Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 22141 HB
Eingetragen
9.6.2005
Branche
Herstellung von sonstigen ArmaturenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Ventilen, Armaturen und regeltechnischen Einrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Mark Gudehus
seit 20.2.2026
Vorstandsmitglied
Ralf Jester
seit 20.2.2026
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GESTRA AG

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Über die GESTRA AG

Unser Kerngeschäft sind Armaturen und Regelungstechnik für die Dampf- und Kondensatwirtschaft. Mit unserem Hauptsitz in Bremen, den konzerneigenen Vertriebsgesellschaften sowie den weltweiten Vertretungen entwickeln, produzieren und vertreiben wir Produktlösungen für globale Märkte.

Im Bereich der Armaturen bilden Kondensatableiter, Rückflussverhinderer und Stellventile für Kraftwerke die Hauptproduktgruppen. Unsere Industrie-Elektronik umfasst die komplette Regelung von Industriekesseln inklusive Abschlamm- und Absalzventilen. Wärmetechnische Apparate und Behälter komplettieren das Produktportfolio. Natürlich sind auch Service- und Reparaturleistungen Teil unseres Angebots. Der Ausbau digitaler Mehrwertdienstleistungen -insbesondere von Connected Services - erweitert unser Angebot an Lösungen für unsere Kunden mehr und mehr.

Die GESTRA AG sowie das weltweite GESTRA-Geschäft gehören zur Spirax Group plc mit Sitz im englischen Cheltenham. GESTRA wird als eigenständige Marke in einer separaten Division geführt. Die Strategie der GESTRA-Division zielt dabei auf ein nachhaltiges, profitables Wachstum mit einem unabhängigen Marktauftritt.

Entwicklung der Wirtschaft und der Branche

Mit dem feindlichen, kriegerischen Aktes Russlands in der Ukraine im Februar 2022 ist die weltwirtschaftliche Entwicklung deutlich und nachhaltig negativ beeinflusst. Der Terror-Angriff der Hamas im Oktober 2023 in Israel sowie die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer und im Suezkanal hat zu einer weiteren Anspannung geführt. Dennoch ist das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2023 trotz einer massiven Straffung der Geldpolitik um +3,1% gestiegen und lag somit über den Ende 2022 prognostizierten +2,2% 1. China entwickelte sich mit +5,4% deutlich besser als erwartet (+4,6%) und stärker als die Weltwirtschaft, während die Vereinigten Staaten mit +2,4% zwar auch deutlich über den Erwartungen lag (-0,4%) aber unterhalb der weltweiten Entwicklung.

Die Konjunktur in Deutschland hat sich auch in 2023 weiter verschlechtert und Deutschland ist in eine Rezession gerutscht. Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Inflation lag in 2023 leicht unter 2022 (+6,9%), mit +5,9% dennoch auf einem hohen Niveau im Vergleich zu früheren Jahren. Bedeutende Treiber sind hierbei die Preise für Nahrungsmittel sowie die Energiekosten 2 .

Das Wachstum der Wirtschaft in der Eurozone lag mit +0,5% leicht unter dem erwarteten Niveau von +0,6% 1. Betrachtet man den Euroraum ohne Deutschland, lag das Wachstum des BIP mit +0,8% nur marginal über den Erwartungen von +0,7%. Nach einer kurzen Erholung im zweiten Quartal 2023 hat die Konjunktur im zweiten Halbjahr wieder an Schwung verloren und man steht nach wie vor an der Schwelle einer Rezession 3 .

1 6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB 109 2023-Q4 Welt DE.pdf (ifw-kiel.de)

2 Zu den wichtigsten Preistreibern 2023 und Ausblick für 2024 (ifo.de)

Nachdem die Weltrohstahlproduktion in 2022 um -4,2% gesunken war, ist die Produktionsmenge in 2023 zum Vorjahr unverändert 4. Die Produktionskosten verbleiben jedoch auf einem hohen Niveau. Ausgehend vom Jahr 2015 (Index = 100) beträgt der Erzeugerpreisindexwert für Stahl und Stahlprodukte (Roheisen, Rohstahl und Walzstahl sowie Ferrolegierungen) in Deutschland im Jahr 2023 rund 168 Punkte und somit 26 Punkte weniger als 2022. Allerdings liegt dieser Wert nach wie vor deutlich über den Vorjahren (2021 = 145 Punkte; 2020 = 104 Punkte) 5 , und spiegelt die Entwicklung der Energiekosten in Deutschland wider.

Geschäftsverlauf

Im Herbst 2022 sind wir trotz einer erwarteten Abkühlung der Gesamtwirtschaft von einer Steigerung des Auftragseinganges um 8% und einer Umsatzsteigerung in Höhe von 11% für 2023 ausgegangen. Am Ende folgte der Geschäftsverlauf der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der Auftragseingang konnte nur moderat um 1% und der Umsatz um fast 5% gesteigert werden und lag somit unter den Erwartungen. Der Auftragseingang lag um 734 TEUR und der Umsatz um 4,1 Mio. Euro über dem Vorjahreszeitraum. Es wurde ein Betriebsergebnis von 10.594 TEUR erwirtschaftet, welches somit unter der Vorjahresprognose von 15 Mio. Euro liegt. Im Wesentlichen wurde das angestrebte Betriebsergebnis aufgrund des nicht erreichten Planumsatzes verfehlt. Der hieraus fehlende Deckungsbeitrag beläuft sich auf gut 4,0 Mio. Euro. Die Konzernumlagen sind zudem höher ausgefallen als ursprünglich angenommen. Im Gegenzug wurde dieses zum Teil durch geringere Personalkosten kompensiert, da weniger Mitarbeiter eingestellt wurden als geplant. Allerdings lagen die dafür angefallenen Personalbeschaffungskosten deutlich über den Erwartungen. Zudem hat die geringere Anzahl an Einstellungen auch dazu geführt, dass die Aufwendungen für Leihpersonal höher waren.

Forschung und Entwicklung

Im Jahresdurchschnitt arbeiteten 24 Ingenieure (Vollzeitäquivalente) an Forschungs- und Entwicklungsthemen.

Der Aufwand entspricht etwa 3% vom Umsatz der GESTRA AG.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Auftragseingang

Der Auftragseingang entwickelte sich bei der GESTRA AG im Rahmen der oben beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und lag mit 90.787 TEUR um +0,8% über dem Vorjahr (90.053 TEUR).

3 6c4fd05f-bb55-42f7-b7a4-96b9fc631caf-KKB 110 2023-Q4 Deutschland DE.pdf (ifw-kiel.de)

4 December 2023 crude steel production and 2023 global crude steel production totals - worldsteel.org

5 Chart zur Stahlpreisentwicklung bis 2023 | Statista

Im Inland lag der Auftragseingang insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres. Während in 2022 die Auftragseingänge des Industriekundengeschäftes den stärksten Zuwachs erfahren haben, war es in 2023 mit +9% das Handelsgeschäft. Das Industriekundengeschäft verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Rückgang um -10%. Haupttreiber hierbei waren Rückgänge im Projekt- und Ersatzteilgeschäft bei den kleinen und mittleren Unternehmen. Auch der Bereich Key Account-Geschäft lag mit -3% unter dem Vorjahr. Insbesondere die schwache Konjunktur sowie die hohen Energiekosten führten im Chemie-Sektor zu einer rückläufigen Nachfrage.

Im Export stieg der Auftragseingang um +3%. Während sich ein deutlicher Anstieg des Auftragseinganges für die Tschechische Republik, Brasilien, die Schweiz und Serbien aufgrund von Großaufträgen und Projekten ergab, war der größte Rückgang in Schweden zu verzeichnen. Dort gab es im Vorjahr außerordentliches Projektgeschäft, welches sich in 2023 nicht wiederholt hat.

Umsatz

Der erzielte Umsatz lag mit 92.805 TEUR um +5% über 2022 (88.660 TEUR). Da einige Großaufträge im letzten Quartal 2022 eingegangen sind und erst in 2023 zur Auslieferung kamen, liegt der nominale Umsatzanstieg über dem des Auftragseingangs.

Der inländische Umsatz lag +6% über dem Vorjahreswert. Der Umsatzanstieg in den einzelnen Bereichen liegt über der Entwicklung des Auftragseingangs, wobei auch hier der Umsatz im Handelsgeschäft mit +14% deutlich stärker stieg als in den Bereichen Key-Account und im Industriegeschäft, die um +2% gestiegen sind.

Der Umsatz im Exportgeschäft folgte dem Auftragseingang und lag mit ebenfalls +3% auch über dem Vorjahr. Wesentlichste Anstiege ergaben sich bei der Türkei, der Tschechischen Republik und China. Im Gegenzug hat sich der Umsatz mit Singapur in 2023 aufgrund von struktureller Veränderung in der Unternehmensgruppe verringert. Zukünftig wird ein Teil dieses Geschäftes direkt über Malaysia abgewickelt. Der Anstoß für diese Umsetzung erfolgte jedoch erst im Laufe des zweiten Halbjahres 2023.

Der Umsatz für die Produktion von Produkten für die Schwestergesellschaften der Spirax-Sarco Gruppe lag im Berichtszeitraum mit -4% leicht unter dem Vorjahr, ebenfalls getrieben durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung.

Insgesamt zeigt sich der Umsatzanstieg in allen Hauptproduktgruppen. Der Anteil des Umsatzes für Kondensatableiter, Rückflussverhinderer, Industrie-Elektronik und sonstige Produkte, Ersatzteile und Dienstleistungen sind gegenüber dem Vorjahr unwesentlich von 95% auf 94% gesunken. In Summe erhöhte sich der Umsatz dieser Gruppen um 4% gegenüber dem Vorjahr. Stärkster Anstieg mit jeweils +24% ist jedoch in den Gruppen Stellventile und Wärmetechnische Apparate und Behälter zu verzeichnen, wobei 2022 hier eher als schwaches Jahr zu benennen ist.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis in 2023 (Jahresergebnis vor Gewinnabführung, sonstigen Steuern, Ertragsteuern, Zinsergebnis und Beteiligungserträgen) lag mit 10.594 TEUR um -1.561 TEUR unter dem Vorjahr (12.155 TEUR), da in den Kernbereichen die Kosten überproportional gestiegen sind. Zwar erhöhte sich der Umsatz um +4.145 TEUR, im Gegenzug gab es aber auch deutliche Steigerungen bei den Personalaufwendungen (+3.628 TEUR), den Materialaufwendungen (+1.573 TEUR) und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+1.180 TEUR).

Aus den Bestandsveränderungen ergibt sich in 2023 ein positiver Effekt in Höhe von 637 TEUR.

Die Personalaufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund von Einstellungen, der Erhöhung der Entgelte sowie dem letzten Anteil der Inflationsausgleichsprämie gemäß Tarifabschluss 2022 gestiegen.

Der Materialaufwand (inkl. bezogenen Leistungen) hat sich in Summe im Rahmen der Umsatzentwicklung erhöht. Die Materialaufwandsquote - bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) - lag analog dem Vorjahr bei 31%. Die Beschaffungspreise der noch in den Vorjahren stark inflationär geprägten Elektronikkomponenten haben sich im Berichtszeitraum weitestgehend stabilisiert, liegen aber teils noch immer über dem Niveau von vor der Pandemie.

Von der Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (SBA, +1.180 TEUR) entfallen 529 TEUR auf Aufwendungen für Fremdleistungen, primär aufgrund eines Anstiegs der Konzernumlagen. Diese wurden seit der Zugehörigkeit zur Spirax-Sarco-Gruppe stufenweise erhöht. Zudem sind die Kosten für externe IT-Dienstleistungen gestiegen, u. a. aufgrund von ersten Vorlaufkosten für einen anstehenden Wechsel des ERP-Systems. Die sonstigen Personalaufwendungen sind um 207 TEUR gestiegen. Hiervon entfällt der größte Teil auf einen erhöhten Bedarf für Leiharbeitnehmer. Zudem wurden in höherem Maße Fortbildungen absolviert und die Servicekosten für den Kantinenbetrieb und die Aufwendungen für das Jubiläumsgeld sind gestiegen. Die Aufwendung für Mieten und Leasing haben sich im Berichtsjahr hauptsächlich aufgrund der externen Anmietung weiterer Räumlichkeiten für den Verwaltungs- und Produktionsbereich sowie zusätzlicher Lizenzgebühren für Software um 290 TEUR erhöht. Die um 100 TEUR höheren Aufwendungen für die Instandhaltung sind ebenfalls hauptsächlich aufgrund der zusätzlich angemieteten Räumlichkeiten entstanden. Im Gegenzug haben sich die Reisekosten um 176 TEUR reduziert, welche im Vorjahreszeitraum aber auch eher auf einem höheren Niveau lagen. Die Anschaffungen von GWGs mit einem Wert von unter 250,00 Euro sind wiederum um 115 TEUR niedriger als im Vorjahr. Allerdings lag dieser Wert in 2022 auch deutlich über dem Schnitt der Vorjahre. Die Beratungsleistungen haben sich um 305 TEUR erhöht. Wesentlich Positionen sind zum einen Beratungsleistungen für die potenzielle Akquisition eines Unternehmens sowie Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte. Alle weiteren Posten unter den SBA haben sich in Summe um 38 TEUR erhöht.

Die Wertschöpfung der GESTRA AG stellt sich wie folgt dar:

Betriebsertrag 1 TEUR 94.427
- Vorleistungen 2 TEUR 44.213
= Wertschöpfung TEUR 50.214

1 Der Betriebsertrag setzt sich zusammen aus den Umsatzerlösen und der Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen.

2 Die Vorleistungen ergeben sich aus dem Materialaufwand und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Damit erreichten wir im Geschäftsjahr 2023 eine Wertschöpfung von 122 TEUR je Beschäftigten bei durchschnittlich 413 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (unverändert gegenüber dem Vorjahr: 122 TEUR bei durchschnittlich 395 Beschäftigten). Der Anteil weiblicher Mitarbeiterinnen lag insgesamt bei 20%, im Verwaltungsbereich bei 33%.

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens haben sich in 2023 um 635 TEUR auf 1.099 TEUR erhöht aufgrund der Anpassung der Zinskonditionen des an das Konzernmutterunternehmen gewährten langfristigen Darlehens.

Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2023 fielen aufgrund der steuerlichen Organschaft nicht an.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 betrug vor Gewinnabführung 12.015 TEUR (Vorjahr: 12.826 TEUR).

Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

Die Vermögens- und Finanzlage der GESTRA AG stellt sich bei einer Eigenkapitalquote von 61% weiterhin als stabil dar. Die Quote reduzierte sich bei aufgrund der Gewinnabführung gleichbleibendem Eigenkapital infolge der höheren Bilanzsumme um 0,8 Prozentpunkte.

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr 1,4% von 68.838 TEUR auf 69.780 TEUR gestiegen.

Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich in 2023 um 89 TEUR verringert, da die Zugänge in 2023 geringer sind als die Abschreibungen.

Die Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 3.026 TEUR. Der größte Posten mit 1.828 TEUR ergibt sich aus geleisteten Anzahlungen. Davon entfallen 1.021 TEUR auf Anzahlungen für technische Anlagen und Maschinen und 807 TEUR auf Vorlaufkosten für die Errichtung einer neuen Produktionsstätte (weiteres hierzu siehe "Zusammenfassende Bewertung" und "Prognosebericht 2024"). Des Weiteren sind die technischen Anlagen um 609 TEUR und die sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattungen um 661 TEUR gestiegen (siehe auch "Investitionen"). Hierfür wurden bereits im Vorjahr teilweise Anzahlungen in Höhe von 342 TEUR geleistet.

Die Finanzanlagen haben sich von 22,1 Mio. Euro auf 17,1 Mio. Euro reduziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 5,0 Mio. Euro des an das Konzernmutterunternehmen gewährte langfristige Darlehen getilgt.

Die Vorräte sind in 2023 um 3,2 Mio. Euro auf 23,2 Mio. Euro gestiegen. Die mit 2,1 Mio. Euro wesentlichste Steigerung ergibt sich bei den Fertigerzeugnissen. Diese wurden zum einen zur Sicherung der Lieferfähigkeit volumenseitig erhöht, allerdings ist auch für einige spät in 2023 eingegangen Aufträge die Auslieferung nicht mehr rechtzeitig vor Jahresende erfolgt.

Trotz des Umsatzanstiegs konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um 482 TEUR reduziert werden. Der durchschnittliche Forderungsrücklauf in Tagen (DSO-Zahl) auf den kompletten Forderungsbestand sank analog von 40 Tagen auf jetzt 38 Tage und befindet sich somit wieder knapp auf dem Niveau von 2021. Treiber hierbei ist die Reduzierung der Auslands-Forderungen, welche in der Regel ein höheres Zahlungsziel haben. Ins Verhältnis gesetzt wurden hier die Umsätze zu den Forderungen ohne berechnete Umsatzsteuer.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen um 485 TEUR über dem Vorjahr (4.027 TEUR), welches sich aus dem gestiegenen Umsatz mit verbundenen Unternehmen ergibt.

Bei einem unveränderten Eigenkapital in Höhe von 42,4 Mio. Euro hat sich die Eigenkapitalquote von 62% unwesentlich auf 61% reduziert. Dieses ergibt sich durch eine erhöhte Bilanzsumme aufgrund des Anstiegs der Vorräte sowie einer Erhöhung der Rückstellungen.

Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 944 TEUR erhöht. Als wesentlichste Veränderung zu nennen ist die Rückstellung für die Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 552 TEUR, welche erst in 2024 zur Auszahlung kam. Des Weiteren haben sich die Rückstellungen für Boni, Resturlaub, Gleitzeit, und Restrukturierung in Summe um 473 TEUR erhöht, während sich die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten um 102 TEUR verringert haben.

Während sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten in Summe um 464 TEUR verringert haben, sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 462 TEUR gestiegen. Im Wesentlichen ergibt sich dieses aus einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool um 2.212 TEUR mit gegenläufigem Effekt aus einem im Vorjahresvergleich geringer abzuführenden Gewinn in Höhe von 811 TEUR sowie einer deutlichen Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 955 TEUR. Letztere sind auf Grund von kurz vor Jahresende 2022 belasteten Intercompany-Serviceleistungen gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthielten in 2023 12.015 TEUR (Vorjahr: 12.826 TEUR) für die noch zu zahlende Gewinnabführung an die GESTRA HoldCo GmbH.

Investitionen

Im Jahr 2023 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen in Höhe von 5.038 TEUR getätigt und bewegen sich somit deutlich über dem Vorjahresniveau (2.195 TEUR). Zu benennen sind hier z. B. neue CNC-Maschinen, weitere Investitionen in unsere Serverlandschaft und unsere Website, Ertüchtigung und Erweiterung des Brandmeldeanlage aber auch Vorlaufkosten für die Errichtung einer neuen Produktionsstätte (weiteres hierzu siehe "Zusammenfassend Bewertung" und "Prognosebericht 2024"). Kaufinvestitionen wurden durch über Leasing finanzierte Dienstfahrzeuge in Höhe von 138 TEUR ergänzt. Nach Abschreibungen und Anlagenabgängen von gesamt 2.087 TEUR stieg der Nettowert des Anlagevermögens ohne Finanzanlagen von 13.655 TEUR auf 16.593 TEUR.

Finanzlage

Entwicklung des Working Capitals

TEUR 2023 2022 Abweichung
Vorräte 23.193 19.992 -3.201
Forderungen (ohne langfr. konzerndarlehen) 11.374 11.371 -3
Sonstige Vermögensgegenstände 172 458 286
Rechnungsabgrenzungsposten 243 143 -100
Rückstellungen -4.401 -3.554 847
Verbindlichkeiten (ohne passivierte gewinnabführung) -7.784 -6.976 808
Netto Working Capital 22.797 21.434 -1.363

Die GESTRA AG ist integriert in das konzernweite Cash-Pool-System. Daraus ergibt sich per Ende 2023 eine Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.387 TEUR (Vorjahr: 1.176 TEUR). Die ausgewiesenen liquiden Mittel enthalten 720 TEUR, welche zur Absicherung der Altersteilzeit dienen und nicht im Cash-Pooling einfließen.

Die GESTRA AG war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Insgesamt ist festzustellen, dass sich die GESTRA AG im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der Marktbedingungen schlechter entwickelt hat als erwartet.

Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

Um Risiken, die mit unseren geschäftlichen Aktivitäten verbunden sind, zu minimieren bzw. komplett zu vermeiden, wendet die GESTRA AG ein ganzheitliches Risikomanagement an.

Unser internes Kontrollsystem (IKS) basiert hauptsächlich auf der Definition und dem Monitoring von Kontrollaktivitäten in den relevanten Unternehmensprozessen. Auf Basis jährlich interner Audits des Konzerns werden identifizierte Verbesserungsmaßnahmen dokumentiert und im vorgegebenen Zeitrahmen abgearbeitet. Darüber hinaus findet jährlich ein Risk-Assessment durch unsere Konzernmutter statt, in dem die wesentlichen Risiken aus allen Bereichen zusammengetragen und bewertet werden.

In 2022 wurden darüber hinaus weitere Maßnahmen und Kontrollen im Rahmen von "UK SOX" eingeführt und in 2023 noch erweitert. Dieses hat unsere bereits umfangreichen Prozesse und Kontrollen noch einmal erweitert und dazu beigetragen uns noch mehr vor Risiken wie Cyber-Kriminalität, Betrug und anderen Formen finanziellen Fehlverhaltens zu schützen.

Die zeitnahe Überwachung der geschäftlichen Entwicklung wird durch ein detailliertes Berichtswesen gewährleistet. Neben dem standardisierten Berichtswesen für die Konzernmutter stehen dem Vorstand Berichte aus allen Unternehmensbereichen zur Verfügung.

Einkauf und Fakturierung wurden auch in 2023 fast ausnahmslos in Euro abgewickelt, so dass weiterhin auf eine Absicherung der Risiken aus Wechselkursen verzichtet werden konnte.

Das Forderungsmanagement bei der GESTRA AG basiert nach wie vor auf der Bewertung von Kreditrisiken unserer Kunden. Die Ausfallquoten sind aufgrund dessen nach wie vor minimal.

Umfangreiche Tests vor der Erstfertigung und im laufenden Fertigungsprozess beugen technischen Risiken an unseren Produkten vor.

Das "Supplier Risk Management" hat noch einmal an Bedeutung gewonnen und die finanzielle Lage unserer Lieferanten sowie deren Qualität und Termintreue wird regelmäßig überwacht. Wie unsere Kunden uns, so prüfen auch wir unsere Lieferanten zudem auf nachhaltige Produktion bzw. Beschaffung.

Künftige Risiken

Risiken, auf die wir achten müssen, sind mit abnehmender Bedeutung, wie folgt:

Der Punkt Cyberkriminalität wird sehr wahrscheinlich immer als das höchste Risiko eingestuft werden. Die Flut an Angriffen und digitalen Nachrichten - inzwischen teils mit Hilfe von KI generiert - ist ungebrochen. GESTRA bzw. die Spirax Group hat in den letzten Jahren viel in die IT-Infrastruktur und auch in Cyber-Security-Schulungen der Mitarbeiter investiert. Das Risiko für einen Angriff mit Ausfall kann jedoch weiterhin nie in Gänze ausgeschlossen werden und trifft ein Unternehmen im Zweifelsfall nicht unbedingt direkt, sondern weil bei Partnerunternehmen die Sicherheitssysteme überwunden wurden.

Wie bereits erwähnt, sind die wesentlichsten Treiber der Erzeugerkosten nach wie vor die durch den Krieg in der Ukraine verursachten höheren Energiekosten. Nicht abwendbar steigende Kosten werden wir zwangsweise an unsere Kunden im Rahmen von Preiserhöhungen weitergeben müssen.

In Deutschland herrscht weiterhin ein Fachkräftemangel. Eine ursprünglich erwartete erhöhte Freisetzung von Personal ist auch nicht im Laufe der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in 2023 erfolgt. Auch wenn GESTRA einige Positionen erfolgreich besetzen konnte, gibt es in einigen Bereichen nach wie vor Schwierigkeiten, geeignete Kandidat*innen zu finden. Eine Beschleunigung von Rekrutierungen zeichnet sich derzeit nicht ab.

Die Knappheit für elektronische Bauteile auf dem Weltmarkt hat sich in 2023 entspannt. Je nach Entwicklung muss jedoch schnell mit alternativen Lösungen reagiert werden, falls eine weitere Verknappung oder Nichtverfügbarkeit wieder eintritt. Eine Eskalation zwischen China und Taiwan z. B. würde die Verfügbarkeiten maßgeblich beeinflussen.

Künftige Chancen

Chancen, die die allgemeine Wirtschaftslage und die spezifischen Branchen für die Geschäftsentwicklung der GESTRA AG bereithalten:

Obwohl der Höhepunkt der Inflation erreicht scheint und die Verfügbarkeit von Waren und Energie sich stabilisiert hat, waren viele Kunden im ersten Halbjahr 2024 zurückhaltend mit Investitionen. Dieses sollte sich Ende 2024 / Anfang 2025 jedoch wieder entspannen.

Das Ziel einer ökologischeren und ressourcenschonenderen Lebensweise bietet GESTRA gute Möglichkeiten, hier führend und beispielhaft als kompetenter Systemanbieter für die Industrie aufzutreten und seine energiesparenden Lösungen entsprechend im Markt zu platzieren. Nachhaltigkeit wird nicht nur bei der Spirax Group als wichtiges Thema und relevanter Wettbewerbsvorteil angesehen, sondern auch bei vielen anderen Unternehmen.

Das Lösungsgeschäft ist nach wie vor wesentlicher Bestandteil für den Ausbau unseres Geschäftes. Die Kunden benötigen zur Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele heutzutage nicht mehr nur ein Produkt oder den Austausch eines solchen, sondern eine Komplettlösung. Dieses können wir mit unserer Kompetenz den Kunden konzeptionieren und uns somit auch klar gegenüber den Mitbewerbern vorteilhaft positionieren.

Die digitale Erweiterung unseres Produktportfolios sowie der Ausbau cloudbasierter Lösungen bietet großes Potential, um unseren Kunden einen zusätzlichen Mehrwert und Einsparungen für ihre Produktionsprozesse zu generieren.

Die GESTRA AG hat auch in 2023 viel in den Personalaufbau und die Qualifizierung des Personals investiert (z. B. waren es im Bereich Health &Safety annähernd 10.000 Schulungsstunden). Dieses wird unsere Lieferfähigkeit sowie den Service für unsere Kunden weiter erhöhen und unsere Position als zuverlässiger Partner gegenüber dem Wettbewerb weiter stärken. Das Wachstum im Personal signalisiert zudem, dass GESTRA in einem Markt mit Fachkräftemangel durchaus als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird.

Zusammenfassende Bewertung

Wir haben in 2023 die Entscheidung für den Bau einer neuen Produktionsstätte in Bremen-Nord getroffen, welche die aktuelle Produktionsstätte in Bremen Findorff nach Fertigstellung ablösen wird. Der Vertrag für den Erwerb eines geeigneten Grundstückes wurde in 2023 unterzeichnet. Die Arbeiten auf dem Grundstück des neuen Standortes in Bremen-Nord gehen voran. Die Abrissarbeiten der alten Gebäude werden voraussichtlich im dritten Quartal 2024 abgeschlossen sein. Der geänderte Bebauungsplan für das gesamte Areal wird ebenfalls erst im dritten Quartal 2024 rechtskräftig werden. Daher sind in 2023 erste Investitionen im Rahmen der Fabrikplanung erfolgt. Die internen Planungen für die Ausgestaltung des neuen Standortes sind noch nicht abgeschlossen und im Anschluss wird die Detailplanung für den neuen Standort erfolgen. Aus heutiger Sicht wird ein Baubeginn nicht vor dem zweiten Halbjahr 2025 avisiert.

Die allgemeine sowie auch besonders die deutsche Wirtschaft werden auch zwei Jahre, nachdem die russischen Truppen in die Ukraine einmarschiert sind, weiterhin von dem Krieg signifikant beeinflusst. Nach wie vor gibt es seitens GESTRA seitdem keine direkten geschäftlichen Beziehungen mehr zu Russland. Die durch den Krieg angeheizte Inflation lag in 2023 zwar unter dem Wert von 2022, war aber primär aufgrund der Energiekosten auf einem Niveau, welches deutlich über den Jahren vor der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine liegt. Zwar sind bei GESTRA die Aufwendungen für Gas und Strom nach einem erheblichen Anstieg in 2022 in diesem Berichtsjahr um -38% bzw. -18% gesunken, liegen aber damit noch immer deutlich über den Vorjahren.

Die Situation der Verknappung auf dem Elektronikmarkt hat sich im Laufe von 2023 stabilisiert und es wird aktuell nicht erwartet, dass sich dies in 2024 wieder verschlechtert.

Eine nachhaltige Entwicklungsbeeinträchtigung und damit bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Prognosebericht 2024

Laut Prognose wird das preisbereinigte BIP in Deutschland in 2024 nur marginal um +0,2% gegenüber 2023 steigen 6 , welches somit einer Stagnation gleicht.

Zum Zeitpunkt der Jahresplanung 2024 wurde eine Umsatzsteigerung von 2% anvisiert, welche sich wie bisher aus Volumen- und Preissteigerung zusammensetzt. Das Ziel für die Umsatzerlöse lag bei etwa 97 Mio. Euro und es wurde ein Betriebsergebnis in Höhe von etwa 13 Mio. Euro geplant.

Das erste Halbjahr 2024 verlief aufgrund der weltwirtschaftlichen Entwicklung jedoch nicht gemäß den Erwartungen. Wir haben daher unseren Ausblick für 2024 reduziert und sehen momentan rückläufige Umsatzerlöse in Höhe von 91 Mio. Euro als realistisch an. Das Betriebsergebnis wird jetzt voraussichtlich zwischen 10 Mio. Euro und 11 Mio. Euro liegen. Die geringeren Umsatzerlöse können angesichts besserer Deckungsbeitragsmargen und gegenüber dem Plan geringeren Fixkosten zum Teil kompensiert werden, wodurch das Betriebsergebnis in etwa auf Vorjahresniveau bleiben wird.

Eine Wiederaufnahme des Direktgeschäftes mit Russland ist derzeit nicht zu erwarten.

Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China u. a. aufgrund der Haltung Chinas gegenüber Taiwan sowie die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Frachtschiffe im Suezkanal, welches einen wesentlichen Teil des Warenverkehrs der Welt betrifft, tragen nicht zu einer Beruhigung der Weltmärkte bei. Inwieweit dieses speziell unser Geschäft beeinflussen wird, ist derzeit nicht abzusehen. Das Investitionsverhalten unserer Kunden ist nach wie vor volatil und nicht einzuschätzen, da einige der Investitionen unserer Kunden auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie insbesondere den Energiekosten abhängig sind.

Seit 2023 bieten wir neuartige Servicemodelle an, die u. a. auf unsere neu entwickelten, cloudbasierten Lösungen in Kombination mit einer Energiemanagementplattform aufbauen. Durch Echtzeitanalyse von Prozessdaten und ad-hoc Fehlererkennung wird dem Kunden ermöglicht, Ressourcen wie Energie, Wasser und CO 2 bei einer Steigerung der Produktivität einzusparen. Dieses wird in 2024 sowie auch in den kommenden Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil unseres Geschäftsmodells ausgebaut werden.

Die Erhöhung der Kundenbindung durch das Angebot von Komplettlösungen bleibt auch in 2024 ein Themenschwerpunkt im Rahmen unserer Customer-First-Strategie. Gleiches gilt für den Ausbau des Kompetenzzentrums für Kesselausrüstung. Dieser wird nach wie vor weiter vorangetrieben, um das Produktionsvolumen für diesen Bereich zu erhöhen.

Wesentlichste Investition in 2024 wird der Erwerb des Grundstückes für den Bau der neuen Produktionsstätte als auch für die Fabrik- bzw. Projektplanung sein. Wie erwähnt ist der Baubeginn als solches frühestens für 2025 zu erwarten.

Weiterhin wird sich die GESTRA in 2024 darauf vorbereiten mittelfristig ein neues ERP-System einzuführen. Größere Kosten bzw. Investitionen diesbezüglich werden in 2024 allerdings noch nicht anfallen.

6 Die wichtigsten Daten der VGR (ifo.de);
Prognosen zur Entwicklung des deutschen BIP 2024-2025 | Statista

Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der GESTRA AG beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen abgeben. Sollten die den Prognosen zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, so können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen.

 

Bremen, 5. September 2024

GESTRA AG

Der Vorstand

Friedhelm Lefting

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Anhang Nr. 31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen 1
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 582.071,00 679.167,00
2. Geleistete Anzahlungen 8.302,51 0,00
590.373,51 679.167,00
II. Sachanlagen 3
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.643.147,81 2.587.539,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.695.327,00 4.962.935,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.836.294,00 5.083.739,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.827.839,33 342.110,32
16.002.608,14 12.976.324,13
III. Finanzanlagen 4
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 343.107,72 343.107,72
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 16.800.000,00 21.800.000,00
3. Beteiligungen 1,00 1,00
17.143.108,72 22.143.108,72
33.736.090,37 35.798.599,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.190.560,06 10.762.729,41
2. Unfertige Erzeugnisse 5.870.183,21 5.172.861,35
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.120.780,49 4.031.594,28
4. Geleistete Anzahlungen 11.696,00 24.841,40
23.193.219,76 19.992.026,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 6.862.208,53 7.344.239,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6 4.511.449,86 4.026.516,64
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7 513.723,35 813.672,20
11.887.381,74 12.184.428,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8 720.000,00 720.064,13
35.800.601,50 32.896.518,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 242.868,01 142.790,02
69.779.559,88 68.837.908,60

Passiva

Anhang Nr. 31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9 11.248.421,39 11.248.421,39
II. Kapitalrücklage 10 11.583.000,00 11.583.000,00
III. Gewinnrücklagen 10
1. Gesetzliche Rücklage 1.124.842,14 1.124.842,14
2. Andere Gewinnrücklagen 18.471.496,65 18.471.496,65
IV. Jahresergebnis 0,00 0,00
42.427.760,18 42.427.760,18
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 11 1.654.602,00 1.667.280,00
2. Sonstige Rückstellungen 12 5.898.223,97 4.941.738,42
7.552.825,97 6.609.018,42
C. Verbindlichkeiten 13
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 243.997,27 500.652,80
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.138.650,75 3.219.447,85
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.829.650,97 15.367.307,24
4. Sonstige Verbindlichkeiten 586.674,74 713.722,11
19.798.973,73 19.801.130,00
69.779.559,88 68.837.908,60

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anhang Nr. 2023
2022
1. Umsatzerlöse 17 92.805.229,83 88.660.336,60
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.621.981,41 985.343,63
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 139.313,00 18.560,60
4. Sonstige betriebliche Erträge 18 757.777,60 750.144,75
95.324.301,84 90.414.385,58
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 24.548.500,53 23.226.931,09
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.718.003,10 4.466.999,46
29.266.503,63 27.693.930,55
6. Personalaufwand 19
a) Löhne und Gehälter 32.566.990,41 29.500.543,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 5.862.592,01 5.301.387,29
davon für die Altersvorsorge € 137.833,61; Vorjahr € 120.114,03
38.429.582,42 34.801.930,85
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 20 2.086.914,91 1.996.197,29
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 21 14.946.895,66 13.766.857,84
Betriebsergebnis 10.594.405,22 12.155.469,05
9. Erträge aus Beteiligungen 22 452.205,29 350.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen € 452.205,29; Vorjahr € 350.000,00
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 22 1.099.205,00 464.161,00
davon aus verbundenen Unternehmen € 1.099.205,00; Vorjahr € 464.161,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 52.112,57 739,58
davon aus verbundenen Unternehmen € 24.876,84; Vorjahr € 739,58
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22 86.662,79 40.462,03
davon aus verbundenen Unternehmen € 40.554,79; Vorjahr € 0,00
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23 179,40 3.020,85
14. Ergebnis nach Steuern 12.111.085,89 12.926.886,75
15. Sonstige Steuern 96.355,11 101.331,16
16. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn 24 12.014.730,78 12.825.555,59
17. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der GESTRA AG, Bremen

Allgemeine Angaben

Die GESTRA AG mit Sitz in der Münchener Straße 77 in 28215 Bremen ist beim Amtsgericht Bremen unter der Handelsregisternummer HRB 22141 gemeldet.

Der Jahresabschluss der GESTRA AG für das am 31. Dezember 2023 abgeschlossene Geschäftsjahr ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die GESTRA AG ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und werden linear über drei bis zwölf Jahre abgeschrieben.

Sachanlagen sind wie in den Vorjahren zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet worden.

Die Gebäude in Bremen werden linear über 40 Jahre abgeschrieben. Soweit bestimmte Gebäudeteile eine kürzere Nutzungsdauer haben, sind diese anteilig linear abgeschrieben worden.

Die innerhalb der Position technische Anlagen und Maschinen ausgewiesenen Investitionen für Maschinen wurden linear abgeschrieben. Den Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von fünf bis 16 Jahren zugrunde.

Alle übrigen Positionen wurden linear über drei bis 13 Jahre abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden jährlich in einem Sammelposten erfasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert unter EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig als Aufwand erfasst.

Bei den Finanzanlagen erfolgt der Wertansatz zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB.

Die Bewertung des Umlaufvermögens ist unter Beachtung des Niederstwertprinzips vorgenommen worden.

In den Vorräten ausgewiesene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis angesetzt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die durch die Fertigung veranlassten Abschreibungen auf das Anlagevermögen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Den Risiken, die sich aus Lagerreichweite und verminderter Verwertbarkeit ergeben, ist durch angemessene und ausreichende Bewertungsabschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden mit dem Deckungskapital ausgewiesen.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Unter den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben aktiviert, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum des Folgejahres sind.

Latente Steuern werden aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der GESTRA HoldCo GmbH nicht bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß § 253 Abs.1 und 2 HGB ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,50 % (Vorjahr: 2,00 %) bei den Renten aus. Bei der Berechnung sind die Heubeck-Richttafeln 2018 G genutzt worden. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,74 %, Vorjahr: 1,45 %) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren, welcher zum 31. Dezember 2023 1,82 % (Vorjahr: 1,79 %) beträgt.

Die Pensionsrückstellungen betragen Tsd. EUR 1.655 (Vorjahr: Tsd. EUR 1.667). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittsatzes nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beläuft sich für die berücksichtigten Pensionsempfänger ohne Rückdeckungsversicherung auf Tsd. EUR 6 (Vorjahr: Tsd. EUR 28).

Bei der Bewertung der Verpflichtungen aus der Altersteilzeit wird eine erwartete Einkommenssteigerung von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden im Berichtsjahr mit einem Zinssatz in Höhe von 3,77 % (Vorjahr: 3,07 %) abgezinst. Sie berücksichtigen die Verpflichtungen aus bereits abgeschlossenen Einzelverträgen.

Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method. Dabei werden eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 3,50 % p.a. (Vorjahr: 3,50 % p.a.) sowie eine vom Aktuar ermittelte Fluktuationsquote zugrunde gelegt. Die Abzinsung erfolgte anhand des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren 1,74 % (Vorjahr: 1,45 %).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu historischen Entstehungskursen bilanziert und, soweit kurzfristig, mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs bewertet.

Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen entsprechen denen am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten.

Bilanzerläuterungen

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

(2) Immaterielle Vermögensgegenstände

Unter dieser Position werden bei der GESTRA AG entgeltlich erworbene Rechte und technisches Know-how ausgewiesen. Die Vermögensgegenstände werden planmäßig abgeschrieben.

(3) Sachanlagen

Es wird auf den Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) verwiesen.

(4) Finanzanlagen

Die GESTRA AG hält alle Geschäftsanteile an der GESTRA Polonia Sp. z.o.o. in Gdansk/ Polen (Jahresumsatz: Tsd. EUR 6.333, Gewinn: Tsd. EUR 730, Eigenkapital: Tsd. EUR 1.299 - Werte für das Kalenderjahr 2023).

Der Muttergesellschaft GESTRA HoldCo GmbH wurde im Vorjahr ein Darlehen gewährt. Zum Stichtag beläuft sich die Forderung auf Tsd. EUR 16.800 (Vorjahr: Tsd. EUR 21.800).

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

(6) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen resultieren mit Tsd. EUR 4.511 (Vorjahr: Tsd. EUR 4.027) aus Lieferungen und Leistungen und haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

(7) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben, mit Ausnahme des Pensionsrückdeckungsanspruches in Höhe von Tsd. EUR 341 (Vorjahr: Tsd. EUR 356), wie im Vorjahr Laufzeiten bis zu einem Jahr.

(8) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Diese Position setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
Tsd. EUR
31.12.2022
Tsd. EUR
Guthaben bei Kreditinstituten 720 720
Kassenbestand 0 0
720 720

Die Guthaben bei Kreditinstituten betreffen mit Tsd. EUR 720 vor allem Termingelder mit einer Laufzeit bis zum 28. August 2024.

(9) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital bzw. Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 11.248.421,39 und ist eingestellt in 440.000 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien sind Namensaktien.

(10) Kapitalrücklage und Gewinnrücklagen

Gemäß Vereinbarung vom 14. August 2009 wurde seitens der vormaligen Muttergesellschaft Deutsche Ingersoll-Dresser Pumpen GmbH eine Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 11.583 Tsd. EUR eingestellt.

(11) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern ab.

(12) Sonstige Rückstellungen

Diese Position setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
Tsd. EUR
31.12.2022
Tsd. EUR
Rückständiger Urlaub, Berufsgenossenschaft, Jubiläumsverpflichtungen und sonstige personalabhängige Verpflichtungen 3.663 2.755
Abfindungen 792 681
Garantie und Kulanz aus Lieferungen und Leistungen 231 222
Sonstige Vertriebsrückstellungen 271 326
Sonstige Verpflichtungen und Risiken 941 958
5.898 4.942

In den sonstigen Rückstellungen sind der Höhe nach ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von Tsd. EUR 181 (Vorjahr: Tsd. EUR 205) enthalten.

(13) Verbindlichkeiten

Stand 31.12.2023
in Tsd. EUR
Gesamt Restlaufzeiten ≤ 1 Jahr
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 244 244
(Vorjahr) (501) (501)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.139 3.139
(Vorjahr) (3.219) (3.219)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.830 15.830
(Vorjahr) (15.367) (15.367)
- davon aus Lieferungen und Leistungen Tsd. EUR 414 (Vorjahr: Tsd. EUR 1.366)
- davon gegenüber der Gesellschafterin Tsd. EUR 12.015 (Vorjahr: Tsd. EUR 12.826)
- davon sonstige Verbindlichkeiten Tsd. EUR 3.400 (Vorjahr: Tsd. EUR 1.176)
4. Sonstige Verbindlichkeiten:
- aus Steuern 567 567
(Vorjahr) (683) (683)
- übrige 19 19
(Vorjahr) (31) (31)
Insgesamt 19.799i 19.799
Vorjahr (19.801) (19.801)
Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. (in Tsd. EUR)

(14) Haftungsverhältnisse

31.12.2023
Tsd. EUR
31.12.2022
Tsd. EUR
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 1.009 795
1.009 795

Eine Inanspruchnahme wird auf Basis der wirtschaftlichen Hintergründe als nicht wahrscheinlich erachtet.

(15) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie offenen Lieferantenbestellungen:

fällig 2024 Tsd. EUR 14.901
fällig 2025 bis 2028 Tsd. EUR 2.055
fällig nach 2028 Tsd. EUR 49
Gesamtbetrag Tsd. EUR 17.005

(16) Gestellung an Sicherheiten

Bankguthaben in Höhe von Tsd. EUR 720 dienen zur Insolvenzabsicherung des Altersteilzeitprogramms.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(17) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

nach Regionen 2023
Tsd. Euro
2022
Tsd. Euro
Inland 44.737 42.078
Europa 36.156 35.045
Übriges Ausland 11.912 11.537
92.805 88.660
nach Produkten 2023
Tsd. Euro
2022
Tsd. Euro
Kondensatableiter und Kondensatableiter-Kontrollgeräte 25.309 24.641
Rückflussverhinderer 16.475 16.151
Stellventile 2.151 1.736
Industrie-Elektronik 31.382 30.844
Wärmetechnische Apparate und Behälter 3.542 2.865
Sonstige Produkte, Ersatzteile und Dienstleistungen 13.946 12.423
92.805 88.660

(18) Sonstige betriebliche Erträge

Hierin sind enthalten:

2023
Tsd. EUR
2022
Tsd. EUR
Erträge aus Anlagenabgängen 9 11
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 163 221
Kurserträge 27 42
Weiterbelastung von Entwicklungskosten 257 218
Kantineneinnahmen 161 120
Übrige betriebliche Erträge 141 138
758 750

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von Tsd. EUR 27 (Vorjahr: Tsd. EUR 42) davon betreffen unrealisierte Erträge Tsd. EUR 2 (Vorjahr: Tsd. EUR 23).

(19) Personalaufwand

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug:

2023 2022
Angestellte 228 220
Gewerbliche 170 162
398 382
Auszubildende 15 13
413 395

Zum Bilanzstichtag beträgt die Mitarbeiterzahl 417 (Vorjahr: 401).

(20) Abschreibungen

Die Entwicklung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist dem nachfolgenden Anlagespiegel zu entnehmen.

(21) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
Tsd. EUR
2022
Tsd. EUR
Fremdleistungen 5.061 4.028
Sonstige Personalaufwendungen 3.616 3.074
Instandhaltung 2.426 2.326
Mieten und Leasing 1.321 1.020
Reisekosten 654 823
Beratungsleistungen 552 247
Frachtkosten 504 529
Gebühren und Beiträge 420 453
Sonstige 271 1.182
Kursdifferenzen 106 70
Anlagenabgänge 14 11
Provisionen 2 4
14.947 13.767

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr ausschließlich realisierte Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von Tsd. EUR 106 (Vorjahr: Tsd. EUR 70).

(22) Finanzergebnis

2023
Tsd. EUR
2022
Tsd. EUR
Erträge aus Beteiligungen 452 350
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.151 465
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -87 -41
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen 46 Tsd. EUR (Vorjahr: 39 Tsd. EUR)
1.516 774

Bei den Beteiligungserträgen handelt es sich um Dividendenzahlungen der GESTRA Polonia Sp.z.o.o.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten unter den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens die Darlehenszinsen der Gesellschafterin GESTRA HoldCo GmbH mit Tsd. EUR 1.099 (Vorjahr: Tsd. EUR 464). Außerdem sind Zinserträge aus dem Cashpool mit Tsd. EUR 25 (Vorjahr: Tsd. EUR 0) und sonstige Zinserträge mit Tsd. EUR 27 (Vorjahr: Tsd. EUR 1) enthalten.

(23) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Mit Eintragung des Gewinnabführungsvertrages am 7. November 2018 besteht mit der GESTRA HoldCo GmbH auch eine steuerliche Organschaft.

(24) Aufwendungen aus Gewinnabführung

Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages geht der Gewinn in Höhe von Tsd. EUR 12.015 auf die GESTRA HoldCo GmbH über.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

Sonstige Angaben

Auf die Angabe der Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2023 wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Es wurden keine Vergütungen an den Aufsichtsrat ausgezahlt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für die externe Jahresabschlussprüfung der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von Tsd. EUR 80.

Die für ehemalige Vorstandsmitglieder / Geschäftsführer sowie Hinterbliebene gebildete Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf Tsd. EUR 1.123. Die im Geschäftsjahr 2023 ausgezahlten Pensionen betragen Tsd. EUR 141.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die GESTRA AG wird über die Gesellschafterin, GESTRA HoldCo GmbH, Bremen, in den Konzernabschluss der Spirax-Sarco Engineering plc, Cheltenham (Großbritannien) einbezogen. Der Konzernabschluss (einziger Konsolidierungskreis) ist erhältlich auf der Webseite der Spirax-Sarco Engineering plc. unter www.spiraxsarcoengineering.com.

Da die GESTRA Polonia Sp. z.o.o. in Gdansk/Polen, als einziges Tochterunternehmen für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist, wurde das Wahlrecht des § 296 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen und zulässigerweise kein Konzernabschluss für die GESTRA AG aufgestellt.

Mitteilung gemäß § 20 AktG

Die GESTRA HoldCo GmbH (vormals Spirax-Sarco (Germany) SPV GmbH) mit Sitz in Bremen hat uns gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört.

Die Spirax-Sarco Overseas Ltd. mit Sitz in Cheltenham hat uns gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr kraft Zurechnung der von der GESTRA HoldCo GmbH gehaltenen Anteile nach § 16 Abs. 4 AktG mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört.

Die Spirax-Sarco Engineering plc. mit Sitz in Cheltenham hat uns gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr kraft Zurechnung der von der Spirax-Sarco Overseas Ltd. gehaltenen Anteile nach § 16 Abs. 4 AktG mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört.

Organe der Gesellschaft

Vorstand

Friedhelm Lefting Bremen Kaufmann

Aufsichtsrat

Maurizio Preziosa

(Vorsitzender)

Cheltenham (Großbritannien)

Ingenieur Managing Director Steam Specialties Division der Spirax-Sarco Engineering plc.

Nicholas John Anderson

Cheltenham (Großbritannien)

Kaufmann CEO der Spirax-Sarco Engineering plc.

Lutz Oelsner

Bremen Rechtsanwalt

Andrew Guthrie

Warwickshire (Großbritannien)

Finance Director Steam Specialties Division der Spirax-Sarco Engineering plc.

 

Bremen, 5. September 2024

GESTRA AG

Der Vorstand

Friedhelm Lefting

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.145.075,54 186.165,73 0,00 492,85 3.330.748,42
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 8.302,51 0,00 0,00 8.302,51
3.145.075,54 194.468,24 0,00 492,85 3.339.050,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.794.183,07 42.589,97 126.831,75 0,00 4.963.604,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.385.243,08 1.217.279,81 123.799,53 0,00 11.726.322,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.361.060,39 1.756.045,08 91.479,04 326.154,65 14.882.429,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 342.110,32 1.827.839,33 -342.110,32 0,00 1.827.839,33
28.882.596,86 4.843.754,19 0,00 326.154,65 33.400.196,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 343.107,72 0,00 0,00 0,00 343.107,72
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 21.800.000,00 0,00 0,00 5.000.000,00 16.800.000,00
3. Beteiligungen 58.512,92 0,00 0,00 0,00 58.512,92
22.201.620,64 0,00 0,00 5.000.000,00 17.201.620,64
54.229.293,04 5.038.222,43 0,00 5.326.647,50 53.940.867,97
Abschreibungen Nettobuchwerte
Stand 1.1.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.465.908,54 283.261,73 492,85 2.748.677,42 582.071,00 679.167,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 8.302,51 0,00
2.465.908,54 283.261,73 492,85 2.748.677,42 590.373,51 679.167,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.206.643,26 113.813,72 0,00 2.320.456,98 2.643.147,81 2.587.539,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.422.308,08 608.687,34 0,00 6.030.995,42 5.695.327,00 4.962.935,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.277.321,39 1.081.152,12 312.337,65 9.046.135,86 5.836.294,00 5.083.739,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 1.827.839,33 342.110,32
15.906.272,73 1.803.653,18 312.337,65 17.397.588,26 16.002.608,14 12.976.324,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 343.107,72 343.107,72
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 16.800.000,00 21.800.000,00
3. Beteiligungen 58.511,92 0,00 0,00 58.511,92 1,00 1,00
58.511,92 0,00 0,00 58.511,92 17.143.108,72 22.143.108,72
18.430.693,19 2.086.914,91 312.830,50 20.204.777,60 33.736.090,37 35.798.599,85

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GESTRA AG, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GESTRA AG, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GESTRA AG, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 5. September 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Bertram, Wirtschaftsprüfer

Lilli Liebig, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

der GESTRA AG

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Berichtsjahr 2023 mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat sich dabei eingehend mit der Lage der Gesellschaft befasst, den Vorstand beraten und dessen Tätigkeiten überwacht.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat entsprechend seiner Vorgaben regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen im Hinblick auf Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung und Immobilien. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen in Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende. Auf diese Weise war der Aufsichtsrat über die aktuellen Entwicklungen der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle jeweils zeitnah informiert. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war stets vertrauensvoll, konstruktiv, sachgerecht, kollegial und effizient.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr 2023 traf sich der Aufsichtsrat am 17. August 2023. An der Sitzung nahmen alle (aktiven) Aufsichtsratsmitglieder teil. In diesen Sitzungen berichtete der Vorstand über den Verlauf des Geschäftsjahres, insbesondere wurden folgende wesentliche Punkte im Einzelnen erörtert:

Geschäftsentwicklung, insbes. weitere Prognose und mögliche Geschäftsrisiken;

Jahresabschluss 2023;

Auswirkungen der schlechten Entwicklung der Konjunktur in Deutschland mit einer Reduzierung des BIP um 0,3% in 2023;

Aufschiebende Bedingungen im notariellen Kaufvertrag vom 27. Mai 2023 zum Kauf eines Grundstücks in Bremen Nord ("Steingut-Areal"): Änderung des Bebauungsplans 1629 und baureife Erschließung des Grundstücks mit industrieller Altbebauung;

Status der Planung des Fabriklayouts mit der Unternehmensberatung Leanova aus Lingen und den beauftragten Architekten dt+p aus Bremen;

Kauf des GESTRA-Distributors in Malaysia SCS Sdn Bhd auf Konzernebene zur Stärkung des Geschäfts in Südostasien;

Markteinführung des EcoBolt als wesentlicher Meilenstein zur Entwicklung eines digitalen Angebotes für unsere Kunden (Real-Time-Überwachung von Kondensatableitern mit Sensoren);

Unterproportionale Ergebnisentwicklung durch starke Erhöhung der Personalkosten bedingt durch Einstellungen, Tariferhöhungen, Inflationsausgleich sowie nachlaufendem Verbrauch von hochpreisigen Elektronikbauteilen und steigenden Konzernumlagen; und

Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023.

Im Berichtsjahr 2023 lagen dem Aufsichtsrat keine Anzeichen für Interessenkonflikte von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats vor.

Jahresabschlussprüfung

Mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2023 wurde die Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt.

Der Abschlussprüfer hat den handelsrechtlichen Jahresabschluss und den Lagebericht der GESTRA AG zum 31. Dezember 2023 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor und wurden in Konsultation mit dem Abschlussprüfer umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben sich darüber hinaus zusammen mit dem Vorstand intensiv mit den Jahresabschlussunterlagen befasst. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und Lagebericht der GESTRA AG in Kenntnis und unter Berücksichtigung des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers und seiner mündlichen Erläuterungen eingehend erörtert und geprüft. Auf diese Weise konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfung überzeugen. Der Aufsichtsrat hat nach seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und Lagebericht der GESTRA AG erhoben.

Dem Aufsichtsrat lagen keine Anzeichen für die Befangenheit des Abschlussprüfers vor. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat seine Unabhängigkeit bestätigt.

Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Abschlussprüfung zustimmend zur Kenntnis genommen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der GESTRA AG zum 31. Dezember 2023 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands

Im Berichtsjahr 2023 gehörten dem Aufsichtsrat die Herren Maurizio Preziosa (Vorsitzender), Nicholas John Anderson, Lutz Oelsner, sowie Andrew Guthrie (stellvertretender Vorsitzender) an.

Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr 2023 aus Herm Friedhelm Lefting als dem einzigen Vorstandsmitglied.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Arbeit und das Engagement im vergangenen Jahr.

Die deutsche Fassung dieses Berichts ist verbindlich. Die englische Fassung ist lediglich eine unverbindliche Übersetzung.

Für den Aufsichtsrat / For the Supervisory Board

 

Bremen, 5. September 2024 / 5 September 2024

Name: Maurizio Preziosa, Vorsitzender des Aufsichtsrats / Chairman of the Supervisory Board

Report of the Supervisory Board of GESTRA AG for the Fiscal Year 2023

In the reporting year 2023, the supervisory board performed with great diligence the duties assigned to it by the law and the articles of association. The supervisory board reviewed in detail the situation of the company, advised the management board and monitored its activities.

The management board informed the supervisory board in accordance with its guidelines regularly, timely and comprehensively about all company-related issues of strategy, planning, business development and real estate. The members of the supervisory board, in particular the chairman of the supervisory board, were in contact with the members of the management board. Thus, the supervisory board was informed about current developments of the company's business and all significant business transactions in a timely manner. The cooperation between the management board and the supervisory board was always trusting, constructive, appropriate, cooperative and efficient.

Meeting of the Supervisory Board

In the reporting year 2023, the supervisory board met on 17 August 2023. All (active) supervisory board members participated in the meeting. The management board reported on the progress of the financial year, in particular the following aspects have been discussed in detail:

Development of business, in particular future outlook and potential business risks;

Annual financial statements 2023;

Impacts of negative development of German economy resulting in GDP reduction of 0.3% in 2023;

Conditions precedent in notarial real estate purchase agreement dated May 27, 2023 for the purchase of a property in Bremen North ("Steingut-Area"): Change of Building Development Plan 1629 and preparation of land for building covered with historic industrial buildings;

Status of planning of factory layout with consulting company Leanova based in Lingen and the contracted architects dt+p based in Bremen;

Acquisition of GESTRA distributor in Malaysia SCS Sdn on a group level to strengthen our business in South East Asia;

Market Introduction of EcoBolt as a major milestone in the development of a digital offering for our customers (Real Time Monitoring of steam traps with sensors);

Disproportionately low earnings performance due to high increase of payroll costs as a result of new hires and tariff (merit) increases and inflation compensation premium as well as deferred consumption of high price electronic components and rising group allocations; and

Preparation of the ordinary general meeting for the fiscal year 2023.

The supervisory board did not encounter any conflicts of interest of members of the management board and the supervisory board in the reporting year 2023.

Audit of the annual financial statements

Deloitte GmbH, Wirtschaftsprufungsgesellschaft was instructed to perform the audit of the annual financial statements 2023. The auditor audited the annual financial statements and the management report of GESTRA AG as of 31 December 2023 in accordance with the German Commercial Code (HGB) and issued an unqualified auditor's opinion.

The documents of the financial statements and the audit report were submitted to all supervisory board members in good time and were comprehensively reviewed in consultation with the auditor. The auditor reported on the scope, focal points and main findings of his audit. In addition, all supervisory board members intensively discussed the annual financial statements together with the management board. The supervisory board discussed and examined the annual financial statements and management report of GESTRA AG in detail, having noted and duly considered the report of the auditor and his oral explanations. In this way, the supervisory board was able to verify the proper conduct of the audit. The supervisory board had, after its own examination, no objections against the annual financial statements and management report of GESTRA AG.

The supervisory board did not encounter any circumstances giving reason to doubt the auditor's impartiality. The auditor confirmed his impartiality to the supervisory board.

The supervisory board acknowledged and agreed with the results of the audit and approved the annual financial statements of GESTRA AG as of 31 December 2023 prepared by the management board; the annual financial statements are thus adopted.

Members of the Supervisory Board and the Management Board

In the reporting year 2023, the members of the supervisory board were Messrs. Maurizio Preziosa (Chairman), Nicholas John Anderson, Lutz Oelsner, and Andrew Guthrie (Vice Chairman).

The management board consisted of Mr. Friedhelm Lefting as the only member of the management board in fiscal year 2023.

The supervisory board would like to thank the management board and all employees for their work and commitment in the past year.

The German version of this report shall prevail. The English version is a non-binding translation only.

Für den Aufsichtsrat / For the Supervisory Board

 

Bremen, 5. September 2024 / 5 September 2024

Name: Maurizio Preziosa, Vorsitzender des Aufsichtsrats / Chairman of the Supervisory Board

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.