Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 24250
Eingetragen
29.3.2017
Branche
Erbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Die Planung und das Durchführenlassen operativer Leistungen mit stationsersetzendem Charakter einschließlich der notwendigen Hilfsmaßnahmen durch hierzu autorisierte Dritte, insbesondere Ärzte. Zweck der Gesellschaft ist es ferner, die Organisation vertraglicher Bindungen hierüber vorzunehmen, insbesondere jene zu den Kostenträgern und stationären Einrichtungen. Daneben wird die Gesellschaft auch teilstationäre und stationäre Leistungen, insbesondere spezialisierte, fachärztliche Leistungen im konservativen bzw. operativinterventionellem Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karsten Immel
seit 8.8.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura
Phillipp Fründ
seit 8.8.2024
Prokura
Jörg Dautz
seit 8.8.2024
Prokura
Jörg Kranepuhl
seit 8.8.2024
Prokura
Daniel Friebe
seit 29.3.2017
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IVM plus GmbH

Halle (Saale)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Grundlage des Unternehmens

Die IVM plus ist eine Managementgesellschaft für die "Besondere Versorgung". Die Besondere Versorgung stellt eine Sonderform der medizinischen Versorgung in Deutschland dar und ermöglicht gezielte Ergänzungen des Leistungskatalogs gesetzlicher Krankenkassen. Die regulatorischen Rahmenbedingungen der Besonderen Versorgung sind in §140a SGB V geregelt.

Im Rahmen der Besonderen Versorgung

(i) agiert die IVM plus als Bindeglied zwischen Patienten, Ärzten und Krankenkassen,

(ii) verhandelt Selektiv- und Direktverträge für medizinische Leistungen mit Krankenkassen und

(iii) rechnet die von kooperierenden medizinischen Leistungserbringern erbrachten medizinischen Leistungen auf Basis dieser Verträge gegenüber den Krankenkassen ab. Dabei steht es den medizinischen Leistungserbringern grundsätzlich frei, ihre medizinischen Leistungen über die IVM plus oder über alternative Verfahren abzurechnen ("Kann-Verträge").

Durch den Abschluss von Selektivverträgen helfen die IVM plus und ihre Krankenkassenpartner, innovative wie konservative Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden unter Umgehung des für ambulante Leistungserbringer ansonsten geltenden Erlaubnisvorbehalts auf dem Markt zu etablieren und stationsersetzend zu ambulantisieren.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Performance der IVM plus wird makroökonomisch primär durch die Entwicklung der Behandlungszahlen im ambulanten medizinischen Sektor in Deutschland beeinflusst. Sie ist insofern weitgehend unabhängig von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung.

Auch in 2022 hat sich die Corona-Pandemie negativ auf die Anzahl der medizinischen Behandlungen in Deutschland ausgewirkt. Wie schon in den beiden Vorjahren vermieden Patienten den Besuch von Arztpraxen aus Sorge über eine mögliche Ansteckung mit dem Corona-Virus. Eine Vielzahl ambulanter medizinischer Eingriffe wurde aufgrund der Infizierung von Ärzten, Schwestern oder Patienten kurzfristig abgesagt. Seit Herbst 2022 ist eine graduelle Erholung der Behandlungszahlen zu beobachten, die sich im laufenden Jahr 2023 beschleunigt hat. Wir rechnen damit, dass die Anzahl der medizinischen Behandlungen innerhalb der kommenden 12-18 Monate wieder auf das Vor-Corona-Niveau zurückkehren wird.

Die IVM plus zählt zu den Marktführern in der Besonderen Versorgung in Deutschland. Die Wettbewerbsposition der IVM plus konnte auch im Jahr 2022 u.a. durch die Gewinnung zusätzlicher medizinischer Kooperationspartner weiter gestärkt werden.

b) Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der IVM plus wurde 2022 wie im Vorjahr maßgeblich durch

(i) die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die

(ii) Maßnahmen der IVM plus zur langfristigen strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens bestimmt.

Die Corona-Pandemie führte, neben dem oben ausgeführten negativen Einfluss auf die Anzahl medizinischer Behandlungen, zu Herausforderungen im laufenden Geschäftsbetrieb der IVM plus, auf die die Geschäftsleitung mit dem Ausbau der Home-Office-Tätigkeit und der Flexibilisierung der Arbeitszeiten reagiert hat. Die IVM plus war dadurch zu jedem Zeitpunkt der Pandemie voll handlungsfähig.

Mitte 2020 hatte die IVM plus diverse Projekte zur strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens angestoßen. Ziel war

(i) das Dienstleistungsportfolio zu erweitern,

(ii) den Vertrieb zu stärken,

(iii) die internen EDV-Fähigkeiten zu verbessern und

(iv) die Unternehmensinternen Prozesse und Strukturen weiter zu professionalisieren. Zudem wurde

(v) der Auf- und Ausbau der Home-Office-Infrastruktur forciert. Diese Projekte sind zwischenzeitlich entweder abgeschlossen oder sehr weit vorangeschritten.

Insgesamt konnte die IVM plus im Jahr 2022 sowohl ihren Umsatz (+55,8 %) als auch ihren Ertrag (EBIT: +13,9 %) v.a. aufgrund

i) des Volljahreseffekts der in 2021 neu abgeschlossenen Selektiv-Verträge,

ii) des Wachstums bei der Anzahl kooperierender medizinischer Leistungserbringer und

iii) der einsetzenden Erholung der Fallzahlen im Herbst 2022 deutlich steigern.

Im Geschäftsjahr 2022 hat die IVM plus Netto-Investitionen in Höhe von € 0,22 Mio. getätigt. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit war der Bereich EDV.

Im Durchschnitt waren 2022 27 Mitarbeiter (+3 vs. 2021) bei der IVM plus beschäftigt.

c) VFE Lage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der IVM plus hat sich im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um € 2,986 Mio. auf € 11,915 Mio. erhöht.

Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert aus der Steigerung des Umlaufvermögens um € 2.831 Mio. auf € 10.969 Mio. sowie des Anlagevermögens um € 0,158 Mio. auf € 0,934 Mio. Die liquiden Mittel sind um € 0,377 Mio. auf € 1,683 Mio. gestiegen.

Kennzahlen zur Vermögenslage Berichtsjahr 31.12.22 Berichtsjahr 31.12.21 Zu-/Abnahme
in %
Bilanzsumme € 11.914.719 € 8.929.563 33,4%
Anlagenintensität 7,8% 8,7% -9,8%
Umlaufvermögenintensität 92,1% 91,1% 1,0%
Eigenkapitalquote 21,9% 29,3% -25,1%
Fremdkapitalquote 78,1% 70,7% 10,4%
Kfr Fremdkapitalquote 78,1% 70,7% 10,4%
Lfr Fremdkapitalquote 0% 0%

Finanzlage

Die IVM plus finanziert sich zu 21,9 % aus Eigenkapital, das dem Unternehmen langfristig zur Verfügung steht. Das Eigenkapital von € 2,614 Mio. übersteigt das langfristig gebundene Vermögen deutlich.

Im Geschäftsjahr 2022 hat die IVM plus einen operativen Cash Flow vor Gewinnabführung und Veränderung der gruppeninternen Forderungen / Darlehen an die Muttergesellschaft von rund € 2,1 Mio. erwirtschaftet.

Insgesamt verfügt die IVM plus mit Blick auf ihre Verpflichtungen über eine sehr solide Liquiditätsausstattung.

Kennzahlen zur Finazage Berichtsjahr 31.12.22 Berichtsjahr 31.12.21 Zu-/Abnahme
in %
Anlagendeckung EK 279,9% 337,0% -17,0%
Anlagendeckung lfr. Kapital 279,9% 337,0% -17,0%
Working Capital €1.813.637 €1.935.107 -6,3%
Working Capital Current Ratio 119,8% 131,2% -8,7%

Ertragslage

Die IVM plus erwirtschaftete im Jahr 2022 einen Umsatz von € 32,398 Mio. und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern («EBIT») von € 1,851 Mio. Der Jahresüberschuss lag aufgrund des Gewinnabführungsvertrags mit der Legian Gesundheitsmanagement GmbH (Wiesbaden) bei € 0.

Kennzahlen zur Ertragslage Berichtsjahr 31.12.22 Berichtsjahr 31.12.21 Zu-/Abnahme
in %
Eigenkapitalrentabilität 74,8% 65,2% 14,7%
Gesamtkapitalrentabilität 16,4% 19,1% -14,0%
Umsatzrentabilität 6,0% 8,2% -26,4%
Personalkostenanteil 3,4% 4,6% -25,3%

d) Gesamtaussage

Insgesamt beurteilt die Geschäftsleitung den Verlauf des Geschäftsjahres 2022 als sehr zufriedenstellend.

3. Prognosebericht

Die IVM plus rechnet in den Jahren 2023 und 2024 mit einer weiteren Steigerung von Umsatz und Ertrag aufgrund von

(i) Effekten aus in 2023 neu abgeschlossenen Selektivverträgen,

(ii) fortgesetztem Wachstum bei der Anzahl medizinischer Kooperationspartner und

(iii) der weiteren Normalisierung der medizinischen Behandlungszahlen nach dem Corona-bedingten Einbruch.

4. Chancen und Risikobericht

a) Risiken

Zu möglichen Risiken für das Geschäft der IVM plus zählen insbesondere

(i) der Verlust wichtiger Kunden

(ii) adverse Veränderungen des regulatorischen Umfelds sowie

(iii) anhaltende Ausfälle der EDV-Infrastruktur.

Die Geschäftsleitung der IVM plus hält die Eintrittswahrscheinlichkeiten der vorgenannten Risiken für niedrig. Die meisten Kundenbeziehungen bestehen seit vielen Jahren, sind mit mittel- bis längerfristigen Verträgen unterlegt und liefern nachweisbaren Nutzen für den Kunden. Die Besondere Versorgung existiert als Versorgungsform seit mehr als 20 Jahren und ist politisch gewollt. Die IVM plus hat umfangreiche Maßnahmen zum Schutz ihrer IT-Infrastruktur ergriffen und Risiken so weit wie möglich abgesichert.

b) Chancen

Chancen sieht die IVM plus insbesondere

(i) im Abschluss zusätzlicher Selektivverträge,

(ii) bei der Gewinnung weiterer medizinischer Kooperationspartner und

(iii) infolge der zu erwartenden fortgesetzten Erholung der medizinischen Behandlungszahlen nach der Corona-Pandemie.

c) Gesamtaussage

Zum Berichtszeitpunkt sieht die Geschäftsleitung keine Risiken, die den Fortbestand der IVM plus jetzt oder in absehbarer Zukunft gefährden.

5. Nachtragsbericht

Seit Anfang des Jahres 2023 gab es bei der IVM plus keine besonderen Vorkommnisse, die den Geschäftsbetrieb nachhaltig beeinträchtigen. Auch für die Zukunft ist derzeit keine nennenswerte Beeinträchtigung absehbar.

 

Halle, 30. August 2023

Daniel Friebe, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 933.908,61 775.608,61
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 815.449,61 638.963,61
II. Sachanlagen 102.436,00 120.622,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.436,00 120.622,00
III. Finanzanlagen 16.023,00 16.023,00
B. Umlaufvermögen 10.969.029,15 8.137.586,28
I. Vorräte 8.895,98 15.851,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.277.461,82 6.816.145,31
1. Forderungen gegen Gesellschafter 2.726.859,18 2.664.964,38
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.726.859,18 2.664.964,38
2. sonstige Vermögensgegenstände 6.550.602,64 4.151.180,93
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.500,04
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.682.671,35 1.305.589,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.781,29 15.368,07
Aktiva 11.914.719,05 8.928.562,96

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 2.613.758,53 2.613.758,53
I. eingefordertes Kapital 13.500,00 13.500,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. eigene Anteile -11.500,00 -11.500,00
II. Gewinnvortrag 2.600.258,53 2.600.258,53
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 145.568,66 112.325,29
C. Verbindlichkeiten 9.155.391,86 6.202.479,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.955.317,62 1.704.125,01
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.955.317,62 1.704.125,01
2. sonstige Verbindlichkeiten 7.200.074,24 4.498.354,13
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.200.074,24 4.498.354,13
Passiva 11.914.719,05 8.928.562,96

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 3.420.334,70 2.924.678,51
2. Personalaufwand 1.115.305,42 958.541,55
a) Löhne und Gehälter 891.117,22 784.186,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 224.188,20 174.354,84
davon für Altersversorgung 16.530,00 13.275,00
3. Abschreibungen 60.746,16 43.246,12
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 60.746,16 43.246,12
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 398.587,08 298.125,96
5. Erträge aus Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 109.874,23 75.159,45
davon aus verbundenen Unternehmen 109.422,47 75.159,45
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38,19
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1,18
9. Ergebnis nach Steuern 1.960.532,08 1.704.925,51
10. sonstige Steuern 5.214,46 800,50
11. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.955.317,62 1.704.125,01
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: IVM plus GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Halle (Saale)
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stendal
Register-Nr.: 24250

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zum Nennwert angesetzt, da diese nur Kautionen für den Mietvertrag enthalten.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2021
TEUR
Stand zum 31.12.2022
TEUR
Änderung ggü. Vorjahr
in TEUR
%
Sonstige Rückstellungen 112,3 145,6 33,3 29,7
Abschluss- und Prüfungskosten 22,8 23,3 0,5 2,2
sonstige Rückstellungen 89,5 122,3 32,8 36,6
Rückstellungen gesamt 112,3 145,6 33,3 29,7

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

- Rückstellung für Personalkosten TEUR 94,9 (im Vorjahr TEUR 81,7)

- Rückstellung für Lohn- und Umsatzsteuer infolge der Lohnsteuer-Außenprüfung 2018-2021 TEUR 18,5 (im Vorjahr TEUR 0)

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.528,10 0,00 0,00
2. geleistete Anzahlungen 638.735,06 190.400,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 705.263,16 190.400,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 272.977,41 28.646,16 0,00
Summe Sachanlagen 272.977,41 28.646,16 0,00
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 16.023,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 16.023,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 994.263,57 219.046,16 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 190.400,00 256.928,10
2. geleistete Anzahlungen -190.400,00 638.735,06
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 895.663,16
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 301.623,57
Summe Sachanlagen 0,00 301.623,57
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 16.023,00
Summe Finanzanlagen 0,00 16.023,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.213.309,73
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.299,55 13.914,00 0,00 0,00 80.213,55
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 66.299,55 13.914,00 0,00 0,00 80.213,55
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.355,41 46.832,16 0,00 0,00 199.187,57
Summe Sachanlagen 152.355,41 46.832,16 0,00 0,00 199.187,57
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 218.654,96 60.746,16 0,00 0,00 279.401,12
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 176.714,55 228,55
2. geleistete Anzahlungen 0,00 638.735,06 638.735,06
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 815.449,61 638.963,61
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 102.436,00 120.622,00
Summe Sachanlagen 0,00 102.436,00 120.622,00
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 16.023,00 16.023,00
Summe Finanzanlagen 0,00 16.023,00 16.023,00
Summe Anlagevermögen 0,00 933.908,61 775.608,61

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Außer den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen keine weiteren sonstigen finanzielle Verpflichtungen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 25,00
leitende Angestellte 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 27,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 7,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 20,00

Im Vorjahr betrug die Anzahl der Beschäftigten durchschnittlich 24, wobei sechs Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt waren. Die Zahl der leitenden Angestellten ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten:

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird der Gewinn in Höhe von 1.955.317,62 EUR an die Legian Gesundheitsmanagement GmbH abgeführt.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Halle (Saale), den 16. Juni 2023

gez. Daniel Friebe, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.09.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die IVM plus GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IVM plus GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IVM plus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Halle (Saale), 31. August 2023

Henschke und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Jochen Henschke, Wirtschaftsprüfer

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