Volksbank eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marco Weßling seit 21.8.2024 | Vorstandsmitglied |
Jörg Dickhut seit 7.12.2022 | Prokura |
Johannes Reichel seit 4.4.2016 | Prokura |
Christian Liedtke seit 18.1.2016 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Volksbank eGAdelebsenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Volksbank eG, Adelebsen, Adelebsen Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gliederung des Lageberichts A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage C. Risiko- und Chancenbericht D. Prognosebericht A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Als Genossenschaftsbank besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagefragen sicherstellt. Der nachhaltige Aufbau einer Mitglieder-Bank-Beziehung spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Volksbank eG, Adelebsen ist ein regional tätiges Kreditinstitut. Unser Leistungsangebot richtet sich an unsere Privat- und Firmenkunden. Für diese bieten wir umfassende persönliche Beratungs- und Serviceleistungen vor Ort an. Darüber hinaus gewährleistet unsere moderne online Geschäftsstelle unseren Kunden einen leichten und direkten Zugriff auf unsere Produkte und Dienstleistungen. Dem Kundenbedarf folgend, ergänzen wir permanent unser Dienstleistungsspektrum im Rahmen der genossenschaftlichen Digitalisierungsoffensive. Unser Leistungsangebot wird durch die Angebote der Unternehmen der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken ergänzt, sodass unseren Kunden ein breites und wettbewerbsfähiges Leistungsspektrum zur Verfügung steht. Wir werden durch den Genoverband e.V. geprüft, sowie durch seine Tochterunternehmen bei Bedarf vertreten und beraten. Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig. Es bestehen keine Zweigniederlassungen. B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen 1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Konjunktur in Deutschland Leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Dämpfende Einflüsse überlagern sich Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. Inflation hemmt den Privatkonsum Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,3 %) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 %) erheblich weniger aus, trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,5 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei. Gespaltene Investitionskonjunktur Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0 % nach +4,0 %). Hier stützen die abnehmenden Lieferengpässe die Entwicklung, die eine sukzessive Abarbeitung der aufgestauten Auftragsbestände ermöglichten. Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich, trotz eines witterungsbedingt günstigen Jahresauftakts, um 2,7 %. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem der Wohnungsbau noch stärker als der Gewerbebau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Schwacher Außenhandel Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2 % beziehungsweise 3,4 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Niedrigeres Finanzierungsdefizit des Staates Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Befördert wurde das Einnahmenwachstum nicht zuletzt durch steigende Sozialbeiträge und höhere Verkaufserlöse, unter anderem weil die Umsätze der meisten Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs mit der Einführung des 49-Euro-Tickets dem Sektor Staat zugerechnet wurden. Stärkste Treiber des Ausgabenwachstums waren Anpassungen bei den Renten und Pensionen sowie höhere Zinsaufwendungen. Hinzu kamen umfangreiche Mehrausgaben zur Abmilderung der Energiekrise, wie die Zahlungen für die Gas-, Fernwärme- und Strompreisbremsen der Bundesregierung. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenem Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 % im Vorjahr auf 2,1 % nach. Robuste Arbeitsmarktlage Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Inflationsrate nach Höchststand etwas gesunken Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. Industrie mit leichtem Wertschöpfungsrückgang Im Verarbeitenden Gewerbe belasteten die trotz der nachlassenden Preisdynamik insgesamt noch immer sehr hohen Energiepreise, die nur langsam schwindenden Materialengpässe und die globale Nachfrageschwäche die Lage. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs gab daher nochmals leicht nach. Sie sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % und damit in gleichem Umfang wie 2022 (-0,3 %). Innerhalb der Industrie zeigten sich abermals sehr unterschiedliche Entwicklungen, wie die Produktionsdaten verdeutlichen. Während die wichtige Automobilindustrie die noch recht hohen Auftragsbestände vom Jahresbeginn teilweise abarbeiten und ihre Erzeugung um deutliche 10,9 % steigern konnte, ging die Produktion im ebenfalls gewichtigen Maschinenbau um 1,3 % zurück, auch wegen der schwachen in- und ausländischen Nachfrage. Die stärksten Produktionseinbußen mussten aber erneut einige energieintensiven Industriezweige hinnehmen. Verhaltene Baukonjunktur Die Baukonjunktur präsentierte sich abermals schwach. Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr (-3,3 %) verminderte sich die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Baugewerbes 2023 nochmals, wenngleich mit einer Veränderungsrate von -0,2 % weniger stark als zuvor. Hemmend auf die Aktivitäten des Wirtschaftsbereichs wirkten vor allem die weiterhin hohen Baukosten, der anhaltende Mangel an Arbeitskräften und die, wegen der gestiegenen Zinsen, verschlechterten Finanzierungsbedingungen. Stabile Geschäftsentwicklung im Handwerk Das Handwerk hat die vielfältigen Herausforderungen des Jahres 2023 vergleichsweise robust gemeistert. Darauf lässt der Geschäftsklimaindikator des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks schließen, der nach einem Rückgang im Vorjahr wieder über die Marke von 100 Punkten stieg, die eine Grenze zwischen einer positiven und einer negativen Konjunkturlage markiert. Schwieriges Jahr für den Einzelhandel Im Einzelhandel haben die im Vorjahresvergleich nur wenig verminderten Preisanstiege merkliche Spuren hinterlassen. Wegen der Kaufkraft zehrenden Inflation hielten sich die Verbraucher mit ihren Ausgaben zurück. Zusätzlich dämpften die hohen wirtschaftlichen Unsicherheiten die Anschaffungsneigung. Vor diesem Hintergrund sank der preisbereinigte Einzelhandelsumsatz um deutliche 3,3 %, nachdem er bereits 2022 um 0,7 % nachgegeben hatte. Dienstleistungssektor mit Wertschöpfungszuwachs Der Dienstleistungssektor blieb 2023 eine zentrale Stütze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs legte mit einem Anstieg um 0,5 % allerdings weniger dynamisch zu als im Vorjahr (+3,0 %). Die Erwerbstätigenzahl stieg im Dienstleistungssektor als Ganzes um knapp 300.000 beziehungsweise 0,9 % auf fast 34,6 Mio. Menschen. Bezogen auf die Gesamtwirtschaft sind damit 9 von 10 zusätzliche Arbeitsplätze in diesem Sektor entstanden. Verbesserte Lage in der Landwirtschaft Die ökonomischen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine blieben für die landwirtschaftlichen Betriebe 2023 ein wichtiges Thema. Angesichts der kriegsbedingt engen Versorgungslage an den globalen Nahrungsmittel- und Rohstoffmärkten kam es kurzfristig in einigen Bereichen zu enormen Preissteigerungen. Da jedoch die Erzeugerpreise allgemein stärker stiegen als die Betriebsmittelpreise, konnten viele Betriebe wieder zur wirtschaftlichen Profitabilität zurückfinden. Abgesehen von den Wein- und Obstbaubetrieben konnten nahezu alle Betriebsformen ihr Ergebnis steigern. 1.2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Finanzmärkte sehen Zins- und Inflationsgipfel erreicht Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahre 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als zu Jahresbeginn erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 %, nachdem sie im Januar 2023 noch bei fast doppelt so hohen 6,4 % gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 % auf 2,9 % gefallen. Zwar entwickelte sich die für die Geldpolitik maßgebliche Kernrate, die um die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrung bereinigt ist, weniger dynamisch. Sie fiel in den USA von 5,6 auf 3,9 % und im Euroraum von 7,1 auf ebenfalls 3,9 %. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem zum Jahresende deutlich zulegten. USA: Fed lässt Zinserhöhungszyklus auslaufen Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5 %. Damit erhöhte die Fed ihre Zinsen 2023 noch um 100 Basispunkte, nachdem sie 2022 mit 425 Basispunkten das Gros ihrer geldpolitischen Reaktion auf den Inflationsschock bereits vollzogen hatte. Von August bis Dezember 2023 hielt die Fed ihre Leitzinsen schließlich stabil und kündigte an, diesen Kurs bis ins Jahr 2024 beibehalten zu wollen. Europa: EZB erhöht Leitzinsen um 200 Basispunkte auf höchstes Zinsniveau ihrer Geschichte Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau, als die Einlagefazilität im Maximum bei 3,25 % gelegen hatte. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte ähnlicher der Fed an, es so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2 % wieder erreiche. Parallel zu ihren Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um dadurch ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken. Dadurch ging die zusätzliche Nachfrage der Notenbank an den Anleihemärkten deutlich zurück, die in der Niedrigzinsphase dazu gedient hatte, die langfristigen Zinsen durch Übernachfrage zu senken. Indem sie diese Nachfrage entzog, wollte die EZB diese Zinsen wieder steigen lassen und damit die Wirkung ihrer zuerst die kurzen Fristen beeinflussenden Leitzinsen unterstützen. Anleihenachterbahn mit finalen Kursgewinnen Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Das Jahr begann, nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit einer Kurserholung von Staatsanleihen. In der Folge fielen ihre Renditen. So belief sich die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe am 02. Februar 2023 auf 2,07 %, nach noch 2,56 % an Neujahr. Augrund der weiterhin restriktiven Politik der Notenbanken stiegen die Renditen danach jedoch wieder an. Dieses Auf und Ab setzte sich im weiteren Jahresverlauf fort. Im Vorfeld der geldpolitischen Sitzungen der Notenbanken, vor allem der Fed und der EZB, stiegen oder fielen die Renditen teils deutlich. Im Nachgang der Sitzungen setzte in der Regel eine zum Vorfeld gegenläufige Korrektur ein. Gleiches galt für neue Inflationszahlen aus den USA oder Europa. Bis Ende September tendierten die Renditen dabei aufwärts und die Kurse abwärts. Die zehnjährige Bundesanleihe erreichte ihre maximale Rendite von 2,97 % am 28. September 2023. Im vierten Quartal und insbesondere zum Jahresende erholten sich die Kurse der Anleihen jedoch deutlich, wodurch die zugehörigen Renditen sanken. Die zehnjährige Bundesanleihe erbrachte zum Jahresende mit 2,03 % ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang. Euro stabilisiert sich mit geopolitischer Lage und Leitzinserhöhungen der EZB Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte erhöhte, während die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen um niedrigere 100 Basispunkte anhob. Dies verringerte den Zinsabstand der großen Währungsräume und ließ den Euro als Devise attraktiver werden. DAX schließt nahe Rekordhoch Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 01. Januar bis zum 09. März 2023 um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Dies löste einen Schock auf den Aktienmärkten aus. Der DAX etwa verlor bis zum 17. März 5,5 % seines Kurswertes. Die Verluste konzentrierten sich dabei auf Finanzwerte. Zugleich führte die Unsicherheit in den USA, aber auch global zu größeren Bewegungen von Bankeinlagen, insbesondere von solchen oberhalb der Einlagensicherungsgrenzen. Die Krise kulminierte mit der Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS am 19. März, die die Schweizer Behörden zur Abwicklung der erstgenannten Bank organisiert hatte. Dieser Akt konnte die Märkte beruhigen und ermöglichte eine Erholung der Aktien- und Finanzmärkte von dem kurzzeitigen Einbruch. Diese Erholung flachte zum Sommer hin ab, setzte sich aber trotz wiederkehrender Volatilität insbesondere um die Leitzinsentscheide der Notenbanken fort. Ende Juli notierte der DAX bei 16.446,83 Punkten und damit 18,1 % über seinem Jahreseinstandswert. Über den Spätsommer und beginnenden Herbst gingen die Kurse wieder leicht zurück, nachdem sich optimistische Einschätzungen des ersten Halbjahres nicht oder nur teilweise bewahrheitet hatten. Diese Korrektur erreichte ihren Tiefpunkt mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Der DAX verlor im Oktober 4,3 % und fiel damit auf 14.716,54 Punkte zurück. Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wurde. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab. Geschäftsentwicklung der Genossenschaftsbanken im Jahr 2023 Genossenschaftsbanken weiten 2023 ihr Kundenkreditgeschäft in einem dämpfenden wirtschaftlichen Umfeld erneut aus / Kreditwachstum schwächt sich ab Geschäftsentwicklung - Zusammenfassung In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten. Im Vergleich zu den Vorjahren verlor das bilanzielle Kundengeschäft insgesamt jedoch an Dynamik. Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene Wirtschaftsschwäche dauerte in Deutschland das gesamte Jahr 2023 an. Sie war geprägt durch mehrere kräftige Leitzinsanhebungen und damit als Folge höhere Kreditzinssätze, aber auch durch einen gravierenden Fachkräftemangel und Materialengpässe sowie einen deutlichen Kaufkraftentzug als Ergebnis der nach wie vor hohen Teuerung. Überlagert wurden diese Einflüsse von den hohen Unsicherheiten infolge des eskalierenden Nahostkonflikts zum Jahresende 2023 und dem wirtschaftspolitischen Kurs der Bundesregierung nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts. Dennoch konnten die deutschen Genossenschaftsbanken in diesem dämpfenden Wirtschaftsumfeld ihre Kreditvergabe leicht steigern. So erhöhten sich die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich um 20 Milliarden Euro auf 777 Milliarden Euro (+2,6 %). Die Entwicklung der Kundeneinlagen blieb weitgehend stabil. Das gestiegene Zinsniveau eröffnete den Kunden erstmals seit der Negativ- und Nullzinsphase attraktive Anlagemöglichkeiten in klassischen Fest- und Termingeldern oder Sparbriefen. Viele Kunden schichteten ihre während der Coronapandemie gebildeten hohen Sichteinlagenbestände in diese Einlagenformen um. Anderseits belasteten die höheren Lebenshaltungskosten infolge der Inflation die Sparfähigkeit der Kunden. Im Ergebnis betrugen die Kundeneinlagen der Genossenschaftsbanken Ende 2023 860 Milliarden Euro (-0,2 %). Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Milliarden Euro konstant. Kreditbestände legen leicht zu - bei weiterer Abschwächung der Wachstumsraten Das Kreditgeschäft der Volksbanken und Raiffeisenbanken hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt, die hohen Wachstumsraten der Vorjahre wurden aber nicht wieder erreicht und schwächten sich im Jahr 2023 ab. Der Nachfragerückgang seit der zweiten Jahreshälfte 2022 insbesondere bei langfristigen Immobilienfinanzierungen und das damit verbundene rückläufige Kreditneugeschäft schlagen sich im Vergleich zu den Vorquartalen deutlicher in den Bestandsveränderungen im Aggregat aller Genossenschaftsbanken nieder. Per Dezember 2023 nahmen die Kreditbestände der Genossenschaftsbanken an Nichtbanken um 20 Milliarden Euro oder + 2,6 % auf 777 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr (Dezember 2022) zu. Treiber des Kreditwachstums bei den Genossenschaftsbanken sind weiterhin die langfristigen Forderungen, welche per Ende 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 17 Milliarden Euro oder + 2,5 % auf 696 Milliarden Euro zulegten. Die Zinserhöhungen infolge der Inflationsbekämpfung durch die EZB bremsten insbesondere auf Privatkundenseite das langfristige Immobilienneugeschäftsvolumen deutlich. Angesichts konjunktureller Unsicherheit, hoher Inflation, der gestiegenen Finanzierungskosten und eingetrübten Aussichten auf dem Wohnimmobilienmarkt wurden Wohnungsbaukredite im letzten Jahr nur noch leicht aufgebaut. Höhere Kreditzinsen und sinkender Mittelbedarf für Anlageinvestitionen reduzierten zudem die Kreditnachfrage auf der Firmenkundenseite. Kreditbestände nach den Geschäftsfeldern Privat- und Firmenkunden Die Kreditbestände legten in beiden Geschäftsfeldern - Privat- und Firmenkundengeschäft - zu. Die Kredite an Privatkunden insgesamt wuchsen per Ende 2023 um + 1,3 % (oder 5 Milliarden Euro) auf 363 Milliarden Euro. Gut neun Zehntel der Kredite an Privatkunden waren Wohnbaukredite (325 Milliarden Euro, + 1,7 % Zunahme, + 6 Milliarden Euro). Ferner sicherten sich Unternehmen und Selbständige sowie sonstige Firmenkunden angesichts der Unsicherheiten über den wirtschaftlichen Fortgang Liquidität und Kreditlinien. Die Firmenkundenkredite stiegen - bei merklich rückläufigem Wachstum - um + 3,8 % (oder + 15 Milliarden Euro) auf 414 Milliarden Euro. Exkurs: private Wohnbaufinanzierung Die private Wohnbaufinanzierung bleibt verhalten. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2022 war ein Nachfragerückgang bei Immobilienfinanzierungen erkennbar. Die Neugeschäftsvolumina sind seit den EZB-Leitzinserhöhungen seit Mitte 2022 deutlich rückläufig. Der Boom am Wohnimmobilienmarkt wird weiter nachlassen. Angesichts konjunktureller Unsicherheit, des Kaufkraftverlusts infolge der hohen Inflation, der gestiegenen Finanzierungskosten und eingetrübten Aussichten auf dem Wohnimmobilienmarkt bei hohen Immobilien- und Baupreisen wurden Wohnungsbaukredite im Jahr 2023 nur noch leicht aufgebaut. Im Ergebnis stieg die private Wohnbaufinanzierung der Genossenschaftsbanken im Jahr 2023 nur noch um + 1,7 % auf 325 Milliarden Euro. Weitgehend konstante Kundeneinlagen und Umschichtung von Sichteinlagen in Termineinlagen/Sparbriefe - Spareinlagen rückläufig Einlagenzuflüsse verzeichneten die Genossenschaftsbanken im Jahr 2023 vor allem bei Termineinlagen und Sparbriefen. Ihr kräftiger Anstieg entsprach zum Großteil den Nettoabflüssen täglich fälliger Einlagen und kurzfristiger Spareinlagen. Ausschlaggebend für die aktuelle Einlagenentwicklung sind die Renditeunterschiede zwischen den verschiedenen Anlageformen, die sich im Zuge der weiteren Anhebung der Leitzinsen im Jahr 2023 nochmals vergrößerten. Vor diesem Hintergrund schichteten die Kunden ihre Einlagenportfolios teilweise von hoch liquiden, niedrig verzinsten Einlagen zu höher verzinsten Anlageformen mit etwas längerem Anlagehorizont um. Negative Wachstumsraten im Einlagengeschäft verzeichneten die Genossenschaftsbanken zuletzt zu Beginn des Jahres 2001. Der im März 2023 seit mehr als 20 Jahren erstmals festzustellende bestandsmäßige Rückgang der Sichtguthaben konnte noch nicht gestoppt werden. Bei den Spareinlagen-Produkten zogen die Kunden in Summe angesichts kaum anziehender Spareinlagenzinsen deutlich Gelder ab. Die Kundeneinlagen der Genossenschaftsbanken blieben in Summe weitgehend konstant; sie sanken leicht im Vergleich zum Vorjahr um -1,5 Milliarden Euro oder -0,2 % auf 860 Milliarden Euro. Zulegen konnten die Termineinlagen, die insgesamt um 93 Milliarden Euro (oder 166,3 %) auf 149 Milliarden Euro stiegen. Der Bestand an Sparbriefen nahm auf Jahresfrist um fast das Vierfache zu. Er stieg um + 260,1 % (oder 15 Milliarden Euro) auf 21 Milliarden Euro deutlich. Der Sichteinlagenbestand sank um - 77 Milliarden Euro auf 548 Milliarden Euro (12,3 %). Die Spareinlagen schmolzen um gut ein Fünftel oder - 33 Milliarden Euro auf 141 Milliarden Euro ab (- 19,0 %). Eigenkapital Unverzichtbare Grundlage der soliden Geschäftspolitik der Volksbanken und Raiffeisenbanken ist neben einer jederzeit ausreichenden Liquidität eine angemessene und robuste Eigenkapitalausstattung und -bildung. Den Genossenschaftsbanken ist es im Jahr 2023 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital mit einem Plus von 3,2 % auf 64 Milliarden Euro zu steigern. Die Rücklagen legten um 2,6 % auf 47 Milliarden Euro zu, die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 4,8 % auf 17 Milliarden Euro. Mit dieser Eigenkapitalausstattung können die Genossenschaftsbanken die Kreditwünsche der Privatkunden sowie gleichermaßen die der Firmenkunden auch in Zukunft erfüllen. Bilanzsumme bei 1,2 Billion Euro Die (aggregierte / addierte) Bilanzsumme aller 697 Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Milliarden Euro weitgehend konstant. Die durchschnittliche Bilanzsumme je Institut liegt aktuell bei knapp 1,7 Milliarden Euro. Die Spannweite bei den Bilanzsummen reicht unter den Genossenschaftsbanken von knapp 35 Millionen Euro für die kleinste bis 51 Milliarden Euro für die größte Bank. 697 Genossenschaftsbanken Der Konsolidierungsprozess unter den Instituten setzte sich gegenüber dem Vorjahr in einem leicht erhöhten Umfang fort. Die Zahl der selbständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2023 bei 697 Banken. Sie sank fusionsbedingt um 40 Institute bzw. um -5,4 % im Vergleich zum Vorjahr. 55 Banken betrieben neben dem Bankgeschäft auch das Warengeschäft (Vorjahr: 62 Institute). Räumliche Nähe zum Kunden: Zweigstellen / Bankstellen / SB-Filialen / Geldautomaten Die Kunden der Genossenschaftsbanken schätzen die räumliche Nähe zu ihren Ansprechpartnern und Beratern in den gut 7.200 Bankstellen. Der rückläufige Trend bei der Anzahl der Filialen setzte sich im Jahr 2023 im Vergleich zu den Coronajahren leicht abgeschwächt fort. Die Coronapandemie beschleunigte einschneidend das Kundennutzungsverhalten von Filialen. Kunden und Mitglieder gingen seltener persönlich in die Zweigstellen und nutzten stattdessen immer mehr die digitalen Angebote und Services für ihre Bankgeschäfte. Die VR Banking App ist als zentraler mobiler Zugangsweg bei den Kunden der Genossenschaftsbanken gut etabliert. Auch digital-persönliches Banking im KundenServiceCenter wurde als Zugangsweg von den Kunden verstärkt genutzt. Verminderte Kundenkontakte in der Filiale und die weiter voranschreitende Nutzung der Digitalisierung zeigen sich im Ergebnis deutlich in einem grundlegenden Strukturwandel bei den personenbesetzten Zweigstellen, wenngleich sich dieser Effekt aktuell im Jahr 2023 im Vergleich zu den Pandemiejahren 2020 bis 2022 weniger dynamisch auswirkte: Die Zahl der Zweigstellen sank im zurückliegenden Jahr auf 6.510 (Veränderung zum Vorjahr -265 Zweigstellen, -3,9 %). Die Zahl der Bankstellen (Hauptstellen plus personenbesetzte Zweigstellen) sank um 305 (- 4,1 %) auf 7.207 Bankstellen. Nachlassende Bargeldnutzung, der Bezug von Bargeld an Ladenkassen (POS) mittels girocard sowie die Nutzung von mobilen Bezahlverfahren führen zu einem steten Rückbau der bestehenden Bargeldquellen der Kunden in Genossenschaftsbanken - insbesondere bei der Zahl der Geldautomaten (GA). Ende 2023 gab es bei den Genossenschaftsbanken 14.696 GA. Ihre Anzahl ist damit um - 824 GA im Vergleich zu 2022 zurückgegangen. Der insgesamt hohe Rückgang in den drei letzten Jahren von gut 2.600 GA dürfte auch als Ergebnis der Risikoanalyse von GA-Standorten und des umgesetzten bankindividuellen Sicherheitskonzepts zu werten sein, um die Gefahr einer GA-Sprengung zu minimieren und dadurch den Schutz von Personen und Sachwerten zu verbessern. Mitgliederzahl rückläufig Aktuell beträgt die Zahl der Mitglieder der Genossenschaftsbanken 17,8 Millionen (Vorjahr 17,9 Millionen, Netto-Rückgang von gut -160.000 Mitgliedern, - 0,9 %). Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis wurde zudem die Beteiligungsmöglichkeit der bestehenden Mitglieder durch Zeichnung zusätzlicher Geschäftsanteile genutzt. 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme und soll mindestens 0,7 % betragen. Die finanzielle Leistungskennzahl unterscheidet sich vom in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Betrag hinsichtlich der Herausrechnung von betriebswirtschaftlich außerordentlichen Positionen (z.B. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen). Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen im Risikoszenario. Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten. Wir verwenden keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der Bank. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs Die Entwicklung des von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikators für die Rentabilität im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar: Unser betriebswirtschaftliches Betriebsergebnis vor Bewertung verbesserte sich von TEUR 606 auf TEUR 707. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS stieg im Vorjahresvergleich von 0,58 % auf 0,67 %. Die Entwicklung des Betriebsergebnisses vor Bewertung, als bedeutsamster Leistungsindikator hat unsere Prognose von 0,78% und den Mindestzielwert von 0,7 % nicht vollständig erreicht. Die Cost-Income-Ratio (CIR) lag im Geschäftsjahr 2023 bei 79,1 % (Vorjahr: 80,1 %).
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen). Die Bilanzsumme ist leicht um TEUR 3.738 (-3,5 %) gesunken. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf Umschichtungen von Kundeneinlagen in Wertpapieranlagen bei der DZ Bank und Union Investment zurückzuführen. Das betreute Kundengesamtvolumen (bilanziell und außerbilanziell) ist von 259 Mio. EUR auf 264 Mio. EUR gestiegen. Aufgrund der Abnahme der unwiderruflichen Kreditzusagen an Kunden um TEUR 1.837 liegen die außerbilanziellen Geschäfte deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Die Kundenforderungen konnten um TEUR 1.539 (+2,1 %) gesteigert werden. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen den Bereich der langfristigen Darlehen. Das Wachstum im Darlehensbereich beträgt dabei TEUR 1.443 (+1,9 %). Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme konnte somit zum wiederholten Male auch relativ gesteigert werden. Die Relation ist seit 2014 von 50,9 % auf 72,9 % (Vorjahr 68,9 %) zur Bilanzsumme gestiegen. Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen. Die Absicherung unseres Kreditbestandes ist günstig, da der wesentliche Teil der Sicherheiten aus Grundschulden besteht. Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für einzelne Kreditnehmer sowie die Vorschriften zu Groß- und Millionenkrediten und zu Organkrediten wurden während des Berichtszeitraumes eingehalten. Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2023 wieder mit der nach den handelsrechtlichen Grundsätzen gebotenen Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir im Rahmen unserer Kreditvergaberichtlinien Kredite vergeben und haben ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr erzielt. Der Bestand der Wertpapieranlagen hat sich insgesamt um TEUR 2.969 (-17,8 %) verringert. Die Fondsanlagen bei der Union Investment reduzieren sich um insgesamt TEUR 1.315 (-15,0 %), insbesondere in der Assetklasse Renten. Im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere verzeichnen wir einen Rückgang von TEUR 1.653 (-20,9 %). Die Forderungen an Banken haben sich stichtagsbedingt um TEUR 781 (-7,0 %) auf TEUR 10.312 reduziert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um TEUR 1.438 (-16,5 %) verringert. Im Passivgeschäft haben sich die Kundengelder um TEUR 2.897 (-3,4 %) reduziert. Sie stellen nach wie vor die Hauptfinanzierungsquelle für das Kreditgeschäft der Bank dar. Nach dem Ende der Niedrigzinsphase haben wir die Erhebung von Verwahrentgelten (negative Einlagezinsen) beendet und erfreuliche Umschichtungen in Höhe von TEUR 7.388 im Bereich der Spareinlagen zu Gunsten unserer neuen Angebote verzinslicher Passivprodukte (Kündigungsgeld, Festgeld und Sparbrief) verbucht.
Die Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften erhöhten sich stark um TEUR 44 (+113,5 %). Augrund der Leitzinserhöhung und der damit verbundenen attraktiven Verzinsung bei DZ Bank-Anleihen und -Zertifikaten, investierten unsere Kunden verstärkt in diese Produkte. Die Vermittlungserträge reduzierten sich um TEUR 41 (-7,5 %), da vor allem die Bereiche Bausparen sowie Versicherungs- und Immobilienvermittlungen rückläufig waren. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr erhöhten sich um TEUR 73 (+14,7 %). Der Provisionsüberschuss (bilanziell) liegt mit 1,06 % der durchschnittlichen Bilanzsumme auf nach wie vor sehr hohem Niveau und über dem Durchschnitt vergleichbarer Kreditgenossenschaften im Genoverband e.V. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Nach dem Verkauf des Anlage- und Umlaufvermögens der Raiffeisen Adelebsen-Uslar GmbH zum 25. Januar 2019, erfolgte eine Kapitalherabsetzung im Berichtsjahr. Der Beschluss zur Liquidation wurde am 05. Januar 2024 ins Unternehmensregister eingetragen. Durch Verkauf der Aktien der AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster haben wir unsere Beteiligung an der Gesellschaft beendet. 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Das zinsabhängige Kundengeschäft ist für unser Kreditinstitut von grundlegender wirtschaftlicher Bedeutung. Im Berichtsjahr war ein Anstieg des Zinsüberschusses um TEUR 287 (+15,2 %) zu verzeichnen. Die Veränderung begründet sich hauptsächlich durch die Zunahme bei den Zinserträgen aus Darlehen und Zinserträgen der Zentralbank. Der Provisionsüberschuss konnte mit TEUR 1.127 das Vorjahresniveau übersteigen. Die Steigerung der Erträge aus dem Zahlungsverkehr und der Vermittlung im Wertpapier- und Depotgeschäft haben hierzu im Wesentlichen beigetragen. Auf den Zahlungsverkehr entfallen 47,9 % der Provisionserträge. Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,22 % (Vorjahr 0,22 %). Die Erhöhung der Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 380 (26,2 %) ist auf tarifliche Anpassungen und einmalige Zuführungen zum Pensionsfonds zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich aufgrund gestiegener regulatorischer Kosten und inflationsbedingter Steigerungen um TEUR 91 (+10,1 %). Das Betriebsergebnis vor Bewertung (bilanziell) reduzierte sich aufgrund von Einmaleffekten im Personalaufwand um TEUR 169 (-26,8 %). Der Leistungsindikator Betriebsergebnis vor Bewertung in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme (betriebswirtschaftliche Betrachtungsweise) von 0,70 % wurde mit 0,67 % knapp nicht erreicht. Das Bewertungsergebnis verbesserte sich um TEUR 185 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 108 insbesondere aufgrund wesentlich geringerer Aufwendungen im Wertpapierbereich. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erhöhte sich dadurch bilanziell um TEUR 16 (+2,9 %). b) Finanzlage Kapitalstruktur Das bilanzielle Eigenkapital sowie die aufsichtsrechtliche Eigenmittelausstattung haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt: Das bilanzielle Eigenkapital der Bank hat sich im Berichtsjahr um TEUR 488 (+3,3 %) erhöht und beträgt insgesamt TEUR 15.144. Es setzt sich aus dem Eigenkapital gemäß Passivposten 12 in Höhe von TEUR 11.553 sowie dem Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß Passivposten 11 in Höhe von TEUR 3.591 zusammen. Zur Stärkung des Eigenkapitals und damit zur Unterlegung unserer Wachstumsstrategie im Kundenkreditgeschäft erfolgte im Jahr 2023 eine Zuführung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB aus dem laufenden Ergebnis. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der zweite bedeutsamste Leistungsindikator Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen im Risikoszenario wurde erfüllt. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden planmäßige Ersatzinvestitionen bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen. Im Zuge regelmäßiger IT-Investitionen wurde unter anderem in Sicherheitstechnik im SB-Bereich und Digitalisierung investiert. Liquidität Die Liquiditätslage stellt sich wie folgt dar: Die Zahlungsfähigkeit unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio - LCR wiesen für den Berichtszeitraum stets einen Wert von mindestens 100 % aus. Die LCR betrug zum Stichtag 420,15 %. Die Zahlungsfähigkeit war somit gewährleistet. In Anbetracht der derzeit vorhandenen Liquiditätsreserven und der Einbindung unserer Bank in die genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken sowie der unterhaltenen Bankguthaben ist für einen Betrachtungszeitraum von zwei Jahren mit einer wesentlichen Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit aus heutiger Sicht, auch unter Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen gem. CRR zur Einhaltung der LCR (Liquidity Coverage Ratio) sowie der NSFR (Net Stable Funding Ratio), nicht zu rechnen. c) Vermögenslage Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder, dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB und erwirtschafteten Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführungen zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme hat sich im Vorjahresvergleich um 1,2 % - Punkte erhöht. Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG in Bezug auf die Eigenmittelausstattung wurden von uns im Geschäftsjahr 2023 eingehalten. Nicht betroffen sind wir von der allgemeinen Verfügung vom 30.03.2022 bezüglich der Anordnung eines Kapitalpuffers für systemische Risiken in Höhe von 2,0 % auf im Inland belegene Risikopositionen, die durch Grundpfandrechte auf Wohnimmobilien besichert sind, da diese Kredite von uns nicht privilegiert werden. Die Erhöhung des inländischen antizyklischen Kapitalpuffers haben wir in unserer Kapitalplanung berücksichtigt. Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:
Die im Bestand befindlichen Wertpapiere im Aktivposten 5 wurden teilweise der Liquiditätsreserve sowie teilweise dem Anlagevermögen zugeordnet. Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet und die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Ein neu erworbenes Wertpapier des Anlagevermögens wird nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Im Wertpapierbestand sind zu 100 % festverzinsliche Rentenpapiere von Emittenten guter Bonität enthalten. Alle Wertpapiere lauten auf Euro und wurden überwiegend von inländischen Emittenten aufgelegt. Wesentliche Veränderungen in der Struktur sowie Bonitätseinstufung bei den Wertpapieranlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. Darüber hinaus wurde das Wertpapier mit Nachrangklausel dem Anlagevermögen zugeordnet. Der Aktivposten 6 beinhaltet Anteile an Investmentfonds in Höhe von TEUR 7.423, davon sind die Immobilienfonds in Höhe von TEUR 6.903 dem Anlagevermögen zugeordnet und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.. Bei den Anlagen wurde auf eine Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität geachtet. Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen keine Derivatgeschäfte keine 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Vermögenslage unseres Hauses ist durch eine gute Eigenkapitalausstattung geprägt. Die gebildeten Wertberichtigungen für die erkennbaren und latenten Risiken in den Kundenforderungen sind angemessen; für erhöht latente Risiken im Kreditgeschäft besteht ein ausreichendes Deckungspotenzial in Form versteuerter Wertberichtigungen. Die Finanz- und Liquiditätslage entspricht den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Die Ertragslage des Berichtsjahres war zufriedenstellend. Aufgrund unserer soliden und risikobewussten Geschäftspolitik sowie der installierten Instrumentarien zur Risikosteuerung und -überwachung bewegen sich die derzeit erkennbaren Risiken der künftigen Entwicklung in einem überschaubaren und für unser Haus tragbaren Rahmen. C. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementsystem und -prozess Unsere im Risikohandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt. Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt. Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von erheblicher Bedeutung. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand. Für die Steuerung der Risiken ist der Bereich Controlling verantwortlich. Mit Hilfe eines Limitsystems werden die Risiken der Gesamtbank gesteuert. Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und gegebenenfalls anlassbezogen überprüft. Das von uns verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategie(über)prüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z. B. Konjunkturschwankungen, neuen Technologien und Wettbewerbssituationen, sonstige sich verändernde Rahmenbedingungen) bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken. Die Kontrolle und das Management der Risiken sind für uns eine zentrale Aufgabe und an dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu begrenzen und zu überwachen sowie negative Abweichungen von den Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Die Risikocontrolling-Funktion übernimmt der Vorstand Marktfolge. Die Interne Revision überwacht durch regelmäßige Prüfungshandlungen die vorgegebenen Abläufe. Zur Steuerung und Bewertung der Risiken nutzen wir EDV-gestützte Systeme; diese finden teilweise auch Berücksichtigung bei der Chancenbewertung. Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen sind Verlustobergrenzen für unterschiedliche Risikoarten definiert, an denen wir u. a. unsere geschäftspolitischen Maßnahmen ausrichten. Die Risikotragfähigkeit ermitteln wir auf Basis des Übergewinns sowie offener und stiller Reserven. Unser Haus unterscheidet zwischen Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken (Zinsänderungs-, Währungs-, sonstige Preisrisiken), Beteiligungsrisiken, Liquiditäts-, operationellen Risiken und Refinanzierungskostenrisiken. Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern die Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils unserer Risikopräferenz entsprechend. Dabei beachten wir die folgenden Grundsätze: Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen sind Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können. Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können. Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie. Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive). Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit ab. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. Für diesen Zeithorizont wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie beispielsweise Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertnah ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Ausgangspunkt bei der barwertnahen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist eine indirekte Berechnung, die auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtlichen Kapitalgrößen aufsetzt und diese Werte um stille Lasten und Reserven aus ökonomischer Sicht korrigiert. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen. Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv. Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts. In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Das bankintern festgelegte Mindestniveau der LCR beträgt 110 %. Die LCR betrug zum Berichtsstichtag 420,15 %. Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 119,21 %. In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 3 Monaten (Frühwarnindikator = 6 Monate) für die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert. Der Frühwarnindikator wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten. Die Offenlegung der Risikomanagementziele und -politik entsprechen den Anforderungen des Artikels 435 CRR. Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert. Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk. Risiken Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt. Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko, das Beteiligungsrisiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet. Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor. Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft. Die Bank stuft das Adressenausfallrisiko Kundengeschäft und Eigengeschäft als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Im Verhältnis zum Betriebsergebnis vor Bewertung und zur Bilanzsumme hat es eine hohe Bedeutung. Das Adressenausfallrisiko weist eine große Eintrittswahrscheinlichkeit auf und hat große Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten. Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung. Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem, unter anderem bezogen auf die Risikokonzentration in großen Kreditnehmereinheiten implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikorisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand kombinierte Kontrahenten- und Emittentenlimite ("Geschäftspartnerlimite") beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert. Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht. Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des barwertigen Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG bw) unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Auf dieser Basis ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Credit-Value-at-Risk (CVaR) für die nächsten 12 Monate in Höhe von 256,6 TEUR. Das entspricht einer Limitauslastung von 64,2 %. Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Adressenausfallrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt, die nur das Adressenausfallrisiko abbildet. Das Marktpreisrisiko des Fonds berücksichtigen wir mittels einer separaten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer. Für das Eigengeschäft ergibt sich auf dieser Basis zum 31. Dezember 2023 ein CVaR für die nächsten 12 Monate in Höhe von 441,9 TEUR. Dies entspricht einer Limitauslastung von 44,2 %. Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiko Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken. Die Bank stuft das Marktpreisrisiko als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Im Verhältnis zum Betriebsergebnis vor Bewertung und zur Bilanzsumme hat es eine hohe Bedeutung. Die hohe Eintrittswahrscheinlichkeit zeigt ebenfalls große Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Ergänzend nehmen wir weitere Szenarioanalysen auf Basis von historischen bzw. hypothetischen Zins-Shifts vor. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control. Marktpreisrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Exante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt, die nur das Marktpreisrisiko abbildet. Der damit zum 31. Dezember 2023 ermittelte Value-at-Risk beläuft sich auf 3.625,2 TEUR mit einer Limitauslastung von 71,1 %. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können. Die Bank stuft dieses Risiko als grundsätzlich wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts ein. Das Liquiditätsrisiko hat aus Sicht der Bank eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit. Ebenso verhält es sich mit dem Schadenspotenzial und den Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Zur Begrenzung von Abrufrisiken sind Strukturlimite insbesondere für große Einleger und hohe offene unbefristete Kontokorrent-Zusagen implementiert. Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt vierteljährlich unter Berücksichtigung historischer Schwankungen eines Refinanzierungsspreads. Das zum 31. Dezember 2023 ermittelte Liquiditätsrisiko beläuft sich auf 122,8 TEUR. (Limitauslastung 61,4 %). Operationelles Risiko Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Die Bank stuft dieses Risiko als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts ein. Das operationelle Risiko hat aus Sicht der Bank eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit. Ebenso verhält es sich mit dem Schadenspotenzial und den Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen. Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden. Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT-Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die vereinbarte Meilensteinplanung wurde eingehalten. Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt. Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare und die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten. Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken vierteljährlich ein barwertnaher Value-at-Risk (VaR) auf Basis von Erkenntnissen aus bankindividuellen Self-Assessments berechnet. Das zum 31. Dezember 2023 ermittelte gesamte operationelle Risiko beläuft sich auf 248,2 TEUR. (Limitauslastung 82,7 %). Beteiligungsrisiko Das Risiko aus Beteiligungen beinhaltet die Gefahr von negativen Abweichungen vom erwarteten Wert der Beteiligung. Die negative Abweichung setzt sich grundsätzlich zusammen aus den Wertänderungen einer Beteilgung an sich, der negativen Abweichung zum erwarteten Ertrag oder dem Risiko eines Nachschusses beispielsweise aus einer vertraglichen Vereinbarung. Das Beteiligungsrisiko bezieht sich nur auf die Eigenkapitalbestandteile und nicht auf Kredite an Beteiligungsgesellschaften. Die Kredite sehen wir als Teile des Kreditrisikos im Kundengeschäft. Das Beteiligungsrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich ein. Das Beteiligungsrisiko hat eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit. Ebenso verhält es sich mit dem Schadenspotenzial und den Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Strategisch unterscheiden wir zwischen den Beteiligungen innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe bzw. Pflichtbeteiligungen, die im genossenschaftlichen Verbund gehalten werden, Funktionsbeteiligungen oder kreditsubstituierende Beteiligungen. Beteiligungsrisiken werden ebenfalls im Limitsystem der Bank überwacht. Die Risikomessung für Beteiligungen erfolgt auf Basis eines VaR-Multiplikator-Ansatzes, bei dem sich der Risikowert jeder Beteiligung durch Multiplikation des aktuellen Vermögenswertes ergibt. Der damit zum 31.12.2023 ermittelte Value-at-Risk beläuft sich auf 544,5 TEUR mit einer Limitauslastung von 83,8 %. Sonstige Risiken Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig im Rahmen unserer Risikoinventur und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein. Gesamtbild der Risikolage Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) unter den von uns definierten Risiko- bzw. Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden. Zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 68,5 % ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotenzial beträgt 33,9 %. Bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar. Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation des Instituts auch im Berichtszeitraum gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen. Die Risikotragfähigkeit war im abgelaufenen Jahr stets gegeben. Die Anforderungen an die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel- und Liquiditätsanforderungen wurden jederzeit erfüllt und übersteigen aktuell die gesetzlichen Anforderungen. Nach unserer Unternehmensplanung ist von der Einhaltung der vorgeschriebenen Kapitalquoten bei dem erwarteten Geschäftsvolumenszuwachs sowie die geplanten Rücklagenzuführungen auch künftig auszugehen. Den dargestellten Risiken stehen die Chancen aus unseren bestehenden Kundenbeziehungen gegenüber. Diese bieten uns die Möglichkeit, sie durch eine hohe Beratungsqualität im Rahmen der genossenschaftlichen Beratung weiter auszubauen und damit die Grundlage für eine anhaltend positive Entwicklung unserer Bank zu legen. Neben der direkten Beratung forcieren wir den Omnikanalvertrieb. Hierdurch verbessern wir die Option auch auf digitalem Weg, unsere Produkte und Dienstleistungen in Anspruch nehmen zu können, und sehen die Chance, die Bindung zu unseren Mitgliedern und Kunden weiter zu stärken und neue Kundenpotenziale zu generieren. Die aktuelle Situation ist durch das anhaltende Kriegsgeschehen in der Ukraine auch weiterhin von geopolitischen Spannungen, die weltweit in die Volkswirtschaften ausstrahlen, geprägt. So haben z.B. die Europäische Union sowie die USA mehrere umfangreiche Sanktionspakete verabschiedet und verhängt, die mittelbar auch auf die Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit vieler Marktteilnehmer Auswirkungen haben. Zu denken ist hierbei insbesondere an die Entwicklung der Inflation, z.B. im Bereich der Energieversorgung, und die damit verbundenen Zinsmaßnahmen der EZB. Es ist nicht auszuschließen, dass auf Ebene der Wirtschafts- und auch Geldpolitik weitere Maßnahmen beschlossen werden, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und somit auch auf die Wirtschaftlichkeit des Handelns der Marktteilnehmer in den betroffenen Wirtschaftsräumen haben können. Ein Ende, dieser durch Ungewissheit geprägten Situation, ist nicht absehbar. D. Prognosebericht Aufgrund des Erfolges der Volksbank eG, Adelebsen in den zurückliegenden Jahren, einer positiven Ertragslage, einer überdurchschnittlichen Eigenkapitalausstattung sowie einer angemessenen Liquiditätslage beurteilen wir die weitere Entwicklung, auch unter Berücksichtigung der per heute nicht abschließend beurteilbaren aber sicherlich spürbaren Auswirkungen des Russland-Ukraine Krieges, zuversichtlich. Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften werden nach unserer Einschätzung in den kommenden Jahren weiterhin von dem verstärkten Wettbewerb, der voranschreitenden Digitalisierung, den wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie dem Russland-Ukraine-Krieg (hohes Niveau bei Energiekosten, Inflation und am Zinsmarkt) geprägt sein. Daher rechnen wir für die Folgejahre mit moderaten Wachstumsraten im Kundengeschäft. Im Kreditgeschäft erwarten wir für 2024 und 2025 ein Wachstum in Höhe von TEUR 1.500 p.a. Dabei sehen wir das Neugeschäft überwiegend im Privatkundengeschäft für Baumodernisierungen und einen erhöhten Liquiditätsbedarf unserer Firmenkunden anlässlich von Ersatzinvestitionen bzw. bei der Transformation hin zu einer klimabewussteren Unternehmenssicht. Im Einlagengeschäft erwarten wir in den nächsten beiden Jahren aufgrund der durch den Russland-Ukraine-Krieg eingetretenen Wirtschaftsschwäche und der nach wie vor hohen Teuerung nur leicht steigende Volumina bei den Termin- und Spareinlagen in Höhe von TEUR 1.500 p.a. sowie weitere Zuwächse im außerbilanziellen Bereich (Wertpapiere und Fonds). Für die Ertragslage ist auch in den kommenden zwei Jahren die Zinsspanne von entscheidender Bedeutung. Die Fälligkeiten von niedrigverzinslichen Wertpapieren in den nächsten Jahren werden sich bei anhaltend hohem Zinsniveau und Wiederanlage günstig auf unsere Zinsspanne auswirken. In unseren Simulationen gehen wir von einem konstanten Zinsniveau aus. Die Durchschnittsverzinsung der Eigenanlagen wird dadurch wieder steigen. Gleiches gilt für das Kundenkreditgeschäft. Trotz steigender Zinsaufwendungen in den kommenden zwei Jahren rechnen wir mit steigenden Zinsüberschüssen. Im Dienstleistungsgeschäft gehen wir für die nächsten beiden Geschäftsjahre von leicht rückläufigen Provisionsüberschüssen aus. Im Bereich der ordentlichen Verwaltungsaufwendungen erwarten wir für 2024 und 2025 leicht steigende Aufwendungen. Insgesamt gehen wir in den Jahren 2024 und 2025 von einem steigenden ordentlichen Ergebnis aus. Auf Basis der Daten zum 31. Dezember 2023 mit den zugrunde gelegten Annahmen über die Geschäfts- und Zinsentwicklung halten wir die derzeit erkennbaren Risiken der künftigen Entwicklung für tragbar. Wir gehen davon aus, dass hieraus keine wesentlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Vor diesem Hintergrund erwarten wir auch für die nächsten beiden Geschäftsjahre eine geordnete Vermögens- und Finanzlage sowie eine zufriedenstellende Ertragslage vor Bewertung, so dass die Zielwerte unserer Leistungsindikatoren aus heutiger Sicht erreicht werden. Für 2024 und 2025 erwarten wir moderate Bewertungsergebnisse. Chancen für die Ertragslage bestehen bei einer deutlich besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, die zu einer positiven Geschäftsentwicklung verbunden mit einer steigenden Kreditnachfrage führen könnten. Weitere Chancen können aus einer deutlich steileren Zinsstrukturkurve als von uns prognostiziert entstehen. Risiken für die Ertragslage bestehen bei einer deutlich schlechteren Konjunktur als prognostiziert oder durch einen weiteren deutlichen Zinsanstieg. Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass, soweit wir vorstehende Prognosen oder Erwartungen geäußert haben oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen hiervon abweichen können. Vor dem Hintergrund des Russland-Ukraine-Krieges hat sich die wirtschaftliche Stimmung im Euroraum deutlich verschlechtert. Besonders betroffen sind die Privathaushalte, bei denen sich die Kaufkraft im Zuge der rasant steigenden Energiepreise merklich vermindert hat. Der Russland-Ukraine-Krieg hat auch Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Durch die stark steigende Inflation insbesondere wegen steigender Energiepreise aufgrund von Abhängigkeiten Russlands ist auch das Zinsniveau am langen Ende stark gestiegen. Dies kann dazu führen, dass sich die Annahmen, die unserer Prognoseberechnung zu Grunde liegen, nicht als zutreffend erweisen, da die Prognosen aufgrund der vielschichtigen Herausforderungen wie den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges und den aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten mit erheblichen Unwägbarkeiten belegt sind. Aus der Kapitalplanung für die Jahre bis 2028 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen und der Einwerbung von Geschäftsguthaben derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. Nicht betroffen sind wir von der Anordnung eines Kapitalpuffers für systemische Risiken in Höhe von 2,0 % gemäß Allgemeinverfügung vom 30.03.2022 auf im Inland belegene Risikopositionen, die durch Grundpfandrechte auf Wohnimmobilien besichert sind, da diese Kredite von uns nicht privilegiert werden. Die Risikotragfähigkeit unserer Bank ist nach der Risikoberichtserstattung per 31.12.2023 weiterhin gegeben. In welchem Umfang sich die Auswirkungen explizit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Bank niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen. Es ist zu erwarten, dass die negativen Folgen für die Wirtschaftsleistung der Bank umso stärker sind, je länger der Russland-Ukraine-Krieg anhält.
Der Vorstand: Liedtke Kerl 1.
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Barreserve | |||||
| a) Kassenbestand | 773.944,03 | 1.399 | |||
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 0,00 | 0 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| c) Guthaben bei Postgiroämtern | 0,00 | 773.944,03 | 0 | ||
| 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind | |||||
| a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen | 0,00 | 0 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar | 0,00 | (0) | |||
| b) Wechsel | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 3. Forderungen an Kreditinstitute | |||||
| a) täglich fällig | 9.309.406,12 | 8.739 | |||
| b) andere Forderungen | 1.002.473,26 | 10.311.879,38 | 2.354 | ||
| 4. Forderungen an Kunden | 76.173.163,74 | 74.634 | |||
| darunter: | |||||
| durch Grundpfandrechte gesichert | 41.226.560,19 | (40.729) | |||
| Kommunalkredite | 235.138,86 | (269) | |||
| 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| a) Geldmarktpapiere | |||||
| aa) von öffentlichen Emittenten | 0,00 | 0 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| ab) von anderen Emittenten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| b) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||||
| ba) von öffentlichen Emittenten | 2.026.358,24 | 1.502 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 2.026.358,24 | (1.502) | |||
| bb) von anderen Emittenten | 4.215.861,50 | 6.242.219,74 | 6.393 | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 3.514.331,61 | (4.013) | |||
| c) eigene Schuldverschreibungen | 0,00 | 6.242.219,74 | 0 | ||
| Nennbetrag | 0,00 | (0) | |||
| 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 7.423.058,73 | 8.739 | |||
| 6a. Handelsbestand | 0,00 | 0 | |||
| 7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | |||||
| a) Beteiligungen | 2.010.000,82 | 3.010 | |||
| darunter: | |||||
| an Kreditinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 513.060,00 | 2.523.060,82 | 513 | ||
| darunter: | |||||
| bei Kreditgenossenschaften | 500.010,00 | (500) | |||
| bei Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| bei Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0 | |||
| darunter: | |||||
| an Kreditinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 9. Treuhandvermögen | 23.194,27 | 27 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 23.194,27 | (27) | |||
| 10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch | 0,00 | 0 | |||
| 11. Immaterielle Anlagewerte | |||||
| a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0 | |||
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,00 | 0 | |||
| c) Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0 | |||
| d) geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 12. Sachanlagen | 549.866,28 | 590 | |||
| 13. Sonstige Vermögensgegenstände | 527.592,41 | 386 | |||
| Summe der Aktiva | 104.547.979,40 | 108.286 | |||
Passivseite
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||||
| a) täglich fällig | 0,00 | 0 | |||
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 7.255.188,27 | 7.255.188,27 | 8.694 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||||
| a) Spareinlagen | |||||
| aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten | 24.187.231,70 | 27.684 | |||
| ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | 965.671,57 | 25.152.903,27 | 1.027 | ||
| b) andere Verbindlichkeiten | |||||
| ba) täglich fällig | 48.240.969,07 | 54.968 | |||
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 8.090.696,75 | 56.331.665,82 | 81.484.569,09 | 703 | |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | |||||
| a) begebene Schuldverschreibungen | 0,00 | 0 | |||
| b) andere verbriefte Verbindlichkeiten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: | |||||
| Geldmarktpapiere | 0,00 | (0) | |||
| eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf | 0,00 | (0) | |||
| 3a. Handelsbestand | 0,00 | 0 | |||
| 4. Treuhandverbindlichkeiten | 23.194,27 | 27 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 23.194,27 | (27) | |||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 90.447,65 | 93 | |||
| 6. Rechnungsabgrenzungsposten | 0,00 | 0 | |||
| 6a. Passive latente Steuern | 0,00 | 0 | |||
| 7. Rückstellungen | |||||
| a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen | 187.071,00 | 174 | |||
| b) Steuerrückstellungen | 0,00 | 7 | |||
| c) andere Rückstellungen | 363.194,02 | 550.265,02 | 253 | ||
| 8. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 9. Nachrangige Verbindlichkeiten | 0,00 | 0 | |||
| 10. Genussrechtskapital | 0,00 | 0 | |||
| darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig | 0,00 | (0) | |||
| 11. Fonds für allgemeine Bankrisiken | 3.591.000,00 | 3.321 | |||
| darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB | 0,00 | (0) | |||
| 12. Eigenkapital | |||||
| a) Gezeichnetes Kapital | 1.785.308,05 | 1.750 | |||
| b) Kapitalrücklage | 0,00 | 0 | |||
| c) Ergebnisrücklagen | |||||
| ca) gesetzliche Rücklage | 3.881.299,80 | 3.791 | |||
| cb) andere Ergebnisrücklagen | 5.700.704,72 | 9.582.004,52 | 5.611 | ||
| d) Bilanzgewinn | 186.002,53 | 11.553.315,10 | 183 | ||
| Summe der Passiva | 104.547.979,40 | 108.286 | |||
| Geschäftsjahr | Vorjahr
|
||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Eventualverbindlichkeiten | |||||
| a)
Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln |
0,00 | 0 | |||
| b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 36.730,57 | 14 | |||
| c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 0,00 | 36.730,57 | 0 | ||
| 2. Andere Verpflichtungen | |||||
| a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften | 0,00 | 0 | |||
| b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen | 0,00 | 0 | |||
| c) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 1.745.936,10 | 1.745.936,10 | 3.606 | ||
| darunter: Lieferverpflichtungen | |||||
| aus zinsbezogenen Termingeschäften | 0,00 | (0) | |||
2.
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember
2023
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Zinserträge aus | |||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 1.940.171,63 | 1.550 | |||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 118.918,97 | 2.059.090,60 | 98 | ||
| darunter: in a) und b)
angefallene negative Zinsen |
0,00 | (7) | |||
| 2. Zinsaufwendungen | 118.349,66 | 1.940.740,94 | 58 | ||
| darunter: erhaltene
negative Zinsen |
0,00 | (1) | |||
| 3. Laufende Erträge aus | |||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 127.030,52 | 212 | |||
| b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 103.827,96 | 83 | |||
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 230.858,48 | 0 | ||
|
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften,
Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen |
0,00 | 0 | |||
| 5. Provisionserträge | 1.195.738,62 | 1.144 | |||
| 6. Provisionsaufwendungen | 68.592,29 | 1.127.146,33 | 69 | ||
| 7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands | 0,00 | 0 | |||
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 97.189,45 | 112 | |||
| 9. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||||
| a) Personalaufwand | |||||
| aa) Löhne und Gehälter | 1.181.317,35 | 1.127 | |||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 647.184,18 | 1.828.501,53 | 322 | ||
| darunter: für Altersversorgung | 443.019,03 | (110) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 988.863,60 | 2.817.365,13 | 898 | ||
|
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
95.803,31 | 86 | |||
| 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 21.623,46 | 9 | |||
|
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft |
130.318,41 | 79 | |||
|
14. Erträge aus Zuschreibungen zu
Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus
der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft |
0,00 | -130.318,41 | 0 | ||
|
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere |
0,00 | 0 | |||
|
16. Erträge aus Zuschreibungen zu
Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren |
238.552,10 | 238.552,10 | 2 | ||
| 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 0,00 | 0 | |||
| 18. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 569.376,99 | 554 | |||
| 20. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 0 | |||
| 21. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 0 | |||
| 22. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | (0) | |||
| 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 64.058,76 | 42 | |||
| darunter: latente Steuern | 0,00 | (0) | |||
| 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen | 3.840,28 | 67.899,04 | 5 | ||
| 24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | 270.000,00 | 275 | |||
| 25. Jahresüberschuss | 231.477,95 | 232 | |||
| 26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.524,58 | 2 | |||
| 236.002,53 | 234 | ||||
| 27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen | |||||
| a) aus der gesetzlichen Rücklage | 0,00 | 0 | |||
| b) aus anderen Ergebnisrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 236.002,53 | 234 | ||||
| 28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen | |||||
| a) in die gesetzliche Rücklage | 25.000,00 | 25 | |||
| b) in andere Ergebnisrücklagen | 25.000,00 | 50.000,00 | 25 | ||
| 29. Bilanzgewinn | 186.002,53 | 183 | |||
Volksbank
eG, Adelebsen, Adelebsen 3. Anhang für das
Geschäftsjahr 2023
A. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Volksbank eG, Adelebsen wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.
Die in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen Vorjahresbeträge in TEUR wurden teilweise nicht in kaufmännischer Weise auf- bzw. abgerundet. Hierdurch wurde erreicht, dass die Addition der einzelnen Posten die richtige Summe ergibt.
B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden
Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:
Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).
Barreserve
Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.
Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden
Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.
Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.
Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt.
Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell, bei dem ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten mithilfe eines Lifetime-Expected-Loss unter Minderung vertraglich vereinbarter Bonitätsprämien ermittelt wird. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Nicht beanspruchte Kreditzusagen (Kreditlinien) werden berücksichtigt, soweit ungeachtet vertraglicher Kündigungsrechte mit einer Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist. Im Hinblick auf unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.
Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.
Wertpapiere
Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe liegen ausschließlich bei den Immobilienfonds vor. Bei dem Nachrangpapier der DZ Bank, für das aufgrund geringer oder fehlender Handelsaktivitäten kein aktueller Börsen- oder Marktpreis festgestellt werden konnte, wurde nach bankseitiger Überprüfung der Kurs aus dem Zentralbankhandel zugrunde gelegt, der ebenfalls durch den WM-Datenservice bereitgestellt wurde.
Dem Buchwert der nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von EUR 3.006.750,89 steht ein Kurswert von insgesamt EUR 2.704.418,18 gegenüber.
Ein neu erworbenes Wertpapier des Anlagevermögens wird nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Anschaffungskosten über pari werden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben.
Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs bestehen ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB.
Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs
Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestell und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskostenbarwerte abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2023 war keine Rückstellung zu bilden.
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Treuhandvermögen
Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zum Nennwert.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Die Abschreibungssätze bzw. Nutzungsdauer wurden grundsätzlich den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen entnommen.
Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Die Anlagegüter wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.
Sonstige Vermögensgegenstände
Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips.
Aktive latente Steuern
Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.
Verbindlichkeiten
Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte - bis auf die abgezinsten Sparbriefe, die zum Ausgabebetrag zuzüglich anteilig abgegrenzter Zinsen bis zum Bilanzstichtag passiviert werden - zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.
Treuhandverbindlichkeiten
Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.
Rückstellungen
Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.
Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert.
Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,10 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,10 % zugrunde gelegt.
Zur Berücksichtigung des erhöhten kurzfristigen Anpassungsbedarfes aufgrund aufgelaufener Inflationseffekte wurden die laufenden Leistungen fiktiv um 3 % erhöht.
Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,83 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).
Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 1,83 % abgezinst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt
EUR 1.810.
Der Rechnungszinssatz wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB nach der Vereinfachungsregelung ermittelt. Hierbei wurde der letzte von der Bundesbank veröffentlichte Zinssatz auf Basis des aktuellen Zinsniveaus und des für die Ermittlung des Rechnungszinses vorgeschriebenen Verfahrens bis zum Bilanzstichtag fortentwickelt.
Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 1,76 % p.a. bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Als Rechnungsgrundlage werden die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt.
Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.
Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.
Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen
Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr weder erhoben noch gezahlt. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.
Verwendung des Jahresergebnisses
Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.
Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden
Von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen.
C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
| Anschaffungs- / | Zugänge (a) | Umbuchungen (a) | Anschaffungs- / | |
| Herstellungskosten zu | Zuschreibungen (b) | Abgänge (b) | Herstellungskosten | |
| Beginn des | am Ende des | |||
| Geschäftsjahres | im Geschäftsjahr | Geschäftsjahres | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Anlagewerte | ||||
| a) Selbstgeschaffene | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 |
| gewerbliche | 0 (b) | 0 (b) | ||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte | ||||
| b) entgeltlich erwor- | 33.937 | 0 (a) | 0 (a) | 33.937 |
| bene Konzessio- | 0 (b) | 0 (b) | ||
| nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||
| c) Geschäfts- oder | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 |
| Firmenwert | 0 (b) | 0 (b) | ||
| d) geleistete | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 |
| Anzahlungen | 0 (b) | 0 (b) | ||
| Sachanlagen | ||||
| a) Grundstücke und | 3.168.118 | 17.439 (a) | 0 (a) | 3.185.558 |
| Gebäude | 0 (b) | 0 (b) | ||
| b) Betriebs- und | 581.275 | 38.538 (a) | 0 (a) | 598.356 |
| Geschäftsausstattung | 0 (b) | 21.457 (b) | ||
| Summe a | 3.783.330 | 55.977 (a) | 0 (a) | 3.817.851 |
| 0 (b) | 21.457 (b) | |||
| Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit | ||||||
| Abschreibungen zu | Abschreibungen | Zugängen (a) | Umbuchungen (a) | Abschreibungen am | Buchwerte | |
| Beginn des | Geschäftsjahr (a) | Zuschreibungen (b) | Abgängen (b)
|
Ende des | Bilanzstichtag | |
| Geschäftsjahres (gesamt) | Zuschreibungen
Geschäftsjahr (b)
|
Geschäftsjahres (gesamt) | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Anlagewerte | ||||||
| a) Selbstgeschaffene | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 0 | 0 |
| gewerbliche | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte | ||||||
| b) entgeltlich erwor- | 33.937 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 33.937 | 0 |
| bene Konzessio- | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||||
| c) Geschäfts- oder | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 0 | 0 |
| Firmenwert | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| d) geleistete | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 0 | 0 |
| Anzahlungen | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| Sachanlagen | ||||||
| a) Grundstücke und | 2.764.739 | 33.454 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 2.798.193 | 387.364 |
| Gebäude | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| b) Betriebs- und | 394.962 | 62.349 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 435.854 | 162.502 |
| Geschäftsausstattung | 0 (b) | 0 (b) | 21.457 (b) | |||
| Summe a | 3.193.638 | 95.803 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 3.267.984 | 549.866 |
| 0 (b) | 0 (b) | 21.457 (b) | ||||
|
Anschaffungskosten zu Beginn
des Geschäftsjahres
|
Veränderungen
(saldiert)
|
Buchwerte
am Bilanzstichtag
|
|||
| EUR | EUR | EUR | |||
| Wertpapiere des | 11.297.937 | -415.397 | 10.882.540 | ||
| Anlagevermögens | |||||
| Beteiligungen und | 3.522.761 | -999.700 | 2.523.061 | ||
| Geschäftsguthaben | |||||
| bei Genossenschaften | |||||
| Anteile an | 0 | 0 | 0 | ||
| verbundenen Unter- | |||||
| nehmen | |||||
| Summe b | 14.820.698 | -1.415.097 | 13.405.601 | ||
| Summe a und b | 18.604.028 | 13.955.467 |
D. Erläuterungen zur Bilanz
Forderungen an Kreditinstitute
In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 10.311.879 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.
Forderungen an Kunden
In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 731.688 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 1.492.980 fällig.
Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 bis A 6 enthaltenen Wertpapiere
In folgenden Posten sind enthalten:
| börsenfähig
|
davon: | |||
| börsennotiert
|
nicht börsennotiert
|
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 6.242.220 | 6.242.220 | 0 | 3.006.751 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) | 4.322.757 | 0 | 4.322.757 | 0 |
Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.
Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
| • |
In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind: |
| Forderungen an | ||||
| Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||||
| Geschäftsjahr
EUR |
Vorjahr
EUR |
|||
| Forderungen an Kunden (A 4) | 268.261 | 354.441 | ||
Beteiligungen
| • |
Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt: |
|
|
Anteil am Gesellschafts- | Eigenkapital der Gesellschaft | Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses | ||
| Name und Sitz | kapital % | Jahr | TEUR | Jahr | TEUR |
| a) Raiffeisen Adelebsen-Uslar GmbH, 37139 Adelebsen | 50,00 | 2023 | 594 | 2023 | 481 |
| b) NGB AG & Co. KG, 30175 Hannover | 0,09 | 01.12.2022 - 30.11.2023 | 1.750.733 | 2023 | 37.901 |
| • |
Die Angaben zu den weiteren Beteiligungen gem. § 285 Nr. 11 HGB sind im Sinne des § 286 Abs. 3 HGB unterblieben, da sie für die Darstellung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind. |
| • |
Die Raiffeisen Adelebsen-Uslar GmbH befindet sich seit dem 01.01.2024 in Liquidation. |
Treuhandvermögen
Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden (A 4).
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 387.364 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 162.502 enthalten.
Sonstige Vermögensgegenstände
In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
| 31.12.2023 | |
| EUR | |
| Steuererstattungsansprüche | 192.824 |
| Provisionsansprüche Union Investment | 144.602 |
| Edelmetalle | 144.218 |
Nachrangige Vermögensgegenstände
In dem folgenden Posten ist ein Vermögensgegenstand, für den eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
| Posten/Unterposten | Geschäftsjahr | Vorjahr |
| EUR | EUR | |
| 5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 487.016 | 487.028 |
Fremdwährungsposten
In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 5.181 enthalten.
Restlaufzeitenspiegel für Forderungen
Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
|
|
bis 3 Monate
EUR |
mehr als 3 Monate bis
ein Jahr
EUR |
mehr als ein Jahr bis 5
Jahre
EUR |
mehr als 5 Jahre
EUR |
| Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) | 0 | 0 | 1.000.000 | 0 |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 1.228.764 | 3.787.154 | 17.660.282 | 52.756.525 |
| • |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. |
Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
|
|
bis 3 Monate
EUR |
mehr als 3 Monate bis
ein Jahr
EUR |
mehr als ein Jahr bis 5
Jahre
EUR |
mehr als 5 Jahre
EUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) | 116.592 | 298.015 | 1.399.800 | 5.440.782 |
| Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) | 0 | 672.566 | 293.105 | 0 |
| Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) | 5.014.523 | 2.086.678 | 974.500 | 0 |
| • |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 7.255.188 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.
Treuhandverbindlichkeiten
Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1).
Passive latente Steuern
Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den passiven Steuerlatenzen aus Sachanlagen stehen höhere aktive Steuerlatenzen aus Forderungen an Kunden, Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Rückstellungen gegenüber. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 29,12 % zugrunde gelegt.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
| • |
In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind: |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||||
| Geschäftsjahr
EUR |
Vorjahr
EUR |
|||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) | 275.612 | 616.456 | ||
Eigenkapital
| • |
Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt: |
| EUR | |||
| Geschäftsguthaben | |||
| a) der verbleibenden Mitglieder | 1.743.981 | ||
| b) der ausscheidenden Mitglieder | 41.327 |
| • |
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt: |
| Gesetzliche Rücklage | andere Ergebnisrücklagen | |
| EUR | EUR | |
| Stand 01.01.2023 | 3.791.300 | 5.610.705 |
| Einstellungen | ||
| - aus Bilanzgewinn des Vorjahres | 65.000 | 65.000 |
| - aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres | 25.000 | 25.000 |
| Stand 31.12.2023 | 3.881.300 | 5.700.705 |
| • |
Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken wurden 270.000,00 EUR zugeführt. |
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen
| • |
Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. |
Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar.
Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegen über Kunden.
Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter Posten 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.
Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten
| • |
Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert: |
| Passivposten | Gesamtbetrag der als
Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) | 7.236.143 |
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Zinserträge und Zinsaufwendungen
| • |
Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zins-produkten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR -16 (Vorjahr EUR -53) verändert. |
Provisionserträge
| • |
Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein. Sie setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: |
| Erträge aus der Vermittlung von Versicherungen (Vorjahr EUR 82.119) | 71.656 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
| • |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 2.219 (Vorjahr EUR 5.682) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. |
Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen
| • |
In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 250.511 enthalten. |
Hiervon entfallen auf:
| lfd. Posten der GuV -
Art
|
Betrag
Aufwand EUR |
Betrag
Ertrag EUR |
| 10a - einmalige Zuführung Pensionsfonds: die ordentliche Erhöhung in 2023 übersteigender Betrag | 244.250 | 0 |
F. Sonstige Angaben
Vorstand und Aufsichtsrat
| • |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 13.000. |
| • |
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge früherer Organmitglieder sowie deren Hinterbliebenen betrugen im Berichtsjahr EUR 1.164. |
| • |
Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 28.143 |
| • |
Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 516.251 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 98.604. |
Ausschüttungsgesperrte Beträge
Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 1.810, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| • |
Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 226.792. |
Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.
Personalstatistik
Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
| Vollzeitbeschäftigte | Teilzeitbeschäftigte | |
| Prokuristen | 2 | 0 |
| Sonstige kaufmännische Mitarbeiter | 9 | 6 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 0 | 2 |
| 11 | 8 |
Außerdem wurde durchschnittlich 1 Auszubildender beschäftigt.
Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr
| Anzahl der
Mitglieder |
Anzahl der
Geschäftsanteile |
Haftsummen
EUR |
||
| Anfang | 2023 | 3.200 | 6.049 | 0 |
| Zugang | 2023 | 33 | 315 | 0 |
| Abgang | 2023 | 91 | 171 | 0 |
| Ende | 2023 | 3.142 | 6.193 | 0 |
| Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um | EUR | 44.249 |
| Höhe des Geschäftsanteils | EUR | 300 |
Aufwendungen für den Abschlussprüfer
| • |
Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Honorare auf: |
| - Abschlussprüfungsleistungen | EUR | 63.869 |
| - Steuerberatungsleistungen | EUR | 5.060 |
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes
| • |
Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Genoverband e.V. Karl-Wiechert-Allee 76 a 30625 Hannover |
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
| • |
Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf |
| Kerl, Werner, Geschäftsleiter Markt |
| Liedtke, Christian, Geschäftsleiter Marktfolge |
| • |
Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf |
Kaiser, Hans Michael, - Vorsitzender - , Dipl.-Kfm. Geschäftsführer Wahmke GmbH
Wojas, Hans-Georg, - stellvertretender Vorsitzender - , Universitätsamtsrat i.R. Universität Göttingen
Buhre, Dr. sc. agr. Cord Friedrich, selbständiger Landwirt
Hilke, Norbert, Kreisamtmann Landkreis Göttingen i.R.
Spalke, Frank, Rentner
Vorschlag für die Ergebnisverwendung
| • |
Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 231.477,95 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 4.524,58 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 50.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 186.002,53) - wie folgt zu verwenden: |
| EUR | |
| Ausschüttung einer Dividende von 3,00 % | 52.273,99 |
| Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen | |
| a) Gesetzliche Rücklage | 65.000,00 |
| b) Andere Ergebnisrücklagen | 65.000,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 3.728,54 |
| 186.002,53 |
| Adelebsen, 14. Mai 2024 | Volksbank eG, Adelebsen |
Der Vorstand
Liedtke Kerl
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Volksbank eG, Adelebsen, Adelebsen
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank eG, Adelebsen, Adelebsen (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
Bewertung der Kundenforderungen
a) Sachverhalt und Problemstellung
Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 76,2 Mio. EUR. Dies entspricht 72,9 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 36,7 TEUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 1,7 Mio. EUR.
Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemes-senheit des relevanten internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Be-wertung von Kundenforderungen beurteilt. Dabei haben wir Kontrollmaßnah-men in den zur Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozessen der Genossenschaft identifiziert. Für die relevanten Kontrollmaßnahmen haben wir deren Aufbau bzw. Ausgestaltung gewürdigt und uns vergewissert, dass diese Kontrollen eingerichtet sind.
In Folge haben wir uns von der Wirksamkeit der eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft stichprobenhaft überzeugt.
Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Da-bei wurde der Datenbestand der Genossenschaft im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden insbesondere die Gesamtzusage, die Höhe der ungesicherten Kreditteile sowie sonstige erkennbare Negativkriterien berücksichtigt.
Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlun-gen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Not-wendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.
c) Verweis auf weitergehende Informationen
Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang des Jahresabschlusses im Abschnitt Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrech-nungsmethoden enthalten. Darüber hinaus beinhaltet der Lagebericht Erläu-terungen zur Steuerung und Überwachung der Adressenausfallrisiken.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:
- Depot- und Wertpapierdienstleistungsprüfung
- Aufsichtsratsseminar
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Gunter Hedrich.
Hannover, 30. Mai 2024
Genoverband e.V.
| Jan Ole Vinken | Gunter Hedrich | ||
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung
Die Vertreterversammlung vom 17.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 231.477,95 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 4.524,58 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.
| EUR | |
| Ausschüttung einer Dividende von 3,00% | 52.273,99 |
| Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen | |
| a) Gesetzliche Rücklage | 65.000,00 |
| b) Andere Ergebnisrücklagen | 65.000,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 3.728,54 |
| 186.002,53 |
In der Vertreterversammlung am 17.06.2024 wurde die vorstehende Gewinnverwendung beschlossen.
Volksbank eG, Adelebsen, Adelebsen Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.
Der Genoverband e.V. hat den Jahresabschluss 2023 und den Lagebericht geprüft. Er hat ihn mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat sich über das Ergebnis der Prüfung von Vertretern des Verbandes unterrichten lassen.
Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.
Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.
Durch Ablauf der Wahlzeit scheidet in diesem Jahr Herr Hans Michael Kaiser aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl des ausscheidenden Mitgliedes des Aufsichtsrates ist zulässig.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.
Adelebsen, 17. Juni 2024
Der Aufsichtsrat
Vorsitzender
Volksbank eG, Adelebsen, Adelebsen Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")
Die Volksbank eG, Adelebsen hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank eG, Adelebsen besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.
Die Volksbank eG, Adelebsen definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien, Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 3.396.
Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 13,5.
Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 569.
Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 64 und betreffen laufende Steuern.
Die Volksbank eG, Adelebsen hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.
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