SIS.CO Deutschland GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit sonstigen Baustoffen und Bauelementen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Felkel seit 14.8.2018 | Prokura |
Schulz Jürgen seit 16.1.2017 | Prokura |
Walther Markus seit 4.8.2016 | Geschäftsführer |
Markus Haiden seit 25.5.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Metecno S.p.A. | 65.66% |
Metecno Holding B.V. | 65.66% |
Metecno Holding B.V. | 34.34% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Metecno Bausysteme GmbHBlankenhainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1.1. Geschäftstätigkeit Das Kerngeschäft der Metecno Bausysteme GmbH besteht in der Herstellung und dem Vertrieb von Sandwich-Verbundelementen für den Einsatz im Dach- und Wandbereich von Bauwerken. Die Produkte werden über das eigene Vertriebsnetz in Deutschland und Europa sowie über Gesellschaften der Metecno-Gruppe auch nach Übersee vertrieben. Das Unternehmen wird auf eigenem Grundbesitz und in eigenen Räumen in Blankenhain betrieben. 1.2. Entwicklung der Branche Die schwache Konjunktur in der Bauindustrie setzte sich auch im Jahr 2023 fort. Nach wie vor hohe Rohstoffkosten und hohe Zinsen bremsten die Investitionstätigkeit - vor allem des Mittelstandes - aus. In den seit 1991 geführten Statistiken des Industrieverbandes Stahlleichtbau (IFBS) äußerte sich diese Entwicklung letztendlich in einem erneuten Rückgang der Auftragseingänge gegenüber 2022 von annähernd 6 % (nach einem Rückgang von ca. 14% im Jahre 2022). Somit lag der kumulierte Markteinbruch der letzten beiden Jahre in Deutschland bei etwa 20%. Unter Berücksichtigung der zusätzlichen Mengen nicht im IFBS organisierter Anbieter kann von einer Gesamtmenge an Sandwichelementen von 16 - 17 Mio. m 2 im deutschen Markt ausgegangen werden. Bei einer (geschätzten) Produktionskapazität von mindestens 28 Mio. m 2 in Deutschland muss somit von einer Überkapazität von nicht weniger als 70% ausgegangen werden. Die mangelnde Auslastung der Hersteller äußert sich in einem aggressiven Verdrängungswettbewerb zu Lasten der Margen. Die Marktpreise unserer Produkte sind stark durch die Preisentwicklung des Vormateriales bestimmt, insbesondere der Stahlpreis spielt hier eine entscheidende Rolle. Mit dem kontinuierlich bis gegen Jahresende zurückgehenden Stahlpreis fielen parallel auch die Marktpreise für Sandwichelemente und erreichten im 4. Quartal einen Tiefststand. Die Kostenentwicklung beim Vormaterial Stahl hinkte dieser Entwicklung hinterher, da vor allem bei Importen aus Übersee Vorlaufzeiten von 3-5 Monaten unvermeidlich sind. Zu Marktpreisen beschafftes Material war somit zum Zeitpunkt seines Eintreffens in der Produktion bereits bei weitem zu teuer. Diese so bedingten zusätzlichen Einbußen in der Marge konnten aufgrund der oben beschriebenen Entwicklung des Gesamtmarktes nicht durch entsprechende Mengenerhöhungen wettgemacht werden und beeinflussten somit direkt das operative Ergebnis. 1.3. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Auftragseingänge im ersten Halbjahr lagen aus den zuvor genannten Gründen deutlich unter den (noch starken) Vergleichswerten des Vorjahres. Erst im Mai begann sich der Trend zu drehen und die Vorjahreswerte konnten teilweise deutlich übertroffen werden. Letztendlich entsprach der Rückgang in den Auftragseingängen genau jenen 6%, die auch für die gesamte Branche ausgewiesen werden. Der vergleichsweise deutlich stärkere Umsatzrückgang ist somit nur zu einem geringen Teil mengenbedingt, sondern größtenteils dem massiven Preiseinbruch geschuldet. Der Auftragsbestand zu Jahresende konnte gegenüber dem Vorjahr sogar leicht gesteigert werden und lag weiterhin deutlich über dem langjährigen Durchschnitt.
1.4. Produktion Auch in der Produktion verlief das Jahr zweigeteilt. Während in der ersten Jahreshälfte deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren, konnten ab August zunächst leichte und gegen Jahresende deutliche Mengensteigerungen erzielt werden. Die historisch hohen Produktionsziffern aus den Jahren 2020-22 konnten dadurch jedoch nicht mehr eingeholt werden. 1.5. Beschaffung Der bereits seit Mitte 2022 fallende Stahlpreis setze die Abwärtsbewegung mit einer bis dato nicht gekannten und nicht erwarteten Geschwindigkeit fort. Nach einem Höchstwert des Vorjahres nahe € 2000,-/t lag er gegen Jahresende 2023 nur mehr knapp über der Hälfte dieses Wertes. Die Preise der regelmäßig mit einem systembedingten und unvermeidlichen Vorlauf von 3-5 Monaten aus Asien eintreffenden Mengen waren somit zum Zeitpunkt ihres Einsatzes in der Produktion nicht mehr marktgerecht. Europäische Anbieter machten sich diese Entwicklung zunutze und blieben in ihrer Preisgestaltung sehr konservativ. Der Chemiebereich nahm eine ähnliche Entwicklung, aufgrund der geringen Lagermengen und des kurzen Vorlaufes stellte dies jedoch kein Problem dar. Der Preisverfall setzte sich bis zum Jahresende fort. Das Vormaterial Mineralwolle war traditionell vergleichsweise preisstabil und ausreichend verfügbar. Die Versorgungssituation mit Hilfsmaterialien wie z. B. Folien, Polystyrol oder Holzunterlagen hatte sich ab Jahresmitte 2022 bereits wieder stabilisiert, die Lagerbestände lagen somit wieder auf gewohntem Niveau. Unsere bewährte "Mehrlieferanten-Strategie" wurde auch 2023 konsequent weiterverfolgt, sodass für sämtliche Schlüsselrohstoffe mehrere, alternative Quellen zur Verfügung standen. Der Beschaffungsmarkt ist und bleibt ein Schlüsselbereich der Gesamtstrategie des Unternehmens. Die Lieferantenbewertung im Zuge der ISO 9001 hilft bei der Auswahl strategischer Partner und der permanenten Leistungskontrolle unseres Lieferantenportfolios. Zusätzlich findet ein regelmäßiger Informationsaustausch innerhalb der Metecno-Gruppe statt. 1.6. Investitionen Aufgrund der schwachen Konjunktur wurde die Investitionstätigkeit deutlich reduziert und auf bereits in Vorperioden begonnene, bzw. unaufschiebbare Projekte beschränkt. Hervorzuheben ist dabei das neue Fertigungs-Managementsystem, welches Maschinendatenerfassung und -auswertung, Produktkennzeichnung und -rückverfolgung (track & trace), vorausschauende Instandhaltung und die exakte Zuordnung sowie den Verbrauch von Vormaterial beinhaltet. Wie jedes Jahr wurden Investitionen zur Erhaltung und Instandsetzung sämtlicher Anlagen in üblichem Umfang durchgeführt. 1.7. Personal- und Sozialbereich Der mittlerweile in ganz Deutschland akute Arbeitskräftemangel setzte sich auch im Jahr 2023 mit unverminderter Intensität fort. Infolge der vergleichsweisen geringeren Ausbringung konnte der Einsatz von Zeitarbeitskräften deutlich reduziert werden. Ausscheidende Mitarbeiter*innen werden konjunkturbedingt nicht automatisch nachbesetzt, teilweise werden Aufgaben auf vorhandenes Personal neu aufgeteilt. Das Ziel ist weiterhin, dauerhaft in vier Schichten und zu Spitzenzeiten während der Hochsaison auch in fünf Schichten produzieren zu können. Nachdem klassische Wege zur Mitarbeiter(innen)werbung immer weniger Erfolg zeigten, haben wir zu Jahresende auch direkte Postwurfsendungen in der Region eingesetzt, um die Zielgruppe möglichst flächendeckend zu erreichen. Das gut ausgebildete und motivierte Personal trägt die Unternehmensstrategie in Hinblick auf Qualität und langfristige Kunden- sowie Lieferantenbeziehungen mit und ist in der Lage, diese umzusetzen. Die zuletzt personell verstärkte Personalabteilung hat sich bewährt. "Metecno Way", das Langzeitprogramm der Metecno-Gruppe zur Verbesserung der Organisation und Mitarbeiteridentifikation sowie zur Schaffung einer einheitlichen Unternehmenskultur im Konzern, wurde fortgesetzt, ebenso das Personalentwicklungsprogramm ("Metecno Way Academy"). 1.8. Umweltschutz Die Ausrichtung unserer gesamten unternehmerischen Tätigkeit auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz gehört zu unseren zentralen, strategischen Unternehmenszielen. Konkrete Programme wurden in den Bereichen Ökologisierung von Vormaterialien (z. B. Reduzierung des CO 2 -Fußabdruckes) und Kreislaufwirtschaft (z. B. Recycling/Re-Use von Produktionsabfällen) weiter vorangetrieben. Bezüglich der Rohstoffe Stahl und Mineralwolle ist der Materialkreislauf bereits weitestgehend gegeben, im Bereich der PUR-Schäume wird an entsprechenden Programmen sowohl auf Unternehmensebene als auch auf Verbandsebene gearbeitet. Auch der Einsatz unserer Produkte selbst trägt durch die hervorragenden Dämmwerte zum Umweltschutz bei. Eine Listung unseres Sortiments bei der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) erfolgte Anfang 2023. Die aktuellen Emissionen unseres Unternehmens liegen weit unter den gesetzlichen Grenzwerten. 1.9. Forschung und Entwicklung F&E wird lediglich im kleinen Umfang betrieben. Größere Weiterentwicklungen erfolgen über die Gruppe. 1.10. Zweigniederlassung Österreich Wir unterhalten eine Zweigniederlassung in Wien mit derzeit 3 Mitarbeitern, welche hauptsächlich Vertriebstätigkeiten ausführen. 2. Darstellung der Lage 2.1. Vermögenslage Nachfolgende Darstellung der Vermögenslage wurde nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen und enthält ausgehend von der Bilanz einige Saldierungen/Zusammenfassungen.
Das langfristige Vermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 553 verringert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die 2023 durchgeführten Investitionen in Höhe von TEUR 590, die im Wesentlichen zur Verbesserung der bestehenden Anlagen erfolgten, von den laufenden Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.110 überkompensiert wurden. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an Fertigwaren sank sowohl mengenorientiert als auch - durch die gesunkenen Einstandspreise bedingt - wertmäßig stark. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund der Preissenkungen und niedriger Auftragsmengen analog reduziert. Der Anstieg der übrigen kurzfristige Forderungen begründet sich einerseits durch um TEUR 1.683 angestiegene Forderungen gegen verbundene Unternehmen, vordergründig in Folge ausgereichter Darlehen, sowie anderseits mit dem Anstieg der sonstigen Vermögengestände um TEUR 406. Letzteres ist im Wesentlichen durch den Erstattungsanspruch aus steuerlichen Verlustrückträgen in Höhe von TEUR 396 begründet. Auf die liquiden Mittel wird in der Darstellung zur Finanzlage eingegangen. Das wirtschaftliche Eigenkapital hat sich aufgrund des negativen Jahresergebnisses im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.000 bzw. 20,6% verringert. Die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals (Eigenkapital und Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen in Bezug zur Bilanzsumme) beträgt 39,3%. Die Verminderung der mittel- und langfristigen Darlehen gegenüber Kreditinstituten um TEUR 290 resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung bestehender Kredite. Die Reduzierung der übrigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen im mittel- und langfristigen Bereich um TEUR 909 gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Veränderung der Rückstellungen für Gewährleistung um TEUR - 1.666 zurückzuführen. Die Veränderung resultiert einerseits aus einer positiven Entwicklung der Produktqualität 2023, anderseits aus einer Anpassung von einzelnen Bewertungsannahmen bei der Rückstellungsermittlung. Eine Analyse ergab, dass die im Jahr 2019 produzierten Produkte, bei denen ein spezieller Rohstoff verwendet wurde, der zu überdurchschnittlich hohen Reklamationsaufwendungen führte, als nicht repräsentativ für die noch offenen ("gewährleistungsbehafteten ") Zeitbänder angesehen werden kann. Der Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals um TEUR 1.102 ist vorrangig auf die Inanspruchnahme zusätzlicher Kontokorrentlinien im Geschäftsjahr zurückzuführen. 2.2. Ertragslage Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis. Die betriebswirtschaftliche Ertragslage stellt sich wie nachfolgend aufgezeigt dar:
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 21.397 auf TEUR 54.988 gesunken und verteilen sich dabei wie folgt:
Die Prognose für das Geschäftsjahr von circa EUR 52 Millionen Umsatzerlösen wurde leicht übertroffen. Infolge der rückläufigen Gesamtleistung sind auch die Materialaufwendungen um TEUR 13.738 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand, geteilt durch die Summe aus Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderung) hat sich von 73,8 % im Vorjahr auf 78,3 % im Jahr 2023 erhöht. Dieses resultiert einerseits aus dem Nachfragerückgang und den zurückgehenden Verkaufspreisen, andererseits aus der oben beschriebenen Situation der Stahleinkaufspreise. Der Personalaufwand hat sich 2023 aufgrund einer nur leichten Reduktion des Mitarbeiterstands bei gleichzeitig doch sehr deutlichen Lohnerhöhungen gemäß unserem Tarifvertrag um 3,9% (entspricht TEUR 335) erhöht. Die Abschreibungen haben sich aufgrund geringer Investitionen im Geschäftsjahr leicht reduziert. Der sonstige Betriebsaufwand abzüglich der übrigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 5.122 ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 8.759) um TEUR 3.637 gesunken. Einen hohen Anteil haben dabei die im Vorjahr gebotenen erhöhten Reklamationsrückstellungen, die durch die erfreuliche Entwicklung der Produktqualität 2023 nicht mehr geboten waren und zu einem Teil sogar aufgelöst werden konnten. Der zugehörige Aufwand hat sich um TEUR1.728 (-66%) vermindert. Des Weiteren konnten Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 262 für einen Insolvenzfall vereinnahmt werden. Das Betriebsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.758 auf TEUR -3.391 gesunken. Die Prognose für das Geschäftsjahr von circa TEUR 2.000 wurde aufgrund der beschriebenen Entwicklungen deutlich unterschritten. Das negative Finanzergebnis beträgt TEUR -27 (i. Vj. TEUR -21). Diese betreffen einerseits die Belastung der Kontokorrentlinie und andererseits gestiegene Zinserträge von verbundenen Unternehmen aus der Ausreichung von Darlehen. Das neutrale Ergebnis beinhaltet die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens in Höhe von TEUR 10 (i. Vj. TEUR 10), die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.035 (i. Vj. TEUR 637) die Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen mit TEUR 23 (i. Vj. TEUR 5) sowie Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 33 (i. Vj. TEUR 0). Die Ertragsteuern sind geprägt durch Erträge aus der Berücksichtigung eines Erstattungsanspruchs aus einem Verlustrücktrag in Höhe von TEUR 395. Die Metecno Bausysteme GmbH weist im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR -1.989 (i. Vj. TEUR 1.407) ein negatives Ergebnis aus. 2.3. Finanzlage Die Veränderung des Finanzmittelfonds im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie die Ursachen dafür werden anhand der nachfolgenden, nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen erstellten, Kapitalflussrechnung aufgezeigt.
Der Finanzmittelfonds setzt sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
Die aus der Bilanz abgeleiteten Liquiditätsgrade stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
Die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten und Rückstellungen ist aus der Darstellung der Vermögenslage ersichtlich. Die Darlehen gegenüber Kreditinstituten valutieren in EUR, sind jeweils festverzinslich und monatlich bzw. quartalsmäßig zu tilgen. Es bestehen zum Bilanzstichtag zugesagte Kreditlinien im Umfang von TEUR 1.548 (i. Vj. TEUR 1.548), die zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.092 (i. Vj. TEUR 0) in Anspruch genommen wurden. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit ist vor allem aufgrund des Jahresfehlbetrags deutlich negativ. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich infolge geringer Investitionen im Geschäftsjahr deutlich reduziert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist vor allem durch die Tilgung der Kredite und Zinsaufwendungen sowie durch die zusätzliche Inanspruchnahme von Kreditlinien geprägt. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr stets in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 2.4. Zusammenfassende Feststellung Das Geschäftsjahr 2023 war für die Metecno Bausysteme eine besondere Herausforderung. Externe Faktoren wie der Konjunktureinbruch in der Bauindustrie und der in diesem Ausmaß noch nie dagewesene Stahlpreisverfall lagen außerhalb unserer Kontrolle und beeinflussten wesentlich unser Unternehmensergebnis. Dank der positiven Entwicklung der Vorjahre waren wir in der Lage, diese Situation zu meistern. Aufgrund der sich abzeichnenden Normalisierung der Vormaterialsituation und der zuletzt wieder deutlich gestiegenen Margen sehen wir der zukünftigen Entwicklung positiv entgegen. 3. Chancen und Risiken Die nachfolgenden Ausführungen stellen die Chancen- und Risikoberichterstattung zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 für das Geschäftsjahr 2024 dar. Aufgrund der Verlängerung des Prognosezeitraums auf das Geschäftsjahr 2025 erfolgt die Chancen- und Risikoberichterstattung entsprechend für das Geschäftsjahr 2025. Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich bis auf das Finanzierungsrisiko keine wesentlichen Änderungen in der Einschätzung der Chancen und Risiken gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 ergeben haben. Die Metecno Bausysteme GmbH unterliegt einer Vielzahl von Chancen und Risiken, mit denen jedes unternehmerische Handeln verbunden ist. Wir versuchen unsere Chancen zu nutzen und gehen dafür auch Risiken ein, soweit wir sie für beherrschbar halten. Dafür haben wir ein Risikomanagementsystem eingerichtet. Eng verzahnt ist dieses System mit unserem Qualitätsmanagement, das zuletzt im Mai 2022 nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert wurde. Ein Team erfahrener Mitarbeiter analysiert Chancen und Gefahrenpotenziale, die vom Markt ausgehen, bewertet sie, macht Vorschläge zur Chancennutzung und Risikobewältigung und berichtet an die Geschäftsführung. Unternehmensplanung und unsere Informationssysteme unterstützen unser Chancen- und Risikomanagement. Durch den Abschluss von Schadens- und Haftpflichtversicherungen sind finanzielle Schadensrisiken reduziert, sodass hier ein geringes Risiko für die Gesellschaft besteht. Aufgrund der schwachen Baukonjunktur und der massiven Überkapazitäten besteht weiterhin ein Absatzrisiko. Ein massiver Verdrängungswettbewerb führte zu erhöhtem Margendruck. Unsere sehr gute Marktabdeckung durch diversifizierte Vertriebswege im Direktgeschäft und im Handel hat sich in diesem Zusammenhang sehr bewährt. Hervorzuheben ist auch die positive Entwicklung in den Geschäftsbereichen technische Isolierung und Akustik. Das Absatzrisiko wird als mittleres Risiko eingeschätzt. Die Marktpreise unserer Produkte sind stark durch die Preisentwicklung des Vormateriales bestimmt, insbesondere der Stahlpreis spielt hier eine entscheidende Rolle. Bei rückläufigen Stahlpreisen fallen parallel auch die Marktpreise für Sandwichelemente. Die Kostenentwicklung beim Vormaterial Stahl hinkte dieser Entwicklung hinterher, da vor allem bei Importen aus Übersee Vorlaufzeiten von 3-5 Monaten unvermeidlich sind. Zu Marktpreisen beschafftes Material ist somit zum Zeitpunkt seines Eintreffens in der Produktion bereits bei weitem zu teuer. Das daraus resultierende Beschaffungspreisrisiko wird als mittleres Risiko eingeschätzt. Das Risiko des Forderungsausfalles ist durch Kreditversicherungen abgedeckt und wird als mittel eingeschätzt. Die schwache Auftragslage der Branche erhöht das Ausfallsrisiko. Somit kommt der strikten Einhaltung unserer diesbezüglichen Prozesse erhöhte Bedeutung zu. Unsere Produktionslinien können nach den Investitionen aus Vorperioden alternativ mit Gas, Öl oder Strom betrieben werden, das Ausfallsrisiko aus Energieknappheit ist somit minimiert und ein wesentlicher Schritt zur Energiewende getan worden (niedriges Risiko). Im Bereich der Logistik haben sich organisatorische Ablaufoptimierungen und die bereits 2021 vorgenommene Lagerflächenerweiterung sehr positiv ausgewirkt und minimieren das Risiko von Logistikschäden spürbar (niedriges Risiko). Eine definierte Anzahl von Stammlieferanten im Bereich der Transportdienstleistungen wird systematisch und regelmäßig in Anspruch genommen und ist in der Lage, unseren Bedarf und auch darüber hinaus gehende Mengen abzudecken. Klare Lieferantenvereinbarungen über Spezifikation und Qualität der Vormaterialien stellen die Erfüllung unserer internen Standards sicher. Die Zusammenarbeit auf Gruppenebene im Sinne eines stetigen globalen Informationsflusses über die wesentlichen Vormaterialien wird weiter systematisch verstärkt und führt zu einer besseren Ausnutzung diesbezüglicher Synergieeffekte. Sich abzeichnende Preisänderungen beim Vormaterial werden frühzeitig erkannt, eingeschätzt und unmittelbar an unsere Kunden kommuniziert. Damit wird die Planungssicherheit auf allen Ebenen entscheidend erhöht. Das Lieferantenrisiko wird daher als gering eingeschätzt. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen lediglich Forderungen und Verbindlichkeiten, sowie Guthaben oder Verbindlichkeiten in Form von Kontokorrentkonten und Langfristdarlehen bei Kreditinstituten. Eine zusätzliche Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 500 wurde im Jahr 2024 genehmigt. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt derzeit aus dem operativen Geschäft. Zur Finanzierung von Investitionen wurden in der Vergangenheit Bankdarlehen abgeschlossen und Mietkaufverpflichtungen eingegangen. Die Tilgungen und Zinsen werden planmäßig aus dem operativen Cashflow getilgt. Es bestehen weiterhin Kontokorrentkreditlinien mit einem Kreditrahmen von TEUR 1.548, von dem vom Bilanzstichtag TEUR 1.092 in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus hat die Gesellschaft überschüssige Liquidität an den Gesellschafter in Form von Darlehen weitergereicht. Im Hinblick auf Tilgung des ausgereichten Gesellschafterdarlehens verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Punkt 4 "Voraussichtliche Entwicklung". Das Finanzierungsrisiko wird unter Berücksichtigung der geplanten Entwicklung der Gesellschaft als mittel eingeschätzt. 4. Voraussichtliche Entwicklung Nach der Rezession der deutschen Wirtschaft 2023 war für 2024 zunächst ein geringes Wachstum vorausgesagt worden. Die Inflation (vor allem in den Bereichen Vormaterialien und Energie) ging zurück, erste Zinssenkungen der Notenbanken folgten. Im Januar 2025 teilte das Statistische Bundesamt mit, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 erneut in die Rezession gerutscht ist. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 0,2 Prozent zurück. Für das laufende Jahr 2025 rechnen die meisten Ökonomen bestenfalls mit einem leichten Wachstum. Die Bundesbank hat ihre Prognose für die deutsche Wirtschaft bereits gesenkt und rechnet für 2025 nur mit einem Wachstum von 0,2 Prozent. Der Sachverständigenrat ("Wirtschaftsweise") erwartet ein Plus von 0,4 Prozent. Sofern sich dieser leicht positive Ausblick als nachhaltig herausstellt, erwarten wir eine Wiederaufnahme der Investitionstätigkeit des Mittelstandes, der einen wesentlichen Teil unserer Klientel ausmacht. Teilweise zum Vorjahr deutlich erhöhte Auftragseingänge für das erste Quartal 2025 deuten auf die beginnende Auflösung des zuletzt gebildeten Investitionsstaus hin. Da seitens des Industrieverbandes noch keine belastbaren Ziffern für das Gesamtjahr 2025 vorliegen, bleibt die Entwicklung hier abzuwarten. Unsere Budgetplanung sah für 2024 ein Jahr der Konsolidierung vor. Eine konservativ geplante, jedoch solide Absatzmenge resultierte gemäß Plan in ca. 6% höherem Umsatz gegenüber dem Berichtsjahr. In Kombination mit einer Normalisierung der Rohstoffmärkte und deutlichen Einsparungen in den Fixkosten wurde ein leicht positives Betriebsergebnis prognostiziert. Auf Basis der vorläufigen und ungeprüften Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 wurden die Prognosen für den Umsatz (leicht steigend) und das Betriebsergebnis (leicht positiv) nicht erreicht. Hauptursache dafür ist der anhaltende Preisverfall bei Rohstoffen und Fertigprodukten, der die Margen stark unter Druck gesetzt hat. Für 2025 werden ein moderater Anstieg des Umsatzes gegenüber 2024 und ein leicht positives Betriebsergebnis prognostiziert. Kernannahme für diese Entwicklung sind konstante oder steigender Rohstoffpreise. Der für das Jahr 2024 realisierte und für 2025 zu erwartende Cashflow reicht zur Bedienung der planmäßigen Tilgungen und Zinszahlungen aus. Sollten die in der Planung zugrunde gelegten Annahmen nicht erreicht werden, kann dies zu einer Verschlechterung der Ertrags- und Liquiditätslage der Gesellschaft führen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft mit dem Gesellschafter Ende 2024 eine Tilgungsvereinbarung für ein von der Gesellschaft an den Gesellschafter in 2023 gewährtes Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 prolongiert und eine Rückzahlung in Raten bis Ende 2025 vereinbart. Hieraus ergibt sich ein Liquiditätszufluss von insgesamt TEUR 1.700, von denen bereits am 19. Dezember 2024 TEUR 500 beglichen worden sind. Mittelfristig gehen wir entsprechend dem langjährigen Trend unserer Produktgruppe von einer positiven Marktentwicklung ab 2026 aus.
Blankenhain, den 12. Februar 2025 Metecno Bausysteme GmbH Mag. Markus Haiden, Geschäftsführer Walther Markus, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Vorbemerkung Der Jahresabschluss ist nach den Bestimmungen des HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB auf. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Blankenhain und ist unter der Nummer HRB 107954 im Handelsregister des Amtsgerichtes Jena eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Abschreibungen einbezogen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter über EUR 250 bis EUR 1.000 werden in einen Sammelposten eingestellt und einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer orientiert sich dabei jeweils an den amtlichen AfA-Tabellen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Durchschnittseinstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Nicht gängige Teile wurden abgewertet. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder den niedrigeren Verkaufspreisen abzüglich der noch anfallenden Verwaltungs- und Vertriebskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die anteilige Abschreibung des Anlagevermögens. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden durch die Abwertung berücksichtigt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die geleisteten Anzahlungen sind zu den Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Flüssige Mittel sind zum Nennwert bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben bzw. auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden für sich in folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauende Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Anwendung des unternehmensindividuellen Steuersatzes von 29,23 % ermittelt. Zusätzlich werden - soweit vorhanden - auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, wenn mit deren Nutzung in den folgenden fünf Jahren gerechnet werden kann. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive Latenz angesetzt. Im Falle einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung (Aktiv-Überhang) wird vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Zum Stichtag resultieren die Latenzen im Wesentlichen aus den Rückstellungen für Pensionen sowie sonstigen Personalrückstellungen (passive Latenzen) sowie aus Verlustvorträgen (aktive Latenzen). Per Saldo ergibt sich ein Aktivüberhang an latenten Steuern, der im vorliegenden Jahresabschluss nicht angesetzt wurde. Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen wurde für erhaltene Zuschüsse und Zulagen zum Anlagevermögen gebildet. Die Auflösung erfolgt entsprechend den Nutzungsdauern der begünstigten Anlagegegenstände. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der modifizierten Teilwertmethode gebildet und pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % abgezinst (i. Vj. 1,78 %). Der relevante Rechnungszins mit 7-Jahres-Durchschnitt beträgt 1,74 % (i. Vj. 1,44 %). Als biometrische Rechnungsgrundlage dienten die Heubeck-Richttafeln 2018 G. Der zu erwartende Rententrend ist mit 1 % nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit berücksichtigt. Die Rentenerhöhung zum 1. März 2023 erfolgte in Höhe von 5 %. Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden nicht berücksichtigt, da es sich ausschließlich um Verpflichtungen gegenüber bereits pensionierten ehemaligen Betriebsangehörigen handelt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Rückstellungen für Gewährleistung ermitteln sich aus individuellen Einzelsachverhalten und einer Pauschale. Die Pauschale basiert auf Gewährleistungsfaktoren, die aus den bekannten Fällen der Vergangenheit und den individuellen Gewährleistungsfristen abgeleitet worden sind, und findet dann Anwendung auf die noch offenen Zeitbänder der erwarteten Gewährleistungsfälle. Gemäß § 252 Abs. 2 HGB erfolgte in Bezug auf die Bewertungsmethode der Pauschale eine Durchbrechung des Stetigkeitsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB), um hierdurch zu einem klaren und übersichtlichen Jahresabschluss zu gelangen und die Generalnorm des § 264 Abs. 2 HGB zu erfüllen. Die Bewertungsmethodik wurde geändert, weil der Geschäftsführung bessere Erkenntnisse vorliegen. Der Effekt aus der Änderung der Bewertungsmethodik bei der Ermittlung der Pauschale beträgt TEUR 963 (ergebniserhöhend). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zum jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr vorlag, wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Im Jahr 2023 lagen solche Positionen nicht vor. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 855; i. Vj. TEUR 190) und Forderungen gegen die Gesellschafterin aus Darlehen (TEUR 2.759; i. Vj. TEUR 1.742). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Dritten und verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Erstattungsansprüche aus einem steuerlichen Verlustrücktrag in Höhe von TEUR 396 (i. Vj. TEUR 0). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Metecno Bausysteme GmbH beträgt TEUR 7.280 und wurde vollständig erbracht. Aus der Anwendung des Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB wurden im Jahr 2010 TEUR 15 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen Die erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen wurden in einem Sonderposten vereinnahmt und entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter ertragswirksam in Höhe von TEUR 10 aufgelöst. Rückstellungen
Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %; i. Vj. 1,44 %) ergibt sich im Vergleich zur Bewertung mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 %; i. Vj. 1,78 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 27). Effekte aus Änderungen des Abzinsungssatzes oder einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen im Arbeitnehmerbereich (TEUR 338; i. Vj. TEUR 423) und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Gewährleistungen (TEUR 2.488; i. Vj. TEUR 4.144). Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden, Globalzessionen und Sicherungsübereignungen von Anlagevermögen besichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs in Höhe von TEUR 577 (i. Vj. TEUR 552) für Miet- und Leasingverpflichtungen. Die Gesellschaft sieht in der Nutzung der Miet- und Leasingmöglichkeiten eine Verbesserung der Liquiditätslage. Das Bestellobligo beträgt TEUR 8.178 und betrifft im Wesentlichen fest kontrahierte Rohstoffeinkäufe. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.061 (i. Vj. TEUR 642), wobei die wesentlichen Erträge aus der Auflösung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.035 (i. Vj. TEUR 637) resultieren. Diese betreffen überwiegend die Rückstellungen für Gewährleistung in Folge der Änderung der Bewertungsmethodik aufgrund besserer Erkenntnisse. Sonstige Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 33 (i. Vj. TEUR 0). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 17 (i. Vj. TEUR 19). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten beinhaltet Erträge aus der Berücksichtigung eines Erstattungsanspruchs aus einem Verlustrücktrag in Höhe von TEUR 396 (i. Vj. TEUR 0). Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Geschäftsführung Zum Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt und tätig:
Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird sowohl in den Konzernabschluss der Metecno Holding Europe B.V., Helmond/Niederlande (kleinster Kreis), als auch in den Konzernabschluss der Incopet B.V., Helmond/Niederlande (größter Kreis), als höchste bilanzierende Einheit einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind am Sitz der Unternehmen erhältlich. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 66,8 und schlüsselt sich wie folgt auf:
Nachtragsbericht Gemäß einer im Dezember 2024 abgeschlossenen Vereinbarung wurden die Rückzahlungsmodalitäten eines dem Gesellschafter gewährten Darlehens in Höhe von TEUR 1.700 angepasst. Die Rückzahlung erfolgt nunmehr bis Ende 2025. Die Vertragsanpassung wirkt sich auf die Vermögens- und Finanzlage im Jahr 2024 aus, da die Forderung ursprünglich eine Fälligkeit zum 31. Dezember 2024 vorsah.
Blankenhain, den 12. Februar 2025 Metecno Bausysteme GmbH Mag. Markus Haiden, Geschäftsführer Walther Markus, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Metecno Bausysteme GmbH, Blankenhain Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Metecno Bausysteme GmbH, Blankenhain, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Metecno Bausysteme GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Jena, den 12. Februar 2025 KPMG
AG
Philipps, Wirtschaftsprüferin Huth, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 28. April 2025 festgestellt. |
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