Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
LICOS Trucktec GmbH
Bergheimer Straße 1, 88677 Markdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Riccardo Cavallari seit 13.6.2024 | Geschäftsführer |
Florian Knoblauch seit 10.7.2023 | Prokura |
Martin Kunz seit 21.7.2022 | Geschäftsführer |
Marko Dietenberger seit 1.7.2021 | Prokura |
Marcus John Whitehouse seit 26.2.2021 | Geschäftsführer |
Harry Gugeanu seit 26.2.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Concentric AB | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LICOS Trucktec GmbHMarkdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der Gesellschaft I. Geschäftsmodell Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von elektromagnetischen Kupplungen und Motoranbauelementen für Nutzfahrzeuge sowie Dienstleistungen im Bereich der Laserbearbeitungstechnologie. LICOS Trucktec GmbH ist seit Übernahme der Gesellschaftsanteile durch die Concentric Germany GmbH zum 28. Juni 2013 ein Tochterunternehmen der an der schwedischen Börse notierten Concentric AB, Skanes Fagerhult/Schweden. Seit dem 1. Januar 2015 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Concentric Germany GmbH mit Sitz in Hof. II. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte liegen im laufenden Geschäftsjahr weiterhin im Bereich Applikationen von NFZ-Wasserpumpenkupplungen für bestehende und neue Kunden weltweit sowie der Applikation der Konus-Kupplungstechnologie in Hydraulikprodukte der Concentric-Gruppe. B. Wirtschaftsbericht I. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche Im Kontrast zum Jahr 2022, in dem das BIP einen Zuwachs von 1,8 % zum Vorjahr verzeichnete, ist im Jahr 2023 das BIP um 0,3 % gesunken. Die hohe Inflationsrate, sowie zum Vorjahr gesunkene, jedoch nach wie vor hohe Energiepreise resultierend aus dem Russland - Ukraine Krieg haben den Wirtschaftsaufschwung aus dem Vorjahr gehemmt. Die dadurch entstandenen gestiegenen Kosten sowie erhöhte Zinssätze wirkten sich negativ auf die Investitionsbereitschaft aus und sorgten auch für Unsicherheiten für den gesamten wirtschaftlichen Markt als solches. Dennoch ist für das Jahr 2023 ein Umsatzanstieg des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr aufzuweisen. Dies spiegelt auch die vom VDIK veröffentlichte Analyse der Entwicklung des Nutzfahrzeugmarktes wider. Für das Jahr 2023 ist ein Plus von Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen von 14,6% festgestellt worden. Der Zuwachs des Umsatzes der Automobilindustrie verzeichnete einen Anstieg um 7% im Vergleich zum Vorjahr und lässt weiterhin einen positiven Ausblick auf das kommende Jahr erhoffen. Die durch den Russland-Ukraine Krieg verursachten und weiterhin bestehenden Lieferengpässe lassen die Produktionsplanung der belieferten europäischen Nutzfahrzeughersteller im Ungewissen und sorgen für eine gewisse Volatilität bezüglich der Auftragslage. II. Wesentliche Entwicklungen der Gesellschaft Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren hat die Gesellschaft die Umsatzerlöse und die EBIT-Marge (als Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) definiert. Gegenüber 2022 war der Gesamtumsatz der Gesellschaft zunehmend um EUR 1,9 Mio (8,9 %) von EUR 22,4 Mio auf EUR 24,3 Mio und lag damit dennoch unter Plan. Dieser Umsatzanstieg ist auf eine Lizenzvereinbarung mit Concentric Birmingham und eine erhöhte Nachfrage des Hauptkunden Volvo, sowie gesunkener Energiepreise im gesamten Wirtschaftsbereich zurückzuführen. Im Bereich Wasserpumpenkupplungen war im Jahr 2023 eine Umsatzerhöhung von 4,9 % zu verzeichnen, was auf die höheren Bedarfe bei dem Hauptkunden zurückzuführen ist. Die Umsätze in den Bereichen Riementriebe und andere Produkte verringerten sich leicht im Vergleich zum Vorjahr. Die EBIT-Marge erhöhte sich, bedingt durch die im Geschäftsjahr erstmalig enthaltenen Erlöse aus einer Lizenzvereinbarung mit Concentric Birmingham, von 19,6 % auf einen Wert von 21,5 %. Ohne diese Erlöse hätte sich infolge des hohen Kostendrucks und eines veränderten Produktmix eine Verringerung der EBIT-Marge auf einen Wert von 18,3 % ergeben. Die Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung des erwirtschafteten Gewinns aus 2022 gegenüber der Concentric Germany GmbH mit Sitz in Hof konnten aufgrund der positiven Finanzlage des Unternehmens unterjährig vollständig aus dem operativen Cashflow ausgeglichen werden. III. Darstellung der Lage der Gesellschaft 1. Analyse der Vermögenslage Nachfolgend werden die Bilanzposten der Jahre 2023 und 2022 erläutert. Das Gesamtvermögen hat gegenüber dem Vorjahr um ca. 3,7 % zugenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen um 31,2 % unter Vorjahresniveau TEUR 1.022 (i. Vj. TEUR 1.485), was auf den niedrigeren Umsatz im Dezember 2023 zurückzuführen ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich aufgrund der Lizenzvereinbarung mit Concentric Birmingham auf TEUR 1.211 (i. Vj. TEUR 61). Die in 2023 erhöhte Ertragslage führte zu einer Zunahme der liquiden Mittel, die um TEUR 40 stiegen. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 750. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 25,4 % auf 24,5 % gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf TEUR 5.436 (i. Vj. TEUR 4.494) aufgrund eines höheren Jahresergebnisses vor Ergebnisabführung. Die Bilanzstruktur ist im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr. Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt weiterhin bankenunabhängig aus der operativen Liquidität. Der in 2023 erwirtschaftete Gewinn vor Steuern wird aufgrund des seit 1. Januar 2015 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages in 2024 an die Organgesellschaft abgeführt. Unter Berücksichtigung des für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Ergebnisses ist eine ausreichend bemessene finanzielle Ausstattung für das Unternehmen sichergestellt. 2. Analyse der Ertragslage Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 lagen bei TEUR 24.343 und damit um 8,9 % über dem Vorjahr (TEUR 22.360). Die Gesamtleistung, bestehend aus Umsatz und Bestandsveränderung stieg von TEUR 22.518 auf TEUR 24.080. Wesentliche Faktoren für das Umsatzwachstum sind eine Lizenzvereinbarung mit Concentric Birmingham und die erhöhte Nachfrage des Hauptkunden Volvo. Die EBIT Marge (bezogen auf die Gesamtleistung) betrug 21,8 %. Den Wareneinsatz bezogen auf Produktumsatz sank um 1,7%-Punkte von 55,4 % auf 53,7 % ab. Der Rückgang ist vor allem auf die Verbesserung der Lieferkettenproblematik sowie Reduzierung der Energiepreise, die von den Lieferanten weitergegeben werden, zurückzuführen. Durch die Nachbesetzung von Stellen und die an die üblichen Tariferhöhungen angepassten jährlichen Lohnerhöhungen sind die Personalkosten um TEUR 605 gestiegen. Die Personalkostenquote bezogen auf die Gesamtleistung stieg aufgrund höherer produzierter Stückzahlen um 1,6%-Punkte von 13,5 % auf 15,1 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bezogen auf die Gesamtleistung betragen 11,3 % (i. Vj. 11,8 %). Hierin enthalten sind Konzerndienstleistungen in Höhe von TEUR 674 (i. Vj. TEUR 544). Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung beträgt TEUR 5.365 (i. Vj. TEUR 4.392). 3. Analyse der Finanzlage 1. Unter Berücksichtigung der Veränderungen der Bilanzposten gegenüber dem Vorjahr lassen sich die finanziellen Bewegungen im Berichtsjahr mit ihrer Auswirkung auf die Finanzlage der Gesellschaft in Anlehnung an die DRS wie folgt zuordnen: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Cashflow I (Ergebnis vor Gewinnabführung + Abschreibungen) bezogen auf die Gesamtleistung von 21,0 % auf 23,5 % erhöht. Hauptursächlich hierfür sind die im Geschäftsjahr erstmalig enthaltenen Erlöse aus einer Lizenzvereinbarung mit Concentric Birmingham. Der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Gewinn vor Ergebnisabführung wird in 2024 an die Gesellschafter abgeführt. C. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung I. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche Die Auswirkungen der Inflation sowie die direkten Folgen des voranschreitenden Russland-Ukraine Krieges sollen sich laut Prognosen abschwächen. So ist dieser Verlauf bereits zum Ende des Jahres 2023 in einem Rückgang der Inflationsrate sowie der Energiepreise zu beobachten. Die weiterhin steigenden Zinsen hemmen einen prognostizierten wirtschaftlichen Aufschwung, der sich trotz dessen auf eine Erhöhung von ca. 1,3 % des BIPs beruft. Zudem lässt der Rekordumsatz der Automobilindustrie 2023 auf einen positiven Ausblick hoffen. Dies wird zusätzlich durch den vom Branchenverband VDA festgestellten Zuwachs an neu zugelassenen Fahrzeugen für das erste Quartal 2024 in Höhe von 7 % bekräftigt. Weiterhin spricht die von der EZB prognostizierte Abschwächung der Inflationsrate von 5,4 % auf 2,1 % auch für einen positiven Wandel des gesamtwirtschaftlichen Marktes. Kunden Auch im Jahr 2024 ist es das Ziel, durch weitere Neukundenprojekte eine Steigerung des Umsatzes zu erzielen. Produkte In 2023 stellten sich leichte Veränderungen im Produktmix des Unternehmens ein. So stieg der Umsatz im Bereich Wasserpumpenkupplungen an (+4,9 %). Im Bereich der Riementriebkomponenten ließ sich durch den Wegfall einer Teilenummer ein leichter Umsatzrückgang feststellen (-0,9 %). Aufgrund des aktuellen Auftragseinganges wird für 2024 gegenüber 2023 ein Umsatzzuwachs im Bereich Wasserpumpenkupplungen von ca. +5,3 % und im Bereich Riementriebe nahezu keine Veränderung erwartet. Die Entwicklungsschwerpunkte liegen in 2024 weiterhin im Bereich Wasserpumpenkupplungen für die nächste Produktgeneration. Die Entwicklungsaktivitäten im Bereich Doppelkonuskupplung werden vom zentralen Entwicklungsteam in Birmingham/Großbritannien, geleitet. Produktion und Beschaffung Mit den bestehenden Bearbeitungs- und Montageanlagen sind ausreichend Produktionskapazitäten vorhanden, um die geplanten Umsätze sicher und termingerecht zu realisieren. Die internen Fertigungskapazitäten sind alle voll ausgelastet, und auch die Lieferkette ist für die geplanten Umsätze vorbereitet. Wesentliche Investitionen werden in 2024 und 2025 in den Bereichen Neu-, Ersatz- und Ratio-Investitionen getätigt. Im Bereich der Supply-Chain werden die etablierten Methoden strategisch erweitert und weiterentwickelt, um auf die Veränderungen des weltweiten Beschaffungsmarktes zu reagieren. Ziel ist es, trotz der angespannten Situation auf dem Rohstoffmarkt, mit dem Wareneinsatz im Geschäftsjahr 2024 und den Folgejahren wieder unterhalb der 50%- Marke zu agieren. Personalkapazität Die zum Jahresende 2023 vorhandene Personalkapazität ist ausreichend bemessen, um die Umsatzentwicklungen der Jahres 2024 und 2025 sicher abzudecken. Kurzfristige Personalengpässe können zudem durch Leiharbeitskräfte ausgeglichen werden. Gewährleistung Die Zuverlässigkeit unserer Produkte im Feld ist wie bereits in den Vorjahren hoch. Das Risiko aus Feldreklamationen (Garantie und Kulanz) schätzen wir insgesamt als nicht wesentlich ein. Finanzierung Auf Basis der Umsatz- und Ergebnisprognose für 2024 stehen dem Unternehmen ausreichend Finanzmittel zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 ist jederzeit gegeben. Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von EUR 18,7 Mio. Ausgehend von der aktuellen Entspannung des Preisniveaus, prognostiziert das Unternehmen eine EBIT-Marge von ca. 18,5 %. II. Risiko- und Chancenbericht Unternehmerisches Handeln ist nicht nur mit Chancen, sondern auch mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Risiken werden als das Eintreten von Entwicklungen oder Ereignissen definiert, die zu einer für unser Unternehmen negativen Prognoseabweichung führen können. 1. Risikomanagementziele Sämtliche Geschäftsprozesse des Unternehmens sind in unserer "Prozesslandkarte" beschrieben. Für jeden Prozess ist ein Prozessverantwortlicher definiert, und die Leistungskenngrößen sind fixiert. Die Leistungskenngrößen aller Prozesse werden in einem Managementreview regelmäßig überwacht. Bei negativen Abweichungen werden Korrekturmaßnahmen eingeleitet und ihre Wirksamkeit geprüft und überwacht. 2. Wesentliche Einzelrisiken und Chancen Als international ausgerichtetes Unternehmen in der Nutzfahrzeugbranche ist das Unternehmen konjunkturellen Schwankungen sowohl im Absatz- als auch im Beschaffungsmarkt und den Entwicklungen an den Finanzmärkten ausgesetzt. Es besteht das grundsätzliche Risiko, dass ein kurzfristiger konjunktureller Abschwung die Wachstumsstrategie des Unternehmens gefährdet. Die Prognose des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2023 basierte auf der Erwartung einer stabilen Konjunktur und der Brancheneinschätzung des VDA. Zudem birgt der aktuell bestehende Krieg in der Ukraine nach wie vor substanzielle Risiken für die deutsche Konjunktur. Nach anfänglich stark steigenden Energie- und Verbraucherpreisen hat sich mittlerweile eine leichte Erholung eingestellt, die zuletzt stark gestiegene Inflationsrate ist mittlerweile in einem abflachenden Trend begriffen. Dennoch stellt der Fortgang des Ukrainekrieges, je nach Dauer und Intensität ein Risiko für die wirtschaftliche Situation dar. Zum Zwecke der Risikominimierung und Lieferkettensicherung steht das Unternehmen in stetigem Austausch mit Lieferpartnern. Weiterhin wird der Gefahr von Materialversorgungsengpässen durch Second-Source Beschaffung begegnet. Somit ist aufgrund der vorgenommenen Maßnahmen das Risiko hier als gering anzusehen. Lange Entwicklungszeiten von der Produktidee bis zur Serienreife beinhalten naturgemäß ein bedeutendes finanzielles Risiko, das die erheblichen finanziellen Investitionen in Forschung und Entwicklung künftig nicht in ein ertragreiches Serienprodukt überführt werden können. Als innovatives Unternehmen ist die Entwicklung von neuen Produkten für das Unternehmen mittel- und langfristig von wesentlicher Bedeutung. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen mit einer laufenden Überwachung unserer Entwicklungsfortschritte. Durch die stetige Überwachung und Planung neuer Entwicklungen ist dieses Risiko als gering einzustufen. Einen Großteil des Umsatzes generiert das Unternehmen mit wenigen Hauptkunden. Dem Risiko der Abhängigkeit von diesen Kunden wird mit der Entwicklung innovativer Produkte sowie der Ausweitung unserer globalen Kundenbeziehungen begegnet. Die Einbindung in die Concentric Gruppe seit Juni 2013 bietet dem Unternehmen die Chance einer globalen Präsenz bei gleichzeitiger Minimierung eines Einzelrisikos. Aufgrund der bereits ausgeführten Gegenmaßnahmen ist das Risiko als gering zu bewerten. Das Unternehmen sieht keine weiteren wesentlichen Risiken, welche die typischen Risiken, die jede geschäftliche Betätigung mit sich bringt, übersteigen. Insbesondere sind keine Risiken erkennbar, die die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens gefährden. Derivative Finanzinstrumente wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eingesetzt. Dies trifft in analoger Form auch für das Geschäftsjahr 2024 zu.
Markdorf, 01.08.2024 gez. Martin Kunz, Geschäftsführer gez. Marcus Whitehouse, Geschäftsführer gez. Riccardo Cavallari, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1.1 Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Größenabhängige Erleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen. Seit dem 1. Januar 2015 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Concentric Germany GmbH mit Sitz in Hof. Die LICOS Trucktec GmbH mit Sitz in Markdorf ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Freiburg i.Br. unter der Nummer HRB 581295 eingetragen. 1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen und Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet worden. Rechnungsabgrenzungsposten sind nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet worden. Die auf den Jahresabschluss angewandten Ansatzmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sind beibehalten worden. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen auch tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten nicht entgegen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind grundsätzlich nur berücksichtigt worden, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert waren. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden mit dem Fremdwährungskurs des Bilanzstichtages bewertet. Dabei wurden bei einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr § 253 Abs. 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewandt. Einzelne Posten sind wie folgt bewertet worden: Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen sind die Anschaffungskosten oder Herstellkosten auf die Geschäftsjahre verteilt worden, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt wird. Die Nutzungsdauer orientiert sich an den steuerlichen AfA-Tabellen. Seit dem 1. Januar 2018 werden GWG mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 sofort abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Bestandsrisiken aus Ungängigkeit und eingeschränkter Verwertungsmöglichkeit wurden im Rahmen der verlustfreien Bewertung durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich angemessener Abschreibungen des Anlagevermögens. Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Forderungen sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt worden. Erkennbare Einzelrisiken wurden berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Rückstellungen wurden nach üblicher kaufmännischer Schätzung ermittelt und mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. 2. Erläuterungen zur Bilanz Anlagenspiegel Über die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr gibt im Einzelnen der als Anlage zum Anhang beigefügte Anlagenspiegel Auskunft. Der Anlagenspiegel, abgeleitet aus der mittels EDV geführten Anlagenbuchhaltung, enthält alle Pflichtangaben des § 284 Abs. 3 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren überwiegend aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen teilen sich auf in
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit TEUR 5.436 (i. Vj. TEUR 4.494), davon TEUR 5.365 (i. Vj. TEUR 4.392) aus der Gewinnabführung gegenüber dem Gesellschafter. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 24.343 (i. Vj. TEUR 22.360) enthalten erstmalig Erlöse aus einer Lizenzvereinbarung mit Concentric Birmingham Ltd., Birmingham in Höhe von TEUR 968. Davon sind Erlöse in Höhe von TEUR 313 den Vorperioden zuzuordnen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 361 (i. Vj. TEUR 270) resultieren unter anderem aus der Weiterberechnung innerhalb verbundener Unternehmen in Höhe von TEUR 27 (i. Vj. TEUR 40), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 6 (i. Vj. TEUR 19) sowie aus Kursgewinnen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 23 (i. Vj. TEUR 9). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem TEUR 674 (i. Vj. TEUR 544) aus der Weiterberechnung von verbundenen Unternehmen und Kursverluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 45 (i. Vj. TEUR 60). Zinserträge von verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 122 (i. Vj TEUR 11) berücksichtigt worden. Darin enthalten sind periodenfremde Zinserträge in Höhe von TEUR 29. Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2023 fallen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags beim Organträger an. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 5.365 wird an die Concentric Germany GmbH, Hof, abgeführt. 4. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen mehrjährige Leasingverträge. Die Leasingraten betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 247, die restliche Gesamtverpflichtung aus diesen Verträgen betrug am Bilanzstichtag insgesamt TEUR 42. Weiterhin besteht ein Mietvertrag für Räumlichkeiten mit einer unkündbaren Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024; die finanziellen Verpflichtungen hierfür betragen TEUR 225 p. a. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:
Organe Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Geschäfte von - Herrn Marcus Whitehouse (Kaufmann) - Herrn Timo Mader (Ingenieur) (bis zum 13. Juni 2024) - Herrn Martin Kunz (Ingenieur) - Herrn Riccardo Cavallari (Kaufmann) (seit dem 13. Juni 2024) geführt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer (Herr Mader) von der Gesellschaft Gehalt bezogen hat. Konzernverhältnisse LICOS Trucktec GmbH, Markdorf, ist ein Tochterunternehmen der Concentric AB, Skanes Fagerhult/Schweden. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Concentric AB einbezogen. Dieser ist unter www.concentricab.com erhältlich. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Markdorf, 01.08.2024 gez. Martin Kunz, Geschäftsführer gez. Marcus Whitehouse, Geschäftsführer gez. Riccardo Cavallari, Geschäftsführer Brutto Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 05.12.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LICOS Trucktec GmbH, Markdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LICOS Trucktec GmbH, Markdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LICOS Trucktec GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg im Breisgau, den 6. Dezember 2024 KPMG
AG
gez. Duschl, Wirtschaftsprüfer gez. Bührle, Wirtschaftsprüfer |
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