Wing Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mike Winter seit 25.8.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Wing BidCo GmbH | 94.80% |
Nippon Express Holdings, Inc. | 5.20% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SH HoldCo GmbHKarlsruheKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang der SH HoldCo GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Angaben SH HoldCo GmbHKarlsruheHRB 741473 beim Amtsgericht MannheimGem. §§ 290, 297 Abs. 1 Satz 1 HGB hat die SH HoldCo GmbH, Karlsruhe (kurz: SH HoldCo) einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Abschluss wurde nach den Vorschriften des HGB erstellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen zusammengefasst ausgewiesen. Die funktionale Konzernwährung ist Euro. Konzern-Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Konzern unter der SH HoldCo GmbH ist durch den folgend beschriebenen Beteiligungserwerb zum 9. September 2021 entstanden. Insofern umfassen die Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung lediglich einen Zeitraum von 4 Monaten und sind somit nicht aussagekräftig und vergleichbar mit den Zahlen des aktuellen Geschäftsjahres. Daher wurde auf die Darstellung von Vorjahreszahlen verzichtet. Das europäische Private Equity Haus EMZ Partners (EMZ IV S.à.r.l., Luxemboug/Luxenburg) beteiligte sich am Stammkapital im Rahmen einer Nachfolgeregelung mit Management-Buyout (MBO) minderheitlich (38 %) an der Simon Hegele Gruppe, deren Muttergesellschaft die Simon Hegele Holding GmbH, Karlsruhe darstellt. Die bisherigen Eigentümer der Simon Hegele Holding GmbH, Karlsruhe, haben im Rahmen des MBOs reinvestiert und ihren Anteil an der Simon Hegele Gruppe signifikant erhöht. Im Rahmen der vorgenannten Transaktion sind sowohl die SH HoldCo GmbH als auch die 100 %-ige Tochtergesellschaft Simon Hegele Group GmbH, Karlsruhe, gegründet worden. Mit Wirkung zum 9. September 2021 gingen 100 % der Anteile an der Simon Hegele Holding GmbH, Karlsruhe, mit Unterzeichnung eines Geschäftsanteilskauf- und -übertragungsvertrags an die Simon Hegele Group GmbH über. Alle weiteren Strukturen der Simon Hegele Gruppe bleiben erhalten. B. Konsolidierungskreis Nachfolgend aufgeführte Gesellschaften gehören gem. § 313 Abs. 2 HGB zum Konsolidierungskreis der SH HoldCo:
1) Zur Umrechnung s. Abschnitt
Währungsumrechnung
Der Teilkonzern Logistik Zentrum Allgäu GmbH & Co. KG, Immenstadt, setzt sich aus dem Mutterunternehmen sowie dem Teilkonzern der vollkonsolidierten Tochtergesellschaft Matrium GmbH, Karlsruhe, zusammen, an der die Logistik Zentrum Allgäu GmbH & Co. KG 51 % der Anteile hält. Im Eigenkapital des Teilkonzerns wird das Eigenkapital der Minderheitsgesellschafter gesondert ausgewiesen. Die Gesellschaften Matrium GmbH, Karlsruhe, Matrium France SAS, Saint-Victoret/Frankreich, und Matrium Business Service GmbH, Olching, werden im Teilkonzernabschluss der Matrium GmbH vollkonsolidiert. Die Elflein Hegele Logistik GmbH (i. L.), Bamberg, ist ein gemeinsames Joint Venture der Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service mbH, Karlsruhe, und der Elflein Holding GmbH, Bamberg, und wird als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der SH HoldCo einbezogen. Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. Mit Beteiligung an der am 12. Oktober 2021 gegründeten Simon Hegele Pharma Solutions GmbH, Karlsruhe, unternimmt die Hegele-Gruppe den Einstieg in die Pharma-Branche. Die Gesellschaft wird als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der SH HoldCo einbezogen. Die Hegele Logistik international GmbH & Co.KG, Karlsruhe, hält 100 % der Anteile an Simon Hegele Healthcare Solutions Brasil LTDA, Curitiba/Brasilien. Unter Anwendung des § 296 Abs. 1 Nr. 2 HGB und aufgrund untergeordneter Bedeutung (§ 296 Abs. 2 HGB) wird diese zum 31. Dezember 2022 nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der § 296 Abs. 1 Nr. 2 HGB sowie § 296 Abs. 2 HGB finden ebenfalls Anwendung hinsichtlich der im Geschäftsjahr 2021 von der Hegele Logistik international GmbH & Co.KG, Karlsruhe, gegründeten Simon Hegele Healthcare Solutions Singapore PTE. LTD, Singapore. Die Jahresergebnisse und die Umsatzerlöse beider Gesellschaften machen weniger als 1 % des Konzernergebnisses bzw. Konzernumsatzes aus. Mit Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 10. Mai 2022 hat sich die Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service mbH, Karlsruhe, an der Georg Schrepfer GmbH, Nürnberg, beteiligt. Die Gesellschaft wird als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der SH HoldCo einbezogen. Die bestehende Beteiligung an der Kilian Metallverarbeitung GmbH, Baiersdorf, wurde um 20 % aufgestockt und damit die Call-Option der Gesellschaftervereinbarung vom 16. Dezember 2019 ausgeübt. C. Konsolidierungsgrundsätze 1. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB. Nach der Ermittlung stiller Reserven und stiller Lasten in den Vermögenswerten und Schulden der konsolidierten Tochtergesellschaften zum Erwerbszeitpunkt (Einlagezeitpunkt) wird deren neu bewertetes Eigenkapital mit dem Zeitwert der eingelegten Beteiligungen verrechnet. Der sich aus der Kapitalerstkonsolidierung zum 9. Dezember 2021 ergebende Geschäfts- oder Firmenwert beträgt TEUR 63.803 und wird über zehn Jahre linear abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2022 kamen weitere TEUR 1.117 als Erwerbsnebenkosten hinzu, die in die Abschreibungsbemessungsgrundlage eingehen. Die bei der Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 39.894) werden entsprechend der verbleibenden Nutzungsdauern der betroffenen Anlagegüter ertragswirksam aufgelöst. Im Berichtsjahr 2022 erfolgte eine ertragswirksame Abschreibung der stillen Reserven in Höhe von TEUR 1.940. 2. Weitere Konsolidierungsgrundsätze Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Zwischenergebnisse sind im Geschäftsjahr nicht oder nur in unwesentlichem Umfang angefallen und waren daher nicht zu eliminieren. Latente Steuern werden für Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen im Konzernabschluss und den steuerrechtlichen Wertansätzen im jeweiligen landesrechtlichen Jahresabschluss ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt entsprechend den gesetzlichen Vorschriften der §§ 274 und 306 HGB. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt im Konzern auf Basis der landesspezifischen Ertragsteuersätze. Für einbezogene Unternehmen kommt ein kombinierter Ertragsteuersatz von 31,58 % zur Anwendung. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer angesetzt. Im Berichtsjahr ergaben sich aus der Anwendung von § 274 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 37 sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 659. Im Geschäftsjahr 2022 wurden auf Konzernebene nach § 306 HGB aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 17 aus der Schuldenkonsolidierung und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 29 gebildet. Sie entfallen mit TEUR 26 auf die Rücknahme einer Rückstellungsbildung (HBII-Buchung). Latente Steuern aufgrund der Neubewertung aus Grundstücken und Bauten sowie der aktivierten Marke "Hegele" ergaben sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt in Höhe von TEUR 11.611 (passivisch) und auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.220 (aktivisch). Zum Geschäftsjahresende verbleiben aktivisch TEUR 98 und passivisch TEUR 10.861. Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß § 308 a HGB mit Hilfe der modifizierten Stichtagskursmethode in die Berichtswährung des Konzerns, in Euro. Die Fremdwährungsumrechnung der Posten der Bilanz ausländischer Tochterunternehmen erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag. Für die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurde der durchschnittliche Devisenkassamittelkurs des Berichtsjahrs (September bis Dezember 2022) gewählt. Die sich ergebenden Währungsdifferenzen werden im Konzerneigenkapital nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
Aufgrund der Einstufung der Türkei als Hochinflationsland wurden nicht monetäre Vermögensgegenstände der Simon Hegele Türkei mit dem jeweiligen Kurs zum Anschaffungszeitpunkt, monetäre Vermögensgegenstände mit dem Stichtagskurs bewertet. Der resultierende Inflationsgewinn von TEUR 8,4 wurde mit der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung verrechnet. 3. Equity-Bewertung Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Anteilsmethode bewertet. D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierung und Bewertung im Einzelnen Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierte Marke "Hegele" wird über 15 Jahre abgeschrieben. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der linearen Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 250 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ab EUR 250 bis EUR 1.000 wird auch handelsrechtlich nach der steuerlichen Regelung ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Ausleihungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Die sonstigen Ausleihungen betreffen einen Freistellungsanspruch für Pensionsrückstellungen aus dem Anteilskauf der Distriparts Deutschland GmbH. Die Berechnung erfolgte durch ein versicherungsmathematisches Gutachten gemäß den beim Anteilskauf vertraglich festgelegten Bestimmungen. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird zudem eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen zwischen 0,35 % und 1 % gebildet. Sonstige Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. Fremdwährungssalden wurden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital sowie die Rücklagen sind zum Nennwert bilanziert. Die Kapitalrücklage ist gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit den nach § 253 Abs. 2 HGB ermittelten Werten angesetzt. Diese wurden auf Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Es liegt entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und im Monat Dezember 2022 veröffentlichte Zinssatz von 1,78 % zugrunde (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB)). Außerdem wurden Gehalts- und BBG-Trends sowie Rentensteigerungen zwischen 0 % und 2 % und eine Fluktuation zwischen 0 % und 5 % berücksichtigt. Für eine Pensionszusage bei der Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service mbH, Karlsruhe, in Höhe von TEUR 1.652 sind Rückdeckungsversicherungen von insgesamt TEUR 611 vorhanden, deren Aktivwerte als Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Rückstellungen saldiert wurden. Das Deckungsvermögen wurde zum beizulegenden Zeitwert (= Anschaffungskosten) durch den Versicherer bewertet. Die Saldierung der Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfolgte aus Wesentlichkeitsgründen nicht. Bei der DL Dieter Ludwig Logistik und Service GmbH, Karlsruhe, bestehen rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 2.614. Diese wurden mit Deckungsvermögen (TEUR 1.032) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Saldierung der Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfolgte aus Wesentlichkeitsgründen nicht. Steuer- und sonstige Rückstellungen Den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ist angemessen Rechnung getragen mit den künftigen Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert bilanziert. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit < 1 Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit < 1 Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz Konzern-Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzern-Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Der Konzern-Anlagenspiegel ist dem Konzernanhang als Anlage 4 beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Diese Forderungen bestehen gegen die nicht konsolidierten Gesellschaften Simon Hegele Healthcare Solutions Brasil LTDA und Simon Hegele Healthcare Solutions Singapore PTE. LTD und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Diese Forderungen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.511) und Ansprüche auf Ergebnisanteile (TEUR 1.282). Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 6.102 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Hierbei handelt es sich um eine Rückdeckungsversicherung, die mit dem Aktivwert (Deckungskapital) angesetzt ist. Diese in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Forderung gegen HDI Gerling Pensionsmanagement AG, Köln, resultiert aus der Annahme der kongruenten Rückdeckung von Versorgungszusagen. Diese können jedoch nicht als Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB herangezogen werden. Konzern-Eigenkapital Die Konzern-Eigenkapitalentwicklung ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel (Anlage 6) dargestellt. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ergibt sich zum 31. Dezember 2022 ein Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von TEUR 1.672, der grundsätzlich einer Ausschüttungssperre unterliegt. Die Steuerrückstellungen betreffen sowohl das Geschäftsjahr (TEUR 292) als auch Vorjahre (TEUR 2.164). In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für personalbezogene Verpflichtungen (TEUR 6.180) und ausstehende Rechnungen (TEUR 3.939) enthalten. Daneben bestehen Rückstellungen für Gewährleistungen/Schadensregulierungen (TEUR 239) und Rückstellungen für Miet-/Mietnebenkosten (TEUR 1.421). Auf Konzernebene besteht weiterhin eine Rückstellung für drohende Verluste i. H. v. TEUR 2.663. Hintergrund sind die anhaltenden politischen Konflikte (Ukraine-Krieg) und die damit einhergehende Energie-Krise sowie die noch andauernde, wenn auch abgeschwächte Covid-19 Pandemie, die nach wie vor erhebliche Auswirkungen der Lieferketten weltweit hat. Verbindlichkeiten Die Laufzeit der Verbindlichkeiten setzt sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen gesichert. Der Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 52,2 Mio. Erhaltene Anzahlungen Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen bestehen gegenüber einem Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten neben den Steuerverbindlichkeiten u. a. die abgegrenzten zukünftigen Mietzahlungen mit TEUR 1.516, Mietkäufe über TEUR 885 sowie Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt mit TEUR 3.263 und kreditorische Debitoren von TEUR 1.543. Außerdem ist eine Abstandszahlung in Höhe von TEUR 600 aufgrund vorzeitiger Beendigung eines Mietverhältnisses enthalten. Außerdem ist ein Gesellschafterdarlehen der EMZ IV S.à.r.l., Luxemburg, i. H. v. TEUR 26.440 nebst Zinsen (TEUR 1.754) enthalten. Das Darlehen hat eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. F. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Auf die Darstellung der Vorjahreszahlen wurde verzichtet, da das Geschäftsjahr 2021 lediglich vier Monate umfasste. Die Vergleichbarkeit zum Geschäftsjahr 2022 ist nicht gegeben. Umsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: Nach Tätigkeitsbereichen:
Nach geographisch bestimmten Märkten:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.864 und betreffen neben Erträgen aus Anlagenabgängen (TEUR 966) im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 813), Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 118), Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten (TEUR 225) sowie Erträge aus der Zuschreibung von Anlage- und Umlaufvermögen (TEUR 479). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Wesentlichen personalbezogene Erträge (TEUR 949) und Versicherungserträge (TEUR 410) sowie Erträge aus Kursdifferenzen (TEUR 206) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden zum Großteil Raumkosten in Höhe von EUR 39,4 Mio. ausgewiesen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 289 und resultieren größtenteils aus Lieferantenrechnungen des Vorjahres, aus Forderungsverlusten (TEUR 97) und aus der Zuführung zur Wertberichtigung auf Forderungen (TEUR 37). Aufwendungen aus Kursdifferenzen bestehen in Höhe von TEUR 411. Rechts- und Beratungskosten sind in Höhe von TEUR 3.394 angefallen. Der aus der Neubewertung von Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Anwendung von BilMoG in 2010 resultierende Unterschiedsbetrag bei der Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service mbH, Karlsruhe, in Höhe von TEUR 1.395 wird auf max. 15 Jahre verteilt (Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB). Im Berichtsjahr wurden TEUR 93 als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsverpflichtungen auf TEUR 186. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten latente Steuererträge in Höhe von TEUR 37 sowie latenten Steueraufwand in Höhe von TEUR 646.
G. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Es bestehen insgesamt Bürgschaften in Höhe von TEUR 2.361. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Gesellschaften als gering eingeschätzt. Die Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service mbH, Karlsruhe, hat mit den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften eine konzerninterne Vereinbarung über die Teilnahme am Cash-Pooling-System geschlossen. Als Obergesellschaft trägt die Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service mbH, Karlsruhe, die gesamtschuldnerische Haftung. Einbezogene Gesellschaften sind:
Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird. Die SH HoldCo ist als zusätzlicher Garantiegeber in den am 1. September 2021 durch die Simon Hegele Group GmbH, Karlsruhe, abgeschlossenen Konsortialdarlehensvertrag über einen Gesamtrahmen von bis zu EUR 80,0 Mio. einbezogen. Die darin enthaltene insgesamt zur Verfügung stehende Kontokorrent- bzw. Avalkreditlinie beläuft sich auf EUR 15,0 Mio. Daneben ist die Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service mbH, Karlsruhe (SHG), als zusätzliche Darlehensnehmerin beigetreten. Zum 31. Dezember 2022 beläuft sich der Gesamtrahmen nach Tilgungen im Geschäftsjahr 2022 auf EUR 76,5 Mio. Zum 31. Dezember 2022 sind Darlehen in Höhe von EUR 37,6 Mio. durch die Simon Hegele Group GmbH und in Höhe von EUR 13,7 Mio. durch die SHG in Anspruch genommen. Darüber hinaus hat die SHG den Kontokorrent- bzw. Avalkreditrahmen in Höhe von EUR 7,3 Mio. in Anspruch genommen. Es bestehen bei der SHG zum 31. Dezember 2022 freie nicht in Anspruch genommene Kontokorrent- bzw. Avalkreditlinien von EUR 7,7 Mio. Im März 2023 wurde die Kontokorrentlinie um weitere EUR 10,0 Mio. erhöht. Außerbilanzielle Geschäfte Factoring Die Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service mbH, Karlsruhe, die Distriparts Deutschland GmbH, Karlsruhe, und die Interflex Medizintechnik GmbH, Ulm, nehmen an einem Factoring-Programm teil. Der Rahmen wird zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 4,4 Mio. ausgeschöpft. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Eine Factoringgesellschaft übernimmt für den überwiegenden Teil der gekauften Forderungen die Delkrederehaftung. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB
Bei allen Leasingverträgen handelt es sich im Wesentlichen um Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte in den Gesellschaften führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Die Verpflichtungen aus Capital-Lease-Verträgen haben zum Stichtag einen Wert von TEUR 885. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren im gesamten Konzern durchschnittlich 1.604 gewerbliche Arbeitnehmer, 650 Angestellte und 74 Auszubildende beschäftigt. Geschäftsführung Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer des Mutterunternehmens sind:
Drei Geschäftsführer beziehen Gehälter von der SH HoldCo. Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wird daher gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB verzichtet. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.652. Angaben nach § 314 Nr. 9 HGB (Abschlussprüferhonorar) Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich auf TEUR 185. Angaben nach § 314 Nr. 26 HGB (Ergebnisverwendung) Der Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens beläuft sich auf EUR -3.269.528,07 und wird auf neue Rechnung vorzutragen. Befreiungsvorschriften Die Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB werden für folgende Tochterunternehmen in Anspruch genommen:
Die Simon Hegele Group GmbH, Karlsruhe, sowie die Simon Hegele Holding GmbH, Karlsruhe, und die Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service GmbH, Karlsruhe, nehmen für das Geschäftsjahr 2022 die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch. Konzernverhältnisse Die SH HoldCo erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss ist bei der das Unternehmensregister führenden Stelle (Bundesanzeiger Verlag) einzureichen. H. Nachtragsbericht Im März dieses Jahres hat die Simon Hegele Gruppe 51 % der Anteile der Oehler Verpackung GmbH übernommen. Das Unternehmen hat sich - wie auch schon die im Vorjahr eingegangene Beteiligung Georg Schrepfer GmbH - auf die Entwicklung und Herstellung von kundenspezifischen Transportverpackungslösungen aus Holz spezialisiert. Mit dieser Transaktion hat die Simon Hegele Gruppe die Basis für weitere Cross-Selling-Effekte als auch Synergien bei der Entwicklung und Herstellung von Verpackungslösungen verbreitert und weitet den Konzernumsatz hierdurch aus. Im Mai 2023 ziehen die zentralen Verwaltungsbereiche in einen Bürokomplex in der Karlsruher Oststadt mit einer Fläche von circa 1.600 qm. Die Büroräume werden derzeit nach unseren Vorstellungen neu gestaltet. Der Umzug der Zentralfunktionen ist ein Zeichen unserer stetigen Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit. Darüber hinaus sind keine relevanten Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2022 aufgetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Karlsruhe, 28. April 2023 SH HoldCo GmbH Geschäftsführung Stefan Ulrich Mike Winter Christoph Ludin Michael Wahl Entwicklung des Konzernanlagevermögens der SH HoldCo GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr 2022
Der Konzernabschluss der SH HoldCo GmbH zum 31. Dezember 2022 wurde am 14. Dezember 2023 festgestellt. Konzernkapitalflussrechnung der SH HoldCo GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel der SH HoldCo GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Vorbemerkung Der Konzernabschluss der SH HoldCo GmbH (kurz: SH HoldCo) wird nach den am 31. Dezember 2022 gültigen HGB-Regelungen erstellt. Der nachfolgende Konzernlagebericht beinhaltet zukunftsbezogene Aussagen. Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den über die voraussichtliche Entwicklung gesetzten Erwartungen abweichen können. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen (Ukrainekrieg, Inflation, Lieferketten etc.) hat sich die Simon Hegele Gruppe in 2022 sehr stabil gezeigt. Die erheblichen Kostennachteile (Energie, Personal etc.) konnten in weiten Teilen durch die Steigerung im Umsatz kompensiert werden. Die Nachfragesituation war insgesamt gut, zudem konnten mehrere Neukunden akquiriert und bereits implementiert werden. II. Strategie des Simon Hegele Konzerns Über die historischen Wurzeln einer 1920 gegründeten Möbelspedition seit langem hinausgewachsen, beschäftigt die Simon Hegele Gruppe weltweit über 2.500 Mitarbeiter. Unser Unternehmensmotto "Logistik weitergedacht" spornt uns an. Daher entwickeln wir seit über 100 Jahren unser Unternehmen und unsere Dienstleistungen kontinuierlich weiter. Treiber dieses Fortschritts sind unsere langfristigen und partnerschaftlichen Kundenbeziehungen. Für unsere Kunden wurden wir zu dem, was wir heute sind: Hochqualifizierte Spezialisten für ihre komplexen logistischen Anforderungen mit tiefgehender Branchen- und Produktkompetenz in den Bereichen Healthcare, Industrie und Handel. Mit kundennahen Logistikdienstleistungen, die weit über die allgemein bekannten logistischen Standarddienstleistungen hinausgehen (hier "Value Added Services"), hat sich Simon Hegele erfolgreich positioniert und erschließt mit innovativen Ideen immer neue Märkte und Leistungssegmente entlang des Produktlebenszyklus der Produkte seiner Kunden. Simon Hegele ist ein Top 15 Player im Marktsegment "Industrielle Kontraktlogistik" in Deutschland. Im Teilsegment Transport & Montage für medizinische Großgeräte ist Simon Hegele mit seinen 300 international tätigen Montage-Experten Weltmarktführer. Insgesamt verfügt Simon Hegele über eine exzellente Kundenbasis mit erheblichem Ausbaupotenzial. Nahezu 95 % des Gruppenumsatzes werden mit 32 Unternehmen erwirtschaftet, darunter 20 Milliardenkonzerne. Simon Hegele reagiert auf den steigenden Bedarf in der Kühlung und Lagerung von Pharma-Produkten und hat bereits einen Standort in Karlsruhe auf 10.000 qm entsprechend ausgestaltet. Das Vorhaben umfasste den Umbau eines bestehenden Logistikzentrums, signifikante Investitionen in die technische Infrastruktur für Pharmaprodukte, die Einstellung und Qualifizierung von über 100 Mitarbeitern sowie Zulassungen nach GxP (Good x Practice). Simon Hegele konnte den operativen Betrieb für einen global agierenden Pharma-Konzern in Karlsruhe nach nur 7-mona- tiger Bau- und Vorbereitungsphase bereits im ersten Halbjahr 2022 starten. Nach dem erfolgreichen Eintritt in das anspruchsvolle Segment der Pharma-Logistik in Karlsruhe befinden sich weitere Aktivitäten zur Ausweitung der logistischen Kapazitäten und Pharma-Services in Planung. Dies umfasst auch den Standort Frankfurt/Raunheim. Die Lagerung und der Versand von Pharmaprodukten unterliegen hohen Anforderungen. Unsere erfahrenen Teams stellen sicher, dass sich unsere Pharma-Kunden ganz auf Ihre Kernkompetenzen konzentrieren können und wir dadurch gemeinsam einen gesellschaftlichen Beitrag zum Wohlbefinden vieler Patienten leisten werden. Anfang Juli 2022 hat die Simon Hegele Gruppe ein neues Logistikcenter im baden-württembergischen Muggensturm südlich von Karlsruhe in Betrieb genommen. Die 20.000 Quadratmeter große moderne Logistikimmobilie erweitert das Flächenangebot für unsere Kunden aus den Branchen Industrie und Handel. Am neuen Standort versorgt Simon Hegele künftig die Produktion eines Marktführers aus dem Handelsbereich und sorgt darüber hinaus für die Just in Time Belieferung eines Elektronikwerks in Karlsruhe. Neben der klassischen Kontraktlogistik werden des Weiteren Rolloutleistungen und spezielle Value Added Services und für Kunden der dekorativen Kosmetik erbracht. Daneben wurden weitere Projekte zur Kapazitätserweiterung aufgesetzt, die entweder bereits abgeschlossen wurden (Großbritannien, Duisburg, Forchheim-Rittigfeld) oder im Plan sind und in den nächsten 3-6 Monaten fertiggestellt werden (Baiersdorf, Kemnath). Anfang 2022 hat die Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service mbH, Karlsruhe, (kurz: SHG) 50 % der Anteile der Georg Schrepfer GmbH, Nürnberg, übernommen. Die Georg Schrepfer GmbH wurde im Jahre 1928 gegründet und versteht sich als erfahrener Partner für professionelle Verpackungslösungen aller Art. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von kundenspezifischen Transportverpackungslösungen aus Holz spezialisiert und bietet hochwertige Einweg-, als auch Mehrwegverpackungen an. Durch den Erwerb der Anteile kann die Simon Hegele Unternehmensgruppe das Leistungsportfolio um die Herstellung und Konstruktion aus den Bereichen Sonderkonstruktionen, Koffer und Cases, Paletten, Verpackungen aus Holz sowie den Zuschnitten aus Holzplattenwerkstoffen erweitern. Somit kann die Herstellung von weiteren kundenspezifischen Verpackungslösungen in der eigenen Unternehmensgruppe sichergestellt und das Unternehmensportfolio um den Bereich nachhaltiger wiederverwendbarer Mehrwegverpackungen erweitert werden. Dies ist gerade in unbeständigen Zeiten am Markt notwendig, um Versorgungsengpässen zuvorkommen und die Materialverfügbarkeit dauerhaft sicherstellen zu können. Anfang 2020 hat die SHG 65 % der Anteile der Kilian Metallverarbeitung GmbH, Baiersdorf, übernommen. Das 1895 gegründete Traditionsunternehmen versteht sich als Rundumdienstleister im Bereich Metallbau - von der Beratung und Planung bis zur Fertigung und Lieferung kompletter Systeme. Durch den Erwerb der Anteile konnte die Simon Hegele Unternehmensgruppe das Leistungsportfolio um den Bereich Konstruktion und Produktion von metallischen Transport- und Fertigungsgestellen für medizinische Anlagen erweitern. Am 30. Juni 2022 hat die SHG durch Ausübung der vertraglich vereinbarten Call-Option die Anteile um weitere 20 % auf nunmehr 85 % aufgestockt. Auch auf der personellen Seite gab es Veränderungen. Michael Wahl trat als kaufmännischer Geschäftsführer (CFO) in die Geschäftsführung der SHG und der Holding-Gesellschaften ein und übernahm mit Wirkung zum 15. Juni 2022 zusätzlich die Abteilungen Legal, Einkauf und Versicherung. Die Strategie des Managements für einen erfolgreichen Ausbau des Geschäfts basiert auf folgenden drei, sich zum Teil ergänzenden Säulen: 1. Diversifizierung und Margenoptimierung Das Unternehmen hat seine Marketing- und Vertriebsaktivitäten massiv ausgeweitet und arbeitet an der Akquise weiterer attraktiver Kundenprojekte. Hierbei setzt die Gruppe auch auf die Etablierung von neuen Leistungsbausteinen. Im Gegenzug zu den vorgenannten Maßnahmen liegt der Fokus außerdem verstärkt auf der Beendigung von niedrig-margigen Geschäftsbeziehungen. Ergänzt wird dies durch eine Offensive zur Verbesserung der Prozess-Effizienz und Mitarbeiterproduktivität. 2. Internationalisierung Das Unternehmen hat deutsch-stämmige Großkunden bereits in den letzten Jahren erfolgreich in das Ausland begleitet und wird dies auch weiterhin tun. Ergänzend arbeiten die internationalen Einheiten zunehmend erfolgreich an der Akquisition eigener Kunden aus den Auslands-Repräsentanzen von Simon Hegele heraus. Derzeit arbeiten wir daran, unsere Präsenz um neue Standorte in Frankreich und Brasilien auszubauen. Damit können wir unsere Partner in der Region noch tiefgreifender mit hochspezialisierten Servicedienstleistungen für OEMs von medizinischen Großgeräten unterstützen sowie das Geschäft in Brasilien ausweiten. Weitere Aktivitäten zum Aufbau lokaler Ressourcen im Ausland sind in Prüfung; entsprechende Vorbereitungen laufen. 3. Mergers & Acquisitions Den Strategien der vorgenannten beiden Säulen folgend, hat die Unternehmensgruppe zwischen 2018 und 2022 verschiedene Zukäufe getätigt. Für die kommenden Jahre sind weitere Beteiligungen im In- und Ausland vorgesehen. III. Geschäftstätigkeit des Simon Hegele Konzerns Die Dienstleistungen der Simon Hegele Gruppe umfassen komplexe Logistik- und Supply Chain-Lösungen. Die Organisation ist nach Kunden und Regionen in die zwei Sektoren "Health Care" und "Industrie & Handel" gegliedert. Das Dienstleistungsspektrum der Gruppe orientiert sich am kompletten Product-Life-Cycle der Kundenprodukte. Zu den Dienstleistungen zählen daher unter anderem Beschaffung, Fertigungsversorgung, Verpackungs- und Ersatzteillogistik sowie eine Vielzahl von auf die jeweiligen Kundenbedarfe zugeschnittenen Value-Added-Services, wie Vormontagen und (De-)lnstallatio- nen von medizinischen Großgeräten. Seit 2020 erbringt, entwickelt und fertigt die Gruppe auch metallene Transportgestelle sowie Abschirmkabinen (u.a. für MRT-Räume). 2022 wurde mit dem Zukauf der Georg Schrepfer GmbH das Portfolio um die Entwicklung und Herstellung von Verpackungen aus Holz (u.a. Koffer, Cases, Paletten) erweitert. Die europäischen Aktivitäten werden von Karlsruhe, die Übersee-Aktivitäten von Chicago aus gesteuert. IV. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklungen Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für 2022 von einem Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) iHv. +3,4 % aus, welches sich im Jahre 2023 auf +2,9 % Wachstum abschwächen soll. 2022 war neben den Folgen des Russland Kriegs in der Ukraine vom starken Anstieg der Lebenshaltungskosten geprägt. Um die Inflation schnell zu bekämpfen, haben weltweit nahezu alle Notenbanken ihre Leitzinsen in relativ kurzer Zeit drastisch erhöht. Dies führte zu einer unerwartet schnellen Verschlechterung der Bedingungen am Kapitalmarkt. Von dieser negativen Entwicklung sind nahezu alle Bereiche der Wirtschaft betroffen. Dagegen hat die rasche Ausbreitung von COVID-19 in China zwar das Wachstum im Jahr 2022 gedämpft, aber die kürzlich erfolgten Lockerungen hätten den Weg für eine schnelle Erholung sowie eine zunehmende Entspannung der Lieferketten geebnet. Die globale Inflation wird laut IWF voraussichtlich von 8,8 % im Jahr 2022 auf 6,6 % im Jahr 2023 und 4,1 % im Jahr 2024 sinken. 1 In Deutschland konnte die Erholung beim Bruttoinlandsprodukt mit einer Steigerung in Höhe von +1,8 % trotz der Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen weitestgehend fortgesetzt werden. Weitere Belastungsfaktoren waren Material- und Lieferengpässe, der Fachkräftemangel sowie die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. 2
1 Quelle: Statista Jan. 2023
Betrachtet man die für die Simon Hegele Gruppe relevanten Marktsegmente auf globaler Ebene, so ist der Bereich der Kontraktlogistik (englisch auch "3PL Logistics") laut der britischen Marktforscher von Transport Intelligence (TI) in 2022 um +3,4 % gewachsen, während sich das Wachstum in 2023 auf +3,1 % abschwächen soll. 3 Das Marktsegment Medizintechnik zeigt bereits hohe Wachstumsraten, getrieben von einer Zunahme der globalen Population um beinahe 25 % bis 2050 sowie einer zunehmenden Überalterung der Gesellschaft (+200 % der über 65-Jährigen bis 2050 gegenüber 2010). 4 Damit steigt die Nachfrage nach moderner und innovativer Medizintechnik. 5 Die Umsatzentwicklung der Medizintechnik-Branche wird für 2022 weltweit um +3,3 % zulegen 6 , das durchschnittliche Wachstum in den Folgejahren wird mit einem jährlichen Zuwachs iHv. +4,4 % prognostiziert. 7 Für das Marktsegment Pharma werden global ebenfalls hohe jährliche Wachstumsraten von ca. 5 % erwartet. 8 Treiber hierbei sind u.a. die Covid-Pandemie, die Entwicklung weiterer mRNA- basierter Impfstoffe sowie Fortschritte bei der Krebs-Behandlung. Mit mehr als 70.000 logistischen Dienstleistungsunternehmen, die ganz überwiegend mittelständisch geprägt sind, hat die Logistikbranche weiterhin einen hohen Stellenwert in Deutschland. Sie ist nach der Automobilwirtschaft und dem Handel der drittgrößte Wirtschaftsbereich. Nach Angaben der Bundesvereinigung Logistik (BVL) wurden in 2022 rund EUR 319 Mrd. erwirtschaftet (i. V. EUR 293 Mrd.). Damit ist die Leistung im Wirtschaftsbereich um 8,5 % gestiegen und hat die früheren Prognosen (+5,8 %) deutlich übertroffen. 9 Aufgrund der aktuellen konjunkturellen Entwicklungen ist auch in der Logistik mit deutlichen Abschwächungen gegenüber 2022 zu rechnen.
3 Quelle: DVZ, Dez. 2022
2. Geschäftsverlauf Der Konzern der SH HoldCo ist im September 2021 neu entstanden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung beinhaltete daher in 2021 nur vier Monate bis zum 31. Dezember 2021 der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen. Um eine Vergleichbarkeit der Zahlen der diesjährigen Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr zu ermöglichen, wurden die Konzernzahlen des Vorjahres auf Ebene des ehemaligen Mutterunternehmens Simon Hegele Holding GmbH für 2021 hergeleitet. Die nachfolgende Grafik stellt die Umsatzentwicklung im Kerngeschäft auf Ebene der Simon Hegele Holding GmbH im 12-Monatsvergleich dar:
Haupttreiber der Umsatzerlöse in 2022 war das Kerngeschäft, bestehend aus den Bereichen Healthcare und Industry & Retail. Der Anstieg um 17,1 % ist auf eine Ausweitung der Geschäftsaktivitäten mit Bestandskunden, den Einstieg mit Pharmakunden sowie die Gewinnung von Neukunden zurückzuführen. Der Umsatzanstieg im Kerngeschäft von EUR 241,6 Mio. auf EUR 282,9 Mio. wurde im Wesentlichen im Sektor Healthcare (EUR +14,0 Mio.) und im Bereich Pharma (EUR +15,0 Mio.) erzielt. Auch die Overseas-Gesellschaften haben mit EUR +11,0 Mio. zum Umsatzwachstum beigetragen. Der Umsatz mit Handelsware stellt das Nicht-Kerngeschäft dar. Veränderungen im Umsatz haben nahezu keinen Effekt auf die Margen der Simon Hegele Gruppe. Weitere Verbesserungen konnten aufgrund von Preisverhandlungen, der Beendigung von Geschäften mit niedrigeren Margen, der Substitution von Fremdleistungen sowie Performancesteigerungen erzielt werden. Die Entwicklung der Umsatzerlöse liegt damit über den Erwartungen des Vorjahres. Das Konzernergebnis vor Steuern liegt aufgrund höherer Umsatzerlöse über Vorjahresniveau und somit über dem im Vorjahr prognostizierten Werten für den 12-Monatsvergleich. 3. Lage des Konzerns Die nachfolgende Tabelle stellt die Zahlen des Konzernabschlusses auf Ebene der Simon Hegele Holding GmbH im Jahresvergleich zusammen:
Vermögenslage Die Bilanzsumme des zum 31. Dezember 2022 aufgestellten Konzern-Jahresabschluss der SH HoldCo ist um EUR 6,8 Mio. gestiegen und beträgt EUR 215,4 Mio. Das Anlagevermögen dominiert mit rund 64,7 % die Vermögensstruktur der Bilanz; rund ein Drittel entfällt dabei auf den Geschäfts- oder Firmenwert mit EUR 57,7 Mio. Der Anstieg der Finanzanlagen ist u.a. auf den Beteiligungserwerb der Georg Schrepfer GmbH zurückzuführen. Die Vorräte sind durch die Geschäftsausweitung und Materialkostensteigerungen gestiegen. Die Hälfte der Bilanzsumme entfällt auf der Passivseite auf die Verbindlichkeiten. Dabei haben die Bankverbindlichkeiten mit EUR 53,8 Mio. den größten Anteil. Sie sind durch Darlehensneuaufnahmen gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich hauptsächlich durch höhere Steuerverbindlichkeiten in Zusammenhang mit der auf Ebene der SH HoldCo zum 1. Januar 2022 entstandenen umsatzsteuerlichen Organschaft erhöht. Ertragslage Der Umsatz des Konzerns beläuft sich auf EUR 289,6 Mio.; der Materialaufwand auf EUR 97,3 Mio. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung von EUR -0,3 Mio. ergibt sich ein Rohertrag von EUR 191,9 Mio. bzw. eine Rohertragsmarge von 66,3 %. Der SH HoldCo Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2022 ein betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von EUR 19,2 Mio. Das betriebliche Ergebnis (EBIT) weist EUR 5,5 Mio. und das Finanz- und Beteiligungsergebnis EUR -3,3 Mio. aus. Der Konzernjahresfehlbetrag beläuft sich auf EUR -1,6 Mio. (vor Minderheiten). Finanzlage Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 43,3 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt 20,1 %, die Fremdkapitalquote entsprechend 79,9 %. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR 5,3 Mio. (i. V. EUR 5,2 Mio.). Den Investitionen von EUR 12,3 Mio. im Geschäftsjahr standen Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen von EUR 3,0 Mio. sowie Rückzahlung von Ausleihungen von EUR 0,3 Mio. gegenüber. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug EUR -9,0 Mio. (i. V. EUR -121,6 Mio.). Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr auf EUR 1,0 Mio. (i. V. EUR 111,8 Mio.). Es wurden Darlehen in Höhe von EUR 3,5 Mio. getilgt und im Gegenzug EUR 6,4 Mio. neu aufgenommen. Darüber hinaus erfolgten Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter in Höhe von EUR 1,1 Mio. und Zinszahlungen in Höhe von EUR 1,1 Mio. Die zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelfonds belaufen sich auf EUR -2,7 Mio. Der Finanzmittelfonds beträgt EUR 4,6 Mio. und setzt sich aus flüssigen Mitteln und sonstigen Wertpapieren von EUR 5,5 Mio. und kurzfristig verfügbaren Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von EUR -0,9 Mio. zusammen. Der Saldo aus Bankverbindlichkeiten und liquiden Mittel betrug EUR -48,3 Mio. Durch Inanspruchnahme der Akquisitions- und Capex-Fazilität aus dem Konsortialdarlehensvertrag in Höhe von insgesamt EUR 4,8 Mio. für Unternehmenserwerbe bzw. Investitionen in Sachanlagevermögen und durch die Aufnahme eines Festdarlehens in Höhe von EUR 1,6 Mio. für einen Hallenausbau am Standort Forchheim-Rittigfeld sowie der Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie (EUR 0,9 Mio.) sind die Bankverbindlichkeiten um EUR 7,3 Mio. gestiegen. Dem stehen planmäßige Tilgungen der Konsortialdarlehen im Berichtsjahr in Höhe von EUR 3,5 Mio. gegenüber. Zum 31. Dezember 2022 sind Darlehen i.H.v. EUR 37,6 Mio. durch die Simon Hegele Group GmbH, Karlsruhe und in Höhe von EUR 13,7 Mio. durch die SHG in Anspruch genommen. Die insgesamt zur Verfügung stehende Kontokorrent- bzw. Avalkreditlinie aus dem Konsortialdarlehensvertrag beläuft sich auf EUR 15,0 Mio. Davon hat die SHG einen Avalkreditrahmen i.H.v EUR 6,3 Mio. in Anspruch genommen. Es bestehen bei der SHG freie nicht in Anspruch genommene Kontokorrent- bzw. Avalkreditlinien von EUR 7,7 Mio. Aufgrund der sich verschlechternden Konditionen am Kapitalmarkt wurde im Oktober 2022 mit einer Prämie in Höhe von EUR 1,0 Mio. ein Zinsbegrenzungsgeschäft abgeschlossen. V. Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen Steuerungsgrößen des Konzerns sind die Umsatzerlöse und das Konzernergebnis vor Steuern. Darüber hinaus werden für die interne Unternehmenssteuerung u.a. die nachfolgenden Kennzahlen im Soll-Ist-Vergleich auf Profit-Center-Ebene herangezogen: Umsatz und Deckungsbeitrag l bis IV, Umsatz pro FTE/Einsatzstunde, Fehlzeitenauswertung. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Unsere gut ausgebildeten und fachlich kompetenten Mitarbeiter stellen einen wichtigen Wettbewerbsvorteil gegenüber unserer Konkurrenz dar. Als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sehen wir daher mitarbeiterbezogene Kennzahlen, wie z. B. Bewerbungen, Einstellungen, Abgänge, offene Stellen und erfolgte Schulungen an. VI. Chancen- und Risikobericht Das frühzeitige Erkennen von neuen Chancen und Risiken sowie das Minimieren von bestehenden internen und externen Risiken stehen im Fokus des Risikomanagementsystems des Konzerns. Für das Erkennen und das Handling neuer Risiken greift die Unternehmensgruppe auf ein detailliertes Controlling- und Reportingsystem zurück. Risiken Interne Risiken werden in folgenden Bereichen gesehen: • Einschränkungen im IT-Betrieb Die Logistikprozesse werden in weiten Teilen IT-gestützt abgewickelt; daher ist die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur für die störungsfreie Leistungserbringung essenziell. Den Risiken eines Ausfalls wird dahingehend entgegengewirkt, dass moderne Hard- und Software eingesetzt wird. Durch unseren Rechenzentrumsdienstleister werden - räumlich getrennt - zwei redundante Rechenzentren für wesentliche Teile der Unternehmensgruppe auf höchstem Sicherheitsniveau betrieben. Die Architektur sowie die Sicherheits-Mechanismen sind dabei so ausgelegt, dass Risiken aus etwaiger missbräuchlicher Anwendung oder Fraud-Aktivitäten (intern oder extern) stark reduziert sind. • Fachkräftemangel Es besteht das Risiko, qualifiziertes Personal nicht im notwendigen Umfang akquirieren und damit Kundenprojekte nicht auf dem geforderten Leistungsniveau abwickeln zu können. Um diesen Risiken entgegenzuwirken sind vielfältige Rekrutierungsmaßnahmen eingeleitet, z. B. Professionalisierung der Bewerbungsplattform und Verstärkung der Schul- und Hochschulaktivitäten. Sofern Leistungen nicht mit eigenen Ressourcen erbracht werden können, besteht im operativen Bereich darüber hinaus ein finanzielles Risiko durch die dann notwendige Einbindung teurerer Leiharbeiter oder Dienstleister. Diesem finanziellen Risiko wird u.a. dadurch entgegen gewirkt, dass Rahmenverträge mit Zeitarbeitsfirmen geschlossen werden, die sowohl eine rasche Reaktion auf Auslastungsspitzen erlauben als auch eine gewisse Preiskonstanz sicherstellen. Die eingeleiteten Marketing-Maßnahmen im Kontext des Bewerbermanagements zeigen, dass Simon Hegele als attraktiver Arbeitgeber eingestuft wird. Aufgrund der zunehmenden Knappheit am Fachkräftemarkt verstärken wir unsere Maßnahmen noch weiter, so dass notwendiges Personal ausreichend zur Verfügung steht und auch im aktuellen Jahr verfügbar sein sollte. • Fehlverhalten von Mitarbeitern Ein mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern wird grundsätzlich durch IT-seitige Präventivvorrichtungen, detaillierte Prozess- und Aufgabenbeschreibungen sowie Genehmigungsverfahren eingeschränkt. Das Unternehmen unterhält ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 sowie ein integriertes Managementsystem, welches u.a. auch die Anforderungen der OHSAS 18001 für Arbeitssicherheitsmanagement erfüllt. Externe Risiken werden in folgenden Bereichen gesehen: • Preisrisiko Kunden Das Preisrisiko wird konzeptionell durch Rahmenverträge mit Kunden und Lieferanten begrenzt - hier sehen wir ein geringes Risiko. • Preisrisiko Lieferanten/ Dienstleister Es ist ein Preisrisiko bei Dienstleistern gegeben; dem Risiko wird durch fortwährende Kostenanalysen mit nachfolgenden Preisnachverhandlungen auf der Kundenseite begegnet. Das Preisrisiko bei Rohstofflieferanten (hier vor allem Pappe, Holz, Metall) ist gegeben, wie die jüngsten Entwicklungen am Rohstoffmarkt zeigen. Durch Vereinbarungen von an die Rohstoffmärkte gekoppelten Indizes bei betroffenen Kunden sind die Risiken aus heutiger Sicht weitgehend beherrschbar. Das Preisrisiko im Bereich von Mietkosten ist durch an Inflations-Indizes gebundene Mietzinsen aktuell gegeben. Dem Risiko wird durch fortwährende Kostenanalysen mit nachfolgenden Preisnachverhandlungen auf der Kundenseite begegnet. Das Preisrisiko bei Energiekosten (hier Strom und Gas) ist grundsätzlich hoch. Dem Risiko wird durch fortwährende Kostenanalysen mit Ausnutzung von kurzfristigen Preisrückgängen für zukünftige Bedarfsperioden sowie Preisnachverhandlungen auf der Kundenseite begegnet. Zusätzlich entlastend wirkt die von der Bundesregierung beschlossene Strom- und Gaspreisbremse für die insbesondere in 2023 stark belastend wirkenden Energiekostensteigerungen. Das Preisrisiko im Bereich der Kapitalmarktzinsen ist in 2022 stark gestiegen. Dem Risiko wird durch die laufende Optimierung des Working Capitals begegnet. Zusätzlich wurde ein Zinsbegrenzungsgeschäft abgeschlossen. • Auslastungsrisiken der Infrastruktur Allgemeine Auslastungsrisiken bestehen durch Veränderungen in der Kundenstruktur und/oder Reduktion von Kundenvolumina. Diesem Risiko wird durch intensive Vertriebsmaßnahmen, fortwährende Ausbalancierung von Über- und Unterauslastung zwischen den Standorten sowie ein enges Kapazitäts- und Stundenmanagement auf Mitarbeiterebene entgegengewirkt. Im Berichtsjahr gab es keine nennenswerten pandemiebedingten Risiken mehr. Chancen Chancen werden in folgenden Bereichen gesehen: • Wachstum durch Neukundenakquise sowie Bestandskunden-Entwicklung Durch die Steigerung der Aktivitäten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit/ Marketing besteht die Chance auf eine noch stärkere Wahrnehmung von Simon Hegele am Markt. Durch die parallele Ausweitung der Vertriebskapazitäten sowie der -aktivitäten in den Sektoren besteht die Chance, Mehrgeschäft mit Bestandskunden zu generieren und weitere Neukunden zu gewinnen. Das vornehmliche Ziel ist es, vorhandene Kapazitäten bestmöglich auszulasten. • Wachstum durch Zukäufe Die Unternehmensgruppe hat in den letzten Jahren Zukäufe in komplementären Geschäftsfeldern getätigt und erfolgreich integriert. Das Einwerben eines auskömmlichen Finanzierungsrahmens im Berichtsjahr eröffnet nun weitere Möglichkeiten, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und so die Marktposition der Gruppe international zu stärken. • Wachstum durch Skalierung/ Internationalisierung Der Eintritt in neue Regionen und Länder mit eigenen Ressourcen und einem bewährten Leistungsportfolio trifft auf Interesse bei diversen Bestandskunden und birgt damit weitere Geschäftschancen, welche konsequent angegangen werden. • Steigerung der Profitabilität Aufgrund der höheren Transparenz in der Ertrags- und Kostenrechnung sowie dem verbesserten Einsatz von IT-Lösungen entlang der Leistungsprozesse ergeben sich hohe Chancen zur Effizienzsteigerung in den operativen Bereichen sowie zur Nachverhandlung von Preisen bzw. Nachberechnung von Leistungen. Die kritische Auseinandersetzung mit dauerhaft nicht auskömmlichen Projekten wird ergänzend dazu führen, dass sich die Gruppe aktiv aus Partnerschaften löst und damit Kapazitäten für wirtschaftlich attraktive Geschäftsbeziehungen gewinnt. VII. Prognosebericht Die erfolgreiche Bewältigung der Covid-19 Pandemie, die Akquisition weiterer Kunden und die bereits erzielten Ergebnisse im angelaufenen Jahr 2023 zeigen die positive Entwicklung und Stabilität des Geschäftsmodells der Simon Hegele Gruppe. Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 wird deutlich von den positiven Effekten neuer Kundenverträge, gesteigerter Auslastung sowie bereits eingeleiteter Prozessverbesserungen profitieren. Signifikante Beiträge zur positiven Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2023 sind weiterhin im Bereich der Pharmalogistik zu erwarten; dem in 2022 akquirierten und in 2022 operativ gestarteten Großauftrag folgte ein zweiter. Beide Projekte haben das Potenzial, die Basis für weitere Pharma-Projekte zu legen. Im März dieses Jahres hat die Simon Hegele Gruppe 51 % der Anteile der Oehler Verpackung GmbH übernommen. Das Unternehmen hat sich - wie auch schon die im Vorjahr eingegangene Beteiligung Georg Schrepfer GmbH - auf die Entwicklung und Herstellung von kundenspezifischen Transportverpackungslösungen aus Holz spezialisiert. Mit dieser Transaktion hat die Simon Hegele Gruppe die Basis für weitere Cross-Selling-Effekte als auch Synergien bei der Entwicklung und Herstellung von Verpackungslösungen verbreitert und weitet den Konzernumsatz hierdurch aus. Die inflationären Tendenzen dürften sich in 2023 zwar verlangsamen, jedoch auf nach wie vor hohem Niveau weiter fortsetzen; diesen begegnet die Gruppe mit verstärktem Kostenmanagement sowie Preiserhöhungen auf der Absatz-Seite. Der Fokus unserer Aktivitäten liegt in 2023 auf dem erfolgreichen Management der vorhandenen Ressourcen, der Akquise neuer Kunden sowie der internationalen Ausweitung des Geschäfts. Der geplante Umsatz für 2023 entspricht einer Steigerung im oberen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahresniveau. Für 2023 wird insgesamt auch ein positives Ergebnis vor Steuern mindestens auf Vorjahresniveau angestrebt. Im Mai 2023 ziehen die zentralen Verwaltungsbereiche in einen Bürokomplex in der Karlsruher Oststadt mit einer Fläche von circa 1.600 qm. Die Büroräume werden derzeit nach unseren Vorstellungen neu gestaltet. Der Umzug der Zentralfunktionen ist ein Zeichen unserer stetigen Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit. VIII. Gesamtaussage Der Simon Hegele Konzern hat in einem Berichtsjahr, welches von Inflation, steigenden Zinsen, politischen Wirrungen und Lieferkettenproblemen gekennzeichnet war, ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaftet. Die fortwährenden Bestrebungen der gesamten Belegschaft nach einem erfolgreichen Betrieb und Ausbau des Geschäfts legen die Basis für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung der Gruppe. Die aktuelle Nachfragesituation bei Neu- und Bestandskunden, einhergehend mit den laufenden Optimierungsinitiativen, lässt ein deutlich positives Ergebnis auf Vorjahresniveau erwarten. IX. Zweigniederlassungen Die inländischen Standorte des Simon Hegele Konzerns waren in 2022: Baiersdorf, Berlin, Creußen, Duisburg, Forchheim, Karlsruhe, Karlsdorf-Neuthard, Muggensturm, Kemnath, Frank- furt/Raunheim, Offenbach, Wiesau, Nürnberg, Sietzsch, Stuttgart, Uffenheim und Ulm. Außerhalb von Deutschland ist der Simon Hegele Konzern in folgenden Ländern/Städten vertreten: Frankreich/Paris, USA/Wood Dale, Mexico/Mexico-City, Australien/Banyo, Großbritannien/Abingdon, Türkei/Istanbul, Brasilien/Curitiba, Singapur.
Karlsruhe, 28. April 2023 SH HoldCo GmbH Geschäftsführung Stefan Ulrich Mike Winter Christoph Ludin Michael Wahl Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SH HoldCo GmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der SH HoldCo GmbH, Karlsruhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SH HoldCo GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, 28. April 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Oliver Striebel, Wirtschaftsprüfer Christiane Keßler, Wirtschaftsprüferin |
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