Münchinger Holz GmbH
Gewerbepark, 91578 Leutershausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lidia Frank seit 10.4.2024 | Prokura |
Martin Seierlein seit 4.5.2020 | Geschäftsführer |
Harald Münchinger seit 21.4.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Münchinger Holz GmbHLeutershausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Die Münchinger Holz GmbH ist eine rechtlich selbstständige Gesellschaft, welche sich schwerpunktmäßig mit der Produktion von verleimten Fensterkanteln, Pfosten- und Riegelkonstruktionen und sonstigen Holzprodukten für den Fenster- und Türenbau, aber auch den weiteren Innenausbau beschäftigt. Daneben wird Massivholz aufgearbeitet, teilweise auf Kundendimension zugeschnitten und weiterbearbeitet. Hierzu zählen auch die Holztrocknung, die Keilverzinkung und vereinzelt die Lohnhobelung. Aus den anfallenden Abfällen wie Sägemehl und Hobelspänen werden Holzbriketts hergestellt und als hochwertiger ökologischer Brennstoff vermarktet. Das Unternehmen ist ein wesentlicher Bestandteil der Münchinger-Gruppe. Dies drückt sich insbesondere in den Absatzbeziehungen zur Adolf Münchinger Holz-Import-Export GmbH & Co. KG, Ötisheim, aus. Über dieses Unternehmen, dessen Kernkompetenz der internationale Handel ist, wird weitgehend der komplette Absatz der Fertigprodukte abgewickelt. Lediglich die Holzbriketts und einzelne Lohnaufträge werden direkt mit den Endkunden getätigt. Die Rohwarenbeschaffung wird von der Münchinger Holz GmbH im Wesentlichen direkt auf internationalen Beschaffungsmärkten mit Lieferanten abgewickelt, zu denen meist langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Durch diese Aufgabenteilung kann sich das Unternehmen selbst auf die eigene Kernkompetenz, nämlich die Produktion und Weiterverarbeitung, konzentrieren und in diesen Bereichen das erworbene, sehr umfangreiche Know-how einsetzen. Gleichzeitig werden Synergie-Effekte im Vertrieb bei der Firma Adolf Münchinger Holz-Import-Export GmbH & Co. KG genutzt, da dort neben der Produktion der Münchinger Holz GmbH auch Handelsware von anderen Bezugsquellen an den gleichen Kundenstamm vermarktet werden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Gesamtjahr 2023 legte die Wirtschaft in der EU-27 laut Schätzung des statistischen Bundesamtes um 0,4 Prozent zu. Damit fiel die Konjunkturentwicklung in Europa schwächer aus als weltweit, für die die OECD ein Wirtschaftswachstum von ca. 3 Prozent erwartet. Für das gesamte Jahr 2023 weist der Betriebsvergleich des GD Holz einen Umsatzrückgang von 15 % auf. Teilweise ist dieser Umsatzrückgang aber auch weiter nachgebenden Preisen geschuldet. Die Jahresauswertung des monatlichen GD Holz Betriebsvergleiches zeigt deutlich, dass die schwachen Absatzmärkte im vergangenen Jahr voll auf die Umsatzentwicklung der Branche durchgeschlagen haben. Alle wichtigen Sortimente im Holzhandel sind von diesem Umsatzrückgang betroffen, am stärksten Schnittholz mit einem Umsatzrückgang von 24 %, am wenigsten Bauelemente (Innentüren) mit einem Umsatzrückgang von nur gut 5 %. Einzig der Bereich Dienstleistungen konnte um 9 % zulegen. Einzelhandel und Großhandel sind von der rückläufigen Entwicklung 2023 gleichermaßen betroffen. Wichtige Ursache ist die allgemein schwache Nachfrage im Bausektor, insbesondere die viel zu geringen Baufertigstellungen, auch der Absatz mit dem Endverbraucher ist sehr unbefriedigend. Erschwerend kommt für die Branche hinzu, dass viele Kosten inflationsbedingt stark angestiegen sind aber auch der drastische Anstieg der LKW-Maut sowie die CO 2 -Steuer. Die Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich erwarten für die kommenden Monate keine durchgreifende Änderung. Die Mehrzahl der Teilnehmer erwartet sogar weiter rückläufige Umsätze, etwa 1/3 geht von gleichbleibenden Umsätzen aus. Das Marktumfeld für den Holzhandel wird also auch 2024 als sehr schwierig eingeschätzt - das gilt zumindest für das erste Halbjahr. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Weltmarkt der Holzwirtschaft ist weiterhin ständiger Veränderung unterworfen. Auf den Beschaffungsmärkten ist der Einkauf von Rohware in entsprechender Menge und ganz besonders dem notwendigen Qualitätsniveau bei einigen Holzsorten weiterhin sehr schwierig. Eine wesentliche Entspannung ist hier nicht zu erwarten. Auch terminliche Aspekte gewinnen in immer stärkerem Maße an Bedeutung. Diese bereits in den Vorjahren festzustellende Entwicklung verstärkt sich weiter. Auf der Verkaufsseite sind konjunkturelle Einflüsse immer deutlicher zu spüren, auch erholt sich die Wirtschaft in den südosteuropäischen Ländern sehr zögerlich und kaum spürbar. Wieder zunehmender Preisdruck, auch vor dem Hintergrund internationalen Wettbewerbs bei gleichzeitig immer differenzierter werdenden Kundenanforderungen, stellt eine zunehmende Herausforderung dar, wenngleich das abgelaufene Geschäftsjahr durch positive Preiseffekte geprägt war. Ganz eindeutig verstärkt sich die Entwicklung der Kundennachfrage in Richtung Sonderprodukte. Ganz besonders kommissionierte Ware mit zunehmend immer kurzfristiger werdenden Terminanforderungen verlangen einen stark zunehmenden logistischen und planerischen Aufwand auf allen Wertschöpfungsstufen. Das Unternehmen ist gut ausgelastet und arbeitet überwiegend im Mehr-Schichtbetrieb. Die Rohholzversorgung ist auf Grund der weltpolitischen Lage zunehmend schwieriger. Wir haben diese trotz der geschilderten Probleme aufgrund langjähriger Lieferantenbeziehungen gesichert, obgleich der Preisdruck auf der Einkaufsseite sehr stark ausgeprägt ist. Die hohe Produktqualität, verbunden mit dem umfangreichen Lieferservice und den verstärkten Anstrengungen hin zur Erfüllung komplexer werdender Kundenansprüche, werden der Münchinger Holz GmbH auch weiterhin auf europäischer Ebene eine Marktführerstellung im Sektor Lamellierbetrieb gewährleisten. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Umsatzerlöse sanken um T€ 12.247 oder 32 %, bezogen auf das Vorjahr (T€ 38.645), auf nunmehr T€ 26.398 an. Dabei mussten starke Umsatzrückgänge bei den verleimten Kanteln und beim Massivholz hingenommen werden. Der Rohertrag des Unternehmens sank um T€ 4.585 oder 26,4 % aufgrund niedrigerer Verkaufsmargen von T€ 17.388 auf T€ 12.803. Von dieser Entwicklung waren alle Holzarten betroffen. Die Personalaufwendungen sanken um T€ 561 oder 10,1 % auf nunmehr T€ 4.971 (Vorjahr T€ 5.532) an. Hier wirkte sich der optimierte Personaleinsatz und leistungsorientierte Lohnanpassungen im Bereich der Produktion sowie ergebnisorientierte Leistungsentgelte aus. Die Abschreibungen auf Sachanlagen des Unternehmens sanken leicht um T€ 1,7 oder 0,3 % auf nunmehr T€ 651 gegenüber dem Vorjahreswert von T€ 653. Hierin gleichen sich die neu getätigten Investitionen und Anlagegüter mit auslaufenden Abschreibungsdauern aus. Durch solche Neuinvestitionen wird die effizientere Arbeitsweise für die Zukunft gesichert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um T€ 430 auf nunmehr T€ 3.361 nach T€ 3.791 im Vorjahr. Hier waren weniger Instandhaltungsmaßnahmen und gesunkene Raumkosten für die Kostensenkung verantwortlich. Das Betriebsergebnis sank nach T€ 7.531 im Vorjahr um T€ 3.644 auf nunmehr T€ 3.887. Dies entspricht einer Verringerung von 48 %. Der Jahresüberschuss sank von T€ 5.390 um T€ 2.457 auf nunmehr T€ 2.933. Diese Verringerung entspricht 46 % und ist als unerfreulich zu bezeichnen. Unsere Prognosen wurden damit bestätigt. Die finanzielle Situation des Unternehmens ist unverändert als sehr erfreulich zu bezeichnen. Der gesamte Jahresüberschuss soll analog zu den Vorjahren dem Eigenkapital zugeführt werden, das nun mit T€ 27.767 einen Anteil von rund 90 % der Bilanzsumme ausmacht (Vorjahr: T€ 24.834 oder 84 %). Diese anhaltend komfortable Kapitalausstattung sichert dem Unternehmen den notwendigen Spielraum für Investitionsentscheidungen und gibt gleichzeitig auch das notwendige Risikopolster für evtl. schwierige Jahre in der Zukunft. Während zum Bilanzstichtag keine Bankverbindlichkeiten bestanden, waren Lieferantenverbindlichkeiten nur in geringem Umfang (T€ 221) und sonstige Verbindlichkeiten aus den laufenden Zahlungsverpflichtungen (T€ 732) vorhanden. Dem standen liquide Mittel in Höhe von T€ 16.790 gegenüber. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber dem Partnerunternehmen Adolf Münchinger und sind damit als absolut liquide einzustufen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und Rohertrag.
5. Gesamtaussage Innerhalb dieser schwierigen Rahmenbedingungen musste die Münchinger Holz GmbH im Geschäftsjahr 2023 Umsatzeinbußen hinnehmen. Im Zuge dessen fielen der Rohertrag und das Betriebsergebnis schwächer aus und führten so zu einer Verringerung des Jahresüberschusses. III. Zweigniederlassungsbericht Es sind keine Zweigniederlassungen vorhanden. IV. Prognosebericht Wie bereits oben ausgeführt, ist das Unternehmen aufgrund der ertragsstarken Jahre in der Vergangenheit sehr gut aufgestellt und kann allen Herausforderungen des Marktes auch unter schwierigen Bedingungen gerecht werden. Die hervorragende Kapitalausstattung und die gute Ausgangslage in produk- tionstechnischer Hinsicht zusammen mit dem Know-how langjähriger Mitarbeiter, versetzen das Unternehmen weiterhin in die Lage, auf neue Herausforderungen schnell und zielgerichtet zu reagieren. Permanent werden Prozesse hinterfragt und verbessert, um Produktions- und Logistikabläufe zu optimieren, Kosten einzusparen und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens weiter zu erhöhen. Im Vordergrund der mittelfristigen Planung steht die Optimierung der betrieblichen Prozesse, um so die notwendige Basis für die mittelfristige Einführung eines integrierten ERP-Systems mit einer optimierten Schnittstelle zur Adolf Münchinger Holz-Import-Export GmbH & Co. KG zu bereiten. Der Branchenverband GD Holz geht von einer mäßigen Auftragslage in 2024 aus. Das Partnerunternehmen Adolf Münchinger Holz-Import-Export GmbH & Co. KG hat die Vertriebsaktivitäten verstärkt. Die Optimierung der gemeinsamen Abläufe und der Schnittstellen in der Münchinger-Gruppe sowie der weitere Ausbau des Marktangebotes an kommissionierter Ware und der damit verbundenen logistischen Dienstleistungen auf Basis der dafür getätigten Investitionen, stehen für die nahe Zukunft im Vordergrund. Nach derzeitiger Einschätzung sehen wir die wirtschaftliche Zukunft für das Unternehmen in zunehmend schwieriger Zeit, als durchwachsen und rechnen mit einer verbesserungswürdigen Auslastung und sinkenden Erträgen. Die hervorragende Kapitalausstattung verleiht die notwendige Sicherheit und Unabhängigkeit bei der mittelfristigen organisatorischen Neuausrichtung und ermöglicht damit eine langfristige und nachhaltige Planung und Umsetzung der Unternehmensziele. Faktoren, die sicherlich auf die weltweite wirtschaftliche Entwicklung Einfluss nehmen, sind die zum Zeitpunkt der Berichtserstellung der im Februar 2022 begonnene Krieg Russlands gegen die Ukraine, die aktuell hohe Inflation und den damit verstärkt unerfreulichen Entwicklungen auf dem Holz-Beschaffungs- und Absatzmarkt. Als Ereignisse globalen Ausmaßes können wir uns als Münchinger Gruppe und im speziellen die Münchinger Holz GmbH nicht entziehen. Auf Grund der internationalen Verflechtungen vor allem im Beschaffungsbereich wird es die Herausforderung geben, die Kunden der Münchinger Gruppe indirekt über die Vertriebsgesellschaft Adolf Münchinger Holz-Import-Export GmbH & Co. KG gemäß deren Wünsche bedienen zu können. Die Diversifikation der Lieferantenstruktur trägt dazu bei, die Handlungsfähigkeit zu erhalten. Ein erkennbares Risiko sind die aktuell weiterhin vorherrschenden hohen Preisniveaus auf dem Holz-Beschaffungsmarkt bei bestimmten Qualitäten. Gleichzeitig sehen wir eine negative Anpassung in der Verkaufspreisstruktur. Vor diesem Gesamthintergrund ist die Münchinger Holz GmbH für die kommenden Jahre auch bei verschärftem Wettbewerb und steigendem Kostendruck gut aufgestellt und wird auch in den kommenden Jahren in der Lage sein, den erforderlichen Ertrag zu erzielen. Nach derzeitiger Einschätzung geht das Unternehmen für 2024, wegen der Veränderungen der Märkte, von sinkenden Umsatzerlösen sowie Rohertrag und einem Jahresergebnis unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 aus. Eine genauere Prognose ist aufgrund der aktuell vorherrschenden hohen Unsicherheit in den für uns relevanten Märkten nicht möglich. V. Chancen und Risiken Produktionstechnische Risiken werden nicht gesehen. Die technische Ausstattung des Unternehmens ist als sehr gut und innerhalb der Branche als auf modernstem Stand zu bewerten. Weitere Investitionen in die Aufrechterhaltung des hohen Niveaus der maschinellen Anlagen, wie der Ausbau der Produktionsmöglichkeiten durch einen umfassenden Ausbau der Sägekapazitäten, sichern dies auch für die Zukunft ab. Hierzu zählt auch die Beschaffung eines modernen Produktionsplanungstools innerhalb eines integrierten ERP-Systems. Hieran wird aktuell intensiv gearbeitet. Zielsetzung ist es, im laufenden Kalenderjahr weitere konzeptionelle Entscheidungen umzusetzen und zu testen. Erkennbare Risiken sind die aktuell verkaufsseitig stark fallenden Preise bei gleichzeitiger einkaufsseitiger Preisstabilität und dadurch verursachter Druck auf den Rohertrag. Diese einkaufsseitige Entwicklung ist verursacht durch die Veränderung der Preisgestaltung von Ware mit höheren Qualitätsstufen und dem sanktionsbedingten Wegfall von Beschaffungsmärkten auf Grund des Russland-Ukraine Konfliktes sowie der sukzessiv schwindenden Nachfrage auf Grund zinsbedingter Verschiebung von Investitionen in der Bauwirtschaft. Die Marktanforderungen an die Qualität der Produkte werden trotz ihres permanenten Ansteigens vom Unternehmen problemlos in allen Bereichen erfüllt. In verschiedenen Produktionsbereichen bestehen Überwachungsverträge mit externen Instituten, wie z. B. ift Institut für Fenstertechnik, Rosenheim, und MPA Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart, sowie DIN CERTCO, Berlin. Hierdurch besteht neben der betriebsinternen Qualitätskontrolle auch eine ständige externe Qualitätskontrolle, durch welche die hohen Qualitätsstandards auch nach außen demonstriert werden. Darüber hinaus sind die möglichen Risiken durch eine umfangreiche Produkthaftpflichtversicherung im Interesse der Kunden und des Unternehmens abgesichert. Durch diese intensiven Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des hohen Qualitätsniveaus wird gewährleistet, dass auch dieses der wesentlichen Marktzugangsmerkmale des Unternehmens mittel- und langfristig als Wettbewerbsvorteil bewahrt werden kann. Das Unternehmen leistet einen vorbildlichen Beitrag zum Umweltschutz durch die Verwertung aller anfallenden Restmaterialien mit der Produktion von Holzbriketts. Auch ist das Unternehmen sowohl PEFC- als auch FSC-zertifiziert und hält alle von dort geforderten Standards ein, was im Rahmen dieser Normen in regelmäßigen Überprüfungsaudits nachgewiesen wird. Selbstverständlich gewährleistet das Unternehmen auch die bedingungslose Einhaltung der EUTR, also der Holzhandelsrichtlinien der EU, welche insbesondere für den internationalen Handel Geltung haben. Einerseits bedeuten die Zertifizierungsverfahren einen erheblichen zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Andererseits kann es dadurch auch gelingen, Wettbewerbsvorteile gegenüber dem Markt zu erlangen, da nicht alle Wettbewerber technisch und verwaltungsmäßig die Möglichkeit haben, sich dem Zertifizierungsverfahren zu unterwerfen oder nicht über die erforderlichen Lieferantenbeziehungen verfügen. Im Rahmen des Energiemanagements ist die Münchinger Holz GmbH als energieintensives Produktionsunternehmen sehr gut aufgestellt. Mit mittlerweile drei modernen Blockheizkraftwerken, die mit Gas aus langfristig abgeschlossenen Verträgen betrieben werden, werden 2/3 des erforderlichen Strombedarfs selbst erzeugt, wobei die entstehende Wärme ebenfalls im Unternehmen eingesetzt werden kann. Damit kann die langfristige Stabilisierung der Energiekosten gewährleistet und ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden. Dennoch sind die Verwerfungen auf dem Energiemarkt spürbar und zusammen mit einer Möglichkeit der Energieknappheit im Bereich der Gasversorgung als mittleres Risiko einzustufen. Die Münchinger Holz GmbH ist der Produktionsstandort innerhalb der Münchinger-Gruppe, was eine Aufgabenteilung mit der Adolf Münchinger Holz-Import-Export GmbH & Co. KG ermöglicht, bei der sich jede Gesellschaft auf die jeweiligen Kernkompetenzen konzentrieren kann. Die von der Adolf Münchinger Holz-Import-Export GmbH & Co. KG wahrgenommenen Vertriebsaktivitäten der Münchinger-Gruppe ermöglicht der Münchinger Holz GmbH die weitere Optimierung der Produktionsabläufe, um die Produktpalette der Münchinger-Gruppe langfristig auf gleichbleibend hohen Qualitätsniveau zu wettbewerbsfähigen Preisen herstellen und anbieten zu können. Durch andere - auch im europäischen Ausland ansässige - Anbieter wird der Wettbewerb auf den Märkten im Inland und dem europäischen Ausland immer stärker verschärft, was die Notwendigkeit zu permanenten Steigerungen von Effizienz und Produktivität begründet. Ausgehend von der Aufgabentrennung innerhalb der Münchinger-Gruppe sowie der Einschätzung des Marktes und der eigenen Marktposition, kann das Unternehmen weiterhin von einer guten Auslastung ausgehen. Gleichzeitig stellt sich das Unternehmen auf eine weitere Verkleinerung der einzelnen Auftragsvolumina und einer stark zunehmenden Nachfrage nach kommissionierter Ware, die mit zunehmendem Anteil auch maschinengerecht vorbereitet sein muss, ein. Dies bedingt die Notwendigkeit einer weiteren Optimierung der aufgrund Variantenvielfalt immer komplexer werdenden Produktionssteuerung und des effizienten Einsatzes der innerbetrieblichen Logistikressourcen. Hier wurde im Berichtsjahr begonnen, einen eigenen Bereich für Logistik und Materialwirtschaft aufzubauen. Hier ist aktuell auch geplant, ein Staplerleitsystem mit technischen Hilfsmitteln einzuführen, um eine effiziente Steuerung der umfangreichen Logistikarbeiten zu gewährleisten. Zinsrisiken werden nicht gesehen, da sich die Gesellschaft ausschließlich mit eigenen Mitteln finanziert. Auch anstehende Neuinvestitionen können mit eigenen Mitteln finanziert werden, sodass weder ein Anstieg der Zinsaufwendungen zu erwarten ist noch daraus Risiken resultieren können. Die Bewegungen an den Währungsmärkten, insbesondere dem US-Dollar, betreffen auch die Einkaufssituation des Unternehmens. Soweit Rohware auf US$-Basis mit langfristiger Vorlaufzeit eingekauft wird, werden Einkaufskurse terminlich abgesichert. Ausfallrisiken im Debitorenbereich sind nicht vorhanden, da im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Adolf Münchinger Holz-Import-Export GmbH & Co. KG die Lieferungen regelmäßig fristgerecht bezahlt werden. Darüber hinaus ist die Bonität des Partnerunternehmens aus eigener Betrachtung innerhalb der Gruppe bekannt und dortige Debitorenforderungen sind grundsätzlich kreditversichert. Soweit Holzbriketts direkt an Endkunden vermarktet werden, liegen entsprechende Bonitätsprüfungen den Lieferverträgen zugrunde. Auch hier werden keine nennenswerten Risiken gesehen. Als zunehmend problematisch für das Unternehmen wird die Personalbeschaffung, besonders für den Produktionsbereich, eingestuft. Regionale Wettbewerber um die wenigen vorhandenen Arbeitskräfte, sind oftmals aufgrund Zugehörigkeit zu anderen Branchen in der Lage, eine höhere Entlohnung anbieten zu können. Hier wird es darauf ankommen, zukünftig noch stärker die Einführung anderer Modelle der Personalbeschaffung und der Personalentwicklung voranzutreiben, wobei das gute Image im Markt des Unternehmens auch bei der regionalen Personalbeschaffung hilfreich ist. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Münchinger Holz GmbH, Leutershausen, mit Sitz in Leutershausen im Handelsregister des Amtsgerichts Ansbach unter der Nummer HRB 1701 eingetragen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Es wird sowohl die lineare als auch die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Soweit die degressive Abschreibungsmethode angewandt wird, erfolgt der Übergang zur linearen Methode in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Es werden im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
3. Gezeichnetes Kapital Das zum Nennwert angesetzte gezeichnete Kapital (Stammkapital) blieb im Jahr 2023 unverändert. Es ist voll einbezahlt. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche und Zeitguthaben, Gewährleistungsansprüche, Prüfungs- und interne Jahresabschlusskosten, Rechts- und Beratungskosten sowie ausstehende Rechnungen gebildet. 5. Verbindlichkeiten Restlaufzeit
Restlaufzeit
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Hierin sind keine neutralen Erträge enthalten. 2. Abschreibungen auf Sachanlagen Enthalten ausschließlich planmäßige Abschreibungen. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Hierin sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. E. Ergänzende Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen jährlich in Höhe von TEUR 1.115. Diese Verpflichtungen resultieren aus einem Pachtvertrag über unbewegliches Anlagevermögen. Der Pachtvertrag hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse. 2. Angaben zur Belegschaft Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
3. Geschäftsführer sind: Herr Harald Münchinger, Holzkaufmann, Pforzheim Herr Martin Seierlein, Dipl.-Ing., Dipl.-Betriebsw., Hannenbach Auf die Angabe der Bezüge für Mitglieder der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 27.255.988,75 (bestehend aus dem Gewinnvortrag von EUR 24.322.769,02 und dem Jahresüberschuss von EUR 2.933.219,73) auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Nachtragsbericht Keine Eintragungen
sonstige Berichtsbestandteile
Leutershausen, den 31. Mai 2024 Münchinger Holz GmbH gez. Harald Münchinger, Geschäftsführer gez. Martin Seierlein, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 07.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Münchinger Holz GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Münchinger Holz GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Münchinger Holz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 31. Mai 2024 HWS GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Michael Lacher, Wirtschaftsprüfer Heiko Lukaschek, Wirtschaftsprüfer |
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