Johnson Controls Deutschland GmbH

Am Schimmersfeld 5, 40880 Ratingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 58648
Vorher
Viterra Sicherheit Technik GmbHADT Sicherheit Technik GmbHADT Deutschland GmbH
Eingetragen
9.1.1998
Branche
Herstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen MetallenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die Planung, Fertigung, Lieferung und Montage von Anlagen und Geräten aller Art für Feuerschutzanlagen, Sicherheitssysteme sowie Kommunikationsanlagen, Zutrittskontrollen und der Handel und Vertrieb von Gefahrenmeldesystemen einschließlich der dazugehörigen Servicedienstleistungen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte, ferner das Betreiben von Notrufserviceleitstellen mit Alarminterventionen.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tyco International Holding S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Johnson Controls Deutschland GmbH (vormals: ADT Deutschland GmbH)

Ratingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Johnson Controls Deutschland GmbH (vormals: ADT Deutschland GmbH)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Johnson Controls Deutschland GmbH (vormals: ADT Deutschland GmbH) - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Johnson Controls Deutschland GmbH (vormals: ADT Deutschland GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wuppertal, den 30. September 2024

Breidenbach und Partner PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Knöller, Wirtschaftsprüfer

Wendlandt, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. September 2023

AKTIVA

30.9.2023 Vorjahr
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.016,40 25
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 176,992.329,56 179.772
177.014.345,96 179.797
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 716.736,88 1.064
2, Unfertige Leistungen 16.185.892,06 13.352
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -13.990.173,98 -9.110
2.912.454,96 5.306
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 309.539,31 1.168
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.439.816,59 54.649
3. Sonstige Vermögensgegenstände 205.336,13 104
27.954.692,03 55.921
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.200.465,06 0
33.067.612,05 61.227
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 59.406,72 57
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 38.672.501,74 27.422
248.813.866,47 268,503

PASSIVA

30,9.2023 Vorjahr
T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 40.000,00 40
II. Kapitalrücklage 172.270.700,00 172.271
III. Gewinnrücklagen 17.374,00 17
IV. Verlustvortrag -199.749.976,44 -168.595
V. Jahresfehlbetrag -11.250.599,30 -31.155
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 38.672.501,74 27.422
0,00 0
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 511.441,45 446
2. Sonstige Rückstellungen 2.507.728,03 3.262
3.019.169,48 3.708
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 0,00 € (84 T€)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.098.640,55 2.742
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 2.098.640,55 € (2.742 T€)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 243.272.440,38 261.112
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 243.272.440,38 € (261.112 T€)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 189.713,47 392
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 189.713,47 € (392 T€)
davon aus Steuern: 189.713,47 € (109 T€)
245.560.794,40 264.330
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 233.902,59 465
248.813.866,47 268.503

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

2022/23 Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 31.256.962,84 25.123
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 2.833.590,12 5.104
3. Sonstige betriebliche Erträge 792.252,99 3.339
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: 60.879,13 € (1 T€)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -10.064.190,22 -9.443
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.511.197,09 -4.123
-13.575.387,31 -13.566
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.459.286,14 -11.453
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.256.955,16 -2.243
-12.716.241,30 -13.696
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.776,79 -13
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.945.464,28 -9.368
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: 94.167,35 € (4 T€)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 4.044.322,72 1.836
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 5
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen -2.779.637,46 0
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme -2.816.729,05 -28.480
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.535.652,00 -1.488
davon an verbundene Unternehmen: 6.497.014,00 € (1.484 T€) davon aus Aufzinsung: 0,00 € (1 T€)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 196.671,57 48
14. Ergebnis nach Steuern -11.250.087,95 -31.156
15. Sonstige Steuern -511,35 1
16. Jahresfehlbetrag -11.250.599,30 -31.155

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

I. Allgemeine Angaben

1. Jahresabschluss

Die Johnson Controls Deutschland GmbH, Ratingen (vormals: ADT Deutschland GmbH, Ratingen), ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und ist beim Amtsgericht Ratingen unter der Nummer HRB 58648 im Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird nach den geltenden handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 265 ff. HGB sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

2. Unternehmensgegenstand

Gegenstand der Johnson Controls Deutschland GmbH ist der Handel und Vertrieb von Gefahrenmeldesystemen einschließlich der dazugehörigen Servicedienstleistungen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Des Weiteren fungiert die Gesellschaft als Zwischenholding für die Fire & Security Sparte.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die nachstehend beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr unverändert beibehalten. Die Bilanzierung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung.

1. Sachanlagevermögen

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden in Anlehnung an die amtlichen AfA-Tabellen als Obergrenze nach der linearen Methode ermittelt. Der linear vorgenommenen Abschreibungen Sachanlagen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Sachanlagen
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 13

Die zugrundeliegenden Nutzungsdauern sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der Wertminderung bei nicht mehr oder nicht mehr voll verwendungsfähigen Anlagen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Geringwertige Anlagegegenstände mit bis zu EUR 800,00 Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB werden sofort abgeschrieben.

2. Finanzanlagen

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder bei andauernden Wertminderung mit dem niedrigen beizulegenden Zeitwert bilanziert.

3. Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Hierbei sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt.

Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten werden die Materialeinzelkosten (Rohstoffe) und Fertigungseinzelkosten (Lohnkosten, Maschinenkosten) sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten und externe Lohnarbeiten einbezogen. Das Niederstwertprinzip und das Prinzip der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennbetrag bewertet.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten abzüglich angemessener Einzelabwertungen unter Berücksichtigung individueller Risiken angesetzt.

Die Methode zur Ermittlung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt zum Bilanzstichtag:

180-360 Tage 10%

360-720 Tage 50%

>720 Tage 100%

Auf eine zusätzliche Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko wurde verzichtet.

Forderungen in Fremdwährung existieren am 30. September nicht (Vorjahr TEUR 0).

5. Aktive bzw. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben und Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

6. Rückstellungen

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Bewertung der längerfristigen Rückstellungen für Jubiläen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen, wobei die Jubiläumsrückstellung nach der projizierten Einmalbetragsmethode ermittelt wurde. Darüber hinaus liegen der Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie folgende Annahmen zugrunde.

30.09.2023 30.09.2022
in % in %
Rechnungszins Jubiläum 1,66 % 1,38 %
Lohnsteigerung 2,60 % 2,60 %
Fluktuation 6,00 % 6,00 %

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert.

Alle Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

8. Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Unterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von aktuell 30,2498%. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Vom Aktivierungswahlrecht aufgrund einer sich ergebenden Steuerentlastung wird kein Gebrauch gemacht.

III. Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind aus dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagengitter ersichtlich.

2. Finanzanlagen

Als verbundene Unternehmen werden entsprechend § 271 Abs. 2 HGB Gesellschaften angesehen, an denen die Johnson Controls Inc., Milwaukee/USA, direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen zum 30. September 2023 die folgenden Beteiligungen:

Name Beteiligungs quote Währung Eigenkapital Ergebnis
Direkte Beteiligungen
Total Walther GmbH, Feuerschutz und Sicherheit, Köln 100,00% T€ 36.389 -188 1) 2)
ADT Sensormatic GmbH, Ratingen 100,00% T€ 5.447 -1.576 1)
Tyco Service & Montage GmbH, Kabelsketal 100,00% T€ 293 0 1) 2)
CKS Systeme GmbH, Meppen 100,00% T€ 5.708 -2.629 1) 2)
Tyco Building Services Products Germany GmbH, Ratingen 100,00% T€ 28.255 4.044 1) 2)
Indirekte Beteiligungen
FLN Feuerlöschgerate Neuruppin Vertriebs-GmbH, Neuruppin 100,00% T€ 5.737 -2.585 1) 2)
Total Feuerschutz GmbH, Ladenburg 100,00% T€ 6.970 684 1) 2)
COSMOS Feuerlöschgerätebau GmbH, Ladenburg 100,00% T€ 161 -216 1) 2)
WOPF Befestigungselemente GmbH, Lüneburg 100,00% T€ 1.912 -1.128 1) 2)

1) Angaben zum 30. September 2023
2) Ergebnis vor Ergebnisabführung

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Umsatzsteuer und Ertragsteuern in Höhe von TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 47) enthalten.

4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden sämtliche Unternehmen angesehen, an denen die Johnson Controls International plc, Cork/Irland, direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 5.879 (Vorjahr: TEUR 1.836) und aus einer Cash-Pool-Forderung in Höhe von 21.418 TEUR (Vorjahr: TEUR 51.710). Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen in Höhe von TEUR 21.471 (Vorjahr: TEUR 52.074).

5. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 40.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 172.271 (Vorjahr: TEUR 172.271) und besteht aus Zuzahlungen in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklage enthält ausschließlich Beträge aus der erfolgsneutralen Auflösung der Jubiläumsrückstellung im Rahmen der Änderung der Bewertungsvorschriften des HGB nach BilMoG.

6. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 511 (Vorjahr: TEUR 446).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen (TEUR 954; Vorjahr: TEUR 1.901), Personalverpflichtungen (TEUR 617; Vorjahr: TEUR 659), Restrukturierungsrückstellungen (TEUR 736; Vorjahr: TEUR 474), Gewährleistungen (TEUR 71; Vorjahr: TEUR 85) sowie übrige ungewisse Verpflichtungen (TEUR 129; Vorjahr: TEUR 143).

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit Gesamt 30.09.2023 unter 1 Jahr über 1 Jahr davon 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
(Vorjahr) 84 84 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen 2. und Leistungen 2.099 2.099 0 0
(Vorjahr) 2.742 2.742 0 0
3. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen 243.272 243.272 0 0
(Vorjahr) 261.112 261.112 0 0
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.935 1.935 0 0
(Vorjahr) 1.348 1.348 0 0
davon aus Darlehensverbindlichkeiten und Zinsen 231.895 231.895 0 0
(Vorjahr) 231.284 231.284 0 0
davon aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen 9.442 9.442 0 0
(Vorjahr) 28.480 28.480 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 190 190 0 0
(Vorjahr) 392 392 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
(Vorjahr) 0 0 0 0
davon aus Steuern 190 190 0 0
(Vorjahr) 111 111 0 0
Summe 245.561 245.561 0 0
(Vorjahr) 264.330 264.330 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich hauptsächlich wie folgt zusammen:

a.

Darlehensverbindlichkeiten TEUR 231.895 (Vorjahr: TEUR 231.284)

b.

Verlustübernahmeverpflichtungen gegenüber Tochtergesellschaften TEUR 9.442 (Vorjahr: TEUR 28.480)

c.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.935 (Vorjahr: TEUR 1.348) beinhalten Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) und Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 212)

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Entwicklung der Umsätze nach geografischen Regionen stellte sich wie folgt dar:

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Nord 4.980 3.435
West 2.126 6.246
Ausland 169 1.931
Ost 9.109 4.891
Südwest 9.166 5.150
Südost 5.706 3.470
31.256 25.123

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 792 (Vorjahr: TEUR 3.339) resultieren im Wesentlichen aus konzerninternen Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 571 (Vorjahr: TEUR 617), aus Währungs-/ Kursgewinnen in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 1) und einem Verschmelzungsgewinn in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 2.582).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen konzerninterne Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.301 (Vorjahr: TEUR 4.047), Aufwendungen für Kfz in Höhe von TEUR 1.490 (Vorjahr: TEUR 1.176), aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 4), sowie sonstige Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.060 (Vorjahr: TEUR 1.608).

4. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von TEUR 4.044 (Vorjahr: TEUR 1.836) betreffen den im Rahmen des geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags übernommenen Gewinn der Tochtergesellschaft der Tyco Building Services Products Germany GmbH.

5. Abschreibungen auf Finanzanlagen

Im Rahmen der Überprüfung der Bewertung der Finanzanlagen wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR -2.780 (Vorjahr TEUR 0) aus der Beteiligungsbewertung der ADT Sensormatic GmbH vorgenommen.

6. Aufwendungen aus Verlustübernahmen

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen liegen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei TEUR -2.817 (Vorjahr: TEUR -28.480) und resultieren aus den Verlustübernahmen der Total Walther GmbH, Feuerschutz und Sicherheit, der CKS Systeme GmbH und der Tyco Service & Montage GmbH.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In diesem Geschäftsjahr sind unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Erträge in Höhe von TEUR 197 (Vorjahr: Erträge TEUR 48) enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft unterliegt vertraglich der gesamtschuldnerischen Mithaftung für den Saldo auf dem Cash-Pool-Konto, das von der Tyco Fire & Security Holding Germany GmbH, Ratingen, geführt wird. Das bei der Deutsche Bank AG geführte Cash-Pool-Konto weist zum Bilanzstichtag insgesamt einen positiven Saldo aus. Eine Inanspruchnahme ist daher derzeit unwahrscheinlich.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen resultierend aus Kfz- Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.192 (TEUR 544 fällig innerhalb eines Jahres, TEUR 648 fällig innerhalb von zwei bis fünf Jahren). Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nur gegenüber verbundenen Unternehmen.

3. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren:

Peter Schieser, Senior Director & Corporate Secretary, Tyco Fire & Security Finance SCA, Luxembourg, seit 13.03.2023

David Pierre Marcel Emin, General Manager, Tyco Fire & Security Holding, Germany, Ratingen, seit 16.05.2024

Maik Bohlmann, Sales Director, Tyco Holding GmbH, Ratingen, von 01.10.2023 bis 22.07.2024

Bernd Volkmann, Senior Director Operations Fire & Security und BMS, Total Walther GmbH, Dresden, ausgeschieden am 14.04.2023

Jörg Keßler, BTS General Manager Germany, Tyco Fire & Security Holding Germany GmbH, Ratingen, ausgeschieden am 19.01.2023

Jörn Hendrik Welzel, Regional Finance Director Deutschland, Tyco Fire & Security Holding Germany GmbH, Ratingen, ausgeschieden am 02.10.2023

4. Geschäftsführerbezüge

Die Geschäftsführung hat von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.

5. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2022/2023 betrug die Beschäftigtenanzahl 203 Arbeitnehmer (Vorjahr: 204). Davon waren 10 Mitarbeiter (Vorjahr: 9) teilzeitbeschäftigt. Die Gesellschaft beschäftigt ausschließlich Angestellte.

6. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist 100%ige Tochtergesellschaft der Tyco Fire & Security Holding Germany GmbH, Ratingen. Deren oberste Muttergesellschaft ist die Johnson Controls International plc, Cork/Irland.

Die Johnson Controls International plc, Cork/Irland, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Security and Exchange Commission) unter der Registernummer CIK 0000833444 und am Standort des Unternehmens eingesehen werden.

7. Konzernabschluss

Die Johnson Controls Deutschland GmbH nimmt die Befreiungsvorschriften zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 291 HGB in Anspruch und stellt daher keinen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf.

Der nach US-GAAP aufgestellte befreiende Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Johnson Controls International plc, Bishopstown, Cork/Irland, wird in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die im befreienden Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs-, und Konsolidierungsgrundsätze nach US-GAAP weichen von denen nach deutschem Recht (HGB) wie folgt ab:

Grundsätzlich unterscheidet sich die Rechnungslegung nach amerikanischen Vorschriften (US-GAAP) von der nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) in der verfolgten Zielsetzung. Während die US-GAAP in erster Linie auf die Versorgung der Investoren mit entscheidungsnützlichen Informationen abstellt, ist die HGB-Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Gläubigerschutzes und des Vorsichtsprinzips geprägt.

• Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten

Nach HGB werden die kurzfristigen (<1 Jahr) Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtagskurs bewertet. Die langfristigen (>1 Jahr) Fremdwährungsforderungen und - verbindlichkeiten werden dagegen zum Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag ausgewiesen.

Nach US-GAAP werden alle Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtagskurs ausgewiesen.

• Langfristige Fertigungsaufträge

Aufträge, die am Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellt sind, werden im deutschen Handelsgesetzbuch als unfertige Erzeugnisse gezeigt. Erhaltene Abschlagszahlungen werden als erhaltene Anzahlungen ausgewiesen und stellen somit keinen Ertrag dar. Die aufgelaufenen Kosten der unfertigen Projekte werden als Auftragsbestand aktiviert, nach US-GAAP ist eine Teilergebnisrealisierung möglich.

• Rückstellungen

Langfristige (> 1 Jahr) Rückstellungen werden nach HGB unter Zugrundelegung eines von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen Zinssatzes, nach US-GAAP unter Zugrundelegung eines marktüblichen Zinssatzes, bilanziert.

Aufgrund abweichender Parameter sind die größten Abweichungen in der Berechnung der Jubiläums- und Pensionsrückstellungen nach HGB und US-GAAP zu finden.

• Latente Steuern

Latente Steuern nach HGB sind für temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zu ermitteln (sog. Temporary-Konzept). Während für passive latente Steuern eine Ansatzpflicht besteht, sieht die Neuregelung weiterhin ein Aktivierungswahlrecht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) für aktive Steuerlatenzen vor. Des Weiteren können aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet werden, sofern deren Nutzung innerhalb der nächsten fünf Geschäftsjahre erwartet werden kann. Für Zwecke der Bewertung sind die unternehmensindividuellen Steuersätze anzuwenden, die wahrscheinlich im Abbau der Differenzen gültig sind. Sofern die individuellen Steuersätze im Zeitpunkt der Umkehrung nicht bekannt sind, sind die am Bilanzstichtag gültigen Steuersätze anzuwenden.

Nach US-GAAP besteht eine Ansatzpflicht für latente Steuern auf alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen nach US-GAAP und nach Steuerrecht, (sogenanntes Temporary-Konzept). Daneben sind auch aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zu bilanzieren. Latente Steueransprüche und -schulden sind mit den Ertragssteuersätzen zu bewerten, die zum Zeitpunkt der Realisierung der temporären Differenz bzw. bei Nutzung des Verlustvortrags voraussichtlich Gültigkeit erlangen.

Der Buchwert eines latenten Steueranspruchs ist zu jedem Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit zu prüfen.

8. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresverlust in Höhe von EUR -11.250.599,30 auf neue Rechnung vorzutragen.

9. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

 

Ratingen, den 27. September 2024

Die Geschäftsführung

David Pierre Marcel Emin

Peter Schieser

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1/10/2022 Zugänge Abgänge 30/9/2023
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.985.606,14 2.085,10 1.987.691,24
1.985.606,14 2.085,10 - 1.987.691,24
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 402.482.998,00 - 402.482.998,00
402.482.998,00 - - 402.482.998,00
Anlagevermögen 404.468.604,14 2.085,10 - 404.470.689,24
Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwert
1/10/2022 Zugänge Abgänge 30/9/2023 30/9/2022 30/9/2023
1.960.898,05 4.776,79 - 1.965.674,84 24.708,09 22.016,40
1.960.898,05 4.776,79 - 1.965.674,84 24.708,09 22.016,40
222.711.030,98 2.779.637,46 - 225.490.668,44 179.771.967,02 176.992.329,56
222.711.030,98 2.779.637,46 - 225.490.668,44 179.771.967,02 176.992.329,56
224.671.929,03 2.784.414,25 - 227.456.343,28 179.796.675,11 177.014.345,96

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

I. Grundlagen

Die Johnson Controls Deutschland GmbH, Ratingen (vormals: ADT Deutschland GmbH, Ratingen) projektiert, installiert und wartet Einbruchmelde-, Brandmelde-, Videoüberwachungs-, Zutrittskontroll- und Warensicherungssysteme. Die Kunden wurden im Geschäftsjahr durch die Zentrale in Ratingen und die operativen Niederlassungen in Köln, Hannover, Leinfelden-Echterdingen, Nürnberg, Ettlingen, Germering, Berlin, Neu-Isenburg und Hamburg betreut.

Die Johnson Controls Deutschland GmbH ist ein Unternehmen der Johnson Controls-Gruppe mit der Johnson Controls International plc, Cork/Irland, als Konzernobergesellschaft und der Tyco Fire & Security Holding Germany GmbH als deutsche Zwischenholdinggesellschaften und alleinige Gesellschafterin. Die Gesellschaft selber fungiert als Zwischenholding innerhalb der deutschen JCI-Gruppe.

Wesentliche Anteile an verbundenen Unternehmen hält unsere Gesellschaft mit 100 % an der Total Walther GmbH, Feuerschutz und Sicherheit, der Tyco Service & Montage GmbH, der CKS Systeme GmbH, der ADT Sensormatic GmbH und der Tyco Building Services Products Germany GmbH. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf den Anhang, Abschnitt III Finanzanlagen.

II. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als umfassender Indikator für die gesamtwirtschaftliche Leistung ist gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,3 % gesunken. 1 Die wirtschaftliche Lage ist weiterhin wegen der anhaltenden hohen Inflation, steigenden Energiekosten und des Ukrainekriegs unsicher.

Der Arbeitsmarkt blieb im Jahr 2023 auch trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage stabil. Die Arbeitslosenquote belief sich im September 2023 auf 5,7 %, das entspricht 2,61 Millionen Arbeitslosen. Im Vergleich zum letzten Jahr 2022 ist die Arbeitslosenquote also leicht gestiegen. 2

Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 bei 5,9 %. 3

Der Markt für Sicherheitstechnik in Deutschland ist mit einem Umsatzplus von 3,6 % auf knapp 5,35 Milliarden Euro auch im Jahr 2023 gewachsen. 4

Die Brandschutzbranche verzeichnete in Deutschland in 2023 durchschnittliches Gesamtmarktwachstum von 3,3 %. 5

III. Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten hat sich von 202 im Vorjahr auf 203 erhöht.

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157047/umfrage/entwicklung-des-bip-in-deutschland/
2 https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023
3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/274359/umfrage/entwicklung-des-umsatzes-fuer-elektronische-sicherungstechni kindeutschland/#:~:text=
Im%20Jahr%202023%20betrug%20der%20Umsatz%20der%20elektronischen,Euro.%20Eine%20Stegierung%20zum%20Vorjahr%20um%203%2C6%20Prozent.
5 https://www.bhe.de/publikationen/presse-und-grafiken/pressetexte/markt-fuer-elektronische-sicherheitstechnik-waechst-solide

Der stetige Wettbewerbsdruck und die erhöhten Anforderungen der Kunden machen es erforderlich, die Mitarbeiter kontinuierlich weiter zu qualifizieren und neue Mitarbeiter mit entsprechendem Profil für das Unternehmen zu gewinnen.

Neben den fachlich bezogenen Seminaren werden auch regelmäßig Schulungen zu Richtlinien für ethisches Verhalten im Rahmen eines weltweit implementierten Programms im Konzern durchgeführt.

IV. Wirtschaftsbericht

IV.1 Ertragslage

Die für unser Unternehmen wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis. Das operative Ergebnis berechnet sich aus dem Jahresergebnis vor Ergebnisabführungen/Verlustübernahmen der Tochterunternehmen, Abschreibungen auf Finanzanlagen, Ertragsteuern sowie Zinsergebnis.

Umsatzentwicklung nach Tätigkeitsbereichen

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2022/2023 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 31.257 (Vorjahr: TEUR 25.123) auf.

Die Umsatzerlöse entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr nach Geschäftsfeldern wie folgt:

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Erlöse aus dem Einbau von Anlagen 22.572 16.434
Erlöse aus Wartungs- und Störungseinsätzen 8.587 8.366
Erlöse aus Aufschaltungen - 8
Erlösschmälerungen (61) (51)
Konzerninterne Dienstleistungen 159 366
31.257 25.123

Im Geschäftsjahr 2022/2023 waren 437 Projekte noch nicht fertiggestellt. Die Fertigstellung von Projekten führte zu einem Anstieg der Umsatzerlöse.

Die Umsätze im Bereich Wartungs- und Störungseinsätze sind im Geschäftsjahr 2022/2023 leicht angestiegen. Die Umsätze erhöhten sich bedingt durch einen Anstieg der Wartungs- und Störungseinsätze.

Umsatzentwicklung nach Regionen

Die Entwicklung der Umsätze nach geografischen Regionen stellte sich wie folgt dar:

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Nord 4.980 3.435
West 2.126 6.246
Ausland 169 1.931
Ost 9.109 4.891
Südwest 9.166 5.150
Südost 5.706 3.470
31.256 25.123

Ergebnisentwicklung

Das im Vorjahr negative Jahresergebnis in Höhe von TEUR -31.155 hat sich um TEUR 19.904 verbessert und liegt nun bei einem Jahresfehlbetrag von TEUR -11.251.

Das operative Ergebnis Jahresergebnis vor Ergebnisabführungen/Verlustübernahmen der Tochterunternehmen, Abschreibungen auf Finanzanlagen, Ertragsteuern sowie Zinsergebnis) der Gesellschaft verringert sich insgesamt auf TEUR -3.359 (Vorjahr: TEUR -3.084).

Die Rohgewinnmarge ((Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen Materialaufwand) / (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen)) erhöht sich von 55,1 % auf 60,2 %, der Rohertrag in Höhe von TEUR 20.515 stieg um TEUR 3.854 im Vergleich zum Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um TEUR 2.547 auf TEUR 792. Im Vorjahr lag hier ein Einmaleffekt aufgrund von Verschmelzungsgewinnen vor.

Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 12.716 (Vorjahr: TEUR 13.696) ist leicht zurückgegangen bei nahezu konstanter Mitarbeiterzahl.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 2.578 auf TEUR 11.945 (Vorjahr: TEUR 9.367) erhöht. Diese Erhöhung liegt im Wesentlichen an höheren Konzernumlagen.

Das Beteiligungsergebnis hat sich wie folgt entwickelt:

2022/2023 2021/2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Erträge aus Gewinnabführung / Aufwand aus Verlustübernahme
- Tyco Service & Montage GmbH - 1 -1
- Tyco Building Services Products Germany GmbH 4.044 1.835 2.209
Aufwand aus Verlustübernahme
- TOTAL WALTHER GmbH -188 -6.624 6.436
- CKS Systeme GmbH -2.629 -21.855 19.226
Abschreibungen auf Finanzanlagen
- ADT Sensormatic GmbH -2.780 - -2.780
-1.553 -26.643 25.090

Das negative Ergebnis der CKS Systeme GmbH ist wesentlich durch das negative Ergebnis der FLN Feuerlöschgeräte Neuruppin Vertriebs-GmbH beeinflusst. Die FLN Feuerlöschgeräte Neuruppin Vertriebs-GmbH weist im Geschäftsjahr 2022/2023 aufgrund der Verzinsung der Umweltrückstellung ein weiterhin negatives Ergebnis auf. Einzig die Tochtergesellschaft Total Feuerschutz GmbH konnte mit ihrem Ergebnis einen positiven Beitrag leisten. Insgesamt wurde ein Ergebnis in Höhe von TEUR -2.629 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR -21.855) erwirtschaftet.

Die Tyco Service & Montage GmbH verfügt über kein operatives Geschäft und erzielte einen Gewinn von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1)

Die Tyco Building Services Products Germany GmbH konnte mit TEUR 4.044 einen positiven Beitrag zum Beteiligungsergebnis leisten. Das Geschäftsjahr verlief gut, jedoch sind die Umsatzerlöse leicht um 3,46% zurückgegangen.

Die Total Walther GmbH bewegt sich nach wie vor in einem schwierigen Marktumfeld. Sie verzeichnete im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Umsatzstieg von 12,5 % auf TEUR 177.912, das Ergebnis vor Abführung verbesserte sich dabei um TEUR 6.436 gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Umsatzstieg durch fertiggestellte Projekte.

Es wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.780 auf Finanzanlagen vorgenommen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen haben sich von TEUR -1.488 auf TEUR -6.536 verschlechtert.

Die Umsatzprognose in einer Bandbreite von Mio. EUR 32,0 bis Mio. EUR 35,0 wurde mit einem Ist von Mio. EUR 31,3 nicht erreicht. Wegen der niedrigeren Projektabschlussrate ist das Ergebnis im Geschäftsjahr 2022/2023 negativ in Höhe von TEUR 11.251 ausgefallen (Vorjahr: Verlust vom TEUR 31.155). Das negative prognostizierte operative Ergebnis in einer Bandbreite von Mio. EUR -5,7 bis Mio. EUR -6,0 wurde mit einem bereinigten Ist von Mio. EUR -3,4 erreicht.

IV.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist leicht von TEUR 268.503 auf TEUR 248.814 gesunken. Das Bilanzbild ist geprägt durch die Finanzanlagen, die 71,1 % (Vorjahr: 67,0 %) der Bilanzsumme ausmachen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.780 (Vorjahr: 0 TEUR) auf Finanzanlagen vorgenommen.

Auf der Aktivseite der Bilanz ist der Bestand an unfertigen Leistungen auf TEUR 16.186 (Vorjahr: TEUR 13.352) gestiegen. Die Anzahl der unfertigen Aufträge im Bestand stieg von 337 auf 437. Somit liegt der durchschnittliche Auftragswert bei TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 40).

Die erhaltenen Anzahlungen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr mit TEUR 13.990 (Vorjahr: TEUR 9.110) gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen. Der Zuwachs ist mit der gestiegenen Anzahl der nicht fertigen Produkte zu begründen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 858 auf TEUR 310 (Vorjahr: TEUR 1.168) gesunken. Dies hängt mit der Anzahl der fertiggestellten Projekte zusammen.

Die starke Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 27.209 auf TEUR 27.440 (Vorjahr: TEUR 54.649) resultiert im Wesentlichen aus dem Cash-Pooling.

Ergebnisbedingt hat sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag auf TEUR 38.673 erhöht.

Steuerrückstellungen bestehen in Höhe von TEUR 511 (Vorjahr TEUR 446).

Die sonstigen Rückstellungen sind im Berichtsjahr um TEUR 754 auf TEUR 2.508 (Vorjahr: TEUR 3.262) gesunken. Sie beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen, Restrukturierungen und ausstehende Rechnungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um TEUR 84 auf TEUR 0 gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen sind zum Bilanzstichtag um TEUR 17.840 auf TEUR 243.272 (Vorjahr: TEUR 261.112) zurückgegangen und resultieren vor allem aus Darlehensverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungen.

IV.3 Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich über das konzerninterne Cash-Pool-System, welches im Berichtsjahr durch die Tyco Fire & Security Holding Germany GmbH, Ratingen, geführt wird. Zusätzlich verfügt sie über ein Konto bei der Bank Mendes Gans N.V., Amsterdam/Niederlande, um die monatlichen Intercompany-Zahlungen durchzuführen.

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds 30.9.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Gutgaben bei Kreditinstituten 2.200
Cash-Pooling-Position 21.418 51.710
Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - -84
23.618 51.626

Zur Sicherung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit hat die Johnson Controls International PLC, Cork, Ireland, gegenüber der Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben. Darin verpflichtet sich die Johnson Controls International PLC insbesondere, die Johnson Controls Deutschland GmbH mit den notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten, sollte diese nicht in der Lage sein, ihre fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Vor diesem Hintergrund sieht die Geschäftsführung die Fortführung der Gesellschaft als sichergestellt an. Sollte allerdings die finanzielle Unterstützung durch Unternehmen des Konzernverbundes nicht aufrechterhalten werden, wäre die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährdet.

IV.4 Gesamtaussage zur Lage

Die Geschäftsführung der Johnson Controls Deutschland GmbH beurteilt zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als stabil, insbesondere da das bereinigte operative Ergebnis der Gesellschaft im erwarteten Rahmen liegen. Jedoch reichen die derzeitigen Umsätze nicht aus, um das operative Ergebnis der Gesellschaft positiv zu gestalten.

Derzeit reichen auch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften nicht aus, um die negativen Ergebnisse des operativen Ergebnisses und dem Finanzergebnis auszugleichen.

Die Gesellschaft ist über den Cash-Pool mit der Tyco Fire & Security Holding Germany GmbH in einer konzernübergreifenden Finanzierung integriert.

V. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Risikomanagementsystem

Das Ziel des Risikomanagements ist es, die Risiken durch den Einsatz geeigneter Kontroll- und Managementsysteme zu begrenzen. Nachstehend erfolgt eine Aufstellung aller identifizierten wesentlichen Risiken und Chancen, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Johnson Controls Deutschland GmbH beeinflussen können. Alle JCI-Gesellschaften unterliegen einem kontinuierlichen Überwachungsprozess, um sie bei Bedarf zeitnah zu unterstützen und deren Profitabilität sicherzustellen.

Bestandteil dieses Systems sind eine Geschäftsplanung mit einem stets aktuell detaillierten Berichtswesen, Projektcontrolling und einem internen Überwachungssystem, unterstützt durch umfassende Beratung über mögliche Risiken des Steuer-, Wettbewerbs- und Kartellrechts durch interne und externe Experten.

Risikokategorie Eintrittswahrscheinlichkeit Risikoausmaß Risiko-Bedeutung
Konjunkturelle Risiken Deutschland mittel mittel mittel
Produktions- und Technologierisiken gering mittel gering
Personelle Risiken mittel gering gering
Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs- und Zinsrisiken gering mittel hoch
Risiken aus Projektgeschäften mittel mittel mittel
Risiken aus Beteiligungen gering mittel mittel

Konjunkturelle Risiken Deutschland

Die konjunkturelle Entwicklung des Brandschutz- und Sicherheitsmarktes ist in diesem Geschäftsjahr geprägt durch die hohen Inflationspreise und durch die Energiekrise. Erfreulicherweise existiert eine robuste Nachfrage im Bausektor nach unseren Produkten. Zunehmende Lieferengpässe einzelner Produkte und ein deutlicher Anstieg der Inflation gerade im Energiebereich werden beobachtet. Die Auswirkungen des Ukrainekrieges dürften keinen direkten Einfluss auf unsere hauptsächlich im Inland erzielten Umsätze haben.

Zur Überwachung der Entwicklung werden Marktdaten eingekauft, analysiert und ausgewertet. Die Auswirkungen der Zinsentwicklung der EZB auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden ist derzeit nicht festzustellen.

Produktions- und Technologierisiken

Risiken aus kürzeren Produktzyklen und technischen Neuentwicklungen wird durch eine konzerneigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung begegnet. Zu diesem Zweck werden ständig neue Produkte entwickelt und Verbesserungen implementiert. Fokus wird hierbei auf Systemlösungen für eine Vielzahl der angebotenen Produkte gelegt.

Produkt- und Umweltschutzrisiken begegnen wir mit Qualitätssicherungsmaßnahmen. Dazu gehört auch die Zertifizierung nach internationalen Normen (ISO 9001).

Personelle Risiken

Der wirtschaftliche Erfolg der JCI-Gruppe wird maßgeblich vom Erhalt und dem Einsatz qualifizierter Mitarbeiter geprägt. Das Fehlen von qualifiziertem Personal (speziell von Technikern) hätte mittlere Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit.

Dieser Entwicklung des Fachkräftemangels wird mit einem verstärkten Ausbildungsprogramm begegnet. Sukzessive sollen über mehrere Jahre steigende Ausbildungszahlen sowohl im technischen als auch im kaufmännischen Bereich generiert werden.

Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs- und Zinsrisiko

Liquidität wird den Konzerngesellschaften insbesondere über den Cash-Pool mit der Tyco Fire & Security Holding Germany GmbH, Ratingen, zur Verfügung gestellt.

Dem Ausfallrisiko der Forderungen wird durch ein entsprechendes Debitorenmanagement entgegengewirkt.

Das Währungsrisiko besteht in einem geringen Umfeld in der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren außerhalb der Euro-Zone und kann bei Bedarf abgesichert werden.

Zinsänderungsrisiken bestehen nur intern im Konzernverbund und bei der Bank Mendes Gans N.V.

Für mögliche Schadensfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass sich finanzielle Risiken in Grenzen halten. Der Umfang der Versicherungen wird laufend überprüft und, wenn erforderlich, angepasst.

Risiken aus Projektgeschäften

Im Geschäftsjahr lag der Schwerpunkt unseres Risikomanagements insbesondere darauf, Risiken in den Angebots- und Bauphasen rechtzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Um den Projektfortschritt zu überwachen, werden regelmäßige Projektdurchsprachen in den Niederlassungen durchgeführt.

Spezielle Preisrisiken versuchen wir im Rahmen der Angebotskalkulation ausreichend zu berücksichtigen. Weitergehende Liquiditäts- oder Ausfallrisiken im Forderungsbestand sehen wir zurzeit nicht.

Chancen sehen wir mittelfristig im Servicegeschäft. Es gewährleistet nachhaltige Umsätze verbunden mit auskömmlichen Margen.

Risiken aus Beteiligungen

Alle JCI-Gesellschaften sind in das umfangreiche Monatsreporting des JCI-Konzerns eingebunden und verfügen über ein effektives Risikomanagement. Ziel ist die Früherkennung, Vermeidung und Minimierung jeglicher Risiken.

Risiken und Chancen aus der Ergebnisentwicklung verglichen zu der jährlichen Planung werden im Rahmen der monatlichen US-GAAP Abschlüsse erkannt und analysiert.

Prognosebericht

Die Bundesregierung erwartete für das Kalenderjahr 2023 ein Wachstum von 0,2 %. Für das Jahr 2024 wird mit einem Wachstum von 1,8 % gerechnet. Ein besonderes Risiko stellt dabei der Krieg Russlands dar. 6

Aufgrund der aktuellen weltpolitischen Lage ist es schwierig, die genauen Auswirkungen für die Gesellschaft und die Tochtergesellschaften für das kommende Geschäftsjahr zu prognostizieren.

Voraussichtliche Entwicklungen der wesentlichen Tochtergesellschaften der Johnson Controls Deutschland GmbH:

Total Walther GmbH, Feuerschutz und Sicherheit, Köln

Die Total Walther GmbH geht aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung von einem Umsatz in der Bandbreite von Mio. EUR 200,0 bis Mio. EUR 215,0 aus. Das Ergebnis vor Gewinnabführung schätzen wir auf einen Bereich von Mio. EUR 2,5 bis Mio. EUR 7,5.

CKS Systeme GmbH, Meppen

Die CKS Systeme GmbH erwartet auf Grundlage der aktuellen Zahlen im Rahmen eines stark zyklischen Projektgeschäfts eine ähnliche Projektabschlussrate wie im Vorjahr bei einem stark verbesserten Serviceergebnis. Die Gesellschaft prognostiziert einen Umsatz von Mio. EUR 8,1 bei einem positiven operativen Ergebnis.

Aufgrund der positiven Ergebnisprognosen der Tochtergesellschaften wird ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in einer Bandbreite von Mio. EUR 0,5 bis Mio. EUR 2,0 erwartet.

6 https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/jahreswirtschaftsbericht-2023- positive%20Tendenz%20zu%20st%C3%A4rken.

ADT Sensormatic GmbH, Ratingen

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwartet die Geschäftsführung einen Umsatz für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 in einer Bandbreite 14,6 Mio. Euro bis 16,1 Mio. Euro bei einem ausgeglichen oder leicht negativen Ergebnis bis 0,5 Mio. Euro vor.

Tyco Building Services Products Germany GmbH, Ratingen

Für die Tyco Building Services Products Germany GmbH gehen wir aufgrund der bisherigen Entwicklung von einem Umsatz in der Bandbreite von Mio. EUR 60,0 bis Mio. EUR 70,0 aus. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung ohne das Ergebnis der WOPF Befestigungselemente GmbH schätzen wir auf einen Bereich von Mio. EUR 10 bis Mio. EUR 12.

Johnson Controls Deutschland GmbH gesamt

Auf der Grundlage unserer aktuellen Forecast-Zahlen 2023/2024 wird ein Umsatz zwischen TEUR 32.000 und TEUR 35.000 angestrebt. Das negative Ergebnis dürfte zwischen TEUR 5.700 bis TEUR 6.000 liegen.

Die Unternehmensleitung geht aufgrund der vorliegenden wirtschaftlichen Verhältnisse davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens gesichert ist und derzeit keine Risiken erkennbar sind, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

 

Ratingen, 27. September 2024

Die Geschäftsführung

David Pierre Marcel Emin

Peter Schieser

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