AUDICON GmbHLiquidiert

70563 Stuttgart, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 21330
Eingetragen
2.10.2000
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologiePraxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und BuchprüfungsgesellschaftenUnternehmensberatung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung und der Vertrieb von Softwareprodukten in den Bereichen Wirtschaftsprüfung (Audit), Risikomanagement und Compliance sowie die Erbringung der damit verbundenen Dienstleistungen für seine Kunden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
David Robert Osborne
seit 11.10.2022
Geschäftsführer
Jörg Walter Fuhrmann
seit 28.9.2005
Geschäftsführer
Michael Schleupen
seit 28.9.2005
Geschäftsführer
Axel Zimmermann
seit 28.9.2005
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AUDICON GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 80.930,84 63,3
II. Sachanlagen 958.098,19 1.092,6
III. Finanzanlagen 3.499,92 3,5
Anlagevermögen gesamt 1.042.528,95 1.159,4
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 6.488,05 6,8
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.842.872,95 2.737,2
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 195.138,78 2.172,0
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.443.409,84 2.222,3
Umlaufvermögen gesamt 5.292.770,84 4.966,3
C. Rechnungsabgrenzungsposten 224.568,81 147,2
  6.559.868,60 6.272,9

Passiva

   
31.12.2021
Vorjahr
T€
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000,0
II. Jahresüberschuss 2.035.945,74 1.493,0
Eigenkapital gesamt 3.035.945,74 2.493,0
B. Rückstellungen 1.626.449,97 1.890,8
C. Verbindlichkeiten 676.421,74 872,9
davon gegenüber Kreditinstituten 0,00 28,6
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.221.051,15 1.016,2
  6.559.868,60 6.272,9

Gewinn- und Verlustrechnung

2021
2021
2020
T€
1. Rohergebnis   14.842.761,22 14.695,5
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 7.989.864,41   -8.268,7
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.234.642,99 -9.224.507,40 -1.238,4
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -279.719,28 -385,0
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -2.348.527,71 -2.610,0
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   12.583,44 9,0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -27.506,82 -6,1
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -939.137,71 -703,3
8. Ergebnis nach Steuern   2.035.945,74 1.493,0
9. Sonstige Steuern   0,00 0,0
10. Jahresergebnis   2.035.945,74 1.493,0

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Audicon GmbH hat ihren Sitz in Stuttgart. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der HR B 21330 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren, bewertet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 2 und 23 Jahren) angesetzt. Die Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 Euro netto werden sofort abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bewertet. Die Umrechnung der Anschaffungskosten bei Auslandsbeteiligungen erfolgt nach Maßgabe des Wechselkurses am Tage der Einzahlung des Nennkapitals bzw. der für den Anteilserwerb geleisteten Zahlungen.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Bei Forderungen, deren Realisierung mit erkennbaren Risiken behaftet sind , werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Flüssige Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Fremdwährungskonten wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB).

Für alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen, die am Abschlussstichtag dem Grunde oder der Höhe nach ungewiss sind, werden - der Risikolage entsprechend - angemessene Rückstellungen gebildet. Die Bewertung erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen gegenüber Dritten werden mit dem zum Zeitpunkt ihres Entstehens gültigen Wechselkurs bzw. mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

4. Erläuterungen zu Bilanzpositionen

4.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Die Angabe zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB unterbleibt unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB.

4.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe gegen die Gesellschafterin.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben EUR 0,00 (Vj.: TEUR 6,3) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

4.5. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 130,7 (Vorjahr: TEUR 147,1) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 14,7 (Vorjahr: TEUR 13,5) ausgewiesen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1. Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1,5 (Vorjahr: TEUR 1,1) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0,6 (Vorjahr: TEUR 3,1).

6. SONSTIGE ANGABEN

Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von TEUR 5.037,8 (Vorjahr: TEUR 4.965,8), davon werden TEUR 883,6 (Vorjahr: TEUR 848,0) innerhalb eines Jahres fällig.

Die Anzahl der Beschäftigten betrug im Jahresdurchschnitt 118 (Vorjahr: 122) Angestellte.

Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der Beschäftigten 118 (Vorjahr: 119).

Geschäftsführer der Audicon GmbH sind:

Michael Schleupen, Kaufmann, Meerbusch

Axel Zimmermann, Kaufmann, Krefeld

Jörg Fuhrmann, Kaufmann, Meerbusch

Der Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit. Auf die Angabe nach § 285 Nr. 9a HGB wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Stuttgart, den 16. Februar 2022

Die Geschäftsführung

Michael Schleupen

Axel Zimmermann

Jörg Fuhrmann

Anlagespiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2021
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2021
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.526.393,87 64.905,50 0,00 1.591.299,37
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 788.819,40 10.874,67 0,00 799.694,07
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.064.540,45 79.902,39 39.879,40 2.104.563,44
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 7.199,34 0,00 7.199,34
  2.853.359,85 97.976,40 39.879,40 2.911.456,85
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.499,92 0,00 0,00 3.499,92
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
  5.112,92 0,00 0,00 3.499,92
Anlagevermögen gesamt 4.384.866,64 162.881,90 39.879,40 4.506.256,14
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2021
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2021
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.463.094,66 47.273,87 0,00 1.510.368,53
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 407.963,42 52.903,00 0,00 460.866,42
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.352.828,63 179.543,01 39.879,40 1.492.492,24
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.760.792,05 232.446,01 39.879,40 1.953.358,66
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 3.223.886,71 279.719,88 39.879,40 3.463.727,19
Buchwerte
Buchwert 31.12.2021
Buchwert 31.12.2020
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 80.930,84 63.299,21
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 338.827,65 380.855,98
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 612.071,20 711.711,82
3. Geleistete Anzahlungen 7.199,34 0,00
  958.098,19 1.092.567,80
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.499,92 3.499,92
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
  3.499,92 3.499,92
Anlagevermögen gesamt 1.042.528,95 1.159.366,93

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Audicon GmbH entwickelt und vermarktet Software und Content in den Bereichen Audit, Risk und Compliance an den Standorten Düsseldorf und Stuttgart. Daneben werden Beratungs-, Wartungs-, Schulungs- und Produkt-Support-Leistungen erbracht.

Das Unternehmen ist nach Business Units gegliedert, die nach Vermarktungsgesichtspunkten entsprechend der wesentlichen Zielgruppen der Audicon GmbH wie folgt gegliedert sind:

• Wirtschaftsprüfung

• Rechnungslegung und Steuerberatung

• Kommunal

• Interne Revision

• Compliance

• Data Retention Management (DRM)

• Öffentliche Hand

• International

Die Absatzmärkte der Audicon GmbH befinden sich vornehmlich im deutschsprachigen Raum (D, A, CH). Seit einigen Jahren werden im Direktvertrieb über das Distributorennetzwerk der Kooperationspartner sowie über einen internetbasierten Marketplace Softwareprodukte auch weltweit angeboten.

Zielkunden der Audicon GmbH sind Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung (Corporates), Wirtschaftsprüfer/Steuerberater sowie Bund, Länder, Kommunen und Körperschaften des öffentlichen Rechts.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Direkt vergleichbare Brancheninformationen zur spezifischen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft oder aussagefähige Daten anderer Marktteilnehmer existieren nicht.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2021 konnten die Lizenzumsätze (Neulizenz, Miete und Wartung) leicht auf EUR 17,3 Mio. (+ 1%) gesteigert werden. Die Consultingumsätze erreichten mit EUR 2,1 Mio im Geschäftsjahr 2021 das Niveau des Vorjahres. Durch Kosteneinsparungen konnte der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

3. Lage

a) Ertragslage

Trotz der im Geschäftsjahr 2021 anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie, konnten die Umsatzerlöse insgesamt um rd. 1 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Während sich die Lizenzumsätze im Bereich Audit Solutions erhöhten, waren alle anderen Lizenzumsätze auf Vorjahresniveau.

Durch ein striktes Kostenmanagement konnten sowohl der Personalaufwand als auch der sonstige betriebliche Aufwand unter dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Die bezogenen Consultingleistungen erhöhten sich geringfügig. Unter Berücksichtigung ergebnisabhängiger Steuern von rd. EUR 0,9 Mio. wurde ein Jahresüberschuss von rd. EUR 2,0 Mio. erzielt, was einem Ergebniszuwachs von rd. EUR 0,5 Mio. im Geschäftsjahr 2021 entspricht.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen. Zur Begrenzung von Negativzinsen auf Giroguthaben wurde überschüssige Liquidität im Konzernverbund angelegt. Bestehende kurzfristige Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Die Gesellschaft finanzierte sich operativ in 2021, wie in Vorjahren, ausschließlich aus dem internen Cashflow.

Die Gesellschaft hat für Investitionen in neue Geschäftsräume im Jahr 2018 ein Darlehen in Höhe von TEUR 500 mit einer Laufzeit von 36 Monaten bei der Deutschen Bank Stuttgart aufgenommen, das zum 31. Dezember 2021 vollständig getilgt wurde.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle bestehen bisher nicht. Zudem besteht eine langfristige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzdispositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage 2021 ist gegenüber dem Vorjahr durch einen Anstieg des Gesamtkapitals um TEUR 300 auf EUR 6,6 Mio gekennzeichnet. Maßgeblich dafür ist die Barliquiditätsverbesserung zum Bilanzstichtag sowie der Anstieg des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens.

Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr mit TEUR 280 ca. TEUR 117 über dem Niveau der Investitionen. Die Anlagenintensität war mit 16% rd. 2% unter dem Vorjahreswert.

Der Forderungsbestand zum Stichtag von TEUR 1.843 lag TEUR 894 unter dem Vorjahreswert. Auch in 2021 hatten wir, wie in den Vorjahren, nahezu keine Forderungsausfälle zu verzeichnen.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2021 rd. 46 % (Vorjahr: 39 %).

Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen erwartete Ertragsteuerzahlungen für die Jahre 2020 und 2021 in Höhe von rd. TEUR 757, sowie personalbezogene Verpflichtungen über rd. TEUR 700. Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 318 gegenüber dem Vorjahr vermindert.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliches Steuerungssystem dient eine jährlich revolvierende integrierte Finanz-, Ertrags- und Liquiditätsplanung. Dabei fließen die Erkenntnisse und Erfahrungen der am Markt agierenden Abteilungen (Vertrieb, Consulting) im Rahmen eines Bottom-up-Vorgehens ein. Die Planzahlen werden im monatlich verfügbaren Ist-Reporting den aktuellen Ist-Zahlen gegenübergestellt. Abweichungsanalysen sowie Analysen des Auftragseingangs liefern wesentliche Erkenntnisse für die operative Steuerung.

Das Betriebsergebnis hat sich in 2021 mit TEUR 2.975 über dem geplanten Ergebnis von TEUR 2.001 entwickelt. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in der bereits in 2020 begonnenen Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen zur Eindämmung der Geschäftsrisiken. Unter Berücksichtigung des veränderten Betriebsergebnisses hat sich auch der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit positiver als zunächst geplant entwickelt.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist weiterhin trotz coronabedingter Wachstumsabschächung als gut zu bezeichnen.

III. Prognose-, Chance- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft in 2022 trotz der Covid-19-Krise positiv. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2022 ein Umsatzwachstum von ca. EUR 1,9 Mio. sowie ein Ergebnis vor Steuern von rd. EUR 2,4 Mio.

Der Umsatz bis Ende Januar 2022 lag knapp unter der geplanten Größe. Die Abweichung zur Planung ist auf die Verschiebung eines Großauftrages auf Mitte des Jahres 2022 zurückzuführen.

Wir gehen für das Geschäftsjahr 2022 von einem Gesamtumsatzwachstum von ca. 10% bis 13 % gegenüber dem Vorjahr aus.

2. Risikobericht

Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken

Als größtes Risiko für das Geschäftsjahr 2022 sehen wir den Fortbestand weiterer gesamtwirtschaftlich einschneidender Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid19-Pandemie.

Die Kostenstruktur haben wir während der Corona-Krise weitgehend optimiert. Wir werden mit der zu erwarteten Normalisierung der gesellschaftlichen und damit einhergehend auch der geschäftlichen Aktivitäten und dem Erreichen der vor der Krise üblichen Wachstumsraten uns auch kostenseitig wieder expansiv aufstellen.

Ziel dabei ist es, auf Dauer eine Umsatzrendite zwischen 12% und 15% zu erreichen.

Darüber hinaus ist die Audicon GmbH im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeiten mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Alle unsere Aktivitäten werden ständig überwacht und gesteuert.

Dabei unterliegt auch unser Unternehmen dem branchenüblichen Risiko der Nutzung von Lizenzrechten. Dieses Risiko haben wir durch den Abschluss von langfristigen Lizenzverträgen vermindert. Weitere branchenübliche Risiken bestehen in der Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und Softwareherstellern. Mehr noch als das eingerichtete Vertragsmanagement stärkt die überwiegend langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit die enge Bindung zu unseren wichtigsten Lieferanten. Durch regelmäßigen fachlichen Austausch und umfassende gegenseitige Information werden Risiken in der Regel vermieden oder durch rechtzeitiges Erkennen und adäquate Maßnahmen aktiv gemanagt.

Risiken rückläufiger Umsätze, Roherträge und Deckungsbeiträge bestehen grundsätzlich in allen Geschäftsbereichen und werden laufend überwacht. Rückgänge im Lizenzverkauf können in der Regel durch eine Erhöhung der Aktivitäten in den übrigen Bereichen ausgeglichen werden. Vertrieb und Marketing werden entsprechend gesteuert.

Durch kontinuierliche Markt- und Wettbewerbsanalysen und die aufmerksame Beobachtung von Kundenwünschen werden möglichst frühzeitig die für die eigene Geschäftstätigkeit relevanten Entwicklungen erfasst und in der Unternehmenssteuerung berücksichtigt.

Hohe Qualitätsanforderungen und Kundennähe erfordern die Beschäftigung qualifizierter Fachkräfte. Auch in der Expansion der vergangenen Jahre konnte jederzeit entsprechendes Personal akquiriert werden. Risiken aus Fluktuation und Know-how-Verlust im Personalbereich werden durch professionelle Personalführung sowie angemessene Vergütung minimiert.

3. Chancenbericht

Die Gesellschaft behauptet sich seit Jahren in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld gegen zum Teil deutlich größere Konkurrenten. Durch die intensive Verknüpfung von erstklassigem Softwareentwicklungs- mit Prüfungs-Know-how werden wir auch zukünftig in der Lage sein, gegenüber dem Wettbewerb deutlich bessere integrierte Lösungen anzubieten.

 

Stuttgart, den 16. Februar 2022

Jörg Fuhrmann, Geschäftsführer

Axel Zimmermann, Geschäftsführer

Michael Schleupen, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach § 328 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss mit dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Audicon GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Audicon GmbH, Stuttgart - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Audicon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in

Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 16. Februar 2022

Sauerland Rybka und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Philipp Heimbach, Wirtschaftsprüfer

Wolfgang Rogalli, Wirtschaftsprüfer

Sonstiger Berichtsteil

Der Jahresabschluss wurde am 25. Februar 2022 festgestellt.

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