Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 76882
Vorher
Frank Henke Mode GmbH
Eingetragen
2.12.2004
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und BekleidungszubehörGroßhandel mit BekleidungGroßhandel mit Textilien
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Damenoberbekleidung aller Art sowie die Übernahme und Ausführung aller Handelsgeschäfte, die mit dem Gegenstand des Unternehmens im Zusammenhang stehen. Hierzu gehören auch An- und Verkäufe von Grundstücken für die Gesellschaft. Geschäfte gemäß § 34c GewO sind ausgeschlossen.

Historie

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Management

NameRolle
Miro Vorbauer
seit 10.2.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Eclipse Bavaria LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
MVO Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt)
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Frank Henke Mode GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Lagebericht

A. Darstellung des Unternehmens, Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie befindet sich weiterhin in einem nachhaltigen Strukturwandel, der mit einer relativen Verschlechterung ihrer Position sowohl auf dem Weltmarkt für Textilien und Bekleidung als auch im Vergleich zu anderen Branchen im Inland einherging. Dieser wurde insbesondere durch den steigenden Importwettbewerb und eine Beschleunigung der Mode- und Produktzyklen verursacht. Gleichzeitig wurde die Bekleidungsindustrie in Deutschland zusätzlich von einer schwachen Inlandsnachfrage getroffen. So sind die privaten Ausgaben für Bekleidung und Schuhe in den letzten Jahren, gemessen an den Gesamtausgaben, kontinuierlich gesunken.

In den vergangenen Jahren machten der Branche darüber hinaus die Mehrwertsteuererhöhung, strukturelle Veränderungen im allgemeinen Konsumverhalten und im klassischen Facheinzelhandel sowie die Insolvenzen von Kaufhausketten zu schaffen. Dieser Strukturwandel manifestiert sich etwa in der rückläufigen Anzahl der Unternehmen. Der Umsatzsteuerstatistik zufolge waren 2010 im Bekleidungseinzelhandel insgesamt 22.891 Unternehmen tätig. Sie generierten einen Gesamtumsatz von insgesamt 26,5 Mrd. €. Quantitativ ist die Branche durch kleine und mittelständische Unternehmen

geprägt. So verzeichneten 8.656 Unternehmen (37,8%) Jahreserlöse von weniger als 100 000 €; ihr Anteil am Branchenumsatz belief sich allerdings auf lediglich 1,7%. Dagegen steuerten die 26 größten Bekleidungseinzelhändler mit jährlichen Umsätzen von mehr als 100 Mill. € 48% zu den Gesamterlösen bei.

Neben den Produktivitätsfortschritten ist die fortschreitende Internationalisierung der Textil- und Bekleidungsindustrie, die in Bezug auf Produktion, Im- und Export unvermindert anhält, eine Ursache für den Produktions- und Beschäftigungsabbau in Deutschland. Treiber dieser Entwicklung ist der durch die internationale Wettbewerbssituation verursachte Kostendruck, dem die Bekleidungsindustrie durch Verlagerung der Produktion ins kostengünstige Ausland (v.a. Mittel- und Osteuropa) zu begegnen versucht.

Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie wird sich in diesem Umfeld auf ihre

besonderen Stärken konzentrieren müssen. Nach Darstellung des Gesamtverbands textil + mode ist die Brache international ausgerichtet und versucht durch die Erschließung neuer Märkte global wettbewerbsfähig zu bleiben.

2. Branchenentwicklung

Die Textil- und Bekleidungsindustrie befand sich im Jahr 2012 in einer Abschwung-phase. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war die Produktion um 5,8 % auf 9,5 Mrd. Euro gesunken. Beim Umsatz war ein Rückgang von 2,5 % auf ca. 9,9 Mrd. Euro zu verzeichnen. Insbesondere musste die Wirtschaftszweige Veredlung von Textilien und Bekleidung (-12,8°%) sowie Herstellung von Bekleidungserzeugnissen mussten einen Umsatzverlust hinnehmen.

Bei den Auftragseingängen wurden 2012 mit einem Wertindex (Originalwert) in Höhe von 97,6 Punkten ein Minus von 5,2 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum verbucht, wobei die Inlandsaufträge um 7,3 % und die Auslandsaufträge um 2,7 % abnahmen. Mit einem Wert von 2,4 Monaten waren die Auftragsbestände im Dezember 2012 im Vergleich zum Vorjahresniveau um 14,3 % gesunken. Die Kapazitätsauslastung der Betriebe erreichte mit 80,7 % einen um 2,4 % geringeren Stand gegenüber dem Vorjahresmonat. Binnen eines Jahres ging die Beschäftigung um 0,3 % auf 53.112 und die Anzahl der Betriebe um 2,8 % auf 387 weiter zurück.

Die Bekleidungsindustrie entwickelte sich konjunkturell uneinheitlich. Phasenweise verzeichnete die Branche starke Frequenzrückgänge auf den Verkaufsflächen und damit einhergehende Umsatzverluste. Diese ist auf eine Vielzahl von Ursachen zurück-zuführen. Dazu zählen u.a. das veränderte Konsumverhalten der Verbraucher, das mit einem wachsenden Anteil von Online-Käufen einhergeht, sowie die - vor allem in Großstädten - weiter gestiegene Menge an Verkaufsflächen. Darüber hinaus dürfte auch das Wetter, das über das Jahr verteilt immer wieder nicht der jeweiligen Saison entsprach, aufgrund der damit fehlenden Impulse für Bedarfskäufe einen nicht unerheblichen Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet haben. Teilweise gelang es der Branche 2012 allerdings, über höhere Durchschnittbons die Folgen der gesunkenen Frequenz zu mildern oder sogar zu kompensieren. Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Nürnberg, sind 2012 die Ausgaben pro Einkauf im Bekleidungseinzelhandel im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 6% gestiegen.

Angesichts allgemein leicht steigender Konsumausgaben sowie unter der Voraussetzung, dass es der Branche gelingt, den gestiegenen Ansprüchen der Kunden beim Bekleidungskauf Rechnung zu tragen, kann für das Jahr 2013 ein leichtes Umsatzplus erwartet werden.

3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2012 ging der Umsatz um TEUR 2.542 (13,6 %) auf TEUR 16.163 gegenüber dem Vorjahr zurück. Damit einhergehend ging auch der Beschaffungsaufwand um TEUR 1.218 (12,2 %) zurück. Das Unternehmen entwickelt mit Produktionspartnern Kollektionen für die Frühjahr-Sommersaison als auch Herbst-Wintersaison, die den Abnehmern im Bekleidungsstoffbereich weltweit angeboten werden. Das Unternehmen ist auf allen wesentlichen Fachmessen in Deutschland, Europa und Fernost

vertreten.

4. Personal- und Sozialwesen

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 69 Mitarbeiter beschäftigt, davon 11 als Arbeiter und 58 als Angestellte.

5. Umweltschutzmaßnahmen

Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen, die Schonung der Umwelt und die Vermeidung von Abfällen sind Bestandteil unserer unternehmerischen Verantwortung. Bei der Auswahl unserer Lieferanten und Handelspartnern legen wir daher großen Wert auf die Verwendung von umweltschonende Produktionsmethoden, die Verringerung von Abfällen und Emissionen sowie den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen.

B. Ertragslage

Aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden letzten Geschäftsjahre ergibt sich die folgende verkürzte Ertragslage:

  2012
T€
Vorjahr
T€
ergebniswirksame Veränderungen
T€
Betriebsleistung 15.763 18.599 -2.836
Materialaufwand 8.751 9.969 1.218
ROHBETRIEBSERGEBNIS 7.012 8.630 -1.618
Personalaufwand 3.567 3.455 -112
DECKUNGSBEITRAG 3.445 5.175 -1.730
Vertriebsaufwand 2.523 2.296 -227
sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge saldiert 3.091 3.294 203
EBITDA -2.171 -415 -1.754

Nach Marken aufgeteilt stellt sich das Geschäftsjahr - im Vergleich zum Vorjahr - wie folgt dar:

  2012
T€
Vorjahr
T€
Blacky Dress 9.586 11.965
Jean Paul 6.426 6.546
Sonstige Erlöse 151 194
Gesamtumsatz 16.163 18.705

Bei einer Betriebsleistung von T€ 15.763 und einem Materialaufwand von T€ 8.751 stieg die Rohertragsquote auf 55,1 % (Vj.: 53,6 %).

C. Vermögenslage

Die Vermögenslage hat sich wie folgt entwickelt:

  2012
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Anlagevermögen 594 450 144
Vorräte 3.672 3.816 -144
Lieferforderungen 1.860 1.613 247
Flüssige Mittel 1.182 381 801
Übrige Aktiva 440 563 -123
Summe Aktiva 7.748 6.823 925
Wirtschaftliches Eigenkapital 5.756 4.973 783
Fremdkapital kurz- und mittelfristig 1.992 1.850 142
Summe Passiva 7.748 6.823 925

Die Vermögens- und Kapitalstruktur weist einen Anstieg der Bilanzsumme von TEUR TEUR 6.823 um 925 TEUR auf TEUR 7.748 (13,6 %) aus. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf der Finanzierung des Jahresfehlbetrages (TEUR 2.377) durch Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 3.100.

Der den Jahresfehlbetrag übersteigende Betrag verbleibt als Bankguthaben bei der Gesellschaft, wodurch der Anstieg der liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 801 begründet ist.

Das wirtschaftliche Eigenkapital (einschließlich Gesellschafterdarlehen) steigt ebenfalls auf insgesamt TEUR 5.756 (15,7 %), was ebenefalls auf die Zuführung liquider Mittel seitens des Gesellschafters zurückzuführen ist.

D. Finanzlage

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR -2.073 ist auf den aufgrund von gesunkenen Umsatzerlösen infolge rückgängiger Absatzmärkte erwirtschafteten Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.377 zurückzuführen.

Aus der Investitionstätigkeit der Gesellschaft resultiert ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 291 (Vorjahr: TEUR 372). Dabei handelt es sich hauptsächlich um Ausgaben für die Erweiterung bzw. Umbau von Shop-in-Shop Stellflächen im Einzelhandel.

Die deutliche Erhöhung des Bestands an Zahlungsmitteln um TEUR 802 auf TEUR 1.183 (Vorjahr TEUR 381) beruht im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr gewährten Gesellschafterdarlehen. Hierdurch wurde die Finanzierung der laufenden Geschäfte

sichergestellt.

E. Nachtragsbericht

Nach Buchungsschluss und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine Vorgänge eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Gesellschaft maßgeblich beeinflussen.

F. Chancen und Risokobericht

Die Forderungen der Unternehmung sind mit keinerlei besonderen Risiken behaftet; der größte Teil ist in Euro fakturiert. Darüber hinaus sind Delkredere-Rückstellungen in ausreichendem Maße gebildet. Die Vorräte sind sehr konservativ und vorsichtig bewertet; das seit Jahren bewährte Schema, das Abschreibungen auf Bestände aufgrund von Kollektionszugehörigkeit, Alter und Qualitätsniveau generiert, wurde unverändert gegenüber den Vorjahren angewendet.

Den vorgenannten Risiken unseres Geschäftsbetriebs tragen wir in mehrfacher Hinsicht Rechnung:

Die Warenproduktion in Fernost erfolgt nur nach erfolgreicher Präsentation von Musterkollektionen auf den branchenüblichen Modemessen und nach Abgabe der Ordermengen durch unsere Kunden. Der Warentransport via LKW bzw. Containerschiff ist immer ausreichend gegen Untergang und Gefahren versichert.

G. Ausblick

1. Einschätzung der künftigen Entwicklung und Risiken

Die erste Jahreshälfte 2013 war für deutsche Bekleidungshersteller ernüchternd. Der nominale Umsatz lag gegenüber Vorjahreszeitraum um rund 4,0% niedriger. Unvorteilhafte Wetterbedingungen im deutschen Heimatmarkt sowie konjunkturell bedingte Absatzschwierigkeiten in Europa belasteten die Umsatzentwicklung. Angesichts der vielfach nicht zufriedenstellenden Kundenfrequenz sowie der starken Konkurrenz seitens anderer attraktiver Konsumgüter sowie der hohen Priorität, die Verbraucher u.a. den Bereichen Reisen und Sport beimessen, gefordert, ihre Attraktivität zu erhöhen und damit Kaufanreize zu setzen.

Darüber hinaus sind langfristig die Heimatmärkte Europas (Ausnahme Mittel- und Osteuropa) weitgehend gesättigt. Demzufolge rücken neue Wachstumsmärkte in den Fokus wie der schon jetzt weltgrößte nationale Bekleidungsmarkt China mit einem Nachfragevolumen von rund 140 Mrd. Euro jährlich. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bekleidung ist dennoch nicht einmal halb so hoch wie in den Industriestaaten. Durch steigenden Wohlstand dürfte der private Verbrauch in den kommenden Jahren deutlich zulegen.

Die ersten 4 Monate des neuen Geschäftsjahres zeigen einen Rückgang des Nettoumsatzes um T€ 313 auf insgesamt T€ 6.467 im Vergleich zu den ersten 4 Monaten des vergangenen Geschäftsjahres. Damit einhergehend sind auch die sonstigen Aufwendungen in den ersten 4 Monaten des neuen Geschäftsjahres um insgesamt T€ 341 (35,1%) auf T€ 1.700 gesunken. Unter Berücksichtigung saisonaler Verkaufsperioden sowie der bislang vorliegenden Auswertungen gehen wir von einer Erhöhung des

operativen Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von ca. T€ 336 zum 31.12.2013 aus.

2. Chancen der künftigen Entwicklung

Wie auch in fast allen Branchen bestehen für die Textil- und Bekleidungsindustrie Risiken aufgrund der Abhängigkeit von der konjunkturellen Situation und des sich zunehmend verschärfenden Wettbewerbdrucks im Textileinzelhandel.

Trotz hohem Importdrucks bei Standardware ergeben sich für die heimische Textil- und Bekleidungsindustrie durch die Nähe zur Nachfrage immer dann Chancen, wenn die Wandlungen der Nachfrage frühzeitig erkannt und bedient werden. Der Schnelllebigkeit von Modetrends kann zum Teil mit dauerhaft erfolgversprechenden Produkten entgegengewirkt werden, wenn diese sich durch einen hohen Anspruch auf Funktionalität, Produktqualität und durch den daraus folgenden Bekanntheitsgrad auszeichnen. Die Vermarktung der firmeneigenen Label "Jean Paul" und "Blacky Dress" muss somit weiter ausgebaut werden. Um das Jahr 2013 wieder mit einem Umsatzplus abschließen zu können, ist es darüber hinaus unerlässlich, auf die gestiegenen Ansprüche der Kunden zu reagieren

Trotz o. g. genereller Branchenrisiken sind aus derzeitiger Sicht jedoch keine negativen Einflüsse zu bestimmen, die auf kurze Sicht die Geschäftsentwicklung grundsätzlich gefährden. Die Zahlungsfähigkeit für das Geschäftsjahr 2013 ist unter anderem durch die Zusage zur Bereitstellung zusätzlicher Liquidität durch den Alleingesellschafter, Herrn Frank Henke, gesichert.

 

Berlin, 28. Juni 2013

gez. Frank Henke

gez. Markus Dejori

Bilanz

Aktiva

  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. Anlagevermögen 594.290,14 450.185,78
I. Sachanlagen 594.290,14 450.185,78
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 594.290,14 450.185,78
B. Umlaufvermögen 6.955.920,32 6.151.959,85
I. Vorräte 3.671.956,39 3.816.252,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.102.302,62 1.954.270,38
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.181.661,31 381.437,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten 197.779,91 220.678,29
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.747.990,37 6.822.823,92

Passiva

   
  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. Eigenkapital 2.587.298,78 4.965.009,17
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 2.596.511,35 4.438.844,60
III. Gewinnvortrag 26.164,57 -6.834.781,08
IV. Jahresfehlbetrag 535.377,14 -6.860.945,65
B. Rückstellungen 540.078,19 649.234,01
C. Verbindlichkeiten 4.620.613,40 1.208.580,74
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.747.990,37 6.822.823,92

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2012 - 31.12.2012
EUR
1.1.2011 - 31.12.2011
EUR
1. Rohergebnis 7.213.819,21 16.014.550,73
2. Personalaufwand 3.566.503,49 3.455.367,23
a) Löhne und Gehälter 3.024.051,97 2.924.267,70
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 542.451,52 531.099,53
3. Abschreibungen 146.440,09 215.986,29
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 146.440,09 215.986,29
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.828.121,49 5.932.152,79
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.920,94 29.538,94
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 70.144,00 8.681,55
davon an verbundene Unternehmen 44.139,89 6.617,35
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.375.468,92 6.431.901,81
8. sonstige Steuern 1.871,83 2.115,00
9. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -1.841.963,61 -431.158,84
10. Jahresfehlbetrag 535.377,14 -6.860.945,65

ANHANG 2012 JAHRESABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2012

FRANK HENKE MODE GMBH, BERLIN

Allgemeines

Die Frank Henke Mode GmbH, Berlin, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB wurden angewandt.

Die Fristigkeitsvermerke zu den Forderungen (§ 268 Abs. 4 HGB) und den Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 HGB) wurden zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit in den Anhang aufgenommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich.

Die Bewertung entspricht den gesetzlichen Vorschriften und Grundsätzen ordnungsmäßiger Bilanzierung (insbesondere Realisationsprinzip, Imparitätsprinzip und allgemeines Vorsichtsprinzip, Prinzip der Einzelbewertung, Grundsatz der Periodenabgrenzung und Going-Concern-Grundsatz).

Aktiva

Die Gegenstände des Anlagevermögens werden durch ein Anlagenverzeichnis nachgewiesen, in dem die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die Zugänge und Abgänge, die Abschreibungssätze und -beträge sowie die Restbuchwerte der einzelnen Anlagegüter enthalten sind. Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen werden ausschließlich auf der Basis tatsächlicher betrieblicher Gegebenheiten nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen auf Basis steuerlich anerkannter Nutzungsdauern grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode pro rata temporis.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Es wird unterstellt, dass die geringwertigen Anlagegüter im Jahr des Zugangs sofort wieder abgehen. Für abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter wurde ein jahresbezogener Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut € 150,00, aber nicht € 1.000,00 übersteigen. Dieser Sammelposten wird linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Für unkurante Bestände werden Abschläge auf der Grundlage einer Zensurierung nach Alters- und Qualitätsstufen vorgenommen. Soweit notwendig, wurden Abschreibungen für Verwertungsrisiken vorgenommen. Durch ausreichend bemessene Wertkorrekturen wird allen erkennbaren Lagerungs- und Bestandsrisiken Rechnung getragen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten entsprechend dem Fertigungsgrad bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten des Produktionsbereiches. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, verminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch vorsichtigen Wertansatz Rechnung getragen. Zur Abdeckung eines allgemeinen Ausfallrisikos wurden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 4 % auf die Netto-Forderungen nach Abzug der einzelwertberichtigten Forderungen vorgenommen.

Passiva

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungspositionen werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet und in EURO umgerechnet. Am Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs. Ein geringerer Kurs am Bilanzstichtag schlägt sich in einer niedrigeren Bewertung der Forderung aufwandswirksam nieder, während ein höherer Kurs (Bewertungsgewinn) bei Forderungen unberücksichtigt bleibt. Ist der Kurs zum Bilanzstichtag höher, wird die Verbindlichkeit aufwandswirksam höher angesetzt. Ein niedrigerer Kurs (Bewertungsgewinn) wird nicht berücksichtigt.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben -wie im Vorjahr- eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen im Personalbereich, Rücknahmeverpflichtungen sowie andere Risiken im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die

sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 3.169 (Vj.: T€ 7).

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug:

  2012 Vorjahr
Angestellte 58 58
Arbeiter 11 12
Gesamt 69 70

Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäfte wurden während des Geschäftsjahres geführt von:

Herrn Frank Henke, Kaufmann, Berlin und

Herrn Markus Dejori, Kaufmann, Berlin.

Geschäftsführerbezüge im Geschäftsjahr 2012

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Dauerschuldverhältnissen

Aus Miet-, Leasing- und sonstigen Vertragsverhältnissen bestehen finanzielle Verpflichtungen (Restlaufzeiten zwischen 12 und 60 Monaten) von insgesamt T€ 487.

 

Berlin, 10. Juni 2013

gez. Frank Henke

gez. Markus Dejori

Anlagespiegel

  ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand am 01.01.2012
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2012
SACHANLAGEN        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.627.794,29 332.268,45 98.839,94 1.861.222,80
  1.627.794,29 332.268,45 98.839,94 1.861.222,80
  ABSCHREIBUNGEN
Stand am 01.01.2012
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2012
SACHANLAGEN        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.177.608,51 146.440,09 57.115,94 1.266.932,66
  1.177.608,51 146.440,09 57.115,94 1.266.932,66
  BUCHWERTE
Stand am 31.12.2012
Stand am 31.12.2011
SACHANLAGEN    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 594.290,14 450.185,78
     

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2013 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

"Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Frank Henke Mode GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2012 der Frank Henke Mode GmbH, Berlin, erstatte ich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (Prüfungsstandard 450 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V.).

 

Düsseldorf, 28. Juni 2012

gez. Dr. Felix Ganteführer, Wirtschaftsprüfer

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