Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 6861
Vorher
Preh IMA Automation GmbH
Eingetragen
4.6.2014
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Automationsanlagen und -systemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Amann
seit 30.1.2025
Geschäftsführer
Marijan Brcina
seit 3.7.2024
Geschäftsführer
Martin Krönung
seit 6.5.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ningbo PIA Automation Holding Corp.CHN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PIA Automation Bad Neustadt GmbH

Bad Neustadt a.d. Saale

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die PIA Automation Bad Neustadt GmbH (PIA Bad Neustadt oder Gesellschaft) ist ein zukunftsorientiertes Technologieunternehmen mit globaler Ausrichtung im Bereich der Automatisierungstechnik.

Die PIA Bad Neustadt entwickelt, fertigt und liefert weltweit Montageautomationssysteme für Kunden aus den Bereichen Elektronik und Consumer-Technik.

1.2 Organisationsstruktur

Die PIA Automation Bad Neustadt GmbH (PIA Bad Neustadt oder Gesellschaft), eingetragen beim Amtsgericht Schweinfurt HRB 6861 war zum 31. Dezember 2023 mit einem Stammkapital von TEUR 500 ausgestattet. Sitz der Gesellschaft ist Theodor-Jopp-Str. 6, 97616 Bad Neustadt an der Saale. Alleinige Gesellschafterin der PIA Bad Neustadt zum 31. Dezember 2023 ist die PIA Automation Holding GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale.

Am Ende des Berichtsjahrs waren insgesamt 216 Mitarbeiter beschäftigt.

1.3 Kunden und Absatzmärkte

Zu den Kunden der PIA Bad Neustadt zählen neben Produktproduzenten aus dem Bereich Automotive auch Unternehmen der Medizin- und Informationstechnik, der Infrastrukturbranche, den regenerativen Energien sowie Haus- und Elektrogeräteindustrie. Großes Wachstumspotential ergibt sich aus dem Wechsel vom Verbrenner-Motor zu elektrischem Antriebsstrang. Im Jahr 2023 hat PIA Bad Neustadt einen Auftragseingang von mehr als 40 Mio. EUR zu verzeichnen. PIA Bad Neustadt betriebt Geschäfte überwiegend in Europa und Nordamerika.

1.4 Unternehmensstrategie

Die Strategie von PIA Bad Neustadt ziel darauf ab, basierend auf den angestammten Geschäftsmodellen und Einsatzbereichen innovative Lösungen für neue technologische und gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln, um weitere Wachstumspotenziale zu erschließen und im Markt der Automatisierungstechnik überproportional zu wachsen. Thematisch sind es globale Trends und daraus resultierende Wachstumspotenziale wie E-Mobilität, autonomes Fahren, Digitalisierung, Energiemanagement, Life Science inkl. Medizintechnik und die generelle Automatisierung der produzierenden Industrie.

1.5 Unternehmensführung und Steuerungssystem

Die Unternehmensführung von PIA Bad Neustadt orientiert sich an den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Verantwortlich für die Unternehmensführung ist die Geschäftsführung.

Die Geschäftsführung legt die Unternehmensstrategie in Einklang mit der Konzernstrategie fest und erarbeitet gemeinsam mit den verantwortlichen Abteilungsleitern und den Geschäftsbereichsleitern geeignete Maßnahmen zur Strategieumsetzung.

Die wichtigsten Steuerungskennzahlen sind der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Darüber hinaus wird für die Steuerung der Auftragseingang genutzt.

1.6 Forschung & Entwicklung

PIA Bad Neustadt betreibt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) primär mit dem Schwerpunkt für das eigene Projektgeschäft. Aufgrund der tiefgreifenden Veränderungen in den Bereichen E-Mobilität, autonomes Fahren und Lifesciences sind im Berichtszeitraum Entwicklungsaktivitäten unternommen worden, die in Zukunft erhebliche Mittelrückflüsse bei bekannten und bei neuen Kunden generieren werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Konjunkturelle Lage 2023

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,0 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Im EURO-Raum verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, November 2023, weitere, detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, Februar 2024

2.2 Globaler Maschinenbau

Angesichts des anhaltenden unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern weltweit schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und die Produktion und den Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenbau-Umsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit.

Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), detailliertere Informationen: "Maschinenbau Konjunktur International, Dezember 2023

2.3 Deutsche Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamt wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich.

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

2.4 Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr in Jahr 2023 um real 0,7 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweichlich der Ergebnisse der VDMA-Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal 7 % zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. EURO, der Umsatz von 262 Mrd. EUR.

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

2.5 Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 war wie im Jahr 2022 immer noch geprägt durch eine unzuverlässige Materialversorgung auf dem Weltmarkt, insbesondere bei Computer-Chips und elektronischen Komponenten, die Auswirkungen aus dem Krieg in der Ukraine sowie einer erheblichen Inflationsrate. Die Inflation wiederum führte zur Erhöhung der Personalkosten, vor allem in Nordamerika und Europa. Darüber hinaus stiegen die gesamten Herstellungskosten diverser Produkte erheblich. Die kundenseitigen Verschiebungen von Projektabschnitten (Meilensteinen) und Endabnahmen hielten das ganze Jahr über an.

Jedoch konnte in der zweiten Jahreshälfte eine signifikante Verbesserung des Auftragseingangs erreicht werden. Hohe Aktivitäten bei Anfragen und gute Bestelleingänge deuten darauf hin, dass die allgemeine Verunsicherung und Konsumzurückhaltung sich moderat verringern und unsere Kunden vermehrt investieren werden - vor allem in neue Technologien.

Die oben beschriebenen Einflüsse haben zu einer Steigerung der Umsatzerlöse auf TEUR 50.760 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 25.095. Dies bedeutet eine Erhöhung um TEUR 25.665 und gleichzeitig eine Steigerung um 102,3 %. Der Auftragsbestand beträgt zum Jahresende TEUR 33.700 gegenüber TEUR 30.100 im Vorjahr.

2.6 Ertragslage

Kennzahlen PIA Bad Neustadt 2023 2022
Auftragsbestand zum 31. Dezember TEUR 33.700 30.100
Umsatzerlöse TEUR 50.760 25.095
Betriebliche Leistung inkl. UFE TEUR 34.931 39.269
EBITDA TEUR -1.244 -5.615
EBIT TEUR -2.736 -7.113
EBT TEUR -5.830 -9.227
Eigenkapitalquote (31.12.) % 7,3 6,2
Mitarbeiter (31.12.) Anzahl 216 218

Aufgrund der oben beschriebenen Ausgangslage im Jahr 2023 konnten zwar der geplante Umsatz übertroffen werden, jedoch nicht das geplante Ergebnis. Der geplante Umsatz belief sich auf TEUR 45.244, das geplante EBITDA TEUR 3.566 und das geplante EBT TEUR 151. Insgesamt erreichte die PIA Bad Neustadt einen fakturierten Umsatz von TEUR 50.760 (i.Vj. TEUR 25.095). Im Gegenzug dazu kam es jedoch zu einer signifikanten Bestandsminderung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse, weshalb die betriebliche Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) im Vergleich zum Vorjahr geringer ausfiel. Die Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass im Geschäftsjahr deutlich mehr Abnahmen von Kundenprojekten stattgefunden haben, die bereits im Vorjahr angearbeitet wurden. Der Auftragsbestand entwickelte sich vor allem durch Verkäufe im Bereich E-Antriebe sehr positiv.

Ein Großteil des Umsatzes wurde dabei in Deutschland erzielt mit TEUR 14.411. In den anderen Ländern der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion sind weitere TEUR 29.189 erwirtschaftet worden, davon in Rumänien TEUR 20.603, in Polen TEUR 4.903, in Ungarn TEUR 2.652. Ein weiterer großer Teil des Umsatzes erfolgte in den USA mit TEUR 6.782.

TEUR 01.01.- 31.12.2023 01.01.- 31.12.2022
Umsatzerlöse 50.760 25.095
Verminderung (i.Vj. Erhöhung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -15.829 14.174
Sonstige betriebliche Erträge 1.539 1.778
Materialaufwand -17.947 -26.538
Personalaufwand -16.005 -16.315
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.762 -3.809
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen -1.244 -5.615
EBITDA
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.492 -1.498
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -2.736 -7.113
Finanzergebnis -3.094 -2.114
Ergebnis vor Steuern (EBT) -5.830 -9.227
Steuern -57 -93
Gewinn / (Verlust) -5.887 -9.320
Verlustausgleich durch Gewinnabführungsvertrag von der Holding übernommen 5.887 9.320
Jahresüberschuss 0 0

Die steuerungsrelevante Kennzahl EBITDA erreichte im Geschäftsjahr 2023 einen Wert von TEUR -1.244 und lag damit deutlich besser als der Vergleichswert aus 2022 (TEUR -5.615). Die angestrebte Vorjahresprognose konnte aufgrund der geschilderten Voraussetzungen nicht erreicht werden. Die Gründe liegen vor allem im Rückgang der Gesamtleistung und im Personalaufbau in Wachstumsbereichen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beläuft sich auf TEUR -2.736 (i.Vj. TEUR -7.113).

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beläuft sich auf TEUR -5.830 (i.Vj. TEUR -9.227).

Der Verlust des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR -5.887 (i.Vj. TEUR -9.320). Aufgrund des Gewinnabführungsvertrags mit der PIA Automation Holding GmbH gleicht diese den Verlust des Geschäftsjahres aus mit TEUR -5.887 (i.Vj. TEUR -9.320), sodass ein ausgeglichenes Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 verbleibt.

2.7 Vermögenslage

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Langfristige Vermögenswerte 32.314 33.656
Kurzfristige Vermögenswerte 46.481 58.666
Summe Aktiva 78.795 92.322
Eigenkapital 5.750 5.750
Langfristige Verbindlichkeiten 9.347 20.324
Kurzfristige Verbindlichkeiten 64.234 66.249
Summe Verbindlichkeiten 73.581 86.573
Summe Passiva 78.795 92.322

Per 31. Dezember 2023 belief sich die Bilanzsumme der PIA Bad Neustadt auf TEUR 78.795 (i.Vj. TEUR 92.322).

Die wesentlichen Änderungen der kurzfristigen Vermögenswerte im Vergleich zum Vorjahr resultieren aus den Unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen. Der Rückgang der Vorräte insgesamt beträgt TEUR 15.092, von TEUR 44.897 im Vorjahr auf TEUR 29.805 im Berichtsjahr.

Auf der Passivseite ergeben sich die wesentlichen Veränderungen bei den langfristigen Verbindlichkeiten aus der Rückzahlung eines Darlehens von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.335 während des Berichtsjahres. Zugleich sind die erhaltenen Anzahlungen auf Kundenbestellungen um TEUR 9.743 gestiegen.

2.8 Finanzlage

Die wesentlichen Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der Liquidität des Unternehmens, die Optimierung der Finanzaufwendungen sowie die Steuerung und Minimierung der Währungs- und Zinsrisiken.

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 12.587 -3.667
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -161 208
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -10.985 3.461
Veränderung des Finanzmittelbestandes (Summe) 1.441 2
Währungsbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes
Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 1.516 75

PIA Bad Neustadt war jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.9 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Beschaffung

Für die Beschaffungsstrategie spielt der Zukauf von Materialien und Baugruppen sowie von Dienstleistern im Geschäftsmodell eine zentrale Rolle. Preisvorteile am Beschaffungsmarkt ließ die Marktsituation im Berichtsjahr nur eingeschränkt zu. In Summe beliefen sich die Materialkosten bei PIA Bad Neustadt auf TEUR 17.947 (i.Vj. TEUR 26.538), was eine Quote zum bereinigten Umsatz im Berichtsjahr von TEUR 34.931 (i.Vj. TEUR 39.269) von 51,4 % (i.Vj. 67,6 %) entspricht.

Mitarbeiter

Die Stammbelegschaft der PIA Bad Neustadt belief sich am Jahresende auf 216 Personen (i.Vj. 218 Personen).

Ein wichtiges Ziel unserer Personalstrategie ist weiterhin, das Unternehmen auch in Zukunft als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Hierzu wurden umfassende Maßnahmen wie z.B. Employer Branding und Social Media umgesetzt. Die kontinuierliche Förderung der Mitarbeiter und Entwicklung von Talenten sind feste Bestandteile unserer unternehmerischen Verantwortung.

Gesamtaussage

Im Jahre 2023 war die Geschäftsentwicklung von PIA Bad Neustadt während des gesamten Jahres aufgrund der angespannten globalen Situation sowie dem gestarteten Transformationsprozess stark beeinflusst. Die ursprünglich geplanten Umsatz- und Ergebnisziele konnten in diesem Umfeld nicht alle erreicht werden.

3. Risiko- und Chancenbericht

Als international ausgerichtetes und tätiges Unternehmen ist die PIA Bad Neustadt regelmäßig weltweiten Risiken aber auch Chancen ausgesetzt. Unser Ziel ist es, Risiken nur dann einzugehen, wenn durch die damit verbundenen Chancen ein angemessener Betrag zum Unternehmenswert erwartet und eine Bestandgefährdung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann.

Die PIA Bad Neustadt definiert die Begriffe "Risiko" und "Chance" wie folgt:

Risiko ist die Möglichkeit von negativen künftigen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Chance ist die Möglichkeit von positiven künftigen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Risiken und Chancen werden wöchentlich an die Geschäftsführung der PIA Bad Neustadt berichtet.

3.1 Risiko-Managementsystem

Das Risikomanagementsystem dient der langfristigen Absicherung der Ziele und des Geschäftserfolgs des Unternehmens, zur Steigerung des Unternehmenswertes und zur Minimierung von Ausfällen aus Risiken. Das Risikomanagementsystem ist in die bestehenden Planungs-, Controlling- und Informationssysteme integriert. Im Rahmen der Risikoanalyse werden Risiken systematisch identifiziert und auf Eintrittswahrscheinlichkeit und quantitative Auswirkungen analysiert. Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt immer beim zuständigen operativen Management der Geschäftseinheit.

3.2 Chancen-Managementsystem

Das Chancenmanagement ist bei PIA Bad Neustadt fester Bestandteil des Risikomanagementprozesses. Es werden nicht nur die Risiken (Gefahren), sondern auch die Chancen als Abweichungen vom geplanten Ergebnis identifiziert.

3.3 Internes Kontrollsystem (IKS)

Gemeinsam mit dem Risiko- und Compliance Management ist es Aufgabe des IKS, durch systematische und organisatorische Regelungen ein Kontrollsystem zu gestalten, um das Unternehmen mit all seinem Vermögen für die Share- und Stakeholder zu sichern und Compliance mit internen Regelungen und Gesetzen sicherzustellen.

Die grundliegenden Prinzipien des IKS bilden

Das Vier-Augen-Prinzip als Minimalanforderung oder sofern möglich und geboten das Funktionstrennungsprinzip

Das Transparenzprinzip

Die Datensparsamkeit hinsichtlich notwendiger Informationen aufgrund von Funktionen, angelehnt an Datenschutzregelungen

3.4 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontrollsystem der PIA Bad Neustadt umfasst die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur

Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit

Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung

Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften

Das Risikomanagement beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

3.5 Darstellung der wesentlichen Risiken und Chancen

Nachfolgend sind die wesentlichen Risiken und Chancen dargestellt.

Die strategischen Risiken und Marktrisiken sind hauptsächlich die Themenbereiche:

Beschaffungsmarktrisiken

Lieferengpässe

Inflationsrisiken

Preisdruck/Preisschwankungen

Zahlungsverhalten der Kunden

Finanzierungsrisiken

Konjunkturelle Veränderungen

Währungsrisiken

Bedrohung von Marktposition und Wettbewerbsvorteilen

Markttrends/Absatzschwankungen

Standort/Länderrisiken

Risiken aus der politischen und gesellschaftlichen Lage

Marktattraktivität

Wettbewerbsumfeld

Strategie/Organisation/Kernkompetenzen

Wesentlich sind:

Die jeweiligen Standort- und Länderrisiken; das Standortskonzept der PIA Bad Neustadt orientiert sich an den Kundenanforderungen in den Auslandsmärkten.

Hohe Abhängigkeit von der Automobilindustrie und deren Lieferanten; auf einen konjunkturellen Umsatzeinbruch hat sich PIA Bad Neustadt mit einer verstärkten Flexibilisierung der Kostenstruktur entsprechend vorbereitet u.a. durch Erhöhung des Anteils externer Dienstleister.

Signifikantes Risiko durch anhaltende Kostensteigerungen bei unseren wichtigsten Rohstoffen. Der damit verbundene Anstieg der Einkaufspreise bei den entsprechenden Einzelteilen kann möglicherweise nicht an die Kunden in vollem Umfang weitergegeben werden.

Das Risiko aus Lieferterminverschiebungen und -engpässen auf dem Beschaffungsmarkt ist sehr hoch.

Die demokratischen Staaten haben in großer Geschlossenheit mit Sanktionen auf den im Februar 2022 begonnen Russland-Ukraine-Krieg reagiert. Wesentliche Risiken treffen die Realwirtschaft unter anderem in Hinblick auf Lieferketten, Energiebedarf und Versorgungsstabilität. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko für PIA Bad Neustadt.

Strategische Chancen und Marktchancen

Neue technologische und gesellschaftliche Trends bieten der PIA Bad Neustadt gute Wachstumschancen. So kann sich beispielsweise das zunehmende Interesse der Autofahrer an Hybrid- und Elektroantrieben sowie Elektrik- und Elektronikinnovationen im Fahrzeug positiv auf unsere Entwicklung auswirken. Eine günstigere Entwicklung der Rohstoffpreise würde sich positiv auf die Materialkostenquote und damit auf die Marge von PIA auswirken.

Zu den operativen Risiken rechnen wir hauptsächlich die Themenbereiche

Produktion

Einkauf/Logistik

Personal

Projektmanagement

Forschung/Entwicklung

Vertrieb

Information Management

Die wesentlichen Risiken sind:

Projektübergreifende Risiken wie z.B. Projektverzögerungen und Aufkündigungen können gravierende Auswirkungen für das künftige Geschäft haben und zu hohen Sonderkosten führen. Dieses Risiko wird von uns als "mittel" eingeschätzt.

Ein weltweit operierendes Unternehmen wie PIA Bad Neustadt kann nur mit Hilfe komplexer IT-Systeme gesteuert werden. Systemausfälle, Angriffe auf Netzwerke, Verlust oder Manipulation von Daten können die Lieferbereitschaft gefährden, die Produktion beim Kunden vorübergehend unterbrechen und weitreichende Schadensersatzforderungen nach sich ziehen. PIA arbeitet sowohl im konzeptionellen als auch im operativen Bereich permanent an der Optimierung des IT-Umfeldes. Dieses Risiko wird von uns als "mittel" eingeschätzt.

Der Verlust eines oder mehrerer Großkunden kann temporär zu Gewinn- bzw. Deckungsbeitragsausfällen und zusätzlichen Kapazitätsanpassungskosten führen. Der Aufbau sehr enger und stabiler Kundenbeziehungen und unser hervorragender Lieferservice sorgen dafür, dass sich der Kundenverlust frühzeitig ankündigen würde und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden könnten. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als "gering" ein.

Zu den Operativen Chancen der PIA Bad Neustadt zählen die in den wichtigsten Märkten europaweit führende Position, unsere globale Vertriebs-, Entwicklungs- und Produktionspräsenz sowie das breite, internationale Kundenportfolio. Diese Faktoren ermöglichen es uns, weltweit von positiven Marktentwicklungen zu profitieren. Zu den operativen Chancen der PIA Bad Neustadt zählt der kurz- und mittelfristige Ausbau der führenden Position in den europaweiten Märkten für Konsumgüter, Industriegüter und dem sich entwickelnden Medizinbereich. Durch unsere bestehende Kundenstruktur sowie gezielte Neukunden-Gewinnung planen wir, im europäischen Markt weiter zu wachsen. Insgesamt werden sich diese Märkte unserer Einschätzung nach auch positiv entwickeln, so dass wir aufgrund unserer vorhandenen Marktstellung davon profitieren werden. Das Marktwachstum kann dabei einen erheblichen Beitrag zur Steigerung des Umsatzes und zum Profit der Gesellschaft leisten. Wir sehen hier folglich eine operative und eine finanzielle Chance.

Zu den finanziellen Risiken rechnen wir hauptsächlich die Themenbereiche

Währungs- und Zinsrisiken

Forderungsausfallsrisiken

Bankabhängigkeit

Finanzierung

Liquiditätsrisiken

Die wesentlichen Risiken sind:

Der Ausfall des Forderungsbestandes eines großen Kunden kann das Jahresergebnis spürbar negativ beeinflussen. Zur Vorsorge werden die Kunden, die mit PIA Bad Neustadt Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur ermöglicht eine laufende Überwachung des Risikos. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als "moderat" ein.

PIA Bad Neustadt setzt zur Absicherung des geplanten Wachstums ausreichend fristenkongruente Kreditzusagen von Banken ein. Im Wesentlichen erfolgt dies in Form von klassischen Kreditlinien. Insgesamt schätzen wir dieses Risikos als "mittel" ein.

Der Trend zur Reduktion von Anzahlungen bei Neuprojekten hat sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt, vor allem bei Kunden aus dem Automotive Sektor mit einer hohen Verhandlungsmacht. Eine Kehrtwende ist aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation diesbezüglich nicht zu erwarten. Wir schätzen dieses Risiko mit den aktuellen Erfahrungen als "mittel" ein.

Compliance Risiken bestehen insbesondere in den folgenden Themenbereichen:

Import- und Exportrecht

Produkthaftpflicht

Umweltrisiken

Korruption

Fraud

Steuerrecht

Die wesentlichen Risiken sind:

Bei Verstößen kann es zu erheblichen Bußgeldern, Reputationsverlusten, Schadensersatzansprüchen und je nach Land auch zu Haftstrafen für Führungskräfte und beteiligte Mitarbeiter kommen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als "gering" ein.

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass Organe und/oder Mitarbeiter gegen Gesetze, interne Richtlinien oder von PIA Bad Neustadt anerkannte Standards guter Unternehmensführung verstoßen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als "gering" ein.

Embargoverschärfungen können die Auslieferung abgeschlossener Verträge unterbinden. Dadurch kann es zu Umsatzverlusten und Forderungsausfällen kommen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als "gering" ein. Die Kunden der PIA Bad Neustadt sind aufgrund der geografischen und politischen Lage nicht vom Embargo bedroht.

4. Prognosebericht

Der Ausblick auf das restliche Jahr 2024 ist wegen der anhaltenden Zurückhaltung beim Absatz von E-Fahrzeugen eingetrübt. Dies führt zu Verschiebungen bei Neuprojekten und Verzögerungen bei der Projektabwicklung und kann einen negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von PIA Bad Neustadt haben.

Für das verbleibende Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung der PIA Bad Neustadt auf Basis des guten Auftragsbestands mit einem moderaten Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr und einem soliden Auftragsbestand zum Jahresende. Hinsichtlich des EBITDA erwartet die Geschäftsführung eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Berichtsjahr, sodass für 2024 ein positiver EBITDA vor etwaigen Sondereffekten erzielt werden kann.

Unter der Annahme der Normalisierung der wirtschaftlichen Gesamtsituation und auf Basis der aktuellen Planungen und Erkenntnisse sieht die Geschäftsführung zum jetzigen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte für bestandsgefährdende Risiken. Im Falle von negativen Einflüssen auf die Finanzmärkte sowie weiterer geopolitischer Entwicklungen negativer Art könnten jedoch außerplanmäßige Belastungen negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens erzeugen. Dies ist heute noch nicht prognostizierbar.

Ausgehend von der breit aufgestellten Kunden- und Produktbasis, dem Marktpotenzial der E-Mobilität und der Medizintechnik, der globalen Aufstellung von PIA Bad Neustadt sowie der 2024 verbesserten Kostenbasis sieht sich PIA Bad Neustadt für die Zukunft nach wie vor sehr gut aufgestellt.

 

Bad Neustadt a. d. Saale, 20. Dezember 2024

Die Geschäftsführung

Marijan Bcrina

Peter Richter

Bilanz zum 31. Dezember 2023

HRB 6861

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 32.314.327,71 33.656.001,71
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.339,00 28.048,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.339,00 28.048,00
II. Sachanlagen 32.297.988,71 33.627.953,71
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.296.379,71 32.493.628,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 615.160,00 667.868,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 386.449,00 466.457,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen 46.480.226,40 58.666.497,31
I. Vorräte 29.805.126,33 44.896.953,71
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 52.634,66 58.047,45
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 27.288.447,03 43.284.382,51
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.058.400,69 928.664,22
4. Geleistete Anzahlungen für Vorräte 1.405.643,95 625.859,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.052.170,66 13.639.292,46
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.207.504,55 950.991,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.662.557,93 12.550.736,29
3. Forderungen gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 182.108,18 137.564,61
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.515.903,96 74.506,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 107.025,45 55.745,13
78.794.554,11 92.322.499,02
Passiva 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 5.749.624,24 5.749.624,24
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklagen 10.970.955,87 10.970.955,87
III. Gewinnvortrag -5.721.331,63 -5.721.331,63
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 0,00 0,00
C. Rückstellungen 9.463.551,20 9.306.989,99
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.852.277,00 6.092.428,22
2. Sonstige Rückstellungen 3.611.274,20 3.214.561,77
D. Verbindlichkeiten 63.581.378,67 77.265.884,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.088.055,62 22.635.921,02
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.011.779,08 4.269.274,84
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.642.972,32 4.852.900,31
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.556.127,34 40.228.301,32
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.000.000,00 4.000.000,00
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.282.444,31 1.279.487,30
davon aus Steuern EUR 924.971,45 (Vj. EUR 722.213,57)
78.794.554,11 92.322.499,02

* Eigenkapital

Aus Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinses bei Abzinsung von Pensionsrückstellungen resultiert eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 102.

 

Bad Neustadt a. d. Saale, den 20. Dezember 2024

gez. Marijan Brcina

gez. Peter Richter

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 50.760.248,19 25.094.953,49
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -15.829.264,46 14.173.629,12
3. Andere aktivierte Eigenleistungen -68.981,30 -43.969,29
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.539.328,72 1.777.516,07
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR -110.361,58 (Vj. EUR 157.415,29)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -15.488.181,83 -23.445.679,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.458.295,38 -3.092.550,15
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.356.394,70 -13.648.335,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.648.111,25 -2.666.282,61
davon für Altersversorgung EUR -44.368,09 (Vj. EUR -214.941,15)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.502.463,89 -1.497.720,42
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.683.345,90 -3.765.174,59
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -16.893,19 (Vj. EUR -10.712,51)
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.094.195,78 -2.113.633,26
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
davon an verbundene Unternehmen EUR -1.872.896,42 (Vj. EUR -932.607,06)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
14. Ergebnis nach Steuern -5.829.657,58 -9.227.246,49
15. Sonstige Steuern -57.240,91 -92.704,27
16. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne/
übernommene Verluste 5.886.898,49 9.319.950,76
17. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Grundlagen des Unternehmens

Die PIA Automation Bad Neustadt GmbH (PIA Bad Neustadt oder Gesellschaft), eingetragen beim Amtsgericht Schweinfurt HRB 6861 war zum 31. Dezember 2023 mit einem Stammkapital von TEUR 500 ausgestattet. Sitz der Gesellschaft ist Theodor-Jopp-Str. 6, 97616 Bad Neustadt an der Saale. Alleinige Gesellschafterin der PIA Bad Neustadt zum 31. Dezember 2023 ist die PIA Automation Holding GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale.

Die PIA Bad Neustadt entwickelt, fertigt und liefert weltweit Montageautomationssysteme für Kunden aus den Bereichen Automotive, Elektronik und Consumertechnik.

Inhalt und Gliederung der Finanzinformationen

Der Jahresabschluss wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen des Handelsgesetzbuches erstellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Im Vorjahr hat die Gesellschaft die Erleichterungen zur Aufstellung, Offenlegung und Abschlussprüfung nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Demzufolge wurde im Vorjahr kein Anhang erstellt und offengelegt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt drei bis fünf Jahre.

Sachanlagen werden bei Zugang mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst und dann planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Immobilien werden linear angeschrieben. Mobilien mit einem Anschaffungswert über Euro 1.000,00 werden linear abgeschrieben. Der Ansatz der aktivierten Eigenleistung entspricht der Definition der Herstellungskosten analog zu den Vorräten (siehe unten).

Geringwertige Anlagegüter im Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 250,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 1.000,00 werden in einem Jahressammelposten (Pool) erfasst und mit 20% p.a. abgeschrieben. Anlagenabgänge aus diesem Pool dürfen den Wert des Sammelpostens nicht beeinflussen.

Der Berechnung der Abschreibungen bei den einzelnen Sachanlagegruppen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Bauten 10 bis 22
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 10
Geringwertige Wirtschaftsgüter (Pool-Regelung) 5

Auf die Aktivierung der Entwicklungskosten wurde nach § 248 Abs. 2 HGB verzichtet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für die Berücksichtigung der Gängigkeit bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und von Vorratsteilen wurden je nach Zugangsjahr Wertabschläge vorgenommen. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten und dem Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, zusammen. Anteilige Verwaltungskosten bleiben dabei außer Ansatz. Zinsen für Fremdkapital werden ebenso nicht einbezogen. Bei eingeschränkter Verwertbarkeit oder unzureichenden Verkaufspreisen sind die niedrigeren beizulegenden Werte angesetzt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf die Netto-Forderungen innerhalb der europäischen Währungsunion und 1,5 % auf die Netto-Forderungen außerhalb der europäischen Währungsunion Rechnung getragen. Forderungen in Fremdwährungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Aktivisch abgegrenzt werden erfolgte Auszahlungen, die erst im folgenden Geschäftsjahr aufwandswirksam werden. Diese werden in einem Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt. Der Wert beträgt TEUR 500 (i.Vj. TEUR 500).

Die ausgewiesene Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 10.971 (i.Vj. TEUR 10.971) stammt aus der Zeit vor dem 01.01.2019. Dies gilt ebenso für die vorhandenen Verlustvorträge in Höhe von TEUR 5.721 (i.Vj. TEUR 5.721). Ab diesem Datum gilt ein Gewinnabführungsvertrag mit der PIA Automation Holding GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale. Der im Berichtsjahr übernommene Verlust durch die PIA Automation Holding beträgt TEUR 5.887 (i.Vj. TEUR 9.320).

Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläum, Altersteilzeit und die Pensionen erfolgt nach der PUC-Methode (Projected-Unit-Credit Methode) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Pensionsrückstellung wurde pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Bewertung wurde ein Zinssatz i.H.v. 1,78 % (i.Vj. 0,58 %) zugrunde gelegt.

Die Bewertung der Jubiläumszahlungen erfolgte mit einem Rechnungszinsfuß von 1,31 % (i.Vj. 3,7 %).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Kundenbestellungen werden unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung und mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung und einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind zu den Umrechnungskursen zum Zeitpunkt der Entstehung bzw. zum höheren Stichtagskurs bewertet.

Angaben zu Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt:

PIA Automation Bad Neustadt GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale

Anlagespiegel zum 31.12.2023

Anlageposten Anschaffungs- bzw. Herstellkosten zum 01.01.2023 Zugänge in 2023 Abgänge in 2023 Umb. in 2023 Anschaffungs- bzw. Herstellkosten zum 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Schutzrechte, Lizenzen 1.309.419,76 6.815,00 1.316.234,76
Geschäfts- oder Firmenwert 391.303,98 391.303,98
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.700.723,74 6.815,00 0,00 0,00 1.707.538,74
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 38.216.266,02 21.916,13 38.238.182,15
technische Anlagen und Maschinen 1.719.686,47 25.303,61 1.744.990,08
andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 2.709.651,61 106.755,15 2.816.406,76
Summe Sachanlagen 42.645.604,10 153.974,89 0,00 0,00 42.799.578,99
Summe Anlagevermögen 44.346.327,84 160.789,89 0,00 0,00 44.507.117,73
Anlageposten Abschreibungen zum 01.01.2023 Zugänge in 2023 Abgänge in 2023 Umb. in 2023 Abschreibungen zum 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Schutzrechte, Lizenzen 1.281.371,76 18.524,00 1.299.895,76
Geschäfts- oder Firmenwert 391.303,98 391.303,98
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.672.675,74 18.524,00 0,00 0,00 1.691.199,74
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 5.722.637,31 1.219.165,13 6.941.802,44
technische Anlagen und Maschinen 1.051.818,47 78.011,61 1.129.830,08
andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 2.243.194,61 186.763,15 2.429.957,76
Summe Sachanlagen 9.017.650,39 1.483.939,89 0,00 0,00 10.501.590,28
Summe Anlagevermögen 10.690.326,13 1.502.463,89 0,00 0,00 12.192.790,02
Anlageposten Buchwert zum 31.12.2023 Buchwert zum 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Schutzrechte, Lizenzen 16.339,00 28.048,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 16.339,00 28.048,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 31.296.379,71 32.493.628,71
technische Anlagen und Maschinen 615.160,00 667.868,00
andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 386.449,00 466.457,00
Summe Sachanlagen 32.297.988,71 33.627.953,71
Summe Anlagevermögen 32.314.327,71 33.656.001,71

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Im Berichtsjahr wie im Vorjahr bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.568 (i. Vj. TEUR 2.773) entfallen auf Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Rückstellungen für Pensionen

Die wesentlichen Bewertungsparameter für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen sind:

Rentendynamik: 1,0 %

Gehaltstrend: 5,2 %

Inflationsrate: 7,0 %

Fluktuationsrate: 3,0 %

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

Kurzfristige Rückstellungen TEUR 491 (i.Vj. TEUR 635)

Personalrückstellungen TEUR 2.107 (i.Vj. TEUR 2.088)

Gewährleistungen TEUR 116 (i.Vj. TEUR 153)

Sonstiges TEUR 897 (i.Vj. TEUR 339)

Innerhalb den Personalrückstellungen sind die Verpflichtungen zum Bilanzstichtag saldiert mit dem Gegenanspruch an die Mitarbeiter dargestellt. Der Passivüberhang aus dieser Position beträgt TEUR 488 (i.Vj. TEUR 548).

31.12.2023 31.12.2022
Rückstellung für Altersteilzeitx 990.465,00 911.244,26
Aktivwert Alterteilzeit 502.539,57 362.987,50
Netto-Rückstellungen 487.925,43 548.256,76

Verbindlichkeiten

Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten gliedert sich wie folgt:

Verbindlichkeiten
TEUR
bis 1 Jahr zum 1 bis 5 Jahre 31.12.2023 über 5 Jahre gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.915 11.173 0 23.088
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20.162 0 0 20.162
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.619 26 0 5.645
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.404 9.404
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 4.000 4.000
Sonstige Verbindlichkeiten 1.282 1.282
Verbindlichkeiten
TEUR
bis 1 Jahr zum 1 bis 5 Jahre 31.12.2022 über 5 Jahre gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.580 13.056 0 22.636
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 26.039 0 0 26.039
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.827 26 0 4.853
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.123 9.335 0 18.458
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 4.000 4.000
Sonstige Verbindlichkeiten 1.279 0 0 1.280

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 9.404 auf Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten befinden sich Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TUER 925 (i.Vj. TEUR 722). Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen TEUR 20 (i.Vj. TEUR 18).

Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des laufenden Geschäftsjahres entfallen auf Europa mit TEUR 43.600 (i.Vj. TEUR 23.765), davon sind TEUR 14.411 (i.Vj. TEUR 15.703) in Deutschland erzielt worden. Auf Nordamerika entfallen im Berichtsjahr TEUR 6.784 (i.Vj. TEUR 1.213). In Asien wurden TEUR 377 (i.Vj. TEUR 117) erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus den Erträgen verbundener Unternehmen i.H.v. TEUR 1.382 (Vj. TEUR 1.239) und restlichen Erträgen von TEUR 158 (VJ. TEUR 538) zusammen.

Materialaufwand

Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beläuft sich auf TEUR 15.488 (i.Vj. TEUR 23.446) und ist um TEUR 7.958 niedriger als im Vorjahr. Der Aufwand für bezogene Leistungen liegt mit TEUR 2.458 unter dem Vorjahreswert mit TEUR 3.093. Die Reduzierung beträgt TEUR 635. Damit ist der Posten Materialaufwand insgesamt TEUR 8.592 deutlich niedriger gegenüber dem Vorjahr.

Personalaufwand

Der Personalaufwand ist mit TEUR 16.004 (i.Vj. TEUR 16.315) nahezu in gleicher Höhe wie im Vorjahr.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen betragen TEUR 1.502 (i.Vj. TEUR 1.498). Es gab keine außerplanmäßigen Abschreibungen im laufenden Geschäftsjahr, ebenso nicht im Vorjahr.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Berichtsjahr TEUR 3.752 (i.Vj. TEUR 3.809) und umfassen insbesondere Aufwendungen für von verbundenen Unternehmen an die Gesellschaft erbrachte Leistungen in Höhe von TEUR 1.693 (Vj. TEUR 1.979), Leasing TEUR 187 (i.Vj. TEUR 155), Reisekosten TEUR 253 (i.Vj. TEUR 191), sowie Rechts- und Beratungskosten TEUR 245 (Vj. TEUR 250).

Die realisierten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen im Berichtsjahr TEUR 17 (i.Vj. TEUR 11).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus Zinsen TEUR 3.094 (i.Vj. TEUR 2.114) stammen mit TEUR 1.873 (i.Vj. TEUR 933) von verbundenen Unternehmen. Die gebuchten Zinsaufwendungen gem. § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB betragen TEUR 34 (i.Vj. TEUR 188) und sind im Gesamtbetrag enthalten.

Gewinnabführungsvertrag / Übernommene Verluste

Die PIA Automation Holding GmbH hat das laufende negative Jahresergebnis aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag übernommen und damit wie im Vorjahr den Verlust ausgeglichen. In gleicher Höhe ist eine Forderung an die PIA Automation Holding GmbH in die Bilanz eingestellt worden. Der übernommene Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 5.887 (i.Vj. TEUR 9.320).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Höhe eingegangener Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB und Sicherungsübereignungen beträgt Euro 8.045.855,27.

Das Risiko der Inanspruchnahme sehen wir als gering an. Aufgrund der allgemeinen, positiveren Geschäftsentwicklung der PIA-Gruppe, sowie der Unterstützung aus dem Mutterkonzern ergeben sich aktuell keine bedeutenden Risiken bzgl. der Inanspruchnahme.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige nicht in der Bilanz enthaltene finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 100 (i.Vj. TEUR 106) und betreffen v.a. Miet-, Leasing und Dienstleistungsverträge. Der Wert bezieht sich auf den Verpflichtungsumfang eines Geschäftsjahres. Davon sind keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen vorhanden.

Konzernzugehörigkeit

Alleiniger Gesellschafter der PIA Automation Bad Neustadt ist die PIA Automation Holding GmbH in Bad Neustadt a.d. Saale. Der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht der Ningbo PIA Automation Holding Corp. wird beim elektronischen Unternehmensregister offengelegt (kleinster Konsolidierungskreis gem. § 285 Nr. 14a).

Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB

Nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren EUR 102.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 74 (i.Vj. TEUR 42) und ist wie folgt aufgegliedert:

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 74 (i.Vj. TEUR 42)

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung besteht aus folgenden Mitgliedern:

Peter Richter, Geschäftsführer (seit 14.06.2023)

Marjian Brcina, Geschäftsführer (seit 03.07.2024)

Jörg Fliegner, Geschäftsführer (bis 23.02.2024)

Markus Welsch, Geschäftsführer (bis 03.07.2024)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde unter Inanspruchnahme § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 212 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 140 gewerbliche und 72 angestellte Mitarbeiter.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Beschluss der Gesellschafterin PIA Automation Holding GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, vom 08.12.2023 wurde der Ergebnisabführungsvertrag der Gesellschaft mit der Gesellschafterin mit Wirkung zum 01.01.2024 gekündigt. Für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2024 wird demzufolge kein Verlustausgleich mehr erfolgen, im Gegenzug besteht keine Verpflichtung mehr künftige Jahresüberschüsse abzuführen.

 

Bad Neustadt a. d. Saale; 20. Dezember 2024

Die Geschäftsführung

Peter Richter

Marijan Brcina

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PIA Automation Bad Neustadt GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PIA Automation Bad Neustadt GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PIA Automation Bad Neustadt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 20. Dezember 2024

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