung der Anschaffungskosten
Stand
01.01.2011
Zugang
2011
Abgang
2011
Stand
31.12.2011
I. Immatererielle Vermögensgegenstände
Software 545.389,73 11.110,64 556.500,37
545.389,73 11.110,64 556.500,37
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 521.230,55 8.665,25 529.895,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.216.804,01 154.432,62 84.710,63 1.286.526,00
1.738.034,56 163.097,87 84.710,63 1.816.421,80
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
Summe I.-III. 2.308.988,88 174.208,51 84.710,63 2.398.486,76
Entwicklung der Abschreibungen
Stand
01.01.2011
Zugang
2011
Abgang
2011
Stand
31.12.2011
I. Immatererielle Vermögensgegenstände
Software 472.476,51 40.206,90 512.683,41
472.476,51 40.206,90 512.683,41
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 515.915,55 5.121,00 521.036,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.017.232,66 100.796,04 63.320,42 1.054.708,28
1.533.148,21 105.917,04 63.320,42 1.575.744,83
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Summe I.-III. 2.005.624,72 146.123,94 63.320,42 2.088.428,24
Buchwerte
Stand
31.12.2011
Stand
01.01.2011
I. Immatererielle Vermögensgegenstände
Software 43.816,96 72.913,22
43.816,96 72.913,22
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.859,25 5.315,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 231.817,72 199.571,35
240.676,97 204.886,35
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
Summe I.-III. 310.058,52 303.364,16

Bestätigungsvermerk des Abschlußprüfers

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluß wurden die größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 276 und 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluß und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Wir haben den Jahresabschluß - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hunter Douglas GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluß und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluß unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlußprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlußprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, daß Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluß unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluß und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfaßt die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, daß unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluß den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluß, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Remscheid, 24. September 2012

JKG Grass Kortenhorn Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Jörg Kortenhorn, Wirtschaftsprüfer

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