Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 262718
Eingetragen
26.1.2021
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Verwaltung der nachfolgend aufgeführten Arten von Investmentvermögen (kollektive Vermögensverwaltung): a) die kollektive Vermögensverwaltung von offenen Spezial-AIF gemäß §§ 278 ff. KAGB - unter Ausschluss von Hedgefonds gemäß § 283 KAGB - als externe AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft, die nach ihren Anlagebedingungen ihre Anlagegelder ausschließlich anlegen in Vermögensgegenstände gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 2 lit. a) bis d) sowie lit. g) KAGB b) die kollektive Vermögensverwaltung von geschlossenen Spezial-AIF gemäß §§ 285 ff. KAGB als externe AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft, die nach ihren Anlagebedingungen das bei ihnen angelegte Geld ausschließlich anlegen in aa) Vermögensgegenstände gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 KAGB (Immobilien), bb) Vermögensgegenstände gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 4, 6 und 8 KAGB (Anlagen zur Erzeugung, zum Transport und zur Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus erneuerbaren Energien, Fahrzeuge, die im Rahmen der Elektromobilität genutzt werden, sowie die für die Vermögenswerte gemäß § 261 Abs. 2 Nr. 4 und 6 KAGB genutzte Infrastruktur), cc) Vermögensgegenstände gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 3 KAGB, soweit es sich um Anteile oder Aktien an Gesellschaften handelt, die nach dem Gesellschaftsvertrag oder der Satzung nur Vermögensgegenstände im Sinne des § 261 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1, 4, 6 und 8 KAGB sowie die zur Bewirtschaftung dieser Vermögensgegenstände erforderlichen Vermögensgegenstände oder Beteiligungen an solchen Gesellschaften erwerben dürfen (d.h. Beteiligungen in der Form von Anteilen oder Aktien an Gesellschaften, die nach dem Gesellschaftsvertrag oder der Satzung nur Sachwerte im Sinne des § 261 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1, 4, 6 und 8 KAGB sowie die zur Bewirtschaftung dieser Vermögenswerte erforderlichen Vermögensgegenstände oder Beteiligungen an solchen Gesellschaften erwerben dürfen), dd) Vermögensgegenstände gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 6 KAGB, soweit es sich um Anteile oder Aktien an geschlossenen inländischen Spezial-AIF nach Maßgabe der §§ 285 bis 292 KAGB in Verbindung mit den §§ 273 bis 277 KAGB, der §§ 337 und 338 KAGB oder an geschlossenen EU-Spezial-AIF oder ausländischen geschlossenen Spezial-AIF, deren Anlagepolitik vergleichbaren Anforderungen unterliegt, handelt, die nur in Vermögensgegenstände gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 KAGB, gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 4, 6 und 8 KAGB, gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 3 KAGB (unter den im obigen Absatz 2. b), Ziffer cc) des § 2 dieses Gesellschaftsvertrages genannten Restriktionen) und gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 7 KAGB investieren dürfen, ee) Vermögensgegenstände gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 7 KAGB. Außerdem dürfen nur folgende Geschäfte und Tätigkeiten betrieben werden: die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Abs. 11 Kreditwesengesetz angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum einschließlich der Portfolioverwaltung fremder Investmentvermögen (Finanzportfolioverwaltung) gemäß § 20 Abs. 3 Nr. 2 KAGB.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Ulrich Zwahr
seit 4.8.2021
Prokura
Friedrich Eschenbaum
seit 10.5.2021
Geschäftsführer
Fritz Johannes Roth
seit 26.1.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
55.00%
45.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Friedrich Eschenbaum
Schäftlarn-Ebenhausen
82.500 €
55.00%
Fritz Roth
München
67.500 €
45.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Praeclarus Invest GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft - Geschäftsmodell
Die Praeclarus Invest GmbH ("PI" oder "Gesellschaft") ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft ("KVG") und hat die erforderliche Erlaubnis für die Tätigkeit als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft.
Die KVG führt die Auflage, die Übernahme und Administration sowie das Portfoliomanagement von Spezial-AIF durch.
Bei Beratungsmandaten setzt die Gesellschaft nach Anlagevorschlag des jeweiligen Anlageberaters die Investmententscheidungen selbst und nach interner Plausibilisierung und Prüfung um. Es ist vorgesehen, sowohl offene als auch geschlossene Spezial-AIF aus einer Hand nach diesem Modell der sog. Master-KVG anzubieten.
Ziel der Gesellschaft ist es, sich als Dienstleister insbesondere für kleine und mittelständische Fondsvolumina zu etablieren und mit diesen zu wachsen. Bei den Assetklassen richtet sich die Gesellschaft nach der Marktnachfrage. Es werden Fondsstrukturen mit einfachen oder komplexen Asset-Strukturen angeboten.
Geschäftsstrategie ist, bestehende Fondsmandate zu administrieren sowie weitere Initiatoren für Fondskonzepte anzusprechen und zu gewinnen. Der Fokus liegt dabei auf Fondskonzepten, die Potential haben, nachhaltig erfolgreich für die Investoren zu sein. Die Auswahl der Assets sowie die Ansprache von institutionellen Investoren erfolgt dabei in enger Absprache mit den Initiatoren. Die Umsätze entstehen durch Einmalumsätze bei der Fondsauflage ("Set-Up-Fees") und durch laufende monatliche Gebühren für die Administration der Fondsvehikel ("Fondsverwaltungs-Fees").

2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im 4. Quartal 2023 um 6,3 % höher als im 4. Quartal des Vorjahres.
Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise, beispielsweise für Nahrungsmittel, Fachkräftemangel und der wieder aufflammende Konflikt im Nahen Osten sowie des Taiwan / China Konfliktes. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 stabilisieren, auch wenn die Wachstumsaussichten eher als zurückhaltend beurteilt werden müssen.
Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 bei 5,9 % und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr um ca. 1,0 % reduziert.
Der deutsche Investmentmarkt hat das Jahr 2023 mit einem Transaktionsvolumen inklusive der Wohnnutzungen von insgesamt 31,7 Milliarden Euro abgeschlossen. Das Ergebnis ist gleichbedeutend mit einem Minus von rd. 52,0 % gegenüber 2022.
Die Gründe für die verhaltenen Aktivitäten der Investoren sind hinlänglich bekannt: Durch die derzeit höheren Zinsen und die sehr restriktive Kreditvergabe bei den Banken werden aktuell weniger Bauprojekte begonnen bzw. verzögern sich geplante Bauprojekte.
Kreditinstitute, Versicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen sind die größten Spezialfondsanleger. Das Vermögen von offenen Spezialfonds lag im Jahr 2023 bei einer Gesamtsumme von rd. 2,079 Billionen Euro und damit auf Vorjahresniveau. Die Zielgruppe Versicherungsgesellschaften und Altersvorsorgeeinrichtungen hatte in diese Spezialfonds rd. 1,260 Billion Euro ihres Anlagekapitals zum Jahresende investiert. Damit waren gegenüber dem Vorjahr rd. 160 Milliarden Euro mehr investiert.
Der DAX hat im Jahr 2023 deutlich zugelegt und lag mit 16.751,59 Punkten am Ende des Jahres um 20,3 % über dem Vorjahr.
Der Preisdruck für Administrationsgebühren bei standardisierten Fondsformaten im institutionellen Bereich ist nach unserer Marktwahrnehmung weiterhin im Vergleich zu den Vorjahren unvermindert, jedoch zeichnet sich keine weitere Verschärfung ab. Die regulatorischen Anforderungen an die Fondsprodukte und die Fondsverwaltung sind auch in 2023 als stabil anzusehen. Beide Faktoren tragen bei vielen Anbietern unverändert dazu bei, sich ausschließlich auf große Fondsgrößen und automatisierte Assetklassen, insbesondere Wertpapiere zu konzentrieren. Kleine und mittelständische Fondsvolumina mit einfachen oder komplexeren Asset-Strukturen werden von vielen Anbietern kaum mehr bedient.
Gleichzeitig ist die Nachfrage insbesondere von Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherungen nach Spezialfonds unverändert gegeben. Hinzu kommt der statistisch belegbare, anhaltende Trend, zunehmend Spezialfondsmandate außerhalb der eigenen Gruppe bzw. des Konzerns zu managen.
Die branchenbezogenen, grundsätzlich günstigen Rahmenbedingungen wurden im Jahr 2023 insbesondere durch den Zinsanstieg und hohe Inflationsraten negativ beeinflusst, da Konkurrenzprodukte bei den Investoren zunehmend an Attraktivität gewinnen. Somit erwarten wir eine verhaltene Entwicklung, wobei wir als Nischenanbieter dennoch von einem positiven Geschäftsverlauf, wenn auch auf reduziertem Niveau, ausgehen.

2.2 Geschäftsverlauf
Zum Bilanzstichtag verwaltet die Gesellschaft zwei (Vorjahr zwei) Sondervermögen und eine geschlossene Investment-KG, davon eine (Vorjahr eine) mit Anlagen in Windparks und zwei (Vorjahr zwei) mit Anlageschwerpunkt in Immobilienanleihen.
Für institutionelle Investoren ist dies eine weitere Diversifizierungsmöglichkeit, um langfristig Erträge zu generieren, ohne zu hohe Risiken einzugehen oder kurzfristige Gewinne zu Lasten langfristiger Verzinsung zu realisieren. Die im Jahr 2021 unterschriebenen Mandate im Bereich institutionelle Kunden wurden im Berichtsjahr weiterentwickelt. Einen neuen Spezial-AIF erwarten wir in der 2. Jahreshälfte 2024.
Zum Ende des Berichtsjahres lag das verwaltete Vermögen bei 112 Mio. Euro. Davon waren Mio. 52 Euro (Vorjahr 48 Mio. Euro) in der Anlageklasse Windparks und 60 Mio. Euro (Vorjahr 63 Mio. Euro) in der Anlageklasse Immobilien investiert. Anforderungen aus der zunehmenden nationalen und globalen Regulierung nehmen wir unmittelbar auf und setzen sie in gesellschaftsspezifische Anforderungen und Richtlinien um. Nachhaltigkeitsrisiken für die Gesellschaft und die von ihr verwalteten Spezialfonds werden z.B. gesondert erfasst und gesteuert; auf Kapitel 3.1.5 wird Bezug genommen.

2.3 Ertragslage
Die Ertragslage der Gesellschaft hängt weitgehend von der Entwicklung des verwalteten Vermögens als Basis unserer Provisionserträge ab. Wesentliche Gründe für die unter Punkt 2.2 Geschäftsverlauf beschriebene Entwicklung in Berichtsjahr sind die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die daraus folgende Entwicklung an den Kapitalmärkten.
Die Provisionserträge aus der Verwaltung unserer Fonds beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.618 (Vorjahr: TEUR 1.312).
Die Provisionserlöse setzten sich überwiegend aus Erlösen für die Fondsverwaltung (umsatzsteuerfrei) in Höhe von TEUR 271 (Vorjahr: TEUR 249), umsatzsteuerpflichtige Setup-Fees in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 162) und die sonstige Fondsadministration inklusive damit verbundener Dienstleistungen in Höhe von TEUR 1.221 (Vorjahr: TEUR 901) zusammen.
Der Personalaufwand belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 777 (Vorjahr: TEUR 461).
Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 710) resultieren im Wesentlichen aus Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 31), Fremdleistungen in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 144) durch Beratungsgesellschaften, Kosten für die Abschlusserstellung und die Prüfung in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 48), Raumkosten in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 72), Mieten für bewegliche Gegenstände von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 24), Fahrzeugkosten TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 44), Werbe- und Reisekosten in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 12), Versicherungen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 6), interne Revision in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 32), Lizenzen, Konzessionen in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 38) sowie sonstige verschiedene, betriebliche Kosten TEUR 279 (Vorjahr TEUR 259).
Für die Planung und Steuerung unserer Gesellschaft verfügen wir über entsprechende Management-Tools. Zur Sicherstellung eines strikten Kostenmanagements und für die Steuerung unserer Erträge analysieren wir kontinuierlich Ist-, Forecast- und Planwerte auf Gesellschaftsebene sowie Rentabilitäten.
Zur Steuerung der Gesellschaft verwenden wir zudem Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Ertragsquellen, operative Kosten, etc.). Des Weiteren erstellen wir eine Fünfjahresplanung.
Die Cost Income Ratio für das Jahr 2023 beträgt 97 % (Vorjahr: 89 %). Im Geschäftsjahr ist unser Ergebnis mit TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 94) zurückgegangen.

2.4 Finanz- und Vermögenslage
Die Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft war während des Geschäftsjahres stabil. Die PI ist ausreichend kapitalisiert. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gewährleistet. Die wesentlichen Vermögenspositionen bestehen aus kurzfristigen Forderungen und Vermögensgegenständen gegenüber Kreditinstituten und Sondervermögen. Diese bestehen vor allem aus sofort fälligen Forderungen aus der Verwaltung der Spezial-AIFs in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 126) und Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 337 (Vorjahr: TEUR 226).
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Dienstleistern in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 70) und Steuerverbindlichkeiten (Umsatzsteuer u. Lohn- u. Kirchensteuer) in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 21).
Die Rückstellungen beliefen sich auf TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 69) und sind für die Kosten der Abschlusserstellung, der Abschlussprüfung (TEUR 25), Personalkostenrückstellungen (TEUR 18) und sonstige Rückstellungen (TEUR 18), sowie Steuerrückstellungen (TEUR 46) vorgesehen.
Die Forderungen haben eine Laufzeit von unter 12 Monaten. Verbindlichkeiten sind ausschließlich kurzfristig und haben eine Restlaufzeit von unter 12 Monaten.
Mit einem Eigenkapital von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 232) sind wir ausreichend kapitalisiert.
Die aufsichtsrechtliche Eigenmittelanforderung haben wir im Geschäftsjahr eingehalten. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 62,8 % (Vorjahr: 59,1 %).
Ziel unseres Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft. Die liquiden Mittel haben wir in Höhe von TEUR 337 (Vorjahr: TEUR 226) in hoch liquiden Guthaben bei Kreditinstituten angelegt.
Den kurzfristig liquidierbaren Vermögensgegenständen (inkl. der Bankguthaben von TEUR 337) in Höhe von TEUR 436 (Vorjahr: TEUR 360) stehen kurzfristige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 160) gegenüber.
Wir erstellen eine handels- und aufsichtsrechtliche Eigenmittelplanung sowie eine rollierende Liquiditätsplanung auf Monatsbasis. Die Gesellschaft konnte ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen. Insgesamt beurteilen wir die wirtschaftliche Lage unserer Gesellschaft als geordnet.

2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Finanzielle Leistungsindikatoren sind der Umfang der verwalteten Vermögenswerte ("Assets under Management") sowie die Umsatzerlöse aus der laufenden Verwaltung.
In Bezug auf die Umsatzerlöse und die Wirtschaftlichkeit der Gesellschaft ist insbesondere die unter Kapitel 2.3 ausgewiesene Kennzahl Cost Income Ratio als Steuerungsgröße hervorzuheben. Hierbei soll grundsätzlich ein Wert von 100 % nicht überschritten werden. Die Überprüfung der Zielgröße (Soll-Planung) mit den buchhalterisch ermittelten Ist-Werten der Ertrags- und Aufwandspositionen bzw. dem Betriebsergebnis wird im Rahmen eines monatlichen Soll-Ist-Abgleichs durchgeführt. Hierbei werden die Gründe für die Abweichungen sowie mögliche Maßnahmen diskutiert. Im Rahmen der ursprünglichen Jahresplanung wurde für 2023 eine Zielgröße von 88 % ermittelt. Auf Basis des Jahresabschlusses 2023 beträgt die tatsächliche Cost Income Ratio 97 %. Die Abweichung resultiert maßgeblich aus geringeren Umsätzen (Verzögerung in der Auflage eines neuen Fonds) und erhöhten Aufwendungen (Sondereffekte und Personalkosten).
Die Höhe der verwalteten Vermögensgegenstände beläuft sich zum Stichtag auf 112 Mio. Euro (Vorjahr: 111 Mio. Euro).
Auch die Verwaltung kleinerer und mittelständischer Fondsgrößen ist weiterhin interessant. Die Verwaltungsgebühren bewegen sich im zweitstelligen Basispunktebereich für die Administration, z.T. zuzüglich einer vereinbarten Mindestvergütung.
Ein nicht-finanzieller Leistungsindikator ist die Zufriedenheit der Kunden mit den Leistungen unserer Mitarbeiter und der Geschäftsführung. Diese sehen wir durch die Länge der vereinbarten Laufzeit bei den von uns verwalteten Fonds als gegeben an. Für das neu gewonnene Fondsmandat beträgt z.B. die Laufzeit 25 Jahre. Ein weiterer Aspekt ist die geringe Mitarbeiterfluktuation.
Die zum Stichtag größten Fonds (Performance Stabil 1 und OstseeFonds Wind 1 geschl. Investment KG) haben eine von den Investoren zugesagte Laufzeit von 9 Jahren, was eine stabile Grundlage für die weitere Geschäftsplanung ermöglicht.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
3.1 Risikobericht
Die Risikokultur der Gesellschaft ist geprägt von einem geringen Risikoappetit, der sich durch einen kontrollierten Umgang mit Risiken, eine gezielte Reduktion vermeidbarer Risiken sowie eine nachhaltige Sicherung bestehender und zukünftiger Erfolgspotentiale auszeichnet. Die Gesellschaft ist bereit, Risiken einzugehen, sofern diese beherrschbar, kontrollierbar und dokumentierbar sind. Gleichzeitig ist eine transparente Kommunikation von existierenden Risiken gegenüber Investoren und ihren Gremien das Ziel. Diese Risikostrategie sieht sie als wichtigen Baustein an, um ihren Kunden nachhaltige, langfristig angelegte Fondslösungen anbieten zu können.
Das Risikohandbuch implementiert die Risikostrategie in den Unternehmensalltag und beschreibt die Grundsätze, die innerhalb der Gesellschaft für die Risikoidentifikation, -analyse, -bewertung und -steuerung für sich selbst und für die von ihr verwalteten Spezialfonds zur Anwendung kommen.
Die Einheit Risiko-Controlling ist dabei zuständig für die Identifikation, Analyse, Bewertung und Steuerung von Risiken. Sie arbeitet unabhängig von den operativen Einheiten und berichtet direkt an die Geschäftsführung. Im Sinne eines wirksamen Risikomanagements berät sie prozessnah die zuständigen Einheiten und schlägt ggf. Abhilfemaßnahmen zur angemessenen Risikosteuerung vor.
Zudem erstellt das Risiko-Controlling einen quartalsweisen Risiko-Controlling-Bericht für die verwalteten Spezialfonds, der der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat zur Kenntnisnahme und weiteren Beratung vorgelegt wird. Zudem wird in den Quartalssitzungen die Risikosituation der Gesellschaft erörtert und in den Sitzungsprotokollen dokumentiert. Die wesentlichen Risiken werden nachfolgend beschrieben.

3.1.1 Adressausfallrisiken
Zu den Adressausfallrisiken der Gesellschaft sind Forderungsausfälle bei Dienstleistern und Initiatoren bzw. Investoren sowie Ausfälle der Dienstleister zu rechnen.
Die Initiatoren und Investoren sind mit (unterschiedlichem) Adressausfallrisiko behaftet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 sind diese Risiken jedoch als gering einzustufen.

3.1.2 Marktpreisrisiken
Marktpreisrisiko bezeichnet nach allgemeinem Verständnis das Risiko, das einem Marktteilnehmer durch Veränderungen des Marktwertes oder sonstiger Marktdaten auf einem Markt erwächst. Auf die Gesellschaft bezogen ist das Marktpreisrisiko primär die Gefahr, dass die erzielbaren Fondsauflage- oder Verwaltungsgebühren unter Druck geraten und sich somit als Risiko für Umsatz- und Ertragslage herausstellen.
Dieses Risiko ist im Berichtszeitraum 2023 als gering einzustufen. Die vereinbarten Gebühren für die Verwaltung der Spezialfonds sind langfristig vereinbart.

3.1.3 Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken bestehen dann, wenn die Fonds nicht gemäß den gemachten Zusagen befüllt werden und damit keine laufenden Gebühren in entsprechender Höhe eingenommen werden können.
Ferner entstehen geringe Liquiditätsrisiken, wenn Setup-Gebühren nicht oder nicht rechtzeitig gezahlt werden.
Letztlich unterliegt die Liquidität einer strikten Überwachung, so dass keine Kreditlinien externer Fremdkapitalgeber in Anspruch genommen werden müssen.

3.1.4 Operationelle Risiken
Die operationellen Risiken bestehen im Wesentlichen im weiteren Aufbau und der Anweisung des fachlich geeigneten Personals sowie der Controlling-Strukturen.

3.1.5 Sonstige Risiken
Drohende Rechtsstreitigkeiten bzw. streitige Forderungen oder Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind per Geschäftsjahresende 2023 nicht ersichtlich.

3.2 Chancen- und Prognosebericht
Trotz sinkender Inflation ist mit Zinssenkungsschritten der europäischen Zentralbank erst Mitte / Ende 2024 zu rechnen. Aufgrund der anhaltenden geopolitischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine sowie des wieder aufflammenden Konflikts zwischen Taiwan und China sowie einer Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten, könnte es im Jahr 2024, trotz des sehr guten Jahresauftakts, zu einer erhöhten Volatilität und Verunsicherung an den Kapitalmärkten kommen.
Außerdem belasten weiterhin Lieferengpässe und die damit verbundene Angebotsverknappung die internationalen Wirtschaftsleistungen. Somit könnte sich die prognostizierte wirtschaftliche Entwicklung weltweit bis in die Folgejahre verschieben.
Wir erwarten für 2024 eine verhalten optimistische Entwicklung der Kapitalmärkte. Darauf aufbauend erwarten wir eine stabile Entwicklung unserer Ertragslage und eine moderate Steigerung gegenüber 2023.
Unser Ziel dieses Jahr ist es, für unsere Kunden eine stabile Entwicklung der Spezial-AIFs und eine Sicherung der Wertentwicklung der Assets under Management zu erreichen.
Es besteht weiterhin die Chance auf weiteren Ausbau der Assets under Management und der Investoren. Hier planen wir die Assets under Management auf mindestens 150 Mio. Euro aufzubauen.
Die PI ist gut auf die Herausforderungen durch Markt, Wettbewerb und Rahmenbedingungen eingestellt. Dies gilt insbesondere in Anbetracht der zunehmenden Orientierung der Anlageentscheidung von Investoren an der Performance der Kapitalanlagen, auf das unsere Risikomanagementsysteme in besonderem Maße ausgerichtet sind.
Die bestehenden Überkapazitäten im Asset Management in Deutschland sorgen für einen anhaltend intensiven Wettbewerb. Um uns von der Konkurrenz differenzieren zu können, werden wir weiter großen Wert auf eine Performancekultur, Bindung und Aufbau hochqualifizierter Mitarbeiter und eine professionelle Gestaltung von Investment- und Risikomanagementprozessen legen sowie weiter in den Ausbau der IT- und Risikomanagementsysteme investieren.
Mit der insgesamt angebotenen Leistungsbreite und -tiefe wollen wir den Wachstumstrend der vergangenen Jahre fortschreiben. Den erhöhten Transparenzanforderungen der Aufsichts- und Regulierungsbehörden wird durch die Weiterentwicklung unserer Risikosysteme und das frühzeitige Umsetzen entsprechender Maßnahmen Rechnung getragen.
Wir streben für 2024 die Gewinnung weiterer institutioneller Investoren an. Für den Ausbau des Geschäftsfeldes institutionelle Kunden sind Investitionen in Personal und IT, wie in den Vorjahren, auch im Jahr 2023 weiter erfolgt.
Wir planen für 2024 eine Steigerung der Umsatzerlöse auf TEUR 1.567 und ein Ergebnis von TEUR 82.
Die Ziele sind der Wertbeitrag sowie die Performance für unsere Kunden zu stärken, komplementäres profitables Wachstum anzustreben sowie unser professionelles Betriebsmodell an die Anforderungen der Zukunft auszurichten.
Mit dem Geschäftsmodell sieht sich die Gesellschaft gut auf die Risiken und Chancen der kommenden Jahre eingestellt.
Die Geschäftsführung sieht unter Berücksichtigung aller Faktoren gegenwärtig keine wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken, die den Bestand der Gesellschaft beeinträchtigen könnten.
Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 sind keine anderen als bereits oben erwähnte Ereignisse eingetreten über die zu berichten gewesen wäre.

4. Nachhaltigkeit
Ob die in den von der Gesellschaft verwalteten Spezialfonds zugrunde liegenden Investitionen die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten (Angaben gemäß Art. 7 EU-VO 2020/852 (TaxonomieVO) i.V. mit Art. 6 Abs. 3, 11 Abs. 2 EU-VO 2019/2088 (OffenlegungsVO)) im Berichtsjahr 2023 erfüllten, konnte aus Kapazitätsgründen im Berichtszeitraum noch nicht abschließend geprüft werden. Daher werden alle Spezialfonds für das Berichtsjahr 2023 noch als Artikel 6 Produkte geführt.
Die Einstufung von zwei verwalteten Spezialfonds als Artikel 8 Fonds gemäß (EU) 2019/2088 wurde Ende des dritten Quartals 2023 bis Ende des ersten Quartals 2024 geprüft. Aus dem Prüfungsergebnis konnte geschlussfolgert werden, dass die Voraussetzungen für eine Einstufung nach Artikel 8 der Offenlegungsordnung gegeben sind und demnach zukünftig zwei Spezialfonds als Artikel 8 Fonds im Bestand geführt werden können.
Die Einstufung eines weiteren Spezialfonds als Artikel 9 Fonds gemäß der Offenlegungsverordnung (EU) 2019/2088 wurde ebenfalls geprüft. Aus dem Prüfungsergebnis ging hervor, dass die Voraussetzungen für eine Einstufung nach Artikel 9 gegeben sind.

München, im Mai 2024

Fritz Roth   Friedrich Eschenbaum   Friedhelm von Zieten
Geschäftsführer         Geschäftsführer           Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 30.721,00 27.045,00
I. Sachanlagen 5.621,00 1.845,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.621,00 1.845,00
II. Finanzanlagen 25.100,00 25.200,00
1. Beteiligungen 25.100,00 25.200,00
B. Umlaufvermögen 435.584,62 360.069,79
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 98.138,24 133.731,39
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.452,50 125.026,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 1.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 1.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 78.685,74 7.704,51
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 337.446,38 226.338,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.941,09 4.413,51
Aktiva 480.246,71 391.528,30

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 301.404,88 231.567,62
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Kapitalrücklage 40.000,00  
III. Bilanzgewinn 111.404,88 81.567,62
davon Gewinnvortrag 81.567,62 -12.353,31
B. Rückstellungen 106.832,77 68.683,05
1. Steuerrückstellungen 45.743,93 51.933,05
2. sonstige Rückstellungen 61.088,84 16.750,00
C. Verbindlichkeiten 72.009,06 91.277,63
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47.120,39 69.997,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 47.120,39 69.997,50
2. sonstige Verbindlichkeiten 24.888,67 21.280,13
davon aus Steuern 24.888,67 20.392,93
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 887,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 24.888,67 21.280,13
Passiva 480.246,71 391.528,30

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 1.617.567,09 1.311.546,50
2. sonstige betriebliche Erträge 12.896,60 13.750,28
3. Materialaufwand 125.430,22 145.108,15
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7,98  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 125.422,24 145.108,15
4. Personalaufwand 777.288,88 461.073,32
a) Löhne und Gehälter 657.978,37 395.222,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 119.310,51 65.850,98
davon für Altersversorgung 4.231,32 6.837,68
5. Abschreibungen 6.083,78 1.890,96
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.083,78 1.890,96
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 661.350,06 564.484,75
7. Erträge aus Beteiligungen 0,89  
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   2.375,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 30.002,38 56.433,67
10. Ergebnis nach Steuern 30.309,26 93.930,93
11. sonstige Steuern 472,00 10,00
12. Jahresüberschuss 29.837,26 93.920,93
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 81.567,62  
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr   12.353,31
15. Bilanzgewinn 111.404,88 81.567,62

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München und ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 262718 eingetragen.
Sie ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (kurz: KVG). Die Gesellschaft hat die erforderliche Erlaubnis für die Tätigkeit als Spezial-AIF Kapitalverwaltungsgesellschaft. Sie verwaltet Spezial Alternative Investmentfonds (Spezial-AIF) in der Form von Sondervermögen und Investmentkommanditgesellschaften.
Der vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft wurde gemäß §§ 242ff. und §§ 264ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des KAGB, des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Angaben zur Identifizierung der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Praeclarus Invest GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 262718

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2023 der Gesellschaft werden nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzierungsvorschriften für Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute, Wertpapierinstitute, Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute des Handelsgesetzbuchs, des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt.
Die Forderungen an Kreditinstitute, die Forderungen an Kunden, die Rechnungsabgrenzungsposten sowie die sonstigen Vermögensgegenstände weisen wir mit dem Nennbetrag aus.
Der Buchwert der Beteiligungen sowie der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen entspricht jeweils den Anschaffungskosten, wobei erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt werden, soweit eine dauerhafte Wertminderung gegeben ist.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Die Steuerrückstellungen werden anhand der gesetzlichen Vorgaben für das Geschäftsjahr gebildet. Die Steuerrückstellungen werden nicht abgezinst, da sie innerhalb eines Jahres fällig sind.
Die anderen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr wird mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Der Wertansatz der sonstigen Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.
Es werden alle Geschäftsvorfälle in Originalwährung erfasst, diese beliefen sich im Berichtsjahr ausschließlich auf Euro.

C. Erläuterungen zur Bilanz
C.a Aktivseite
1. Forderungen an Kreditinstitute
Hierbei handelt es sich um täglich fällige Guthaben bei Kreditinstituten.

2. Forderungen an Kunden
In dieser Position werden sofort fällige Forderungen aus der Verwaltung von Sondervermögen und der Verwaltung von Investmentkommanditgesellschaften sowie sonstige Dienstleistungen in Bezug auf oder mit Sondervermögen und Investmentkommanditgesellschaften ausgewiesen.

3. Beteiligungen
Die Beteiligungen umfassen Anteile an Investmentkommanditgesellschaften als Kommanditist. Die Beteiligung beträgt unter 0,01% der Gesellschaftsanteile.

4. Anteile an verbundenen Unternehmen

Gesellschaft
Kapitalanteil
Eigenkapital
zum 31.12.2022

Ergebnis
vom 01.01. bis 31.12.2022

Ostseefonds Wind 1 Vorrats-Komplementär GmbH mit Sitz in Grünwald
100,00%
EUR 11.011,83
EUR 475,66



5. Sachanlagen
Hier verweisen wir auf Abschnitt D des Anhangs (Anlagespiegel)

6. Sonstige Vermögensgegenstände
Die hier ausgewiesenen Forderungen in Höhe von EUR 78.685,74 (i. Vj. EUR 7.704,51) bestehen im Wesentlichen aus den Forderungen für die Konzeption eines neuen AIF-Sondervermögens in Höhe von EUR 75.000,00 (i. Vj. EUR 0,00) und Umsatzsteuerforderungen, die in der Folgeperiode abziehbar sind EUR 2.585,74 (i. Vj. EUR 7.704,51). Die Forderungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

C.b  Passivseite
4. Sonstige Verbindlichkeiten
In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 72.009,06 (i. Vj. EUR 91.277,63) sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber externen Dienstleistern in Höhe von EUR 47.120,39 (i. Vj. EUR 69.997,50) enthalten und Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 24.888,67 (i. Vj. EUR 20.392,93). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gewährt.

5. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen
Die anderen Rückstellungen in Höhe von EUR 61.088,84 (i. Vj. EUR 16.750,00) enthalten folgende Positionen:

Rückstellung
31.12.2023
31.12.2022
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen
EUR 17.770,00
EUR 0,00
Rückstellungen f. Personalkosten
EUR 18.358,84
EUR 0,00
Rückstellung für Abschluss und Prüfung
EUR 24.960,00
EUR 16.750,00
Gesamt
EUR 61.088,84
EUR 16.750,00



6. Eigenkapital
6.1 gezeichnetes Kapital
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 150.000,00 (i. Vj. EUR 150.000,00).

6.2 Kapitalrücklage
Im Berichtsjahr erfolgte eine Zuführung in die Kapitalrücklagen in Höhe von EUR 40.000,00 auf EUR 40.000,00. Die Erhöhung erfolgte, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Kapitalausstattung jederzeit einhalten zu können.

6.3 Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn erhöhte sich im Berichtsjahr von EUR 81.567,62 aus dem Vorjahr um den in 2023 erzielten Jahresüberschuss in Höhe von EUR 29.837,26 auf EUR 111.404,88.

D. Anlagespiegel der Praeclarus Invest GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft zum 31.12.2023


Anschaffungs-/
Herstellungs-kosten
Zugänge (+)
Abgänge (-)
Umbuchun-gen


vom 01.01.2023
vom 01.01.2023

01.01.2023
bis 31.12.2023
bis 31.12.2023

EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen



I. Sachanlagen



1. andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
3.735,96
9.859,78
0,00
 Summe Sachanlagen
3.735,96
9.859,78
0,00 
II. Finanzanlagen



1. Beteiligungen
200,00
-100,00
0,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen
25.000,00
0,00
0,00
 Summe Finanzanlagen
25.200,00
-100,00
0,00 
 Summe Anlagevermögen
28.935,96
9.759,78
0,00 

Zuschreib-ungen
Abschreibungen kumuliert

vom 01.01.2023


bis 31.12.2023
01.01.2023


EUR
A. Anlagevermögen


I. Sachanlagen


1. andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
0,00
1.890,96
 Summe Sachanlagen
0,00
1.890,96
II. Finanzanlagen


1. Beteiligungen
0,00
0,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
 Summe Finanzanlagen
0,00
0,00
 Summe Anlagevermögen
0,00
1.890,96

Abschreibungen Zuschreibungen

vom 01.01.2023

bis 31.12.2023

EUR
A. Anlagevermögen

I. Sachanlagen

1. andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
6.083,78
 Summe Sachanlagen
6.083,78
II. Finanzanlagen

1. Beteiligungen
0,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
 Summe Finanzanlagen
0,00 
 Summe Anlagevermögen
6.083,78

Änderungen AfA durch Zu- Abgänge bzw. Umbuchungen
Abschreibungen kumuliert
Buchwert
Buchwert

vom 01.01.2023




bis 31.12.2023
31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022

EUR
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen




I. Sachanlagen




1. andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
0,00
7.974,74
5.621,00
1.845,00
 Summe Sachanlagen
0,00
7.974,74
5.621,00
1.845,00
II. Finanzanlagen




1. Beteiligungen
0,00
0,00
100,00
200,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
25.000,00
25.000,00
 Summe Finanzanlagen
0,00
0,00
25.100,00
25.200,00
 Summe Anlagevermögen
0,00
7.974,74
30.721,00
27.045,00



E. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Provisionserträge
Die Erträge der Gesellschaft sind wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich
2023
2022
Fondsverwaltungsvergütung (umsatzsteuerfrei)
EUR 271.225,38

EUR 249.144,90

Verwaltungsvergütungen (umsatzsteuerpflichtig)
EUR 643.578,14
 
EUR 568.345,22 
Erlöse (Set-Up-Fee SPE´s)
EUR 125.000,08
EUR 162.000,08
Verwaltungsdienstleistungen an PAM1
EUR 396.000,00
EUR 178.200,00
Sonstige Erträge
EUR 181.763,49
EUR 153.856,30
Summe
EUR 1.617.567,09
EUR 1.311.546,50


In den sonstigen Erträgen sind mit EUR 151.763,49 (i. Vj. EUR 123.856,30) im Wesentlichen Erträge aus der Weiterverrechnung von Aufwendungen an die Sondervermögen oder Firmen, die mit der Praeclarus Invest im Zusammenhang stehen (z.B. Schwestergesellschaften) enthalten.

2. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
In den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind im Wesentlichen Personalaufwendungen in Höhe von EUR 777.288,88 (i. Vj. EUR 461.073,32) und andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 786.780,28 (i. Vj. EUR 709.592,90) enthalten.
Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Fremdleistungen EUR 124.236,25 (i. Vj. EUR 144.013,75), Raumkosten EUR 77.323,93 (i. Vj. EUR 72.250,06), Fahrzeugkosten EUR 53.801,53 (i. Vj. EUR 44.176,04), Werbe- und Reisekosten EUR 15.784,58 (i. Vj. EUR 12.267,80), Rechts- und Beratungskosten EUR 46.569,52 (i. Vj. EUR 30.743,14), Interne Revision EUR 40.000,00 (i. Vj. EUR 31.556,00), weiterbelastete Aufwendungen EUR 151.763,49 (i. Vj. EUR 123.856,30), Miete für bewegliche Einrichtungen EUR 22.726,68 (i. Vj. EUR 24.094,76), Abschluss- und Prüfungskosten EUR 61.273,00 (i. Vj. EUR 48.064,26), Aufwendungen für Lizenzen EUR 48.896,29 (i. Vj. EUR 37.613,86), sowie nicht abziehbare Vorsteuer EUR 23.705,41 (i. Vj. EUR 21.840,67).

F. Sonstige Angaben
1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen

Zahl
leitende Angestellte

3,0
Angestellte

6,5
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

9,5



2. Honorar des Abschlussprüfers

Positionen
31.12.2023
31.12.2022
Abschlussprüfungsleistungen
EUR 33.614,00
EUR 19.906,01
Andere Beratungsleistungen
EUR 0,00
EUR 558,25



3. Namen und Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen der Geschäftsführung an:
Herr Fritz Roth, Rechtsanwalt und Diplom Volkswirt
Herr Friedhelm von Zieten, Diplom Betriebswirt (FH)
Herr Friedrich Eschenbaum, Dipl. Ingenieur (Architekt)
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Aufsichtsrat an:
Herr Karsten Heinrich Weber
Vorstandsvorsitzender der Pensionskasse der Genossenschaftsorganisation VvaG
Herr Dr. Horst Harald Huhn
Unternehmensberater
Frau Ingrid Cerny
Wirtschaftsprüferin
Die Angabe über die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates unterbleibt auf Grund § 286 Abs. 4 HGB.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus langfristigen Leasingverträgen und Mietverträgen mit einer Restlaufzeit von bis zu zweieinhalb Jahren ab dem Bilanzstichtag sind Zahlungen in Höhe von EUR 274.821,57 (i. Vj. EUR 375.152,45) zu erwarten.

5.  Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:
Der Jahresüberschuss beträgt EUR 29.837,26. Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.
6. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind im Jahr 2024 nach wie vor der Ukraine-Russland-Krieg und die daraus resultierende Herausforderungen am Energie- und Rohstoffmarkt und den Lieferketten. Auf Grund von steigenden Energiepreisen werden die Investitionen in Windparks nach wie vor positiv betrachtet.
Auf die Beurteilung der Auswirkungen für die Gesellschaft wird auf den Lagebericht Bezug genommen.

1 Praeclarus Asset Management - zuständig für die Verwaltung der Immobilien

sonstige Berichtsbestandteile

 

München, den 16. Dezember 2024

gezeichnet Fritz Roth, Friedhelm von Zieten


Friedrich Eschenbaum


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Praeclarus Invest GmbH, München
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Praeclarus Invest GmbH, München, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Praeclarus Invest GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2023 und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 38 KAGB i.V.m. § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 38 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

München, 13. Juni 2024

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