Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 9009 PI
Eingetragen
8.12.2010
Branche
Spielhallen und Betrieb von GlücksspielautomatenSpielbanken und SpielklubsBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Betrieb von konzessionierten Spielbanken und die Veranstaltung oder Vermittlung anderer gesetzlich zulässiger Glücksspiele einschließlich aller damit verbundener Hilfs- und Nebengeschäfte sowie der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung, die Wahrnehmung der Geschäftsführung sowie die Besorgung von Geschäften aller Art an bzw. bei Handelsgesellschaften, die den Betrieb von Spielbanken und anderer Glücksspiele einschließlich aller damit verbundener Hilfsund Nebengeschäfte zum Gegenstand haben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Rainer Otto Schepull
seit 20.4.2022
Geschäftsführer
Guido Schlütz
seit 9.4.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Land Schleswig-Holstein
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Spielbank SH GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Spielbank Schenefeld GmbH

Schenefeld/Krs. Pinneberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Spielbank Schenefeld GmbH, Schenefeld

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.196,00 8.049,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 477.009,00 1.696.504,00
2. technische Anlagen und Maschinen 359.735,68 133.563,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 560.003,00 368.941,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.265,72 1.425.013,40 19.025,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.229.840,57 9.183.068,97
2. Genossenschaftsanteile 60.000,00 60.000,00
3. übrige sonstige Finanzanlagen 150.000,00 9.439.840,57 150.000,00
Summe Anlagevermögen 10.891.049,97 11.619.150,97
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 49.405,93 26.456,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.305,85 24.940,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.804,40 122.457,29
3. Forderungen gegen Gesellschafter 110.144,04 0,00
4. sonstige Vermögensgegenstände 648.486,89 826.741,18 717.880,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 13.052.675,97 9.054.358,22
Summe Umlaufvermögen 13.928.823,08 9.946.092,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.361,44 39.366,94
24.830.234,49 21.604.610,87

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 778.398,67 778.398,67
III. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 70.852,86 70.852,86
IV. Bilanzgewinn 21.414.903,50 18.237.851,84
- davon Gewinnvortrag Euro 18.237.851,84 (Euro 12.408.657,32)
Summe Eigenkapital 22.289.155,03 19.112.103,37
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 489.248,80 482.048,16
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 187.636,70 187.738,99
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 187.636,70 (Euro 187.738,99)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 311,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 0,00 (Euro 311,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 227.056,98 463.930,85
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 227.056,98 (Euro 463.930,85)
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.637.136,98 1.358.478,50
- davon aus Steuern Euro 892.618,30 (Euro 946.166,93)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 1.637.136,98 (Euro 1.358.478,50) 2.051.830,66
24.830.234,49 21.604.610,87

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Spielbank Schenefeld GmbH, Schenefeld

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Rohergebnis 15.938.410,92 14.581.375,21
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.582.783,22 3.869.686,50
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 728.978,06 624.227,92
3. Abschreibungen 1.594.137,44 770.386,11
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
- davon außerplanmäßige Abschreibungen Euro 862.626,00 (Euro 0,00)
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.949.179,76 2.370.476,75
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro 3.007,08 (Euro 10.982,58)
5. Erträge aus anderen Wertpapiern und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 70.619,21 20.056,40
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 52.725,53 1.083,54
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 102.983,11
- davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen Euro 0,00 (Euro 102.983,11)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 33.391,54
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 29.625,52 2.168,70
10. Ergebnis nach Steuern 6.177.051,66 6.829.194,52
11. Jahresüberschuss 6.177.051,66 6.829.194,52
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 18.237.851,84 12.408.657,32
13. Ausschüttung 3.000.000,00 1.000.000,00
14. Bilanzgewinn 21.414.903,50 18.237.851,84

Anhang 2023

Spielbank Schenefeld GmbH, Schenefeld

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Spielbank Schenefeld GmbH, Schenefeld, wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 01. Dezember 2010 wurde die Gesellschaft errichtet. Das Stammkapital beträgt EUR 25.000,00 und wird von der Spielbank SH GmbH gehalten. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Pinneberg im Handelsregister unter der Nummer HRB 9009 PI eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Schenefeld. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandt worden.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip) ausgegangen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln bewertet.

Das Realisationsprinzip sowie der Grundsatz der Vorsicht bzw. des Imparitätsprinzips werden beachtet.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Die Wertansätze der Vorträge zum 1. Januar 2023 entsprechen denen des geprüften und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 der Spielbank Schenefeld GmbH, so dass Bilanzidentität gewahrt ist. Hinsichtlich der der sonstigen Rückstellungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände wurde der Vorjahresausweis des Spielmarkenumlaufs im Wege einer Aktiv-Passiv-Verkürzung korrigiert.

Aktivseite

Das Anlagevermögen ist mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear und grundsätzlich zeitanteilig. Die Nutzungsdauer wurde auf den Zeitraum bis zum Ablauf der Mietverträge begrenzt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde zudem eine außerplanmäßige Abschreibung der Sachanlagen in Höhe von TEUR 863 vorgenommen.

Die unter den Finanzanlagen bilanzierten Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachstehenden Bruttoanlagenspiegel dargestellt.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert bewertet. Wertberichtigungen wurden nicht gebildet.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 28 und bestehen gegen folgende Schwestergesellschaften: Spielbank Lübeck GmbH (TEUR 13), Spielbank Kiel GmbH (TEUR 8) und Spielbank Flensburg GmbH (TEUR 7). Alle Beträge sind zum Nominalwert angesetzt.

Forderungen gegen Gesellschafter sind zum Nominalwert angesetzt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nominalbeträgen angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand für das Folgejahr darstellen.

Passivseite

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00 und ist vollständig eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

2023 2022
TEUR TEUR
Prozesskosten 149 149
Ausstehende Rechnungen 190 192
Urlaub 85 76
Spielmarkenumlauf 1 7
Tantieme, Sonderzahlungen 22 18
Übrige 42 40
489 482

Soweit erforderlich wurden Abzinsungen vorgenommen sowie Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Rahmen durch Eigentumsvorbehalte besichert. Weitere Besicherungen bestehen nicht.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht nach § 251 oder nach § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, beträgt 662 TEUR und entfällt auf Mieten bis Mietvertragsende 31.12.2026.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Bruttospielerträge werden in Höhe von 30 % mit der Spielbankabgabe belastet, das Automatenspiel wird zusätzlich in Höhe von 10 % der Bruttospielerträge mit der Zusatzabgabe belastet. Seit Juni 2023 werden die Bruttospielerträge auf Grund der Überschreitung der Grenze von 10 Mio€ mit 40 % belastet und das Automatenspiel wird ab Juli 2023 nach Überschreitung der Grenze von 10 Mio€ mit 15 % mit der Zusatzabgabe belastet.

III. Sonstige Pflichtangaben

1. Angaben zur Geschäftsführung

Geschäftsführer der Spielbank Schenefeld GmbH war im Geschäftsjahr 2023 Herr Rainer Otto Schepull, Kaufmann.

Die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

2. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 104 Personen. Diese untergliedern sich wie folgt:

 

80 männliche Personen

 

24 weibliche Personen

3. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor das Jahresergebnis, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kiel, 21. März 2024

gez. R. Schepull

Geschäftsführung

Datum Feststellung Jahresabschluss: 18. Juli 2024

Anlagenspiegel

Spielbank Schenefeld GmbH, Schenefeld

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 63.252,84 26.207,38 0,00 89.460,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.994.182,67 70.143,34 0,00 5.064.326,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.128.162,89 297.941,42 0,00 1.426.104,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.456.189,79 415.731,98 9.087,89 2.862.833,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.025,00 9.240,72 0,00 28.265,72
8.597.560,35 793.057,46 9.087,89 9.381.529,92
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.295.685,08 2.003.254,80 2.014.258,48 9.284.681,40
2. Beteiligungen 60.000,00 0,00 0,00 60.000,00
3. Bargeld Spielbakreserve 150.000,00 0,00 0,00 150.000,00
9.505.685,08 2.003.254,80 2.014.258,48 9.494.681,40
18.166.498,27 2.822.519,64 2.023.346,37 18.965.671,54
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.203,84 8.060,38 0,00 63.264,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.297.678,67 1.289.638,34 0,00 4.587.317,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 994.599,89 71.768,74 0,00 1.066.368,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.087.248,79 224.669,98 9.087,89 2.302.830,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.379.527,35 1.586.077,06 9.087,89 7.956.516,52
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 112.616,11 0,00 57.775,28 54.840,83
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Bargeld Spielbakreserve 0,00 0,00 0,00 0,00
112.616,11 0,00 57.775,28 54.840,83
6.547.347,30 1.594.137,44 66.863,17 8.074.621,57
RESTBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.196,00 8.049,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 477.009,00 1.696.504,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 359.735,68 133.563,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 560.003,00 368.941,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.265,72 19.025,00
1.425.013,40 2.218.033,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.229.840,57 9.183.068,97
2. Beteiligungen 60.000,00 60.000,00
3. Bargeld Spielbakreserve 150.000,00 150.000,00
9.439.840,57 9.393.068,97
10.891.049,97 11.619.150,97

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023

1. Geschäftliche, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

a) Geschäftliche Rahmenbedingungen

Die CSS betreibt seit 1997 eine konzessionierte Spielbank im Shopping-Center Stadtzentrum Schenefeld westlich der Hamburger Stadtgrenze. Auf einer Fläche von ca. 1.500 m 2 wird ein Spielangebot mit insgesamt 19 Spieltischen (davon 6 amerikanische Roulette, 2 Black Jack, 2 UTH-Poker, 9 Poker) sowie 97 Spielautomaten (inkl. 1 Roulette-Großgerät mit 15 Plätzen) präsentiert.

Die CSS befindet sich aufgrund der geographischen Nähe in direkter Wettbewerbsposition zu den Spielbanken in Hamburg (Mundsburg, Reeperbahn, Steindamm und Esplanade) sowie zu der Spielbank in Seevetal, die ausschließlich das Automatenspiel anbietet. Gästebindung, Serviceniveau und ein attraktives Spielangebot haben daher einen besonders hohen Stellenwert und sind erfolgsbestimmend.

Die Bruttospielerträge im CSS unterliegen einer Spielbankabgabe i. H. v. 30%. Im Automatenspiel wird eine Zusatzabgabe i. H. v. 10% erhoben. Für den 10 Mio. Euro übersteigenden Bruttospielertrag beträgt die Spielbankabgabe 40 % und die Zusatzabgabe 15 %

Die Spielbankkonzession läuft bis zum 31. Juli 2026, der Mietvertrag bis zum 31. Dezember 2026.

b) Rechtliche Rahmenbedingungen

Glücksspielstaatsvertrag 2021

Seit dem 1. Juli 2021 haben sich die Rahmenbedingungen für das Anbieten öffentlicher Glücksspiele in Deutschland mit dem Inkrafttreten des Staatsvertrags zur Neuregulierung des Glücksspielwesens in Deutschland (Glücksspielvertrag 2021 - GlüStV 2021) wesentlich verändert. Eine bedeutende Neuerung des GlüStV 2021 ist die Zulassung der bisher verbotenen Online-Glücksspielarten, die nun wie folgt definiert werden:

Virtuelles Automatenspiel:

virtuelle Nachbildung von in Spielhallen und Gaststätten angebotenen Automatenspielen,

Online-Casinospiele:

virtuelle Nachbildung von in Spielbanken angebotenen Bankhalterspielen und Live-Übertragung terrestrisch durchgeführter Bankhalterspiele mit Teilnahmemöglichkeiten über das Internet,

Online-Poker:

Varianten des Pokerspiels ohne Bankhalter, bei denen natürliche Personen an einem virtuellen Tisch gegeneinander spielen.

Die bislang in Schleswig-Holstein erteilten Erlaubnisse für Online-Glücksspiele gemäß dem Gesetz zur Neuordnung des Glücksspiels (Glücksspielgesetz) vom 20. Oktober 2011 in Verbindung mit dem Gesetz zur Übergangsregelung für Online-Casinospiele vom 11. Juni 2019 gelten für eine Übergangsphase bis zur Erteilung einer Erlaubnis nach dem GlüStV 2021, längstens bis zum 31. Dezember 2024 fort.

Die Aufteilung der Spielarten und insbesondere die Ausgestaltung der Regelungen für die Online-Glücksspielarten gemäß GlüStV 2021 sind nicht mit den Rahmenbedingungen im terrestrischen Spielbankgeschäft vergleichbar. Ein wesentlicher Unterschied besteht beispielsweise in der Form der Besteuerung, die für Online-Casinospiele gemäß GlüStV 2021 dem bekannten Modell der Spielbankabgabe folgt, für die Online-Glücksspielarten virtuelle Automatenspiele und Online-Poker jedoch eine Spieleinsatzsteuer i.H.v. 5,3 % auf den jeweiligen Spieleinsatz vorsieht.

Spielbankgesetz Schleswig-Holstein

Das Spielbankgesetz Schleswig-Holstein (SpielbG SH) in der Fassung vom 16. Januar 2019 sieht die Gewährung von Spielbankerlaubnissen mit einer Gesamtnutzungsdauer von maximal 15 Jahren vor. Die Spielbankerlaubnisse der vier operativen Spielbankgesellschaften in Schleswig-Holstein enden am 31. Juli 2026. Die Spielbankerlaubnis der Ende 2021 geschlossenen Spielbank Sylt ist spätestens mit der einjährigen Spielunterbrechung Ende 2022 erloschen.

Die verbleibende Restlaufzeit der Spielbankerlaubnisse von zweieinhalb Jahren führt zu einer deutlich höheren Abschreibungsbelastung, da die gewöhnliche Abschreibungsdauer wesentlicher Anlagegüter fünf oder mehr Jahre beträgt. Diese Abschreibungsbelastung wird sich bis zu der Erteilung von neuen Spielbankerlaubnissen sukzessive erhöhen und die Gesellschaft wirtschaftlich zunehmend belasten.

c) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen/ Branchenentwicklung

Die deutschen Spielbanken haben im Jahr 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 sehr deutlich von der vollständigen Aufhebung der pandemiebedingten Einschränkungen in den Geschäftsbetrieben und einer starken Wiederaufnahme der Spielbetriebe profitieren können. In Verbindung mit den neuen Rahmenbedingungen des GlüStV 2021 und der fortschreitenden Regulierung des gewerblichen Automatenspiels haben sich signifikante Ertragssteigerungen in allen deutschen Spielbanken im Vergleich zu den Vorjahren gezeigt.

Die Vergleichbarkeit der Kennzahlen zu den Geschäftsjahren 2021 und 2020 ist jedoch nur sehr eingeschränkt aussagekräftig, da diese Geschäftsjahre durch mehrmonatige pandemiebedingte Schließungen betroffenen waren. Der langfristige Trend lässt sich an der Entwicklung der Bruttospielerträge seit der Talsohle in 2014 erkennen. Hier zeigt sich für den Gesamtmarkt der Spielbanken in Deutschland eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 11,2 %.

Die schleswig-holsteinischen Spielbanken zeigen für den Zeitraum 2014 bis Ende 2023 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 12,1 %. Die Bruttospielerträge der Spielbank Schenefeld GmbH sind in diesem Zeitraum jährlich durchschnittlich um 12,1 % gewachsen.

Die Besucherzahlen zeigten im Geschäftsjahr 2023 sowohl auf Bundesebene als auch auf Ebene Schleswig-Holsteins einen deutlichen Zuwachs. Auf Bundesebene stiegen die Besucherzahlen um 24,5 %. In Schleswig-Holstein betrug der Anstieg 26,5 % und im Casino Schenefeld 23,5 %. Auch hier liegt nur eine eingeschränkte Aussagekraft vor, da die pandemiebedingten Einschränkungen zu Beginn des Jahres 2022 in den jeweiligen Bundesländern sehr unterschiedlich ausgefallen sind.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

a) Spielbetrieb und Einnahmen

Spielbank Schenefeld GmbH
2023 2022 %-Abw.
BSE KI. Spiel T€ 3.556,4 3.089,6 15,1%
BSE Automatenspiel TE 17.990,0 16.307,4 10,3%
BSE Gesamt T€ 21.546,4 19.397,0 11,1%
Tronc T€ 3.805,2 3.109,0 22,4%
Personalkosten o. Bar - Gesellschaft TE 1.484,2 1.344,6 10,4%
Anzahl Tische 19 19 0,0%
davon AmRoul 6 6 0,0%
davon Black Jack 2 2 0,0%
davon Poker 9 9 0,0%
davon UTH 2 2 0,0%
Anzahl Automaten 97 97 0,0%
Anzahl Gäste 109.468 88.628 23,5%

Die Personalkosten sind nach Abzug des Troncaufkommens dargestellt.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Vermögenslage

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. dem Vj. in
TEuro % TEuro % TEuro %
Langfristig gebundenes Vermögen Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, Lizenzen 26,2 0,1 8,0 0,0 18,2 227,5
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 477,0 1,9 1.696,5 7,9 -1.219,5 -71,9
Technische Anlagen und Maschinen 359,7 1,4 133,6 0,6 226,1 169,2
Betriebs- und Geschäftsausstattung 560,0 2,3 368,9 1,7 191,1 51,8
Geleistete Anzahlungen 28,3 0,1 19,0 0,1 9,3 48,9
Finanzanlagen
Wertpapiere, Sonstiges 9.439,8 38,0 9.393,1 43,5 46,7 0,5
Umlaufvermögen
Mittel-/langfristige Forderungen
Summe mittel-/langfristig gebundenes Vermögen 10.891,0 43,9 11.619,1 53,8 -728,1 -6,3
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Umlaufvermögen
Vorräte 49,4 0,2 26,5 0,1 22,9 86,4
Kurzfristige Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40,3 0,2 24,9 0,1 15,4 61,8
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 27,8 0,1 122,5 0,6 -94,7 -77,3
Forderungen gegenüber Gesellschaftern 110,1 0,4 0,0 0,0 110,1 -
Sonstige Vermögensgegenstände 648,5 2,6 717,9 3,3 -69,4 -9,7
Liquide Mittel 13.052,7 52,6 9.054,4 41,9 3.998,3 44,2
Summe kurzfristig gebundenes Vermögen 13.928,8 56,1 9.946,2 46,0 3.982,6 40,0
Rechnungsabgrenzungsposten 10,4 0,0 39,4 0,2 -29,0 -73,6
Summe Aktiva 24.830,2 100,0 21.604,6 100,0 3.225,6 14,9
Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. dem Vorjahr in
TEuro % TEuro % TEuro %
Mittel-/langfristig verfügbares Kapital
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25,0 0,1 25,0 0,1 0,0 0,0
Kapitalrücklage 778,4 3,1 778,4 3,6 0,0 0,0
Gewinnrücklagen 70,9 0,3 70,9 0,3 0,0 0,0
Bilanzgewinn 21.414,9 86,2 18.237,9 84,4 3.177,0 17,4
Summe mittel-/langfristig verfügbares Kapital 22.289,2 89,8 19.112,2 88,5 3.177,0 16,6
Kurzfristig verfügbares Kapital
Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 489,2 2,0 482,0 2,2 7,2 1,5
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 187,6 0,8 187,7 0,9 -0,1 -0,1
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 0,3 0,0 -0,3 -100,0
Gesellschafterverbindlichkeiten 227,1 0,9 463,9 2,1 -236,8 -51,0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.637,1 6,6 1.358,5 6,3 278,6 20,5
Summe kurzfristig verfügbares Kapital 2.541,0 10,2 2.492,4 11,5 48,6 1,9
Summe Passiva 24.830,2 100,0 21.604,6 100,0 3.225,6 14,9

Die Eigenkapitalquote beträgt 89,8 % (VJ 88,5%).

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr mit einem Gewinn von T€ 6.177 (VJ T€ 6.829) ab.

b) Ertragslage

2023 2022 Veränderungen
T€ % T€ % T€ %
Erträge Spielbank 15.887 99,7 14.067 99,7 + 1.820 + 12,9
Sonstige Umsatzerlöse 55 0,3 40 0,3 + 14 + 35,4
Gesamtleistung 15.942 100,0 14.107 100,0 + 1.836 + 13,
Sonstige betriebliche Erträge 117 0,7 560 4,0 ./. -443 ./. 0
Finanzerträge 123 0,8 21 0,1 + 102 + 483,4
Erträge Spielbank 16.182 101,5 14.689 99,9 + 1.494 79, + 10,2
Materialaufwand 121 0,8 86 0,6 + 35 1 + 40,5
Personalaufwendungen 5.312 33,3 4.494 31,9 + 818 + 18,2
Abschreibungen 1.594 10,0 770 5,5 + 824 + 106,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.949 18,5 2.370 16,8 + 579 + 24,4
Finanzaufwand 0 0,0 136 1,0 ./. - 136 ./. 100,0
Steuern vom Einkommen und Ertrag 30 0,2 2 0,0 + 27 + 1.266,0
Aufwendungen Gesamt 10.005 0,0 7.859 55,7 + 2.146
Jahresüberschuß 6.177 0,0 6.829 48,4 ./. -652

Die Gesellschaft verfügt über eine gute Liquidität, die sich in einer Eigenkapitalquote von 89,8 % ausdrückt. Mit dieser Eigenkapitalausstattung ist die Gesellschaft für die wesentlichen jährlichen Investitionsvorhaben ausgestattet. Hierzu zählen im Wesentlichen die turnusmäßigen Investitionen in die Erneuerung des Automatenbestandes, der Video-, IT- und Sicherheitsausstattung sowie der betriebsnotwendigen technischen Anlagen. Freie Liquidität wird im Rahmen des Liquiditätsmanagements unter Beachtung der mit der Gesellschafterin abgestimmten Anlagerichtlinien als Finanzanlagen angelegt.

4. Chancen und Risiken künftiger Entwicklung aller Spielbanken Schleswig-Holstein

Die Einführung des GlüStV 2021 hat vor allem bei Online-Glücksspielformen deutliche Veränderungen herbeigeführt. Mit der Zulassung des Online-Glücksspiels wird sich die Marktdurchdringung anderer Anbieter im Glücksspiel weiter fortsetzen. Dennoch bieten sich durch die Rahmenbedingungen des Online-Glücksspiels auch Chancen für die terrestrischen Spielbanken. Weitere Marktanteilsverluste sind - trotz der sich bietenden Chancen, insbesondere im Vergleich zur Geschäftsentwicklung im Internet - nicht gänzlich auszuschließen. Abzuwarten bleibt, ob es den Online-Anbietern trotz der Rahmenbedingungen gelingt, die Angebote im virtuellen Automatenspiel und Online-Poker ausreichend attraktiv zu gestalten, damit die Ziele des GlüStV 2021 erreicht werden oder ob es zukünftig Veränderungen bei den Angebotsparametern geben muss. Aufschluss wird die erste Evaluierung des GlüStV 2021 geben, die in 2026 erfolgen soll.

Die glücksspielrechtliche Gemengelage in Deutschland hat in der Vergangenheit zu strukturellen Vollzugsdefiziten gegen Angebote außerhalb des konzessionierten und streng regulierten staatlichen Glücksspiels geführt. Mögliche Freiräume boten illegalen und nicht kontrollierten Wettbewerbern weiterhin viele Möglichkeiten, ihre Marktanteile zu Lasten der Spielbanken auszubauen und diese zu bewerben. Mit der Errichtung der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und deren Aufnahme der Regulierung des deutschen Online-Glücksspielmarktes ab dem 1. Januar 2023 bleibt abzuwarten, inwieweit dies ausreichend ist, um illegales und nicht kontrolliertes Glücksspiel konsequent zu unterbinden.

Seit 2016 wurden mehrere Beschwerden bei der EU-Kommission von Spielhallenvertretern/-betreibern eingereicht. Sie machen geltend, dass Spielbanken in Deutschland durch verschiedene Maßnahmen eine unzulässige staatliche Beihilfe erhalten würden. Ein Urteil der Kommission liegt noch nicht vor.

Die bundesweit deutlichen Rückgänge in der gewerblichen Automatenwirtschaft werden nicht tatenlos hingenommen. Es ist deutlich zu sehen, dass auf föderaler Ebene als auch auf Bundesebene die aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen kritisiert werden und Veränderungen vehement gefordert werden. Sollten sich an den bestehenden Rahmenbedingungen zum terrestrischen als zum Online-Glücksspielgeschäft Veränderungen ergeben, so hätte dies verheerende Folgen für die Spielbanken in Deutschland.

Es ist davon auszugehen, dass immer neue mediale und kommunikationstechnische Möglichkeiten gepaart mit generationsbedingtem, verändertem Konsumverhalten den Glücksspielmarkt in den nächsten Jahren weiter nachhaltig verändern werden.

Das Land Schleswig-Holstein wird bis zu fünf Konzessionen für Online-Casinospiele gemäß GlüStV 2021 vergeben. Eine dieser Konzessionen ist für die SSH vorgesehen, um der Gesellschaft die Teilnahme am wachsenden Online-Glücksspielmarkt zu ermöglichen.

Die Laufzeit der Konzession für die Spielbank Schenefeld GmbH endet zum 31. Juli 2026. Der Zeitraum für ein Konzessionsverfahren zur Erteilung neuer Betriebserlaubnisse beträgt weniger als zweieinhalb Jahre. In Anbetracht der komplexen und meist durch gerichtliche Auseinandersetzungen begleiteten Konzessionsverfahren, stellt die Neukonzessionierung der Unternehmensgruppe ein existenzgefährdendes Risiko dar. Erschwerend kommt hinzu, dass die gegenwärtig im Spielbankgesetz SH angelegten fünf Betriebserlaubnisse, jeweils einzeln auszuschreiben sind.

Im Hinblick auf die jeweiligen Konzessionsintervalle hat die Gesellschaft seit Gründung ausschließlich auf Mietmodelle zum Betrieb der Spielbank gesetzt. Dies hat zur Folge, dass die Mietbindung jeweils auf die Konzessionsdauer ausgerichtet wurde. Der Mietvertrag für die Spielbank Schenefeld endet zum 31. Dezember 2026, ohne dass es eine Option zur Verlängerung gibt. Eine Fortsetzung des Mietverhältnisses liegt insofern nicht nur in der Entscheidungssphäre der Gesellschaft, sondern ist abhängig von dem Willen des Vermieters. Es besteht die Gefahr, dass kein neuer Mietvertrag Zustandekommen könnte.

Die auslaufende Konzession erschwert zudem die nachhaltige Personalakquise, da der stetige Personalbedarf der Spielbank am Markt nicht mit einer Aussicht auf die Restlaufzeit der Konzession zu decken ist.

5. Ausblick

Der GlüStV 2021, die Regulierung des gewerblichen Automatenspiels als auch die Auswirkung der Corona-Pandemie haben die Glücksspielbranche nachhaltig verändert. Zum ersten Mal wurden Online-Glücksspiele für das Automatenspiel und auch das klassische Spiel bundesweit legalisiert. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lassen sich durch die Online-Angebote keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsätze der terrestrischen Spielbanken erkennen. Inwieweit es jedoch zu Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen kommen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar Die Einschränkungen, die der GlüStV 2021 im Online-Bereich vorsieht, können die Attraktivität der terrestrischen Angebote ebenso steigern, wie die Einschränkungen, die die Einführung der Technischen Richtlinie 5 für das gewerbliche Automatenspiel mit sich gebracht hat. Die weitere Entwicklung ist entscheidend davon abhängig, dass die Rahmenbedingungen für terrestrische Spielbanken erhalten bleiben.

Unter der Voraussetzung, dass der regulatorische Rahmen erhalten bleibt, wird für die Spielbank Schenefeld GmbH mit einer stabilen Ertragsentwicklung gerechnet. Die 3-Jahresplanung unterstellt, dass die überproportionalen Wachstumsraten der Bruttospielerträge der vergangenen zwei Jahre sich nicht in diesem Ausmaß fortsetzen werden. Das Ergebnis der Gesellschaft wird auf Vorjahresniveau erwartet.

Sämtliche regulatorischen Rahmenbedingungen sind jedoch unerheblich, wenn es der Gesellschaft nicht gelingt, neue Betriebserlaubnisse für alle Spielbankgesellschaften zu erhalten. Die Auswirkungen, die sich aus der verbleibenden Konzessionsdauer ergeben, hinterlassen immer deutlichere Spuren in der Gewinn- und Verlustrechnung als aber auch in der Stimmung und Zuversicht der Belegschaft der Gesellschaften. Eine langwierige gerichtliche Auseinandersetzung um die Konzessionen - zu Lasten der Belegschaft und der nachhaltigen Entwicklung der Unternehmensgruppe - gilt es ausdrücklich zu vermeiden.

 

Kiel, 20.05.2024

Spielbank Schenefeld GmbH

gez. R. Schepull

Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Spielbank Schenefeld GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Spielbank Schenefeld GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Spielbank Schenefeld GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 29. Mai 2024

GWU
Gesellschaft für Wirtschaftsprüfung
und Unternehmensberatung mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Antje Stoltenberg, Wirtschaftsprüferin

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