Landtourismus Marketing GmbH
Selbe AdresseArchitekturbüros für Garten- und Landschaftsgestaltung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulrich Johannes Josef Eberl seit 20.1.2003 | Geschäftsführer |
Roland Walter Scheel seit 20.1.2003 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Eberl print GmbHImmenstadt i. AllgäuJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht für das Geschäftsjahr 20181. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Entwicklung der Branche allgemein und des Unternehmens Die Druckbranche befindet sich seit vielen Jahren in einem strukturellen Umbruch größten Ausmaßes. Die seit den 1980er Jahren stetig stark gestiegene Produktivität durch maschinelle und später digitale Innovationen führte dazu, dass der Bedarf an Druckprodukten aus einer schrumpfenden Betriebs- und Mitarbeiterzahl gedeckt werden konnte. Digitale Workflows und vernetzte Produktionsaggregate sind in unserer Branche seit langem selbstverständlich und wurden vom 'Handelsblatt' als Vorbild beschrieben. Seit dem Jahrtausendwechsel sind zudem mit digitalen / online Kommunikationskanälen Alternativen entstanden, die teilweise ganze Produktkategorien (z.B. Versandhandelskataloge) substituiert haben. Sowohl die Anzahl der Betriebe (7.784 / - 3,7 %) als auch die Zahl der Mitarbeiter (130.297 / -2,3 %) ist mit dem Jahr 2018 weiter gesunken. Die Zahl der in unserer Betriebsgröße gruppierten Unternehmen (100-499 MA / Eberl Print 143 Mitarbeiter VZÄ) beträgt in Deutschland 244 und ist konstant geblieben. Der Umsatz der Druckbranche gesamt stagniert seit 2009 (Finanz- und Wirtschaftskrise) bei einer Größenordnung von rund 21 Mrd. EUR und konnte am wachsenden wirtschaftlichen Gesamtumfeld nicht teilhaben. Mengenbezogen hat sich der Ausstoß an Druckerzeugnissen kaum verändert. Es herrscht ein starker Preiswettbewerb, dem sich die Eberl print GmbH mit einer konsequenten Markt- und Vertriebsstrategie sowie anspruchsvollen Verkaufspreisvorgaben zu entziehen versucht. Dies ist uns im Jahr 2018 gerade in der ersten Jahreshälfte - aus teilweise internen Gründen - nicht gelungen. Den dabei erlittenen Umsatzverlust konnten wir auch durch eine starke zweite Jahreshälfte nicht mehr ausgleichen, was zum deutlichen negativen Jahresergebnis führte. Zur Jahresmitte 2018 wurde die Vertriebsführung neu strukturiert und wird seither durch einen Geschäftsführer direkt verantwortet. Ein entsprechend strukturierter Unterbau in Außen- und Innendienst stützt dieses System und stellt Verlässlichkeit her. Wir suchen - wie bereits seit mehreren Jahren - unsere Zukunft in der Beratung, Konzeption und Herstellung von hochwertigsten Druckprodukten, die eine unbestrittene Bedeutung haben. Um die Bedeutung dieser Produkte in ihrer Wirkung (Werbewirkung, Kommunikationsleistung, Verpackungs- und Schutzfunktion) machen wir uns - auch vor dem Hintergrund des Online-Booms - keine grundsätzlichen Sorgen. Auftraggeber von Druckprodukten sind sich der Wirkung bewusst und setzten diese gezielt ein. Die Eberl print GmbH muss einen anspruchsvollen Veränderungsprozess meistern. Dies bedeutet vor allem, Mitarbeiter in allen Unternehmensbereichen für anspruchsvolle Ziele und stetige Verbesserungen zu motivieren sowie gelernte Vorgehensweisen in Frage zu stellen. Das Verhältnis zwischen Standard-Produkten (Commodities) und Premium / 3D / Packaging-Produkten konnten wir mit dem Jahr 2018 auf 60 : 40 (zuvor 70 : 30) verschieben, was einer unserer strategischen Zielesetzungen näher kommt. Denn wir erwirtschaften mit Standardprodukten allenfalls Deckungsbeiträge, während wir mit Premium-Produkten positive Ergebnisse erzielen können. Für die Vermarktung dieser Premium-Produkte haben wir ein bundesweites Vertriebsnetz. Angestellte Vertriebsmitarbeiter in den Räumen Berlin / Hamburg, Düsseldorf / NRW und München agieren aus dem Homeoffice und kommen monatlich zur Abstimmung nach Immenstadt; sie ergänzen die Vertriebsmitarbeiter, die von Immenstadt aus in einem Radius von 200 km - auch in die Schweiz und nach Österreich - operieren. Standardprodukte können wir nur in diesem Kerngebiet verkaufen. Seit Mitte 2017 wurde ein anspruchsvolles Investitionsprogramm umgesetzt, das kompromisslos unsere strategischen Ziele unterstützt. Es umfasst ein Volumen von rund 5 Mio. EUR und zog sich bis Ende 2018. Bedeutend hierbei ist die Veränderung unserer Druckproduktion von bisher drei Offset-Druckmaschinen hin zu zwei Aggregaten. Wir erneuerten im Juli 2018 eine Fünf-Farben-Maschine mit Lackwerk und verkauften im Gegenzug zwei Anlagen. Im Mai 2018 wurde eine Digital-Offset-Druckmaschine des Herstellers Hewlett-Packard in Betrieb genommen, mit der kleinvolumige Aufträge sowie personalisierte und individualisierte Druckprodukte hergestellt werden. Im Gegensatz zur Offset-Technologie verzeichnen Digitaldruckprodukte wegen ihrer spezifischen Eigenschaften weltweit wachsende Nachfrage. Nach knapp einem Jahr unter veränderten Produktionsbedingungen im Bereich Druck können wir sagen, dass das Konzept erfolgreich ist. Wir konnten in den ersten vier Monaten des Jahres 2019 eine Umsatzsteigerung von 15 % realisieren und dies weitgehend mit unserem eigenen Maschinenpark bewältigen. Einzelne Aufträge zu Spitzenzeiten haben wir bei Kooperationspartnern fertigen lassen. Weitere Investitionen haben wir im Bereich der Papierverarbeitung zur Produktivitätssteigerung getätigt. Dies sind eine hochautomatisierte Papierschneide-Anlage, eine Falzmaschine und eine Falt- und Klebemaschine zur Herstellung von Verpackungen. Mit der Erneuerung unseres ERP-Systems und des Druckvorstufenworkflows verfolgten wir die konsequente Vernetzung der administrativen Tätigkeiten mit den Produktionsschritten. Im April 2018 haben wir eine eigenständige Personalabteilung etabliert, die sich intensiver als zuvor um die Gewinnung von neuen Mitarbeitern und vor allem um die Weiterentwicklung der bestehenden Mitarbeiter kümmert. Es werden Workshops zur Mitarbeiterführung durchgeführt; in 2019 werden erstmals konsequente Mitarbeitergespräche abgehalten. Die operativ negativen Ergebnisse der Jahre 2016, 2017 und 2018 werden von uns sehr ernst genommen. Wir hinterfragen und verfeinern unsere Strategie laufend und gleichen dies mit Beratern ab. Wir setzten nun alles daran, das Wachstum der ersten vier Monate bis zum Jahresende zu sichern und somit ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen. 1.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2018 konnte ein Umsatz von 20,6 Mio. € erzielt werden. Unter Einbeziehung der Veränderung der unfertigen Erzeugnisse und der Sonstigen betrieblichen Erträge entspricht dieses, einem Rückgang von -5,8% gegenüber dem Vorjahr, bei einer um -2,1%-Punkte gesunkenen Rohertragsquote. Im Geschäftsjahr 2019 haben wir bis zum Monat April erfreulicherweise einen deutlichen Zuwachs der Gesamtleistung um +14,6% oder +959 TEUR zu verzeichnen. Aktuell zeichnet sich eine Beruhigung der Nachfrage ab, so dass wir in den nächsten Monaten nur mit leichten Umsatzzuwächsen rechnen können aber zuversichtlich sind, den Vorjahresumsatz deutlich zu steigern. 1.3 Investitionen Wie bereits im letztjährigen Lagebericht angedeutet, ist das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2018 mit 2.850 TEUR deutlich angestiegen. Im Einzelnen stellt sich dieses wie folgt dar:
Das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2019 wird ob der hohen Investitionen in 2018 deutlich geringer (unter 500 TEUR) ausfallen. Es handelt sich hierbei lediglich um Ersatzinvestitionen, bis auf ein Lackaggregat für die Indigo-Digitaldruckmaschine. Auch für das Geschäftsjahr 2020 werden wir nur Ersatzinvestitionen in bescheidenem Umfang vornehmen, da der Maschinenpark auf dem neuesten Stand der Technik ist und kein Investitionsstau aufgebaut wurde oder wird. 1.4 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Heidelberger 5-Farb-Offset-Druckmaschine wurde über ein KfW-Darlehen mit 5-jähriger Laufzeit und hervorragenden Konditionen finanziert. Die HP Indigo 12000 Digitaldruckmaschine wurde ob der zukünftigen Entscheidungsflexibilität und der guten Konditionen über einen Leasingvertrag mit 84 Monaten Laufzeit finanziert. Die restlichen Investitionsmaßnahmen des Geschäftsjahres 2018 konnten aus dem laufenden Cashflow bestritten werden. Weitere geplante Investitionen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 werden wieder aus dem laufenden Cashflow bestritten. 1.5 Personal- und Sozialbereich Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 gehörten 143 Mitarbeiter (auf Vollzeit gerechnet, ohne Auszubildende und Minijobber) zur Belegschaft der Eberl Print GmbH. In der Muttergesellschaft, der Eberl Medien GmbH & Co. KG, waren anteilig 8 Mitarbeiter auch für die Druckerei beschäftigt. Die Personalkosten sind um -0,2% oder -14 TEUR gesunken. Der Änderungsarbeitsvertrag, der mit allen Mitarbeitern geschlossen wurde und eine Anhebung der Arbeitszeit von 35 auf 38 Stunden und einen gänzlichen Verzicht des Urlaubsgeldes und der tariflichen Jahresleistung beinhaltet, lief zum Ende des Jahres 2018 aus. Dieser wurde unverändert um weitere 2 Jahre, bis Ende 2020, verlängert und von allen Mitarbeitern unterschrieben. Der Manteltarifvertrag wurde im Jahr 2018 gekündigt. Aktuell haben ver.di und der Arbeitgeberverband über einen neuen Manteltarifvertrag verhandelt, welcher den Arbeitgebern mehr Flexibilität ermöglichen sollte. Leider kam eine Einigung nicht zustande, so dass der bisher gültige Manteltarifvertrag weiter seine Gültigkeit behält. Dieser hat für uns jedoch keine Relevanz, da wir schon im Jahr 2005 in eine OT-Mitgliedschaft (ohne Tarifbindung) gewechselt sind. Es kam jedoch zu einer Einigung beim Lohn- und Gehaltstarif, welcher Ende 2017 ausgelaufen ist. Dieser sieht zum 01.05.2019 eine 2,4%ige Steigerung, zum 01.06.2020 eine 2,0%ige und zum 01.05.2021 eine1,0%ige Steigerung vor. Über unseren Änderungsarbeitsvertrag werden wir diese Tariflohnerhöhungen an die Mitarbeiter weitergeben. Trotz dieser Tariflohnerhöhung planen wir für das laufende Geschäftsjahr, bei konstanter Mitarbeiterzahl, mit keiner Personalkostensteigerung. 2. Darstellung der Lage 2.1 Vermögenslage Bei einer um 19,6% gestiegenen Bilanzsumme hat die Firma ein Eigenkapital von 2.014 TEUR, bzw. eine auf 20,3% gesunkene Eigenkapitalquote. Das Fremdkapital hat sich um 44,2% auf 7.932 TEUR erhöht. Die hohe Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2018 hat die Bilanzsumme weiter steigen lassen. Durch die Fremdfinanzierung der neuen Druckmaschine, ist die Fremdkapitalquote gestiegen und somit die Eigenkapitalquote gesunken. Jedoch gewährleisten wir durch diese Finanzierungsmaßnahme weiterhin einen sehr hohen Cashflow, welcher uns für weitere Investitionen von den Banken unabhängig macht. Die Bilanzsumme wird im laufenden Geschäftsjahr 2019, sowie vermutlich im Geschäftsjahr 2020 etwas abnehmen. Da die Abschreibungen voraussichtlich höher sein werden, als die laufenden Investitionen, wird dies zur Folge haben, dass die Eigenkapitalquote wieder steigt. Zudem wird das Darlehen ab dem laufenden Geschäftsjahr planmäßig getilgt. 2.2 Finanzlage Die Kontokorrentverbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 0 TEUR, so dass die zur Verfügung stehenden Linien in Höhe von 1.200 TEUR nahezu das gesamte Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen wurden. Zum Bilanzstichtag haben sich die Bankguthaben und flüssigen Mittel gegenüber dem Vorjahr um +344 TEUR erhöht und betrugen 1.000 TEUR. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen durch schnelle Zahlung erfüllt. Der Cashflow stellt sich wie folgt dar:
2.3 Ertragslage Das operative Ergebnis war im Geschäftsjahr 2018 negativ. Der AO-Ertrag (Verkauf 4-Farb-Offsetdruckmaschine) in Höhe von 450 TEUR hat das operative Ergebnis etwas verbessert, trotzdem war es immer noch nicht ausgeglichen. Das operative Betriebsergebnis zum Ende April ist zwar immer noch negativ. Jedoch haben wir durch einen Gesamtleistungszuwachs um 14,6% oder +959 TEUR ein um 376% gestiegenen EBIT. Somit erscheint ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019, bei steigenden Umsätzen, realistisch. 3. Hinweise auf Chancen und Risiken bei der zukünftigen Entwicklung Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen. Die Eberl Print GmbH hat für das Erkennen wesentlicher Risiken ein umfassendes Kontrollsystem als Bestandteil der Unternehmensführung implementiert. Neben den regelmäßigen betriebswirtschaftlichen Auswertungen, die einen hohen Detaillierungsgrad aufweisen, gehören laufende Vergleichsrechnungen sowohl in unserem Hause, als auch Benchmarkings durch Unternehmensberater zu unseren Instrumenten der Veränderungs- und Risikobewertung. Hieraus können Fehlentwicklungen in erfolgsrelevanten Faktoren früh erkannt werden. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungsinstrumente werden fortlaufend weiterentwickelt. In der Unternehmensgruppe besteht eine Stabsstelle "Controlling", die laufende Instrumente pflegt und bei Bedarf neue entwickelt. Im Controlling werden auch projektbezogene Berechnungen durchgeführt, um z.B. Investitionen zu bewerten. Für die Zukunftsbetrachtung wird eine halbjährliche Planrechnung durchgeführt, mit der die betriebswirtschaftlichen Auswertungen laufend verglichen werden. Diese Planrechnung beinhaltet neben einer Kostenplanung vor allem eine detaillierte Umsatzplanung, die auf Zeiträume, Regionen, Branchen, Kunden und verantwortliche Verkaufsmitarbeiter heruntergebrochen ist. Die Eberl Print GmbH stellt überwiegend Druckprodukte mit werblichem/kommunikativem Charakter her. Risiken bestehen grundsätzlich in der konjunkturellen Entwicklung (national und international), die ein unmittelbares - auch kurzfristiges - Verhalten auf die Werbeausgaben unserer Kunden haben kann. Allerdings ist unsere Kundenstruktur sehr heterogen und über verschiedenste Branchen verteilt. Unsere strategische Orientierung hin zu hochwertigen Produktverpackungen, die wegen des wachsenden Online-Handels große Bedeutung haben, soll Risiken für die Zukunft reduzieren. Wir verfügen über einen solventen Kundenstamm, mit dem meist eine langjährige Zusammenarbeit besteht. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Vor Aufnahme einer neuen Kundebeziehung informieren wir uns stets über die Bonität. Die erfolgreiche Bewältigung des notwendigen Change-Prozesses an vielen Stellen stellt eine große Herausforderung dar. Sie ist ohne Alternative. Wir haben uns schon früh für den Weg zu Premium-Produkten entschieden und gegen die Produktivitätsführerschaft. Zunehmend schwierig wird die Personalausstattung. Der Fachkräftemangel wird auch in unserer Branche sichtbar, die zudem mit einem negativen Image (u.a. im Vergleich zu digitalen Medien) kämpfen muss. Große Arbeitgeber anderer Branchen (Elektro, Metall) saugen den Arbeitsmarkt leer und erhöhen teils das Lohnniveau.
Immenstadt, den 28. Mai 2019 Ulrich Eberl, Geschäftsführer Erwin Rametsteiner, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2018Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Eberl print GmbH mit Sitz in Immenstadt im Allgäu ist beim Amtsgericht Kempten unter der Nummer HRB 136 registriert. Der Jahresabschluss der Eberl print GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften nach §§ 264 bis 268, 270 bis 272 und 274 bis 277 HGB vorgenommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 3 Jahren (Software) ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen linear vorgenommen. Für Anlagegüter mit Nettoanschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00, die nach dem 31.12.2017 angeschafft wurden, wurde die Sofortabschreibung gewählt. Auf die Bildung eines Sammelpostens für Zugänge 2018 wurde verzichtet. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu Vollkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare besondere Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Der Ansatz der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalwert. Die Pensionsrückstellungen sind mit dem versicherungsmathematisch ermittelten Wert gemäß § 253 HGB gebildet. Mittelbare Pensionsverpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, bestehen hinsichtlich der von der Unterstützungskasse der J. Eberl GmbH & Co. KG e.V. den ehemaligen Mitarbeitern der GmbH zugesagten Leistungen in Höhe von TEUR 1.425. Im Berichtsjahr wurden diesbezüglich EUR 93.625,56 an laufenden Leistungen erbracht. Bei der Bemessung der übrigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Bewertung der Urlaubs- und Überstundenrückstellung wurde eine Tariferhöhung von 2 % berücksichtigt. Bei der Bewertung der Rückstellung für zukünftige Dienstjubiläen kam eine Fluktuationsrate von 20 % sowie ein Zinssatz von 5 % zur Anwendung. Verbindlichkeiten sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Die Fristigkeit der Forderungen stellt sich wie folgt dar:
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 190 (Vj. TEUR 0) um das Verrechnungskonto der Eberl online GmbH. Die Bilanzierung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Zugrundelegung des versicherungsmathematischen Gutachtens der Prof. Dr. E. Neuburger & Partner Institut für Wirtschaftsmathematik und betriebliche Altersversorgung GmbH vom 06.11.2018. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 3,21 % ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 2,32 % ein Unterschiedsbetrag von EUR 7.195. In Höhe dieses Unterschiedsbetrages sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen und der Zinsaufwand im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach bisheriger Ermittlung niedriger angesetzt. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 2.550 (Vj. TEUR 1.932) um das Verrechnungskonto der Gesellschafterin Eberl Medien GmbH & Co. KG und in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 5) um das Verrechnungskonto der Eberl online GmbH. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 6.883,00 und der Jubiläumsrückstellung in Höhe von EUR 4.402,13 enthalten. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse: Mittelbare Pensionsverpflichtungen bestanden in Höhe von TEUR 1.425. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Aus Mietverträgen für Betriebsgebäude bestehen jährliche Verpflichtungen von TEUR 358. Die Mietverträge für die Betriebsgebäude haben eine unbefristete Laufzeit, wobei der Mietvertrag für die Betriebsgebäude zum Ende eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer Frist von 2 Jahren gekündigt werden kann und der Mietvertrag für die Halle sich jeweils um 5 Jahre verlängert, wenn er nicht zum 30.09.2020 gekündigt wird. Aus dem Leasingvertrag für die HP Indigo 12000 digital press x 1 besteht eine jährliche Verpflichtung von TEUR 176. Hier liegt eine Laufzeit bis April 2025 vor. Zu Geschäftsführern waren bestellt: Herr Ulrich Eberl, Dipl. Kaufmann, Immenstadt Herr Erwin Rametsteiner, Neusäß Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Von der Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.
Es werden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen getätigt. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund des Unterschieds zwischen dem handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wert der Urlaubsrückstellung wurde unter Anwendung des Aktivierungswahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Beteiligungsbesitz im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB (§ 285 Nr. 11 HGB)
Immenstadt, den 28. Mai 2019 Ulrich EberlGeschäftsführer Erwin Rametsteiner, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29.06.2019 festgestellt. In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Eberl print GmbHPrüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der Eberl print GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eberl print GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kempten, den 03. Juni 2019 Dr.
Fritz Städele
Michael Städele, Wirtschaftsprüfer |
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