Stammdaten

Register
Amtsgericht Rostock HRB 10716
Eingetragen
21.9.2007
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, die Produktion und der Verttrieb von biomedizinischen Implantaten, Biomaterialien und sonstigen Medizinprodukten sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mark Condon
seit 7.11.2025
Geschäftsführer
James Winters
seit 7.11.2025
Geschäftsführer
Christoph Steuer
seit 12.2.2024
Geschäftsführer
Katja Baumert
seit 28.11.2022
Prokura
Jörg Dr. Pochert
seit 28.11.2022
Prokura
Damian Scherrer
seit 28.11.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BIOTRONIK AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

BIOTRONIK AG
Switzerland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cortronik GmbH

Rostock

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die CORTRONIK GmbH betreibt unverändert die Entwicklung und die Produktion von biomedizinischen Implantaten, Biomaterialien und sonstigen Medizinprodukten sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Im Berichtsjahr 2023 war die BIOTRONIK AG mit Sitz in Bülach, Schweiz, der Hauptabnehmer der Produkte der CORTRONIK.

Wie alle Unternehmen im Bereich der Medizintechnik betreffen auch die CORTRONIK gesellschaftspolitische und volkswirtschaftliche Einflussfaktoren wie die Alterung der Bevölkerung sowie die Änderungen und Entwicklungen im Gesundheitssystem. Von wirtschaftlichen Einflussfaktoren, wie konjunkturellen Schwankungen oder auch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Gesamtsituation in Deutschland und im internationalen Maßstab, ist die CORTRONIK weitestgehend unabhängig.

Im Berichtsjahr 2023 haben die allgemeinen weltwirtschaftlichen Entwicklungen und innenpolitischen Tendenzen und die damit einhergehende Energiekrise sowie die hohe Inflation Einfluss auf die Wirtschaftstätigkeiten unseres Unternehmens gehabt. Dieser zeigte sich in einem geringeren Umsatzwachstum als prognostiziert, da unser Hauptabnehmer einen Stückzahlrückgang aufgrund von Marktveränderungen verzeichnete und somit unser Umsatzziel nicht erreicht werden konnte. Durch bereits in den Vorjahren gestartete Kosteneinsparungsmaßnahmen konnten wir trotzdem mit einer Umsatzsteigerung von 1 % ein positives Jahresergebnis erzielen.

Die in den Vorjahren gestarteten Kostensenkungsmaßnahmen wurden weiter angewendet, Personaleinstellungen nur selektiv zugelassen und Lohn-, Gehaltserhöhungen teilweise zeitlich verschoben. Der Reiseverkehr fand nur in geringem Umfang statt.

Die Lieferfähigkeit unserer Lieferanten war zu jeder Zeit gegeben, sodass die Produktion nicht behindert wurde.

Im Bereich Forschung- und Entwicklung haben wir uns auf die Projekte fokussiert, die den zukünftigen Umsatz bzw. die Kostenstruktur positiv beeinflussen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Ertragslage

Die Umsätze betrugen im Berichtsjahr TEUR 28.241 (2022: TEUR 28.037) und werden fast ausschließlich mit der BIOTRONIK AG in Bülach, Schweiz, getätigt. Wir sind im Lagebericht des Vorjahres von einer deutlichen Umsatzsteigerung um 11,0 % ausgegangen, welche bedingt durch den Absatzrückgang gegenüber unserem Hauptkunden nicht erreicht werden konnte.

Die Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und anderen aktivierten Eigenleistungen) ist um TEUR 99 auf TEUR 28.231 (2022: TEUR 28.330) leicht zurückgegangen. Der Materialeinsatz bezogen auf die Gesamtleistung beträgt 11,7 % (2022: 12,8 %).

Der Rohertrag als Saldo aus Gesamtleistung und Materialeinsatz betrug TEUR 24.919 (2022: TEUR 24.695).

Die Personalaufwendungen sind von TEUR 16.180 auf TEUR 16.340 um 1,0 % angestiegen. Die Veränderung der Personalaufwendungen ist hauptsächlich auf Lohn- und Gehaltserhöhungen zurückzuführen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Berichtsjahr 301 und im Vorjahr 328 Arbeitnehmer.

Der sonstige betriebliche Aufwand blieb auf Vorjahresniveau mit TEUR 5.810 und ist lediglich um TEUR 31 höher als im Vorjahr (2022: TEUR 5.779).

Das Ergebnis ohne die sonstigen Steuern beträgt im Berichtsjahr TEUR 142 (2022: TEUR 275). Das im Vorjahreslagebericht prognostizierte deutlich positive Jahresergebnis konnte nicht in vollem Umfang erreicht werden.

2.2 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote ist mit 23,5 % leicht gestiegen gegenüber dem Vorjahr (2022: 22,8 %). Das Eigenkapital beträgt TEUR 6.045 (2021: TEUR 5.921).

Aus dem eigenen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der Einbindung in das Cash-Pool-Verfahren der BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin, ist die Gesellschaft in der Lage, jederzeit ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist auf Vorjahresniveau und hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 25.944 lediglich geringfügig auf TEUR 25.720 verringert.

Im Anlagevermögen wurden Investitionen im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung (Highspeedkamera und IT-Equipment) getätigt. Weitere wesentliche Zugänge entfallen auf Technische Anlagen und Maschinen für die Produktion. Insgesamt ist das Sachanlagevermögen mit TEUR 20.762 abschreibungsbedingt leicht rückläufig zum Vorjahr (2022: 22.675).

Die Vorratsvermögensbestände sind im Berichtsjahr um 4 % auf TEUR 2.260 nur leicht gestiegen (2022: TEUR 2.172).

Zum Jahresende wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.919 (2022: TEUR 361) ausgewiesen und damit ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.558. Der starke Anstieg ist im Wesentlichen auf den unterschiedlichen zeitlichen Anfall der Umsatzerlöse während der Geschäftsjahre zurückzuführen.

Den aktiven Vermögensgegenständen stehen Sonderposten in Höhe von TEUR 2.381 (2022: TEUR 2.898), Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.700 (2022: TEUR 1.658) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15.594 (2022: TEUR 15.467) gegenüber. Letztere entfallen wie im Vorjahr zum größten Teil auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 14.812 (2022: TEUR 14.554).

2.4 Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage

Die Geschäftsleitung beurteilt den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 zwar als nicht vollständig zufriedenstellend, sieht jedoch die wirtschaftliche Lage des Unternehmens aufgrund des positiven Jahresergebnisses als nicht kritisch. Insbesondere durch Kostensenkungsmaßnahmen konnte dem nur leichten Umsatzanstieg erfolgreich entgegengesteuert werden. Der Trend wird im Prognosebericht positiv eingeschätzt.

2.5 Wesentliche finanzielle Leistungskennzahlen

Wir stützen uns bei der Steuerung des Geschäfts insbesondere auf die finanziellen Leistungskennzahlen Umsatzerlöse sowie Jahresergebnis. Die Entwicklung dieser Kennzahlen im Geschäftsjahr ist im Wirtschaftsbericht beschrieben, unsere Prognose für das kommende Geschäftsjahr haben wir im Prognosebericht dargestellt.

3. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Berichtsjahr mit TEUR 8.524 (2022: TEUR 8.569) 30,2 % vom Umsatz (2022: 30,6 %). Im Forschungs- und Entwicklungsbereich waren 105 Mitarbeiter (2022: 118 Mitarbeiter) beschäftigt.

4. Chancen- und Risikobericht

100 % der Umsatzerlöse im Berichtsjahr wurden mit verbundenen Unternehmen getätigt. Aufgrund unserer Abnehmerstruktur besteht eine Abhängigkeit von unserem Hauptkunden BIOTRONIK AG in Bülach, Schweiz. Ein Risiko hierdurch scheint jedoch nur gegeben, wenn die Unternehmensgruppe insgesamt mit außergewöhnlichen Problemen konfrontiert werden würde, wovon nach den uns vorliegenden Informationen nicht ausgegangen wird.

Aufgrund der Einbindung in die Unternehmensgruppe sind finanzwirtschaftliche Risiken von untergeordneter Bedeutung.

Durch die aktuellen R&D-Projekte zur Erweiterung des Produktportfolios und durch Konzentration auf Aktivitäten zur Erlangung neuer Zulassungen für unsere aktuellen Medizinprodukte auf neuen Märkten ergibt sich die Chance zu weiterem Wachstum sowie zum Ausbau des Unternehmens und somit zu einer positiven Entwicklung.

5. Prognosebericht

Für 2024 besteht aufgrund der immer noch spürbaren Auswirkungen der weltpolitischen Entwicklungen erneut Unsicherheit über den weiteren Geschäftsverlauf. Allerdings gehen wir davon aus, dass es uns gelingen wird, auf die jeweiligen Auswirkungen entsprechend zu reagieren.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir deshalb eine moderate Umsatzsteigerung von 7 % sowie ein deutlich verbessertes Jahresergebnis.

 

Warnemünde, den 24. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Christoph Steuer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 63.867,00 58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.532.155,91 12.164
2. technische Anlagen und Maschinen 5.912.517,00 7.254
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.387.037,00 2.024
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 866.199,35 1.175
20.697.909,26 22.617
20.761.776,26 22.675
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.645.971,30 1.426
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 443.766,24 729
3. fertige Erzeugnisse 170.256,86 17
2.259.994,40 2.172
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 3
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.918.997,71 361
3. sonstige Vermögensgegenstände 535.908,18 472
2.454.905,89 836
III. Kassenbestand 0,00 0
4.714.900,29 3.008
C. Rechnungsabgrenzungsposten 243.553,29 261
25.720.229,84 25.944

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 562.985,67 563
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 79.554,17 79
IV. Gewinnvortrag 5.253.204,20 4.995
V. Jahresüberschuss 124.678,10 259
6.045.422,14 5.921
B. Sonderposten
1. Investitionszuschüsse 2.296.341,13 2.778
2. Investitionszulagen 84.861,00 120
2.381.202,13 2.898
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.699.905,24 1.658
1.699.905,24 1.658
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 646.645,41 797
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.812.483,01 14.554
3. sonstige Verbindlichkeiten 134.571,91 116
15.593.700,33 15.467
25.720.229,84 25.944

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 28.240.655,90 28.037
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -132.454,55 280
3. andere aktivierte Eigenleistungen 122.105,14 13
4. sonstige betriebliche Erträge 1.053.558,62 1.483
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.277.903,56 3.596
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 33.254,91 38
3.311.158,47 3.634
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.788.586,73 13.610
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.551.172,07 2.570
16.339.758,80 16.180
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.266.054,58 3.468
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.810.011,45 5.779
9. Zinsen und ähnliche Erträge 463,00 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 415.248,32 477
davon an verbundene Unternehmen: EUR 415.092,32 (Vorjahr: TEUR 476)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -246,45 0
12. Ergebnis nach Steuern 142.342,94 275
13. sonstige Steuern 17.664,84 16
14. Jahresüberschuss 124.678,10 259

Anhang

CORTRONIK GmbH

1. Allgemeine Angaben

Die CORTRONIK GmbH mit Sitz in der Friedrich-Barnewitz-Straße 4a in Rostock-Warnemünde wird im Handelsregister Rostock unter HRB 10716 geführt. Der Gerichtsstand ist Rostock. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der CORTRONIK GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach dem gesetzlichen Gliederungsschema nach §§ 266, 275 HGB aufgestellt.

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren ansonsten die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die im Vorjahr auf den Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr 2023 beibehalten.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und über die erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear über deren voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Im Berichtsjahr lagen keine derartigen Wertminderungen vor.

Für die geringwertigen Wirtschaftsgüter (bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis EUR 800,00) wurde die Regelung nach § 6 Abs. 2 EStG befolgt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem gleitenden Durchschnittspreis bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden mit den angefallenen Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Zinsen, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht aktiviert.

Dem Risiko mangelnder technischer Verwertbarkeit bzw. mangelnder Gängigkeit wird durch Wertabschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Alle vorhersehbaren Ausfall- und Transferrisiken sowie allgemeinen Kreditrisiken werden durch Abschreibungen oder Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand in späteren Perioden darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert, die Auflösung linear entsprechend dem Zeitablauf.

Latente Steuern werden nach den Grundsätzen des § 274 HGB ermittelt. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB wird nicht in Anspruch genommen. Die latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. Ein aktiver latenter Steuerüberhang aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird nicht angesetzt. Für die Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Körperschaftsteuersatz zzgl. Solidaritätszuschlag von 15,83 % sowie ein Gewerbesteuersatz von 16,27 % verwendet. Die aktiven latenten Steuern kommen hauptsächlich aus Bewertungsunterschieden im Bereich des Anlagevermögens sowie steuerlichen Verlustvorträgen zustande.

Unter dem Sonderposten für Investitionszuschüsse werden die gewährten Investitionszuschüsse aus dem regionalen Wirtschaftsförderprogramm des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgewiesen. Die Auflösung dieses Sonderpostens erfolgt entsprechend der Abschreibung der betroffenen Vermögensgegenstände bzw. bei deren Ausscheiden aus dem Vermögen.

In den Sonderposten für Investitionszulagen wurden die gewährten Investitionszulagen eingestellt. Die Auflösung dieses Sonderpostens erfolgt entsprechend der Abschreibung der betroffenen Vermögensgegenstände bzw. bei deren Ausscheiden aus dem Vermögen.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zum Bilanzstichtag bestanden keine langfristigen Rückstellungen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen aus Bezügen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu den Kursen im Zeitpunkt der Verbuchung der Geschäftsvorfälle bestimmt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Zugangs bewertet.

Am Abschlussstichtag werden auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden nur zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

3. Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Der größte Anteil der Anlagenzugänge entfiel mit TEUR 645 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Hierbei handelt es sich vor allem um ein Highspeedkamerasystem sowie grundlegende Serversysteme als IT-Equipment. Weitere wesentliche Zugänge entfallen auf Technische Anlagen und Maschinen (TEUR 196).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen unverändert zum Vorjahr ausschließlich den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 1.653 (Vorjahr TEUR 0) Forderungen gegen Gesellschafter.

Bis auf langfristige Kautionsforderungen in Höhe von TEUR 156 haben sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten noch nicht abziehbare Vorsteuerbeträge in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 4).

Gezeichnetes Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der CORTRONIK GmbH beträgt TEUR 25.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Personalverpflichtungen von TEUR 1.561 (Vorjahr TEUR 1.501).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 383 (Vorjahr TEUR 362) und Cash-Pooling mit TEUR 14.430 (Vorjahr TEUR 14.193).

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 131 (Vorjahr TEUR 116) auf Steuern.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Von den eingegangenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfällt auf das Jahr 2024 ein Betrag von TEUR 1.470. Verpflichtungen größer ein Jahr bestehen nicht.

Daneben bestehen keine nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte.

Haftungsverhältnisse

Am 11. Mai 2023 wurden zwischen mehreren Gruppengesellschaften und einem Bankenkreis neue Finanzierungsverträge über Mio. EUR 860 mit einer Laufzeit bis zum 30.06.2026 bzw. 31.12.2026 abgeschlossen, die die bisherigen wesentlichen Finanzierungsverträge der Gruppe ersetzen. Im Rahmen der neu abgeschlossenen Finanzierungsverträge besteht für die CORTRONIK GmbH eine potenziell gesamtschuldnerische Mithaftung für die Kreditinanspruchnahme anderer beteiligter Unternehmen. Zum 31. Dezember 2023 dienen im Rahmen der neuen Finanzierung auf Gruppenebene sämtliche Sachanlagen, Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Bankguthaben der Gesellschaft als Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten anderer Gruppengesellschaften (Inanspruchnahme zum Jahresultimo: Mio. EUR 814,7; Vorjahr: Mio. EUR 0). Wesentliche stille Reserven sind in den genannten Sicherheiten nicht enthalten. Im Hinblick auf die geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse der Unternehmensgruppe ist mit einer Inanspruchnahme unserer Gesellschaft aus der Mithaftung für Gruppenunternehmen nicht zu rechnen.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse 2023 teilen sich wie folgt auf:

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse Produktverkauf 27.246 27.736
- davon Europa (27.246) (27.736)
Dienstleistungserbringung 995 301
- davon Europa (995) (301)
28.241 28.037

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Auflösungen der Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen in Höhe von TEUR 516 (Vorjahr TEUR 617) enthalten.

Im Geschäftsjahr werden periodenfremde Erträge von TEUR 238 (Vorjahr TEUR 156) ausgewiesen, die mit TEUR 63 aus den Betriebskostenerstattungen für Mietobjekte vom Vorjahr, mit TEUR 144 aus der Auflösung von Rückstellungen und mit TEUR 31 aus sonstigen Gutschriften resultieren.

Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1) enthalten.

Personal

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 301 Arbeitnehmer (Vorjahr 328) bei der CORTRONIK GmbH beschäftigt; davon sind 216 (231) Angestellte und 85 (97) gewerbliche Mitarbeiter.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr TEUR 46) ausgewiesen, die mit TEUR 12 aus Abgängen von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens resultieren.

Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 2) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 23 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen.

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr und danach vertreten durch die Geschäftsführer: Herrn Dr. Carsten Momma (bis zum 30.04.2024), Diplom-Physiker und Herrn Christoph Steuer (seit dem 01.01.2024), Diplom-Ingenieur Maschinenbau.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden gemäß der Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Frühere Mitglieder der Geschäftsführung beziehungsweise deren Hinterbliebene haben keine Bezüge erhalten. Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern wurden nicht eingegangen.

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Ein Ergebnisverwendungsvorschlag liegt noch nicht vor.

 

Warnemünde, den 24. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Christoph Steuer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.379.284,63 44.104,31 0,00 0,00 1.423.388,94
1.379.284,63 44.104,31 0,00 0,00 1.423.388,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.146.494,86 1.088,74 0,00 0,00 19.147.583,60
2. technische Anlagen und Maschinen 25.672.305,12 195.522,49 40.231,30 390.668,40 26.218.264,71
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.047.185,91 644.676,92 126.196,31 397.039,72 11.962.706,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.175.200,15 478.707,32 0,00 -787.708,12 866.199,35
57.041.186,04 1.319.995,47 166.427,61 0,00 58.194.753,90
58.420.470,67 1.364.099,78 166.427,61 0,00 59.618.142,84
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.320.954,63 38.567,31 0,00 1.359.521,94
1.320.954,63 38.567,31 0,00 1.359.521,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.982.945,95 632.481,74 0,00 7.615.427,69
2. technische Anlagen und Maschinen 18.418.338,12 1.916.632,89 29.223,30 20.305.747,71
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.022.937,91 678.372,64 125.641,31 9.575.669,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
34.424.221,98 3.227.487,27 154.864,61 37.496.844,64
35.745.176,61 3.266.054,58 154.864,61 38.856.366,58
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 63.867,00 58.330,00
63.867,00 58.330,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.532.155,91 12.163.548,91
2. technische Anlagen und Maschinen 5.912.517,00 7.253.967,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.387.037,00 2.024.248,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 866.199,35 1.175.200,15
20.697.909,26 22.616.964,06
20.761.776,26 22.675.294,06

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CORTRONIK GmbH, Rostock-Warnemünde

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der CORTRONIK GmbH, Rostock-Warnemünde, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CORTRONIK GmbH, Rostock-Warnemünde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Die Anhangangaben nach § 285 Nrn. 14 und 14a HGB zu den Mutterunternehmen, die einen Konzernabschluss für den größten bzw. den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellen, in den die CORTRONIK GmbH, Rostock-Warnemünde, einbezogen ist, sowie zu dem Ort, wo diese Konzernabschlüsse erhältlich sind, sind unterblieben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen, oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 25. Juli 2024

Deloitte GmbH
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Gerald Reiher, Wirtschaftsprüfer

Paul Wegener, Wirtschaftsprüfer

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