MVV Flusswärme GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Ebersoll seit 11.2.2025 | Prokura |
Thomas Michael Oefelein seit 11.2.2025 | Prokura |
Mathias Kohl seit 11.2.2025 | Prokura |
Nadine Cioumourtzis seit 30.10.2023 | Prokura |
Sebastian Heming seit 19.4.2022 | Prokura |
Ferdinand Nikolaus Dr. Höfer seit 12.8.2019 | Geschäftsführer |
Andreas Steiner seit 14.5.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MVV EnergySolutions GmbHMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024Lagebericht 2024Inhaltsverzeichnis I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit 2. Steuerungsrelevante Kennzahlen II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen 2. Geschäftsentwicklung 2.1 Geschäftsverlauf 2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht 2. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit Die MVV EnergySolutions GmbH (im Folgenden EnergySolutions) hat ihren Sitz in Mannheim. Die Gesellschaft ist ein 100%-iges Tochterunternehmen von MVV Enamic GmbH (im Folgenden MVV Enamic) und gehört zum Teilkonzern MVV Enamic (im folgenden TK Enamic). Der vorliegende Einzelabschluss 2024 der EnergySolutions wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften und ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes erstellt. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. September 2024 30 Tsd Euro. Es besteht seit dem 01. Dezember 2011 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der MVV Enamic als Rechtsnachfolger der MVV decon GmbH. Zum Bilanzstichtag hielt die EnergySolutions mit der MVV ImmoSolutions GmbH (im folgenden ImmoSolutions) ein unmittelbares Tochterunternehmen. Mit der ImmoSolutions besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Energiedienstleistungen, insbesondere die Versorgung von Wohnungswirtschafts-, Gewerbe- und Kommunalkunden mit allen notwendigen Medien und Energiearten, die Entsorgung von Abwasser, die Errichtung, der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Vermögensgegenständen, die im Zusammenhang mit Energiedienstleistungen oder der Entsorgung von Abwasser stehen, der Betrieb und die Instandhaltung für Projekte aus den o. g. Bereichen, Erschließungsträgerschaften sowie Beratungsleistungen und Ingenieurdienstleistungen in allen Infrastruktursektoren (Energie, Wasser, Abwasser, Entsorgung, Umwelt, Verkehr und Telekommunikation). 2. Steuerungsrelevante Kennzahlen Schwerpunktmäßig ist in der Gesellschaft die aus dem Konzernverbund resultierende IFRS Kennzahl Adjusted EBIT als steuerungsrelevante Kennzahl zu nennen. Zusätzlich ist aus Sicht der Einzelgesellschaft insbesondere das Jahresergebnis nach HGB verankert. Das Jahresergebnis nach HGB, als gesetzlich verankerte Kennzahl, leitet sich aus § 275 II und III HGB ab und gibt das Ergebnis der Geschäftstätigkeit nach Zinsen und Steuern an. Das Adjusted EBIT basiert auf dem EBIT nach IFRS. Das EBIT ist um den Ergebniseffekt aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung nach IFRS 9 bereinigt und wird ohne Restrukturierungsaufwand, allerdings inklusive der Erträge aus Finanzierungsleasingverträgen berechnet und ergibt als Residualgröße das Adjusted EBIT. Im Fokus der monatlichen Berichterstattung an die Geschäftsführung und den Gesellschafter steht die Analyse der Plan-, Vorschau- und Ist-Abweichungen auf Basis des Adjusted EBIT nach IFRS. Insbesondere Plan-/ Ist-Abweichungen werden einer eingehenden Analyse unterzogen und Maßnahmen werden abgeleitet. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen Fördermittel für die Energiewende sind knapp Nachdem das Bundesverfassungsgericht im November 2023 die Finanzierung des staatlichen Klima- und Transformationsfonds in Teilen für nichtig erklärt hat, fehlten dem Fonds im Jahr 2024 rund 60 Mrd Euro, die zur Finanzierung zahlreicher Bundesprogramme für die Energiewende vorgesehen waren. Die Bundesregierung hat daraufhin entsprechende Kürzungen an den Programmen vorgenommen. Davon betroffen ist auch die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), die Anreize für Investitionen in die Dekarbonisierung von Wärmeerzeugung und Wärmenetzen schaffen soll. Die BEW-Mittel werden nach aktuellem Stand für den Gesamtzeitraum bis 2029 um 200 Mio Euro auf insgesamt rund 3,6 Mrd Euro reduziert. Die Fernwärmebranche hält dagegen unverändert eine Fördersumme von über 3 Mrd Euro pro Jahr bis nach 2030 für notwendig. Die Branchenverbände AGFW und VKU haben diesen Förderbedarf im Juli 2024 in einer Studie untermauert; dort wird der Investitionsbedarf in die Fernwärme in Deutschland bis zum Jahr 2030 auf insgesamt 43,5 Mrd Euro beziffert. Rahmen für die Wärmewende Die Wärmewende erhielt mit der Verabschiedung des novellierten Gebäudeenergie-Gesetzes (Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden - GEG), des Gesetzes für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) sowie der überarbeiteten Richtlinie zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im ersten Quartal des Berichtsjahrs einen neuen rechtlichen Rahmen. Danach muss jede Kommune in den kommenden Jahren einen Wärmeplan entwickeln, auf dessen Basis die notwendigen Investitionen in Infrastruktur und die Wärmeerzeugung zielgerichtet erfolgen können. Der Bund unterstützt Investitionen in Gebäudesanierungen und neue Heizungen mit Fördersätzen zwischen 30 % und 70 %. Bei neuen Heizungen müssen mindestens 65 % der eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen - diese Vorgabe kann ein Gebäudeeigentümer auch durch den Anschluss an ein Fernwärmenetz erfüllen. Erleichterungen beim Ausbau erneuerbarer Energien Bundestag und Bundesrat haben Ende April 2024 das Solarpaket I beschlossen, um den Ausbau erneuerbarer Energien weiter zu beschleunigen. Das Gesetzespaket unterstützt sowohl den Ausbau von Photovoltaik- als auch von Windkraftanlagen. Für Photovoltaikdachanlagen bei gewerblich genutzten Gebäuden und Mehrfamilienhäusern sind im Solarpaket I zahlreiche Verbesserungen enthalten. So erleichtert das Modell der „gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung“ die Weitergabe von Photovoltaikstrom in Mehrfamilienhäusern. Darüber hinaus wird der Einsatz von Stromspeichern vereinfacht, wenn durch die Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien und aus dem Netz eine Mischnutzung stattfindet. Die Änderungen des Solarpakets I stärken die Aktivitäten von MVV beim Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und bei unseren Kundenlösungen. Markt- und Wettbewerbsumfeld Konjunkturelle Schwäche und struktureller Wandel belasten deutsche Wirtschaft In ihrer Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2024 erwarten die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute für das Kalenderjahr 2024 einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 0,1 %. Im Frühjahr 2024 hatten sie noch ein Wachstum von 0,1 % prognostiziert. Belastend wirke neben der konjunkturellen Schwäche auch der strukturelle Wandel der deutschen Wirtschaft. Diese strukturellen Anpassungsprozesse, die laut der Experten durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und demographischen Wandel sowie wahrscheinlich auch durch einen stärkeren Wettbewerb mit Unternehmen aus China ausgelöst wurden, mäßigen die Wachstumsperspektiven der deutschen Wirtschaft. Besonders betroffen sei die Industrie - insbesondere Hersteller von Investitionsgütern und energieintensive Zweige; Als Auslöser der konjunkturellen Schwäche sehen die Experten das hohe Zinsniveau und hohe wirtschafts- und geopolitische Unsicherheiten. Beides beeinflusse sowohl die Investitionstätigkeit als auch den privaten Konsum. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz legte Anfang Oktober 2024 seine Herbstprojektion vor: Für das Kalenderjahr 2024 erwartet die Bundesregierung, dass das BIP um 0,2 % zurückgehen wird. Als Grund dafür werden - neben konjunkturellen Risiken - strukturelle Probleme Deutschlands angeführt, während zugleich große geoökonomische Herausforderungen bestehen. Stromerzeugung in Deutschland gesunken Nach aktuellen Berechnungen des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lag die Brutto-Stromerzeugung in Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 bei 366 Mrd kWh und damit um etwa 1 % unter dem Vorjahr (370 Mrd kWh). Der Stromverbrauch stieg in den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 um rund 2 % gegenüber dem Jahr 2023 auf 371 Mrd kWh. Anteil erneuerbarer Energien an deutscher Stromerzeugung steigt auf 59 % Nach Schätzungen des BDEW betrug der Anteil der erneuerbaren Energien an der Brutto-Stromerzeugung in Deutschland in den ersten neun Monaten des Kalenderjahres 2024 insgesamt 59 % - nach 54 % im Vorjahreszeitraum. Besonderen Anteil am Anstieg der Erneuerbaren-Quote hatten dabei Photovoltaikanlagen, die rund 20 % mehr Strom produzierten. Auch die Erzeugung aus Wind nahm zu, wobei sich die Stromproduktion an Land und auf See unterschiedlich stark entwickelte. Während die Stromproduktion aus Windkraftanlagen an Land (Onshore) um 7 % über dem Vorjahr lag, haben die Windkraftanlagen auf See (Offshore) knapp 20 % mehr Strom erzeugt. In Summe hat die Stromerzeugung aus Wind um rund 9 % zugenommen. Aus Biomasse und biogenem Siedlungsabfall wurde etwa 3 % mehr Strom erzeugt als ein Jahr zuvor. Insgesamt wurden aus erneuerbaren Energien zirka 218 Mrd kWh Strom produziert. Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen sinkt In den ersten 8 Monaten des Jahres 2024 reduzierte sich der Absatz von vollelektrischen Autos in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel (32%). Gründe dafür sind abgesetzte Förderungen für Elektroautos und anhaltende politische Diskussionen in diesem Bereich, sowie die weiterhin schlechte Wirtschaftsentwicklung. Für das Jahr 2025 ist ein wieder steigender Absatz zu erwarten, da die europäischen Flottengrenzwerte für Absatzdruck sorgen. Auch im Bereich Elektro-Lkw ist mit zunehmenden Absatzzahlen zu rechnen, nachdem erste Modelle auch im Schwerlastverkehr verfügbar sind. Nach einem Wachstum von jeweils über 50 % in den Jahren 2022 und 2023 ist der Absatz von Wärmepumpen für die dezentrale Wärmeerzeugung im ersten Halbjahr 2024 stark zurückgegangen. Er liegt derzeit leicht über dem Niveau von 2021. Dieser Rückgang führt dazu, dass das politische Ziel von 500.000 neuen Wärmepumpen pro Jahr im Jahr 2024 deutlich verfehlt wird. Die allgemeine Investitionszurückhaltung angesichts der schwachen Konjunktur trägt hier ebenso bei wie die nach wie vor große Verunsicherung über die kommunalen Wärmepläne. Der Bundesverband Wärmepumpe erwartet im zweiten Halbjahr 2024 eine Verbesserung der Marktsituation, auch aufgrund der hohen Fördersätze für den Einbau von Wärmepumpen. Auch bei Photovoltaikanlagen ist ein Nachfrage-Rückgang zu verzeichnen. Seit Mai 2024 liegt die Leistung der monatlich neu installierten Anlagen unter den Werten des Vorjahres, der deutlichste Rückgang war im August und lag deutlich unter den Erwartungen der Branche. Großhandelspreise für Brennstoffe und Strom rückläufig, verbleiben aber auf hohem Niveau Im Berichtsjahr sanken die Großhandelspreise sowohl für Brennstoffe und Emissionszertifikate als auch für Strom gegenüber der mittleren Preise des Vorjahres. Eine Ausnahme hiervon bildete der Ölpreis. Trotz der auf breiter Basis zu beobachtenden Preisrückgänge zum Vorjahr lagen die Energiepreise im Langfristvergleich allerdings weiterhin auf einem hohen Niveau. Großhandelspreise (Durchschnitt) vom 1.10. bis 30.9.
1 Sorte Brent; Frontmonat 2 Marktgebiet Trading Hub Germany; Frontjahr 3 Frontjahr 4 Front Dezemberkontrakt 5 Frontjahr Insbesondere in der ersten Hälfte des Berichtsjahres waren die Märkte für Strom, Gas, Emissionszertifikate, Kohle und zum Teil auch Öl von einem übergeordneten Preisrückgang geprägt. Ende Februar 2024 wurden mehrjährige Preistiefs von unter 70 Euro/MWh (Strom-Frontjahreskontrakt) und unter 30 Euro/MWh (Gas-Frontjahreskontrakt) erreicht. Gegenüber den Höchstständen zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 im Oktober 2023 entsprach dies einem Rückgang von 46 % und 43 % im Fall der Strom- und Gas-Frontjahreskontrakte 2025. Der Kohlepreis und die Preise für Emissionszertifikate sanken im Vergleich zu den Preismaxima im selben Zeitraum um 36 % und 42 %. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die Kombination einer guten Versorgungslage mit einer milden Heizperiode. Seit März 2024 stiegen die Großhandelspreise auch als Folge geopolitischer Ereignisse wie dem weiter andauernden Krieg in der Ukraine und dem Nahostkonflikt wieder an, blieben dabei aber unter den Höchstständen vom Oktober 2023. Die Erzeugungsmarge aus Kohle (Clean Dark Spread, CDS) fiel gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 deutlich und lag nun ebenfalls wie die Erzeugungsmarge aus Gas (Clean Spark Spread, CSS) im negativen Preisbereich. Die Änderungen der Spreads wirken sich im Rahmen unseres Hedging-Konzepts insbesondere auf das operative Ergebnis des Berichtssegments Erzeugung und Infrastruktur aus, dem die Vermarktung der Erzeugungspositionen unseres Geschäftsfelds Erzeugung zugeordnet ist. Witterungseinflüsse Wärmere Witterung führt zu niedrigeren Gradtagszahlen Höhere Außentemperaturen führen zu einem geringeren Heizenergiebedarf bei unseren Kunden. Dies schlägt sich auch in niedrigeren Gradtagszahlen nieder, die als Indikator für den temperaturabhängigen Heizenergieeinsatz verwendet werden. Im Berichtsjahr war es insgesamt betrachtet wärmer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres: Die Gradtagszahlen lagen nicht nur rund 5 % unter den Werten des Vorjahres, sondern waren die niedrigsten Gradtagszahlen innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Das Geschäftsjahr 2024 wies also im Zehn-Jahres-Zeitraum die durchschnittlich höchste Temperatur auf. 2. Geschäftsentwicklung 2.1 Geschäftsverlauf Die EnergySolutions weist nach HGB ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von 1,0 Mio Euro aus (Vorjahr -92 Tsd Euro). Im Vergleich zur Planung fällt das operative Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich besser aus. Die Verbesserung resultiert aus besseren operativen Ergebnissen bei Anlagen, die von der Entwicklung der Energiepreise profitiert haben, sowie eines höheren Ergebnisses einer Tochtergesellschaft mit Ergebnisabführungsvertrag. Das Adjusted EBIT nach IFRS entwickelt sich analog zu den HGB-Ergebnissen. Wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Rechnungslegungsarten IFRS und HGB bestehen in der Höhe der Abschreibungen, der Abbildung von Contractingprojekten (Finance Lease nach IFRS) sowie bei der Bewertung von Rückstellungen. 2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der EnergySolutions verringerte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um 2,6 % auf 43,7 Mio Euro. Der Rückgang resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus gesunkenen Investitionen in Sachanlagen (- 1,8 Mio Euro). Das Anlagevermögen macht jetzt 64,8 % (Vorjahr 67,2 %) der Bilanzsumme aus, das Umlaufvermögen 34,8 % (Vorjahr 32,3 %). Dominiert wird das Anlagevermögen der EnergySolutions vom Finanzanlagevermögen. Zum 30. September 2024 lag das Finanzanlagevermögen mit 21,5 Mio Euro auf Vorjahresniveau. Es macht jetzt 49,1 % (Vorjahr 48,0 %) der Bilanzsumme aus. Wir verweisen auf unsere Angaben in der Anteilsbesitzliste im Anhang. Das Umlaufvermögen stieg im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um 0,7 Mio Euro (4,8 %) auf 15,2 Mio Euro. Der Anstieg resultiert aus einem Anstieg der Vorräte um 0,4 Mio Euro sowie einem Anstieg der Forderungen um 0,3 Mio. Euro. Das Eigenkapital beläuft sich unverändert auf 31,1 Mio Euro. Das Ergebnis der Gesellschaft wird zu jedem Jahresabschluss über den abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (BEAV) mit der MVV Enamic ausgeglichen. Die Eigenkapitalquote stieg im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres von 69,4 % auf 71,3 %. Die Rückstellungen erhöhten sich auf 2,6 Mio Euro (Vorjahr 2,4 Mio Euro). Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um 1,4 Mio Euro auf 9,8 Mio Euro. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund geringerer Betriebsführungs- und Personalgestellungsentgelten zum Stichtag. Durch die Einbindung der EnergySolutions in das Cash-Management-System der MVV-Gruppe verfügt die Gesellschaft über ausreichende Finanzmittel. Die Entwicklung des Vermögens der Gesellschaft liegt im Rahmen der in der Planung unterstellten Annahmen. Ertragslage Die Umsatzerlöse der EnergySolutions sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Mio Euro (-8,6 %) auf 31,6 Mio Euro gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Wärmeerlösen. Die Entwicklung der Absatzmengen ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
Der Materialaufwand sank im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Mio Euro auf 12,4 Mio Euro. Der gesunkene Materialaufwand resultierte im Wesentlichen aus niedrigeren Bezugskosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (-3,7 Mio Euro). Gegenläufig wirkt der Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen (+0,3 Mio Euro). Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Mio Euro auf 16,0 Mio Euro. Dieser Anstieg ist zurückzuführen auf Neueinstellungen, die in der EnergySolutions abgebildet werden. Das Personal ist für verschiedene Gesellschaften des TK Enamic tätig. Die Mitarbeiterzahl lag im Jahresdurchschnitt 2024 bei 167 und damit um 7 Mitarbeiter höher als im Vorjahr mit 160. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sind mit 2,2 Mio Euro im Geschäftsjahr um 0,3 Mio Euro niedriger als im Vorjahr (2,6 Mio Euro). Dies ist auf die ordentliche Abschreibung zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 0,2 Mio Euro auf 0,5 Mio Euro gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind konstant auf Vorjahresniveau und betragen 1,6 Mio Euro. Für den TK Enamic werden die wesentlichen Aufwendungen in der MVV Enamic GmbH erfasst und per Intercompany Vertrag verursachungsgerecht an die Gesellschaften verteilt. Das Finanzergebnis ist im Geschäftsjahr um 2,2 Mio Euro gestiegen und beträgt Euro auf 1,1 Mio Euro. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses weist die EnergySolutions ein Ergebnis nach Steuern nach HGB von 1,0 Mio Euro (Vorjahr -92 Tsd Euro) aus. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht In der Energiewirtschaft vollzieht sich seit Jahren ein fundamentaler Wandel, der sich nicht zuletzt darin zeigt, dass viele Beteiligte auf nationaler und internationaler Ebene ihre Anstrengungen für den Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften intensivieren. MVV gestaltet diesen Wandel aktiv: Mit unserem „Mannheimer Modell“ wollen wir als eines der ersten Energieunternehmen in Deutschland #klimapositiv; dazu tragen dessen Bausteine Wärmewende, Stromwende und Kundenlösungen bei. Der sich wandelnde Markt in Deutschland bietet uns Chancen für Innovationen, für neue Arbeitsplätze und für profitables Wachstum, insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien, dezentrale Energieversorgung, Energieeffizienz, Digitalisierung, Gebäudesanierung und nachhaltige Mobilitätskonzepte. Unser Geschäftsmodell für ein dezentrales Energiemanagement erweitern wir, indem wir neue innovative Lösungen und Produkte anbieten. Die einen solchen Wandel begleitenden Unsicherheiten haben durch geopolitische Krisen für unsere Branche insgesamt und auch für MVV deutlich zugenommen - dies gilt für das Berichtsjahr ebenso wie für die nähere Zukunft. Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung werden zudem der Witterungsverlauf haben und - wenn auch nicht in so hohem Maße - die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden im MVV Energie Konzern gebündelt. Künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung Die strategische Ausrichtung innerhalb des MVV Energie Konzerns wird auch die Investitions- und Finanzplanung des TK Enamic in den folgenden Geschäftsjahren beeinflussen. Nach Berücksichtigung der Struktur und der Eintrittswahrscheinlichkeit aller Chancen und Risiken erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr die folgenden Ergebnisgrößen: Für das Geschäftsjahr 2025 rechnen wir nach beiden Rechnungslegungsarten damit, dass sowohl der Jahresüberschuss nach HGB als auch das adjusted EBIT nach IFRS beträchtlich unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres 2024 liegen wird. Die erwartete Ergebnisverschlechterung beruht auf der Prognose einer niedrigeren Ergebnisabführung der Tochtergesellschaft. 2. Chancen- und Risikobericht Die Risikosituation des Konzerns ist neben den geschäftstypischen Chancen- und Risiken seit dem Geschäftsjahr 2022 unverändert wesentlich durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine beeinflusst. Gleichzeitig ist unser Geschäft zunehmend durch Risiken aus der Entwicklung beim Zinsniveau, der Kaufkraft und den Teuerungsraten sowie durch Kreditrisiken und durch die Verfügbarkeit von Fachkräften beeinflusst. Darüber hinaus sehen wir krisenbedingte Marktpreis- und Finanzierungsrisiken, rechtliche Risiken und auch einzelne operative Risiken (zum Beispiel das Cyber-Risiko oder die lieferkettenbedingte Verfügbarkeit von kritischen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen) für Unternehmen in Deutschland und in unserer Branche. Enamic reagiert auf diese hohen Unsicherheiten durch eine Vielzahl von operativen Maßnahmen und Initiativen. Damit beabsichtigt Enamic, Lösungen zu entwickeln, um mögliche negative Auswirkungen sowohl für unseren eigenen Geschäftserfolg als auch für unsere Kunden, bestmöglich zu begrenzen und gleichzeitig unsere #klimapositiv-Strategie zu unterstützen. Energiepolitische Rahmenbedingungen Die Risikosituation der EnergySolutions ist weiterhin durch die Auswirkungen von geopolitischen Krisen beeinflusst. Die Risiken in unserem Geschäft sind weiterhin hoch. Insbesondere die krisenbedingten Marktpreis-, Finanzierungs- und rechtlichen Risiken haben zugenommen. Darüber hinaus erhöhten sich auch operative Risiken (zum Beispiel das Cyber-IT-Risiko oder die Verfügbarkeit von kritischen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen) für Unternehmen in Deutschland und in unserer Branche. Chancen und Risiken, die diese Unsicherheiten beschreiben, sind schon immer Teil unseres unternehmerischen Handelns. Zu den zentralen Aufgaben unserer Unternehmensführung gehört es umso mehr, diese frühzeitig zu identifizieren, Chancen zu realisieren und Risiken mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Ebenso bedeutend ist für uns, unternehmerische Chancen zu identifizieren, sie zu ergreifen und für das Unternehmenswachstum einzusetzen. Um signifikante negative Abweichungen vom geplanten Ergebnis zu vermeiden und unsere Gesellschaft vor bestandsgefährdenden Risiken zu schützen, gehen wir bewusst mit Chancen und Risiken um. Dafür nutzen wir das zentrale Risikomanagementsystem des MVV Energie Konzerns. Organisatorisch haben wir alle Voraussetzungen geschaffen, um mögliche Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Unsere Organisationsstruktur unterstützt eine rasche Informationsweitergabe und eine transparente Analyse der Chancen- und Risikofaktoren. Falls nötig stoßen wir Maßnahmen an, um Risiken zu vermeiden und zu reduzieren. Über ein etabliertes Verfahren meldet jeder Risikoträger quartalsweise die Unsicherheiten an das zentrale Risikocontrolling der Enamic GmbH. Dort werden die Daten analysiert, aggregiert und an das Risikocontrolling des MVV Energie Konzerns zur weiteren Bearbeitung versendet. Preischancen und -risiken Für die EnergySolutions besteht ein mittleres Risiko aus Preissteigerungen, da durch die Absatzverträge Änderungen der Marktpreise für Primärenergien über die Preisgleitklauseln an den Kunden weitergegeben werden können. Es besteht jedoch aktuell erhöhte Unsicherheit, ob die stark steigenden Beschaffungskosten in allen Fällen vollständig in unsere Preiskalkulation einbezogen werden können. Aufgrund möglicher Lieferengpässe und -verzögerungen vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen können Preisrisiken bei zu beziehenden Rohstoffen, Materialien oder Zulieferprodukten entstehen. Hierbei sind insbesondere Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für den Kraftwerksbetrieb, aber auch Komponenten, wie zum Beispiel Photovoltaikanlagen, Batterien, Wallboxen, Trafos, Smart Meter und Kabel, zu nennen. Daneben beobachten wir eine zunehmend geringere Verfügbarkeit von Dienstleistern im Bereich des Anlagenbaus und bei Installationen. Mengenchancen und -risiken Auf Grund der Witterungsabhängigkeit unseres Kerngeschäfts hat die EnergySolutions eine permanente Absatzmengenchance sowie ein permanentes Absatzmengenrisiko. Diese können vom Unternehmen nicht beeinflusst werden. Auf der Primärenergiebezugsseite hat das Unternehmen ein Mengenrisiko sowie eine Mengenchance im Rahmen des Bezugs von Gas und Heizöl. Hier wird durch ständige Überprüfung der Nutzungsgrade der Heizzentralen der Einsatz der Primärenergie optimiert. Diese Maßnahmen sind Gegenstand des Energie Monitorings. Wir beurteilen die zukünftige Risikosituation innerhalb der Mengenrisiken insgesamt als mittel und leicht gestiegen. Aufgrund der andauernden geopolitischen Unsicherheiten und möglichen konjunkturellen Auswirkungen könnten unsere Strom- und Gasabsatzmengen von Kunden nachfrageseitig vermehrt schwanken. Effizienzmaßnahmen unserer Kunden und Kundinnen spielen ebenso eine Rolle wie die steigenden Klimaschutzanforderungen. Innovative und erneuerbare Energieerzeugungstechnologien werden dadurch zunehmend interessanter für unsere Kunden und Kundinnen. Hier erwarten wir zusätzliche positive Nachfrageimpulse und Wertschöpfungsimpulse. Operative Chancen und Risiken Dieses Risikofeld umfasst Betriebs-, IT-, Modell-, Organisations-, Personal-, Sicherheitsrisiken und -chancen. Für uns als Energiedienstleister sind vor allem die Betriebsrisiken von hoher Bedeutung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Sicherstellung einer nachhaltigen und störungsfreien Versorgung unserer Kunden und Kundinnen mit Wärme. Dieser wird bestimmt durch den reibungslosen Betrieb der Heizzentralen (Kernbestandteil der Leistungserbringung). Schäden an Anlagen oder technische Schwierigkeiten können zu Ausfällen und somit zu finanziellen Einbußen führen. Besondere Aufmerksamkeit schenken wir den Auswirkungen der geopolitischen Krisen auf unsere Lieferketten und Vorlieferanten, auf die Material- und Rohstoffpreise in Bauprojekten sowie auf ausreichende Installations- und Handwerkerkapazitäten. Verzögerungen bei der Lieferung von Materialien, ungeplante Materialkostenanstiege oder knappe Installationskapazitäten können zu Bau- und Projektverzögerungen und Margenrisiken führen. Diesen Risiken begegnen wir mit einer professionellen Projektorganisation und der Beauftragung von branchenerfahrenen Lieferanten. Soweit vertraglich möglich, geben wir die Auswirkungen von Projektrisiken - insbesondere durch höhere Kosten und Terminüberschreitungen - an die verantwortlichen Vertragspartner weiter.zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit und Reduzierung der Risiken aus dem Anlagenbetrieb setzen wir bei unseren bestehenden Erzeugungskapazitäten durch regelmäßige Wartungs- und Überwachungsmaßnahmen mit allen wirtschaftlichen Maßnahmen darauf, Anlagenausfälle und die möglichen Folgerisiken zu minimieren. Um die finanziellen Auswirkungen möglicher Schäden zu begrenzen, haben wir zudem Versicherungen abgeschlossen. Durch die aktive Steuerung werden die Eintrittswahrscheinlichkeiten der operativen Risiken als mittel eingestuft. Gesetzliche Risiken Für Unternehmen der Energiebranche besteht grundsätzlich das Risiko und die Chance, dass der Bundes- und die Landesgesetzgeber sowie Behörden - wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) oder die Kartellbehörden - die regulatorischen Rahmenbedingungen verändern. Gesetzliche Risiken bzw. rechtliche Risiken aus Vertragsverhältnissen mit Kunden oder Lieferanten unterliegen der ständigen Aufmerksamkeit der EnergySolutions und werden durch die Betreuung der Konzernrechtsabteilung der MVV Energie AG eingeschätzt und begleitet. Zukünftig haben energie- oder klimapolitische Entscheidungen wesentliche Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung: Beispiele sind Regelungen zum Ausbau erneuerbarer Energien und die Anforderungen zur Erreichung nationaler Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele. Als Folge der geopolitischen Krisen ergeben sich verstärkte Bemühungen, die Strom- und Wärmeerzeugung und die -verteilung schnell auf nachhaltiges Wirtschaften umzustellen. Die zukünftige Risikosituation aus rechtlichen Risiken schätzen wir als mittel ein. Finanzierungschancen und -risiken In dieser Kategorie weisen wir im Wesentlichen Forderungsausfallrisiken sowie Refinanzierungs- und Liquiditätschancen und -risiken aus. Um die Liquiditätsrisiken zu begrenzen, setzen wir unterschiedliche Instrumente ein. Beispielsweise optimieren wir die Liquiditätsposition über ein konzerninternes Cash Pooling. Das Liquiditätsmanagement betrachten wir, vor dem Hintergrund des andauernden Krieges in der Ukraine, unverändert aufmerksam. Forderungsausfallrisiken bestehen insbesondere bei langfristigen Lieferbeziehungen, wie bei unseren Contractingverträgen. Um unser Risiko zu begrenzen, suchen wir unsere Geschäftspartner mit der gebotenen kaufmännischen Vorsicht aus. Wir prüfen die Bonität unserer Kunden; bei Bedarf vereinbaren wir zusätzlich die Hinterlegung von Sicherheiten, Bürgschaften oder Garantien. Das Finanzierungsrisiko wird grundsätzlich als gering eingestuft. Bedingt durch geopolitische Krisen können Verzögerungen und Ausfälle bei der Begleichung offener Forderungen auch vermehrt durch Endkundinnen und -kunden eintreten. Wir begegnen diesem Risiko proaktiv mit unserem Forderungsmanagement. Das Risikoumfeld der EnergySolutions ist im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert geblieben. Die Energiewende und der sich wandelnde Markt in Deutschland bieten Chancen für Innovationen, für neue Arbeitsplätze und für profitables Wachstum - Stichworte: erneuerbare Energien, dezentrale Energieversorgung, Energieeffizienz, Digitalisierung, Gebäudesanierung und nachhaltige Mobilitätskonzepte. Unser Geschäftsmodell für ein dezentrales Energiemanagement erweitern wir, indem wir neue innovative Lösungen und Produkte anbieten. So sind wir aktiv in den Bereichen Energiedienstleistungen mit Energieeinsparlösungen, Dank der konsequenten Umsetzung unserer auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Strategie sind wir gut positioniert, um die Chancen wirtschaftlich nutzen zu können. Wir beobachten alle relevanten Entwicklungen intensiv und achten darauf, dass unser Chancen-Risiken-Profil ausgewogen bleibt. Aus Sicht der Geschäftsführung gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass Risiken einzeln oder in ihrer aggregierten Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens oder einer wesentlichen Tochtergesellschaft im Berichtszeitraum gefährdet haben oder darüber hinaus gefährden könnten. Die Planung wurde auf Basis eines stabilen operativen Geschäftsverlaufs erstellt.
Mannheim, 03. Dezember 2024 Dr. Ferdinand Höfer Dr. Johannes Werhahn Bilanz zum 30.9.2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2023 bis zum 30.9.2024
AnhangAllgemeine Grundlagen Die MVV EnergySolutions GmbH (Gesellschaft) hat ihren Sitz in Mannheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB 700999). Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden. Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die zur übersichtlicheren Darstellung zusammengefasst wurden, werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Beträge werden in Tausend Euro (Tsd Euro) ausgewiesen. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben. Zudem können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Die Gesellschaft gehört zum umsatzsteuerlichen Organkreis der MVV Energie AG, Mannheim, und zum ertragsteuerlichen Organkreis der MVV Enamic GmbH, Mannheim. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit MVV Enamic GmbH, Mannheim. MVV Enamic Ludwigshafen GmbH hat einen Cash-Pool-Vertrag mit der Cash-Pool-führenden Gesellschaft MVV Energie AG, Mannheim. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei selbst erstellten Anlagen sind angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert erfasst. Die von den Anschlussnehmern geleisteten Ertragszuschüsse werden als Sonderposten passiviert. Die Auflösung der Ertragszuschüsse erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände in den Umsatzerlösen. Das Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anlagen, die vor dem 31. Dezember 2010 zugegangen sind, werden, soweit dies steuerlich zulässig war, nach der degressiven Methode abgeschrieben mit Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald diese zu einer höheren Abschreibung führt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Wurden steuerrechtlich begründete Abschreibungen vorgenommen, so werden die niedrigeren Wertansätze der Vermögensgegenstände beibehalten.
1 soweit Abschreibungen vorgenommen werden müssen Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 250 Euro werden im Zugangsjahr sofort aufwandswirksam erfasst (ausgenommen sind Zähler). Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 250 Euro bis 800 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben (gem. § 6 Abs. 2 EStG). Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 800 Euro werden im Anlagevermögen erfasst und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Wertberichtigungen auf Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Dieser niedrigere Wertansatz wird nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sind zu Durchschnittseinstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit ihrem Nennwert erfasst. Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Angemessene Gemeinkostenzuschläge werden berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden auf den Barwert abgezinst. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, für ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Erhaltene Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert erfasst. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Erläuterungen zur Bilanz 1 Immaterielle Vermögensgegenstände Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagenpositionen (siehe Seite 11). 2 Sachanlagen Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagenpositionen (siehe Seite 11). 3 Finanzanlagen Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 12). Die vollständige Anteilsliste ist Bestandteil des Anhangs und wird auf der Seite 14 dargestellt. 4 Vorräte
5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten abgegrenzte, am Bilanzstichtag noch nicht abgelesene Energie- und Wasserlieferungen in Höhe von 3.658 Tsd Euro (Vorjahr 7.692 Tsd Euro). Die von Kunden geleisteten Abschlagszahlungen wurden an den Forderungen gekürzt. Die aktivisch gekürzten Kundenabschlagszahlungen belaufen sich auf 2.262 Tsd Euro (Vorjahr 1.988 Tsd Euro). Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 33 Tsd Euro (Vorjahr 13 Tsd Euro). Die gebildete Pauschalwertberichtigung beläuft sich auf 0,01 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus sonstigen Vermögensgegenständen, im Wesentlichen aus Cashpool und Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 12.068 Tsd Euro (Vorjahr 7.130 Tsd Euro). Erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstandene Forderungen sind Forderungen aus Energiesteuererstattungsansprüchen in Höhe von 74 Tsd Euro (Vorjahr 67 Tsd Euro). 6 Flüssige Mittel Die Flüssigen Mittel beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten. 7 Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ein vorausbezahltem und über die Vertragslaufzeit abgegrenztem Nutzungsentgelt für ein Contractingprojekt in Höhe von 202 Tsd Euro (Vorjahr 223 Tsd Euro). 8 Gewinnrücklagen
9 Empfangene Ertragszuschüsse Der Posten empfangene Ertragszuschüsse resultiert aus Baukostenzuschüssen für Contractingprojekte. Der Betrag der aufgelösten Ertragszuschüsse beträgt im Berichtsjahr 14 Tsd Euro (Vorjahr 14 Tsd Euro). 10 Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verpflichtungen gegenüber Personal (Tantiemen, Prämien, ausstehende Urlaubsansprüche etc.) in Höhe von 2.293 Tsd Euro (Vorjahr 2.105 Tsd Euro) und Rückbauverpflichtungen 260 Tsd Euro (Vorjahr 245 Tsd Euro). 11 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.879 Tsd Euro (Vorjahr 2.748 Tsd Euro) und sonstige Verbindlichkeiten, im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten, in Höhe von 5.050 Tsd Euro (Vorjahr 5.310 Tsd Euro). Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 805 Tsd aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 6.987 Tsd Euro (Vorjahr: 19.346 Tsd Euro), davon entfallen 0 Tsd Euro auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Den Geschäftsführern wird im Arbeits- bzw. Dienstvertrag eine Zusage auf betriebliche Altersversorgung erteilt. Dabei handelt es sich um eine beitragsorientierte Leistungszusage im Wege der kongruenten rückgedeckten Direktzusage. Dem Begünstigten wird zugesagt, dass ein festgelegter Versorgungsbeitrag vom Arbeitgeber in eine Rückdeckungsversicherung gezahlt wird. Auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können durch freiwillige Entgeltumwandlung eine Zusage auf diese betriebliche Altersversorgung erhalten. In beiden Fällen entspricht die Leistung im Versorgungsfall der Versicherungsleistung. Diese Mittel sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die ursprünglichen Anschaffungskosten beliefen sich auf 3 Tsd Euro. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen und der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung gegenüber den Begünstigten beläuft sich zum Stichtag auf insgesamt 5 Tsd Euro. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 wird die zum beizulegenden Zeitwert bewertete Lebensversicherung mit der zu Grunde liegenden Verpflichtung gegenüber dem jeweiligen Begünstigten verrechnet, ebenso werden die daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge verrechnet. Die Erträge betragen 0 Tsd Euro. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 12 Umsatzerlöse
Der Rückgang der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Wärmeerlösen. In den sonstigen Umsatzerlösen sind im Wesentlichen die Umsätze aus Personalgestellung enthalten. 13 Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Die Erhöhungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen ergibt sich aus einer Erhöhung an unfertigen Leistungen für den Rückbau einer Kundenanlage. 14 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 0 Tsd Euro (Vorjahr 16 Tsd Euro) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten. 15 Materialaufwand
16 Personalaufwand
1 (berechnet auf der Basis der monatlichen Endbestände) 17 Abschreibungen
18 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe 0 Tsd Euro (Vorjahr 20 Tsd Euro) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungs- und Serviceverträgen enthalten. 19 Finanzergebnis
Sonstige Angaben und Anlagen Angaben § 6b EnWG Folgende Geschäfte größeren Umfangs im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG wurden mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt:
Darüber hinaus bestehen konzerninterne Darlehens- und Cashpool-Beziehungen, die zu marktüblichen Zinssätzen verzinst werden (129 Tsd Euro). In der internen Rechnungslegung werden für andere Tätigkeitsbereiche innerhalb des Elektrizitätssektors sowie für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG werden getrennte Konten geführt. Die Gesellschaft führt den Nachweis über ein Entflechtungshandbuch. Konzernbeziehungen Die Gesellschaft ist nach § 291 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Für den größten Kreis und kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die MVV Energie AG, Mannheim, den befreienden Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Geschäftsführung Dr. Ferdinand Höfer, Geschäftsführer kaufmännischer Bereich Dr. Johannes Werhahn, Geschäftsführer vertrieblicher Bereich Vergütung der Geschäftsführung Die Geschäftsführer der MVV EnergySolutions GmbH erhalten von der Gesellschaft keine Vergütung. Honorare des Abschlussprüfers Es erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie AG dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Mannheim, 03. Dezember 2024 MVV EnergySolutions GmbH Geschäftsführung Dr. Ferdinand Höfer Dr. Johannes Werhahn
Zu den Angaben über Eigenkapital und Jahresergebnis siehe Fußnoten 1) Ergebnisabführungsvertrag, Jahresergebnis nach Gewinnabführung bzw. Verlustübernahme Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MVV EnergySolutions GmbH, Mannheim Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MVV EnergySolutions GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MVV EnergySolutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Mannheim, den 3. Dezember 2024 KPMG AG Weinmann, Wirtschaftsprüfer Wiegand, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 30. September 2024 wurde am 4. Dezember 2024 festgestellt. |
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