Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Plasticon Germany GmbH
Dieselstraße 10, 46539 Dinslaken, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Sialkowski seit 29.1.2016 | Prokura |
Thomas Dr. Rappen seit 3.2.2015 | Geschäftsführer |
Georg Schilling seit 22.12.2014 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Welna Holding B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Plasticon Germany GmbHDinslakenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2017 bis zum 30.06.2018Jahresabschluss zum 30. Juni 2018LageberichtPlasticon Germany GmbH, Dinslaken1. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Die Plasticon Germany GmbH bildet mit mehreren weltweit angesiedelten Schwestergesellschaften die Plasticon Composites Gruppe und gehört zur Plasticon Europe B.V., Hengelo/Niederlande, die ihrerseits zur Welna Holding B.V., Hengelo/Niederlande, gehört. Plasticon Composites ist weltweiter Anbieter von Komponenten und Anlagen aus thermoplastischem und glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Die Plasticon Germany GmbH hat langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Herstellung von Behältern, Apparaten, Rohrleitungssystemen und Spezialformteilen aus GFK oder aus Verbundkonstruktionen von GFK oder Stahl mit einem thermoplastischen Liner. Das Know-how besteht neben der Herstellung von Standardprodukten insbesondere in der Herstellung von maßgeschneiderten Spezialprodukten für besondere Einsatzbereiche. Die Produkte kommen in vielen verschiedenen Bereichen der unterschiedlichsten Branchen wie Chemie, Prozessindustrie, Halbleiterindustrie, Anlagen- und Kraftwerksbau und Abwassertechnik zum Einsatz. Der Markt erstreckt sich auf Endkunden in den sogenannten DACHI-Ländern: Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien. Darüber hinaus führen Lieferungen an Anlagenbauer in dieser Region auch zu indirektem Export in andere Länder. Der hochflexible Produktionsstandort in Dinslaken (Nordrhein-Westfalen) ist insbesondere auf die Herstellung von Spezialprodukten im Bereich Verbundwerkstoff und Auskleidung zum Korrosionsschutz von Behältern und Kanälen fokussiert. Hierbei spielen hochwertige Fluorkunststoffe eine zentrale Rolle und stellen oft ein Alleinstellungsmerkmal dar. Der Großteil der Standardprodukte wird von den Schwesterunternehmen z.B. in Polen und den Niederlanden bezogen. Damit können den Kunden zeitnah kostengünstige Lösungen angeboten werden. 1. Ziele und Strategien Plasticon Germany möchte als innovativer Anbieter von einem umfassenden und qualitativ hochwertigen Produkt- und Leistungsspektrum eine möglichst hohe Marktdurchdringung und Kundenzufriedenheit erzielen und den Marktanteil in Deutschland weiter ausbauen. Dieser soll bis 2020 bei den Standardprodukten 15 % und bei den Spezialprodukten 25 % betragen. Aufgrund der vielschichtigen Wettbewerbssituation im Service mit zum Teil sehr kleinen lokalen Unternehmen wird hier ein Zielmarktanteil von 10 % als realistisch angesehen. Die Strategie zur Erreichung dieser Ziele besteht in der konsequent kundenorientierten Weiterentwicklung der Produkte, der Erweiterung des Liefer- und Leistungsangebotes, dem Ausbau der Service- und Wartungsaktivitäten, der Verbesserung der Kundennähe und der Erweiterung der Anwenderbranchen. Mit der ergänzenden Ausrichtung auf den Dienstleistungsbereich versprechen wir uns neben der besseren Auslastung der technischen Abteilungen und Montage auch eine nachhaltige Verbesserung der Erlösstruktur und -qualität. Um gerade im Servicebereich die gebotene Kundennähe und notwendigen kurzen Reaktionszeiten zu erreichen, hat Plasticon Germany in den letzten Jahren zwei zusätzliche Servicestützpunkte, in Stade und Ludwigshafen, aufgebaut. Diese Stützpunkte sollen darüber hinaus als lokaler Ausgangspunkt zur Akquisition von Neukunden und Neugeschäft dienen. Neben den genannten Stützpunkten sollen bis 2022 zwei weitere Stützpunkte im Osten und Süden Deutschlands aufgebaut werden. Neben diesen Stützpunkten wird der Service im Bereich Rhein-Ruhr um die Zentrale von Plasticon Germany deutlich ausgebaut. Hierzu wurde unter anderem eine eigene Abteilung gegründet, die sich auf das Geschäftsfeld Service und Montage fokussiert. 1. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut Quartalsbericht 3/2018 des Verbands der Chemischen Industrie e.V. (VCI) wächst die Chemieproduktion im Jahr 2018. Unter anderem führt die Erholung des Ölpreises laut Branchenverband VCI zu einer Umsatzsteigerung der Branche von ca. 3,5 %. Hierdurch wurden auch die Neugeschäfte für Plasticon Germany in dieser wichtigen Branche deutlich gesteigert. Die getätigten Investitionen der letzten Jahre zeigen auch im Bereich Wartung und Service positive Tendenzen. Die energiepolitischen Weichenstellungen zur Reduzierung fossiler Brennstoffe - insbesondere Kohle - und zum Ausbau der nachhaltigen Energieerzeugung in dezentralen Kleinanlagen haben dazu geführt, dass in Deutschland kaum noch in neue Großkraftwerke investiert wird. So spielt für Plasticon Germany in dieser Branche vor allem die Sanierung von Altanlagen eine zentrale Rolle. Durch das branchenübergreifende erstarkte Wirtschaftswachstum und die Erholung an den Rohstoffmärkten belebten sich die Umsätze auf dem Gebiet der Industriekraftwerke, die oft mit günstigen, aber kritischen Produktionsresten betrieben werden und im Bereich der Rauchgasreinigung durch Spezialauskleidungen geschützt werden müssen. 1. Geschäftsverlauf Für die Steuerung des Unternehmens sind insbesondere folgende interne, nach den Bilanzierungsrichtlinien der Plasticon-Gruppe ermittelte, finanzielle Leistungsindikatoren relevant:
Die Revenues ermitteln sich grundsätzlich aus dem Umsatz und den Bestandsveränderungen unter Berücksichtigung der Bewertungsunterschiede zwischen Handelsrecht und den Bilanzierungsrichtlinien der Plasticon-Gruppe (insbesondere die Berücksichtigung der Teilgewinnrealisierung). Die CM errechnet sich aus den Revenues abzüglich direkter Kosten. Das operative EBIT ist definiert als CM abzüglich fixer Kosten und Abschreibungen und entspricht dem Jahresergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Konzernumlagen. Die Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:
1. Produktion Das Vorjahr war u.a. durch die Bearbeitung großer Aufträge geprägt. Zudem wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Großauftrag kundenseitig verschoben. Der Projektmix im Auftragseingang hat sich zu weniger materialintensiven Produkten verschoben. Außerdem wurde bei einigen großen Projekten vom Kunden direkt Produktionsmaterial beigestellt. Die Auslastung der eigenen technischen Bereiche am Standort Dinslaken war dagegen weiterhin sehr positiv. Insbesondere die Montageleistungen waren durch die abgerechneten Aufträge so hoch, dass auch Fremdfirmen bzw. Leiharbeitnehmer überdurchschnittlich oft in Anspruch genommen wurden. Die monatliche Auslastung der eigenen Fertigung am Standort Dinslaken lag im Geschäftsjahr durchweg sehr hoch. 1. Investitionen In Summe wurden im Geschäftsjahr deutlich mehr als die planmäßigen Abschreibungen investiert. Die getätigten Investitionen von über TEUR 383 flossen vor allem in neue technische Anlagen und Betriebsausstattung. 1. Lage 1. Ertragslage Die Revenues von TEUR 15.703 (Vorjahr: TEUR 18.916) resultierten hauptsächlich aus dem Großbehälterbau für große Chemieunternehmen und der Lieferung und Montage von Rohrleitungssystemen. Darüber hinaus bildeten Aufträge zur Auskleidung von Stahlbehältern und Rauchgaskanälen in Industriekraftwerken ein wichtiges Standbein für die Revenues. Die Revenues gliedern sich in die drei Geschäftsbereiche Produktion (TEUR 7.018; Vorjahr: TEUR 9.840), Handel (TEUR 5.408; Vorjahr: TEUR 4.643) und Service (TEUR 3.277; Vorjahr: TEUR 4.433). Die handelsrechtliche Gesamtleistung (= Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) beläuft sich auf TEUR 15.308 (Vorjahr: TEUR 19.287). Durch stärkere Fokussierung des Vertriebs auf aussichtsreiche Produkt-Markt-Kombinationen konnten im Verlauf des Geschäftsjahres profitable Verkaufserfolge erzielt werden. Ein verstärkter Fokus auf das margenträchtigere Servicegeschäft ist seit zwei Jahren sichtbar und setzt sich im aktuellen Auftragseingang weiter fort. Durch die Ergänzung der Aktivitäten um den Servicebereich soll die Ertragslage zukünftig nicht nur verbessert, sondern auch verstetigt werden. Darüber hinaus soll sich die Qualität der Aufträge durch das profitablere Servicegeschäft verbessern. Der Projektmix hat sich gegenüber dem Vorjahr signifikant verändert. Zum einen wurden einige Großprojekte mit Kundenmaterialbeistellung realisiert, zum anderen waren kundenbedingt weniger teure Fluorkunststoffverbindungen zu verarbeiten als in der Vorperiode. Materialaufwand und Personalaufwand verlaufen deshalb im Verhältnis zur Umsatzentwicklung materiell unkorreliert und haben sich bezogen auf die Revenues günstig entwickelt. Der Materialaufwand beträgt TEUR 7.831 und führt zu einer Materialaufwandsquote (Materialaufwand bezogen auf die handelsrechtliche Gesamtleistung) von 51,2 % (Vorjahr: 54,7 %). Der Personalaufwand beträgt 33,3 % (Vorjahr: 29,4 %) der handelsrechtlichen Gesamtleistung und beläuft sich auf TEUR 5.099 (Vorjahr: TEUR 5.662). Der Rückgang des absoluten Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus dem geänderten Ausweis der Aufwendungen für Leiharbeiter (Vorjahr: TEUR 609), welche nunmehr unter dem Materialaufwand ausgewiesen werden. Die getroffenen strategischen Entscheidungen, aber auch die vorgenommenen Prozessoptimierungen spiegeln sich auch in der weiter verbesserten Contribution Margin wider, welche von 21,5 % auf 26,7 % gestiegen ist. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch die höheren Margen aufgrund der Fokussierung auf den Vertrieb sowie das Servicegeschäft begründet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen u. a. Aufwendungen für betriebliche Räume, Versicherungen, Kraftfahrzeuge, Instandhaltung und Werbe- und Reisekosten und lagen mit TEUR 2.257 auf Vorjahresniveau (TEUR 2.215). Im Berichtsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 411 für die Behebung von Sturmschäden an Produktionsgebäuden enthalten. Die korrespondierenden Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 295 werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Somit verbleibt eine Ergebnisbelastung aufgrund des Sturmschadens in Höhe von TEUR 116. Das operative EBIT (interner Leistungsindikator) ist somit absolut zwar um TEUR 185 auf TEUR 747 (Vorjahr: TEUR 932) gesunken, liegt aber mit rd. 5 % der Revenues auf dem Niveau des Vorjahres. Im Wesentlichen aufgrund des geänderten Produktmix liegt das operative EBIT über dem Budget. Das handelsrechtliche Betriebsergebnis ist dagegen deutlich gesunken (TEUR 243; Vorjahr: TEUR 720). Der Rückgang resultiert einerseits aus der Ergebnisbelastung durch die Sturmschäden. Andererseits sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zur Betriebsleistung weniger stark gesunken, was u.a. auf die enthaltenen Fixkosten zurückzuführen ist. Entsprechend hat sich auch das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung reduziert. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 495) wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der Muttergesellschaft übernommen. 1. Finanz- und Vermögenslage Aus den vorhandenen liquiden Mitteln und dem operativen Cashflow konnten (größtenteils außerplanmäßige) Darlehenstilgungen in Höhe von TEUR 1.094 an die Muttergesellschaft geleistet werden. Die zukünftigen Zinsbelastungen werden dadurch auf ein Minimum reduziert. Die externe Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch ein nunmehr deutlich reduziertes Restdarlehen der Muttergesellschaft sowie durch eine Kreditlinie eines Finanzinstituts. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 12.158 auf TEUR 10.346 gesunken. Das Umlaufvermögen betrug im Berichtsjahr TUER 8.681 gegenüber TEUR 10.634 im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.575 sind um TEUR 995 niedriger als im Vorjahr. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der Abrechnung von großen Projekten zum Ende des Vorjahres. Hauptsächlich aufgrund der geleisteten Darlehenstilgungen haben sich die Flüssigen Mittel um TEUR 1.095 reduziert. Zudem haben sich die Forderungen gegen die Gesellschafterin aufgrund der Gewinnübernahme um TEUR 48 vermindert. Zum Stichtag wurden die unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR 3.228 (Vorjahr: TEUR 3.527) vollständig durch erhaltene Anzahlungen gedeckt, der übersteigende Betrag in Höhe von TEUR 2.424 (Vorjahr: TEUR 1.355) wird auf der Passivseite unter den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen. Die Rückstellungen liegen mit insgesamt TEUR 1.383 auf Vorjahresniveau und beinhalten neben den Pensions- und Gewährleistungsrückstellungen sonstige Rückstellungen betreffend den Personalbereich von TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 433) und für ausstehende Rechnungen von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 96). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind umsatz- und projektbedingt um TEUR 917 gesunken. Im Berichtsjahr werden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.073 ausgewiesen, was einem Rückgang von TEUR 2.021 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Rückgang betrifft einerseits die Darlehensrückzahlungen und andererseits die stichtagsbedingt niedrigeren Lieferungen und Leistungen. 1. Prognose, Chancen und Risiken Das Unternehmen verfügt für das operative Geschäft über diverse Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützen die Geschäftsführung dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Zu dem internen Überwachungssystem gehören
Das interne Reporting wurde so verbessert bzw. ergänzt, dass im gesamten Geschäftsablauf vom Vertrieb über die Auftragsabwicklung bis hin zu Montage- und Serviceaktivitäten bezüglich der relevanten Leistungsindikatoren Transparenz herrscht. Damit ist es möglich, geschäftsgefährdende Risiken möglichst früh zu erkennen und ihnen mit geeigneten Gegenmaßnahmen zu begegnen. Für das Geschäftsjahr 2018/2019 werden weitere effizienzsteigernde Investitionen im Bereich der Fertigung geplant und der weitere Ausbau von Servicestützpunkten vorangetrieben. Die gute Marktposition unserer hochwertigen und innovativen Spezialprodukte soll durch nachhaltige Investitionen in die Entwicklung unterstützt werden. Das Rohrleitungsgeschäft soll durch eine noch intensivere Kooperation mit der Schwestergesellschaft in Polen weiter ausgebaut werden. Wenn die Neuinvestitionen unserer Kunden reduziert werden sollten, steigen erfahrungsgemäß die Maßnahmen zur Erhaltung/Sanierung von Anlagen. In diesem Falle können wir durch die ergänzende Ausrichtung des Servicebereichs von dieser Marktentwicklung profitieren. Auf Grund der positiven Geschäftsentwicklung konnte sich die Gesellschaft in den letzten beiden Geschäftsjahren aus der angespannten Liquiditätslage der letzten Jahre befreien und außerplanmäßige Rückzahlungen der Gesellschafterdarlehen leisten. Die Plasticon Germany GmbH weist infolge der aufgelaufenen Verluste aus Vorjahren aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Alleingesellschafterin Plastikon Kunststoff GmbH Forderungen gegen diese in Höhe von TEUR 5.076 aus. Die Werthaltigkeit sowie Begleichung dieser Forderungen ist abhängig von der finanziellen Ausstattung des Mutterunternehmens Plasticon Europe B.V., welche eine Patronatserklärung gegenüber der Plastikon Kunststoff GmbH zur Bereitstellung künftiger fehlender Liquidität abgegeben hat. Diese Patronatserklärung ist bis zum 31. Dezember 2019 befristet. Über eine weitere Patronatserklärung der Plasticon Europe B.V. gegenüber der Plasticon Germany GmbH würde künftige fehlende Liquidität bereitgestellt werden. Die Patronatserklärung ist bis zum 31. Dezember 2019 befristet. Aufgrund dieser Maßnahmen der Plasticon Europe B.V. ist die Zahlungsfähigkeit der Plasticon Germany GmbH grundsätzlich jederzeit gewährleistet. Preisänderungsrisiken bestehen keine, weil keine entsprechenden Abhängigkeiten bestehen. Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind latent vorhanden. Sie werden jedoch durch die Patronatserklärungen der Plasticon Europe B.V. deutlich abgeschwächt. Die genehmigte Planung für die Gesellschaft sieht für das Geschäftsjahr 2018/2019 unter Berücksichtigung des aktuellen Auftragsbestands Revenues von ca. TEUR 16.049, eine CM von TEUR 3.885 bei einem operativen EBIT von ca. TEUR 548 vor. Damit sind die Revenues über dem abgelaufenen Geschäftsjahr geplant. Aufgrund des Produktmix sowie der geplanten Kosten für die Aufträge werden jedoch eine geringere CM und damit ein geringeres operatives EBIT erwartet. Gemäß dem aktuellen Konzernreporting entwickeln sich alle Kennzahlen positiv und liegen über Budget.
Dinslaken, 25. Januar 2019 Plasticon Germany GmbH Geschäftsführung Dr. rer. nat. Thomas Rappen 101817009_2018 - Plasticon Anlage 1.1 / 2 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Jahresabschluss zum 30. Juni 2018AnhangPlasticon Germany GmbH, Dinslaken1. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Duisburg unter der Handelsregisternummer HRB 9640 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt drei Jahre. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern ergeben sich wie folgt:
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von über EUR 250 bis EUR 1.000 (geringwertige Anlagegüter) werden als Sammelposten aktiviert und über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben. Vorräte Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips aktiviert. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten werden auch angemessene Teile der Gemeinkosten sowie der durch die Fertigung veranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Die Bewertung erfolgt durch Einzelkalkulationen der zu Grunde liegenden Aufträge. Neben den Materialeinzelkosten werden die Fertigungseinzelkosten durch einen auf Plankosten ermittelten Stundensatz einbezogen. Die Gemeinkosten sowie der durch die Fertigung veranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens werden durch Zuschlagssätze, welche auf Basis der aktuellen internen Kostenrechnung ermittelt werden, berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungswerten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen Forderungen sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 1 % bezogen auf die nicht einzelwertberichtigten Bruttoforderungen berücksichtigt. Liquide Mittel Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nennwerten bilanziert und entsprechend ihrer Laufzeit aufgelöst. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus einer Pensionsverpflichtung gegenüber einem ehemaligen Geschäftsführer wurde eine Rückstellung gebildet. Die Bewertung erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Die Höhe der Pensionsrückstellung wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt unter Verwendung der "Heubeckschen Richttafeln 2005 G". Die Rentendynamik wurde wie im Vorjahr mit 4,0 % berücksichtigt. Die Rückstellung wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB (in der Fassung vom 11. März 2016) mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Dabei wurde das Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zur Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren in Anspruch genommen. Der angewendete Zinssatz beträgt 3,46 % (Vorjahr: 3,86 %). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 30. Juni 2018 TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 47). Der Effekt aus der Änderung des Rechnungszinses wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen und beträgt TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 16). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellungen für Gewährleistungen erfolgt durch Anwendung eines pauschalen Prozentsatzes von 1,0 % auf die garantiebehafteten Umsätze des Geschäftsjahres und von 0,5 % auf die garantiebehafteten Umsätze des Vorjahres. Diese Prozentsätze berücksichtigen das Eintrittsrisiko und wurden ausgehend von den Erfahrungswerten der Vergangenheit ermittelt. Eventuelle eigene Rückgriffsforderungen insbesondere aufgrund des Bezugs von Materialien von verbundenen Unternehmen werden bei der Bewertung berücksichtigt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls bzw. zum Jahresende am Abschlussstichtag. 1. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.076 (Vorjahr: TEUR 5.124). Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt TDM 250 (TEUR 128). Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 170; Vorjahr: TEUR 170), Kosten für ausstehende Rechnungen (TEUR 70; Vorjahr: TEUR 96), für den Personalbereich (TEUR 432; Vorjahr: TEUR 433), für Jahresabschlussprüfung und betriebliche Steuererklärungen (TEUR 45; Vorjahr: TEUR 52), für die Erfüllung von Aufbewahrungspflichten (TEUR 7; Vorjahr: TEUR 7) sowie übrige Rückstellungen (TEUR 20; Vorjahr: TEUR 27). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Finanzierungen haben folgende Restlaufzeiten:
Die übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 74) enthalten in diesem Geschäftsjahr Versicherungsentschädigungen im Zusammenhang mit erlittenen Sturmschäden an Produktionsgebäuden in Höhe von TEUR 295. Darüber hinaus sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Personalaufwand Zur besseren Darstellung der Ertragslage werden abweichend zum Vorjahr seit dem Geschäftsjahr 2017/2018 Aufwendungen für Fremdarbeiter in Höhe von TEUR 792 (Vorjahr: TEUR 609) nicht mehr unter den Aufwendungen für Löhne und Gehälter, sondern unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Bei einer Anpassung der Vorjahreszahlen hätten die Aufwendungen für Löhne und Gehälter TEUR 4.190 betragen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 377) periodenfremde Aufwendungen aus der Wertberichtigung/Ausbuchung von Forderungen enthalten. Darüber hinaus sind innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen außergewöhnliche Aufwendungen aus der Behebung der Sturmschäden an Produktionsgebäuden enthalten, welche sich auf TEUR 411 belaufen. 1. Sonstige Angaben Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (einschließlich Teilzeitmitarbeiter):
Geschäftsführer Der Geschäftsführung gehört an: Dr. rer. nat. Thomas Rappen, Herne Herr Dr. Rappen ist hauptberuflich als Geschäftsführer für die Gesellschaft tätig. Die Rückstellungen für Pensionen betreffen einen ehemaligen Geschäftsführer. Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss wird über die Gesellschafterin Plastikon Kunststoff GmbH, Dinslaken, in den Konzernabschluss der Welna Holding B.V., Hengelo/Niederlande, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis auf, der in der "Kamer van Koophandel" in Enschede veröffentlicht wird. Haftungsverhältnisse Es bestehen Verpflichtungen gegenüber verschiedenen Auftraggebern aus Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften von insgesamt TEUR 3.183 (Vorjahr: TEUR 5.271). Mit einer Inanspruchnahme ist aus Erfahrung und nach derzeitigen Erkenntnissen nicht zu rechnen, weil die Anzahlungsbürgschaften bei der Endabrechnung mit den entsprechenden Leistungen verrechnet werden bzw. die meisten Gewährleistungsbürgschaften mit entsprechenden Verpflichtungen unserer Schwesterfirmen verrechnet werden können. Darüber hinaus haftet die Gesellschaft gemeinschaftlich mit anderen Konzerngesellschaften für Verbindlichkeiten von Konzerngesellschaften gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 18.490. Mit einer Inanspruchnahme wird derzeit nicht gerechnet, da die Planungsrechnungen des Konzerns eine ausreichende Liquidität ausweisen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Wartungsverträgen in Höhe TEUR 644 (Vorjahr: TEUR 539). Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.
Dinslaken, den 25. Januar 2019 Plasticon Germany GmbH Die Geschäftsführung Dr. rer. nat. Thomas Rappen
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.02.2019 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Plasticon Germany GmbH, Dinslaken, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2018 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Plasticon Germany GmbH, Dinslaken, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 25. Januar 2019 Deloitte
GmbH
Feldhoff, Wirtschaftsprüfer Arndt, Wirtschaftsprüfer 101817009_2018 - Plasticon SNR2019126028 Anlage 2 / 2 |
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