Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 14106
Vorher
Bakuti Sechsundsechzigste Beteiligungs GmbHKleffmann GmbH
Eingetragen
13.4.2012
Branche
Markt- und MeinungsforschungUnternehmensberatungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Marktforschung und -untersuchung einschließlich Erhebung und Auswertung von Marktdaten, die Marketingberatung und die Erstellung von Dienstleistungsangeboten in den vorgenannten Bereichen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Mirza Nomman Dr. Ahmed
seit 13.10.2020
Geschäftsführer
Jörg Wolle
seit 24.1.2020
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kleffmann GmbH

Lüdinghausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Kleffmann GmbH ist ein weltweit tätiges Marktforschungs- und Consultingunternehmen für den Agrarsektor. Dabei ist die Kleffmann GmbH die Muttergesellschaft des Kleffmann-Konzerns. Neben ihrer eigenen operativen Tätigkeit bündelt sie in ihrer Funktion als Holdinggesellschaft alle unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen des Kleffmann-Konzerns. Die Lagebeurteilung der Kleffmann GmbH erfordert die Betrachtung des Kleffmann-Konzerns in seiner Gesamtheit.

International unterhielt die Kleffmann GmbH im Geschäftsjahr 2022/2023 folgende Beteiligungen:

• Kynetec Czech, s.r.o., Brno, CZ

• Kynetec Hungary Korlátolt Felelösségü Társág, Budapest, HU

• Kynetec & Partner S.R.L., Cluj-Napoca, RO

• Kleffmann Group Pazar Arastirmalari Ltd., Istanbul, TR

• OOO Kleffmann Group, Moskau, RU

• Kynetec Insights Assessoria Mercadológica Ltd., Valinhos, BR

• AGROKYNETEC Mexico S. DE R.L. DE C.V., Mexico City, MX

• Kynetec S.R.L., Buenos Aires, AR

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Im Jahr 2023 wurde das globale Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf rund 3,1 Prozent geschätzt (Geschäftsjahr 2022/2023). Die Weltwirtschaft zeigte Anzeichen einer Stabilisierung, obwohl sie auf einem niedrigen Niveau verharrte. Risiken dominierten weiterhin und Divergenzen nahmen zu. Die Prognose für globale Durchschnittswerte von Wachstum und Inflation änderte sich kaum, aber in den einzelnen Ländern und Regionen waren Verschiebungen zu beobachten. Die Weltwirtschaft verlor an Schwung, hauptsächlich aufgrund einer schwachen Industrieproduktion und stark gestiegenen Zinsen in den meisten Weltregionen. Die Inflation sank nur langsam von einem sehr hohen Niveau. Die Institute der Gemeinschaftsdiagnose (GD) sahen die Inflation mittelfristig wieder sinken und den durch sie erzeugten Kaufkraftentzug zunehmend durch Lohnzuwächse kompensiert. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bestätigten, dass sich die Weltwirtschaft verlangsamte, wobei die Inflation gegenüber dem Mehrjahreshoch des letzten Jahres zurückging. Der Welthandel wuchs sehr langsam. Laut IWF ging das Wachstum des Welthandels von 5,1 % im Jahr 2022 auf 0,9 % im Jahr 2023 zurück. Für 2024 werden 3,5 % Anstieg erwartet. Somit lag die Entwicklung 2023 deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 2000-2019 von 4,9 %.

In diesem globalen Kontext stand Deutschland vor besonderen Herausforderungen. Die deutsche Wirtschaft war von einer Reihe von Faktoren beeinflusst, darunter geopolitische Spannungen, Inflation und strukturelle Probleme. Trotz dieser Herausforderungen konnte Deutschland jedoch einige positive Entwicklungen verzeichnen, darunter eine gesicherte Energieversorgung, sinkende Energiepreise und neue Rekordzahlen bei der Beschäftigung sowie beim Zubau und Anteil von Erneuerbaren Energien. (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, 2023).

Der Branchenreport 2023 von ESOMAR zieht Bilanz über das globale Wachstum unterschiedlich stark beeinflusst von hoher Inflation. Der Umsatz der Branche ist weltweit um 4% gestiegen (Vorjahr: 5%). Auffällig ist, dass die Datenanalyse das Segment mit dem höchsten Wachstum in absoluten Zahlen ist und mehr als ein Drittel des gesamten Marktes ausmacht. Sie hat die Marktforschung als größtes Segment abgelöst, die nun 36% des Marktes einnimmt. Der Bereich der Berichterstattung bleibt mit 24% im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant. Die Zukunftsaussichten für die Branche sind positiv: Bis 2024 soll der Branchenumsatz über 140 Milliarden US-Dollar betragen. Diese Informationen sind für Investitionen, Wachstumsstrategien, Fusionen und Übernahmen sowie Forschungsvorhaben von hoher Relevanz (ESOMAR, 2023).

Als Spezialist für Marktforschung im Agrarsektor beobachtet die Kleffmann GmbH nicht nur die allgemeinen Trends in der Marktforschungsbranche, sondern auch die Veränderungen in der Landwirtschaft. Die Kleffmann GmbH hat sowohl ein Auge auf den Fortschritt in Deutschland und Europa als auch auf die Bewegungen der internationalen Agrarmärkte, vor allem in Latein- und Mittelamerika sowie den USA. Im Jahr 2023 zeigte sich die globale Agrarbranche uneinheitlich. Obwohl es weiterhin wirtschaftliche Risiken und Unsicherheiten gab, befindet sich die globale Agrar- und Nahrungsmittelproduktion in den nächsten zehn Jahren klar auf Wachstumskurs, wenn auch langsamer als im vorigen Jahrzehnt. (OECD, 2023).

2. Entwicklung der Kleffmann GmbH

Das Marktforschungsgeschäft entwickelte sich trotz der weltweiten Krisen leicht rückläufig. Hierbei zeigt sich das Panel-Geschäft stabil, während das Beratungsgeschäft, sowohl aufgrund der Kauf- und Investitionszurückhaltung der Kunden Rückgänge zu verzeichnen hat. Die fortschreitende Konsolidierung und Integration der weltweiten Aktivitäten selbst sorgt zwar punktuell für rückläufige Umsätze, andererseits aber auch sinkende Produktions- und Gemeinkosten, so dass der Gesamteffekt für das Ergebnis nicht wesentlich ist. Geographisch betrachtet wurde, wie im Vorjahr, der überwiegende Teil des Umsatzes im europäischen Markt erwirtschaftet.

C. Lage

1. Ertragslage

Im Zuge gefallener sonstiger betrieblicher Erträge (davon TEUR 54 aus Fremdwährungsgewinnen) und gefallener konzerninternen Umsätze und trotz der gestiegenen externen Umsätze ist auch das Rohergebnis des Geschäftsjahres 2022/2023 um 25,7% auf 4.167 TEUR (Vorjahr: TEUR 5.608) gefallen, was den Prognosewert aus dem Lagebericht 2021/2022 unterschreitet.

Die Personalkosten sind aufgrund der höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl sowie inflationsbedingter Gehaltsanpassungen auf TEUR 2.714 (Vorjahr: TEUR 2.600) gestiegen.

Im Berichtsjahr erzielte die Gesellschaft ein EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen) in Höhe von TEUR -1.361 (Vorjahr: TEUR 534). Die im Vorjahr prognostizierte Verbesserung des EBITDA konnte somit nicht erreicht werden. Das Verhältnis von EBITDA zum Gesamtkapital beläuft sich auf -10,6% (Vorjahr: 2,2 %). Die Verschlechterung der Kennzahl resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung des Gesamtkapitals.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen verringerten sich aufgrund rückläufiger Investitionen auf TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 255). Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022/2023 insgesamt einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -20.885 (Vorjahr: TEUR -248). Die Ergebnisverschlechterung folgt im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen von TEUR 19.299 (Vorjahr: TEUR 276). Die Abschreibungen erfolgte aufgrund einer Neubewertung der Beteiligungen nach Umstrukturierungsmaßnahmen im Konzern.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 12.805 (Vorjahr: 24.143 TEUR). Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der Finanzanlagen. Der zum 30. September 2023 ausgewiesene nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt TEUR -8.999. Die Eigenkapitalquote beträgt -70% (Vorjahr: 49%).

Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände resultiert aus planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 214). Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 19.299 (Vorjahr: TEUR 276) entfallen auf die Wertberichtigung der Beteiligung an der Tochtergesellschaft in Brasilien.

Die Finanzierung der Kleffmann GmbH wird vollständig durch die oberste Muttergesellschaft sichergestellt, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen somit nicht. Die Verbindlichkeiten insgesamt erhöhten sich auf TEUR 12.531 (Vorjahr: TEUR 12.057).

Die Kleffmann GmbH verfügt zum 30. September 2022 über Liquide Mittel von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 144). Demgegenüber bestehen zum Bilanzstichtag kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 357 (Vorjahr: TEUR 204).

3. Finanzlage

Die im Unternehmen festgelegten Finanzierungsmaßnahmen sind darauf ausgerichtet, jederzeit die Liquidität und operative Handlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen. Die Finanzierung erfolgt vollständig durch die oberste Muttergesellschaft, die Project Farm Bidco Ltd., Kynetec Weston Court, Weston, Newbury, Berkshire, England. Diese sichert der Gesellschaft auf Basis einer harten Patronatserklärung mindestens bis zum 31. Dezember 2025 zu, dass die Kleffmann GmbH jederzeit in der Lage sein wird, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Eine Kündigung dieser Erklärung ist vorher nicht möglich.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Risiken und Chancen

Nach den handelsrechtlichen Vorschriften sind wir verpflichtet, auf die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft einzugehen. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse können aber von den im vorliegenden Lagebericht berichteten Annahmen und Schätzungen abweichen.

Die Kleffmann GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, setzen wir Steuerungs- und Kontrollsysteme ein. Unternehmerisches Handeln besteht auch darin, Chancen zu erschließen und zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Frühzeitig und regelmäßig identifizieren, analysieren und nutzen wir Chancen auf Gruppenebene sowie in den einzelnen Unternehmensbereichen. Dies ist ein elementarer Bestandteil unserer Strategie.

2. Chancen- & Risikomanagementsystem

Als Früherkennungssystem dient ein unternehmensweites Controlling-System mit Analysen der Angebotslage und -struktur, Auftragslage, Planungsrechnungen, monatlichen Abschlüssen und regelmäßigen Besprechungen des Geschäftsverlaufs auf Board-Meetings und mit dem Management. Es zielt auf eine Früherkennung aller Risiken ab, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, wie auch des Konzerns wesentlich beeinträchtigen könnten.

Die Gesellschaft verfügt über ein der Größe der Gesellschaft angemessenes Risikomanagementsystem. In regelmäßigen Besprechungen zwischen der Geschäftsführung und den Bereichsverantwortlichen wird auf der Grundlage des Budgets, Forecasts, und der Ist-Zahlen die Geschäftsentwicklung erörtert und gesteuert. Darüber hinaus erfolgt eine detaillierte Monatsberichtserstattung an die Konzernmutter.

Die zur Unternehmenssteuerung erforderlichen Planungen, Entscheidungen und Maßnahmen werden im Rahmen einer festgelegten Organisation getroffen. Hierbei werden die operativen Entscheidungen vom Management des jeweiligen Bereiches und der Geschäftsleitung verantwortet. Strategische Entscheidungen werden in Abstimmung mit der Konzernleitung getroffen.

3. Darstellung der wesentlichen Risikofelder

Branchen- und Geschäftsrisiken

Die Kleffmann GmbH ist im Rahmen ihres unternehmerischen Handelns im Wesentlichen den normalen Risiken ausgesetzt, die mit dem Charakter studienbasierter Marktforschung verbunden sind. Hinzu kommen Agrarmarkt-spezifische Risiken, insbesondere der anhaltende Trend von Unternehmenszusammenschlüssen.

Für alle aus dem laufenden Geschäft erkannten Risiken ist, soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses angemessene Vorsorge getroffen worden.

Marktänderungs- und Konzentrationsrisiken

Wesentliche Konzentrationsrisiken können sich im Absatzbereich der Gesellschaft durch die Abhängigkeit von bestimmen Kunden ergeben. Diesen Risiken wird durch einen kontinuierlichen Ausbau des Produktportfolios und der regionalen Präsenz begegnet. Vor diesem Hintergrund sind entsprechende Abhängigkeitsrisiken latent, jedoch im Rahmen der aktuellen Unternehmensentwicklung derzeitig nicht bestandsgefährdend.

Die Branche der Marktforschung ist im zunehmenden Maße von Veränderungsprozessen gekennzeichnet, insbesondere der zunehmenden Digitalisierung. Durch diese Entwicklung ist die Gesellschaft Marktrisiken ausgesetzt, insbesondere alternativer Informationsbeschaffungswege der Kunden. Mithilfe genauer Marktbeobachtung, Entwicklung konzerneigener Digitalstrategien und einem erweiterten bzw. angepassten Produktportfolio begegnet die Kleffmann GmbH diesem Risiko.

Rechtliche und regulatorische Risiken

Als weltweit tätiges Unternehmen unterliegen wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten und anderen Verfahren, an denen wir in Zukunft beteiligt sein könnten. Vor dem Hintergrund unserer umfangreichen Tätigkeit im Ausland und der Zuständigkeit unterschiedlicher Steuerverwaltungen können zudem latente steuerliche Risken entstehen. Darüber hinaus können Veränderungen im regulatorischen Umfeld in Märkten, in denen wir tätig sind, unsere Geschäfte in verschiedenen Märkten beeinflussen und damit unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen. Auch könnte die Unsicherheit im rechtlichen Umfeld in manchen Regionen die Möglichkeit einschränken, unsere Rechte durchzusetzen.

Die internen Standards, Leitlinien, Verhaltensanweisungen und Schulungsmaßnahmen sollen gewährleisten, dass regulatorische Anforderungen eingehalten werden. Compliance im Sinne des Einhaltens von Gesetzen und Richtlinien ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse.

Informationstechnische Risiken

Als global agierendes Unternehmen sieht sich die Kleffmann GmbH einer stetig wachsenden Bedeutung von Informationstechnologie ausgesetzt. So hängen wesentliche Geschäftsprozesse in hohem Maß von IT-Diensten, Applikationen, Netzwerken und Infrastruktursystemen ab. Wesentliche Risiken sind für uns neben Ausfällen oder Störungen kritischer IT-Dienste auch die Manipulation oder der Verlust von Daten sowie unbefugter Zugriff auf sensible Unternehmensinformationen von außen. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien, Betriebssysteme und Antivirensoftware werden auf Stand gehalten. Zudem informieren und unterweisen wir unsere Mitarbeiter in der sicheren und ordnungsgemäßen Nutzung von Informationssystemen. Zutritt zu Gebäuden und Räumlichkeiten mit IT-Systemen, Zugang zu Computernetzwerken und -anwendungen sowie Zugriffsberechtigungen zu unseren Informationssystemen sind grundsätzlich auf das Mindestmaß beschränkt. In wesentlichen Geschäftsprozessen werden erforderliche Funktionstrennungen ("Segregation of Duties") technisch erzwungen. Zur Vermeidung von Ausfällen oder Störungen werden unsere kritischen Geschäftsprozesse auf redundant ausgelegten Hochverfügbarkeitssystemen betrieben und Datensicherungen vorgenommen. Wir überprüfen regelmäßig unsere Restore- und Disaster-Recovery-Prozesse und entwickeln unsere Systeme nach bewährten Projektmanagement- und Programmänderungsverfahren weiter.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Ausfallrisiken: Wesentliches Risiko ist in diesem Bereich der Zahlungsausfall von (Groß-)Kunden im Konzernverbund. Aufgrund der üblicherweise langjährigen Beziehungen zu den Kunden, diese zudem im Regelfall mit Konzernhintergrund, ist das Risiko von Forderungsausfällen gering. Neben einem gut etablierten Forderungsmanagement und einem guten Kontakt zu unseren Kunden führen wir bei Neukunden sorgfältige Bonitätsprüfungen durch. Möglichen Ausfallrisiken von Kreditinstituten begegnet die Gesellschaft durch Streuung der Anlagen bei verschiedenen Instituten.

Währungsrisiken: Als weltweit tätiges Unternehmen, insbesondere im lateinamerikanischen und osteuropäischen Raum, unterliegt die Kleffmann GmbH umfangreichen Währungsrisiken. Diese Risiken werden gemindert, indem Leistungserbringung und Leistungseinkauf soweit möglich in gleicher Währung abgerechnet werden, ansonsten werden die Gelder regelmäßig in der Kleffmann GmbH gebündelt und in EURO transferiert.

Liquiditätsrisiken: Die Kleffmann GmbH unterliegt in finanzwirtschaftlicher Hinsicht einem Liquiditätsrisiko, das aus der Tatsache entspringt, dass sich die Gesellschaft weiterhin in der Verlustphase befindet. Infolgedessen war die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022/2023 durchgängig auf die finanzielle Unterstützung durch den Kynetec-Konzern angewiesen bzw. wird dies auch in der Zukunft sein.

Die Kynetec Germany GmbH, Schleswig, hat mit Datum vom 15. Dezember 2023 eine Rangrücktrittserklärung abgegeben, in der sie für ihre Forderungen aus einem Darlehen inklusive aufgelaufener Zinsen in Höhe von insgesamt TEUR 11.746 gegenüber der Kleffmann GmbH einen Nachrang im Insolvenzverfahren gemäß § 39 Abs. 2 InsO in der Weise erklärt, dass diese Ansprüche erst nach sämtlichen anderen Ansprüchen und Forderungen Dritter zu tilgen sind, soweit und solange dies zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Überschuldung im Sinne von § 19 Abs. 2 InsO notwendig ist .Ausweislich der Rangrücktrittsvereinbarung dürfen Zahlungen im Zusammenhang mit diesen Verbindlichkeiten vor und außerhalb eines Insolvenzverfahrens lediglich aus einem die sonstigen Schulden übersteigenden freien Vermögen der Gesellschaft geleistet werden, wobei eine Zahlung nicht zu einer (drohenden) Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung der Gesellschaft führen darf.

Des Weiteren hat die Project Farm Bidco Ltd., Kynetec Weston Court, Weston, Newbury, Berkshire, England, gegenüber der Kleffmann GmbH mit Datum vom 24. Januar 2024 zur Sicherung des zukünftigen Liquiditätsbedarfs, der sich aus dem Umfang der geplanten, zukünftigen Geschäftstätigkeit bei gleichzeitiger Integration in den Kynetec-Konzern ergibt, eine harte Patronatserklärung ausgegeben, um die fortlaufende Zahlungsfähigkeit der Kleffmann GmbH gewährleisten zu können. Die der Höhe nach unlimitierte Patronatserklärung kann frühestens mit Ablauf des 31. Dezember 2025 gekündigt werden. Wir gehen davon aus, dass die Gesellschaft auch danach noch auf die finanzielle Unterstützung der Project Farm Bidco Ltd. angewiesen sein wird.

Ohne die Aufrechterhaltung dieser finanziellen Unterstützung wäre die Gesellschaft in ihrem Fortbestand gefährdet (bestandsgefährdetes Risiko).

Weitere Risiken

Über die zuvor beschriebenen Risiken hinaus existieren Risikoeinflüsse, die gegenwärtig nicht vorhersehbar und deren Folgen nur schwer kontrollierbar sind. Sie könnten im Fall ihres Eintritts die weitere Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen.

Geo- sowie energiepolitische Risiken: Der im Februar 2022 in der Ukraine ausgebrochene Krieg hat bisher keine unmittelbaren (wesentlichen) Auswirkungen auf den operativen Geschäftsverlauf der Kleffmann GmbH genommen. Wir haben bereits im November 2021 die Anteile an unserer ehemaligen ukrainischen Tochtergesellschaft veräußert, so dass wir bei Beginn des Krieges keine Geschäftsbeziehungen mehr zur Ukraine unterhielten. Im Übrigen hat sich mit Beginn des Krieges abgezeichnet, dass die Kleffmann GmbH auch infolge sanktionierter Zahlungswege perspektivisch kein operatives Geschäft mehr mit Russland ausführen wird, so dass die Anteile an der russischen Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr 2021/2022 in Höhe von T€ 276 vollständig wertberichtet worden sind. Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb bzw. die Ertragslage der Kleffmann GmbH insgesamt sind - abgesehen von dem Aufwand aus der Abschreibung der Anteile selbst - nicht wesentlicher Natur und werden durch kompensierendes Geschäft in anderen Ländern abgefedert.

Eng verzahnt mit dem Krieg in der Ukraine ist die Situation auf den Energiemärkten. Die Kleffmann GmbH spürt zwar Energiepreisanstiege, bspw. für die Unterhaltung der Büroräume am Standort Lüdinghausen, ist ansonsten aber weitgehend verschont, da es sich bei der Kleffmann GmbH nicht um ein produzierendes Unternehmen handelt. Kundenseitig haben wir bisher wegen gestiegener Energiekosten keine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation wahrgenommen. Wir monitoren die Situation sehr eng innerhalb unseres Forderungs- und Risikomanagements.

Die im Unterabschnitt "Darstellung der wesentlichen Risikofelder" deklarierten Risiken sehen wir in der Gesamtschau als beherrschbar an.

4. Chancen

Unternehmerische Chancen werden auf Gruppenebene und in den einzelnen Unternehmensbereichen erhoben, bewertet und im Rahmen der Strategie- und Planungsprozesse berücksichtigt. Unter den im Folgenden dargestellten Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von unserer Prognose führen können.

Die Globalisierung und auch die Digitalisierung der Agrarmärkte schreiten voran, zudem sind mit der Liberalisierung bislang national reglementierter Agrarmärkte viele internationale Wachstumsmärkte entstanden. Diese Faktoren führen dazu, dass die ohnehin weitgehend international aufgestellten Kunden der Kleffmann GmbH für ihre Analysen von Marktentwicklungen in immer stärkerer Weise den gesamten internationalen Markt betrachten, was Umsatz- und Wachstumspotentiale für die Kleffmann GmbH schafft, da sie bereits heute für alle wesentlichen Agrarmärkte weltweit Marktdaten erhebt. Ferner sind die Produkte der Kleffmann GmbH in einer zunehmend digitalisierten Welt, in der remotes Arbeiten mehr und mehr einen hohen Stellenwert einnimmt, von großem Interesse für unsere Kunden.

5. Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage

Die Risiko- und Chancenlage der Gesellschaft vermittelt insgesamt ein ausgewogenes Bild - gerade auch vor dem Hintergrund der Einbindung der Kleffmann GmbH in die übergeordnete Kynetec-Gruppe, die uns einerseits finanziell und andererseits bei der Mitigierung von etwaigen Risiken flankierend unterstützt.

Die Geschäftsführung ist nach wie vor zuversichtlich, dass die Ertragskraft der Kleffmann GmbH eine solide Grundlage für unsere künftige geschäftliche Entwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen für eine Nutzung der Chancen zur Verfügung stellt.

E. Prognosebericht

Mittel- bis langfristig sind die Zukunftsaussichten für das Agribusiness weiterhin positiv. Verbraucher zeigen eine wachsende Präferenz für einen gesünderen Lebensstil, während die Welt weiterhin vor der Herausforderung steht, eine ständig wachsende Bevölkerung zu ernähren, und gleichzeitig die Klimakrise zu bekämpfen. Zu den Top Trends gehören die Robotik (KI), das Internet der Dinge (IoT), Big Data Analytics, Drohnen-Applikation, Abfallreduzierung und Nachhaltigkeit sowie gesunde pflanzliche Nahrungsmittelalternativen. Dies sind einige der Bereiche, die in den kommenden Jahren wachsen werden. Kurzfristig bestehen aufgrund der aktuellen globalen wirtschaftlichen Situation und zurückhaltendem Bestellverhalten bei bestimmten Ad-Hoc Marktforschungsstudien Unsicherheiten, jedoch besteht demgegenüber die Möglichkeit, sich anlehnend an die Trends neue Budgets und Kunden im vor- und nachgelagerten Bereich des Kernkundengeschäfts zu erschließen. Darüber hinaus stellen die Inflationsproblematik, internationale Konflikte, klimabedingte Katastrophen und die Energiekrise zusätzliche belastende Konjunkturfaktoren dar, deren Auswirkungen derzeit noch nicht präzise abschätzbar sind, wenngleich bisher größere Einwirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Kleffmann GmbH ausgeblieben sind.

Als Informationsdienstleister der Zukunftsbranche Agribusiness in Verbindung mit der zunehmenden Bedeutung von Daten sieht sich die Kleffmann GmbH insgesamt gut aufgestellt. Potenziale werden dabei zum einen dem nord- und lateinamerikanischen Markt und zum anderen der zunehmenden Digitalisierung der Landwirtschaft beigemessen. Durch Gewinnung von Marktanteilen sowie der Ausweitung des Produktportfolios sieht die Kleffmann GmbH auch in den etablierten Märkten weiteres Wachstumspotential.

Aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung und Auftragslage geht die Kleffmann GmbH in dem skizzierten wirtschaftlichen Umfeld für das Geschäftsjahr 2023/2024 von einem Rohergebnis und einem EBITDA jeweils leicht über dem Niveau des Vorjahres aus.

Für die Kleffmann GmbH bleibt die Zielsetzung, ein nachhaltig profitables Wachstum zu erzielen.

 

Lüdinghausen, 30. September 2024

Dr. Mirza Nomman Ahmed, Geschäftsführer

Peter McDowell, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 798.017,21 5.152.729,67
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 97.392,68 293.397,24
II. Sachanlagen 70.120,53 108.828,43
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.120,53 108.828,43
III. Finanzanlagen 630.504,00 4.750.504,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 630.504,00 4.750.504,00
B. Umlaufvermögen 2.870.351,81 18.852.971,77
I. Vorräte 66.509,99 100.719,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.736.980,57 18.608.079,02
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.577.969,78 18.401.762,55
2. sonstige Vermögensgegenstände 159.010,79 206.316,47
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 66.861,25 144.172,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 137.784,39 136.857,57
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 8.999.207,11
Aktiva 12.805.360,52 24.142.559,01

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 11.885.830,17
I. Gezeichnetes Kapital 25.100,00 25.100,00
II. Kapitalrücklage 21.381.868,54 21.381.868,54
III. Verlustvortrag 9.521.138,37 9.273.063,57
IV. Jahresfehlbetrag 20.885.037,28 248.074,80
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 8.999.207,11
B. Rückstellungen 274.791,72 200.126,83
C. Verbindlichkeiten 12.530.568,80 12.056.602,01
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.156.577,63 11.803.362,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 410.812,12 626.981,27
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 11.745.765,51 11.176.381,29
2. sonstige Verbindlichkeiten 373.991,17 253.239,45
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 373.991,17 253.239,45
Passiva 12.805.360,52 24.142.559,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.166.505,32 5.608.115,18
2. Personalaufwand 2.714.459,10 2.599.907,30
a) Löhne und Gehälter 2.397.135,63 2.282.967,50
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 317.323,47 316.939,80
davon für Altersversorgung 30.554,04
3. Abschreibungen 244.080,47 254.891,16
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 244.080,47 254.891,16
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.813.341,85 2.474.543,96
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 533.386,56 604.487,21
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 589.032,06 283.692,03
davon aus verbundenen Unternehmen 589.032,06 283.692,03
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 19.299.309,02 276.001,00
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 19.299.309,02 276.001,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 569.384,22 534.538,59
davon an verbundene Unternehmen 569.384,22 534.538,59
8. Ergebnis nach Steuern -20.885.037,28 -248.074,80
9. Jahresfehlbetrag 20.885.037,28 248.074,80

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Kleffmann GmbH mit Sitz in Lüdinghausen im Handelsregister des Amtsgerichts Coesfeld unter der Registernummer HRB 14106 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) beachtet.

. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde unter der Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Bezüglich bestandsgefährdender Risiken, denen die Kleffmann GmbH ausgesetzt ist, verweisen wir auf Abschnitt "D. 3. Darstellung der wesentlichen Risikofelder" des Lageberichts. Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögensgegenstände zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfolgen linear und pro rata temporis. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden angemessene Teile für soziale Einrichtungen des Betriebs und für freiwillige soziale Leistungen einbezogen.

Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht und die Sofortabschreibung gewählt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet bzw. zu den im Rahmen der Sacheinlagen ermittelten Zeitwerten angesetzt. Bei dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden angemessene Teile der Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens und Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen unter Berücksichtigung der Kapazitätsausnutzung einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand sowie die Bankguthaben entsprechen den Nennbeträgen.

Das Eigenkapital (bzw. der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag) ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe der Beträge dotiert, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig sind, um diese nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag zu erfüllen.

Bei den Rückstellungen wurden Preis- und Kostensteigerungen bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages berücksichtigt, soweit sie hinreichend sicher waren. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Umrechnung der auf ausländische Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden das Realisations- und Imparitätsprinzip sowie das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

3. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als integraler Bestandteil des Anhangs aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 30.9.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.058.277,39 0,00 440.293,49 1.617.983,90
2.058.277,39 0,00 440.293,49 1.617.983,90
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 927.872,78 9.838,96 0,00 937.711,74
927.872,78 9.838,96 0,00 937.711,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.671.502,00 15.179.309,02 0,00 20.850.811,02
5.671.502,00 15.179.309,02 0,00 20.850.811,02
8.657.652,17 15.189.147,98 440.293,49 23.406.506,66
Abschreibungen
Stand 1.10.2022
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.764.880,15 195.533,61 439.822,54
1.764.880,15 195.533,61 439.822,54
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 819.044,35 48.546,86 0,00
819.044,35 48.546,86 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 920.998,00 19.299.309,02 0,00
920.998,00 19.299.309,02 0,00
3.504.922,50 19.543.389,49 439.822,54
Buchwerte
Stand 30.9.2023
EUR
Stand 30.9.2023
EUR
Stand 30.9.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.520.591,22 97.392,68 293.397,24
1.520.591,22 97.392,68 293.397,24
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 867.591,21 70.120,53 108.828,43
867.591,21 70.120,53 108.828,43
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.220.307,02 630.504,00 4.750.504,00
20.220.307,02 630.504,00 4.750.504,00
22.608.489,45 798.017,21 5.152.729,67

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Ansprüche aus Leistungsbeziehungen mit anderen Konzernunternehmen in Höhe von EUR 2.577.969,78 (Vorjahr TEUR 1.357). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten weiterhin Darlehensforderungen gegen Tochtergesellschaften in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 17.045).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit EUR 410.812,12 (Vorjahr: TEUR 627) auf den Leistungsverkehr mit Konzernunternehmen sowie mit EUR 11.745.765,51 (Vorjahr: TEUR 11.176) auf das seitens der Gesellschafterin ausgereichte Darlehen.

4. Sonstige Angaben

Anteilsbesitz

Es bestehen zum Abschlussstichtag Beteiligungen an den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften:

Gesellschaft Sitz Beteiligung
Kynetec Czech, s.r.o. Tschechische Republik Brno 100%
Kynetec Hungary Korlátolt Felelösségü Társág Ungarn Budapest 100%
Kynetec & Partner S.R.L. Rumänien Cluj-Napoca 100%
Kleffmann Group Pazar Arastirmalari Ltd. Türkei Istanbul 100%
OOO Kleffmann Group Russland Moskau 100%
Kynetec Insights Assessoria Mercadológica Ltd. Brasilien Valinhos 100%
AGROKYNETEC Mexico S. DE R.L. DE C.V. Mexico Mexico City 100%
Kynetec S.R.L. Argentinien Buenos Aires 100%

Von der Ausnahmeregelung gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB wurde hinsichtlich der Angaben zum Eigenkapital und des Ergebnisses Gebrauch gemacht.

Sonstige Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen inkl. Umsatzsteuer und Nebenkosten gemäß § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von EUR 243.989,51 (Netto TEUR 205). Davon haben EUR 56.227,86 (Netto TEUR 47) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und EUR 187.761,65 (Netto TEUR 158) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

• Vollzeit 25
• Teilzeit 69
• Aushilfen 07

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte durch die folgenden Personen geführt:

• Herr Dr. Mirza Nomman Ahmed, Friedberg

• Herr Peter McDowell, London

Der ausgeübten Berufe von den Herrn Ahmed und McDowell bestehen in der hauptamtlichen Geschäftsführung der Gesellschaft. Die vorgenannten Geschäftsführer haben im Berichtszeitraum von der Gesellschaft keine Vergütung erhalten

Konzernverhältnisse

Alleingesellschafterin ist die Kynetec Germany GmbH. Die Kynetec UK Topco Ltd., Kynetec Weston Court, Weston, Newbury, Berkshire, England, RG20 8JE, erstellt als Konzernmuttergesellschaft den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den der Abschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist über die HMRC Companies House Website https://beta.companieshouse.gov.uk/company/13248670/filing-history einzusehen.

Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Die Project Farm Bidco Ltd., Kynetec Weston Court, Weston, Newbury, Berkshire, England, als oberste Mutterunternehmen der Gesellschaft hat gegenüber der Kleffmann GmbH mit Datum vom 24. Januar 2024 zur Sicherung des zukünftigen Liquiditätsbedarfs, der sich aus dem Umfang der geplanten, zukünftigen Geschäftstätigkeit bei gleichzeitiger Integration in den Kynetec-Konzern ergibt, eine harte Patronatserklärung ausgegeben, um die fortlaufende Zahlungsfähigkeit der Kleffmann GmbH gewährleisten zu können. Die der Höhe nach unlimitierte Patronatserklärung kann frühestens mit Ablauf des 31. Dezember 2025 gekündigt werden.

 

Lüdinghausen, 30. September 2024

Kleffmann GmbH

Dr. Mirza Nomman Ahmed, Geschäftsführer

Peter McDowell, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Kleffmann GmbH, Lüdinghausen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kleffmann GmbH, Lüdinghausen - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kleffmann GmbH, Lüdinghausen für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe "1. Allgemeine Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "D.3. Darstellung der wesentlichen Risikofelder" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Project Farm Bidco Ltd., Kynetec Weston Court, Weston, Newbury, Berkshire, England, gegenüber der Kleffmann GmbH mit Datum vom 24. Januar 2024 zur Sicherung des zukünftigen Liquiditätsbedarfs, der sich aus dem Umfang der geplanten, zukünftigen Geschäftstätigkeit bei gleichzeitiger Integration in den Kynetec-Konzern ergibt, eine harte Patronatserklärung ausgegeben hat, um die fortlaufende Zahlungsfähigkeit der Kleffmann GmbH gewährleisten zu können. Die der Höhe nach unlimitierte Patronatserklärung kann frühestens mit Ablauf des 31. Dezember 2025 gekündigt werden. Die gesetzlichen Vertreter der Kleffmann GmbH gehen davon aus, dass die Gesellschaft auch danach noch auf die finanzielle Unterstützung der Project Farm Bidco Ltd. angewiesen sein wird und weisen drauf hin, dass ohne die Aufrechterhaltung dieser finanziellen Unterstützung die Gesellschaft in ihrem Fortbestand gefährdet wäre.

Wie in Angabe "1. Allgemeine Angaben" im Anhang sowie in Abschnitt "D.3. Darstellung der wesentlichen Risikofelder" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtürmern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtürmern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtürmern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtürmern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtürmern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen, kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• Beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• Beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen

 

Ahlen, 30. September 2024

BHR GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hans Muermans, Wirtschaftsprüfer

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