Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 722596
Vorher
adlus GmbHhortus GmbH
Eingetragen
30.9.1996
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenBeteiligungsgesellschaftenErbringung von sonstigen gärtnerischen Dienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Erbringung von Logistik- und Mehrwertdienstleistungen jedweder Art, insbesondere die Betreibung von Distributionscentern von der Projektierung über die Realisierung von Eingangsplanung, Vereinnahmung, Lager und Lagerverwaltung, Kommissionierung, Verpacken bis hin zur Organisation und Durchführung der Distribution/Versand an Industrie, Handel oder auch Endverbraucher. Neben den Logistikdienstleistungen können auch Mehrwertdienstleistungen, wie z. B. Etikettierung oder Montagetätigkeiten erbracht werden. Des Weiteren ist die Gesellschaft berechtigt, auch Haus-, Garten- und Forstgeräte sowie Erzeugnisse ähnlicher Art herzustellen oder in den Verkehr zu bringen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sabrina Bischoff
seit 1.12.2025
Prokura
Christoph Datko
seit 29.9.2023
Geschäftsführer
Sarah Dürr
seit 3.12.2020
Prokura
Jens Tiede
seit 14.3.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Husqvarna Business Support ABSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Gardena Holding AG
Germany
5000000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Husqvarna Logistics GmbH

Ulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   16.079,00   38.044,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 51.708,00   57.507,00  
2. Technische Anlagen und Maschinen 532.523,00   584.648,00  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 911.573,00   932.981,00  
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 953.014,36 2.448.818,36 44.838,68 1.619.974,68
    2.464.897,36   1.658.018,68
B. Umlaufvermögen        
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.284,33   35.349,52  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.542.442,34   31.806.193,85  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 261.563,42 24.827.290,09 103.565,62 31.945.108,99
    24.827.290,09   31.945.108,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten   8.878,00   0,00
    27.301.065,45   33.603.127,67

Passiva

       
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital     2.556.459,41 2.556.459,41
II. Kapitalrücklage     1.051.419,00 1.051.419,00
III. Gewinnrücklagen        
Andere Gewinnrücklagen     33.102,31 33.102,31
      3.640.980,72 3.640.980,72
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     2.560.311,00 2.534.794,00
2. Sonstige Rückstellungen     2.905.262,01 3.252.630,44
      5.465.573,01 5.787.424,44
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen     16.069.923,42 20.885.561,23
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen     1.739.618,12 2.938.810,17
3. Sonstige Verbindlichkeiten     384.970,18 350.351,11
- davon aus Steuern EUR 143.521,20 (i. Vj. EUR 161.586,33) -        
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 11.792,35 (i. Vj. EUR 13.861,45) -        
      18.194.511,72 24.174.722,51
      27.301.065,45 33.603.127,67

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 127.241.088,68 116.532.117,94
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 121.426.034,57 111.731.874,53
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 5.815.054,11 4.800.243,41
4. Allgemeine Verwaltungskosten 2.682.399,88 2.547.539,77
5. Sonstige betriebliche Erträge 328.738,76 180.510,68
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.076,73 26.409,96
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.985,78 879,60
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 48.518,93 200.878,75
- davon an verbundene Unternehmen EUR 1.659,11 (i. Vj. EUR 5.680,49) -    
9. Ergebnis nach Steuern 3.433.783,11 2.206.805,21
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 3.433.783,11 2.206.805,21
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es kommen die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zur Anwendung.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses werden die für die einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung geforderten zusätzlichen Angaben teilweise in den Anhang übernommen.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Husqvarna Logistics GmbH mit Sitz in Ulm im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 722596 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Es wird die lineare Abschreibungsmethode zugrunde gelegt, wobei sich die Nutzungsdauern an den steuerlichen AfA-Tabellen (Höchstsätze) orientieren. Das Wahlrecht, selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB zu aktivieren, wurde nicht ausgeübt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Es wird die lineare Abschreibungsmethode zugrunde gelegt, wobei sich die Nutzungsdauern an den steuerlichen AfA-Tabellen (Höchstsätze) orientieren. Soweit notwendig, erfolgen bei dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen. Es wird die lineare Abschreibungsmethode zugrunde gelegt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter i. S. von § 6 Abs. 2a Satz 4 EStG (bis EUR 250) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und sind in der Entwicklung des Anlagevermögens jeweils als Zu- und Abgang ausgewiesen. Geringwertige Wirtschaftsgüter i. S. von § 6 Abs. 2a Satz 1 EStG (EUR 250 bis EUR 1.000) werden ebenfalls im Zugangsjahr voll abgeschrieben und sind in der Entwicklung des Anlagevermögens jeweils als Zu- und Abgang ausgewiesen. Steuerlich wird ein Sammelposten gebildet, welcher gewinnmindernd über fünf Jahre aufgelöst wird.

Die Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens erfolgt pro rata temporis ab dem Monat der Anschaffung oder Herstellung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden, soweit dem kein Saldierungsverbot entgegensteht, mit den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verrechnet.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) mit einem Zinssatz von 1,78 % (Vj. 1,87 %) und unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene Zinssatz bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren und einem 10-Jahresdurchschnitt beträgt 1,78 %. Die Dynamik der Bezüge wurde mit 2,5 % (Vj. 2,5 %) p. a., die Rentensteigerungen mit 2,0 % (Vj. 1,7 %) p. a. und die Fluktuation mit einem altersabhängigen Faktor angesetzt. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung der Pensionsrückstellung im Rahmen des BilMoG linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren.

Arbeitnehmerfinanzierte Pensionsverpflichtungen aus der Entgeltumwandlung werden mit den Vermögensgegenständen aus der Rückdeckungsversicherung (sog. Deckungsvermögen) verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,51 % (Vj. 0,33 %) p. a. und einer Dynamik der Bezüge von 2,5 % (Vj. 2,5 %) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Altersteilzeitrückstellungen werden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Jubiläumsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) analog den Parametern der Pensionsverpflichtungen, jedoch unter Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und zum Abschlussstichtag 1,44 % beträgt, ermittelt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen sind zum Bilanzstichtag berücksichtigt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter i. S. von § 6 Abs. 2a Satz 4 EStG in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 22) werden im Jahr des Zugangs als Abgang behandelt und voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter i. S. von § 6 Abs. 2a Satz 1 EStG wurden in Höhe von TEUR 139 (Vj. TEUR 70) angeschafft und im Jahr des Zugangs als Abgang behandelt und voll abgeschrieben.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 24.542 (Vj. TEUR 31.806) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin Husqvarna GmbH, Ulm, (Vj. GARDENA Manufacturing GmbH, Ulm), in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 26.254) und gegenüber der Husqvarna AB, Stockholm, in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 6). Ferner bestehen Forderungen aus dem Cash-Pool gegenüber der Konzernmuttergesellschaft Husqvarna AB über TEUR 3.791 (Vj. TEUR 5.546).

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr enthalten.

(3) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 9 wurde zur Abgrenzung von Miete für Software gebildet.

(4) Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt am Bilanzstichtag unverändert TEUR 2.556. Daneben besteht weiterhin eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 1.051. Zudem besteht eine aus der BilMoG-Umstellung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB resultierende Gewinnrücklage in Höhe von TEUR 33.

(5) Rückstellung für Pensionen

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung der Pensionsrückstellung im Rahmen des BilMoG in Höhe von TEUR 210 linear über einen Zeitraum von 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2022 werden TEUR 14 (Vj. TEUR 14) als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung der Pensionsrückstellungen somit auf TEUR 28 (Vj. TEUR 42). Nach § 246 Abs. 2 HGB wird das Deckungsvermögen mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen saldiert.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 81 (Vj. TEUR 130) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

2022
TEUR
2021
TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsverpflichtung 2.855 2.818
Anschaffungskosten Deckungsvermögen 295 283
Beizulegender Zeitwert Deckungsvermögen 295 283
Verrechnete Zinsaufwendungen 73 159
Verrechnete Zinserträge 1 14

(6) Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind Verpflichtungen für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 119 (Vj. TEUR 124), die nach dem Blockmodell gebildet werden, enthalten. Nach § 246 Abs. 2 HGB wird das zur Insolvenzsicherung gemäß § 8a AltTZG verwendete Treuhandguthaben in Höhe von TEUR 227 mit den zu sichernden Wertguthaben saldiert. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Verpflichtungen beträgt TEUR 346. Aus dem Treuhandguthaben wurden keine Erträge erzielt, die mit den Zinsaufwendungen aus den saldierten Verpflichtungen zu verrechnen wären.

Die Jubiläumsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) analog den Parametern der Pensionsverpflichtungen ermittelt.

Die weiteren sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen für Ausgangsfrachten und Lagerkosten sowie Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich.

(7) Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
zwischen einem und fünf Jahren
TEUR
von mehr als fünf Jahren
TEUR
31.12.2021
TEUR
davon bis zu einem Jahr
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.070 16.070 0 0 20.886 20.886
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.740 1.740 0 0 2.939 2.939
Sonstige Verbindlichkeiten 385 215 157 13 350 253
Davon aus Steuern 144 144 0 0 162 162
Davon i.R. der sozialen Sicherheit 12 12 0 0 14 14
  18.195 18.025 157 13 24.175 24.078

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergeben sich nach Saldierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.776 (Vj. TEUR 1.773) mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 82 (Vj. TEUR 2.505) sowie den Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 3.434 (Vj. TEUR 2.207) gegenüber der bisherigen Gesellschafterin GARDENA Manufacturing GmbH.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

(8) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

fällig in 2023
TEUR
fällig in 2024 und später
TEUR
Verpflichtungen aus    
• Mietverträgen 13.187 52.431
• Leasingverträgen 512 1.094
  13.699 53.525

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus einem langfristigen Mietvertrag mit der International Real Estate Kapitalanlagengesellschaft mbH, Hamburg, über Lagerkapazitäten in Laichingen (bis 31. Juli 2028).

Darüber hinaus besteht ein langjähriger Mietvertrag mit der C. E. Noerpel Logistik GmbH Co. KG, Ulm (bis 31. Oktober 2025).

Weitere langjährige Mietverträge bestehen mit der Honold Contract Logistics GmbH in der Lessingstraße in Neu-Ulm (bis 31. Oktober 2030), in der Ernst Abbé Straße in Ulm (bis 30. November 2026) und in Dettingen (ab 01. Oktober 2022 bis 30. September 2026).

Der Mietvertrag mit der Seifert Logistik Dienstleistung GmbH über Lagerflächen in Ulm-Jungingen, hat eine Laufzeit vom 01. Oktober 2022 bis 30. September 2032.

Es existiert außerdem ein weiteres Mietverhältnis über Lagerkapazitäten in Hermaringen.

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen resultieren aus der Anmietung von Staplern.

Miet- und Leasingverträge stellen eine Finanzierungsalternative zum Kauf der ihnen zugrundeliegenden Vermögensgegenstände dar. Vorteile der Miet- und Leasingverträge sind insbesondere die niedrige Kapitalbindung und der Wegfall des Verwertungsrisikos sowie die Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Miet- und Leasingkonditionen. Risiken können sich insbesondere aus der Vertragslaufzeit ergeben, sollten Objekte nicht mehr vollständig nutzbar sein.

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen nicht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 127.241 (Vj. TEUR 116.532) werden ausschließlich im Inland erbracht und resultieren im Wesentlichen aus Kommissionier- und Logistikdienstleistungen für Gesellschaften innerhalb der Husqvarna-Gruppe, die wie im Vorjahr an die GARDENA Manufacturing GmbH weiterberechnet wurden.

(10) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Es sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 314 (Vj. TEUR 177) enthalten.

Es sind wie im Vorjahr keine wesentlichen nichtrealisierten Erträge aus der Währungsumrechnung lt. § 256a HGB enthalten. Realisierte Kurserträge wurden in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 3) verbucht.

(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist wie im Vorjahr ein Betrag von TEUR 14 gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB enthalten. Im Jahr 2022 sind wie im Vorjahr keine wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung lt. § 256a HGB enthalten. Realisierte Kursaufwendungen aus Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 5) enthalten.

(12) Zinsergebnis

2022
TEUR
2021
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40 1
- davon von verbundenen Unternehmen 39 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -49 -201
- davon an verbundene Unternehmen -2 -6
- davon aus der Abzinsung nach § 253 Abs. 2 HGB -45 -193
  -9 -200

Die Zinsaufwendungen nach § 253 Abs. 2 HGB enthalten im Wesentlichen Zinsen aus der Pensionsrückstellung TEUR 45 (Vj. TEUR 187).

(13) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der gesamte Steueraufwand der steuerlichen Organschaft wird bei der Organträgerin, der GARDENA GmbH, ausgewiesen.

(14) Latente Steuern

Durch die ertragsteuerliche Organschaft wird auf die Darstellung der latenten Steuern bei der Organträgerin GARDENA GmbH verwiesen.

(15) Materialaufwand

Gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB:

2022
TEUR
2021
TEUR
Aufwendungen für bezogene Leistungen 121.426 111.732

(16) Personalaufwand

Gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB:

2022
TEUR
2021
TEUR
Löhne und Gehälter 16.375 16.119
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.675 3.480
- davon für Altersversorgung 256 220
  20.050 19.599

Sonstige Angaben

(17) Mitarbeitende

Im Geschäftsjahr wurden beschäftigt (Jahresdurchschnitt):

2022 2021
Angestellte 129 128
ArbeiterInnen 235 217
  364 345

Im Jahresdurchschnitt wurden 12 Auszubildende (Vj. 13) beschäftigt.

(18) Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird von der Husqvarna AB, Stockholm, Schweden, erstellt und im Bundesanzeiger offengelegt. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird von der Husqvarna Holding AB, erstellt und im Bundesanzeiger offengelegt.

(19) Honorar für Abschlussprüfende

Gemäß § 285 Nr. 17 HGB:

2022
TEUR
2021
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 12 9

(20) Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr 2022 waren folgende Geschäftsführer bestellt:

Wolfgang Engelhardt, Abensberg

Vice President Manufacturing, Supply Chain & Sourcing GARDENA Division der Husqvarna AB, Stockholm, Schweden

Joachim Müller, Erbach

Vice President Global Business Solutions Group Finance, IT & IR der Husqvarna AB, Stockholm, Schweden

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf den Ausweis der Gesamtbezüge der Geschäftsführenden verzichtet.

(21) Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind bis heute keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einer zusätzlichen Erwähnung an dieser Stelle bedürfen.

 

Ulm, 28. April 2023

Husqvarna Logistics GmbH

Wolfgang Engelhardt, Geschäftsführer

Joachim Müller, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 287.103,49 0,00 6.680,00 280.423,49
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.990,00 0,00 0,00 57.990,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.572.899,41 72.430,90 0,00 1.645.330,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.116.731,47 399.620,48 147.984,87 3.368.367,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 44.838,68 953.014,36 44.838,68 953.014,36
  4.792.459,56 1.425.065,74 192.823,55 6.024.701,75
  5.079.563,05 1.425.065,74 199.503,55 6.305.125,24
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2022
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 249.059,49 21.965,00 6.680,00 264.344,49 16.079,00 38.044,00
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 483,00 5.799,00 0,00 6.282,00 51.708,00 57.507,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 988.251,41 124.555,90 0,00 1.112.807,31 532.523,00 584.648,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.183.750,47 421.028,48 147.984,87 2.456.794,08 911.573,00 932.981,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 953.014,36 44.838,68
  3.172.484,88 551.383,38 147.984,87 3.575.883,39 2.448.818,36 1.619.974,68
  3.421.544,37 573.348,38 154.664,87 3.840.227,88 2.464.897,36 1.658.018,68

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die Husqvarna Logistics GmbH, Ulm, (im Folgenden die Gesellschaft) ist innerhalb der Husqvarna Group als eigenständige Logistikgesellschaft tätig. Dabei liegt der Schwerpunkt als zentrale Logistikgesellschaft in der Region Südwest- und Mitteleuropa. Die Husqvarna Logistics GmbH ist eine 100%ige Tochter der Husqvarna GmbH, Ulm.

Die Husqvarna Group gliedert sich in die Divisionen Husqvarna, GARDENA und Construction. Während die Husqvarna Division vor allem Wald- und Gartenprodukte sowie Mähroboter und damit verbundene Serviceleistungen umfasst, bedient die GARDENA Division die Märkte für Bewässerungsprodukte, Gartenwerkzeuge und Smart Garden Systems. Die Construction Division umfasst Maschinen und Werkzeuge, insbesondere Diamantwerkzeuge, für die Bauindustrie und die natursteinverarbeitende Industrie.

Zum 31. Dezember 2022 gingen die Anteile an der Husqvarna Logistics GmbH, Ulm, Deutschland, von der Gardena Manufacturing GmbH, Ulm, Deutschland, an die Husqvarna GmbH, Ulm, Deutschland, über.

Die Gesellschaft betreibt zwei Geschäftsfelder, "Lagerung und Kommissionierung" sowie "Transportorganisation und -steuerung".

Diese beiden Geschäftsfelder unterhält die Gesellschaft in gemieteten Räumen am Standort Ulm und in einem gemieteten Logistikzentrum in Laichingen mit einer Fläche von rund 46.000 qm sowie einem weiteren Lagerstandort in Hermaringen mit einer Fläche von rund 11.800 qm. Zusätzlich stehen bis zu ca. 200.000 qm externe Lagerfläche bei Dienstleistern in Ulm und Umgebung zur Verfügung. Der Transport wird ausschließlich über externe Dienstleister abgewickelt.

1.2 Betriebsstätten

Die Gesellschaft unterhält neben dem Hauptstandort in Ulm weitere Betriebsstätten in Laichingen und Hermaringen. Bei beiden Betriebsstätten handelt es sich um gemietete Lagerräumlichkeiten. Das Logistikzentrum in Laichingen wird auf einer Fläche von durchschnittlich 46.000 qm und das Lager in Hermaringen auf einer Fläche von ca. 11.800 qm betrieben.

Weitere Außenlager befinden sich in Ulm bei der Firma Noerpel (16.166 qm plus variable Zusatzflächen), in Dornstadt bei der Firma Seifert (50.000 qm), sowie in Neu-Ulm und Dettingen bei der Firma Honold (50.000 qm). Darüber hinaus wurden variable Zusatzflächen bei der Firma Denkinger zur Abdeckung der Frühbezugsspitzen angemietet.

Im März 2023 wird ein Lager von Noerpel in Ulm angemietet und in Eigenregie betrieben.

1.3 Finanzierung

Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling-System der Husqvarna AB, Stockholm, Schweden integriert. Dabei übernimmt die Husqvarna AB über ein sogenanntes "Zero-Balancing" das Cash-Pooling für die EUR-Konten für alle deutschen Gesellschaften. Dieser Cash-Pool wird über die BNP Paribas, Schweden, gesteuert. Die Verzinsung der Aufnahmen und Anlagen erfolgt im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen.

1.4 Personalbereich

Die Mitarbeitendenzahl ist mit 364 im Jahresdurchschnitt 2022 (Vj. 358) um 1,7 % angestiegen. Zum Stichtag per 31. Dezember 2022 beschäftigte die Gesellschaft 339 Mitarbeitende und 12 Auszubildende (Vj. 311 Mitarbeitende und 16 Auszubildende). In der Jahresspitze waren bei der Gesellschaft 383 Mitarbeitende beschäftigt, dabei werden die absoluten Saisonspitzen zusätzlich über Leiharbeitskräfte abgedeckt.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Lage der Gesellschaft

2.1 Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche

Das Jahr 2022 war geprägt von verschiedenen exogenen Einflussfaktoren, die insgesamt zu einer Abschwächung der Weltwirtschaft führten. Der russische Angriffskrieg führte zu einer hohen Unsicherheit in der Wirtschaft und deutlich steigenden Energiepreisen. Dadurch wurde die Verbraucherpreisinflation in vielen Ländern weiter befeuert und ist in 2022 auf ein jahrzehntelanges Hoch gestiegen. Hieraus resultierte eine Straffung der Geldpolitik in vielen Währungsräumen mit dem Ziel, die Nachfrage zu dämpfen und so die Preisstabilität zu sichern. Gleichzeitig haben sich die Auswirkungen der Pandemie in fast allen Ländern verringert. Vor allem im Frühjahr kam es jedoch weiterhin, insbesondere in China, zu Produktionsausfällen und damit verbundenen Lieferengpässen.

Diese Entwicklungen belasten auch die Wirtschaft im Euroraum. Im Frühjahr profitierten die meisten marktbestimmten Dienstleistungen (z. B. Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe) von der Aufhebung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Im Sommer wurden dann die Belastungen durch die Preissteigerungen spürbar. Während die Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr noch zunahm, haben sich die konjunkturellen Aussichten seit Sommer 2022 deutlich eingetrübt und die Stimmung der Verbraucher ist auf einem mehrjährigen Tiefstand.

Bei der deutschen Wirtschaft führten Versorgungsengpässe mit Energie, Rohstoffen, Vorprodukten und Handelswaren, wie auch der zunehmende Arbeitskräftemangel zu Behinderungen bei der Herstellung von Waren und Dienstleistungen. Dies führte zu einer Einschränkung der Produktionsmöglichkeiten und einer Erhöhung der Produktionskosten. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg 2022 preisbereinigt um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei sind die Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt um 7,9 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Inflationsrate lag damit auch in Deutschland auf einem historischen Hoch. Der Beschäftigungsaufbau hat sich zwar seit dem Sommer abgeschwächt, der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich jedoch dennoch in robuster Verfassung.

In der deutschen Logistikwirtschaft begann das Jahr 2022 mit zunehmender Zufriedenheit mit der Geschäftslage und steigenden Auftragsbeständen. Doch auch die Logistikbranche war 2022 mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Die Störungen in den Lieferketten hielten an, es gab einen Mangel an Containern, wie auch Paletten und Kartonagen und aufgrund des Personalmangels konnten die Logistikdienstleister ihre Kapazitäten nicht aufstocken. Hier wirkte sich ein teils hoher Krankenstand verursacht durch Corona zusätzlich negativ aus. Dazu kamen die Preissteigerungen insbesondere im Bereich der Energiepreise, die meist nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden konnten. Gegen Ende des Jahres waren die Lieferengpässe größtenteils überwunden und eine höhere Lagerhaltung führte zu einer Entspannung der Lieferkettenproblematik. Die Geschäftslage im Logistikbereich wurde im Jahr 2022 als gut eingeschätzt, was aus Aufholeffekten und hohen Preisen im Seefrachtbereich resultiert. Über das Jahr 2022 hat sich die Geschäftserwartung bei den Logistikdienstleistern jedoch aufgrund der schwierigen Situation in Industrie und Handel deutlich verschlechtert.

2.2 Allgemeines zum Geschäftsverlauf und Leistungsindikatoren

Das Geschäftsjahr 2022 war insbesondere geprägt vom Einfluss mehrerer, exogener Einflussfaktoren und schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die sich auf den geschäftlichen Verlauf der Gesellschaft wesentlich ausgewirkt haben. Die konkreten Auswirkungen werden im Folgenden einzeln dargestellt.

Die Gesellschaft hat die Umsatzerlöse und das EBIT sowie die EBIT-Marge als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren definiert, welche auch für die interne Steuerung herangezogen werden. Die Umsatzerlöse werden dabei aus der Gewinn- und Verlustrechnung übernommen. Das EBIT ermittelt sich ausgehend vom Jahresüberschluss vor Ergebnisabführung wie folgt:

2022
TEUR
2021
TEUR
Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung 3.434 2.207
Zinsaufwendungen 49 201
Zinserträge -40 -1
EBIT 3.443 2.407

Die EBIT-Marge ergibt sich als Verhältnis des Betriebsergebnisses zu den Umsatzerlösen.

Als bedeutsamster nicht finanzieller Leistungsindikator wird das durchschnittliche Lagervolumen in cbm herangezogen.

2.3 Umsatzentwicklung der Gesellschaft

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Jahr Umsatzerlöse in Höhe von Mio. 127,2 EUR (Vj. Mio. 116,5 EUR) erzielt. Somit konnte der Umsatz um Mio. 10,7 EUR (+ 9,2 %) gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um weiterberechnete Logistikdienstleistungen für Unternehmen innerhalb der Husqvarna Group, welche an die GARDENA Manufacturing GmbH als rechtliche Eigentümerin der Warenbestände weiterberechnet werden. In ihrer Funktion als konzerninterne Logistikgesellschaft werden weiterhin keine Dienstleistungen an Fremdkunden erbracht. Wie im Vorjahr werden die Umsätze ausschließlich im Inland erbracht. In den Umsatzerlösen sind rund Mio. 9,0 EUR (Vj. Mio. 8,7 EUR) an weiteren Serviceerlösen nach BilRUG ausgewiesen. Das im Vorjahr prognostizierte Umsatzziel von Mio. 120 EUR konnte damit übertroffen werden.

2.4 Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen liegt zum Bilanzstichtag bei Mio. 2,5 EUR (Vj. Mio. 1,6 EUR). Der Anstieg ist insbesondere auf höhere geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau zurückzuführen, welche für Logistiktechnik geleistet wurden.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Mio. 24,5 EUR (Vj. Mio. 31,8 EUR) resultieren im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber der GARDENA Manufacturing GmbH und stammen aus Weiterbelastungen für logistische Dienstleistungen, sowie aus Forderungen aus dem Cash-Pool gegenüber der Konzernmuttergesellschaft Husqvarna AB.

2.5 Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft stellt sich gegliedert nach der Fristigkeit zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR % TEUR %
Langfristige Vermögenswerte 2.465 9,0 1.658 4,9
Kurzfristige Vermögenswerte 24.836 91,0 31.945 95,1
Bilanzsumme 27.301 100,0 33.603 100,0
Eigenkapital 3.641 13,3 3.641 10,8
Langfristige Schulden 2.924 10,7 2.818 8,4
Kurzfristige Schulden 20.736 76,0 27.144 80,8
Bilanzsumme 27.301 100,0 33.603 100,0

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der GARDENA GmbH bleibt das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Infolgedessen verbessert sich die Eigenkapitalquote, bedingt durch eine zum Stichtag niedrigere Bilanzsumme, auf 13,3 % (Vj. 10,8 %).

Die Rückstellungen betragen zum Stichtag Mio. 5,5 EUR (Vj. Mio. 5,8 EUR) und sind somit um Mio. 0,3 EUR niedriger. In den Rückstellungen sind neben den Pensionsrückstellungen, welche mit Mio. 2,6 EUR (Vj. Mio. 2,5 EUR) den wesentlichen Anteil bilden, auch noch Rückstellungen für Mitarbeiter, Altersteilzeit sowie für ausstehende Rechnungen enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen bei Mio. 16,1 EUR (Vj. Mio. 20,9 EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung sowie Verbindlichkeiten aus in Anspruch genommenen Serviceleistungen von Konzerngesellschaften. Die höheren Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungen werden durch geringere Verbindlichkeiten aus Serviceleistungen überlagert.

2.6 Ertragslage

Zur Darstellung und Analyse der Umsatzerlöse siehe die Ausführungen oben.

Die Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen betragen im Geschäftsjahr 2022 Mio. 121,4 EUR nach Mio. 111,7 EUR im Vorjahr. Damit ergibt sich, bezogen auf die Umsatzerlöse, eine Bruttoergebnismarge von 4,6 % (Vj. 4,1 %).

Das Betriebsergebnis (EBIT) der Gesellschaft beträgt Mio. 3,4 EUR (Vj. Mio. 2,4 EUR). Die erbrachten Logistikdienstleistungen der Gesellschaft werden unterteilt in wertschöpfende Leistungen und reine Kostenweiterbelastungen ohne Wertschöpfung innerhalb der Gesellschaft. Auf die wertschöpfenden Logistikdienstleistungen wurde analog zum Vorjahr ein Aufschlag erhoben, welcher sich im Wesentlichen in dem ausgewiesenen Betriebsergebnis der Gesellschaft widerspiegelt. Bezogen auf die Umsatzerlöse ergibt sich damit eine EBITMarge von 2,7 % (Vj. 2,1 %), welche innerhalb des zu erwartenden Niveaus gemäß des beschriebenen Verrechnungspreismodells für die Gesellschaft liegt. Die geplante EBIT-Marge von 2,5 % wurde damit erreicht bzw. leicht übertroffen.

Im Durchschnitt lagerte die Husqvarna Logistics GmbH im Jahr 2022 ca. 365.000 cbm (Vj. ca. 280.000 cbm). Damit lag das durchschnittliche Lagervolumen um 30,4 % über dem Vorjahr. Der Spitzenwert lag mit 416.000 cbm um 1,7 % über dem höchsten Wert des Jahres 2021, welcher 409.000 cbm betrug. Während das durchschnittliche Lagervolumen deutlich über dem im Vorjahr prognostizierten Wert von 331.000 cbm und deutlich über der geplanten Steigerung um 18,1 % lag, lag der Spitzenwert unter dem Prognosewert von 445.000 cbm.

Das Finanzergebnis beträgt TEUR - 9 (Vj. TEUR - 201) und resultiert nahezu vollständig aus der Zinsaufwandskomponente der Pensionsrückstellungen sowie Zinserträgen aus dem Cash-Pooling-System der Husqvarna AB. Der gesamte Jahresüberschuss des Jahres 2022 wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags vereinbarungsgemäß an die GARDENA GmbH abgeführt.

Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, insbesondere vor dem Hintergrund einer sehr soliden Kapitalausstattung und eines starken Konzerns sowie der Transferpreispolitik der Husqvarna Group, als weiterhin solide.

3. Voraussichtliche Entwicklung

3.1 Wesentliche Chancen und Risiken

Die Gesellschaft ist vollständig in das weltweit gültige Risikomanagementsystem der Husqvarna Group eingebunden. Dabei sind alle Konzernrichtlinien einzuhalten und verbindlich umzusetzen. Soweit lokale Ergänzungen notwendig sind, wurden diese auch bereits in den vergangenen Jahren vorgenommen und weiterentwickelt. Dabei spielen weiterhin die Bereiche Versicherungen, Cash- und Fremdwährungsmanagement, Kreditmanagement, das einheitliche Husqvarna Group Reporting zum monatlichen Monitoring der finanziellen Geschäftsentwicklung sowie deren Steuerung eine wesentliche Rolle. Aber auch Themen wie Investitionen oder Personalbeschaffung werden innerhalb global einheitlicher Richtlinien und Genehmigungsprozesse geregelt. Darüber hinaus sind in der "Delegation of Authority Policy" konzernweite Befugnisgrenzen verbindlich geregelt. Die Husqvarna Group Credit-Policy ist dabei ebenfalls ein fester Bestandteil als Grundlage des Forderungsmanagements der Gesellschaft.

Die Darstellung der Risiken erfolgt vor Umsetzung von Risikobegrenzungsmaßnahmen (Bruttodarstellung).

Ausfallrisiken

Nachdem die Gesellschaft, wie bereits erwähnt, ausschließlich Umsatzerlöse und daraus resultierende Forderungen gegenüber der GARDENA Manufacturing GmbH oder weiteren Konzerngesellschaften erzielt, bestehen hier keine Ausfallrisiken. Sämtliche Konzernforderungen werden immer zum jeweiligen Fälligkeitszeitpunkt, welcher sich aus den konzernweiten standardisierten Zahlungsbedingungen ergibt, über das Group Netting System abgewickelt und ausgeglichen.

Aus diesem Grund sehen wir an dieser Stelle weiterhin keine Ausfallrisiken.

Marktchancen und Risiken

Die Gesellschaft ist ein fest integrierter Bestandteil innerhalb der Husqvarna Group. Hierbei ist die Gesellschaft als zentraler Dienstleister im Bereich Logistik für den zentraleuropäischen Raum für die Lagerung, die Kommissionierung und den Transport der Produkte bis zum Kunden direkt und indirekt verantwortlich.

Für das Jahr 2023 wird mit einem etwas geringeren durchschnittlichen Lagerbestand gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Diese Reduzierung resultiert aus einer geringeren Lagerbestandsplanung der GARDENA Division.

Das zentrale Distributionszentrum Ulm hat sich zum größten Lagerstandort der Husqvarna Group in Europa entwickelt. Die zentrale Lage in Europa, die Verkehrsanbindung über die Bundesautobahnen sowie das über die Jahre gewonnene Know-how werden dies auch künftig nachhaltig sicherstellen. Neue Vertriebskanäle - insbesondere der Online-Handel - erfordern jedoch zunehmend kürzere Lieferzeiten und weitere Transparenz.

Wir stufen die allgemeinen Marktrisiken für die Gesellschaft als sehr gering ein. Für die Gesellschaft ergeben sich weitere Chancen durch die Marktentwicklung der Husqvarna Group in Süd-West-Europa und damit der Attraktivität des Standorts Ulm. Der weitere volumenmäßige Anstieg zur Ermöglichung des Umsatzwachstums wird in den kommenden Jahren einen Ausbau der Logistikkapazitäten erfordern. Dieser Ausbau soll im Wesentlichen durch ein automatisches Hochregallager und Distributionszentrum in Heuchlingen erfolgen.

Insgesamt sieht die Geschäftsführung der Husqvarna Logistics GmbH derzeit keine Risiken, deren Auswirkungen den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten oder sonstige wesentliche Risiken auf Ebene der Gesellschaft.

Die beschriebenen Chancen werden als hoch eingestuft.

3.2 Ausblick

Für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts der Welt geht das ifo Institut für 2023 von einer Zunahme von 1,6 % und 2024 von 2,6 % aus. Aussagen zur Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes unterliegen derzeit verschiedenen Herausforderungen. So ist insbesondere die Entwicklung der Strom- und Erdgaspreise aufgrund der Abkehr von Russland als Rohstofflieferant unsicher, die inflationären Tendenzen können länger anhalten und auch erneute Auswirkungen der Pandemie können nicht ausgeschlossen werden.

Für Deutschland prognostiziert das ifo Institut in den kommenden Monaten einen Rückgang der Inflationsrate, sodass diese im Jahr 2023 bei voraussichtlich 6,4 % liegen wird. Durch eine strengere Geldpolitik und sich stabilisierende Rohstoffpreise kommt es voraussichtlich zu einer Abschwächung der Inflationsdynamik. Vor allem in den ersten Monaten des Jahres 2023 ist jedoch noch mit einem Abkühlen der deutschen Konsumkonjunktur aufgrund des hohen Preisauftriebs zu rechnen. Ab der zweiten Jahreshälfte ist zu erwarten, dass der private Konsum wieder stärker zunimmt. Die staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen wirken entlastend. Gleichzeitig werden hohe Tarifabschlüsse zu einer höheren Kaufkraft, aber auch zu höheren Lohnkosten führen. So rechnet das ifo Institut für 2023 mit einem geringfügigen Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 0,1 % und für 2024 mit einem Zuwachs von 1,6 %. Aufgrund der Abschwächung der Konjunktur setzt sich der Beschäftigungsaufbau in den kommenden Monaten voraussichtlich nicht fort. Daher ist für 2023 mit einer Arbeitslosenquote von 5,5 % und für 2024 von 5,3 % zu rechnen.

Die Unsicherheit über die Entwicklung der Logistikbranche für das Jahr 2023 ist sehr hoch. Die Geschäftserwartungen der Logistikdienstleister sind für die kommenden Monaten schlecht und liegen deutlich unter dem Normalwert. Die Aufholeffekte der vergangenen Monate sind überwiegend abgearbeitet und in vielen Branchen ist mit einem Nachfragerückgang zu rechnen. Die Herausforderungen liegen in den bevorstehenden Monaten daher insbesondere in einem hohen Kostendruck, dem Mangel an Fachkräften und einer hohen Kundenorientierung.

Die Husqvarna Logistics GmbH plant für das Jahr 2023 durchschnittlich ca. 346.000 cbm zu lagern (Vj. ca. 365.000 cbm). Damit geht sie von einer Reduzierung um rund 5 % aus. Der geplante Spitzenwert wird mit 398.000 cbm leicht unter dem höchsten Wert des Jahres 2022 (416.000 cbm) erwartet.

Darüber hinaus arbeitet die Husqvarna Logistics GmbH konsequent an der Umsetzung der Logistikstrategie, um ihre Logistik von einer auf DIY-Kunden ausgerichteten Distribution zu einem Multi-Channel optimierten Fulfillment Dienstleister zu transformieren. Ziel ist es, die eigene Logistik zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor weiterzuentwickeln. Dies gilt sowohl für den weiteren Ausbau des internationalen Netzwerks, als auch für die Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten am Standort Ulm, um über konzerneigene Webshops Endkonsumenten zu bedienen.

Vor dem Hintergrund der dargestellten gesamtwirtschaftlichen Aussichten gehen wir zuversichtlich ins Jahr 2023. Für 2023 rechnen wir für die Gesellschaft mit einem Umsatz von rund Mio. 126 EUR und einem mit dem Vorjahr vergleichbaren positiven Betriebsergebnis (EBIT) in einer Größenordnung von rund Mio. 3 EUR. Diese Erwartungshaltung ergibt sich aus der geplanten Kostenbasis von Mio. 123 EUR, die inklusive eines Aufschlages auf geleistete Dienstleistungen an die GARDENA Manufacturing GmbH verrechnet werden. Das bedeutet auch, dass wir für 2023 weiterhin mit einer EBIT-Marge in einer Größenordnung von rund 2,5 % rechnen.

 

Ulm, 28. April 2023

Husqvarna Logistics GmbH

Wolfgang Engelhardt, Geschäftsführer

Joachim Müller, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Husqvarna Logistics GmbH, Ulm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Husqvarna Logistics GmbH, Ulm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Husqvarna Logistics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ulm, den 28. April 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer

Dr. Sterk, Wirtschaftsprüferin

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