LeasAG Leasing Aktiengesellschaft

Karl-Geusen-Straße 173, 40231 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 72100
Eingetragen
28.7.1980
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Gegenstand
Die Durchführung von Leasinggeschäften aller Art im mobilen Bereich, u.a. Vermietung von Kraftfahrzeugen für Selbstfahrer und Mietwagenfahrer, sowie die Übernahme der Geschäftsführung in anderen Leasinggesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicole Felbel
seit 19.9.2023
Vorstandsmitglied
Holger Harmsen
seit 19.9.2023
Vorstandsmitglied
Marvin Grashof
seit 13.9.2023
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LeasAG Leasing Aktiengesellschaft

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023

I. Geschäftstätigkeit

Als Leasinggesellschaft sind wir seit 2010 gemäß § 1 Abs. 1a KWG als Finanzdienstleistungsinstitut eingestuft und müssen damit eine Reihe aufsichtsrechtlicher Anforderungen erfüllen. Besonderes Augenmerk erfordern in diesem Zusammenhang die qualitativen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation gem. § 25a KWG. Die Vorgaben aus § 25a KWG werden durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) konkretisiert. Diese Mindestanforderungen beinhalten qualitative Anforderungen an das Risikomanagement, die von uns unter Berücksichtigung unserer Größe sowie Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäfte umgesetzt wurden.

Gegenstand des Unternehmens ist der Kauf und Verkauf von beweglichen Gegenständen und die Durchführung von Leasinggeschäften aller Art im mobilen Bereich sowie die Vermietung von Kraftfahrzeugen an Selbst- und Mietwagenfahrer.

Schwerpunkt der Tätigkeit ist die Vermietung von Personen- und Lastkraftwagen (ca. 82,0 %) der Anschaffungswerte des Leasingvermögens) sowie Einrichtungsgegenständen (ca. 7,0 %) und Licht- und Tontechnik (ca. 2,0 %). Daneben vermietet die LeasAG Leasing Aktiengesellschaft (nachfolgend LeasAG genannt) auch EDV-Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen, Baumaschinen und Anlagen aller Art. Die Vermietung erfolgt überwiegend im Wege des Finanzierungsleasings.

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr ausschließlich im Inland tätig.

II. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bestätigte sich damit das Ergebnis der Schnellmeldung vom 30. Januar 2024. "Damit hat die deutsche Wirtschaft das Jahr 2023 im Minus beendet. Im Schlussquartal bremsten die rückläufigen Investitionen die Konjunktur, während der Konsum leicht zulegte", sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. In den ersten drei Quartalen stagnierte das BIP noch weitestgehend, begleitet von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für das gesamte Jahr 2023 haben die neuesten Berechnungen den Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt -0,1 %) bestätigt.

Nach dem starken Rückgang der privaten Konsumausgaben im Winterhalbjahr 2022/2023 erholten sich diese im Laufe des Jahres 2023 etwas. Gleichzeitig sank die Inflationsrate. Im 4. Quartal 2023 stiegen die privaten Konsumausgaben leicht um 0,2 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. Positive Impulse gingen dabei von der gestiegenen Nachfrage nach Dienstleistungen aus. Auch die Konsumausgaben des Staates nahmen mit +0,3 % leicht gegenüber dem Vorquartal zu.

Die Investitionen gingen im Vorquartalsvergleich dagegen deutlich zurück: So nahmen die Bauinvestitionen preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % ab, nachdem sie bereits in den beiden vorangegangenen Quartalen rückläufig waren. Die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - gingen zum Jahresende mit -3,5 % sogar noch deutlicher zurück.

Im 4. Quartal 2023 wurden preis-, saison- und kalenderbereinigt insgesamt 1,6 % weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im 3. Quartal 2023. Die Importe sanken mit -1,7 % noch etwas stärker. Eine verhaltene Auslandsnachfrage, anhaltende geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise machten sich besonders im schwächeren Warenhandel bemerkbar.

Im 4. Quartal 2023 ging die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung um 0,4 % im Vorquartalsvergleich zurück, nachdem sie in den beiden Quartalen zuvor stagniert hatte. Die stärksten Rückgänge waren im Baugewerbe (-2,6 %) und im Verarbeitenden Gewerbe (-1,4 %) zu verzeichnen. Während die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen zunahm, hatten viele andere Branchen wie der Maschinenbau, die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie von Metallerzeugnissen und die chemische Industrie Einbußen zu verzeichnen. Die Bruttowertschöpfung in der Energieversorgung konnte im Vorquartalsvergleich dagegen kräftig zulegen. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie bei den sonstigen Dienstleistern kam es preis-, saison- und kalenderbereinigt zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um jeweils 0,9 %, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Bereichen im 2. und 3. Quartal 2023 noch Zuwächse verzeichnet hatte. Leichte Anstiege verzeichneten im 4. Quartal 2023 die Unternehmensdienstleister und der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit.

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 4. Quartal 2023 preisbereinigt 0,4 % niedriger als im 4. Quartal 2022. Preis- und kalenderbereinigt war der Rückgang mit -0,2 % niedriger, da ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als ein Jahr zuvor.

Die inländische Verwendung insgesamt sank im 4. Quartal 2023 im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 1,1 %. Insbesondere die Bauinvestitionen schrumpften gegenüber dem 4. Quartal 2022 um 2,2 %. Einfluss darauf hatte vor allem die schlechte Witterung in den Monaten November und Dezember 2023. Der Preisdruck in der Baubranche nahm hingegen weiter ab. Die Ausrüstungsinvestitionen sanken gegenüber dem Vorjahresquartal leicht um 0,4 %. Ein Grund dafür war das Ende der staatlichen Förderung gewerblicher Zulassungen von Elektrofahrzeugen zum 1. September 2023.

Die privaten Konsumausgaben sanken preisbereinigt um 0,6 %. Dabei machten sich nach wie vor die hohen Preise bemerkbar. Besonders betroffen davon waren Nahrungsmittel und Gaststättendienstleistungen, für die preisbereinigt jeweils deutlich weniger ausgegeben wurde als im Vorjahr. Nachdem die staatlichen Konsumausgaben in den ersten drei Quartalen im Jahr 2023 teilweise deutlich gesunken waren, stagnierten sie im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal.

Der Handel mit dem Ausland nahm im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich ab. Die Exporte sanken um 4,0 %, da die Ausfuhr von Waren deutlich zurückging (-5,1 %). Ursächlich waren Rückgänge in den Bereichen chemische Erzeugnisse, pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse sowie Datenverarbeitungsgeräte.

Die Importe insgesamt nahmen im selben Zeitraum mit preisbereinigt -5,6 % noch stärker ab als die Exporte. Vor allem die Einfuhr von Waren zeigte mit -8,9 % eine stark negative Entwicklung, bedingt durch Rückgänge vor allem bei Metallen, Datenverarbeitungsgeräten sowie elektrischen Ausrüstungen. Die Dienstleistungsimporte wiesen hingegen ein deutliches Plus von 5,2 % auf, dank eines deutlichen Anstiegs der unternehmensbezogenen Dienstleistungen.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung ging im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal insgesamt um 0,3 % zurück. Dabei verlief die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich insgesamt sehr unterschiedlich. Während die Dienstleistungsbereiche insgesamt einen leichten Zuwachs verzeichnen konnten, sank die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe mit -2,2 % deutlich. Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes ging dies vor allem auf die gesunkene Wertschöpfung bei der Herstellung von Metallerzeugnissen sowie von elektrischen Ausrüstungen und im Maschinenbau zurück.

Innerhalb der Dienstleistungsbereiche konnten im 4. Quartal 2023 fast alle Branchen ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahresquartal ausweiten. Neben dem Grundstücks- und Wohnungswesen (+1,3 %) verzeichneten auch die Unternehmensdienstleister im 4. Quartal 2023 einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung (+0,5 %). Während die sonstigen Unternehmensdienstleister - trotz eines Rückgangs im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung - ihre Wirtschaftsleistung ausweiten konnten, kam es bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistern zu einem leichten Rückgang der preisbereinigten Bruttowertschöpfung. Auch der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit konnte mit +0,4 % leicht zum Vorjahr zulegen. Demgegenüber verzeichnete der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe einen Rückgang um 1,1 %. Den Einbußen im Groß- und im Einzelhandel stand dabei ein Zuwachs im Verkehrsbereich gegenüber.

Die Wirtschaftsleistung wurde im 4. Quartal 2023 von rund 46,2 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 216 000 Personen oder 0,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Damit wurde ein neuer Höchststand erreicht.

Im Durchschnitt wurden je Erwerbstätigen 0,5 % weniger Arbeitsstunden geleistet als im 4. Quartal 2022. Das ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als vor einem Jahr. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen - blieb im gleichen Zeitraum unverändert. Das ergaben vorläufige Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit.

Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität - gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde - nahm gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,4 % ab. Je Erwerbstätigen gerechnet war sie sogar um 0,9 % niedriger als vor einem Jahr.

In jeweiligen Preisen gerechnet waren das BIP und das Bruttonationaleinkommen im 4. Quartal 2023 jeweils um 6,0 % höher als ein Jahr zuvor. Das Volkseinkommen war um 5,1 % höher als im 4. Quartal 2022. Dabei stieg nach vorläufigen Berechnungen das Arbeitnehmerentgelt um 6,0 %, während die Unternehmens- und Vermögenseinkommen mit +2,5 % weniger stark zunahmen. Die durchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer verzeichneten im 4. Quartal 2023 ein Plus von 5,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Netto fiel der Anstieg mit +7,8 % noch deutlicher aus, wozu vor allem Zahlungen von abgabenfreien Inflationsausgleichsprämien beigetragen haben. Die Bruttolöhne und -gehälter insgesamt waren um 6,3 % höher als im Jahr zuvor, da sich auch die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erneut erhöhte.

Die Zuwachsrate zum Vorjahresquartal bei den privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen schwächte sich im Jahresverlauf immer weiter ab, im 4. Quartal 2023 lag sie noch bei +3,8 %. Da das verfügbare Einkommen mit +4,4 % im Vorjahresvergleich etwas stärker anstieg, lag die Sparquote mit 10,9 % über dem Vorjahreswert von 10,5 %.

Auch in den anderen großen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) sowie in der EU insgesamt hat sich die Wirtschaft im 4. Quartal 2023 abgekühlt. Während Spanien und Italien noch einen Anstieg von 0,6 % beziehungsweise 0,2 % im Vergleich zum 3. Quartal 2023 verzeichneten, stagnierte das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP in Frankreich und auch im Euroraum insgesamt (0,0 %). Die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten (USA) nahm mit +0,8 % im Vergleich zum Vorquartal und +3,1 % gegenüber dem 4. Quartal 2022 stärker zu als die der meisten europäischen Staaten. Deutschland liegt im Vorjahresvergleich preis-, saison- und kalenderbereinigten mit -0,2 % deutlich unterhalb der Entwicklung in der EU insgesamt (+0,3 %).

Nach wie vor wird die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands nachhaltig durch die Höhe der Ausrüstungsinvestitionen bestimmt. Nach einer Zunahme um 4,0% in 2022 gegenüber dem Vorjahr war im abgelaufenen Jahr 2023 erneut wieder eine Zunahme von 3,0% zu verzeichnen.

Insgesamt erwies sich die deutsche Wirtschaft in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erneut als widerstandsfähig und stabil.

III. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Leasing-Wirtschaft ist 2023 deutlich gewachsen. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten finanzierte die Branche in Deutschland für mehr als 85 Milliarden Euro Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge, IT-Equipment, Infrastruktur und andere Wirtschaftsgüter. Das Neugeschäftsvolumen, basierend auf einer Hochrechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln), entspricht einer Steigerung von 22,6 Prozent gegenüber 2022. Neben einer gestiegenen Nachfrage resultierte der starke Zuwachs aus Nachholeffekten aufgrund von Lieferverzögerungen aus dem Vorjahr sowie aus Preissteigerungen. Auch unter Berücksichtigung dieser Einflussfaktoren kann die Branche mit der Neugeschäftsentwicklung mehr als zufrieden sein. Die Leasing-Branche gilt seit Jahrzehnten als verlässlicher Partner der Unternehmen in schwierigen Zeiten. Angesichts der Herausforderungen der Transformation wird aber in Deutschland zu wenig investiert.

Die Investitionen in Deutschland leiden unter den gegenwärtigen makroökonomischen Rahmenbedingungen. Bei den realen Bruttoanlageinvestitionen war im Jahr 2023 nochmals ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 0,7 Prozent zu verzeichnen. Damit liegen sie seit nunmehr drei Jahren um mehr oder weniger durchgehend gut 2 1⁄2 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die realen Ausrüstungsinvestitionen legten im Jahr 2023 um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Im vierten Quartal 2023 setzte sich der Erholungstrend jedoch nicht weiter fort und sie lagen preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt zuletzt wieder etwas unter dem Niveau des vierten Quartals 2019. Infolge der stark angestiegenen Finanzierungskosten waren die Bauinvestitionen in den vergangenen drei Jahren rückläufig. Insgesamt lagen sie preisbereinigt im Jahresdurchschnitt 2023 um fast 7 Prozent unter dem letzten Höhepunkt des Jahres 2020. Die sogenannten Sonstigen Anlagen liegen seit Anbeginn der Krisen in preisbereinigter Betrachtung durchgängig unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Im Jahresdurchschnitt 2023 klaffte eine Lücke von fast 3 1⁄2 Prozent.

Die Investitionen der Leasing-Wirtschaft werden besonders durch das Mobilien-Leasing geprägt. Dessen Volumen erhöhte sich im Jahr 2023 auf 73,60 Milliarden Euro (+26,3 Prozent). Dies lag vorrangig am Pkw-Geschäft, welches teilweise durch einen Sondereffekt beeinflusst wurde. Das Immobilien-Leasing war mit einem Volumen von weniger als einer Milliarde Euro weiterhin weniger bedeutend. Positiv war die Dynamik beim Mietkauf, wo das Volumen auf 11,39 Milliarden Euro anstieg (+8,4 Prozent). Die Leasing-Quote der Mobilien (26,7 Prozent) stieg im vergangenen Jahr spürbar an. Bei den Immobilien blieb die Leasing-Quote auf niedrigem Niveau.

Von überragender Bedeutung für die Leasing-Branche ist weiterhin der Bereich Pkw, der für mehr als die Hälfte des Anschaffungswerts der Leasing-Objekte steht. Am aktuellen Rand zeigt sich weiterhin eine positive Dynamik. Die stärkste Dynamik ist in der Objektgruppe Luft-, Schienen- und Wasserfahrzeuge zu beobachten. Der Wert ist jedoch durch Sondereffekte von Großaufträgen verzerrt. Ebenfalls sehr dynamisch entwickelten sich die Objektgruppen Fahrräder & E-Roller, Baumaschinen und Agrartechnik. Einen Rückgang des Leasing Geschäfts gab es lediglich in der Objektgruppe Immaterielle Wirtschaftsgüter. Unter Berücksichtigung der Preissteigerungen war auch das Leasing-Geschäft mit Produktionsmaschinen rückläufig.

Im Gefolge der krisenbedingten Abschwächung im Jahr 2023 haben sich auch die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft für das Jahr 2024 über den gesamten Jahresverlauf 2023 eingetrübt. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr kaum über das bereits schwache Vorjahresniveau und auch weiterhin nicht über das Produktionsniveau des Jahres 2019 hinauskommen. Die IW-Verbandsumfrage lässt ein schwaches Investitionsjahr 2024 erwarten. Dies deckt sich auch mit den Einschätzungen der meisten Konjunkturprognosen für Deutschland. Etwa drei Viertel der Verbände geht von rückläufigen Investitionen aus.

IV. Geschäftsverlauf 01.01. - 31.12.2023

Im Vergleich zur gesamten Entwicklung im Leasingmarkt verzeichnet die LeasAG im Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023 eine erhebliche Ausweitung des Neugeschäftsvolumens um 17,8 % auf TEUR 185.621 Nettoanschaffungswert.

Zum 31.12.2023 waren 1398 (Vorjahr 1340) aktive Leasingverträge mit Anschaffungskosten von TEUR 185.621 im Bestand. Die durchschnittliche Vertragsgröße pro Leasingvertrag beträgt im Geschäftsjahr TEUR 133 (Vorjahr TEUR 150).

Die Anzahl der aktiven Mietkaufverträge zum 31.12.2023 beträgt 414 (Vorjahr 288).

Auch im Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023 hat die LeasAG ein verstärktes Augenmerk auf gute Bonitäten bei der Qualität der Kunden gelegt. Hierbei wurde aufgrund von Risikogesichtspunkten in einigen Fällen bewusst auf Neugeschäft verzichtet.

V. Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage stellt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023 wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Betriebsleistung
Leasingerträge 94.103 96,9 70.740 98,2
sonstige regelmäßige Betriebserträge 3.027 3,1 1.300 1,8
97.130 100,0 72.040 100
Betriebliche Aufwendungen
Leasingaufwand 54.653 57,5 34.856 50,1
Verluste Abgang Leasingvermögen 0 0,0
AfA Leasingvermögen 35.722 37,6 31.437 45,0
Personalkosten 1.562 1,6 1.357 2,0
sonstige Kosten 3.172 3,3 2.045 2,9
95.109 100,0 69.696 100,0
Betriebsergebnis I 2.021 2,1 2.344 3,3
Abschreibungen Anlagevermögen 24 0,0 27 0,0
Zinsaufwand (saldiert) 6.549 6,7 3.548 4,9
6.573 6,8 3.575 5,0
Betriebsergebnis II -4.552 -4,7 -1.232 0,1
Neutrale Erträge 0 0,0 0 0,0
Neutrale Aufwendungen 0 0,0 0 0,0
0 0,0 0 0,0
Ertragsteuern -1.411 1,5 -621 0,9
Jahresergebnis -5.963 -6,1 -1.853 -2,6

Das Jahresergebnis war im Wesentlichen beeinflusst durch die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens eines größeren Kunden und der damit verbundenen Ausbuchung / Wertberichtigung von Vermögensgegenständen sowie dem deutlichen Zinsanstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Bilanzsumme 186.038 159.444
Neugeschäftsvolumen 96.726 80.566
Leasingvermögen zu Anschaffungskosten 245.861 200.945
Leasingvermögen zu Buchwerten 137.819 128.624
Eigenkapital 0 0
Langfristiges Fremdkapital 158.088 133.866
Kurzfristiges Fremdkapital 4.133 6.818

Das Leasingvermögen zu Anschaffungskosten ist stark gestiegen, da im Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023 weiterhin viel Neugeschäft getätigt wurde. Die Zahl der Leasingverträge stieg von 1.340 im Vorjahr auf 1.398 am Bilanzstichtag.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von TEUR 7.797 aus. Gemäß § 19 Absatz 2 InsoO liegt keine Überschuldung vor, wenn die Fortführung des Unternehmens überwiegend wahrscheinlich ist. Nach Ansicht des Vorstandes steht der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag einer Feststellung der Fortführung des Unternehmens nicht entgegen, da die vorliegenden Planzahlen und die Substanzwertermittlung eine positive Fortführungsprognose rechtfertigen.

Im Anlagevermögen sind stille Reserven enthalten. Durch den Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens werden Erträge kurz- und mittelfristig in Höhe von mindesten TEUR 500 geplant. Die Unternehmensplanung für 2024 und 2025 geht insgesamt von ausgeglichen bzw. leicht positiven Ergebnissen aus.

Die Verringerung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages wird durch eine Erhöhung des Haftkapitals auf TEUR 1.000 begleitet.

Die Finanzlage und Liquiditätslage der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres stabil. Die LeasAG war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Dies zeigt auch die im Folgenden dargestellte Kapitalflussrechnung:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
Jahresüberschuss/-Fehlbetrag -5.963 -1.853
+ Abschreibungen auf Anlagevermögen 35.745 31.464
Abnahme (+), Zunahme (./.) der Aktiva und Zunahme (+), Abnahme (./.) der Passiva
Forderungen an Kunden -10.671 -3.517
Sonstige Vermögensgegenstände -759 538
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -2.366 2.533
sonstige Verbindlichkeiten 43 66
Rückstellungen 1.414 623
Sonstige Passiva 1.535 -404
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 18.978 29.450
Cash Flow aus dem Investitionsbereich
./. Investitionen in eigenes Anlagevermögen -17 -61
./. Investitionen in Leasingvermögen -78.769 -80.567
+ Anlagenabgänge Leasingvermögen 33.853 19.837
Mittelabfluss aus dem Investitionsbereich -44.933 -60.791
Cash Flow aus dem Finanzbereich
Aufnahme/Tilgung von Krediten 25.953 31.421
Mittelzufluss aus dem Finanzbereich 25.953 31.421
Veränderung der liquiden Mittel -2 80
Liquide Mittel am Jahresanfang 1.561 1.481
Liquide Mittel am Jahresende 1.559 1.561
Veränderung der liquiden Mittel -2 80

VI. Chancen und Risikobericht

1. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Wirtschaft und Finanzmärkte haben das Jahr 2023 trotz vieler Probleme besser gemeistert als erwartet. In den kommenden zwölf Monaten stehen sie aber erneut vor großen Herausforderungen. Die Inflation kann noch nicht als endgültig gezähmt gelten. Der Tritt der Zentralbanken auf die geldpolitische Bremse wird seine volle Wirkung wohl erst im neuen Jahr entfalten. Auch die Liste der politischen Risiken ist lang.

Dennoch überwiegt beim Blick auf 2024 insgesamt die Zuversicht. In den USA zeichnet sich eine sanfte Landung der Konjunktur ab. In Europa mehren sich die Anzeichen, dass die schmerzhafte Lagerkorrektur im Verarbeitenden Gewerbe Anfang 2024 auslaufen wird. Auch das chinesische Wachstum scheint sich zu stabilisieren - wenngleich auf einem für chinesische Verhältnisse schwachen Niveau.

Auf beiden Seiten des Atlantiks hat die Inflation so weit nachgelassen, dass die großen Notenbanken im kommenden Jahr beginnen können, ihre Geldpolitik wieder etwas zu lockern, in den USA und Großbritannien wohl früher und stärker als in der Eurozone. Zusammen mit den nicht mehr ganz so hohen Energiepreisen kann dies zu einer besseren Weltkonjunktur im zweiten Halbjahr 2024 beitragen.

In Europa steigen die Einkommen der Verbraucher seit dem Frühjahr 2023 bereits wieder schneller als die Preise. Angesichts der schwachen Industriekonjunktur im Verarbeitenden Gewerbe haben die Verbraucher den Zuwachs bisher weitgehend gespart. Sollte sich die Lage im Verarbeitenden Gewerbe nach dem Ende der Lagerkorrektur wieder bessern, kann dies die Verbraucher ermutigen, wieder mehr Geld auszugeben. Wir erwarten deshalb einen neuen Aufschwung in Europa ab dem Frühjahr 2024.

Finanzmärkte setzen auf die Zukunft. Einen Abschwung in den USA in der ersten Hälfte 2024 und einen zunächst noch schwierigen Winter in Europa haben sie offenbar weitgehend eingepreist. Stattdessen kann die Aussicht auf eine weniger straffe Geldpolitik und einen neuen Aufschwung im Laufe des Jahres 2024 die Märkte stützen.

Sollte sich die europäische Konjunktur tatsächlich erholen, könnte dies das Interesse ausländischer Anleger an Europa stärken. Europäische Aktien und der Euro könnten dabei relativ gut abschneiden. Das gilt vor allem für die Titel kleiner und mittlerer Unternehmen, um die Anleger derzeit oftmals einen großen Bogen machen. Auch viele Schwellenländer könnten davon profitieren.

Allerdings bleibt das Umfeld schwierig. Zum einen haben die Märkte mit ihrer Rallye im November und Anfang Dezember 2023 bereits einen Teil der unseres Erachtens fundamental gerechtfertigten Kursgewinne vorweggenommen. Zum anderen könnten politische Risiken im Zeitablauf immer stärker in den Vordergrund treten.

Ab dem Sommer könnte der mögliche Ausgang der US-Wahlen am 5. November die Diskussion prägen. Ein mögliche Rückkehr Donald Trumps könnte zu geopolitischen Risiken führen, unter denen insbesondere Europa leiden könnte. Unser verhaltener Optimismus gilt deshalb vorerst mehr für das erste Halbjahr 2024 als für das Gesamtjahr.

2. Branchenspezifische Chancen und Risiken

Das ifo Geschäftsklima für die Leasing-Branche hat sich im April 2024 weiter verbessert. Der Tiefpunkt vom Januar dieses Jahres mit -2,7 Punkten ist nun deutlich überschritten. Mit 9,0 Punkten steht der Branchenindex aktuell 4,4 Punkte über dem März-Wert. Dabei verbesserte sich sowohl die Bewertung der aktuellen Lage um 3,6 auf 39 Punkte als auch die Erwartungskomponente um 4,8 auf -17,2 Punkte. Auch der Gesamtindex des ifo Geschäftsklimas für die deutsche Wirtschaft verzeichnet erneut einen deutlichen Anstieg. Mit 89,4 Punkten, nach 87,9 im Vormonat, stieg der Index das dritte Mal in Folge. Der Auftrieb wurde, wie in den Vormonaten, insbesondere durch die Erwartung an die zukünftige Lage in den kommenden sechs Monaten getragen. Diese kletterte im April von 87,7 auf 89,9 Punkte. Die Bewertung der gegenwärtigen Lage verbesserte sich weniger stark von 88,1 auf 88,9 Punkte.

Die Kette der Anstiege sendet ein klares Signal, dass der Tiefpunkt der konjunkturellen Entwicklung nun hinter uns liegt, erläutert Dr. Kai Wohlfarth, Referatsleiter für Volkswirtschaft und Finanzierung beim BDL die aktuellen Daten. Von nun an sollte die deutsche Wirtschaft wieder wachsen, jedoch nicht in den Himmel. Ein Gewöhnungseffekt trägt zu einem moderaten Wachstum bei. Die Zinsanpassungen liegen bereits eine Weile zurück, und die Energiepreise haben sich von ihren Höchstständen merklich erholt. Zumindest in der Eurozone sei für den Juni mit einer ersten Zinssenkung zu rechnen. Auch die für den deutschen Export wichtige Weltwirtschaft stehe besser da als vor Monaten.

Es gibt jedoch weiterhin Stolpersteine: Die bürokratischen Herausforderungen in Deutschland bleiben hoch, was Investitionen erschwert. Und auch die Inflation hat den Zielbereich noch nicht erreicht, vielmehr muss mit einem deutlich langsameren Rückgang und zwischenzeitlich auch wieder leicht ansteigenden Inflationsraten gerechnet werden. Die Senkung der Leizinsen sollte deutlich langsamer erfolgen, als noch vor einigen Monaten insbesondere an den Kapitalmärkten erwartet wurde. Der Druck zu größeren wirtschafts- und steuerpolitischen Reformen sollte zunehmen. Doch die Konsensfähigkeit der aktuellen Bundesregierung lässt keinen großen Durchbruch in dieser Legislaturperiode erwarten.

Investitionsperspektiven ergeben sich weiterhin hauptsächlich durch die Transformation und das Forcieren der Digitalisierung. Die Notwendigkeit für Unternehmen, Kosten zu senken, bleibt bestehen. Das eröffnet Chancen für die Leasing-Branche, den eigenen Kunden beratend zur Seite zu stehen und Investitionen zu realisieren.

Wie schon in den Vorjahren, die Herausforderungen der deutschen Wirtschaft bedingen breite Investitionen - z. B. in den digitalen Wandel, in Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Leasing ist hier ein gutes Finanzierungsinstrument, da es Eigenkapital schont. Als Sale-and-lease-back kann sogar Liquidität geschaffen werden. In diesen Punkten sehen auch wir weiterhin Potential für unser Unternehmen.

Allerdings schätzen wir die Aussichten für 2024 eher verhalten ein und rechnen mit einem kleinen Wachstum für unser Unternehmen.

Die Refinanzierungssituation für Leasinggesellschaften ist dagegen weiterhin entspannt. Die am Markt agierenden Refinanzierungspartner stehen zu ihren Engagements und wollen diese mit steigendem Geschäft weiter ausbauen.

Aufgrund der vorhandenen Struktur im Bereich unserer Refinanzierungspartner sehen wir uns für das aktuelle Geschäftsjahr gut gerüstet. Das Risiko knapp werdender Refinanzierungsmittel, sehen wir weiterhin als gering an.

Die Zusammenarbeit mit den bestehenden Refinanzierungspartnern verlief, wie auch schon in den vergangenen Jahren, erfolgreich, partnerschaftlich und vertrauensvoll.

3. Unternehmensspezifische Chancen und Risiken

Das Risikomanagement der LeasAG ist darauf ausgerichtet, die dem Leasing inhärenten Risiken zu minimieren und so eine Ergebnisoptimierung zu ermöglichen.

Das Risikomanagement umfasst die kontinuierliche Identifikation, Messung, Steuerung und Überwachung sämtlicher Risiken aus dem Unternehmensprozess. Die Risikosteuerung erfolgt durch die Festlegung, welche Risiken in welcher Höhe überhaupt eingegangen werden und die Analyse welche Risiken in welcher Zeitperiode mit der vorhandenen Risikodeckung bewältigt werden können. Dabei wird stets die Risikotragfähigkeit berücksichtigt.

Grundsätzlich wird das gesamte aktive Geschäft, das unter die wesentlichen Risikoarten fällt, in Risikoklassen eingestuft. Das Engagement in schlechten Risikoklassen wird von der Geschäftsführung begrenzt und sorgfältig überwacht.

Im Rahmen einer regelmäßigen Risikotragfähigkeitsberechnung auf Basis des ökonomischen Kalküls erfolgt eine Ermittlung des Risikodeckungspotentials. Die letzte Ermittlung erfolgte mit Erstellung dieser Bilanz und weist ein ausreichendes Deckungspotential auf.

Operationelles Risiko

Das operationelle Risiko ist das Risiko von Verlusten aufgrund fehlerhafter oder unzureichender Prozesse, menschlichen oder technischen Versagens oder aufgrund externer Einflüsse.

Diesem Risiko begegnet die LeasAG im Wesentlichen durch eine konsequente Standardisierung der Arbeitsabläufe, einer strikten Überwachung der Arbeitsprozesse durch Implementierung des Vier-Augen-Prinzips sowie einer konsequenten Vertragsüberwachung.

Als wesentliches Risiko in diesem Bereich sind Betrugsfälle im Kundenkreis anzusehen.

Ein weiteres Risiko stellen die Rechtsrisiken dar. Das Volumen der Klagefälle darf 1 % des gesamten Vertragsbestandes der LeasAG nicht überschreiten. Diese Grenze wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eingehalten.

Als nicht wesentlich sehen wir das IT Risiko, da die LeasAG mit Standardsoftwarelösungen arbeitet.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko betrifft Verluste aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsänderung von Geschäftspartnern.

Zur Reduzierung des Adressenausfallrisikos ist die Kreditwürdigkeitsprüfung wesentlicher Bestandteil unserer Geschäftspolitik. Unabdingbare Geschäftspraxis unseres Hauses sind die Vorlage der Jahresabschlüsse, die Einholung von Kreditauskünften sowie die Offenlegung der Einkommensverhältnisse der Kunden verbunden mit einem persönlichen Gespräch.

Leasingnehmer und Lieferanten mit schlechter Bonitätseinstufung, schlechten Bankauskünften bzw. schlechten Büroauskünften (Index>295) werden grundsätzlich für alle Geschäfte ausgeschlossen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die erforderlichen Geldmittel zur Erfüllung unserer Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen bzw. nur zu erhöhten Konditionen beschafft werden können.

Daher muss die Stabilität der Zahlungseingänge gewährleistet sein. Als Indikator für die Stabilität gilt die Rücklastschriftquote der monatlich eingezogenen Leasingraten. Daher werden die Rücklastschriften konsequent überwacht mit dem Ziel, dass die Anzahl der Rücklastschriften 10 % der gesamten Einzüge nicht überschreiten.

Im Bereich Refinanzierungspotential ergibt sich derzeit kein wesentliches Risiko, da die LeasAG aktuell über 10 Refinanzierungsbanken verfügt. Fristenkongruenz ist in allen Refinanzierungen gegeben. Der Anteil der Vertragszusagen ohne gesicherte Finanzierung ist unbedeutend.

Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko umfasst potentielle Verluste aufgrund möglicher Veränderungen von Marktpreisen für die Leasinggegenstände sowie Änderung der Refinanzierungszinssätze.

Die LeasAG ist nicht im Geschäftsfeld "operate Leasing" aktiv und verfügt daher nicht über Verträge die von beiden Seiten während der Vertragslaufzeit jederzeit gekündigt werden können.

Die von uns praktizierten Teilamortisationsverträge sind von ihrer Anzahl und ihrem Volumen her überschaubar. Sie sind so kalkuliert, das mit Ablauf das Verwertungsrisiko minimiert ist bzw. die Restwerte durch Garantien abgedeckt sind. Das Restwertrisiko der LeasAG ist als nicht wesentlich zu betrachten, da alle geschlossenen Restwert-Verträge Teilamortisationsverträge über Kraftfahrzeuge sind, die über marktgerecht kalkulierte Restwerte verfügen

Alle Verträge verfügen über fest refinanzierte Konditionen, somit ergibt sich kein Zinsänderungsrisiko. Darüber hinaus existieren keine Verträge in Fremdwährungen.

Strategisches Risiko

Strategische Risiken betreffen das Risiko, das die langfristige Geschäftsziele aufgrund fehlerhafter geschäftspolitischer Entscheidungen sowie geänderter Rahmenbedingungen, wie z.B. Marktumfeld und Kundenverhalten, nicht erreicht werden können.

Das Management der strategischen Ziele ist die originäre Aufgabe der Geschäftsleitung. Die Erfassung erfolgt auf qualitativem Wege durchlaufende Beobachtung des makroökonomischen Umfelds sowie durch eine kontinuierliche Überprüfung der eigenen relativen Wettbewerbsposition.

VII. Strategie und Ausblick

Die Gesellschaft plant für das Geschäftsjahr 2024 ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von TEUR 84.000 mit einer Marge von 6 %. Die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2024 bestätigen diese Planung. Das Neugeschäftsvolumen liegt mit knapp 7,5% unter Plan und die Marge mit +4,8 % über den geplanten Quartalswerten.

Aufgrund unserer guten Akquisitionstätigkeit gehen wir trotz aktuell etwas schwierigen wirtschaftlichen Lage von einem Geschäftsvolumen in der geplanten Größenordnung aus.

Wie auch in den Vorjahren wird die Kreditwürdigkeitsprüfung wesentlicher Bestandteil unserer Geschäftspolitik sein, um eventuelle Risiken rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zu ergreifen. Gestützt durch unser gelebtes internes Risikoklassen-System sind wir zukünftig besser in der Lage, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu eliminieren.

Aufgrund dieser Maßnahmen geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die Verluste aus zahlungsgestörten Verträgen auch im zukünftigen Geschäftsjahr weit unter dem üblichen Rahmen liegen werden. Die LeasAG wird sich zudem zukünftig weiterhin auf ertragsstarke Geschäfte beschränken.

Den Personalbestand haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz des erhöhten Geschäftsaufkommens nicht aufgestockt. Zusätzlich bildeten wir zwei Auszubildende zum Kaufmann für Büromanagement aus, davon ein Auszubildender in der neu geschaffenen studienintergierten Ausbildung mit Studium an der FOM Düsseldorf.

Auch die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens steigend sein. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023 sind aufgrund des ausgeweiteten Geschäftsvolumens steigende Kosten zu erwarten. In der Planung für das Geschäftsjahr 2024 wurde dies berücksichtigt.

Wir rechnen daher für das laufende Geschäftsjahr 2024 trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds mit einem positiven Ergebnis.

VIII. Abhängigkeitsbericht

Die Gesellschaft war gemäß den vorliegenden Mitteilungen im gesamten Geschäftsjahr von der Berghausen Holding GmbH, Düsseldorf, abhängig.

Demgemäß hat der Vorstand einen Abhängigkeitsbericht erstellt, der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ADKL AG, Düsseldorf geprüft und mit einem uneingeschränkten Testat versehen wurde.

Der Vorstand erklärt am Schluss des Berichtes: "Die LeasAG Leasing Aktiengesellschaft erhielt bei allen in diesem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften mit dem herrschenden Unternehmen, mit verbundenen Unternehmen sowie mit Dritten auf Veranlassung des herrschenden Unternehmens eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die in dem Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zu Grunde, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

IX. Sonstige Angaben

Zu den Bereich Forschung und Entwicklung sind keine Angaben zu machen. Die Gesellschaft unterhielt im Geschäftsjahr keine Zweigniederlassungen.

Die Gesellschaft beschäftigte am Ende des Geschäftsjahres 8 Mitarbeiter sowie im Bereich Finanzbuchhaltung/Controlling 2 freie Mitarbeiter und zwei Auszubildende. Die Personalstruktur setzte sich wie folgt zusammen:

4 Mitarbeiter im Bereich Marktfolge

4 Mitarbeiter im Bereich Zentralfunktionen

Der Bereich Markt wird ausschließlich von der Geschäftsleitung wahrgenommen.

X. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres ist über das Vermögen eines größeren Kunden das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Durch die Ausbuchung dieser Vermögensgegenstände wurde das Jahresergebnis, neben dem deutlichen Anstieg der Zinsaufwendungen, erheblich beinflusst.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 289 Absatz 2 Nr.1, HGB sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung sind derzeit keine besonderen Risiken erkennbar, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben oder die den Fortbestand des Unternehmens in Frage stellen könnten.

 

Düsseldorf, 28.05.2024

LeasAG Leasing Aktiengesellschaft

Holger Harmsen, Vorstand

Nicole Felbel, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Barreserve 12.407,88 7.972,10
a) Kassenbestand 12.407,88 7.972,10
3. Forderungen an Kreditinstitute 1.546.404,41 1.552.809,26
a) täglich fällig 1.546.404,41 1.552.809,26
4. Forderungen an Kunden 37.535.750,56 26.864.252,97
10a. Leasingvermögen 137.818.979,93 128.624.344,26
11. Immaterielle Anlagewerte 25.001,00 25.001,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.001,00 25.001,00
12. Sachanlagen 89.075,00 96.035,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.075,00 96.035,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 1.197.824,53 438.520,28
Andere Sonstige Vermögensgegenstände 1.197.824,53 438.520,28
15. Rechnungsabgrenzungsposten 14.889,00 0,00
18. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 7.797.339,02 1.834.567,76
Summe der Aktiva 186.037.671,33 159.443.502,63

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 162.221.495,17 136.268.900,76
a) täglich fällig 4.133.187,23 2.560.730,31
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 158.088.307,94 133.708.170,45
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.092.223,40 4.415.299,96
Andere Sonstige Verbindlichkeiten 2.092.223,40 4.415.299,96
6. Rechnungsabgrenzungsposten 19.631.694,49 18.081.342,54
7. Rückstellungen 2.092.258,27 677.959,37
b) Steuerrückstellungen 2.032.697,90 620.918,65
nicht zuordenbar 2.032.697,90 620.918,65
c) andere Rückstellungen 59.560,37 57.040,72
übrige sonstige Rückstellungen 59.560,37 57.040,72
12. Eigenkapital 0,00 0,00
a) Dotationskapital 625.000,00 625.000,00
Dotationskapital des letzten Stichtags 625.000,00 625.000,00
c) Gewinnrücklagen 99.522,44 99.522,44
ca) gesetzliche Rücklage 97.991,13 97.991,13
gesetzliche Rücklage des letzten Stichtags 97.991,13 97.991,13
cd) andere Gewinnrücklagen 1.531,31 1.531,31
andere Gewinnrücklagen des letzten Stichtags 1.531,31 1.531,31
d) Bilanzverlust 8.521.861,46 2.559.090,20
Bilanzgewinn/Bilanzverlust des letzten Stichtags -8.521.861,46 -2.559.090,20
k) Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag (Passivausweis) 7.797.339,02 1.834.567,76
Summe der Passiva 186.037.671,33 159.443.502,63

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
01. Leasingerträge 94.103.192,28 70.740.097,76
1. Zinserträge 157.881,15 71.656,59
a) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 157.881,15 71.656,59
02. Leasingaufwendungen 54.653.146,17 34.855.833,76
2. Zinsaufwendungen 6.706.644,55 3.620.010,58
Ergebnis 1. - 2. 32.901.282,71 32.335.910,01
6. Provisionsaufwendungen 63.247,27 46.154,25
Ergebnis 5. - 6. -63.247,27 -46.154,25
8. Sonstige betriebliche Erträge 3.026.389,61 1.299.801,62
sonstige betriebliche Erträge, nicht zuordenbar 3.026.389,61 1.299.801,62
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 3.199.849,78 2.771.942,02
a) Personalaufwand 1.561.996,09 1.357.492,13
aa) Löhne und Gehälter 1.427.407,33 1.235.095,80
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 134.588,76 122.396,33
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.637.853,69 1.414.449,89
sonstige andere Verwaltungsaufwendungen 1.637.853,69 1.414.449,89
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 35.745.397,98 31.464.316,63
auf Sachanlagen 23.864,86 27.601,30
a) auf Leasingvermögen 35.721.533,12 31.436.715,33
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.461.570,30 574.167,94
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 2.501,00 5.243,56
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere 2.501,00 5.243,56
Ergebnis -13. + 14. -2.501,00 -5.243,56
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -4.544.894,01 -1.226.112,77
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.411.779,25 620.918,65
Veränderung bilanzierter latenter Steuern 1.411.779,25 620.918,65
Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 1.411.779,25 620.918,65
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 6.385,00 5.483,00
Ergebnis 23. + 24. 1.418.164,25 626.401,65
27. Jahresfehlbetrag 5.963.058,26 1.852.514,42
28. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 2.558.803,20 706.575,78
Ergebnis 27. bis 28b. -8.521.861,46 -2.559.090,20
Ergebnis 27. bis 29. -8.521.861,46 -2.559.090,20
Ergebnis 27. bis 30. -8.521.861,46 -2.559.090,20
Ergebnis 27. bis 31. -8.521.861,46 -2.559.090,20
Ergebnis 27. bis 32. -8.521.861,46 -2.559.090,20
34. Bilanzverlust 8.521.861,46 2.559.090,20

Anhang zum Jahresabschluss zum 31.12.2023

LeasAG Leasing Aktiengesellschaft, Düsseldorf

I. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft wurde am 06.06.1980 gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist in Düsseldorf. Das Unternehmen ist eingetragen beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nr. HRB 72100.

Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Leasinggeschäften aller Art im mobilen Bereich, u.a. Vermietung von Kraftfahrzeugen für Selbstfahrer und Mietwagenfahrer sowie die Übernahme der Geschäftsführung in anderen Leasinggesellschaften.

Aufgrund des am 25.12.2008 in Kraft getretenen Jahressteuergesetzes und den darin verankerten Änderungen des Kreditwesengesetzes (KWG) ist der Abschluss von Finanzierungsleasingverträgen als Erbringung einer Finanzdienstleistung gemäß § 1 Absatz 1a Satz 2 Nr. 10 KWG eingestuft.

Die LeasAG Leasing Aktiengesellschaft betreibt gewerbsmäßig Finanzierungsleasing. Sie unterliegt daher als Finanzdienstleistungsinstitut der laufenden, aber eingeschränkten Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank. Die Gesellschaft ist verpflichtet, bei der Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses die besonderen Vorschriften für Finanzdienstleistungsinstitute in § 340 ff HGB sowie die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) zu beachten.

Als Finanzdienstleistungsinstitut hat die Gesellschaft gemäß § 304a Abs. 1 HGB die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften anzuwenden.

Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LeasAG Leasing Aktiengesellschaft für das am 31.12.2023 endende Geschäftsjahr wurden nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Beachtung der RechKredV aufgestellt.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von TEUR 7.797 aus.

Gemäß § 19 Absatz 2 InsO liegt keine Überschuldung vor, wenn die Fortführung des Unternehmens überwiegend wahrscheinlich ist. Nach Ansicht des Vorstandes steht der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag einer Feststellung der Fortführung des Unternehmens nicht entgegen, da die vorliegenden Planzahlen und die Substanzwertermittlung eine positive Fortführungsprognose rechtfertigen.

Im Anlagevermögen sind stille Reserven enthalten. Durch den Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens werden Erträge kurz- und mittelfristig in Höhe von mindesten TEUR 500 geplant. Die Unternehmensplanung für 2024 und 2025 geht insgesamt von ausgeglichen bzw. leicht positiven Ergebnissen aus.

Die Verringerung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages wird durch eine Erhöhung des Haftkapitals auf TEUR 1.000 begleitet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den Vorschriften der §§ 252 ff HGB und der ergänzend nach §§ 340 ff HGB anzuwendenden Vorschriften bewertet.

Die Barreserve und die Forderungen gegenüber Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert bewertet.

Die Forderungen an Kunden sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung etwaiger Risiken bewertet. Aufgrund eines Insolvenzverfahrens wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.035 gebildet. Eine Pauschalwertberichtigung zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde daher nicht gebildet.

Die Mietkaufforderungen werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Der in den Forderungen enthaltene Ertragsanteil wird passivisch abgegrenzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Abschläge für nicht mehr werthaltige Posten waren nicht erforderlich.

Die Bewertung der Forderungen und der Barreserve erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Unter den immateriellen Anlagewerten wird die Internetseite des Unternehmens ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt über fünf Jahre.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter wird das Bewertungswahlrecht nach § 6 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen bzw. sie werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in den Sammelposten eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Das an Kunden vermietete Leasingvermögen wird entsprechend den steuerlichen Kriterien (Schreiben des BBF vom 19.4.1971, 21.3.1971, 22.12.1975 und 23.12.1991) dem Eigentum der LeasAG Leasing Aktiengesellschaft zugeordnet.

Das Leasingvermögen wird mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt.

Es wird über die Laufzeit der Leasingverträge -bei Vorliegen eines vereinbarten Restwertes auf den jeweiligen Restwert- linear abgeschrieben.

Im Anschaffungsjahr erfolgt die Abschreibung pro-rata-temporis.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen.

Zur periodengerechten Erfassung von Erträgen und Aufwendungen, insbesondere im Bereich des Leasings, werden passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Auflösung der Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt entsprechend der Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten für die Mietkaufforderungen ist die Differenz zwischen dem Nominal- und dem Barwert der Mietkaufforderungen. Diese Differenz stellt Zinserträge für die Zukunft dar. Die Auflösung des Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt linear über die Laufzeit der Verträge.

Die Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert. Sie berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und bekannten Risiken.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Barreserve betrifft ausschließlich den Kassenbestand in Euro am Bilanzstichtag. Bargeld in Fremdwährung war nicht vorhanden.

Die Restlaufzeit der in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen beträgt:

Gesamt
TEUR
bis 3 Monate
TEUR
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 1.546 1.546
Forderungen an Kunden 37.536 5.662 8.404 23.470

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden am Bilanzstichtag nicht.

In den Forderungen an Kunden sind Forderungen aus Mietkaufverträgen in Höhe von TEUR 36.934,0 (Vorjahr: TEUR 24.742,2) enthalten.

Die Aufgliederung des Leasingvermögens sowie der immateriellen Anlagegegenstände und der Sachanlagen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ergeben sich aus dem Anlagenspiegel, der als Anlage beigefügt ist.

Die von der Gesellschaft selbst genutzte Büro- und Betriebs- und Geschäftsausstattung hatte zum Bilanzstichtag einen Buchwert in Höhe von TEUR 89,1 (Vorjahr: TEUR 96,0).

In den sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 1.197,8) sind folgende Positionen enthalten:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Steuererstattungen 67,2 -
Debitorische Kreditoren 375,0 44,4
Forderungen gegenüber Vorstand - 101,3
Forderungen gegenüber Gesellschafterin 3,1 3,1
Ware 699,8 261,0
Sonstiges 52,7 28,7
1.197,8 438,5

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine antizipativen Posten enthalten. Die Restlaufzeiten der Positionen liegen alle unter drei Monaten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten mit vereinbarter Restlaufzeit oder Kündigungsfrist betrugen am Bilanzstichtag:

Gesamt
TEUR
bis 3 Monate
TEUR
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 162.221,5 4.133,0 95.069,7 63.018,8
Sonstige Verbindlichkeiten 2.092,2 1.934,7 157,5

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren existierten am Bilanzstichtag nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung der Leasinggegenstände besichert.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 2.092,2) sind folgende Positionen enthalten:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Umsatzsteuer lfd. Jahr 37,9 122,5
Verbindlichkeiten aus dem Leasinggeschäft 1.790,3 3.790,5
Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorstand 157,5 157,5
Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer 37,3 34,6
Erhaltene Kautionen 15,7 15,7
sonstige Verbindlichkeiten 16,0 21,2
erhaltene Anzahlungen 37,5 273,3
2.092,2 4.415,3

In den Verbindlichkeiten sind keine antizipativen Posten enthalten.

Die Position "Passive Rechnungsabgrenzungsposten" umfasst die folgenden Geschäftsvorfälle aus dem Leasinggeschäft und dient der periodengerechten Abgrenzung der Erträge:

Forfaitierte Leasingforderungen

Mietsonderzahlungen

Erhöhte Erstraten

Abgrenzung Mietkaufforderungen

Sonstige

Die anderen Rückstellungen enthalten Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 4,1 (Vorjahr: TEUR 6,5), für Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 25,0 (Vorjahr: TEUR 25,0) sowie Rückstellung für Aufbewahrungskosten in Höhe von EUR 10,5 (Vorjahr: TEUR 10,5).

Die Rückstellungen haben, mit Ausnahme der Rückstellung für Aufbewahrungskosten, eine Laufzeit von mehr als 3 Monaten aber weniger als einem Jahr.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 625. Es ist aufgeteilt in 70.000 Aktien ohne Nennwert. Die Aktien lauten auf den Namen. Alleiniger Aktionär ist die Berghausen Holding GmbH, Düsseldorf.

Der Bilanzverlust des Vorjahres von TEUR 2.558,8 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Dieser Betrag wurde im Geschäftsjahr marginal um TEUR 0,3 angepasst, aufgrund einer nicht berücksichtigten Nachbuchung aus dem Jahr 2022.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Leasingerträge umfassen die Erlöse aus Leasingraten und Erlöse aus der Verwertung von Leasinggegenständen. Sie wurden im Wesentlichen im Inland erzielt.

Die Leasingaufwendungen beinhalten die laufenden Aufwendungen für die an Kunden vermieteten Gegenstände und die Aufwendungen aus dem Abgang von Leasinggegenständen.

Die Zinserträge enthalten Zinsen aus den Mietkaufforderungen sowie Zinsen aus den Forderungen gegenüber dem Gesellschafter und Guthaben bei Kreditinstituten. Sie wurden ausschließlich im Inland erzielt.

Die Zinsaufwendungen betreffen überwiegend die Refinanzierungsdarlehen aus dem Leasinggeschäft und das Darlehen des Vorstandes Holger Harmsen.

Die Provisionsaufwendungen enthalten Provisionen für die Vermittlung von Leasingverträgen sowie Provisionen an Banken für die Bearbeitung der Konten und Kredite.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Versicherungsentschädigungen und Erträge aus dem Verkauf von Handelsware

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten u.a. den Ausweis des Wareneinsatzes für Handelsware.

Das negative Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 war, trotz Erhöhung des Leasingvolumens, im Wesentlichen beeinflusst durch den deutlichen Anstieg der Zinsaufwendungen und durch ein Insolvenzverfahren eines größeren Kunden.

V. Ergänzende Angaben

1. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden neben den beiden Vorständen 8 Angestellte und 2 Auszubildende beschäftigt.

2. Vorstand

Vorstand im Geschäftsjahr:

Herr Holger Harmsen, Bankkaufmann, Wesel.

Frau Nicole Felbel, Leasingfachwirt, Rommerskirchen, die Bestellung erfolgte notariell am 05.09.2023 und wurde am 13.09.2023 im Handelsregister eingetragen.

Bezüglich der Angaben zu den Vorstandsbezügen und den Bezügen des Aufsichtsrates macht die Gesellschaft von dem Recht auf Unterlassen dieser Angaben gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

3. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Roland Haag, Bankkaufmann, Essen, Vorsitzender

Herr Stephan Stender, Dipl. Kfm., Schermbeck, stellv. Vorsitzender

Frau Heike Berger, Bankkauffrau Sparkassen Fachwirtin, Wesel

4. Vorschlag zur Verwendung des Jahresergebnisses

Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind.

Zum Bilanzstichtag beträgt das Obligo aus Zusagen für Leasingverträge, die bis zum 31.12.2023 abgeschlossen wurden, deren Mietbeginn nach dem 01.01.2024 liegt, TEUR 3.246,9 (Vorjahr: TEUR 4.675,9). Der hier angegebene Wert entspricht den am Bilanzstichtag bereits entstandenen Anschaffungskosten für das Leasingvermögen.

6. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen / Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und/oder Personen abgewickelt, die ungewöhnlich waren oder zu nicht marktüblichen Bedingungen erfolgten.

Die Gesellschaft hat einen Kredit i.S.v. Paragraph 285 Nr. 9c HGB i.H.v. TEUR 290 an ein Aufsichtsratsmitglied gewährt.

7. Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Alleinige Gesellschafterin war im Geschäftsjahr die Firma Berghausen Holding GmbH, Düsseldorf.

8. Sonstige Angaben

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für das am 31.12.2023 endende Geschäftsjahr TEUR 25 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

 

Düsseldorf, den 28. Mai 2024

LeasAG Leasing Aktiengesellschaft

Holger Harmsen, Vorstand

Nicole Felbel, Vorstand

Anlagespiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.112,53 4.112,53
4.112,53 0,00 0,00 0,00 4.112,53
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 194.570,51 13.761,60 208.332,11
2. Fahrzeuge 66.141,81 66.141,81
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 5.612,55 3.143,26 8.755,81
266.324,87 16.904,86 0,00 0,00 283.229,73
III. Leasingsondervermögen
1. Betriebsvorrichtungen 34.872.939,23 3.482.794,72 1.036.357,00 37.319.376,95
2. Veranstaltungstechnik 14.686.015,70 784.468,04 79.889,00 15.390.594,74
3. Auflieger, Anhänger, Wasserfahrzeuge 26.111.509,24 5.112.455,65 690.911,00 30.533.053,89
4. Personenfahrzeuge 116.324.239,64 63.495.686,09 27.290.021,01 152.529.904,72
5. Lastkraftwagen 4.274.689,13 5.893.548,67 4.755.893,37 5.412.344,43
6. Leasingvermögen mit Mietbeginn nach
Bilanzstichtag 4.675.933,37 4.675.933,37
200.945.326,31 78.768.953,17 0,00 33.853.071,38 245.861.208,10
201.215.763,71 78.785.858,03 0,00 33.853.071,38 246.148.550,36
Abschreibungen
Zugänge U=Umbuchungen Abgänge Zuschreibung
Stand am 01.01.2023
Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.111,53 4.111,53
4.111,53 0,00 0,00 0,00 4.111,53
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 95.062,51 15.272,60 110.335,11
2. Fahrzeuge 44.614,81 5.449,00 50.063,81
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 5.612,55 3.143,26 8.755,81
145.289,87 23.864,86 0,00 0,00 169.154,73
III. Leasingsondervermögen
1. Betriebsvorrichtungen 15.759.218,23 8.813.375,72 24.572.593,95
2. Veranstaltungstechnik 9.324.088,70 2.740.229,04 12.064.317,74
3. Auflieger, Anhänger, Wasserfahrzeuge 8.052.768,24 4.581.609,65 12.634.377,89
4. Personenfahrzeuge 37.809.358,75 18.426.871,42 287,00 56.235.943,17
5. Lastkraftwagen 1.375.548,13 1.159.447,29 2.534.995,42
6. Leasingvermögen mit Mietbeginn nach
Bilanzstichtag 0,00 0,00
72.320.982,05 35.721.533,12 287,00 0,00 108.042.228,17
72.470.383,45 35.745.397,98 287,00 0,00 108.215.494,43
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 97.997,00 99.508,00
2. Fahrzeuge 16.078,00 21.527,00
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
114.075,00 121.035,00
III. Leasingsondervermögen
1. Betriebsvorrichtungen 12.746.783,00 19.113.724,00
2. Veranstaltungstechnik 3.326.277,00 5.361.927,00
3. Auflieger, Anhänger, Wasserfahrzeuge 17.898.676,00 18.058.741,00
4. Personenfahrzeuge 96.293.961,55 78.514.880,00
5. Lastkraftwagen 2.877.349,01 89,00
6. Leasingvermögen mit Mietbeginn nach 2.899.141,00
Bilanzstichtag 4.675.933,37 4.675.933,37
137.818.979,93 128.624.435,37
137.933.055,93 128.745.471,37

Bericht des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss zum 31.12.2023 gemäß § 171 Abs. 2 Aktiengesetz

Der Aufsichtsrat der LeasAG Leasing AG ist an folgenden Tagen zu Besprechungen und/oder Beschlüssen zusammen gekommen: am 26.06.2023 und 16.12.2023

Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023:

Herr Roland Haag, Bankkaufmann, Essen, Vorsitzender

Herr Stephan Stender, Dipl. Kfm., Schermbeck, stellv. Vorsitzender

Frau Heike Berger, Bankkauffrau Sparkassen Fachwirtin, Wesel

Vorsitzender des Aufsichtsrates war Herr Roland Haag.

Der Aufsichtsrat wurde in seinen Sitzungen vom Vorstand ausführlich über die laufenden Geschäfte informiert. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat ausführlich über die Geschäftspolitik der Gesellschaft, die strategischen Zielen und die Entwicklung der Liquiditätslage informiert. Daneben wurden auch Themenstellungen und Fragen betreffend Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Kapitalflussrechnung erörtert.

Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 26.06.2023 hat der Aufsichtsrat den Auftrag zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 der ADKL Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, erteilt.

Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes wurde unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt. Die Gesellschaft untersteht als Finanzdienstleistungsunternehmen der Aufsicht der BaFin. Auf die Gesellschaft waren daher die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften gemäß §§ 340a und 340k HGB sowie die Vorschriften des KWG anzuwenden. Die Prüfung des Jahresabschlusses für das am 31.12.2023 endende Geschäftsjahr sowie des Lageberichtes zum 31.12.2023 hat zu keinen Einwendungen durch die Abschlussprüfer geführt, die den Jahresabschluss und den Lagebericht mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen haben.

Jahresabschluss, Lagebericht und die Mitteilung des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns sind dem Aufsichtsrat in der gesetzlich vorgesehenen Form übermittelt worden. Der Jahresabschluss wurde dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 09.10.2024 vom Vorstand ausführlich erläutert. Der Abschlussprüfer hat alle Fragen zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Aufsichtsrat genehmigte den Jahresabschluss und stimmte dem Vorschlag des Vorstandes über die Gewinnverwendung zu.

Der Jahresabschluss wurde am 09.10.2024 vom Aufsichtsrat gebilligt und damit festgestellt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende zeichnet diesen Bericht.

 

Düsseldorf, den 09.10.2024

Roland Haag

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den nachfolgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LeasAG Leasing Aktiengesellschaft, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LeasAG Leasing Aktiengesellschaft, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LeasAG Leasing Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Gesellschaft im Lagebericht hin. Dort ist unter dem Kapitel V. Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausgeführt, dass die Gesellschaft zum Bilanzstichtag mit T€ 7.797 bilanziell überschuldet ist. Nach Auffassung der Geschäftsführung liegt je doch ei ne Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne nicht vor, da im Rahmen der Substanzwertrechnung ausreichend stille Reserven aufgrund garantierter Restwerte für Leasingfahr zeuge im Anlagevermögen enthalten sind. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder ins gesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt ein schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so dar stellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunfts-

orientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten An gaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein schließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Düsseldorf, den 28. Mai 2024

ADKL AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Philipp Bracht, Wirtschaftsprüfer

Klaus Verstegen, Wirtschaftsprüfer

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