Autohaus Lenz GmbH & Co.KGLiquidiert

59302 Oelde, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRA 10102
Vorher
Autohaus Lenz GmbH & Co. KG
Eingetragen
19.2.1992

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Lenz GmbH & Co.KG

Oelde

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. Grundlagen

Die Autohaus Lenz GmbH & Co. KG ist seit mehr als 54 Jahren am Markt tätig, davon mehr als 47 Jahre als MAZDA-Vertragshändler. Ihr Standort befindet sich in Oelde-Stromberg. Dort betreibt die Gesellschaft Handel mit Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, Teilen und Zubehör sowie eine Werkstatt zur Wartung und Reparatur von Fahrzeugen. Weitere Geschäftszweige sind eine Tankstelle mit angeschlossener Waschstraße.

Gründer des Unternehmens und bis zum Jahr 1997 alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft war Herr Bruno Lenz. Seit dem Jahr 1997 ist Herr Frank Lenz als Gesellschafter in die Gesellschaft eingetreten und ist seit 2008 alleiniger Geschäftsführer und Gesellschafter.

Neben MAZDA (1975) besteht auch ein Händlervertrag für die Marke SKODA (2011).

Die Gesellschaft hat sich als klassischer Mehrmarkenhändler in der Region Ostwestfalen etabliert. Im Hinblick auf Gesamtumsatz, das Produktangebot und die Mitarbeiterzahl ist das Unternehmen als kleinerer Branchenteilnehmer einzuordnen.

Die Autohaus Lenz GmbH & Co. KG ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267, Abs. 2 HGB.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaft und Branche

Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich im Geschäftsjahr 2022 weltweit von der Corona-Pandemie erholt, jedoch prägen die Auswirkungen weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung (Mazda). Die Lieferfähigkeit von SKODA ist durch die Ukraine Krise stark beeinträchtigt. Gegenüber dem Vorjahr wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland um 1,8%. (USA: 2,9%; China: 3%; Europa: 3,6%). Die zunehmende Liefer- und Materialengpässe ab Beginn 2022 führten allerdings zu Störungen in den Wertschöpfungsketten und bremsten das Wachstum. Infolge der angebotsseitigen Lieferengpässe und des Anstiegs der Nachfrage an Produkten stiegen Erzeuger- und Verbraucherpreise stark an.

Der deutsche Automobilhandel war im Berichtsjahr 2022 vor allem von der Ukraine Krise, von hohen Kraftstoffpreisen und dem Chipmangel betroffen. Nicht zuletzt aufgrund der Lieferunfähigkeit zahlreicher Neuwagen-Modelle stiegen die Gebrauchtwagenpreise um durchschnittlich 5 - 15%. Angebotsseitig herrschte jedoch ein signifikanter Mangel auf dem GW-Markt.

In Summe und über alle Hersteller betrachtet, gewann der deutsche Neuwagenmarkt in 2022 ca. 50.000 Einheiten gegenüber 2021. Mit 2,65 Mio. Neuzulassungen liegt der Markt im Jahr 2022 ca. 1,1% über dem Vorjahr. Der Gebrauchtwagenmarkt verzeichnete mit einem Ergebnis von 5,64 Mio. Einheiten einen Rückgang um 15,8%. Damit sind die Neuwagenzulassungen im dritten Folgejahr deutlich zurückgegangen.

Die Marke Mazda verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Absatzeinbruch von 8,1% (Absatz 2022: 35.008 Einheiten, 2021: 38.107 Einheiten). Bei der Marke Skoda ging der Neuwagenabsatz um 3,9% zurück (Absatz 2022: 143.928 Einheiten, 2021: 149.838 Einheiten). In Deutschland weist Mazda einen Anteil von rd. 1,3% an den Neuzulassungen auf. Im Gegensatz dazu nimmt Skoda einen Marktanteil von ca. 5,4% ein.

2. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

- Absatz- und Ertragslage

Die Autohaus Lenz GmbH & Co. KG ist seit vielen Jahren im Digitalvertrieb aktiv und in diesem Vertriebskanal gut aufgestellt. Dennoch konnte dieser Wettbewerbsvorteil einen Absatz- und Umsatzrückgang im Krisenjahr 2022 nicht aufhalten.

Die Umsatzerlöse des Unternehmens haben gegenüber dem Vorjahr um T€ 4.132 bzw. 19,1% nachgegeben. Sie beliefen sich gesamthaft auf T€ 17,518 (VJ: T€ 21.650).

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug T€ 109 (VJ: T€ -139) und hat sich insofern deutlich um T€ 248 verbessert. Im Vorjahr war das Ergebnis zudem um die ertragswirksame Vereinnahmung von t€ 273 aus dem Corona-Überbrückungshilfeprogramm positiv beeinflusst.

Die Unternehmensrendite (EBT) betrug 0,6%. Somit wurde der Mittelwert im Branchenvergleich (EBT Ø +1,3 %) verfehlt.

Die Rohertragsintensität steigerte sich auf 22,5%, womit das Autohaus im oberen Bereich vergleichbarer Wettbewerber liegt. Der Rohertrag steigerte sich, trotz rückläufiger Umsätze - aber aufgrund einer besseren Qualität der Geschäfte, deutlich um T€ 333 (Rohertrag: T€ 3.948, VJ: T€ 3.615).

Die Personalkosten sanken leicht auf T€ 2.018 (VJ: T2.063) bzw. um 2,2%.

Die Abschreibungen sanken um T€ 29, auf T€ 351 (VJ: T€ 380). Grund dafür ist der reduzierte Fahrzeugbestand. Im Wesentlich betraf dies Abschreibungen auf Gebäude und Gebäudeeinrichtungen sowie auf Sachanlagen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Kosten der Warenabgabe, Miete/ Leasing, Rechts- und Beratungskosten und sonstige Gemeinkosten) sind um T€ 135 gesunken und lagen bei T€ 1.247 (VJ: T€ 1.382).

In Summe sanken die internen Kosten gegenüber dem Vorjahr um T€ 298 bzw. 8,3 % auf T€ 3.278. Treiber waren hier im Wesentlichen die rückläufigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (sbA).

Die Intensität der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Relation zum Umsatz betrug 7,1% und darf im Branchenvergleich als durchschnittlich bezeichnet werden.

Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich deutlich auf T€ 374 (VJ: T€ 103) um T€ 270. Mit 2,1% vom Umsatz war das Autohaus jedoch angesichts der hohen Zinsaufwendungen nicht wettbewerbsfähig.

Das Finanzergebnis bewegte sich auf Vorjahresniveau T€ -264, Vj. T€ -242). Die Zinskostenintensität liegt mit 1,6% deutlich über Branchenschnitt. Ursache ist eine zu niedrige Eigenkapitalquote und damit einhergehend ein hoher Anteil an Fremdfinanzierungsquote.

Die Restrukturierungskosten beliefen sich im Jahr 2022 auf T€ 154, Vj, T€ 172.

- Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage

Die Bilanzsumme sank deutlich auf T€ 8.752 (VJ: T€ 9.729), bedingt durch einen deutlichen Bestandsabbau im Umlaufvermögen. Das Eigenkapital war im abgelaufenen Geschäftsjahr negativ.

Dabei stieg die Vermögensintensität, also das Verhältnis von Anlagevermögen (T€ 3.786) zu Umlaufvermögen (T€ 4.753) auf 0,80 an (VJ 0,73). Grundsätzlich indiziert diese Entwicklung ein geringeres Liquiditätspotenzial (Dispositionselastizität).

Die Umschlagshäufigkeit des eingesetzten Kapitals gemessen an der Bilanzsumme zum Bilanzstichtag lag mit 2,0 zu niedrig und verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr (2,2).

Der Verschuldungsgrad lag bei 98 % (VJ: 99 %).

Im Rahmen der kaufmännischen Vorsicht (§ 252, Abs. 4 HGB) wurden Wertberichtigungen für die zum 31.12.2022 bilanzierten Forderungen gebildet.

Grundsätzlich soll die Kapitalbindungsdauer nicht länger ausfallen als der Kapitalüberlassungszeitraum, um Liquiditätsrisiken zu vermeiden. Die Fristenkongruenz war nicht gegeben, wenn man den Vorführwagenbestand, der im langfristigen Sachanlagevermögen aktiviert wurde, rechnerisch dem kurzfristigen Vorratsbestand zuschlägt. Es ermittelte sich ein angepasster Deckungsgrad B von 57 %.

Die vorhandenen Kreditlinien der Hausbanken und Captive waren ausreichend. Der EBITDA als Ausdruck der Kapitaldienstkapazität betrug T€ 725 (VJ T€ 483). Die Darlehens- und Kreditverträge sind ausreichend prolongiert und die notwendigen Kreditlinien zugesichert.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtszeitraum gegeben.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertragsintensität Neuwagenhandel, Gebrauchtwagenhandel, Teile & Zubehör und Kundendienst sowie die Umsatzrendite heran.

Die von uns erzielten Rohertragsmargen liegen im durchschnittlichen Bereich der Branche. Im Neuwagen- und Gebrauchtwagenbereich liegen die Werte etwas niedriger, was dem schnellen Fahrzeugbestandsabbau geschuldet ist. Der von uns im Berichtsjahr erzielte Rohertrag war entgegen unserer Planung nicht ausreichend, um unsere Betriebs- und Fremdkapitalkosten zu decken.

Unsere Eigenkapitalausstattung ist nicht ausreichend. Am Abschlussstichtag stellen wir eine buchwertmäßige Überschuldung unserer Gesellschaft fest. Unsere Umsatzrendite im Berichtsjahr war wieder positiv und entsprach der von uns angestrebten Ertragsverbesserung, wenngleich sie noch nicht ausreichend ist.

III. Zukünftige Entwicklung, deren Chancen und Risiken

Die Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2023 der Autohaus Lenz GmbH & Co. KG verläuft erfolgreicher als im Vorjahr und weist ein positives Ergebnis aus (03-2023 kumulativ: + T€ 11, gleicher Vj.-Zeitraum: + T€ 3). Die Planung sieht für das Gesamtjahr 2023 ein Ergebnis von + T€ 210 (incl. GF-Gehalt) vor. Das Unternehmen verzeichnet einen Kostennachteil (Personal-, Sach- und Kapitalkosten).

Die im Frühjahr 2021 begonnene Unterstützung durch eine branchenerfahrene Managementberatungsgesellschaft wurde nach erfolgreichem Turnaround beendet. Die Planung basiert u.a. auf einer verbesserten Ausschöpfung der Umsatzpotenziale und Roherträge im Aftersales-Bereich (DB I-Verbesserung + T€ 70 im Vergleich zum Vorjahr) und der Reduzierung diverser Sachaufwendungen. Die Planung sieht vor, dass sich das Unternehmen ergebnis- und finanzwirtschaftlich erholt, und in 2023 eine deutliche positive Umsatzrendite erwirtschaftet.

Die geplante Entwicklung der Autohaus Lenz GmbH & Co.KG ist von politischen, rechtlichen, technologischen, wettbewerbspolitischen, finanzwirtschaftlichen sowie standortbezogenen Makro- und Mikro-Rahmenbedingungen, abhängig.

Die Automobilhandelsbranche ist von erheblichen Veränderungen geprägt. Technologische und ökologische Veränderungen wirken auch auf den Automobilvertrieb und damit auf die Gesellschaft. Die zukünftigen Antriebstechnologien wie elektrisch oder mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge verändern die Vertriebskonzepte der Automobilhersteller. Das Kundenverhalten verändert sich gleichzeitig. Neben der verstärkten Nachfrage nach Fahrzeugen mit Alternativantrieb, nutzen die Kunden verstärkt digitale Medien, um sich über den Fahrzeugkauf zu informieren und abzuwickeln. Die Gesellschaft ist in dieser Hinsicht gut aufgestellt aufgrund eines bereits heute hohen Anteils im Onlinevertrieb. Zudem vertritt das Unternehmen die Marke Skoda, die sich im VW-Konzern elektrischer Baukastensysteme erfolgreich bedient. Die Megatrends in der Automobilwirtschaft führen grundsätzlich zu einem beschleunigten Branchenkonzentrationsprozess. Das Autohaus ist im Wettbewerbskontext ein eher kleiner, mittlerer Betrieb. Gleichwohl bieten die Makro- und Mikrolage, das Betriebskonzept und die jahrzehntelange Kundennähe die Chance, sich im Konsolidierungsprozess zu behaupten.

Die "Ukraine Krise" belastet die Liquiditätssituation des Unternehmens. Der Fahrzeugbestand stagnierte innerhalb der letzten 6 Monate, nicht zuletzt aufgrund der Lieferschwierigkeiten der Hersteller, was eine Erhöhung der Kapitaleffizienz und eine Senkung der Kapitalkosten mit sich bringt. Beim Hersteller Mazda deutet sich aber eine verbesserte Lieferfähigkeit an. Damit einhergehen vergleichsweise hohe Umsatzsteuerzahllasten, weil die Balance zwischen Fahrzeugbestellung und Bestandsabbau nicht mehr optimal ist.

Der Tankstellenvertrag mit AVIA besteht ungekündigt.

Es bestehen grundsätzlich keine signifikanten Adressausfallrisiken.

Die Gesellschaft war zum Stichtag überwiegend kurzfristig bankfinanziert. Die Verschuldung ist hoch. Die langfristigen Darlehen machen ca. T€ 2.356 (VJ: T€ 2.567) aus. Die kurzfristigen Bankkredite valutierten mit ca. T€ 4.875 (VJ: T€ 5.964). Es besteht ein marktinduziertes Zinsänderungsrisiko, weil die Fahrzeugfinanzierungen auf Euribor-Basis mit den Hersteller- und herstellerunabhängigen Banken geschlossen wurden. Die bestehenden Kontokorrentkredite unterliegen ebenfalls einem Zinsänderungsrisiko.

Zur Verstärkung der Liquidität erfolgte im Spätsommer 2022 ein signifikanter Mittelzufluss, welcher sich daraus ergab, dass der Gesellschafter Frank Lenz einen Teilbetrag in Höhe von T€ 414 seiner Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschaft zurückgeführt hat. Danach bestehen die Forderungen der Gesellschaft gegen ihren Gesellschafter am 31.12.2022 in Höhe von T€ 901.

Mit der Hausbank bestehen Darlehens- und Kontokorrentverträge. Der Kontokorrentkredit wurde bis auf weiteres geschlossen. Es besteht ein langfristiger Kreditvertrag mit der Hausbank, um die Investitionen am Standort Stromberg zu decken. Es besteht ein Refinanzierungs- und Zinsänderungsrisiko. Die Geschäftsbeziehung mit der Hausbank indiziert keine Änderung der aktuellen Geschäftspolitik der Hausbank zum Nachteil des Unternehmens.

Sofern die Restrukturierung erfolgreich fortgeführt wird, ist der Bestand des Unternehmens gesichert. Sofern externe oder interne Einflussfaktoren die Restrukturierungsmaßnahmen behindern, ist die Finanz- und Ertragsentwicklung gefährdet.

IV. Bestandsgefährdende Tatsachen

Unsere Ertragssituation hat sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr im Einklang mit der gesamtwirtschaftlichen Situation und der Branchensituation im Automobilhandel entwickelt und wir haben den von uns angestrebten Turnaround erreicht. Wir haben im Berichtsjahr wieder einen Jahresüberschuss erzielt. Nach der Restrukturierung unserer Vertriebstätigkeit und unter Berücksichtigung von Konsolidierungsmaßnahmen haben wir die Grundlage geschaffen, auf der wir eine weitere deutliche Ertragsverbesserung erreichen wollen. Unser buchmäßiges Eigenkapital zum Geschäftsjahresende 2022 ist in Höhe von T€-197 negativ; es besteht zum Abschlussstichtag eine buchmäßige Überschuldung. Eine weitere Ertragsverbesserung ist aufgrund unserer auch in den vor dem Berichtsjahr liegenden Vorjahren feststellbaren Ertragsschwäche erforderlich.

Wir weisen auf die zum Abschlussstichtag bestehende Renditeschwäche mit Bezug auf die von uns erzielten Umsatzerlöse und das eingesetzte Gesamtkapital hin. In den Geschäftsjahren 2015 bis 2017 haben wir nicht zufriedenstellende, wenngleich positive operative Ergebnisse erzielt. Die negativen Ergebnisse der Geschäftsjahre 2018 bis 2021 und die auch noch für das mit einem Jahresüberschuss abschließende Geschäftsjahr 2022 feststellbare Ertragsschwäche sind bestandsgefährdend. Wir gehen jedoch auf Basis unserer Planung davon aus, dass wir das positive Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 im Geschäftsjahr 2023 deutlich steigern können und damit nach den zurückliegenden ertragsschwachen Jahren den erzielten Turnaround nachhaltig festigen.

Unsere Unternehmensplanung geht davon aus, dass unsere Kreditgeber weiterhin die von uns beanspruchten Fremdfinanzierungsmittel in dem derzeitig zugesagten Umfang bereitstellen. Sofern wir nach dem erreichten Turnaround die Ertragsschwäche der zurückliegenden Geschäftsjahre nicht nachhaltig beseitigen können, würde dies in Abhängigkeit von der Bereitschaft unserer Kreditgeber, mit Finanzierungsmitteln in dem bisher zugesagten Umfang zur Verfügung zu stehen, unsere Liquiditätslage und damit unsere Geschäftsentwicklung weiter belasten. Daraus ergibt sich in Abhängigkeit von der ungewissen Überwindung der derzeitigen Renditeschwäche und der Finanzierungssituation eine wesentliche Unsicherheit und ein damit verbundenes bestandsgefährdendes Risiko für unsere Gesellschaft.

Neben den zyklischen Schwankungen der Weltwirtschaft gibt es branchenspezifische Entwicklungen und Gegebenheiten, die unsere Ertragslage beeinflussen. Das betrifft u. a. die Krise um den Kriegsausbruch in der Ukraine als auch Lieferschwierigkeiten unserer Automobilhersteller. Die jüngsten weltweiten geopolitischen Auseinandersetzungen sowie anstehende deutliche Erhöhungen der Energie- und Lebenshaltungskosten stellen kaufhemmende gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen dar. Wir rechnen allerdings damit, dass wir uns durch eine Fortsetzung unserer eigenen Anstrengungen mit Erfolg von den z. T. ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen emanzipieren können und eine weitere Stärkung unserer Ertragslage tatsächlich erreichen können.

Allerdings besteht aufgrund dieser Geschehnisse in Bezug auf die zukünftige Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein verbleibendes Maß an Unsicherheit und daher ist unsere Prognosefähigkeit deutlich beeinträchtigt. Für den Fall einer lang andauernden, durch den Kriegsausbruch in der Ukraine verursachte geopolitische und gesamtwirtschaftliche Krisensituation und einer möglicherweise daraus folgenden Verlustsituation sehen wir die Gefahr einer weiteren Belastung unserer Kapitalausstattung und damit den weiteren Bestand unserer Gesellschaft gefährdet.

V. Internes Kontrollsystem (IKS)

Das Unternehmen verfügt über ein Internes Kontrollsystem (IKS) gem. § 289, Abs. 5 HGB. Darunter zählen u. a. Bilanzierungsrichtlinien zur Vorratsbewertung, eine dokumentierte Organisation des Rechnungswesens, klare Aufgabenzuordnung bei der Erstellung von Jahresabschlüssen, definierte Zugriffsregelungen in alle IT-Systeme, insbesondere in datenrechtlich sensible Bereiche, Vier-Augen-Prinzip bei Rechnungslegung und Auszahlungen. Das Unternehmen betreibt regelmäßige Abweichungsanalysen im Rahmen des verbesserten Controllings. Das Unternehmen betreibt eine täglich-rollierende Liquiditätsplanung.

 

Stromberg, den 07.06.2023

gez. Frank Lenz, Geschäftsführer Autohaus Lenz GmbH & Co. KG

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 3.785.771,23 3.986.530,23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8,00 1.078,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 8,00 1.078,00
II. Sachanlagen 3.750.613,23 3.950.302,23
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.391.981,20 2.461.389,20
2. technische Anlagen und Maschinen 158.141,02 179.463,02
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.199.996,01 1.308.955,01
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 495,00 495,00
III. Finanzanlagen 35.150,00 35.150,00
1. Beteiligungen 5.150,00 5.150,00
2. sonstige Finanzanlagen 30.000,00 30.000,00
B. Umlaufvermögen 4.753.335,38 5.426.362,21
I. Vorräte 3.468.554,55 3.609.948,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.253.869,55 1.707.217,08
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 30.911,28 109.196,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.767,66 10.253,02
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 196.609,61 306.070,34
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.752.483,88 9.729.215,80

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Rückstellungen 76.431,61 117.988,11
B. Verbindlichkeiten 8.676.052,27 9.611.227,69
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.226.466,35 8.531.336,44
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.449.585,92 1.079.891,25
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.752.483,88 9.729.215,80

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 4.008.007,71 3.981.246,35
2. Personalaufwand 2.018.282,23 2.063.404,62
a) Löhne und Gehälter 1.673.882,82 1.717.004,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 344.399,41 346.400,08
3. Abschreibungen 350.650,68 379.534,88
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 350.650,68 379.534,88
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.246.944,30 1.382.390,04
5. Erträge aus Beteiligungen 8.667,00 8.913,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.365,83 5.915,66
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 279.327,98 256.774,22
8. Ergebnis nach Steuern 127.835,35 -86.028,75
9. sonstige Steuern 18.374,62 52.484,71
Jahresüberschuss 109.460,73 -138.513,46

Anhang

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Autohaus Lenz GmbH & Co. KG, Oelde, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften der §§ 264a und 264c HGB für Kommanditgesellschaften aufgestellt.

I. Gliederungsgrundsätze

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Gesellschaften unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Annahme der Unternehmensfortführung

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Aufgrund eines bestandsgefährdenden Risikos i.S.d. § 321 Abs. 1 Satz 3 HGB besteht eine wesentliche Unsicherheit auf den tatsächlichen Eintritt dieser Annahme und damit im Hinblick auf den Unternehmensfortbestand. Im Lagebericht zu dem Jahresabschluss ist unter den Abschnitten III. und IV. hierzu Stellung genommen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Gesellschaften insbesondere unter Beachtung des Stetigkeitsgebotes des § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB. Die Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter Beachtung des Vorsichtsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB).

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Abschreibungsmethode unter Berücksichtigung der jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Anschaffungskosten enthalten auch Anschaffungsnebenkosten. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 251,00 und € 1.000,00 (GWG; § 6 Abs. 2a EStG) werden im Jahr der Anschaffung in einen Sammelposten eingestellt, der über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren vollständig abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit den Nennwerten ausgewiesen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten am Bilanzstichtag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Grundlage von tatsächlichen Zahlungen gebildet.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Jahresabschlussaufstellung erkennbaren Risiken zum Jahresabschlussstichtag sowie alle ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Die Bewertung erfolgte in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme mit den Erfüllungsbeträgen. Aufgrund der Restlaufzeiten waren Abzinszungen nicht vorzunehmen.

Die erhaltenen Anzahlungen sind mit den erhaltenen Nennwerten bilanziert.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

I. Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.208,40 0,00 0,00 49.208,40
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 49.208,40 0,00 0,00 49.208,40
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.611.972,05 19.324,00 0,00 3.631.296,05
technische Anlagen und Maschinen 248.049,71 0,00 0,00 248.049,71
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.908.266,72 657.147,30 528.969,62 2.036.444,40
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 495,00 0,00 0,00 495,00
Summe Sachanlagen 5.768.783,48 676.471,30 528.969,62 5.916.285,16
Finanzanlagen
Beteiligungen 5.150,00 0,00 0,00 5.150,00
sonstige Ausleihungen 30.000,00 0,00 0,00 30.000,00
Summe Finanzanlagen 35.150,00 0,00 0,00 35.150,00
Summe Anlagevermögen 5.853.141,88 676.471,30 528.969,62 6.000.643,56
kumulierte Abschreibungen 01.01.2022
Abschreibungen Geschäftsjahr
Abgänge
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.130,40 1.070,00 0,00 49.200,40
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 48.130,40 1.070,00 0,00 49.200,40
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.150.582,85 88.732,00 0,00 1.239.314,85
technische Anlagen und Maschinen 68.586,69 21.322,00 0,00 89.908,69
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 599.311,71 239.526,68 2.390,00 836.448,39
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.818.481,25 349.580,68 2.390,00 2.165.671,93
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.866.611,65 350.650,68 2.390,00 2.214.872,33
Buchwert 31.12.2022
Buchwert 31.12.2021
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8,00 1.078,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 8,00 1.078,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.391.981,20 2.461.389,20
technische Anlagen und Maschinen 158.141,02 179.463,02
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.199.996,01 1.308.955,01
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 495,00 495,00
Summe Sachanlagen 3.750.613,23 3.950.302,23
Finanzanlagen
Beteiligungen 5.150,00 5.150,00
sonstige Ausleihungen 30.000,00 30.000,00
Summe Finanzanlagen 35.150,00 35.150,00
Summe Anlagevermögen 3.785.771,23 3.986.530,23

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben jeweils eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von t€ 901 (Vorjahr: t€ 1.314) enthalten.

III. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen mit t€ 45 (Vorjahr: t€ 229) aus Steuern, mit t€ 9 (Vorjahr: t€ 4) im Rahmen der sozialen Sicherheit und mit t€ 157 (Vorjahr: t€ 157) gegenüber Gesellschaftern. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von t€ 150 gegenüber dem Gesellschafter Frank Lenz aus einem befristet gewährten Darlehen und sind vertragsgemäß am 31.07.2022 zur Rückzahlung fällig. Am 30.06.2022 wurde die Befristung des Darlehens bis zum 31.12.2024 verlängert.

Die Verbindlichkeiten bestehen i.H.v. t€ 6.487 (Vorjahr: t€ 7.346) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr und i.H.v. t€ 989 (Vorjahr: t€ 1.020) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten sind i.H.v. t€ 7.226 (Vorjahr: t€ 8.531) durch Eintragung von Grundschulden, Sicherungsübereignung von Aktivwerten und Bürgschaften des Gesellschafters gedeckt.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Sonstige betriebliche Erträge

Im vergangenem Jahr wurden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen Beträge von t€ 273 aus der Gewährung von Corona-Überbrückungshilfen ausgewiesen.

II. Personalaufwand

Die Entlohnung für den Geschäftsführer wird aufgrund eines abgeschlossenen schuldrechtlichen Vertrages unter dem Personalaufwand ausgewiesen.

III. Abschreibungen

Die Aufgliederung der Abschreibungen auf das Anlagevermögen ist aus dem unter B.I. dargestelltem Anlagenspiegel ersichtlich.

IV. Jahresüberschuss

Der Überschuss des Geschäftsjahres in Höhe von t€ 109 ist in der Bilanz nicht gesondert ausgewiesen und entsprechend dem Gesellschaftsvertrag dem Kapitalkonto gutgeschrieben. Der übersteigende Betrag wurde dem Verlustvortragskonto gutgeschrieben.

D. Ergänzende Angaben

I. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma laut Registergericht: Autohaus Lenz GmbH & Co. KG
Firmensitz laut Registergericht: D-59302 Oelde
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Münster
Registernummer: HRA 10102

II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Leasingverpflichtungen aus diversen Verträgen in Höhe von jährlich t€ 257 (Vorjahr: t€ 274).

III. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestehen zum Abschlussstichtag in Form eines an dem in Oelde-Stromberg belegenen betrieblichen Grundvermögen abgesicherten Nießbrauchtsrechtes mit dem Gesellschafter Frank Lenz als Verpflichteten. Der Verpflichtungsbetrag beträgt zur Zeit T€ 12 p.a.

IV. Anzahl der Beschäftigten

2022 2021
Angestellte 18 19
Arbeiter/ -innen 24 25
Auszubildende 3 7
Aushilfen 6 8
Insgesamt 51 59

V. Geschäftsführer

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch die Autohaus Lenz Verwaltungs GmbH, Oelde, wahrgenommen. Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer dieser Gesellschaft ist Herr Frank Lenz, Oelde.

VI. Gesellschafter

Persönlich haftender Gesellschafter ist die Autohaus Lenz Verwaltungs GmbH mit Sitz in Oelde. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt € 26.000.

VII. Kreditgewährung an Geschäftsführer

Dem Geschäftsführer wurden Beträge ohne feste Laufzeit in Höhe von zum Abschlussstichtag insgesamt t€ 901 (Vorjahr: t€ 1.314) kreditiert. Die Beträge werden mit einem Zinssatz in Höhe von 0,3% p.a. verzinst.

VIII. Geschäftsführerbezüge

Die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers unterbleibt unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB.

IX. Sitz der Gesellschaft

Der Sitz der Gesellschaft wurde im Jahr 2015 nach Oelde verlegt. Dorthin wurde im Jahr 2015 auch der Sitz der Komplementärin, Autohaus Lenz Verwaltungs GmbH, verlegt.

X. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nach heutigem Kenntnisstand nicht vor. Die Geschehnisse um den Kriegsausbruch in der Ukraine und die damit verursachte geopolitische und globalwirtschaftliche Krisensituation haben keine Auswirkungen auf das Bild, das unser Jahresabschluss zum Abschlussstichtag vermittelt sowie auf die auf den Jahresabschluss beruhende Beurteilung der weiteren Entwicklung unserer Gesellschaft.

 

Oelde, den 07.06.2023

gez. Frank Lenz

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.06.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Autohaus Lenz GmbH & Co. KG

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Lenz GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Lenz GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Die Werthaltigkeit der in der Bilanz unter dem Posten Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von t€ 901 ausgewiesenen Forderungen gegen den Kommanditisten ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir im Hinblick auf die zeitnahe Fälligkeit des Forderungsbetrages keine ausreichenden Nachweise über die Zahlungsfähigkeit des Schuldners erlangen konnten. Gegenüber dem Ausweis im Vorjahresabschluss hat sich die betreffende Forderung um t€ 414 vermindert.

Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der sonstigen Vermögensgegenstände und des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe A.II. im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt IV. des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass für die Gesellschaft eine nachhaltige Rendite- und Ertragsschwäche festzustellen ist, woraus sich in Abhängigkeit von der künftigen Bereitschaft der Fremkapitalgeber zur Bereitstellung der benötigten Finanzierungsmittel eine negative Auswirkung auf die Liquiditätsausstattung der Gesellschaft ergeben kann. Außerdem weist der gesetzliche Vertreter auf die derzeitig bestehende buchmäßige Überschuldung der Gesellschaft und die damit verbundene Bestandsgefährdung, insbesondere für den Fall des Andauerns der durch den Kriegsausbruch in der Ukraine verursachten geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Krisensituation, hin. Wie in Angabe A.II. des Anhangs und Abschnitt IV. des Lageberichtes dargelegt, deuten diese Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oelde, den 07.06.2023

WPW GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Rainer Witte, Wirtschaftsprüfer

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