Paragon Customer Communications Weingarten GmbHLiquidiert

88250 Weingarten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 552722
Vorher
T - Systems DDM GmbHrcDDM GmbH
Eingetragen
14.12.1994
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBinden von Druckerzeugnissen und damit verbundene Dienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Dienstleistungen in Verbindung mit Informations-Technologie (IT)- Systemen zu Informations- und Werbezwecken. Full-Service für Druckleistungen und das gesamte vor- und nachgelagerte Dokumenten-Management, insbesondere: - Beschaffung, Bereitstellung, Verarbeitung von Druckerzeugnissen und sonstigen dazugehörigen Materialien, - Adressen-Service, Personalisierung, Lettershop-Arbeiten und Postversand sowie Rücklaufauswertungen und Mikroverfilmungs-Service, - Projektierung und Betrieb von kundenbezogenen IT-Drucksystemen im Sinne einer Business Solution für das Dokumenten Management, - ggf. vor- und nachgelagerte Service-Funktionen für den Marktbereich Plastikkarten.

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Paragon Customer Communications Weingarten GmbH

Weingarten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Paragon Customer Communications Weingarten GmbH (kurz PCC Weingarten GmbH) ist einer der führenden Anbieter von Druck-, Sendungsaufbereitungs-, Postoptimierungs-, und Konsolidierungsleistungen in Deutschland. Darüber hinaus bietet die integrierte digitale Archivinfrastruktur den Kunden die optimale Verknüpfung von belegbasiertem Dokumentenmanagement zu hochmodernen, elektronischen Archivcloudsystemen. Sie verfügt im Großkundenbereich über ca. 245 Kunden, verteilt auf die, je nach Kundenwunsch ineinandergreifenden Sparten, Transaktionsdruckverarbeitung und Sendungs-Konsolidierung (Outputmanagement) sowie digitale Archivierung und Brief 365. Speziell im Vollfarb-Transaktionsdruck hinsichtlich der gedruckten Seiten als auch hinsichtlich der konsolidierten Sendungsmengen mit angeschlossener digitaler Archivdienstleistung sieht sich die PCC Weingarten GmbH als einer der bedeutenden Archiv-Anbieter in Deutschland.

Mit der Kombination aus Produktions- und IT-Kompetenz bietet PCC Dienstleistungen für den gesamten Kreislauf der Dokumentenproduktion und -distribution. Aufgrund der IT-Kompetenz ist PCC Weingarten GmbH in der Lage Kunden zu beraten, Outsourcing-Lösungen vorzuschlagen, Datenströme jeglicher Art in einer Close-Loop-Produktion zu verarbeiten und damit besonders schnell und flexibel zu produzieren, um auf die vielfältigen Anforderungen der Kunden einzugehen. Das Neben- und Miteinander verschiedener Produktionsformen, Ausgabeformate und Distributionskanäle kennzeichnet die heutige Situation im Dokumentenmanagement.

Die Paragon Customer Communications Weingarten GmbH ist eine 100-ige Tochtergesellschaft der Paragon Group Ltd., Sunderland. Die Verteilung der Druck- und Sendungsmengen über die verschiedenen Produktionsstandorte der Paragon Group zwischen Magdeburg, Weingarten, Schwandorf und über Korschenbroich funktionieren im Sinne einer empfängernahen Produktion für eine Portooptimierung und Einsparung von Co 2 -Emissionen in der Logistikkette Verarbeitung der Kundenaufträge nach wie vor sehr gut als Differenzierungsmerkmal.

Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und EBITDA. Bedeutsamer nicht-finanzieller Leistungsindikator ist die Entwicklungen der Mitarbeiter.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft erholt sich seit Jahresbeginn von den zurückliegenden Coronawellen. Allerdings bremsen die hohe Inflation, der Krieg in der Ukraine und die anhaltenden Lieferengpässe die wirtschaftliche Erholung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Das Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2022 um 2,5% zulegen (ifo 09/2022). Die Inflationsrate dürfte in diesem Jahr mit 6,8% den höchsten Wert seit dem Jahr 1974 erreichen, laut der ifo Konjunkturprognose im September 2022.

Aus dem Kurzbericht September 2022 der Deutschen Bundesbank ist zu entnehmen, dass die Deutsche Wirtschaft sich in einer Rezession befindet. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung ist dadurch zurückzuführen, dass durch den weiterhin anhaltenden Krieg, die Angebotsbedingungen, insbesondere die Energieversorgung, sich erheblich verschlechtert hat.

In einem adversen Risikoszenario, welches einen Abbruch russischer Energielieferungen enthält, käme es hingegen zu einem markanten Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität. Auf die deutsche Wirtschaft wirken gegensätzliche Kräfte. Da die Pandemie-Schutzvorkehrungen weitestgehend entfallen sind, erhalten die Dienstleister und der private Konsum einen kräftigen Schub. Dagegen befeuern die im Gefolge des Ukrainekriegs stark gestiegenen Energiepreise die ohnehin hohe Teuerung. Diese schmälert die Kaufkraft der privaten Haushalte. Verstärkte Lieferengpässe bremsen die Produktion, und die Exporte leiden zudem unter einer schwächeren Nachfrage. Die Aufwärtskräfte gewinnen ab der zweiten Jahreshälfte 2022 stärker die Oberhand. Die Energierohstoffpreise sinken etwas, die Lieferengpässe lassen graduell nach, die Auslandsnachfrage legt wieder zu, und der private Konsum wird durch einen teilweisen Abbau der während der Coronavirus-Pandemie aufgelaufenen Ersparnisse gestützt. Zusätzliche staatliche Verteidigungsausgaben sorgen durchgängig für Impulse. Unter diesen Bedingungen wächst die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 um etwa 2 %, im Jahr 2023 um rund 21/2% und im Jahr 2024 um knapp 2 %. Damit erreicht sie 2024 ihr Produktionspotenzial. Der Arbeitsmarkt bleibt aufwärtsgerichtet. Die Löhne legen kräftig zu, die hohe Teuerung wird zunächst aber nur teilweise ausgeglichen. Die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Inflationsrate wird im laufenden Jahr mit etwa 7% sogar noch etwas höher ausfallen als Anfang der 1980er Jahre. Dies liegt vor allem an dem rasanten Anstieg der Preise für Energie- und Nahrungsmittelrohstoffe. Aber auch die Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) könnte mit etwa 31/2% weit überdurchschnittlich ausfallen. Neben stark verteuerten Rohstoffen wirken hier vor allem Lieferengpässe preistreibend. Diese Effekte lassen im Projektionszeitraum nach. Zugleich bleibt aber der Druck vonseiten der Arbeitskosten hoch, und der Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft sorgt für weitere Kosten. Im Ergebnis nimmt die Teuerung zwar merklich ab. Die Gesamt- und die Kernrate bleiben jedoch auch 2024 mit rund 21/2% noch erhöht. Verglichen mit der Vorausschätzung vom Dezember 2021 wurde die Inflationsrate für alle Jahre im Projektionszeitraum aufwärtsrevidiert. Die gesamtstaatliche Defizit- und die Schuldenquote gehen im Projektionszeitraum spürbar zurück. Ausschlaggebend sind auslaufende coronabedingte Budgetbelastungen. Diese überwiegen defiziterhöhende finanzpolitische Maßnahmen im Zusammenhang mit den hohen Energiekosten, dem Ukrainekrieg und dem Klimawandel. Die Risiken für die Wirtschaftsaktivität sind abwärtsgerichtet - vor allem wegen der Unwägbarkeiten in Bezug auf den Ukrainekrieg. Hinsichtlich der Inflation dominieren die Aufwärtsrisiken. Nach Abschluss der Projektion ist ein Teil dieser Risiken bereits eingetreten. Aufgrund der überraschend hohen Inflationsdynamik im Mai könnte die HVPI-Rate im Jahresdurchschnitt 2022 aus heutiger Sicht bei 7 3/4 % liegen.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Industrie rund um Dienstleistungen im Dokumentenmanagement ist weiterhin von mehreren Trends geprägt. Im Allgemeinen liegt die Tendenz in einem leicht abnehmenden Druckvolumen im physischen Document Output, hierdurch überdenken viele Unternehmen allerdings Ihre Inhouse-Operations, was zu Überlegungen für ein Outsourcing führt.

Laut Spiegel beklagen sich Papierhersteller über Gaspreis-Notstand. Auch die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise stellen die Papierindustrie unter enormen Kostendruck, die an den Handel weitergegeben werden. Bei der Lieferfähigkeit der Papierhersteller kommen nur noch die Unternehmen zum Zug, die noch Papierbestände im Lager auf Vorrat haben.

Indem jetzigen Geschäftsjahresverlauf hatte die PCC Weingarten GmbH ebenfalls mit starken Preisanstiegen bei Material und Energie zu kämpfen. Ebenso sind die Auswirkungen der Inflation zu spüren. Beim Archivgeschäft ist leider ein starker Rückgang zu verzeichnen.

Paragon Customer Communications Weingarten GmbH bietet kundenindividuelle Outsourcing-Lösungen für den Dokumenten-Output. Zum Kerngeschäft zählen IT-Processing, Druck und Kuvertierung, postalische Konsolidierung sowie Versand von Dokumenten auf physischem oder elektronischem Wege. Archivierung, Scanning und CD/DVD-Produktion runden das Leistungsportfolio ab. Mit den smart-Produkten wird auf die rückläufige Papierproduktion reagiert und PCC Weingarten GmbH bietet seinen Kunden damit einen einfachen Einstieg in den elektronischen Versand. Mit der Kombination aus Produktions- und IT-Kompetenz bietet PCC Dienstleistungen für den gesamten Kreislauf der Dokumentenproduktion und -distribution. Aufgrund der IT-Kompetenz ist die PCC Weingarten GmbH in der Lage Kunden zu beraten und Outsourcing-Lösungen vorzuschlagen, Datenströme jeglicher Art in einer Closed-Loop-Produktion zu verarbeiten und damit besonders schnell und flexibel zu produzieren, um auf die vielfältigen Anforderungen der Kunden einzugehen. Das Neben- und Miteinander verschiedener Produktionsformen, Ausgabeformate und Distributionskanäle kennzeichnet die heutige Situation im Dokumentenmanagement. Die Industrie rund um den Digital Druck ist weiterhin von mehreren Trends geprägt. Im Allgemeinen liegt die Tendenzin einem abnehmenden Druckvolumen, wobei im Bereich des Werbe-Mailings teilweise stärker sinkende Druck-Volumina zu verzeichnen sind. Im Schwarz-Weiß Druck lässt sich die Tendenz erkennen, dass die Aufträge stärkeren Schwankungen unterliegen, da die Dienstleister leichter austauschbar sind. WhitePaper Produktion liegt weiter im Trend und ist aufgrund der sehr komplexen Tätigkeit mit hohen Anforderungen an Qualität und Flexibilität wesentlich stabiler, da die Dienstleister schwerer auszutauschen sind. Aufgrund des starken Preisdrucks werden hohe Ansprüche an die Effizienz in der Produktion gestellt. Eine Zunahme dieser Trends wird weiterhin erwartet. Kurzfristig spielen auch die Bereiche Banken / Versicherungen und Behörden mit ihren regelmäßigen punktuellen gesetzlichen Verpflichtungen eine nicht unerhebliche Rolle, um für kurzfristige Zusatzvolumina zu sorgen.

3. Geschäftsverlauf

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2021/2022 gegenüber dem Geschäftsjahr 2020/2021 von TEUR 65.006 auf TEUR 57.751 reduziert. Der Umsatzrückgang resultiert bei Archivleistungen durch auslaufende Verträge, während bei Transaktionsdruck ein Mengenrückgang zu verzeichnen ist.

Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich zum Vorjahr leicht reduziert. Ende Juni 2021 waren es 119 Mitarbeiter. Im Juni Jahr 2022 waren es 116 Mitarbeiter. Die Entwicklung der Mitarbeiter hat bei der Paragon CC Weingarten GmbH weiterhin einen hohen Stellenwert. Den Mitarbeitern werden unterschiedliche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Neben Inhouse Schulungen für Teams und für Einzelschulungen, werden die Mitarbeiter in regelmäßigen Zeitabständen auch über das Intranet aufgefordert an Schulungen teilzunehmen. Darüber hinaus haben die Mitarbeiter die Möglichkeit klassisch auch an externen Schulungen teilzunehmen oder sogar anerkannte Abschlüsse nachzuholen.

Der negative EBITDA resultiert zum einen durch den Umsatzeinbruch im Archivbereich aber auch durch die gestiegenen Material- und Energiepreise.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Produktion

Die Gesellschaft hat selbst bzw. mittelbar durch Konzerngesellschaften Fertigungskapazitäten in Deutschland, Tschechien und Polen.

Beschaffung

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwendungen im Verhältnis zur Gesamtleistung) der Gesellschaft lag im Geschäftsjahr 2022 bei 76 % (Vorjahr: 71 %).

Die Materialaufwandsquote hat sich durch gestiegene Preise erhöht. Zu beachten gilt an dieser Stelle, dass es in der Gesamtleistung jeweils in den Sparten Transaktionsdruck und Archivdienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr einen stärkeren Umsatzrückgang zu verzeichnen gab.

Personal- und Sozialbereich

Diese Leistungen erbrachte die PCC Weingarten GmbH in 2022 mit durchschnittlich 116 (Jahr 2021: 124) eigenen Mitarbeitern, wovon gewerbliche Mitarbeiter 62 (Vorjahr 92) und Angestellte 54 (Vorjahr 32) sind. Zusätzlich wurden 6 (Jahr 2020: 14) externe Leih- und Zeitarbeitnehmern beschäftigt.

Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2022 beträgt TEUR 7.620 (vgl. 2021 TEUR 8.160). Wie in den Vorjahren wurden auch im Geschäftsjahr 2022 interne und externe Schulungsmaßnahmen durchgeführt.

Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 2.350. Grund hierfür waren die Erneuerung des Maschinenparks.

Tochtergesellschaften

Die PCC Weingarten verfügt über keine Tochtergesellschaft.

C. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse teilen sich geographisch wie folgt auf:

Gj. 1.7.2021 - 30.6.2022 Gj. 1.7.2020 - 30.6.2021
EUR EUR
Umsatz Inland 57.597.459,87 64.857.320,03
Umsatz Ausland 153.608,51 148.435,12
Umsatz Gesamt 57.751.068,38 65.005.755,15

Die Umsatzerlöse entfallen auf die Geschäftsbereiche wie folgt:

Gj. 1.7.2021 - 30.6.2022 Gj. 1.7.2020 - 30.6.2021
EUR EUR
Transaktionsdruck 17.807.120,14 21.441.301,07
Archivleistungen 3.618.836,85 6.995.175,07
Porto, Konsolidierung & sonstiges 36.325.111,39 37.430.044,58
57.751.068,38 65.005.755,15

Der im Vorjahr für das aktuelle Geschäftsjahr 2021/2022 deutlich niedriger prognostizierte Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020/2021 wurde erreicht und sogar übertroffen, überwiegend mit Porto durch den Portopreisanstieg, der an Kunden weitergegeben wurden in Höhe von TEUR 7.700. Im Bereich Service Sales musste ein Rückgang In Höhe von TEUR 2.500 verzeichnet werden. Der Intercompany Umsatz fiel vergleichsweise zum Budget, um TEUR 607 höher aus. Das EBITDA hat sich von TEUR 2.319 im Vorjahr auf TEUR -1.975 reduziert, hauptsächlich aufgrund der deutlich niedrigeren Umsatzerlöse.

Zum Zeitpunkt der Planung für das Geschäftsjahr 2021/2022 wurden auch Neugeschäfte berücksichtigt, die realisiert wurden, bedingt durch die gewonnenen nationalen, aber auch internationalen Ausschreibungen der Paragon Group.

Im Personalbereich gab es eine wesentliche Abweichung zum Budget (TEUR-520, Ist TEUR 7.620, Plan TEUR 7.100).

Zudem gab es sonstige betriebliche Erträge aus Auflösungen v. div. Rückstellungen in Höhe von T € 175 (vgl. zum Jahr 2021 T € 654). Diese sind zum Großteil gebildete Rückstellungen für ausstehende Rechnungen aus dem Jahr 2018 und gebildete Rückstellungen für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen. Aber auch Personalrückstellungen für Langzeitkonten in Höhe von 20 T € wurden aufgelöst.

Zudem gab es Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 44 (vgl. 2021 TEUR 688) und keine Zuführung v. Drohverluste in 2022 (vgl. Jahr 2021 TEUR 230).

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanz zum 30. Juni 2022 ist gekennzeichnet durch einen gestiegenen Forderungsbestand in Höhe von Euro 2,6 Mio (Vorjahr: Euro 0,7 Mio).

Die Buchwerte im Bereich des Anlagevermögens haben sich insgesamt zum Vorjahr um TEUR 1.600 von TEUR 1.645 auf TEUR 3.235 erhöht. Es wurden neue Kuvertiermaschinen angeschafft.

Die Vorräte stiegen zum Vorjahr um TEUR 514 auf TEUR 1.291.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum Vorjahr von TEUR 654 auf TEUR 2.588. Bestandteil von Forderungsleistungen ist ein Factoringsystem.

Der Forderungsbestand gegenüber verbundenen Unternehmen hat sich von TEUR 9.255 auf TEUR 9.208 reduziert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von TEUR 1.045 auf TEUR 1.174 erhöht.

Die liquiden Mittel reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 7.021 auf TEUR 3.551.

Beim Rückgang der liquiden Mittel ist zu beachten, dass zum einen das KfW Darlehen zurückbezahlt wurde. Ein weiteres Darlehen an verbundenen Unternehmen wurde gewährt. Der Umsatzeinbruch bei den Archivleistungen hat auch Auswirkungen auf die liquiden Mittel.

Mittel und langfristig werden keine Forderungsausfallrisiken gesehen, zum einen aufgrund der teilweise langjährigen Kundenbeziehungen aber auch aufgrund eines bestehenden wirksamen Forderungsmanagement und das seit 2018 implementierte Factoring.

Das Eigenkapital ist zum Vorjahr gleich geblieben. (Jahr 2021 T € 8.314). Der Jahresfehlbetrag beträgt zum 30.6.2022 - 3.089.

Die Schuldposten betreffen einerseits zahlreiche, auch langfristige Rückstellungen sowie andererseits kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb. Die langfristigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Pensionsverpflichtungen. Die Pensionsverpflichtungen sind gestiegen um TEUR 132 auf TEUR 4.806 (Vorjahr T€ 4.674).

Es bestehen keine Finanzverbindlichkeiten mehr gegenüber Kreditinstituten, (Vorjahr TEUR 806). Eine Ertragssteuerrückstellung besteht in Höhe von T € 124 (Vorjahr T€ 64).

Die Gesellschaft weist im Wirtschaftsjahr Drohverluste aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 91 aus. Darüber hinaus gab es Einzelwert- und Pauschalwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von TEUR 44.

Die Bilanz zum 30. Juni 2022 weist folgende wesentliche Kennzahlen aus:

• Eigenkapitalquote 24,7 % (2021: 40,2 %)
• Anlagenintensität 15,0 % (2021: 8,0 %)
• Anlagendeckungsgrad II 310,0 % (2021: 789,4 %)

Eigenkapital + langfr Rückstellung f. Pensionen / Buchwert des Anlagevermögens

Insgesamt zeigt sich auch darin eine gesunde Vermögens- und Finanzlage.

Das Unternehmen war im Geschäftsjahr 2021/2022 jederzeit in der Lage fällige Zahlungsverpflichtungen in vollem Umfang zu bedienen.

D. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risikobericht

Neben dem Risiko einer Verschlechterung der allgemeinen gesamt wirtschaftlichen Lage sind wir aufgrund der speziellen Branchensituation einem besonderen Wettbewerbsrisiko ausgesetzt, dem wir durch ein hohes Maß an Produktions- und IT-Kompetenz entgegentreten. Laut den Stadtwerken kommt es aufgrund der aktuellen Situation zu erheblichen Verwerfungen auf den Energiemärkten, insbesondere im Gasbereich. Das führt zu teilweise extremen Preissteigerungen. Eine zusätzliche Belastung entsteht Gaskunden aber auch Unternehmen durch die neuen Umlagen.

Die Kostenerhöhungen haben beim Leistungsindikator EBITDA einen starken negativen Effekt, sofern die Preiserhöhungen an die Kunden nicht weitergeben werden können. Ergo: Es ist mit einer Verschlechterung der Ertrags- und Wirtschaftssituation zu rechnen. Bedingt durch den Krieg in der Ukraine ist die Versorgung mit Papier, Gas und Strom schwieriger geworden. Durch neue Lieferanten wird versucht die Lieferschwierigkeiten auszugleichen. Darüber hinaus wurden die Kunden darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Mehrkosten bei Material aber auch anteilig bei den gestiegenen Nebenkosten weitergeben müssen.

Risiko Papier

Es wird ein größeres Risiko gesehen beim Beziehen von Papiermengen, da die Anzahl der Lieferanten beschränkt ist und kurz- bis mittelfristig eine Reduktion an Lieferanten erwartet wird, die grafisches Papier anbieten. Somit muss mit weiteren Preissteigerungen gerechnet werden.

Risiko Strom

Bei Strom wird ein geringes Risiko gesehen, da keine Preisschwankungen erwartet werden durch den neuen Vertragsabschluss für das kommende Geschäftsjahr. Die Gesellschaft legte besonderen Wert darauf, dass Naturstrom bezogen wird.

Risiko Gas

Ebenfalls gering wird das Risiko bei Gas gesehen, zumal der Bedarf an Gasmengen überschaubar ist und bleibt.

Preisänderungsrisiken auf der Beschaffungsseite werden durch eine möglichst breite Streuung der Einkaufsaktivitäten und permanente Marktbeobachtung minimiert. Ferner wurden Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten für gleichartige Dienstleistungen und Teilprodukte abgeschlossen. Die stetige Expansion der Paragon Group geht mit zunehmenden Synergieeffekten auf dem Beschaffungssektor einher.

Ausfälle durch die Covid-19 Krise sind für die Paragon Customer Communications Weingarten GmbH auch bisher nicht zu verzeichnen. Die weiteren Risiken und Kundenausfälle aus dieser Krise sind im Moment für das Unternehmen nicht erkennbar.

Zur Erhaltung der Qualität unserer Dienstleistungen sind wir außerdem in hohem Maße auf das Know-how unserer Mitarbeiter angewiesen. Wir sichern unseren hohen Kompetenzstand durch permanente interne und externe Weiterbildungen und eine konsequente Personalpolitik. Wir haben im Jahr 2022 auch weiterhin durch diverse Maßnahmen wie unter anderem die Organisation der Schichtübergabe, die Erweiterung der Regelungen bezüglich Homeoffice, diverse Hygienemaßnahmen dem Risiko von Covid-19 entgegengewirkt.

Ein Liquiditätsrisiko wird mittelfristig gesehen. Ein Forderungsausfallrisiko ist wegen der teilweise langjährigen Kundenbeziehungen, einem wirksamen Forderungsmanagement und das im Jahr 2018 implementierte Factoring ebenfalls als geringfügig zu schätzen.

Management Reporting sowie Operative Reports dienen der kurzfristigen Steuerung und auch als Messinstrument der Planerreichungsgrade. Durch strukturiertes Umsetzen dieser Controlling Instrumente ist es möglich, im Notfall schnell zu reagieren und zielgerichtete Gegenmaßnahmen zu treffen.

2. Chancenbericht

Die Chancen ergeben sich als Spiegelbild der nachfolgenden Prognose- und vorstehenden Risikoberichterstattung:

Optimierung der Portokosten durch Sendungsmanagement, mehr Geschäft durch zunehmende Nachfrage im Bereich Transaktionsdruck

Ausweitung des Produktportfolios bis hin zu komplettem BPO

Erbringung von Projektdienstleistungen bei Migration und Entwicklung von Prozessen zur Dokumentenverarbeitung

Wachstumschancen durch digitale und portooptimierte Kundenlösungen für Sendungserzeugung und Zustellung

Standortübergreifende Optimierung der Produktionsprozesse führt mittel- und langfristig zu einer Effizienzsteigerung

Der weiter zunehmenden Verschärfung der Wettbewerbssituation in der Branche wirken wir mit der Zugehörigkeit zur Paragon-Gruppe entgegen und können gemeinsam ein breiteres Dienstleistungsportfolio am Markt anbieten. Durch die weiterbestehende gute Qualität und Flexibilität unserer Dienstleistungen können wir unsere Vertriebspolitik konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden ausrichten. Durch die ständige Optimierung der Produktionsprozesse und die Erhaltung eines Bestands an qualifizierten und motivierten Mitarbeitern sehen wir gute Chancen, unsere Position am Markt zu festigen und auszubauen.

3. Prognosebericht

Durch die Zugehörigkeit zur Paragon-Gruppe können Einkaufskonditionen im Material- und Maschinenbereich verbessert werden, zumindest kann - entgegen der Markttrends, insbesondere eine Versorgungssicherheit im Papierbereich gewährleistet werden. Durch ein gemeinsames Auftreten mit den deutschen Tochterunternehmen kann ein erweitertes Spektrum an Mailingproduktion, IT-Entwicklungen, IT-Sicherheit und Backup Lösungen angeboten werden. Mit den Produktionsstandorten in Magdeburg, Korschenbroich und Schwandorf kann deutschlandweit produziert werden.

Die Prognose bei Papierlieferanten ist der, dass künftig weniger grafisches Papier angeboten wird und dafür mehr Verpackungsmaterial. Für den Transaktionsdruck ist jedoch grafisches Papier erforderlich und mit weiteren Preissteigerungen ist im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht mehr zu rechnen ist.

Sowohl bei Strom als auch bei Gas wird prognostiziert, dass die Preise zumindest bis zum Ende des neuen Geschäftsjahres 2022/2023 stabil bleiben und weitere Preissteigerungen im darauffolgenden Jahr wieder zu erwarten sind.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 konnte kein Gewinn erwirtschaftet werden, ebenso wird im Jahr 2022/2023 ein Jahresfehlbetrag erwartet. Die Prognose sieht für das Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 57,1 Mio. und ein EBITDA von EUR -2,1 Mio. vor.

Beim nicht-finanziellen Leistungsindikator Entwicklung der Mitarbeiter lässt sich heute bereits prognostizieren, dass weiterhin in die Mitarbeiterentwicklung investiert werden wird.

Es ist auch nicht in absehbarer Zeit damit zu rechnen, dass die Papier- und Energiekosten stabil bleiben, sondern mit weiteren Preiserhöhungen gerechnet werden muss.

 

Weingarten, 21. Dezember 2022

Paragon Customer Communications Weingarten GmbH

Die Geschäftsführung

Thomas Simon

Alexander Schäfer

Bilanz zum 30. Juni 2022

AKTIVA

30.06.2022 30.06.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 347.230,04 347.230,04
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.044,36 315.523,34
525.274,40 662.753,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 19.596,18 38.167,66
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.690.733,82 593.673,42
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 350.733,00
2.710.330,00 982.574,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.290.288,77 777.276,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.588.812,38 654.013,27
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.208.010,35 9.255.605,69
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.174.254,75 1.044.520,04
12.971.077,48 10.954.139,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.550.701,95 7.021.636,05
17.812.068,20 18.753.051,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.940,65 204.613,41
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 86.611,33 66.157,03
21.175.224,58 20.669.149,15

PASSIVA

30.06.2022 30.06.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 154.400,00 154.400,00
II. Kapitalrücklage 4.229.072,25 4.229.072,25
III. Andere Gewinnrücklagen 1.520.000,00 1.520.000,00
IV. Gewinnvortrag 2.410.872,31 1.018.653,07
V. Jahresfehlbetrag/-überschuss -3.088.781,23 1.392.219,24
5.225.563,33 8.314.344,56
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.806.358,41 4.673.953,28
2. Steuerrückstellungen 123.971,00 63.290,64
3. Sonstige Rückstellungen 1.825.069,70 1.646.804,76
6.755.399,11 6.384.048,68
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.422,81 806.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.795.743,42 2.325.278,98
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.372.548,78 2.095.617,16
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 661.633,02 589.550,60
5. Sonstige Verbindlichkeiten 362.914,11 154.309,17
9.194.262,14 5.970.755,91
21.175.224,58 20.669.149,15

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

01.07.2021 30.06.2022 01.07.2020 30.06.2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 57.751.068,38 65.005.755,15
davon Porto EUR 36.325.111,39 (Vorjahr: EUR 37.430.044,58)
2. Sonstige betriebliche Erträge 345.471,06 799.219,70
58.096.539,44 65.804.974,85
3. Materialaufwand
davon Porto EUR 36.330.430,46 (Vorjahr: EUR 37.453.211,87) -44.032.024,58 -46.441.209,60
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.410.560,23 -6.907.916,18
b) Soziale Abgaben -1.209.462,90 -1.251.822,32
-7.620.023,13
5. Abschreibungen -759.742,90 -570.051,92
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.193.873,93 -8.658.829,78
-60.605.664,54 -63.829.829,80
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 84.236,40 88.049,83
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -310.374,17 -314.094,81
-226.137,77 -226.044,98
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -352.170,36 -354.773,94
10. Ergebnis nach Steuern -3.087.433,23 1.394.326,13
11. Sonstige Steuern -1.348,00 -2.106,89
12. Jahresfehlbetrag (Vj.: -überschuss) -3.088.781,23 1.392.219,24

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

A. Allgemeine Angaben

Die Firma Paragon Customer Communications Weingarten GmbH (kurz PCC Weingarten GmbH) hat ihren Sitz in Weingarten. Die Gesellschaft ist unter der Firma Paragon Customer Communications Weingarten GmbH mit Sitz in Weingarten im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 552722 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Paragon Customer Communications Weingarten GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir "davon-Vermerke" zu Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang aufgenommen.

Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit (§ 265 Abs. 3 HGB) zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls im Anhang gemacht.

Der Jahresabschluss ist vor Ergebnisverwendung aufgestellt worden.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Herstellungskosten vermindert um die lineare Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt linear. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagenzugänge erfolgen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Das Anlagevermögen wird nach folgenden Methoden und mit folgenden Sätzen abgeschrieben:

Abschreibungsmethode Abschreibungssatz in %
EDV-Software linear 25
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken linear 5-10
Technische Anlagen und Maschinen linear 9-33
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 9-33

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 € werden im Zugangsjahr in voller Höhe im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten und die unfertigen Leistungen mit den aufgelaufenen Herstellungskosten - jeweils unter Beachtung des Niederstwertprinzips - angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten und angemessene Gemeinkostenzuschläge. Nach § 256 HGB wird für den Wertansatz gleichartiger Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens unterstellt, dass die zuerst angeschafften Vermögensgegenstände zuerst verbraucht worden sind (Fifo-Methode).

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken liegen nicht vor. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt worden.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit anteiligen Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für das folgende Wirtschaftsjahr darstellen, bewertet.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Kapitalrücklage betrifft Zuzahlungen der Gesellschafter im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Sie wird mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Gewinnrücklagen sind aus dem Ergebnis früherer Geschäftsjahre gebildet und zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Erfüllungsbetrag unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (PUC-Methode) mit einem Zinsfuß von 2,25 % (Vorjahr: 2,09 %) und erwarteten Einkommens- und Rentensteigerungen von 1,5 % p.a. ermittelt. Der Berechnung liegen die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zu Grunde. Der sich aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) zum 01. Januar 2010 ergebende Zuführungsbetrag (Umstellungsdifferenz) wird - in Anlehnung an Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB - beginnend ab dem Geschäftsjahr 2010 über 15 Jahre angesammelt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind ausreichend bemessen und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem in der Anlage beigefügten Anlagespiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben € 526.327 (Vorjahr: T€ 526) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

30.6.2022 30.6.2021
EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.588.812,38 654.013,27
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.208.010,35 9.255.605,69
Sonstige Vermögensgegenstände 1.174.254,75 1.044.520,04
12.971.077,48 10.954.139,00

Die Forderungen aus Steuervorauszahlungen bestehen in Höhe von € 543.331,30 (Vorjahr: T€ 340).

Das Treuhandkonto für Rückdeckungsansprüche für Pensionen in Höhe von € 526.297,30 (Vorjahr: T€ 526) werden in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Weiterhin besteht eine Forderung gegen Regiocom SE als vormals verbundenes Unternehmen in Höhe von € 156.803,34 (Vorjahr: T€ 157).

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von € 9.208.010,35 (Vorjahr: T€ 9.256) und davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 7.346.715,76 (Vorjahr: T€ 7.186).

Es wurden Forderungen in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: T€ 640) einzelwertberichtigt.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der Bilanzposten stellt den aktivischen Saldo aus der Verrechnung der Langzeitenkontenrückstellungen mit dem Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 HGB dar. Der Erfüllungsbetrag der Schulden vor Verrechnung beträgt T€ 345.749,00 (Vorjahr: T€ 366). Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände entsprechen dem beizulegenden Zeitwert (Nennwert des Treuhandkontos) und betragen T€ 432,390,03 (Vorjahr: T€ 432).

Die Erträge in Höhe von € 0,00 aus dem verrechneten Vermögen werden grundsätzlich mit den entsprechenden Aufwendungen in Höhe von € 2.109,00 (Vorjahr: T€ 14) im Zinsergebnis saldiert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Das aus der BilMoG-Umstellung zum 01. Januar 2010 resultierende Restansammlungspotential gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB beträgt zum 30. Juni 2021 noch € 10.458 (Vorjahr: T€ 18).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Betrag nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 111.790 (Vorjahr: T€ 190). In entsprechender Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

Die Personalrückstellungen betreffen insbesondere Tantieme/variable Vergütungen und Ansprüche der Mitarbeiter aus Resturlaub und Mehrarbeit.

Für Abfindungszahlungen wurde eine Rückstellung in Höhe von € 103.867,06 gebildet (Vorjahr: T€ 218).

Die übrigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit € 826.798,01 (Vorjahr: T€ 832) ausstehende Rechnungen, mit € 90.567,24 (Vorjahr T€ 100) für Abschlusskosten sowie mit € 90.683,68 (Vorjahr: T€ 230), Drohverluste aus der Untervermietung von Büroräumen sowie Rückbauverpflichtungen für Mietobjekte am Standort Weingarten in Höhe von € 193.000 (Vorjahr: T€ 162).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben € 14.088,11 (Vorjahr: T€ 26) eine Restlaufzeit von über einem Jahr, davon € 0,00 (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten Verbindlichkeiten:

 

im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 167.274,21 (Vorjahr: T€ 0) aus Steuern: € 129.911,02 (Vorjahr: T€ 158).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich geographisch wie folgt auf:

Gj. 1.7.2021 - 30.6.2022 Gj. 1.7.2020 - 30.6.2021
EUR EUR
Umsatz Inland 57.597.459,87 64.857.320,03
Umsatz Ausland 153.608,51 148.435,12
Umsatz Gesamt 57.751.068,38 65.005.755,15

Die Umsatzerlöse entfallen auf die Geschäftsbereiche wie folgt:

Gj. 1.7.2021 - 30.6.2022 Gj. 1.7.2020 - 30.6.2021
EUR EUR
Transaktionsdruck 17.807.120,14 20.580.535,50
Archivleistungen 3.618.836,85 6.995.175,07
Porto, Konsolidierung & sonstiges 36.325.111,39 37.430.044,58
57.751.068,38 65.005.755,15

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von € 174.810,89 (Vorjahr: T€ 654) sowie die Mietreduktion in Höhe von € 131.600,30 (Vorjahr: € 0,00) enthalten.

Personalaufwand

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von € 82.363,44 (Vorjahr: T€ 79) enthalten.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis stellt sich wie folgt dar:

Gj. 1.7.2021 - 30.6.2022 Gj. 1.7.2020 - 30.6.2021
EUR EUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 84.236,40 88.049,83
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -310.374,17 -314.094,81
-226.137,77 -226.044,98

In den Zinserträgen sind Erträge aus Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von € 84.236,40 (Vorjahr: T€ 88) enthalten.

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 169.960,00 (Vorjahr: T€ 227) sowie Zinsen aus Factoring in Höhe von € 77.274,31 (Vorjahr: T€ 69) enthalten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von € 3.088.781,23 (Vorjahr: Jahresüberschuss T€ 1.392) auf neue Rechnung vorzutragen.

E. Sonstige Angaben

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den Mietverträgen für Gebäude in Höhe von T€ 1.495 (Vorjahr: T€ 2.205) sowie aus Leasingverträgen für Betriebsausstattung in Höhe von T€ 49 (Vorjahr: T€ 99).

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 50.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen der Paragon MeillerGHP Holdings GmbH, Schwandorf. Die Paragon Group Limited, London, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Paragon Limited, Park House, 16-18 Finsbury Cirus, London, EC2M 7EB, ist an ihrem Sitz erhältlich.

Dieser, unter Einbeziehung ihrer wesentlichen verbundenen Unternehmen erstellte Konzernabschluss erfüllt die Voraussetzungen von § 292 HGB und befreit somit die Paragon Customer Communications Weingarten GmbH von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren 116 (Vorjahr: 124) Mitarbeiter beschäftigt, davon sind 62 (Vorjahr: 92) gewerbliche Arbeitnehmer und 54 Angestellte (Vorjahr: 32).

Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge

Als Geschäftsführer sind bestellt:

- Thomas Simon, Bamberg Diplomkaufmann CEO
- Alexander Schäfer, Darmstadt Geschäftsführer CSO

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung i.S.v. § 285 Nr. 9 a HGB wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Weingarten, den 21. Dezember 2022

Die Geschäftsführung

Thomas Simon

Alexander Schäfer

Entwicklung des Anlagevermögens der Paragon Customer Communications Weingarten

Anschaffungskosten
01.07.21 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.06.22
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 555.568,00 0,00 0,00 0,00 555.568,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.555.888,81 99.311,30 0,00 0,00 8.655.200,11
Immaterielle Vermögensgegenstände 9.111.456,81 99.311,30 0,00 0,00 9.210.768,11
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 235.960,73 0,00 0,00 0,00 235.960,73
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.732.721,95 2.250.749,54 -154,58 350.733,00 25.334.359,07
Geleistete Anzahlungen/Anlagen im Bau 350.733,00 0,00 0,00 -350.733,00 0,00
Sachanlagen 23.319.415,68 2.250.749,54 -154,58 0,00 25.570.319,80
Gesamtsumme 32.430.872,49 2.350.060,84 -154,58 0,00 34.781.087,91
Abschreibungen
01.07.21 Zugänge Abgänge 30.06.22
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -208.337,96 0,00 0,00 -208.337,96
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -8.240.365,47 -236.790,28 0,00 -8.477.155,75
Immaterielle Vermögensgegenstände -8.448.703,43 -236.790,28 0,00 -8.685.493,71
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten -197.793,07 -18.571,48 0,00 -216.364,55
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -22.139.048,53 -504.576,72 113,58 -22.643.625,25
Geleistete Anzahlungen/Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen -22.336.841,60 -523.148,20 113,58 -22.859.989,80
Gesamtsumme -30.785.545,03 -759.938,48 113,58 -31.545.483,51
Restbuchwerte
01.07.21 30.06.22
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 347.230,04 347.230,04
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 315.523,34 178.044,36
Immaterielle Vermögensgegenstände 662.753,38 525.274,40
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 38.167,66 19.596,18
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 593.673,42 2.690.733,82
Geleistete Anzahlungen/Anlagen im Bau 350.733,00 0,00
Sachanlagen 982.574,08 2.710.330,00
Gesamtsumme 1.645.327,46 3.235.604,40

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Paragon Customer Communications Weingarten GmbH, Weingarten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Paragon Customer Communcations Weingarten GmbH, Weingarten, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Paragon Customer Communcations Weingarten GmbH, Weingarten, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 22. Dezember 2022

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer

Florian Wenger, Wirtschaftsprüfer

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