Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH

Kasseler Straße 2, 34346 Hann. Münden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen HRB 112118
Vorher
Haendler & Natermann Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
26.4.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Erzeugnissen aus Aluminium, Blei, Zinn und sonstigen NE-Metallen, Papier und Kunststoffen aller Art sowie die Vornahme aller Geschäfte, die mit der Betätigung auf diesen Gebieten zusammenhängen. Die Gesellschaft ist berechtigt, im In- und Ausland Zweigniederlassungen zu errichten, sich an anderen Unternehmen des In- und Auslandes gleicher oder verwandter Art zu beteiligen, solche Unternehmen zu erwerben und zu errichten, zu führen und zu verwalten sowie alle Geschäfte einschließlich Interessengemeinschaftsverträge sowie Unternehmensverträge aller Art, insbesondere Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträge, einzugehen, die geeignet sind, mittelbar oder unmittelbar die Interessen der Gesellschaft zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Benjamin Krajcir
seit 28.5.2024
Geschäftsführer
Markus Latz
seit 29.2.2024
Prokura
Matthew Keith Skiles
seit 25.5.2022
Geschäftsführer
Bernd Schöniger
seit 17.9.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Multi-Color CorporationUSA
89.99%
Multi-Color CorporationUSA
10.01%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
13.498.500 €
89.99%
Multi-Color Corporation
United States
1.501.500 €
10.01%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH

Hann. Münden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH, Hann. Münden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 7. August 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Horn, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 223.935,71 339
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.217.375,19 4.520
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.297.736,67 4.895
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 812.458,96 826
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 209,11 7
9.327.779,93 10.248
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 97.991.437,16 97.991
107.543.152,80 108.578
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.189.976,54 8.202
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.079.373,72 851
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.033.433,28 3.212
5.302.783,54 12.265
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.296.634,96 12.064
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 52.648.214,53 25.022
3. Sonstige Vermögensgegenstände 415.396,39 880
60.360.245,88 37.966
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 14.465,60 106
65.677.495,02 50.337
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.732,43 288
173.258.380,25 159.203

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000
II. Kapitalrücklage 84.639.936,23 84.640
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 3.841.535,75 3.842
IV. Gewinnvortrag 3.696.500,00 3.696
107.177.971,98 107.178
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 83.879,00 87
2. Sonstige Rückstellungen 3.008.834,32 3.588
3.092.713,32 3.675
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 2.532
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 51.420,00 53
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.470.570,65 8.754
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 58.338.045,62 35.862
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.127.658,68 1.149
davon aus Steuern EUR 212.023,84 (Vj. TEUR 180)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 15.711,78 (Vj. TEUR 8)
62.987.694,95 48.350
173.258.380,25 159.203

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 70.896.886,48 84.112
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -949.846,88 472
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.028.615,71 1.865
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 1.122.407,15 (Vj. TEUR 1.346)
71.975.655,31 86.449
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 33.212.813,33 40.782
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.124.138,82 1.631
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.499.363,70 16.311
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.108.279,87 3.486
davon für Altersversorgung EUR 55.962,07 (Vj. TEUR 67)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.364.495,23 1.412
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.073.854,18 12.248
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.722.453,55 (Vj. TEUR 230)
67.382.945,13 75.870
8. Erträge aus Beteiligungen 52.499.999,00 25.000
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 52.499.999,00 (Vi. TEUR 25.000)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 458.631,63 6
davon Erträge aus der Abzinsung EUR 0,00 (Vj. TEUR 6)
davon Erträge von verbundenen Unternehmen EUR 456.284,00 (Vj. TEUR 0)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 271.129,60 317
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. TEUR 241)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 232.131,00 (Vj. TEUR 13)
52.687.501,03 24.689
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0
12. Ergebnis nach Steuern 57.280.211,21 35.268
13. Sonstige Steuern -73.531,21 -54
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 57.206.680,00 35.214
15. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH, Hann. Münden, ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen unter der Handelsregisternummer HRB 112118 gemeldet.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242ff. und 264ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Mit der Multi-Color Germany Holding GmbH, Frankfurt am Main, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, welcher eine Verlustübernahmeverpflichtung entsprechend § 302 AktG (analog) in seiner jeweils gültigen Fassung durch die Multi-Color Germany Holding GmbH umfasst. Der Vertrag wurde am 1. März 2018 abgeschlossen. Dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag stimmte die Gesellschafterin, Multi-Color Corp., Batavia/Ohio, USA, mit Beschluss vom 15. März 2018 zu. Der Beschluss wurde am 27. März 2018 im Handelsregister bekanntgemacht und eine ertragsteuerliche Organschaft begründet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr unverändert fortgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Jahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Zugänge des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten oder mit den Herstellungskosten, die neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen enthalten, bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagegüter ausschließlich linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt bei

gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten 3 bis 9 Jahre
Gebäuden 10 bis 50 Jahre
technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 19 Jahre
Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 25 Jahre

soweit nicht eine kürzere Abschreibungsdauer notwendig ist. Im Jahr des Zugangs wird die Abschreibung pro rata temporis ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter von EUR 250 bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 250 werden sofort in voller Höhe als Aufwand gebucht.

Vorräte

Innerhalb der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Auf schwer verwertbare oder nicht gängige Materialien werden Abschläge vorgenommen.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt, die nach Steuerrecht aktivierungspflichtig sind. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungs-Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB und Kosten der allgemeinen Verwaltung, für soziale Einrichtungen und freiwillige soziale Leistungen sowie für die Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet. Darüber hinaus wird zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos eine pauschal ermittelte Wertberichtigung abgesetzt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Bewertung des Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt zum Nennwert.

Passiva

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen von 3% p.a. bei den Personalkosten bzw. von 0% p.a. bei den anderen Rückstellungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten kommen mit den Erfüllungsbeträgen zum Ansatz.

Währungsumrechnung

Guthaben in ausländischen Währungen sowie Valutaforderungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung am Bilanzstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Aufwendungen und Erträge in ausländischen Währungen bzw. mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon- Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen durch einen Gutachter auf der Basis der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie unter Anwendung folgender Parameter ermittelt:

31.12.2023 31.12.2022
Bewertungsmethode PUC PUC
Rechnungszinssatz (10-Jahres-Durchschnitt) 1,83% 1,78%
Rechnungszinssatz (7-Jahres-Durchschnitt) 1,75% 1,44%
Anwartschaftsdynamik 0,00% 0,00%
Rentendynamik 2,20% 2,22%
Passive Verrechnung des Deckungsvermögens gemäß § 246 (2) HGB: Ja Ja
Höhe der Pensionszusagen: TEUR 483 TEUR 716
Höhe des verrechneten Deckungsvermögens: TEUR 399 TEUR 630
Rückstellung TEUR 84 TEUR 86
Zum Vergleich:
Rückstellung auf Basis 7-Jahres-Durchschnitt TEUR 488 TEUR 748
Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB TEUR 5 TEUR 32

Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird der Rechnungszinssatz auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen 10 Jahre nach § 253 Abs. 2 HGB zugrunde gelegt.

Der Differenzbetrag, der sich aus der Ermittlung der Rückstellung auf Basis des 7-Jahres- und des 10- Jahres-Durchschnittszinssatzes ergibt, ist in der Ergebnisabführung mit enthalten und hat folglich keiner Abführungssperre unterlegen.

Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem steuerlichen Aktivwert der betreffenden Rückdeckungsversicherungen.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Erwartete künftige Preissteigerungen werden bei Bedarf berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit einem fristenadäquaten Zinssatz abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger werden nicht abgezinst.

C. Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB ergibt sich unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus dem Anlagespiegel.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Der Anteilsbesitz der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

Anteil am Kapital Währung Eigenkapital Jahresergebnis
Name, Sitz % (1.000) (1.000)
Haendler & Natermann Benelux B.V.B.A., Brüssel (Belgien) 100.00 EUR 105.814 669
MCC France F&B, Coueron (Frankreich) 100,00 EUR 14.617 10
Novis Casa de Editura si Tipografia S.R.L. (Rumänien) 100.00 EUR 5.281 1.176

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 52.648 (Vorjahr: TEUR 25.022) entfallen mit TEUR 9.806 (Vorjahr: TEUR 14.270) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf Forderungen aus Cashpooling entfallen TEUR 42.843 (Vorjahr: TEUR 10.752). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 15.000 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 84.640 (Vorjahr: TEUR 84.640) und resultiert in Höhe von TEUR 1.166 aus Einzahlungen ehemaliger Gesellschafter. Die anderen Gewinnrücklagen stammen ausschließlich aus der "BilMoG"-Umstellung.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen

für Kundenboni in Höhe von TEUR 519 (Vorjahr: TEUR 737)

aus Altersteilzeitvereinbarungen mit Mitarbeitern in Höhe von TEUR 732 (Vorjahr: TEUR 680)

aus Abfindungsansprüchen von Mitarbeitern in Höhe von TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 73)

für ausstehende Rechnungen und Frachten in Höhe von TEUR 556 (Vorjahr: TEUR 535)

für Lohnvorleistungen und Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 423)

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten enthalten im wesentlichen Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022 bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
( 2.532 ) ( 2.532 ) ( 0) ( 0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 51 51 0 0
(54) (54) ( 0) ( 0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.471 3.471 0 0
( 8.754 ) ( 8.754 ) ( 0) ( 0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen * ) 58.338 58.338 0 0
( 35.862 ) ( 35.862 ) ( 0) ( 0)
Sonstige Verbindlichkeiten ** ) 1.128 1.128 0 0
( 1.149 ) ( 1.149 ) (0) (0)
62.988 62.988 0 0
(48.351 ) ( 48.351 ) ( 0) ( 0)
*) davon gegenüber Gesellschaftern: TEUR 57.794 (TEUR 35.558)
davon aus Gewinnabführungen: TEUR 57.207 (TEUR 35.214)
**) davon aus Steuern: TEUR 212 (TEUR 180)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 16 (TEUR 8)

Sicherheiten wurden im Übrigen nicht eingeräumt.

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2023 bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

Die LABL, INC., USA hat als "Parent Borrower" im Rahmen eines "asset based revolving credit Agreement" ("ABL") vom 29. Oktober 2021 die Möglichkeit, Fremdkapital in Höhe von max. USD 590 Mio. aufzunehmen. Weitere Kreditnehmer ("other Borrower") sind eine Vielzahl von verbundenen Unternehmen, darunter die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH. Alle beteiligten Unternehmen haften gem. "ABL GUARANTY AGREEMENT" als Gesamtschuldner. In diesem Zusammenhang wurden von der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH, ebenso wie von den anderen beteiligten Gesellschaften, folgende Sicherheiten gewährt:

Globalzession von Forderungen ("Global Assignment Agreement")

Verpfändung der Bankkonten ("Account Pledge Agreement").

Zum 31. Dezember 2023 gab es Kreditaufnahmen in Höhe von USD 225.625.000,00 im Rahmen dieses Vertrages. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass wir aus der Mithaftung nicht in Anspruch genommen werden, weil die an der Finanzierung beteiligten Unternehmen von ihren Gesellschafterinnen ausreichend finanzielle Mittel bereitgestellt bekommen, um ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Weitere Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen bestehen nicht.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Für Vermögensgegenstände, die im Bereich der Verwaltung (z.B. Fahrzeuge, Büroausstattung, etc.) sowie der operativen Geschäftstätigkeit genutzt werden (z.B. Maschinen und Fuhrpark), wurden Operating-Leasinggeschäfte abgeschlossen, um diese Vermögensgegenstände mit möglichst geringer Mittelbindung zu nutzen. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgte im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Eine Aktivierung gemieteter bzw. geleaster Vermögensgegenstände erfolgte nicht. Die Laufzeiten der Miet- und Leasinggeschäfte betragen zwischen 4 und 36 Monaten. Die zukünftige Liquiditätsbelastung aus den Miet- und Leasingverpflichtungen ist aus der Aufstellung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ersichtlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten. Diese resultieren aus Leasingverträgen TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 823) und aus Bestellobligo aus Abnahmeverpflichtungen für Rohstoffe und Investitionen TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 188). Der Gesamtbetrag dieser Verpflichtungen beträgt am Bilanzstichtag TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 1.011). Davon werden TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 920) innerhalb eines Jahres und TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 91) innerhalb von vier weiteren Jahren fällig.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen bestehen nicht.

Umsatzerlöse

Aufgeteilt nach geographischen Märkten entfallen von den Umsatzerlösen auf:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Bundesrepublik Deutschland 24.068 17.579
Übrige Europäische Union 11.025 14.612
Übriges Europa 8.991 12.545
Amerika 21.615 28.818
Afrika, Asien, Australien 5.198 10.558
70.897 84.112

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung bzw. Größenordnung betreffen Erträge aus

Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.122 (Vorjahr: TEUR 1.346)

Personalaufwand

Von den Personalaufwendungen entfallen TEUR 334 (Vorjahr: TEUR 118) auf Einmalkosten für Abfindungen und Altersteilzeitvereinbarungen sowie TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 67) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für

Frachten in Höhe von TEUR 1.455 (Vorjahr: TEUR 2.744)

Reparaturen und Ersatzteile in Höhe von TEUR 1.249 (Vorjahr: TEUR 1.378)

Mieten, Pachten, Leasing TEUR 852 (Vorjahr: TEUR 467)

Aufwendungen verbundener Unternehmen aus Konzernumlagen in Höhe von TEUR 1.342 (Vorjahr: TEUR 2.667)

Währungsumrechnung mit TEUR 1.722 (Vorjahr: TEUR 230)

periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 53).

D. Sonstige Angaben

Konzernzugehörigkeit

Mit Wirkung zum 1. Juli 2019 wurde die Multi-Color Gruppe von einer Tochter der "Platinum Equity" übernommen. Wirtschaftliche Eigentümerin unseres Unternehmens ist seither die "Platinum Equity Capital Partners IV, L.P." mit Sitz in Beverly Hills (USA).

Die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH war bis zum 24. September 2021 über die Multi-Color Germany Holding GmbH, Frankfurt am Main, die Multi-Color UK Holdings 2 (Großbritannien) und die Multi-Color Corp., Batavia/Ohio, USA, ein mit der LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) verbundenes Unternehmen.

Die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH ist seit dem 24. September 2021 über die Multi-Color German Group GmbH, Frankfurt am Main, und die Multi-Color Corp., Batavia/Ohio, USA, ein mit der LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) verbundenes Unternehmen.

Die LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis auf. Die Multi-Color Hann. Münden Germany GmbH und ihre in- und ausländischen Tochtergesellschaften sind in diesen Konzernabschluss einbezogen.

Die Multi-Color Hann. Münden Germany GmbH braucht als Tochterunternehmen eines Mutterunternehmens mit Sitz in einem Staat, der nicht Mitglied der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ist, gemäß §§ 291, 292 HGB i. V. m. § 1 KonBefrV einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht nicht aufzustellen, da die LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) als oberstes Mutterunternehmen im Konzern beabsichtigt, ihren Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die Multi-Color Hann. Münden Germany GmbH offenzulegen.

Dieser Konzernabschluss wird als gleichwertiger Abschluss im Sinne der Konzernabschlussbefreiungsverordnung angesehen und soll einschließlich des hierzu erteilten Bestätigungsvermerks in englischer Sprache im Unternehmensregister veröffentlicht werden.

Der Konzernabschluss der LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) ist nach amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) aufgestellt worden. Wesentliche Abweichungen zu den handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften bestehen beim Anlagevermögen aus der Kaufpreisallokation bei den Finanzanlagen sowie bei der Bemessung der Pensionsrückstellungen. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgt in beiden Rechenwerken unter Berücksichtigung zukünftiger Lohn- und Gehaltssteigerungen und unter Anwendung kapitalmarktorientierter Zinssätze. Unterschiede ergeben sich allerdings aus der Anwendung von Durchschnittszinssätzen.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

2023 2022
Geschäftsführer 3 3
Gewerbliche Mitarbeiter 229 249
Angestellte 56 54
Auszubildende 20 9
308 315

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 41,5. Es entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführung

Uwe Groß, Liebenau

General Manager bei der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH (bis zum 29. Februar 2024)

Bernd Schöniger, Immenhausen;

Financial Manager bei der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH

Jörg Waldorf, Hann. Münden;

Sales Director bei der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH (bis zum 29. Februar 2024)

Tanu Bhati, Cincinatti/USA (bis zum 28. Mai 2024)

Vice President Treasurer bei der Multi-Color Corp., Batavia/USA (ohne Bezüge)

Matthew Skiles, Maineville, Ohio/USA (seit dem 6. April 2022)

Corporate Tax Director bei der Multi-Color Corp., Batavia/USA (ohne Bezüge)

Georg Kasperkovitz, Amsterdam, Niederlande; (bis zum 05. Dezember 2023)

President EMEAA bei der Multi-Color Corp., Batavia / USA (ohne Bezüge)

Benjamin Krajcir, Illinois, USA (ab dem 28. Mai 2024)

Vice president Finance transformation bei Multi-Color Corp., Batavia / USA

Die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH macht von dem Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

 

Hann. Münden, den 17. Juli 2024

Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH

Matthew Skiles

Benjamin Krajcir

Bernd Schöniger

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.978.103,63 0,00 283.296,76 4.273,50 1.699.080,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.063.250,26 0,00 6.715,02 0,00 18.056.535,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 43.751.819,33 0,00 2.330.619,59 106.306,48 41.527.506,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.780.893,27 50,68 234.020,57 227.267,91 11.774.191,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.130,97 330.926,03 0,00 -337.847,89 209,11
73.603.093,83 330.976,71 2.571.355,18 -4.273,50 71.358.441,86
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 97.991.437,16 0,00 0,00 0,00 97.991.437,16
173.572.634,62 330.976,71 2.854.651,94 0,00 171.048.959,39
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.639.439,11 119.002,30 283.296,76 1.475.144,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.543.279,49 302.148,08 6.267,52 13.839.160,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.856.553,95 703.835,19 2.330.619,59 37.229.769,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.954.953,32 239.509,66 232.730,65 10.961.732,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
63.354.786,76 1.245.492,93 2.569.617,76 62.030.661,93
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
64.994.225,87 1.364.495,23 2.852.914,52 63.505.806,59
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 223.935,71 339
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.217.375,19 4.520
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.297.736,67 4.895
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 812.458,96 826
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 209,11 7
9.327.779,93 10.248
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 97.991.437,16 97.991
107.543.152,80 108.578

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Die Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH, Heiligenstadt, und die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH, Hann. Münden, sind Schwestergesellschaften unter der deutschen Mutter Multi-Color Germany Holding GmbH, Frankfurt am Main. Die Multi-Color Germany Holding GmbH Gruppe ist in den Konzern der Multi-Color Corp., Batavia/Ohio, mit Sitz in den USA eingebunden. Die deutschen Konzerngesellschaften bedienen unterschiedliche Geschäftsfelder.

Unser Unternehmen beliefert mehrheitlich die Getränkeindustrie mit Aluminium- und Papieretiketten, als auch mit Rundumetiketten und Shrink-Sleeves. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich das global abgeschwächte Konsumverhalten verbraucherseitig, sowie eine Anpassung der insbesondere im Vorjahr in der Lieferkette aufgebaute Lagerbestände, belastend auf den Umsatz aller Produktbereiche ausgewirkt. Unterstützung findet der Verkauf der Produkte im Export über die Nutzung anderer Multi-Color Produktionsstätten als regionale Logistik Hops.

Nachdem das Kalenderjahr 2022 durch deutlich erhöhte Beschaffungskosten und insbesondere Beschaffungsängste an den Versorgungsmärkten geprägt war, hat sich das Jahr 2023 mit neuen Herausforderungen dargestellt. Die erwartete Belebung der Absatzmärkte hat sich zum Jahresbeginn in einem für die Saison üblichen Umsatz reflektiert. Dies hat zu einem weiteren Lageraufbau in der Lieferkette bis hin zum Endkunden geführt. Gegenläufig hierzu hat sich der Verbraucher, unter andere getrieben über gestiegene Lebenshaltungskosten, im Konsumverhalten gezeigt. Gestiegene Finanzierungskosten führten zum Lagerabbau von Rohstoffen und Fertigwaren kundenseitig. Dieser Effekt betraf sowohl die nationalen als auch die internationalen Märkte sowie alle Ausstattungstechnologien.

Die Auslastung im Flexodruck wurde maßgeblich beeinflusst über eine Umstellung der Ausstattung bei einem unserer Hauptkunden, welche auf dieser Druckanlage Anfertigung fand. Neugeschäfte konnten im Inland und im Ausland gewonnen werden. Die ersten Umsätze hieraus zeigen sich im Jahr 2023, weitere positive Effekte sind in 2024 zu erwarten.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 leicht geschrumpft, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland lag in 2023 um 0,3 % niedriger als in 2022.

Für 2024 wird ein Wirtschaftswachstum von +1,3 % erwartet, laut Prognose der Bundesregierung.

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,13 Billionen auf insgesamt circa 104,79 Billionen US-Dollar erhöht. Allein die vier größten Volkswirtschaften der Welt, die USA, China, Japan und Deutschland, vereinen mit ihrem Bruttoinlandsprodukt die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung auf sich.

Die aktuelle Inflation und die Unsicherheiten der Verbraucher werden zu Verhaltensänderungen im Konsumverhalten führen. Aus den steigenden Kapitalkosten ist mit einer reduzierten Lagerhaltung bei unseren Kunden und mit nachhaltigen Maßnahmen zur Kostenkontrolle und kürzeren Bestellzyklen zu rechnen. Die sich daraus ergebende Notwendigkeit einer hohen Flexibilität, verbunden mit der Liefersicherheit, die wir als Teil der globalen MCC bieten können, wird unsere Position an den Märkten weiter positiv beeinflussen.

2. Ertrag und Finanzierung

Die Planung und Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf EBITDA und Umsatz. Diese beiden Größen stellen auch die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren dar. Die Ergebnisentwicklung ist nachfolgend dargestellt.

Das EBITDA der Gesellschaft ist von EUR 12,0 Mio. auf EUR 6,0 Mio. gesunken. Wesentliche negative Treiber sind ein gesunkenes Volumen, Aufwendungen aus Währungsumrechnung und Preissteigerungen bei den Material- und Personalkosten. Positiv wirkten sich erhöhte Verkaufspreise (im Wesentlichen Nachlaufeffekte aus dem Vorjahr) sowie Optimierungen im Rahmen des "Continuous Improvement" aus.

Für das Geschäftsjahr 2023 hatte die Geschäftsführung mit moderat steigenden Umsätzen und einem stabilen EBITDA gerechnet. Aufgrund des gesunkenen Umsatzvolumens wurde dieses Ziel nicht erreicht.

Die Umsatzerlöse sind in Relation zur Vergleichsperiode um 15,7 % auf EUR 70,9 Mio. gesunken. Sämtliche Produktbereiche - Aluminium-, Papier- sowie Kunststoffetiketten - haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Leistungsverrechnungen an verbundene Unternehmen sind leicht gestiegen. Der Anstieg ergibt sich aus den oben genannten Verkaufspreissteigerungen, das Produktionsvolumen ist gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Die Betriebsleistung (= Umsatzerlösen zuzüglich Bestandsveränderungen) liegt mit EUR 69,9 Mio. um EUR 14,6 Mio. unter dem Vorjahr.

Der Materialkostenbestandteil an der Gesamtleistung (= Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen) ist von 50,1 % auf 49,1 % gesunken. Wesentliche Ursache hierfür sind die oben beschriebenen Preiseffekte.

Die Personalkosten sind in Relation zur Gesamtleistung (= Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen) trotz der Durchführung von Kurzarbeit in den Monaten Juli bis Dezember von 23,4 % im Vorjahr auf 26,6 % gestiegen. Darin sind Einmalkosten für Abfindungen enthalten in Höhe von 0,5 % der Betriebsleistung bzw. im Vorjahr 0,1 %.

Das Währungsergebnis hat sich von EUR +1,1 Mio. im Vorjahr auf EUR -0,6 Mio. im laufenden Jahr reduziert.

Das Finanzergebnis liegt mit EUR +52,7 Mio. um EUR 28,0 über dem Vorjahr. Darin enthalten sind Dividendenerträge von der MCC France F&B, Coueron, Frankreich in Höhe von EUR 30,0 Mio. sowie der H&N Benelux BV, Brüssel, Belgien, in Höhe von EUR 22,5 Mio.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 mit EUR 57,2 Mio. ein im Vergleich zum Vorjahr um EUR 22,0 Mio. höheres Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) erzielt.

3. Entwicklung

Mit der stetigen Weiterentwicklung unserer Produkte in enger Zusammenarbeit mit den Kunden und den Anlagenherstellern zur Verwendung unserer Etiketten zeigen wir unseren Kunden kontinuierliche Zusatznutzen auf. Bei den Aluminiumetiketten liegt dieser in der Verschlusssicherung und in einem auf den gesamten Lebenszyklus optimierten Produktaufbau. Hierdurch können Umsätze generiert bzw. bestehende Umsätze abgesichert werden. Die Entwicklung von Produkten, die eine Kompatibilität für das Recycling aufweisen oder wiederverwendbar sind, steht im Fokus. Der Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit dient die Entwicklung von dickenreduzierten Materialien sowohl bei den Aluminiumetiketten als auch bei den Papier- und Kunststoffetiketten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verwendung von Papieren mit 100 % Post-Recycling Anteil, welches unsere Reputation bei den nationalen und internationalen Kundengruppen festigt und weiter ausbaut. Speziell entwickelte Hochglanzfarben mit Metalleffekt, ermöglichen den Umstieg von metallisierten auf weiße Papiere. Im Rahmen des globalen gruppenübergreifenden Austauschs wird kontinuierlich an weiteren Innovationen gearbeitet. Die technische Betreuung direkt beim Kunden ist wichtiger Bestandteil der Stärkung unserer Marktposition.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr um 8,9 % auf EUR 173,3 Mio. erhöht.

Das Sachanlagevermögen ist um EUR 0,9 Mio. auf EUR 9,3 Mio. gesunken. Ebenso wie im Vorjahr gab es auch im laufenden Geschäftsjahr nur moderate Investitionen.

Die Finanzanlagen sind mit EUR 98,0 Mio. unverändert zum Vorjahr.

Der Vorratsbestand ist um EUR 7,0 Mio. auf EUR 5,3 Mio. gesunken. Wesentlicher Treiber sind geringere Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Im Vorjahr wurden Vorräte mit herausfordernden Beschaffungswegen in höheren Mengen vorgehalten. Auch ein geringerer Bedarf aufgrund des niedrigeren Produktionsvolumens hat zu dieser Reduzierung geführt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von EUR 12,0 Mio. auf EUR 7,3 Mio. gesunken. Neben stichtagsbedingten Effekten hat unsere zum Vorjahr abweichende Saisonkurve zu dieser Reduzierung geführt. Die Umsätze in den letzten Monaten 2024 lagen unter denen des Vorjahres.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um EUR 27,6 Mio. auf EUR 52,7 Mio. gestiegen. Neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind hierin Cashpool-Forderungen in Höhe von EUR 42,8 Mio. (Vorjahr: EUR 10,8 Mio.) enthalten.

Die liquiden Mittel sind von EUR 0,1 Mio. auf EUR 0,0 Mio. gesunken.

Die Rückstellungen sind um EUR 0,6 Mio. auf EUR 3,1 Mio. gesunken. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus geringeren Personalrückstellungen für Zeitguthaben, Resturlaube und Tantiemezahlungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind stichtagsbedingt von EUR 2,5 Mio. auf EUR 0,0 Mio. gesunken. Die Verbindlichkeiten im Vorjahr betrafen einen Vertrag über das Factoring von Kundenforderungen, der zum Ende des Vorjahres beendet wurde.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um EUR 22,5 Mio. auf EUR 58,3 Mio. erhöht. Darin sind Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung in Höhe von EUR 57,4 Mio. (Vorjahr: EUR 35,2 Mio.) enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des gesunkenen Volumens und des geänderten Bestellverhaltens von EUR 8,8 Mio. auf EUR 3,5 Mio. gesunken.

Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 67,3 % im Vorjahr auf 61,8 % gesunken.

5. Finanzlage

Die liquiden Mittel sind von EUR 0,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 0,0 Mio. im laufenden Geschäftsjahr gesunken.

Das Cash Pooling mit der MCC European Treasury Center B.V., Amsterdam, beträgt zum Stichtag EUR +42,8 Mio. (Vorjahr: EUR +10,8 Mio.).

Die Gesamtveränderung im Vergleich zum Vorjahresstichtag beträgt damit im Geschäftsjahr 2023 insgesamt EUR +32,0 Mio. Wesentlicher Treiber sind die im Geschäftsjahr 2023 erfolgte Dividendenzahlung der H&N Benelux BV und der MCC France F&B sowie ein reduziertes Working Capital, bestehend aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

6. Produktion und Umwelt

Zur Reduzierung des Abfalls bzw. des Materialeinsatzes nehmen wir kontinuierlich Verbesserungen an den Maschinen und Anlagen sowie unseren Prozessen vor.

Maßnahmen zur Verbesserung unserer Energieeffizienz werden im Rahmen unseres nach ISO 50001 zertifizierten Energiemanagementsystems systematisch identifiziert und umgesetzt.

Prognosebericht

Unsere nationalen und internationalen Absatzmärkte werden durch die aktuelle weltwirtschaftliche Situation beeinflusst. Steigende Kapitalkosten und erhöhte Verbraucherkosten können sich herausfordernd auf unser Geschäft auswirken. Längerfristig erwarten wir aus den Unwägbarkeiten am Beschaffungsmarkt - aus verändertem Verbraucherverhalten und anhaltendem Kostendruck - auch Chancen, neue Geschäft insbesondere im Export aus der Marktposition der Multi-Color Corporation zu generieren.

Ein weiterhin inflationärer Anstieg der nicht materialbezogenen Kosten, wird einhergehen mit weiteren Anpassungen der Verkaufspreise. Konsolidierung in der Zulieferindustrie führen unverändert zu Preisdruck, auch wenn sich bei Etikettenpapieren durch die Ankündigung des Einstieges eines neuen Anbieters Chancen auf der Beschaffungsseite ergeben. Neben der Generierung von Neugeschäft wird im Jahr 2024 ein deutlicher Schwerpunkt auf der Sicherung der Lieferfähigkeit in einem immer dynamischer werdenden Markt, dem weiteren Ausbau von Bestandskunden und der Kostenweitergabe zum Verwender unserer Produkte liegen.

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden bei Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH insbesondere die Umsatzentwicklung und das operative Ergebnis (EBITDA) herangezogen.

Für das Jahr 2024 erwartet die Geschäftsführung die Umsätze auf Vorjahresniveau und ein leicht höheres EBITDA, im Wesentlichen aus sinkenden Einkaufspreisen. Nach den Preissteigerungen der letzten Jahre in der Beschaffung und im Absatz, erwarten wir für 2024 sinkende Preise. Wesentliche Faktoren sind an die aktuelle Situation angepasste Preisfindungs- und Anpassungsprozesse, mit denen die Kostenstrukturen besser und zeitnah abgebildet werden. Die Geschäftsführung rechnet weiterhin mit Beeinträchtigungen aus dem Bezug von Waren und Leistungen, Beeinträchtigungen beim Verkauf von Waren sowie einer erhöhten Krankenquote unserer Mitarbeiter. Aus dem inflationär getriebenen Kaufkraftverlust der letzten Jahre gehen wir von Verschiebungen im Verbraucherverhalten aus, die auf den Absatz auswirken können. Ein weiterer Einfluss kann aus der restriktiven Handhabung von Lagerbeständen bei unseren Kunden, bedingt aus höheren Finanzierungskosten, resultieren, welches mit schnelleren Reaktionszeiten bei Lieferungen einhergeht.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Durch die Geschäftsführung wurde ein wirksames Planungs- und Kontrollinstrumentarium eingerichtet, um gegenwärtige und zukünftige Finanzrisiken sowie Risiken mit Bezug auf Finanzinstrumente, insbesondere Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten, zu minimieren.

Finanzanlagen

Engagements in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden im Rahmen eines regelmäßigen Reportings laufend überwacht.

Vorräte

Preisrisiken in der Rohstoffbeschaffung begegnen wir, soweit möglich, durch Preisvereinbarungen mit den Lieferanten für kontingentierte Mengen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unterliegen einem strengen Debitorenmanagement. Die Entwicklung der Außenstandsdauer wird nach Kundengruppen differenziert monatlich von der Geschäftsführung überwacht. Die wesentlichen Forderungsbestände sind durch Kreditversicherungen abgesichert. Den verbleibenden Ausfall- und Zinsrisiken wird zum Abschlussstichtag durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Der Einsatz dieser Instrumente erfolgt in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung nach von ihr vorgegebenen Regeln.

Verbindlichkeiten

Durch eine fixe Verzinsung von Kreditverbindlichkeiten wurden Zahlungsstromschwankungsrisiken reduziert.

Für auslaufende Darlehen gehen wir davon aus, die notwendigen Anschlussfinanzierungen bereitstellen zu können.

Unter Berücksichtigung der genannten Aspekte und Handlungen sieht das Management ein ausgewogenes Chancen-Risiken-Profil und hierbei keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken für das Geschäftsjahr 2024.

Chancen- und Risikobericht

Die Konsolidierung der Kunden auf den internationalen Märkten trägt weiterhin zur Öffnung des globalen Wettbewerbs bei. So bauen die Weltmarktführer Bier, AbInBev und Heineken, mit dem Fokus auf Premiumprodukte, ihre Position weiter aus. Die auf den Beschaffungsmärkten stattgefundene und weiterhin stattfindende Marktbereinigung über Schließungen und Konsolidierung lässt weiterhin einen Anstieg der Vormaterialpreise erwarten. Wir gehen von einer gesteigerten Unvorhersehbarkeit in der Materialbeschaffung bei Menge und Preis aus.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung liegen darüber hinaus in der Volatilität sowohl der Devisen- als auch der Beschaffungsmärkte und in der Einführung oder Erhöhung von Importzöllen als auch in längeren Laufzeiten im Transport, verbunden mit lokalen Engpässen im Löschen der Seefrachten in den Häfen. Diese können jeweils eine direkte Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit bei einzelnen Kunden bzw. in einzelnen Regionen haben.

Eine Stärkung unserer Position sehen wir in der Einbindung unseres Unternehmens in die amerikanische Multi-Color Gruppe, deren Kerngeschäft u. a. die Herstellung und der Vertrieb von Etiketten für die Getränkeindustrie ist. Die Einführung eines konzernübergreifenden CRM-Systems unterstützt maßgeblich die Vertriebsaktivitäten. Die Stärkung und der weitere Ausbau der globalen Key-Account Struktur, sowie der verstärkte Fokus auf die regionalen Märkte und eine Erweiterung der Geschäftsfelder, ist ein weiterer Faktor zur Festigung und zum Ausbau unserer Marktposition. Die Neukundenakquise wird über den Ausbau und Neustrukturierung des Vertriebes für die zukünftige Geschäftsentwicklung vorangetrieben.

Unsere in Zusammenhang mit den multiplen Krisen eingeleiteten Maßnahmen beinhalten unter anderem die Einrichtung einer sogenannten Task Force, Maßnahmen zur Absicherung der Lieferketten für Beschaffung und Absatz, regelmäßige Mitarbeiter- und Kundeninformationen auf Basis der jeweiligen Lageeinschätzung sowie Maßnahmen zur Steuerung und Sicherstellung der Liquidität.

 

Hann. Münden, den 17. Juli 2024

Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH

Bernd Schöniger

Benjamin Krajcir

Matthew Skiles

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