Joyson Safety Systems Ignition GmbH
Wilhelm-Dümling-Straße 17, 39218 Schönebeck (Elbe), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Manfred Gradl seit 6.10.2023 | Geschäftsführer |
Roth Florian seit 6.10.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Joyson Safety Systems Ignition GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TAKATA Ignition Systems GmbHSchönebeck (Elbe)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 20.04.2012 bis zum 31.03.2013Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20. September 2012 bis 31. März 20131 UnternehmenDie Gründung der TAKATA Ignition Systems GmbH (im Weiteren als TKIGN bezeichnet) erfolgte durch die VRB Vorratsgesellschaften GmbH, Berlin am 20. September 2012 unter dem Namen Platin 860. GmbH. Im Anschluss wurden die Anteile an der Platin 860. GmbH durch die TAKATA Sachsen GmbH, Elterlein gekauft. Mit Satzung vom 12. Oktober 2012 fand eine Umfirmierung in TAKATA Ignition Systems GmbH und eine Verlegung des Sitzes nach Aschaffenburg statt. Am 25. Oktober 2012 übernahm die TKIGN alle Kommanditanteile der SDI Molan GmbH & Co. KG. Durch das Ausscheiden der Komplementärin SDI Molan Verwaltungs GmbH zum 30. November 2012 fand eine Anwachsung gem. § 738 BGB statt. Durch die Übernahme der bestehenden Geschäfte und Weiterführung der Produktion und Entwicklung wurde die Stellung als spezialisierter Lieferant für pyrotechnische Zündelemente und Mikrogasgeneratoren im Markt gefestigt. Die TKIGN hat ein sehr spezialisiertes Leistungsspektrum im Bereich automotiver Sicherheit. Die Wertschöpfung erfolgt über alle Stufen der Wertschöpfungskette. Kunden sind die führenden Zulieferer der Automobilindustrie insbesondere Unternehmen des TAKATA Europe Konzerns. Die TKIGN ist in der Branche Herstellung von pyrotechnischen Erzeugnissen tätig. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens ist in dem folgenden Leitbild formuliert: "TAKATA Ignition Systems strebt nach Sicherheit auf höchstem Niveau. Qualität und Produktivität sind dabei die treibenden Kräfte hinter unserem Geschäft. Es ist unser Ziel, die Anforderungen unserer Kunden vom Design bis hin zur Serienproduktion von pyrotechnischen Produkten und Systemen optimal zu erfüllen. Das Resultat dieser Bestrebungen sind über 72 Millionen ausgelieferte Einheiten der Spitzenklassen, die sich seither in Fahrzeugen nahezu aller großen Hersteller bewähren. Unsere Produkte sind Schlüsselelemente in Fahrer-, Beifahrer- und Seiten-Airbags, Gurtstraffern und anderen Anwendungen. Durch die Integration in den TAKATA Konzern ist TKIGN global aufgestellt, was es uns ermöglicht, Kunden auf den großen Automobilmärkten in Europa, Nordamerika und Asien mit Entwicklungen, Produktionskapazitäten und Support als kompetenter Partner zur Seite zu stehen." 2 Geschäft und Rahmenbedingungen2.1 Weltwirtschaftliche Lage Entsprechend der Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die deutsche Wirtschaft nach zwei Wachstumsjahren 2012 deutlich schwächer gewachsen und musste der Schuldenkrise in Europa Tribut zollen. Das Bruttoinlandprodukt stieg nur um 0,7% 1. 2011 hatte es noch ein Plus von 3,0% 1 gegeben und 2010 sogar von 4,2% 1. Im vergangenen Jahr machte den Unternehmen nicht nur die Flaute in der Euro-Zone zu schaffen. Auch in anderen wichtigen Absatzmärkten in der ganzen Welt wie China, Indien und Brasilien lief die Konjunktur nicht mehr so rund. Das bremste vor allem im Schlussquartal 2012 und im 1. Quartal 2013 das Geschäft der deutschen Exporteure und damit auch die gesamte Wirtschaftskraft. Im Schlussquartal 2012 jedoch schrumpfte die deutsche Wirtschaft kräftig und stand damit an der Schwelle zur Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt ist von Oktober bis Dezember um rund 0,5% 1 zum Vorquartal gesunken. Dieser Trend konnte im 1. Quartal 2013 gestoppt werden. Um 0,1 % 2 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 1. Quartal 2013 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - höher als im Vorquartal. Bei diesem schwachen Wachstum zum Jahresbeginn spielte allerdings auch die extrem winterliche Witterung eine Rolle. Die Ausgaben des Staates sind hingegen rückläufig. Die anhaltende Haushaltssanierung und die bevorstehende Schuldenbremse werden diese Entwicklung weiter verstärken. Der Zuwachs im Exporthandel hat von 2011 zu 2012 deutlich abgenommen, dennoch wird für die kommenden Jahre ein anhaltendes Wachstum erwartet. Treibende Kraft des Exporthandels bleiben die Schwellenländer. Die chinesische Wirtschaft soll weiterhin mit verlangsamter Dynamik wachsen. Auch für die US-amerikanische Wirtschaft werden positive konjunkturelle Entwicklungen erwartet. 1 Bundesamt für Statistik Pressemitteilung 15.01.2013 2 Bundesamt für Statistik Pressemitteilung 15.05.2013 Hohe Energie- und Rohstoffpreise lassen die Inflationsgefahr steigen. Die politischen Spannungen rund um den Persischen Golf haben den Rohölpreis wieder auf ein relativ hohes Niveau getrieben. Dies unterstützt die Zunahme der Inflationsraten und dämpft so über Kaufkraftverluste und höhere Produktionskosten das globale Wachstum. 2.2 Internationale Automobilkonjunktur Nach den deutlichen Auswirkungen der Wirtschaftskrise hat sich die Automobilproduktion wieder erholt. Diese Erholung ist allerdings sehr von der Region abhängig. Während in China und den USA noch Wachstumsraten größer 10% 3, in den Schwellenländern Wachstumsraten von 5% 3 erreicht wurden, ist in Europa ein Rückgang von ca. 7% 3 zu verzeichnen. Für TKIGN ist zurzeit vor allem noch die europäische Automobilkonjunktur relevant. Das Unternehmen beliefert Automobilzulieferfirmen aus dem Spezialsegment passive Sicherheitstechnologie. Angesichts der hergestellten Produkte ist TKIGN der Branche Herstellung von pyrotechnischen Erzeugnissen zugeordnet. 2.3 Branche der Automobilzulieferer (passive Sicherheitstechnologie) Unter passiver Sicherheitstechnologie sind Elemente in einem Auto zu verstehen, die bei einem Unfall zur Sicherheit der Insassen beitragen. Bekannte Beispiele sind der Airbag und Gurtstraffer. Der globale Markt für passive Sicherheitstechnologie ist in 2011 um 7% 4 gewachsen. Dieser Markt wird von den drei Anbietern Autoliv, TAKATA und TRW beherrscht, die alle in Europa vertreten sind. 2.4 Branche der Herstellung von pyrotechnischen Erzeugnissen Die Branche der Herstellung von pyrotechnischen Erzeugnissen umfasst Produkte wie Zündhütchen, Zünder, Sprengkapseln, elektrische Sprengzünder, Schießpulver, Sprengstoffe und Feuerwerkskörper für zivile und militärische Zwecke. Die Branche hat sich seit 2009 positiv entwickelt und die Umsätze sind seitdem insgesamt leicht gestiegen. Die weiterhin positive Umsatzentwicklung des Jahres 2012 lässt einen Aufwärtstrend vermuten. 3 VDA 4 Autoliv annual report 2011 2.5 Umsatz und Auftragsentwicklung Die Umsätze der TAKATA Ignition Systems GmbH werden im Wesentlichen in folgenden zwei Produktsegmenten erzielt:
Der Umsatz im Kernsegment der GSI-Anzünderfertigung konnte im letzten Geschäftsjahr im Vergleich der übernommenen Gesellschaft SDI Molan GmbH & Co. KG konstant gehalten werden, insbesondere durch den Serienstart eines Bauelementes für Batterietrennsysteme. Insgesamt konnte aber eine Reduzierung im eigentlichen Anzündergeschäft nicht vermieden werden. Der Rückgang ist insbesondere auf die notwendigen Anpassungen durch die Integration in die TAKATA Produktions- und Projektplanung zurück zu führen. Diese Situation wird zusätzlich durch den Abbau von Sicherheitsbeständen aus der Übernahmephase belastet. Im Bereich der MGG Fertigung handelt es sich um Produkte im Programmauslauf - nach über 10-jähriger Fertigungszeit. Neuentwicklungen werden erst seit der Übernahme wieder forciert. 2.6 Einschätzung der Geschäftsleitung Erst mit der Übernahme wurde wirtschaftliche Klarheit über die Zukunft des Unternehmens hergestellt. Bedingt mit der erst zu diesem Zeitpunkt angelaufenen Integration und erforderlichen Neuqualifizierungen wird eine deutliche Steigerung erst in den Folgegeschäftsjahren sichtbar werden. 3 ErtragslageDie Gesamtleistung von TKIGN konnte im Rumpfgeschäftsjahr in der kurzen Zeit noch nicht stabilisiert werden. Die Umsätze der TAKATA Ignition Systems GmbH im Rumpfgeschäftsjahr 2012/2013 betrugen in den 4 Monaten 1.810.391 €. Allerdings ist im Rumpfgeschäftsjahr aber auch der traditionell schwache Dezember in dem kurzen Berichtszeitraum auffällig. Materialaufwand: Es gab keine Sondereffekte im Berichtszeitraum Personalaufwand:
Beim Personalaufwand wurde eine Abfindung in Höhe von 43 TEUR berücksichtigt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2012/2013 -304.825,96 €. Ursächlich hierfür waren die Verluste aus den noch nicht abgeschlossenen Insourcingmaßnahmen zum verstärkten Einsatz von TKIGN Produkten in der TAKATA Gruppe. Die außerordentlichen Erträge resultieren aus der Anwachsung im Rahmen des Vermögensübergangs der SDI Molan GmbH & Co. KG auf die TKIGN, da der Kaufpreis geringer als das übernommene Nettovermögen der Gesellschaft war. Bedingt durch die o.g. außerordentlichen Erträge ergibt sich für das Rumpfgeschäftsjahr 2012/2013 ein Jahresüberschuss in Höhe von 856.444,45 €.
Tabelle 1: Kennzahlen TAKATA Ignition Systems 4 FinanzlageDie Investitionen (abzüglich Zuschüssen) betrugen im Berichtszeitraum 2012/13 bedingt durch das Auslaufen der öffentlich geförderten Programme und die Neuorientierung in der Integrationsphase lediglich 63 T€. Die bestehenden Verbindlichkeiten bei der NordLB wurden abgelöst und die TKIGN in das bestehende Cash-Pool-System der TAKATA Europe GmbH integriert. Die Tilgung der Darlehen erfolgte im Wesentlichen durch die Aufnahme von Darlehen aus dem Verbundbereich. Die flüssigen Mittel haben sich im Vergleich zu den im Rahmen der Anwachsung übernommenen Mittel insgesamt nicht wesentlich verändert. 5 VermögenslageZum 31. März 2013 beläuft sich die Bilanzsumme auf 9.252 T€. Bedingt durch den Abbau des Umlaufvermögens, infolge der Anpassung an die aktuellen Kundenbedarfe, betrugt die Anlagenintensität zum Ende des Geschäftsjahres 2012/2013 rd. 81,4%. Die Vorräte sind seit der Übernahme im November leicht um 146 T€ auf 1.218 T€ gestiegen. In der ursprünglichen Budgetplanung für das FY 14 (1. April 2013 bis 31. März 2014) war eine Einführung von Kurzarbeit ab dem 1. April 2013 vorgesehen, die jedoch nicht durchgeführt wurde. In diesem Zusammenhang wurde der Bestand an Fertigerzeugnissen erhöht, um die Lieferfähigkeit auch trotz Kurzarbeit aufrechterhalten zu können. Eine weitere Folge der Umsatzrückgänge ist eine weitere Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 224 T€. Die Höhe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich seit der Anwachsung, bedingt durch Volumenanpassungen insbesondere bei Lieferungen an verbundene Unternehmen auf 304 T€ reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf rd. 7,2 Mio. €, da alle übernommenen Bankverbindlichkeiten gegenüber Dritten durch die TAKATA Europe GmbH abgelöst wurden. 6 Risikobericht6.1 Risiken der zukünftigen Entwicklung Zu Beginn des 4. Quartals 2012 bestehen weiterhin konjunkturelle Risiken, insbesondere in der Europäischen Währungsunion. Im Falle einer erneuten Verschärfung der Krise wäre mit einer deutlichen Konjunktureintrübung in der Eurozone zu rechnen. Ein weiteres konjunkturelles Risiko besteht derzeit in hohen Preisvolatilitäten an den Rohstoffmärkten. Eine weitere Verschärfung der politischen Spannungen in Nordafrika und im Nahen Osten könnte die Lage weiter verschärfen. Neben den allgemeinen konjunkturellen Risiken bestehen weitere Risiken im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit. Die ab dem 1. Dezember 2012 eingeleitete Integration und Einbindung in die TAKATA-Organisation ist zunächst auf eine Stabilisierung der wirtschaftlichen und finanziellen Situation des Unternehmens ausgerichtet. Bei den Fördermittelbescheiden für die realisierten Investitionsmaßnahmen besteht nach wie vor das Risiko der teilweisen Rückzahlungsforderung. Wir gehen im Moment davon aus, dass kein Rückzahlungsrisiko besteht. Eine endgültige Entscheidung der Investitionsbank Sachsen-Anhalt steht jedoch noch aus. Im Rahmen der möglichen Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Berichtszeitraum keine Aktivitäten realisiert. Es wurde die Verlagerung der Lohnabrechnung zur TAKATA AG, die jedoch erst mit Beginn des FY 14 wirksam wurde, vorbereitet. Untersuchungen im Bereich Finance und Controlling wurden auch erst nach dem Berichtszeitraum, im Juni 2013, vorgenommen. Auf Grund der weiteren Nutzung des bestehenden SAP Systems in Schönebeck erscheint eine Verlagerung von Aktivitäten in diesem Bereich als nicht zweckmäßig. Seitens der Kunden wurde die Übernahme der Aktivitäten durch TAKATA als stabilisierend wahrgenommen, alle bestehenden Lieferverträge mit Dritten wurden deshalb lediglich umfirmiert. 6.2 Chancen der zukünftigen Entwicklung Für die Automobilkonjunktur bestehen positive Entwicklungsperspektiven, von denen auch TKIGN profitieren kann. Die automatisierte Fertigung bietet die Möglichkeit von stabilen Produktionskosten und damit einen Vorteil gegenüber den Produktionsstandorten mit stark steigenden Lohnkosten. Neben den guten Perspektiven für die Branche bestehen Chancen aus einer verstärkten Neukundenakquisition sowie der Einführung von neuen Produkten (geplant ab Anfang 2014). 7 Prognosebericht7.1 Internationale Automobilkonjunktur Die globale Automobilnachfrage sollte sich im weiteren Jahresverlauf weiter positiv entwickeln. Wachstumsimpulse kommen aus dem US-amerikanischen, dem japanischen sowie insbesondere aus dem chinesischen Markt, wo ab 2014 weltweit am meisten Automobile produziert werden sollen. Der europäische Markt wird über die verstärkte Exportnachfrage von dem erwarteten Wachstum profitieren. Insgesamt wird für den weltweiten Automobilmarkt ein Wachstum von rd. 4% 5 erwartet. 7.2 Entwicklung der Branche der passiven Sicherheitstechnologie Der Markt der passiven Sicherheitstechnologie wird in den nächsten Jahren wie die Automobilindustrie ihren Wachstumstrend fortführen und erwartet ein jährliches Wachstum von 5% pro Jahr bis 2014 6. Verstärkt wird dieser Trend durch das Wachstum im Bereich der Seitenairbags sowie den steigenden Sicherheitsanforderungen im Zuge des wachsenden Wohlstandes in den Schwellenländern. 5 PwC Studie Januar 2013 CEO Survay 6 Autoliv annual report 2012 7.3 Entwicklung der Branche von pyrotechnischen Erzeugnissen Da die Branche von pyrotechnischen Erzeugnissen von der Automobilbranche und der Branche der passiven Sicherheitstechnologie abhängig ist, wird sie von deren positiven Entwicklung profitieren. Der steigende Bedarf an Autos in asiatischen und südamerikanischen Ländern und der daraus folgende steigende Bedarf an Sicherheitstechnologie, lässt auch den Bedarf an pyrotechnischen Erzeugnissen steigen. 7.4 Erwartungen der Unternehmensleitung Für das nächste Geschäftsjahr 2014 erwartet die Geschäftsleitung unter Berücksichtigung der aktuellen Ergebnisse eine Stabilisierung der Geschäftsentwicklung. Durch verstärkte Vertriebsaktivitäten und Produktentwicklungen wird ab Anfang des FY 2014 wieder mit einem Umsatzwachstum gerechnet. Voraussetzungen dafür sind eine erfolgreiche Qualifizierungen der Produkte sowie die Fixierung von Lieferverträgen mit Neukunden. Neben der Produktintegration innerhalb der TAKATA-Organisation ist auch die Produktentwicklung und die Kostenoptimierung ein wichtiges strategisches Ziel. Die Wachstumschancen werden durch die positive Entwicklung der Integrationsmaßnahmen gesehen, die einen breiteren Zugang zu gesamten Modellpalette erlaubt. Mit der bestehenden Infrastruktur und den Produktionskapazitäten ist eine deutliche Ausweitung der Produktion möglich. Der Produktionsanlagen sind in einem sehr guten Zustand und ermöglichen eine qualitativ hochwertige und automatisierte Fertigung. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Gewährleistung einer stabilen finanziellen Basis. Aus der Umsatz- und Ertragsplanung für das Geschäftsjahr 2014 ergeben sich steigende Umsätze. Aufgrund der aktuellen Auftragssituation wird jedoch mit einem negativen Betriebsergebnis gerechnet. Zwischen der TAKATA Sachsen GmbH und der TAKATA Ignition Systems GmbH in Schönebeck besteht mit Wirkung ab 1. April 2013 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Der Vertrag gilt mit wirtschaftlicher und steuerlicher Wirkung hinsichtlich des Ergebnisabführungsvertrages im Innenverhältnis als mit Beginn des am 1. April 2013 beginnenden Wirtschaftsjahres der TKIGN. Durch den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag sind etwaige Jahresfehlbeträge durch Verlustübernahme der TAKATA Sachsen GmbH abgesichert. 8 Weiterführende Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB8.1 Vorgänge von besonderer Bedeutung Zum 7. März 2013 erfolgte die Verlegung des vorläufigen Firmensitzes von Aschaffenburg an den Standort des Unternehmens nach Schönebeck. Als zusätzlicher Geschäftsführer wurde zum 8. April 2013 Herr Christophe Dervyn bestellt und Herr Dr. Binder hat die Geschäftsleitung und das Unternehmen zum 30. Juni 2013 verlassen. 8.2 Risikomanagement Das Risikomanagementsystem der TKIGN ist im Qualitätshandbuch dokumentiert. Es ist integraler Bestandteil der Prozessabläufe und wird ständig durch Kontrollen und entsprechende Maßnahmen überprüft und dokumentiert. Die Mitarbeiter werden zusätzlich geschult. Schwerpunkte sind der sichere Umgang mit Explosivstoffen und Automobilsicherheitsteilen. Im Rahmen der neuen Produktionsanlagen und den damit verbundenen Verbesserungen in den Prozessabläufen konnten die Risiken in der Produktion weiter verringert werden. Die eingeführten Managementsysteme werden auch in FY 2014 aufrechterhalten und schrittweise in die TAKATA Systeme integriert. 8.3 Forschung und Entwicklung Die TKIGN betreibt auch nach dem Start der Integration eigene Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Für die laufenden Produkte wurde im Rahmen der Übernahme durch TAKATA eine neue Lizenzvereinbarung für die bestehende Nutzung von Produkt- und Prozesspatenten mit den Patentinhabern getroffen.
Schönebeck, den 29. November 2013 TAKATA
Ignition Systems GmbH
Bilanz zum 31. März 2013Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 20. September 2012 bis 31. März 2013
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20. September 2012 bis 31. März 2013A. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. Allgemeine Angaben Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. von § 267 HGB i. V. m. § 267 Abs. 4 Satz 2 HGB. Die Gesellschaft macht von den Erleichterungsvorschriften des § 288 Satz 2 HGB Gebrauch. Der Abschluss für das Rumpfgeschäftsjahr 2012/2013 ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB unter Beachtung rechtsformspezifischer Ausweisvorschriften aufgestellt. Vergleichsangaben gem. § 265 Abs. 2 Satz 1 HGB können aufgrund der Neugründung nicht gemacht werden. Bezogen auf das letzte Geschäftsjahr (01.11.2011 bis 31.10.2012) ergeben sich für die SDI Molan GmbH & Co. KG folgende Vergleichswerte (in TEUR):
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind weitgehend im Anhang dargestellt. 2. Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: Die Forderungen gegen Gesellschafter enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 162. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus dem Intra-Cash Pool in Höhe von TEUR 10 sowie sonstigen Forderungen in Höhe von TEUR 38. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von TEUR 7.120 und Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 47. Darüber hinaus sind im passiven Rechnungsabgrenzungsposten Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 61 ausgewiesen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze1. Ansatz und Bewertung Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear und degressiv vorgenommen. Die den Abschreibungen zugrunde liegenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen:
Die Abschreibung auf Zugänge an beweglichen Anlagegegenständen erfolgte pro rata temporis. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 150,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und voll abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 150,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, wurden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen. In den Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden die auf die bis zum Ende des Geschäftsjahres angeschafften förderungsfähigen Anlagenzugänge entfallenden Zuschüsse eingestellt. Der Sonderposten wird entsprechend der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagegegenstände im Zeitablauf kongruent zu der Abschreibungsentwicklung aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die Bewertung erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die enthaltenen Garantierückstellungen wurden mit 0,1 % der Umsatzerlöse des Geschäfts- und des Vorjahres geschätzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Abschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind nach § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 2. Gliederung und Ausweis Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind unter Berücksichtigung der Vorschriften der §§ 265, 266 und 275 HGB zur Gliederung und zum Ausweis unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages gegliedert. Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Aus statistischen Gründen wurden die historischen Anschaffungskosten und Abschreibungen übernommen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. 3. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen entwickelte sich wie folgt:
4. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Die Nummer des Vermerks bedeutet: 1 Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch handelsübliche Eigentumsvorbehalte besichert. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Gesellschaft bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 38. Der Betrag entspricht der Gesamtverpflichtung aus allen zum Bilanzstichtag bestehenden Leasing- und Mietverträgen. 6. Aktive latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern erfolgt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. 7. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB. D. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Position sonstige betriebliche Erträge enthält Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen von TEUR 52, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 14 sowie übrige Erträge von TEUR 4. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 14 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1 enthalten. Die außerordentlichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Anwachsung des Vermögens der SDI-Molan GmbH & Co. Kommanditgesellschaft von TEUR 1.074. E. Sonstige Angaben1. Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte durch folgende Personen geführt:
Christophe Dervyn, Schwalbach, wurde am 8. April 2013 zum Geschäftsführer bestellt. Es wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 2. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 162. 3. Konzernzugehörigkeit Die TAKATA Ignition Systems GmbH wurde in den Konzernabschluss der TAKATA Europe GmbH einbezogen. Die TAKATA Europe GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf, welcher im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Die TAKATA Europe GmbH wird in den Konzernabschluss der TAKATA Corporation, Tokio, Japan, zum 31. März 2013 einbezogen und wird auf der der Gesellschaft Internetseite (www.takata.com) veröffentlicht. Dieser Konzernabschluss umfasst den größten Konsolidierungskreis. 4. Anzahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren 71 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 21 Angestellte, 44 gewerbliche Arbeitnehmer, 6 Mitarbeiter in Teilzeit und 5 Auszubildende. 5. Abschlussprüferhonorar Die Gesellschaft verzichtet auf die Anhangsangabe nach § 285 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar, weil die Angaben in einem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind (Konzernklausel).
Schönebeck, den 29. November 2013 TAKATA
Ignition Systems GmbH
Hiroshi Shimizu, Geschäftsführer Claus Rudolf, Geschäftsführer Christophe Dervyn, Geschäftsführer BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der TAKATA Ignition Systems GmbH, Schönebeck, für das Geschäftsjahr vom 20. September 2012 bis 31. März 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, 29. November 2013 Ernst
& Young GmbH
Schiffmann, Wirtschaftsprüfer Frank, Wirtschaftsprüfer Entwicklung des Anlagevermögens 2012/2013
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