ATG Autotechnik GmbH

Bültbek 7, 22962 Siek, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 381 AH
Eingetragen
8.12.2005
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör
Gegenstand
Handel mit und die ingenieurmä- ßige Herstellung und Entwicklung von Kraftfahrzeugen aller Art sowie Kraftfahrzeugteile und einschlägige Waren aller Art. Die Gesellschaft darf alle Handlungen vornehmen, die diesen Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind. Sie darf sich an anderen Unternehmen beteiligen, solche erwerben und Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Windrich
seit 4.2.2025
Geschäftsführer
Christian Peipers
seit 17.1.2024
Prokura
Wenjiang Wonschik
seit 17.1.2024
Prokura
Uwe Bittroff
seit 22.3.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
51.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ATG Autotechnik GmbH

Siek

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.805,00 1.450,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 197.162,00 281.008,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.886.606,00 1.099.045,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 379.525,00 371.882,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.729,47 428.234,34
2.467.022,47 2.180.169,34
III. Finanzanlagen Beteiligungen 25.000,00 50.000,00
2.499.827,47 2.231.619,34
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 6.567.862,95 5.403.479,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.662.391,90 3.865.852,78
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.590.696,66 1.360.956,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.505,91 57.925,06
20.378.284,89 12.919.833,30

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.075,89 26.075,89
II. Gewinnvortrag 8.197.134,71 7.394.590,42
III. Jahresüberschuss 2.571.779,33 802.544,29
10.794.989,93 8.223.210,60
B. Rückstellungen 5.080.930,49 1.162.678,03
C. Verbindlichkeiten 4.502.364,47 3.533.944,67
davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 1.641.387,24 (i. V. EUR 1.615.556,76)
20.378.284,89 12.919.833,30

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 12.902.566,01 7.182.980,13
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.087.618,76 2.968.567,95
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 620.144,44 547.320,02
3.707.763,20 3.515.887,97
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 361.108,27 329.787,66
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.146.976,14 2.209.634,53
5. Erträge aus Beteiligungen 3.750,00 3.375,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.732,90 12.201,15
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.091.377,20 315.720,56
8. Ergebnis nach Steuern 2.579.358,30 803.123,26
9. Sonstige Steuern 7.578,97 578,97
10. Jahresüberschuss 2.571.779,33 802.544,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der ATG Autotechnik GmbH, Siek (Amtsgericht Lübeck, HRB 381 AH), die Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) angewandt worden.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften unter teilweiser Inanspruchnahme von Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften hinsichtlich des Anhangs aufgestellt.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt und nach den Bestimmungen des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Wahlpflichtangaben, d.h. Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sowie sog. "davon-Vermerke" sind aus Gründen der Klarheit insgesamt im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.

Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden analog § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden im Rahmen der gleitenden Durchschnittsmethode aktiviert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden auf Grundlage, der aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen kalkulatorischen Stückkosten unter Heranziehung von Maschinenstundensätzen zu Herstellungskosten einschließlich angemessener Gemeinkosten auf Basis der handelsrechtlichen Mindestbestandteile bewertet oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Wegen des allgemeinen Kreditrisikos wird eine pauschal ermittelte Wertberichtigung von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,5 % abgesetzt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten neben Einzelgarantierückstellungen angemessene, pauschal gebildete Garantierückstellungen als Risikovorsorge für mögliche und unbekannte Garantiesachverhalte. Die Ermittlung erfolgte durch Anwendung eines Vomhundertsatzes auf die garantiebehafteten Umsatzerlöse, wobei der Vomhundertsatz nach den betrieblichen Gegebenheiten auf Basis von Erfahrungswerten abgeleitet wurde. Die Bewertung der Einzelgarantierückstellungen beruht auf vorliegenden Reklamationen unter Zugrundelegung erwarteter Kosten auf Basis von Erfahrungswerten. Darüber hinaus enthalten die sonstigen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2023 Rückstellungen für erwartete Erlösschmälerungen, die vorsorglich für ausgewählte Umsatzerlöse gebildet wurden und bei denen die Gesellschaft bezüglich der Höhe noch in Abstimmung mit den Kunden ist. Die Bewertung erfolgte auf Basis von Erfahrungswerten und berücksichtigt den aktuellen Kenntnisstand.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Da die ATG Autotechnik GmbH ausschließlich in Euro handelt sind keine Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten vorhanden.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage 4) ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Garantieleistungen (TEUR 3.495), für erwartete Erlösschmälerungen (TEUR 500), für Boni, Überstunden und nicht in Anspruch genommenen Urlaub (TEUR 95) sowie für Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 55).

4. Verbindlichkeiten

Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 1.550 (i. V. TEUR 1.543) gegenüber Gesellschaftern, betreffen Darlehensverbindlichkeiten und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Vorjahr hatten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Sämtliche weitere Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 64 (i. V. TEUR 34) Verbindlichkeiten aus Steuern enthalten. Im Vorjahr waren mit TEUR 1 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 175 enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen mit TEUR 137 um Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 71 enthalten, die mit TEUR 35 aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens resultieren.

Darüber hinaus werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3 (i. V. TEUR 3) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.

3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 15 (i. V. TEUR 10) verbundene Unternehmen. In Höhe von TEUR 3 handelt es sich um periodenfremde Aufwendungen.

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 1.091 betreffen mit TEUR 66 periodenfremde Aufwendungen.

5. Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern enthalten mit TEUR 7 periodenfremde Aufwendungen.

E. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023 2022
Leitende Angestellte 9 9
Angestellte 28 28
Gewerbliche Arbeitnehmer 26 26
63 63

2. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen nicht.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 1,6 Mio., die aus Miet- und Leasingverträgen resultieren.

3. Geschäftsführung

Geschäftsführer der ATG Autotechnik GmbH waren bzw. sind:

Herr Uwe Bittroff, Geschäftsführer der Hübner GmbH & Co. KG (Geschäftsbereich Mobility Road), Kassel, Vellmar, seit dem 23. Februar 2023

Herr Tobias Thomas Windrich, Geschäftsführer der ATG Autotechnik GmbH, Hattersheim am Main, seit dem 1. November 2024

Herr Stefan Liu, Geschäftsführer der ATG Autotechnik GmbH, Soddy Daisy, USA, bis zum 31. Dezember 2023

4. Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der Hübner Holding GmbH, Kassel, einbezogen. Der Konzernabschluss der Hübner Holding GmbH ist im Unternehmensregister erhältlich.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ergeben.

6. Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 2.572 sowie den Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 8.197 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Siek, 13. Dezember 2024

ATG Autotechnik GmbH

Uwe Bittroff

Geschäftsführung

Tobias Thomas Windrich

Geschäftsführung

Feststellung des Jahresabschlusses:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Gesellschafterversammlung am 16. Dezember 2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens der ATG Autotechnik GmbH, Siek, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umgliederung Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.027,08 9.365,70 0,00 0,00 48.392,78
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grundstücken 854.539,54 0,00 0,00 0,00 854.539,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.619.466,33 207.394,76 848.528,04 373.558,90 2.301.830,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.463.671,84 134.169,77 0,00 122.001,02 1.475.840,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 428.234,34 428.323,17 -848.528,04 4.300,00 3.729,47
4.365.912,05 769.887,70 0,00 499.859,92 4.635.939,83
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 50.000,00 0,00 0,00 25.000,00 25.000,00
4.454.939,13 779.253,40 0,00 524.859,92 4.709.332,61
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.577,08 3.010,70 0,00 40.587,78
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grundstücken 573.531,54 83.846,00 0,00 657.377,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 520.421,33 147.993,80 253.190,90 415.224,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.091.789,84 126.257,77 121.732,02 1.096.315,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.185.742,71 358.097,57 374.922,92 2.168.917,36
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.223.319,79 361.108,27 374.922,92 2.209.505,14
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.805,00 1.450,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grundstücken 197.162,00 281.008,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.886.606,00 1.099.045,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 379.525,00 371.882,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.729,47 428.234,34
2.467.022,47 2.180.169,34
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 25.000,00 50.000,00
2.499.827,47 2.231.619,34

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der ATG Autotechnik GmbH

Die ATG Autotechnik GmbH (kurz: ATG) entwickelt, produziert und verkauft Übergangssysteme für Omnibusse und Straßenbahnen. ATG zählt zu den Marktführern auf diesem Gebiet und hat ihre Schwerpunkte auf den Märkten in den USA, Kanada sowie Ost- und Westeuropa.

ATG teilt das Geschäft in die folgenden drei Bereiche auf: Drehverbindungen und Faltenbälge für Busse, Drehverbindungen und Faltenbälge für Straßenbahnen sowie die Belieferung von Ersatzteilen für die seit 1989 gelieferten Artikel.

Im Gründungsort Siek in Schleswig-Holstein sind zwei Standorte, ein Dritter ist im nahegelegenen Trittau. Im Standort Siek II werden alle Materialein- und ausgänge gesteuert sowie Ein- und Ausgangsqualitätskontrollen in einem extra dafür eingerichteten Messraum durchgeführt.

Wesentliche externe Einflussfaktoren für das Geschäft sind die infrastrukturellen Entwicklungen in den jeweiligen Absatzmärkten.

Die Geschäftsführung steuert die ATG mit den Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Jahresergebnis.

Weiterhin sind die Materialaufwandquote, die Reklamationsrate, die Liefertreue, der Cashflow und das Working Capital für die ATG relevant.

II. Wirtschaftsbericht

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der weltweite Bedarf an Übergangssystemen im Bus- und Schienenverkehr ist nach wie vor hoch. Wie in den Vorjahren herrschte aber auch im Geschäftsjahr 2023 ein hoher Preis- und Kostendruck.

Die Auswirkungen des Angriffskriegs der Russischen Föderation gegen die Ukraine und die ergriffenen Sanktionsmaßnahmen seit Februar 2022 belasteten auch im Geschäftsjahr 2023 die Branche. Die Energie- und Rohstoffpreise stagnierten auf einem hohen Niveau, und die Lieferkette erwies sich als fragil.

Geschäftsverlauf

ATG hat im Geschäftsjahr 2023 ihren Umsatz an Übergangssystemen für Busse erneut erweitern können. Insgesamt erhöhten sich die Umsatzerlöse dieses Geschäftsbereiches (Drehverbindungen und Faltenbälge für Busse) signifikant um 9,2 Mio. € auf 28,9 Mio. € (i. V. 19,7 Mio. €). Das Geschäft im Bereich Drehverbindungen und Faltenbälge für Straßenbahnen lag im Geschäftsjahr 2023 mit Umsatzerlösen in Höhe von 2,7 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau von 2,5 Mio. €. Das Ersatzteilgeschäft konnte um rd. 50 % gegenüber dem Vorjahr auf 4,2 Mio. € gesteigert werden.

Trotz der Krisen und Spannungssituationen in Europa und in der Welt war der Abnahmemarkt stark, insbesondere zeigte sich dies im signifikanten Umsatzanstieg im Bereich Drehverbindungen und Faltenbälge für Busse.

In 2023 war die Materialbeschaffung weiterhin angespannt und es sind dadurch hohe Aufwendungen für die kurzfristige Beschaffung und für Sondermaßnahmen entstanden. Es hat u.a. auch dazu geführt, dass der Fertigungsprozess regelmäßig angepasst werden musste.

Lage der Gesellschaft

Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 unter den gegebenen Umständen als positiv ein.

Ertragslage

Entgegen unserer Vorjahresprognose lagen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 nicht auf dem Niveau, sondern sehr deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022. Ursächlich hierfür war vor allem der unerwartet starke Abnahmemarkt im Bereich Drehverbindungen und Faltenbälge für Busse. Mit Umsatzerlösen in Höhe von 35,8 Mio. € (i. V. 25,0 Mio. €) war 2023 für die ATG erneut ein Rekordumsatzjahr. Der Exportanteil war mit ca. 97 % weiterhin maßgeblich für unsere Umsätze.

Der Materialaufwand hat sich im Berichtszeitraum volumenbedingt um 6,2 Mio. € auf 23,7 Mio. € erhöht. Die Materialaufwandsquote lag dabei mit 65,0 % trotz der anhaltend hohen Rohstoff- und Energiepreise sowie der fragilen Lieferketten deutlich unter dem Vorjahresniveau von 71,0 %. Ursächlich hierfür waren die verbesserte Fertigungstiefe infolge unserer Investitionen sowie die Preiserhöhungen und der vermehrte Einsatz von Fremdpersonal.

Wie im Vorjahr wurde das Vorratsvermögen infolge mangelnder Gängigkeit um insgesamt 0,8 Mio. € (i. V. 1,0 Mio. €) abgewertet.

Der Rohertrag ist im Vergleich zum Vorjahr unter Berücksichtigung einer Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (+ 0,6 Mio. €) deutlich um 5,6 Mio. € auf 12,7 Mio. € gestiegen.

Der Personalaufwand lag bei einer stabilen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 0,2 Mio. € moderat über dem Vorjahr. Die Personalaufwandsquote lag mit 10,2 % deutlich unter dem Vorjahresniveau von 14,3 %. Den Bedarf zusätzlicher Mitarbeiter zur Umsatzsteigerung konnte das Unternehmen mit Modernisierungen und Effizienzsteigerungen sowie durch den vermehrten Einsatz von Fremdpersonal bzw. durch die Vergabe von Aufträgen an Lieferanten auffangen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind signifikant auf 5,1 Mio. € (i. V. 2,2 Mio. €) gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus der Erhöhung der Gewährleistungsrückstellungen sowie aus gestiegenen Fremdleistungen und Instandhaltungen.

Insgesamt erzielte die ATG im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 2,6 Mio. €, der entgegen unserer Vorjahresprognose nicht leicht, sondern insbesondere infolge der Umsatzsteigerungen deutlich über dem Vorjahreswert (0,8 Mio. €) lag. Dies entspricht einer Umsatzrendite nach Steuern von 7,2 % (i. V. 3,2 %).

Vermögens- und Finanzlage

ATG verfügte im Geschäftsjahr 2023 über genügende Liquidität, um das Geschäft erfolgreich durchzuführen bzw. die fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen. Wie im Vorjahr bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die flüssigen Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag 2023 auf 2,6 Mio. € (i. V. 1,4 Mio. €). Der Anstieg resultiert vor allem aus dem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (+1,9 Mio. €). Gegenläufig verminderten Auszahlungen für weitere Investitionen (-0,8 Mio. €), vor allem in neue Fräsen, den Zahlungsmittelbestand.

Die Eigenkapitalquote ist im Geschäftsjahr 2023 bei einer um 7,5 Mio. € angestiegenen Bilanzsumme von 63,6 % auf 53,0 % gesunken.

Das Anlagevermögen lag mit 2,5 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau von 2,2 Mio. €. Den planmäßigen Abschreibungen von 0,4 Mio. € (i. V. 0,3 Mio. €) standen hauptsächlich die Investitionen von 0,8 Mio. € gegenüber.

Das Vorratsvermögen erhöhte sich insgesamt um 1,2 Mio. € auf 6,6 Mio. €. Ursächlich hierfür war vor allem der zur Erfüllung der vorliegenden Kundenabrufe notwendige Bestandsaufbau der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (+0,6 Mio. €).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind signifikant gestiegen (+5,5 Mio. €). Der Anstieg ist einerseits wachstumsbedingt und resultiert darüber hinaus insbesondere aus der Abrechnung von Preiserhöhungen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist dagegen schwächer ausgefallen (+0,9 Mio. €).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden mit 0,4 Mio. € vor allem Umsatzsteuererstattungsansprüche ausgewiesen.

Die Rückstellungen erfassten mit 0,8 Mio. € (i. V. 0,0 Mio. €) Steuerrückstellungen sowie mit 4,3 Mio. € (i. V. 1,2 Mio. €) sonstige Rückstellungen, die wie in den Vorjahren vor allem Gewährleistungen und den Personalbereich betrafen. Darüber hinaus enthielten die sonstigen Rückstellungen zum Bilanzstichtag 2023 Rückstellungen für erwartete Erlösschmälerungen, die vorsorglich für ausgewählte Umsatzerlöse gebildet wurden und bei denen die Gesellschaft bezüglich der Höhe noch in Abstimmung mit den Kunden ist.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrafen mit 1,6 Mio. € (i. V. 1,6 Mio. €) Gesellschafterdarlehen.

Das Working Capital, bestehend aus dem Vorratsbestand, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, war insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Mio. € auf 12,0 Mio. € gestiegen.

Die Zahlungsmoral unserer Kunden ist nach wie vor exzellent.

Personal

Die Anzahl der angestellten Mitarbeiter betrug zum Ende 2023 63 (i. V. 63). Es wurden 100 externe / interne Schulungen durchgeführt.

Forschung und Entwicklung

Schwerpunkte der Produktentwicklung waren im Geschäftsjahr 2023 weiterhin die Weiterentwicklung für die Kabelführung in Elektrobussen sowie die Optimierung unserer Fertigungsanlagen und Werkzeuge.

III. Wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

1. Risikobericht

Risiken aus dem Ukraine-Krieg, dem Nahostkonflikt und der Spannungen zwischen den wichtigsten Wirtschaftsmächten der Welt

Die fortlaufenden Kriegshandlungen in der Ukraine, der erneut entfachte Nahostkonflikt, die Wiederwahl von Donald Trump und die daraus entstandenen neuen politischen Konstellationen in der Welt haben nicht nur direkte Auswirkungen auf die jeweiligen Regionen, sondern rufen auch Risiken für die Weltwirtschaft und die Konjunktur hervor. Die daraus resultierenden wirtschaftlichen Entscheidungen, wie z.B. Strafzölle, beeinflussen kurz- und langfristig die Zusammenarbeit der verschiedenen Regionen und üben konkret Einfluss auf die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise aus.

Die ATG Autotechnik GmbH betreut zwar keine Kunden in den Krisengebieten, ist aber nach wie vor mittelbar durch hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie durch die weiterhin angespannte Lieferkettenproblematik und durch drohende Strafzölle betroffen.

Markt- und Kostenrisiken

Unsere Auftragsvolumina werden insbesondere durch die Wettbewerbspositionen unserer Kunden in ihrem jeweiligen Marktsegment bestimmt, die wir nicht beeinflussen können. Die zunehmende Bedeutung asiatischer Fahrzeughersteller im europäischen Umfeld wird Auswirkungen auf unsere Marktposition und die Verkaufspreise haben.

Die Ertragslage wird weiterhin unter dem ständig wachsenden Kostendruck stehen. Die von unseren Kunden verlangten Kostensenkungsprojekte und die weiterhin hohen Energie-, Rohstoff- und Personalkosten sind eine große Herausforderung. Hinzu kommt die Bestrebung der großen Fahrzeughersteller, durch immer umfangreichere Lastenhefte die Verantwortung für ihre Produkte auf ihre Lieferanten zu verlagern, bei gleichzeitig steigenden Erwartungen an die Produktqualität.

Beschaffungsrisiken

Der Materialeinsatz hat weiterhin einen großen Einfluss auf unsere Wertschöpfungskette, so dass Risiken durch zum Teil nicht längerfristige, aber schwer zu kalkulierenden Steigerungen der Preise auf den Rohstoffmärkten bestehen.

ATG überwacht regelmäßig die mit ihrer "Supply Chain" verbundenen Risiken. Ziel ist, für jedes Produkt mindestens zwei Lieferanten zu haben. Bei neuen Ausschreibungen werden entsprechende Risiko-Analysen beim Erstellen vom CBCs (Clause by Clause) zu Kunden-Lastenheften durchgeführt.

2. Chancenbericht

Grundsätzlich können sich Chancen aus dem kurzfristigen Bedarf an Bussen ergeben, die keine große Infrastruktur benötigen.

Wir nehmen weiterhin an, dass wir in den kommenden Jahren nachhaltig eine stabile Nachfrage auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 sehen werden, denn der Nachholbedarf der Fahrzeugherstellung besteht nach wie vor.

Gute Chancen sehen wir auch in einer langfristigen Weiterentwicklung des Unternehmens durch schnelle und flexible Reaktionen auf Marktveränderungen und durch die ständige Weiterentwicklung unserer Produkte. Rund 10 % der Belegschaft sind im Design und der Entwicklung tätig.

ATGs kleine Größe und Flexibilität helfen, die Risiken zu meistern und die Chancen zu nutzen.

Tendenzen zur Konzentration von Menschen in Metropolen sowie das steigende Bewusstsein der Notwendigkeit, Ressourcen zu sparen beziehungsweise umweltschädigenden PKW-Transport zu reduzieren, deuten auf einen langfristig wachsenden Markt für unsere Produkte hin.

3. Ausblick

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird gegenwärtig von ausgeprägt gegenläufigen Kräften beeinflusst. Während das allmähliche Überwinden der Lieferengpässe und die sich stabilisierende Kundennachfrage für sich genommen eine kräftige Erholung begründen, wird der Ausblick durch die Ungewissheiten der angespannten geopolitischen Entwicklungen weiterhin gedämpft.

Die bisherige Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 zeigt, dass sich unsere Auftragslage stabil entwickelt. Rohmaterialkosten und Energiepreise stagnieren auf einem hohen Niveau.

Auch die Liquiditätslage bleibt stabil. Anfang des Jahres konnte ATG ein Darlehen in Höhe von 0,8 Mio. € vollständig an die Muttergesellschaft zurückzahlen.

Für die ATG waren auch im Geschäftsjahr 2024 die Hauptprioritäten die termingerechte Lieferung, die kontinuierliche Verbesserung der Qualität, die Weiterbildung der Mitarbeiter, die Produktivitätssteigerung sowie insbesondere das Minimieren der Kostensteigerungen der Rohmaterialien. Dies wird sich auch im Geschäftsjahr 2025 fortsetzen.

Um diese Ziele zu erreichen, werden die Mitarbeiter der ATG in die Lage versetzt, sich systematisch auf das nachhaltige Unternehmenswachstum vorzubereiten. Dazu gehört unter anderem das Verstärken der Verantwortungsübernahme durch Mitarbeiter in Führungspositionen, die Verbesserung von Planungs- und strategischen Steuerungsabläufen sowie die Optimierung von Prozessen und Schnittstellen.

4. Prognosebericht

Trotz der umfangreichen geopolitischen Probleme erwarten wir aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2024 eine ähnliche Geschäftsentwicklung mit nur moderat sinkenden Umsatzerlösen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023. Weiterhin verblieben die Materialbeschaffungs- und Energiekosten auf einem hohen Niveau. Kompensationen gelangen der ATG durch eine weitere Verbesserung in der Fertigungstiefe in Folge der getätigten Investitionen sowie durch weitere Preiserhöhungen. Unter Berücksichtigung stabiler Personalkosten sowie zusätzlicher Aufwendungen für drohende Gewährleistungen prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt einen Jahresüberschuss, der moderat unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen wird.

Auf Basis der kommunizierten Kundenanforderungen sowie stabiler Kostenstrukturen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2025 einen leichten Umsatz- und Ergebnisrückgang im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024.

Insbesondere die Unsicherheiten aus dem Ukraine-Krieg, dem Nahostkonflikt, der Neuwahl von Donald Trump und aus den Spannungen zwischen den wichtigsten Wirtschaftsmächten der Welt haben weltweit und folglich auf die Geschäftstätigkeit der ATG erhebliche Auswirkungen. Diese wurden in der Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2025 nach aktuellen Kenntnissen berücksichtigt. Ob die Ergebnisprognose aufgrund der nur schwer vorhersehbaren Auswirkungen nach unten zu korrigieren ist, überprüfen wir fortlaufend.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist nach unseren Planungsrechnungen für den gesamten Prognosezeitraum gewährleistet.

 

Siek, 13. Dezember 2024

ATG Autotechnik GmbH

Uwe Bittroff

Geschäftsführung

Tobias Thomas Windrich

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ATG Autotechnik GmbH, Siek

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ATG Autotechnik GmbH, Siek, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ATG Autotechnik GmbH, Siek, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 13. Dezember 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Uwe Fiedler, Wirtschaftsprüfer

Michael Rutz, Wirtschaftsprüfer

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