Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 13482
Vorher
MVW Oil GmbHSailer Mineralölhandel GmbH
Eingetragen
3.6.1992
Branche
Großhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenHerstellung von Mineralölerzeugnissen und von fossilen BrennstoffenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen Chemikalien
Gegenstand
Handel mit Mineralölprodukten, Import -Export von Mineralölprodukten

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Daniel Lohner
seit 24.3.2025
Geschäftsführer
Stefan Merz
seit 8.6.2016
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

SAILER Mineralölhandel GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

BILANZ zum 31. Dezember 2008

SAILER Mineralölhandel GmbH, Augsburg

AKTIVA

  31.12.2008
31.12.2007
A. Anlagevermögen    
I. Sachanlagen    
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.813,00 64.471,00
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
fertige Erzeugnisse und Waren 1,209 831,65 1.449.813,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.621.215,72 4.999.017,97
2. Forderungen gellen verbundene Unternehmen 0,00 2.527.151,04
3. sonstige Vermögensgegenstände 71.695,33 69.988,29
  6.692.911,05 7.596.157,30
III. Kassenbestand. Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 22.352.510,53 421.392,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.378,00 5.787,00
  30.304.444.23 9.537.621,51

PASSIVA

   
  31.12.2008
31.12.2007
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 36.000,00
II. Kapitalrücklage 1 600.000,00 1.600.000,00
III. Bilanzgewinn 953.433,94 953.433,94
B. Rückstellungen    
sonstige Rockstellungen 13.343.780,00 689.700,00
C. Verbindlichkeiten    
1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1 958.194,95 3.904 694,49
2. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 9 024.199,55 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.398.846,79 2.363.804,08
  14 381.241,29 6.368.498,57
  30.304.444,23 9.537.621,51

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008

SAILER Mineralölhandel GmbH, Augsburg

  2008
2007
1. Umsatzerlöse 183.913.188,68 115.335.492,14
2. sonstige betriebliche Erträge 39.018,39 181.763,20
3. Materialaufwand    
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -164.287.801,81 -112.839.204,21
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -136.807,04 -270.824,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -31.414,21 -34.409,59
  -168.221,25 -305.234,38
5. Abschreibungen    
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs -16.658,00 -18.079,49
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.082.766,31 -759.315,73
7 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 623.791,57 74.617,72
- davon aus verbundenen Unternehmen e 0,00 (E 49.743,05)    
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -17,876,61 -73.784,57
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 19.002.674,66 1 596.254,68
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -18.086,03 -6.352,21
11. sonstige Steuern -805,00 -1.047,00
12. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -18.983.783,63 -1.588,855,47
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 953.422,94 953.422,94
15. Bilanzgewinn 953.422,94 953.422,94

Anhang 2008

SAILER Mineralölhandel GmbH, Augsburg

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Tätigkeitsbereich der SAILER Mineralölhandel GmbH umfasst ausschließlich den Handel mit Mineralölprodukten sowie Import und Export von Mineralölprodukten.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für den Jahresabschluss unserer Gesellschaft finden die Rechnungslegungsvorschriften des HGB für mittlere Kapitalgesellschaften Anwendung,

Die im Berichtsjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben keine nennenswerten Änderungen gegenüber denen des Vorjahres erfahren.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear auf die Nutzungsdauer von 6 - 8 Jahren vorgenommen.

Soweit möglich, erfolgen Abschreibungen nach steuerlichen Vorschriften hinsichtlich der beweglichen Wirtschaftsgüter. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Betrag von EUR 150,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, wird gem. § 6 Abs. 2a EStG ein sog. Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungskosten netto mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 betragen. Dieser ist im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit je 20 % aufzulösen.

Daneben wurden keine Sonderabschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Stichtagswerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt.

Beim Umlaufvermögen werden bis zur Bilanzaufstellung bekanntgewordene negative Veränderungen durch Abschreibungen berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist in einem Anlagenspiegel (Anlage 3, Blatt 8) dargestellt.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres enthalten keine Sonderabschreibungen.

Vorräte EUR Vorjahr
TEUR
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.209.831,65 1.450
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände EUR Vorjahr
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.621.215,72 4.999
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00    
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 2.527
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00    
davon gegen Gesellschafter EUR 0,00    
Sonstige Vermögensgegenstände 71.695,33 70
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 16.203,00    
davon gegen Gesellschafter EUR 0,00    
  6.692.911,05 7.596

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel umfassen die Guthaben bei Kreditinstituten. Hiervon sind TEUR 20.500 als Sicherheit beim Erdölbevorratungsverband (EBV) hinterlegt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten für das Folgejahr vorausbezahlte Kfz-Steuer sowie Vorauszahlungen auf das Jahresabo Futures Services.

Kapitalrücklage

Die mit Beschluss vom 17.8.2006 erfolgte Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 1.600.000,00 durch die alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft SAILER Verwaltungsgesellschaft mbH besteht weiterhin fort,

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von EUR 953.422,94.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für die Jahresabschlusserstellung und Prüfung (TEUR 30), Belegaufbewahrung (TEUR 3) sowie für nicht genommene Urlaube und Sonderzahlungen (TEUR 11). Im Berichtszeitraum wurden Rückstellungen für eine Nachdeckungsverpflichtung aufgrund einer EBV-Wälzung in Höhe von TEUR 13.300 eingestellt.

Verbindlichkeiten Gesamt Betrag
EUR
davon Restlaufzeit
bis 1 Jahr
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.958.194,95 1.958.194,95 0,00
davon gegenüber Gesellschafter EUR 0,00      
Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen 9.024.199,55 9.024.199,55 0,00
davon gegenüber Gesellschafter EUR 9.024.199,55      
Sonstige Verbindlichkeiten 3.398.846,79 3.398.846,79 0,00
davon aus Steuern EUR 3.302.128,60      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00      
davon gegenüber Gesellschafter EUR 0,00      
  14.381.241,29 14.381.241,29 0,00

Die Besicherung der Position Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Davon aus  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Bankbürgschaft in Höhe von TEUR 2.250
Sonstige Verbindlichkeiten, (Hauptzollamt) Sicherheitsleistung in Höhe von TEUR 200

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die SAILER Mineralölhandel GmbH steht in einem Organschaftsverhältnis mit der SAILER Verwaltungs GmbH. Körperschaft- und Gewerbesteuer werden somit nicht von der Organgesellschaft erhoben. Im Organkreis werden keine Steuerumlagen gebildet.

Unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 18.983.783,63 würde sich ein (fiktiver) Steueraufwand von EUR 5.882.000,00 ergeben.

Sonstige Angaben

Organe - Geschäftsführung

Herr Jürgen Schalk, alleiniger Geschäftsführer der Seiler Verwaltungs GmbH

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs, 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Angestellte 2

Sonstige Rechtsverhältnisse

Die Gesellschaft hat am 29,6,2007 mit der SAILER Verwaltungs GmbH mit dem Sitz in Augsburg (Amtsgericht Augsburg HRB 18029) als herrschender Gesellschaft einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 4.7.2007 zugestimmt.

Haftungsverhältnisse

Zwischen der HypoVereinsbank Niederlassung Augsburg, der Dresdner Bank AG München und der Stadtsparkasse Augsburg wurde mit Datum vom 6.3,2006 für die Gewährung von Kreditlinien gegenüber SAILER Verbundgesellschaften ein Sicherheiten-Poolvertrag geschlossen. Zum 31.1.2008 wurde der Sicherheiten-Poolvertrag aufgekündigt,

1. Raumsicherungsübereignung

Zugunsten der Stadtsparkasse Augsburg hat die SAILER Mineralölhandel GmbH folgende Sicherheiten bestellt:

Raumsicherungsübereignungsvertrag vom 11,2.2008

Gegenstand der Sicherungsübereignung/Lagerorte: der Sicherungsgeber überträgt hiermit an die Bank das Eigentum jeder Art (Anwartschaftsrecht, Eigentum, Miteigentum) an sämtlichen, nachfolgend bezeichneten Gegenständen:

Heizöl/Dieselöl/Rohöl sowie ähnliche Produkte jeweils ohne die im Eigentum des Erdölbevorratungsverbandes, Körperschaft des öffentlichen Rechts, Jungfernsteig 38 IV, 20354 Hamburg, befindliche Menge, welche sich in 86156 Augsburg, Gubenerstraße 15, Tanks 1, 2 und 3 gegenwärtig und künftig befinden.

2. Globalabtretung

Ebenfalls zur Besicherung der Kreditlinie hat die SAILER Mineralölhandel GmbH mit Datum vom 11.2.2008 eine Globalabtretung aller gegenwärtigen und künftigen Forderungen auf Lieferungen und Leistungen mit dem Anfangsbuchstaben A bis Z erklärt. Die Globalabtretung erfolgte gegenüber der Dresdner Bank AG.

 

Augsburg den 22. September 2009

SAILER Verwaltungs GmbH

vertreten durch den Geschäftsführer Jürgen Schalk

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS ZUM 31. DEZEMBER 2008

SAILER Mineralölhandel GmbH, Augsburg

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand 01.01.2008
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2008
I. Sachanlagen        
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung        
a) Fuhrpark 97.738,96 0,00 0,00 97.738,96
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.198,58 0,00 33,58 3.165,00
  100.937,54 0,00 33,58 100.903,96
  100.937,54 0,00 33,58 100.903,96
  Abschreibungen
  Stand 01.01.2008
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2008
I. Sachanlagen        
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.993,96 16.294,00 0,00 50.287,96
a) Fuhrpark        
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.472,58 364 00 33,58 2.803,00
  36.466,54 16.658,00 33,58 53.090,96
  36.466,54 16.658,00 33,58 53.090,96
  Buchwerte
  31.12.2008
T€
01.01.2007
I. Sachanlagen    
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.451,00 64
a) Fuhrpark    
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 362,00 1
  47.813,00 65
  47.813,00 65

Lagebericht 2008

SAILER Mineralölhandel GmbH, Augsburg

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Trotz hoher Preise hat sich der Energieverbrauch in Deutschland 2008 um über 2 Prozent erhöht. Vor allem Wärmeenergien sowie einige erneuerbare Energieträger verbuchten kräftige Zuwächse, Nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) stieg der Primärenergieverbrauch in Deutschland 2008 auf rund 480 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE) (14.062 PJ). Das waren 2 Prozent oder 10 Mio. t SKE mehr als im Vorjahr Zur höheren Nachfrage nach Wärmenergien trugen vor allem die im Vergleich zum Vorjahr kühleren Temperaturen bei.

Am stärksten profitierte der Ölverbrauch vom Anstieg des Energiebedarfs. Der Verbrauch an Mineralöl stieg um rund 5 Prozent auf knapp 166 Mio. t SKE. Der Anteil des Mineralöls am gesamten Energieverbrauch erhöhte sich um knapp 1 Prozent auf 34,6 Prozent. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die stark gestiegene Nachfrage nach leichtem Heizöl zurückzuführen. Dem Nachfrageanstieg um 32 Prozent in diesem Jahr steht ein Rückgang von 34 Prozent im Vorjahr gegenüber. 2007 hatten viele Verbraucher beim leichten Heizöl eine starke Kaufzurückhaltung geübt. Diesel- und Flugkraftstoff verzeichneten wegen guter Verkehrskonjunktur 2008 einen Bedarfszuwachs von 3,2 sowie 1,6 Prozent. Die anderen Mineralölprodukte lagen dagegen überwiegend im Minus.

Unser Absatz von leichtem Heizöl veränderte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um + 40% auf ca. 140.000 m 3 und liegt somit über dem Bundesdurchschnitt von + 32%. Zugleich konnte durch eine optimale Versorgungslogistik und entsprechende Lagerbevorratung der Dieselabsatz um 19% auf ca. 84.000 m 3 gesteigert werden. Die Margen konnten aufgrund einer Short-Situation in Bayern deutlich verbessert werden.

Bei den Nischenprodukten Gerätebenzin und Marine Diesel Fuel konnten die Margen verbessert und der Absatz gehalten werden.

Mit dem EBV (Erdölbevorratungsverband) wurden in 2008 zwei Verträge zur Qualitätswälzung abgeschlossen.

Die Versorgung unseres Tanklagers erfolgte auf der Schiene mit Eisenbahnkesselwagen.

2. Darstellung der Lage

a. Ertragslage

Das Jahr 2008 ist wesentlich durch die Rohstoffpreisentwicklung insbesondere vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise geprägt. Spekulanten übten massiven Einfluss auf die Marktpreisentwicklung. Zu Jahresbeginn wurde 1 Barrel Rohöl der Sorte ICE Brent mit 95 USD gehandelt. Im Juni 2008 erreichten die Börsennotierungen einen Höchststand von 145 USD. In der zweiten Jahreshälfte entspannte sich die Marktsituation deutlich und gegen Jahresende lagen die Produktnotierungen bei ca. 45 USD je Barrel.

Das hohe Preisniveau, die Absatzsteigerung bei Heizöl und Diesel sowie die enthaltene Mineralölsteuer in Höhe von 33.042 T€ (VJ 29.994 T€) sind Faktoren für den Umsatzanstieg um 59,45 % auf 183.913 T€ (115.335 T€). Durch eine optimierte Lagerbeschaffung und dem Qualitätstausch mit dem Erdölbevorratungsverband lag der Wareneinsatz bei 164.288 T€ (VJ 112.839 T€). Mit 45,6 % liegt die Steigerungsrate der Wareneinsatzkosten unter der Umsatzsteigerung.

Einsparungen bei den Personalkosten in Höhe von 137 T€ sind auf Personalumgliederungen innerhalb der Firmengruppe zurückzuführen. Mit 16,7 T€ liegen die Abschreibungen um 1,3 T€ unter dem Vorjahreswert. Insbesondere anfallende Kosten für den Qualitätstausch steigerten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 42,46 % auf 1,082,8 T€ (VJ 759,3 T€). Einmalige Rahmenbedingungen haben dazu beigetragen, dass der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 18.984 T€ (VJ 1.589 T€) das Planergebnis bei weitem übertroffen hat.

b. Vermögenslage

Am Bilanzstichtag sind die Vorräte mit 1210 T€ erfasst, Das Vorratsvermögen lag somit um 240 T€ unter dem Vorjahreswert (VJ 1450 T€). Die anhaltende Kälteperiode im Dezember führte zu einer erhöhten Nachfrage und lies die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.622 T€ auf 6.621 T€ wachsen. Dies bedeutet eine Steigerung um 32,45 % zum Vorjahr (VJ 4.999 T€).

Der Barmittelbestand in Höhe von 22.353 T€ ist die Folge des außerordentlich guten Betriebsergebnisses sowie Liquiditätsüberhängen aus der Wälzung, Zum Bilanzstichtag waren 22.500 T€ als Festgelder im drei Monatsbereich angelegt.

Als Folge verdreifachte sich die Bilanzsumme zum 31.12.2008 und lag bei 30.304 T€ (VJ 9.538 T€).

Das bilanzielle Eigenkapital in Höhe von 2.579 T€ bleibt aufgrund des im Juni 2007 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages unverändert. Die abgeleitete Eigenkapitalquote beträgt 8,51 % (VJ 27,04 %).

c. Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2008 wurde aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein Cash-Flow von 29.364 T€ erwirtschaftet. Dauerhaft wurden die bereitgestellten Kreditlinien von 5.000 T€ nur durch Avale in Höhe von 2.450 T€ als Sicherheitsleistung bei Lieferanten belastet, Zur Finanzierung der Warenvorräte waren im gesamten Geschäftsjahr keine Kreditaufnahmen notwendig.

d. Abschließende Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das gute Finanzergebnis ist das Spiegelbild der wirtschaftlich stabilen Lage der Gesellschaft.

3. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung und Chancen der Gesellschaft

Durch den überproportionalen Absatz von Mitteldestillaten ab unserem Tanklager Augsburg, sehen wir uns in unserer Prognose bestätigt, ein wichtiger Versorgungsstandpunkt für Bayern zu sein. Die vergangenen beiden Jahre haben gezeigt, dass die regionalen Raffinerien durch ihre Produkt- und Versorgungspolitik den Handel nicht zufriedenstellend versorgen konnten. Wieder einmal mehr, waren wir als verlässlicher Versorgungspartner für den Mineralölmittelstand notwendig.

Die Ertragsplanung für das laufende Geschäftsjahr sieht einen Gewinn vor Steuern und Ergebnisabführung von 4500 T€ vor, aufgeteilt in 2500 T€ für das 1. Halbjahr und 2000 T€ für das 2. Halbjahr.

Die bewährte Lieferantenstruktur wurde im Grunde beibehalten und nur unwesentlich für 2009 verändert.

4. Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung

Als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise sehen wir ein erhöhtes Kreditausfallrisiko. Um dieses einzudämmen, haben wir die Richtlinien zur Vergabe interner Kreditlimits überarbeitet und die Sicherheitsleitungen unserer Kunden nahezu verdoppelt.

Die Hauptrisiken bleiben nach wie vor unkalkulierbare Schwankungen in den Produktnotierungen, die meist durch geopolitische Faktoren ausgelöst werden und nur unzureichend über bestehende Risikoabsicherungsmodelle abgefedert werden können, Um diese Gefahren abzumildern wird der Verkaufspreis unserer Produkte täglich auf Basis eines Wiederbeschaffungsmodells kalkuliert und angepasst.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Mai 2008 haben wir mit dem Erdölbevorratungsverband (EBV) eine Tauschvereinbarung geschlossen, die den Austausch von Heizöl mit 0,1 % S gegen Dieselkraftstoff DIN/EN 590 mit max. 55 ppm S regelt. Diese Tauschvereinbarung wurde vertragsgemäß zum 31.03.2009 erfüllt.

Die im August 2008 abgeschlossene Tauschvereinbarung, in der der Austausch von Heizöl EL 0,1 % S gegen Heizöl EL 50 ppm S geregelt ist, wurde im Juli 2008 um zwei Monate verlängert. Der Vertrag endet zum 31.10.2009.

 

SAILER Mineralölhandel GmbH, Augsburg

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht. der SAILER Mineralölhandel GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis 31.12.2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Augsburg, den 22. September 2009

S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ulrich Stauber, Wirtschaftsprüfer

Tobias Pflanzer, Wirtschaftsprüfer

Werden der Jahresabschluss und der Lagebericht in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form veröffentlicht, vervielfältigt oder an Dritte weitergeleitet und wird dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen, so ist zuvor eine erneute Stellungnahme durch uns erforderlich. Dies gilt auch für die Übersetzung des Jahresabschlusses in andere Sprachen. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

3 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.