Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 16123
Eingetragen
23.2.2022
Branche
Großhandel mit TextilienEinzelhandel mit Waren verschiedener Art, Hauptrichtung Nicht-NahrungsmittelTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Gegenstand
Der Verkauf von Waren verschiedener Art über das Internet, insbesondere Mode Artikel und Accessoires.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Han Chen
seit 10.4.2024
Geschäftsführer
Odeiko Trost
seit 23.2.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Bokyna Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bokyna GmbH

Schönefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der Bokyna GmbH, Schönefeld

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Bokyna GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft mit Sitz in Schönefeld und wurde 2017 gegründet. Geschäftsführer des Unternehmens ist Odeiko Trost. Die Bokyna GmbH gehört zu 100% der Bokyna Holding GmbH. Sie ist ein E-Commerce Unternehmen und betreibt die Marken Nordic Socks und BOKYNA über welche Produkte an Endkunden in den wichtigsten Märkten weltweit vertrieben wird.

1.1. Ziele und Strategien

Ziel von Bokyna ist unter anderem die Stärkung und Ausdehnung der Marktposition. Dabei stehen die Kostenoptimierung und der Markenausbau im Fokus, um längerfristig den Marktanforderungen und Kundenwünsche im Unternehmen so abzubilden, dass wir mit unseren Produkten nachhaltig profitabel arbeiten können. In diesem Zusammenhang notwendige organisatorische Veränderungen betrieblicher Prozesse nutzen wir regelmäßig zur Steigerung unserer Effizienz. Daneben ist Bokyna der Nachhaltigkeitsaspekt wichtig, weshalb wir 100 % vegane Schuhe produzieren.

1.2. Geschäftsmodell

Die Bokyna GmbH ist ein E-Commerce Unternehmen. Der Fokus liegt auf den weltweiten Onlineverkauf unserer Produkte. Dabei werden die Produkte durch die zwei Handelsmarken "BOKYNA" und "Nordic Socks" vertrieben. Es handelt sich um ein reines B2C Geschäft.

Die gefertigten Produkte werden aus Thailand und der Türkei direkt in eines unserer drei Warenlager in Deutschland, Groß Britannien und Kanada transportiert. Bei den Warenlagern handelt es sich um 3PL Logistikdienstleister. Die Dienstleister übernehmen für uns die Lagerung und den Transport der Ware zu den Kunden. Dabei können die Kunden unsere Produkte über unsere Website bestellen, während Ihnen mehrere Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wir arbeiten hierbei mit verschiedenen Zahlungsdienstleistern zusammen. Zur Kundengewinnung arbeiten wir mit Meta und Google Ads. Neben den Logistikdienstleistern und der Produktion arbeiten wir noch mit Freiberuflern zusammen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur war auch im Jahr 2022 sehr stark durch negative Schocks auf der Angebotsseite geprägt, insbesondere durch Engpässe auf den globalen Energiemärkten als Folge der geopolitischen Spannungen, sowie Schwierigkeiten bei der Lieferung von Rohstoffen und industriellen Vorprodukten aufgrund der nach wie vor bestehenden Störungen der globalen Lieferketten - eine Langzeitwirkung der COVID-19-Pandemie. Die konjunkturelle Entwicklung verlief in den verschiedenen Regionen der Welt anfangs uneinheitlich, glich sich im weiteren Jahresverlauf aber an.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Expansion der Weltwirtschaft unter dem Einfluss hoher Energiekosten, weiterhin bestehender Lieferengpässe und großer geopolitischer Unsicherheiten im ersten Halbjahr 2022 mehr oder weniger zum Stillstand gekommen ist. Vor allem die nachlassende Wachstumsdynamik in China und in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften sorgte für eine Verlangsamung des globalen Wachstums. Als stabilisierender Faktor erwiesen sich die Schwellenländer Südostasiens und Lateinamerikas.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2022 gegenüber dem 4. Quartal 2021 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,8% gestiegen. Nach der Erholung der deutschen Wirtschaft im Sommer 2021 und dem Rückgang zum Jahresende 2021 nahm die Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2022 damit wieder leicht zu. Dazu trugen vor allem höhere Investitionen bei, während der Außenbeitrag das Wirtschaftswachstum bremste. Seit Ende Februar 2022 beeinflussen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine signifikant die konjunkturelle Entwicklung.

Das (BIP) war im 2. Quartal 2022 gegenüber dem 1. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - unverändert (0,0%). Gestützt wurde die Wirtschaft vor allem von den privaten und staatlichen Konsumausgaben, während der Außenbeitrag das Wirtschaftswachstum dämpfte. Die schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit anhaltender Corona-Pandemie, gestörten Lieferketten, steigenden Preisen und dem Konflikt in der Ukraine schlagen sich deutlich in der konjunkturellen Entwicklung nieder.

In diesem herausfordernden weltwirtschaftlichen Umfeld erwies sich die deutsche Wirtschaft im Berichtszeitraum als robust. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 3. Quartal 2022 gegenüber dem 2. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,4% gestiegen.

Auch die deutsche Schuhbranche zeigte 2022 weiterhin Anzeichen einer Erholung. Der Umsatz der deutschen Schuhhersteller ist in den ersten sechs Monaten von 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,44 auf 1,60 Milliarden Euro gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg der Verkaufserlöse um 11,6%. Mit 1,3 Milliarden Euro lag der Inlandsumsatz 11,4% über dem Inlandsumsatz des ersten Halbjahres 2021. Der Auslandsumsatz erhöhte sich im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 von 253 auf 285 Millionen Euro. Das Umsatzniveau vor der Corona Pandemie ist allerdings noch nicht wieder erreicht.

3. Ertragslage

Der Umsatzerlös konnte im Jahr 2022 um 24,3% gesteigert werden durch die Erschließung europäischer Märkte außerhalb vom DACH-Raum. Aufgrund von gestiegenen Produktionskosten und Kosten für Logistik ist der Jahresüberschuss leicht gesunken.

2022
(EUR)
2021
(EUR)
Umsatzerlöse 16.040.494 13.123.147
Sonstige betriebliche Erträge 165.084 61.845
Materialaufwand 5.175.372 4.417.641
Personalaufwand 193.248 155.228
Abschreibungen 1.896 1.308
Sonstiger betrieblicher Aufwand 8.030.562 5.627.725
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 570.364 1.357.119
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.279 3.239
Abschreibungen auf Finanzanlagen 125.133
Zinsen und ähnlichen Aufwendungen 385 5.796
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 989.017 1.326.964
Jahresüberschuss 2.276.607 3.010.688

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 16.040 (Vorjahr TEUR 13.123) ergeben sich aus dem operativen Geschäft. Der Anstieg von rund 18,1% fällt damit so aus wie bereits geplant. Die Sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf TEUR 165 (Vorjahr TEUR 62). Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 32,24 % auf TEUR 2.277 verringert. Dies ist auf den Anstieg der Aufwendungen im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen. Die Aufwendungen für Materialien verzeichneten einen Anstieg von TEUR 758. Im aktuellen Geschäftsjahr betrug der Materialaufwand TEUR 5.175 (Vorjahr TEUR 4.418). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichneten im aktuellen Geschäftsjahr einen enormen Anstieg. Im Geschäftsjahr 2022 betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 8.031 (Vorjahr TEUR 5.628).

4. Vermögenslage

Die Liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Steuer- und Steuervorauszahlungen, sowie eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 2.200, von TEUR 7.439 auf TEUR 3.433 gesunken. Die Vermögenslage ist im Geschäftsjahr 2022 weiterhin sehr solide, für die Warenbeschaffung mussten keine Kredite aufgenommen werden.

2022
(EUR)
2021
(EUR)
Langfristiges gebundenes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 7.269 0
Sachanlagen 992 2.257
Finanzanlagen 1.552.711 500.000
Langfristig gebundenes Vermögen 1.560.972 502.257
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 228.909 132.617
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.117.110 124.085
Forderungen im Verbundbereich 109.216 1.032.859,47
Sonstige Vermögensgegenstände 1.724.502 581.714
Rechnungsabgrenzungsposten 2.353 0,00
Kurzfristig gebundenes Vermögen 4.179.737 1.871.276
Liquide Mittel 3.432.978 7.438.743
Summe 9.176.039 9.812.276

5. Kapitalstruktur

2022
(EUR)
2021
(EUR)
Eigenkapital/Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag/Kapitalanteile/Kapitalanteil abzgl. nicht eingeforderter Pflichteinlagen
Gezeichnetes/Eingefordertes Kapital 13.000 13.000
Rücklagen 3.816.933 152.429
Bilanzgewinn 2.276.607 5.864.504
Eigenkapital 6.106.540 6.029.933
Kurzfristiges Fremdkapital
Steuerrückstellungen 235.910 2.201.354
Kurzfristige Sonstige Rückstellungen 54.758 44.199
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 80.361 109.460
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung 753.556 1.002.533
Übrige Verbindlichkeiten 1.944.914 424.797
Kurzfristiges Fremdkapital 3.069.499 3.782.343
Summe 9.176.039 9.812.276

Die Bilanzsumme sank im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 636 auf TEUR 9.175. Diese Veränderung ergibt sich aus Folgenden gegenläufigen Entwicklungen:

a) Aktiva

Anstieg des langfristig gebundenen Vermögens, wodurch sich das langfristig gebundene Vermögen auf TEUR 1.561 (Vorjahr TEUR 502) beläuft.

Das kurzfristig gebundene Vermögen beläuft sich auf TEUR 4.180 (Vorjahr TEUR 1.871) und resultiert aus Veränderungen der Positionen Vorräte, Forderung L u. L, Forderungen im Verbundbereich, sonstige Vermögensgegenstände und der Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Liquiden Mittel bestehend aus Kassenbestand und Bankguthaben belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 3.433 (Vorjahr TEUR 7.439).

b) Passiva

Das Eigenkapital beläuft sich insgesamt auf TEUR 6.107, im Vergleich zum Vorjahr konnte hier ein Anstieg von TEUR 7 festgestellt werden. Die Eigenkapitalquote liegt somit bei 66,55 Prozent (Vorjahr: 61,45 Prozent)

Das kurzfristige Fremdkapital sank um TEUR 713 auf TEUR 3.069, dies resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung der Steuerrückstellung und dem Anstieg der übrigen Verbindlichkeiten. Die Steuerrückstellung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 236 (Vorjahr TEUR 2.201). Die übrigen Verbindlichkeiten betrugen TEUR 1.945 (Vorjahr TEUR 425).

6. Prognose, Risiko- und Chancenbericht

1.1 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023 ist mit einem Anstieg der Nachfrage, unter anderem aufgrund der weiter abklingenden COVID19-Pandemie zurechnen. Die Bokyna GmbH ist aus unserer Sicht am Markt sehr gut positioniert, um von dieser allgemeinen Entwicklung zu profitieren. Diese Prognose stützt sich in erster Linie auf die Nachfragesignale aus den eigenen Absatzkanälen. Des Weiteren ist der Markt für Vegane Produkt stark am Wachsen, sodass Bokyna auch hier in einer sehr guten Ausgangssituation für das kommende Geschäftsjahr ist.

Die Umsatzerlöse bewegten sich in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2023 über den Erwartungen. Es wird erwartet, dass die Anzahl der verkauften Produkte und damit die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 deutlich steigen. Der Anstieg resultiert aus einem steigenden Anteil des Online-Geschäfts. Für das Geschäftsjahr 2023 wird gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 ein gestiegenes und positives EBITDA erwartet.

1.2 Risikobericht

Die Geschäftstätigkeit der Bokyna GmbH ist maßgeblich von wirtschaftlichen Bedingungen beeinflusst, die sich auf die Verbraucherausgaben auswirken. Faktoren wie die allgemeine konjunkturelle Lage, Zinssätze, Wechselkurse, Rezession, Inflation, politische Unsicherheit, die Verfügbarkeit von Verbraucherkrediten, Besteuerung, Arbeitslosigkeit und andere Angelegenheiten, haben Auswirkungen auf die Verbraucherausgaben. In Zeiten eines längeren wirtschaftlichen Abschwungs besteht die Gefahr, dass wir aufgrund allgemein geringerer Verbraucherausgaben rückläufige Umsätze verzeichnen. Seit Anfang 2020 ist der Hauptfaktor für die weltweit zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit die COVID-19-Pandemie, die zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen geführt hat sowie zu einer erhöhten Volatilität an den Finanzmärkten und insgesamt zu einer schwächeren Nachfrage in der Weltwirtschaft.

Globale Lieferengpässe behindern den Aufschwung der Industrieproduktion. Ursächlich dafür sind u.a. Kapazitätsprobleme im Logistiksystem, insbesondere im Seeverkehr, die sich in drastisch gestiegenen Frachtraten äußert. Zudem sind die Produktionskapazitäten zurzeit nicht in der Lage, den hohen Nachfragebedarf zu befriedigen.

Die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts führen zu angebotsseitigen Engpässen und haben insbesondere zu steigenden Energiepreisen und somit zu einem starken Anstieg der Inflation geführt. So waren im Jahre 2022 zum Teil Inflationsraten von über 10% zu verzeichnen. Zum Ende des Jahres 2022 kam es insbesondere auf Grund rückläufiger Energiepreise zu einer Abschwächung des Preisauftriebs. Laut Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 13. Januar 2023 lag die Inflationsrate in Deutschland im Dezember 2021 bei 8,6%.

Die Gesellschaft verfolgt diese Entwicklungen aufmerksam und leitet bei Bedarf zeitnah geeignete unternehmerische Maßnahmen ein, um mögliche negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Bokyna GmbH minimieren zu können.

1.3 Beschaffungsrisiken

Bokyna lässt ihre Schuhe in Handarbeit in Thailand produzieren. Die Wolle für die Produktion den Nordic Socks erhalten wir aus der Türkei. Die Qualität und Sicherheit unserer Produkte sind von höchster Bedeutung für unsere Marke und unsere Reputation. Das Risiko, dass Rohstoffe innerhalb der Lieferkette versehentlich bzw. fahrlässig verunreinigt oder belastet sind oder andere Produktfehler auftreten - sei es durch menschliche Fehler, Anlagenfehler oder andere Faktoren - kann jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Die Einhaltung hoher Standards hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Umweltverträglichkeit unserer Produkte und Verpackungen bildet die Basis für das nachhaltige Vertrauen der Konsumenten in unsere Marke. Über den gesamten Beschaffungs- und Herstellungsprozess hinweg unterliegen unsere Produkte durchgängig den hohen Anforderungen unseres Qualitätsmanagementsystems. Risiken aufgrund von Qualitätsproblemen schätzen wir daher maximal als begrenzte Einzelfälle ein, deren Auftreten aber eher unwahrscheinlich ist.

Die Corona-Pandemie hat weltweit erhebliche Auswirkungen auf die Industrieproduktion. Durch Friktionen in den weltweiten Lieferketten können etliche Unternehmen aufgrund fehlender Vorprodukte ihre Produktion nicht aufrechterhalten. Bei der Bokyna GmbH wird der überwiegende Teil der Wertschöpfung in Thailand getätigt, womit die Abhängigkeit von den globalen Lieferketten erheblich geringer ausgeprägt ist als bei der Mehrzahl der Unternehmen der Branche und somit die Gesellschaft weniger stark von der Lieferkettenproblematik betroffen ist.

Die Beschaffungsrisiken werden unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als gering eingeschätzt.

1.4 Finanzielle Risiken

Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Unternehmens ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Alle finanziellen Risiken unterliegen einer ständigen Kontrolle. Gegenmaßnahmen werden dann ergriffen, wenn das Unternehmen sie als notwendig erachtet.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Gegebenheiten angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Beim Management der Finanzdispositionen verfolgt die Bokyna GmbH eine konservative Risikopolitik. Verbindlichkeiten werden in der Regel innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und unter Ausnutzung von Skonto gezahlt.

Die finanziellen Risiken für das Unternehmen werden insgesamt als gering eingestuft.

1.5 IT-Risiken

Unsere IT-gestützten Geschäftsprozesse sind allgemeinen Risiken der Informationssicherheit ausgesetzt. Aus menschlichen Fehlern, organisatorischen oder technischen Verfahren und/oder Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung können Risiken entstehen, die die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen und personenbezogenen Daten gefährden. Daher werden die IT-Systeme fortlaufend getestet und analysiert um bei Bedarf erweitert bzw. aktualisiert zu werden.

Die Anforderungen der DSGVO, der nationalen Datenschutzgesetze einzelner EU-Mitgliedsstaaten und darüberhinausgehende gesetzliche Anforderungen werden fortlaufend analysiert und das europäische Datenschutzmanagementsystem entsprechend angepasst und erweitert.

Diese Maßnahmen werden es weiterhin ermöglichen, die Geschäftsinformationen des Konzerns sowie die Privatsphäre der Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter zu schützen und angemessen auf mögliche neue Risiken zu reagieren.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Schönefeld, 31. Juli 2024

gez. Odeiko Trost

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 1.560.972,33 502.257,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.269,00
II. Sachanlagen 992,00 2.257,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 992,00 2.257,00
III. Finanzanlagen 1.552.711,33 500.000,00
B. Umlaufvermögen 7.612.714,21 9.310.018,52
I. Vorräte 228.909,43 132.617,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.950.827,17 1.738.657,89
1. Forderungen gegen Gesellschafter 47.148,18 809.835,84
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 754.346,48
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 62.067,63 223.023,63
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.841.611,36 705.798,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.432.977,61 7.438.742,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.352,88
Aktiva 9.176.039,42 9.812.275,52

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 6.106.540,39 6.029.933,16
I. eingefordertes Kapital 13.000,00 13.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.000,00 -12.000,00
II. Kapitalrücklage 152.428,94 152.428,94
III. Gewinnvortrag 3.664.504,22
IV. Jahresüberschuss 2.276.607,23
V. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 5.864.504,22
davon Gewinn-/Verlustvortrag 2.853.815,86
B. Rückstellungen 290.667,82 2.245.553,00
C. Verbindlichkeiten 2.778.831,21 1.536.789,36
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 80.360,80 109.459,76
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 80.360,80 109.459,76
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.698.470,41 1.427.329,60
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.698.470,41 1.427.329,60
Passiva 9.176.039,42 9.812.275,52

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 11.030.205,57 8.767.350,81
2. Personalaufwand 193.248,00 155.228,15
a) Löhne und Gehälter 180.000,00 155.000,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 13.248,00 228,15
davon für Altersversorgung 13.248,00
3. Abschreibungen 1.896,00 1.307,56
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.896,00 1.307,56
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.030.562,05 5.627.725,49
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 241.194,93 42.508,57
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 570.363,76 1.357.119,14
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.278,52 3.239,31
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 125.132,66
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 125.132,66
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 385,00 5.796,16
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 989.016,91 1.326.963,54
10. Ergebnis nach Steuern 2.276.607,23 3.010.688,36
11. Jahresüberschuss 2.276.607,23 3.010.688,36
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.853.815,86
13. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 5.864.504,22

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Bokyna GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Schönefeld
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Cottbus
Register-Nr.: 16123

Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung

Die Form des Jahresabschlusses ist gegenüber dem Vorjahr geändert. Der Ausweis einer Forderung gegen Gesellschafter im Vorjahr wurde in die sonstigen Vermögensgegenstände umgegliedert, da seit dem 23.12.2021 alleinige Gesellschafterin die Bokyna Holding GmbH, Schönefeld, ist. Darüber hinaus wurden aus demselben Grund Forderungen gegen verbundene Unternehmen in die Forderungen gegen Gesellschafter umgebucht.

Die Finanzanlagen enthalten Vermögen, das in Kryptowährungen investiert wurde. Um die Vergleichbarkeit herzustellen, wurde im Hinblick auf die Vorjahreszahl eine Umgliederung von den flüssigen Mitteln in die Finanzanlagen vorgenommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Ausleihungen zum Nennwert

- sonstige Finanzanlagen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen, Wertpapiere und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden auf Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Zum Bilanzstichtag ergeben sich ausschließlich aktivische Steuerlatenzen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz latenter Steuern in der Bilanz unterbleibt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlage für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Alle Sonstigen Vermögensgegenstände und Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 164.860,35 (Vorjahr: EUR 27.433,65). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 241.194,93 (Vorjahr: EUR 42.508,57) enthalten.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen/Personen

Es bestehen Forderungen aus Darlehen gegenüber der Geschäftsführung von T€ 47. Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten von T€ 43.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 0,00
leitende Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 1,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 1,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 0,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Odeiko Trost ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 2.276.607,23 EUR und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Schönefeld, 31. Juli 2024

gez. Odeiko Trost

Anlage: Anlagenspiegel

BRUTTOWERTE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2022
EUR
Zugang
EUR
31.12.2022
EUR
01.01.2022
EUR
Zugang
EUR
31.12.2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 7.900,00 7.900,00 0 631 631
0 7.900,00 7.900,00 0 631 631
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.978,48 0 3.978,48 1.721,48 1.265,00 2.986,48
3.978,48 0 3.978,48 1.721,48 1.265,00 2.986,48
FINANZANLAGEN
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 143.510,73 143.510,73 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 500.000,00 1.034.333,26 1.534.333,26 0 125.132,66 125.132,66
500.000,00 1.177.843,99 1.677.843,99 0 125.132,66 125.132,66
503.978,48 1.185.743,99 1.689.722,47 1.721,48 127.028,66 128.750,14
BUCHWERTE
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.269,00 0
7.269,00 0
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 992 2.257,00
992 2.257,00
FINANZANLAGEN
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 143.510,73 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.409.200,60 500.000,00
1.552.711,33 500.000,00
1.560.972,33 502.257,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bokyna GmbH, Schönefeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bokyna GmbH, Schönefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bokyna GmbH, Schönefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

o entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

o vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als not wendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu treffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass ei ne in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

o identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

o gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

o beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

o ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

o beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt ein schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

o beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

o führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein schließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mainz, 31. Juli 2024

DORNBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Michael Laehn, Wirtschaftsprüfer

Thorsten Kern, Wirtschaftsprüfer

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