Scheurich Invest GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter A. Baumann seit 26.1.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Scheurich-Group GmbHKleinheubachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Scheurich-Group GmbH, Kleinheubach am MainGliederung des Lageberichts A. Unternehmensgrundlagen A.1. Geschäftsmodell A.2. Forschung und Entwicklung B. Wirtschaftsbericht B.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen B.2. Geschäftsverlauf B.3. Ertragslage B.4. Finanzlage B.5. Vermögenslage B.6. Leistungsindikatoren C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht A. Unternehmensgrundlagen A.1. Geschäftsmodell Die Tätigkeit der Scheurich-Group erstreckt sich auf die Produktion und den Handel von Pflanzgefäßen und Accessoires aus Keramik und Kunststoff für die Verwendung in Haus und Garten. Der Schwerpunkt des Abnehmerkreises liegt auf den Bau- und Verbrauchermärkten sowie Garten- und Möbelcentern im In- und Ausland. Geografisch befinden sich die Kernmärkte in Deutschland, Großbritannien, USA/Kanada sowie Süd- und Osteuropa. In den USA und Großbritannien erfolgt die Marktbetreuung durch 100 %-ige Tochtergesellschaften. Produziert wird - unverändert zu den Vorjahren - ausschließlich in Deutschland an den Standorten Kleinheubach, Grafschaft, Wachtberg und Neukirchen/Pleiße. Daneben bestehen fremde Produktionsstandorte mit Lieferantenstatus in Osteuropa und Fernost. Unsere Einkaufsaktivitäten erfolgen weltweit, wobei die Hauptrohstoffe für die Keramikfertigung im Umkreis der Fertigungsstätten beschafft werden. A.2. Forschung und Entwicklung Produkte und Verfahrenstechniken werden stetig weiterentwickelt. Ebenso erfolgen kontinuierliche Neuentwicklungen von Produkten und Produktsegmenten. Diese Aktivitäten erfolgen überwiegend mit eigenen Ressourcen, wobei teilweise auch Dienstleistungen beispielsweise auf dem Gebiet von Design, Gestaltung und Marktforschung in Anspruch genommen werden. B. Wirtschaftsbericht B.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft wurde im Jahr 2022 maßgeblich durch den Russland-Ukraine-Krieg geprägt, der in allen Regionen auf das Wirtschaftswachstum einwirkte. Der Krieg trieb die Inflation an und verstärkte die Knappheiten in verschiedenen Einzelmärkten, während insbesondere Europa von höheren Energiepreisen infolge der Sanktionen gegen Russland betroffen war. Steigende Inputkosten, insbesondere für das produzierende Gewerbe, waren die Folge. In Europa machte sich dies insbesondere in den produktionsstarken Ländern bemerkbar und drückte deren wirtschaftliche Gesamtentwicklung. Der Internationale Währungsfond (IWF) beziffert das Wachstum des globalen Bruttoinlandsproduktes (BIP) auf 33 Prozent im Jahr 2022. Trotz der ungünstigen Gesamtlage, insbesondere durch den Russland-Ukraine-Krieg und der daraus resultierenden Inflationsdynamik hat sich die globale Wirtschaftsleistung laut IWF in vielen Ländern einschließlich der Vereinigten Staaten und der EU ab dem dritten Quartal 2022 positiver entwickelt als erwartet. Neben einer hohen Investitionstätigkeit wird in diesem Zusammenhang der sich langsam entschärfende Druck auf die globalen Lieferketten angeführt. Darüber hinaus konnten die Energiemärkte die Auswirkungen des Russland- Ukraine-Krieges besser als erwartet abfedern. Nach Angaben der Europäischen Kommission konnte die EU-Wirtschaft den durch die Europäische Kommission noch im Herbst erwarteten Konjunkturrückgang zum Jahresende hin abwenden. Für 2022 belief sich laut Europäischer Kommission demnach die jährliche Wachstumsrate für die EU auf 3,5 Prozent. Während eine Trendwende hin zu größerer Zuversicht der Verbraucher beobachtet werden konnte, wird ein schnelles Ende des Inflationsdrucks hingegen vorerst nicht erwartet. Weitergehende Verschärfungen der Zinspolitik durch die Europäische Zentralbank könnten daher Konjunktur und Investitionen dämpfen. In ihrer Winterprognose 2023 geht die Europäische Kommission davon aus, dass das BIP des Euroraums im Jahr 2023 um 0,9 Prozent und die Wirtschaftsleistung der gesamten EU um 0,8 Prozent wachsen wird. Dass die Inflationsraten seit Herbst 2022 rückläufig sind, lässt laut Europäischer Kommission darauf schließen, dass der Höhepunkt der Teuerung überwunden ist. Nachdem die Inflation im Oktober 2022 mit 10,6 Prozent auf ein Allzeithoch gestiegen war, lag sie im Januar 2023 im Euroraum noch bei 8,5 Prozent. In Deutschland wuchs die Wirtschaftsleistung trotz des Russland-Ukraine-Krieges im Jahr 2022 gemäß dem Statistischen Landesamt noch um 1,9 Prozent. Gründe hierfür waren neben im Jahresverlauf insgesamt nachlassenden Lieferengpässen vor allem Nachholeffekte im privaten Konsum und steigende Produktion nach den Einbrüchen durch die Pandemie. Die Industriekonjunktur konnte gestiegene Energiepreise vergleichsweise gut verkraften, jedoch hatten diese insbesondere in den energieintensiven Branchen einen deutlichen Einfluss. Insgesamt stabilisierte sich die Industrieproduktion jedoch und trug zu einer Aufhellung der allgemeinen Lage bei. Unsichere wirtschaftliche Perspektiven und steigende Zinsen sorgten unterdessen für Investitionszurückhaltung, was sich durch deutlich teurere Finanzierungskonditionen, vor allem im Bauwesen, niederschlug. Auch bedingt durch die verabschiedeten Gesetze zur Deckelung der Gas- und Strompreise verbesserte sich die Stimmung der Unternehmen und privaten Haushalte zum Jahresende hin etwas. Einzelhandelsumsätze und private Konsumausgaben Der Einzelhandel war 2022 von hohen Verbraucherpreissteigerungen, Konsumzurückhaltung und nachlassenden positiven Nachfrageeffekten durch das Abklingen des Infektionsgeschehens betroffen. Nach Angaben des Statistischen Amts der Europäischen Union Eurostat stieg 2022 das preisbereinigte Umsatz- und Verkaufsvolumen im Groß- und Einzelhandel innerhalb der Europäischen Union um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Einzelhandel in Deutschland erzielte nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts im Jahr 2022 preisbereinigt 0,3 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr, nominal aber 8,2 Prozent mehr als im Jahr 2021. Die Differenz war auf die hohen Preissteigerungen insbesondere im Einzelhandel zurückzuführen. Die Baumärkte - einer der Kernbranchen für die Scheurich-Group - in Deutschland haben in den Krisenjahren deutliche Wachstumsimpulse erfahren. Während die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Umsatzes in den Jahren 2016 bis 2018 bei 2,3 Prozent lag, waren es von 2019 bis 2022 durchschnittlich 4,0 Prozent. Laut Veröffentlichung des GfK-Total-Store Reports Deutschland des BHB (Handelsverband Heimwerker, Bauen und Garten e.V.) belief sich 2022 die Steigerungsrate um nominal 7,8 Prozent auf 21,92 Mrd. €. Allerdings haben nicht alle Sortimente am Wachstum teilgehabt. Rückläufig waren vor allen Dingen Produktgruppen aus dem Bereich Garten mit investivem Charakter. B.2. Geschäftsverlauf Unser Geschäftsverlauf folgte der allgemeinen Marktentwicklung und schloss nominal wie real mit einem Defizit gegenüber dem Jahr 2021 ab. Die allgemeine rückläufige Konsumnachfrage wurde durch ein restriktives Orderverhalten seitens des Handels und ausgebliebenen Aktions- und Saisonaufträgen verstärkt. Weiterhin gestiegene Einstandspreise und Herstellkosten konnten durch Preisanpassungen nur in Teilbereichen kompensiert werden. Auf der Beschaffungsseite war die Entwicklung der Einkaufspreise sowohl im Bereich der Handelsware als auch im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bereits aus den Corona-Jahren stark durch die dynamischen Entwicklungen auf den weltweiten Rohstoffmärkten gekennzeichnet. Die stark gestiegenen Energie- und Frachtpreise sowie die steigenden Fertigungslöhne und Sozialabgaben setzten die Ergebnisse zusätzlich unter Druck. Aufgrund der lokalen Rohstoffquellen im Bereich der Keramikfertigung war die Warenversorgung zu jeder Zeit gesichert. Aufgrund des nicht vorhersehbaren Angriffs Russlands auf die Ukraine und den damit verbundenen Auswirkungen sowohl auf den Absatz- als auch Beschaffungsmärkten, schloss das Geschäftsjahr unter Vorjahr und auch unter unseren Planerwartungen ab. Durch signifikante Steigerungen der Preise aller relevanten Vormaterialien, der Energieträger und der Frachttarife schloss das Ergebnis unterproportional zur Umsatzentwicklung ab. Es gelang nicht, die Absatzpreise im Verhältnis der gestiegenen Kosten anzupassen. Das Geschäftsjahr 2022 wurde mit einem Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 5,257 Mio. € (VJ: 6,642 Mio. €) abgeschlossen. Bedingt durch die positiven Einflüsse durch Corona handelte es sich bei dem Geschäftsjahr 2021 sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Ergebnisseite um das bisher beste Jahr. Bedingt durch die Rahmenbedingungen und den Auswirkungen auf der Absatz- wie auf der Beschaffungsseite, konnte 2022 daher sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig nicht an die positive Entwicklung des Vorjahres angeknüpft werden. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 wurde jedoch (vor der Corona-Pandemie bzw. vor dem Ukraine-Krieg) sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis eine stabile und positive Entwicklung erreicht. B.3. Ertragslage Während im ersten Quartal 2022 noch an die positive Entwicklung des Vorjahres angeknüpft werden konnte, zeigte der Ausbruch des Russland-Ukraine-Krieges ab April seine Auswirkungen. In nahezu allen Branchen, vor allen Dingen der Bau- und Gartenmärkte kam es im weiteren Jahresverlauf zu Umsatzrückgängen. Trotz der Entwicklungen konnte das Geschäftsjahr 2022 mit einem Nettoumsatz in Höhe von 89,6 Mio. € abgeschlossen werden. Auch wenn der Umsatz des Ausnahmejahres 2021 nicht bestätigt werden konnte, so wurde der Umsatz von 2019 - dem letzten Normaljahr - übertroffen. Im Bereich der Eigenfertigung ist die Materialeinsatzquote durch die deutlichen Preiserhöhungen auf den Rohstoffmärkten im Vergleich zum Vorjahr weiterhin gestiegen. Der Rückgang des Einkaufs von Handelsware führte insgesamt zu einem Rückgang des Materialaufwands. Basierend auf der steigenden Investitionstätigkeit haben sich die Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Im Zuge des konjunkturbedingten Nachfragerückgangs wurden die Kapazitäten angepasst. Vor diesem Hintergrund haben sich die Personalkosten absolut reduziert. Relativ sind sie vor allem durch planmäßige und notwendige unplanmäßige Lohn- und Gehaltsanpassungen etwas angewachsen. Der Belegschaft wurden für die coronabedingten Sonderanstrengungen zusätzliche Einmalprämien sowie eine Inflationsausgleichsprämie ausgezahlt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten aufgrund der erfolgten Kapazitätsanpassungen an die Marktnachfrage deutlich reduziert werden. Im Ergebnis führt dies zu einem Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 5,257 Mio. € (Vorjahr: 6,642 Mio. €) und einem EBITDA von 11,8 Mio. € (Vorjahr: 13,3 Mio. €). B.4. Finanzlage Der Bestand an flüssigen Mitteln hat sich im Wesentlichen durch die mit der positiven Ertragslage verbundenen Liquiditätszuflüsse erhöht. Die Finanzlage zeigt sich seit einigen Jahren unverändert stabil. Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Eine Effektivverschuldung liegt bei Einbeziehung der Vorräte nicht vor, da erneut eine Überdeckung des Fremdkapitals durch kurz-/mittelfristiges Umlaufvermögen vorhanden ist. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 4,8 Mio. € vorgenommen. Wesentliche Schwerpunkte waren dabei mit ca. 2,0 Mio. € die Ausweitung von Logistikflächen sowie mit 1,7 Mio. € die Erneuerung und der Ausbau des Maschinenparks. Ebenso wurden im Rahmen unserer kontinuierlichen Produktinnovationen Investitionen in Formwerkzeuge getätigt. Die durch verschiedene Kreditinstitute zugesagten kurzfristigen Kreditlinien wurden zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. B.5. Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31.12.2022 auf 88,6 Mio. €. Beim Anlagevermögen mit 46,4 Mio. € sind als wesentliche Einflussfaktoren die getätigten Investitionen zu nennen. Die planmäßigen Abschreibungen haben sich dadurch um 76 T€ erhöht. Die Neubewertung des Anlagevermögens im Zuge der Erstkonsolidierung im Vorjahr wurde zu mehr als 50 Prozent den Vorperioden und somit dem Ergebnisvortrag zugerechnet. In der Folge ist die durch die erfolgte Aufwertung ebenfalls erhöhte Abschreibung nicht durch die jährlichen Auflösungen des Ausgleichsposten abgedeckt. Durch diesen bilanztechnischen Effekt wird das Ergebnis im Geschäftsjahr 2022 mit ca. 440 T€ außerordentlich belastet. Im Umlaufvermögen stieg der Vorratsbestand gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. € auf jetzt 16,8 Mio. €. Dies ist sowohl auf die in Teilbereichen erfolgte Erhöhung der Sicherheitsbestände als auch auf die Stärkung der Lieferfähigkeit zurückzuführen. Die Kundenforderungen sind gesunken und belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 9,1 Mio. € gegenüber 14,4 Mio. € im Vorjahr. Hier sind auch Effekte aus der rückläufigen Nachfrage erkennbar. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (unter Berücksichtigung von passivischem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung und den stillen Beteiligungen) liegt weiterhin bei 58,5 % der Bilanzsumme und stellt sich stabil dar. Das Fremdkapital hat sich hauptsächlich durch die Aufnahme von Krediten zur Investitionsfinanzierung und Sicherung des niedrigen Zinsniveaus in Höhe von 4,8 Mio. € erhöht. Gegenläufig hierzu war ein Rückgang der Rückstellungen in Höhe von 3,0 Mio. €. B.6. Leistungsindikatoren Für unsere interne Steuerung haben vor allem die finanziellen Leistungsindikatoren eine führende Bedeutung. Insbesondere die Entwicklung von Umsatz, Jahresüberschuss, EBITDA sowie die Eigenkapitalquote finden hierbei Beachtung. Zur Entwicklung der Leistungsindikatoren verweisen wir auf die entsprechenden Darstellungen unter B.3. Ertragslage und B.5. Vermögenslage. Der Umsatz, der Jahresüberschuss und der EBITDA liegen unter dem Vorjahr und auch unter dem Prognosewert. Hinsichtlich der Gründe verweisen wir auf die Ausführungen zum Geschäftsverlauf und zur Ertragslage. Die Eigenkapitalquote liegt in etwa auf dem Vorjahresniveau und entspricht unserer Prognose. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die Scheurich-Group bewegt sich seit Beginn der Corona-Pandemie und dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine in einem sehr anspruchsvollen Umfeld, das von hoher Volatilität und vielfältigen Herausforderungen in der Supply Chain geprägt ist. Auch wenn sich das Konsumklima zuletzt leicht aufgehellt hat, sahen wir uns auch im Geschäftsjahr 2023 mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert. Die nachfolgenden Aussagen zur Prognose für das Geschäftsjahr 2023 basieren auf den Ergebnissen des vorläufigen Konzernabschlusses 2023. Unsicherheit besteht auch nach 2023 weiter hinsichtlich steigender Energie- und Rohstoffpreise und Frachtraten sowie die wachsende Inflation und deren potenzielle Auswirkungen auf die Verbrauchernachfrage. Vor diesem Hintergrund haben wir 2023 einen leichten Rückgang des Gruppenumsatzes gegenüber 2022 zu verzeichnen. Das EBITDA liegt auf dem Niveau der Vor-Corona-Jahre. Das Jahresergebnis sowie die Eigenkapitalquote liegen trotz des schwierigen Marktumfelds auf dem Niveau des Vorjahres. Wirtschaftliche Entwicklung 2023 lag das BIP-Wachstum der Weltwirtschaft lt. Schätzung des Internationalen Währungsfond (IWF) bei 3,3 Prozent. Für 2024 prognostiziert der IWF ein Wachstum von 3,2 Prozent. Die Abwägung der globalen Wirtschaftsrisiken wies laut IWF weiterhin einen Abwärtstrend aus, der sich jedoch seit Oktober abgeschwächt hatte. Auf der positiven Seite ist ein stärkerer Impuls durch die aufgestaute Nachfrage in verschiedenen Volkswirtschaften zu erwarten. Auf der anderen Seite besteht immer noch das Risiko, einer weitergehenden Eskalation im Russland-Ukraine-Krieg, die den Aufschwung bremsen könnte. Zudem könnten steigende Finanzierungskosten die allgemeine Verschuldungssituation verschärfen. Den Euroraum sah der IWF weiterhin an der Schwelle zur Rezession und schätzt für das Jahr 2023 ein Wirtschaftswachstum von nur 0,7 Prozent. Steigende Zinsen, eine weiterhin hohe Inflation und negative Einflüsse durch das weltwirtschaftliche Gesamtklima führten laut IWF zu dieser Entwicklung. Für das Jahr 2024 prognostiziert der IWF für den Euroraum ein niedriges Wirtschaftswachstum in Höhe von 1,6 Prozent. Die EU-Kommission geht hingegen mit 0,9 Prozent von einem leicht höheren Wachstum des BIP für das Jahr 2023 in der Eurozone aus. Günstige Entwicklungen wie eine breiter aufgestellte Energieversorgung und besser als erwartet aufgefüllte Gasspeicher lassen den Wachstumsausblick für 2024 mit 1,5 Prozent etwas optimistischer ausfallen. Der Gegenwind in Gestalt hoher Energiekosten für Verbraucher und Unternehmen bleibt jedoch stark. Die in 2023 angestiegene Kerninflation führte zu einer Dämpfung der Konjunktur durch eine sich verschärfende Geldpolitik. Die positiven Signale bei der Inflationsrate lassen für den weiteren Verlauf in 2024 eine Zinswende in der Geldpolitik erhoffen. Die erfolgreiche Umsetzung der Chancen im Bereich der Distributionsgewinnung bei existierenden Kunden sowie der kontinuierliche Ausbau unserer Kundenbasis vor allen Dingen im Rahmen der Internationalisierungsstrategie sind weiter wesentliche Eckpfeiler für die Absicherung unserer Entwicklung. Grundlegende Änderungen unserer Geschäftspolitik sind nicht geplant. In einem weiterhin schwierigen Marktumfeld wird der Fokus auf Umsatzstabilisierung und Wachstum durch Internationalisierung gelegt. Zudem werden wir uns darauf konzentrieren, die Unternehmensgruppe kosteneffizient aufzustellen. Dafür werden wir Prozesse und Strukturen anpassen, um den erhöhten Kosten auf den Beschaffungsmärkten, dem angespannten konjunkturellen Umfeld sowie einem von Inflationssorgen und Konsumzurückhaltung geprägten Verbraucherverhalten zu begegnen. Wesentliche steuerliche und rechtliche Risiken sind momentan nicht erkennbar. Wir verfügen über angemessene Planungs- und Kontrollinstrumente, die uns bei der frühzeitigen Erkennung auftretender Risiken unterstützen. Wirksame Gegenmaßnahmen können so rechtzeitig ergriffen werden. Ein effizientes Mahnwesen sorgt für einen planbaren Liquiditätszufluss; Forderungsausfälle sind selten und nur in moderater Höhe zu verzeichnen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken zu erkennen sind, werden zeitnah entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen hauptsächlich Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten und Bankdarlehen. Offene spekulative und von uns nicht einschätzbare Risikopositionen werden nicht eingegangen. Die Finanzpositionen des Unternehmens werden konservativ gemanagt. Ziel unseres Finanzmanagements ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Der weitere Ausblick ist auch vom Niveau der weiteren Wirtschaftsentwicklung in Europa abhängig. Gefährdungspotenziale für das Wachstum liegen im Bereich der geo- und finanzpolitischen Entwicklungen auf dem europäischen Kontinent. Weitere Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Absatz- und die Beschaffungsseite sind zu erwarten, können jedoch in ihrem Ausmaß nicht verlässlich eingeschätzt werden. Unsere Investitionen werden sich in der Zukunft stark auf die Bereiche der Weiterentwicklung und den Ausbau unserer Werksstandorte konzentrieren. Hierzu gehören Investitionen in erweiterte Verfahrenstechniken, Produktivität und vor allen Dingen Verbesserung der Energieeffizienz. Diese umfangreichen Maßnahmen dienen dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit an den Standorten und der erfolgreichen operativen Umsetzung des zukünftigen Umsatzwachstums. Im Finanzierungsbereich gehen wir durch die in den vergangenen Jahren erreichte Reduzierung unseres Verschuldungsgrades von einer nachhaltig stabilen und verlässlichen Situation aus. Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen wir für unsere Ertragsplanungen 2024 im Vergleich zu den Vor-Corona-Jahren von einer weiterhin stabilen Entwicklung aus. Die vorstehend getroffenen Aussagen und Planungen beruhen auf Annahmen und Einschätzungen, die aus gegenwärtigen Erwartungen und Informationen resultieren. Aufgrund der derzeitigen Dynamik in den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weisen wir darauf hin, dass die bei der Prognose ohnehin bestehenden Unsicherheiten hierdurch verstärkt werden.
Kleinheubach, 23. September 2024 Scheurich-Group GmbH gez. Peter Baumann Geschäftsführung Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Amtsgericht Aschaffenburg, HRB 9896Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Inhaltsverzeichnis des Konzernanhangs I. Angaben zum Konzernabschluss A. Allgemeines B. Beteiligungsbesitz und Konsolidierungskreis C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze D. Erläuterungen zur Konzernbilanz E. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung II. Sonstige Angaben A. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte B. Sonstige finanzielle Verpflichtungen C. Abschlussprüferhonorare D. Aufwendungen für Organe E. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer F. Kapitalflussrechnung G. Eigenkapital H. Befreiender Konzernabschluss I. Konzernverhältnisse I. Angaben zum Konzernabschluss A. Allgemeines Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung erstellt. Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in der Konzern-Bilanz, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Ausweisstetigkeit wurde gewahrt. B. Beteiligungsbesitz und Konsolidierungskreis Vollkonsolidierte Unternehmen
Die Unternehmen werden aufgrund der einheitlichen Leitung durch die Scheurich-Group GmbH, Kleinheubach am Main, in den Konzernabschluss einbezogen. C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Allgemeines Die Bewertung der einzelnen Konzerngesellschaften erfolgte gem. § 308 HGB nach einheitlichen Kriterien. Zu diesem Zweck wurden die Jahresabschlüsse der Auslandstöchter bereits dem deutschen Recht entsprechend in Form einer Handelsbilanz II erstellt. Bilanzierungswahlrechte werden nicht in Anspruch genommen. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Aktiv- und Passivposten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag, das Eigenkapital mit dem historischen Kurs umgerechnet. Die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs umgerechnet. Differenzen aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse werden vollumfänglich unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Die Devisenkassamittelkurse zum 31. Dezember 2022 betragen:
2. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Tochterunternehmen erfolgte zum 1. Januar 2021 nach der Neubewertungsmethode. Hierbei werden die der Muttergesellschaft gehörenden Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften mit dem auf diesen Anteil entfallenden Beträgen des neubewerteten Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Ergibt sich nach der Verrechnung der Wertansätze ein aktiver Unterschiedsbetrag, erfolgt der Ausweis als Geschäfts- oder Firmenwert in der Konzernbilanz. Bei Entstehen eines passiven Unterschiedsbetrags erfolgt der Ausweis in Abhängigkeit von dem Entstehungsgrund. Soweit er aus thesaurierten Gewinnen resultiert, erfolgt der Ausweis unter den nicht beherrschenden Anteilen. Soweit die Entstehung aus dem Zeitraum zwischen Erwerb und Erstkonsolidierung entstandenen stillen Reserven resultiert, liegt ein technischer Unterschiedsbetrag vor, der als passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung auszuweisen ist. Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital werden in einem Ausgleichsposten für "Nicht beherrschende Anteile" innerhalb des Konzerneigenkapitals ausgewiesen. 3. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung gem. § 303 Abs. 1 HGB besteht in der gegenseitigen Aufrechnung von Forderungen und Schulden. 4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Für die Konsolidierung der Erfolgsrechnungen wurden die Lieferungen und sonstigen Verrechnungen (Warenverkehr, Pachtaufwendungen und -erträge, Beteiligungserträge, Zinsaufwendungen und -erträge, Umlagen, etc.) bei den zu konsolidierenden Gesellschaften untereinander aufgerechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). 5. Zwischengewinneliminierung Für die aus konzerninternen Lieferungen stammenden und am Bilanzstichtag noch lagernden Vorräte war eine Zwischengewinneliminierung erforderlich. Die Bestände aus konzerninternen Lieferungen wurden mit den Konzernanschaffungskosten bzw. Konzernherstellungskosten bewertet. Zwischengewinne wurden in Höhe von TEUR 1.411 gemäß § 304 HGB eliminiert. 6. Einzelne Konzernbilanzposten Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Firmenwert Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Der sich aus der Erstkonsolidierung ergebende Firmenwert wird dem § 253 Abs. 3, Seite 3 und 4 in Verbindung mit § 298 Abs. 1 HGB folgend typisierend über zehn Jahre abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich ermittelt werden kann. Sachanlagen Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Für abnutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens orientieren sich grundsätzlich an steuerlichen Richtwerten. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abweicht. Auf die Zugänge des beweglichen Anlagevermögens wird die Jahresabschreibung pro rata temporis verrechnet. Finanzanlagen Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten, Wertminderungen wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren wurden zu Anschaffungspreisen einschließlich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen bewertet, die unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht über den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag liegen. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet, die durch Kalkulation auf Basis der innerbetrieblichen Kostenrechnung der Gesellschaften ermittelt wurden. Dabei wurde beachtet, dass die kalkulierten Herstellungskosten nicht über den tatsächlichen Herstellungskosten liegen. Angemessene Gemeinkostenzuschläge wurden berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt. Dem Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde durch absatzmarktorientierte Abschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Aktiva Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem internen Zinsverlust wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestands, zweifelhaften Forderungen wurde durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet. Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgt zu Nennwerten. Rückstellungen Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei Altersvorsorgeverpflichtungen wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für die Abzinsung verwendet. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Latente Ertragsteuern Im Zusammenhang mit einer konzerneinheitlichen Bewertung/Bilanzierung bestehen latente Ertragsteuern gem. § 306 HGB. Die latenten Steuern werden auf Basis der für die Gesellschaften geltenden Steuersätze ermittelt. D. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (ebenso sind dem Anlagenspiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen). Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 2 enthalten. Eigenkapital Die Darstellung der Zusammensetzung und der Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Eigenkapitalspiegel. Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der passivische Unterschiedsbetrag resultiert aus neuen stillen Reserven und stillen Lasten, die während des Zeitpunkts der Entstehung des Mutter-Tochter-Verhältnisses und des Zeitpunkts der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss entstanden sind (technischer passiver Unterschiedsbetrag). Die Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags richtet sich nach der Fortschreibung der Vermögensgegenstände und Schulden, bei denen die neuen stillen Reserven entstanden sind. Der zum 31. Dezember 2022 ausgewiesene passive Unterschiedsbetrag entfällt in Höhe von TEUR 3.420 auf Grundstücke und in Höhe von TEUR 4.981 auf abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens, die mit Nutzungsdauern von zwei bis neun Jahren abgeschrieben werden. Der passive Unterschiedsbetrag entfällt in voller Höhe auf nicht beherrschende Anteile und stellt dem Grunde nach somit Fremdkapital dar. Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte eine ertragswirksame Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags in Höhe von TEUR 540. Stille Beteiligung mit Verlustbeteiligung An der Gesellschaft bestehen zum 31. Dezember 2022 sechs typisch stille Beteiligungsverhältnisse in Höhe von nominal TEUR 1.050 (Vorjahr: TEUR 1.050). Die stillen Gesellschafter sind am Gewinn und Verlust, nicht jedoch am Vermögen der Gesellschaft beteiligt. Die stillen Beteiligungen sind unbefristet. Rückstellungen Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (PUCM) unter Zugrundelegung individueller Rechnungszinssätze von 1,78 %, erwarteten Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen zwischen 0,0 % und 2,0 % und unter Anwendung der Sterbetafeln Heubeck Richttafeln 2018 G. Die ausgewiesenen Buchwerte zum Bilanzstichtag entsprechen den ermittelten notwendigen Erfüllungsbeträgen der Rückstellungen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 213. Verbindlichkeitenspiegel
Passive latente Steuern
Es wurden unternehmensindividuelle Steuersätze zwischen 15,00 % sowie 30,00 % angewandt. Entwicklung der passiven latenten Steuern
E. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Nach geographischen Märkten gliedern sich die Umsätze wie folgt:
II. Sonstige Angaben A. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Einzelne Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden geleast. Ferner erfolgte die Anmietung von Lagerflächen. Damit soll eine Linearisierung des Finanzierungsbedarfs erreicht werden. Risiken resultieren aus den finanziellen Mittelabflüssen innerhalb der vertraglichen Mindestlaufzeit. Der jährliche Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus diesen nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften beträgt zum Bilanzstichtag jährlich TEUR 1.493. B. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verträge
C. Abschlussprüferhonorare
D. Aufwendungen für Organe Hinsichtlich der Bezüge des Geschäftsführers wird von der Befreiungsvorschrift nach § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. E. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
F. Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5. G. Eigenkapital Am Bilanzstichtag steht den Gesellschaftern der Konzernbilanzgewinn in Höhe von TEUR 157 vollumfänglich zur Gewinnausschüttung zur Verfügung. H. Befreiender Konzernabschluss Der vorliegende Konzernabschluss dient als befreiender Konzernabschluss im Sinne von § 264 Abs. 3 HGB sowie § 264b HGB für die Unternehmen:
I. Konzernverhältnisse Der vorliegende Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Scheurich-Group GmbH, Kleinheubach am Main, als Mutterunternehmen erstellt. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger.
Kleinheubach, 23. September 2024 Scheurich-Group GmbH gez. Peter Baumann Geschäftsführung Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Scheurich-Group GmbH, Kleinheubach am Main Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Scheurich-Group GmbH, Kleinheubach am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Scheurich-Group GmbH, Kleinheubach am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Koblenz, 23. September 2024 DORNBACH
GmbH
Breker, Wirtschaftsprüfer Jakoby, Wirtschaftsprüfer |
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