GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid

Bismarckstraße 23, 42853 Remscheid, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 10993
Vorher
Gemeinnützige Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid
Eingetragen
2.7.2003
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und WohnungenBauträger für WohngebäudeVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
Zweck der Gesellschaft ist vorrangig eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung der breiten Schichten der Bevölkerung (gemeinwohlorientierter Zweck). Die Gesellschaft errichtet, betreut, bewirtschaftet und verwaltet Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen, darunter Eigenheime und Eigentumswohungen. Sie kann außerdem alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaues und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen, Grundstücke erwerben, belasten und veräußern sowie Erbbaurechte ausgeben. Sie kann Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Gewerbebauten, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen bereitstellen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rafael Herburg
seit 15.7.2022
Prokura
Wiltrud Willing
seit 15.7.2022
Prokura
Oliver Gabrian
seit 26.7.2019
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid

Remscheid

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 59.465,00 59.514,00
Geleistete Anzahlungen 10.048,06 69.513,06 5.950,00
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 182.765.766,14 182.182.591,84
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 23.464.352,03 20.370.087,54
Grundstücke ohne Bauten 102.430,58 102.430,58
Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 265.438,26 265.438,26
Technische Anlagen und Maschinen 699.651,10 599.791,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 627.326,96 155.830,96
Anlagen im Bau 0,00 1.313.533,82
Bauvorbereitungskosten 434.775,44 208.359.740,51 74.435,78
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00
Anlagevermögen insgesamt 208.429.253,57 205.129.603,78
Umlaufvermögen
Andere Vorräte
Unfertige Leistungen 11.186.414,68 10.143.151,46
Andere Vorräte 9.193,34 11.195.608,02 13.947,38
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Vermietung 283.377,24 259.118,72
Forderungen aus Betreuungstätigkeit 50.135,94 0,00
Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen 213.704,07 108.463,47
Sonstige Vermögensgegenstände 1.749.191,89 2.296.409,14 1.789.781,37
Flüssige Mittel
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 14.822.074,65 16.278.037,58
Rechnungsabgrenzungsposten 9.206,47 32.203,88
Bilanzsumme 236.752.551,85 233.754.307,64

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 3.525.000,00 3.525.000,00
Kapitalrücklage 825.736,39 825.736,39
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 2.172.990,50 2.172.990,50
Bauerneuerungsrücklage 19.696.145,92 19.696.145,92
Andere Gewinnrücklagen 46.257.408,05 68.126.544,47 41.366.450,11
Bilanzgewinn
Jahresüberschuss 4.893.197,18 5.246.738,69
Einstellungen in Rücklagen -2.446.598,59 2.446.598,59 -2.623.369,34
Eigenkapital insgesamt 74.923.879,45 70.209.692,27
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen 3.326.097,00 3.335.868,00
Steuerrückstellungen 73.191,00 240.000,00
Sonstige Rückstellungen 286.285,06 3.685.573,06 214.776,83
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 96.718.710,17 106.238.013,17
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 43.422.307,74 37.639.011,59
Erhaltene Anzahlungen 12.242.340,48 11.583.160,68
Verbindlichkeiten aus Vermietung 764.532,21 515.790,65
Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit 179.307,65 156.607,95
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.686.154,39 3.001.554,00
Sonstige Verbindlichkeiten 151.996,38 157.165.349,02 117.810,18
davon aus Steuern: 19.404,52 € (47.088,61)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 595,04 € (0,00)
Rechnungsabgrenzungsposten 977.750,32 502.022,32
Bilanzsumme 236.752.551,85 233.754.307,64

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Umsatzerlöse
aus der Hausbewirtschaftung 38.049.168,71 37.548.993,70
aus Betreuungstätigkeit 47.045,04 82.576,97
aus anderen Lieferungen und Leistungen 762.918,65 38.859.132,40 888.155,63
Veränderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 1.043.263,22 -508.799,16
Andere aktivierte Eigenleistungen 303.063,63 331.040,83
Sonstige betriebliche Erträge 1.261.809,07 1.164.580,05
Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen Aufwendungen für Hausbewirtschaftung -20.994.742,89 -18.425.279,62
Rohergebnis 20.472.525,43 21.081.268,40
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -2.969.295,84 -2.819.985,55
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -866.805,13 -3.836.100,97 -804.791,26
davon für Altersversorgung: -308.812,23 € (287.894,03)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.922.876,04 -5.772.893,04
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.121.861,83 -2.580.558,64
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.541,54 383,48
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.391.796,81 -2.366.171,96
davon aus der Aufzinsung: -57.860,00 € (62.064,00)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 42.506,83 -240.000,00
Ergebnis nach Steuern 6.266.938,15 6.497.251,43
Sonstige Steuern -1.373.740,97 -1.250.512,74
Jahresüberschuss 4.893.197,18 5.246.738,69
Einstellung in Gewinnrücklagen
in andere Gewinnrücklagen -2.446.598,59 -2.623.369,34
Bilanzgewinn 2.446.598,59 2.623.369,35

Anhang des Jahresabschlusses 2023

der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid. Sie hat ihren Sitz in Remscheid und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal (HRB Nr. 10993).

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der Vorschriften des Aktiengesetzes.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach der Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen in der jeweils gültigen Fassung. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden unverändert folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen Lizenzen und EDV-Anwenderprogramme erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren. Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger sowie gegebenenfalls erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet.

Für die Sachanlagenzugänge sind als Anschaffungs- oder Herstellungskosten die Fremdkosten angesetzt. Zusätzlich sind Kosten für technische und kaufmännische Eigenleistungen (eigene Architekten- und Verwaltungsleistungen) erfasst. Die Eigenleistungen sind zu Vollkosten bewertet. Fremdkapitalzinsen während der Bauzeit werden nicht aktiviert.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Wohngebäude und Garagenanlagen werden auf der Grundlage einer Gesamtnutzungsdauer von 50 bis 57 Jahren linear ermittelt. Geschäftsbauten, Kindertagesstätten und in den Jahren 1995 bis 1998 erworbene Wohnanlagen (Baujahre 1898 bis 1930) werden auf der Grundlage einer Gesamtnutzungsdauer von 30 bis 40 Jahren linear abgeschrieben. Für das im Jahr 2004 bezogene Dienstleistungszentrum und das im Jahr 2014 bezogene interkulturelle und interreligiöse Zentrum "Neue Mitte Honsberg" wird eine Gesamtnutzungsdauer von 50 Jahren angenommen. Während der Gesamtnutzungsdauer aktivierte Kosten für Umbauten mit umfassender Modernisierung werden, soweit die buchmäßige Restnutzungsdauer den tatsächlichen Verhältnissen nach Modernisierung nicht mehr entspricht, über eine neu festgesetzte Restnutzungsdauer von 25 Jahren (bis 1997) und seit 1998 über eine neu festgesetzte Restnutzungsdauer von 50 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge im Geschäftsjahr erfolgen zeitanteilig.

Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear nach Maßgabe der in den steuerlichen AfA-Tabellen veröffentlichten Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben. Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis netto 250,00 € werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand verrechnet.

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf nicht mehr verwertbare Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von 2.717,00 € (Vorjahr: 0,00 €) vorgenommen. Bei denjenigen Vermögensgegenständen, bei denen in der Vergangenheit eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen worden ist, bestand im Geschäftsjahr 2023 kein Wertaufholungsgebot.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind in voller Höhe abgeschrieben.

Unfertige Leistungen

Die noch nicht abgerechneten umlagefähigen Betriebskosten sind abzüglich der auf Leerstände entfallenden Anteile angesetzt.

Andere Vorräte

Die ausgewiesenen Brennstoffvorräte sind mit den Anschaffungskosten nach dem FiFo-Verfahren bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Ausfallrisiken wurde durch Abschreibungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Gezeichnetes Kapital

Der am 31. Dezember 2023 im Handelsregister eingetragene Betrag des gezeichneten Kapitals beträgt 3.525.000,00 €.

Rückstellungen

Sie wurden entsprechend § 249 Abs. 1 HGB für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die Pensionen wurden aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens auf Basis der "Projected-Unit-Credit-Methode" mit dem Barwert unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren von 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,78 % p.a.) unter Berücksichtigung individueller Restlaufzeiten nach den "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck bewertet. Die Rentendynamik wurde mit 2,5 % p.a. berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt 31.661,00 € (Vorjahr: 147.530,00 €).

Verbindlichkeiten

Sie sind einschließlich der geflossenen Aufwendungsdarlehen zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Tilgungsnachlässe der NRW-BANK abgegrenzt und über die Dauer der Miet- und Belegungsbindung ratierlich erfolgswirksam aufgelöst.

Latente Steuern

In der folgenden Tabelle sind diejenigen Bilanzposten aufgeführt, bei denen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen Unterschiede bestehen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes der Gesellschaft von unverändert 32,98 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer:

Bilanzposten Aktive Differenzen Passive Differenzen
Grundstücke mit Wohnbauten X
Grundstücke mit Geschäfts- u. anderen Bauten X
Grundstücke ohne Bauten X
Rückstellungen für Pensionen X

Aus den Differenzen ergeben sich aktive Überhänge. Aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden aktive latente Steuern nicht angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in der Anlage 1 dargestellt.

2. Der Posten "Unfertige Leistungen" (11.186.414,68 €) betrifft noch nicht abgerechnete Betriebs- und Heizkosten.

3. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden - wie auch im Vorjahr - nicht.

4. Im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

5. Rücklagenspiegel:

Bestand am Ende des Vorjahres Einstellung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres Einstellung aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres Bestand am Ende des Geschäftsjahres
Kapitalrücklage 825.736,39 -,- -,- 825.736,39
Gewinnrücklagen
1) Gesetzliche Rücklage 2.172.990,50 -,- -,- 2.172.990,50
2) Bauerneuerungsrücklage 19.696.145,92 -,- -,- 19.696.145,92
3) Andere Gewinnrücklagen 41.366.450,11 2.444.359,35 2.446.598,59 46.257.408,05

6. Für Verpflichtungen aus zugesagten Pensionen wurden Rückstellungen in vollem Umfang gebildet.

7. In den "Sonstigen Rückstellungen" sind folgende Rückstellungen mit einem nicht unerheblichen Umfang enthalten:

Jahresabschluss-, Prüfungs- und Steuerberatungskosten 133 T€
Überstunden und Urlaubsverpflichtungen 108 T€

8. In den Verbindlichkeiten sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

9. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sowie die zur Sicherheit gewährten Grundpfandrechte und Bürgschaften sind in der Anlage 2 (Verbindlichkeitenspiegel) dargestellt.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende wesentliche periodenfremde bzw. außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen enthalten:

Erträge aus Anlagenabgängen 576 T€

Der Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" setzt sich wie folgt zusammen:

Auflösung von Steuerrückstellungen für Vorjahre 49 T€
Kapitalertragsteuer inklusive Solidaritätszuschlag 6 T€

D. Sonstige Angaben

1. Zu den in der Bilanz nicht ausgewiesenen oder vermerkten finanziellen Verpflichtungen, die nach § 285 Nr. 3a HGB für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bemerken wir:

 

Ausgaben für Investitionen nach dem Bilanzstichtag von 22.985 T€ (fertiggestellte, in Durchführung befindliche und geplante Bau- und Modernisierungsmaßnahmen), die in der Bilanz noch nicht berücksichtigt sind, werden durch noch nicht valutierte und noch aufzunehmende langfristige Darlehen und Zuschüsse von 15.219 T€ sowie vorhandene Liquiditätsreserven gedeckt.

Wesentliche außerbilanzielle Geschäfte wurden nicht getätigt.

2. Die Gesellschaft besitzt keine Kapitalanteile im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB an anderen Unternehmen.

3. Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 23,75 7,50
Technische Mitarbeiter 12,75 1,25
36,50 8,75

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 2,50 Auszubildende beschäftigt. Ferner waren durchschnittlich 6 geringfügig Beschäftigte bei der Gesellschaft tätig.

4. Gesamtbezüge

a) des Aufsichtsrates 33.000,00 €
b) frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und ihre Hinterbliebenen 170.660,00 €

c) Zuständig für die Festlegung der Struktur und der Höhe der Vergütung des Vorstandes ist der Aufsichtsrat.

Die Vergütung des Vorstandes setzt sich für das Geschäftsjahr 2023 aus folgenden Komponenten zusammen:

Jahresgehalt, ausgezahlt in zwölf Monatsbeträgen

Nebenleistungen

Die GEWAG stellt dem Vorstand als Nebenleistungen einen Dienstwagen zur Verfügung und unterhält eine Unfallversicherung sowie eine D & O-Versicherung. Ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandes wurde im Sinne von § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG, wie vom VorstAG verlangt, im Hinblick auf die Haftung des Vorstandes vereinbart.

Die Festvergütung für Herrn Gabrian belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 215.986,80 €, die Summe der Nebenleistungen auf 20.658,02 €. Eine Pensionszusage besteht nicht.

5. Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und ihre Hinterbliebenen:

Für laufende Pensionen sind Rückstellungen mit 3.326.097,00 € gebildet.

6. Es wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten des Vorstandes oder des Aufsichtsrates eingegangen.

7. Die mit nahestehenden Personen und Unternehmen getätigten Geschäfte fanden zu marktüblichen Bedingungen statt.

8. Für die Mitarbeiter besteht eine zusätzliche Altersversorgung durch die Mitgliedschaft der Gesellschaft bei der Rheinische Versorgungskassen, Köln. Die Höhe des derzeitigen Umlagensatzes beträgt 4,25 % zuzüglich 3,5 % Sanierungsgeld. Die Summe der umlagepflichtigen Gehälter betrug im Geschäftsjahr 2.582 T€.

9. Vorstand

Oliver Gabrian CEO

10. Mitglieder des Aufsichtsrates und deren Bezüge

Lothar Sill, Vorsitzender Pensionär 4.000,00 €
Norbert Schmitz, stellv. Vors. Selbständiger Kaufmann 3.000,00 €
Erden Ankay-Nachtwein Lehrerin im Ruhestand 2.000,00 €
Stefan Grote Selbständiger Kaufmann 2.000,00 €
Sven Stamm Informatikkaufmann 2.000,00 €
Frank vom Scheidt Pensionär 2.000,00 €
Burkhard Mast-Weisz Oberbürgermeister 2.000,00 €
Markus Kötter Gärtnermeister 2.000,00 €
Waltraud Bodenstedt Pensionärin 2.000,00 €
Prof. Dr. Thomas Hoffmann Geschäftsführer 2.000,00 €
Arbeitnehmervertreter
Gregor Steppuhn Kfm. Angestellter 2.000,00 €
Michael Ellwardt Techn. Angestellter 2.000,00 €
Uwe Jordan Kfm. Angestellter 2.000,00 €
Christoph Pilz Techn. Angestellter 2.000,00 €
Jürgen Engert Kfm. Angestellter 2.000,00 €

E. Weitere Angaben

1. Die Honorare des Abschlussprüfers entfallen mit 59 T€ auf Prüfungskosten des Jahresabschlusses und mit 8 T€ auf Steuerberatungsleistungen.

2. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag bis zur Berichterstellung haben sich nicht ergeben.

3. Gezeichnetes Kapital

Der im Handelsregister eingetragene Betrag des Grundkapitals der Gesellschaft beträgt am 31. Dezember 2023 unverändert gegenüber dem Vorjahr 3.525.000,00 €.

Die auf den Namen lautenden Aktien des Grundkapitals in Höhe von 3.525.000,00 € sind gestückelt in 68.850 nennwertlose Stückaktien.

4. Der Gesellschaft ist das Bestehen von Beteiligungen, die nach § 20 Abs. 1 und Abs. 4 des Aktiengesetzes bestehen, mitgeteilt worden. Hierbei handelt es sich um eine Beteiligung der Stadtwerke Remscheid GmbH nach § 20 Abs. 1 AktG mit einem Anteil von 33,95 % und eine Beteiligung der Stadtgemeinde Remscheid nach § 20 Abs. 4 AktG mit einem Anteil von 50,38 % am Grundkapital der Gesellschaft.

5. Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 7,28 € je Stückaktie auf die dividendenberechtigten 68.850 Stückaktien 501.228,00
Einstellung in andere Gewinnrücklagen in Höhe von 1.945.370,59
Bilanzgewinn 2.446.598,59

 

Remscheid, 28. März 2024

GEWAG
Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid

Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 228.143,21 25.344,38 0,00 0,00 253.487,59
Geleistete Anzahlungen 5.950,00 4.098,06 0,00 0,00 10.048,06
234.093,21 29.442,44 0,00 0,00 263.535,65
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 338.884.780,74 5.313.491,81 0,00 10.053,21 344.208.325,76
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 36.030.414,35 0,00 1.574.745,58 4.539.310,19 38.994.978,96
Grundstücke ohne Bauten 289.778,54 0,00 0,00 0,00 289.778,54
Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 265.438,26 0,00 0,00 0,00 265.438,26
Technische Anlagen und Maschinen 2.342.639,73 335.002,05 45.000,00 0,00 2.632.641,78
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.319.893,50 527.343,70 320.428,01 0,00 1.526.809,19
Anlagen im Bau 1.313.533,82 3.225.776,37 0,00 -4.539.310,19 0,00
Bauvorbereitungskosten 74.435,78 370.392,87 0,00 -10.053,21 434.775,44
380.520.914,72 9.772.006,80 1.940.173,59 0,00 388.352.747,93
Finanzanlagen
Beteiligungen 7.732,54 0,00 0,00 0,00 7.732,54
Gesamt 380.762.740,47 9.801.449,24 1.940.173,59 0,00 388.624.016,12
kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge des Geschäftsjahres Änderungen im Zushg. mit Abgängen 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 168.629,21 25.393,38 0,00 194.022,59
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
168.629,21 25.393,38 0,00 194.022,59
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 156.702.188,90 4.740.370,72 0,00 161.442.559,62
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 15.660.326,81 911.122,29 1.040.822,17 15.530.626,93
Grundstücke ohne Bauten 187.347,96 0,00 0,00 187.347,96
Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 0,00 0,00 0,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 1.742.848,73 190.141,95 0,00 1.932.990,68
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.164.062,54 55.847,70 320.428,01 899.482,23
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Bauvorbereitungskosten 0,00 0,00 0,00 0,00
175.456.774,94 5.897.482,66 1.361.250,18 179.993.007,42
Finanzanlagen
Beteiligungen 7.732,54 0,00 0,00 7.732,54
Gesamt 175.633.136,69 5.922.876,04 1.361.250,18 180.194.762,55
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 59.465,00 59.514,00
Geleistete Anzahlungen 10.048,06 5.950,00
69.513,06 65.464,00
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 182.765.766,14 182.182.591,84
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 23.464.352,03 20.370.087,54
Grundstücke ohne Bauten 102.430,58 102.430,58
Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 265.438,26 265.438,26
Technische Anlagen und Maschinen 699.651,10 599.791,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 627.326,96 155.830,96
Anlagen im Bau 0,00 1.313.533,82
Bauvorbereitungskosten 434.775,44 74.435,78
208.359.740,51 205.064.139,78
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00
Gesamt 208.429.253,57 205.129.603,78

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sowie die zur Sicherheit gewährten Pfandrechte o. ä. stellen sich wie folgt dar (Vorjahreszahlen unterlegt):

Verbindlichkeiten insgesamt davon Restlaufzeit unter 1 Jahr über 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 96.718.710,17 5.249.652,69 91.469.057,48 15.974.728,20 75.494.329,28
106.238.013,17 4.857.864,43 101.380.148,74 17.484.344,63 83.895.804,11
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 43.422.307,74 2.102.127,26 41.320.180,48 8.295.210,59 33.024.969,89
37.639.011,59 1.984.506,62 35.654.504,97 7.829.205,46 27.825.299,51
Erhaltene Anzahlungen 12.242.340,48 12.242.340,48 - - -
11.583.160,68 11.583.160,68 - - -
Verbindlichkeiten aus Vermietung 764.532,21 764.532,21 - - -
515.790,65 515.790,65 - - -
Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit 179.307,65 179.307,65 - - -
156.607,95 156.607,95 - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.686.154,39 3.686.154,39 - - - -
3.001.554,00 3.001.554,00 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 151.996,38 151.996,38 - - -
117.810,18 117.810,18 - - -
Gesamtbetrag 157.165.349,02 24.376.111,06 132.789.237,96 24.269.938,79 108.519.299,17
159.251.948,22 22.217.294,51 137.034.653,71 25.313.550,09 111.721.103,62
Verbindlichkeiten Sicherung Grundpfandrechte Sicherung Bürgschaften
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 96.718.710,17 -
106.238.013,17 -
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 43.422.307,74 -
37.639.011,59 -
Erhaltene Anzahlungen - -
- -
Verbindlichkeiten aus Vermietung - -
- -
Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit - -
- -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - -
- -
Sonstige Verbindlichkeiten - -
- -
Gesamtbetrag 140.141.017,91 -
143.877.024,76 -

Lagebericht 2023

der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid

Gliederung Lagebericht 2023

1. Gegenstand des Unternehmens

2. Geschäftsverlauf

2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2. Bestandsentwicklung

2.3. Neubau, Modernisierung und Instandhaltung

2.4. Fluktuation und Kündigungsgründe

2.5. Vermietungsleistung

2.6. Miete und Betriebskosten

2.7. Betreuungstätigkeit

2.8. Personalentwicklung

2.9. Verwaltungskosten

3. Darstellung der Lage

3.1. Ertragslage

3.2. Vermögens-/Finanzlage

3.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

4.1. Umweltbelange

4.2. Auszubildende

4.3. Besondere Wohnangebote

4.4. Unterstützung sozialer Projekte und Kooperationen

5. Frauenanteil in Führungspositionen und im Aufsichtsrat

6. Risiko- und Chancenbericht

6.1. Risiken der künftigen Entwicklung

6.2. Chancen der künftigen Entwicklung

7. Prognosebericht

8. Berichterstattung zur öffentlichen Zwecksetzung

9. Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG

1. Gegenstand des Unternehmens

Vorrangige Aufgabe der Gesellschaft ist es, breiten Schichten der Bevölkerung eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung zu bieten.

Die Gesellschaft errichtet, betreut, bewirtschaftet und verwaltet Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen, darunter Eigenheime und Eigentumswohnungen. Sie kann außerdem alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen und stellt Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Gewerbebauten sowie soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen bereit.

Die Gesellschaft handelt dabei gemeinwohlorientiert.

2. Geschäftsverlauf

2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland

In einem nach wie vor durch Krisen geprägtem Umfeld kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 ins Stocken. Zwar stiegen die Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr schneller an und die Inflation war ebenfalls rückläufig, jedoch blieb die Erholung beim privaten Konsum bislang aus.

Immobilienmarkt Deutschland

Die Entwicklung der Baufertigstellungen ist im Jahr 2023 mit 255.000 Wohnungen weiter rückläufig und entfernt sich immer deutlicher vom Ziel der Bundesregierung jährlich 400.000 Wohnungen pro Jahr neu zu errichten.

Grund hierfür sind die weiterhin hohen Bauzinsen, der historische Preisanstieg bei den Bauleistungen und eine durch die Haushaltslage bedingte Unklarheit bezüglich der geltenden Förderkonditionen.

Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Baupreise im Jahresmittel noch um 16,4 % gestiegen waren, lag die Preissteigerung im Jahr 2023 bei 8,5 %. Im Q4 2023 stiegen die Preise noch um 4,3 % und näherten sich das erste Mal seit mehr als drei Jahren wieder der allgemeinen Inflationsrate an, welche im Dezember 2023 bei 5,9 % lag.

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %, was auch auf die hohen Baupreise, und die gestiegenen Bauzinsen zurückzuführen ist. Insgesamt flossen rund 300 Milliarden EUR in Neubau und Modernisierung, was einem Rückgang der Investitionen um knapp 49 Milliarden EUR im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Insgesamt sind im Jahr 2023 rund 26,6 % weniger Wohnungen bewilligt worden als noch im Vorjahr, nur rund 47.000 Wohnungen im Bereich Neubau von Mehrfamilienhäusern. Damit ist zum zweiten Mal in Folge ein Einbruch der Baugenehmigungen zu verzeichnen.

Es ist davon auszugehen, dass die Investitionen bei Wohnbauten, bei gleichbleibender Förderkulisse, im Jahr 2024 noch einmal deutlich zurückgehen werden und erst im Jahr 2025 allmählich eine Trendwende zu wieder wachsenden Wohnungsbauinvestitionen eingeleitet wird.

Regionaler Wohnungsmarkt

Die Verschiebung von Angebot und Nachfrage nach Mietwohnungen hat sich im Jahr 2023 in etwa auf Vorjahresniveau stabilisiert. Im Bereich der bezahlbaren Familienwohnungen, übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich, Wohnungen in gutem Zustand finden in der Regel zügig neue Mieter.

Zahlreiche Wohnungen in Remscheid sind in einem nicht mehr zeitgemäßen Zustand und sind modernisierungsbedürftig, hier gibt es noch Leerstände. Die Nachfrage nach modernisierten Wohnungen übersteigt auch im zurückliegenden Geschäftsjahr deutlich das Angebot. Die Mieter sind gerne bereit, einen angemessenen höheren Mietpreis für diese wieder an den Markt gebrachten, zeitgemäßen und energetisch ertüchtigten Wohnungen zu bezahlen.

2.2. Bestandsentwicklung

Zum 31.12.2023 besitzt die GEWAG 6.082 Wohnungen (Vorjahr: 6.088), 81 (Vorjahr: 82) gewerbliche Einheiten sowie 1.973 (Vorjahr: 1.955) Garagen bzw. Stellplätze mit einer gesamten Wohn- und Nutzfläche von rund 424.316 m 2 (Vorjahr: rund 424.143 m 2 ).

Entwicklung der Bestände 2023

Anz. WE Anz. GE Anz. Ga/Stellpl. Wohn-/Nutzfl. Grundstücksfl.
Verkauf - 1 - 1.120,00 m 2 - 1.596,00 m 2
Neubau 1 18 1.229,81 m 2
Zusammenlegung / Umnutzung - 6 - 1 63,09 m 2
GESAMT - 6 - 1 18 - 172,90 m 2 - 1.596,00 m 2

2.3. Neubau, Modernisierung und Instandhaltung

Neubau

Der Neubau des eigengenutzten Bürogebäudes Bismarckstraße 23 wurde fertiggestellt und bezogen. Hierfür sind im Jahr 2023 Herstellungskosten in Höhe von 3.226 T€ angefallen.

Modernisierung

Auch im Jahr 2023 wurde die Sanierung "Klimaschutzsiedlung Alte Vömix" planmäßig in einem weiteren Bauabschnitt fortgeführt. Insgesamt wurden hier 2023 3.895 T€ investiert. 12 Wohnungen wurden mit Landesmitteln öffentlich gefördert und unterliegen einer sozialen Bindung.

Auch die Quartiersentwicklung am Hasenberg wurde wie geplant weiter fortgeführt. Hier hat die GEWAG im Geschäftsjahr 2023 481 T€ in die energetische Modernisierung investiert.

Großinstandhaltung

Für die Großinstandhaltung wurden im abgeschlossenen Geschäftsjahr rund 3.003 T€ (Vorjahr: 1.475 T€) aufgewendet.

Einzelmodernisierung

Im Rahmen von Mieterwechseln wurden 348 Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von rund 3.279 T€ (Vorjahr: 3.196 T€) saniert und instandgesetzt. Dabei hat das Unternehmen unter anderem Elektroanlagen erneuert und modernisiert, Thermen ausgetauscht, Bodenbeläge und Türen erneuert und neue Bäder eingebaut.

Laufende Instandhaltung

Für die laufende Instandhaltung gab die GEWAG 2.795 T€ (Vorjahr: 2.987 T€) aus.

Investitionen in Photovoltaikanlagen

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr hat die GEWAG 335 T€ in Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von Mieterstrom investiert. Insgesamt wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 315 kWp installiert.

Investition in die Bestände

Insgesamt investierte das Unternehmen in die Erhaltung und Modernisierung der Bestände ohne Neubau zuzüglich verrechneter Personal- und Sachaufwendungen und abzüglich Versicherungs- und Mietererstattungen rund 15.254 T€, das entspricht 35,95 €/m 2 /a Wohn- und Nutzfläche, davon waren 9.941 T€ Aufwand, 5.313 T€ wurden aktiviert.

Außerdem hat die GEWAG in die Erhaltung ihrer 4 Heizwerke, mit denen sowohl eigene als auch Häuser Dritter versorgt werden, 192 T€ aufgewendet.

Investitionen (ohne verrechnete Personal- und Sachaufwendungen)

2.4. Fluktuation und Kündigungsgründe

Im Berichtsjahr gab es 397 Wohnungswechsel (Vorjahr: 443). Die Fluktuationsrate über den Gesamtbestand betrug 6,4 % (Vorjahr: 7,3 %). Dabei blieben 36 Mietparteien (9,0 %) dem Unternehmen treu und zogen innerhalb des Bestandes der GEWAG um. Die Hauptgründe für einen Wohnungswechsel waren auch im Jahr 2023 mit 116 Fällen der altersbedingte Umzug in ein Heim bzw. der Tod des Mieters.

Die durchschnittliche Wohndauer im GEWAG-Bestand betrug rund 11 Jahre.

2.5. Vermietungsleistung

Im Jahr 2023 schloss die GEWAG insgesamt 444 Mietverträge ab.

Der vertriebsbedingte Leerstand sank von 68 Wohnungen zum 31.12.2022 auf 35 Wohnungen zum 31.12.2023, das entspricht einer vertriebsbedingten Leerstandquote von 0,6 %. Wegen geplanter Modernisierung, Sanierungsbedarf und Verkauf standen zum Jahresende 242 Wohnungen maßnahmebedingt leer. Die Leerstandsquote sank weiter insbesondere durch Neuvermietung nach Kernsanierung und betrug zum Jahresende 4,6 % (Vorjahr: 5,4 %).

2.6. Miete und Betriebskosten

Im Jahr 2023 stieg die Nettokaltmiete weiter moderat auf durchschnittlich 5,71 €/m 2 /Mt. an (Vorjahr: 5,64 €/m 2 /Mt.). Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus Mietanpassungen bei Neuvermietung. Die Betriebskosten lagen durchschnittlich bei 2,42 €/m 2 /Mt. (Vorjahr: 2,21 €/m 2 /Mt.).

2.7. Betreuungstätigkeit

Zum 31.12.2023 verwaltet die Gesellschaft für die Stadt Remscheid 63 Wohnungen, 7 Gewerbeeinheiten sowie 5 Garagen. Die verbliebenen Hausverwaltungen wurden zum Ende des Geschäftsjahres 2023 planmäßig beendet. Die Umsatzerlöse aus der Betreuungstätigkeit betrugen im abgeschlossenen Geschäftsjahr 47.045,04 € (Vorjahr: 82.576,97 €).

2.8. Personal

Die Gesellschaft beschäftigte zum 31.12.2023 insgesamt 45 Mitarbeiter, davon 35 in Vollzeit und 10 in Teilzeit sowie zusätzlich 2 Auszubildende und 5 geringfügig Beschäftigte.

Das Vollzeitäquivalent in der Gesellschaft beträgt 42,7 (Vorjahr: 42,4) Mitarbeiterkapazitäten.

2.9. Verwaltungskosten

Im Berichtsjahr betrugen die Verwaltungskosten je Wohnung und Bewirtschaftungseinheit rund 654,00 € (Vorjahr: rund 589,00 €).

3. Darstellung der Lage

3.1. Ertragslage

Zur Darstellung der Ertragslage haben wir in der nachfolgenden Übersicht eine nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten unter Berücksichtigung der Betriebsabrechnung gegliederte Ergebnisrechnung aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet:

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
Hausbewirtschaftung (einschließlich Wärmelieferungen an Dritte) 4.430 5.819 -1.389
Betreuungstätigkeit sowie andere Lieferungen und Leistungen 170 176 -6
Bautätigkeit im Anlagevermögen (Mietneu-, Um- und Ausbau, Modernisierung) -110 -19 -91
Sonstige betriebliche Geschäftsvorfälle -80 -43 -37
Betriebsergebnis 4.410 5.933 -1.523
Finanzergebnis -91 -91 0
Neutrales Ergebnis 531 -355 886
Ergebnis vor Ertragsteuern 4.850 5.487 -637
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 43 -240 283
Jahresüberschuss 4.893 5.247 -354

Der Vorstand hatte für das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von 3.928 T€ gerechnet. Die Planabweichung von insgesamt 965 T€ zum tatsächlich erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 4.893 T€ resultiert im Wesentlichen aus höheren Vermietungserlösen bedingt durch eine verbesserte Vermietungsleistung und erzielten Erträgen aus Anlagenverkäufen.

Das im Jahr 2023 um insgesamt 1.523 T€ geringere Betriebsergebnis ergibt sich vor allem aus dem Bereich der Hausbewirtschaftung, der mit einem um 1.389 T€ niedrigeren Ergebnis von 4.430 T€ abschließt. Die Ergebnisverminderung ergibt sich im Wesentlichen aus gestiegenen Instandhaltungskosten (1.694 T€) und höheren Abschreibungen (118 T€), denen vornehmlich höhere Sollmieten (338 T€) gegenüberstehen.

Die GEWAG erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 4.893 T€, der sich neben dem operativen Ergebnis von 4.410 T€ aus dem neutralen Ergebnis von 531 T€, dem negativen Finanzergebnis von 91 T€ und Ertragsteuererträgen von 43 T€ zusammensetzt.

Der Vorstand hat für 2024 einen Wirtschaftsplan aufgestellt. Danach wird für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresüberschuss von 2.212 T€ gerechnet. Die Ausgaben für die bauliche Instandhaltung sind im Wirtschaftsplan 2024 mit 11.323 T€ angesetzt.

3.2. Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der GEWAG hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.999 T€ auf 236.753 T€ erhöht.

Die Sachanlagen, die vor allem bebaute Grundstücke beinhalten, haben sich um 3.296 T€ erhöht. Den Investitionen von 9.772 T€ einschließlich aktivierter Eigenleistungen von 303 T€ stehen planmäßige Abschreibungen von 5.897 T€, Abgänge durch Investitionszuschüsse für erworbene Photovoltaikanlagen und dazugehörige Batteriespeicher von 45 T€ sowie Abgänge durch Verkauf von 534 T€ gegenüber.

Die Investitionen entfallen auf:

T€
Modernisierungsmaßnahmen 5.108
Neubautätigkeit inkl. neu errichteter Außenanlagen 3.802
Betriebs- und Geschäftsausstattung 527
Technische Anlagen und Maschinen 335
9.772

Bei den unfertigen Leistungen (11.186 T€) handelt es sich um mit Mietern bzw. mit Dritten noch nicht abgerechnete Betriebskosten. Diesen stehen erhaltene Anzahlungen in Höhe von 12.242 T€ gegenüber.

Das langfristige Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des nicht zur Ausschüttung vorgesehenen Teils des Jahresüberschusses um 4.392 T€. Die langfristige Eigenkapitalquote beläuft sich auf rund 31,4 % (Vorjahr: rund 30,0 %).

Die Pensionsrückstellungen (3.326 T€) bestehen weiterhin für 2 laufende Rentenansprüche.

Die langfristigen Darlehen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 3.888 T€. Den Zuflüssen aus der Valutierung von Darlehen (2.743 T€) standen planmäßige Tilgungen (6.562 T€) und vorzeitige Rückzahlungen (69 T€) gegenüber. Sie belegen insgesamt rund 59 % des Gesamtkapitals (Vorjahr: rund 61,5 %).

Finanzlage

Die Aufgliederung der Bilanz nach Fristigkeiten zeigt im Vergleich zum Vorjahr folgende Deckungsverhältnisse:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€
Langfristiger Bereich
Vermögenswerte 208.439 205.162 3.277
Finanzierungsmittel 218.507 217.537 970
Überdeckung 10.068 12.375 -2.307
Kurzfristiger Bereich
Finanzmittelbestand (Flüssige Mittel) 14.822 16.278 -1.456
Übrige kurzfristig realisierbare Vermögenswerte 13.492 12.314 1.178
28.314 28.592 -278
Kurzfristige Verpflichtungen 18.246 16.217 2.029
Stichtagsliquidität (Netto-Geldvermögen) 10.068 12.375 -2.307

Die langfristig angelegten Vermögensgegenstände sind vollständig durch langfristig zur Verfügung stehende Finanzierungsmittel finanziert.

Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 10.955 T€ (Vorjahr: 10.723 T€). Der Anstieg von 232 T€ ist insbesondere auf die Zunahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten zurückzuführen.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit von 8.344 T€ (Vorjahr: 7.878T€) resultiert vor allem aus den investiven Bau- und Modernisierungsmaßnahmen in das Sachanlagevermögen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -4.067 T€ (Vorjahr: -735 T€) beinhaltet neben Darlehensvalutierungen (2.743 T€) planmäßige und vorzeitige Tilgungen von Darlehen (-6.631 T€) sowie Dividendenausschüttungen (-179 T€).

3.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für die Gesellschaft bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

2023 2022
Eigenkapitalquote (langfristig) % 31,4 30,0
Eigenkapitalrentabilität % 6,5 7,8
Gesamtkapitalrentabilität % 3,0 3,3
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit T€ 10.955 10.723
Durchschnittliche Nettokaltmiete €/m 2 /Mt. 5,71 5,64
Instandhaltungskosten €/m 2 /a 23,89 19,91
Fluktuationsquote % 6,4 7,3
Leerstandsquote am Bilanzstichtag % 4,6 5,4
davon maßnahmenbedingt % 4,0 4,3
davon vermietungsbedingt % 0,6 1,1
Erlösschmälerungen in % der Sollmieten % 3,5 4,8

4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

4.1. Umweltbelange

Im Rahmen Ihrer Klimastrategie hat die GEWAG die planmäßige Sanierung des Quartiers "Alte Vömix" in Remscheid fortgesetzt. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft den 3. Bauabschnitt in der Kantstraße 1+3 und im Eichendorffweg 1+3 fertiggestellt. Die Häuser werden jetzt durch moderne Luft-Wasser- Wärmepumpen beheizt, die Dächer sind mit Solarstromanlagen ausgerüstet und versorgen die Heizanlage. Die Mieter können Mieterstrom beziehen, der Mehrbedarf wird ausschließlich durch grünen Strom gedeckt. Darüber hinaus wurden in der Siedlung zusätzlich die Häuser in der Lenneper Straße 94+96, Eichendorffweg 9+11 und Kantstraße 5,7,9 mit Solaranlagen versehen. Auch hier bietet die Gesellschaft den Bewohnern künftig nachhaltigen Mieterstrom an.

Luft-Wasser-Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaikanlagen hat die GEWAG auch in Burscheid in der Rat-Deycks-Straße 4 und 10 und In der Dellen 5 installiert. Auch hier bietet die GEWAG künftig Mieterstrom an.

4.2. Auszubildende

Im Geschäftsjahr 2023 bildete das Unternehmen 3 Auszubildende zu Immobilienkaufleuten aus, wovon eine junge Frau ihre Ausbildung im Juni des Jahres erfolgreich abgeschlossen hat und vom Unternehmen in ein Arbeitsverhältnis übernommen wurde.

4.3. Besondere Wohnangebote

Die Gesellschaft bietet besondere Wohnformen für unterschiedliche Bedürfnisse an. Die Seniorenwohnanlagen in der Bismarckstraße und im Schneppendahler Weg werden ergänzt durch das Angebot des selbstbestimmten Wohnens in der Gerhart-Hauptmann Straße und die Studenten WG in der Thomasstraße. Darüber hinaus wird am Honsberg in Remscheid auch weiterhin Wohnraum für den Kulturverein ins Blaue e.V. zur Verfügung gestellt.

4.4 Unterstützung sozialer Projekte und Kooperationen

Neben den besonderen Wohnangeboten unterstützt die Gesellschaft auch weiterhin diverse soziale Projekte im Stadtgebiet und geht Kooperationen mit sozialen Trägern ein. Am Honsberg in Remscheid ist die Gesellschaft zur Belebung des Stadtteils eine Kooperation mit der Urbanen Nachbarschaft Honsberg eingegangen und stellt überdies dort Wohnraum für Künstler und den Kulturverein ins Blaue e.V. zur Verfügung. Im Objekt Bernhardstraße 1 stellt die Gesellschaft auch weiterhin mietfrei Räumlichkeiten zur Verfügung, hier bietet der Verein echt Kremig e.V. Nachmittagsbeschäftigungen für Groß und Klein an.

5. Frauenanteil in Führungspositionen und im Aufsichtsrat

Das Unternehmen hat sich Mindestziele für die Besetzung von Führungspositionen und Aufsichtsratsmandaten mit Frauen gesetzt. Da der Vorstand nur aus einer Person besteht, ist für die Unternehmensleitung keine Quote festgelegt. Die zweite Führungsebene (4 Personen) ist weiterhin mit einer Frau und 3 Männern besetzt. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat soll auf mindestens 25 - 30 % (4 Mitglieder) erhöht werden. Dieses Ziel wird im Aufsichtsrat derzeit nicht erreicht.

6. Risiko- und Chancenbericht

6.1. Risiken der künftigen Entwicklung

KonTraG

Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, das unter anderem die Einführung eines angemessenen Risikomanagements- und Überwachungssystems zur Früherkennung bestandsgefährdender Risiken verlangt, kommt bei der Gesellschaft zur Anwendung.

Die vorhandenen Controlling- und Steuerungsinstrumente sowie das interne Kontrollsystem der Gesellschaft ermöglichen den Fortbestand der Gesellschaft potenziell gefährdender Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und notwendige Maßnahmen zu deren Bewältigung abzuleiten. Dies geschieht durch Erfassung aller Vorgänge sowie die kontinuierliche Betrachtung und Analyse der Unternehmensbereiche und ein standardisiertes Reporting, das täglich aus dem ERP-System aktualisiert wird.

Diese Steuerungs- und Kontrollsysteme werden ergänzt durch Dienstanweisungen und Richtlinien, den Einsatz bewährter und zertifizierter Software, die permanente Schulung des eingesetzten Personals sowie durch systematische und zielgerichtete Prüfungen im Rahmen der externen Revision.

Im Intranet der Gesellschaft ist ein Online-Handbuch eingestellt, das unter anderem Regelungen der Verantwortlichkeiten, Grundlagen zur Bearbeitung der Routineprozesse, Aussagen zu den Abläufen des Risikomanagements sowie unternehmens- und abteilungsspezifische Richtlinien beinhaltet. Das Regelwerk ist bindend für alle Beschäftigten und wird laufend aktualisiert.

Risikoanalyse

Wesentliche Risiken im Hinblick auf die künftige Entwicklung des Unternehmens sind weiterhin nicht zu erkennen.

Fluktuation und die Veränderung der Bevölkerungsstruktur wirken sich nicht auf die von der Gesellschaft bewirtschafteten Quartiere aus. Die stabilen Fluktuations- und sinkenden Leerstandszahlen, sowie die wirtschaftliche und faire Mietpreisgestaltung führen dazu, dass die Wettbewerbssituation nachhaltig gesichert ist.

Die langfristigen Fremdmittel, bei denen es sich überwiegend um langfristige Annuitätendarlehen handelt, sind dinglich gesichert. Dennoch wird es durch die gestiegenen Besicherungserfordernisse auch weiterhin notwendig sein, dass zusätzliche Sicherheiten auf nicht zur Wirtschaftseinheit gehörenden Grundstücken bereitgestellt werden. Durch den grundsätzlich langfristigen Charakter der Fremdfinanzierungsmittel für das Anlagevermögen ist das Zinsänderungsrisiko, trotz der gegebenen Markt- und Liquiditätslage derzeit begrenzt. Ausfallrisiken sind ebenfalls nicht zu verzeichnen. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 74.924 T€.

Aufgrund der regelmäßigen und planbaren Mietzahlungen ist die Gesellschaft wesentlichen Risiken von Zahlungsstromschwankungen und Liquiditätsrisiken nicht ausgesetzt.

Bei der Neuvermietung von Wohnungen werden auch weiterhin standardisierte Bonitätsprüfungen potenzieller Mieter durchgeführt. Das Forderungsmanagement sichert dabei durch zeitnahe Intervention bei möglichen Mietrückständen die kontinuierlichen Zahlungseingänge. Der Leerstandsabbau und die Vermeidung von Erlösschmälerungen sind weiterhin ein strategisches Ziel der Gesellschaft. Die Gesellschaft realisiert in angemessenem Rahmen vorhandene Mietpotenziale.

Eine vorausschauende mehrjährige Investitionsplanung ermöglicht es, frühzeitig auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren. Eine besondere Herausforderung sind dabei die ambitionierten Klimaschutzziele für den Sektor Wohnen. Die GEWAG hat früh eine eigene Klimastrategie konzipiert und setzt diese im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten, unter Beachtung auch konkurrierender anderer notwendigen Investitionserfordernisse, im Portfolio schrittweise um.

6.2. Chancen der künftigen Entwicklung

Die erhöhte Nachfrage nach größeren Wohnungen ist weiterhin erkennbar. Deshalb berücksichtigt die Gesellschaft diese Veränderung der Marktgegebenheiten und -entwicklungen auch weiterhin bei den Modernisierungen und im Neubau der nächsten Jahre.

Die derzeitige Situation der hohen Strompreise rückt das Thema Mieterstrom weiter in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Gesellschaft sieht durch die kontinuierliche Ausstattung von Dächern mit Photovoltaikanlagen die Chance, sich in den kommenden Jahren einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern auf dem lokalen Immobilienmarkt zu verschaffen.

7. Prognosebericht

Die Gesellschaft wird ihren Fokus in den kommenden Jahren weiter auf die nachhaltige Modernisierung, Instandhaltung und Erneuerung und die notwendigen Klimaschutzmaßnahmen richten. Hierbei gilt es, den Herausforderungen auf dem regionalen Wohnungsmarkt zu begegnen, die Qualitäten der Bestände weiter zu verbessern und bezahlbaren Wohnraum zu erhalten

Durch das Schaffen von Angeboten für die Nachfragegruppen der Zukunft baut die Gesellschaft ihre Position als großer gemeinwohlorientierter Vermieter in der Region weiter Schritt für Schritt aus. Bei der Investitionsplanung wird hierbei den strategischen Zielen Klimaschutz und Nachhaltigkeit sowie dem Erhalt und der Sanierung von preiswerten Wohnungen ein großer Stellenwert beigemessen.

Die Erneuerung des Quartiers "Alte Vömix" neigt sich dem Ende zu. Die Modernisierung des dritten Bauabschnittes im Eichendorffweg und der Kantstraße sind abgeschlossen, das verbliebene letzte noch unsanierte Gebäude in der Oststraße wird 2024 zusammen mit dem neuen Quartiersplatz fertiggestellt, die verbliebenen Dächer noch nachträglich mit Photovoltaikanlagen versehen. Damit wird die Quartiersentwicklung planmäßig abgeschlossen.

Im Bereich der Emil-Nohl-Straße wird die energetische Sanierung des Quartiers Hasenberg planmäßig in weiteren Bauabschnitten fortgeführt.

In Erkrath beginnt 2024 die Sanierung eines großen Gebäudekomplexes am Eichendorffweg. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis 2026 dauern.

Die Modernisierung einzelner Wohnungen im Rahmen der Fluktuation wird kontinuierlich fortgeführt. Sie sichert die Vermietbarkeit und den Erhalt günstigen Wohnraums und verbessert Schritt für Schritt die Qualität des Wohnungsbestandes.

Ankäufe und die Wiederaufnahme des Bauträgergeschäftes sind nicht geplant.

Der Ausblick in die Zukunft der Gesellschaft ist bedingt durch die wirtschaftliche Ausgangslage weiterhin positiv. Durch gutes Wirtschaften und gezielte Investitionen in den Bestand wird der Erfolg der Gesellschaft nachhaltig gesichert.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft bei geplanten Erlösen aus Vermietung in Höhe von 28.334 T€, Instandhaltungskosten einschließlich Einzelmodernisierung in Höhe von 11.606 T€ und Zinsaufwendungen in Höhe von 2.542 T€ einen Jahresüberschuss in Höhe von etwa 2.212 T€.

8. Berichterstattung zur öffentlichen Zwecksetzung

Die Gesellschaft ist im Berichtsjahr ihren satzungsmäßigen Aufgaben, vorrangig eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung der breiten Schichten der Bevölkerung sicherzustellen, nachgekommen. Die Geschäfte der Gesellschaft werden im Sinne der jeweils gültigen Satzung und nach dem Aktiengesetz geführt.

9. Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG

Die Stadtgemeinde Remscheid hält 50,38 % der Aktien der Gesellschaft. Mit Urteil vom 13. Oktober 1977 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Körperschaften des öffentlichen Rechts Unternehmen im Sinne von § 312 AktG sein können. Der Vorstand hat deshalb einen Bericht über Beziehungen zur Stadtgemeinde Remscheid und den damit verbundenen Unternehmen erstellt und diesen zur Überprüfung vorgelegt.

Der Abhängigkeitsbericht enthält folgende Schlusserklärung:

Wir erklären hiermit, dass bei jedem der in diesem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte unsere Gesellschaft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die im Zeitpunkt des Abschlusses der Rechtsgeschäfte bekannt waren.

Weitere berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen. Es sind auch keine Rechtsgeschäfte mit Fremden auf Veranlassung oder im Interesse der Stadtgemeinde Remscheid vorgenommen worden.

 

Remscheid, 28. März 2024

GEWAG
Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid

Vorstand

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid, Remscheid

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid, Remscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt 5 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie die im Abschnitt 8 des Lageberichts enthaltene Berichterstattung zur öffentlichen Zwecksetzung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende, geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Düsseldorf, 5. April 2024

Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland
Westfalen e.V.

Dr. Daniel Ranker, Wirtschaftsprüfer

Michael Ring, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Durch schriftliche Berichte und mündliche Vorträge in den gemeinsamen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat eingehend vom Vorstand über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft unterrichtet. Er hat die vom Vorstand unterbreiteten Vorlagen beraten und die gemäß § 10 der Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023, den Lagebericht 2023 und den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns 2023 geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Den Prüfungsbericht des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V., Düsseldorf, vom 28. März 2024, der mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk abschließt, hat der Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen und stimmt dem Ergebnis der Prüfung in vollem Umfang zu.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat gebilligt, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Er schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns 2023 an.

Den Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat geprüft. Einwendungen sind nicht zu erheben. Dem Ergebnis der Prüfung dieses Berichtes durch den Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V., Düsseldorf, stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Prüfungsverband hat nachstehenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Berichtes des Vorstandes über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen durch den Aufsichtsrat sind Einwendungen gegen die vom Vorstand im Zusammenhang mit dem Bericht gemäß § 312 Abs. 3 AktG abgegebene Erklärung nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.

 

Remscheid, 21. Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Lothar Sill, Vorsitzender

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns 2023

Entsprechend dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat und unter Hinweis auf die Zuständigkeit der Hauptversammlung nach § 174 Abs. 1 AktG wird nach kurzem Vortrag des Vorsitzenden beschlossen, den Bilanzgewinn 2023 in Höhe von € 2.446.598,59 wie folgt zu verwenden:

1. Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 7,28 € je Stückaktie auf die dividendenberechtigten 68.850 Stückaktien € 501.228,00
2. Einstellung in andere Gewinnrücklagen in Höhe von € 1.945.370,59
Bilanzgewinn € 2.446.598,59

Der Beschlussvorschlag wird einstimmig ohne Enthaltungen angenommen. Der Vorsitzende stellt das Beschlussergebnis fest.

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