Stammdaten

Register
Amtsgericht Bamberg HRB 5694
Eingetragen
10.11.1983
Branche
Herstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Autozubehör, Metallwaren, Werkstattgeräten, Wohnwagen- und Fahrradzubehör, sowie sämtliche in dieser Branche üblichen Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Bülow
seit 11.2.2014
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

51.00% identifiziert49.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
49.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
IXXOS GmbH
Germany
26.112 €
51.00%
CHB-Holding GmbH
Germany
25.088 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Uebler GmbH

Forchheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der Uebler GmbH, Forchheim

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
T€
A. ANLAGEVERMRÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 8.500,00 19,3
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 82.626,00 95,2
2. Technische Anlagen und Maschinen 195.818,00 281,6
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.555.095,00 1.345,4
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 423.499,20 2.257.038,20 733,1
III. FINANZANLAGEN 6.000,00 6,0
2.271.538,20 2.480,6
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE 8.403.098,66 9.536,1
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 4.530.757,08 1.992,0
III. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 2.757.349,61 4.910,0
15.691.205,35 16.438,1
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 36.247,90 34,6
17.998.991,45 18.953,3

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
T€
A. EIGENKAPITAL
I. GEZEICHNETES KAPITAL 51.200,00 51,2
II. BILANZGEWINN 10.480.126,61 8.687,7
10.531.326,61 8.738,9
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.239.430,76 1.760,3
C. VERBINDLICHKEITEN
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.001.250,00
-davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr T€ 6.001,3 (Vj. T€ 6.001,6) 6.228.234,08 8.454,1
17.998.991,45 18.953,3

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Uebler GmbH, Forchheim

Vorjahr
T€
1. Rohertrag 11.497.065,89 18.058,2
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.411.948,71 5.388,3
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 754.135,45 977,8
-davon für Altersversorgung T€ 76,4 (Vj. T€ 89,7) 4.166.084,16
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 587.300,09 602,3
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.046.849,57 3.614,2
-davon aus Währungsumrechnung T€ 8,6 (Vj. T€ 0,2)
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 120,00 0,1
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.696,66 6,3
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.903,05 5,6
-davon an verbundene Unternehmen T€ 28,8 (Vj. T€ 1,6)
-davon aus Abzinsung T€ 4,2 (Vj. T€ 4,0)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.893.078,78 3.802,7
9. Ergebnis nach Steuern 1.795.666,90 3.673,7
10. Sonstige Steuern 3.265,06 2,7
11. Jahresüberschuss 1.792.401,84 3.671,0
12. Gewinnvortrag 8.687.724,77 5.016,7
13. Bilanzgewinn 10.480.126,61 8.687,7

Anhang

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls zum Teil an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Uebler GmbH mit Sitz in Forchheim im Handelsregister des Amtsgerichts Bamberg unter der Nummer HRB 5694 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen über 3 Jahre mit der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear oder degressiv abgeschrieben:

Technische Anlagen und Maschinen: 8 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 5 Jahre
Mieteinbauten: 25 Jahre

Innerhalb der Finanzanlagen werden diese zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter der Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Markzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82% (Vj. 1,78%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,00% (Vj.0,00%) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,00% (Vj. 0,00%) berücksichtigt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insgesamt Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter i.H.v. EUR 526.873,27 (Vorjahr EUR 468.575,29). Von diesem Betrag sind T€ 290 unter der Position Sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen (Vorjahr T€ 289) und T€ 237 (Vorjahr T€ 179) unter der Position Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von EUR 8.687.724,77 zum 1.1.2023 enthalten, der sich wie folgt im Berichtsjahr entwickelt hat:

Bilanzgewinn 1. Januar 2023 EUR 8.687.724,77
Ausschüttung in 2023 EUR 0,00
Gewinnvortrag EUR 8.687.724,77

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Sondervergütungen, Gewährleistungsansprüche, Urlaubsansprüche, Bonuszahlungen und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen - wie im Vorjahr - sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf und sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 6.001.250,00 (Vj. EUR 6.001.643,84).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Rohergebnis

Im Rohergebnis sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 17 (Vj. TEUR 13) enthalten. Diese betreffen Versicherungsentschädigungen und Schadensersatzansprüche.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt sich im Wesentlichen um Miet-, Leasing- und Pachtkosten, Messe- und Werbekosten, Ausgangsfrachten, Verkaufsprovisionen sowie Reparatur- und Instandhaltungskosten.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von EUR 4.661.435,00 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese bestehen ausschließlich gegenüber Gesellschafter und verbundenen Unternehmen. Diese Verpflichtungen betreffen folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen 4.660
Sonstiges 1

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2025.

Organe

Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahres wurden die Geschäfte durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Klaus Uebler ausgeübter Beruf: Ingenieur
Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Christoph Bülow ausgeübter Beruf: Ingenieur

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Bezug auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung in Anspruch.

Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 45,0
Angestellte 12,0
leitende Angestellte 16,0
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitenehmer 73,0
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 69,0
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 4,0

 

Forchheim, den 08. August 2024

Uebler GmbH

Die Geschäftsführung

Dipl.-Ing. Klaus Uebler

Dipl.-Ing. Christoph Bülow

Entwicklung des Anlagevermögens

- ANLAGENGITTER -

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand am 31.12.2023
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 141.673,27 0,00 3.500,00 0,00 138.173,27
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Werte
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 226.662,64 2.838,22 0,00 0,00 229.500,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 561.484,35 0,00 0,00 0,00 561.484,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.330.839,18 78.897,01 36.466,11 617.425,86 4.990.695,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 733.105,00 307.820,06 0,00 - 617.425,86 423.499,20
5.852.091,17 389.555,29 36.466,11 0,00 6.205.180,35
III. FINANZANLAGEN 6.000,00 0,00 0,00 0,00 6.000,00
5.999.764,44 389.555,29 39.966,11 0,00 6.349.353,62
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 122.401,27 10.771,00 3.499,00 129.673,27
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Werte
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 131.424,64 15.450,22 0,00 146.874,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 279.854,35 85.812,00 0,00 365.666,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.985.392,18 475.266,87 25.058,11 3.435.600,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.396.671,17 576.529,09 25.058,11 3.948.142,15
III. FINANZANLAGEN 0,00 0,00 0,00 0,00
3.519.072,44 587.300,09 28.557,11 4.077.815,42
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 8.500,00 19.272,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Werte
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 82.626,00 95.238,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 195.818,00 281.630,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.555.095,00 1.345.447,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 423.499,20 733.105,00
2.257.038,20 2.455.420,00
III. FINANZANLAGEN 6.000,00 6.000,00
2.271.538,20 2.480.692,00

Lagebericht für das Jahr 2023

1 Allgemeine Situation und Grundlagen der Gesellschaft

Gegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung und der Vertrieb von hochwertigen und modernen Fahrradträger-Systemen. Zu den Kunden der Gesellschaft zählen der namhafte Fachhandel im Bereich Autozubehör- und Fahrradbereich, sowie Automobilhersteller in Deutschland, Europa und Asien.

Seit 2017 bietet die Gesellschaft ergänzend unter der Marke Si.o auch innovative E-Fahrzeuge, wie E-Scooter und E-Roller an.

Aufgrund der hohen Innovationskraft ist die Gesellschaft im Wettbewerb nach wie vor gut positioniert.

Die Gesellschaft nutzt zur internen Steuerung im Wesentlichen die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren:

Rohergebnis

Ergebnis nach Zinsen und Steuern

Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr als "mittelgroße Kapitalgesellschaft" i.S.d. § 267 HGB prüfungspflichtig.

2 Geschäftsverlauf

Im Berichtsjahr ist nochmal ein weiterer deutlicher Umsatzrückgang von ca. 46% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.

Hierfür sind folgende Gründe zu nennen:

Aufgrund der allgemeinen geopolitischen Lage, dem herrschenden Kriegsgeschehen in der Ukraine und der vorhandenen Energieversorgungsunsicherheit in Deutschland kam es ab Mitte 2022 zum deutlichen Einbruch der Nachfrage nach Freizeitartikeln und somit auch nach Fahrradträgern. Dieser hat sich noch bis weit ins Jahr 2023 fortgeführt. Durch den weiteren Umsatzrückgang sind auch im Jahr 2023 weitere Anpassungen der Bedarfe und Kapazitäten entlang der Lieferkette notwendig gewesen. Die generellen Beschaffungszeiten entlang der Lieferkette haben sich zwar deutlich normalisiert, spielten aber aufgrund der noch aus 2022 stammenden Rahmenverträge und denen daraus resultierenden hohen Lagerbeständen in Jahr 2023 keine entscheidende Rolle.

Eine sukzessive Anpassung der eigenen Produktionskapazitäten erfolgte bereits ab August 2022. Eine weitere Anpassung der Kapazitäten aufgrund des Umsatzrückgangs erfolgte in Q1/2023 begleitet von Kurzarbeit in der zweiten Jahreshälfte.

Wir bereits im Lagebericht 2022 angedeutet hatte eine Vielzahl von Handelspartnern die Bestellungen in der zweiten Jahreshälfte 2022 nicht angepasst. Dadurch konnten die gesunkenen Bedarfe beim Endkunden im Jahr 2023 durch die vorhandenen Lagerbestände bei den Handelspartnern bedient werden, ohne Nachbestellungen beim Hersteller auslösen zu müssen.

Der Umsatzrückgang von weiteren 46% im Vergleich zu 2022 spiegelt nun scheinbar die reale Marktsituation wider. Die Bedarfe und die damit verbunden Lagerbestände entlang der Liefer- und Verkaufskette normalisieren sich nach den "Sonderjahren 2020 und 2021 langsam wieder.

Die immer noch sehr hohen Energiekosten, die sehr sprunghaften politischen Entscheidungen, die ständig steigenden Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit und der stetig wachsende bürokratische Aufwand verteuern die Produkte stetig, gepaart mit einer allgemeinen Verunsicherung und Kaufzurückhaltung der Endkunden, sodass diese auch zukünftig deutlich weniger Geld für den Freizeitsektor ausgeben werden.

3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die im Vorjahr gesetzten Ziele für die Leistungsindikatoren Rohergebnis und Ergebnis nach Zinsen und Steuern konnten nicht erreicht werden.

3.1 Ertragslage

Die deutlichen Umsatzverluste sind im Wesentlichen auf die rückläufigen Verkaufszahlen bei den Fahrradträgersystemen zurückzuführen. Auch bei den Produkten der Marke Si.o konnten kein Umsatzsteigerungen erreicht werden. Da die Elektromobilität immer noch nur einen sehr geringen Anteil zum Gesamtumsatz beiträgt, wird diese nicht weiter berücksichtigt.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Miet-, Leasing-, Pacht- und Werbekosten sowie Ausgangsfrachten, Verkaufsprovisionen und Reparatur- und Instandhaltungskosten. Aufgrund des erneuten Umsatzrückgangs gab es bei den Aufwendungen in Relation zum erzielten Umsatz weiterhin leichte Verschiebungen bzw. eine leichte Verschlechterung der Quoten, die aber trotz der vorliegenden Umstände absolut im Rahmen geblieben sind. Es waren keine deutlichen Ausreiser zu verzeichnen.

3.2 Finanzlage

Die Finanzlage ist als stabil und geordnet zu bezeichnen. Sie bietet genügend Sicherheit, um die erforderlichen Aufgaben zu erfüllen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen beglichen. Das Unternehmen ist stets in der Lage, Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit zu erfüllen.

Im Rahmen des Forderungsmanagements wird auf die Einhaltung vorgegebener Zahlungsziele geachtet.

Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgt aus dem vereinfachten Cashflow.

3.3 Gesamtaussage der Geschäftsführung

Wie zu erwarten war das Geschäftsjahr 2023 aus Sicht der Geschäftsführung ein ehr mäßiges Jahr. Dies hatte sich bereits Ende 2022 abgezeichnet, wodurch entsprechend Maßnahmen zur Kostenreduzierung eingeleitet wurden. In allen Quartalen 2023 mussten Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden. Durch die schnelle und effektive Einleitung der Maßnahmen, geriet das Unternehmen zu keinem Zeitpunkt in finanzielle Schieflage, trotz des enormen Umsatzrückgang. Es wurde vielmehr noch ein positiver Jahresüberschuss für 2023 erwirtschaftet, was letztlich als Erfolg eines schwierigen Jahres zur bewertet ist.

4 Unternehmensentwicklung

Im Rahmen der Unternehmensentwicklung und Absicherung der Produktqualität wurden im Berichtsjahr die Requalifikationsaudits für die Normen DIN ISO 9001:2015 bzw. IATF 16949 erfolgreich durchgeführt. Die IATF 16949 stellt höchste Ansprüche an die Gesellschaft hinsichtlich Qualitätssicherung und Prozessabläufe, sie trägt zur besseren Strukturierung des Unternehmens bei und sichert damit langfristig die Zusammenarbeit mit den Automobilkunden. Durch die Ermittlung von Kenngrößen in allen Abteilungen können sofort Tendenzen erkannt, bewertet und ggf. Maßnahmen eingeleitet werden. Des Weiteren konnte das Überwachungsaudit nach ISO 14001:2015 erfolgreich bestanden werden.

Die Prozesse im Unternehmen laufen stabil trotz der gegebenen Umstände, wodurch auch Einsparmaßnahme und Kostenoptimierungen gezielt und ohne Qualitätsverluste bei den Produkten umgesetzt werden konnten. Durch das weitere Vorantreiben der Digitalisierung /Softwareunterstützung ist/war jeder Prozess leicht skalierbar und konnte an die geben Rahmenbedingungen anpasst werden.

5 Chancen- und Risikoberichterstattung

5.1 Chancen der künftigen Entwicklung

Der Trend zum Fahrradfahren und die damit verbundene Nachfrage nach Fahrradträgersystemen wird auch weiterhin vorhanden sein. Der Absatz von Fahrrädern gerade auch im Leasingbereich setzte sich weiter fort, wenn auch auf einem niedrigen Niveau als in den vergangen zwei Jahren. Dennoch werden gerade teure Fahrräder immer noch gut verkauft, wodurch auch ein Absatz von hochwertigen Fahrradträger vorhanden ist.

Im Jahr 2023 konnte aufgrund des hohen Materialbestandes aus 2022 die Materialeinsatzquote im Einkauf deutlich reduziert werden. In Kombination mit der angepassten Produktionskapazität, der Kurzarbeit ab der zweiten Jahreshälfte und einer hohen Lagerbestandsquote an Fertigware bis zum Jahresende konnte eine gleichbleibende Produktion ohne weitern Personalabbau gewährleistet werden. Ein weiterer Personalabbau wäre unter Berücksichtigung der Personalstruktur und den Umsatzerwartungen für das Jahr 2024 nicht sinnvoll gewesen. Ende 2023 waren bei einigen Großkunden die Lagebestände für Fahrradträger bereits wieder auf einem normalen Niveau, wodurch es für 2024 wohl wieder zu erhöhten Bedarfen kommen sollte. Um alle zu erwartende Kundenwünsche gleichzeitig und Just in Time im Jahr 2024 beliefern zu können, wird die hohe Lagerquote an Fertigware aus 2023 sehr hilfreich sein. Aufgrund der vorhandenen Indikatoren aus den Märken, geht die Geschäftsleitung von einer Normalisierung der Lagerbestände und der Bedarfe im Jahr 2024 aus.

5.2 Risiken der künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt ein ihrer Größe und Komplexität ihrer Geschäftstätigkeit angemessenes Risikomanagement, welches in die tägliche operative Arbeit der Abteilungen integriert wurde.

Dem Absatzrisiko begegnet die Gesellschaft durch stetige Verbesserung und Weiterentwicklung der bestehenden Produkte, durch die Innovationsführerschaft im Bereich Kupplungsträgerentwicklung, durch maximale Flexibilität in der Produktion sowie schnelle Reaktion auf Kundenwünsche und Anpassungen.

Das Beschaffungsmarktrisiko ist durch die Rohstoffpreise für Aluminium sowie durch die Abhängigkeit von Lieferanten geprägt. Diesem begegnet die Gesellschaft durch langfristige Rahmenverträge. Das Risiko wird - entsprechend der Risikokategorisierung - als niedrig eingeschätzt.

Aktuell bestehen im Markt eher Überangebote aufgrund der deutlich gesunkenen Nachfragen in allen Marktbereichen. Wiederbeschaffungszeiten haben sich entsprechend normalisiert und sind wieder planbarer.

Das Finanzierungsrisiko wird als gering eingeschätzt, da ausreichende liquide Mittel vorhanden sind, trotz der erhöhten Kapitalbindung in Fertig- und Rohware.

Mögliche Qualitäts- bzw. Produktrisiken können durch Qualitätsprobleme in der Produktion entstehen, z.B. durch Produktausfälle, die dann zu Gewährleistungsansprüchen führen. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch ein ständig weiterentwickeltes Produktionsüberwachungssystem.

Daher wird das Qualitäts- und Produktionsrisiko als gering eingestuft.

5.3 Gesamtbild zur Risikolage

Die Gesellschaft hat ihre Aktivitäten und Systeme zur Erkennung und Überwachung von geschäftsspezifischen Risiken überprüft und festgestellt, dass diese geeignet sind zur Erkennung und Gegensteuerung von Risiken, die die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich trotz der sich veränderten gesamtwirtschaftlichen Lage, keine wesentliche Veränderung in der Einschätzung der Risiken ergeben, weil die Gesellschaft weder hinsichtlich des Absatzes noch der Beschaffung Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen aus den Ländern Ukraine, Weißrussland und Russland pflegt.

Die Wertschöpfungskette der Gesellschaft ist unabhängig von fossilen Brennstoffen (Gas). Bestandsgefährdende Risiken sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt bzw. realistisch.

5.4 Prognosebericht

Für das Folgejahr geht die Gesellschaft von einem niedrigen einstelligen Wachstum aus.

Die Gesellschaft geht aufgrund der vorliegenden Finanzlage davon aus, dass in jedem Fall eine Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs ohne den Einsatz von Fremdkapital möglich sein wird.

 

Forchheim, den 08. August 2024

Uebler GmbH

Die Geschäftsführung

Klaus Uebler

Christoph Bülow

Wir weisen nach § 328 Abs. 1a HGB darauf hin, dass der beigefügte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers sich auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Uebler GmbH, Forchheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Uebler GmbH, Forchheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Uebler GmbH, Forchheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fürth, den 09. August 2024

DÜNKEL & KOLLEGEN GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Dr. Karl-Heinz Schrenker, Wirtschaftsprüfer

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