Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 127150
Vorher
C1 FinCon GmbHFINCON Unternehmensberatung GmbH
Eingetragen
28.3.2003
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieUnternehmensberatung
Gegenstand
Die Erbringung von Beratung, Lösungen und Services im IT-Sektor.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Blindzellner
seit 2.4.2026
Prokura
Andreas Kirchmann
seit 2.4.2026
Prokura
Hans Eder
seit 23.10.2024
Geschäftsführer
Florian Schlundt
seit 2.4.2024
Prokura
Frank Hochheiser
seit 2.4.2024
Geschäftsführer
Marco Sehl
seit 2.4.2024
Geschäftsführer
Silvano Laurenti
seit 22.2.2023
Geschäftsführer
Jörg Ingmar Blaase
seit 23.7.2020
Geschäftsführer
René Vogel
seit 1.10.2019
Prokura
Heiko Fantinel
seit 5.4.2017
Prokura
Stephan Steigerwald
seit 5.4.2017
Prokura
Murat Girtten
seit 5.4.2017
Prokura
Heiko Dauelsberg
seit 4.2.2015
Prokura
Thomas Melüh
seit 12.6.2014
Prokura
Enno Wischmann
seit 17.4.2013
Prokura
Jürgen Kohlmann
seit 17.4.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Reply Deutschland SE
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fincon Reply GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Konjunktur- und Branchenentwicklung

Die Fincon Reply GmbH (im Folgenden: Fincon) ist mit derzeit rund 450 Mitarbeiter*innen das auf Banken, die Sparkassen-Finanzgruppe und die Versicherungswirtschaft spezialisierte Beratungs- und Lösungshaus. Als strategischer Partner für renommierte Unternehmen konzentriert sich die Fincon auf ihre Kernkompetenzen und langfristige Geschäftsbeziehungen.

Fincon steht für ein breites Portfolio, welches sowohl die Management-, Fach- und Testberatung als auch eine ausgeprägte Technologie- und Umsetzungskompetenz beinhaltet, und uns in die Lage versetzt, unsere Kunden von der Strategie- und Lösungskonzeption bis zu hin zur fertigen (IT-)Lösung aktiv zu begleiten und Verantwortung zu übernehmen. Hierbei unterteilt sich die Fincon in die Geschäftsfelder Kredit- und Versicherungswirtschaft.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen (Stand 15. Januar 2024) des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 durch das nach wie vor krisengeprägte Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

2. Gesamtentwicklung

Die wesentlichen Steuerungsgrößen des Unternehmens sind die Umsatzerlöse und das EBT sowie die daraus resultierende EBT-Marge. Im Vorjahr waren noch die Umsatzerlöse pro Mitarbeiter, der Rohertrag und die Umsatzrendite wesentliche Steuerungsgrößen und wurden im Geschäftsjahr 2023 auf die konzerneinheitlichen Steuerungsgrößen angepasst. Die hierzu herangezogene Gewinn- und Verlustrechnung basiert bei der Gesellschaft wie auch für die Reply-Gruppe auf den International Financial Reporting Standards (IFRS) und ergeben sich aus dem internen Management Reporting.

Die Umsatzerlöse nach IFRS der Fincon Reply GmbH im Geschäftsjahr 2023 waren nahezu unverändert und haben sich somit leicht unterhalb der Erwartungen entwickelt. Der Umsatz nach HGB belief sich auf 60,1 Mio. EUR (Vorjahr: 58,6 Mio. Euro) und ist somit um 3 % gestiegen. Der Unterschied der beiden Umsatzgrößen ergibt sich aus der unterschiedlichen Bilanzierung. So wird handelsrechtlich die Completed Contract-Methode angewandt, nach IFRS erfolgt eine Umsatzerlösrealisierung nach der Percentage of Completion-Methode.

Das IFRS-EBT verringerte gegenüber dem Vorjahr und lag damit deutlich unter unseren Erwartungen. Analog hat sich die EBT-Marge verringert.

Insgesamt stellt sich die Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 aus Sicht der Geschäftsführung als nicht zufriedenstellend dar.

3. Mitarbeiterentwicklung

Die Mitarbeiterzahl inklusive Geschäftsführer und Auszubildenden der Fincon Reply GmbH zum 31. Dezember 2023 ist - gemessen an der Kopfzahl - auf 450 Mitarbeiter gesunken (Vorjahr: 485).

4. Investitionstätigkeit

Die Fincon Reply GmbH hat im Jahr 2023 keine größeren Investitionen getätigt.

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 14 % auf 30,4 Mio. Euro (Vorjahr: 26,6 Mio. Euro) erhöht.

Das Anlagevermögen verringerte sich auf 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind um 4,6 Mio. Euro auf 10,7 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro) und somit um 77 % gestiegen. Diese Veränderung resultiert vor allem aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die um 2,8 Mio. Euro auf 2,9 Mio. Euro gestiegen sind, sowie der Erhöhung der Sonstigen Vermögensgegenstände auf 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro). Gegenläufig haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,1 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro reduziert.

Die Sonstigen Rückstellungen erhöhten sich auf 5,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,8 Mio. Euro).

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 73 % auf 7,9 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro). Dieser Anstieg resultiert aus der Verminderung der Sonstigen Verbindlichkeiten um 1,2 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro (Vorjahr: 3,1 Mio. Euro), dem Anstieg der Erhaltenen Anzahlungen um 0,8 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) sowie der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 4,1 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 0,4 Mio. Euro auf 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro).

Seit dem 01.01.2023 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Reply Deutschland SE. Entsprechend blieb das Eigenkapital der Gesellschaft mit 16,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme zum Ende des Berichtsjahres 2023 ist durch die erhöhte Bilanzsumme auf 55 % (Vorjahr: 63 %) zurückgegangen.

Finanzlage

Die Liquidität der Fincon Reply GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr lediglich um 0,9 Mio. Euro auf 18,7 Mio. Euro reduziert (Vorjahr: 19,6 Mio. Euro)

Die Liquiditätslage der Fincon Reply GmbH ist daher als ausgeglichen zu bezeichnen.

Ertragslage

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge) belief sich auf 61,1 Mio. Euro (Vorjahr: 60,8 Mio. Euro) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr nur leicht erhöht.

Der Materialaufwand der Fincon Reply GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 um 44 % auf 5,6 Mio. Euro (Vorjahr: 3,9 Mio. Euro) gestiegen. Bezogen auf die Gesamtleistung des Unternehmens erhöhte sich die Materialaufwandsquote auf 9 % (Vorjahr: 6 %).

Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um 2 % auf 44,5 Mio. Euro (Vorjahr: 43,5 Mio. Euro). In Bezug auf die Gesamtleistung erhöhte sich die Personalaufwandsquote auf 73 % (Vorjahr: 72 %).

Der HGB-Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung verminderte sich auf -2.7 Mio. Euro (Vorjahr 3.5 Mio. Euro).

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Mensch steht bei Reply im Mittelpunkt. Die Wertschätzung von Kunden, Mitarbeitern und anderen Geschäftspartnern sind für Reply eine Selbstverständlichkeit.

Daher bemühen wir uns an verschiedenen Stellen, auch außerhalb der finanziellen Unternehmensziele, unsere Mitarbeiter wertzuschätzen.

Wesentlicher Punkt hierbei ist der Führungsstil, der durch Vertrauen und Kollegialität geprägt ist.

Jährlich werden sogenannte Surveys durchgeführt, in denen die Mitarbeiter anonym Feedback zu verschiedenen Fragestellungen geben können. Die Fragen werden in verschiedene Kategorien gebündelt und die Antworten pro organisatorischer Einheit berichtet. Diese Auswertungen werden den Mitarbeitern kommuniziert und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ergriffen.

In jährlichen Mitarbeitergesprächen werden gemeinsame Ziele definiert und die Zielerreichung des Vorjahrs gemeinsam mit dem Vorgesetzten besprochen. Hierbei ist unerheblich, ob mit diesen Zielen eine variable Vergütung verbunden ist.

Ferner werden in diesen Gesprächen Entwicklungsmöglichkeiten besprochen und notwendige Maßnahmen vereinbart.

Im Rahmen einer Reihe von internen Schulungsmaßnahmen werden die Mitarbeiter in unterschiedlichen Formaten zusammengebracht um gemeinsam Themen zu erarbeiten. Das stärkt neben der inhaltlichen Ausrichtung das Zusammenwachsen der Teams und die Kollegialität zwischen den organisatorischen Einheiten.

Die Muttergesellschaft der Reply Deutschland SE erstellt jährlich einen "Environment Report", in dem die Umweltverträglichkeit über die Reply-Gruppe hinweg analysiert wird. Für die Reply Deutschland SE ist dabei herauszuheben, dass neben finanziellen Kriterien der CO 2 -Ausstoß der Firmenfahrzeuge gedeckelt ist. Fahrzeuge mit einem höheren CO 2 -Ausstoß dürfen nicht bestellt werden.

Mobilität ist wichtig im Beratungsgeschäft. Zur besseren Umweltverträglichkeit wird so häufig wie möglich die Deutsche Bahn genutzt.

In der kompletten Reply-Gruppe existiert ein Ethikcode, mit dem sich sämtlichen Mitarbeiter zu den Grundregeln des menschlichen Miteinanders bekennen.

Darüber hinaus gibt es ein Wertesystem der Reply, das den Umgang mit Kunden, Kollegen und sonstigen Geschäftspartnern definiert.

Die permanente Sicherstellung der Servicequalität ist einer der zentralen Erfolgsfaktoren, der sich der Vorstand verpflichtet fühlt. Derzeit sind fast alle Gesellschaften nach ISO 9001 zertifiziert. Dieser Prozess wird in den Folgejahren weiter fortgesetzt werden.

6. Chancen und Ausblick

Laut Zahlen des Digitalverbands Bitkom ist Deutschlands digitale Wirtschaft weiterhin auf Wachstumskurs. Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds erwartet der Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) für 2024 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro. Der ITK-Sektor würde damit um den Faktor drei bis vier stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 2,0 Prozent auf 215 Milliarden Euro zugelegt. Das Umsatzwachstum hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche soll laut Bitkom im Jahresverlauf 2024 um 36.000 wachsen, auf 1,368 Millionen. Bereits 2023 sind 28.000 neue Arbeitsplätze entstanden.

Die meisten Unternehmen der Bitkom-Branche präsentieren sich krisenfest. Auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, legen Umsätze und Beschäftigung zu.

Das Geschäftsklima in der Digitalwirtschaft entwickelt sich gegen den Trend der Gesamtwirtschaft positiv, wie der von Bitkom und ifo Institut erstellte Digitalindex zeigt. Während der ifo Index für die Gesamtwirtschaft im Dezember von minus 9,4 Punkten noch einmal auf minus 11,2 zurückging, legte der Digitalindex von 6,0 auf 9,8 Punkte zu. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Investitionsplanungen der ITK-Unternehmen wider. So wollen 22 Prozent ihre Investitionen 2024 erhöhen und 61 Prozent die Ausgaben konstant halten, 17 Prozent müssen auf die Bremse treten. Dabei wird vor allem in Software sowie Forschung und Entwicklung investiert.

Die Informationstechnik ist dabei der wichtigste Wachstumstreiber. Nach einer leichten Wachstumsdelle im vergangenen Jahr (plus 2,2 Prozent auf 142,9 Milliarden Euro) werden 2024 nach der aktuellen Bitkom Prognose 151,5 Milliarden Euro umgesetzt, das entspricht einem Plus von 6,1 Prozent. Vor allem das Geschäft mit Software legt stark zu (plus 9,4 Prozent auf 45,5 Milliarden Euro). Dabei wachsen die Umsätze mit Plattformen für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung von Software überdurchschnittlich, und zwar um 12,3 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro.

Deutlich zulegen kann auch das Geschäft mit Software für die Systeminfrastruktur von Unternehmen. In diesem Segment legen die Umsätze laut Bitkom um voraussichtlich 8,1 Prozent auf 10,0 Milliarden Euro zu. Sicherheitssoftware hat daran einen Anteil von 3,9 Milliarden Euro, das entspricht einem Anstieg um 12,7 Prozent. Stark wachsend sind auch die Umsätze mit sonstigen Software-Anwendungen, sie legen um 8,5 Prozent auf 23,2 Milliarden Euro zu. Darin enthalten sind unter anderem Kollaboration-Tools zur Zusammenarbeit und zum mobilen Arbeiten, die überdurchschnittlich um 13,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro wachsen.

Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen steigen laut Bitkom 2024 um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro. Besonders kräftig wachsen dabei Dienstleistungen mit Cloud-Bezug, die einen Anteil von 17,7 Milliarden Euro am gesamten IT-Service-Markt haben und um 17 Prozent zulegen.

Der aktuelle Boom rund um Künstliche Intelligenz führt zu einer stark steigenden Nachfrage im deutschen ITK-Markt. Die Ausgaben für KI-Software, -Dienstleistungen und entsprechende Hardware werden in diesem Jahr voraussichtlich auf 6,3 Milliarden Euro steigen. Das ist ein Plus von 32 Prozent verglichen mit 2022, als 4,8 Milliarden Euro für Künstliche Intelligenz ausgegeben wurden. Dies ermittelte der Digitalverband Bitkom auf Grundlage von Daten des Marktforschungsunternehmens IDC mit. Der Start von ChatGPT vor einem Jahr war eine Initialzündung für den KI-Einsatz. ChatGPT hat vielen Menschen erstmals vor Augen geführt, was KI heute schon leisten kann. Den größten Anteil an den KI-Ausgaben in diesem Jahr hat KI-Software (4,1 Milliarden Euro), gefolgt von Dienstleistungen rund um KI (1,3 Milliarden Euro) sowie Hardware (0,9 Milliarden Euro). Im kommenden Jahr wird nach aktuellem Stand ein ähnlich starkes Wachstum erwartet. 2024 sollen die Ausgaben erneut um 30 Prozent auf dann 8,2 Milliarden Euro steigen, 2025 könnte sogar die 10- Milliarden-Euro-Marke übersprungen werden.

Aus dem aktuellen Boom bei Künstlicher Intelligenz und der positiven Entwicklung bei IT-Dienstleistungen mit Cloud-Bezug sowie im Bereich von Sicherheits- und Kollaborations-Tools, ergeben sich für das Jahr 2024 Marktpotenziale für IT-Dienstleister wie Reply, die bereits frühzeitig in innovative Technologien und Lösungen in diesen Bereichen investiert haben und ein Dienstleistungsportfolio am Markt etabliert haben. Herausforderungen bestehen für IT-Dienstleistungsunternehmen weiterhin aus der angespannten Situation am Arbeitsmarkt. Der Mangel an IT- Fachkräften verschärft sich weiter. In den deutschen Unternehmen sind Stand Dezember 2023 149.000 Stellen für IT- Expertinnen und -Experten unbesetzt. Das sind noch einmal 12.000 mehr als vor einem Jahr, als 137.000 Stellen offen waren, so die Ergebnisse der Bitkom-Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte.

Ein potenzielles Risiko liegt nach wie vor in der wirtschaftlichen Bedeutung von einem der Key-Accounts. Dieses Risiko ist aber gegenüber dem Vorjahr weiter gesunken, da dessen Anteil an der Jahres-Nettoleistung sich weiter reduziert hat und durch andere Kunden kompensiert werden konnte. Deutlich abgemildert wird dieses Risiko zusätzlich durch die Diversifizierung der Leistungen in viele verschiedene Segmente/Fachabteilungen bzw. Gesellschaften innerhalb dieses Key-Accounts. Relativiert wurde dieses langjährige Szenario darüber hinaus durch den Ausbau und das überproportionale Wachstum des weiteren Kundenportfolios der Fincon.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Sparkassen-Finanzgruppe eröffnet weiterhin gute Chancen für die Fincon. Mit der bereits stärker fokussierten Marktausrichtung im Bereich Kreditwirtschaft konnten wir aber neben der Sparkassen-Finanzgruppe weitere Segmente, wie z.B. im Segment der Geno-Banken, erfolgreich akquirieren und ausbauen.

Der Integration in die Reply-Gruppe hat dazu geführt, dass der Fincon nun ein deutlich erweitertes Spektrum v.a. an durch Technologie-Know-how geprägte Leistungen aus der Reply-Gruppe zu Verfügung stehen. Dies hat sehr schnell im 2. Halbjahr zu zusätzlichen Umsätzen geführt.

Ein grundsätzliches Risiko in großen Fest- oder Dienstleistungs-Projekten, bzgl. der inhaltlich korrekten und termingerechten Fertigstellung und möglicher Haftungsrisiken oder etwaiger Fehlkalkulationen, besteht nicht. Auf Basis des intern regelmäßig durchgeführten Projektcontrollings gibt es derzeit keine Hinweise auf außergewöhnliche Abweichungen.

Ziele 2024

Die wesentlichen Steuerungsgrößen sind der IFRS-Umsatz und das IFRS-EBT sowie die daraus resultierende Marge.

Der positive Trend aus der Integration in die Reply-Gruppe wird sich im Jahr 2024 fortsetzen. Durch die Zugehörigkeit zur Reply-Gruppe ist Fincon für viele Kunden zu einem noch attraktiveren Partner, insbesondere für große und strategische Projekte geworden. So konnte z.B. zum Jahresende der erste umfangreiche Nearshore-Kontrakt in der Historie der Fincon erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Entwicklung der Erträge im Jahr 2024 wird stark davon abhängen, in weit die Effekte der Inflation auf der Kostenseite durch Honorarerhöhungen und eine verbesserte Auslastung kompensiert werden können. Der geplante IFRS-EBT ist deutlich verbessert mit einer entsprechend verbesserten IFRS-EBT-Marge.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die gelegte Basis an personellen Kapazitäten und der Ausbau der Recruiting-Aktivitäten werden zu einem leichten Mitarbeiter*innen Wachstum in 2024 führen. Die stärkere Marktfokussierung, damit verbunden ein dediziertes Key Account Management bei unseren Key Accounts, sorgen für eine konstante Weiterentwicklung des Geschäfts bei unseren Hauptkunden in den Märkten Kredit- und Versicherungswirtschaft. Alle Geschäftsfelder planen einen Umsatzanstieg für das Jahr 2024, was zu einer geplanten Umsatzsteigerung von maximal 10% führt.

Die gesamtwirtschaftliche Situation in 2024 ist weiterhin durch einige Risiken gekennzeichnet.

Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges Russlands mit der Ukraine sowie aus den Sanktionen gegenüber Russland hatten schwerwiegende Folgen. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich diese Situation in 2024 nicht ändern wird.

Die starke allgemeine Inflation des Jahres 2023 wird sich in 2024 voraussichtlich abschwächen. Trotzdem ist der Trend zu einer Erhöhung unserer Kosten ungebrochen. Die Dauer dieses starken Preisanstiegs ist dabei nicht abzusehen, wobei der Fachkräftemangel hier eine entscheidende Rolle spielt.

Es existieren ferner eine Reihe weiterer politischer Risiken, die insbesondere aus dem Krieg Israels mit der Hamas resultieren. Zusätzlich sind die Auswirkungen der Präsidentenwahl in den USA nicht abzuschätzen. In den Beziehungen des Westens zu China ist derzeit Ruhe eingekehrt, was sich aber jederzeit kurzfristig ändern kann.

Sollte ein wesentlicher Teil dieser Risiken eintreten, ist eine Belastung der gesamtwirtschaftlichen Situation wahrscheinlich. Dieses würde auch auf die Branchenkonjunktur im IT-Dienstleistungsbereich ausstrahlen. Die deutsche Reply-Gruppe trägt dem durch eine nachfrageorientierte Personaldisposition Rechnung.

 

Hamburg, den 27. März 2024

Fincon Reply GmbH

Geschäftsführung

Jörg Ingmar Blaase

Silvano Laurenti

Frank Hochheiser

Thomas Seyer

Dr. Armin Bäumker

Marco Sehl

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111.183,00 216.644,42
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 320.383,27 398.956,33
431.566,27 615.600,75
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 420.827,55 111.200,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.594.991,14 5.748.282,51
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.869.782,42 90.952,61
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.203.682,83 194.292,97
10.668.456,39 6.033.528,09
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 18.662.645,37 19.634.349,48
29.751.929,31 25.779.077,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 239.576,89 238.544,12
30.423.072,47 26.633.222,45

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 16.697.109,67 13.252.801,00
III. Jahresüberschuss 0,00 3.444.308,67
16.797.109,67 16.797.109,67
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 355.285,88 1.224.339,80
2. Sonstige Rückstellungen 4.950.551,99 3.839.565,48
5.305.837,87 5.063.905,28
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 1.425.817,39 656.883,59
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 307.911,86 740.577,67
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.167.423,88 55.796,59
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.953.865,62 3.089.588,49
(davon aus Steuern € 1.308.604,15; Vorjahr € 1.623.100,21) 7.855.018,75 4.542.846,34
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 3.150,22; Vorjahr € 0,00)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 465.106,18 229.361,16
30.423.072,47 26.633.222,45

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 60.068.624,58 58.553.768,79
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 309.627,54 59.099,00
3. sonstige betriebliche Erträge 688.149,05 2.143.590,18
(davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 180,80; Vorjahr € 55,42)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 0,00 17.740,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.622.484,72 3.863.837,08
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 38.088.481,71 37.223.728,91
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.410.070,35 6.248.217,19
(davon für Altersversorgung € 132.992,80; Vorjahr: € 151.251,07)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 391.515,25 453.437,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.191.990,17 8.077.997,36
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 0,00; Vorjahr: € 48,97)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.522,71 0,30
(davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen € 28.178,33; Vorjahr: € 0,00)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.332,27 0,00
(davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen € 1.656,69; Vorjahr: € 0,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -709,99 1.335.200,51
11. Ergebnis nach Steuern -2.612.240,60 3.536.299,90
12. Sonstige Steuern 39.231,54 91.991,23
13. Erträge aus Verlustübernahme 2.651.472,14 0,00
14. Jahresüberschuss 0,00 3.444.308,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Hamburg und ist seit dem 28. März 2003 eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer HRB 127150.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des HGB.

Die Fincon Reply GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des HGB und GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die geschätzte Nutzungsdauer beträgt bei immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen zwischen 3 und 15 Jahren.

Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden bei Zugang voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Unfertige Leistungen werden zu Einzelkosten zuzüglich bereichsspezifischer Gemeinkosten bewertet. Die Einzelkosten umfassen Lohnkosten eigener Mitarbeiter bzw. die bezogenen Leistungen.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen aufgrund erkennbarer Einzelrisiken bilanziert.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in der Höhe des Betrages angesetzt worden, der dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag entspricht.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Die Entwicklung des Anlagenvermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin Reply Deutschland SE in Höhe von 2.712,5 (Vorjahr TEUR 9) enthalten. Davon entfallen TEUR 2.651,5 (Vorjahr TEUR 0) auf Verlustausgleich 2023 und 61,0 (Vorjahr TEUR 9) auf Lieferungen und Leistungen.

Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen auf Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 1.841,5 Steuererstattungsansprüche enthalten, (Vorjahr TEUR 55). Die Erhöhung geht auf die im Geschäftsjahr geleisteten Vorauszahlungen vor dem Hintergrund des Jahresfehlbetrags zurück.

Das Stammkapital von 100.000,00 € ist vollständig eingezahlt.

Die Steuerrückstellungen belaufen sich auf TEUR 355,3 (VJ TEUR 1.224,3).

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR TEUR
31.12.2023 31.12.2022
variable Gehälter 2.035,0 2.174,3
ausstehende Rechnungen 1.245,1 219,2
Überstunden 757,8 712,1
Urlaub 573,0 598,6
Gewährleistung 241,5 0,0
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 31,5 27,5
Berufsgenossenschaft 0,0 106,2
Übrige sonstige Rückstellungen 66,6 1,7
Gesamt 4.950,5 3.839,6

Sämtliche ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind wie im Vorjahr ungesichert.

In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin Reply Deutschland SE in Höhe von TEUR 3.887,6 (Vorjahr TEUR 0) enthalten. Davon entfallen TEUR 3.544,2 (Vorjahr TEUR 0) auf Cash Pool Verbindlichkeiten 2023 und 343,4 (Vorjahr TEUR 0) auf Lieferungen und Leistungen.

Die übrigen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen entfallen auf Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 779,5 (Vorjahr TEUR 699,3).

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR TEUR
2023 2022
Inland 58.308,7 56.844,2
Ausland 1.759,9 1.709,5
Gesamt 60.068,6 58.553,7

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen des Vorjahres in Höhe von TEUR 98,9 (Vorjahr. TEUR 95,4).

4. Sonstige Angaben

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für die Jahresanschlussprüfung wird sich gem. Angebot auf TEUR 29 (Vj. TEUR 27,5) belaufen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroflächen und KFZ-Leasingverträgen bestehen in Höhe von netto:

Fällig innerhalb eines Jahres TEUR 1.436,0
Fällig innerhalb zwei bis fünf Jahren TEUR 2.668,3
Fällig nach fünf Jahren TEUR 0,0
Gesamtbetrag TEUR 4.104,3

Die Gesellschaft hat darüber hinaus auf unbestimmte Zeit einen Dienstleistungsvertrag mit einem verbundenen Unternehmen abgeschlossen, der Verwaltungs- und Managementaufgaben zum Gegenstand hat und jährlich kündbar ist. Der Aufwand hat in 2023 TEUR 1.816,9 betragen.

Mutterunternehmen

Die Gesellschaft ist eine 100 %ige Tochter der Reply Deutschland SE, Gütersloh. Diese ist eine 100 %ige Tochter der Reply S.p.A., Turin, Italien und wird ab 01.07.2022 in den Konzernabschluss der Reply S.p.A. einbezogen.

Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der Reply S.p.A., Turin, Italien, aufgestellt. Dieser wird veröffentlicht und sowohl im Registro delle Imprese di Torino unter der Nummer 97579210011, Partita 08013390011 hinterlegt, als auch im elektronischen Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt, weshalb die Reply Deutschland SE von der Verpflichtung zur Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit ist.

Der Konzernabschluss der Reply S.p.A. wird nach den von der EU übernommenen IFRS aufgestellt.

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Iceberg s.r.l., Turin, Italien, aufgestellt. Der Konzernabschluss der Iceberg s.r.l. wird im Registro delle Imprese di Torino unter der Nummer 07011510018 hinterlegt.

Geschäftsführer

Herr Frank Dünnleder, Quickborn (bis 31.12.2023), Diplom-Kaufmann

Herr Dr. Thomas Hartmann (zwischen dem 05.07.2022 und dem 13.01.2023), Gütersloh, Vorstand der Reply Deutschland SE

Herr Thomas Seyer, Hamburg, Diplom-Ingenieur

Herr Jörg Ingmar Blaase, Halstenbek, Sparkassenkaufmann

Herr Dr. Armin Bäumker (seit dem 05.07.2022), Rheda-Wiedenbrück, Netzwerk-Partner der Reply Deutschland SE

Herr Silvano Laurenti (seit dem 13.01.2023), Turin, Italien, Partner der Reply SpA

Herr Frank Hochheiser (seit dem 01.03.2024), Rheinbach, Diplom-Kaufmann

Herr Marco Sehl (seit dem 01.03.2024), Villmar-Aumenau, Verwaltungsfachangestellter

Bezüglich der Angaben der Bezüge der Geschäftsführer und ehemaligen Organmitglieder wird von der Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da Herr Dr. Armin Bäumker, Herr Dr. Thomas Hartmann, Herr Frank Hochheiser, Herr Marco Sehl und Herr Silvano Laurenti im Geschäftsjahr keine Vergütung von der Gesellschaft erhalten haben. Den Geschäftsführern wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich ohne Geschäftsführung 447 (Vj. 469) Angestellte.

Diese verteilten sich auf folgende Gruppen.

(Senior) Consultant 261
(Senior) Manager 185
Student 1

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in Bilanz noch Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind.

Im Geschäftsjahr 2023 trat die Gesellschaft dem Cash Pool der Reply Gruppe bei.

Erstmals für das Geschäftsjahr 2023 gilt ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Alleingesellschafterin Reply Deutschland SE.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

In 2023 wurden keine wesentlichen Geschäfte zu marktunüblichen Konditionen mit der Reply Deutschland SE, deren Tochtergesellschaften oder nahestehenden natürlichen Personen getätigt.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Aktuell dominiert der Krieg in der Ukraine alles. Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges sowie aus den Sanktionen gegenüber Russland sind nur schwer abschätzbar. Wir gehen derzeit davon aus, dass scih die negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung in Grenzen halten werden.

 

Hamburg, den 27. März 2024

Thomas Seyer

Jörg Ingmar Blaase

Dr. Armin Bäumker

Silvano Laurenti

Frank Hochheiser

Marco Sehl

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 950.023,50 1.758,00 64.077,50 887.704,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.694.577,29 206.300,90 656.882,72 1.243.995,47
2.644.600,79 208.058,90 720.960,22 2.131.699,47
kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 733.379,08 107.219,42 64.077,50 776.521,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.295.620,96 284.295,83 656.304,59 923.612,20
2.029.000,04 391.515,25 720.382,09 1.700.133,20
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 111.183,00 216.644,42
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 320.383,27 398.956,33
431.566,27 615.600,75

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fincon Reply GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fincon Reply GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fincon Reply GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungs- nachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 26. September 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Moritz Plate, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 30. September 2024.

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