Gardner Denver Schopfheim GmbH
Johann-Sutter-Straße 8, 79650 Schopfheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Glenn Terje Oestevik seit 15.5.2024 | Geschäftsführer |
Stefanie Karin Fricke seit 21.3.2023 | Prokura |
Michael Joseph Scheske seit 22.3.2019 | Geschäftsführer |
Marc-Jean Bussmann seit 27.7.2017 | Prokura |
Andrew R. Schiesl seit 9.10.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
GD Global Holdings II, Inc. | 92.52% |
| 7.48% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gardner Denver Schopfheim GmbHSchopfheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf1. Rechtliche und wirtschaftliche RahmenbedingungenRechtliche RahmenbedingungenDie Gardner Denver Schopfheim GmbH mit Sitz in Schopfheim ist Teil der Ingersoll-Rand Gruppe mit Sitz in Davidson, North Carolina, USA, die durch eine Fusion Gardner Denver Inc., Milwaukee, USA, mit der Industriesparte der ehemaligen Ingersoll-Rand Inc. entstanden ist. Nach der Fusion wurde die ehemalige Gardner Denver Inc. in Ingersoll-Rand Inc. umbenannt. Oberste Konzerngesellschaft ist die Ingersoll Rand Inc., Davidson, USA. Die Gardner Denver Schopfheim GmbH ist ein Tochterunternehmen der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt an der Saale. Das Mutterunternehmen Gardner Denver Deutschland GmbH führt von Fürstenfeldbruck aus in einem Shared Service Center die Hauptbuchhaltung, das Cash-Management sowie die Funktion des Steuerwesens für die Gardner Denver Schopfheim GmbH durch. Die Lohn- und Gehaltsabrechnung wird von einem externen Dienstleister durchgeführt. Von der Gardner Denver CZ + SK, s.r.o., einem weiteren Shared Service Center im Konzern, wird die Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung sowie die Anlagenbuchhaltung abgewickelt. Die Gardner Denver Schopfheim GmbH (nachfolgend GDS genannt) ist ein Technologieunternehmen, eingebunden in den weltweit operierenden Ingersoll-Rand Konzern. Gemäß der Eintragung im Handelsregister vom 1. September 2006 hat die Gardner Denver Schopfheim GmbH mit der TIWR Holding GmbH mit Sitz in Fürstenfeldbruck (Amtsgericht München HRB 163309) als herrschende Gesellschaft einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Mit Verschmelzung der TIWR Holding GmbH auf die Gardner Denver Deutschland GmbH ging der Ergebnisabführungsvertrag auf die Gardner Denver Deutschland GmbH über. Der Verschmelzungsvertrag wurde am 28. August 2015 geschlossen. Seit dem Geschäftsjahr 2008 ist die Gesellschaft in ein Cash-Pooling Verfahren innerhalb des Ingersoll-Rand Konzerns eingebunden. Die Funktion der Cash-Pool-Clearingstelle und somit die Funktion der Cash-Pool-Führerin wurde an die GD German Holdings II GmbH übertragen. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDas Unternehmen möchte seine Technologien und Kompetenzen nutzen, um in ausgewählten Wachstumsmärkten seine Produkte, kundenorientierten Lösungen und Aftermarket-Dienstleistungen anzubieten. Das Ziel ist, neben einer soliden Grundauslastung für das Werk, ein nachhaltiges und profitables Wachstum zu erzielen. Die Gesellschaft fertigt im Wesentlichen fünf Anlagentechnologien im Bereich Vakuum und Niederdruckanwendungen. Am Standort Schopfheim ist der Bereich Forschung & Entwicklung, Produktion, Produktmanagement, Vertriebsinnendienst und Aftermarket sowie allgemeine Administration vertreten. Darüber hinaus gibt es einen Bereich, der sich mit der Herstellung und kundenspezifischen Applikationen und Systemlösungen beschäftigt. Die Gardner Denver Schopfheim GmbH und die Gardner Denver Deutschland GmbH haben eine gemeinsame Vertriebsorganisation. Diese betreut das gesamte Produktportfolio unter der Marke "Elmo Rietschle" beider Gesellschaften. Der Vertrieb im Inland erfolgt über Außendienstmitarbeiter, die vom Home-Office aus die Kunden Ihrer Region betreuen. Des Weiteren betreut eine hochspezialisierte Gruppe das Anlagengeschäft unter unserer Marke "Wittig". Einen Großteil unserer Vakuumpumpen und Verdichter verkaufen wir über unsere eigenen Vertriebsorganisationen an OEM-Kunden, welche diese als Funktionsbestandteil in ihre Anlagen integrieren und weltweit verkaufen. Des Weiteren setzen wir aber auch über Handelspartner und deren Distributionswege unsere Produkte an kleinere OEMs und Endkunden ab. Dies vor allem in Ländern, in denen wir nicht durch eigene Vertriebsorganisation, bzw. Vertretungen vertreten sind. Auch stellt das Endkundengeschäft einen wichtigen Eckpfeiler unserer Vertriebswege dar, welche wir bei Ersatzbeschaffungen oder größeren Endkundenprojekt auch direkt bedienen. Die Wettbewerber mit vergleichbarem Produktsegment im Industrievakuumbereich sind die Firmen Busch in Maulburg, Becker in Wuppertal sowie Altas Copco/Leybold in Köln. Im EU-Ausland stehen wir mit den Firmen DVP/I und z.B. Mil's/F im Wettbewerb. Unsere Beschaffungsstrategie basiert auf den Parametern Qualität, Preis und Verfügbarkeit. Die konsequente Umsetzung dieser Parameter soll in einer hohen Wettbewerbsfähigkeit unserer Endprodukte und hierdurch in eine hohe Kundenzufriedenheit münden. Um unsere Kosten zu senken und uns mögliche Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, versuchen wir fortlaufend, die Wertschöpfungskette bei gleichzeitiger Erhaltung unseres Qualitätsniveaus zu optimieren. Unser Augenmerk liegt auf Lieferanten, mit denen wir die Möglichkeit zu einer langfristigen Lieferantenbeziehung basierend auf deren Innovationsfähigkeit und deren wirtschaftlichen Eckdaten sehen. Unsere vier wichtigsten Rohstoffgruppen sind Gussteile, Motoren, Drehteile und Kunststofferzeugnisse. Diese machen etwa 50 % unseres Einkaufsvolumens für direkte Materialien aus. Mit 95 Lieferanten decken wir 90 % des gesamten Einkaufsvolumens ab. Das Geschäftsjahr 2023 stellte den Ingersoll Rand Konzern und unsere Gesellschaft vor neue, schwierige Herausforderungen in einem nach wie vor von Unsicherheit geprägtem Umfeld, sei es durch die Ungewissheit aufgrund der anhaltend hohen Preise, der Auswirkungen der russischen Ukraine-Invasion und der daraus resultierenden negativen Konsequenzen für Absatzmärkte und Lieferketten sowie der ungeklärten Situation in Nahost. Die Sicherung der Supply Chain und die Vermeidung von Beschaffungsrisiken nahmen jedoch ab und der Fokus konnte auf den Abbau des hohen Backlogs aufgrund der vorgenannten Herausforderungen mit den zur Verfügung stehenden Kapazitäten, gerichtet werden. Nach dem Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 und der einsetzenden Erholung aufgrund von Basis- und Nachholeffekten in 2021 und der trotz des Russland-Ukraine-Konflikts weiteren Normalisierung der ökonomischen Aktivität in 2022 verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2023 insgesamt ein positives Wachstum von +2,7 % (Vorjahr: +3,1 %). Die abnehmende Dynamik gegenüber dem Vorjahr war hauptsächlich auf ein schwächeres Wachstum bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückzuführen, während die Veränderungsrate bei der Gruppe der Schwellenländer insgesamt etwas zunahm. Auf nationaler Ebene war die Entwicklung einerseits davon abhängig, inwieweit der erhöhten Inflation von den Notenbanken mit einer restriktiven Geldpolitik, im Wesentlichen durch steigende Zinsen und Abbau der Anleihebestände, entgegengewirkt werden musste und so den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit negativ beeinflusste. Andererseits war entscheidend, wie stark die Volkswirtschaften von den Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts betroffen waren. Die Preise für Energie- und viele sonstige Rohstoffe waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig, die Engpässe von Vorprodukten und Rohstoffen haben sich etwas entspannt. Der weltweite nominale Güterhandel nahm im Kalenderjahr 2023 ab. 1 Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete im Jahr 2023 mit +0,4 % (Vorjahr: +3,5 %) insgesamt ein positives, aber geringes Wachstum. Diese Entwicklung war bei vielen nord- und südeuropäischen Staaten zu beobachten. Gründe dafür waren vor allem die zwischenzeitlich zum Teil deutlich erhöhten Energie- und Rohstoffpreise, welche die Inflationsraten im Vorjahr erheblich ansteigen ließen und so negativ auf die Stimmung der Konsumenten wirkten. Auch die Stimmung der Unternehmen verschlechterte sich im Durchschnitt über alle Sektoren hinweg. Zudem beeinträchtigten die restriktiven geldpolitischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation sowohl den privaten Konsum als auch die Investitionstätigkeit. 2
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https://www.volkswagen-group.com/Downloads/Jahresabschluss_Volkswagen_AG_zum_31_Dezember_2023
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https://www.volkswagen-group.com/Downloads/Jahresabschluss_Volkswagen_AG_zum_31_Dezember_2023
Die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas wiesen im Berichtsjahr ein reales Wachstum des absoluten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von +2,6 % (Vorjahr: +1,1 %) auf. Während die Wirtschaftsleistung in Zentraleuropa mit einer positiven, aber weniger dynamischen Rate von +1,7 % (Vorjahr: +4,5 %) wuchs, stieg das BIP in der Region Osteuropa in 2023 erstmals seit Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts mit einer Wachstumsrate von +3,6 % (Vorjahr: -2,8 %) gegenüber dem Vorjahr wieder an. Die Inflationsraten waren im Berichtsjahr in der Gesamtregion Zentral- und Osteuropa durchschnittlich rückläufig, aber weiter auf hohem Niveau. 3 Die US-amerikanische Wirtschaftsleistung wuchs innerhalb des Berichtsjahres um +2,4 % (Vorjahr: +1,9 %). Aufgrund der hohen Inflation und des angespannten Arbeitsmarktes hat die US-Notenbank ihre restriktive Geldpolitik fortgesetzt und den Leitzins im Laufe des Berichtsjahres vier Mal angehoben. Die Arbeitslosenquote bewegte sich im Berichtsjahr weiter auf einem niedrigen Niveau. 4 Deutschlands Wirtschaftsleistung registrierte im Berichtsjahr mit -0,2 % (Vorjahr: +1,9 %) eine negative Wachstumsrate. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Durchschnitt an. Nachdem die monatlichen Inflationsraten in 2022 historische Höchstwerte erreicht hatten, sanken sie seitdem im Jahresdurchschnitt, blieben aber verhältnismäßig hoch. 5 Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland hatte ein schwieriges Jahr mit einem durchwachsenen Ergebnis. Nach den Angaben des VDMA gab es bei den Aufträgen im Kalenderjahr 2023 ein Minus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies beruht vor allem darauf, dass es in den großen Absatzmärkten Europa, den USA und China an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung fehle. 6 Weiterhin sehen wir noch immer eine zu schwache Marktdurchdringung durch die Gardner Denver Schopfheim GmbH in eher krisenresistenten Branchen wie der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie. Das Volumen der von uns bezogenen Ersatzbeschaffungen, vor allem von Verschleißteilen und ölgedichteten Drehschieber-Vakuumpumpen, liegt weiterhin unter dem unserer Wettbewerber. Weiterhin wurde im Bereich Forschung und Entwicklung auf die Weiterentwicklung unserer ölgedichteten Drehschieber-Vakuumpumpen-Baureihen der Fokus gelegt mit dem Ziel laufende Verbesserungen zu erzielen. Gleichzeitig wurden auf der Vertriebsseite für diese Produkte verstärkte Vertriebsmaßnahmen in den relevanten Absatzmärkten in Deutschland, Frankreich und Türkei weitergeführt. Diese Maßnahmen laufen mit Priorität bis mindestens Ende 2024, mit dem Ziel in diesen Märkten Marktanteile im Produktsegment der ölgedichteten Drehschieber-Vakuumpumpen zu gewinnen. Zusätzlich versuchen wir, neue Partner zu akquirieren, mit deren Produkten wir unser Produktportfolio weiter ergänzen möchten.
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https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/industrie-maschinenbau-bilanz-100.html
2. Steuerungsgrößen der Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDas Unternehmen wird primär über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse sowie EBITDA (Jahresergebnis vor Steuern, Zinsen sowie Abschreibungen) und das Working Capital gesteuert. Finanzielle Leistungsindikatoren der Finanzlage bestehen nicht, da das Finanzmanagement zentral im Konzernverbund erfolgt. Die Kennziffern beruhen auf den für den Ingersoll-Rand-Konzern erstellten Reporting Packages nach US GAAP. Die Überleitung von der Rechnungslegung nach US GAAP auf HGB stellt sich wie folgt dar:
3. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDer nichtfinanzielle Leistungsindikator, nach dem wir unsere Geschäftstätigkeit steuern, ist die Arbeitsnehmerzahl. Wir operationalisieren diesen nichtfinanziellen Leistungsindikator dabei wie folgt:
Daneben legen wir Wert auf Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz, ohne dass wir diese Faktoren direkt zur Unternehmenssteuerung heranziehen. 4. Forschung und EntwicklungDie Einführung von neuen Produkten sowie die konstruktive Umgestaltung der ölgedichteten Drehschieber-Vakuumpumpen Baureihe standen bei uns im Geschäftsjahr 2023 weiterhin im Vordergrund der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Zusätzlich sind neue Varianten bei 2-welligen Maschinen für Oxy-Anwendungen in der Entwicklung. Hinzu kommen Aktivitäten für eine Niedrigvakuumlösung und die Erweiterung der Produktpalette in der Schraubentechnologie für hohe Volumenstrombedarfe. Unter Berücksichtigung der Ökodesign-Anforderungen an Elektromotoren und Drehzahlregelungen gemäß der Richtlinie 2009/125/EG wurden neue IE2/IE3-Motoren für kleine 1-wellige Baureihen implementiert. Außerdem wurden neue IE3 Varianten im Bereich ATEX-Klauen-Kompressoren freigegeben. Die wertanalytische Produktbetrachtung wurde weiter ausgebaut und in eine bereichsübergreifende Organisationsstruktur eingebunden. Hierzu wurde auch das "Wittig"-Produktportfolio weiter mit eingebunden. Daraus ist eine BOG-Kompressoren Produktreihe entstanden. Weitere Schwerpunkte des Sustaining Teams waren REACH & ROHS, ATEX und das Variationsmanagement bestehender Standardprodukte sowie das Änderungsmanagement bei Lieferantenänderungen und Produktaktualisierungen. Die Verbindung zum Produktmanagement/ Vertrieb ist für Engineering Services besonders essentiell, um Kundenwünsche hinsichtlich Ergänzungen bzw. Erweiterungen bestehender Produkte bewerten zu können. Die Aufwendungen für F&E beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 1,4 % des Gesamtumsatzes und liegen damit um 0,6 % unter dem Vorjahresniveau. Die Einhaltung unseres Qualitätsstandards wird weiterhin durch die Zertifizierung der Entwicklung nach ISO 9001 unterstrichen. Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden im Jahr 2023 im Durchschnitt 12 Mitarbeiter im Bereich Elmo Rietschle und 7 Mitarbeiter im Bereich Wittig beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2024 wird der Fokus der F&E-Aktivitäten weiterhin auf den ölgedichteten Drehschieber-Vakuumpumpen-Baureihen sein. Darüber hinaus wird der breite Ausbau eines Aftermarktproduktportfolios, Niedrigvakuum und ein Umstieg von ölgeschmierten auf ölfreie Systeme ein Schwerpunkt sein. Die Erweiterung der Schraubentechnologie für hohe Volumenströme wird an Bedeutsamkeit zunehmen. B. Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft1. VermögenslageDas Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 von 12,0 Mio. EUR auf 12,8 Mio. EUR erhöht. Die Anlagenzugänge von insgesamt 2,2 Mio. EUR betreffen im Wesentlichen geleistete Anzahlungen für die Ersatzbeschaffung eines neues Bearbeitungszentrums und für neue Modelle für die Optimierung des Lieferantenpools. Die Höhe der Zugänge überschreitet die Höhe der Abschreibungen im Geschäftsjahr betragsmäßig um 0,8 Mio. EUR. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt von 45,7 Mio. EUR um 5,9 Mio. EUR auf 51,6 Mio. EUR erhöht. Das Vorratsvermögen, inklusive der geleisteten Anzahlungen, beträgt zum Bilanzstichtag 11.650 TEUR und liegt somit um 3.496 TEUR bzw. 23,1 % unter dem Vorjahreswert. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf eine angepasste und bedarfsgerechte Beschaffung sowie die Reduzierung von Sicherheitsbeständen sowie deren Abbau. Deren Aufbau war infolge der Materialverknappungen auf den Beschaffungsmärkten im Vorjahr erfolgt. Im Ergebnis ist insbesondere der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um TEUR 1.347 und der Bestand an Unfertigen Erzeugnissen um 2.068 TEUR gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Abwertungen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer bzw. verminderter Verwertbarkeit, aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten sowie aus der verlustfreien Bewertung ergeben, wurden in Höhe von insgesamt 2.385 TEUR (Vorjahr: 2.303 TEUR) vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 807 TEUR höher als zum Vorjahresstichtag. Dieser Anstieg um 24 % korrespondiert im Wesentlichen mit dem Anstieg der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 (+18 %). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 8.626 TEUR. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Cash-Pooling Forderungen gegenüber der GD German Holding II GmbH als Cash Pool Führer um 8.424 TEUR auf 30.132 TEUR zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vorjahresvergleich um insgesamt 51 TEUR rückläufig, der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Rückgang der debitorischen Kreditoren zurückzuführen. Das Eigenkapital i. H. v. 37,0 Mio. EUR hat sich aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Gardner Denver Deutschland GmbH im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Bei einer Bilanzsumme von 64,4 Mio. EUR (Vorjahr: 57,7 Mio. EUR) resultiert daraus eine Eigenkapitalquote von 57,4 % (Vorjahr: 64,0 %). Die Höhe der Rückstellungen insgesamt ist zum Bilanzstichtag mit 15,1 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Dabei sind die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 0,3 Mio. EUR geringer als Bilanzstichtag des Vorjahres. Diesem Rückgang steht ein Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 0,4 Mio. EUR, aufgrund eines höheren Rückstellungsbedarf für noch nicht abgeschlossene Gewährleistungsfälle, gegenüber. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten beläuft sich zum Jahresende auf 12,4 Mio. EUR (Vorjahr: 5,7 Mio. EUR) aus. Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich von 183 TEUR im Vorjahr um 776 TEUR auf 959 TEUR zum 31. Dezember 2023. Die Erhöhung beruht vor allem auf höheren Anzahlungen für die Lieferung von Drehschieber-Gaskompressoren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen infolge angepasstem Zahlungsverhalten und dem gesunkenem Beschaffungsvolumen bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um 1.396 TEUR auf 3.010 TEUR zurück. Die Erhöhung des Gesamtbetrags der Verbindlichkeiten beruht vor allem auf den stark gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese erhöhten sich - vor allem aufgrund einer gestiegenen Ergebnisabführungsverpflichtung in Folge des positiven Jahresergebnisses des Geschäftsjahres (7,8 Mio. EUR) - im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Mio. EUR. Vor diesem Hintergrund hat sich der finanzielle Leistungsindikator der Vermögenslage wie folgt entwickelt: Das Working Capital betrug zum 31. Dezember 2023 im US GAAP Reporting Package 7,8 Mio. EUR. Dies entspricht einer Reduzierung gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 10,3 Mio. EUR). Diese Entwicklung bzw. das erreichte Working Capital von 7,8 Mio. EUR lag ebenfalls deutlich unterhalb unseres Planziels von 10,4 Mio. EUR (10 % der Bilanzsumme nach US-GAAP). Die Reduktion im Vergleich zum Vorjahr sowie die Übererfüllung des Planziels beruhen vor allem auf dem Rückgang des Vorratsvermögens. 2. FinanzlageDas Unternehmen finanzierte sich - wie in den Vorjahren - aus dem konzerneigenen Cash-Pool. Der Cash Pool wird von der GD German Holdings II GmbH, Fürstenfeldbruck, geführt. Es bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zahlungsmittelabflüsse ergaben sich für Investitionen in das Anlagevermögen, denen Zahlungsmittelzuflüsse aus erhaltenen Einzahlungen von Beteiligungsunternehmen entgegenstehen. Zudem ergaben sich Zahlungsmittelzuflüsse aus der zahlungswirksamen Erfüllung der Verlustübernahmeverpflichtung für das Geschäftsjahr 2022 durch den Organträger Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt an der Saale. Schließlich führten auch die zahlungswirksamen Effekte aus der Verringerung des Vorratsvermögens bei einem positiven Ergebnis vor Ergebnisabführung von 7,8 Mio. EUR zu einer Erhöhung der Forderungen aus Cash-Pooling von 21,7 Mio. EUR auf 30,1 Mio. EUR. 3. ErtragslageGemäß dem handelsrechtlichen Jahresabschluss wurden im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 63.242 TEUR erzielt. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 9.781 TEUR bzw. 18,3 % (Vorjahr 53.462 TEUR) Im Bereich der Standardprodukte ist der Umsatz dabei im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 11,1 % gestiegen, im Bereich eigens für Kunden entwickelter Wittig-Produkte um 73 % gesunken. Per Saldo haben sich die Umsatzerlöse um 9,8 Mio. EUR erhöht. Die Entwicklung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 ist geprägt von einer Erhöhung der Absatzpreise für externe Kunden wie für Kunden aus dem Konzernverbund von durchschnittlich 14 %. Neben diesen Preiserhöhungen waren auch Erhöhungen bei den Absatzmengen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, die vor allem auf den Abbau des Auftragsbestandes vom 31. Dezember 2022 zurückzuführen sind. Auf allen Produktebenen der Standardprodukte sind die Umsatzerlöse gestiegen. Am stärksten sind diese in den Verkaufsbereichen CEP (+73,0 %) 2-wellige Maschinen (+24,9 %) sowie 1-wellige Maschinen (+13 %) angestiegen, während die Umsatzerlöse in den übrigen Produktbereichen prozentual einstellig gestiegen sind. Betrachtet man die Höhe der Kundenumsätze nach Land, so zählen Deutschland (28,5 Mio. EUR), Frankreich (3,5 Mio. EUR), die USA (3,5 Mio. EUR) und China (2,7 Mio. EUR) zu den umsatzstärksten Absatzmärkten. Die in Deutschland erzielten Umsätze erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Mio. EUR, die in Frankreich erzielten Umsätze um 0,6 Mio. EUR, in den Niederlanden um 0,5 Mio. EUR sowie die in Österreich erzielten Umsätze um 0,7 Mio. EUR. Insgesamt lagen diese Kundenumsätze um 25,6 % bzw. 8,8 Mio. EUR über dem entsprechenden Vorjahreswert. Die Materialaufwendungen insgesamt sind gegenüber dem Vorjahr um 1.092 TEUR bzw. 3,6 % gesunken und haben sich damit gegenläufig gegenüber dem Anstieg der Umsatzerlöse entwickelt. In der Folge hat sich die Materialaufwandsquote, definiert als Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderungen, um insgesamt 6,3 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr verringert (2023: 48,4 %; Vorjahr: 54,6 %). Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf eine Erhöhung der Absatzmarktpreise für externe Kunden sowie für Kunden aus dem Konzernverbund von durchschnittlich 14 % denen deutlich geringere Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite entgegenstanden. Zudem wirkte sich eine Verringerung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen im Vergleich zu einem Aufbau der unfertigen und fertigen Erzeugnisse im Vorjahr entsprechend auf die Höhe des Materialaufwandes sowie die Materialaufwandsquote aus. Bei einer um 2 Mitarbeiter reduzierten durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl sowie durchschnittlichen Lohn- und Gehaltserhöhungen von 3 % liegt der Personalaufwand mit 17.061 TEUR leicht unter dem Niveau des Vorjahres von 17.363 TEUR. Diese Entwicklung beruht vor allem auf einer deutlichen Reduzierung der Altersvorsorgeaufwendungen (-401 TEUR). Diese Entwicklung beruht vor allem auf rückläufigen Pensionsrückstellungen. Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2023 um 248 TEUR geringer als im Vorjahr, aufgrund des Umstandes, dass für betragsmäßig hohe Anlagenzugänge aus Vorjahren das Ende der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer erreicht wurde. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insgesamt von 7.730 TEUR im Vorjahr auf 9.108 TEUR im Geschäftsjahr 2023. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf vorgenommene Instandhaltungsmaßnahmen am Gebäude (+1.267 TEUR), höhere Aufwendungen für Ausgangsfrachten (+285 TEUR), höhere erhaltene Weiterbelastungen von Gruppengesellschaften (+255 TEUR) sowie höhere Provisionsaufwendungen für Gruppengesellschaften (+132 TEUR). Dem stehen gesunkene Aufwendungen aus Abfindungen (-482 TEUR) gegenüber. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von +7.762 TEUR erzielt, nach einem Verlust vor Ergebnisabführung von -621 TEUR im Vorjahr. Hauptgründe für die Erhöhung des Ergebnisses sind die stark gestiegenen Umsätze, die verbesserte Materialaufwandsquote sowie ein um 3.220 TEUR gegenüber dem Vorjahr verbessertes Finanzergebnis. Dessen Anstieg ist insbesondere auf höhere Erträge aus Beteiligungen infolge einer gestiegenen Ausschüttung der Gardner Denver Korea Ltd, Sung Nam City/Südkorea zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund haben sich die finanziellen Leistungsindikatoren der Ertragslage wie folgt entwickelt: Die Umsatzerlöse betrugen zum 31. Dezember 2023 auch im US GAAP Reporting Package 63,2 Mio. EUR. Dies entspricht einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um ca. 18,3 % bzw. 9,8 Mio. EUR (Vorjahr: 53,4 Mio. EUR). Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf die im Geschäftsjahr vorgenommene Erhöhung der Absatzpreise. Aufgrund der verbesserten Beschaffungssituation (Preise und Verfügbarkeit) konnte der Auftragsrückstand reduziert und der Auftragsbestand vom 31.12.2022 abgebaut werden. Im Ergebnis liegen die Umsatzerlöse mit 1,0 Mio. EUR bzw. 1,5 % über dem Planwert für das Geschäftsjahr 2023 von 62,2 Mio. EUR. Das EBITDA betrug zum 31. Dezember 2023 im US GAAP Reporting Package 10.521 TEUR und übertrifft damit das Planziel um 0,8 Mio. EUR. Die positive Planabweichung resultiert vor allem aus der Reduktion des Auftragsrückstands aus dem Vorjahr und dem damit einhergehenden Abbau des Auftragsbestandes vom 31. Dezember 2022. Gegenüber dem Vorjahr hat das EBITDA um 11,3 Mio. EUR zugenommen (Vorjahr: -0,8 Mio. EUR). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr beruht vor allem auf dem Anstieg der Umsätze und der Verbesserung der Materialaufwandsquote. 4. Zusammenfassung der LageDas Working Capital wie auch die Umsatzerlöse liegen sowohl über dem Vorjahr als auch über dem Planwert. Auch das EBITDA hat gegenüber dem Vorjahr deutlich zugenommen und auch dessen Planziel wurde um 0,8 Mio. EUR überschritten. Vor diesem Hintergrund ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 insgesamt zufrieden. 5. Auswertung der nicht-finanziellen LeistungsindikatorenDer Personalbestand der GDS betrug zum Stichtag 31. Dezember 2023 ohne Geschäftsführung 220 (Vorjahr: 221) Mitarbeiter. Die Entwicklung lag unter unserer Planung (235 Mitarbeiter). Der durchschnittliche Personalbestand lag im Geschäftsjahr 2023 bei 206 Mitarbeitern zzgl. 15 Personen in Ausbildung und 2 Personen in der Passivphase der Altersteilzeit. Zurückzuführen ist die Abweichung bezüglich des Personalbestands gegenüber dem Planwert vor allem auf die Herausforderungen des Bewerbermarktes bezüglich der Gewinnung geeigneter Fachkräfte. Für interne und externe Aus- und Fortbildungsmaßnahmen wurden im Berichtsjahr 66 TEUR (Vorjahr: 32 TEUR) aufgewendet. Die Gesellschaft ist nach EN ISO 9001 zertifiziert. Der Nachweis für die Durchführung des Energieaudits gem. §§ 8 ff. EDL-G wurde am 30. März 2016 erteilt. Im Geschäftsjahr 2020 wurde am Produktionsstandort ein Energieaudit ohne wesentliche Beanstandungen durchgeführt. Die vorbeugende Vermeidung von Abfällen wird am Standort Schopfheim berücksichtigt und aufgezeichnet. Umweltaspekte werden in den Unternehmenszielen fixiert. Alle am Produktionsstandort befindlichen und verwendeten Gefahrstoffe sind im Jahr 2023 durch die Sicherheitsfachkraft sowie externe Labors neu bewertet worden und in einem Kataster registriert. Kritische Stoffe wurden direkt durch Alternativen ersetzt bzw. deren Verwendung ist noch in Klärung und Testphasen. Wie auch in den Vorjahren hatten wir im Geschäftsjahr 2023 keine Umwelt- oder Sicherheitsverstöße am Standort zu verzeichnen. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2020 ein weltweit aktives EHS (Environmental, Health and Safety - Umwelt, Gesundheit und Sicherheit) Team eingeführt, dass sich mit diversen globalen sowie lokalen Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz Themen befasst. Im Geschäftsjahr 2023 sind keine Krankheitsfälle nach Arbeitsunfällen bekannt geworden. Zudem sind wir im Geschäftsjahr 2023 nach den internen EHS Standard works auditiert worden. Mit der in 2022 inbetriebgenommene Solaranlage von 750kwp, haben wir einen wichtigen Schritt zur CO 2 Reduktion getätigt und insgesamt 664 MWh Strom produziert und verbraucht. Die Prüfung zur Erweiterung der Anlage wird in 2024 in Erwägung gezogen. C. Ausblick sowie Chancen- und Risikoberichterstattung1. RisikomanagementSämtliche Gesellschaften des Ingersoll-Rand-Konzerns sind in ein intensives Reportingsystem - teilweise auf Wochenbasis - eingegliedert, welches die Früherkennung von möglichen Fehlentwicklungen unterstützt. Zur Überwachung und Steuerung von Risiken des operativen Geschäfts nutzen wir ein detailliertes Kontrollsystem mit Berichtswesen und unternehmenseinheitlichen Strategie- und Planungsprozessen. Zur Überwachung konjunktureller Entwicklungen und Risiken steht ein differenziertes internes Berichtswesen zur Verfügung. Abweichungen von Budgets werden monatlich aufgezeigt und untersucht. 2. Risiken der zukünftigen EntwicklungFinanzwirtschaftliche RisikenDie systematische Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig durchgeführt. Identifizierte Zahlungsausfallrisiken werden gegebenenfalls mittels Vorauszahlung, Stufenzahlung oder Akkreditiv gesichert. Fremdwährungsrisiken werden nur teilweise durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Zurückzuführen ist dies darauf, dass wesentliche Fremdwährungsbestände im Konzernverbund gesteuert werden. Vor diesem Hintergrund nimmt Ingersoll-Rand hier keine gesellschaftsbezogene Betrachtung der Fremdwährungsrisiken vor, sondern trifft Entscheidungen über Absicherungen von Fremdwährungsposten zentral auf Konzernebene im Wege einer Portfoliobetrachtung. Soweit bei Finanzanlagen Wertminderungen erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Möglichen Risiken durch Wertverluste wird grundsätzlich durch die konzernweiten Mechanismen zur Risikoabwägung begegnet. Die Ingersoll-Rand Gruppe setzt konzernweit Mechanismen zur Risikoabwägung in den Bereichen Kredit, Markt, Länder und Investitionen ein. In diesem Zusammenhang werden mögliche Risiken in Bezug auf Marktpreisänderungs- und Liquiditätsrisiken sowie die Entwicklung zukünftiger Zahlungsströme analysiert und im Bedarfsfall erforderliche Maßnahmen ergriffen. Insgesamt sehen wir die finanzwirtschaftlichen Risiken diesbezüglich als gering an. Unter Finanzierungsaspekten ist der Einfluss von Zinsänderungen u.E. zu vernachlässigen, da keine wesentlichen verzinslichen Verbindlichkeiten außerhalb der Gardner Denver Gruppe bestehen. Über den konzerninternen "Cash Pool" haben wir zudem Zugriff auf zinsgünstige Finanzierungsressourcen zur Abdeckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs. Derivative Finanzinstrumente werden durch unsere Gesellschaft nicht eingesetzt, insofern besteht hier kein Risiko für uns. Die Verpflichtungen gegenüber Versorgungsempfängern und gegenüber einem Teil der aktiven Anwärter wurden - im Rahmen der Neuorganisation der betrieblichen Altersversorgung - in Vorjahren auf die Unterstützungskasse der Firma Werner Rietschle Maschinen- und Apparatebau GmbH e.V. übertragen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine Unterdeckung aus mittelbaren Verpflichtungen der Unterstützungskasse der Firma Gardner Denver Schopfheim GmbH e.V. in Höhe von ca.1.864 TEUR. Sollte sich die tatsächliche Entwicklung der demographischen Faktoren anders entwickelt als geschätzt, könnte dies zu einer höheren finanziellen Verpflichtung für unsere Gesellschaft führen. Im Rahmen des Erwerbs der gesamten ehemaligen GD-Gruppe durch KKR wurde am 30. Juli 2013 eine Kreditvereinbarung über vorrangige, besicherte Kreditfazilitäten über ca. Mio. USD 2.825 zwischen der ehemaligen Gardner Denver Holdings, Inc. (nunmehr: Ingersoll-Rand Inc.) und der UBS AG, Stamford Branch abgeschlossen. In diesem Zusammenhang wurden Sicherungsübereignungsverträge zwischen der Gardner Denver Schopfheim GmbH und der UBS AG vereinbart. Entsprechend dem Sicherungsübereignungsvertrag zwischen der Gardner Denver Schopfheim GmbH als Verfügende und der UBS AG als Sicherheitentreuhänder vom 20. Februar 2014 wurde das bewegliche Anlagevermögen sowie das Umlaufvermögen der Gardner Denver Schopfheim GmbH als Sicherheit übereignet, soweit sich diese Vermögensgegenstände in den im Sicherungsübereignungsvertrag entsprechend gekennzeichneten Lagern befinden. Des Weiteren wurden entsprechend dem Global-Abtretungsvertrag zwischen der Gardner Denver Schopfheim GmbH als Abtretender und der UBS AG als Sicherheitentreuhänder vom 20. Februar 2014 sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen der Gardner Denver Schopfheim GmbH gegen Dritte als Sicherheit übereignet. Insbesondere nach dem erfolgreichen Börsengang und dem damit verbundenen Vertrauensbeweis der Investoren in den ehemaligen Gardner Denver Konzern sowie dem Zusammenschluss von Gardner Denver mit der Industriesparte von Ingersoll-Rand hält die Geschäftsführung die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Gesellschaft aus dem bestehenden Sicherungsübereignungsvertrag sowie dem Global-Abtretungsvertrag für gering. Operative RisikenFür die Risikobeurteilung der Geschäftstätigkeit sind folgende Faktoren aus unserer Sicht von Bedeutung. Dabei erfolgt die Bewertung der Risiken je nach Einschätzung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß, wobei ein hohes Risiko mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von >50 % und einer wirtschaftlichen Auswirkung von >0,5 Mio. €, im Falle seines Eintretens, definiert ist. Alle anderen Risiken ordnen wir als gering ein. Gesamtwirtschaftliche RisikenDie Unsicherheit bezüglich der Stabilität der Energieversorgung und die weiterhin hohen Energiekosten, die anhaltend hohe Inflation in Deutschland, der Krieg in der Ukraine sowie in Israel und dem Gaza Streifen haben einen Einfluss auf die Risikosituation für unsere Gesellschaft. Die weiterhin hohen Energiekosten und die anhaltende Inflation sowie die Entwicklung in der Ukraine und die Spannungen im Nahen Osten inklusive des Krieges im Gaza Streifen können weiter dazu führen, dass unsere Kunden unsere Produkte weniger nachfragen bzw. ihr Nachfrageverhalten ändern. Dies könnte neben niedrigeren Umsätzen auch mögliche Auslastungsprobleme in der Produktion nach sich ziehen. Zudem könnte bei unseren Lieferanten durch die weiterhin hohen Energiepreise die Einhaltung der Lieferbereitschaft negativ beeinflusst werden oder es könnte sogar zum Ausfall von Lieferanten kommen. Auch das allgemeine Liquiditätsrisiko ist aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen seit dem Ende des Kalenderjahres 2022 gestiegen. Unsere Gesellschaft wirkt diesen Risiken u.a. mit der Reduzierung von Ausgaben, der Verlängerung von Zahlungszielen bzw. deren Nutzung sowie mit verstärkten Controlling- und Monitoringmaßnahmen entgegen. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko gegenwärtig als gering ein. Allerdings ist die weitere Entwicklung der Energiekosten, auch wenn diese ihren Höhepunkt überschritten zu haben scheinen, unsicher. Allgemein bleiben diese jedoch auf einem höheren Niveau als vor dem Beginn des Krieges in der Ukraine. Es besteht daher das Risiko, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der grds. anhaltenden Energieknappheit und der Inflation, sowie der genannten Kriege schwerwiegender sein könnten, als bisher abzusehen. Je nach Verlauf kann es daher zu einem mehr oder minder starken Rückgang des Umsatzes und des EBITDA sowie zu einer Verfehlung unserer Planziele für Umsatz und EBITDA sowie zu negativen Auswirkungen auf den weiteren finanziellen und den nichtfinanziellen Leistungsindikator kommen. Politische RisikenÄnderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten eine Auswirkung auf die Stabilität unserer Beschaffungs- und Absatzmärkte haben. Durch die Einbindung in den Ingersoll Rand Konzern besteht die Möglichkeit verschiedene Beschaffungs- und Absatzmarkkanäle über den Konzernverbund zu nutzen. Vor diesem Hintergrund ordnen wir politische Risiken gegenwärtig als gering ein. AbsatzrisikenAllgemein unterliegen die Märkte einem starken Wettbewerb, dem wir mit markt- und bedarfsgerechten Produkten und Dienstleistungen begegnen müssen. Die Konkurrenzsituation mit immer internationalen agierenden Anbietern hat dazu geführt, dass wir uns generell mit einem zunehmenden Preisdruck auseinandersetzen müssen. Zudem stehen wir der Herausforderung gegenüber, trotz zunehmender Kundenspezifikation und deren Änderung während der Abwicklungsphase, die Lieferzeiten einzuhalten und die Materialverfügbarkeit sicherzustellen. Wir schätzen das Risiko des Preisdrucks als hoch ein und begegnen diesem Risiko durch den Einsatz moderner Fertigungstechnologien. Sollten unsere Kostenoptimierungsmaßnahmen jedoch nicht wie geplant funktionieren, könnten die Absatzrisiken einen wesentlichen Einfluss auf unsere Profitabilität haben. Einer der wichtigsten und größten Absatzmärkte für die Gardner Denver Schopfheim GmbH in Deutschland ist nach wie vor die Papierverarbeitende und Druckindustrie, eine Branche, die seit Jahren mit stark rückläufigen Umsätzen und Ergebnissen konfrontiert ist. 7 Hier liefert die Gardner Denver Schopfheim GmbH die Luftversorgung für den Papiertransport in Bogenoffsetmaschinen. Die Nachfrage nach klassischen Bogendruckmaschinen lässt am Weltmarkt deutlich nach und weicht mehr und mehr dem Digitaldruck. Eine Neuausrichtung unseres Produktportfolios wird essenziell. Vor diesem Hintergrund ordnen wir das Risiko der nicht ausreichenden Neuausrichtung des Produktportfolios als hoch ein, allerdings glauben wir, dass wir durch die eingeleiteten Maßnahmen wie die Implementierung eines Market-Management-Teams zur Bearbeitung und Entwicklung der neu definierten Zielmärkte, wie Sustainability (Carbon Capture und Fuel Cell), Food&Beverage (Verpackung und Flaschenabfüllung), sowie Environmental (Bio-Gas) und dem starken Fokus auf lösungsorientierten Verkauf in Verbindung mit der Portfolio-Ausrichtung hin zu umweltgerechten trockenen Verdichtungsprinzipien, die für notwendig gehaltene Neuausrichtung des Produktportfolios sachgerecht vorantreiben können. Zur Abwendung technischer und wirtschaftlicher Risiken ist eine kompetente Planung und Überwachung kundenbezogener Aufträge und deren Verlauf, auch auf der Basis vorhandener Erfahrung, unabdingbar. Daher wird den Bereichen Konstruktion und Qualitätskontrolle sowie dem Projektcontrolling besondere Wichtigkeit beigemessen. Ebenso zeigt sich, dass der erhöhte Warenverkehr mit ausländischen Unterlieferanten als auch die zunehmend komplexe Abwicklung von externer Fertigung einer ausreichenden Zahl qualifizierter Mitarbeiter bedarf. BeschaffungsrisikenIm Geschäftsjahr 2023 konnten aufgrund fallender Energie- und Gaskosten bei Lieferanten mit energieintensiven Prozessen Kostenreduzierungen erreicht werden. Durch die wirtschaftliche Abkühlung konnte eine Vielzahl von Lieferanten ihre Lieferzeiten reduzieren, wodurch die Anzahl von Fehlteilen abnahm. Die Taskforce aus Experten der Einkaufs- und Beschaffungsorganisation arbeitete auch in 2023 täglich an der Lösung von kritischen Situationen, um die geplanten Ziele des AOP's (Anual Operation Plan) zu erreichen. Um die angepassten Beschaffungsstrategien und die Konsolidierung der Lieferantenbasis noch weiter zu verbessern, werden Datenbanklösungen im Konzernverbund erweitert und in Ihrer Übersicht transparenter dargestellt. Die proaktiven Verhandlungen mit unseren Hauptlieferanten werden weiterhin fortgeführt, um den vergangenen Preissteigerungen entgegenzuwirken und eine marktkonforme Kontrolle und korrekte Indexierung der Rohmaterialpreise zu gewährleisten. BeschäftigungsrisikenDas Risiko von Auslastungsproblemen in der Produktion stufen wir als unverändert als gering ein, da wir dem Risiko schwankender Auslastung der Standorte durch eine Betriebsvereinbarung über flexiblere Arbeitszeit Rechnung tragen. Die Arbeitszeit wird demnach der Beschäftigungslage angepasst und mittels eines Arbeitszeitkontos ausgeglichen. Tarifliche Entgeltsteigerungen bei nicht gleichzeitiger Steigerung der Produktivität können einen negativen Einfluss auf die Ergebnissituation der Gesellschaft haben. Wir begegnen diesem Risiko durch kontinuierliche Kosteneinsparungsmaßnahmen in allen Bereichen des Unternehmens. Unser zukünftiger Erfolg hängt vor allem von unserer Geschäftsleitung und anderen wichtigen Mitarbeitern sowie von unserer Fähigkeit ab, Top-Talente im gesamten Unternehmen anzuziehen und zu halten. Daneben hängt der zukünftige Erfolg auch davon ab, qualifiziertes Personal auf allen Ebenen der Organisation weiterzuentwickeln. Sollten wir nicht in der Lage sein, unsere leitenden Angestellten und andere Schlüsselpersonen zu halten, oder sollte versäumt werden, angemessene Nachfolgepläne bereitzustellen, könnte dies jeweils negative Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung haben. Wir ordnen dieses Risiko gegenwärtig als gering ein, beobachten die Arbeitsmärkte allerdings aufmerksam. Wir begegnen diesem Risiko durch angemessene Vergütungsmodelle, durch Mitarbeiteraktienoptionsprogramme sowie nicht monetäre Maßnahmen der Mitarbeitergewinnung und -haltung. GewährleistungsrisikenZur Abwendung technischer und wirtschaftlicher Risiken ist eine kompetente Planung und Überwachung von Umsätzen und Beständen und deren Verlauf, auch auf der Basis historischer Daten, unabdingbar. Den Bereichen Konstruktion und Qualitätskontrolle wird daher besondere Wichtigkeit beigemessen. Wir ordnen das Risiko technischer und wirtschaftlicher Risiken unverändert als gering ein. Im Geschäftsjahr 2023 belief sich der Gewährleistungsaufwand auf einem niedrigen Niveau und beträgt ca. 0,03 % der Umsatzerlöse. Wir sehen auch im Geschäftsjahr 2024 keine wesentliche Veränderung dieser Größenordnung und rechnen auch für die Zukunft mit keinem materiellen Anstieg. Risiken aus der Forschung und EntwicklungDem Risiko, dass die Forschungs- und Entwicklungs-Kosten sich signifikant abweichend vom Budget entwickeln, wird durch ein laufendes und detailliertes Kostencontrolling der entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte entgegengewirkt. Durch regelmäßige Kommunikation und Abstimmung zwischen der Forschungs- und Entwicklungsabteilung und dem Vertrieb sowie mit Kunden wird sichergestellt, dass die Forschungs- und Entwicklungs-Projekte an den Bedürfnissen des Markts und unseren Kunden ausgerichtet sind. Des Weiteren besteht das Risiko, dass Produkte oder Module nicht in der vorgegebenen Zeit, in der entsprechenden Qualität oder zu den vorgegebenen Kosten entwickelt werden können. Um dieses Risiko zu vermeiden, überprüfen wir fortlaufend und systematisch den Fortschritt sämtlicher Projekte und gleichen regelmäßig die Ergebnisse mit den Zielvorgaben ab. Im Falle von Abweichungen werden rechtzeitig geeignete Steuerungsmaßnahmen eingeleitet. Vor diesem Hintergrund könnten Risiken im Zusammenhang mit der Forschung und Entwicklung zwar mittelfristig eine hohe Bedeutung haben, wir sehen uns aufgrund der getroffenen Maßnahmen aber diesbezüglich als sachgerecht aufgestellt und stufen die Risiken daher unverändert nur als gering ein. Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-AngelegenheitenDie zunehmende Betonung der Umwelt-, Sozial- und Governance-Verantwortung durch unsere Stakeholder und deren steigende Erwartungshaltung kann für uns neue Risiken bedeuten. Die Aktionäre der Ingersoll Rand Inc., unsere Kunden und Mitarbeiter erwarten eine proaktivere Reaktion auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten ("ESG"). In Reaktion auf diese höheren Erwartungen könnten uns höhere Aufwendungen entstehen und wir könnten neuen Risiken ausgesetzt sein. Mit der Ankündigung von Umweltzielen in Bezug auf Treibhausgasemissionen, erneuerbare Energien, Wasserverbrauch und Deponieabfälle hat der Ingersoll Rand Konzern sein Engagement für einen positiven Einfluss auf unseren gemeinsamen Planeten unterstrichen und beteiligt sich daher an entsprechenden Initiativen. Als eine Tochtergesellschaft der Ingersoll Rand Inc. sind wir ebenfalls diesen Umweltzielen verpflichtet. Wenn wir diese Ziele nicht erreichen können oder unsere ESG-Standards nicht den von bestimmten Interessengruppen oder Standardsettern festgelegten Standards entsprechen würden, könnte dies Reputationsschäden nach sich ziehen. Solche Reputationsschäden könnten erhebliche negative Auswirkungen auf unser Geschäft und die Umsatzentwicklung, unsere Finanzlage, unsere Betriebsergebnisse bzw. das EBITDA und unsere Cashflows haben. Im Zuge eines konzernweiten Programmes wurden Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung und Adressierung von Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten auf den Weg gebracht. Wir sind bestrebt diese konzernweiten Maßnahmen weiterhin zu unterstützen und bewerten die Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten daher gegenwärtig als gering. CyberrisikenUnser Geschäft ist in hohem Maße von Datenverarbeitungssystemen sowie anderen Kommunikations- und Informationssystemen abhängig, einschließlich unserer Tools zur Unternehmensressourcenplanung. Wir verarbeiten täglich eine große Anzahl von Transaktionen und sind auf die ordnungsgemäße Funktion unserer Computersysteme angewiesen. Wenn eines dieser Systeme ausfällt, sei es durch einen Brand oder Naturkatastrophen, Strom- oder Telekommunikationsausfälle, Cyber-Kriminalität, oder Kriegshandlungen könnten wir finanzielle Verluste, Geschäftsunterbrechungen, Haftung gegenüber unseren Kunden, behördliche Eingriffe oder eine Schädigung unseres Rufs erleiden. Wenn unsere Systeme nicht in der Lage sind, ein wachsendes Transaktionsvolumen zu bewältigen, könnte unsere Wachstumsfähigkeit eingeschränkt sein. Obwohl wir über Backup-Systeme, -Verfahren und -Fähigkeiten verfügen sowie Firewalls usw. unterhalten, könnten diese auch ausfallen oder unzureichend sein. Soweit wir über Kundendaten in unseren Datenbanken verfügen oder über angeschlossene Geräte auf Kundensysteme zugreifen, könnte jede unbefugte Offenlegung oder Zugriff auf solche Informationen, Datenbanken oder Systeme nachteilige Auswirkungen für uns oder unsere Kunden haben, einschließlich Ansprüche aus Datenschutzgesetzen und -vorschriften. Wenn eines dieser Risiken eintritt, könnten unser Ruf und unsere Fähigkeit, unsere Geschäfte zu führen, erheblich beeinträchtigt werden. Dementsprechend stufen wir dieses Risiko als hoch ein. Der Ingersoll Rand Konzern hat für zentral gehosteten IT-Systeme Sicherheitskonzepte aufgesetzt, die zum Beispiel eine Beschreibung von Richtlinien und Prozessen auf mehreren Ebenen beinhaltet. Die Richtlinien beinhalten dabei Grundsätze, Rollen und Verantwortlichkeiten sowie den organisatorischen Rahmen für die Informationstechnologie und die Informationssicherheit. Im Zuge der jährlichen Beurteilungen des Managements über die Effektivität der internen Kontrollen erfolgt eine Bewertung des Cyberrisikos sowie eine Überprüfung der Einhaltung von Richtlinien und Prozessen. Die Überwachung von Cyber-Vorfällen und Maßnahmen zu deren Verhinderung erfolgt zentral auf Ebene der Ingersoll Rand Inc. und wird bei Bedarf lokal ergänzt. Konzernweit werden spezifische Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Sicherheitskonzeptes entwickelt; hierbei verfolgt Ingersoll Rand das Ziel, die Wahrscheinlichkeit für einen Sicherheitsvorfall und einen daraus resultierenden Schaden zu minimieren und die Entdeckungswahrscheinlichkeit im Falle eines Sicherheitsvorfalles zu maximieren. Trotz dieser getroffenen Vorkehrungen wurde der Ingersoll Rand Konzern am 27. April 2023 Opfer eines Cybersicherheitsvorfalls, der zu einer Störung mehrerer konzernweit gehosteter IT-Systeme führte. Dem Ingersoll Rand Konzern ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt, dass dabei Kundendaten entwendet wurden. Zur weitergehenden Untersuchung dieses Vorfalls und zwecks Mitigierung der damit verbundenen Risiken wurden durch den Ingersoll Rand Konzern externe Cybersicherheitsexperten mit einer Analyse der Situation beauftragt. Die Ergebnisse dieser Analyse sind in konkrete Handlungsmaßnahmen (z.B. verpflichtete Cyber-Security Trainings) umgesetzt worden, die zur Vermeidung solcher und anderer Cybersicherheitsvorfälle in der Zukunft führen sollen. Zusammenfassung der RisikolageDie Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Einzelrisiken stellen aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens dar. 3. Chancen der zukünftigen EntwicklungWeltweite Aktivitäten in wachsenden Geschäftszweigen und wachstumsstarken Regionen, ein gut aufgestelltes Vertriebsnetz und die Möglichkeit, unsere Produkte zu konkurrenzfähigen Preisen herzustellen, bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Unsere Chancen liegen nach wie vor in unserem umfangreichen Produktportfolio und der Fähigkeit, kundenspezifisches Engineering zu betreiben. Zusätzlich bieten wir verstärkt "All-In"-Lösungen an, die auch die fachliche Beratung, Projektierung und Abwicklung von Projekten mit anschließendem Service beinhalten. Eine große Chance zur Erhöhung des Umsatzes und zur Stärkung der Ertragsfähigkeit besteht in weiteren Bemühungen zum Ausbau der Serviceaktivitäten sowie in der Standardisierung einzelner Systemkomponenten. Durch die transparenten Datenbanklösungen können die Synergien bei bestehenden Lieferanten weiter ausgebaut werden. Um die Lieferketten bezüglich Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit weiter zu verbessern werden zunehmend Konsignationslagerverträge mit strategischen Lieferanten geschlossen. Hierdurch werden Logistik und Abrechnungsprozesse verschlankt. Außerdem führt dieser Schritt meist zu Kosten und Lagerbestandreduzierungen. Da sich im Konzern durch kontinentale Lokalisierung neue Beschaffungsmöglichkeiten ergeben kann sich in vielen Materialgruppen unsere Flexibilität erhöhen und die Möglichkeit von Kostenersparnissen ergeben. Mit der erfolgten Fusion der ehemaligen Gardner Denver Holdings Inc., Milwaukee, USA, mit der Industriesparte der ehemaligen Ingersoll-Rand Inc. und der Begründung der Ingersoll-Rand Gruppe verfügen wir über ein noch größeres, global ausgebautes Vertriebs-Netzwerk. Dieses Vertriebs-Netzwerk bietet uns im Vergleich zu vielen Wettbewerbern die Möglichkeit unsere Produkte ohne zusätzliche Kosten potenziellen Kunden anzubieten. Hierin sehen wir einen Vorteil gegenüber unseren Wettbewerbern. Wir möchten weiterhin konsequent die sich uns bietenden Vorteile nutzen, die sich aus dem Verbund der Ingersoll-Rand zugehörigen Unternehmen, Märkte, Lieferanten und Kunden ergeben. 4. Künftige Entwicklung und PrognoseberichtDer russische Angriff auf die Ukraine sowie die instabile Situation in Israel und die Spannungen im Nahen Osten haben erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. Die Unsicherheit darüber, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird, führt dazu, dass Investitions- und Kaufentscheidungen zurückhaltender getroffen werden. Hinzu kommen die weiterhin hohen Energiepreise, auch wenn diesen ihren Höhepunkt im August 2022 überschritten haben, und die zum Teil nur langsam sinkende Inflation, welche die Unsicherheit bezüglich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung erhöhen und die reale Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher senken. Für das Geschäftsjahr 2024 wird die Steigerung unserer Marktanteile vor allem in den krisenstabilen Märkten für ölgedichtete Drehschieber-Vakuumpumpen und AMT relevante Produkte im europäischen Raum angestrebt und forciert. Zusätzlich werden die Bemühungen vertieft ölfreie Vakuumpumpen im Markt weiter zu etablieren. Neue Absatzmärkte sollen weiter erschlossen werden, hier liegt weiterhin der Schwerpunkt auf dem Thema "Sustainability" (Nachhaltigkeit). Vor allem das Thema "Carbon Capture" (CO 2 aus der Atmosphäre oder Prozess separieren) und wet-to-dry transition / Umstellung von ölhaltigen zu ölfreien Produkten möchten wir hervorheben. Dieser schnell und stark wachsende Markt hat bereits neue Produktvarianten für unsere Klauen-Vakuumpumpen zum Resultat gehabt, die dann schon an unsere Kunden verkauft werden sollen. Weiter wird dieser Markt auch weitere Neuentwicklungen im Bereich ölfreie Vakuumpumpen mit sich bringen, welche in der strategischen Produktplanung priorisiert sind. Aber auch zu den Themen Brennstoffzelle und Aufbereitung von Exkrementen sehen wir vielversprechend neue Absatzmärkte. Auch hier sind wir an Projekten beteiligt, welche sich in ein zukünftiges Seriengeschäft für unsere trocken verdichtenden Vakuumpumpen wandeln können. Die aktuelle Preisentwicklung auf dem Beschaffungsmarkt ist grundsätzlich insgesamt eher weiterhin angespannt. Jedoch ist die Verfügbarkeit auf den Beschaffungsmärkten und der Zugang zu diesen aufgrund sich verkürzender Lieferketten gegenwärtig positiver als in vergangenen Geschäftsjahren. Die konzernweite Strategiewende mit dem Ziel der Fertigung von Produkten in der Nähe der Absatzmärkte ermöglicht auch dem Standort Schopfheim neue Möglichkeiten zur eigenen Lokalisierung von Produkten aus den Regionen Nordamerika und APAC, welche dann ohne eigenen Entwicklungsaufwand gefertigt und in der EMEAI Region vertrieben werden können. Dies verkürzt die "go-to-market" Zeit und steigert dadurch die Wettbewerbsfähigkeit für die jeweiligen Produktgruppen erheblich, da Entwicklungsaufwendungen wegfallen und Transportkosten gering bleiben. Im Geschäftsjahr 2024 ist mit einem weiterhin unbeständigen Einkaufsumfeld zu rechnen, da der Ukraine Krieg sowie die Konflikte in Nahost weiterhin andauern und die Weltwirtschaft sich abschwächt. Die Einkaufsprojekte konzentrieren sich im Geschäftsjahr 2024 weiterhin auf den Beschaffungsmarkt in China als größter Low Cost Country-Einkaufsquelle und außerdem auf sogenannte BCC (Best Cost Countries) - Regionen, wobei sich hier zusätzlich zu besseren Einkaufspreisen die fallenden Rohmaterialpreise metallischer Werkstoffe positiv auswirken können. Besonders im Fokus ist hierbei die Türkei und Indien, wofür die Beschaffungsaktivitäten durch verbundene Unternehmen unterstützt werden. Für das Geschäftsjahr 2024 ist die weitere Optimierung der Bestände und damit die Erhöhung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit weiterhin eines der Hauptziele. Hierzu sollen Aktivitäten in der Beschaffung wie die Überprüfung der Wiederbeschaffungszeiten, Zahlungsbedingungen, Reduzierung von Mindestbeständen sowie Verkürzung der Lieferkette durch den Einkauf von Materialien bei Lieferanten mit hoher Fertigungstiefe beitragen. Weiterhin sollen die Lieferanten der "Key Commodities" mit Unterstützung des "Global Purchasing" des Ingersoll-Rand Konzerns weltweit weiter konsolidiert werden, um das Einkaufsvolumen bei diesen zu steigern und die Lieferantenbeziehungen zu stärken. Vor den genannten Hintergründen prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatzanstieg von ca. +7,5 % bzw. um 4,7 Mio. EUR auf 68,0 Mio. EUR gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 und planen ein EBITDA in Höhe von ca. 33,4 % der Umsatzerlöse bzw. von 16.137 TEUR auf Basis des US GAAP Reporting Packages. Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir zudem ein Working Capital von 10 % der Bilanzsumme nach US-GAAP in Höhe von ca. 9-10 Mio. EUR. Diese Prognosewerte beruhen vor allem auf der geplanten Erweiterung der Absatzmärkte wie Sustainability (Carbon Capture und Fuel Cell), Food&Beverage (Verpackung und Flaschenabfüllung), sowie Enviromental (Bio-Gas), der innerhalb des Geschäftsjahres 2023 umgesetzten Preissteigerungen im Absatzmarkt, insbesondere bei den konzerneigenen Gruppengesellschaften, die sich ab dem Geschäftsjahr 2024 ganzjährig auswirken werden. Gegenläufig werden sich umgesetzte Programme des Ingersoll Rand Konzerns bzgl. der Produktionsverlagerung ausgewählter Produkte in Richtung USA sowie China auswirken. Diese führen dazu, dass Kunden aus den USA und China ausgewählte Produkte von verbundenen Unternehmen und nicht mehr von der Gardner Denver Schopfheim GmbH beziehen werden. Daneben beruht die geplante EBITDA-Erhöhung auf der Verbesserung der Einkaufskonditionen für Bezugsteile im Vergleich zum Vorjahr. Nach den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2024 liegen die Umsatzerlöse aufgrund von einer bis dato zu beobachtender Kaufzurückhaltung einzelner Kunden sowie wegen Terminverschiebungen auf der Absatzseite leicht unter dem Niveau unserer Planung. Trotz einer bisher nicht eingetroffenen erwarteten Preisstagnation auf der Einkaufsseite liegt das EBITDA aufgrund eines vorsichtigen Ausgabenverhaltens auf dem Niveau unserer Planung. Aufgrund dieser Entwicklungen gehen wir aktuell davon aus, dass wir unser Planziel für das Gesamtjahr bezüglich der Umsatzerlöse leicht verfehlen werden (Umsatzanstieg nur von ca. +4,4 %), während wir die Erreichung unserer EBITDA Planung im Moment weiterhin als möglich ansehen. Diese Planung beruht auf der Annahme, dass die politischen, wirtschaftlichen und konjunkturellen Entwicklungen keinen unvorhergesehenen Einfluss auf unsere Kosten- und Aufwandsentwicklung und damit auf die Entwicklung unseres EBITDA haben werden. Für die Folgejahre ab 2025 erwarten wir unsere Umsatzerlöse sowie unser EBITDA weiter zu steigern. Wir planen für das Geschäftsjahr 2024 mit einer durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 227 (inkl. Auszubildende und Personen in der Passivphase der Altersteilzeit). Auch dieser Planziel ist in Abhängigkeit von den volatilen konjunkturellen Entwicklungen für 2024 zu sehen und insgesamt mit Unsicherheiten behaftet und könnte in Abhängigkeit von den weiteren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht erreicht werden. Für die folgenden Geschäftsjahre ab 2025 wird eine gegenüber 2024 vergleichbare durchschnittlichen Mitarbeiterzahl erwartet. Wir streben für das Geschäftsjahr 2024 und die Folgejahre eine Gesundheits- und Arbeitssicherheit ohne Arbeitsunfälle an, zudem werden wir weiterhin alle Umweltauflagen einhalten.
Schopfheim, 29. Mai 2024 Gardner Denver Schopfheim GmbH Andrew R. Schiesl Michael J. Scheske Glenn Oestevik Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Allgemeine AngabenDie Gesellschaft ist im Handelsregister (Amtsgericht Freiburg i. Br. HRB 670508) unter Gardner Denver Schopfheim GmbH mit Sitz in 79650 Schopfheim, Johann-Sutter-Straße 6+8, eingetragen. Grundlagen des AbschlussesDer vorliegende Jahresabschluss der Gardner Denver Schopfheim GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des HGB und GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem im § 275 Abs. 2 HGB dargestellten Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Angabe von davon-Vermerken wird vornehmlich im Anhang vorgenommen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, welche im Vergleich zum Vorjahr unverändert sind. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unverändert unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). AnlagevermögenEntgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen aktiviert und gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sämtliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden ausschließlich linear abgeschrieben. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Im Anlagengitter wird ihr Abgang nach Ablauf dieser fünf Jahre angenommen. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern stellen sich wie folgt dar:
Anlagenzugänge in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Werkzeuge ist ein Festwert in Höhe von TEUR 143 aktiviert. Dieser Festwert wird regelmäßig neu bewertet. Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am jeweiligen Abschlussstichtag bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. UmlaufvermögenDie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungskostenminderungen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf die in der Fertigung eingesetzten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Des Weiteren werden angemessene Teile der freiwilligen sozialen Aufwendungen zu den Herstellungskosten aktiviert. Abwertungen für Preis- und Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und geminderten Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Bestände sind verlustfrei bewertet. Die in den fertigen Erzeugnissen enthaltenen Handelswaren sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungskostenminderungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Einkäufe von Vorräten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Ausfallrisiken durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen in Fremdwährung werden zum Zugangszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Forderungen in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nenn- bzw. Nominalwert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. RechnungsabgrenzungspostenAls Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen nach § 272 HGB. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde unter Zugrundelegung der nachfolgend aufgeführten Berechnungsgrundsätze und Rechnungsgrundlagen durchgeführt. Der verwendete Rechnungszins richtet sich nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung, wobei vom Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen wurde (§ 253 Abs. 3 Satz 2 HGB). Bewertungsverfahren: Projected Unit Credit (PUC)
Die Pensionsrückstellungen enthalten zudem ein durch die Unterstützungskasse der Firma Gardner Denver Schopfheim GmbH e.V. gewährtes Darlehen in Höhe von TEUR 97. Zwischen dem Vermögen des Unterstützungsvereins von TEUR 97 und der ermittelten Leistungsverpflichtung von TEUR 1.864 besteht eine Differenz in Höhe von TEUR 1.767 (Vorjahr: TEUR 1.705). Auf die Bildung einer Rückstellung wurde in Ausübung des Wahlrechtes aus Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. In den Sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz entsprechend der Laufzeit diskontiert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Die Jubiläumsrückstellung zum 31. Dezember 2023 wurde mit dem ermittelten Verpflichtungsumfang passiviert. Die Rückstellungen wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der im Oktober 2018 veröffentlichten Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G) ermittelt. Der Rechnungszins (angenommene Restlaufzeit: 15 Jahre) richtet sich nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung. Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung wurde anhand folgender Berechnungsgrundsätze und Rechnungsgrundlagen durchgeführt: Jubiläumsrückstellung:
Zusätzlich wurde pauschal angenommen, dass für Mitarbeiter, deren monatliche Bezüge unterhalb der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung liegen, die Jubiläumszuwendungen in voller Höhe beitragspflichtig in der Sozialversicherung sind und der entsprechende Sozialversicherungsbeitrag von der Gesellschaft getragen wird. Die Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeit wurde anhand folgender Berechnungsgrundsätze und Rechnungsgrundlagen durchgeführt: Rückstellung Altersteilzeit:
Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Verpflichtungen in Bezug auf Pensionen oder Altersteilzeit dienen, werden mit den entsprechenden Schulden verrechnet. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Zugangszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Bei der Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet. Die Differenzen zwischen den handelsbilanziellen Wertansätzen und den steuerbilanziellen Wertansätzen werden aufgrund der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft mit der GD German Holdings GmbH, Fürstenfeldbruck, beim Organträger ausgewiesen. Erträge und AufwendungenUmsatzerlöse werden unter Beachtung des Realisationsprinzips realisiert und ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung periodengerecht erfasst. Forschungs- und Entwicklungskosten wurden in voller Höhe (TEUR 913) als Aufwand gebucht. Effekte aus der Veränderung des Diskontierungszinssatzes oder Zinseffekte einer geänderten Schätzung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Erläuterungen zur BilanzAKTIVA AnlagevermögenEine von den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist - unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie einschließlich der kumulierten Abschreibung - im Anlagespiegel - als Anlage zum Anhang - dargestellt. FinanzanlagevermögenDie unter dieser Position ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden gehalten bei: a) Gardner Denver Korea Ltd, Sung Nam City/Südkorea (25,6 %) b) Gardner Denver Schopfheim Real Estate GmbH & Co. KG, Schopfheim (84,9 %) Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 zu a) TEUR 18.600, zu b) TEUR 7.112; das Jahresergebnis beläuft sich zum 31. Dezember 2023 zu a) auf TEUR 4.679; zu b) auf TEUR 359. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, vollständig eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Von den Sonstigen Vermögensgegenstände haben TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 45) eine Restlaufzeit von über einem Jahr und TEUR 252 (Vorjahr: TEUR 304) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 35.330 (Vorjahr: TEUR 26.703) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.581 (Vorjahr: TEUR 3.694), Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 30.132 (Vorjahr: TEUR 21.708), Forderungen aus einem umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnis von TEUR 288 (Vorjahr: TEUR 309) sowie Dividendenforderungen von TEUR 304 (Vorjahr TEUR 680) enthalten. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 643). In den sonstigen Vermögensgegenständen von TEUR 298 (Vorjahr: TEUR 349) sind im Wesentlichen debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 249 (Vorjahr: TEUR 289) sowie Versicherungsforderungen in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 43) besteht im Wesentlichen aus Vorauszahlungen für Versicherungsaufwendungen und Aufwendungen für Wartungsverträge. PASSIVAEigenkapitalDas Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 1.002, die Kapitalrücklage beläuft sich gegenüber dem Vorjahr unverändert auf TEUR 35.967. Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 122, die auf der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für sieben bzw. zehn Geschäftsjahre sowie auf der Zeitwertbilanzierung des bestehenden Deckungsvermögens beruht. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen in Höhe von TEUR 11.358 (Vorjahr: TEUR 11.593) die direkten vertraglichen Versorgungsansprüche der übertariflichen Mitarbeiter und Pensionäre, die Versorgungsansprüche der tariflichen Mitarbeiter sowie deren Ansprüche auf Übergangszuschüsse, soweit für sie die Versorgungsordnung von Mannesmann und Werner Rietschle Maschinen- und Apparatebau zur Anwendung kommt. Aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ergab sich ein verteilungsfähiger Zuführungsbedarf in Höhe von TEUR 2.540. Dieser Betrag wird bis spätestens 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel zugeführt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde entsprechende Zuführung in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 169) vorgenommen. Dementsprechend verbleibt zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 339). Würde das Wahlrecht zur Verteilung des Unterschiedsbetrags nicht in Anspruch genommen werden, ergäbe sich eine Rückstellung in Höhe von TEUR 11.527 (Vorjahr: TEUR 11.932). Der zur Abzinsung verwendete Rechnungszins basiert auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vorangegangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Der Verpflichtungsumfang nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 11.648. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich daher auf TEUR 122. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Die Pensionsrückstellungen enthalten zudem ein durch die Unterstützungskasse der Firma Gardner Denver Schopfheim GmbH e.V. gewährtes Darlehen in Höhe von TEUR 97. Zwischen dem Vermögen des Unterstützungsvereins von TEUR 97 und der ermittelten Leistungsverpflichtung von TEUR 1.864 besteht eine Differenz von Höhe von TEUR 1.767 (Vorjahr: TEUR 1.705). Auf die Bildung einer Rückstellung wurde in Ausübung des Wahlrechtes aus Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Der Zinsaufwand aus den Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 131, der Ausweis erfolgt im Finanzergebnis. Darüber hinaus wird der reguläre Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen im Personalaufwand ausgewiesen. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.600 (Vorjahr: TEUR 3.308) weisen folgende wesentliche Posten aus: Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 168), Konzernweiterbelastungen für Aktienoptionsprogramme in Höhe von TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 252), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 760 (Vorjahr: TEUR 923), Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 1.070 (Vorjahr: TEUR 964), Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von TEUR 249 (Vorjahr: TEUR 246), Verpflichtungen aus Garantie- und Gewährleistungen in Höhe von TEUR 723 (Vorjahr: TEUR 326), ausstehende Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Höhe von TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 210) sowie Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 81). Die sonstigen Rückstellungen sind mit Ausnahme einer Jubiläumsrückstellung (TEUR 249; Vorjahr: TEUR 246) sowie einer Rückstellung für Altersteilzeit (TEUR 201; Vorjahr: TEUR 81) im Bereich der Personalrückstellungen als kurzfristig zu klassifizieren. Die Rückstellung für die Altersteilzeit zum Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 535 wurde mit dem Aktivwert aus der konkursgesicherten Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 334 saldiert. Hieraus ergibt sich ein Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 201. Für den Ausweis der Rückstellung für Altersteilzeit wurden in der Bilanz folgende Verrechnungen vorgenommen:
Aufwendungen und Erträge aus der Aufzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden wie folgt verrechnet:
VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Im Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 8.181 (Vorjahr: TEUR 816) sind Verbindlichkeiten aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags in Höhe von EUR 7.141 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.040 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von TEUR 7.141 (Vorjahr: TEUR 0) Die erhaltenen Anzahlungen sind durch Bankbürgschaften in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 54) abgesichert. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse: Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen
Sonstige betriebliche ErträgeIn den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 34) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 60) enthalten. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind betriebliche Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 169) enthalten. Unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus den Weiterbelastungen für Aktienoptionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 92) ausgewiesen. Zudem beinhalten die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 23). BeteiligungsergebnisDie Erträge aus Beteiligungen enthalten Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.939 (Vorjahr: TEUR 680). ZinserträgeDie Zinserträge enthalten Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.629 (Vorjahr: TEUR 616). ZinsaufwendungenDie Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.717 (Vorjahr: TEUR 419). Zudem sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 361) enthalten. Der Zinsaufwand aus der Altersteilzeitverpflichtung beträgt TEUR 1. Der Ertrag aus dem Planvermögen beläuft sich auf TEUR 5. Daraus ergibt sich in der Gewinn- und Verlustrechnung ein Zinsertrag von TEUR 4. Sonstige AngabenAbschlussprüferhonorarDas für das Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer betrug TEUR 89 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Durchschnittliche Anzahl der MitarbeiterMitarbeiterIm Berichtsjahr wurden durchschnittlich insgesamt 206 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:
Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. HaftungsverhältnisseEs existiert eine Kreditvereinbarung über vorrangige, besicherte Kreditfazilitäten über ca. Mio. USD 2.825 zwischen der ehemaligen Gardner Denver Holdings, Inc. (nunmehr: Ingersoll-Rand Inc.) und der Citibank. Im Rahmen des Erwerbs der gesamten ehemaligen GD-Gruppe durch KKR am 30. Juli 2013 wurde diese Kreditvereinbarung mit der UBS AG, Stamford Branch, abgeschlossen und dann auf die Citibank übertragen. Entsprechend dem Sicherungsübereignungsvertrag zwischen der Gardner Denver Schopfheim GmbH als Verfügende und der UBS AG als Sicherheitentreuhänder vom 20. Februar 2014 wurde das bewegliche Anlagevermögen sowie das Umlaufvermögen der Gardner Denver Schopfheim GmbH als Sicherheit übereignet, soweit sich diese Vermögensgegenstände in den im Sicherungsübereignungsvertrag entsprechend gekennzeichneten Lagern befinden. Insbesondere nach dem Börsengang und dem damit verbundenen Vertrauensbeweis der Investoren in den Konzern sowie nach dem Zusammenschluss von Gardner Denver mit der Industriesparte von Ingersoll-Rand zum Ingersoll-Rand Konzern hält die Geschäftsführung die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Gesellschaft aus dem bestehenden Sicherungsübereignungsvertrag für gering. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Die Leasingvereinbarungen dienen der Sicherung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing-Gutes übersteigen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Gesellschafter und Organe der GesellschaftAlleingesellschafterin war im Berichtsjahr die Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt, mit einem gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 1.002. Im Geschäftsjahr sind/waren zu Geschäftsführern bestellt: Kurth, Thomas, Freising, Managing Director Gardner Denver Deutschland GmbH (bis 15. Mai 2024) Schiesl, Andrew R., Davidson, North Carolina, USA, Vice President, General Counsel, Ingersoll Rand Inc., Davidson, USA Scheske, Michael J., Davidson, North Carolina, USA, Vice President, Chief Accounting Officer, Ingersoll Rand Inc., Davidson, USA Glenn Oestevik, Dortmund, Finance Director innerhalb der Ingersoll-Rand Gruppe in Deutschland (seit 17. April 2024) Im Geschäftsjahr 2023 hat keiner der Geschäftsführer ein Gehalt direkt von der Gardner Denver Schopfheim GmbH bezogen. Aufwendungen für die Tätigkeiten der Geschäftsführer wurden auch nicht an die Gesellschaft weiterbelastet. MindeststeuergesetzBasierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten "Pillar Two Model Rules" hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern, in denen Ingersoll Rand tätig ist, erlassen, darunter auch in Deutschland. Der Ingersoll Rand Konzern bzw. die Ingersoll Rand Inc. fällt ab dem Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich dieser Regeln. Wir erfassen keine latenten Steueransprüche und -schulden im Zusammenhang mit Ertragsteuern aus den "Pillar Two" Regeln. Zum 31. Dezember 2023 ist zudem kein laufender Steueraufwand aufgrund der "Pillar Two" Regeln angefallen, da diese erstmals im folgenden Geschäftsjahr anwendbar sind. Die Gesellschaft sowie der Ingersoll Rand Konzern bewerten derzeit die Auswirkungen der "Pillar Two" Regeln auf ihre jeweilige Steuerposition. Basierend auf einer vorläufigen Bewertung der Anwendbarkeit von zeitlich befristeten "Safe Harbor" Regeln auf Grundlage tatsächlicher Finanzinformationen sowie nominaler Steuersätze in den Ländern, in denen der Ingersoll Rand Konzern tätig ist, sehen wir es als vernünftige Schätzung an, dass aufgrund der aktuellen Struktur des Konzerns, der Verteilung seiner Tätigkeiten und des derzeitigen Verrechnungspreissystems, keine Ergänzungssteuern auf Ebene unserer Gesellschaft anfallen werden. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht)Wesentliche berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. Konzernverhältnisse sowie kleinster und größter KonsolidierungskreisDie Gesellschaft gehört zum Konzern von Ingersoll Rand Inc., Davidson, North Carolina (USA). Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ingersoll Rand Inc. einbezogen, die einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen nach den Rechnungslegungsvorschriften der US GAAP aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, SEC) unter der Registernummer 001-38095 eingesehen werden. Der befreiende Konzernabschluss der Ingersoll Rand Inc. (einschließlich des befreienden Konzernlageberichts, d.h. Item 7 "MANAGEMENT'S DISCUSSION AND ANALYSIS OF FINANCIAL CONDITION AND RESULTS OF OPERATIONS", und des Bestätigungsvermerks) wird von der GD German Holdings GmbH, Fürstenfeldbruck, an die das Unternehmensregister führende Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt. Die Gardner Denver Schopfheim GmbH ist damit nach § 292 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Die wesentlichen Rechnungslegungsunterschiede zwischen HGB und US GAAP im Konzernabschluss, die für unsere Gesellschaft zutreffen, sind: Rechnungslegungsphilosophie und GliederungBei der Bilanzierung nach HGB sowie der Bilanzierung nach US-Rechnungslegung stehen unterschiedliche Rechnungslegungsphilosophien im Vordergrund. Für die HGB-Rechnungslegung sind das Vorsichts- und Gläubigerschutzprinzip vorrangig, während die US-Rechnungslegung ihren Schwerpunkt auf Informationen für gegenwärtige und potentielle Investoren legt. Generell steht bei der US-Rechnungslegung die periodengerechte Erfassung von Aufwendungen und Erträgen (matching principle) mehr im Vordergrund als in der deutschen Rechnungslegung. Gemäß HGB müssen alle Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend der in § § 266, 275 HGB dargestellten Form und Reihenfolge dargestellt werden. Nach US GAAP ist eine andere Zusammenfassung erforderlich und die Reihenfolge der Bilanzpositionen beginnt mit den kurzfristigen Positionen. Die Aktiva sind nach abnehmender Liquidität, die Passiva nach zunehmender Laufzeit angeordnet. Darüber hinaus werden nach US GAAP die kurzfristigen Teile langfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten in einer separaten Bilanzposition ausgewiesen. Der Anteil, der innerhalb eines Jahres fällig ist, wird als kurzfristig behandelt. SachanlagenDas Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet und die Abschreibungen werden nach der linearen Bemessungsmethode vorgenommen, hierbei werden die folgenden Nutzungsdauern verwendet:
Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung des Anlagevermögens den oben im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. VorräteDie Vorräte sind nach HGB ebenso wie nach US GAAP mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zu bewerten. Die Herstellungskosten nach US GAAP beinhalten projektbezogene Vollkosten. Abwertungen zur Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Werts werden nach HGB je nach Art der Vorräte differenziert auf Basis des Absatz- und/oder Beschaffungsmarktes ermittelt. Nach US GAAP ist grundsätzlich der Absatzmarkt relevant. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Bilanzierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach US GAAP erfolgt als Barwert der Verpflichtung zum Bilanzstichtag zuzüglich etwaiger in Folgeperioden zu berücksichtigender versicherungsmathematischer Gewinne abzüglich des am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Bei der Berechnung des Barwerts sind künftige Rentenanpassungen sowie Schätzungen über Fluktuationen von Arbeitnehmern zu berücksichtigen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich als Differenz zwischen der am Anfang der Periode ermittelten Soll-Rückstellung und der Ist-Rückstellung am Periodenende ergeben, werden erfolgsneutral erfasst. Der Diskontierungssatz orientiert sich an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung zum Anwartschaftsbarwert nach den oben im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" beschriebenen Grundsätzen. Dabei ist als Diskontierungssatz der von der Deutschen Bundesbank nach der RückAbzinsV ermittelte Zehnjahresdurchschnittszinssatz zu verwenden. Übrige RückstellungenNach US GAAP sind Rückstellungen nur zu bilden, wenn eine externe Verpflichtung besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Rückstellung zuverlässig zu schätzen ist. Bei der Bewertung der Rückstellung ist der wahrscheinlichste Wert, bei einer Bandbreite gleichwahrscheinlicher Werte der niedrigste Wert anzusetzen, während Rückstellungen im HGB-Abschluss unter Beachtung des Vorsichtsprinzips zu bewerten sind. Nach HGB sind Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag anzusetzen. Bei der Bildung von Rückstellungen ist nicht grundsätzlich der höchstmögliche Betrag anzusetzen, in Zweifelsfällen jedoch gebietet das Vorsichtsprinzip indes die Rückstellung des höheren Betrags. Der Diskontierungssatz orientiert sich nach US GAAP an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Demgegenüber ist nach HGB als Diskontierungssatz der von der Deutschen Bundesbank nach der RückAbzinsV ermittelte Siebenjahresdurchschnittszinssatz zu verwenden. Innerhalb der sonstigen Rückstellungen werden Aufstockungsbeträge von Altersteilzeitrückstellungen insoweit berücksichtigt, als diese auf die künftige Freistellungsphase entfallen und durch die Vorleistung des Arbeitnehmers bereits anteilig verdient sind. Hierzu wird eine Quote aus dem Verhältnis der tatsächlich geleisteten Dienstzeit seit Vertragsabschluss bis zum Bilanzstichtag zur gesamten Zeit von Vertragsabschluss bis zum Ende der Arbeitsphase gebildet und hiermit die Rückstellung gewichtet. Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung nach den oben im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" beschriebenen Grundsätzen. UmsatzerlöseUnterschiede in den Umsatzerlösen beruhen auf der Nutzung der Percentage-of-Completion-Methode im Rahmen der projektbezogenen Umsatzrealisation nach US GAAP, während unter HGB die Completed-Contract-Methode Anwendung findet. LeasingbilanzierungASC 842 schreibt vor, dass gemäß US GAAP der Leasingnehmer: (a) Nutzungsrechte entweder in der Bilanz oder im Anhang getrennt von anderen Vermögenswerten darzustellen hat. Stellt er die Nutzungsrechte in der Bilanz nicht gesondert dar, so hat er (i) diese Nutzungsrechte in den gleichen Bilanzposten aufzunehmen, in dem auch die zugrundeliegenden Vermögenswerte dargestellt würden, wenn sie sein Eigentum wären, und (ii) anzugeben, in welchen Bilanzposten diese Nutzungsrechte geführt werden; oder (b) Leasingverbindlichkeiten entweder in der Bilanz oder im Anhang getrennt von anderen Verbindlichkeiten darzustellen hat. Stellt der Leasingnehmer Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz nicht gesondert dar, hat er anzugeben, in welchen Bilanzposten diese Verbindlichkeiten enthalten sind. Im deutschen handelsrechtlichen Jahresabschluss folgt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen i.W. den ertragsteuerlichen Regelungen. Finanzierungsleasingkomponenten sind danach analog den Regelungen des ASC 842 zu bilanzieren. Operative Leasingverhältnisse werden dagegen nicht in der Bilanz erfasst, sondern entsprechend dem Realisations- und Imparitätsprinzip periodengerecht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und ansonsten nach § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB betraglich im Konzernanhang genannt. ErgebnisverwendungDas Jahresergebnis der Gesellschaft wird gemäß dem bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Gardner Denver Schopfheim GmbH, Schopfheim, als beherrschter Gesellschaft und der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, als beherrschende Gesellschaft vollständig an letztere abgeführt bzw. von dieser vollständig übernommen.
Schopfheim, den 29. Mai 2024 Gardner Denver Schopfheim GmbH Andrew R. Schiesl Michael J. Scheske Glenn Oestevik Entwicklung des Anlagevermögens Im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Gardner Denver Schopfheim GmbH, Schopfheim PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Gardner Denver Schopfheim GmbH, Schopfheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gardner Denver Schopfheim GmbH, Schopfheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 29. Mai 2024 Deloitte
GmbH
Jan Lehnhardt, Wirtschaftsprüfer Christian Booms, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses der Gardner Denver Schopfheim GmbH erfolgte am: 02.12.2024. |
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