Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benjamin Krajcir seit 28.5.2024 | Geschäftsführer |
Markus Latz seit 29.2.2024 | Prokura |
Matthew Keith Skiles seit 25.5.2022 | Geschäftsführer |
Bernd Schöniger seit 17.9.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Multi-Color Corporation | 89.99% |
Multi-Color Corporation | 10.01% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbHHann. MündenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH, Hann. Münden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 7. August 2024 EY
GmbH & Co. KG
Horn, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH, Hann. Münden, ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen unter der Handelsregisternummer HRB 112118 gemeldet. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242ff. und 264ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Mit der Multi-Color Germany Holding GmbH, Frankfurt am Main, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, welcher eine Verlustübernahmeverpflichtung entsprechend § 302 AktG (analog) in seiner jeweils gültigen Fassung durch die Multi-Color Germany Holding GmbH umfasst. Der Vertrag wurde am 1. März 2018 abgeschlossen. Dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag stimmte die Gesellschafterin, Multi-Color Corp., Batavia/Ohio, USA, mit Beschluss vom 15. März 2018 zu. Der Beschluss wurde am 27. März 2018 im Handelsregister bekanntgemacht und eine ertragsteuerliche Organschaft begründet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr unverändert fortgeführt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Jahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Zugänge des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten oder mit den Herstellungskosten, die neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen enthalten, bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagegüter ausschließlich linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt bei
soweit nicht eine kürzere Abschreibungsdauer notwendig ist. Im Jahr des Zugangs wird die Abschreibung pro rata temporis ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter von EUR 250 bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 250 werden sofort in voller Höhe als Aufwand gebucht. Vorräte Innerhalb der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Auf schwer verwertbare oder nicht gängige Materialien werden Abschläge vorgenommen. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt, die nach Steuerrecht aktivierungspflichtig sind. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungs-Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB und Kosten der allgemeinen Verwaltung, für soziale Einrichtungen und freiwillige soziale Leistungen sowie für die Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet. Darüber hinaus wird zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos eine pauschal ermittelte Wertberichtigung abgesetzt. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Rechnungsabgrenzungsposten Die Bewertung des Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt zum Nennwert. Passiva Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen von 3% p.a. bei den Personalkosten bzw. von 0% p.a. bei den anderen Rückstellungen) angesetzt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten kommen mit den Erfüllungsbeträgen zum Ansatz. Währungsumrechnung Guthaben in ausländischen Währungen sowie Valutaforderungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Aufwendungen und Erträge in ausländischen Währungen bzw. mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon- Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen durch einen Gutachter auf der Basis der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie unter Anwendung folgender Parameter ermittelt:
Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird der Rechnungszinssatz auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen 10 Jahre nach § 253 Abs. 2 HGB zugrunde gelegt. Der Differenzbetrag, der sich aus der Ermittlung der Rückstellung auf Basis des 7-Jahres- und des 10- Jahres-Durchschnittszinssatzes ergibt, ist in der Ergebnisabführung mit enthalten und hat folglich keiner Abführungssperre unterlegen. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem steuerlichen Aktivwert der betreffenden Rückdeckungsversicherungen. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Erwartete künftige Preissteigerungen werden bei Bedarf berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit einem fristenadäquaten Zinssatz abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger werden nicht abgezinst. C. Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB ergibt sich unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus dem Anlagespiegel. Anteile an verbundenen Unternehmen Der Anteilsbesitz der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH setzt sich wie folgt zusammen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 52.648 (Vorjahr: TEUR 25.022) entfallen mit TEUR 9.806 (Vorjahr: TEUR 14.270) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf Forderungen aus Cashpooling entfallen TEUR 42.843 (Vorjahr: TEUR 10.752). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 15.000 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 84.640 (Vorjahr: TEUR 84.640) und resultiert in Höhe von TEUR 1.166 aus Einzahlungen ehemaliger Gesellschafter. Die anderen Gewinnrücklagen stammen ausschließlich aus der "BilMoG"-Umstellung. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten enthalten im wesentlichen Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Sicherheiten wurden im Übrigen nicht eingeräumt. Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2023 bestanden folgende Haftungsverhältnisse: Die LABL, INC., USA hat als "Parent Borrower" im Rahmen eines "asset based revolving credit Agreement" ("ABL") vom 29. Oktober 2021 die Möglichkeit, Fremdkapital in Höhe von max. USD 590 Mio. aufzunehmen. Weitere Kreditnehmer ("other Borrower") sind eine Vielzahl von verbundenen Unternehmen, darunter die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH. Alle beteiligten Unternehmen haften gem. "ABL GUARANTY AGREEMENT" als Gesamtschuldner. In diesem Zusammenhang wurden von der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH, ebenso wie von den anderen beteiligten Gesellschaften, folgende Sicherheiten gewährt:
Zum 31. Dezember 2023 gab es Kreditaufnahmen in Höhe von USD 225.625.000,00 im Rahmen dieses Vertrages. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass wir aus der Mithaftung nicht in Anspruch genommen werden, weil die an der Finanzierung beteiligten Unternehmen von ihren Gesellschafterinnen ausreichend finanzielle Mittel bereitgestellt bekommen, um ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Weitere Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen bestehen nicht. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Für Vermögensgegenstände, die im Bereich der Verwaltung (z.B. Fahrzeuge, Büroausstattung, etc.) sowie der operativen Geschäftstätigkeit genutzt werden (z.B. Maschinen und Fuhrpark), wurden Operating-Leasinggeschäfte abgeschlossen, um diese Vermögensgegenstände mit möglichst geringer Mittelbindung zu nutzen. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgte im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Eine Aktivierung gemieteter bzw. geleaster Vermögensgegenstände erfolgte nicht. Die Laufzeiten der Miet- und Leasinggeschäfte betragen zwischen 4 und 36 Monaten. Die zukünftige Liquiditätsbelastung aus den Miet- und Leasingverpflichtungen ist aus der Aufstellung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ersichtlich. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten. Diese resultieren aus Leasingverträgen TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 823) und aus Bestellobligo aus Abnahmeverpflichtungen für Rohstoffe und Investitionen TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 188). Der Gesamtbetrag dieser Verpflichtungen beträgt am Bilanzstichtag TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 1.011). Davon werden TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 920) innerhalb eines Jahres und TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 91) innerhalb von vier weiteren Jahren fällig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen bestehen nicht. Umsatzerlöse Aufgeteilt nach geographischen Märkten entfallen von den Umsatzerlösen auf:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung bzw. Größenordnung betreffen Erträge aus
Personalaufwand Von den Personalaufwendungen entfallen TEUR 334 (Vorjahr: TEUR 118) auf Einmalkosten für Abfindungen und Altersteilzeitvereinbarungen sowie TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 67) auf Aufwendungen für Altersversorgung. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für
D. Sonstige Angaben Konzernzugehörigkeit Mit Wirkung zum 1. Juli 2019 wurde die Multi-Color Gruppe von einer Tochter der "Platinum Equity" übernommen. Wirtschaftliche Eigentümerin unseres Unternehmens ist seither die "Platinum Equity Capital Partners IV, L.P." mit Sitz in Beverly Hills (USA). Die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH war bis zum 24. September 2021 über die Multi-Color Germany Holding GmbH, Frankfurt am Main, die Multi-Color UK Holdings 2 (Großbritannien) und die Multi-Color Corp., Batavia/Ohio, USA, ein mit der LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) verbundenes Unternehmen. Die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH ist seit dem 24. September 2021 über die Multi-Color German Group GmbH, Frankfurt am Main, und die Multi-Color Corp., Batavia/Ohio, USA, ein mit der LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) verbundenes Unternehmen. Die LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis auf. Die Multi-Color Hann. Münden Germany GmbH und ihre in- und ausländischen Tochtergesellschaften sind in diesen Konzernabschluss einbezogen. Die Multi-Color Hann. Münden Germany GmbH braucht als Tochterunternehmen eines Mutterunternehmens mit Sitz in einem Staat, der nicht Mitglied der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ist, gemäß §§ 291, 292 HGB i. V. m. § 1 KonBefrV einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht nicht aufzustellen, da die LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) als oberstes Mutterunternehmen im Konzern beabsichtigt, ihren Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die Multi-Color Hann. Münden Germany GmbH offenzulegen. Dieser Konzernabschluss wird als gleichwertiger Abschluss im Sinne der Konzernabschlussbefreiungsverordnung angesehen und soll einschließlich des hierzu erteilten Bestätigungsvermerks in englischer Sprache im Unternehmensregister veröffentlicht werden. Der Konzernabschluss der LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) ist nach amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) aufgestellt worden. Wesentliche Abweichungen zu den handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften bestehen beim Anlagevermögen aus der Kaufpreisallokation bei den Finanzanlagen sowie bei der Bemessung der Pensionsrückstellungen. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgt in beiden Rechenwerken unter Berücksichtigung zukünftiger Lohn- und Gehaltssteigerungen und unter Anwendung kapitalmarktorientierter Zinssätze. Unterschiede ergeben sich allerdings aus der Anwendung von Durchschnittszinssätzen. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 41,5. Es entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Geschäftsführung
Die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH macht von dem Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
Hann. Münden, den 17. Juli 2024 Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH Matthew Skiles Benjamin Krajcir Bernd Schöniger Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Grundlagen der Gesellschaft Die Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH, Heiligenstadt, und die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH, Hann. Münden, sind Schwestergesellschaften unter der deutschen Mutter Multi-Color Germany Holding GmbH, Frankfurt am Main. Die Multi-Color Germany Holding GmbH Gruppe ist in den Konzern der Multi-Color Corp., Batavia/Ohio, mit Sitz in den USA eingebunden. Die deutschen Konzerngesellschaften bedienen unterschiedliche Geschäftsfelder. Unser Unternehmen beliefert mehrheitlich die Getränkeindustrie mit Aluminium- und Papieretiketten, als auch mit Rundumetiketten und Shrink-Sleeves. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich das global abgeschwächte Konsumverhalten verbraucherseitig, sowie eine Anpassung der insbesondere im Vorjahr in der Lieferkette aufgebaute Lagerbestände, belastend auf den Umsatz aller Produktbereiche ausgewirkt. Unterstützung findet der Verkauf der Produkte im Export über die Nutzung anderer Multi-Color Produktionsstätten als regionale Logistik Hops. Nachdem das Kalenderjahr 2022 durch deutlich erhöhte Beschaffungskosten und insbesondere Beschaffungsängste an den Versorgungsmärkten geprägt war, hat sich das Jahr 2023 mit neuen Herausforderungen dargestellt. Die erwartete Belebung der Absatzmärkte hat sich zum Jahresbeginn in einem für die Saison üblichen Umsatz reflektiert. Dies hat zu einem weiteren Lageraufbau in der Lieferkette bis hin zum Endkunden geführt. Gegenläufig hierzu hat sich der Verbraucher, unter andere getrieben über gestiegene Lebenshaltungskosten, im Konsumverhalten gezeigt. Gestiegene Finanzierungskosten führten zum Lagerabbau von Rohstoffen und Fertigwaren kundenseitig. Dieser Effekt betraf sowohl die nationalen als auch die internationalen Märkte sowie alle Ausstattungstechnologien. Die Auslastung im Flexodruck wurde maßgeblich beeinflusst über eine Umstellung der Ausstattung bei einem unserer Hauptkunden, welche auf dieser Druckanlage Anfertigung fand. Neugeschäfte konnten im Inland und im Ausland gewonnen werden. Die ersten Umsätze hieraus zeigen sich im Jahr 2023, weitere positive Effekte sind in 2024 zu erwarten. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 leicht geschrumpft, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland lag in 2023 um 0,3 % niedriger als in 2022. Für 2024 wird ein Wirtschaftswachstum von +1,3 % erwartet, laut Prognose der Bundesregierung. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,13 Billionen auf insgesamt circa 104,79 Billionen US-Dollar erhöht. Allein die vier größten Volkswirtschaften der Welt, die USA, China, Japan und Deutschland, vereinen mit ihrem Bruttoinlandsprodukt die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung auf sich. Die aktuelle Inflation und die Unsicherheiten der Verbraucher werden zu Verhaltensänderungen im Konsumverhalten führen. Aus den steigenden Kapitalkosten ist mit einer reduzierten Lagerhaltung bei unseren Kunden und mit nachhaltigen Maßnahmen zur Kostenkontrolle und kürzeren Bestellzyklen zu rechnen. Die sich daraus ergebende Notwendigkeit einer hohen Flexibilität, verbunden mit der Liefersicherheit, die wir als Teil der globalen MCC bieten können, wird unsere Position an den Märkten weiter positiv beeinflussen. 2. Ertrag und Finanzierung Die Planung und Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf EBITDA und Umsatz. Diese beiden Größen stellen auch die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren dar. Die Ergebnisentwicklung ist nachfolgend dargestellt. Das EBITDA der Gesellschaft ist von EUR 12,0 Mio. auf EUR 6,0 Mio. gesunken. Wesentliche negative Treiber sind ein gesunkenes Volumen, Aufwendungen aus Währungsumrechnung und Preissteigerungen bei den Material- und Personalkosten. Positiv wirkten sich erhöhte Verkaufspreise (im Wesentlichen Nachlaufeffekte aus dem Vorjahr) sowie Optimierungen im Rahmen des "Continuous Improvement" aus. Für das Geschäftsjahr 2023 hatte die Geschäftsführung mit moderat steigenden Umsätzen und einem stabilen EBITDA gerechnet. Aufgrund des gesunkenen Umsatzvolumens wurde dieses Ziel nicht erreicht. Die Umsatzerlöse sind in Relation zur Vergleichsperiode um 15,7 % auf EUR 70,9 Mio. gesunken. Sämtliche Produktbereiche - Aluminium-, Papier- sowie Kunststoffetiketten - haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Leistungsverrechnungen an verbundene Unternehmen sind leicht gestiegen. Der Anstieg ergibt sich aus den oben genannten Verkaufspreissteigerungen, das Produktionsvolumen ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Betriebsleistung (= Umsatzerlösen zuzüglich Bestandsveränderungen) liegt mit EUR 69,9 Mio. um EUR 14,6 Mio. unter dem Vorjahr. Der Materialkostenbestandteil an der Gesamtleistung (= Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen) ist von 50,1 % auf 49,1 % gesunken. Wesentliche Ursache hierfür sind die oben beschriebenen Preiseffekte. Die Personalkosten sind in Relation zur Gesamtleistung (= Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen) trotz der Durchführung von Kurzarbeit in den Monaten Juli bis Dezember von 23,4 % im Vorjahr auf 26,6 % gestiegen. Darin sind Einmalkosten für Abfindungen enthalten in Höhe von 0,5 % der Betriebsleistung bzw. im Vorjahr 0,1 %. Das Währungsergebnis hat sich von EUR +1,1 Mio. im Vorjahr auf EUR -0,6 Mio. im laufenden Jahr reduziert. Das Finanzergebnis liegt mit EUR +52,7 Mio. um EUR 28,0 über dem Vorjahr. Darin enthalten sind Dividendenerträge von der MCC France F&B, Coueron, Frankreich in Höhe von EUR 30,0 Mio. sowie der H&N Benelux BV, Brüssel, Belgien, in Höhe von EUR 22,5 Mio. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 mit EUR 57,2 Mio. ein im Vergleich zum Vorjahr um EUR 22,0 Mio. höheres Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) erzielt. 3. Entwicklung Mit der stetigen Weiterentwicklung unserer Produkte in enger Zusammenarbeit mit den Kunden und den Anlagenherstellern zur Verwendung unserer Etiketten zeigen wir unseren Kunden kontinuierliche Zusatznutzen auf. Bei den Aluminiumetiketten liegt dieser in der Verschlusssicherung und in einem auf den gesamten Lebenszyklus optimierten Produktaufbau. Hierdurch können Umsätze generiert bzw. bestehende Umsätze abgesichert werden. Die Entwicklung von Produkten, die eine Kompatibilität für das Recycling aufweisen oder wiederverwendbar sind, steht im Fokus. Der Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit dient die Entwicklung von dickenreduzierten Materialien sowohl bei den Aluminiumetiketten als auch bei den Papier- und Kunststoffetiketten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verwendung von Papieren mit 100 % Post-Recycling Anteil, welches unsere Reputation bei den nationalen und internationalen Kundengruppen festigt und weiter ausbaut. Speziell entwickelte Hochglanzfarben mit Metalleffekt, ermöglichen den Umstieg von metallisierten auf weiße Papiere. Im Rahmen des globalen gruppenübergreifenden Austauschs wird kontinuierlich an weiteren Innovationen gearbeitet. Die technische Betreuung direkt beim Kunden ist wichtiger Bestandteil der Stärkung unserer Marktposition. 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr um 8,9 % auf EUR 173,3 Mio. erhöht. Das Sachanlagevermögen ist um EUR 0,9 Mio. auf EUR 9,3 Mio. gesunken. Ebenso wie im Vorjahr gab es auch im laufenden Geschäftsjahr nur moderate Investitionen. Die Finanzanlagen sind mit EUR 98,0 Mio. unverändert zum Vorjahr. Der Vorratsbestand ist um EUR 7,0 Mio. auf EUR 5,3 Mio. gesunken. Wesentlicher Treiber sind geringere Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Im Vorjahr wurden Vorräte mit herausfordernden Beschaffungswegen in höheren Mengen vorgehalten. Auch ein geringerer Bedarf aufgrund des niedrigeren Produktionsvolumens hat zu dieser Reduzierung geführt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von EUR 12,0 Mio. auf EUR 7,3 Mio. gesunken. Neben stichtagsbedingten Effekten hat unsere zum Vorjahr abweichende Saisonkurve zu dieser Reduzierung geführt. Die Umsätze in den letzten Monaten 2024 lagen unter denen des Vorjahres. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um EUR 27,6 Mio. auf EUR 52,7 Mio. gestiegen. Neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind hierin Cashpool-Forderungen in Höhe von EUR 42,8 Mio. (Vorjahr: EUR 10,8 Mio.) enthalten. Die liquiden Mittel sind von EUR 0,1 Mio. auf EUR 0,0 Mio. gesunken. Die Rückstellungen sind um EUR 0,6 Mio. auf EUR 3,1 Mio. gesunken. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus geringeren Personalrückstellungen für Zeitguthaben, Resturlaube und Tantiemezahlungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind stichtagsbedingt von EUR 2,5 Mio. auf EUR 0,0 Mio. gesunken. Die Verbindlichkeiten im Vorjahr betrafen einen Vertrag über das Factoring von Kundenforderungen, der zum Ende des Vorjahres beendet wurde. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um EUR 22,5 Mio. auf EUR 58,3 Mio. erhöht. Darin sind Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung in Höhe von EUR 57,4 Mio. (Vorjahr: EUR 35,2 Mio.) enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des gesunkenen Volumens und des geänderten Bestellverhaltens von EUR 8,8 Mio. auf EUR 3,5 Mio. gesunken. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 67,3 % im Vorjahr auf 61,8 % gesunken. 5. Finanzlage Die liquiden Mittel sind von EUR 0,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 0,0 Mio. im laufenden Geschäftsjahr gesunken. Das Cash Pooling mit der MCC European Treasury Center B.V., Amsterdam, beträgt zum Stichtag EUR +42,8 Mio. (Vorjahr: EUR +10,8 Mio.). Die Gesamtveränderung im Vergleich zum Vorjahresstichtag beträgt damit im Geschäftsjahr 2023 insgesamt EUR +32,0 Mio. Wesentlicher Treiber sind die im Geschäftsjahr 2023 erfolgte Dividendenzahlung der H&N Benelux BV und der MCC France F&B sowie ein reduziertes Working Capital, bestehend aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 6. Produktion und Umwelt Zur Reduzierung des Abfalls bzw. des Materialeinsatzes nehmen wir kontinuierlich Verbesserungen an den Maschinen und Anlagen sowie unseren Prozessen vor. Maßnahmen zur Verbesserung unserer Energieeffizienz werden im Rahmen unseres nach ISO 50001 zertifizierten Energiemanagementsystems systematisch identifiziert und umgesetzt. Prognosebericht Unsere nationalen und internationalen Absatzmärkte werden durch die aktuelle weltwirtschaftliche Situation beeinflusst. Steigende Kapitalkosten und erhöhte Verbraucherkosten können sich herausfordernd auf unser Geschäft auswirken. Längerfristig erwarten wir aus den Unwägbarkeiten am Beschaffungsmarkt - aus verändertem Verbraucherverhalten und anhaltendem Kostendruck - auch Chancen, neue Geschäft insbesondere im Export aus der Marktposition der Multi-Color Corporation zu generieren. Ein weiterhin inflationärer Anstieg der nicht materialbezogenen Kosten, wird einhergehen mit weiteren Anpassungen der Verkaufspreise. Konsolidierung in der Zulieferindustrie führen unverändert zu Preisdruck, auch wenn sich bei Etikettenpapieren durch die Ankündigung des Einstieges eines neuen Anbieters Chancen auf der Beschaffungsseite ergeben. Neben der Generierung von Neugeschäft wird im Jahr 2024 ein deutlicher Schwerpunkt auf der Sicherung der Lieferfähigkeit in einem immer dynamischer werdenden Markt, dem weiteren Ausbau von Bestandskunden und der Kostenweitergabe zum Verwender unserer Produkte liegen. Als finanzielle Leistungsindikatoren werden bei Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH insbesondere die Umsatzentwicklung und das operative Ergebnis (EBITDA) herangezogen. Für das Jahr 2024 erwartet die Geschäftsführung die Umsätze auf Vorjahresniveau und ein leicht höheres EBITDA, im Wesentlichen aus sinkenden Einkaufspreisen. Nach den Preissteigerungen der letzten Jahre in der Beschaffung und im Absatz, erwarten wir für 2024 sinkende Preise. Wesentliche Faktoren sind an die aktuelle Situation angepasste Preisfindungs- und Anpassungsprozesse, mit denen die Kostenstrukturen besser und zeitnah abgebildet werden. Die Geschäftsführung rechnet weiterhin mit Beeinträchtigungen aus dem Bezug von Waren und Leistungen, Beeinträchtigungen beim Verkauf von Waren sowie einer erhöhten Krankenquote unserer Mitarbeiter. Aus dem inflationär getriebenen Kaufkraftverlust der letzten Jahre gehen wir von Verschiebungen im Verbraucherverhalten aus, die auf den Absatz auswirken können. Ein weiterer Einfluss kann aus der restriktiven Handhabung von Lagerbeständen bei unseren Kunden, bedingt aus höheren Finanzierungskosten, resultieren, welches mit schnelleren Reaktionszeiten bei Lieferungen einhergeht. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Durch die Geschäftsführung wurde ein wirksames Planungs- und Kontrollinstrumentarium eingerichtet, um gegenwärtige und zukünftige Finanzrisiken sowie Risiken mit Bezug auf Finanzinstrumente, insbesondere Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten, zu minimieren. Finanzanlagen Engagements in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden im Rahmen eines regelmäßigen Reportings laufend überwacht. Vorräte Preisrisiken in der Rohstoffbeschaffung begegnen wir, soweit möglich, durch Preisvereinbarungen mit den Lieferanten für kontingentierte Mengen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unterliegen einem strengen Debitorenmanagement. Die Entwicklung der Außenstandsdauer wird nach Kundengruppen differenziert monatlich von der Geschäftsführung überwacht. Die wesentlichen Forderungsbestände sind durch Kreditversicherungen abgesichert. Den verbleibenden Ausfall- und Zinsrisiken wird zum Abschlussstichtag durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Der Einsatz dieser Instrumente erfolgt in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung nach von ihr vorgegebenen Regeln. Verbindlichkeiten Durch eine fixe Verzinsung von Kreditverbindlichkeiten wurden Zahlungsstromschwankungsrisiken reduziert. Für auslaufende Darlehen gehen wir davon aus, die notwendigen Anschlussfinanzierungen bereitstellen zu können. Unter Berücksichtigung der genannten Aspekte und Handlungen sieht das Management ein ausgewogenes Chancen-Risiken-Profil und hierbei keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken für das Geschäftsjahr 2024. Chancen- und Risikobericht Die Konsolidierung der Kunden auf den internationalen Märkten trägt weiterhin zur Öffnung des globalen Wettbewerbs bei. So bauen die Weltmarktführer Bier, AbInBev und Heineken, mit dem Fokus auf Premiumprodukte, ihre Position weiter aus. Die auf den Beschaffungsmärkten stattgefundene und weiterhin stattfindende Marktbereinigung über Schließungen und Konsolidierung lässt weiterhin einen Anstieg der Vormaterialpreise erwarten. Wir gehen von einer gesteigerten Unvorhersehbarkeit in der Materialbeschaffung bei Menge und Preis aus. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung liegen darüber hinaus in der Volatilität sowohl der Devisen- als auch der Beschaffungsmärkte und in der Einführung oder Erhöhung von Importzöllen als auch in längeren Laufzeiten im Transport, verbunden mit lokalen Engpässen im Löschen der Seefrachten in den Häfen. Diese können jeweils eine direkte Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit bei einzelnen Kunden bzw. in einzelnen Regionen haben. Eine Stärkung unserer Position sehen wir in der Einbindung unseres Unternehmens in die amerikanische Multi-Color Gruppe, deren Kerngeschäft u. a. die Herstellung und der Vertrieb von Etiketten für die Getränkeindustrie ist. Die Einführung eines konzernübergreifenden CRM-Systems unterstützt maßgeblich die Vertriebsaktivitäten. Die Stärkung und der weitere Ausbau der globalen Key-Account Struktur, sowie der verstärkte Fokus auf die regionalen Märkte und eine Erweiterung der Geschäftsfelder, ist ein weiterer Faktor zur Festigung und zum Ausbau unserer Marktposition. Die Neukundenakquise wird über den Ausbau und Neustrukturierung des Vertriebes für die zukünftige Geschäftsentwicklung vorangetrieben. Unsere in Zusammenhang mit den multiplen Krisen eingeleiteten Maßnahmen beinhalten unter anderem die Einrichtung einer sogenannten Task Force, Maßnahmen zur Absicherung der Lieferketten für Beschaffung und Absatz, regelmäßige Mitarbeiter- und Kundeninformationen auf Basis der jeweiligen Lageeinschätzung sowie Maßnahmen zur Steuerung und Sicherstellung der Liquidität.
Hann. Münden, den 17. Juli 2024 Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH Bernd Schöniger Benjamin Krajcir Matthew Skiles |
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