Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 143175
Vorher
Novum Hotel Collection GmbHNovum Hospitality GmbH
Eingetragen
27.9.2016
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteSonstige Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben
Gegenstand
Die Erbringung von Management- und sonstigen Dienstleistungen, insbesondere gegenüber anderen Gesellschaften der Novum-Gruppe.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Samira Said
seit 6.11.2023
Geschäftsführer
Stefan Dr. Gneuss
seit 11.10.2020
Geschäftsführer
Christian Moll
seit 1.10.2018
Geschäftsführer
David Etmenan
seit 27.9.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Novum Hospitality GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Novum Hospitality GmbH

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

Die Novum Hospitality GmbH ("Gruppe" oder "Novum Hospitality") ist eine europaweit agierende Hotelgruppe mit Schwerpunkt Deutschland.

Der Grundstein für das Unternehmen wurde 1988 mit den ersten Hotels im Hamburger Traditionsviertel St. Georg gelegt. Nach erfolgreichem Wachstum innerhalb Hamburgs befand sich die Hotelgruppe seit 2010 in einer deutschlandweiten Expansion. Mit Beginn der Corona-Krise verschob sich der Fokus vom Wachstum auf das Managen der Krise. Mit Ende der Omikron-Welle im April 2021 hat sich das Geschäft ab dem zweiten Halbjahr 2021 wieder normalisiert. Zum Bilanzstichtag wurden europaweit 124 Hotels mit insgesamt 16.577 Gästezimmern von der Gruppe betrieben.

2. Organisationsstruktur

Die Novum Hospitality wird zentral aus der Freien Hansestadt Hamburg gesteuert. Dort befinden sich neben der Geschäftsführung auch die Reservierungs-, Buchhaltungs-, Marketing-, PR-, Asset-, Property-, HR-, Business Development-, Controlling-, Treasury- und IT-Abteilung. Durch die Zentralisierung der administrativen Prozesse sowie der Vernetzung einzelner Stabsstellen gelingt es der Novum Hospitality effiziente Arbeitsabläufe sowie schlanke Kostenstrukturen zu schaffen. Zudem ist das Risikomanagement der Key Performance Indicators (KPIs) der Gruppe ein integraler Bestandteil der zentralen Planungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse und folgt konzerneinheitlichen Standards. Zur Früherkennung von Risiken hat die Gruppe ein umfangreiches Controlling installiert. Eine tiefgehende Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung erfolgt demnach für den Geschäftsverlauf, die Vermögens-, Finanz und Ertragslage inklusive Benchmarkanalysen und Gästebeurteilungen revolvierend. Das Risikomanagement wird zentralisiert aus der Konzernzentrale koordiniert. Das Management von Risiken aus dem operativen Geschäft liegt abschließend im Controlling und bei der Geschäftsführung. Eine offene Kommunikation schafft Transparenz in Hinblick auf die Unternehmens- und Risikosituation.

Bei den Hotels der Novum Hospitality handelt es sich um 3- bis 4- Sterne-Häuser in zentraler Lage, die unter den Eigenmarken the niu, Select, Novum sowie die Longstay Marke Acora-Living the City betrieben werden. Für die im Jahr 2019 eingeführte Marke Yggotel erfolgte im April 2022 mit dem Yggotel Ravn in Berlin die erste Hoteleröffnung.

Die Novum Hospitality fungiert zu dem selektiv als Franchisenehmer und bedient sich der Marken der InterContinental Hotels Group, Accor Live Limitless Hotels und Hilton Worldwide Holdings. Zielgruppe der Novum Gruppe sind sowohl Geschäftsreisende als auch Touristen. Per Saldo wurden im Berichtszeitraum 10 weitere Hotelfilialen an unterschiedlichen Standorten mit insgesamt 1.522 Gästezimmern eröffnet und/oder übernommen und operativ ans Netz gebracht. Zwei Hotelfilialen mit insgesamt 221 Zimmern wurden geschlossen respektive abgegeben. Somit umfasst das Portfolio der Gruppe zum Bilanzstichtag in Summe 124 Hotels mit insgesamt 16.577 Gästezimmern an mehr als 40 verschieden Standorten in Europa. Neben den Primärstandorten wie Hamburg, Berlin, Frankfurt a.M., Düsseldorf, Köln, München, Wien und Amsterdam ergänzen Sekundärstandorte in Kiel, Lübeck, Bremen, Leipzig, Mönchengladbach, Mainz, Stuttgart, Ingolstadt sowie in weiteren europäischen Städten das breit diversifizierte Portfolio der Gruppe.

II. Wirtschaftsbericht

1. Vergleich der Ergebnisse 2022 mit der Prognose

Prognose laut Lagebericht 2021 Finales Ergebnis
Umsätze >300 Mio. € 323,8 Mio. €
EBITDA -15 Mio. € 12,8 Mio. €

Wie im Prognosebericht des Lageberichtes 2021 dargestellt, erwartete Novum für das Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von über TEUR 300.000. Novum beendete das Geschäftsjahr 2022 mit um TEUR 23.800 höheren Umsätzen als erwartet. Dieser Anstieg der Umsätze, verglichen mit der Prognose, ist auf eine bessere Auslastung der in 2022 geöffneten Hotels zurückzuführen. Die Erwartungen konnten durch den Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022 und den daraus resultierenden Nachholeffekten übertroffen werden.

Das EBITDA beträgt TEUR 12.812 und ist somit um TEUR 27.812 höher als der prognostizierte Wert. Diese positive Abweichung resultiert im Wesentlichen aus den oben bereits genannten Umsatzerlösen sowie aus Bilanzierungsänderungen zu Vermieterzuschüssen, die weiter unten näher erläutert werden.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Deutschland

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde - im ersten Quartal mit starken Einschränkungen verbundene, im Jahresverlauf nachlassende - Corona-Pandemie.

Das Bruttoinlandsprodukt ("BIP") in Deutschland lag im Jahresdurchschnitt 2022 preisbereinigt 1,8 % über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zu 2019, dem letzten vollen Wirtschaftsjahr vor Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7% höher. 1

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html

Bedingt durch die oben genannte gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland unterlag die Veränderung des BIP in 2022 geringen Schwankungen. Im ersten Quartal 2022 nahm das Bruttoinlandsprodukt, aufgrund der langsamen Senkung von Corona-Schutzmaßnahmen, preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,8 % zu, wurde jedoch durch den Kriegsausbruch in der Ukraine gedämpft. Die daraus resultierenden Unsicherheiten ließen im zweiten und dritten Quartal das Bruttoinlandsprodukt nur um 0,1 % bzw. 0,5 % steigen. Die Entwicklung des vierten Quartals 2022 wurde durch die Preissteigerung bei Energie und Nahrungsmitteln eingetrübt, wodurch ein Rückgang um 0,4 % zu verzeichnen war. 2

Die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022, wie schon im Jahr 2021, unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Krieges in der Ukraine. 3

Besonders der für die Novum Gruppe so wichtige Bereich der Messen und Großveranstaltungen konnte sich 2022 ab Mitte des zweiten Quartals langsam erholen. Wegen behördlicher Messeverbote war das erste Quartal 2022 nahezu weggefallen. Hotels, Restaurants und Taxibetriebe machten immer noch deutlich weniger Geschäft als in normalen Messejahren. Die Zahl der Messebesucher lag mit 7,2 Millionen bei knapp 65% des Niveaus der Vor-Corona-Zeit. 4

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte hat sich im Jahr 2022 teilweise erholt und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 %. Das Sparen der privaten Haushalte ist nach dem signifikanten Anstieg im Jahr 2020, einer Senkung in 2021 auch im Jahr 2022 mit -20,7 % wiederum gesunken. 5 Die Konsumausgaben lagen preisbereinigt um 10,9 % über dem Wert aus 2021, für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen waren die Ausgaben der privaten Haushalte (preisbereinigt) um 56,6 % höher als noch in 2021. 6

3. Entwicklung des Hotelmarktes

Zu Beginn des Jahres 2022 traten mit dem Nachlassen der Corona-Pandemie im Februar die ersten Lockerungen in Kraft, die zu einer deutlichen Erholung in der ersten Jahreshälfte führten. So stiegen die Umsätze im ersten Halbjahr 2022 gegenüber der ersten Jahreshälfte 2021, in der die Corona-Schutzmaßnahmen erst Ende Mai gelockert wurden, real um 102,4 % und nominal um 113,1 % an. In der zweiten Jahreshälfte setzte sich die Erholung verlangsamt fort und die Umsätze stiegen real um 16,4 % und nominal um 26,8 % gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021. 8

2 https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bruttoinlandsprodukt-viertel-jahr-bip.html
3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html
4 https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/bilanz-2022-messewirtschaft-erholt-sich-aber-rechnet-mit-weniger-besuchern/28979636.html
5 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Fachserie 18 Reihe 1.1, Seite 10
6 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Fachserie 18 Reihe 1.1, Seite 43

Die Anzahl der Beschäftigten im Gastgewerbe nahm im Jahr 2022 zwar wieder zu, lag aber noch deutlich unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Im vergangenen Jahr gab es 12,5 % mehr Beschäftige in der Gastronomie als im von Corona-Beschränkungen geprägten Jahr 2021; zugleich waren es noch gut ein Zehntel (11,8 %) weniger Beschäftigte als 2019. 7

Das Jahr 2022 erlaubte es den Gastronomie- und Beherbergungsunternehmen in Deutschland sich von den Umsatzeinbrüchen im Vergleich zu 2021 zu erholen: Das Gastgewerbe erzielte 2022 einen real (preisbereinigt) 45,4 % höheren Umsatz als im Vorjahr, aber 12,5 % niedriger als vor Corona. Nominal (nicht preisbereinigt) stieg der Umsatz um 55,7 %. Die Jahre 2020 und 2021 sind damit als die umsatzschwächsten im Gastgewerbe seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 anzusehen. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 hat das Gastgewerbe 2021 real 40,3 % und nominal 36,4 % weniger umgesetzt. 8

4. Lage

Im Konzernabschluss wurden drei Bilanzierungsänderungen vorgenommen, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben:

Erstmals erfolgte im Geschäftsjahr eine entsaldierte Darstellung von Investitionszuschüssen der Vermieter in Bilanz (Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie passive Rechnungsabgrenzungsposten) und Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche Erträge sowie Abschreibungen auf Sachanlagen) ab Hotelinbetriebsetzung. Weil diese Anpassung von 2018 an ermittelt und statistisch fortgeschrieben wurde, kommt es dadurch zu einer erheblichen Bilanzverlängerung und einer erfolgsneutralen Bruttodarstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung, wobei das EBITDA dadurch erheblich verbessert wird.

Erstmals erfolgte im Geschäftsjahr eine Umgliederung der transitorischen Anteile der passiven Rechnungsabgrenzung betreffend die Investitionszuschüsse der Vermieter, vor der Hotelinbetriebsetzung von den sonstigen Verbindlichkeiten in die passiven Rechnungsabgrenzungsposten, wobei der antizipative Anteil (Gegenposten steht in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) aufgrund der noch ausstehenden Zahlung in den sonstigen Verbindlichkeiten verblieben ist.

Erstmals wurde bilanzverkürzend die bisher unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Vorsteueransprüche in Folgejahren, betreffend vereinbarte Mietstundungen, mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen saldiert.

7 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/03/PD23_N016_45.html
8 https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Gastgewerbe-Tourismus/_inhalt.html

Wir verweisen hierzu auch auf die Ausführungen dazu im Konzernanhang inkl. Konzernanlagenspiegel und Konzern-Kapitalflussrechnung. Wir gehen bei der weiteren Lagestellung ebenfalls darauf ein.

Ertragslage

- Umsatzentwicklung des Konzerns

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr TEUR 323.815 und liegen damit TEUR 212.107 über den in 2021 erzielten Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 111.707. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist auf eine, im Vergleich zu 2021, gestiegene Auslastung und eine insgesamt höhere Anzahl an verkauften Zimmern zurückzuführen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 18.073 (Vorjahr TEUR 96.554) sind Erträge aus der erstmaligen Auflösung von abgegrenzten Vermieterzuschüssen i. H. v TEUR 7.402 (vgl. Bilanzierungsänderungen), Entschädigungsleistungen für Umsatzrückgänge in Höhe von TEUR 2.450, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 1.215, Erstattungen aus Versicherungsfällen und Schadenersatz aus der Nichterfüllung von Pachtverträgen durch den Verpächter von TEUR 459 enthalten. Zur Zusammensetzung und zur geographischen Verteilung der Umsatzerlöse verweisen wir auf den Konzernanhang.

Die Personalaufwendungen stiegen von TEUR 41.428 im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 71.119. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 14.449 enthalten erstmals die - durch die oben beschriebene Bilanzierungsänderung - zusätzliche Abschreibung des aktivierten FF&E in Höhe von TEUR 7.402.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich entsprechend der gestiegenen Belegung und der größeren Anzahl von verfügbaren Zimmern um TEUR 74.451 auf TEUR 236.181 erhöht. Im Wesentlichen resultiert dies aus gestiegenen Aufwendungen für variable Kosten, die direkt mit der Belegung im Verhältnis stehen. Dazu gehören u. a. die Aufwendungen für Fremdleistungen in Höhe von TEUR 33.070 (Vorjahr: TEUR 13.290), Provisionen mit TEUR 32.576 (Vorjahr: TEUR 11.798) und Wäsche im Wert von 10.083 (Vorjahr: TEUR 4.020). Die Mietaufwendungen erhöhten sich, verglichen mit dem Jahr 2021, um TEUR 18.273 auf TEUR 108.014. Dies ist im Wesentlichen auf neu eröffnete Hotels zurückzuführen.

- KPI

In 2022 betrug die durchschnittliche Auslastung über alle Hotelbetriebe hinweg 64,38 % (Vorjahr: 45,03 %) und es wurde ein durchschnittlicher Netto-Zimmerpreis (ADR) in Höhe von EUR 74,71 (Vorjahr: EUR 57,81) erzielt. Im Ergebnis steht ein RevPAR (Umsatz pro verfügbarem Zimmer) in Höhe von EUR 48,10 (Vorjahr: EUR 26,03).

- Ergebnisentwicklung

Die Gruppe hat im Berichtsjahr ein Konzernbilanzergebnis in Höhe von TEUR -7.472 (Vorjahr: TEUR -14.111) erzielt.

Die EBITDA-Rentabilität (EBITDA des Geschäftsjahres im Verhältnis zu den Gesamtumsätzen) betrug im Berichtszeitraum vor der Bilanzierungsänderung +2 % (Vorjahr: -2%) und nach Bilanzänderung +4 % (vgl. oben). Die Gruppe hat mit allen operativen Hotelgesellschaften - mit Ausnahme der Winters Hotel Gendarmenmarkt GmbH, der Novum Hotels Berlin GmbH, der Novum Hotels AT GmbH, der Novum Hotels NL B.V., der Novum Hotels CH GmbH (in Liquidation), der Novum Hotels UK Limited und der Novum Hotels Spain S.L.U. - einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen, sodass die Ergebnisse vollständig an die Muttergesellschaft abgeführt wurden.

Vermögens- und Finanzlage

- Aktiva

Die Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag TEUR 234.806.

Der Anstieg beruht insbesondere auf der Umgliederung der Vermieterzuschüsse für Investitionen und gegenläufigen Tilgungen vor allem der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die in den Vorjahren vorgenommene Saldierung von erhaltenen Zuschüssen und den dafür angeschafften Investitionen, wurde im Geschäftsjahr auf Basis statistisch fortgeschriebener Werte ab 2018 geändert. Die Sachanlagen und passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden korrespondierend über zehn Jahre abgeschrieben bzw. als sonstige betriebliche Erträge aufgelöst.

Die immateriellen Vermögensgegenstände hatten zum Jahresende einen Wert TEUR 44.282, davon Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 43.999, welcher aufgrund von planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.093 gesunken ist. Der Geschäfts- und Firmenwert ist im Zuge der Erstkonsolidierung der eingebrachten Hotelbetriebsgesellschaften von der Novum Hotels Holding GmbH und von der Novum Group Hotels Holding GmbH in die Novum Hospitality entstanden und wird planmäßig abgeschrieben.

Die Sachanlagen betrugen zum Stichtag TEUR 83.336 (Vorjahr: TEUR 23.084) und setzten sich im Wesentlichen aus anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 73.586 (Vorjahr: TEUR 13.343), sowie aus Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 9.722 (Vorjahr: TEUR 9.705) zusammen. Die Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau entstanden im Wesentlichen durch FF&E-Einbringungen (Hotelausbauten), die aus mietvertraglich vereinbarten Zuschüssen seitens der Vermieter finanziert wurden, die im Geschäftsjahr einerseits als antizipative Rechnungsabgrenzungsposten in den sonstigen Verbindlichkeiten und andererseits erstmals als transitive passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen werden. Der Anstieg des Sachanlagevermögens ist auf eine Änderung der Bilanzierung von erhaltenen Vermieterzuschüssen zurückzuführen (vgl. dazu die Hinweise oben).

In Summe ergab sich für das Anlagevermögen zum Bilanzstichtag ein Saldo in Höhe von TEUR 127.632 (Vorjahr: TEUR 71.724).

Das Umlaufvermögen wies per 31.12.2022 TEUR 83.964 (Vorjahr: TEUR 111.568) auf. Neben Vorräten in Höhe von TEUR 1.234 (Vorjahr: TEUR 948) ergaben sich im Umlaufvermögen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 13.944 (Vorjahr: TEUR 7.159) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.979 (Vorjahr: TEUR 6.837). Zum Aufriss der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf den Anhang verwiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber dem Gesellschafter Novum Hotels Holding GmbH. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände auf einen Betrag von TEUR 6.508 (Vorjahr: TEUR 10.659) resultiert im Wesentlichen aus den in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgegliederten in Folgejahren abziehbaren Vorsteuern aus Mietstundungen in Höhe von TEUR 4.246 (vgl. oben). Der Liquiditätsbestand hat sich insbesondere aufgrund von Investitionen in das Sachanlagevermögen und Schuldentilgungen verringert. Wir verweisen hierzu auf den Anhang.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.754 (Vorjahr: TEUR 1.921) setzt sich im Wesentlichen aus von Verpächtern übernommenen Verbindlichkeiten, die über die Laufzeit der entsprechenden Pachtverträge aufgelöst werden, Arrangierungsprovision eines Kreditvertrages und Jahresgebühren für Dienstleistungsverträge zusammen.

Passiva

Das Eigenkapital wies zum Bilanzstichtag einen Fehlbetrag in Höhe von TEUR 21.456 (Vorjahr: TEUR 14.091) auf. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert nahezu in voller Höhe aus dem Konzernverlust des abgelaufenen Geschäftsjahres. Im Wesentlichen setzte sich das Eigenkapital zum 31.12.2022 aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 56.786 (Vorjahr: TEUR 56.786), der stillen Beteiligung des WSF in Höhe von TEUR 45.000 (Vorjahr: TEUR 45.000), dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR -115.686 (Vorjahr: TEUR -101.575) sowie dem Konzernverlust in Höhe von TEUR -7.472 (Vorjahr: TEUR -14.111) zusammen. Der Ausweis der stillen Beteiligung erfolgt im Eigenkapital, da sie - analog zu den Grundsätzen des Genussrechtskapitals - über eigenkapitalähnliche Merkmale verfügt. Das bedeutet, dass die Rückzahlung im Insolvenz- oder Liquidationsfall gegenüber allen anderen Gläubigern nachrangig ist, die Vergütung vom Unternehmenserfolg abhängt, die Teilnahme am Verlust bis zur vollen Höhe vorliegt und das Kapital für einen längeren Zeitraum (mind. 5 Jahre) überlassen wird. Der stille Beteiligte partizipiert in Form von prozentualen Gewinnbeteiligungen am Ergebnis des Konzerns. Im Falle negativer Bilanzgewinne werden die Zahlungen in zukünftige Gewinnperioden vorgetragen.

Die Rückstellungen betrugen TEUR 14.325 (Vorjahr: TEUR 8.795) und setzen sich aus Steuerrückstellungen für Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 1.280 (Vorjahr: TEUR 2.094) und für Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 816 (Vorjahr: TEUR 0) sowie sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 12.230 (Vorjahr: TEUR 6.701) zusammen. Diese beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Umsatzmieten in Höhe von TEUR 9.405 und für Personalkosten in Höhe von TEUR 2.825.

Die Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 152.502 und sanken somit um TEUR 36.223 im Vergleich zum Vorjahr ab. Unter Berücksichtigung von Regeltilgungen betrugen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag TEUR 71.664 (Vorjahr: TEUR 93.284). Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (reservierte Zimmer) sind auf TEUR 2.692 (Vorjahr: TEUR 890) gestiegen, was dem höheren Buchungsvolumen und den durchgehend geöffneten Hotels zum Jahreswechsel, im Vergleich zum Vorjahr, entspricht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von TEUR 74.227 im Vorjahr auf TEUR 69.762 im Geschäftsjahr, wovon TEUR 56.578 auf Stundungen aus Nachtragsverhandlungen mit Vermietern und Verpächtern für 2020 bis 2022 entfallen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen betrugen TEUR 57. Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 8.327 (Vorjahr: TEUR 20.324), wovon TEUR 1.322 (Vorjahr: TEUR 13.870) aus erhaltenen Vermieterzuschüssen zur Einrichtung der Neubauten mit FF&E resultieren, für die zum Bilanzstichtag noch Forderungen in gleicher Höhe bestehen (vgl. oben die Hinweise zu den Bilanzierungsänderungen).

Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 67.978 (Vorjahr: TEUR 1.783) ergab sich im Wesentlichen aus der Passivierung von mietvertraglich erhaltenen Vermieter-Investitions-Zuschüssen in Höhe von TEUR 65.998 sowie aus Vermieter-Ertrags-Zuschüssen (unter anderem Key Money, TSA und Pre-opening) von TEUR 1.981. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus den Änderungen der Bilanzierung von Vermieterzuschüssen für Investitionen (vgl. oben).

- Finanzierung

Die laufende Finanzierung der Gruppe in 2022 erfolgte im Wesentlichen aus in Vorjahren zugeführtem Eigen- und Fremdkapital. Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und zur Deckung des daraus resultierenden zusätzlichen Liquiditätsbedarfes wurde ein KfW-Unternehmerkredit in Höhe von insgesamt TEUR 50.000 im Mai 2020 genehmigt. Zusätzlich konnte die Liquidität durch die Inanspruchnahme einer stillen Beteiligung des Wirtschaftsstabilitätsfonds im Dezember 2020 in Höhe von TEUR 45.000 und einer Erhöhung des Gesellschafterbeitrages in Höhe von TEUR 6.000 weiter gesichert werden. Zudem wurden seit 2020 Vereinbarungen zur Stundung und zum Erlass von Miet- und Pachtzahlungen mit den Vermietern und Verpächtern getroffen. Diese betragen zum Stichtag noch TEUR 56.578. Die Konzerngesellschaften waren 2022 somit jederzeit in der Lage ihren fälligen Verpflichtungen nachzukommen. Die Besicherung der Miet- und Pachtverträge (Kaution/Aval) erfolgt ausschließlich über eine gesonderte Fazilität im Rahmen des Konsortialkreditvertrages. Daneben wurden auch in 2022 Coronaförderungen erhalten in Höhe von TEUR 2.911. Es wird ansonsten auf die Konzern-Kapitalflussrechnung verwiesen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die von der Geschäftsführung festgelegten Finanzziele umfassen kontinuierliches Wachstum der Umsatzerlöse, die Steigerung des EBITDA und des EBITDAR sowie die stetige Verbesserung der aus diesen Kennzahlen ableitbaren EBITDA-Rendite.

Die Performance des Konzerns wird an den geplanten Finanzzielen und der tatsächlichen Leistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemessen. Novum führt auf monatlicher Basis Auswertungen durch und fokussiert sich dabei auf die wichtigsten Kennzahlen wie Umsätze, durchschnittliche Auslastung der Hotels, den durchschnittlichen Netto-Zimmerpreis, EBITDA sowie EBITDAR. Zusätzlich dienen die Kennzahlen zum Mietdeckungs- als auch Verschuldungsgrad der Geschäftsführung als Steuerungsindikatoren.

Die Entwicklung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Finanzielle Leistungsindikatoren 2021 2022 2022 (ohne Bilanzierungsänderungen)
Umsätze in TEUR 111.707 328.815 328.815
EBITDAR ** in TEUR 80.428 111.530 103.910
EBITDA * in TEUR -2.187 12.812 5.332
EBITDA-Rendite *** in % -1,9 3,9 1,6
Mietdeckungsgrad **** 0,97 1,13 1,06
Verschuldungsgrad ***** -42,75 5,60 13,45

* Jahresüberschuss + Zinsen + Ertragssteuern + Abschreibungen
** Jahresüberschuss + Zinsen + Ertragssteuern + Abschreibungen + Mietaufwendungen
*** EBITDA / Umsätze
**** EBITDA + Mietaufwand (jeweils der letzten 12 Monate) / Mietaufwand
***** Bruttoverschuldung / EBITDA (der letzten 12 Monate)

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

- Arbeitnehmerzahlen

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten (in Köpfen, davon 102 Auszubildende) betrug im Berichtszeitraum 2.186. Davon waren durchschnittlich 1.942 Beschäftigte (davon 93 Auszubildende) in den operativen Hotelbetriebsgesellschaften und 244 Beschäftigte (davon 9 Auszubildende) in der Verwaltungszentrale der Gruppe angestellt. Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 2.371 Beschäftigte für die Gruppe tätig.

- Weiterbildung

Seit 2019 profitieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaft durch die NOVUM Hospitality School in Hamburg von Weiterbildungsprogrammen mit unterschiedlichen Qualifikationsmodellen. Angebote wie etwa Video-Learning oder mobiles Lernen mittels App werden geplant, um klassische Klassenraumschulungen zu ergänzen. Das Ziel: Fähigkeiten vermitteln und die Mitarbeiter(innen) so auf die Herausforderungen der Branche vorbereiten. Als strategischen Partner der NOVUM Hospitality School wurde u. a. die Deutsche Hotelakademie gewonnen, die den pädagogischen Teil verantwortet. Weiterhin wird stetig an der Attraktivität der Novum Hospitality als Arbeitgeber sowie Ausbilder (Employer Branding) gearbeitet.

- Auszubildende

Die Novum Hospitality verfolgt akribisch die Sicherstellung bzw. Verbesserung der Ausbildungsqualität in den Hotels sowie in der Firmenzentrale und arbeitet an der Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber. Derzeit bietet die Novum Hospitality sieben Ausbildungsberufe - Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann-/frau; Fachkraft im Gastgewerbe, Fachinformatiker für Systemintegration, Kaufmann/-frau für Büromanagement, Koch/Köchin und einen Dualen Studiengang - Bachelor of Arts Tourismuswirtschaft - an.

Am Bilanzstichtag waren 132 Auszubildende und Studierende bei der Gruppe angestellt. Nach Beendigung ihrer Ausbildung bietet die Gruppe den erfolgreichen Absolventen in der Regel eine Übernahme an, um die jungen und frisch ausgebildeten Fachkräfte an die Gruppe zu binden.

- Soziales Engagement

Die in 2016 gegründete Nader Etmenan Stiftung wurde auch im Jahr 2022 durch die Gruppe unterstützt.

- Nachhaltigkeit

Die Novum Hospitality GmbH und ihre Tochtergesellschaften verpflichten sich konzernübergreifend zu Maßnahmen, die die Umwelt und Ressourcen gleichermaßen schonen. Diese Maßnahmen umfassen sowohl den verantwortungsbewussten Umgang in Bezug auf den Energie- und Wasserverbrauch und damit die Reduzierung dessen, als auch auf das Verwenden recyclebarer Ressourcen in möglichst vielen Bereichen. Dieses Umweltbewusstsein möchte die Novum Hospitality GmbH ebenfalls an Ihre Gäste und Lieferanten vermitteln. Zu diesem Zweck werden die internen Prozesse laufend evaluiert und auf Verbesserungspotentiale hin analysiert sowie Verbesserungen umgesetzt. Zusätzlich werden bereits folgende Maßnahmen ergriffen: sinnvoller Einsatz von Energiesparlampen, Optimierung des Stromverbrauchs durch Einsatz von Bewegungsmeldern/Zeitschaltuhren, Einsatz von modernen LED-Fernsehern, die den Stromverbrauch reduzieren sowie ein genaues Monitoring der Energieverbräuche. Zudem setzen wir uns für einen verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser ein. So kommen in sämtlichen Hotels und Bürogebäuden Wasserperlatoren zum Einsatz.

Ein Teil der Server des Konzerns werden über einen klimaneutralen Energielieferanten ohne den Ausstoß von CO 2 betrieben. Der von der Novum Hospitality bezogene Strom stammt vollständig aus erneuerbaren Energien. Bei neuen Hotels wird außerdem darauf geachtet, dass die Immobilien DGNB zertifiziert sind. Momentan führen nahezu alle Neubauten ein DGNB Gold Zertifikat, darüber hinaus tragen drei Häuser sogar ein DGNB Platin Zertifikat, welches die ökologische, ökonomische, technische und soziokulturelle Qualität bescheinigt. Aber auch für bestehende Immobilien achtet Novum weiterhin auf die Einhaltung hoher baulicher Standards und Energieeffizienz.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die Geschäftsführung der Novum Hospitality Gruppe geht nach den zuletzt ertragsschwachen Geschäftsjahren 2020 und 2021 und teilweise im ersten Quartal 2022 im Geschäftsjahr 2023 von einer nachhaltigen Erholung der Geschäftstätigkeit aus, sodass im Geschäftsjahr 2023 das Vorkrisen-Niveau gemessen am Umsatz pro Hotelzimmer übertroffen wird. Die bereits in 2022 antizipierte und zu beobachtende Erholung des Geschäftsjahres wird im Geschäftsjahr 2023 in einer Normalisierung münden.

Nach dem aktuellen Stand der Planungsrechnungen erwartet die Gesellschaft, dass sich das EBITDA auf der Basis der Kalkulation vor der oben beschriebenen Bilanzierungsänderung bis zum Jahresende 2023 auf ca. EUR 40 Mio. und das EBITDAR auf rund EUR 154 Mio. belaufen wird. Das geplante EBITDA nach der aktuellen Bilanzierung der FF&E Investitionen und der FF&E Zuschüsse beträgt ca. EUR 48 Mio., das EBITDAR EUR 171 Mio. Die Steigerung des EBITDA in 2023, verglichen mit dem Geschäftsjahr 2022 (EUR 5,2 Mio.), ist mit den in 2023 steigenden Umsätzen zu begründen. Der Konzernumsatz wird sich 2023 auf über EUR 416 Mio. ausweiten. Die EBITDA-Rendite wird demnach rund 10 % betragen.

Mit normalisierter Geschäftstätigkeit ist die Novum Hospitality Gruppe in der Lage, das in der Krise aufgebaute Fremdkapital (Miet- und Pachtstundungen und Kreditmittel) entsprechend der vertraglich vereinbarten Tilgungen aus der operativen Geschäftstätigkeit zurückzuzahlen.

Die Geschäftsführung geht ferner davon aus, dass die guten und durch die Krise als belastbar geprüften Geschäftsbeziehungen zu den Finanzierern, insbesondere den Konsortialbanken, zukünftig fortgesetzt werden. Bei dem bestehenden Konsortialkredit werden nach dem Auslaufen der besonderen Corona-Maßnahmen (Tilgungsstundungen und Aussetzung der Covenants bis 31.12.2022), nach Überzeugung der Geschäftsführung, ab 2023 alle vertraglichen Bestimmungen eingehalten werden können. Die Novum Hospitality Gruppe ist damit auf einer stabilen Grundlage in ausreichendem Maß finanziert.

Mit dem Quartalsbericht Q1 2023 werden die Financial Covenants (Mietdeckungs- und Verschuldungsgrad) eingehalten. Auch in den Folgeperioden ergibt die Unternehmensplanung eine Einhaltung der Kennzahlen. Im Rahmen der Finanzierung über den Konsortialkredit steht der Konzern in guten Gesprächen über eine Anschlussfinanzierung und Verlängerung der Finanzierung mit dem Konsortium. Wir verweisen hierzu auch auf den Nachtragsbericht im Konzernanhang.

Die Rückzahlung der Einlage des stillen Beteiligten ist nach Ende der COVID-19 Pandemie eine wesentliche Prämisse bei der Finanzplanung der zukünftigen Geschäftsjahre.

Aufgrund des umfassenden Krisenmanagements über die Zeit der Corona-Pandemie sowie der soliden Finanzierung, geht die Geschäftsführung der Novum Hospitality Gruppe ebenfalls davon aus, dass das Hotelportfolio, inkl. aller bereits begonnenen Bauprojekte, auch in Zukunft fortgeführt werden kann.

2. Risiko- und Chancenbericht

Das Marktumfeld und die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Novum Hospitality verändern sich stetig. Ebenso entwickelt sich die Gruppe mit der Umsetzung der Strategie und der damit verbundenen Geschäftstätigkeit kontinuierlich weiter. Daraus ergeben sich regelmäßig neue Chancen und Risiken bzw. es kann sich die Ausprägung bereits erkannter Chancen und Risiken ändern.

Risiken sind mögliche Ereignisse oder Entwicklungen, die eine negative Auswirkung auf die erwartete wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens haben können und damit zu einer negativen Abweichung zur Kurzfristplanung (Budget und Forecast) sowie zur Mittelfristplanung (Fünfjahresplan) führen.

Um die sich ergebenen Risiken adäquat zu adressieren und geeignete Strukturen und Prozesse zur Minimierung der Risiken zu etablieren, hat Novum ein internes Kontrollsystem (IKS) entwickelt und eingeführt. Dieser Prozess zum Aufbau eines IKS wurde bereits im Jahr 2019 gestartet, um das kontinuierliche Wachstum der Novum Gruppe möglichst sicher zu gestalten und dadurch entstehende Komplexitäten abzuschwächen. Durch die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie wurde der Prozess der IKS-Einführung fortlaufend an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Mit erfolgreicher Überwindung der Pandemie konnte in 2022 der Aufbau des IKS mit erhöhter Prozess-Geschwindigkeit fortgesetzt werden. Dabei konnten im vergangenen Geschäftsjahr bereits erste Erfolge und Erkenntnisse erzielt werden, die in 2023 weiter ausgeweitet werden.

Chancen sind mögliche Ereignisse oder Entwicklungen, die eine positive Auswirkung auf die erwartete wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens haben können.

Die Gruppe ist den branchenüblichen Risiken ausgesetzt. Die wesentlichen Risiken sind demnach solche, die sich auf die Reisetätigkeit auswirken und die durch konjunkturelle Einflüsse entstehen. Zudem ist die angespannte Lage auf dem hotelspezifischen Arbeitsmarkt zu nennen. Weiterhin verbleiben sich aus der Covid-19-Pandemie ergebene Risiken, wie u. a. Reisebeschränkungen.

Die Geschäftsführung der Novum Hospitality GmbH analysiert die Geschehnisse in Deutschland und der Welt fortlaufend (z. B. COVID-19, Mindestlohnanpassungen, Inflation, steigende Energiepreise, der Ukraine-Konflikt oder globale Lieferkettenprobleme) und evaluiert regelmäßig deren Auswirkungen auf die Novum Hospitality Gruppe. Aufgrund der daraus resultierenden Unsicherheiten unterliegt auch die Unternehmensplanung inhärenten Unsicherheiten. Durch die gesicherte Finanzlage und die Planungsannahmen in der monatlichen Liquiditätsplanung, sind diese Unsicherheiten ausreichend berücksichtigt, sodass die Novum Hospitality Gruppe zuversichtlich in eine erfolgreiche Zukunft blickt.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine seit Februar 2022 werden nach aktuellem Stand weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Lage der Weltwirtschaft in 2023 mit sich bringen. Kurz- und mittelfristig wird sich dies bei der Störung von Lieferketten, den steigenden Energiepreisen und der hohen Inflation auswirken. Ebenso ist zu erwarten, dass die bereits in 2022 gestiegenen Preise, die sich national und international in Inflationsraten ausdrücken, über den bisherigen volkswirtschaftlichen Erwartungen liegen und zu einem weiteren Sparverhalten der Konsumenten führt. Insbesondere durch die vorgenannten Lieferkettenstörungen und den gestiegenen Energiepreisen ist unklar, in welchem Zeitraum sich die Inflationsraten wieder normalisieren werden.

Das Management der Novum Hospitality geht davon aus, dass sich diese volkswirtschaftlichen Unsicherheiten angesichts der Normalisierung der Hotelmärkte nicht wesentlich auf die Geschäftsentwicklung der Gruppe auswirken wird. Ebenso ist davon auszugehen, dass sich die kostenseitigen Preissteigerungen auch bei der Gestaltung der Hotelpreise spiegeln werden, so dass sich kein wesentlicher Ergebniseffekt ergeben würde.

Im Rahmen der über die Corona-Pandemie erfolgten Fremdfinanzierung, unterliegt die Gruppe zahlungswirksamen Zinsänderungsrisiken durch Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung. Die Verzinsung erfolgt entsprechend auf EURIBOR-Basis zuzüglich Margenaufschlag. Daraus entsteht ein Zinsrisiko für langfristige Verbindlichkeiten für die Gruppe, die durch die Inflation und der Zins- Entwicklung bei den Notenbanken sowie der Entwicklung des EURIBOR begründet ist. Zur teilweisen Mitigierung des Risikos wurde in der Vergangenheit ein Zinsabsicherungsgeschäft (Swap) abgeschlossen, der das Risiko von Zinssteigerungen begrenzen soll.

Die weiteren Chancen und Risiken der Novum Hospitality wurden durch das Management wie folgt eingeschätzt und sind auch noch durch einige Implikationen der Corona-Pandemie geprägt:

Risiken

Zunahme des Wettbewerbs an den bestehenden Standorten

Margenschwächung durch zusätzliche "Bettensteuern"

Fachkräftemängel in allen Geschäftsbereichen

Fortsetzung der aktuellen Steigerungsraten für Energiekosten

Abhängigkeit vom nationalen Hotelmarkt und der Entwicklung der europäischen- und deutschen Binnenkonjunktur

Rückzahlungsrisiken bei Beihilfeleistungen (Staatliche Corona-Beihilfen und WSF), z.B. aufgrund einer zukünftig geänderten Rechtsauffassung oder im Rahmen der Schlussabrechnung

Entwicklung der Kundennachfrage nach Hotelübernachtungen in Bezug auf das Reiseverhalten nach der Pandemie (u.a. vermehrt Homeoffice im Businessbereich)

Geringere Planungssicherheit durch weniger langfristige Buchungen als Resultat der Unsicherheiten in den vergangen zwei Jahren aus Sicht von Hotelgästen

Chancen

Ausgereiftes und diversifiziertes Markenportfolio

Breite und gewachsene Kundenbasis

Weiteres Wachstum durch die Eigenmarken "the niu" und "yggotel"

Partizipierung am Trend für Apartmentkonzepte durch die Eigenmarke "acora - Living the City"

Forcierung der digitalen customer journey zur Verschlankung der personalintensiven Bereiche

Ausbau des Angebotes nachhaltiger Hotelservices (Blaue Karte)

Vermarktungsvorteile durch flächendeckendes, bundesweites Hotelportfolio und Marktabdeckung

Geringere Abhängigkeit von Buchungsportalen durch Stärkung der eigenen Plattform und Initiierung des "N-Members-Programm"

Die ggf. veränderten Kundenbedürfnisse nach der Pandemie stellen für Novum Hospitality eine große Chance zur schnellen Erholung dar, da der Konzern sich durch seinen hohen Zentralisierungsgrad schnell und flexibel an geänderte Situationen anpassen kann

Mittel- und langfristige deutliche Stärkung der Marktstellung nach der Pandemie aufgrund einer Reduzierung der Wettbewerber

Stärkung der Wirtschaftlichkeit durch Professionalisierung des Procurement

 

Hamburg, den 5. Mai 2023

gez. David Etmenan, Geschäftsführer

gez. Dr. Stefan Gneuss, Geschäftsführer

gez. Christian Moll, Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen 127.632.184,05 71.723.984,71
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 44.281.737,87 48.610.085,97
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 282.860,74 518.688,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 43.998.877,13 48.091.397,88
II. Sachanlagen 83.336.446,18 23.084.498,74
1. Grundstücke und Bauten 6.370,04 9.390,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.857,53 27.258,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.585.609,82 13.342.921,06
4. Geleistete Anzahlungen 9.721.608,79 9.704.929,11
III. Finanzanlagen 14.000,00 29.400,00
1. Beteiligungen 12.000,00 12.000,00
2. Genossenschaftsanteile 2.000,00 2.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 15.400,00
B. Umlaufvermögen 83.963.882,55 111.567.546,73
I. Vorräte 1.233.789,70 948.395,62
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 608.147,43 512.195,65
2. fertige Erzeugnisse und Waren 625.642,27 436.199,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 27.431.350,60 24.654.444,55
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.944.005,79 7.158.872,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.979.158,06 6.836.602,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.508.186,75 10.658.970,06
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 55.298.742,25 85.964.706,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.753.981,75 1.920.757,07
NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 21.455.710,15 14.090.831,86
234.805.758,50 199.303.120,37

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Stille Beteiligung 45.000.000,00 45.000.000,00
III. Kapitalrücklage 56.785.925,07 56.785.925,07
IV. Gewinn- / Verlustvortrag -115.686.043,73 -101.575.476,53
V. Konzernverlust -7.471.733,05 -14.110.567,20
VI. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -109.858,44 -216.713,20
NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 21.455.710,15 14.090.831,86
B. Rückstellungen 14.325.400,72 8.795.007,19
1. Steuerrückstellungen 2.095.745,17 2.094.480,00
2. Sonstige Rückstellungen 12.229.655,55 6.700.527,19
C. Verbindlichkeiten 152.501.847,90 188.725.292,19
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 71.664.001,63 93.284.433,67
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.691.714,87 890.212,56
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 69.819.349,80 74.226.998,03
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.326.781,60 20.323.647,93
D. Rechnungsabgrenzungsposten 67.978.509,90 1.782.820,99
234.805.758,50 199.303.120,37

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 323.814.558,44 111.707.465,84
2. Sonstige betriebliche Erträge 18.023.113,21 96.554.349,70
3. Materialaufwand -21.726.112,86 -7.286.238,15
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -21.726.112,86 -7.278.800,87
b) für bezogene Leistungen 0,00 -7.437,28
4. Personalaufwand -71.118.820,58 -41.428.207,42
a) Löhne und Gehälter -59.453.624,47 -26.808.933,73
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -11.665.196,11 -14.619.273,69
5. Abschreibungen -14.448.723,28 -7.466.489,10
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -14.448.723,28 -7.471.640,76
b) Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 0,00 5.151,66
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -236.180.605,34 -161.734.651,80
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.350,88 98.318,69
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.471.951,13 -5.087.777,48
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.355.904,53 541.025,52
10. Ergebnis nach Steuern -7.463.095,19 -14.102.204,20
11. Sonstige Steuern -8.637,86 -8.363,00
12. Konzernverlust -7.471.733,05 -14.110.567,20

Konzern-Anlagevermögen für das Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022 Anpassung Anschaffungskosten Investitionszuschüsse 01.01.2022 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 63.890.934,33 0,00 45.350,84 8.181,75
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 2.712.333,64 0,00 45.350,84 8.181,75
2. Geschäfts- und Firmenwert 61.178.600,69 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen 43.989.051,16 65.428.301,79 14.490.044,08 1.715.791,60
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.032,11 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 98.172,57 0,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.129.917,37 65.428.301,79 8.327.701,21 1.714.944,00
4. Geleistete Anzahlungen 9.704.929,11 0,00 6.162.342,87 847,60
III. Finanzanlagen 29.400,00 0,00 0,00 15.400,00
1. Beteiligungen 11.000,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 3.000,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 15.400,00 0,00 0,00 15.400,00
Summe Anlagevermögen 107.909.385,49 65.428.301,79 14.535.394,92 1.739.373,35
Umbuchungen Währungsdifferenzen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.938,92 1.242,13 63.940.800,21
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 13.938,92 1.242,13 2.762.199,52
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 0,00 61.178.600,69
II. Sachanlagen -13.938,92 10.300,24 122.167.366,27
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 56.032,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 98.172,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.130.860,37 10.283,94 112.291.552,80
4. Geleistete Anzahlungen -6.144.799,29 16,30 9.721.608,79
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 14.000,00
1. Beteiligungen 0,00 0,00 11.000,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 3.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 11.542,37 186.122.166,48
kumulierte Abschreibungen 01.01.2022 Anpassung kumulierte Abschreibungen Învestitionszuschüsse 01.01.2022 Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.280.848,36 0,00 4.385.018,67
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 2.193.645,55 0,00 292.497,92
2. Geschäfts- und Firmenwert 13.087.202,81 0,00 4.092.520,75
II. Sachanlagen 20.904.552,42 9.531.854,65 10.063.704,61
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.642,07 0,00 3.020,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 70.914,04 0,00 4.401,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.786.996,31 9.531.854,65 10.056.283,61
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 36.185.400,78 9.531.854,65 14.448.723,28
Abgänge Wertminderung Währungsdifferenzen
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände -5.681,75 0,00 -1.122,94
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen -5.681,75 0,00 -1.122,94
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen -1.665.850,49 0,00 -3.341,10
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.665.850,49 0,00 -3.341,10
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen -1.671.532,24 0,00 -4.464,04
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022 Buchwert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2012
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.659.062,34 44.281.737,87 48.610.085,97
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 2.479.338,78 282.860,74 518.688,09
2. Geschäfts- und Firmenwert 17.179.723,56 43.998.877,13 48.091.397,88
II. Sachanlagen 38.830.920,09 83.336.446,18 23.084.498,74
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.662,07 6.370,04 9.390,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 75.315,04 22.857,53 27.258,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.705.942,98 73.585.609,82 13.342.921,06
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 9.721.608,79 9.704.929,11
III. Finanzanlagen 0,00 14.000,00 29.400,00
1. Beteiligungen 0,00 11.000,00 11.000,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 3.000,00 3.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 15.400,00
Summe Anlagevermögen 58.489.982,43 127.632.184,05 71.723.984,71

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
TEUR TEUR
Konzernjahresergebnis -7.472 -14.111
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 14.449 7.471
+ Auflösung pRAP -7.481 0
+ Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 354 -2.216
= Cash Flow -150 -8.856
+/- Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.067 -2.808
+/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen 5.534 -4.623
+/- Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.709 39.998
+/- Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 7 -21
+/- Zinsaufwendungen / erträge 4.470 4.989
= Mittelzufluss /-abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 10.503 28.679
+ Einzahlungen aus Anlageabgängen 49 236
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 3 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -45 -86
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -14.490 -5.749
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 15 0
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 -22
+ Erhaltene Zinsen 1 98
= Mittelzufluss/Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -14.467 -5.523
+/- Einzahlungen aus Kapitalzuführungen/Auszahlungen an Unternehmenseigner 0 0
+ Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzkrediten 39 35
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus gestundeten Mieten und Pachten 2.816 0
- Tilgung von Verbindlichkeiten aus gestundeten Mieten und Pachten -3.403 0
- Auszahlung aus der Tilgung von Finanzkrediten -21.659 -1.223
- Gezahlte Zinsen -4.472 -5.088
= Mittelzufluss/Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -26.679 -6.276
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -30.643 16.880
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -23 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 85.965 69.085
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 55.299 85.965

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Gezeichnetes Kapital Stille Beteiligung Kapitalrücklage Gewinn-/ Verlustvortrag
EUR EUR EUR EUR
31.12.2020 26.000,00 45.000.000,00 56.785.925,07 6.317.040,41
Umgliederungen 0,00 0,00 0,00 -107.892.516,94
Jahresergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsdifferenzen 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2021 26.000,00 45.000.000,00 56.785.925,07 -101.575.476,53
Umgliederungen 0,00 0,00 0,00 -14.110.567,20
Jahresergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsdifferenzen 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2022 26.000,00 45.000.000,00 56.785.925,07 -115.686.043,73
Konzernverlust /- gewinn Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Eigenkapital
EUR EUR EUR
31.12.2020 -107.892.516,94 22.628,52 259.077,06
Umgliederungen 107.892.516,94 0,00 0,00
Jahresergebnis -14.110.567,20 0,00 -14.110.567,20
Währungsdifferenzen 0,00 -239.341,72 -239.341,72
31.12.2021 -14.110.567,20 -216.713,20 -14.090.831,86
Umgliederungen 14.110.567,20 0,00 0,00
Jahresergebnis -7.471.733,05 0,00 -7.471.733,05
Währungsdifferenzen 0,00 106.854,76 106.854,76
31.12.2022 -7.471.733,05 -109.858,44 -21.455.710,15

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Firma Novum Hospitality GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen im Handelsregister Amtsgericht Hamburg, Registernummer HRB 151739.

Die Novum Hospitality GmbH als Mutterunternehmen gemäß § 290 Abs. 1 HGB sowie die Tochtergesellschaften stellen einen Konzernabschluss auf.

Es handelt sich um einen Pflichtkonzernabschluss, der nach Deutschen Handelsrecht aufgestellt wurde. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

II. ERLÄUTERUNGEN UND ANGABEN ZUM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Folgende Unternehmen wurden in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 einbezogen:

Nummer Name Anteil am Kapital
1. Novum Hospitality GmbH, Hamburg
2. Novum Hotels Berlin Central GmbH, Hamburg 100 %
3. Novum Hotels NRW GmbH, Hamburg 100 %
4. Novum Hotels Süd GmbH, Hamburg 100 %
5. Novum Hotels Nord GmbH, Hamburg 100 %
6. Novum Hotels West GmbH, Hamburg 100 %
7. Novum Hotels Ost GmbH, Hamburg 100 %
8. Novum Hotels Berlin West GmbH, Hamburg 100 %
9. Novum Hotels Acora GmbH, Hamburg 100 %
10. Novum Hotels AT GmbH, Wien 100 %
11. Novum Hotels NL B.V., Amsterdam 100 %
12. Novum Hotels CH GmbH, Zürich 100 %
13. Novum Hotels UK Limited, London 100 %
14. Novum Hotels Berlin GmbH, Berlin 100 %
15. Winters Hotel Gendarmenmarkt GmbH, Berlin 100 %
16. Novum Holding GmbH, Hamburg 100 %
17. Novum Management GmbH, Hamburg 100 %
18. Eleazar Novum GmbH, Hamburg 100 %
19. Novum Hotels Hamburg-Mitte GmbH, Hamburg 100 %
20. Novum Hotels Spain S.L, Marbella 100 %

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bis auf nachfolgend erläuterte Sachverhalte ist die Vergleichbarkeit zum Vorjahresabschluss gegeben und es wurde die Darstellungsstetigkeit beachtet:

 

Im Geschäftsjahr 2022 werden die Investitionszuschüsse von dritter Seite (Vermieterzuschüsse) für die Ausstattung der Hotelobjekte ab Hotelinbetriebsetzung nicht mehr unmittelbar von den Anschaffungskosten der Betriebs- und Geschäftsausstattung abgesetzt, sondern korrespondierend bilanzverlängernd als passive Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt, um die Transparenz zu erhöhen. Die Auflösung erfolgt über zehn Jahre, entsprechend der betrieblichen Nutzungsdauer der als Gruppenposten bilanzierten Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wird nicht über die Laufzeit der Mietverträge verteilt, die grundsätzlich länger als 10 Jahre betragen.

 

Zur Ermittlung der entsaldierten Darstellung wurden die anzupassenden Buchwerte sowie die Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen seit dem Geschäftsjahr 2018 bestimmt und fortentwickelt. Anpassungen der Vorjahreswerte erfolgten in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nicht. Lediglich der Konzernanlagenspiegel enthält jeweils zwei Vorjahresspalten mit alten und modifizierten Werten. Weiterhin wurden die geänderten Vorträge der Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen in weiteren gesonderten Spalten dargestellt.

 

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung und der passive Rechnungsabgrenzungsposten haben sich bezogen auf die Buchwerte um TEUR 55.896 im Vorjahr erhöht. Es wird ansonsten auf die besondere Darstellung im Anlagenspiegel verwiesen.

 

Auch in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt jetzt eine entsaldierte Darstellung durch Abschreibungen und als korrespondierende sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 7.402 (Vorjahr: TEUR 6.543). Das EBITDA wird durch diese Bruttodarstellung erheblich verbessert, was auch im Lagebericht noch weiter ausgeführt wird.

 

Zusätzlich erfolgten Umgliederungen in der Bilanz betreffend die Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 8.993 von den sonstigen Verbindlichkeiten in die passiven Rechnungsabgrenzungsposten soweit keine antizipativen Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.322 vorliegen, deren Gegenpart unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen wird. Grund ist der Zeitbezug und die bereits erfolgte Auszahlung dieser Vorgänge. Auf eine Bestimmung der korrespondierenden Vorjahreswerte wurde verzichtet.

 

Vorsteueransprüche in Folgejahren wurden mit den zugehörigen gestundeten Mietverbindlichkeiten in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.246 (Vorjahre: TEUR 4.019) verrechnet, weil in diesen Fällen auch der Vermieter keine Umsatzsteuer abgeführt hat und die korrespondierende Vorsteuer erst entsteht, wenn die gestundete Miete in der Zukunft bezahlt wird.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden geht auf der Grundlage der Gruppenplanung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i.S.d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aus.

Mit Ausnahme der Novum Hotels Spain S.L. erfolgte die Erstkonsolidierungszeitpunkt aller Tochterunternehmen auf den 01.01.2019.

Die Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Die Anschaffungskosten der erworbenen Tochtergesellschaften werden mit dem auf diese Anteile entfallenden Zeitwert des Eigenkapitals im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verrechnet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist der Unterschiedsbetrag, der nach Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an denen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des neubewerteten Eigenkapitals (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) des Tochterunternehmens auf der Aktivseite entsteht (§ 301 Abs. 3 Satz 1 HGB). Beim Erwerb von Anteilen an Hotelbetriebsgesellschaften orientiert sich die Nutzungsdauer anhand der Restlaufzeiten der Mietverträge. Für die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung liegt die Nutzungsdauer zwischen 14 und 15 Jahren.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden gemäß § 303 Abs. 1 HGB sämtliche Ausleihungen, Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verrechnet.

Die aufgrund konzerninterner Verrechnungen entstandenen Zwischenergebnisse werden gem. § 304 Abs. 1 HGB vollständig bereinigt.

Gemäß § 305 HGB werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung die gegenseitigen Liefer- und Leistungsbeziehungen miteinander verrechnet. Innenumsätze zwischen den konsolidierten Unternehmen werden nach § 305 Abs. 1 Nr. 1 HGB mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Sonstige Erträge und Zinsen werden gemäß § 305 Abs. 1 Nr. 2 HGB mit den entsprechenden Aufwendungen beim Empfänger der Leistung verrechnet.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften werden in Euro umgerechnet. Die Aktiv- und Passivposten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen geführt. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem gewichteten Durchschnittskurs in Euro umgerechnet.

Eine einheitliche Bewertung im Konzern ist bereits auf Ebene der Tochtergesellschaften gegeben, so dass keine Anpassungen auf Konzernebene vorgenommen werden müssen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert und linear nach Maßgabe der Nutzungsdauern, die sich an den steuerlichen Regelungen der Finanzverwaltung orientieren, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zugänge des Geschäftsjahres werden zeitanteilig (pro-rata-temporis) abgeschrieben. Liegt eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vor, wird das Anlagevermögens auf den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben. Im Rahmen von neueröffneten Hotels wird die Erstausstattung wie oben beschrieben in Höhe der Anschaffungskosten aktiviert und Zuschüsse von dritter Seite als passiver Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Nachlaufende Instandhaltungen laufen direkt in den Aufwand, sofern es sich nicht um eine ausstattungsstandardhebende Umgestaltung oder Rebranding handelt.

Für abnutzbare bewegliche, selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 250,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, wird entsprechend der steuerlichen Regelung nach § 6 Abs. 2a EStG im Wirtschaftsjahr der Anschaffung bzw. Herstellung ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den darauffolgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Bei Anschaffungs- und Herstellungskosten bis EUR 250,00 erfolgt im Geschäftsjahr des Zugangs eine aufwandswirksame Erfassung.

Soweit aus Hotelbetriebsübernahmen im sogenannten Asset Deal ein aktiver Unterschiedsbetrag resultiert, wird dessen Nutzungsdauer an die Restlaufzeit des Mietvertrages angelehnt. Der im Konzernabschluss ausgewiesene Firmenwert hat eine Nutzungsdauer von 10 Jahren.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Genossenschaftsanteile werden mit den Anschaffungskosten der Anteile bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Wie im Vorjahr wurden pauschale Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Hierbei wurden Forderungen, die älter als 180 Tage um 50%, älter als 275 Tage um 75% und älter als 365 Tage um 100% abgewertet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen dem Grunde und der Höhe nach allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung werden nicht abgezinst und enthalten somit keinen Zinsanteil.

Im Falle von Investitionszuschüssen von dritter Seite werden diese in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt und entsprechend den zu Grunde liegenden Investitionen ab Hoteleröffnung über zehn Jahren aufgelöst.

Von Vermietern erhaltene Zahlungen im Rahmen des TSA (Technical Service Agreement) und der Eröffnungsphase (Preopening) werden vom Zeitpunkt der Vereinnahmung bis zur Hoteleröffnung zeitanteilig aufgelöst.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER KONZERNBILANZ UND DER KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Anlagevermögen

Die im Anlagevermögen ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren im Wesentlichen aus aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Erstkonsolidierung der Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 43.622. Aus Asset-Deals resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte sind in Höhe von TEUR 378 in dem Posten enthalten.

Die Entwicklung und Zusammensetzung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind in der Anlage zum Anhang gesondert dargestellt. Wir verweisen auf die oben dargestellte Bilanzierungsänderung zu den Investitionszuschüssen und auf den Anlagenspiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 13.944 enthalten Forderungen gegenüber Reisedienstleistern in Höhe von TEUR 6.845, Forderungen gegenüber Zahlungsdienstleistern in Höhe von TEUR 4.082, Forderungen gegen Großkunden aus Vorsystemschnittstellen in Höhe von TEUR 1.903, Forderungen betreffend Vermieterzuschüsse TEUR 1.322 und aus Direktfaktura in Höhe von TEUR 810. Die Forderungen werden um TEUR 1.018 pauschal einzelwertberichtigt.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind sonstige Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 6.908 (Vorjahr: TEUR 6.832) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 5) gegenüber verbundenen Gesellschaften enthalten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.754 beinhaltet neben Arrangierungskosten im Zusammenhang mit Finanzierungen, die über die Laufzeit der Darlehen aufgelöst werden, im Wesentlichen Dienstleistungen, die in den Folgejahren erbracht werden und Versicherungsbeiträge.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 67.979 beinhaltet nach den Bilanzierungsänderungen (vgl. oben) im Wesentlichen im Rahmen des Ausbaus und der Modernisierung von Hotelimmobilien gewährte Vermieterzuschüsse. Ein Teil von TEUR 57.005 betrifft bereits in Abschreibung befindliches Anlagevermögen und wird entsprechend ratierlich aufgelöst. Der Restbetrag bezieht sich auf Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 8.993 sowie im Weiteren abgegrenzte TSA- und Pre-Opening-Ertragszuschüsse der Vermieter i.H.v. TEUR 1.981 (Vorjahr: TEUR 1.783).

Eigenkapital

Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt TEUR 26 und wird in der Bilanz als gezeichnetes Kapital ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2022 wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 21.456 (Vorjahr: TEUR 14.091) ausgewiesen. Neben dem Stammkapital wird hier eine stille Beteiligung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) in Höhe von TEUR 45.0000 und eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 56.786 ausgewiesen. Ferner besteht ein Verlustvortrag in Höhe von TEUR 115.686, ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 7.471 sowie eine Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung in Höhe von -TEUR 110. Der Ausweis der stillen Beteiligung erfolgt im Eigenkapital, da sie - analog zu den Grundsätzen des Genussrechtskapitals - über eigenkapitalähnliche Merkmale verfügt. Das bedeutet, dass die Rückzahlung im Insolvenz- oder Liquidationsfall gegenüber allen anderen Gläubigern nachrangig ist, die Vergütung vom Unternehmenserfolg abhängt, die Teilnahme am Verlust bis zur vollen Höhe vorliegt und das Kapital für einen längeren Zeitraum (mind. 5 Jahre) überlassen wird.

Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit größer als fünf Jahre
in Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 71.664.001,63 21.568.313,30 49.982.145,40 113.542,93
(Vorjahr) 93.284.433,67 21.748.319,07 71.405.525,85 130.588,75
Erhaltene Anzahlungen 2.691.714,87 2.691.714,87 0,00 0,00
(Vorjahr) 890.212,56 890.212,56 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 69.819.349,80 17.955.568,07 19.330.838,85 32.532.942,88
(Vorjahr) 74.226.998,03 23.959.197,88 17.124.340,18 33.143.459,97
davon Mietstundungen 56.578.082,19 4.714.300,46 19.330.838,85 32.532.942,88
Sonstige Verbindlichkeiten 8.326.781,60 8.326.781,60 0,00 0,00
(Vorjahr) 20.323.647,95 6.453.067,13 0,00 0,00
Summe 152.501.847,90 50.542.377,84 69.312.984,25 32.646.485,81
(Vorjahr) 188.725.292,21 53.050.796,64 88.529.866,03 33.274.048,72

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Mietstundungen in Höhe von TEUR 56.578 (Vorjahr TEUR 57.170). In 2022 wurden die bisher unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Vorsteuererstattungsansprüche in Folgejahren iHv TEUR 4.246 (Vorjahr: TEUR 4.019) mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Mietstundungen) verrechnet. Bei der Fristigkeitsaufteilung wurde pauschaliert u.a. die Restlaufzeit des zugrundeliegenden Miet- bzw. Pachtvertrages zur Bemessung der Fristigkeit herangezogen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten iHv TEUR 1.322 antizipative Rechnungsabgrenzungsposten. Diese betreffen Investitionszuschüsse, die den Vermietern in Rechnung gestellt wurden und noch als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen werden. Im Vorjahr wurden sämtliche Investitionszuschüsse iHv TEUR 13.242 bis zur Hotelinbetriebsetzung unabhängig davon, ob diese bereits bezahlt oder nur in Rechnung gestellt wurden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 8.993 in die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umgegliedert, weil diese bereits von den Vermietern ausgezahlt wurden.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

in EUR
Miet- und Pachtverträge 1.932.337.112,67
davon an verbundene Unternehmen 53.675.836,71
Leasingverträge 1.497.182,34
Summe 1.933.834.295,01

Für die Absicherung von Darlehen konzernfremder Gesellschaften (Schwesterkonzern) hat die Konzerngruppe selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von TEUR 1.000 übernommen. Davon bestehen zum Bilanzstichtag noch Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 854.

Zudem besteht ein Aval zugunsten der Hoga Clean 24 GmbH (vormals: NGH Hotelbetriebs GmbH) in Höhe von TEUR 296.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die konzernfremden Gesellschaften ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen können und aus diesem Grund die Haftungsübernahmen nicht zu passivieren sind.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau und der Modernisierung von Hotelbetrieben besteht zum 31.12.2022 ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 3.330.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns entfallen mit TEUR 323.268 im Wesentlichen auf den Hotelbetrieb, davon betreffen Zimmer TEUR 267.926, Speisen TEUR 41.137, Shop TEUR 665 und Garagen TEUR 4.862 und sonstige Sachverhalte von TEUR 8.678. Darüber hinaus wurden Vermietungsumsätze in Höhe von TEUR 546 erzielt, die aus Untermietverträgen resultieren.

Von den Umsatzerlösen entfallen auf das Ausland TEUR 36.536, davon Niederlande TEUR 16.921, davon Österreich TEUR 15.199, davon Großbritannien TEUR 2.501, davon Spanien TEUR 1.915.

Sonstige betriebliche Erträge

Staatliche Beihilfen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie (SARS-CoV-2-Virus) betrugen im Geschäftsjahr TEUR 2.911 (Vorjahr: TEUR 83.274). Zudem wurden in Höhe von TEUR 459 (Vorjahr: TEUR 3.085) Versicherungserstattungen und Schadensersatz aus der Nichterfüllung von Pachtverträgen vereinnahmt.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Die periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 2.787 (Vorjahr: TEUR 6.992) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erstattungen aus Betriebskostenabrechnungen und Mieterlasse für Mieten der Vorjahre, die im Posten sonstige betriebliche Erträge abgebildet wurden.

Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.184 (Vorjahr: TEUR 3.109) beinhalten im Wesentlichen Nachforderungen aus Betriebskostenabrechnungen.

Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung

Erträge i.S.v. § 314 Nr. 23 HGB bestehen in Höhe von TEUR 2.911 (Vorjahr: TEUR 83.274) aus staatlichen Beihilfen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie (SARS-CoV-2-Virus).

V. ERGÄNZENDE ANGABEN

Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Folgende Tochtergesellschaften nehmen die Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB vollumfänglich in Anspruch:

Novum Management GmbH, Hamburg

Novum Hotels Nord GmbH, Hamburg

Novum Hotels Berlin Central GmbH, Hamburg

Novum Hotels Berlin West GmbH, Hamburg

Novum Hotels West GmbH, Hamburg

Novum Hotels NRW GmbH, Hamburg

Novum Hotels Ost GmbH, Hamburg

Novum Hotels Süd GmbH, Hamburg

Novum Holding GmbH, Hamburg

Eleazar Novum GmbH, Hamburg

Novum Hotels Hamburg-Mitte GmbH, Hamburg

Novum Hotels Acora GmbH, Hamburg

Die Novum Hospitality GmbH, Hamburg, hatte während des Geschäftsjahres 2022 mit den vorgenannten Tochtergesellschaften einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Demnach sind die beherrschten Unternehmen verpflichtet, den gesamten Gewinn an die Novum Hospitality GmbH abzuführen und es besteht analog ein Anspruch auf Verlustausgleich.

Darüber hinaus nimmt die Novum Hotels Berlin GmbH, Hamburg, die Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Offenlegung in Anspruch. Die Novum Hospitality GmbH, Hamburg, hat sich für die genannte Gesellschaft vertraglich dazu verpflichtet, für die bis zum 31.12.2023, 24:00 Uhr, eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen.

Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie im Vorjahr aus dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Forderungen gegen Zahlungsdienstleister, die unter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen werden (vgl. oben), werden nicht miteinbezogen.

TEUR 465 (Vorjahr: TEUR 402) Mittel aus dem Finanzmittelfonds sind verfügungsbeschränkt (FF&E-Reserve).

Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen

Die Novum Real Estate DET GmbH mit Sitz in Hamburg stellt als Muttergesellschaft den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, welchem die Novum Hospitality GmbH als Tochterunternehmen angehört. Der Konzernabschluss der Novum Real Estate DET GmbH wird im Bundesanzeiger Verlag veröffentlicht.

Geschäftsführung

Die Novum Hospitality GmbH, Hamburg, wurde im Geschäftsjahr 2022 vertreten durch:

Herr David Etmenan, Geschäftsführer, Hamburg

Herr Dr. Stefan Gneuss, Geschäftsführer, Hamburg

Herr Christian Moll, Geschäftsführer, Hamburg

Zum 5. Mai 2022 wurde Clive P. Scheibe, Hamburg, als weiterer Geschäftsführer bestellt und ist zum 08. März 2023 aus der Gesellschaft ausgeschieden.

Die Geschäftsführer haben Alleinvertretungsbefugnis.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen TEUR 2.258. Im Vorjahr wurde von der Schutzklausel Gebrauch gemacht.

Aufsichtsrat

Mit konstituierender Sitzung vom 3. Dezember 2021 wurde ein Aufsichtsrat gebildet. Die Wahl und Abberufung der Aufsichtsratsmitglieder richten sich nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer.

Andreas Grandt, Rechtsanwalt/Steuerberater, Hamburg, DE (Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats bis Dezember 2022)

Alexander Boye, Unternehmensberater, Ratingen, DE (ab September 2022) (Vorsitzender des Aufsichtsrates ab Januar 2023)

Mortesa Etmenan, Immobilienverwalter, Hamburg, DE (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates)

Jan Rickauer, Steuerberater, Hamburg, DE (bis August 2022)

Helmut Voigtland, Rechtsanwalt, Hamburg, DE (bis August 2022)

Dr. Nils Meyer-Sandberg, Rechtsanwalt/Steuerberater, Wentorf, DE (bis März 2022)

Christian Daynes, Bankkaufmann, Hamburg, DE (ab März 2022)

Dr. Thomas Lübbehüsen, Steuerberater/Wirtschaftsprüfer, Hamburg, DE (bis März 2022)

Dr. Jens-Olaf Lenschow, Notar, Hamburg, DE (von März 2022 bis November 2022)

Ole Freiherr von Beust, Jurist, Hamburg, DE (ab September 2022)

Thomas Willms, Berater, München, DE (ab Dezember 2022)

Prof. Dr. h.c. Stephan Gerhard, Professor/Geschäftsführer, München, DE (ab Januar 2023)

Tobias Hanemann, Vice President Operations, Hamburg, DE

Mario Michielin, Director of Operations, Eyendorf, DE

Maurice Ganz, Director of Facility Management, Hamburg, DE

Gabriele Seidel, Corporate Director of Operations, Friedrichsdorf, DE

Michael Maurus (Ersatzmitglied), Director of Operations, Dülmen, DE

Sarah Witte, Gewerkschaftssekretärin, Hamburg, DE

Janine Weigel, Landesbezirkssekretärin, Hamburg, DE

Im Geschäftsjahr 2022 wurden insgesamt TEUR 116 an Aufsichtsratsvergütungen geleistet. Es bestehen zum 31.12.2022 Rückstellungen für noch nicht geleistete Vergütungen in Höhe von TEUR 33.

Mitarbeiterzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 2.118 Mitarbeiter (i.Vj.: 1.827 Mitarbeiter), davon sind 1.844 (i.Vj.: 1.611) dem Bereich der Hotellerie und 240 (i.Vj.:216) Mitarbeiter dem Bereich der Verwaltung zuzuordnen.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, das Jahresergebnis 2022 der Muttergesellschaft in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Für bestehende langfristige Fremdfinanzierungen wurden folgende fristenkongruente Zinsabsicherungsgeschäfte (Swaps) vorgenommen, die das Risiko von Zinssteigerungen begrenzen:

Zinsabsicherungsinstrument Volumen Laufzeit Zinssatz in % Marktwert 31.12.2022
Swap EUR 717.968,26 01.07.2026 4,01 EUR-15.296,70

Der Festzinsswap ist mit einem Darlehensanteil in Höhe der aktuellen Bezugsgröße hinterlegt. Der negative Marktwert beläuft sich zum Stichtag auf EUR 15.296,70.

Aufgrund der bestehenden Bewertungseinheiten mit den Darlehen ist die Bildung einer Rückstellung nicht notwendig. Die Bewertungen erfolgten anhand der Market-to-Market-Methode.

Der auf Basis des EURIBOR variabel verzinste Kredit ist mit den vorgenannten Zinsswaps zu einer Bewertungseinheit im Sinne von § 254 HGB zusammengefasst, um künftige gegenläufige Zahlungsströme auszugleichen und im Ergebnis das Risiko von Zinssteigerungen und Veränderungen des EURIBORs für die entsprechende Darlehenshöhe auszuschließen. Die Sicherungsbeziehung besteht über die erwartete Laufzeit der Finanzierung, variabler Zinssatz und Zinstermine der Zinsswaps sind mit denen des Darlehens synchronisiert. In Höhe des zum jeweiligen Zinstermin relevanten Bezugsbetrags des Zinsswaps wird ein umfassender Ausgleich der Zahlungsströme im Sinne des Sicherungsziels erreicht. Die Bilanzierung erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Honorar des Konzernabschlussprüfers

Mit der Prüfung des Konzernabschlusses zum 31.12.2022 wurde die Mazars GmbH & Co. KG beauftragt. Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar umfasst Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 300.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Der Konzern konnte im März 2023 erfolgreich zwei Verträge über neue zukünftige Hotelprojekte in Berlin abschließen.

Im Rahmen der Finanzierung über den Konsortialkredit steht der Konzern in guten Gesprächen über eine Anschlussfinanzierung und Verlängerung der Finanzierung über das Konsortium. Es liegt bereits ein Term Sheet vor, welches die Grundlegenden Rahmenbedingungen ab 1.10.2023 definiert. Der Konzern geht davon aus, dass dieses noch im Mai unterzeichnet wird.

Im Jahr 2023 wurde bis zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses eine aus einem Vertrag resultierende Sonderzahlung in Höhe eines niedrigen einstelligen Millionenbetrages geleistet. In diesem Zusammenhang sind ebenfalls Aufwendungen aus Rechts- und Beratungsleistungen entstanden, die im Laufe des Geschäftsjahres 2023 zahlungswirksam berücksichtigt werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hamburg, den 5. Mai 2023

Novum Hospitality GmbH

gez. David Etmenan, Geschäftsführer

gez. Christian Moll, Geschäftsführer

gez. Dr. Stefan Gneuss, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Novum Hospitality GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss von der Novum Hospitality GmbH, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Novum Hospitality GmbH, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 12. Mai 2023

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dirk Jessen, Wirtschaftsprüfer

gez. Wieland Kirch, Wirtschaftsprüfer

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