Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 551221
Eingetragen
29.7.1991
Branche
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Gegenstand
Die Vermietung, Leasing, An- und Verkauf von elektronischen Datenverarbeitungsanlagen, Software und anderen beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgütern im In- und Ausland mit Ausnahme von Geschäften im Sinne von § 34 c Gewerbeordnung .

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Haiko-Falk Wagener
seit 31.10.2016
Geschäftsführer
Wolfgang Marschall
seit 8.9.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Columbus Holding Aktiengesellschaft
Germany
4.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Columbus Leasing GmbH

Ravensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresbilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2022
EUR TEUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 2.336.744,00 768
2. Forderungen an Kunden 6.538.682,23 6.305
3. Leasingvermögen 78.704.208,42 76.148
4. Immatrielle Anlagenwerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 382.816,50 129
5. Sachanlagen 49.596,00 71
6. Sonstige Vermögensgegenstände 3.133.031,07 3.147
7. Rechnungsabgrenzungsposten 177.414,24 233
Summe der Aktiva 91.322.492,46 86.801

Passiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 5.488.330,28 5.775
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 52.779.496,19 46.910
58.267.826,47 52.685
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 218.627,72 185
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.817.072,88 3.864
4. Rechnungsabgrenzungsposten 26.263.429,33 25.176
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 216.389,00 224
b) andere Rückstellungen 376.233,58 504
592.622,58 728
Eigenkapital
6. a) gezeichnetes Kapital 4.000.000,00 4.000
b) Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 162.913,48 163
4.162.913,48 4.163
Summe der Passiva 91.322.492,46 86.801

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Leasingerträge 31.067.971,78 26.395
2. Leasingaufwendungen 2.139.168,35 2.351
28.928.803,43 24.044
3. Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 533.570,50 283
4. Zinsaufwendungen 2.089.695,59 804
-1.556.125,09 -521
5. Provisionsaufwendungen 98.730,11 101
6. Sonstige betriebliche Erträge 501.566,91 350
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.311.256,14 1.225
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 224.397,82 187
darunter: für Altersversorgung EUR -12 (Vj. TEUR -8)
1.535.653,96 1.412
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.221.565,23 1.089
2.757.219,19 2.501
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
a) auf Leasingvermögen 25.455.939,15 20.881
b) auf immatrielle Anlagewerte und Sachanlagen 80.899,19 82
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 358.377,27 109
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,00 17
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -876.919,66 182,00
12. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 3 ausgewiesen 1.042,39 3
13. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -877.962,05 179
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Abschlusses

Seit Inkrafttreten der im Jahressteuergesetz 2009 verankerten Änderungen des Kreditwesengesetzes (KWG) werden Unternehmen mit dem Geschäftszweck des Finanzierungsleasings als Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG eingestuft und unterliegen der Aufsicht der Bundesanstalt Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Aufgrund der Einstufung der Columbus Leasing GmbH, Ravensburg, Registergericht Ulm HRB 55 1221 (im folgenden Columbus Leasing), als Finanzdienstleistungsinstitut wurde der Jahresabschluss sowie der Lagebericht zum 31.12.2023 unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 340 ff HGB in Verbindung mit der Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung (RechKredV) aufgestellt.

Auf Grundlage von § 340a HGB wendet Columbus Leasing auf ihren Jahresabschluss die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften an.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 4.000.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen aus Mietkaufverträgen wurden mit dem Barwert bilanziert.

Ausfallrisiken werden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Zugänge ab dem 1. Januar 2008 werden linear abgeschrieben. Sofern außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen werden müssen, reduzieren diese ebenfalls die Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Der Abschreibungszeitraum orientiert sich an den amtlichen Abschreibungstabellen. Der Abschreibungszeitraum beträgt bei Software in der Regel drei bis fünf Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen die Nutzungszeiten zwischen zwei und 15 Jahren.

Für Zugänge ab dem 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2021 wurde die degressive Abschreibungsmethode gewählt.

Die Zugänge bei den Abschreibungen werden zeitanteilig verrechnet.

Seit 2010 werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis EUR 800,00 aus Vereinfachungsgründen im Zeitpunkt des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der 10-jährige Durchschnittszins bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Gehalts- und Rentensteigerungen waren nicht zu berücksichtigen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle wesentlichen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich künftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Erlöse aus dem Verkauf künftiger Leasingraten insoweit abgegrenzt, als sie Erträge zukünftiger Perioden darstellen und ihnen Verpflichtungen zur Nutzungsüberlassung gegenüberstehen. Darüber hinaus sind linearisierte Mietbestandteile aus degressiven Mietmodellen, Vormieten, Mietsonderzahlungen sowie vorausbezahlte Mieten abgegrenzt.

Aufwendungen und Erträge wurden periodengerecht abgegrenzt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Bilanzierung.

III. Einzelangaben zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute entfallen zu TEUR 2.337 (Vj TEUR 768) auf täglich fällige Kontokorrentguthaben.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden umfassen Forderungen aus Leasingverträgen, Forderungen aus dem Verkauf von Vermietvermögen und Forderungen aus Mietkaufverträgen. Von diesen Forderungen haben TEUR 843 (Vj. TEUR 966) eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten. TEUR 1.492 (Vj. TEUR 1.208) haben eine Restlaufzeit zwischen drei Monaten und einem Jahr und TEUR 4.070 (Vj. TEUR 3.929) sind zwischen einem und fünf Jahren fällig. Die Forderungen an Kunden enthalten Beträge aus der Abgrenzung von Erträgen aus Mietmodellen mit progressivem Ratenverlauf in Höhe von TEUR 451 (Vj. TEUR 251), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens der Columbus Leasing ist aus der gesonderten Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens" ersichtlich.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 133) und Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.762 (Vj. TEUR 1.096).

Weiter sind in dieser Position in einem Konzessionslager zur Vermarktung vorgesehene Leasingrückläufer in Höhe von TEUR 305 (Vj. TEUR 317) enthalten. Im Vorjahr waren zudem Forderungen aus einer in Anspruch genommenen Bürgschaft in Höhe von TEUR 309, Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 236, die ab dem 1.Januar 2023 im Rahmen eines Mietkaufs veräußert wurden sowie Erstattungsansprüche aus Vorsteuern in Höhe von TEUR 1.048, die erst im Folgejahr abziehbar waren oder erst im Folgejahr erstattet wurden.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist weisen zum Bilanzstichtag folgende Fristengliederung auf:

Gesamt davon bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Mietscheinfinanzierungen 52.779 4.147 12.514 36.118 0
(Vorjahr) 46.910 3.561 10.335 33.010 4

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit TEUR 52.779 besichert. An die Banken sind jeweils die Mietobjekte sicherungsübereignet, welche über die entsprechenden Institute refinanziert sind. Darüber hinaus sind die Kundenforderungen abgetreten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten im Wesentlichen täglich fällige Kundenüberzahlungen in Höhe von TEUR 219 (Vj. TEUR 185).

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in Höhe von TEUR 665 (Vj. TEUR 3.206) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 198 (Vj. TEUR 38).

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Leasingvermögen. Von den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 954 (Vj. TEUR 620) entfallen TEUR 865 (Vj. TEUR 544) auf erhaltene Kautionen, TEUR 41 (Vj. TEUR 34) auf im Folgejahr eingebuchte Rechnungen die noch das aktuelle Wirtschaftsjahr betreffen und TEUR 43 (Vj. TEUR 37) auf Lohn- und Kirchensteuer.

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Kautionen haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die restlichen sonstigen Verbindlichkeiten sind innerhalb von drei Monaten fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter diesem Posten werden vor allem die zur Refinanzierung der Leasingobjekte vorgenommenen Forderungsverkäufe in Höhe von TEUR 23.825 (Vj. TEUR 23.767) ausgewiesen. Darüber hinaus werden linearisierte Mietbestandteile aus degressiven Mietmodellen und Vormieten in Höhe von TEUR 1.004 (Vj. TEUR 867) sowie Mietsonderzahlungen von TEUR 861 (Vj. TEUR 535) erfasst. Außerdem sind vorausbezahlte Mietsonderzahlungen in Höhe von TEUR 553 (Vj. TEUR 0) und vorausbezahlte Mieten verschiedener Kunden in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 7) in dieser Position enthalten.

Rückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 216 (Vj. TEUR 224) betrifft die Verpflichtung gegenüber der Witwe eines ehemaligen Gesellschafters. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 2 (Vj. TEUR 9). Die freien verfügbaren Gewinnrücklagen decken den gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrag.

Die anderen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für rückständige Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 39 (Vj. TEUR 44), Provisionsrückstellungen für Vermittler und Mitarbeiter in Höhe von TEUR 242 (Vj. TEUR 391), Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 30 (Vj. TEUR 28) sowie Rückstellung für Steuerberatungen TEUR 17 (Vj. TEUR 19) und Prozesskosten TEUR 16 (Vj. TEUR 16).

Eventualverbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Eventualverbindlichkeiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund von Mietverträgen in Höhe von jährlich TEUR 280 (Vj. TEUR 284) sowie einer Sale and Lease Back Verpflichtung in Höhe von insgesamt TEUR 135 (Vj. TEUR 194). Zudem bestehen Leasingverträge mit einer künftigen Verpflichtung in Höhe von TEUR 47 (Vj. TEUR 66).

Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken.

IV. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge

Leasingerträge

In den Leasingerträgen sind Erlöse aus Leasingraten in Höhe von TEUR 30.517 (Vj. TEUR 25.761) sowie Erlöse aus dem Verkauf von Vermietvermögen in Höhe von TEUR 551 (Vj. TEUR 634) enthalten.

Zinserträge

Die Zinserträge entfallen im Wesentlichen auf Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 87 (Vj. TEUR 13) sowie auf Mietkäufe TEUR 371 (Vj. TEUR 270).

Sonstige betriebliche Erträge

Unter diesem Sammelposten werden Erträge aus der Vergütung eines Geschäftsbesorgungsvertrages in Höhe von TEUR 131 (Vj. TEUR 25) sowie Erträge aus der Auflösung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten aus Forderungsverkäufen in Höhe von TEUR 104 (VJ. TEUR 0) ausgewiesen. Für Weiterberechnungen an verbundene Unternehmen fielen TEUR 90 (Vj. TEUR 126) an.

Zudem sind Erträge aus Schadensersatz aus Insolvenzen in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR 54) enthalten, Erträge aus der Kfz-Gestellung an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 54 (Vj. TEUR 52) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 74 (Vj. TEUR 0). Erträge aus der Rückabwicklung eines Mietscheins bestanden nicht (Vj. TEUR 38).

Aufwendungen

Leasingaufwendungen

Diese Position enthält im Wesentlichen die Aufwendungen für die abgegangenen und veräußerten Anlagegegenstände des Vermietvermögens in Höhe von TEUR 1.432 (Vj. TEUR 1.445). Aus dem in 2018 stattgefunden Verkauf von Vermietvermögen an die Columbus Leasing Schweiz ergeben sich für das Wirtschaftsjahr TEUR 227 (Vj. TEUR 198) Leasingaufwendungen für vermietete Leasingobjekte. Darüber hinaus sind in der Position Wartungs-, Transport- und Installationskosten für das Vermietvermögen in Höhe von TEUR 227 (Vj. TEUR 280) sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verwertung der Mietobjekte in Höhe von TEUR 167 (Vj. TEUR 343) sowie sonstige Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 87 (Vj. TEUR 87) enthalten.

Zinsaufwendungen

Im Wesentlichen enthalten die Zinsaufwendungen Zinsen für langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.861 (Vj. TEUR 653) aus Refinanzierungsdarlehen sowie für kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 221 (Vj. TEUR 146). Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 4) angefallen. Für Vorfälligkeitsentschädigungen wurden TEUR 3 (Vj. TEUR 1) entrichtet.

Provisionsaufwendungen

Der Posten enthält Aufwendungen aus der Vermittlung von Leasingverträgen in Höhe von TEUR 99 (Vj. TEUR 101).

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthalten Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 1.536 (Vj. TEUR 1.412) und andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.222 (Vj. TEUR 1.089).

Unter den anderen Verwaltungsaufwendungen werden Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.151 (Vj. TEUR 1.020) und Aufwendungen für den Vertrieb in Höhe von TEUR 71 (Vj. TEUR 69) ausgewiesen.

Die Verwaltungsaufwendungen entfallen v.a. auf:

Mieten und Raumnebenkosten in Höhe von TEUR 124 (Vj. TEUR 122), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 429 (Vj. TEUR 370), EDV-Kosten in Höhe von TEUR 320 (Vj. TEUR 243) sowie sonstige Einkäufe zur Weiterberechnung in Höhe von TEUR 89 (Vj. TEUR 137).

Abschreibung und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Diese Position enthält die Abschreibungen auf das Vermietvermögen in Höhe von TEUR 25.456 (Vj. TEUR 20.881). Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.224 (Vj. TEUR 238) sowie Abschreibungen auf das Vermietvermögen bei Berücksichtigung des geschätzten Restwerts zum Mietende in Höhe von TEUR 776 (Vj. TEUR 0).

Auf das eigengenutzte Anlagevermögen entfallen Abschreibungen in Höhe von TEUR 81 (Vj. TEUR 82).

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Der Ausweis betrifft die Zuführung für Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 359 (Vj. TEUR 96). Erträge aus der Auflösung von Pauschalwertberichtigungen bestehen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 0). Aufwendungen aus der Zuführung der Pauschaltwertberichtigung bestanden nur im Vorjahr mit TEUR 13.

Die Risikokosten der Gesellschaft stellen sich für das Jahr 2023 wie folgt dar:

T€ T€
2023 2022
Zuführung zu Einzelwertberichtigungen 352 96
Zuführung zu Pauschalwertberichtigungen 0 13
Erträge aus Auflösung EWB 0 0
Erträge aus Auflösung PWB -1 0
Verwertungserlöse der Leasingobjekte 0 -0
Ausbuchung Restbuchwerte des Leasingobjekte 1.224 262
Ausbuchung Passiver Rechnungsabgrenzungsposten -104 0
Ausbuchung von Forderungen 8 0
Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen -3 -4
1.476 367

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern betreffen überwiegend Kfz-Steuern.

V. Zusätzliche Angaben

Personal

Die Zahl der Beschäftigten betrug im Jahresdurchschnitt 19 Mitarbeiter sowie 1 Auszubildende/r, davon sind 9 weiblich, 11 männlich und 0 divers.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Columbus Leasing wird in den Konzernabschluss der Columbus Holding AG, Ravensburg, zum 31. Dezember 2023 einbezogen.

Die zwei Mitglieder der Geschäftsführung beziehen ihr Gehalt von der Columbus Holding AG, von der Offenlegung der Geschäftsführerhonorare wird mit Verweis auf § 286 Absatz 4 HGB abgesehen.

Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft in Höhe von TEUR 878 wird aufgrund des vorliegenden Ergebnisabführungsvertrag von der Muttergesellschaft ausgeglichen.

Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde für den Abschlussprüfer ein Gesamthonorar ausschließlich für Prüfungsleistungen in Höhe von TEUR 30 (Vj. TEUR 28) zurückgestellt. Für das Vorjahr wurden tatsächlich für Abschlussprüferleistungen insgesamt TEUR 29 berechnet.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Mitglieder der Geschäftsführung:

 

Wolfgang Marschall, Dipl. - Kaufmann, Baienfurt

 

Haiko-Falk Wagener, Executive Master of Arts of Family Entrepreneurship, Zussdorf

 

Ravensburg, 30. April 2024

Wolfgang Marschall

Haiko-Falk Wagener

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellkosten
01.01.2023 Zugänge Umgliederungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 348.149,33 308.707,50 0,00 0,00 656.856,83
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 147.125,27 4.593,71 0,00 0,00 151.718,98
147.125,27 4.593,71 0,00 0,00 151.718,98
III. Vermietvermögen
1. EDV-Software 8.089.329,77 1.785.047,02 -52.381,61 371.941,33 9.450.053,85
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.077.272,86 25.287.778,88 -4.022.773,87 8.089.823,47 143.252.454,40
3. Anlagen im Bau 1.218.476,60 2.359.785,82 -1.218.476,60 0,00 2.359.785,82
139.385.079,23 29.432.611,72 -5.293.632,08 8.461.764,80 155.062.294,07
139.880.353,83 29.745.912,93 -5.293.632,08 8.461.764,80 155.870.869,88
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Umgliederungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 219.012,97 55.027,36 0,00 0,00 274.040,33
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 76.251,15 25.871,83 0,00 0,00 102.122,98
76.251,15 25.871,83 0,00 0,00 102.122,98
III. Vermietvermögen
1. EDV-Software 5.287.225,66 1.742.047,75 -52.334,61 367.520,66 6.609.418,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.949.608,28 23.713.891,40 -4.980.523,74 6.934.308,43 69.748.667,51
3. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
63.236.833,94 25.455.939,15 -5.032.858,35 7.301.829,09 76.358.085,65
63.532.098,06 25.536.838,34 -5.032.858,35 7.301.829,09 76.734.248,96
Bilanzwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 382.816,50 129.136,36
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.596,00 70.874,12
49.596,00 70.874,12
III. Vermietvermögen
1. EDV-Software 2.840.635,71 2.802.104,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.503.786,89 72.127.664,58
3. Anlagen im Bau 2.359.785,82 1.218.476,60
78.704.208,42 76.148.245,29
79.136.620,92 76.348.255,77

Die Umgliederungen betreffen die aus dem Leasingvermögen in das Umlaufvermögen umgegliederten um zur Veräußerung vorgesehenen Vermögensgegenstände

Lagebericht 2023

I. Geschäftsverlauf und Lage

Seit 1992 ist Columbus Leasing der kompetente Geschäftspartner für anpassbare und flexible Nutzungsüberlassungsmodelle für Informations-, Kommunikations- und Medizintechnik. Als mittelständisches Familienunternehmen sehen wir uns bundesweit vor allem dem gehobenen Mittelstand und der öffentlichen Hand verbunden. Die Kernkompetenz von Columbus Leasing ist es, Nutzungsmodelle zu entwerfen, die auf die individuellen Anforderungen unserer Kunden entsprechend flexibel reagieren. Dabei agiert Columbus Leasing vollkommen neutral von Herstellern, Banken und Lieferanten. Wir orientieren uns an den gemeinsam analysierten und bestehenden Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden und sind somit durch unsere Unabhängigkeit und durch unser finanzwirtschaftliches und technisches Knowhow für die Entscheidungsprozesse unserer Kunden der optimale Geschäfts- und Gesprächspartner.

Nach dem Monatsbericht für Februar 2024 der Deutschen Bundesbank schrumpfte die deutsche Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2023. Der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes zufolge ging das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) saisonbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal zurück, nachdem es in den ersten drei Quartalen nahezu stagniert hatte. Die Industrie litt weiter unter der schwachen Auslandsnachfrage. Die gestiegenen Finanzierungskosten bremsten nach wie vor die Investitionen und dadurch die inländische Nachfrage nach Industriegütern und Bauleistungen. Zudem dürfte die Unsicherheit hinsichtlich der Transformations- und Klimapolitik die Investitionen gedämpft haben. Zusätzlich lastete der relativ hohe Krankenstand auf der Wirtschaftsaktivität. Dagegen stützten die niedrigere Inflation, der robuste Arbeitsmarkt und das kräftige Lohnwachstum den realen privaten Konsum. Die Verbraucherpreise (HVPI) stiegen im Herbst 2023 erstmals seit Ende 2020 nur geringfügig. Im Durchschnitt der Monate Oktober bis Dezember 2023 erhöhten sie sich saisonbereinigt um lediglich 0,2 %, nach + 0,7 % im Vorquartal. Auch in der Vorjahresbetrachtung setzte sich der Desinflationsprozess im Herbst fort. So fiel die Inflationsrate deutlich auf 3,0 %, nach 5,7 % im Vorquartal.

Nach dem Leasing-Marktbericht des Instituts der Deutschen Wirtschaft vom 1. März 2024 werden die Investitionen der Leasingwirtschaft besonders durch das Mobilien-Leasing geprägt. Dessen Volumen erhöhte sich im Jahr 2023 auf 73,6 Mrd. Euro (+26,3 %). Dies lag vorrangig am Pkw-Geschäft, welches teilweise durch einen Sondereffekt beeinflusst wurde. Die Leasing-Quote der Mobilien (26,7 %) stieg im vergangenen Jahr spürbar an.

Von überragender Bedeutung für die Leasing-Branche ist weiterhin der Bereich Pkw, der für mehr als die Hälfte des Anschaffungswerts der Leasing-Objekte steht. Im Jahr 2023 flossen 53,1 Mrd. Euro und damit 62,7 % des Anschaffungswerts der Leasingobjekte, die mittels Leasing und teilweise per Mietkauf finanziert wurden, in den Bereich Pkw und Kombi. Im Jahr 2022 betrug das Volumen noch 43,3 Mrd. Euro. Der Anschaffungswert dieser Objektgruppe liegt damit 22,5 % über dem Wert von 2022. Allerdings muss darauf verwiesen werden, dass die Werte nicht preisbereinigt sind, und somit der Anstieg teilweise der Inflation geschuldet ist. Ebenfalls sehr dynamisch entwickelten sich die Objektgruppen Fahrräder & E-Roller sowie Baumaschinen und Agrartechnik. Einen Rückgang des Leasing- Geschäfts gab es lediglich in der Objektgruppe Immaterielle Wirtschaftsgüter. Unter Berücksichtigung der Preissteigerungen war auch das Leasing-Geschäft mit Produktionsmaschinen rückläufig.

Nominal einen leichten Zuwachs konnte die für uns relevante Objektgruppe IT, Software und Cloud-Anwendungen verzeichnen, deren Volumen 2023 um 3,6 % von 2,78 auf 2,88 Mrd. Euro anstieg. Unter Berücksichtigung der Preisentwicklung ergibt sich jedoch ein leichter Rückgang. Der Anteil an allen Objektgruppen liegt hier bei 3,4 %.

In diesem differenzierten, gesamtwirtschaftlich angespannten und branchenspezifisch teilweise freundlichem Umfeld erzielte unser Unternehmen ein Neuinvestitionsvolumen von 29,4 Mio. € (Vj .: 46,3 Mio. €). Das Neugeschäftsvolumen einschließlich Mietkauf belief sich auf 31,2 Mio. € (Vj.: 48,1 Mio. €). Dies bedeutet einen Rückgang des Geschäftsvolumens um 35,1%, jedoch muss berücksichtigt werden, dass das Wachstum des Vorjahres (+62,0 %) außergewöhnlich und ein ähnliches Geschäftsvolumen im laufenden Jahr nicht zu wiederholen war. Deswegen haben wir die Planung des Neugeschäftsvolumens auf 35 Mio. € gesetzt. Diese haben wir nicht erreicht, jedoch steht dieses Neugeschäftsvolumen in einer sinnvollen Relation zu den Wachstumsraten der Jahre 2018 (20,3 Mio. € bis 2021 (26,4 Mio. €) sodass sich unter Ausblendung des außergewöhnlichen Jahres 2022 ein stetiger Wachstumspfad von 20 Mio. € auf 30 Mio. € ergibt. So haben wir trotz des krisengeprägten Umfelds der letzten Jahre sehr zufriedenstellende Wachstumsraten realisiert.

Die Corona-Krise zeigte vielen Unternehmen Defizite im Bereich der Digitalisierung der Geschäftsprozesse auf. Die Folge war ein starker Investitionsschub in IT-Hard- und -Software. Von diesem Schub profitierte unser Neuinvestitionsvolumen in den vergangenen Jahren. Aber auch die nachhaltige Umsetzung unserer Vertriebsstrategie mit der Fokussierung auf die Zielkunden, sowie deutlich höhere Ticketgrößen zeigte Erfolg. Die Jahre 2021 bis 2023 haben gezeigt, dass der Verzicht auf kleinere Tickets (unter T€ 100) die Ressourcen für größere Geschäfte und damit steigendes Neugeschäftsvolumen schafft. Zudem hat das Einbeziehen von unterschiedlichsten Kreditsicherheiten eine Ausweitung der Volumengrößen ermöglicht. In den vergangenen beiden Jahren haben wir zudem zunehmend von Empfehlungen unserer langjährigen Bestandskunden profitieren können.

Aktuell weisen die Verlautbarungen des BDL keine Leasingquote für das Segment EDV und Büromaschinen mehr aus. Frühere Datenerhebungen des BDL zeigten, dass die Leasingquote im Segment EDV und Büromaschinen langfristig rückläufig ist. Dies bedeutet, dass wir uns einigen Herausforderungen dieses Marktes zu stellen haben. Hierzu zählen u.a. fallende Hardwarepreise, Verlagerungen der Rechenzentrums- und IT-Leistungen hin zu Cloud-Anbietern und nicht zuletzt das Eintreten von zahlreichen Leasinggesellschaften in den Markt für IT-Leasing, die bislang diese Objektgruppe gemieden hatten. Unser starkes Wachstum der letzten beiden Jahre beweist jedoch, dass wir in unserem Leistungserstellungsprozess an verschiedenen Punkten mehr Qualität aufweisen als unsere Mitbewerber. Aufbauend auf unserem Ansatz, dass wir Leasing nicht als reine Finanzierungsalternative, sondern als flexible Nutzungsüberlassungsmodelle für Wirtschaftsgüter, die einem hohen technischen Fortschritt unterliegen, anbieten, sehen wir nach wie vor ausgezeichnete Marktchancen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Corona-Pandemie den Unternehmen drastisch vor Augen geführt hat, dass ein IT-Umfeld auf dem neuesten Stand unabdingbar ist, um in wirtschaftlichen Lockdowns effizient arbeiten zu können und die Verpflichtung, Home-Office-Arbeitsplätze anzubieten, erfüllen zu können, sehen wir weiter starke Wachstumsmöglichkeiten für unser Unternehmen.

Nach vielen Jahren mit überschaubaren Risikokosten haben uns im Geschäftsjahr 2023 gleich mehrere Insolvenz- und Betrugsfälle getroffen und unser wirtschaftliches Ergebnis erheblich belastet. Im Oktober 2023 musste die BVG Financial Services GmbH und die BVG Communication Technologies Insolvenz anmelden. Im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens stellte sich heraus, dass für die Sub-Leasingverträge, die die BVG Financial Services abgeschlossen hatte bei verschiedene Leasinggesellschaften Mehrfachfinanzierungen abgeschlossen wurden. Außerdem wurden die Wartungskosten der Anlagen zu niedrig ausgewiesen. Dies führte dazu, dass wir für die Mehrfachfinanzierungen und künftig zu erbringenden Wartungsaufwendungen, sowie die vor Insolvenzanmeldung nicht mehr bezahlte Leasingraten Risikoaufwendungen von ca. 1,2 Mio. € zu verzeichnen hatten. Im November 2023 stellte sich aufgrund staatsanwaltlicher Ermittlungen heraus, dass bei weiteren Leasingnehmern, den Brüdern Robert und Herrmann Weber ca. 80 % des geleasten Equipments unterschlagen und verkauft wurde; die Insolvenzanmeldung war die Folge. Bei beiden genannte Fällen ist eine Vielzahl von Leasinggesellschaften betroffen. Beide Fälle weisen Merkmale von Betrugshandlungen auf. Bei einer weiteren Kundeninsolvenz hatten wir aufgrund des Leasingobjekts "Software" Ergebniskorrekturen vorzunehmen. In Summe sind im Jahr 2023 Risikokosten in Höhe von 1,5 Mio. € angefallen.

Vor diesem Hintergrund mussten wir ein negatives Ergebnis in Höhe von -0,9 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €) hinnehmen. Da aufgrund der Insolvenzfälle auch aus dem Substanzwert künftige Erträge zu eliminieren waren, konnte dieser nicht weiter gesteigert werden und verblieb nahezu unverändert (Vj. +2,7 Mio. €). Das wirtschaftliche Ergebnis (Jahresüberschuss zuzüglich der Veränderung des Substanzwerts) bleibt damit mit -0,9 Mio. € (Vorjahr 2,4 Mio. €) erstmals seit 2007 negativ.

Ertragslage:

Die Leasingerträge sind aufgrund des steigenden Neugeschäftsvolumens der letzten beiden Jahre um 4,7 Mio. € gestiegen (+17,7%). Außerdem hat sich die gewichtete durchschnittliche Vertragslaufzeit von knapp 58 Monaten wieder auf 53 Monate verringert, was sich ebenfalls erhöhend auf die Umsatzerlöse ausgewirkt hat. Die Abschreibungen auf das Vermietvermögen haben ebenfalls deutlich zugenommen (+21,9 %). Diese Zunahme ist ebenfalls zum Teil auf die gestiegenen Neuinvestitionsvolumen der vergangenen Jahre zurückzuführen, allerdings schlagen sich in diesem Jahr hier die Abschreibungen auf die Leasingobjekte der Insolvenz- und Betrugsfälle ebenfalls in erheblichem Maße nieder. Unter anderem deswegen hat der Aufwand aus Abschreibungen auf das Vermietvermögen und aus dem Abgang von Restbuchwerten des Vermietvermögens in den letzten drei Jahren von 78,0 % (2020) auf 84,6 % (2023) der Leasingerträge zugenommen, was Mehrabschreibungen von ca. 2 Mio. € bedeutet. Grundsätzlich kommt diese erhöhte Abschreibungsquote dem Substanzwert zugute, der sich im gleichen Maße in dem das Jahresergebnis belastet wird, erhöht. In diesem Jahr waren jedoch teilweise in Höhe der Abschreibungen auf die Objekte der insolventen Kunden auch künftige Restmieten aus dem Substanzwert zu entfernen, sodass dieser im laufenden Jahr nicht zugenommen hat.

Der Zinsaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Hier machte sich das gestiegene Zinsniveau, sowie das gestiegene Refinanzierungsvolumen bemerkbar. Tiefergehende Analysen haben ergeben, dass wir nicht in allen Fällen die gestiegenen Refinanzierungskosten an die Kunden weiterreichen konnten. Allerdings muss hierbei beachtet werden, dass wir unsere Margen im Wesentlichen am Ende der Mietzeit erzielen. Unsere in den Vorkalkulationen enthaltenen Gesamtbarwertchancen haben sich im Vergleich zu den gesunkenen vertraglich fixierten Erlösen erhöht, sodass die geplanten Gesamtmargen nicht gesunken sind. Dies wird sich in den kommenden Jahren bei der Verwertung des aktuellen Mietbestandes zeigen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen haben sich nur unwesentlich erhöht. Zur Entwicklung der Risikokosten verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang. Diese haben im Vergleich zum Vorjahr von T€ 367 auf T€ 1.476 aufgrund der geschilderten Fälle stark zugenommen und das Ergebnis belastet. Wir streben an, durch die Verwertung von Leasingobjekten und Eintritt in Subleasingverträge im Zeitablauf die Schäden noch verringern zu können, jedoch weisen wir erstmals seit 2007 wieder ein negatives Ergebnis aus (-0,9 Mio. €; Vj. 0,2 Mio. €).

Zusammengefasst kann das negative Ergebnis darauf zurückgeführt werden, dass sich die Risikokosten um mehr als 1 Mio. € erhöht haben und ca. eine weitere Million Euro auf einen Anstieg der Abschreibungen zurückzuführen ist.

Die nachfolgende Tabelle gibt die für die Geschäftstätigkeit bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren an:

2023 2022 2021 2020 2019
T€ T€ T€ T€ T€
Neuinvestitionsvolumen "Leasing" 29.433 46.301 26.434 21.007 23.578
Mietkauf 1.762 1.769 3.236 2.234 926
Neugeschäftsvolumen 31.195 48.070 29.670 23.241 24.504
Anlagevermögen zu Anschaffungs- und Herstellungskosten 155.062 139.385 111.910 102.261 95.421
Leasingerträge 1) = Umsatzerlöse 31.784 26.978 25.088 23.663 22.699
Abschreibungen auf das Vermietvermögen und Abgang von Restbuchwerten des Vermietvermögens 26.888 22.326 21.297 18.449 17.911
in % der Leasingerträge 84,6 82,8 84,9 78,0 78,9
Sonstige Leasingaufwendungen ohne Anlagenabgänge 707 907 1.011 724 729
in % der Leasingerträge 2,2 3,4 4,0 3,1 3,2
Refinanzierungsaufwendungen 2) 2.803 1.386 985 811 832
in % der Leasingerträge 8,8 5,1 3,9 3,4 3,7
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 1.222 1.089 1.012 1.041 963
in % der Leasingerträge 3,8 4,1 4,1 4,4 4,2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -878 179 1.038 1.428 1.937
Veränderung Substanzwert -10 2.677 1.385 499 -1.119
Wirtschaftliches Ergebnis -888 2.856 2.423 1.927 818

1) Ohne Saldierung Forfaitierungszinsen
2) Einschließlich Forfaitierungszinsen

Die Ertragslage ist geordnet.

Vermögens- und Finanzlage:

Die Bilanzsumme, geprägt von der Höhe des Vermietvermögens und dessen Refinanzierung, hat sich im abgelaufenen Jahr weiter um 5,2% erhöht (Vj. +42,4 %). Das im Vergleich zum Vorjahr wieder normalisierte Neuinvestitionsvolumen hat auch zu einem Rückgang des Anstiegs der Bilanzsumme geführt. Das die Bilanzsumme prägende Vermietvermögen nahm daher um nur noch 2,6 Mio. € (Vj. 23,8 Mio. €) zu. Aktuell verwalten wir über 150 Mio. € an Leasingobjekten zu Anschaffungskosten. Die Kundeforderungen blieben nahezu unverändert (+0,2 Mio. €). In diesen sind auch mit 5,7 Mio. € (Vj.: 5,5 Mio. €) die Mietkaufforderungen enthalten. Die Kundeforderungen aus den Leasingverträgen werden somit mit 0,8 Mio. € unverändert zum Vorjahr ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Columbus Holding AG, u.a. aus der Verlustübernahme.

Aufgrund des unveränderten Substanzwerts (Vj. +25,2%) hat sich die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (bilanzielles Eigenkapital zuzüglich des Substanzwerts aus dem Vertragsbestand in Relation zur Bilanzsumme abzüglich der im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen forfaitierten Mietraten) aufgrund des gleichzeitigen Anstiegs der Bilanzsumme auf 17,1% (Vj. 21,1%) verringert.

Korrespondierend zum Anstieg des Vermietvermögens sind die Positionen, die dessen Refinanzierung widerspiegeln, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+ 10,6 %) sowie der Passive Rechnungsabgrenzungsposten (+4,3 %) angestiegen. Der Trend weiter hin zu Darlehensfinanzierungen bleibt nach wie vor bestehen. Die sonstigen Verbindlichkeiten, in denen im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhaltet sind, haben um 2,0 Mio. € (-53,0%) abgenommen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres deutlich weniger Neuinvestitionsvolumen abzuwickeln war zum Vorjahreszeitpunkt.

Die Lieferantenverbindlichkeiten sind grundsätzlich sofort fällig. Die übrigen kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten, sowie der passive Rechnungsabgrenzungsposten bilden in der Fristigkeit grundsätzlich die zukünftig eingehenden Leasingraten der refinanzierten Leasingverträge ab, d.h. es besteht eine hohe Fristenkongruenz zwischen den Refinanzierungsverbindlichkeiten und den künftigen Geldeingängen aus den laufenden Leasingverträgen. Die Verzinsung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung unserer Verträge ist marktüblich und hat seit dem zweiten Halbjahr 2022 im Zuge der Zinswende der Zentralbanken deutlich zugenommen. Wir waren nicht immer in der Lage, diese gestiegenen Zinsen über höhere Leasingfaktoren an unsere Kunden weiterzureichen.

Unsere bestehenden Rahmenvereinbarungen mit den refinanzierenden Kreditinstituten waren im Jahr 2023 ausreichend bemessen, sodass das angefallene Geschäftsvolumen jederzeit zu refinanzieren war.

Auf der Aktivseite bestimmt entsprechend der Branche das Leasingvermögen das Bilanzbild. Dieses ist durch das wieder in den Rahmen des Normalen zurückgekehrten Neuinvestitionsvolumens moderat um 2,6 Mio. € (Vj.:23,8 Mio. €) gestiegen und macht 86,2 % (Vj. 87,7%) der Bilanzsumme aus. Weiter angestiegen sind die Forderungen gegen Kunden, in denen 5,7 Mio. € Mietkaufforderungen (Vj. 5,5 Mio.€) enthalten sind. Rechnet man die Mietkaufforderungen zum Vermietvermögen hinzu, macht dies 92,5% (Vj. 94,0 %) der Bilanzsumme aus. Auf Bankguthaben entfallen 2,3 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €).

Im kapitalintensiven Leasinggeschäft werden im Vergleich zur Unternehmensgröße verhältnismäßig hohe Summen bewegt. Als banken- und herstellerunabhängige Gesellschaft haben wir deswegen der Liquidität des Unternehmens eine sehr hohe Priorität eingeräumt. Wir überwachen daher täglich den Saldo aus Kontokorrentguthaben und -verbindlichkeiten, zuzüglich der zur Auszahlung anstehenden Refinanzierungen. Während wir in den vergangenen Jahren geringere Unterdeckungen eingegangen sind, was jedoch unser Neugeschäft negativ beeinflusste, haben wir in den vergangenen beiden Jahren vor allem bei Servern und Großrechnern, aber auch bei hochwertigen "Mobile Devices" teilweise höhere Unterdeckungen akzeptiert. Dies führte zu deutlichem Wachstum, belastet aber andererseits die Liquidität. Über den Abschluss von Non-IT-Verträgen gelingt es uns jedoch nach wie vor, saldiert über alle Verträge eine positive Frontmarge zu erzielen, somit kann die Liquiditätsbelastung, die durch die Unterdeckungen entsteht, wieder kompensiert werden. Die Liquiditätssituation unseres Unternehmens profitiert zudem nach wie vor von hohen Nachgeschäftserlösen. Typischerweise ist bei unserem Geschäftsmodell der Anteil der Frontmarge verhältnismäßig niedrig, die Gesamtmarge ist jedoch nach wie vor ungebrochen hoch.

Die Vermögens- und Finanzlage ist trotz des diesjährigen negativen Ergebnisses geordnet.

Finanzaufsicht für Leasinginstitute:

Im Jahr 2021 standen vor allem die Rezertifizierung der ISO 27001 an sowie die Überarbeitung der Risikoberichte vor dem Hintergrund der Erfahrung der Corona-Krise. Im Jahr 2022 haben wir uns mit der Neuordnung des Auslagerungsmanagements beschäftigt. Für das Jahr 2023 werden im Vorgriff auf die 7. MaRisk Novelle definiert und geprüft, wie die Nachhaltigkeitsrisiken (ESG- Risiken) in den Risikomanagementsystemen dokumentiert werden können. Diese nun nach Veröffentlichung der Novelle umzusetzen, wird den Schwerpunkt der Arbeiten im Jahr 2024 darstellen.

II. Künftige Entwicklung der Gesellschaft

Nachdem sich das Neuinvestitionsvolumen 2023 wieder auf ein Normalmaß reduziert hat, planen wir für das Jahr 2024 mit einem Neugeschäftsvolumen von 30 Mio. €. Das Erreichen dieses Ziels wäre eine Fortschreibung des langfristigen Wachstumspfads von ca. 20 Mio. € in 2018 auf 30 Mio. € in 2023.

Nach den ersten drei Monaten 2024 liegen wir allerdings deutlich hinter der Planung. Der aktuellen schlechten gesamtwirtschaftlichen Situation muss jedoch durch die Planung Rechnung getragen werden. Zwar hat sich die Inflationsrate deutlich verringert und es ist im Laufe des Jahres mit leicht rückläufigen Zinsen zu rechnen, dennoch ist Deutschland hinsichtlich der Wirtschaftsleistung Schlusslicht in Europa. Die Wirtschaft in Deutschland ist aus Sicht der fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute angeschlagen. In ihrem Frühjahrsgutachten revidieren sie ihre Prognose für das laufende Jahr deutlich nach unten und erwarten nun nur noch einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,1%.

Auf der anderen Seite hält der Zustand an, dass zahlreichen Unternehmen erkannt haben, dass sie nur durch digitalisierte Prozesse und eine IT-Ausstattung auf aktuellem Stand in die Lage versetzt werden, den aktuellen Herausforderungen, wie z.B. den Zwang zur Digitalisierung, die Verpflichtung Homeoffice-Arbeitsplätze anbieten zu müssen, etc. begegnen können. Investitionen in die entsprechende IT- Ausstattung wird die Folge sein. Somit verstärkt die aktuelle Situation den Trend zur Digitalisierung. Unsere Fokussierung auf das Kerngeschäft IT kommt uns hierbei zugute. Auch der rasante Fortschritt in den Anwendungen der Künstlichen Intelligenz steigert die Nachfrage nach Rechenleistung und Speicherkapazität und sollte uns interessante Geschäftschancen bieten.

Trotz des schwachen ersten Quartals sind wir deswegen zuversichtlich, die Ziele für 2024 zu erreichen. Bei zahlreichen Bestandkunden stehen große Projekte an, für die wir bereits Leasingverträge unterzeichnet haben oder in konkreten Verhandlungen sind. Daneben kennen wir bereits mehrere Projekte im Umfeld unserer Interessenten, von denen bis Jahresende sicherlich einige umgesetzt sein werden. Deswegen sehen wir die 30 Mio. € nach wie vor als erreichbar an. Für den Fall, dass sich das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland nicht weiter verschlechtert, gehen wir für die Jahre 2025 und 2026 von weiterem Wachstum auf ca. 35-40 Mio. € aus. Bei tiefgreifenderen wirtschaftlichen Schwierigkeiten Deutschlands könnte das Neugeschäftsvolumen unserer Gesellschaft dauerhaft zwischen 25 und 30 Mio. € liegen.

Unsere Ertragssituation profitiert in wirtschaftlich schwächeren Zeiten davon, dass zahlreiche Kunden, anstelle des Equipments auszutauschen, günstige Mitverlängerungsoptionen wählen, weswegen wir für das Jahr 2024 weiterhin mit stabilen Nacherlösen rechnen. Die Tatsache, dass wir einen großen Teil unserer Erträge erst nach der Mindestmietzeit erzielen, hilft uns in schwierigen Situationen, da wir dann auch kostenseitig längere Reaktionszeiten zur Verfügung haben.

Unsere personellen Ressourcen reichen grundsätzlich aus, um das geplante Volumen zu verarbeiten. Durch unsere konsequente Digitalisierungsstrategie konnten wir vor allem im Bereich Customer Management und Buchhaltung deutliche Produktivitätsfortschritte erzielen. Einen weiteren Personalaufbau in den vertrieblichen Bereichen hatten wir im Hinblick auf die Aufgaben, die sich hier stellen, ins Auge gefasst, aber die Planungen hierzu aufgrund der aktuellen Situation ausgesetzt. Anstelle teurer, fertig ausgebildeter Kräfte einzukaufen, haben wir unser Kontingent an Auszubildenden und dual Studierenden ausgebaut, um langfristig aus diesem Pool künftig unsere Mitarbeiter zu rekrutieren.

Die Situation am Markt für Leasingrefinanzierungen hat sich nach Jahren der Entspannung verschärft. Die Kreditinstitute nahmen den Ball der Zentralbanken dankbar auf und gaben die Zinserhöhungen eins zu eins oder sogar verstärkt an uns weiter. Wir gehen allerdings davon aus, dass keine weiteren Zinserhöhungen im Laufe des Jahres anstehen, da die Inflationsraten deutlich zurückgegangen sind. Wie o.a. ist es uns nicht immer gelungen, die Zinserhöhungen an unsere Kunden weiterzureichen. Wir werden daher im Jahr 2024 verstärkt darauf achten, dass wir verlorenen Margen durch Preisanpassungen wieder zurückgewinnen.

Grundsätzlich verfügen wir über ausreichende freie Refinanzierungslinien. Deswegen sehen wir die Refinanzierung unseres geplanten Neugeschäftsvolumens als gesichert an. Allerdings müssen wir auch hier im Blick behalten, dass die skizzierten aktuellen Entwicklungen zu extremen Belastungen für das europäische Finanzsystem führen können, was wiederum negative Auswirkungen auf unsere Refinanzierungssituation hätte. Diese globalen Entwicklungen könnten schnell eine weltweiten Finanzmarktkrise auslösen. Die Entwicklung des Zinsniveaus und der Refinanzierungsbereitschaft der Kreditinstitute ist daher im Auge zu behalten.

Die Leasingerträge des operativen Geschäfts haben sich nach mehreren Jahren des Rückgangs aufgrund gesunkener Neuinvestitionsvolumen ab dem Jahr 2018 kontinuierlich erhöht. Dies ist darauf zurückzuführen, dass seit 2018 die jährlichen Neuinvestitionsvolumen das Volumen der auslaufenden Verträge wieder deutlich übersteigen. Daher werden auch im Jahr 2024 die Leasingerträge im Vergleich zum Vorjahr weiter zunehmen. Dasselbe gilt für die Leasingaufwendungen. Da wir davon ausgehen, dass sich die Risikokosten wieder normalisieren, rechnen wir im nächsten wie im übernächsten Jahr wieder mit positiven wirtschaftlichen Ergebnissen (bilanzielles Ergebnis zuzüglich Veränderung des Substanzwerts).

Diese sollten für 2024 und 2025 ungefähr zwischen 1 und 2 Mio. € liegen. Je nach Wachstum des Neuinvestitionsvolumens teilt sich dieses auf den Jahresüberschuss und die Zunahme des Substanzwertes auf. Bei starkem Wachstum wird sich eher der Substanzwert zu Lasten des Jahresergebnisses erhöhen. Bleibt das Wachstum aus, werden die Umkehreffekte aus der degressiven Abschreibung der Jahre 2020 und 2021 eher spürbar und der Jahresüberschuss wird steigen, während der Substanzwert dann langsamer zulegt bzw. stagniert.

III. Risikobericht

Risikostrategie:

Unsere Risikostrategie hat sich an der Vision und am Leitbild von Columbus zu orientieren. Unter Vermeidung von existenzbedrohenden Risiken haben wir unsere Stellung als Eigentümer der Leasingobjekte und unsere Möglichkeiten als Leasinggeber bei der Beurteilung der einzelnen Kundensituationen zu berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund müssen wir für unser vorwiegend mittelständisches Klientel eine Erweiterung des üblichen Bankenspektrums bieten.

Die Vorteile die wir hierbei als Eigentümer der Objekte und als Leasinggeber haben, erlauben es uns, bei angemessenen Risiken erfolgreich auf den von uns definierten Märkten zu agieren. Dies wird durch ein umfassendes Konzept zur Risikotragfähigkeit und Risikobegrenzung unterstützt In dieses haben wir nun auch explizit die "ESG-Risiken" eingearbeitet, die vorher in den allgemeinen Risikokategorien enthalten waren.

Risikomanagementsystem:

Im Rahmen der Erstellung eines Gesamtrisikoprofils wurden die für unser Haus relevanten Risiken definiert und identifiziert. Wir unterscheiden in folgende Risikokategorien:

 

Adressenausfallrisiken

 

Zinsänderungsrisiken

 

Preisentwicklung der Leasingobjekte

 

Liquiditätsrisiken

 

Operationelle Risiken

Für die Adressenausfallrisiken, die Preisrisiken und die operationellen Risiken wurde ein Mess- und Steuerungssystem festgelegt. Die übrigen, nicht quantifizierbaren Risiken werden über eine Verminderung des Risikodeckungspotenzials berücksichtigt. Das Reporting erfolgt über einen quartalsweisen Risikobericht. In diesem wird das Risikodeckungspotenzial dargestellt und den aggregierten Risiken gegenübergestellt. Somit ist die Geschäftsführung jederzeit über die aktuelle Risikotragfähigkeit der Gesellschaft informiert. Stresstests mit verschiedenen möglichen Szenarien sowie inverse Stresstests runden das Risikomanagementsystem ab.

Zusammen mit der Trennung in Markt- und Marktfolgeabteilungen und durch das Einhalten des Vier-Augen-Prinzips sind alle organisatorischen und funktionalen Vorkehrungen getroffen, um die geschäftsspezifischen Risiken zu erfassen und zu beherrschen.

Wesentliche Risiken:

Im Rahmen des Risikomanagements haben wir zunächst eine Risikoinventur vorgenommen. Dabei haben wir v.a. die Adressausfallrisiken als wesentliche Risiken identifiziert und entsprechende Steuerungsmaßnahmen eingerichtet. Darüber hinaus wurden das Liquiditätsrisiko sowie einzelnen Ausprägungen der Marktpreisrisiken (Preisentwicklung der in Leasingverträgen befindlichen Leasingobjekte) und der operationellen Risiken (externe und interne Betrugsrisiken) als wesentlich eingestuft.

Adressenausfallrisiken:

Aufgrund der Tatsache, dass die refinanzierenden Kreditinstitute vermehrt dazu übergegangen sind, anstelle des regresslosen Forderungsankaufs Refinanzierungsdarlehen zu gewähren, hat Columbus Leasing verstärkt Adressenausfallrisiken in den Büchern. Dieser Entwicklung haben wir dadurch Rechnung getragen, dass eine eigene Rating-Software den Auswahl- und Überwachungsprozess unterstützt. Das bedeutet, dass wir uns nicht nur auf Scoring-Modell und Berichte von Auskunfteien verlassen, sondern selbst die Bilanzanalysen durchführen. Dieser Prozess wird durch Limit- und Reportingsysteme ergänzt. Im Rahmen des Risikomanagementsystems erfolgt auch eine Gegenüberstellung mit dem Risikodeckungspotenzial der Gesellschaft.

Zur Ermittlung des sogenannten Expected Loss werden die Restmieten, die nicht regresslos forfaitiert wurden mit den Ausfallwahrscheinlichkeiten der einzelnen Kunden multipliziert, wobei wir bereits im Standardszenario eine Abschwächung der Konjunktur unterstellen und die Kundenbonitäten je nach Objektgruppe um eine bzw. zwei Stufen herabstufen sowie die Verwertungsverluste um 5 % erhöhen. Für die Ermittlung des sogenannten Unexpected Loss wurde dagegen der Ausfall des größten Einzelobligos, das nicht forfaitiert ist, unterstellt. Für den Stresstest, der einen plötzlichen Konjunkturschock unterstellt, werden die Kundenbonitäten je nach Objektgruppe um zwei bis drei Bonitätsstufen heruntergestuft und die Verwertungsverluste werden um 15 % erhöht. Ebenfalls für den Worst Case Stresstest wird zur Ermittlung des Unexpected Loss der Ausfall der beiden größten Einzelobligos unterstellt. Bei allen Szenarien und Annahmen werden ausgehend von vorliegenden Erfahrungswerten, die im Falle des Ausfalls zu erzielende Erlöse durch Weiternutzung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens oder der Veräußerung der Leasinggegenstände an Nachfolgegesellschaften mit abgestuften Sätzen berücksichtigt.

Unter den Adressausfallrisiken werden auch die für unser Geschäft am bedeutendsten ESG-Risiken erfasst. Analog zu den Bonitätsratings der Kunden werden wir künftig ESG-Scores der Kunden mit risikorelevantem Geschäft zur Ermittlung eines ESG-Risikos heranziehen. Dieses soll die physischen als auch die Transitionsrisiken unserer Kunden abdecken.

Bei Eintritt der Risiken des Basisszenarios wären wir in der Lage, diese liquiditäts- und ertragsmäßig ohne größere Verwerfungen zu verarbeiten. Würden die Risiken entsprechend dem höchst unwahrscheinlichen Worst Case Szenario eintreten, wären wir liquiditätsseitig auf Unterstützung der Kreditinstitute angewiesen, was aufgrund des dann immer noch ausreichenden Substanzwertes aus unserer Sicht darstellbar erscheint.

Zinsänderungsrisiken:

Aufgrund der Tatsache, dass Leasingverträge derzeit nahezu ausschließlich fristenkongruent refinanziert werden, ergeben sich hier keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken. Den kleinen Bereich der nicht fristenkongruent finanzierten Leasingverträge haben wir im Blick und werden ggf. entsprechende Zinssicherungsinstrumente einsetzen. Zinsanpassungen zwischen der Abgabe von Angeboten und der endgültigen Refinanzierung begegnen wir bei Bedarf mit entsprechenden Zinsgleitklauseln in den Angeboten.

Bei Eintritt der Zinsänderungsrisiken würde uns dies liquiditäts- und ertragsseitig nur unerheblich belasten.

Preisentwicklung der Leasingobjekte:

Im Vergleich zu anderen Mobilienleasinggesellschaften, insbesondere im Kfz- Bereich gehen wir geringe Restrisiken ein. Insgesamt können diese jedoch nennenswerte Größenordnungen erreichen. Unsere Geschäftspolitik der letzten Jahre, wieder höhere Unterdeckungen zu akzeptieren, hat zu einer Erhöhung dieser Risikoposition geführt. Die im Verhältnis zu den Anschaffungskosten geringen Restrisiken, die Bedeutung des IT-Equipments für die Leasingnehmer und unsere Kenntnisse der Gebrauchtmarktpreise für unser Vermietvermögen versetzen uns in die Lage diese Risiken gut zu beherrschen. Dies können wir mit den Realisationsquoten bei notleidenden Verträgen sicher belegen.

Aufgrund der Tatsache, dass der Großteil der Nacherlöse über Nachmieten erzielt werden und diese nicht mit einer Marktpreisentwicklung zusammenhängen, sondern mit der Notwendigkeit bei den Kunden, das Equipment weiter zu nutzen, würde ein Verfall der Marktpreise nach dem Basisszenario nur marginale Auswirkungen haben. Da die Marktwerte zum Mietende unseres Equipments im Vergleich zu anderen Leasinggesellschaften, die z.B. im Kfz-Bereich tätig sind, sehr niedrig sind, sollten die Risiken, wenn sie im Umfang des Worst Case Szenarios eintreten, ebenfalls beherrschbar sein. Diese Aussage gilt auch für Marktpreisrisiken sich aus der ESG-Taxonomie ergeben.

Liquiditätsrisiken:

Aufgrund der hohen Zahlungsströme einer Leasinggesellschaft ist das Unternehmen im Gegensatz zu mittelständischen Unternehmen der gleichen Größe erheblich höheren Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Da die wesentlichen Geldströme, was Ein- und Auszahlungen angeht, kongruent verlaufen, relativiert sich diese Aussage wieder. Den Auszahlungen an Lieferanten stehen Einzahlungen aus Refinanzierungen gegenüber, den Mieteinnahmen aus den Leasingverträgen stehen die Zins- und Tilgungsleistungen an die Kreditinstitute gegenüber. Solange diese Kongruenz an Ein- und Auszahlungen gegeben ist, beschränkten sich die Liquiditätsrisiken auf die eines herkömmlichen mittelständischen Dienstleisters. Diese liegen darin, dass die Rohertragsmarge nicht ausreicht, um die Kosten zu decken.

Sollte sich dieses Risiko realisieren, müsste mit Betriebsmittelkrediten gegengesteuert werden, die in den letzten Jahren nicht notwendig waren. Bei Eintritt der Risiken müssten im Bereich der Kosten Einsparungen vorgenommen werden, die teilweise auch kurzfristig realisiert werden könnten.

Operationelle Risiken:

Die wesentlichen operationellen Risiken sind die Restrisiken in den Verträgen, die Neugeschäftsentwicklung sowie die Refinanzierungsrisiken:

Restrisiken- und Neugeschäftsentwicklung:

Grundsätzlich achten wir darauf, nur in ausgewählten Fällen, bei denen es die Kunden- oder Vertragssituation erlaubt, Restrisiken einzugehen. Bis 2017 haben wir die Mietpreise deutlich angehoben. Aus diesem Grund haben sich, absolut wie relativ, die Restrisiken im Vertragsbestand verringert. Durch diese Anhebung des Preisniveaus hat sich jedoch das Risiko, die geplanten Neuinvestitionsziele zu verfehlen, erhöht. Vor allem bei Leasingverträgen über Informations- und Kommunikationstechnologie muss genau abgewogen werden, ob mit höheren Preisen, damit ohne Restrisiken aber geringerem Volumen, oder höherem Volumen damit aber höheren Restrisiken im Vertragsbestand gearbeitet werden soll. In den vergangenen Jahren gehen wir wieder höhere Restrisiken ein, um den Wachstumspfad nicht zu verlassen. Die Entwicklung dieser Restrisiken wird eng überwacht und ein Risiko wird nur in Fällen zugelassen, in denen dies die Kunden- Objekt- oder Vertragssituation zulässt.

Refinanzierung:

Im Bereich der operationellen Risiken ist das Risiko über jederzeit ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten für das Neugeschäft zu verfügen, nennenswert. Die Lage am Refinanzierungsmarkt war bis zur aktuellen Situation eher als entspannt zu bezeichnen. Allerdings ist die Gefahr von signifikanten Erschütterungen der Finanzmärkte in Folge einer durch die Gemengelage aus Krieg, Sanktionen, Bankeninsolvenzen und Staatsverschuldung ausgelösten Wirtschaftskrise aktuell erheblich. Dies kann die Refinanzierung der Branche wie auch unseres Hauses wieder deutlich verschlechtern.

Sollte entgegen unserer Einschätzung nicht mehr das komplette Neugeschäft refinanzierbar sein, würde sich kurzfristig kein nennenswertes Problem ergeben, da wir unsere Erträge und den freien Cash-Flow, wie oben dargestellt, über Nacherlöse und nicht über Front-Profit erzeugen.

Sonstige Risiken:

Schwerwiegende oder existenzbedrohende Risiken für den Fortbestand unserer Gesellschaft sind nicht ersichtlich. Dies gilt auch für Risiken aufgrund der ESG- Taxonomie.

Risikokonzentrationen:

Aufgrund unseres granulierten Portfolios bestehen weder auf Kunden- noch auf Lieferanteseite wesentliche Risikokonzentrationen. Aufgrund unseres Geschäftsmodells ergibt sich eine Konzentration bei den Leasingobjekten auf Gegenstände aus dem IT-Bereich. Dies betrachten wir jedoch nicht als Klumpenrisiko, da unser Geschäftszweck die Fokussierung auf diese Objektgruppen vorgibt und aufgrund unseres Know-Hows auf diesem Gebiet diese Konzentration eher risikomindernd als risikoerhöhend zu bewerten ist.

Risikotragfähigkeit:

Im Basisszenario belaufen sich die Gesamtrisiken zum Jahresende 2023 auf 16% (Vj.: 8%) des Risikodeckungspotenzials. Selbst im Stressszenario beträgt die Auslastung 45% (Vj. 22%). Vor diesem Hintergrund sehen wir uns auch gut gerüstet um eventuell höhere Risiken, die sich aus der politisch sehr angespannten Situation ergeben, verarbeiten zu können.

Jahrelang betrachteten wir unsere Gesamtrisikoposition als entspannt. Wir waren immer weit davon entfernt, dass Risiken entsprechend der Stressszenarien schlagend werden konnten. Aktuell müssen wir jedoch konstatieren, dass im Geschäftsjahr 2023 eine Situation eingetreten ist, die dazu geführt hat, in erheblichem Maß Risikokosten mit negativer Auswirkung auf unsere Ergebnisse angefallen sind. Allerdings verfügen wir aus den vergangenen Jahren über ausreichend Substanz, um diese Ausfälle zu verarbeiten. Hinsichtlich unserer Risikostrategie haben die Ausfälle dazu geführt, dass in Teilbereichen die Kriterien nachgeschärft wurden, (Zielkundendefinition, Objektgruppen, Zusatzsicherheiten) um solche Ausfälle künftig zu minimieren.

IV. Chancenbericht

Beim deutschen Leasingmarkt handelt es sich um einen verteilten Markt, der einem harten Preiswettbewerb unterliegt. Der Preisverfall der IT-Produkte sowie der Trend zur Auslagerung der Hard- und Software von unseren Kunden auf deren Systemhäuser unter dem Stichwort "Cloud-Computing" beeinträchtigt auf den ersten Blick unsere Geschäftschancen. Der für uns relevante Markt (IT-Leasing) betrug jedoch im Jahr 2023 fast 3,0 Mrd. €. Das Marktvolumen für IT-Hardware in Deutschland betrug im Jahr 2022 knapp 40 Mrd. €. Somit bietet sich trotz der vorgenannten Tendenzen genügend Wachstumspotenzial, welches wir mittels unserer individuellen und flexiblen Lösungsansatzes auch heben können.

Im Zuge der Finanzkrise 2009 haben wir die Erfahrung gemacht, dass zahlreiche Kunden lieber mit ihren Leasingverträgen in die Verlängerung mit reduzierten Raten gegangen sind, als neu zu investieren. Wir unterstützen derartige Wünsche mit unserer hohen Flexibilität in den Verträgen. So beinhaltet eine kommende Krise für uns unter Umständen auch entsprechende Ertragschancen. Wie vor allem im letzten Lagebricht dargestellt, sahen wir die Corona-Krise eher als Chance als Risiko. Die Nachfrage nach Instrumenten zur Digitalisierung führt zu einer höheren Nachfrage nach flexiblen Nutzungsüberlassungslösungen für IT-Hard und Software und kann so unser Geschäft beflügeln. Aktuell sehen wir eine steigende Nachfrage nach Rechnerleistung, die von Kl-Anwendungen getrieben wird. Dies bestätigt unserer Einschätzung, dass der stete technische Fortschritt im Bereich unseres Segments IT die Kunden ständig dazu treibt, ihre IT-Ausstattung auf dem neuesten Stand zu halten uns so stetig bei uns nach den entsprechenden flexiblen Nutzungsüberlassungsmodellen nachzufragen.

Entwicklungen am Refinanzierungsmarkt, die im Zuge der Krisen dazu führen, dass kleinere Institute nur schwer nachhaltige Refinanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung haben, die Belastungen durch die Bankenaufsicht sowie teilweise fehlende Nachfolgeregelungen führen dazu, dass kleine Leasinginstitute vom Markt verschwinden. Meist durch Übernahme durch größere Institute, aber auch durch Abwicklung, wodurch teilweise Marktpotenzial frei wird.

Die Verbindung von Kl-Anwendungen, Industrie 4.0- und IoT-Produkten ("Internet of Things") mit unserem flexiblen Beratungsansatz eröffnet neue Kundenpotenziale und Märkte, die weit über dem liegen, was wir heute an Geschäftsvolumen aufweisen.

 

, 30. April 2024

Die Geschäftsführung

12. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

409 Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem als Anlagen I bis III beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem als Anlage IV beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 der Columbus Leasing GmbH, Ravensburg, den nachstehenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergeben wird:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Columbus Leasing GmbH, Ravensburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Columbus Leasing GmbH, Ravensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Columbus Leasing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher-falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

13. Zusammenfassende Schlussbemerkung

410 Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 der Columbus Leasing GmbH, Ravensburg, erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW PS 450 n.F. (10.2021)) sowie den weiteren geschäftszweigspezifischen aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

411 Zu dem von uns auf den 30. April 2024 erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf Abschnitt 12. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks.

 

Schwalbach am Taunus, den 30. April 2024

WPG Müller GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Müller, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

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