EDEKA Rhein-Ruhr Holding GmbH

Edekaplatz 1, 47445 Moers, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 5463
Vorher
EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter HaftungEDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH
Eingetragen
5.1.1994
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Gegenstand
Das Halten und Verwalten von Beteiligungen, der Groß- und Einzelhandel und Vermittlungsgeschäfte mit Waren aller Art, die Einfuhr, die Be- und Verarbeitung von Waren, die Durchführung von Verkaufs- und Werbemaßnahmen sowie von Maßnahmen zur beruflichen Förderung der Abnehmer.

Historie

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Management

NameRolle
Peter Wagener
seit 9.1.2019
Geschäftsführer
Dirk Neuhaus
seit 14.10.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000.000 €
50.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

EDEKA Rhein-Ruhr Holding GmbH
(vormals: EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH)

Moers

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Amtsgericht Kleve, HRB 5463

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.097.740,00 27.910.937,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 128.448.610,70 127.223.488,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 145.370,00 26.682,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.549.927,00 53.012.039,00
4. Andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 46.919.003,34 39.374.989,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 49.556.827,04 4.669.755,04
276.619.738,08 224.306.953,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 91.862.027,76 91.837.027,76
2. Beteiligungen und Geschäftsguthaben 29.016.532,67 3.930.505,36
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 8.820.602,67
120.878.561,43 104.588.135,79
420.596.039,51 356.806.025,95
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.999.619,97 2.690.217,11
2. Waren 131.250.025,35 102.859.945,49
134.249.645,32 105.550.162,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 188.162.160,55 177.376.009,49
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 49.128.355,22 (Vj. EUR 22.903.203,20)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 183.498.615,20 163.684.853,52
davon mit einer Restlaufzeit mehr als einem Jahr EUR 158.507.671,87 (Vj. EUR 0,00)
davon gegen Gesellschafter EUR 25.386.870,38 (Vj. EUR 0,00)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.325.828,42 3.103.209,99
davon gegen Gesellschafter EUR 0,00 (Vj. EUR 3.103.209,99)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 96.263.778,57 90.582.786,30
470.250.382,74 434.746.859,30
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12.242.431,32 54.304.094,15
616.742.459,38 594.601.116,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.584.786,21 21.206.595,54
D. Aktive latente Steuern 12.365.398,18 13.981.078,84
1.069.288.683,28 986.594.816,38

PASSIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000.000,00 20.451.675,25
II. Kapitalrücklage 10.225.837,62 10.225.837,62
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 316.218.486,50 275.758.486,50
IV. Gewinnvortrag 6.040,70 4.864,64
V. Jahresüberschuss 39.764.333,01 41.688.276,58
VI. Kapital stiller Gesellschafter 60.000.000,00 1.000.000,00
476.214.697,83 349.129.140,59
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.448.461,00 8.134.320,00
2. Steuerrückstellungen 12.490.049,68 4.550.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 76.063.057,73 80.561.563,87
97.001.568,41 93.245.883,87
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 90.000.041,48 175.000.041,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 15.000.041,48 (Vj. EUR 15.000.041,00)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 75.000.000,00 (Vj. EUR 160.000.000,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 135.728.040,53 70.045.306,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 135.728.040,53 (Vi. EUR 70.045.306,46)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.798.352,15 31.037.841,93
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 31.798.352,15 (Vj. EUR 31.037.841,93)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 217.309.722,08 249.863.807,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 217.309.722,08 (Vj. EUR 207.933.649,58)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (Vi. EUR 41.930.157,50)
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 217.309.722,08 (Vj. EUR 249.863.807,08)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 14.507.253,44 16.032.038,27
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 14.507.253,44 (Vj.EUR 16.032.038,27)
davon aus Steuern EUR 1.559.878,36 (Vj. EUR 3.971.466,88)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 8.069,40 (Vj. EUR 0,00)
489.343.409,68 541.979.034,74
D. Rechnunngsabgrenzungsposten 6.729.007,36 2.240.757,18
1.069.288.683,28 986.594.816,38

Gewinn- und Verlustrechnung für 2019

2019 2018
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 4.835.755.845,44 4.657.189.861,22
2. Sonstige betriebliche Erträge 49.549.401,08 46.898.935,30
4.885.305.246,52 4.704.088.796,52
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.259.433.572,44 4.102.236.340,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 207.137.671,28 203.539.379,50
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 114.141.252,29 110.264.758,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 24.144.471,71 22.717.778,12
davon für Altersversorgung EUR 1.902.596,96 (Vj. EUR 1.981.236,45)
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 30.487.802,53 29.003.871,84
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 168.821.570,71 168.650.103,74
4.804.166.340,96 4.636.412.232,97
7. Erträge aus Beteiligungen 245.232,70 245.341,69
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 41.849,31 70.602,75
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 16.263.682,66 14.983.631,74
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.346.042,83 3.249.002,15
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.681.169,49 (Vj. EUR 2.208.806,61)
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 3.221.215,44 18.426.087,96
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 26.541.423,67 5.000.000,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.097.464,03 4.765.041,52
davon an verbundene Unternehmen EUR 690.750,75 (Vj. EUR 439.172,88)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 305.797,22 (Vj. EUR 444.873,66)
-12.963.295,64 -9.642.551,15
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27.452.948,64 15.435.509,74
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 1.615.680,66 (Vj. Ertrag EUR 1.527.616,92)
15. Ergebnis nach Steuern 40.722.661,28 42.598.502,66
16. Sonstige Steuern 958.328,27 910.226,08
17. Jahresüberschuss 39.764.333,01 41.688.276,58

Anhang 2019

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH wurde nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres haben sich nicht verändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bilanziert. Sofern abnutzbar, wird es um planmäßige lineare Abschreibungen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Der Abgang wird im Zugangsjahr unterstellt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen bei immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und die Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. bei vorübergehender Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abweichend davon werden zu verrechnende Vermögensgegenstände gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird unter Anwendung des Barwertmodells ermittelt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch einen pauschalen Abschlag (1 %) auf die nicht einzelwertberichtigten, risikobehafteten Nettoforderungen berücksichtigt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Sofern sich bei der Ermittlung der Steuerauswirkungen von temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen ein aktiver Steuerabgrenzungsposten ergibt, wird von dem Wahlrecht der Aktivierung dieser Steuerentlastung Gebrauch gemacht. Die sich ergebenen Steuerbe- und -entlastungen werden dabei verrechnet angesetzt. Eine Abzinsung dieser Beträge erfolgt nicht.

Einlagen stiller Gesellschafter werden im Eigenkapital ausgewiesen, wenn sie längerfristig und nachrangig sind, die stille Einlage an einem Verlust bis zur Höhe der Einlage teilnimmt und hinsichtlich des Ergebnisanteils gesetzliche Kapitalerhaltungsvorschriften unberührt bleiben.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (2,71 %; Vj. 3,21 %). Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,0 % berücksichtigt. Die künftige Anpassung der Versorgungsbezüge wurde mit 2,0 % p.a. eingerechnet. Die mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzten Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet; entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen aus der Abzinsung und Erträgen aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Ermittlung der Kosten- und Preissteigerungen wurde angelehnt an betriebsinterne Erfahrungen von einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2 % ausgegangen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen zwei Bilanzstichtagen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes wurde angenommen, dass die Änderung des Zinssatzes zum Ende der Periode eingetreten ist.

Für das Berichtsjahr wurden die Jubiläumsrückstellungswerte anhand eines Gutachtens festgestellt. Hierbei wurde von einem Rechnungszinssatz von 1,96 % pro Jahr ausgegangen. Es wurde die Standardfluktuation der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zu Grunde gelegt. Rückstellungen für Betriebsjubiläen werden für 10-, 25-, 40- und 50-jährige Jubiläen gebildet und nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Rückstellungen für drohende Verluste aus Mietverhältnissen werden einzeln mit einem Erfolgsbeitrag aus der Belieferung an die die Objekte betreibenden Einzelhändler von unverändert 3,0 % des Umsatzes auf Basis von Vollkosten berechnet.

Bei der passivierten Rückstellung für Kosten der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen wurde wegen Unwesentlichkeit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von einer Berücksichtigung künftiger Preissteigerungen abgesehen.

Risiken aus Haftungsverhältnissen wurden auf Basis von Einzelfällen berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen, die Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die Bandbreiten der Nutzungsdauern der Anlagenklassen gestalten sich wie nachfolgend aufgeführt:

Jahre
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5-18
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17-33
Technische Anlagen und Maschinen 14
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-23
Andere Anlagen, Einbauten in Gebäuden auf fremden Grundstücken 10-33

Angaben zum Anteilsbesitz

Kapitalanteil Eigenkapital 2019 Ergebnis 2019
lfd.Nr. Name und Sitz des Unternehmens % TEUR TEUR
1 Fleischhof Rasting Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Moers 1 100,0 (M) 8.061 0
2 Marktkauf Einzelhandelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, Moers 1 100,0 (U) 11.591 0
3 Schnellkauf Handelsgesellschaft mbH, Moers 1 100,0 (U) 3.103 0
4 Büsch GmbH, Moers 1 100,0 (U) 7.148 0
5 Trinkgut Getränkeeinzelhandel GmbH, Moers 1 100,0 (M) 4.422 0
6 BACKGENUSS GmbH, Straelen 1 100,0 (M) 108 0
7 EDEKA Grundstücksgesellschaft Herzogenrath GmbH & Co. KG, Moers 94,0 (U) 281 128
8 Trinkgut Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, Moers 1 100,0 (U) 20.671 0
9 EBS European Beverage Services AG i.L., Rorschach, Schweiz 100,0 (M) 449 -10
10 t-log trinklogistik GmbH, Moers 1 100,0 (U) 25 0
11 Traugott Simon Brau- und Vertriebsgesellschaft mbH, Köln 1 100,0 (M) 16 0
12 Manganit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz 89,0 (M) -62 46
13 EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH & Co. KG, Moers 100,0 (M) 25 2.880
14 KSW Lizenzrechte Verwaltungs-GmbH, Wachtberg 25,0 (U) 15 -3
15 RM Großmarkt GmbH, Melsungen 1 25,1 (U) 10.000 0
16 Bildungsnetzwerk RR GmbH, Straelen 100,0 (M) 17 -8
17 Picnic GmbH, Düsseldorf 2 35,0 (U) -895 -920

(U) Unmittelbarer Kapitalanteil

(M) Mittelbarer Kapitalanteil

1 Ergebnisabführungsvertrag
2 2017

Die EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH & Co. KG, Moers.

Latente Steuern

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von insgesamt 32,3 % Ertragsteuern zugrunde gelegt. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 12.365 (Vorjahr TEUR 13.981) wurden im Wesentlichen für Unterschiedsbeträge zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen der sonstigen Rückstellungen gebildet.

Die aktiven latenten Steuern entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

TEUR
Stand 1. Januar 2019 13.981
Veränderung -1.616
Stand 31. Dezember 2019 12.365

Rücklagen

Die Rücklagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

01. Januar 2019 Einstellung in
die Rücklagen aus Bilanzgewinn
31. Dezember 2019
EUR EUR EUR
Kapitalrücklage 10.225.837,62 0,00 10.225.837,62
Andere Gewinnrücklagen 275.758.486,50 40.460.000,00 316.218.486,50
285.984.324,12 40.460.000,00 326.444.324,12

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer betragen TEUR 1.747. Die laufenden Bezüge ehemaliger Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2019 belaufen sich auf TEUR 248 (Vj TEUR 239).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 759.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 2.832 (Vj. TEUR 2.030) mit den Rückstellungen verrechnet. Die Anschaffungskosten betragen TEUR 2.733. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Erfüllungsbetrag der zu verrechnenden Schulden. Es handelt sich um eine kongruent rückgedeckte Direktzusage mit Verpfändung der Rückdeckungsversicherung. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Zinsaufwendungen und Zinserträge von TEUR 47 verrechnet.

Steuerrückstellungen

Im Rahmen der steuerlichen Außenprüfung der Berichtsgesellschaft für die Veranlagungszeiträume 2011 - 2014 sowie durch Fortentwicklung der bislang bekannt gewordenen Feststellungen für die Veranlagungszeiträume 2015 bis 2018 bestehen noch Steuerrückstellungen per 31.12.2019 aus den Vorjahren in Höhe von TEUR 2.032. In 2019 wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 10.458 zugeführt. Dagegen stehen Auflösungen und Verbräuche für die Vorjahre in Höhe von TEUR 2.518.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 26.111 und Vergütungen an die Einzelhandelskaufleute in Höhe von TEUR 11.005. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen betragen TEUR 8.157, für Rücknahmeverpflichtungen für Eigenleergut TEUR 10.219 sowie für Personalverbindlichkeiten TEUR 8.885. Für Archivierungskosten wurden TEUR 3.011 zurückgestellt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalten besichert.

Die Verbindlichkeiten über TEUR 31.798 (Vj TEUR 31.038) gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren überwiegend aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren überwiegend aus Lieferungen und Leistungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2019 2018
Mio. EUR Mio. EUR
Lagerumsatz 3.395 3.280
Streckenumsatz 1.203 1.144
sonstige Umsatzerlöse 238 233
4.836 4.657

Die sonstigen Umsatzerlöse beinhalten hauptsächlich Erträge aus der Vermietung von Geschäftsräumen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 17.469, die hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 7.991) und Erträgen aus Wertaufholungen (TEUR 7.500) resultieren. Aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens resultieren Buchgewinne in Höhe von TEUR 771. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.650 (5,7 %) zu.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.889 durch Zuführungen zu Mietrückstellungen enthalten. Aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens resultieren Buchverluste in Höhe von TEUR 248.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Der Betrag der außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund vorübergehender Wertminderung beträgt TEUR 26.541.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Bilanzergebnis aus:

2019
EUR
Jahresüberschuss 39.764.333,01
Gewinnvortrag 6.040,70
39.770.373,71

soll wie folgt verwendet werden:

EUR
Ausschüttung an die Gesellschafter 1.818.067,01
Einstellung in die Gewinnrücklagen 37.950.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 2.306,70
39.770.373,71

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern (TEUR 12.365) und der Änderung des Abzinsungssatzes bei der Berechnung der Pensionsrückstellung (TEUR 759) und dem Unterschiedsbetrag aus Zeitwert und Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung (TEUR 99) beträgt TEUR 13.223.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mietobligo Leasing
TEUR TEUR
≤ 1 Jahr 214.941 828
> 1 Jahr und < 5 Jahre 690.907 862
> 5 Jahre 687.320 0
1.593.168 1.690
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 10.137 0

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietobligo und Leasing betragen insgesamt TEUR 1.594.858.

Ein über das geschäftsübliche Maß hinausgehendes Bestellobligo besteht nicht.

Haftungsverhältnisse

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften

Es bestehen insgesamt Haftungsverhältnisse aus Bürgschaftsverpflichtungen in Höhe von TEUR 172.211 (Vj. TEUR 167.308).

Für die risikobehafteten Bürgschaftsverpflichtungen wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.

Die Haftungsverhältnisse betreffen in Höhe von TEUR 9.647 Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft.

Aufgrund unserer Einsichtnahme in die Finanzierungsverhältnisse der den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Darlehensnehmern haben wir die Möglichkeit, das Risiko für eine Inanspruchnahme abschätzen zu können. Aktuell schätzen wir dies als sehr gering ein.

Geschäftsführung

Thomas Kerkenhoff IT/EDV, Logistik/Organisation, Vertrieb/ Expansion/ Bau/ Technik/ Einrichtung Getränkefachmärkte, Regieeinzelhandel Getränkefachmärkte
Dirk Neuhaus (Sprecher) Warenwirtschaft, Vertrieb/Expansion/Bau/Technik/Einrichtung Vollsortiment, Regieeinzelhandel Vollsortiment, Fleisch- und Wurstproduktion und -handel
Peter Wagener Finanzen und Controlling, Personal, Backwarenproduktion- und vertrieb, Betriebswirtschaft/Controlling selbstständiger Einzelhandel

Die Geschäftsführer sind von den Regelungen des § 181 BGB befreit.

Mitglieder des Aufsichtsrates

Oliver Czajkowski Vorsitzender
Reiner Schenke stellvertr. Vorsitzender
Manfred Burkowski
Alexander Elskamp
Dirk Endt
Norbert Gorecki
Rolf Harbring
Konrad Kreuzberg
Kirsten Mohr
Heinrich Nientied

Die o.g. Mitglieder des Aufsichtsrats sind selbstständige Einzelhandelskaufleute. Sie erhielten im Berichtsjahr eine Vergütung in Höhe von TEUR 9.

Arbeitnehmervertreter

Roswitha Tölke freigestelltes Betriebsratsmitglied
Süleyman Cihan freigestelltes Betriebsratsmitglied

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Aufwand Ertrag
TEUR TEUR
Warengeschäft 535.092 366.894
Mietgeschäft 7.665 19.489
sonstige Dienstleistungen 27.464 30.091
Finanzgeschäfte 3.404 3.112
573.625 419.586

Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer:

Anzahl
Kaufmännische Arbeitnehmer 798
Gewerbliche Arbeitnehmer 2.252
3.050

Daneben wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 71 Auszubildende beschäftigt.

Gesellschafterstruktur

An der Gesellschaft zu je 50,0 % beteiligt sind die EDEKA Rhein-Ruhr eG, Moers, und die EDEKA. Zentralhandelsgesellschaft mbH, Hamburg.

Zum 01.01.2019 wurde die EDEKA Essen eG, Moers, auf die EDEKA Rhein-Ruhr eG, Moers, verschmolzen. Die EDEKA Rhein-Ruhr eG stellt einen gesetzlichen Konzernabschluss auf, in den sie den Konzernabschluss der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, Moers, einbezieht. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des Bundesanzeigers offengelegt.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Moers, 31. Januar 2020

EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH

T. Kerkenhoff

D. Neuhaus

P. Wagener

Entwicklung des Anlagevermögens 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2019 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.735.344,27 4.188.935,09 0,00 0,00 134.924.279,36
130.735.344,27 4.188.935,09 0,00 0,00 134.924.279,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 133.670.623,26 11.084.986,44 644.220,81 -6.777.233,47 137.334.155,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.251,00 128.648,25 0,00 0,00 160.899,25
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 193.811.912,14 13.778.736,44 3.839.782,47 2.795,00 203.753.661,11
4. Andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 73.206.551,29 2.343.976,59 57.402,07 9.675.704,33 85.168.830,14
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.669.755,04 47.890.583,49 102.245,63 -2.901.265,86 49.556.827,04
405.391.092,73 75.226.931,21 4.643.650,98 0,00 475.974.372,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 91.837.027,76 25.000,00 0,00 0,00 91.862.027,76
2. Beteiligungen und Geschäftsguthaben 3.930.505,36 35.041.849,31 0,00 15.044.178,00 54.016.532,67
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.320.602,67 265.000,00 0,00 -15.044.178,00 1.541.424,67
112.088.135,79 35.331.849,31 0,00 0,00 147.419.985,10
648.214.572,79 114.747.715,61 4.643.650,98 0,00 758.318.637,42
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2019 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.824.407,27 9.002.132,09 0,00 0,00 111.826.539,36
102.824.407,27 9.002.132,09 0,00 0,00 111.826.539,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.447.135,14 2.489.852,17 51.442,59 0,00 8.885.544,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.569,00 9.960,25 0,00 0,00 15.529,25
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 140.799.873,14 14.510.191,44 3.106.330,47 0,00 152.203.734,11
4. Andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 33.831.562,29 4.475.666,58 57.402,07 0,00 38.249.826,80
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
181.084.139,57 21.485.670,44 3.215.175,13 0,00 199.354.634,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen und Geschäftsguthaben 0,00 25.000.000,00 0,00 0,00 25.000.000,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.500.000,00 1.541.423,67 0,00 -7.500.000,00 1.541.423,67
7.500.000,00 26.541.423,67 0,00 -7.500.000,00 26.541.423,67
291.408.546,84 57.029.226,20 3.215.175,13 -7.500.000,00 337.722.597,91
Buchwerte
31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.097.740,00 27.910.937,00
23.097.740,00 27.910.937,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 128.448.610,70 127.223.488,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 145.370,00 26.682,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.549.927,00 53.012.039,00
4. Andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 46.919.003,34 39.374.989,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 49.556.827,04 4.669.755,04
276.619.738,08 224.306.953,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 91.862.027,76 91.837.027,76
2. Beteiligungen und Geschäftsguthaben 29.016.532,67 3.930.505,36
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 8.820.602,67
120.878.561,43 104.588.135,79
420.596.039,51 356.806.025,95

Lagebericht 2019

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit beschränkter Haftung (nachfolgend: EDEKA Rhein- Ruhr) hat in 1994 das Warengeschäft von der EDEKA Rhein-Ruhr eG (vormals EDEKA Duisburg eingetragene Genossenschaft) und 1998 von der EDEKA Essen eG übernommen und deren Geschäftsbetriebe gepachtet. Die EDEKA Essen eG wurde mit Wirkung zum 01. Januar 2019 auf die EDEKA Duisburg eG verschmolzen. In der Folge wurde die EDEKA Duisburg eG in EDEKA Rhein- Ruhr eG umfirmiert. Die EDEKA Rhein-Ruhr eG hat laut ihrer Satzung den Auftrag, wirtschaftlich gesunde, voll existenzfähige Betriebe selbstständiger Unternehmer des mittelständischen Lebensmittel-Einzelhandels und verwandter Berufsgruppen zu schaffen, sie zu fördern und zu erhalten. Diese Aufgabe hat sie der EDEKA Rhein-Ruhr übertragen. Sie ist Teil der deutschlandweiten EDEKA-Gruppe, die im Bereich Lebensmittelhandel Marktführer in Deutschland ist.

Das wesentliche Geschäftsfeld der EDEKA Rhein-Ruhr besteht aus dem Großhandel für den Lebensmitteleinzelhandel und für Getränkefachmärkte. Darüber hinaus werden von der EDEKA Rhein-Ruhr folgende Leistungen für den Lebensmitteleinzelhandel und die Getränkefachmärkte angeboten:

Standortplanung, -entwicklung und -sicherung von Lebensmitteleinzelhandelsobjekten und Getränkefachmärkten

An- und Vermietung von Lebensmitteleinzelhandelsobjekten und Getränkefachmärkten

Vertriebs-, Betriebs- und Fachberatung

Zentrale und regionale Einkaufsorganisation sowie Sortimentsgestaltung

Unterstützung bei Investitionen und Finanzierungen

Serviceleistungen, wie Aus- und Weiterbildung und IT.

Die EDEKA Rhein-Ruhr stellt insgesamt eine horizontale und vertikale Wertschöpfungskette dem Lebensmitteleinzelhandel zur Verfügung.

Wesentliche Großhandelsstandorte sind das Zentrallager in Hamm, die Vollsortiments- und Frischelager in Meckenheim, Moers und Viersen sowie Getränkelager in Frechen, Hamm und Oberhausen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Konjunktur in Deutschland entwickelte sich 2019 und damit im zehnten Jahr in Folge erneut positiv. Dies ist nach Angaben des statistischen Bundesamtes die längste Wachstumsphase im vereinten Deutschland, wobei das Wachstum in 2019 an Schwung verloren hat. Verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,95 % ist die deutsche Wirtschaft in 2019 schwächer gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gemäß den ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes preisbereinigt um +0,6 % (Vorjahr +1,5 %). Das Wachstum wurde vor allem gestützt durch höhere Ausgaben für privaten (+1,6 %) und staatlichen Konsum (+2,5 %). Die preisbereinigten Bruttoinvestitionen insgesamt gingen in 2019 im Vorjahresvergleich hingegen zurück (-1,7 %). Die Verbraucherpreise stiegen 2019 um +1,4 % (Vorjahr +1,8 %) infolge moderat gestiegener Energiepreise sowie der Preise für Nahrungsmittel. Die Zunahme der Erwerbstätigen von +0,9 % auf 45,3 Mio. (Vorjahr 44,8 Mio.) Beschäftigte wirkte sich zudem positiv auf den Arbeitsmarkt aus.

Nach den ersten Schätzungen des statistischen Bundesamtes nahmen die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vorjahr weiter zu. Das Wachstum lag mit +1,7 % (ohne Fachhandel) leicht über dem des Vorjahres (+1,2 %).

Laut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) hat der Endverbraucher trotz des gedämpften Konjunkturoptimismus den deutschen Markt der Fast Moving Consumer Goods (FMCG) in der Spur gehalten.

Insgesamt sind +1,5 % Plus zu verzeichnen und auch die einzelnen Sortimentsbereiche verbleiben überwiegend im positiven Bereich.

Lebensmittel

Bei den Molkereiprodukten ist am Markt eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Über das Jahr gesehen ist vor allem die Gelbe Linie (Käse) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen (+2,1 %), während die Weiße Linie (Milch) ein deutlich schwächeres Wachstum aufzeigt (+1,1 %). Laut Marktforschung gewinnen vor allem die LEH-Food-Vollsortimenter in der Gelben Linie - dies spiegelt sich auch im Wachstum des Sortiments bei der EDEKA Rhein-Ruhr wieder (+5,7 %). Deutlicher Gewinner ist hier vor allem die Bedientheke (+7,9 %) - ein guter Startschuss ins "Jahr der Theke". Dem gesamtdeutschen Trend folgend, fällt das Wachstum der Weißen Linie nicht ganz so deutlich aus (+2,8 %).

Obst und Gemüse entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr gegenläufig. Während Obst aufgrund der Preisentwicklung rückläufig war (-0,2 %), stieg der Umsatz für Gemüse deutlich an (+5,7 %). Auch die EDEKA Rhein-Ruhr konnte vor allem den Umsatz für Gemüse ausweiten (+11,4 %). Im Gegensatz zum gesamtdeutschen Markt verzeichnet das Unternehmen aber auch für Obst ein Plus (+3,4 %).

Im Bereich Fleisch und Wurstwaren gibt es im gesamtdeutschen Trend in Summe leicht negative Veränderungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum (-0,7 %). Die EDEKA Rhein-Ruhr kann allerdings bei SB-Ware um + 4,1% zulegen; im Bereich Bedientheke gibt es auch ein Plus von immerhin 1,7 %.

Durch Rhein-Ruhrs neue Kampagne mit dem Titel "Jahr der Theke" wird dieser Trend sicherlich für das Geschäftsjahr 2020 noch weiter anhalten.

Insgesamt war das Geschäftsjahr 2019 für das Sortiment Food ein gutes Jahr. Der gesamtdeutsche Markt konnte +1,9 % mehr Umsatz erwirtschaften. Treiber waren hier vor allem Süßwaren, Gemüse sowie Tiefkühlkost. Im Vergleich dazu hat die EDEKA Rhein-Ruhr ein Wachstum von +4,4 % in den vergleichbaren Sortimenten erreichen können - nicht zuletzt getrieben durch MoPro, Obst und Gemüse sowie Nährmittel und Grundnahrung.

Getränke

Im Gegensatz zum Sortiment Food weisen die Getränke am deutschen Lebensmittelmarkt in der Kumulation einen leichten Negativtrend (-0,6 %) auf. Der Inhome-Konsum von Heißgetränken ist hierbei der ausschlaggebende Dämpfer (-3,2 %). Auch alkoholfreie Getränke sind in 2019 rückläufig (-1,0 %). Während der Biermarkt mit -2,0 % ein leicht negatives Ergebnis einfährt, entwickelt sich der Gesamtbereich der alkoholhaltigen Getränke mit +0,6 % positiv. Die EDEKA Rhein-Ruhr entwickelt sich auch im Sortiment Getränke gegenläufig zum gesamtdeutschen Markt (+1,6 %). Heißgetränke haben ein Umsatzplus von +2,1 % zu verzeichnen. Die Negativentwicklung bei Bieren fällt mit -0,1 % aus. Die alkoholfreien Getränke entwickelten sich positiv (+1,9 %). Auch alkoholhaltige Getränke können zulegen (+2,7 %). Insgesamt hat die EDEKA Rhein-Ruhr im Bereich Getränke auch im Jahr nach dem Jahrhundertsommer 2018 eine gute Entwicklung gezeigt.

Non-Food

Auch der Non-Food Markt im Lebensmitteleinzelhandel wird deutschlandweit vom Endverbraucher auf Kurs gehalten. Die Edeka Rhein-Ruhr erfährt hier ebenfalls eine moderate Steigerung (+2,7 %). Diese Entwicklung wird angeführt von Drogerie und Kosmetik (+3,7 %) sowie Textilwaren (+3,4 %).

Umsatzentwicklung

Gegenüber dem Vorjahr konnte die EDEKA Rhein-Ruhr mbH ihren Warenumsatz um 3,9 % auf Mrd. EUR 4,6 steigern. Die Vollsortimentsmärkte erhöhten ihren Umsatz insgesamt um 5,2 %. Dabei erzielten die selbstständigen Einzelhändler eine Umsatzsteigerung von 3,2 % auf vergleichbarer Fläche. Bei den Getränkefachmärkten war eine Steigerung von 0,8 % auf vergleichbarer Fläche zu verzeichnen.

Die Warenumsatzentwicklung der EDEKA Rhein-Ruhr mbH im Zeitablauf stellt sich wie folgt dar:

2016 2017 2018 2019 2020 (Plan)
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Warenumsatzentwicklung 4.064.472 4.248.134 4.427.721 4.598.685 4.770.036
relative Abweichung zum Vorjahr + 2,2 % + 4,5 % + 4,2 % + 3,9 % + 3,7 %

Der Planumsatz betrug für 2019 Mrd. EUR 4,6. Damit entsprach der Jahresumsatz für 2019 exakt den Erwartungen.

Der sonstige Umsatz, der hauptsächlich aus den Erlösen aus Vermietung resultiert, ist von Mio. EUR 229 auf Mio. EUR 237 gestiegen, was einer prozentualen Steigerung von 3,3 % entspricht. Die Begründung hierfür liegt in der allgemeinen Mietpreissteigerung.

Der Gesamtumsatz in Höhe von Mrd. EUR 4,8 nahm im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 % zu.

Kundenstruktur

Die Umsätze - ohne Kooperationspartner - werden zu 81,6 % mit selbstständigen Einzelhändlern getätigt und zu 18,4 % mit dem Regie-Einzelhandel.

Flächenentwicklung

Die Gesamt Verkaufsfläche stieg in 2019 um 0,5 % auf 1.223 tm 2. Dabei standen 19 Neueröffnungen/Übernahmen mit insgesamt 26 tm 2 23 Schließungen mit insgesamt 18 tm 2 gegenüber. Unter Berücksichtigung von 6 Erweiterungen (0,6 tm 2) und 20 Aufmaßkorrekturen (-2,4 tm 2) ergibt sich ein saldierter Nettozugang von 6 tm 2 Verkaufsfläche. Im Regie-Einzelhandel wurden saldiert 3 Kaiser's-Tengelmann-Objekte mit einer Verkaufsfläche von 2 tm 2 geschlossen bzw. privatisiert. Im Vollsortiment-Marktkauf ergaben sich bei den Verkaufsflächen im Geschäftsjahr 2019 nur geringfügige Veränderungen. Die durchschnittliche Verkaufsfläche je Vollsortiments-Objekt stieg leicht von 1.387 m 2 zum 31. Dezember 2018 auf 1.405 m 2 zum 31. Dezember 2019 an.

Die Verkaufsflächenstruktur hat sich erneut leicht verbessert. Es entfallen 88,8 % der Verkaufsfläche bei den Vollsortimentsgeschäften auf Objekte größer 800 m 2 und 57,0 % auf Objekte größer 1.500 m 2.

Die Flächenstruktur zum 31.12. der Geschäftsjahre 2018, bzw. 2019 stellt sich folgendermaßen dar:

2019 2018
Anzahl Märkte 965 969
Fläche in qm 1.222.923 1.216.903
Entw. Fläche 0,5% 2,8%
davon Vollsortiment
Anzahl 713 720
Fläche in qm 1.001.763 998.519
Ø-Fläche in qm 1.405 1.387
davon Getränkemärkte
Anzahl 252 249
Fläche in qm 221.160 218.384
Ø-Fläche in qm 878 877

Aufwands- und Ertragsentwicklung

Im Berichtsjahr konnte gegenüber dem Vorjahr erneut ein nahezu unverändertes Niveau der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+0,1 %) ausgewiesen werden. Dabei stehen den um 10,1 % erhöhten Aufwendungen für Fuhrpark um 17,8 % rückläufige Aufwendungen für Werbung entgegen. Die Aufwendungen für eigengenutzte Geschäftsräume liegen auf Vorjahresniveau. Infolge der Investition in neue IT Projekte stiegen deren Kosten gegenüber dem Vorjahr wieder um 19,0 %. Die leicht gestiegenen Wertberichtigungen auf Forderungen sind durch vereinzelt auftretende Risikoerhöhungen begründet. Die planmäßigen Abschreibungen stiegen gegenüber dem Vorjahr (11,6 %) mit 5,1 % nicht mehr ganz so stark an. Dabei blieben die Abschreibungen für die immateriellen Vermögensgegenstände nahezu unverändert. Insbesondere ist der Anstieg der Abschreibungen über TEUR 1.131 gegenüber dem Vorjahr auf Einbauten auf fremden Grundstücken bzw. Gebäudeteilen zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote bezogen auf den Umsatz blieb unverändert. Der Rohgewinn ist im Vergleich zum Vorjahr in Relation zum Umsatz um 0,1 %-Punkte gestiegen. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ist gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % aufwandslastig gestiegen. Das negative Finanzergebnis stieg markant um 34,4 % an. Verantwortlich hierfür sind zwei gegensätzlich verlaufene Entwicklungen: Einerseits stieg das Beteiligungsergebnis ertragswirksam gegenüber dem Vorjahr um TEUR 16.485 an. Andererseits stieg die Wertberichtigung auf Beteiligungen aufwandswirksam um TEUR 21.541 an. Das positive Ergebnis der Geschäftstätigkeit stieg gegenüber 2018 um 8,8 % an. Bereits im Vorjahr war ein Anstieg um 2,4 % gegenüber 2017 zu verzeichnen. Begünstigt wurde die positive Ergebnisentwicklung durch einen gemäßigteren Anstieg der Personalaufwendungen und des Finanzergebnisses. Durch die sich deutlich erhöhten Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die Wiederaufnahme der Trinkgut Getränkeeinzelhandel GmbH in den ertragsteuerliche Organkreis und das gestiegene Vorsteuerergebnis haben sich die laufenden Ertragssteuern gegenüber dem Vorjahr um TEUR 12.017 erhöht. Zudem haben sich die aktiven latenten Steuern um TEUR 1.616 reduziert.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um Mio. EUR 83 auf Mio. EUR 1.069 gestiegen. Dabei erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 35,4 % im Vorjahr auf 44,5 % in 2019. Nach wie vor weist die EDEKA Rhein-Ruhr für ein Handelsunternehmen eine überdurchschnittliche Eigenkapitalquote auf. Bei der Beurteilung der Unternehmensgruppe EDEKA Rhein-Ruhr ist zusätzlich die enge Verflechtung mit der Genossenschaft EDEKA Rhein-Ruhr eG, Moers, zu beachten, die über eine wesentlich höhere Eigenkapitalquote verfügt.

Die langfristig gebundenen Vermögenswerte sind zu 113,2 % (Vorjahr 97,9 %) durch Eigenkapital abgedeckt. Damit konnte ein nochmals verbesserter Deckungsgrad erreicht werden. .

Die Investitionen sind gegenüber dem Vorjahr von Mio. EUR 53 auf Mio. EUR 115 gestiegen. Die Investitionen in 2019 betrafen im Wesentlichen das Sachanlagevermögen.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

EUR EUR
2019 2018
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 90.000.041,48 175.000.041,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 15.000.041,48 (Vj. EUR 15.000.041,00)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 75.000.000,00 (Vj. EUR 160.000.000,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 135.728.040,53 70.045.306,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 135.728.040,53 (Vj. EUR 70.045.306,46)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.798.352,15 31.037.841,93
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 31.798.352,15 (Vj. EUR 31.037.841,93)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 217.309.722,08 249.863.807,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 217.309.722,08 (Vj. EUR 207.933.649,58)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (Vj. EUR 41.930.157,50)
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 217.309.722,08 (Vj. EUR 249.863.807,08)
Sonstige Verbindlichkeiten 14.507.253,44 16.032.038,27
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 14.507.253,44 (Vj. EUR 16.032.038,27)
davon aus Steuern EUR 1.559.878,36 (Vj. EUR 3.971.466,88)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 8.069,40 (Vj. EUR 0,00)
489.343.409,68 541.979.034,74

Die Liquidität war auch in 2019 zu jeder Zeit sichergestellt. Durch den Konsortialkreditvertrag stehen ausreichende Linien für die Finanzierung der Gesellschaft zur Verfügung. Die nicht genutzte Kreditlinie beträgt zum 31. Dezember 2019 Mio. EUR 150.

Der einfache Cashflow ist gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 13,6 gestiegen und beläuft sich in 2019 auf Mio. EUR 89,3 (Vorjahr Mio. EUR 75,7). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 38,7 höher. Dies resultiert hauptsächlich aus der Zunahme des Verbindlichkeitsbestandes aus Lieferungen und Leistungen. Der Betrag des Cashflows aus der Investitionstätigkeit weist einen starken Anstieg von Mio. EUR -44,5 auf Mio. EUR -112,5 aus.

Hierfür sind insbesondere die Fertigstellung eines neuen Marktes in Mönchengladbach sowie die Neubauprojekte in Oberhausen für die Logistik und für die Verwaltung in Moers zu erwähnen. Bei allen 3 Bauprojekten handelt es sich um Mittelabflüsse für Anlagen im Bau. Ungeachtet der erheblichen Investitionen war die Liquidität im Berichtsjahr jederzeit sichergestellt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf Mio. EUR 1,0 (Vorjahr: Mio EUR 32,3). Die Abweichung liegt hauptsächlich in der Einzahlung einer Kreditauszahlung von Mio EUR 34,9 im Vorjahr begründet. Im Berichtsjahr glichen sich Eigenkapitalzuführungen (Einzahlungen) mit einer Kreditrückführung (Auszahlung) nahezu aus.

Jahresergebnis

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die interne Steuerung sind der Umsatz, der Rohgewinn sowie die Personalkosten.

Der Jahresüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 1,9 gesunken. Das Jahresergebnis ist gegenüber dem Vorjahr auf 0,8 % vom Umsatz zurückgegangen. Die Ertragsteuerquote beträgt 40,84 % gegenüber dem Vorjahr mit 27,02 %.

2017 2018 2019
TEUR TEUR TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 57.845 57.124 67.217
Ergebnis nach Ertragsteuer 38.993 41.688 39.765
Ertragssteuerquote 32,59% 27,02% 40,84%

Chancen- und Risikobericht

Prozess zur Steuerung der Unternehmensrisiken

Als Handels- und Produktionsunternehmen ist der Konzern EDEKA Rhein-Ruhr unterschiedlichsten Chancen und Risiken ausgesetzt. Das bestehende Chancen- und Risikopotenzial wird regelmäßig identifiziert und analysiert, um die Weiterentwicklung und das Wachstum des Konzerns zu sichern.

Das Chancen- und Risikomanagement der EDEKA Rhein-Ruhr besteht aus aufeinander abgestimmten Risikomanagement- und Kontrollsystemen, die in einem konzernweiten Risikomanagementsystem münden. Diese Systeme dienen dazu, Entwicklungen, die den Fortbestand des Konzerns gefährden, früh zu erkennen. Besonderes Gewicht haben der konzernweite Prozess zur strategischen Planung und das Berichtswesen. Die strategische Unternehmensplanung soll potentielle Chancen und Risiken mit hinreichend zeitlichem Abstand vor wesentlichen Geschäftsentscheidungen abschätzen. Im gesamten Konzern sind Berichtssysteme installiert, die sich anbahnende Risiken im Einzelhandelsumfeld, in den Einzelhandels- und Produktionsgesellschaften sowie in den Vermögensverwaltungsgesellschaften frühzeitig erkennen lassen. Die lang-, mittel- und kurzfristige Messung und Überwachung von Chancen und Risiken erfolgt durch eine Vielzahl von individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Unternehmen ausgerichteten Instrumentarien.

Im Rahmen des Risikomanagementsystems erfolgt eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der operativen Geschäftstätigkeit sowie den damit verbundenen Chancen und Risiken der einzelnen Gesellschaften. Innerhalb dieses Prozesses erstellen die Gesellschaften des Konzerns für den lang- und mittelfristigen Zeitraum strategische und für den kurzfristigen Zeitraum dezidierte Planungen, die der aktuellen Geschäftsentwicklung gegenübergestellt werden. Die Abweichungen zur Unternehmensplanung werden analysiert. Diese gesamten Ergebnisanalysen dienen dem Management als Grundlage für strategische und operative Entscheidungen sowie zur Steuerung des Konzerns. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen sowie durch den Informationsaustausch mit den selbstständigen Kaufleuten.

Das konzernweite Risikomanagementsystem wird stetig entsprechend den ermittelten Anforderungen und Rahmenbedingungen weiterentwickelt. Das Risikomanagementsystem stellt die Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung, Kommunikation und Dokumentation der Risiken sicher, um geeignete Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen treffen zu können.

Geschäftschancen und -risiken

Die EDEKA Rhein-Ruhr ist marktwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Der starke Wettbewerb sowie die Markenlistung der Discounter belasten die Umsatzerlöse und Rohgewinne des Lebensmitteleinzelhandels deutlich. Die EDEKA Rhein-Ruhr ist mit dem genossenschaftlichen Modell des von selbstständigen Kaufleuten geführten Lebensmitteleinzelhandels insgesamt gut aufgestellt. Durch die Einbindung in die deutschlandweite EDEKA-Gruppe, die hohe Sortimentskompetenz und die permanente Optimierung der zentralen Geschäftsprozesse gelingt es, den Druck auf die Margen zu kompensieren und den angeschlossenen Einzelhändlern eine wettbewerbsfähige Gesamtleistung zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sind die Einzelhändler mit ihren individuellen, auf die Kundenbedürfnisse vor Ort zugeschnittenen Markt- und Sortimentskonzepten jeder Zeit in der Lage, sich flexibel auf die Herausforderungen des Marktes einzustellen.

Risiken für den Einzelhandel ergeben sich zudem aus der Veränderung der Alterspyramide in Deutschland, die zunehmende Vereinzelung von Haushalten in den Großstädten sowie die steigende Urbanisierung. Stetige Analysen des Einkaufsverhaltens der Kunden ermöglichen es, Trends frühzeitig zu erkennen. Die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle wie z.B. ein Joint Venture im Bereich des Online-Handels bietet eine Chance zur nachhaltigen Umsatzsteigerung, indem zum einen die technikaffine Generation mit dem Online-Angebot erreicht wird und zum anderen auch die Bedürfnisse der immer älter werdenden Kunden nach Versorgungssicherheit befriedigt werden. Durch das Fokussieren auf starke Marken und die konsequente Ausrichtung des Handels auf die Bedürfnisse der Kunden (Frische und Regionalität im Bereich Obst und Gemüse sowie in der Bedienung sowie der Zustelldienst) wird die EDEKA Rhein-Ruhr auch zukünftig ihre Marktchancen nutzen und weiter ausbauen.

Eine Änderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann maßgebliche Wertberichtigungen auf Vermögenswerte, insbesondere Geschäfts- und Firmenwerte, Immobilien, Vorräte und Forderungen zur Folge haben. Dem Risiko wird durch eine regelmäßige Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögensgegenstände und der Bildung von Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen begegnet.

Operative Risiken mit negativen Auswirkungen auf die Ertragslage können sich aus der Flächenstruktur der Standorte ergeben. Die EDEKA Rhein-Ruhr hat im Vollsortimentsbereich leistungsfähige und gesunde Vertriebsflächenstrukturen aufgebaut. Um den Wettbewerbsvorteil langfristig zu sichern, werden vorrangig Neuflächen akquiriert, mit denen die Vorteile einer großen Sortimentstiefe und -breite realisiert werden können. Darüber hinaus wird kontinuierlich in die Modernisierung und die Aufwertung der bestehenden Verkaufsflächen investiert, um die Produktivität auf bestehender Fläche weiter zu verbessern und die Attraktivität der Standorte zu erhöhen.

Der Wettbewerb zwischen den Handelsketten um attraktive Standorte ist sehr hoch. Steigende Mietkosten tragen zu einer Ergebnisbelastung bei. Ein weiteres Risiko stellt die restriktive Handhabung der Baunutzungsverordnung durch die Kommunen dar. Diese Risiken werden reduziert, indem die EDEKA Rhein-Ruhr die Entwicklung von Standorten übernimmt und die Maßnahmen frühzeitig mit den Kommunen abstimmt. Dadurch ist es möglich, die Standorte langfristig zu sichern und eine für den Einzelhandel adjustierte Miete zu erzielen. Mit diesem Konzept wird auch in Zukunft die Flächenstruktur wettbewerbsfähig optimiert und eine ausreichende Zahl von neuen Standorten für die EDEKA Rhein-Ruhr generiert.

Im Transport- und Logistikbereich ergeben sich geschäftstypische Risiken, die vor allem aus den gestiegenen Mautkosten, volatilen Dieselpreisen und dem Mangel an LKW-Fahren resultieren. Zudem stellen Arbeitskämpfe mit Arbeitsniederlegungen eine Risikoposition dar. Durch eine Bündelung und optimale Auslastung der Transporte sowie Konzentration auf leistungsfähige Dienstleister werden die Risiken minimiert. Bestehende Abhängigkeiten von Dienstleistern werden zum einen durch Diversifikation und zum anderen durch die Übernahme von Tätigkeiten in Eigenregie reduziert. Zusätzliche Entlastung für die Logistik wird durch den in 2019 begonnenen und bis 2021 geplanten Lagerneubau in Oberhausen - Am Waldteich - erzielt. Dem Risiko von Arbeitskämpfen wird durch intensiven Austausch mit den Gewerkschaften begegnet.

Risiken aus Versorgungsengpässen von Waren, Rohstoffen und Energien können - bedingt durch steigende Preise und Kosten - zu Umsatzeinbrüchen und Ergebnisbelastungen führen. Durch Kosten-Nutzen-Rechnungen und Soll-Ist-Vergleiche werden die Entwicklungen der Mengen, Preise und Technologien permanent beobachtet und analysiert. Zudem wird den Beschaffungs- und Einkaufsrisiken auf nationaler Ebene mit der Bündelung der Nachfragemengen sowie mit langfristiger nationaler und internationaler Einkaufsstrategie begegnet.

Risiken entstehen auch durch Lieferantenausfälle/ -insolvenzen oder Qualitätsprobleme bei Waren. Diesen Risiken wird durch die Vorgabe von Kriterien zur Lieferantenauswahl, ein breit angelegtes Lieferanten-Portfolio, die Vermeidung von Lieferantenabhängigkeiten und laufende Qualitätskontrollen bei Waren begegnet. Bei sensiblen Warengruppen wie z.B. Obst und Gemüse setzt die EDEKA Rhein-Ruhr auf langjährige Beziehungen zu Landwirten in der Region.

Die Risiken im Bereich der IT und Datensicherheit resultieren vor allem aus den hohen Abhängigkeiten der Handels- und Finanzprozesse von diversen IT-Systemen. Die Risiken werden begrenzt, indem laufend Investitionen für die Einführung neuer und Verbesserung bestehender IT-Systeme sowie für die Datensicherheit getätigt werden. Darüber hinaus gewährleisten Richtlinien und Anweisungen sowie laufendes Monitoring der Prozesse die Funktionsfähigkeit und Sicherheit der IT-Systeme. Die EDEKA Rhein-Ruhr zählt zu den "Kritischen Infrastrukturen" (KRITIS) gemäß der Verordnung zur Bestimmung "Kritischer Infrastrukturen". Als "Kritische Infrastrukturen" hat die EDEKA Rhein-Ruhr nach dem IT-Sicherheitsgesetz ein Risiko- und Krisenmanagementsystem implementiert, das einen Bestandteil des allgemeinen Risikomanagements darstellt.

Die EDEKA Rhein-Ruhr ist für die Realisierung der strategischen und operativen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Die Mitarbeiter in dem gegebenen intensiven Wettbewerb für den Konzern zu gewinnen und zu binden, ist eine dauerhafte Herausforderung. Der sich abzeichnende Fachkräftemangel im Einzelhandel und speziellen Berufsfeldern der Logistik stellt ein personelles Risiko für die Zukunftsentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel dar, auf das die EDEKA Rhein-Ruhr mit geeigneten Maßnahmen im Verbund mit den selbstständigen Einzelhändlern reagiert. Das auf allen Ebenen des Konzerns vorangetriebene Recruiting sichert die unverzichtbare fachliche Kompetenz der Mitarbeiter. Leadership und Mitarbeiterentwicklungsmaßnahmen bewirken, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Stufen des Unternehmens eine unternehmerische Denk- und Handlungsweise entwickeln. Durch die Gründung der Bildungsnetzwerk RR GmbH in 2019 geht die EDEKA Rhein-Ruhr noch einen Schritt weiter, indem sie Qualifizierungs-, Umschulungs-, Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen selbst durchführt. Der Bau eines neuen und modernen Bürogebäudes inmitten eines Nahversorgungszentrums in Moers trägt zukünftig zur Qualität des Arbeitsplatzes und steigert damit auch die Attraktivität der EDEKA Rhein-Ruhr als Arbeitgeber.

Ein in den letzten Jahren eher als unwahrscheinlich eingestuftes Risiko, besteht in den Folgen einer Ausbreitung von Epidemien, was aktuell durch das Coronavirus (COVID-19) in Europa droht. Eine durch behördliche Stellen festgelegte Quarantäne in Gebieten, in denen die EDEKA Rhein-Ruhr Betriebsstätten oder Läger betreibt oder in denen sich ihre Einzelhandelsstandorte befinden, kann erhebliche Umsatz- und damit Rohgewinneinbußen verursachen. Aktuell profitiert der Einzelhandel jedoch von der erhöhten Nachfrage vor allem im Bereich der Grundnahrungsmittel sowie Hygieneartikel. Erkrankungen eines großen Teils der Bevölkerung oder der Ausfall von Arbeitskräften durch Quarantäneanweisungen (Verdachtsfälle) können sowohl zu Problemen bei der Auslieferung von Waren als auch zu einem erheblichen Rückgang der Konsumnachfrage führen. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln wird durch entsprechende Notfallpläne gewährleistet. Wenngleich mit einem Rückgang der Konsumnachfrage im Non-Food-Bereich gerechnet wird, wird der Food-Bereich keine massiven Einbrüche erleiden.

Die EDEKA Rhein-Ruhr ist finanziellen Risiken (Liquiditäts- und Zinsrisiko) ausgesetzt, die die Finanz- und Liquiditätslage negativ beeinflussen können. Über mittel- und langfristige Kreditverträge ist eine ausreichende Liquidität des Konzerns zur Abwicklung der operativen Geschäftstätigkeit jederzeit gewährleistet. Zudem trägt die konzernweite Bündelung freier Liquiditätsreserven zu einer Zinsoptimierung bei. Im Rahmen der lang- und mittelfristigen Finanzplanung wird der zukünftige Kapitalbedarf ermittelt und mit den entsprechenden Verträgen abgesichert. Durch entsprechende Versicherungen ist gewährleistet, dass auftretende Schadensfälle keine wesentlichen Auswirkungen auf die Liquiditäts-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Steuerliche Risiken ergeben sich aus laufenden und ausstehenden Betriebsprüfungen. Diese Risiken werden durch den Einsatz von Experten und der Bildung von Rückstellungen erfasst.

Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken

Insgesamt hat die Überprüfung unserer Chancen- und Risikopositionen ergeben, dass aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken vorhanden sind.

Zielgröße für den Frauenanteil in den ersten Führungsebenen

Hinsichtlich Aufsichtsrat, Geschäftsführung und erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung hat die EDEKA Rhein-Ruhr folgende Frauenquoten

Aufsichtsrat: 10,0 %
Geschäftsführung und 1. Führungsebene: 8,7 %

Angesichts der laufenden Wahlperiode sowie der gegebenen Dienst- und Anstellungsverträge plant das Unternehmen mittelfristig hinsichtlich des derzeit gegebenen Verhältnisses von Frauen und Männern das Niveau des Berichtsjahres zu halten.

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2020 wird ein Anstieg der Warenumsatzerlöse von +3,7 % auf € 4,8 Mrd. erwartet. Die Umsatzentwicklung 2019 liegt mit 0,3% bzw. € 14,6 Mio. über dem geplanten Wert.

Zudem gehen wir von einem deutlich rückläufigen prozentualen Rohgewinn aus. Die Personalkosten werden - prozentual stagnierend - im absoluten Wert leicht ansteigen. Insgesamt liegt das Ergebnis vor Steuern gemäß der Planung für 2020 leicht über dem Ergebnis für 2019.

Wir gehen davon aus, dass sich die positive Entwicklung der EDEKA Rhein-Ruhr und ihrer angeschlossenen selbstständigen Einzelhändler weiter fortsetzt. Aufgabe ist es, die erhöhte Sortimentstiefe und Warenverfügbarkeit in weiter überdurchschnittliche Umsatzzuwächse und damit verbundene Ertragssteigerungen umzusetzen. Mit einer sowohl im Vollsortiments- als auch im Getränkebereich zukunftsträchtigen Flächenstruktur mit individuell den örtlichen Verhältnissen angepassten Lebensmittel- und Getränkefachmärkten bietet die EDEKA Rhein-Ruhr zusammen mit den angeschlossenen selbstständigen Kaufleuten den Verbrauchern ein attraktives Angebot, das neben konkurrenzfähigen Preisen auch Vielfalt, Frische, Service und Freundlichkeit beinhaltet.

 

Moers, den 31. Januar 2020

EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH

T. Kerkenhoff

D. Neuhaus

P. Wagener

Geschäftsbericht 2019

EDEKA Rhein-Ruhr Konzern

Bericht der Aufsichtsräte

Die Aufsichtsräte haben die ihnen obliegenden Aufgaben für das Geschäftsjahr 2019 wahrgenommen. Die Aufsichtsratsmitglieder der Genossenschaft bilden gleichzeitig den Aufsichtsrat der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH und nehmen an den Gesellschafterversammlungen dieser Gesellschaft teil.

Die Aufsichtsräte haben sich von den Vorständen der Genossenschaft bzw. von den Geschäftsführern des Großhandelsbetriebes regelmäßig über Lage und Entwicklung des Konzerns einschließlich der Großhandelsunternehmen sowie der mit diesem verbundenen Gesellschaften unterrichten lassen. Sie haben sich den Geschäftsverlauf und insbesondere die Geschäftsergebnisse der einzelnen konzernangehörigen Gesellschaften durch schriftliche und mündliche Berichte darlegen lassen und den Geschäftsgang überwacht.

Angelegenheiten, die nach Gesetz und Satzung der Mitwirkung des Aufsichtsrates unterliegen, wurden entsprechend im Aufsichtsrat behandelt.

Der Aufsichtsrat der EDEKA Handelsgesellschaft hat die UNIVERSA Prüfungs- und Treuhandgesellschaft beauftragt, die Jahresabschlüsse, den Konzernabschluss sowie die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2019 unter Einbeziehung der Buchführung sowie der Lageberichte zu prüfen.

Die Abschlüsse der Genossenschaft wurde nach Gesetz vom EDEKA Verband kaufmännischer Genossenschaften e.V. geprüft. Der Abschlussprüfer hat an der Aufsichtsratssitzung, in der die Jahresabschlüsse vorgelegt wurden, teilgenommen und dort über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung mündlich berichtet. Dem Konzernabschluss wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt.

Die Geschäftsführung hat die Jahresabschlüsse dem Aufsichtsrat vorgelegt. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie dessen mündliche Erörterungen wurden zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Jahresabschlüsse der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH und der mit ihr verbundenen Unternehmen wurden einschließlich der Ergebnisverwendung gebilligt, sie sind damit festgestellt. Die Jahresabschlüsse der Genossenschaft wurden vom Aufsichtsrat gebilligt. Den Vorschlägen für die Gewinnverwendungen, die den Vorschriften der Satzungen entsprechen, schließen sich die Aufsichtsräte an. Es wird der Generalversammlung empfohlen, die Jahresabschlüsse zu genehmigen und den vorgeschlagenen Gewinnverteilungen zuzustimmen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Aufsichtsrat in seiner Verantwortung als Kontrollorgan in der Doppelfunktion über alle Informationen verfügte und so für die legitimen Interessen der Mitglieder eingetreten ist. So fand der genossenschaftliche Förderauftrag in der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH mit ihren Tochtergesellschaften hinreichend Berücksichtigung.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand und allen Mitarbeitern für die in 2019 geleistete Arbeit. Den Mitgliedern gebührt Anerkennung für die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Großhandelsbetrieb.

 

Moers, im März 2020

Für den Aufsichtsrat

der EDEKA Rhein-Ruhr eG

Oliver Czajkowski, Vorsitzender

Beschluss Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung an die Gesellschafter 1.818.067,01
Einstellung in die Gewinnrücklagen 37.950.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 2.306,70
39.770.373,71

Diesem Antrag wird einstimmig entsprochen.

 

Moers, 26. März 2020

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, Moers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, Moers, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, Moers, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten-falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht bein-haltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

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