Falkenroth Umformtechnik GmbH

Asenbach 1, 58579 Schalksmühle, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 5731
Eingetragen
17.1.2005
Branche
Herstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen MetallenHerstellung von nicht elektrischen Haushaltsartikeln aus MetallHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Der Betrieb einer Gesenkschmiede, die Durchführung von Metallverarbeitungen und der Handel mit einschlägigen Artikeln sowie das Benutzen der eingetragenen Wortmarke "Falkenroth" für Produktion, Vertrieb und Marketing.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Wermers
seit 30.11.2023
Geschäftsführer
Jan-Hendrik Henke
seit 21.11.2023
Prokura
Frank Dr. Werner
seit 17.3.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jeco-Jellinghaus Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
912.250 €
89.00%
FERRAL United GmbH
Germany
112.750 €
11.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Falkenroth Umformtechnik GmbH

Schalksmühle

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2023

Falkenroth Umformtechnik GmbH, Schalksmühle

A. Geschäft und Rahmenbedingungen

I. Geschäftstätigkeit

Die Falkenroth Umformtechnik GmbH (im Folgenden: "Falkenroth" oder "Gesellschaft") ist eine 100 %-Tochtergesellschaft der FERRAL United GmbH, Bad Wiessee, (bis 16. Oktober 2023: CIE FORGING Germany GmbH, Aalen). Die FERRAL United GmbH, Bad Wiessee, (kurz: FAU) ist die Tochtergesellschaft der deutschen Mutares SE & Co. KGaA, München.

Die Geschäftstätigkeit der Falkenroth besteht in der Fertigung von Gesenkschmiedeteilen aus allen gängigen Stahlsorten. Die Schmiedekapazität liegt bei etwa 14.100 t pro Jahr. Als strategischer Partner der Automobilindustrie liegt der Schwerpunkt auf der Herstellung und Entwicklung einbaufertiger Teile. Um ein leistungsfähiger Partner für die Automobilindustrie sein zu können, auf den auch in komplexen Situationen mit hohen Anforderungen Verlass ist, entwickelt sich die Gesellschaft permanent weiter. So bilden die Qualifikation von Mitarbeitern, die technische Ausstattung und eine schlanke Unternehmensstruktur die Basis für den Erfolg.

Die Gesellschaft beschäftigte im Rumpfgeschäftsjahr Jul-Dez 2023 im Durchschnitt 101 Mitarbeiter und hat einen Umsatz von 16,7 Mio. EUR im Berichtszeitraum erwirtschaftet.

II. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf im Rumpfgeschäftsjahr 2023

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 haben sich die Umsätze der Falkenroth konträr gegenüber dem allgemeinen Markttrend reduziert. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem deutlich stärkeren ersten Halbjahr aufgrund von vermehrter Anzahl an Urlaubstagen in der zweiten Jahreshälfte sowie der Werksschließung im Dezember aufgrund der Inventur. Weiterhin gab es gerade zu Beginn des Jahres noch negative Einflüsse aus einem erhöhten Energiepreisniveau, welche sich jedoch im Laufe des Jahres auf ein deutlich akzeptableres Niveau abschwächen konnten.

Der Hauptmarkt der Falkenroth betrifft mittelschwere und schwere (M&H) LKW über sechs Tonnen.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung unserer Geschäftstätigkeit sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

Nach einem erhöhten Preisniveau in 2022 aufgrund der gestiegenen Beschaffungskosten sind die Preise im Wesentlichen auf einem erhöhten Niveau verblieben. Lediglich durch sinkende Energiekosten im 2. Quartal 2023 gab eine leichte Entspannung am Beschaffungsmarkt. Die Umsätze sind um 16,2 % gesunken und erreichten im Rumpfgeschäftsjahr Jul-Dez 2023 einen Wert von 16,7 Mio. EUR (i. V. 19,9 Mio. EUR für das 1. Halbjahr 2023).

Das Ergebnis vor Steuern im Rumpfgeschäftsjahr Jul-Dez 2023 beträgt TEUR -1.065 gegenüber TEUR 9.258 im gesamten vorherigen Rumpfgeschäftsjahr. Diese negative Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus folgenden Faktoren:

Die Anzahl der Produktionstage ist im zweiten Halbjahr aufgrund von genommenen Urlaubstagen im August und der Inventurtage im Dezember geringer als im ersten Halbjahr

Einmaleffekte aus Versicherungsleistungen in Höhe von TEUR 6.453 im vorherigen Rumpfgeschäftsjahr, aufgrund des Flutschadens 2021

Einmaleffekte aus Grunderwerbsteueraufwendungen TEUR 206

Aufwendungen aus Beratungsleistungen innerhalb des neuen Konzerns TEUR 264

Bereinigung des Produktportfolios mit Preiserhöhungen bei verlustigen Teilen

Unsere flexiblen Strukturen mit vielen Zulieferern und externen Partnern werden uns helfen, uns weiteren Veränderungen des Marktes anzupassen und auch auf Nachfrageveränderungen besser reagieren zu können.

Die Maßnahmen für mehr Flexibilität, Kostensenkung und Prozessoptimierung, die in den letzten Jahren begonnen wurden, dauern an. Neue Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2023 in der Gesellschaft umgesetzt.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt TEUR -1.041 (i. V. TEUR 9.283). Aufgrund des bis zum 30. Juni 2023 bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der CIE FORGING Germany GmbH wurde der Jahresüberschuss von TEUR 9.268 zum 30. Juni 2023 an die ehemalige Muttergesellschaft abgeführt. Das Eigenkapital reduziert sich aufgrund des Jahresfehlbetrags um TEUR 1.256 auf TEUR 1.094.

Beschaffung und Produktion

Die Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten ist maßgeblich durch die erhöhte Inflationsrate im Jahr 2022 und 2023 geprägt. Nach bereits erhöhten Beschaffungspreisen im Vorjahr sind die Preise vieler für die Gesellschaft relevanter Rohstoffe im Geschäftsjahr weiter gestiegen. Diese Steigerungen sind ursächlich für den Anstieg der Materialkosten in der Gewinn- und Verlustrechnung im Jahr 2023. Sie wurden, mit einigen Verzögerungen, teilweise in Form höherer Preise an die Kunden weitergegeben und konnten auch durch andere Effizienzverbesserungen ausgeglichen werden.

Forschung und Entwicklung

An der Weiterentwicklung der Fertigungsverfahren wird ebenso kontinuierlich gearbeitet wie an weiteren Rationalisierungs- und qualitätsverbessernden Maßnahmen. Diverse Projekte sind in der Entwicklung und im Serienanlauf. Besonderes Augenmerk wird hier auf die Einsatzgewichtsoptimierung gelegt.

Aus der Vielzahl, der von der Gruppe bei unseren Kunden begleiteten und initiierten Neu- und Optimierungsprojekten im Bereich der Schmiedeteile, ragen einige Themen heraus, die sowohl die Entwicklungskompetenz als auch die praktische Umsetzung in hoch komplexe Schmiedestücke aufzeigen. Im aktuellen Rumpfgeschäftsjahr wurden hier TEUR 87 (i. V. TEUR 78) eingesetzt.

III. Zusammenfassende Beurteilung durch die Geschäftsführung

Das Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurde angetrieben von der organisatorischen Neustrukturierung der Gesellschaft speziell im vierten Quartal, welches zwar kurzfristig zu einer Belastung führt, langfristig aber die bisherige Rentabilität zukünftig positiv beeinflussen wird. Die in 2022 sowie 2023 erfolgten Preissteigerungen für Rohstoffe und für Energie konnten weitestgehend durch Steigerung der Absatzpreise weitergegeben werden. Wir sehen die Potentiale für die kommenden Jahre für eine höhere Rentabilität und eine wettbewerbsfähigere Kostenstruktur innerhalb und außerhalb des europäischen Marktes.

Aufgrund der oben genannten Wachstumsschmerzen innerhalb der neuen Organisation sowie Mehraufwendungen durch Übernahme des neuen Eigners konnten die Zielerwartungen im Bereich der Umsätze sowie des EBITDA und EBT bisher nicht erreicht werden.

B. Lage der Gesellschaft

I. Ertragslage

Die Umsätze im Rumpfgeschäftsjahr Jul-Dez 2023 betragen TEUR 16.686 gegenüber TEUR 19.931 im vorherigen Rumpfgeschäftsjahr. Dies entspricht einem Rückgang um rd. 3,2 Mio. EUR (ca. 16 %). Das EBITDA betrug TEUR -335 im Vergleich zu TEUR 9.844 im vorherigen Rumpfgeschäftsjahr, was -2 % (i. V. 49 %) der Umsätze entspricht.

Die Hauptkostenbestandteile im EBITDA sind Materialaufwand, Personalaufwand und sonstige betrieblichen Aufwendungen. Im Folgenden werden die Hauptveränderungen in diesen Kostenpositionen erläutert. Dies beinhaltet auch ihr Verhältnis zu den Umsatzerlösen.

Die Materialaufwandsquote ist mit 63,9 % (i. V. 62,2 %) um 1,7 Prozentpunkte höher als im Vorjahr ausgefallen.

Der Personalaufwand im Rumpfgeschäftsjahr beträgt TEUR 3.154 gegenüber TEUR 3.435 im Vorjahr. Die Personalaufwandsquote (Aufwand im Verhältnis zu Umsatzerlösen) hat sich um 1,7 Prozentpunkte verschlechtert, im Wesentlichen aufgrund der traditionell niedrigeren Umsätze zum Jahresende.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im vorherigen Rumpfgeschäftsjahr TEUR 1.904 und im Berichtszeitraum TEUR 2.156. Dies entspricht einem Anstieg von 3,6 %-Punkten in Relation zu den Umsatzerlösen (12,9 % für Jul-Dez 2023 vs. 9,3 % für Jan-Jun 2023). Die Hauptkostentreiber im Rumpfgeschäftsjahr Jul-Dez 2023 sind die aufgrund struktureller Veränderung im Unternehmensverbund neu definierten Konzernumlagen sowie Beraterhonorare im Rahmen des Verkaufs des Unternehmens an die neuen Eigentümer.

Die wichtigsten Kostenbestandteile unterhalb des EBITDA sind planmäßige Abschreibungen auf materielles und immaterielles Sachanlagevermögen, das Ergebnis aus Finanzierungstätigkeit und die Ertragssteuern. Ihre Entwicklung wird im Folgenden erklärt:

Die Aufwendungen für Abschreibungen auf immaterielle und materielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind leicht angestiegen und betragen TEUR 489 im Berichtszeitraum von sechs Monaten gegenüber TEUR 469 im vorherigen Rumpfgeschäftsjahr.

Das Ergebnis aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet hauptsächlich Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen und beträgt TEUR 241 im Vergleich zu TEUR 118 im vorherigen Rumpfgeschäftsjahr.

Die Ertragsteuern des Rumpfgeschäftsjahres belaufen sich auf Erträge in Höhe von TEUR 24 (i. V. TEUR 25) und resultieren hauptsächlich aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern.

Das Rumpfgeschäftsjahr Jul-Dez 2023 wurde mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -1.256 (i. V. Überschuss von TEUR 9.268) abgeschlossen. Diese negative Entwicklung resultiert neben den bereits benannten Einmal- und Basiseffekten auch aus der guten Performance des vorherigen Rumpfgeschäftsjahres 2023, sowie der darin enthaltenen Einmalzahlungen aus Versicherungsleistungen aus der Hochwasserkatastrophe.

II. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist geprägt durch das Sachanlagevermögen und das Vorratsvermögen, welche einen Großteil der Bilanzsumme ausmachen.

Das Anlagevermögen ist gegenüber dem vorherigen Rumpfgeschäftsjahr um TEUR 252 zurückgegangen.

Die Vorräte sind zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres um TEUR 948 auf TEUR 5.180 zurückgegangen. Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte ist im Berichtsjahr mit 56 Tagen im Vergleich zum vorherigen Rumpfgeschäftsjahr mit 56 Tagen stabil geblieben.

Zum 31.12.2023 sind Forderungen der Gesellschaft an ein Bankinstitut in Höhe von TEUR 2.786 (i. V. TEUR 3.597) verkauft worden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gesunken (TEUR 651 vs TEUR 1.147). Die Forderungen aus verbundenen Unternehmen sinken leicht von TEUR 241 auf TEUR 224. Die sonstige Vermögensgegenstände stiegen leicht um TEUR 86 auf TEUR 596; dies resultiert hauptsächlich aus Sperrguthaben aus dem Factoring.

Zur Finanzierung des laufenden Geschäftes stehen liquide Mittel i. H. v. TEUR 2.090 zur Verfügung.

Die aktiven latenten Steuern sind um TEUR 24 auf TEUR 49 gestiegen.

Aufgrund des bis zum 30. Juni 2023 bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wurde der Jahresüberschuss der Vorperiode von TEUR 9.268 an die CIE FORGING Germany GmbH abgeführt. Der Jahresfehlbetrag zum 31. Dezember 2023 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Rückstellungen sind um TEUR 277 zurückgegangen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Personalrückstellungen (TEUR 396). Dem gegenüber steht der Anstieg der sonstigen Rückstellungen (TEUR 115) und Pensionsrückstellungen (TEUR 4) was zu Rückstellungen von TEUR 1.045 (i. V. TEUR 1.322) führt.

III. Finanzlage

Nach Auflösung des Cash-Pooling Vertrages und der dadurch zur Verfügung stehenden Finanzierungsmöglichkeit im Juni 2023 ist die Falkenroth nun weiterhin in der Lage kurzfristigen Kapitalbedarf durch die Schwestergesellschaften abzudecken.

Im Rumpfgeschäftsjahr Jul-Dez 2023 konnte die Geschäftsführung die verbesserten Zahlungsbedingungen auf Lieferantenseite aufrechterhalten (längere Zahlungsziele). Daher und aufgrund der abweichenden Vergleichsperiode haben sich die Verbindlichkeiten im Verhältnis zu den Umsätzen um 10,2 % gegenüber der Vorperiode verbessert. Diese Maßnahme zusammen mit anderen zur Anpassung der Kapazitäten an die Nachfrage führte zu einer Verbesserung der Kapitalbindung und der Kapitalflussentwicklung.

Somit ist die Liquidität der Falkenroth während des Geschäftsjahres 2023 und auch zukünftig sichergestellt.

Die Investitionen des Jahres betragen TEUR 237 oder 1,4 % des Umsatzes. Sie beziehen sich größtenteils auf die Erstellung neuer Gesenke für die Sicherstellung der Produktion sowie auf Gebäude, mit dem Abschluss des Neubaus der durch die Flut zerstörten Brücke für TEUR 79 als größtem Einzelposten.

IV. Personal und Soziales

Wichtige nicht-finanzielle Leistungsindikatoren für die Geschäftstätigkeit und den Geschäftserfolg sind die Förderung und Entwicklung des Personalstammes unter Berücksichtigung bestehender Mitarbeiterinteressen sowie das Umweltmanagement. Die wesentlichen Leistungsindikatoren sind die Overall Equipment Efficiency sowie die Verfügbarkeit der Mitarbeiter in Stunden.

Vor dem Hintergrund der bestehenden konjunkturellen Unsicherheiten auf unseren Absatzmärkten verfolgt die Gesellschaft weiterhin die Politik, Leiharbeitnehmer in ausreichender Anzahl zur Bewältigung von Arbeitsspitzen zu beschäftigen. Dadurch kann flexibel auf Markt- und Auslastungsveränderungen reagiert werden, ohne die Mitarbeiterzahlen der Stammbelegschaft wesentlich verändern zu müssen.

Die Mitarbeiter wurden im betriebsnotwendigen Umfang weitergebildet. Die eigene Ausbildung wird entsprechend dem voraussichtlichen zukünftigen Bedarf der Gruppe betrieben.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Reduzierung des Krankenstandes gelegt. Wir erwarten einen positiven Einfluss der getroffenen Maßnahmen aus dem Jahr 2023 in Bezug auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft.

V. Umweltschutz

Die Gesellschaft wurde im Zeitraum Januar bis Dezember 2023 nach DIN ISO 14001 auditiert.

C. Risikobericht

Risikomanagementsystem

Der Konzern hat ein auf die betrieblichen Risiken abgestelltes Risikofrüherkennungs- und Managementsystem eingerichtet. Risiken werden regelmäßig identifiziert sowie überprüft und gegenüber der Geschäftsführung bzw. dem Vorstand der Muttergesellschaft berichtet. Wesentliche Elemente zur Risikosteuerung und -kontrolle in der Rechnungslegung sind durch klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kontrollen bei der Abschlusserstellung, angemessene Zugriffsregelungen in den abschlussrelevanten EDV-Systemen sowie die eindeutige Regelung von Verantwortlichkeiten bei der Einbeziehung externer Spezialisten eingerichtet. Das Vier-Augen-Prinzip, Funktionstrennungen und die enge Einbeziehung des Vorstandes in operative Entscheidungen sind wichtige Kontrollprinzipien. In regelmäßigen Management-Meetings auf Ebene der Gesellschaft werden unter Einbeziehung der Geschäftsführungen Probleme sowie Risiken und Chancen der Falkenroth erörtert.

Für die wesentlichen abschlussrelevanten Prozesse liegt für die Gesellschaft eine systematische Prozessbeschreibung vor. Für alle wesentlichen Vorgänge in den Unternehmen wird beschrieben, welche Kontrollprozesse für die wesentlichen Bereiche Einkauf und Verkauf eingerichtet sind.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft und maßgebliche Führungskräfte stimmen sich permanent über die aktuelle Entwicklung ab. Hierdurch ist sichergestellt, dass Risiken frühzeitig erkannt und auf Managementebene behandelt werden. Als Wesentliche Risiken werden das allgemeine wirtschaftliche Branchenrisiko sowie die Entwicklung der Rohmaterial- und Energiepreise definiert, welche einen signifikanten Einfluss auf die finale Preisgestaltung und damit die Wettbewerbsfähigkeit im europäischen und globalen Markt innehaben.

Volkswirtschaftliche Risiken / Branchen- und Marktrisiko der Automobilmärkte

Die volkswirtschaftlichen Risiken des Vorjahres haben sich in 2023 zum Teil abgeschwächt, speziell bezogen auf die direkten Auswirkungen des Krieges. Nichtsdestotrotz birgt die Gesamtsituation des Marktes mit anhaltend hohen Inflationsraten und steigenden Zinsen für eine toxische Kombination. Damit verbunden führen zusätzlich Planungsunsicherheiten durch die politische Gesamtsituation zu Investitionszurückhaltung im Markt.

Die langfristigen Perspektiven können aus diesem Grund fast nicht vorhergesagt werden. Weltwirtschaftlich konjunkturelle Entwicklungen mit Auswirkungen auf die großen international agierenden Nutzfahrzeughersteller wirken sich unmittelbar auch auf die Falkenroth Umformtechnik GmbH aus, da die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auf diese Kunden ausgerichtet ist. Insoweit liegt in der allgemeinen Entwicklung der Automobilindustrie, insbesondere der der Nutzfahrzeuge, ein langfristig nach wie vor schwer einschätzbares Absatzpotential hinsichtlich Volumina und Margen. Die Gesellschaft versucht, sich durch Flexibilität und angepasste Kostenstrukturen auf diese Risiken langfristig einzustellen, um kurzfristig reagieren zu können.

Vormaterialentwicklung

Aufgrund der Produktionsstrukturen haben Rohstoffpreise für die Gesellschaft eine große Bedeutung und steigende Preise können zu sinkenden Rohertragsmargen führen. In 2023 gestiegene Rohstoffpreise wirkten sich bei unserem Vormaterial Stahl negativ aus. Bei Schrott- und Legierungskomponenten gleicht das hierfür langjährig in unserem Marktsegment gültige Abrechnungsverfahren Be- und Entlastungen in der Zuliefererkette weitestgehend mit geringem Zeitversatz aus. Insgesamt wird das Risiko aus Preisschwankungen bei Rohstoffen von der Geschäftsführung als überschaubar angesehen.

Energiepreisentwicklung

Die Kosten für die einzelnen Energieträger nehmen gemessen am Materialaufwand eine bedeutende Größenordnung ein. Bei der Strompreisentwicklung war nach dem Beginn des Kriegs in der Ukraine ein kontinuierlich steigendes Niveau zu verzeichnen. Dem erwarteten Preisanstieg begegnet die Gesellschaft einerseits mit einem stringenten Spitzenlastmanagement und mit gezielten Maßnahmen zur Energieeinsparung und andererseits über Bündelungseffekte der deutschen Gesellschaften, um eine gezielte Optimierung der Einkaufskonditionen zu realisieren. Dennoch erhöhen steigende Energiepreise den Kostendruck und belasten das operative Ergebnis, wenn eine vollständige Weiterbelastung durch Preiserhöhung nicht möglich ist. Bisher ist es der Gesellschaft aber gelungen, die aktuellen Kundenvereinbarungen dergestalt anzupassen, dass ein Großteil der Energiepreiserhöhungen über die Absatzpreise weitergegeben werden kann.

Kundenstruktur

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Jahr 2023 mit ihren sechs größten Kunden (Nutzfahrzeugherstellern) mehr als zwei Drittel der Umsatzerlöse. Daraus ergibt sich eine Abhängigkeit der Gesellschaft von wenigen großen Nutzfahrzeugherstellern. Somit wirken sich die allgemeinen Markt- und Preisrisiken, denen die großen Nutzfahrzeughersteller ausgesetzt sind, direkt auch auf die Zulieferindustrie und damit auf die Gesellschaft aus. Gleichwohl zielt die Marktpositionierung der Gesellschaft weiterhin auf diese Großkunden des Automobilsektors ab. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch anhaltende Verbesserung der Technologie im Segment der LKW-Komponenten, zum anderen wird daran gearbeitet, die Kundenabhängigkeit über ein diversifiziertes Teilespektrum zu verringern. Trotz aller Maßnahmen ist insgesamt festzuhalten, dass sich bei begrenzter Flexibilität hinsichtlich der Kostenreduktion die Abhängigkeit bei eintretender Konjunktur- und Marktschwäche über die Preisgestaltung im Automobilzuliefermarkt belastend auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirkt.

Finanzierungsrisiko

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch interne Finanzierung, sowie mittels Finanzierung durch das im Geschäftsjahr genutzte Factoring sowie aus dem operativen Cashflow. Für kurzfristige Finanzierungserfordernisse stehen der Gesellschaft Kreditlinien innerhalb der Gruppe zur Verfügung. Grundlage der Disposition ist die Finanzplanung der Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der derzeitigen konjunkturellen Entwicklung und den Unternehmensplanungen ist die Finanzierung der Gesellschaft aus Sicht der Geschäftsführung als gesichert anzusehen.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Abschlusses geht die Geschäftsführung unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen davon aus, dass trotz der kurz- und mittelfristigen Beeinträchtigungen aufgrund der Zahlungs- und Liquiditätssituation der Gesellschaft keine bestandsgefährdenden Risiken bestehen.

Berichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Unsere Geschäftspolitik ist von dem Grundsatz geprägt, die unvermeidbaren Risiken jeder unternehmerischen Tätigkeit auch für den Bereich der Finanzinstrumente durch möglichst frühzeitige Identifikation finanzwirtschaftlicher Risiken gering zu halten. Hierzu ist ein wirksames Planungs- und Kontrollinstrumentarium implementiert, welches gegenwärtige und zukünftige Finanzrisiken minimiert und auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente (i. W. Finanzanlagen, Forderungen und Verbindlichkeiten) einschließt. Ziel des Risikomanagements ist es, in Bezug auf Finanzinstrumente diesbezügliche Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu beseitigen.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko von Vermögenswerten besteht vor allem in der Gefahr des Ausfalls eines Handelspartners. Die Grundsätze des Risikomanagements schreiben vor, wie das Risiko aus Geschäften zu minimieren ist. Dazu werden Informationen zu neuen Kunden sowie regelmäßig über bestehende Kunden eingeholt. Grundsätzlich haben sich in der Vergangenheit keine wesentlichen Ausfälle insbesondere von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben, da zum Kundenstamm der Gesellschaft i. W. große Automobil- und Automobilzulieferunternehmen als Kunden zählen, deren Bonität als erstklassig einzustufen ist. Trotz der guten konjunkturellen Entwicklung verbleiben dennoch Ausfallrisiken, die es zu reduzieren gilt. Die Gesellschaft reagiert auf diese Ausfallrisiken mit Factoring von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit einem intensiven Debitorenmanagement.

Wechselkursrisiko

Wechselkursänderungen können sowohl Preise für Güter und Dienstleistungen als auch Ergebnismargen beeinflussen. Falkenroth bezieht die Vormaterialien und Dienstleistungen auf EUR-Basis und fakturiert nahezu ausschließlich in EUR, so dass kein nennenswertes Wechselkursrisiko besteht.

D. Chancenbericht

In Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Gruppe wurde eine Vielzahl von Projekten umgesetzt, deren Erfolge sich deutlich im Ergebnis der Gesellschaften niederschlagen werden. Neben der preislichen Anpassung ertragsschwacher Produkte konnten durch die Optimierung im Produktionsprozess deutliche Verschlankungen umgesetzt werden, die mehrfach Transporte erübrigen und den Produktionsprozess verschlanken und qualitativ verbessern. Hier sind noch weitere Projekte identifiziert, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden. Daneben verfolgen wir weiter kontinuierlich die wirtschaftliche Entwicklung, um ggf. umgehend weitere, ergänzende Maßnahmen zu ergreifen.

Durch die Integration in die FAU Gruppe ergibt sich ein erhebliches Potential für weitere Ergebnisverbesserungen. Weiter erachten wir die Kundenbindung sowie die kurzen Transportwege zu unseren Kunden als langfristigen Wettbewerbsvorteil im globalen Umfeld.

E. Prognosebericht

Im Jahre 2024 geht man aktuell von einem gleichbleibenden Produktionsniveau der M&H-LKW-Produktion aus, mit unveränderten 670.000 produzierten Einheiten gegenüber dem Vorjahr für den europäischen Bereich. In Deutschland schlägt dieser Trend ins Negative, hier wird aktuell mit einem Rückgang der zu erwartenden Produktionsmengen von jährlich bis zu -1,11 % über die nächsten Geschäftsjahre gerechnet. (Quelle: Statista Market Insights).

Wir erwarten, dass die Nachfrage im Jahr 2024 stabil ist und auch andere finanzielle Leistungsindikatoren in ähnlichem Ausmaß beeinflussen wird. Unsere geplanten Umsätze werden aller Voraussicht nach leicht unter dem Vorjahresniveau liegen; wir erwarten eine EBITDA Marge auf gleichem Niveau korrigiert um die Sondereffekte der aktuellen Periode.

Die aktuelle wirtschaftliche Flaute hat große Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft. Der Markt ist weiterhin von höheren Preisen für Beschaffung sowie höheren Inflationsraten betroffen, was zu höheren Zinsen und Kapitalkosten führen und in den kommenden Jahren gesamtwirtschaftliche Auswirkungen haben wird. Die Gesellschaft ist ebenfalls von den höheren Preisen für Energie und Rohmaterial betroffen, und genau wie in der Vergangenheit werden diese Erhöhungen nach Verhandlungen mit unseren Kunden über höhere Vertriebspreise an diese weitergereicht.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Abschlusses ist das Management der Gesellschaft von der Fortführung der Geschäftstätigkeit angesichts der Solvenz- und Liquiditätslage der Falkenroth überzeugt.

 

Schalksmühle, den 12. Dezember 2024

Falkenroth Umformtechnik GmbH

Geschäftsführung

gez. Markus Wermers

gez. Dr. Frank Werner

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

FALKENROTH UMFORMTECHNIK GMBH, SCHALKSMÜHLE

AKTIVA

31.12.2023
EUR
30.6.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.153.332,23 4.405.732,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 403,50
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 403,50
II. Sachanlagen 4.153.332,23 4.405.328,68
1. Grundstücke und Bauten 560.797,46 498.295,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.348.272,80 2.601.474,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.033.260,52 1.111.982,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 211.001,45 193.576,05
B. UMLAUFVERMÖGEN 8.740.853,71 8.607.402,29
I. Vorräte 5.179.598,89 6.127.527,49
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.385.329,81 1.089.405,78
2. Unfertige Erzeugnisse 2.840.952,61 3.326.144,14
3. Fertige Erzeugnisse 953.316,47 1.711.977,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.471.000,29 1.897.869,62
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 651.358,29 1.147.099,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 223.630,50 241.265,31
- davon gegen Gesellschafter: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.355,75)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 596.011,50 509.504,89
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.090.254,53 582.005,18
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 17.852,00 10.800,00
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 48.920,07 25.000,00
12.960.958,01 13.048.934,47

PASSIVA

31.12.2023
EUR
30.6.2023
EUR
A. EIGENKAPITAL 1.093.057,01 2.348.912,16
I. Gezeichnetes Kapital 1.025.000,00 1.025.000,00
II. Gewinnrücklagen 168.943,55 168.943,55
III. Gewinnvortrag 1.154.968,61 1.154.968,61
IV. Jahresfehlbetrag -1.255.855,15 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.045.349,23 1.321.899,42
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 42.322,00 37.906,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.003.027,23 1.283.993,42
C. VERBINDLICHKEITEN 10.822.551,77 9.378.122,89
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.030.088,74 4.075.886,13
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.281.917,81 5.244.864,41
3. Sonstige Verbindlichkeiten 510.545,22 57.372,35
- davon aus Steuern: EUR 51.344,15 (Vorjahr: EUR 53.461,53)
12.960.958,01 13.048.934,47

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JULI BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

Rumpfgeschäftsjahr 01.07.-31.12.2023
EUR
Rumpfgeschäftsjahr 01.01.-30.06.203
EUR
1. Umsatzerlöse 16.685.869,90 19.930.849,31
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.213.543,78 497.098,32
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 118.325,45 125.020,71
4. Sonstige betriebliche Erträge 52.210,68 7.019.435,28
5. Materialaufwand -10.667.932,00 -12.389.320,78
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.246.947,73 -9.734.820,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.420.984,27 -2.654.500,27
6. Personalaufwand -3.153.635,73 -3.435.269,12
a) Löhne und Gehälter -2.609.018,84 -2.862.225,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -544.616,89 -573.044,11
- davon für Altersversorgung: EUR 4.211,00 (Vorjahr: EUR 999,00)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -489.160,61 -468.656,44
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.155.827,02 -1.903.528,85
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.452,48 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 8.452,48 (Vorjahr: EUR 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -249.540,40 -117.588,75
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 146.394,52 (Vorjahr: EUR 56.593,93)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 800,00 (Vorjahr: EUR 516,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23.920,07 25.000,00
- davon aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: EUR 23.920,07 (Vorjahr: EUR 25.000,00)
12. Ergebnis nach Steuern -1.040.860,96 9.283.039,68
13. Sonstige Steuern -214.994,19 -14.689,91
14. Aufwand aus der Ergebnisabführung 0,00 -9.268.349,77
15. Jahresfehlbetrag -1.255.855,15 0,00

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2023

Falkenroth Umformtechnik GmbH, Schalksmühle

I. Grundlagen der Rechnungslegung und allgemeine Angaben

Die Falkenroth Umformtechnik GmbH (im folgenden "Unternehmen" oder "Falkenroth") ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Schalksmühle. Das Registergericht ist das Amtsgericht Iserlohn, die Gesellschaft ist im Handelsregister eingetragen unter der Nummer HRB 5731.

Der Abschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft ist als mittelgroße Gesellschaft i. S. d. § 267 HGB zu klassifizieren.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Die folgenden, im Wesentlichen gegenüber der Vorperiode unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden für die Erstellung des Abschlusses zugrunde gelegt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis fünf Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden neun bis 30 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen, anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 20 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit niedrigeren Tagespreisen bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde der niedrigere Wert aus Herstellungskosten und Verkaufspreisen abzüglich noch anfallender Aufwendungen angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden in Übereinstimmung mit § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht aktiviert.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, die zu Nennwerten angesetzt werden, werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen angemessen Rechnung getragen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwendungen nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit dem für die Gesellschaft zu erwartenden Steuersatz. Zur Bewertung und zum Ausweis der aktiven latenten Steuern wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie der Abschreibungen sind im Einzelnen in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die Zugänge zu den Anschaffungskosten der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten Zugänge an selbsterstellten Werkzeugen (Gesenke) im Gesamtwert von TEUR 118 (i. V. TEUR 125). Die Abschreibungen auf selbsterstellte Werkzeuge belaufen sich auf TEUR 125 (i. V. TEUR 140).

(2) Vorräte

Das Vorratsvermögen setzt sich aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen TEUR 1.385 (i. V. TEUR 1.089), unfertigen Erzeugnissen TEUR 2.841 (i. V. TEUR 3.326) und fertigen Erzeugnissen TEUR 953 (i. V. TEUR 1.712) zusammen.

(3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Es bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 651 (i. V. TEUR 1.147). Die Forderungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Die Falkenroth nutzt eine Factoring-Vereinbarung mit einem Bankinstitut. Zum 31. Dezember 2023 waren Forderungen im Wert von TEUR 2.786 (i. V. TEUR 3.597) an das Bankinstitut verkauft.

(4) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegenüber der Schöneweiss & Co. GmbH (TEUR 218; i. V. TEUR 0) und der Gesenkschmiede Schneider GmbH (TEUR 5; i. V. TEUR 0). Alle Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen habe eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(5) Sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen sonstige Vermögegenstände in Höhe von TEUR 596 (i. V. TEUR 510). Die Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände setzten sich im Wesentlichen zusammen aus Sperrguthaben aus Factoring (TEUR 398; i. V. TEUR 0), debitorischen Kreditoren (TEUR 98; i. V. TEUR 53) und sonstigen Forderungen (TEUR 52; i. V. TEUR 84).

(6) Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen im Voraus bezahlte Service- sowie Wartungsverträge.

(7) Aktive latente Steuern

Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern beruhen auf der Differenz zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Bilanzansatz bei folgender Bilanzposition sowie auf steuerliche Verlustvorträge.

Aktive latente Steuern 31.12.2023
TEUR
30.06.2023
TEUR
Rückstellungen 49 25

Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden ein Steuersatz von 31,12 % (i. V. 29,15 %) zu Grunde gelegt. Aktive latente Steuern auf die abzugsfähigen temporären Differenzen wurden in voller Höhe gebildet, da derzeit mit einem zukünftigen Ausgleich gerechnet werden kann.

(8) Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt TEUR 1.093 (i. V. TEUR 2.349) und beinhaltet Stammkapital in Höhe von TEUR 1.025 (i. V. TEUR 1.025), einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.155 (i. V. TEUR 1.155) und Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 169 (i. V. TEUR 169) sowie den Jahresfehlbetrag des aktuellen Rumpfgeschäftsjahres in Höhe von TEUR 1.256. Im Vorjahr wurde aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags mit der CIE FORGING Germany GmbH der Jahresüberschuss von TEUR 9.268 an die damalige Muttergesellschaft abgeführt.

Der Gesamtbetrag, der einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt, beträgt EUR 48.920,07 (i. V. EUR 25.000,00) und resultiert aus latenten Steuern.

(9) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angewandt.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zinssatz beträgt 1,83 % (im Vorjahr 1,80 %). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 0,4 (i.V. TEUR 1).

Folgende Annahmen wurden der Berechnung zu Grunde gelegt:

Zinssatz für Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB 1,75 % (i. V. 1,57 %)

Erwartete Rentensteigerungen (sonstige) 2,08 % (i. V. 1,00 %)

Bezüglich der Rückstellungen für Pensionen wurden im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis 31. Dezember 2023 die nachfolgenden Beträge zugeführt: Personalaufwand TEUR 4.032 (i. V. TEUR 999) und Zinsaufwand TEUR 384 (i. V. TEUR 338). Aufwendungen und Erträge aus Zinssatzänderungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

(10) Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen für Altersteilzeit (TEUR 68, i. V. TEUR 41) sind auf Basis der "Richttafeln 2018 G" nach versicherungsmathematischen Grundsätzen errechnet. Rückstellungen für Altersteilzeit wurden unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 1,00 % (i. V. 0,68 %) bei einer mittleren Duration von einem Jahr bilanziert. Die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen wurde mit 2,08 % p. a. (i. V. 2,30 % p. a.) berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen neben Verpflichtungen aus Altersteilzeitverpflichtungen im Wesentlichen sonstige Personalverpflichtungen (TEUR 451, i. V. TEUR 847), Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 11, i. V. TEUR 10) und Rückstellungen für drohende Verluste (TEUR 88, i. V. TEUR 51) sowie Verpflichtungen aus ausstehenden Eingangsrechnungen (TEUR 386, i. V. TEUR 335).

(11) Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 82 (i. V. TEUR 45).

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus den Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

(12) Umsatzerlöse

Jul-Dez 23
TEUR
Jan-Jun 23
TEUR
Aufteilung nach Geschäftstätigkeit
Schmiedestücke 10.917 13.047
Weiterverarbeitung 4.846 5.792
Gesenke und Werkzeuge 94 21
Verkäufe an verb. Unternehmen 224 408
Sonstige Umsatzerlöse 656 702
Erlösschmälerungen -51 -39
16.686 19.931
Geographische Aufgliederung
Deutschland 8.465 10.087
Ausland 8.272 9.883
Erlösschmälerungen -51 -39
16.686 19.931

(13) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagevermögen

Die Aufwendungen für Abschreibungen auf immaterielle und materielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betrugen im Rumpfgeschäftsjahr TEUR 489 (i. V. TEUR 469).

(14) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Gesellschaft ist in Deutschland tätig. Deutschland hat die Regelungen zur Mindestbesteuerung durch Verkündung im Bundesgesetzblatt am 27. Dezember 2023 in nationales Recht umgesetzt; das MinBestRL-UmsG ist am 28. Dezember 2023 in Kraft getreten. Da die Regelungen zur Mindestbesteuerung in Deutschland erst für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, anwendbar sind, beträgt der tatsächliche Steueraufwand bzw. -ertrag aus Mindestbesteuerung für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 0.

IV. Sonstige Angaben

(1) Außerbilanzielle Geschäfte

Zu außerbilanziellen Positionen aus Factoring verweisen wir auf den Abschnitt "III. (3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen". Die Zinszahlungen betrugen im Rumpfgeschäftsjahr TEUR 93 (i. V. TEUR 60). Die Gesellschaft betreibt echtes Factoring. Das Unternehmen profitiert einerseits von einer besseren Liquidität und andererseits vom Risikotransfer.

(2) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu mehreren Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen klassifiziert sind.

Zusammenfassung der wesentlichen Geschäfte mit verbundenen Unternehmen nach Geschäftsarten:

direkte sowie alle übergeordneten Muttergesellschaften
TEUR
Verbundene Unternehmen
TEUR
Empfangene Lieferungen und Leistungen und sonstige Aufwendungen 192 671
Finanzaufwendungen im Zusammenhang mit Intercompany Krediten 0 144
Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 206 82

(3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

31.12.2023
TEUR
30.06.2023
TEUR
Miet- und Leasingaufwendungen (Gebäude, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Software) 43 52
- davon unter 1 Jahr 28 26
- davon 1 bis 5 Jahre 15 26
- davon mehr als 5 Jahre 0 0
Bestellobligo für Investitionen am Stichtag 108 161

Im Rahmen der bestehenden Factoring-Vereinbarung mit einem Bankinstitut wurden diverse aktuelle Forderungen an diese verkauft.

(4) Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer des Abschlusses im Rumpfgeschäftsjahr Juli bis Dezember 2023 berechnete Gesamthonorar einschließlich Auslagen beträgt für:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 69
69

(5) Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

31.12.2023 30.06.2023
Angestellte 13 15
gewerbliche Mitarbeiter 88 89
101 104
davon Teilzeitkräfte 0 0

(6) Geschäftsführer

Geschäftsführer im Berichtsjahr waren:

Edmundo Fernandez, Vitoria/Spanien (bis 30.11.2023)

Iratxe Urquiri, Bilbao/Spanien (bis 30.11.2023)

Dr. Frank Werner, Büren/Deutschland

Markus Wermers, Bad Honnef/Deutschland (ab 30.11.2023)

Die Gesellschaft hat keine Geschäftsführervergütung ausgezahlt.

(7) Einbeziehung Konzernabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Mutares SE & Co. KGaA, München/Deutschland einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten/kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Offenlegung des Konzernabschlusses der Mutares SE & Co. KGaA erfolgt am Sitz der Gesellschaft in Deutschland.

(8) Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Schalksmühle, den 12. Dezember 2024

gez. Markus Wermers

gez. Dr. Frank Werner

Der Abschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 20. Dezember 2024 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jul. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.040,98 0,00 0,00 2.040,98
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 1.037.786,35 79.093,73 0,00 1.116.880,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.699.380,39 0,00 0,00 5.699.380,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.877.636,43 140.241,53 0,00 7.017.877,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 193.576,05 17.425,40 0,00 211.001,45
13.808.379,22 236.760,66 0,00 14.045.139,88
13.810.420,20 236.760,66 0,00 14.047.180,86
KOMMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jul. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.637,48 403,50 0,00 2.040,98
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 539.490,89 16.591,73 0,00 556.082,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.097.905,74 253.201,85 0,00 3.351.107,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.765.653,91 218.963,53 0,00 5.984.617,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.403.050,54 488.757,11 0,00 9.891.807,65
9.404.688,02 489.160,61 0,00 9.893.848,63
RESTBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
30. Jun. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 403,50
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 560.797,46 498.295,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.348.272,80 2.601.474,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.033.260,52 1.111.982,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 211.001,45 193.576,05
4.153.332,23 4.405.328,68
4.153.332,23 4.405.732,18

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Falkenroth Umformtechnik GmbH, Schalksmühle

Prüfungsurteile

Wir haben den Abschluss der Falkenroth Umformtechnik GmbH, Schalksmühle, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Falkenroth Umformtechnik GmbH, Schalksmühle, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Abschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Abschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Abschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Abschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Abschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Abschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Abschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Abschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Abschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Abschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Abschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Abschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Abschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Abschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Abschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Abschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Abschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Abschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Abschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Abschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Abschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Abschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Abschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Abschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 16. Dezember 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eric Pritsch, Wirtschaftsprüfer

Achim Offermann, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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