Gestra HoldCo GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mark Gudehus seit 20.2.2026 | Vorstandsmitglied |
Ralf Jester seit 20.2.2026 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GESTRA AGBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Über die GESTRA AGUnser Kerngeschäft sind Armaturen und Regelungstechnik für die Dampf- und Kondensatwirtschaft. Mit unserem Hauptsitz in Bremen, den konzerneigenen Vertriebsgesellschaften sowie den weltweiten Vertretungen entwickeln, produzieren und vertreiben wir Produktlösungen für globale Märkte. Im Bereich der Armaturen bilden Kondensatableiter, Rückflussverhinderer und Stellventile für Kraftwerke die Hauptproduktgruppen. Unsere Industrie-Elektronik umfasst die komplette Regelung von Industriekesseln inklusive Abschlamm- und Absalzventilen. Wärmetechnische Apparate und Behälter komplettieren das Produktportfolio. Natürlich sind auch Service- und Reparaturleistungen Teil unseres Angebots. Der Ausbau digitaler Mehrwertdienstleistungen -insbesondere von Connected Services - erweitert unser Angebot an Lösungen für unsere Kunden mehr und mehr. Die GESTRA AG sowie das weltweite GESTRA-Geschäft gehören zur Spirax Group plc mit Sitz im englischen Cheltenham. GESTRA wird als eigenständige Marke in einer separaten Division geführt. Die Strategie der GESTRA-Division zielt dabei auf ein nachhaltiges, profitables Wachstum mit einem unabhängigen Marktauftritt. Entwicklung der Wirtschaft und der BrancheMit dem feindlichen, kriegerischen Aktes Russlands in der Ukraine im Februar 2022 ist die weltwirtschaftliche Entwicklung deutlich und nachhaltig negativ beeinflusst. Der Terror-Angriff der Hamas im Oktober 2023 in Israel sowie die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer und im Suezkanal hat zu einer weiteren Anspannung geführt. Dennoch ist das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2023 trotz einer massiven Straffung der Geldpolitik um +3,1% gestiegen und lag somit über den Ende 2022 prognostizierten +2,2% 1. China entwickelte sich mit +5,4% deutlich besser als erwartet (+4,6%) und stärker als die Weltwirtschaft, während die Vereinigten Staaten mit +2,4% zwar auch deutlich über den Erwartungen lag (-0,4%) aber unterhalb der weltweiten Entwicklung. Die Konjunktur in Deutschland hat sich auch in 2023 weiter verschlechtert und Deutschland ist in eine Rezession gerutscht. Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Inflation lag in 2023 leicht unter 2022 (+6,9%), mit +5,9% dennoch auf einem hohen Niveau im Vergleich zu früheren Jahren. Bedeutende Treiber sind hierbei die Preise für Nahrungsmittel sowie die Energiekosten 2 . Das Wachstum der Wirtschaft in der Eurozone lag mit +0,5% leicht unter dem erwarteten Niveau von +0,6% 1. Betrachtet man den Euroraum ohne Deutschland, lag das Wachstum des BIP mit +0,8% nur marginal über den Erwartungen von +0,7%. Nach einer kurzen Erholung im zweiten Quartal 2023 hat die Konjunktur im zweiten Halbjahr wieder an Schwung verloren und man steht nach wie vor an der Schwelle einer Rezession 3 .
1 6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB 109
2023-Q4 Welt DE.pdf (ifw-kiel.de)
2 Zu den wichtigsten Preistreibern 2023 und
Ausblick für 2024 (ifo.de)
Nachdem die Weltrohstahlproduktion in 2022 um -4,2% gesunken war, ist die Produktionsmenge in 2023 zum Vorjahr unverändert 4. Die Produktionskosten verbleiben jedoch auf einem hohen Niveau. Ausgehend vom Jahr 2015 (Index = 100) beträgt der Erzeugerpreisindexwert für Stahl und Stahlprodukte (Roheisen, Rohstahl und Walzstahl sowie Ferrolegierungen) in Deutschland im Jahr 2023 rund 168 Punkte und somit 26 Punkte weniger als 2022. Allerdings liegt dieser Wert nach wie vor deutlich über den Vorjahren (2021 = 145 Punkte; 2020 = 104 Punkte) 5 , und spiegelt die Entwicklung der Energiekosten in Deutschland wider. GeschäftsverlaufIm Herbst 2022 sind wir trotz einer erwarteten Abkühlung der Gesamtwirtschaft von einer Steigerung des Auftragseinganges um 8% und einer Umsatzsteigerung in Höhe von 11% für 2023 ausgegangen. Am Ende folgte der Geschäftsverlauf der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der Auftragseingang konnte nur moderat um 1% und der Umsatz um fast 5% gesteigert werden und lag somit unter den Erwartungen. Der Auftragseingang lag um 734 TEUR und der Umsatz um 4,1 Mio. Euro über dem Vorjahreszeitraum. Es wurde ein Betriebsergebnis von 10.594 TEUR erwirtschaftet, welches somit unter der Vorjahresprognose von 15 Mio. Euro liegt. Im Wesentlichen wurde das angestrebte Betriebsergebnis aufgrund des nicht erreichten Planumsatzes verfehlt. Der hieraus fehlende Deckungsbeitrag beläuft sich auf gut 4,0 Mio. Euro. Die Konzernumlagen sind zudem höher ausgefallen als ursprünglich angenommen. Im Gegenzug wurde dieses zum Teil durch geringere Personalkosten kompensiert, da weniger Mitarbeiter eingestellt wurden als geplant. Allerdings lagen die dafür angefallenen Personalbeschaffungskosten deutlich über den Erwartungen. Zudem hat die geringere Anzahl an Einstellungen auch dazu geführt, dass die Aufwendungen für Leihpersonal höher waren. Forschung und EntwicklungIm Jahresdurchschnitt arbeiteten 24 Ingenieure (Vollzeitäquivalente) an Forschungs- und Entwicklungsthemen. Der Aufwand entspricht etwa 3% vom Umsatz der GESTRA AG. Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageErtragslageAuftragseingangDer Auftragseingang entwickelte sich bei der GESTRA AG im Rahmen der oben beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und lag mit 90.787 TEUR um +0,8% über dem Vorjahr (90.053 TEUR).
3 6c4fd05f-bb55-42f7-b7a4-96b9fc631caf-KKB 110
2023-Q4 Deutschland DE.pdf (ifw-kiel.de)
5 Chart zur Stahlpreisentwicklung bis 2023 |
Statista
Im Inland lag der Auftragseingang insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres. Während in 2022 die Auftragseingänge des Industriekundengeschäftes den stärksten Zuwachs erfahren haben, war es in 2023 mit +9% das Handelsgeschäft. Das Industriekundengeschäft verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Rückgang um -10%. Haupttreiber hierbei waren Rückgänge im Projekt- und Ersatzteilgeschäft bei den kleinen und mittleren Unternehmen. Auch der Bereich Key Account-Geschäft lag mit -3% unter dem Vorjahr. Insbesondere die schwache Konjunktur sowie die hohen Energiekosten führten im Chemie-Sektor zu einer rückläufigen Nachfrage. Im Export stieg der Auftragseingang um +3%. Während sich ein deutlicher Anstieg des Auftragseinganges für die Tschechische Republik, Brasilien, die Schweiz und Serbien aufgrund von Großaufträgen und Projekten ergab, war der größte Rückgang in Schweden zu verzeichnen. Dort gab es im Vorjahr außerordentliches Projektgeschäft, welches sich in 2023 nicht wiederholt hat. UmsatzDer erzielte Umsatz lag mit 92.805 TEUR um +5% über 2022 (88.660 TEUR). Da einige Großaufträge im letzten Quartal 2022 eingegangen sind und erst in 2023 zur Auslieferung kamen, liegt der nominale Umsatzanstieg über dem des Auftragseingangs. Der inländische Umsatz lag +6% über dem Vorjahreswert. Der Umsatzanstieg in den einzelnen Bereichen liegt über der Entwicklung des Auftragseingangs, wobei auch hier der Umsatz im Handelsgeschäft mit +14% deutlich stärker stieg als in den Bereichen Key-Account und im Industriegeschäft, die um +2% gestiegen sind. Der Umsatz im Exportgeschäft folgte dem Auftragseingang und lag mit ebenfalls +3% auch über dem Vorjahr. Wesentlichste Anstiege ergaben sich bei der Türkei, der Tschechischen Republik und China. Im Gegenzug hat sich der Umsatz mit Singapur in 2023 aufgrund von struktureller Veränderung in der Unternehmensgruppe verringert. Zukünftig wird ein Teil dieses Geschäftes direkt über Malaysia abgewickelt. Der Anstoß für diese Umsetzung erfolgte jedoch erst im Laufe des zweiten Halbjahres 2023. Der Umsatz für die Produktion von Produkten für die Schwestergesellschaften der Spirax-Sarco Gruppe lag im Berichtszeitraum mit -4% leicht unter dem Vorjahr, ebenfalls getrieben durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung. Insgesamt zeigt sich der Umsatzanstieg in allen Hauptproduktgruppen. Der Anteil des Umsatzes für Kondensatableiter, Rückflussverhinderer, Industrie-Elektronik und sonstige Produkte, Ersatzteile und Dienstleistungen sind gegenüber dem Vorjahr unwesentlich von 95% auf 94% gesunken. In Summe erhöhte sich der Umsatz dieser Gruppen um 4% gegenüber dem Vorjahr. Stärkster Anstieg mit jeweils +24% ist jedoch in den Gruppen Stellventile und Wärmetechnische Apparate und Behälter zu verzeichnen, wobei 2022 hier eher als schwaches Jahr zu benennen ist. BetriebsergebnisDas Betriebsergebnis in 2023 (Jahresergebnis vor Gewinnabführung, sonstigen Steuern, Ertragsteuern, Zinsergebnis und Beteiligungserträgen) lag mit 10.594 TEUR um -1.561 TEUR unter dem Vorjahr (12.155 TEUR), da in den Kernbereichen die Kosten überproportional gestiegen sind. Zwar erhöhte sich der Umsatz um +4.145 TEUR, im Gegenzug gab es aber auch deutliche Steigerungen bei den Personalaufwendungen (+3.628 TEUR), den Materialaufwendungen (+1.573 TEUR) und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+1.180 TEUR). Aus den Bestandsveränderungen ergibt sich in 2023 ein positiver Effekt in Höhe von 637 TEUR. Die Personalaufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund von Einstellungen, der Erhöhung der Entgelte sowie dem letzten Anteil der Inflationsausgleichsprämie gemäß Tarifabschluss 2022 gestiegen. Der Materialaufwand (inkl. bezogenen Leistungen) hat sich in Summe im Rahmen der Umsatzentwicklung erhöht. Die Materialaufwandsquote - bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) - lag analog dem Vorjahr bei 31%. Die Beschaffungspreise der noch in den Vorjahren stark inflationär geprägten Elektronikkomponenten haben sich im Berichtszeitraum weitestgehend stabilisiert, liegen aber teils noch immer über dem Niveau von vor der Pandemie. Von der Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (SBA, +1.180 TEUR) entfallen 529 TEUR auf Aufwendungen für Fremdleistungen, primär aufgrund eines Anstiegs der Konzernumlagen. Diese wurden seit der Zugehörigkeit zur Spirax-Sarco-Gruppe stufenweise erhöht. Zudem sind die Kosten für externe IT-Dienstleistungen gestiegen, u. a. aufgrund von ersten Vorlaufkosten für einen anstehenden Wechsel des ERP-Systems. Die sonstigen Personalaufwendungen sind um 207 TEUR gestiegen. Hiervon entfällt der größte Teil auf einen erhöhten Bedarf für Leiharbeitnehmer. Zudem wurden in höherem Maße Fortbildungen absolviert und die Servicekosten für den Kantinenbetrieb und die Aufwendungen für das Jubiläumsgeld sind gestiegen. Die Aufwendung für Mieten und Leasing haben sich im Berichtsjahr hauptsächlich aufgrund der externen Anmietung weiterer Räumlichkeiten für den Verwaltungs- und Produktionsbereich sowie zusätzlicher Lizenzgebühren für Software um 290 TEUR erhöht. Die um 100 TEUR höheren Aufwendungen für die Instandhaltung sind ebenfalls hauptsächlich aufgrund der zusätzlich angemieteten Räumlichkeiten entstanden. Im Gegenzug haben sich die Reisekosten um 176 TEUR reduziert, welche im Vorjahreszeitraum aber auch eher auf einem höheren Niveau lagen. Die Anschaffungen von GWGs mit einem Wert von unter 250,00 Euro sind wiederum um 115 TEUR niedriger als im Vorjahr. Allerdings lag dieser Wert in 2022 auch deutlich über dem Schnitt der Vorjahre. Die Beratungsleistungen haben sich um 305 TEUR erhöht. Wesentlich Positionen sind zum einen Beratungsleistungen für die potenzielle Akquisition eines Unternehmens sowie Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte. Alle weiteren Posten unter den SBA haben sich in Summe um 38 TEUR erhöht. Die Wertschöpfung der GESTRA AG stellt sich wie folgt dar:
Damit erreichten wir im Geschäftsjahr 2023 eine Wertschöpfung von 122 TEUR je Beschäftigten bei durchschnittlich 413 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (unverändert gegenüber dem Vorjahr: 122 TEUR bei durchschnittlich 395 Beschäftigten). Der Anteil weiblicher Mitarbeiterinnen lag insgesamt bei 20%, im Verwaltungsbereich bei 33%. Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens haben sich in 2023 um 635 TEUR auf 1.099 TEUR erhöht aufgrund der Anpassung der Zinskonditionen des an das Konzernmutterunternehmen gewährten langfristigen Darlehens. Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2023 fielen aufgrund der steuerlichen Organschaft nicht an. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 betrug vor Gewinnabführung 12.015 TEUR (Vorjahr: 12.826 TEUR). Vermögens- und FinanzlageVermögenslageDie Vermögens- und Finanzlage der GESTRA AG stellt sich bei einer Eigenkapitalquote von 61% weiterhin als stabil dar. Die Quote reduzierte sich bei aufgrund der Gewinnabführung gleichbleibendem Eigenkapital infolge der höheren Bilanzsumme um 0,8 Prozentpunkte. Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr 1,4% von 68.838 TEUR auf 69.780 TEUR gestiegen. Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich in 2023 um 89 TEUR verringert, da die Zugänge in 2023 geringer sind als die Abschreibungen. Die Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 3.026 TEUR. Der größte Posten mit 1.828 TEUR ergibt sich aus geleisteten Anzahlungen. Davon entfallen 1.021 TEUR auf Anzahlungen für technische Anlagen und Maschinen und 807 TEUR auf Vorlaufkosten für die Errichtung einer neuen Produktionsstätte (weiteres hierzu siehe "Zusammenfassende Bewertung" und "Prognosebericht 2024"). Des Weiteren sind die technischen Anlagen um 609 TEUR und die sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattungen um 661 TEUR gestiegen (siehe auch "Investitionen"). Hierfür wurden bereits im Vorjahr teilweise Anzahlungen in Höhe von 342 TEUR geleistet. Die Finanzanlagen haben sich von 22,1 Mio. Euro auf 17,1 Mio. Euro reduziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 5,0 Mio. Euro des an das Konzernmutterunternehmen gewährte langfristige Darlehen getilgt. Die Vorräte sind in 2023 um 3,2 Mio. Euro auf 23,2 Mio. Euro gestiegen. Die mit 2,1 Mio. Euro wesentlichste Steigerung ergibt sich bei den Fertigerzeugnissen. Diese wurden zum einen zur Sicherung der Lieferfähigkeit volumenseitig erhöht, allerdings ist auch für einige spät in 2023 eingegangen Aufträge die Auslieferung nicht mehr rechtzeitig vor Jahresende erfolgt. Trotz des Umsatzanstiegs konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um 482 TEUR reduziert werden. Der durchschnittliche Forderungsrücklauf in Tagen (DSO-Zahl) auf den kompletten Forderungsbestand sank analog von 40 Tagen auf jetzt 38 Tage und befindet sich somit wieder knapp auf dem Niveau von 2021. Treiber hierbei ist die Reduzierung der Auslands-Forderungen, welche in der Regel ein höheres Zahlungsziel haben. Ins Verhältnis gesetzt wurden hier die Umsätze zu den Forderungen ohne berechnete Umsatzsteuer. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen um 485 TEUR über dem Vorjahr (4.027 TEUR), welches sich aus dem gestiegenen Umsatz mit verbundenen Unternehmen ergibt. Bei einem unveränderten Eigenkapital in Höhe von 42,4 Mio. Euro hat sich die Eigenkapitalquote von 62% unwesentlich auf 61% reduziert. Dieses ergibt sich durch eine erhöhte Bilanzsumme aufgrund des Anstiegs der Vorräte sowie einer Erhöhung der Rückstellungen. Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 944 TEUR erhöht. Als wesentlichste Veränderung zu nennen ist die Rückstellung für die Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 552 TEUR, welche erst in 2024 zur Auszahlung kam. Des Weiteren haben sich die Rückstellungen für Boni, Resturlaub, Gleitzeit, und Restrukturierung in Summe um 473 TEUR erhöht, während sich die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten um 102 TEUR verringert haben. Während sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten in Summe um 464 TEUR verringert haben, sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 462 TEUR gestiegen. Im Wesentlichen ergibt sich dieses aus einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool um 2.212 TEUR mit gegenläufigem Effekt aus einem im Vorjahresvergleich geringer abzuführenden Gewinn in Höhe von 811 TEUR sowie einer deutlichen Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 955 TEUR. Letztere sind auf Grund von kurz vor Jahresende 2022 belasteten Intercompany-Serviceleistungen gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthielten in 2023 12.015 TEUR (Vorjahr: 12.826 TEUR) für die noch zu zahlende Gewinnabführung an die GESTRA HoldCo GmbH. InvestitionenIm Jahr 2023 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen in Höhe von 5.038 TEUR getätigt und bewegen sich somit deutlich über dem Vorjahresniveau (2.195 TEUR). Zu benennen sind hier z. B. neue CNC-Maschinen, weitere Investitionen in unsere Serverlandschaft und unsere Website, Ertüchtigung und Erweiterung des Brandmeldeanlage aber auch Vorlaufkosten für die Errichtung einer neuen Produktionsstätte (weiteres hierzu siehe "Zusammenfassend Bewertung" und "Prognosebericht 2024"). Kaufinvestitionen wurden durch über Leasing finanzierte Dienstfahrzeuge in Höhe von 138 TEUR ergänzt. Nach Abschreibungen und Anlagenabgängen von gesamt 2.087 TEUR stieg der Nettowert des Anlagevermögens ohne Finanzanlagen von 13.655 TEUR auf 16.593 TEUR. FinanzlageEntwicklung des Working Capitals
Die GESTRA AG ist integriert in das konzernweite Cash-Pool-System. Daraus ergibt sich per Ende 2023 eine Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.387 TEUR (Vorjahr: 1.176 TEUR). Die ausgewiesenen liquiden Mittel enthalten 720 TEUR, welche zur Absicherung der Altersteilzeit dienen und nicht im Cash-Pooling einfließen. Die GESTRA AG war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Insgesamt ist festzustellen, dass sich die GESTRA AG im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der Marktbedingungen schlechter entwickelt hat als erwartet. Risiko- und ChancenberichtRisikomanagementUm Risiken, die mit unseren geschäftlichen Aktivitäten verbunden sind, zu minimieren bzw. komplett zu vermeiden, wendet die GESTRA AG ein ganzheitliches Risikomanagement an. Unser internes Kontrollsystem (IKS) basiert hauptsächlich auf der Definition und dem Monitoring von Kontrollaktivitäten in den relevanten Unternehmensprozessen. Auf Basis jährlich interner Audits des Konzerns werden identifizierte Verbesserungsmaßnahmen dokumentiert und im vorgegebenen Zeitrahmen abgearbeitet. Darüber hinaus findet jährlich ein Risk-Assessment durch unsere Konzernmutter statt, in dem die wesentlichen Risiken aus allen Bereichen zusammengetragen und bewertet werden. In 2022 wurden darüber hinaus weitere Maßnahmen und Kontrollen im Rahmen von "UK SOX" eingeführt und in 2023 noch erweitert. Dieses hat unsere bereits umfangreichen Prozesse und Kontrollen noch einmal erweitert und dazu beigetragen uns noch mehr vor Risiken wie Cyber-Kriminalität, Betrug und anderen Formen finanziellen Fehlverhaltens zu schützen. Die zeitnahe Überwachung der geschäftlichen Entwicklung wird durch ein detailliertes Berichtswesen gewährleistet. Neben dem standardisierten Berichtswesen für die Konzernmutter stehen dem Vorstand Berichte aus allen Unternehmensbereichen zur Verfügung. Einkauf und Fakturierung wurden auch in 2023 fast ausnahmslos in Euro abgewickelt, so dass weiterhin auf eine Absicherung der Risiken aus Wechselkursen verzichtet werden konnte. Das Forderungsmanagement bei der GESTRA AG basiert nach wie vor auf der Bewertung von Kreditrisiken unserer Kunden. Die Ausfallquoten sind aufgrund dessen nach wie vor minimal. Umfangreiche Tests vor der Erstfertigung und im laufenden Fertigungsprozess beugen technischen Risiken an unseren Produkten vor. Das "Supplier Risk Management" hat noch einmal an Bedeutung gewonnen und die finanzielle Lage unserer Lieferanten sowie deren Qualität und Termintreue wird regelmäßig überwacht. Wie unsere Kunden uns, so prüfen auch wir unsere Lieferanten zudem auf nachhaltige Produktion bzw. Beschaffung. Künftige RisikenRisiken, auf die wir achten müssen, sind mit abnehmender Bedeutung, wie folgt:
Künftige ChancenChancen, die die allgemeine Wirtschaftslage und die spezifischen Branchen für die Geschäftsentwicklung der GESTRA AG bereithalten:
Zusammenfassende BewertungWir haben in 2023 die Entscheidung für den Bau einer neuen Produktionsstätte in Bremen-Nord getroffen, welche die aktuelle Produktionsstätte in Bremen Findorff nach Fertigstellung ablösen wird. Der Vertrag für den Erwerb eines geeigneten Grundstückes wurde in 2023 unterzeichnet. Die Arbeiten auf dem Grundstück des neuen Standortes in Bremen-Nord gehen voran. Die Abrissarbeiten der alten Gebäude werden voraussichtlich im dritten Quartal 2024 abgeschlossen sein. Der geänderte Bebauungsplan für das gesamte Areal wird ebenfalls erst im dritten Quartal 2024 rechtskräftig werden. Daher sind in 2023 erste Investitionen im Rahmen der Fabrikplanung erfolgt. Die internen Planungen für die Ausgestaltung des neuen Standortes sind noch nicht abgeschlossen und im Anschluss wird die Detailplanung für den neuen Standort erfolgen. Aus heutiger Sicht wird ein Baubeginn nicht vor dem zweiten Halbjahr 2025 avisiert. Die allgemeine sowie auch besonders die deutsche Wirtschaft werden auch zwei Jahre, nachdem die russischen Truppen in die Ukraine einmarschiert sind, weiterhin von dem Krieg signifikant beeinflusst. Nach wie vor gibt es seitens GESTRA seitdem keine direkten geschäftlichen Beziehungen mehr zu Russland. Die durch den Krieg angeheizte Inflation lag in 2023 zwar unter dem Wert von 2022, war aber primär aufgrund der Energiekosten auf einem Niveau, welches deutlich über den Jahren vor der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine liegt. Zwar sind bei GESTRA die Aufwendungen für Gas und Strom nach einem erheblichen Anstieg in 2022 in diesem Berichtsjahr um -38% bzw. -18% gesunken, liegen aber damit noch immer deutlich über den Vorjahren. Die Situation der Verknappung auf dem Elektronikmarkt hat sich im Laufe von 2023 stabilisiert und es wird aktuell nicht erwartet, dass sich dies in 2024 wieder verschlechtert. Eine nachhaltige Entwicklungsbeeinträchtigung und damit bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Prognosebericht 2024Laut Prognose wird das preisbereinigte BIP in Deutschland in 2024 nur marginal um +0,2% gegenüber 2023 steigen 6 , welches somit einer Stagnation gleicht. Zum Zeitpunkt der Jahresplanung 2024 wurde eine Umsatzsteigerung von 2% anvisiert, welche sich wie bisher aus Volumen- und Preissteigerung zusammensetzt. Das Ziel für die Umsatzerlöse lag bei etwa 97 Mio. Euro und es wurde ein Betriebsergebnis in Höhe von etwa 13 Mio. Euro geplant. Das erste Halbjahr 2024 verlief aufgrund der weltwirtschaftlichen Entwicklung jedoch nicht gemäß den Erwartungen. Wir haben daher unseren Ausblick für 2024 reduziert und sehen momentan rückläufige Umsatzerlöse in Höhe von 91 Mio. Euro als realistisch an. Das Betriebsergebnis wird jetzt voraussichtlich zwischen 10 Mio. Euro und 11 Mio. Euro liegen. Die geringeren Umsatzerlöse können angesichts besserer Deckungsbeitragsmargen und gegenüber dem Plan geringeren Fixkosten zum Teil kompensiert werden, wodurch das Betriebsergebnis in etwa auf Vorjahresniveau bleiben wird. Eine Wiederaufnahme des Direktgeschäftes mit Russland ist derzeit nicht zu erwarten. Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China u. a. aufgrund der Haltung Chinas gegenüber Taiwan sowie die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Frachtschiffe im Suezkanal, welches einen wesentlichen Teil des Warenverkehrs der Welt betrifft, tragen nicht zu einer Beruhigung der Weltmärkte bei. Inwieweit dieses speziell unser Geschäft beeinflussen wird, ist derzeit nicht abzusehen. Das Investitionsverhalten unserer Kunden ist nach wie vor volatil und nicht einzuschätzen, da einige der Investitionen unserer Kunden auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie insbesondere den Energiekosten abhängig sind. Seit 2023 bieten wir neuartige Servicemodelle an, die u. a. auf unsere neu entwickelten, cloudbasierten Lösungen in Kombination mit einer Energiemanagementplattform aufbauen. Durch Echtzeitanalyse von Prozessdaten und ad-hoc Fehlererkennung wird dem Kunden ermöglicht, Ressourcen wie Energie, Wasser und CO 2 bei einer Steigerung der Produktivität einzusparen. Dieses wird in 2024 sowie auch in den kommenden Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil unseres Geschäftsmodells ausgebaut werden. Die Erhöhung der Kundenbindung durch das Angebot von Komplettlösungen bleibt auch in 2024 ein Themenschwerpunkt im Rahmen unserer Customer-First-Strategie. Gleiches gilt für den Ausbau des Kompetenzzentrums für Kesselausrüstung. Dieser wird nach wie vor weiter vorangetrieben, um das Produktionsvolumen für diesen Bereich zu erhöhen. Wesentlichste Investition in 2024 wird der Erwerb des Grundstückes für den Bau der neuen Produktionsstätte als auch für die Fabrik- bzw. Projektplanung sein. Wie erwähnt ist der Baubeginn als solches frühestens für 2025 zu erwarten. Weiterhin wird sich die GESTRA in 2024 darauf vorbereiten mittelfristig ein neues ERP-System einzuführen. Größere Kosten bzw. Investitionen diesbezüglich werden in 2024 allerdings noch nicht anfallen. Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der GESTRA AG beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen abgeben. Sollten die den Prognosen zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, so können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen.
Bremen, 5. September 2024 GESTRA AG Der Vorstand Friedhelm Lefting Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der GESTRA AG, BremenAllgemeine AngabenDie GESTRA AG mit Sitz in der Münchener Straße 77 in 28215 Bremen ist beim Amtsgericht Bremen unter der Handelsregisternummer HRB 22141 gemeldet. Der Jahresabschluss der GESTRA AG für das am 31. Dezember 2023 abgeschlossene Geschäftsjahr ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die GESTRA AG ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und werden linear über drei bis zwölf Jahre abgeschrieben. Sachanlagen sind wie in den Vorjahren zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet worden. Die Gebäude in Bremen werden linear über 40 Jahre abgeschrieben. Soweit bestimmte Gebäudeteile eine kürzere Nutzungsdauer haben, sind diese anteilig linear abgeschrieben worden. Die innerhalb der Position technische Anlagen und Maschinen ausgewiesenen Investitionen für Maschinen wurden linear abgeschrieben. Den Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von fünf bis 16 Jahren zugrunde. Alle übrigen Positionen wurden linear über drei bis 13 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden jährlich in einem Sammelposten erfasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert unter EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig als Aufwand erfasst. Bei den Finanzanlagen erfolgt der Wertansatz zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB. Die Bewertung des Umlaufvermögens ist unter Beachtung des Niederstwertprinzips vorgenommen worden. In den Vorräten ausgewiesene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis angesetzt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die durch die Fertigung veranlassten Abschreibungen auf das Anlagevermögen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Den Risiken, die sich aus Lagerreichweite und verminderter Verwertbarkeit ergeben, ist durch angemessene und ausreichende Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden mit dem Deckungskapital ausgewiesen. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Unter den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben aktiviert, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum des Folgejahres sind. Latente Steuern werden aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der GESTRA HoldCo GmbH nicht bilanziert. Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß § 253 Abs.1 und 2 HGB ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,50 % (Vorjahr: 2,00 %) bei den Renten aus. Bei der Berechnung sind die Heubeck-Richttafeln 2018 G genutzt worden. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,74 %, Vorjahr: 1,45 %) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren, welcher zum 31. Dezember 2023 1,82 % (Vorjahr: 1,79 %) beträgt. Die Pensionsrückstellungen betragen Tsd. EUR 1.655 (Vorjahr: Tsd. EUR 1.667). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittsatzes nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beläuft sich für die berücksichtigten Pensionsempfänger ohne Rückdeckungsversicherung auf Tsd. EUR 6 (Vorjahr: Tsd. EUR 28). Bei der Bewertung der Verpflichtungen aus der Altersteilzeit wird eine erwartete Einkommenssteigerung von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden im Berichtsjahr mit einem Zinssatz in Höhe von 3,77 % (Vorjahr: 3,07 %) abgezinst. Sie berücksichtigen die Verpflichtungen aus bereits abgeschlossenen Einzelverträgen. Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method. Dabei werden eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 3,50 % p.a. (Vorjahr: 3,50 % p.a.) sowie eine vom Aktuar ermittelte Fluktuationsquote zugrunde gelegt. Die Abzinsung erfolgte anhand des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren 1,74 % (Vorjahr: 1,45 %). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu historischen Entstehungskursen bilanziert und, soweit kurzfristig, mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs bewertet. Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen entsprechen denen am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten. Bilanzerläuterungen(1) AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. (2) Immaterielle VermögensgegenständeUnter dieser Position werden bei der GESTRA AG entgeltlich erworbene Rechte und technisches Know-how ausgewiesen. Die Vermögensgegenstände werden planmäßig abgeschrieben. (3) SachanlagenEs wird auf den Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) verwiesen. (4) FinanzanlagenDie GESTRA AG hält alle Geschäftsanteile an der GESTRA Polonia Sp. z.o.o. in Gdansk/ Polen (Jahresumsatz: Tsd. EUR 6.333, Gewinn: Tsd. EUR 730, Eigenkapital: Tsd. EUR 1.299 - Werte für das Kalenderjahr 2023). Der Muttergesellschaft GESTRA HoldCo GmbH wurde im Vorjahr ein Darlehen gewährt. Zum Stichtag beläuft sich die Forderung auf Tsd. EUR 16.800 (Vorjahr: Tsd. EUR 21.800). (5) Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. (6) Forderungen gegen verbundene UnternehmenDie Forderungen resultieren mit Tsd. EUR 4.511 (Vorjahr: Tsd. EUR 4.027) aus Lieferungen und Leistungen und haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. (7) Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände haben, mit Ausnahme des Pensionsrückdeckungsanspruches in Höhe von Tsd. EUR 341 (Vorjahr: Tsd. EUR 356), wie im Vorjahr Laufzeiten bis zu einem Jahr. (8) Kassenbestand und Guthaben bei KreditinstitutenDiese Position setzt sich wie folgt zusammen:
Die Guthaben bei Kreditinstituten betreffen mit Tsd. EUR 720 vor allem Termingelder mit einer Laufzeit bis zum 28. August 2024. (9) Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital bzw. Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 11.248.421,39 und ist eingestellt in 440.000 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien sind Namensaktien. (10) Kapitalrücklage und GewinnrücklagenGemäß Vereinbarung vom 14. August 2009 wurde seitens der vormaligen Muttergesellschaft Deutsche Ingersoll-Dresser Pumpen GmbH eine Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 11.583 Tsd. EUR eingestellt. (11) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern ab. (12) Sonstige RückstellungenDiese Position setzt sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen Rückstellungen sind der Höhe nach ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von Tsd. EUR 181 (Vorjahr: Tsd. EUR 205) enthalten. (13) Verbindlichkeiten
(14) Haftungsverhältnisse
Eine Inanspruchnahme wird auf Basis der wirtschaftlichen Hintergründe als nicht wahrscheinlich erachtet. (15) Sonstige finanzielle VerpflichtungenVerpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie offenen Lieferantenbestellungen:
(16) Gestellung an SicherheitenBankguthaben in Höhe von Tsd. EUR 720 dienen zur Insolvenzabsicherung des Altersteilzeitprogramms. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(17) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:
(18) Sonstige betriebliche ErträgeHierin sind enthalten:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von Tsd. EUR 27 (Vorjahr: Tsd. EUR 42) davon betreffen unrealisierte Erträge Tsd. EUR 2 (Vorjahr: Tsd. EUR 23). (19) PersonalaufwandDie durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug:
Zum Bilanzstichtag beträgt die Mitarbeiterzahl 417 (Vorjahr: 401). (20) AbschreibungenDie Entwicklung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist dem nachfolgenden Anlagespiegel zu entnehmen. (21) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr ausschließlich realisierte Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von Tsd. EUR 106 (Vorjahr: Tsd. EUR 70). (22) Finanzergebnis
Bei den Beteiligungserträgen handelt es sich um Dividendenzahlungen der GESTRA Polonia Sp.z.o.o. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten unter den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens die Darlehenszinsen der Gesellschafterin GESTRA HoldCo GmbH mit Tsd. EUR 1.099 (Vorjahr: Tsd. EUR 464). Außerdem sind Zinserträge aus dem Cashpool mit Tsd. EUR 25 (Vorjahr: Tsd. EUR 0) und sonstige Zinserträge mit Tsd. EUR 27 (Vorjahr: Tsd. EUR 1) enthalten. (23) Steuern vom Einkommen und vom ErtragMit Eintragung des Gewinnabführungsvertrages am 7. November 2018 besteht mit der GESTRA HoldCo GmbH auch eine steuerliche Organschaft. (24) Aufwendungen aus GewinnabführungAufgrund des Gewinnabführungsvertrages geht der Gewinn in Höhe von Tsd. EUR 12.015 auf die GESTRA HoldCo GmbH über. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. Sonstige AngabenAuf die Angabe der Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2023 wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Es wurden keine Vergütungen an den Aufsichtsrat ausgezahlt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für die externe Jahresabschlussprüfung der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von Tsd. EUR 80. Die für ehemalige Vorstandsmitglieder / Geschäftsführer sowie Hinterbliebene gebildete Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf Tsd. EUR 1.123. Die im Geschäftsjahr 2023 ausgezahlten Pensionen betragen Tsd. EUR 141. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDie GESTRA AG wird über die Gesellschafterin, GESTRA HoldCo GmbH, Bremen, in den Konzernabschluss der Spirax-Sarco Engineering plc, Cheltenham (Großbritannien) einbezogen. Der Konzernabschluss (einziger Konsolidierungskreis) ist erhältlich auf der Webseite der Spirax-Sarco Engineering plc. unter www.spiraxsarcoengineering.com. Da die GESTRA Polonia Sp. z.o.o. in Gdansk/Polen, als einziges Tochterunternehmen für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist, wurde das Wahlrecht des § 296 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen und zulässigerweise kein Konzernabschluss für die GESTRA AG aufgestellt. Mitteilung gemäß § 20 AktGDie GESTRA HoldCo GmbH (vormals Spirax-Sarco (Germany) SPV GmbH) mit Sitz in Bremen hat uns gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört.
Organe der GesellschaftVorstandFriedhelm Lefting Bremen Kaufmann AufsichtsratMaurizio Preziosa (Vorsitzender) Cheltenham (Großbritannien) Ingenieur Managing Director Steam Specialties Division der Spirax-Sarco Engineering plc. Nicholas John Anderson Cheltenham (Großbritannien) Kaufmann CEO der Spirax-Sarco Engineering plc. Lutz Oelsner Bremen Rechtsanwalt Andrew Guthrie Warwickshire (Großbritannien) Finance Director Steam Specialties Division der Spirax-Sarco Engineering plc.
Bremen, 5. September 2024 GESTRA AG Der Vorstand Friedhelm Lefting Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GESTRA AG, Bremen PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der GESTRA AG, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GESTRA AG, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDer Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 5. September 2024 Deloitte
GmbH
Frank Bertram, Wirtschaftsprüfer Lilli Liebig, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023der GESTRA AGDer Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Berichtsjahr 2023 mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat sich dabei eingehend mit der Lage der Gesellschaft befasst, den Vorstand beraten und dessen Tätigkeiten überwacht. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat entsprechend seiner Vorgaben regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen im Hinblick auf Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung und Immobilien. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen in Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende. Auf diese Weise war der Aufsichtsrat über die aktuellen Entwicklungen der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle jeweils zeitnah informiert. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war stets vertrauensvoll, konstruktiv, sachgerecht, kollegial und effizient. Sitzungen des AufsichtsratsIm Berichtsjahr 2023 traf sich der Aufsichtsrat am 17. August 2023. An der Sitzung nahmen alle (aktiven) Aufsichtsratsmitglieder teil. In diesen Sitzungen berichtete der Vorstand über den Verlauf des Geschäftsjahres, insbesondere wurden folgende wesentliche Punkte im Einzelnen erörtert:
Im Berichtsjahr 2023 lagen dem Aufsichtsrat keine Anzeichen für Interessenkonflikte von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats vor. JahresabschlussprüfungMit der Prüfung des Jahresabschlusses 2023 wurde die Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Der Abschlussprüfer hat den handelsrechtlichen Jahresabschluss und den Lagebericht der GESTRA AG zum 31. Dezember 2023 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor und wurden in Konsultation mit dem Abschlussprüfer umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben sich darüber hinaus zusammen mit dem Vorstand intensiv mit den Jahresabschlussunterlagen befasst. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und Lagebericht der GESTRA AG in Kenntnis und unter Berücksichtigung des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers und seiner mündlichen Erläuterungen eingehend erörtert und geprüft. Auf diese Weise konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfung überzeugen. Der Aufsichtsrat hat nach seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und Lagebericht der GESTRA AG erhoben. Dem Aufsichtsrat lagen keine Anzeichen für die Befangenheit des Abschlussprüfers vor. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat seine Unabhängigkeit bestätigt. Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Abschlussprüfung zustimmend zur Kenntnis genommen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der GESTRA AG zum 31. Dezember 2023 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Mitglieder des Aufsichtsrats und des VorstandsIm Berichtsjahr 2023 gehörten dem Aufsichtsrat die Herren Maurizio Preziosa (Vorsitzender), Nicholas John Anderson, Lutz Oelsner, sowie Andrew Guthrie (stellvertretender Vorsitzender) an. Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr 2023 aus Herm Friedhelm Lefting als dem einzigen Vorstandsmitglied. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Arbeit und das Engagement im vergangenen Jahr. Die deutsche Fassung dieses Berichts ist verbindlich. Die englische Fassung ist lediglich eine unverbindliche Übersetzung. Für den Aufsichtsrat / For the Supervisory Board
Bremen, 5. September 2024 / 5 September 2024 Name: Maurizio Preziosa, Vorsitzender des Aufsichtsrats / Chairman of the Supervisory Board Report of the Supervisory Board of GESTRA AG for the Fiscal Year 2023In the reporting year 2023, the supervisory board performed with great diligence the duties assigned to it by the law and the articles of association. The supervisory board reviewed in detail the situation of the company, advised the management board and monitored its activities. The management board informed the supervisory board in accordance with its guidelines regularly, timely and comprehensively about all company-related issues of strategy, planning, business development and real estate. The members of the supervisory board, in particular the chairman of the supervisory board, were in contact with the members of the management board. Thus, the supervisory board was informed about current developments of the company's business and all significant business transactions in a timely manner. The cooperation between the management board and the supervisory board was always trusting, constructive, appropriate, cooperative and efficient. Meeting of the Supervisory BoardIn the reporting year 2023, the supervisory board met on 17 August 2023. All (active) supervisory board members participated in the meeting. The management board reported on the progress of the financial year, in particular the following aspects have been discussed in detail:
The supervisory board did not encounter any conflicts of interest of members of the management board and the supervisory board in the reporting year 2023. Audit of the annual financial statementsDeloitte GmbH, Wirtschaftsprufungsgesellschaft was instructed to perform the audit of the annual financial statements 2023. The auditor audited the annual financial statements and the management report of GESTRA AG as of 31 December 2023 in accordance with the German Commercial Code (HGB) and issued an unqualified auditor's opinion. The documents of the financial statements and the audit report were submitted to all supervisory board members in good time and were comprehensively reviewed in consultation with the auditor. The auditor reported on the scope, focal points and main findings of his audit. In addition, all supervisory board members intensively discussed the annual financial statements together with the management board. The supervisory board discussed and examined the annual financial statements and management report of GESTRA AG in detail, having noted and duly considered the report of the auditor and his oral explanations. In this way, the supervisory board was able to verify the proper conduct of the audit. The supervisory board had, after its own examination, no objections against the annual financial statements and management report of GESTRA AG. The supervisory board did not encounter any circumstances giving reason to doubt the auditor's impartiality. The auditor confirmed his impartiality to the supervisory board. The supervisory board acknowledged and agreed with the results of the audit and approved the annual financial statements of GESTRA AG as of 31 December 2023 prepared by the management board; the annual financial statements are thus adopted. Members of the Supervisory Board and the Management BoardIn the reporting year 2023, the members of the supervisory board were Messrs. Maurizio Preziosa (Chairman), Nicholas John Anderson, Lutz Oelsner, and Andrew Guthrie (Vice Chairman). The management board consisted of Mr. Friedhelm Lefting as the only member of the management board in fiscal year 2023. The supervisory board would like to thank the management board and all employees for their work and commitment in the past year. The German version of this report shall prevail. The English version is a non-binding translation only. Für den Aufsichtsrat / For the Supervisory Board
Bremen, 5. September 2024 / 5 September 2024 Name: Maurizio Preziosa, Vorsitzender des Aufsichtsrats / Chairman of the Supervisory Board |
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